Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #4 Folge 13: ACETON - Die tödliche Droge aus dem Nagellackentferner
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen bei unserer heutigen Vertiefung.
- 0:02Ich freu mich wirklich riesig, dass du heute wieder dabei bist,
- 0:05dir Zeit nimmst für dich und ja, vielleicht auch für schwierige
- 0:09Themen. Hallo auch von mir.
- 0:10Heute geht es nämlich um ein Thema, das sehr ernst ist und
- 0:14wie ich finde oft total übersehen wird.
- 0:17Der Missbrauch von Aceton, genau Aceton, das ist ja ne Substanz,
- 0:22die fast jeder von uns irgendwo zu Hause hat, oft im Bart als
- 0:26Nagellackentferner, ne. Stimmt, und wir wollen uns heute
- 0:29mal ganz genau anschauen, warum dieses sogenannte Schnüffeln von
- 0:33Aceton oder ähnlichen Lösungsmitteln.
- 0:35So ja, so extrem gefährlich ist. Absolut wichtiges Thema und wir
- 0:41stützen uns dabei auf einen sehr eindringlichen Artikel von Nelix
- 0:45Berlin. Das ist eine Plattform für
- 0:47digitale Suchtberatung. Ja, und diese Quelle ist
- 0:50besonders, das muss man gleich sagen.
- 0:52Finde ich auch. Sie bringt ne Perspektive rein,
- 0:55die man so nicht oft findet finde ich.
- 0:58Ganz genau. Und bevor wir jetzt tief in die
- 1:01Details eintauchen, also was Aceton genau macht.
- 1:04Müssen wir kurz innehalten? Es ist wichtig zu verstehen, wer
- 1:08hinter Nielix Berlin steht. Ja, der Schöpfer der Plattform
- 1:11heißt Gabriel, und das ist der entscheidende Punkt.
- 1:16Gabriel ist selbst betroffen von sucht.
- 1:20Von psychischen Herausforderungen exakt.
- 1:23Und Gabriel teilt auf seiner Webseite unglaublich offen, also
- 1:27wirklich sehr ehrlich, seine persönlichen Erfahrungen.
- 1:30Das ist nicht nur so nebenbei, das ist der Kern seiner Arbeit,
- 1:35er macht das ganz bewusst, um eine echte, ja authentische
- 1:38Verbindung zu dir aufzubauen, der uns jetzt zuhört.
- 1:42Die Botschaft ist ganz klar, wenn du mit solchen Sachen
- 1:44kämpfst, wenn du dich manchmal allein fühlst, du bist es nicht.
- 1:49Genau. Hier spricht nicht irgendeine
- 1:50graue Theorie, sondern ja das gelebte Leben, die Erfahrung.
- 1:54Es ist sein Versuch, aus all dem schlechten, wie er sagt, etwas
- 1:57Positives zu machen, etwas Hilfreiches für andere.
- 2:00Das ist ne unglaublich starke Basis, finde ich, gerade für so
- 2:03ein schwieriges Thema. Lass uns jetzt auf das Aceton
- 2:06selbst schauen, was ist das eigentlich genau für ne Substanz
- 2:08und ja wie kommt es überhaupt dazu, dass Menschen das
- 2:11missbrauchen? Also chemisch gesehen ist
- 2:13acetone klare Flüssigkeit farblos.
- 2:17Die wichtigste Eigenschaft es ist ein super Lösungsmittel,
- 2:20löst fette Öle, Harze, Lacke, Ah ja, deswegen Nagellackentferner.
- 2:24Genau daher findet man es eben da aber auch in vielen
- 2:27Industriereinigern oder Klebstoffentfernern und wichtig
- 2:30ist auch Aceton ist total flüchtig, es verdampft also sehr
- 2:33schnell und es ist hochentzündlich.
- 2:35OK, und der Missbrauch, der läuft ja nicht übers Trinken,
- 2:39oder? Nein, um Himmels willen, nein,
- 2:42das wäre sofort lebensgefährlich durch Verätzung.
- 2:45Der Missbrauch passiert durch das Einatmen, die Dämpfe, die
- 2:49das Aceton so schnell bildet, die werden konzentriert
- 2:52inhaliert. Wie macht man das?
- 2:55Der Artikel beschreibt da leider so gängige Methoden.
- 2:58Eine ist das Huffing, da wird ein Tuch, also Stoff oder Watte,
- 3:02mit Aceton getränkt und dann direkt vor Mund und Nase
- 3:06gehalten und dann tief eingeatmet.
