Latest / Indiefilmtalk - Der Podcast über das Filmemachen | Produktion | Drehbuch | Regie / #02 | Filmuni x Indiefilmtalk: Qualität - I know it when I see it
Transcript
- 0:00Speaker 2: Schön, dass ihr eingeschaltet habt beim Indie Film Talk Podcast und dass ihr wieder dabei seid.
- 0:04Speaker 2: Diese Folge ist eine weitere Kooperationsfolge mit der Filmuniversität Babelsberg Conrad Wolf die im Rahmen der Sonnereihe Tendenzen entstanden ist.
- 0:12Speaker 2: dieser intensiven Werkstattgesprächsreihe, die von Produzentinnen und Professoren Anna de Paoli ins Leben gerufen wurde, legt die Universität spannende FilmemacherInnen und Akteurinnen ein um über spezifische Aspekte in der Filmarbeit zu sprechen und sich im Dialog mit den Teilnehmenden dem Thema zu nähern.
- 0:28Speaker 2: Die aktuelle Reihe beschäftigt sich mit dem Qualitätsbegriff im Film bedeutet.
- 0:34Speaker 2: In unserer Folge werden wir immer zwei Gäste hören, die ihren Blick von ihrem Standpunkt auf das Thema geben!
- 0:40Speaker 2: Unser erster Gast in dieser Folge ist Regisseurin Susanne Heinrich, die mit ihrem bildstarken und anspruchsvollen Experimentalfilm des melancholischen Mädchen einen nachhaltenden Eindruck der Filmbranche im Hinblick auf Ästhetik- und Alternative Erzählungen hinterlassen hat – und in diesem Jahr mit Miserable Mutter dem zweiten Teil ihrer angedachten Trilogie auf die große Leimbahn bringt.
- 1:00Speaker 2: Susanne Heinrich erzählt uns, was Qualität für ihre Arbeit bedeutet.
- 1:04Speaker 2: Wie sie mit dem Begriff gesellschaftliche Relevanz umgeht und welche Rolle der Diskurs- und Austausch für die Qualität eines Films hat.
- 1:11Speaker 2: Also viel Spaß bei der Frage nach den Qualitäten des Films!
- 1:28Speaker 2: Wir haben jetzt heute mal ein Gespräch.
- 1:30Speaker 2: wir sind bei der Filmuniversität Convert Wolf in Babelsberg und sitzen hier gemeinsam nach einem spannenden Gespräch aus der Reihe Tendenzen.
- 1:38Speaker 2: Und diesmal zum Thema Qualität, und ich sitze nicht allein hier, ich sitz hier mit Sondheim-Reichs und Anna de Pauli und freue mich dass wir da mal einsteigen können.
- 1:46Speaker 2: aber vor euch dich jetzt gleich mit Einbezieher ins Gespräch wollte ich Anna dich fragen wie so die Reihe kamen?
- 1:51Speaker 2: Tendencen und besonders jetzt das diesem Jahr Qualität als Thema.
- 1:56Speaker 3: Also Eugene!
- 1:57Speaker 3: Ich freu' mich auch dass ich wieder darin war im Indiefilm Talk.
- 2:02Speaker 3: Wir haben ja auch schon eine Folge produziert zum Thema Purpose.
- 2:05Speaker 3: Purpose war mein Einstiegsthema, die Reihe Tendenzen
- 2:10Speaker 0: existiert
- 2:11Speaker 3: schon länger an der Filmuni.
- 2:13Speaker 3: Das ist wie so eine Miniserie oder wie ein Minirei immer vier Teile, einmal Monat wird ein Gespräch geführt.
- 2:23Speaker 3: Es ist glaube ich gar nicht zwingend dass das unter so einem Dach stattfindet oder einen bestimmten Begriff.
- 2:29Speaker 3: Das habe ich aber gleich von Anfang an etabliert, weil ich das auch so ein bisschen zusammenhalten wollte und es einfach spannend fand wenn aus verschiedenen Perspektiven dann auf etwas einen sozusagen Kern- oder ein Fokuspunkt geguckt wird.
- 2:47Speaker 3: und das war eben Purpose wozu es auch eine schöne Folge bei euch gibt.
- 2:52Speaker 3: Dann hatten wir zwischendrin zwei andere Themen.
- 2:55Speaker 3: Juice und ... Politics.
- 2:59Speaker 3: Das war für mich wie so eine Trias, wir kommen auch noch auf
- 3:02Speaker 0: Trilogien
- 3:03Speaker 3: vielleicht zu sprechen also ein bisschen die Ratio der Bauch- und das Handeln, also wie man so zusammenkommt Genau!
- 3:12Speaker 3: Und jetzt hatte ich eigentlich alle Freiheiten und habe mich für Qualität als so ein bisschen ein Meter Thema vielleicht entschieden was aber doch schon die ganze Zeit mitgespielt hat in den vorherigen Themen.
- 3:31Speaker 3: Und ja, für mich ist das ein ganz interessanter Begriff erst mal der auch nicht ausschließlich meint is etwas gut oder schlecht sondern einfach auch was hat es für eine Eigenheit?
- 3:45Speaker 3: Was hat das für ne Beschaffenheit ?
- 3:46Speaker 3: Was sind die Merkmale von etwas also vielleicht sogar eher Qualität-Tennen im Plural meint Aber genau, ich fand es erst mal so einen ganz Aufmerksamkeits- starken Begriff.
- 3:57Speaker 3: Ein Begriff der auch Reibungen ermöglicht und deswegen für so ein Diskursformat für mich ganz...
- 4:03Speaker 2: Ich fand das auch spannend, weil als ich es gelesen habe von dir und du hast wieder darüber gesprochen haben und ich finde auch das Wort Qualität ist auch... Also auch zum Teil schwer greifbar, weil es halt einfach so viel... Wenn du das nicht nur auf dieses gut oder schlecht Thema setzen möchtest.
- 4:18Speaker 2: Ab dann ist es schwer greiftbar davor und das ist echt einfach!
- 4:21Speaker 2: Und habe mich auch gefragt wie welchen Fokus man sich da am besten in diesem Bereich legt?
- 4:28Speaker 2: Das nutze ich gerade um genau zu dir zu kommen.
- 4:30Speaker 2: Und vielleicht doch mal bevor du zum Thema Qualität.
- 4:34Speaker 2: was sagst dich einfach mal mitzufragen erstmal welche Filme kennt man vielleicht von dir für die Leute die dich noch nicht kennen dass man einfach nur so ein Gefühl dafür kriegt.
- 4:42Speaker 2: Und genau, was hast du für Filme bis jetzt gemacht?
- 4:45Speaker 2: Und vielleicht, was für einen Stil würdest du vielleicht deine Filme beschreiben?
- 4:48Speaker 2: Gibt's da irgendwas wie du es beschreiben würdest?
- 4:51Speaker 0: Ja also ich hab erst zwei Filme gemacht.
- 4:52Speaker 0: der erste im Jahr war das melancholische Mädchen und jetzt kommt bald raus die miserable Mutter.
- 5:01Speaker 0: Der zweite Teil von Wie sich inzwischen gezeigt hat an der Trilogie Und das sind beides, würde ich sagen.
- 5:09Speaker 0: Ich habe es vorhin genannt notdürftig als Spielfilm verkleidete Experimentalfilme.
- 5:15Speaker 0: Weil Experimentalfilm darf man nicht sagen, sonst kommt niemand ins Kino.
- 5:19Speaker 0: Genau aber es sind quasi keine klassischen Erzählfilme, es gibt keine psychologischen Figuren Es gibt keine Konflikte oder klassische Plotzhandlung, die sich entspint wo es am Ende eine Lösung gibt im Sinne eines drei Akters oder einer Helgengeschichte.
