Latest / Amtsallerlei / #16 | Wie geht Bürgermeister?
Transcript
- 0:03SPEAKER_00: Herzlich willkommen zu Amts allerlei, ein Podcast für Führungskräfte der Verwaltung mit Laila Achemy.
- 0:11SPEAKER_01: Wie schön, dass ihr wieder dabei seid.
- 0:13SPEAKER_01: Wie geht Bürgermeister, so heißt meine heutige Podcast-Folge.
- 0:16SPEAKER_01: Dafür habe ich mir eingeladen, den lieben Dr.
- 0:18SPEAKER_01: Eri Holzwart.
- 0:20SPEAKER_01: Und das ist auch für mich etwas ganz, ganz Besonderes, dass er heute da ist.
- 0:24SPEAKER_01: Denn Erich war vor vielen, vielen Jahren damals mein Entdecker, mein Mentor.
- 0:29SPEAKER_01: Er hat mich quasi in die kommunale Landschaft mit eingeführt und ihm habe ich unfassbar viel zu verdanken.
- 0:35SPEAKER_01: Er hat mich entdeckt aufgrund eines Zeitungsartikels in der Stuttgarter Zeitung.
- 0:39SPEAKER_01: Da wurde etwas bezüglich meiner Arbeit in Sachen Körpersprache veröffentlicht.
- 0:43SPEAKER_01: Und ja, seitdem arbeiten wir immer wieder zusammen und das ist immer was ganz Besonderes für mich.
- 0:51SPEAKER_01: Er ist nach wie vor mein Ansprechpartner.
- 0:54SPEAKER_01: Ich kann ihn auch mal anrufen, wenn ich ein Feedback brauche oder seinen Rat.
- 1:00SPEAKER_01: Und deshalb freue ich mich eben, dass er Zeit für uns hat.
- 1:03SPEAKER_01: Ich wünsche euch ganz viel Freude dabei.
- 1:05SPEAKER_01: Heute geht es natürlich um das Thema Vorbereitung, es geht um das Thema Körpersprache, es geht aber auch darum, was heißt eigentlich authentisch sein.
- 1:16SPEAKER_01: Das sagt ja auch immer jeder.
- 1:17SPEAKER_01: Sei einfach authentisch.
- 1:19SPEAKER_01: Und vieles mehr.
- 1:20SPEAKER_01: Lasst euch überraschen.
- 1:21SPEAKER_01: Ich wünsche euch viel Freude dabei.
- 1:23SPEAKER_01: Eure Laila.
- 1:27SPEAKER_01: Ja, und auf meinen heutigen Gast habe ich mich ganz, ganz besonders gefreut.
- 1:31SPEAKER_01: Der Dr.
- 1:32SPEAKER_01: Eri Holzwarth ist heute bei mir.
- 1:34SPEAKER_01: Vielen lieben Dank, dass du die Zeit dazu genommen hast, lieber Erich.
- 1:37SPEAKER_01: Hallo und willkommen.
- 1:39SPEAKER_02: Ja, hallo, ich grüße dich auch, Laila.
- 1:40SPEAKER_02: Schön, dass ich da sein darf.
- 1:42SPEAKER_01: Ja, sehr gerne.
- 1:43SPEAKER_01: Lieber Erich, uns verbindet ja ganz, ganz viel, vor allen Dingen eben auch das Thema Wahlkampf, Wahlkampfplanung, Wahlkampfstrategie.
- 1:51SPEAKER_01: Und dafür bist du jetzt heute mein Gesprächspartner.
- 1:53SPEAKER_01: Ich weiß, dass du auch ganz viel andere Dinge noch abdecken kannst und dich wirklich, wirklich gut auskennst, auch in der gesamtpolitischen Szene und soweit ich weiß, eben nicht nur im Tun und im Beraten, was du viele, viele Jahre getan hast und auch nach wie vor tust, sondern dass du eben auch Wissenschaftler bist.
- 2:13SPEAKER_01: Also ich weiß, du interessierst dich wirklich für das Thema Wahlkampf.
- 2:17SPEAKER_01: Deine wissenschaftliche Arbeit geht über das Thema Erfolgsfaktoren für Oberbürgermeisterwahlen.
- 2:24SPEAKER_01: Also da geht es, wenn ich es richtig verstanden habe, geht es darum, weshalb werden die einen gewählt, weshalb werden die anderen nicht gewählt.
- 2:32SPEAKER_01: Ist das so richtig?
- 2:33SPEAKER_01: Kann man das so sagen?
- 2:34SPEAKER_02: Das hat mich natürlich interessiert, weil ich mit vielen Wahlen zu tun habe, was das Spezifische an Bürgermeister und Oberbürgermeisterwahlen ist, warum Menschen gewählt werden, obwohl die Parteifarbe zum Beispiel nicht stimmt.
- 2:44SPEAKER_02: Das war ein spannendes Thema für mich, weil ich ja bei einer Partei gearbeitet habe.
- 2:47SPEAKER_01: Genau.
- 2:48SPEAKER_01: Wir können es ja auch verraten.
- 2:49SPEAKER_01: Wir haben uns auch damals kennengelernt, auch über die SPD kennen.
- 2:52SPEAKER_01: Du hast für über 20 Jahre die SPD, die Oberbürgermeister und Bürgermeisterwahlkämpfe für Baden-Württemberg mit begleitet, aber auch eben Parteilose, wenn ich das so richtig in Erinnerung habe.