- 3:09Puh. Allein die Vorstellung ist schon
- 3:10n. Puh.
- 3:11Ja, aber es gibt noch riskantere Varianten beim Bagging, so heißt
- 3:16das, wird die Flüssigkeit in eine Plastiktüte gegeben und die
- 3:19Dämpfe, die sich da drin sammeln, werden dann direkt aus
- 3:22der Tüte eingeatmet. Oh Gott, das ist ja doppelt
- 3:25gefährlich. Extrem, weil zur Giftwirkung vom
- 3:28Aceton kommt dann noch das akute Erstickungsrisiko dazu, also
- 3:32Sauerstoffmangel in der Tüte und mancher, ja, die inhalieren die
- 3:37Dämpfe wohl auch direkt aus der offenen Flasche.
- 3:39Was? Und warum?
- 3:41Was passiert da im Körper, was gibt diesen ja Kick?
- 3:45Der Weg ins Gehirn ist erschreckend kurz, also wirklich
- 3:49direkt über die riesige Oberfläche.
- 3:52Von den Lungenbläschen gehen die Acetonmoleküle sofort ins Blut.
- 3:56Sofort. Ja, sofort und von da quasi
- 3:59ungefiltert direkt ins Gehirn. Die überwinden ganz leicht die
- 4:03Blut Hirn Schranke. OK und der Rausch?
- 4:06Der Rausch, der dann kommt, wird oft als ähnlich wie bei einer
- 4:09schweren Alkoholvergiftung beschrieben, also Benommenheit,
- 4:13Schwindel, manchmal Euphorie aber, und das ist der ganz, ganz
- 4:17entscheidende Punkt, diese Wirkung ist ungleich giftiger,
- 4:21viel toxischer, und die Risiken sind viel, viel höher und
- 4:24unberechenbarer als bei Alkohol. Der Artikel von Nilix Berlin.
- 4:28Der spricht ja sehr drastisch von Neurotoxizität, davon, dass
- 4:32Aceton das Gehirn quasi auflöst. Ist das jetzt ne Metapher oder
- 4:38ist das wirklich so wörtlich zu nehmen?
- 4:41Leider, leider ist das näher an der wörtlichen Bedeutung, als
- 4:45man denken mag. Die Analogie mit dem
- 4:47Lösungsmittel, die trifft s echt auf den Punkt, Aceton löst Fett.
- 4:52OK. Und unser Gehirn, die
- 4:54Schutzhüllen unserer Nervenbahnen, die bestehen zu
- 4:56einem Riesenanteil aus fettähnlichen Substanzen.
- 5:00Ein ganz wichtiger Begriff ist da die Myelinscheide.
- 5:04Myelinscheide. Das klingt sehr technisch.
- 5:07Kannst du das einfacher erklären?
- 5:09Ja klar, stell dir die Myelinscheide einfach vor wie
- 5:12die Gummi Isolierung um ein Stromkabel.
- 5:14Ah okay. Das ist eine fetthaltige
- 5:17Schicht, die die langen Nervenfasern, die Axone,
- 5:20umhüllt. Und die hat 2 Hauptaufgaben.
- 5:23Sie schützt die empfindliche Nervenfaser selbst.
- 5:26Und ganz wichtig, sie sorgt dafür, dass die elektrischen
- 5:29Nervenimpulse super schnell und präzise weitergeleitet werden.
- 5:34Wieso ne Datenautobahn quasi genau ohne diese Isolierung
- 5:39funktioniert unsere ganze Signalübertragung im Gehirn und
- 5:42Nervensystem nicht richtig. Also denken, fühlen, bewegen,
- 5:46alles hängt davon ab. Verstanden.
- 5:48Die Isolierung der Nervenkabel und Aceton greift genau die an.
- 5:53Exakt, weil Aceton eben Fettlöslich ist, reichert es
- 5:57sich im fettreichen Gewebe vom Gehirn an.
- 6:00Besonders in diesen Myelinen scheiden.
- 6:03Und dann passiert genau das, was ein Lösungsmittel macht.
- 6:06Es löst diese Fettschicht auf. Oje, Fachleute nennen das
- 6:10Demyelinisierung, die Isolierung wird beschädigt, wird brüchig,
- 6:14wird zerstört. Und was heißt das dann für die
- 6:16Funktion? Ein Kurzschluss im Gehirn oder
- 6:18wie? Das ist ne gute Analogie.
- 6:20Ja, ohne intakte Isolierung werden die Nervensignale
- 6:24langsamer, ungenau oder sie kommen gar nicht mehr an.
- 6:28Das führt zu massiven neurologischen Störungen.