- 5:41Speaker 0: Sondern das sind eher konstellative Filme, die aus Episoden bestehen, sich zusammensetzen, die auch mit Text arbeiten, aber vor allen Dingen viel mit Bildarbeiten, viel mit einem verfremdeten Szenenbild, mit einem verfremdeten Art des Schauspiels Kostümen, Farben, Choreografie, Musik.
- 6:08Speaker 2: Ich find's ganz spannend weil du hattest schon mal gesagt gehabt dass du am Anfang diesen Stil dieses diese Art Filme zu erzählen also auch die Storybogen so wie du ihn erzählt hast.
- 6:18Speaker 2: Wir haben gar nicht kanntes diesen weil du halt erstmal die klassische Dreierstruktur erst einmal kanntest und dich da gar nicht so wohl gefühlt hast.
- 6:25Speaker 2: aber du liess anders kannt es genau und vielleicht kannst du dann mal drauf eingehen.
- 6:30Speaker 2: Es gibt ja verschiedene Arten, aber die sieht man vielleicht auch im allgemeinen Blick auf Film gar nicht so wirklich.
- 6:35Speaker 2: Wie hast du diesen anderen Weg gefunden für dich?
- 6:37Speaker 0: Also bei mir gab es tatsächlich richtig eine Auslöse.
- 6:40Speaker 0: das war ein Seminar von Franz Rodenkirchen wo er sich mit Nicht-Linearen Erzählstrukturen auseinander gesetzt hat.
- 6:47Speaker 0: ich habe vorher immer gerade auch beim in den Drehbuch Seminaren das Gefühl gehabt, dass ich da sozusagen Defizite habe oder dass es einen Mangel gibt.
- 7:01Speaker 0: Oder dass sich Scheiterer an diesem klassischen Narrativ erzählen.
- 7:10Speaker 0: Das ging mir auch schon als Schriftstellerin so.
- 7:12Speaker 0: Ich habe zwei Romane geschrieben, die ich mittlerweile gerne zurücknehmen würde und die Erzählungen, die eben eher auf Beobachtungen, auf Situationen, auf kleinen Episoden basieren, besser gelungen und ich habe das immer eher als ein Mangel verstanden.
- 7:29Speaker 0: Und hab eigentlich erst in diesem Seminar begriffen, dass mein Weg vielleicht nicht ist dahin zu finden sondern dass es auch andere Möglichkeiten gibt.
- 7:38Speaker 0: also da habe ich zum ersten mal auch Filme gesehen die vielleicht eine spiralfürmige Struktur haben oder eine Sternförmige oder die eben eher wirklich so sich zusammensetzen aus Puzzleteilen die eher wie ein Musikstück wie ein Gedicht funktionieren oder die mehr andern.
- 7:55Speaker 0: Oder auch Sleckerfilme zum Beispiel sind ja auch eigentlich toll, wo im Grunde nichts passiert, wo man einfach hier mal im Zug guckt beim sein und sich durchs Leben bewegen.
- 8:04Speaker 0: also es gibt so viele verschiedene Bewegungen.
- 8:07Speaker 2: Ich kenne Vibefilme das ist ja so ein bisschen aufklingt sehr ähnlich irgendwie.
- 8:12Speaker 2: aber Sleckervilm kann ich noch
- 8:13Speaker 0: gar nicht.
- 8:14Speaker 0: Auch nicht den Film Slecka?
- 8:15Speaker 2: Ja den kenn ich, aber ich muss sagen dass es ein eigenes
- 8:18Speaker 0: Traum ist.
- 8:19Speaker 0: Ich glaube darauf geht die Bezeichnung zurück.
- 8:21Speaker 0: Es
- 8:22Speaker 2: kann sein, stimmt.
- 8:22Speaker 2: Okay das macht Sinn.
- 8:25Speaker 0: Ja genau.
- 8:26Speaker 0: und zu Qualität habe ich vorhin gesagt meine erste Assoziation bei Qualität ist wirklich eher Qualitätsfernsehen, Qualitätzkontrolle und Qualität gut und günstig.
- 8:37Speaker 0: also für mich ist es ein wirklichen Anti-Begriff mit dem ich auch selber so ganz wenig zu tun habe oder der bei mir nicht vorkommt.
- 8:49Speaker 0: in meinem Denken Sondern bei mir geht es oft, sowohl in meinem eigenen Schaffen als auch wenn ich in Jury's oder Kommissionssitze wirklich eher darum was etwas mit mir macht.
- 9:03Speaker 0: Also eher um so etwas wie eine Interessanz oder Aufregung die was bei mir auflöst und also vielleicht sowas wie eine Potenz ob etwas... Genau!
- 9:17Speaker 0: Etwas freisetzt, etwas mit Mir Macht.
- 9:22Speaker 0: Aber natürlich ist man mit unterschiedlichen Qualitätsbegriffen und auch Evaluierungen und so weiter konfrontiert, wenn man versucht Filme zu machen.
- 9:34Speaker 0: Insofern habe ich gedacht, ich lasse mich mal ein auf diesen Anti-Begriff!
- 9:40Speaker 2: Da frag ich mich gerade, weil das war auch ein Thema der gesellschaftlichen Relevanz.
- 9:44Speaker 2: Weil da frage ich mich auch mal so bisschen in welcher Form denn halt genau das was du gerade ansprichst diese Relevance auch Teil davon ist.
- 9:51Speaker 2: also gibt es Filme die du oder sagst persönlich qualitativ hochwertig für dich die aber gesellschaftlich nicht relevant wären?
- 9:59Speaker 0: Ich glaube ehrlich gesagt dass dieser ganz gesellschaftliche Relevans Begriff ein Missverständnis ist und auch ein Irrweg.
- 10:12Speaker 0: Ich glaube... Also erstens habe ich festgestellt, dass das Film wirklich zu langsam ist um als interventionistisches Medium zu funktionieren.
- 10:22Speaker 0: Ich hatte lange die Hoffnung, dass man es so benutzen kann als auch einen direkten Einspruch zu irgendwas was sich gerade gesellschaftlich ereignet und ich glaube dafür ist Film zumindest wenn er finanziert werden soll einfach zu langsam und das falsche Medium.
- 10:39Speaker 0: Zum anderen ist ja die Frage, wer bestimmt was gesellschaftlich relevant ist.
- 10:43Speaker 0: Und das sind immer noch die obere Mittelklasse, die sozusagen die Diskose vorgibt und gesellschaftliche Relevanz würde in dem Zusammenhang bedeuten, dass man diese Diskose in irgendeiner Weise adaptiert oder sich zu ihnen ins Verhältnis setzt.
- 11:03Speaker 0: Und da ich mit der Diskurslandschaft wie sie gerade nicht besonders glücklich bin.
- 11:12Speaker 0: Also genau, ist das für mich auch eine Schwierigkeit dabei und ich glaube dass dem auch also diesen Begriff von gesellschaftlicher Relevanz auch ein verkürztes Denken zugrunde liegt oder ne verkürzte Idee davon wie Filme wirksam werden.
- 11:31Speaker 0: als Werkzeuge des Agendasettings zu funktionieren hätten oder überhaupt ein diskursives Medium sein.
- 11:39Speaker 0: Und das ist mir, fehlt mir dieser ganze phänomenologische Aspekt also diese Reichtum mit dem man da sitzt und sich mit einem Bild verbindet auf der Leinwand.
- 11:53Speaker 0: Der kommt gar nicht drin vor.
- 11:55Speaker 0: deswegen finde ich Es ist immer spannend, anders zu denken wie Filme wirksam werden.
- 12:07Speaker 0: Also nicht als Instrument zum Beispiel für gesellschaftlichen Wandel und mit einer bestimmten Idee wie man auf bestimmte Bevölkerungsgruppen irgendwie einwirken kann, sondern am Ende wirkt ein Film ja immer im einzelnen Individuum.