- 3:05SPEAKER_02: Damals weniger, heute mehr.
- 3:07SPEAKER_01: Heute mehr, okay, verstehe.
- 3:08SPEAKER_01: Ja, also da trifft sich wirklich die Praxis, auch mit der Theorie, was ich auch immer sehr, sehr zu schätzen wusste.
- 3:16SPEAKER_01: Und ich hatte vorhin auch schon unseren Zuhörerinnen und Zuhörern verraten, dass wir uns eben schon lange kennen und du auch lange Zeit so mit meinem Mentor warst und nach wie vor auch ein guter Ansprechpartner bist, wenn ich das eine oder andere nicht verstehe.
- 3:30SPEAKER_01: Und ich ist auch im Übrigen sehr, sehr wichtig finde, wenn sich Expertinnen und Experten immer mal wieder kurz schließen und sagen, hey, welche Erfahrung hast du damit?
- 3:38SPEAKER_01: Also nochmals auch da an der Stelle meinen großen Dank an dich.
- 3:42SPEAKER_02: Ja, ich danke dir ja auch.
- 3:43SPEAKER_02: Ich habe ja von dir auch hergelernt.
- 3:45SPEAKER_01: Liebe Erich, 2023 hast du ein Buch herausgegeben, Bürgermeister Wahlen gewinnen.
- 3:50SPEAKER_01: Im Kohlhammer Verlag ist es erschienen und viele Expertinnen und Experten wurden dazu auch befragt, dass die aus ihrer jeweiligen Wissensperspektive auch etwas dazu beitragen.
- 4:02SPEAKER_01: Und unter anderem durfte ich auch zum Thema Körpersprache, Ausstrahlung und Präsenz etwas dazu schreiben.
- 4:08SPEAKER_01: Und das ist auch im Übrigen für all die Leute, die sich für Wahlkämpfe interessieren, nach wie vor noch ein guter Guide.
- 4:15SPEAKER_02: Auf jeden Fall, ja.
- 4:16SPEAKER_01: Also ich habe das auch so wahrgenommen, wenn ich so die jeweiligen Essays von den Kolleginnen und Kollegen gelesen habe.
- 4:23SPEAKER_01: Es geht da jetzt nicht nur um irgendwie eine Theorie, sondern tatsächlich auch ganz konkrete Praxisvorschläge.
- 4:29SPEAKER_01: Es geht tatsächlich um praktische Fragen.
- 4:31SPEAKER_02: Es geht um was, was du ja schon angesprochen haben am Anfang, es geht um Wahlkampfplanung, es geht darum, welche Felder es gibt, wo ich was machen kann, wenn ich gewinnen möchte.
- 4:41SPEAKER_02: Um das geht es mir, ja.
- 4:42SPEAKER_02: Denn ich bin der Meinung, fast jeder und fast jede kann eine Wahl gewinnen, wenn die Konstellation stimmt.
- 4:49SPEAKER_02: Und was halt sehr wichtig ist, wenn der Wahlkampf geplant wird und Bedacht angegangen wird.
- 4:54SPEAKER_01: Das Thema Planung ist etwas ganz, ganz Wichtiges.
- 4:58SPEAKER_01: Was meinst du denn, weshalb werden Leute gewählt oder eben auch nicht, wenn wir da nochmal kurz dranbleiben?
- 5:04SPEAKER_02: Ja, wie gesagt, es gehört auch Glück dazu, sage ich mal ganz einfach.
- 5:08SPEAKER_02: Es gehört die Konstellation dazu.
- 5:09SPEAKER_02: Ich sage immer das Beispiel, wenn fünf Hauptamtsleiterinnen und Hauptamtleiter antreten, dann ist es was Zufall, manchmal, wenn die sich alle gut vorbereitet haben, wer gewählt wird.
- 5:18SPEAKER_02: Also ich muss schon die Konstellation finden.
- 5:20SPEAKER_02: Dazu bedarf es zum Beispiel der Überlegung, dass ich nicht zu früh antrete.
- 5:24SPEAKER_02: Und sonst gehört noch zur Planung für mich, genau zu überlegen, welche Botschaften ich aussende und genau zu überlegen, auf welchen Kanälen ich diese Botschaften aussenden möchte.
- 5:35SPEAKER_02: Das kann ich beeinflussen.
- 5:36SPEAKER_02: Mehr kann ich nicht.
- 5:37SPEAKER_02: Die Konstellation kann ich begrenzt beeinflussen, indem ich dem ich warte.
- 5:42SPEAKER_02: Und wie sich dann die öffentliche Kommunikation darstellt, kann ich auch nur begrenzt beeinflussen, denn manchmal sind Medien auch, sei mal vorsichtig einseitig.
- 5:50SPEAKER_02: Da habe ich nur meine eigenen Kanäle, die ich dann bedienen kann.
- 5:54SPEAKER_01: Und das Thema Botschaften, das finde ich auch etwas sehr, sehr Wichtiges.
- 5:58SPEAKER_01: Das ist ja auch etwas, was uns immer mal wieder verbunden hat in unserer gemeinsamen Arbeit.
- 6:03SPEAKER_01: Wir haben einige Oberbürgermeisterwahlkämpfe gemeinsam bestritten.
- 6:06SPEAKER_02: Genau.
- 6:07SPEAKER_01: Und da geht es um Botschaften, was da heißt, welche Texte, welche Story möchte ich da auch transferieren, aber natürlich wie in meinem Bereich auch, was kann ich dann auch körpersprachlich, nonverbal auch damit ausdrücken.