- 6:31Massiv. Heißt massiv heißt, und das ist
- 6:35das wirklich verheerende, was der Artikel auch immer wieder
- 6:37betont. Diese Schäden sind oft permanent
- 6:41einmal kaputte Myelinstrukturen oder Nervenzellen, die
- 6:45regenerieren sich kaum oder gar nicht mehr wirklich
- 6:48irreversibel. Oft ja jeder einzelne Rausch mit
- 6:51Aceton kann also buchstäblich die Hardware deines
- 6:55Nervensystems unwiderruflich schädigen.
- 6:57Wow, jeder Rausch heißt die Halt.
- 7:00Der Angriff auf die Gehirnsubstanz.
- 7:02Das ist echt ne harte Erkenntnis.
- 7:04Der Artikel nennt ja auch Begriffe wie Malerkrankheit oder
- 7:08organische Psychose. Sind das dann die konkreten
- 7:12Langzeitfolgen? Ja, genau das sind Bezeichnungen
- 7:15für Krankheitsbilder, die durch chronische Belastung mit solchen
- 7:18Lösungsmitteln entstehen können. Die Malerkrankheit, auch
- 7:22chronische toxische Enzephalopathie, das beschreibt
- 7:26ein ganzes Bündel an Symptomen. Massive Gedächtnisprobleme,
- 7:30Konzentrationsstörungen, starke Persönlichkeitsveränderungen,
- 7:34chronische Müdigkeit, Depressionen, emotionale
- 7:37Instabilität. Also ein kompletter Wandel.
- 7:40Ja, alles als direkte Folge der strukturellen Schäden im Gehirn.
- 7:44Die Kernbotschaft der Quelle dazu ist glasklar.
- 7:48Inhaliertes Aceton ist kein Rauschmittel im eigentlichen
- 7:51Sinn, es ist ein Nervengift und ein organgift Punkt.
- 7:55OK, diese langfristigen, schleichenden Schäden sind
- 7:59furchtbar, aber der Artikel warnt ja genauso, wenn nicht
- 8:02noch mehr vor akuten sofortigen Gefahren, sogar tot.
- 8:06Beim allerersten Mal. Lass uns das mal genauer
- 8:10anschauen, was passiert während des Rausches und direkt danach,
- 8:13also der Rausch selbst. Wie gesagt, oft Benommenheit,
- 8:16Schwindel. Manche erleben Euphoria, andere
- 8:19eher Verwirrung, Halluzinationen, sondern
- 8:22kompletten Realitätsverlust. Fast immer dabei verwaschene
- 8:26Sprache, massive Koordinationsprobleme und die
- 8:30Nebenwirkungen. Die unmittelbaren Nebenwirkungen
- 8:33sind laut Artikel heftig und quasi garantiert.
- 8:36Starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, das sind ja
- 8:40eigentlich schon klare Signale vom Körper.
- 8:41Hallo, hier ist Gift. Ja, eigentlich schon.
- 8:45Aber es kann ja noch viel schlimmer kommen.
- 8:47Stichwort Atemstillstand. Und dieser plötzliche Herztod.
- 8:50Richtig, Aceton wirkt als ZNS Depressivum ZNS heißt
- 8:55Zentralnervensystem, es dämpft also die Aktivität des zentralen
- 8:59Nervensystems, ähnlich wie Alkohol oder starke
- 9:02Beruhigungsmittel kann es die Atmung verlangsamen.
- 9:05Und im schlimmsten Fall? Im schlimmsten Fall bei hoher
- 9:08Dosis oder wenn man individuell empfindlich reagiert.
- 9:12Kann das bis zur Bewusstlosigkeit führen, zum
- 9:14Koma und schließlich zum Atemstillstand aus Ende.
- 9:18Und dann ist da noch dieses Sudden sniffing Death Syndrom
- 9:22SSDS. Der Artikel hebt das so extremer
- 9:25vor, warum ist das so tückisch? SSDS ist die größte akute Gefahr
- 9:30beim Schnüffeln von flüchtigen Substanzen.
- 9:32Das absolut tückische und ja, unberechenbare daran ist.
- 9:36Es kann wirklich beim allerersten Mal passieren, beim
- 9:39ersten Mal schon. Ja, du brauchst keine
- 9:41Vorgeschichte, keine Toleranz, nichts.