- 12:25Speaker 0: Und das ist viel oft viel reicher und viel unplanbarer als dass dieser gesellschaftliche Relevanzbegriff für mich zu fassen kriegt.
- 12:36Speaker 3: Gesellschaftlicher Relevance kommt glaube ich als Begriff auch auf oder im Kontext von Qualität kriegt da so eine Bedeutung weil Ein eines der wenigen, ich sage jetzt mal Kriterien ist was häufig genannt wird wenn Förderinstitutionen versuchen zu benennen.
- 12:56Speaker 3: Was sie wichtig finden oder Vertreterinnern von Förder-Institutionen, was gesucht ist oder was die glauben das eine gute Qualität ist.
- 13:08Speaker 3: und dazu haben wir auch einen Gast Helge Albers von der Moin Filmförderung den ich dazu definitiv auch befragen möchte und total neugierig bin, was er dazu sagt.
- 13:20Speaker 2: Ich freue mich gerade auf dieses Aus der Sicht des... Also ob es einmal die Gesellschaft ist, woher man aus der Sicht der Rezipienten kommt?
- 13:28Speaker 2: Ein bisschen was du gerade gesagt hast von einem Individuum aus, von der Person, die da sitzt oder ob man das halt aus der Sicht des Machenden denken kann.
- 13:36Speaker 2: Und ich glaube, ich höre ein bisschen bei dir raus der Meinung bist, dass du sagst aus der Sicht her machen können wir als Künstler oder Kunst schaffende Menschen nicht eine gesellschaftliche Relevanz halt vorschieben.
- 13:52Speaker 2: Oder halt hauptsächlich bedienen vielleicht das bessere Wort aber die entsteht ja vielleicht trotzdem bei den Rezipienten.
- 14:00Speaker 2: weil ich frage mich wenn wir über diese Diskussion über diese gesellschaftlichen Relevance haben hatten wir bei der Berlinale auch wieder ne?
- 14:07Speaker 2: Da ist immer so wo ich mich frage kann ein Film unpolitis sein.
- 14:12Speaker 2: Am Ende würde ich sagen, also von meiner Sicht würde ich sage nein auch jedes Kunststück hat irgendeine Wirkung auf die Leute wenn es besprochen wird
- 14:22Speaker 3: weil du jetzt auch sagst es entsteht im Kontakt mit den
- 14:31Speaker 2: Menschen
- 14:32Speaker 3: Und Susanne hat auch von einer Wirksamkeit gesprochen.
- 14:36Speaker 3: Deswegen sind wir auch gerne weg im Gespräch vom Thema gesellschaftliche Relevanz hin zu eher einer Resonanz, also gibt es zwischen Werk und Menschen die das sehen entsteht dadurch ein Resonansraum regt der Film einen Gespräch an.
- 14:56Speaker 3: Das ist was sich dann häufig ... tatsächlich zeigt und auch eher auf überraschende Weise, wenn der Film da ist.
- 15:05Speaker 3: Wäre es sehr gut berechenbar dann müssten keine Hollywood-Filme die extrem intensiv daran arbeiten dass Filme für ein Publikum funktionieren.
- 15:15Speaker 3: Anfangstrichen würden sie nicht floppen zum Teil also.
- 15:20Speaker 3: Es hat was Unberechenbares das auch wieder das spannender schöner Aufregende daran
- 15:27Speaker 2: ist.
- 15:28Speaker 2: Da ist ja besonders spannend bei deinen Filmen auch.
- 15:31Speaker 2: Das melakulische Mädchen würde man wahrscheinlich von außen betrachtet sagen, es hat eine gesellschaftliche Resonanz und das war dringend.
- 15:41Speaker 0: Es hat ein gesellschaftlichen
- 15:42Speaker 3: Punkt so oder es gibt einen...
- 15:45Speaker 2: Der schon irgendwie mitschwingt.
- 15:47Speaker 2: Du hast jetzt nicht ein weißes Bild gemalt und sagt okay, man kann alles dann entdecken sollen.
- 15:51Speaker 2: Es ist ja schon wahrnehmbar- und dann interpretierbar In irgendeiner Art und Weise.
- 15:57Speaker 2: Gibt
- 15:57Speaker 3: Ankerpunkte in dem, wie jetzt in dem Fall du die Gesellschaft wahrnimmst oder was?
- 16:04Speaker 2: Genau!
- 16:04Speaker 0: Und es gab ein Momentum.
- 16:06Speaker 0: also der Film hat irgendwie einen Momentum getroffen und hat irgend eine Sehnsucht oder irgendein Begehren.
- 16:15Speaker 0: was vorher da war beantwortet oder aufgegriffen ist produktiv geworden damit Und das kann man ja auch schwer abschätzen.
- 16:23Speaker 0: Niemand weiß, was in drei Jahren für Begern sozusagen in der Luft rumweibert auf das dann Filme antworten.
- 16:33Speaker 0: Ich glaube wer wirklich mit diesem Begriff der gesellschaftlichen Relevanz arbeitet und versucht das vorher zu konstruieren auf dem Reisbrett oder in der Dramaturgiesitzung Der arbeitet eher daran, bestimmte im Moment gültige Diskurse zu bebildern.
- 16:55Speaker 0: Und vielleicht auch – oder oft geht das, finde ich ein Herr dann mit so einem Versuch alles richtigzumachen und dann entsteht eben der langweilige Festivalfilm.
- 17:06Speaker 2: Ich überlege gerade auch hier wieder, ob man ja automatisch als schaffende Person Ideen kommen ja auch nicht aus dem luftleeren Raum.
- 17:15Speaker 2: Das heißt, das ist ja das was du in deinem Umfeld hast.
- 17:17Speaker 2: Du nimmst das wahr und baust es in die Geschichten mit ein und dadurch hast wir automatisch etwas geschaffen, was besprochen werden kann soll darf wie auch immer wo man sich dann auch wieder nicht frei machen kann von diesem.
- 17:34Speaker 2: ich mache nur Kunst.
- 17:35Speaker 2: Und was da passiert?
- 17:37Speaker 2: Passiert halt irgendwie.
- 17:39Speaker 2: Es ist ja eine Wirkung die du setzt wie wir bei Filmen wissen, mit der Entscheidung von welche Farben du da nutzt.
- 17:46Speaker 2: Welche Einstellungen du dir auswählst und welche Personen da spielen.
- 17:50Speaker 2: Das sind ja alles so kleine Entscheidungen die du ja setzt damit wo du automatisch irgendwie eine Haltung mit trägst.
- 18:02Speaker 2: Ich bin immer noch auf der Suche nach diesem... Und ich finde diesen Gedanken ganz gut da vielleicht weg.
- 18:07Speaker 2: Vielleicht hat auch dieses Wort sich so ein bisschen verfestigt, aus der Sicht des planerischen.
- 18:12Speaker 2: Aus der Sicht dessen, ne?
- 18:13Speaker 2: Der fördernden Seite zu sagen okay wir suchen jetzt diesen Film und deswegen ist es typisch was man sagt.
- 18:20Speaker 2: Dieses Zinger-Fingerzeig.
- 18:22Speaker 2: Der Film ist nur noch nach Reisbrett und nicht frei irgendwie.
- 18:27Speaker 2: aber am Ende bleiben wir dabei dass das irgendwas gesellschaftlich ist ja meistens drin ist.
- 18:31Speaker 2: Ich hatte vorhin darüber gesprochen und dachte ich so mir fällt auch gar kein Film ein der mir als besonders qualitativ hochfertig für mich wahrgenommen wurde, der nicht irgendwie gesellschaftliche Relevanz hatte.
- 18:49Speaker 3: Ich glaube da man könnte umdrehen was ist ein Film der völlig irrelevant
- 18:54Speaker 0: ist?