- 6:22SPEAKER_01: Und das eine geht eben nicht ohne den anderen.
- 6:25SPEAKER_01: Mal ist die Körpersprache mehr im Vordergrund, gerade wenn es so um die großen Vorstellungsrunden beispielsweise geht.
- 6:30SPEAKER_01: Oder auch wenn es um Haustürwahlkampf geht oder wenn es auch darum geht, vielleicht auch die Einzelhändler in der Stadt abzuklappern, ja, und die mit einzubeziehen in die Wahlkämpfe.
- 6:41SPEAKER_01: Da braucht es auch eine Form von Körpersprache.
- 6:43SPEAKER_01: Wir haben ja da nicht viel Zeit, um mit den Leuten da jeweils in tiefe Gespräche zu gehen.
- 6:47SPEAKER_02: Deshalb bin ich ja auf dich gestoßen.
- 6:50SPEAKER_02: Ich habe ja die Ankündigung gelesen, dass du geschrieben hast, der Körper erzählt ganz viel.
- 6:54SPEAKER_02: Und ich kann mit dem Körper ganz viel ausdrücken und deshalb bin ich ja auf dich gestoßen, weil das war für mich auch ein Aha-Moment, sag ich mal, in der Situation, wo ich gedacht habe, okay, ich weiß es theoretisch, sage ich jetzt mal theoretisch, aber praktisch, wie kann ich jetzt jemanden stärken?
- 7:08SPEAKER_02: Also wie kann ich die Stärken hervorheben?
- 7:10SPEAKER_02: Das war ja mein Thema und da hast du ja mir viel geholfen, da habe ich viel von dir gelernt.
- 7:14SPEAKER_02: Weil in der Tat Botschaften sind, was du jetzt auch schon angedeutet hast, körpersprachlich, Gestik Mimik, Körperhaltung.
- 7:22SPEAKER_02: Dann haben wir Botschaften, die wir eben vermitteln über das Plakat, übers Bild, über das Prospekt, also wo wir viele Bilder aussenden, die viel Sorgfalt bedürfen, weil sie halt von allen Menschen wahrgenommen werden.
- 7:36SPEAKER_02: Und dann in der Tat, und das hast du ja gesagt, da ist natürlich was, was ich am ehesten auch kann.
- 7:41SPEAKER_02: Sonst habe ich eher Leute, mit denen ich dann zusammenarbeite, aber es ist ja auch okay so, es gibt eine Arbeitsteilung, die Frage, was sage ich, also welche Texte präsentiere ich, sowohl im öffentlichen Auftreten, also mündlich, als auch schriftlich.
- 7:55SPEAKER_02: Und das ist mir schon sehr wichtig, weil ich glaube, auf diesen, ja, wenn ich jetzt mal die drei Felder nenne, das sind schon die wichtigsten Felder, um mich zu präsentieren und wie gesagt, meine eigenen Inhalte und Botschaften durchzubringen.
- 8:08SPEAKER_01: Und jetzt bist du ja seit ein paar Jahren auch freiberuflich unterwegs und bereits Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Baden-Württemberg oder auch in, weiß ich gar nicht, auch.
- 8:20SPEAKER_02: Ach ja, es gibt ja schon angrenzende Bundesländer, wo ich schon war, aber seltener.
- 8:25SPEAKER_01: Ja, genau.
- 8:26SPEAKER_01: Was meinst du denn?
- 8:27SPEAKER_01: Was sind denn so allgemeingültige Kernbotschaften?
- 8:31SPEAKER_01: Natürlich, man sagt immer dazu, ich stelle dir eine Frage und ich antworte gleich selber.
- 8:37SPEAKER_01: Das ist so das Thema von Trainerinnen und Coaches.
- 8:40SPEAKER_01: Es heißt ja immer, man soll authentisch sein.
- 8:43SPEAKER_01: Das ist ja so die Sache.
- 8:44SPEAKER_01: Und auf der anderen Seite gibt es aber auch so eine Art Botschaften, Know-how, dass man unbedingt, also was darf auf keinen Fall fehlen.
- 8:55SPEAKER_02: Also bei authentisch sein, das finde ich ganz spannend.
- 8:58SPEAKER_02: Das habe ich auch schon anderen Leuten gesagt.
- 8:59SPEAKER_02: Ich glaube, es gibt viele Schauspielerinnen und Schauspieler in Amtszessel, nicht nur bei Bürgermeistern und Oberbürgermeistern, sondern auch in anderen Bereichen, die haben eine gute Performance, aber sind nicht authentisch in meinen Augen.
- 9:12SPEAKER_02: Also ich bin da zurückhaltend.
- 9:14SPEAKER_02: Ich sage den Leuten, authentisch sein is der einfacher Weg.
- 9:18SPEAKER_02: Also when jemand with him authentic verb can, that he or she, sagen wir jetzt by the Botschaften, stark and competent, then it's in order.
- 9:30SPEAKER_02: Dann kann ich authentisch sein.
- 9:31SPEAKER_02: Wenn ich es nicht darf als authentischer Mensch auch repräsentieren, wofür mich die Leute wählen werden, dann wird es schwierig.
- 9:40SPEAKER_02: Absolut.
- 9:40SPEAKER_02: Aber ich würde niemandem empfehlen, eine Schauspielausbildung zu machen.
- 9:43SPEAKER_02: Ich auch nicht.
- 9:44SPEAKER_02: Leute werden dann meistens auch nicht glücklich, aber ich kann es auch nicht verhindern.