- 9:43Ein einziger Versuch kann tödlich enden, das Risiko ist 0
- 9:47kalkulierbar. Aber wie geht das rein
- 9:50physiologisch? Was löst diesen plötzlichen Tod
- 9:53aus? Der Mechanismus dahinter ist
- 9:55eine fatale Wechselwirkung. Die eingeatmeten Chemikalien im
- 9:59Aceton, die machen den Herzmuskel extrem
- 10:02überempfindlich, Hypersensibel für die Wirkung von
- 10:06körpereigenen Stresshormonen, vor allem Adrenalin.
- 10:09Adrenalin, das wird ja bei Aufregung oder Schreck ganz
- 10:13normal ausgeschüttet, oder? Genau das ist der Punkt.
- 10:16Stell dir vor, jemand schnüffelt, ist vielleicht eh
- 10:18aufgeregt oder angespannt wegen der Situation oder wird
- 10:22plötzlich überrascht erschreckt. Zack, der Körper schüttet
- 10:25Adrenalin aus. Ne völlig normale Reaktion.
- 10:28Ja, auf dem durch das Aceton hypersensibilisierten Herzmuskel
- 10:33wirkt dieser normale Adrenalinstoß plötzlich wie n
- 10:36Elektroschock, er löst eine lebensgefährliche, chaotische
- 10:40Herzrhythmusstörung aus, meistens das sogenannte
- 10:43Kammerflimmern. Kammerflimmern, das heißt, das
- 10:46Herz schlägt nicht mehr richtig. Es zittert nur noch völlig
- 10:49unkoordiniert. Es kann kein Blut mehr pumpen.
- 10:52Das führt innerhalb von Sekunden zum kompletten
- 10:55Kreislaufzusammenbruch und ohne sofortige Reanimation tritt der
- 10:59Tod ein. Innerhalb von Sekunden.
- 11:02Ja, das ist das schreckliche, unvorhersehbar, blitzschnell und
- 11:07kann jeden treffen, egal ob es das erste Mal ist oder das 100.
- 11:12Puh, das ist wirklich beängstigend, also kurzfristig
- 11:15Atemstillstand oder plötzlicher Herztod.
- 11:18Und wenn man das überlebt und weitermacht, was sind dann die
- 11:21Langzeitfolgen? Also über die Hirnschäden
- 11:23hinaus? Die sind ebenfalls gravierend.
- 11:26Neben den schon besprochenen, oft irreversiblen Hirnschäden
- 11:30Gedächtnis, Konzentration, lernen, Persönlichkeit, alles im
- 11:34Eimer leiden auch andere Organe massiv.
- 11:37Welche zum Beispiel? Vor allem Leber und Nieren,
- 11:40unsere zentralen Entgiftungsstationen im Körper.
- 11:43Die werden durch den ständigen Versuch, dieses Gift des Aceton
- 11:46abzubauen und auszuscheiden, extrem belastet.
- 11:50Die können dauerhaft geschädigt werden, bis hin zum
- 11:53Organversagen. Der Artikel hat auch was von
- 11:55Knochenmarkschäden erwähnt. Ja, auch das wird als mögliches
- 11:59Risiko genannt. Ne Schädigung von Knochenmark,
- 12:02da wo unsere Blutzellen gebildet werden, kann zu Blutarmut
- 12:05führen, also Anämie und manche Quellen diskutieren auch ein
- 12:09potenziell erhöhtes Risiko für Blutkrebs, also Leukämie.
- 12:12Die chronische Lösungsmittelbelastung und die.
- 12:15Psyche, Abhängigkeit, ja nicht zu vergessen die psychische
- 12:20Abhängigkeits die körperlichen Entzugserscheinungen sind wohl
- 12:24weniger dramatisch als bei, sagen wir, Opiaten oder Alkohol,
- 12:29aber das psychische Suchtpotenzial ist laut dem
- 12:31Artikel hoch. Warum wird zu einer.
- 12:34Erlernten Strategie, um mit Schmerz klarzukommen, mit leere,
- 12:38Angst, Langeweile. Eine Flucht, die man dann immer
- 12:42wieder sucht. Und so entsteht die
- 12:44Abhängigkeit. Ok, fassen wir noch mal
- 12:48zusammen, Aceton löst die Schutzhüllen der Nerven auf,
- 12:52schädigt Hirn und Organe oft dauerhaft und kann jederzeit
- 12:56auch beim ersten Mal zum sofortigen Tod führen.
- 13:00Das heimtückische ist ja, dass dieser Missbrauch oft so im
- 13:04Verborgenen stattfindet. Wie kann man denn überhaupt
- 13:08erkennen, ob jemand im eigenen Umfeld vielleicht ein Freund,
- 13:11ein Kind betroffen sein könnte? Ja, Aufmerksamkeit ist da echt
- 13:16entscheidend, der Artikel nennt da mehrere Warnsignale.