- 18:54Speaker 0: Ja
- 18:54Speaker 3: genau!
- 18:54Speaker 3: Kann
- 18:54Speaker 2: man...
- 18:56Speaker 3: wir könnten darüber schreiben, auf jeden Fall Nee, aber ich würde es noch mal auch versuchen zu greifen.
- 19:04Speaker 0: Also wirklich jetzt?
- 19:06Speaker 0: Weil das ist so gar nicht meine Perspektive.
- 19:08Speaker 0: Ich habe jetzt gerade zum Beispiel nochmal alle... Wie spricht man denn eigentlich richtig aus Almodovar oder Almodova?
- 19:13Speaker 2: Almodova, ne!
- 19:14Speaker 0: Almodova.
- 19:15Speaker 0: Filme nochmal gesehen Und weiß ich nicht, bei mir ist das mit den Filmen... Ich denke da glaube auch über die Filme.
- 19:26Speaker 0: Nicht nach im Sinne von sind die gesellschaftlich relevant und auch ein Moodovar würde man wahrscheinlich heute anders verkaufen und anders irgendwie als wahrscheinlich ... Quere Ikone und so weiter.
- 19:41Speaker 0: Aber für mich als Jugendliche waren sie aufregend, weil das waren alles Künstler!
- 19:46Speaker 0: Und es ging um Begehren und es ging auch um Leidenschaft und es geht immer ums Ganze und ums Leben und Tod.
- 19:55Speaker 0: Da drin war ganz viel aufgehoben... Und dieses Moment eigentlich, was ja Kino heute auf viele junge Leute gar nicht mehr hat.
- 20:05Speaker 0: Also es ist ja nicht mehr das erste sozialisierende Medium sondern man is in erster Linie auf Social Media unterwegs und dann guckt man vielleicht ab und zu den Filmen.
- 20:12Speaker 0: aber es hat natürlich diese Kraft.
- 20:15Speaker 0: Aber ich glaube am Ende ist oft so dass ich immer noch denke ich würde gerne diesen Film machen der Leben verändert.
- 20:23Speaker 0: also der aber einzelne Also gar nicht den, der den großen gesellschaftlichen Impact hat.
- 20:29Speaker 0: Sondern der, wo Menschen danach zu mir kommen und sagen ... Der hat mich verändert.
- 20:34Speaker 0: dieser Film.
- 20:36Speaker 0: Und das meine ich mit diesem ... Dass sich bei der Wirkung des Films immer erst mal irgendwie an den Einzelnen und das Ideen Video umdenken.
- 20:44Speaker 0: Und gar nicht irgendwie ... Ja, genau.
- 20:49Speaker 0: Den Film eben als Instrument für Agenda-Setting oder so sehe ich.
- 20:54Speaker 3: Ich glaube man möchte sich dem ja auch nicht verweigern.
- 20:56Speaker 3: also genau wie du es eigentlich beschrieben hast, Eugene.
- 21:03Speaker 3: vielleicht so eine gewissen seismografischen Qualitäten hat, dass man etwas erspürt oder erfasst was irgendwie
- 21:12Speaker 0: da ist.
- 21:13Speaker 0: Wie volent ist das, was in der Luft liegt?
- 21:15Speaker 3: Man verarbeitet es weiter und bleibt aber dabei auch ein bisschen suchend weil wenn ich jetzt irgendwie schon weiß was mein Diskurs beitragen zu dem Thema ist und ja ich nag an ich inner ganz klaren Absicht und Ordnung etwas Bestimmtes zu erreichen, beitragen möchte.
- 21:35Speaker 3: Und darin so eine gewisse Relevanz mir so ... Erzeugung
- 21:39Speaker 1: willst
- 21:40Speaker 2: du in gewisser Weise?
- 21:41Speaker 3: Aneigner oder behaupte ich hätte die dann ist es glaube ich hat das was Unlebendiges oder
- 21:46Speaker 0: was?
- 21:46Speaker 0: Ja oder da kann man auch einfach ein Pampflet oder einen Thesenpapier schreiben oder ein Zeitungsartikel.
- 21:52Speaker 2: Ja, da gebe ich definitiv recht.
- 21:54Speaker 2: Also
- 21:54Speaker 0: warum sollte man dann über den Umweg von Bildern gehen die immer was aufmachen wo man ja nie sicherstellen kann dass derjenige das genau so sieht wie man es beabsichtigt?
- 22:05Speaker 0: Man macht ja etwas Drittes was eigentlich eben nicht eindeutig ist.
- 22:13Speaker 3: Und um es aber auch nochmal mit dieser Frage nach hat das eine Qualität was wir hier gerade entstehen lassen probieren oder unsere Suchtbewegung.
- 22:25Speaker 3: Genau, also da gibt es immer wieder diese Momente wo wir als jeweils Individuen dann aber auch kleines Team mit unserem eigenen Material konfrontiert sind und gucken wie wirkt dieser Text oder wie ließt sich dieser Dialog, oder wie ist diese Inszenierungsprobe?
- 22:47Speaker 3: Oder wie ist jetzt das gedrehte Material und entsteht ja diese Resonanz.
- 22:53Speaker 3: Also da würde ich sagen gibt es schon natürlich auch so eine Art von Evaluieren oder zumindest mehr Verstehen über sein eigenes Material mehr verstehen über die Qualitäten, die das eigene Material hat oder das Hergestellte.
- 23:16Speaker 3: Das ist auf jeden Fall ständiger Begleiter oder ein ständigen Teil des Erstehungsprozesses.
- 23:23Speaker 2: Hört sich doch einfach mal um klammert zu machen weil es ja ein Teil im ganzen Gespräch ist.
- 23:27Speaker 2: deswegen diese Folge sind zwei geteilt.
- 23:30Speaker 2: und als nächstes kommt höchstwahrscheinlich Herr Gealbers, du hast ihn schon angekündigt Anna vielleicht nochmal hier kurz als Bogen Jetzt nach dem Gespräch.
- 23:41Speaker 2: Was hast du mitgenommen, was hat sich bei dir verändert?
- 23:43Speaker 2: Wie du Qualität wahrnimmst?
- 23:45Speaker 3: Also ich fand das ein wichtigen Hinweis von Susanne dass die ja auch häufiger an Juries sitzt und sicher auch schon der für mich wirklich herausfordernden Aufgabe gestellt hat öffentlich zu diskutieren am Rahmen der Juryarbeit also dass Filmschaffende anwesend sind.
- 24:05Speaker 3: man hat den film wahrscheinlich unmittelbar davor erst gesehen und ...
- 24:11Speaker 0: Mit dir, Yuji.
- 24:13Speaker 2: Ja,
- 24:14Speaker 0: bis zum Telefonal.
- 24:15Speaker 2: Genau.
- 24:17Speaker 3: Die beide haben diese Herausforderung angenommen, dass es sich in dem Moment um fertige Filme handelt und einen sozusagen darauf reagieren und im Diskurs auch wahrnehmen.
- 24:35Speaker 3: was sagt jetzt jemand anders, eine andere Person aus der Jury zu dem Film und sich dann dazu auch ins Verhältnis zu setzen.
- 24:43Speaker 3: Also dass dadurch total produktiv über Filme oder die Qualität Tennen von Filmen herausgearbeitet werden können und man die quasi gemeinsam im Sprechen besser zugreifen
- 24:57Speaker 0: kriegt.
- 24:57Speaker 3: also das habe ich jetzt noch mal besser, kann nicht mehr nochmal besser vorstellen.
- 25:06Speaker 3: Und auch eine Abgrenzung dazu, wie es eben ist wenn Filme noch Unfertige in der Projektstadium von Gremien evaluiert werden.
- 25:16Speaker 3: Dass das eine ganz andere Herausforderung darstellt?