- 9:47SPEAKER_02: Also ich kann ja nur, ich beobachte ja durchaus Leute und sage wirklich, ich habe alleine erlebt, das war ganz einprägsamt für mich.
- 9:55SPEAKER_02: Der ist bei einer Kandidatenvorstellung angetreten, hat eine ganz tollen Performance hingelegt.
- 10:00SPEAKER_02: Und das war eindeutig einstudiert.
- 10:02SPEAKER_02: And he had gewonnen.
- 10:05SPEAKER_02: And the clear person, a year later, was not wieder zu erkennen.
- 10:09SPEAKER_02: Denn er war sich seiner Wiederwahl sicher and a schlechte Performance gebracht.
- 10:15SPEAKER_02: And da wurde eigentlich deutlich, dass er viel Geschauspieler, er hat natürlich trotzdem auftreten, Bürgermeister ist auftreten.
- 10:22SPEAKER_02: Es hat halt bestimmte Elemente in dieser Kandidatenvorstellung gefällt.
- 10:25SPEAKER_02: Deshalb meine ich, ja, ich würde niemandem empfehlen, das zu machen.
- 10:29SPEAKER_02: Aber ich sollte immer Gedanken machen.
- 10:31SPEAKER_02: Jetzt nochmal zum Thema authentisch.
- 10:33SPEAKER_02: Authentisch reicht nicht.
- 10:35SPEAKER_02: Sondern wenn ich authentisch bin und habe gewisse Schwächen und deshalb habe ich dich ja kontaktiert, dann ist es eigentlich wichtig, dass ich meine Stärken finde und dass ich Felder finde, wo ich mich verbessern kann.
- 10:48SPEAKER_02: Und das, glaube ich, ist für jeden Menschen auch möglich, dass es sich verbessern kann, wenn er oder sie das Namen dann strebt.
- 10:55SPEAKER_02: Deshalb nochmal zu dem Thema authentisch dazu.
- 10:57SPEAKER_02: Und dann war die Frage, welche Botschaften wichtig sind.
- 11:02SPEAKER_02: Also ich glaube, da bin ich dran.
- 11:04SPEAKER_02: Ich bin nicht ganz sicher, weil die Forschung hat sich lange Zeit auf so soziologische Merkmale repreziert nach Thema, wenn jemand Ahnung hat von der Verwaltung, dann wird er oder sie automatisch gegeben.
- 11:15SPEAKER_02: Also als Kernwirtschaft Verwaltung, und das habe ich zusehends festgestellt, nicht nur hier geschrieben, sondern in meiner Promotion damals geschrieben und festgestellt, es kommt nicht nur auf diese Kernkompetenz Verwaltung an, wenn es überhaupt darauf ankommt, ich weiß es nicht, da weit bin ich noch nicht.
- 11:32SPEAKER_02: Da bin ich jetzt gerade im Forschen am Überlegen.
- 11:34SPEAKER_02: Es kommt auf andere Faktoren an und ich glaube, da spielt dann die Persönlichkeit eine ganz große Rolle.
- 11:38SPEAKER_02: Da würde ich nicht gegen die Verwaltung argumentieren, sondern die Verwaltung ist irgendwann ein Teil, weil ich festgestellt habe, dass Menschen zwar diese Botschaft drin haben können, aber es muss nicht die Kernbotschaft sein, weil zunehmend Leute, die nicht aus der Verwaltung kommen, gewählt werden zur Bürgermeisterin oder Bürgermeister.
- 11:55SPEAKER_02: Und deshalb würde ich sagen, so eine zweite Kernbotschaft, also jetzt, oder eine zentrale Kernbotschaft, ist sicher von mir zu vermitteln, dass ich das kann.
- 12:04SPEAKER_02: Und das sollte ich selber nicht falsche Pferden legen.
- 12:06SPEAKER_02: So nach dem Motto, ich bin nur die demokratische Alternative oder ich will hier mal den Laden aufmischen oder so etwas.
- 12:13SPEAKER_01: Ich will alles besser machen.
- 12:14SPEAKER_02: Ich will vorwärmen.
- 12:16SPEAKER_02: Das sind Sachen, die kommen nicht als Botschaft an.
- 12:18SPEAKER_02: Deshalb meine ich, ich komme es ja schon auf das an, was ich sage.
- 12:22SPEAKER_02: Also das soll den Menschen auch sich bedenken, was das auslöst in den Köpfen der Leute.
- 12:27SPEAKER_02: Ich glaube, so fängt nicht.
- 12:29SPEAKER_02: Und die Wahlergebnisse, zumindest schon in Baden-Württemberg, zeigen, dass solche Leute eigentlich so gut wie nie gewählt werden.
- 12:34SPEAKER_02: Es sei denn, es geht gegen Amtsinhaber oder Amtsinhaubern, die so unbeliebt sind, dass ich quasi alles andere nehme, bloß nicht den Amtsinhaber oder die Amtsinhaber.
- 12:43SPEAKER_02: Es kommt auch vor.
- 12:43SPEAKER_02: Absolut.
- 12:44SPEAKER_02: Und das wurde eigentlich auch bestritten lange Zeit.
- 12:46SPEAKER_02: Und ich bin eigentlich der Meinung, dass das wirklich sehr deutlich erkennbar ist.
- 12:50SPEAKER_02: Also damals hat es eigentlich niemand zur Kenntnis genommen, als ich das gesagt habe.