- 13:20Verhaltensänderungen sind oft das erste, was auffällt.
- 13:24Unerklärliche Reizbarkeit, vielleicht Aggressivität, dann
- 13:27wieder totale Apathie, starke Stimmungsschwankungen,
- 13:32Intrationsprobleme oder ein Leistungsabfall in der Schule,
- 13:35im Job, das können Hinweise sein, gibt es auch.
- 13:38Körperliche Anzeichen, auf die man achten kann?
- 13:40Ja, einige. Sind ziemlich typisch.
- 13:42Ein anhaltender, Süßlicher oder chemischer Geruch aus dem Mund,
- 13:46von der Kleidung oder aus dem Zimmer, das ist n starkes Indiz
- 13:50okay. Dieser Geruch.
- 13:52Genau. Ebenso gerötete, tränende Augen,
- 13:55eine ständig laufende Nase, obwohl keine Erkältung da ist.
- 13:59Häufige Übelkeit oder Appetitlosigkeit?
- 14:01Und was ist dieses Schnüffler Ekzem, das da erwähnt wird?
- 14:04Das ist. Ein sehr spezifisches Zeichen.
- 14:07Hautausschläge, Rötungen oder sogar kleine Wunden so rund um
- 14:11Mund und Nase, die kommen vom direkten Kontakt mit dem
- 14:14reizenden Aceton auf den Tüchern oder durch die konzentrierten
- 14:17Dämpfe verstehe. Und natürlich, klar sollte man
- 14:20auf verdächtige Funde achten. Unbedingt.
- 14:22Wenn du an ungewöhnlichen Orten im Zimmer vom Jugendlichen im
- 14:26Rucksack unterm Bett so mit Aceton oder Lösungsmittel
- 14:30getränkte Tücher findest, leere Fläschchen, also
- 14:34Nagellackentferner und so, oder Plastiktüten, die komisch
- 14:37chemisch riechen, dann ist das ein massives Alarmsignal.
- 14:41Dann müssen alle Glocken läuten. Wie fühlt sich.
- 14:44Eigentlich der Tag danach an ist das so wie n normaler Kater nach
- 14:47zu viel Alkohol. Der Artikel.
- 14:49Nennt das treffend einen Lösungsmittel Kater und betont.
- 14:52Und dass es sich anders anfühlt. Es ist eigentlich eher eine
- 14:56leichte Vergiftungsreaktion die Kopfschmerzen sind oft besonders
- 15:00stark, das deutet auf eine Reizung der Hirnhäute hin.
- 15:03Autsch. Ja, Übelkeit und Schwindel
- 15:06kommen von der Beeinflussung des zentralen Nervensystems und vom
- 15:10Gleichgewichtsorgan und dieser eklige.
- 15:12Geruch, der bleibt ja dieser. Penetrante Chemiegeruch aus dem
- 15:16Atem oder Schweiß, der kann auch am nächsten Tag noch da sein.
- 15:21Das liegt daran, dass sich Aceton und seine Abbauprodukte
- 15:26im Körperfett einlagern und nur langsam wieder abgegeben werden.
- 15:31Gereizte Atemwege, Husten, brennende Augen können auch noch
- 15:36nachwirken. Klingt.
- 15:37Alles andere als harmlos. Jetzt zur echt schwierigen
- 15:40Situation für Angehörige, wenn man den Verdacht hat oder sogar
- 15:43Beweise findet. Das ist ja ein Schock.
- 15:45Was rät Gabriel in seinem Artikel, was sind die Do's und
- 15:48Donts, ja der. Erste Schock ist total
- 15:50verständlich. Aber die Reaktion darauf ist
- 15:52halt entscheidend. Das Wichtigste sagt der Artikel
- 15:56Ruhe bewahren, nicht in Panik ausbrechen, nicht sofort
- 15:59Vorwürfe machen, sondern. Erstmal.
- 16:02Beobachten, vielleicht weitere Anzeichen sammeln, um sicher zu
- 16:06gehen und wenn. Der Verdacht sich dann erhärtet,
- 16:09dann das Gespräch suchen, aber in einem ruhigen Moment und
- 16:14sachlich, ohne Vorwürfe, ohne Moralisieren die Fakten auf den
- 16:19Tisch. Die akute Lebensgefahr durch
- 16:22SSDS erklären die Gefahr der dauerhaften Hirnschäden.