- 25:19Speaker 0: Genau, evaluiert, bewertet und gefeedbackt
- 25:23Speaker 0: usw.,
- 25:24Speaker 0: in diesem ganz vulnerablen Prozess der Entstehungen.
- 25:29Speaker 0: Was was ganz anderes ist ja...
- 25:32Speaker 3: Und Susanne, warum hast du und auch du Jürgen, wieso habt ihr euch diese Aufgabe angenommen?
- 25:38Speaker 3: Warum ist das wichtig für euch?
- 25:40Speaker 2: Ist lustig.
- 25:40Speaker 2: Weil die Frage hast Du ja schon einmal gestellt gehabt in mich vorhin.
- 25:45Speaker 2: Da sah ich im Publikum und hab fleißig zugehört und fand es eigentlich ganz lustig weil ich habe mir gar nicht so viele Gedanken darüber gemacht also davor ob man... Also da ist was anderes zu sehen.
- 25:57Speaker 2: Ich habe mich eher darauf gefreut damals ein Diskurs öffentlich zu führen.
- 26:01Speaker 2: Ich weiß nicht, wie es dir ging und dachte eigentlich... Da kommen wir vielleicht zu der Lösung von dieses Ergebnis daraus.
- 26:07Speaker 2: Für mich ist halt, das habe ich vorher auch gemeint, Reflektion finde ich.
- 26:11Speaker 2: Also es ist glaube ich wichtig sich immer zu reflektieren und sich dadurch weiterzuentwickeln.
- 26:16Speaker 2: Und ich glaube dass das was ich damit genommen habe.
- 26:18Speaker 2: Das war ein sehr spannendes Erlebnis da mit den Kollegen-Kollegen in diesen Diskurs zu gehen und dann zu sehen, wie sie sich auch selber reflektiert.
- 26:26Speaker 2: in dem Moment und ich weiß nicht wie es Tiken kannst du ja erzählen?
- 26:30Speaker 0: Also ich kannte das Format eben so ein bisschen schon vom Bachmannpreis, also von diesem großen Literaturpreis wo auch die Texte verlesen werden und dann öffentlich besprochen dort sogar eben auch live im Fernsehen übertragen usw.
- 26:43Speaker 0: Und ich kante eine Art Gesprächsformate so ein bischen aus Duisburg oder auch von der Woche der Kritik, die ja manchmal solange diskutieren bis niemand mehr im Saal ist und eben auch aus Oberhausen, wo es sehr spannende Gespräche gibt wo man eben nicht nach dem Film die drei üblichen Fragen stellt und damit so ein bisschen showcasemäßig kurz eine Bühne gibt für Statements, die auch nicht besonders spannend sind.
- 27:10Speaker 0: Sondern wo man wirklich versucht den Film auf die Spur zu kommen, wo man versucht ihn zu fassen zu kriegen im gemeinsamen Denken.
- 27:17Speaker 0: Und ich finde das immer an einem konkreten Gegenstand in Reibung mit anderen total gut funktioniert.
- 27:29Speaker 0: Also so etwas auf die Schliche zu kommen und dieses Gemeinsam mit Denken, das ist vielleicht was, was ich auch an der DFB durch Renata Helker wirklich gelernt habe diese Lust am gemeinsam etwas... Denken und weiterdenken.
- 27:42Speaker 0: Und auch auf Gedanken kommen die einen dann selber überraschen, die man eben nicht ... Also weil darum geht es her sich selbst zu überraschern.
- 27:47Speaker 0: Das ist auch das was vielleicht für mich noch ein, wenn man so willen Qualitätskriterium ist dass ich in dem Film nicht nach drei Minuten drin sitze und denke ja ich weiß schon genau was ich zu dem sagen werde.
- 27:59Speaker 0: Ich weiß auch genau wo ich den hin packe wie ich den bewerte und woran der für mich anknüpft sondern dass er etwas macht wo ich erst mal sprachlos bin oder wird noch nicht weiß, wie ich mich dazu verhalten soll.
- 28:11Speaker 0: Sondern ich merke erst mal nur und das richtig physisch der macht was mit mir so.
- 28:16Speaker 0: Und dann versuch da drüber zu sprechen.
- 28:22Speaker 0: Und
- 28:22Speaker 3: in Bezug auf die Qualität von Diskursen ist es auch
- 28:26Speaker 0: für mich
- 28:27Speaker 3: an der Uni tätige Person natürlich auch total wichtig dass man da eine gewisse Regelmäßigkeit braucht, dass man das auch kultivieren kann und dadurch die Diskose auch an Tiefen, an Komplexität.
- 28:46Speaker 0: Aber auch an Porrentiertage und was habe ich vorhin gesagt?
- 28:50Speaker 0: An Drastik!
- 28:50Speaker 0: Gewinnen.
- 28:51Speaker 0: Gewinnen, was glaube ich gut ist also so...
- 28:54Speaker 3: und nachwirken.
- 28:55Speaker 3: Und das ist auch durchaus passiert, dass Studierende Jahre später wie jetzt du Renata Heckers Seminar nochmal erwähnt hast also auf einzelne Gedanken zurückkommt die ihnen bleiben.
- 29:13Speaker 2: Das führt uns doch gleich zu unserem nächsten Gespräch, denn auch Helge Albers und unser zweiter Gast seines Zeichens Geschäftsführer von der Filmförderung Hamburg Schläge für Kohlstein, also der Moin-Filmförderungen sprach in seinem Take die Wichtigkeit des Diskurses oder Austausches in der Entscheidungsfindung der Gremien an.
- 29:29Speaker 2: Und gab uns einen Einblick in die Qualitätsdefinition aus seiner Sicht und wie sie seine Sicht von der Sicht der Filmpörderung
- 29:35Speaker 3: unterscheidet.
- 29:35Speaker 2: Helge albers ist seit zwei tausend neunzehn Geschäftsführer und schafft es regelmäßig mit seinem Team Fördinstrumente zu installieren, die neue Wege für die Filmlandschaft eröffnet.
- 29:50Speaker 2: Wir sitzen jetzt zusammen mit Helge Albers und wir hatten gerade schon ein spannendes Gespräch zwei Stunden.
- 29:56Speaker 2: Ein Satz, der mir einfiel oder auffiel zum Ende.
- 30:00Speaker 2: Da ging es ein bisschen um das Thema Genre-Film und die Frage ob Genre Filmen mehr von der Filmförderung gefördert werden müsste weil man zumindest aus dem Publikum das Gefühl kam oder zumindest man das Gefühl wahrgenommen hat dass das Genre film ist schwerer hat irgendwie gefördert zu werden in Deutschland.
- 30:15Speaker 2: Ich dachte, lass sie mal erstmal so stehen.
- 30:17Speaker 2: Und du hast einen schönen Satz gesagt, den man durch zum Teil mitgehe aber wo ich mich dann wohl ansatzrum dann aber fragen muss entstehen bei mir.
- 30:24Speaker 2: Deswegen wollte ich die mal aufgreifen nämlich er muss jeder Film über eine Filmförderung gefördert werden?
- 30:30Speaker 2: also braucht jeder Film wirklich die Förderung?
- 30:32Speaker 2: oder gibt es auch Filme die einfach vielleicht über andere Wege besser umgesetzt werden können.
- 30:37Speaker 2: Vielleicht könntest du da nochmal, vielleicht habe ich erst mal gesagt ob ich den richtig zitiert hab und dann zweitens was du damit meinst?
- 30:44Speaker 1: Ja hallo!
- 30:47Speaker 1: Also im Grunde kann ja jeder losziehen und einen Film machen so, dem steht ja erstmal gar nichts im Wege.
- 30:54Speaker 1: Und jetzt wissen wir dass einige Filme dann doch teurer werden als andere Und Film an sich ein sehr teures Medium ist.