- 12:54SPEAKER_01: Ich habe das jetzt zwar nicht so wissenschaftlich fundiert mir angeschaut, aber das ist auch ein Trend, den ich über die Jahre beobachten konnte.
- 13:01SPEAKER_01: Auch ein Trend dahingehend, dass sogar auch amtierende Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nicht wiedergewählt werden, obwohl die, ich sage jetzt mal, insofern es eine Objektivität geben könnte, aber objektiv alles richtig gemacht haben.
- 13:14SPEAKER_01: Das gibt es also nicht.
- 13:15SPEAKER_01: Ja, aber wo wir in Bezug eben auf Wahlversprechen dann auch das eingelöst haben.
- 13:21SPEAKER_01: Die haben das umgesetzt und das umgesetzt und trotzdem werden die nicht gewählt.
- 13:26SPEAKER_01: Also zum einen ist es natürlich eine Frage der Wahlkampfkampagne, denn du hast gerade eben angesprochen, sich zu sicher gefühlt.
- 13:32SPEAKER_01: Und auf der anderen Seite könnte es aber auch sein, dass Menschen wirklich gerade, es ist ja nicht Direktwahl, es ist eine Persönlichkeitswahl, offensichtlich auch eine bestimmte Form von Persönlichkeit vielleicht auch gerade suchen als Chef einer Verwaltung.
- 13:48SPEAKER_02: Kann sein, so weit bin ich noch nicht, kann sein, aber und das finde ich spannend.
- 13:52SPEAKER_02: In other Wahlbereichen wurde es durchaus immer accepted, aber im Bürgermeisterwahlberechnet, es gibt ein instrumentelles Wahlverhalten.
- 14:00SPEAKER_02: Das heißt, ich sag in my Kopf, I will alles, not that or these.
- 14:15SPEAKER_02: Dann will ich alle nur nicht den.
- 14:17SPEAKER_02: Wenn dann einer da ist, der immer fünf Grad-Sätze reden kann, oder die fünf Grad-Sätze reden kann, and ich gerade Free Miller heißt, Entschuldigung, Rosch.
- 14:24SPEAKER_02: Die können wir alle.
- 14:25SPEAKER_02: Oh ja.
- 14:26SPEAKER_02: Die können wir alle.
- 14:27SPEAKER_02: Wenn du Freddy Miller heißt, dann habe ich Chancen, gewählt zu werden.
- 14:32SPEAKER_02: Und das weiß ich nicht, ob es so nimmt.
- 14:35SPEAKER_02: Also ich habe es, wie gesagt, schon festgestellt, zumindest vor zehn Jahren oder sowas, kann es sein, dass es zunimmt, wir wissen es nicht.
- 14:41SPEAKER_02: Wir haben ja, wir leben ja in einer Zeit, du hast ja am Anfang auch gesagt, in der Zeit, wo es sich ohnehin vieles verschiebt, Demokratie sowieso in Frage steht.
- 14:49SPEAKER_02: Die Frage ist sowieso überhaupt dieses, sei es zwar rationales wählen oder ein instrumentelles Wählen, aber es ist ja nicht rational.
- 14:56SPEAKER_02: Also sozusagen diese Tendenz zunimmt, das kann schon sein.
- 15:00SPEAKER_02: Also es halte ich durchaus verdenkbar, dass immer mehr Kriterien eine Rolle spielen, die wir gar nicht greifen können, die wir, glaube ich, wahrscheinlich nicht mal wissenschaftlich greifen können am Ende des Tages.
- 15:09SPEAKER_02: Also es ist sehr schwierig, was viel.
- 15:11SPEAKER_02: Der Bauch ist nicht schlecht, also da würde ich nicht sagen, was ein Bauchhaus ist.
- 15:14SPEAKER_02: Ein Bauhaus kann eine richtige Entscheidung getroffen werden, aber die nicht in Zusammenhang stehen mit der Wahl, sei ich jetzt mal so.
- 15:23SPEAKER_02: Ich glaube schon, dass wir da in einer großen Gefahr sind.
- 15:26SPEAKER_02: Das zeigen ja Wahlergebnisse.
- 15:28SPEAKER_02: Bundestaglandtag, das zeigen andere europäische Länder, das zeigt die USA.
- 15:32SPEAKER_02: Also es gibt ja eine Vielzahl von, sag ich mal, nicht greifbaren Argumenten für eine Wahl, die wir nicht gar nicht nachvollziehen können.
- 15:41SPEAKER_01: Spannendes Phänomen und auch etwas, was sich offensichtlich mit der Zeit deutlich verändert.
- 15:47SPEAKER_02: Wahrscheinlich, ja.
- 15:49SPEAKER_01: Und um nochmal auf die Botschaften zurückzukommen, ich sehe dich ja in Wahlkämpfen immer wieder ganz fleißig, Texte lesen, Texte korrigieren.
- 15:57SPEAKER_01: Stimmt.
- 15:59SPEAKER_01: So mit einem Stift sitzt du dann neben mir.
- 16:02SPEAKER_01: Mit einem Stift, digital mache ich.
- 16:03SPEAKER_01: Ja, mittlerweile natürlich auch digital.
- 16:06SPEAKER_01: Genau.
- 16:06SPEAKER_01: Und ja, was ist da so deine Stärke an der Stelle da?
- 16:14SPEAKER_01: Worauf achtest du bei den Texten beispielsweise?
- 16:16SPEAKER_02: Also ich versuche mich eigentlich in die Leute reinzuversetzen.