- 16:27Die Botschaft muss klar sein, das hier ist kein Spaß, das ist
- 16:31lebensgefährlich, was ist der absolut wichtigste Schritt laut
- 16:35dem Artikel, der eine entscheidende Punkt
- 16:37professionelle. Hilfe suchen, sofort eine
- 16:41Suchtberatungsstelle kontaktieren.
- 16:43Die Experten da können die Situation einschätzen, die
- 16:46können beraten, wie man weiter vorgeht, und die bieten
- 16:49Unterstützung für alle an, auch für die Angehörigen selbst.
- 16:52Die sind ja oft total belastet. Es ist nichts, was man allein
- 16:56durchstehen sollte oder kann, ja, das kann ich mir vorstellen,
- 17:00genauso. Fatal ist es, das Problem zu
- 17:02verharmlosen, so Sätze wie Ach. Ist doch nur Nagellackentferner,
- 17:06das suggeriert ne völlig falsche Sicherheit und verkennt die
- 17:10enorme Gefahr und der. Allergrößte Fehler.
- 17:12Ignorieren, wegschauen, hoffen, dass es von allein wieder
- 17:16aufhört, das ist bei einer so gefährlichen Konsumform wie dem
- 17:20Schnüffeln die absolut gefährlichste Strategie.
- 17:23Lebensgefährlich klare. Ansage Das ist ne gute
- 17:26Handlungsanweisung für Angehörige, aber was ist mit den
- 17:29Betroffenen selbst? Der Griff zu Aceton ist ja oft
- 17:33ein Akt der Verzweiflung, ne, das deutet der Artikel ja auch
- 17:35an. Gibt es gesündere Alternativen,
- 17:38um mit diesen Problemen dahinter Schmerz, leere umzugehen?
- 17:42Ja, der Artikel erkennt diesen Hintergrund total an, oft geht
- 17:46es ja um Betäubung von unerträglichen Gefühlen und wenn
- 17:50das der Fall ist, führt eigentlich kein Weg an
- 17:52professioneller Hilfe vorbei, also Psychotherapie um die
- 17:56Ursachen. Anzugehen.
- 17:57Genau. Da kann man die Ursachen des
- 17:58Schmerzes bearbeiten und vor allem.
- 18:01Sündere Strategien lernen, damit umzugehen.
- 18:04Bewältigungsstrategien gibt es da.
- 18:06Konkrete Techniken, die vielleicht schnell helfen können
- 18:09in akuten Momenten ja der. Artikel erwähnt sogenannte
- 18:12Skills zur Spannungsregulation. Die kommen zum Beispiel aus der
- 18:16dialektisch Behavioral Therapie, kurz DBT.
- 18:20Das sind Techniken, um akute emotionale Hochspannung
- 18:24auszuhalten und abzubauen, ohne sich selbst zu Schaden zum
- 18:28Beispiel. Dazu.
- 18:29Gehören intensive aber. Ungefährliche Sinnesreize einen
- 18:34Eiswürfel ganz festhalten, bis es wehtut.
- 18:37Auf ne Chilischote beißen, ein extrem scharfes Bonbon lutschen
- 18:41oder sich körperlich total vorausgaben, also schnell
- 18:45rennen, Liegestütze machen, bis man nicht mehr kann, das kann
- 18:48diesen Impuls zur schädlichen Betäubung durchbrechen.
- 18:51Interessant. Und wenn jetzt nicht der Schmerz
- 18:53im Vordergrund steht, sondern eher Langeweile oder der Wunsch
- 18:57nach einem Keks? Dann geht es darum, gesunde
- 19:00Quellen für Stimulation und Sinn zu finden.
- 19:04Sinnstiftende Aktivitäten sind da das Stichwort, Hobbys, die
- 19:07einen fordern und erfüllen, Sport, Musik machen, malen,
- 19:12kreatives Schreiben, vielleicht auch Gaming, aber einem gesunden
- 19:15Rahmen und soziale. Kontakte nehm ich an.
- 19:18Ja, ganz entscheidend. Echte soziale Kontakte,
- 19:22tragfähige Beziehungen, das Gefühl von Zugehörigkeit, das
- 19:26ist oft der beste Schutz gegen Sucht.
- 19:29Verbindung statt Betäubung, das ist das Motto, das leuchtet.
- 19:32Ein der Artikel von Nielix Berlin hat ja auch diesen sehr
- 19:36hilfreichen FEQ Bereich. Lass uns da noch mal genauer
- 19:40reinschauen, so als würden wir das einem guten Freund erklären,
- 19:42der sich Sorgen macht. Die erste Frage ist ja gleich
- 19:45die Wichtigste. Kann man wirklich schon vom
- 19:47allerersten Mal acetonschnüffeln sterben und die Antwort darauf
- 19:51ist ein klares, Ungeschöntes ja, absolut ja.