- 31:01Speaker 1: und deswegen ist dieses Gelosenmach den Filmen, hat so seine Grenzen.
- 31:08Speaker 1: Historisch gewachsen ist das im Spielfilmbereich, im Dokumentarfilmbereich Geld zu finden, angemessen viel Geld für Filme über den Markt, über das Publikum und das Herstellen eines Produktes, dass sich dann verkauft und refinanziert in der Regel nicht möglich ist.
- 31:25Speaker 1: Deswegen gibt es Förderung.
- 31:27Speaker 1: Das ist unsere Rolle.
- 31:29Speaker 1: diese Rolle für alle Filme, die irgendwie entstehen immer gelten muss.
- 31:34Speaker 1: Und vielleicht ist es auch völlig okay... oder was heißt vielleicht?
- 31:38Speaker 1: Aus meiner Sicht völlig okay, dass es Filme gibt, die auch anders entstehen.
- 31:42Speaker 1: und mir ist wichtig darauf hinzuweisen, dass das sozusagen nicht diese Fokussierung auf einen Filmförder-Filmfinanzierungssystem für einige Filme A nicht zutreffen muss, B vielleicht auch bremst so ein Stück weit im eigenen Entstehungsimpuls.
- 32:04Speaker 1: Vielleicht auch den Blick verbaut darauf dass es auch andere Möglichkeiten gibt filmen zu machen.
- 32:10Speaker 1: Unbenommen wird's da sein das gro der Filme die in Deutschland entstehen Filmförderung brauchen und ob das Genrefilme betrifft oder nicht Hängt dann sehr stark von den Filmen ab, glaub ich.
- 32:21Speaker 2: Ich glaube der Drama Begriff ist ja auch sehr weit gefasst, ne?
- 32:23Speaker 2: Ich glaube das muss man auch dazu sagen.
- 32:24Speaker 2: dadurch wir hatten nämlich da auch im Gespräch hattest du glaube ich noch mal das Thema Elevated Horror zum Beispiel angefasst was eher schon so eine Mischung aus Art House plus dem Horror-Genre überbaut.
- 32:38Speaker 2: Da hattest du noch mal den goldenen Handschuh, zum Beispiel als Beispiel genannt.
- 32:41Speaker 1: Ja da gibt es ja tolle Beispiele nicht?
- 32:43Speaker 1: Also Get Out ist ein tolles Beispiel und immer wieder zu verstehen wo im Mittel des Genrefilms die Erzählung eines Arthausfilmes irgendwie vorantreiben können, Energie geben können nochmal eine neue Perspektive öffnen können.
- 32:56Speaker 1: Das sind ja Ansätze, die kennen wir im klassischen Arthuskino mittlerweile auch in Elevated Genres sehen wir sehr oft.
- 33:03Speaker 1: in unseren Antragswelten.
- 33:05Speaker 1: Und was bisher eher selten hat, der Fall ist wirklich klassisches hartes Genre-Kino das nichts weiter sein möchte als Genre Kino im besten Sinne für einen dann auch sehr wahrscheinlich genreaffines Publikum.
- 33:18Speaker 1: dass diese Filme dann auch auf genreaffinen Auswertungswelten finden wird und so weiter.
- 33:24Speaker 1: also diese konsistente Grammatik und dieses Ökosystem was da drin steckt Das bildet sich bei uns sehr selten ab.
- 33:31Speaker 1: Leider
- 33:32Speaker 2: nicht finde ich es aber auch spannend, dass sich die Historie anschaut von Genre-Filmmacherinnen.
- 33:37Speaker 2: Auch genau diese harten Filme vorgemacht haben, die dann vielleicht dadurch ihren Weg gefunden haben in tiefer dramatische Geschichten zu gehen.
- 33:48Speaker 2: war das ja eine Schule, die sie durchleben mussten und die unterstützt.
- 33:54Speaker 2: werden muss, gewisserweise meiner Meinung nach.
- 33:56Speaker 2: Weil er halt einfach vielleicht da besonders vielleicht in deutschsprachigen Raum für diese Stoffe ja gar nicht den Weg nach außen da ist oder nicht so einfach ist.
- 34:04Speaker 1: Ich bin mir dann nicht so sicher ob ich damit übereinstimme.
- 34:07Speaker 1: weil also die Leute die sich entwickelt haben aus dem Genre heraus ins filmisch erzählen haben sich auch vielleicht deswegen entwickelt weil sie ihre Filme im Wohnzimmer mit der Kamera ihrer Eltern und ihrem Freundeskreis so umsetzen konnten wie Sie es damals wollten.
- 34:24Speaker 1: Also wenn du Talent hast, dann hast du Talent und dann entdeckt man es auch in diesem Konstellation.
- 34:28Speaker 1: Und dann geht's eher um die Frage, erkennt man Talent?
- 34:33Speaker 1: Und gibt es jemanden der das weiterführt und weiterentwickelt?
- 34:37Speaker 1: Dass wir jetzt für diese allererste Entdeckungsphase immer auch zuständig wären und den Wohnzimmerfilmen schon mit unterstützen... I'm not so sure!
- 34:46Speaker 1: Aber ich glaube auch nicht dass es sein muss.
- 34:48Speaker 1: Da steckt ja viel drin, da steckt auch eine Kraft drin oder da steigt auch ein Wissen bei den Filmschaffenden darum, was ich kann.
- 34:55Speaker 1: Was kann ich?
- 34:56Speaker 1: Woher komme ich?
- 34:57Speaker 1: Wie habe ich mich entwickelt?
- 34:58Speaker 1: Das trägt ja mit bei zur filmischen Persönlichkeit der professionellen Persönlichkeit.
- 35:02Speaker 1: und ob das dieser Schritt von aller Vorderstelle Mitförderung begleitet werden muss...
- 35:09Speaker 2: Ich
- 35:10Speaker 1: bin mir da nicht so sicher.
- 35:11Speaker 2: Machen wir den Bogen weil es geht ja halt bei dieser Reihe hauptsächlich um das Thema Qualität.
- 35:16Speaker 2: Wie wird's?
- 35:16Speaker 2: Was ist Qualität überhaupt?
- 35:17Speaker 2: natürlich?
- 35:18Speaker 2: Deswegen würde ich dich auch mal erstmal persönlich fragen.
- 35:21Speaker 2: Was bedeutet für dich denn eigentlich?
- 35:23Speaker 2: für mich
- 35:25Speaker 1: persönlich heißt Qualität, dass ein Film mich erreicht und mich berührt und mich beschäftigt.
- 35:31Speaker 1: Und lange begleitet.
- 35:34Speaker 1: manche Filme begegnen einem ja im Kopf dann noch mal eine Woche nachdem man sie gesehen hat oder noch länger oder begleiten in dem Leben lang.
- 35:41Speaker 1: Das ist für mich mein ganz eigener persönlicher Maßstab an Qualität das Filme Resonanz erzeugen und mich beeindrucken.
- 35:52Speaker 2: Wenn du das jetzt überträgst auf deine Arbeit bei der Filmförderung, was bedeutet der Begriff Qualität bei der Arbeit?
- 35:58Speaker 1: Der Qualitätsbegriff bei der Filmpforderung setzt sich ja zusammen aus der Bewertung eines Gremiums.
- 36:05Speaker 1: Ein Gremium hat verschiedene Intelligenzen und damit auch verschiedene Qualitänsbegriffe zusammen.
- 36:10Speaker 1: Und im besten Fall ergibt sich dadurch eine Bereicherung und ein besseres Verständnis der Qualitäten die ein Film hat Und damit ja dann auch der Förderfähigkeit.
- 36:22Speaker 1: am Ende des Tages geht es ja darum, zu einer Entscheidung zu kommen.
- 36:26Speaker 1: Ob wir fördern oder ob wir nicht fördern, kannst du einfach...