- 16:18SPEAKER_02: Also ich versuche eigentlich immerhin zu, also das heißt, ich versuche immer, ich weigere mich immer zunächst einen Text für die Leute zu schreiben, weil ich der Meinung bin, die Menschen sollen einen Text selber schreiben.
- 16:29SPEAKER_02: Weil meine Erfahrung ist die, wenn sie einen Text becommen, den sie nicht selber beschrieben haben, gibt es zwei Möglichkeiten.
- 16:37SPEAKER_02: They lay quasi this thing for what by Bürgermeister Wahlen fast niemand, interessant.
- 16:43SPEAKER_02: And by reading, they can often, also by candidate for them, can they often.
- 16:50SPEAKER_02: Or they say what's going on.
- 16:54SPEAKER_02: And then the effect of this text to vermitting verloren gegangen.
- 17:03SPEAKER_02: And they can also such if they this they can, or if they have text shows.
- 17:09SPEAKER_01: Yeah, and then is the kreativity.
- 17:19SPEAKER_02: Jeder Mensch hat natürlich die Chance oder hat das Recht zu sagen, okay, der Holzwart hat einen Quatsch gesagt.
- 17:25SPEAKER_02: Ich mache trotzdem was anderes.
- 17:26SPEAKER_02: Das ist klar, das habe ich nicht in der Hand.
- 17:28SPEAKER_02: Ich kann nur versuchen, im Beratungsprozess für mich das Schreiben oder das Korrigieren dann auch einen Beratungsprozess zu zeigen, in welche Richtung es gehen kann, aber auch ausgehen von dem, was die selber für wichtig halten.
- 17:38SPEAKER_02: Das halte ich halt vom Ansatz her für wichtig.
- 17:41SPEAKER_02: Ich habe immer diese zwei oder drei Beispiele, wo ich dann doch mich habe weichen lassen.
- 17:47SPEAKER_02: Texte schreiben, Pressemitteilung, vor Augen, wo im Prinzip was am Schluss was völlig anderes in der Zeitung stand.
- 17:52SPEAKER_02: Und da war tatsächlich dieser zweite Effekt eingetreten.
- 17:55SPEAKER_02: Die haben mir irgendwas erzählt und haben das Ding hingelegt.
- 17:57SPEAKER_02: Und so arbeitet kein Medienschaffender, keine Medienschaffende, der arbeitet so, dass man dann anschließend den Text nimmt, weil sie das gefundene fressen.
- 18:04SPEAKER_02: Ja.
- 18:05SPEAKER_02: Zu sagen, was die Person gesagt hat.
- 18:07SPEAKER_02: Und deshalb meine ich ja, und das ist mein Versuch, so über den Text, die Leute eigentlich zu dem zu führen, was sie selber sind und wo sie sich verbessern können, auch wieder in dem Sinn.
- 18:16SPEAKER_02: Also ich verstehe mich ja eher, das Schlimme wird dürfen wir ja nicht erwähnen, oder das dürfen wir schon erwähnen.
- 18:24SPEAKER_02: Also ich verstehe mich nicht als Bürgermeister machen, wo ich mal gefragt worden bin, sondern ich verstehe mich eher als Hebamme.
- 18:28SPEAKER_02: Also ich versuche einen Prozess zu begleiten, wo der Mensch selber so stark ist, dass er oder sie dann auch selber in den Wahlkampf auftreten kann, wenn wir jetzt ein Wahlkampfplanungsthema drin waren.
- 18:40SPEAKER_01: In meiner Arbeit, wenn es um die Vorbereitungen zu den großen Vorstellungsrunden geht, merke ich übrigens sehr schnell, ob die Leute die Texte selber geschrieben haben.
- 18:48SPEAKER_01: Jetzt ist ja auch ChatGPT da, da kann man ja dann auch eine tolle Rede, eloquent, tolle Wörter und so weiter.
- 18:56SPEAKER_01: Und ich merke es sofort, ist da eine Konkurrenz oder eine Inkonkurenz?
- 19:00SPEAKER_01: Und selbst wenn jemand sich, ich sage jetzt mal, vielleicht intellektuell nicht so gewählt ausdrücken kann, aber mit dem Herzen dabei ist und wirklich auch sagt, das bin ich, Leute, das bin ich.
- 19:12SPEAKER_01: Dass da meistens ein großer Applaus durchs Publikum geht und eine große Zustimmung auch fast schon gewährleistet ist, als dieses, ich möchte so tun, als wäre ich jemand anderes.
- 19:24SPEAKER_01: Und in Sachen Körpersprache kann ich auch nur dazu sagen, sind wir alle Expertinnen und Experten.
- 19:30SPEAKER_01: Wir haben das schon gelernt, wie wir in der Wiege lagen.
- 19:34SPEAKER_01: Dass ich immer meinen Klientinnen und Klienten sage, ist, der Unterschied zu mir als Profi und dem Otto Normalverbraucher ist, dass ich bewusster mit den Themen umgehen kann und das dann auch entsprechend kommunizieren kann.
- 19:46SPEAKER_01: Aber ansonsten, man, wie sagt man so auch umgänglich, man riecht es förmlich, dass da irgendwie was ist.
- 19:53SPEAKER_01: Und dann würde ich sagen, oh, lass es.
- 19:56SPEAKER_01: Und natürlich ist es so, eine Wahlkampfveranstaltung oder überhaupt ein Wahlkampf, ist schon auch ein bisschen ein Schau laufen.