- 19:56Das ist genau dieses Sudden sniffing Death Syndrom SSDS,
- 20:01über das wir gesprochen haben. OK, also.
- 20:03Wirklich? Ja, ein Unmissverständliches ja.
- 20:07Die eingeatmeten Chemikalien können das Herz sofort so
- 20:10überempfindlich machen, dass eine normale Stressreaktion, ein
- 20:14Schreck, Aufregung zu einem tödlichen Herzstillstand führt.
- 20:18Kann man flimmern, das Risiko ist absolut unkalkulierbar, es
- 20:24hängt nicht von der Menge ab, nicht davon, ob man es schon mal
- 20:27gemacht hat, es ist jedes einzelne Mal wie russisches
- 20:30Roulette wirklich, man kann diese Warnung nicht oft genug
- 20:33aussprechen, das ist eine erschreckende Klarheit.
- 20:37Zweite Frage, die vielleicht aufkommt, ist dieses Schnüffeln
- 20:40von Aceton nicht eigentlich dasselbe wie Poppers?
- 20:44Das wird ja auch inhaliert, Nein, das ist ein wichtiger
- 20:47Unterschied, auch wenn die Art des Konsums ähnlich ist.
- 20:50Poppers enthalten meist alkylnitrite, die Wirken vor
- 20:54allem Muskelentspannt und erweitern die Blutgefäße, das
- 20:58löst so n kurzen Rausch aus, der oft als sexuell stimulierend
- 21:01empfunden wird, und Aceton, Aceton dagegen ist ein
- 21:05Lösungsmittel. Es wirkt dämpfend auf das
- 21:08Zentralnervensystem und ist vor allem stark neurotoxisch, also
- 21:14giftig für Nervenzellen und ihre Schutzhüllen.
- 21:18Beides ist gefährlich, keine Frage, aber die Substanzen, die
- 21:22Wirkmechanismen und vor allem die spezifischen Risiken bei
- 21:25Aceton, eben diese Neurotoxizität und ssds sind
- 21:30völlig verschieden. Gut, dass wir das abgegrenzt
- 21:32haben, die. Die letzte Frage im FAQ ist
- 21:36eine, die sicher viele Eltern Umkreibt mein Kind riecht in
- 21:39letzter Zeit öfter mal nach Chemie.
- 21:42Ist das ein Warnzeichen? Ja, das kann ein sehr, sehr
- 21:47ernstes Warnzeichen sein, das man auf keinen Fall ignorieren
- 21:50darf, ein anhaltender, unerklärlicher chemischer
- 21:53Geruch, Atem, Kleidung, Zimmer sollte definitiv hellhörig
- 21:58machen. Für den möglichen Missbrauch von
- 22:01Inhalantien wie Aceton aber nur der.
- 22:03Geruch reicht nicht, oder? Richtig.
- 22:06Wichtig ist hier, auf die Kombination von Anzeichen zu
- 22:09achten, wie es im Artikel steht, ist da nur der Geruch oder
- 22:13kommen andere Dinge dazu? Gerötete, tränende Augen,
- 22:16vielleicht dieser Ausschlag um Mund oder Nase, dieses
- 22:20Schnüffler Ekzem und Verhaltensänderungen?
- 22:23Plötzliche Reizbarkeit, Rückzug, Desinteresse an Dingen, die
- 22:27früher wichtig waren. Und wenn mehrere dieser Zeichen
- 22:30zusammenkommen, was dann? Dann ist der dringende Rat aus
- 22:33dem Artikel sofort handeln und professionellen Rat einholen,
- 22:38nicht zögern, nicht abwarten, eine Suchtberatungsstelle
- 22:42anrufen, die Situation schildern, die Fachleute dort
- 22:46können helfen, das Risiko einzuschätzen und die nächsten
- 22:49Schritte zu planen. Das ist der sicherste Weg für
- 22:51alle Beteiligten. Das.
- 22:53War sehr klar und sehr hilfreich.
- 22:54Danke, was ist das abschließende Fazit?
- 22:57Die Kernbotschaft aus dem Artikel von Gabriel auf nilix
- 23:00Berlinern das. Fazit ist eine wirklich
- 23:03unmissverständliche Warnung. Acetonmissbrauch ist ein
- 23:06ernsthaftes, oft im Verborgenen stattfindendes Problem mit
- 23:10potenziell tödlichem Ausgang. Die leichte Verfügbarkeit, dass
- 23:13es fast jeder zu Hause hat, macht es besonders heimtückisch,
- 23:17man denkt halt nicht an genau. Niemand sollte sich von der Idee
- 23:21eines billigen Rausches täuschen lassen.