- 36:28Speaker 2: Hab ich letztes mal gefragt was für dich Qualität bedeutet?
- 36:31Speaker 2: Ich bin gar nicht sicher!
- 36:33Speaker 3: Ja, ich kann gerne dazu nochmal ausholen.
- 36:38Speaker 3: also ich habe das Thema ja gewählt weil ich glaube dass das so ein Begriff ist, der erstmal sehr stark dazu verleitet, wirklich in so ein Bewertungssystem zu gehen.
- 36:53Speaker 3: Also ist die Qualität gut oder schlecht mehr oder weniger?
- 36:56Speaker 3: Dass aber ... so viel mehr dahinter steckt und deswegen ist es für mich einen Begriff der sich gut im Diskurs über so ein ganzes Semester gestreckt mit verschiedenen Gästen noch mal ergründen lässt.
- 37:10Speaker 3: und ja wie Helge das jetzt auch grad schön beschrieben hat, ja man schnell dahin kommt zu sagen okay mindestens mal bei einem Film Werk geht es um Qualität-Tennen.
- 37:20Speaker 3: Also überhaupt erst mal zu beschreiben und zu erkennen, was bringt dieses Stück Film oder Text der auf einen späteren Film verweist?
- 37:31Speaker 3: Was bringt das eigentlich mit?
- 37:33Speaker 3: Was für Qualitäten bringt das in den Diskursrahmen?
- 37:37Speaker 3: Und ja vielleicht auch auf was für andere Werke in einem ähnlichen Kontext verweißt ist.
- 37:45Speaker 3: So, da finde ich ist der Begriff ... Ja, vielleicht will ich ihn auch so ein bisschen eigentlich fast wie so entschärfen.
- 37:56Speaker 3: Weg von dieser klaren... Hat das eine Qualität oder nicht?
- 38:00Speaker 2: Ich habe auch das Gefühl, dass über die letzten zwei Gespräche sich schon ein bisschen entscherft hat.
- 38:07Speaker 2: Dass es eben genau zu den Qualitäten wird mehr als zur der Reinfrage der einen Qualität über die man vielleicht spricht da wäre der Bogen.
- 38:16Speaker 2: Und wie kamen, weil du hast ja das kuratiert diese Gesprächsreihe.
- 38:22Speaker 2: Wie verbindest du die Filmförderung mit dem Thema Qualität?
- 38:24Speaker 3: Die Filmförterung?
- 38:26Speaker 2: natürlich
- 38:27Speaker 3: aus den Gründen, die Helge beschrieben hat also dass ja irgendwie dieses Evaluieren von Projekten und von Angeboten
- 38:36Speaker 0: eingerechten
- 38:37Speaker 3: Filmen Ja, da steckt es so im Kern des Geschäfts.
- 38:43Speaker 3: Dass man sich auch mit dem Qualitätsbegriff irgendwie oder mit verschiedenen Qualitäzbegriffen rumschlägt.
- 38:51Speaker 3: Aber ich hab ja auch aus Gründen Helge Albers von der Mäuen eingeladen weil er ist ja seit Jahrzehnteinzehn dort als Geschäftsführer und ich habe das beobachtet einfach wie dort im Speziellen an diese Aufgabe rangegangen wird.
- 39:07Speaker 3: Und das fand ich interessant, weil ich immer wieder das Gefühl hatte dass es ein Hinterfragen gibt.
- 39:13Speaker 3: Also ist nicht ein reines Abhandeln von Prozessen wie man es halt so macht und das Förderung oder das Evaluieren von Projekten auf eine gewisse Weise passiert und als wäre das auch was letztlich wofür es so eine Art Normalstandard geben würde sondern das wirklich Eine komplizierte, komplexe Aufgabe zu begreifen wo man auch immer wieder sich selber befragt.
- 39:42Speaker 3: Das nehme ich aus meiner Seitenlinie Position bei der Moin sehr stark war und wollte Helge dazu einfach... Ja, nochmal genauer befragen.
- 39:55Speaker 2: Da ist natürlich die Freie direkt da!
- 39:57Speaker 2: Ist das so?
- 39:59Speaker 2: Hinterfragt ihr euch oder wie sehen die hinterfragenden Prozesse bei euch aus?
- 40:04Speaker 1: Das kann ich schon bestätigen.
- 40:05Speaker 1: also es ist so dass wir uns in unserem Handeln immer wieder auch hinterfragen und immer wieder schauen wie agieren wir eigentlich so, dass wir zeitgemäß für die Branche vor allen Dingen so agieren dass die Arbeitsbedingungen, die jetzt wirklich schon herausfordernd genug sind irgendwie nicht noch durch uns erschwert werden sondern das wir möglichst schlank schnell fundiert zu den richtigen Entscheidungen kommen.
- 40:33Speaker 1: Am Ende des Tages ist ja unsere Rolle auch Qualitätsbeurteilung aber ehrlich gesagt unsere Rolle vor allen Dingen Entscheidung zu treffen.
- 40:43Speaker 1: und der Blick auf Qualität ist ein ganz wesentlicher Blick auf Projekte aber die Entscheidungen noch andere Erwägungen, wir sind Regionalförderung.
- 40:53Speaker 1: Das heißt der regionale Blick auf die Filmschaffenden hinter den Projekten... ...auf die Sichtbarkeit des Standortes, auf alle möglichen Parameter, die in die Beurteilung mit einfließen spielt da auch eine Rolle.
- 41:06Speaker 1: und sofern ist klar Qualität steht im Zentrum.
- 41:10Speaker 1: So sind auch die Gremien beschaffen also die Kompetenzen in den Gremieren.
- 41:14Speaker 1: Wir haben ja keine politischen Gremian, das sind Fachgremien, die aus der Branche herauskommen.
- 41:18Speaker 1: deswegen gibt es da einen Eine eingebaute Begeisterung und eine Qualitätsmessung, würde ich sagen.
- 41:29Speaker 1: Weil jeder, der in einer Branche ist reagiert auf die Qualität.
- 41:32Speaker 1: Wir kennen uns alle.
- 41:33Speaker 1: Wenn man mit Filmen umgeht, dann merkt man sofort wenn etwas anspringt und es begeisterungsfähig ist.
- 41:39Speaker 1: Die Begeistungsfähigkeit ist ein ganz wichtiges Merkmal von einem Gremium.
- 41:43Speaker 1: Es ist toll zu erleben, wenn Projekte auf dem Tisch liegen, Zünden und auf die man richtig lust hat.
- 41:49Speaker 1: Und sagt, ja endlich mal vielen Dank Halleluja!
- 41:52Speaker 1: Das sind schöne Momente miteinander und da merkt man auch das Qualität irgendwie was heben kann im Gremium vor allen Dingen.
- 42:01Speaker 3: Da habe ich von GreaterGurvy das Zitat gewählt I know it when i see it oder feel it, also da beschreibt sie im Grunde genommen so wie im Kontakt mit dem Werk sozusagen.
- 42:13Speaker 3: So dieses Verständnis von du hast das Resonanz auch genannt ja irgendwo auch was mit der Qualität zu tun hat die die da so bei einem ankommt so dass das auch irgendwie so ermöglicht wird.
- 42:27Speaker 3: Was ich
- 42:28Speaker 2: bei
- 42:28Speaker 3: Helge total interessant finde ist, dass so eine Dimension von Zeit auch reinkommt weil du hattest zum Beispiel von Potenzialbeurteilung gesprochen.
- 42:38Speaker 3: Also in Potenziale heißt ja auch, dass die Qualität noch nicht vollumfänglich da ist man kann irgendwie einen Rahmen rumlegen und vier Haken setzen sondern das man es hoffnungsfroh begleitet wie sich etwas entwickelt.
- 42:54Speaker 3: Und da habt ihr ganz viel geschaffen was darauf abzielt.