- 20:03SPEAKER_01: Es ist schon auch etwas, sich zu zeigen.
- 20:06SPEAKER_01: Also manche, die dann sagen, ich bin da nicht so der auffällige Typ.
- 20:10SPEAKER_01: Oder ich bin, ja, Wahlkampf ist eine komplett andere Situation und ich möchte es einfach immer wieder betonen, als im Amt dann selbst zu sein.
- 20:20SPEAKER_01: Aber um bei B anzukommen, braucht es A.
- 20:23SPEAKER_02: So ist es, genau, so sehe ich es auch.
- 20:25SPEAKER_01: Ohne der Eintrittskarte kommen wir nicht rein in die eigentliche Veranstaltung.
- 20:29SPEAKER_02: Was du jetzt gesagt hast, das ist ja ganz wichtig, dass dieses Auseinanderfallen, glaube ich, das, was ich in den Texten gesagt habe, was du jetzt mit der Körper gesagt hast, irgendwann, wenn die Leute nicht gute Schauspielerinnen und Schauspieler sind, dann kippt es auseinander, dann fühlen sie sich selber entweder unbehagelt oder die Leute merken, dass diese Spaltspaltung da ist.
- 20:48SPEAKER_02: Und deshalb, was du gesagt hast mit dem Herzblut, hat mich ganz erinnert, da habe ich an den Fall.
- 20:52SPEAKER_02: Ich hatte mal eine Agentur, die hat einen vollen Text geschrieben, die hat auch noch die Preisemitteilung in der dritten Person.
- 20:57SPEAKER_02: Ich versuche immer den Leuten zu sagen, schreibt zwar in die ersten Person, aber machen die meisten nicht in der Zwischenzeit, weil das so standardisch in der dritten Person und da habe ich gesagt, dieser Text hat kein Herzblut.
- 21:07SPEAKER_02: Das sagt nichts von dem aus.
- 21:09SPEAKER_02: Genau.
- 21:10SPEAKER_02: Und der hat dann auch die Beutelhimmschmesser, aber die Agentur hat mich sozusagen mich dafür verantwortlich gemacht, dass sie gesagt hat, Leute, da steckt nichts von dem drin.
- 21:17SPEAKER_02: Und so sehe ich es auch.
- 21:18SPEAKER_02: Also der kann ja Tröge.
- 21:20SPEAKER_02: Und die Person war gewisserweise Tröge, aber selbst in dieser Tröigkeit hat sie ganz andere Worte benutzt, als die Agentur sie benutzt hat, das meine ich mit denen.
- 21:29SPEAKER_02: Und das, was du sagst, und das sind uns ja eigentlich, da bin ich auf dich gestoßen, wie gesagt, habe ich auch von dir gelernt und mit einer Bestärktur an dieses Auseinanderfallen, wird entweder zum Problem für die Person, die Wahlkampf führt, oder für die Leute, die zuschauen.
- 21:41SPEAKER_02: Und beides ist schlecht.
- 21:43SPEAKER_02: Weil wie du sagst, diese wahlkampfische Ausnahmesituation, in der sollte ich viele Kräfte zur Verfügung haben.
- 21:49SPEAKER_02: Und wenn ich dauernd noch diese Schauspielerei machen muss, schaffe ich es nicht.
- 21:53SPEAKER_02: Ja, so ist es.
- 21:55SPEAKER_02: Selbst vier Wochen sind dann zu viele.
- 21:57SPEAKER_01: Absolut.
- 21:57SPEAKER_01: Man hält es nicht durch, ja, genau.
- 22:00SPEAKER_01: Um nochmal zu unserem Anfangsthema zurückzukommen, Wahlkampfplanung, lieber Erich, gibt es da so Big Fives, die es da zu berücksichtigen gibt, die du geschwind mal so als Tipp auch aus dem Ärmel schütteln kannst, als, sage ich jetzt mal, alter Hase im Bereich Wahlkampfbegleitung?
- 22:19SPEAKER_02: Ja, die Big Fives sind schon die, ich muss überhaupt einen Plan treffen.
- 22:24SPEAKER_02: Also wir sollten nicht einfach sagen, okay, ich trete jetzt an und morgen vor die Presse treten und dann ist mir auch schon passiert, deshalb kann ich das sagen und dann mich anrufen und sagen, so ich muss jetzt nochmal Wahlkampf planen.
- 22:36SPEAKER_02: Das funktioniert nicht, sondern ich muss, wenn ich rausgehe, meinen Wahlkampf geplant haben.
- 22:39SPEAKER_02: Also es ist das erste Vorbereitung, Planung im Vorfeld.
- 22:43SPEAKER_02: Dann tatsächlich, wir haben die Strategie ein bisschen zurückgestellt, aber es geht wirklich um die Strategie.
- 22:49SPEAKER_02: Das heißt, ich muss wissen, welche Botschaften habe ich für mich als Person und für die Stadt.
- 22:55SPEAKER_02: Also welche Themen und was betrifft mich als Person.
- 22:59SPEAKER_02: Ich sollte, und das ist das Nächste, was ganz wichtig ist, ich sollte wissen, welche Kanäle werde ich bespielen in dieser Zeit.
- 23:07SPEAKER_02: Und daraus ganz egal, das ist dann, sagen wir mal nochmal, das Korsett ist dann die Zeitplanung, was mache ich wann?
- 23:14SPEAKER_02: Also mit was trete ich wann auf.