- 23:23Das Risiko, der sofortige Tod oder Irrversible Hirnschäden
- 23:26steht in absolut keinem Verhältnis zu irgendeinem
- 23:29vermeintlichen Kick. Die Kernbotschaft, die sich
- 23:32durch den ganzen Artikel zieht Aceton ist Gift, keine Droge im
- 23:37üblichen Sinne, jeder Rausch greift die Substanz deines
- 23:41Gehirns und deiner Organe an und der abschließende Appell, der
- 23:45richtet sich direkt an Betroffene und an Angehörige.
- 23:48Wenn du selbst betroffen bist oder jemanden kennst, schämt
- 23:51euch nicht, sucht professionelle Hilfe.
- 23:53Das ist kein Zeichen von Schwäche, ganz im Gegenteil, es
- 23:57ist der einzig verantwortungsvolle und gangbare
- 23:59Weg, aus dieser gefährlichen Abwärtsspirale ein starkes und
- 24:02absolut notwendiges Fazit bevor wir uns gleich verabschieden,
- 24:05noch etwas, das uns beiden, glaube ich, am Herzen liegt.
- 24:09Wenn dir dieser Beitrag jetzt geholfen hat, wenn du die Arbeit
- 24:11von Nilex Berlin und Gabriel wertvoll findest, dann gibt es
- 24:14eine ganz einfache Möglichkeit, das zu zeigen, richtig.
- 24:17Gabriel würde sich wirklich riesig über deine Unterstützung
- 24:20freuen. Du kannst ihm helfen, indem du
- 24:22diesen Beitrag vielleicht auf Social Media teilst oder Formate
- 24:26wie dieses auf Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts
- 24:29bewertest und Likest, falls du uns dort hörst.
- 24:31Warum? Ist diese Unterstützung denn so
- 24:33wichtig? Na ja, das.
- 24:34Gesamte Projekt Nilex Berlin wird komplett allein von Gabriel
- 24:38finanziert und. Stellt, das muss man sich mal
- 24:40vorstellen, das ist ein enormes Maß an persönlichem Engagement,
- 24:44an Zeit und ja, auch an finanziellen Mitteln.
- 24:47Absolut. Jede.
- 24:48Form der Unterstützung, sei es durch Teilen, ein Like, eine
- 24:51positive Bewertung oder vielleicht sogar eine kleine
- 24:53Spende, hilft Gabriel ganz direkt dabei, dieses wichtige
- 24:57Projekt weiterzuführen. Und damit hilft er nicht nur
- 24:59sich selbst auf seinem Weg, sondern eben auch vielen anderen
- 25:02Betroffenen, die vielleicht genau diese Informationen und
- 25:05diese, ja diese authentische Stimme brauchen und.
- 25:08Sein persönliches Motto, das unterstreicht es ja auch ne, ja
- 25:11genau, sein Motto lautet, Aus allem schlechten in seinem Leben
- 25:16etwas Gutes zu machen, das spürt man total in seiner Arbeit finde
- 25:19ich, und das ist ein unglaublich unterstützenswerter Ansatz,
- 25:22absolut. Ja, damit sind wir am Ende
- 25:25unserer heutigen Vertiefung. Aceton ist allgegenwärtig, der
- 25:29Missbrauch oft unsichtbar, vielleicht eine letzte Frage,
- 25:32die dich noch ein wenig begleiten kann.
- 25:35Was sagt es eigentlich über unsere Gesellschaft aus, wenn
- 25:38gerade junge Menschen manchmal zu solch verzweifelten und
- 25:41gefährlichen Mitteln wie Lösungsmitteln greifen, um
- 25:44Schmerz, Druck oder Leere zu entkommen?
- 25:47Und was können wir vielleicht alle tun, um im Alltag ein
- 25:50bisschen aufmerksamer füreinander zu sein, um solche
- 25:53Fluchtwege vielleicht überflüssig zu machen?
- 25:55Eine wichtige Frage, die. Nachwirkt und sicher über das
- 25:58reine Thema hinausgeht. Vielen dank dir, dass du dir die
- 26:01Zeit genommen und zugehört hast. Pass gut auf dich auf.
- 26:04Bis zum nächsten Mal. Mach's gut.
- 26:05Tschüss.