- 23:16SPEAKER_02: Das sind heißt, sind das jetzt fünf, was genau es fünf sind.
- 23:19SPEAKER_02: Aber es sind auf jeden Fall die wichtigsten Punkte.
- 23:21SPEAKER_02: Und die sollten die Leute auch selber tragen können.
- 23:23SPEAKER_02: Da komme ich wieder zu dem Beispiel, als ich, es gibt ja viele, die sagen, okay, ich muss unbedingt jetzt anfangen, weil in, damit ich der Erste bin oder die Erste bin.
- 23:32SPEAKER_02: Es bringt gar nichts, wenn ich keine Zeitplanung habe.
- 23:34SPEAKER_02: Wenn ich sechs Monate vorher rausgehe, und zwar vorhin vor dem Wahlkampf, vor dem Wahltag, was ich ja leider auch schon erlebt habe, zusammen klappt, weil ich sechs Monate zu viel machen, bringt es nichts.
- 23:43SPEAKER_02: Die Zeitsendung muss ich haben, die muss ich schon mitbringen an diesem Tag.
- 23:48SPEAKER_01: Ja.
- 23:49SPEAKER_01: Lieber Erich, unsere gemeinsame Zeit für heute ist leider schon vorbei.
- 23:54SPEAKER_02: Schade.
- 23:55SPEAKER_01: Da gibt es viel natürlich noch zu sagen und ich denke, wer sich dafür auch noch mehr interessieren sollte, kann sich gerne auch an dich wenden.
- 24:10SPEAKER_01: Zur Vorbereitung gehört für mich auch die Frage, das warum.
- 24:15SPEAKER_01: Wofür mache ich das?
- 24:17SPEAKER_01: Und die einen sagen, ja, weil ich halt was verändern will.
- 24:21SPEAKER_01: Da schmunzeln dann auch immer alle, nicht nur die Experten, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger.
- 24:26SPEAKER_01: Sondern was ist so wirklich das große Warum?
- 24:29SPEAKER_01: Und das ist etwas, wofür es sich lohnt, bevor man überhaupt irgendwelche Dinge schon mal in die Wege leitet, sich selbst für sich selbst und auch mit der Familie im Übrigen auch abzuklären oder Partnerinnen, Partner, wie auch immer, wer dann noch mit betroffen ist.
- 24:46SPEAKER_01: Oder die Eltern leben vielleicht auch mit im Ort.
- 24:49SPEAKER_01: Was ist das Warum?
- 24:51SPEAKER_01: Und dieses Warum, wofür tue ich das, das hört sich dann vielleicht auch pathetisch ausgesprochen wie so eine Art höheres Ziel an.
- 24:58SPEAKER_01: Nicht nur, ich will mehr Geld verdienen, ich will mehr in der Öffentlichkeit stehen, ich will Applaus bekommen oder sonst.
- 25:04SPEAKER_01: Ja, das sind alles auch so Nebenwirkungen, die man auch mitgenießen darf.
- 25:10SPEAKER_01: Völlig in Ordnung.
- 25:10SPEAKER_01: Man muss auch, sage ich jetzt mal, auch ein bestimmter Typ sein, um das auch auszuhalten.
- 25:14SPEAKER_01: Auf jeden Fall.
- 25:16SPEAKER_01: Aber dieses wofür mache ich das, was ist so mein heiliger Grund, kann man fast schon sagen, ist etwas, was gerade in schwierigen Zeiten, du hast gesagt, wenn die Kraft ausgeht oder wenn dann ganz viel Gegenwind kommt, wenn ungute Situationen entstehen, dann ist diese Form der intrinsischen Motivation das, was uns wirklich bei der Kraft hält, in der Ausrichtung hält.
- 25:41SPEAKER_01: And deshalb nochmal lohnt es sich auch, wenn es um Planung geht, auch dafür, sich einen Moment Zeit zu nehmen, ins Gespräch zu gehen, entweder mit Expertinnen und Experten oder eben mit Menschen, denen man vertraut, um das für sich ganz, ganz klar zu haben.
- 25:56SPEAKER_01: Und dann, im Grunde genommen, würde ich auch sagen, kann Mann, Frau keinen Wahlkampf verlieren, sondern sie können nur gewinnen, indem man.
- 26:05SPEAKER_02: Als Person gewinne ich auf jeden Fall, das kann ich sich dem eben auch stellt.
- 26:09SPEAKER_01: Und ich erlebe bei allen, ich erlebe bei allen Kandidierenden einen großen Persönlichkeitsentwicklungsschub.
- 26:17SPEAKER_01: Und das ist auch etwas sehr Wertvolles und Kostbares.
- 26:20SPEAKER_01: Und das kann auch nicht jeder Mensch so machen.
- 26:22SPEAKER_01: Kann ich ihn unterstreichen.
- 26:24SPEAKER_01: Vielen lieben Dank fürs Herkommen über Erich.
- 26:26SPEAKER_02: Schön, dass ihr dabei sein durfte.
- 26:28SPEAKER_00: Dann tschüss.
- 26:29SPEAKER_00: Ciao.
- 26:32SPEAKER_00: Weitere Informationen finden Sie unter amtsalerlei.de.
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- 26:42SPEAKER_00: Und denken Sie daran.
- 26:43SPEAKER_00: Bleiben Sie wirksam für die Menschen, für die Verwaltung, für die Zukunft.
- 26:48SPEAKER_00: Denn gute Führung in der Verwaltung bewegt mehr, als man oft auf den ersten Blick sieht.