- 42:57Speaker 3: also mit dem Nest zb als Förderinstrument Aber auch generell, also so ... Du hattest vorhin davon gesprochen, dass ein Film manchmal zehn Jahre später irgendwie nachwirkt und einen noch mal begleitet.
- 43:10Speaker 3: Also diese Chance irgendwie so einzuräumen, das eine Qualität auch was ist, was sich entwickelt?
- 43:20Speaker 3: Und vielleicht auch in unterschiedlichen Moments auf In Time sozusagen nochmal sich entfaltet oder die Resonanz sich ergibt, Ja, fand ich noch einen spannenden
- 43:31Speaker 2: Aspekt.
- 43:33Speaker 2: Du hast gerade so gesagt deswegen Projekte wo es die euch auf dem Tisch liegen und wo ihr das Gefühl habt sehr spannend aber nicht jetzt?
- 43:43Speaker 1: Kann passieren wenn man merkt da sind andere Projekten die sind jetzt dringender.
- 43:47Speaker 1: das ist ja auch keine Aussage zu dem Projekt was jetzt trotzdem spannend ist sondern man muss dann darüber reden was der richtige Zeitpunkt ist.
- 43:55Speaker 1: Projekts kommen zu uns manchmal zu früh selten zu spät.
- 44:00Speaker 1: Und wenn sie jetzt zu früh kommen und wir das Gefühl haben, da ist entweder auch das Drehbuch noch nicht so weit, man kann absehen dass ein interessantes Projekt daraus entstehen könnte weiß aber auch wenn es jetzt in dieser Form auf die Strecke geht dann verschenkt mein Potenzial.
- 44:19Speaker 1: Wir haben oft gerade eine Projektentwicklung für den Vorliegen Ja, noch eine Drehbeufassung machen wollen.
- 44:28Speaker 1: Aber eigentlich jetzt Casting machen wollen, Locations finden wollen, Finanzierung anschieben und so weiter.
- 44:33Speaker 1: Du sagst nee!
- 44:34Speaker 1: Und wenn wir jetzt hier ins Commitment gehen dann gibt es damit auch ein klares Signal zu dem was jetzt gerade hier vorliegt.
- 44:41Speaker 1: und ehrlich gesagt wäre unser Signal dass wir sagen das ihr seid noch nicht ganz da wo ihr zu glauben scheint.
- 44:52Speaker 1: Dann nochmal zu sagen, nee kommt bitte noch mal wieder und dreht diese Runde.
- 44:58Speaker 1: Wir erleben diese Projekte weil sie kommen ja wieder und man sieht dann was daraus entstanden ist und wie viel stabiler sie oft sind.
- 45:06Speaker 1: Das kann passieren.
- 45:08Speaker 2: Also das heißt in dem Fall wäre es sogar eine Ablehnung zu sagen okay... Jetzt dieses Jahr nicht oder diese Runde nicht.
- 45:17Speaker 2: Aber ihr kommt gerne wieder, das heißt so ein... Das kann passieren.
- 45:20Speaker 2: Mit den Leuten dann schon.
- 45:21Speaker 2: Das passiert
- 45:21Speaker 1: machen wir vor allem bei Filmschaffenden die aus Hamburg kommen und uns lesen wie Holstein.
- 45:26Speaker 1: Und es ist in dem Moment natürlich eine Ablehnung.
- 45:29Speaker 1: Die macht nie Spaß und das fühlt sich sicherlich manchmal auch etwas übergriffig an.
- 45:37Speaker 1: In der Regel, wenn man dann ein paar Jahre später mit den Leuten spricht ist die Rückmeldung, die ich dazu bekomme stimmt schon.
- 45:45Speaker 1: Wir waren in der Tat noch nicht so weit.
- 45:47Speaker 1: Das ist ein Abstand.
- 45:48Speaker 1: Natürlich haben wir den anders als die Filmschaffenden selbst und insofern machen wir das hin und wieder, dass wir ablehnen und
- 45:58Speaker 2: zur
- 45:59Speaker 1: Wiedereinreichung einladen Dann natürlich auch noch mal schauen, wo steht das Projekt dann jetzt und was hat sich entwickelt usw.
- 46:07Speaker 2: Spannend!
- 46:09Speaker 2: Ich bin nochmal kurz bei der Gremienarbeit weil es ist ja auch bei euch ganz spannend dass ihr eben diesen guten Gremium habt.
- 46:14Speaker 2: und da habe ich mich gefragt wie stellt ihr das Gremiam zusammen?
- 46:17Speaker 2: also nicht aus welchen Leuten sondern wo findet ihr sie oder wie geht ihr auf die Suche nach diesen Leuten?
- 46:22Speaker 1: Also erster Grundsatz wir haben Branchengremien das heißt wir schauen Die Gremien sind bei uns nicht mit Leuten aus der Administration besetzt oder aus der Politik.
- 46:34Speaker 1: Was sein könnte und auch dafür gibt es Gründe, aber bei uns ist das nicht so.
- 46:39Speaker 1: Erster Punkt, zweiter Punkt – wir haben einen Grundsatz, der heißt die richtigen Projekte sollen ins richtige Gremium kommen.
- 46:45Speaker 1: Das heißt, wir haben zwei Gremianen.
- 46:48Speaker 1: Eines ist eher für unabhängiges Filmschaffen- und Arthorskino zuständig heißt Director's Cut, das andere Gremium heißt High End und kümmert sich ja um Filme die in kommerzielleren Filmschaffen angesiedelt sind.
- 47:04Speaker 1: Und diese Gremien sind entsprechend dann auch mit Leuten besetzt, die sich in diesen jeweiligen Segmenten besser auskennen und aufhalten.
- 47:13Speaker 1: Das sind Verleier, Filmmarketing-Expertinnen, Redakteurinnen, ProduzentInnen, Dramaturginnen Weltvertriebsmitarbeitende und so weiter.
- 47:25Speaker 1: Also eine ganz breite Range an Kompetenzen, die da zusammenkommt.
- 47:31Speaker 2: Und dann kommt der Anruf von Helge?
- 47:34Speaker 2: Willst du ins Kremium kommen?
- 47:34Speaker 2: oder wie sieht das aus?
- 47:36Speaker 1: Die Kremien werden berufen vom
- 47:38Speaker 2: Aufsichtsrat.
- 47:40Speaker 1: Wir unterstützen den Aufsichtrat dabei... zu komponieren, dass wir glauben damit gute Entscheidungen treffen zu können.
- 47:48Speaker 1: Das geht um verschiedene Hintergründe nicht berufliche Hintergrunde.
- 47:53Speaker 1: Die Frage von Diversität die sich in Gremien abbilden sollte und das hat ja eine spannende Breite von BIS, also alter Berufserfahrung, regionale Herkunft
- 48:04Speaker 1: usw.,
- 48:05Speaker 1: sogar ganz verschiedene Perspektiven die damit einfließen sollten, eine Gartungskompetenz also wie man es sagen kann der Dokumentarfilm besser kann versteht aus eigenem Arbeiten Spielfilmserie Animation und so weiter.
- 48:17Speaker 1: Also das ist ne Optimierungsaufgabe.
- 48:20Speaker 1: Die können wir weil wir die Branche gut kennen und weil wir glaube ich gut vernetzt sind und gute Ideen haben dafür.
- 48:26Speaker 1: Das hätte der Aufsehtrat vielleicht so nicht in der Tiefe Und am Ende müssen wir auch mit den Leuten arbeiten im Gremium.
- 48:34Speaker 1: Deswegen ist es wichtig, dass dann auch die Chemie stehen und wir das gewinnen.
- 48:37Speaker 1: Wir bringen da Leute zusammen, die eine gemeinsame Schwingung entwickeln können.
- 48:42Speaker 1: Das alles führt dazu, dass ein Gremiam berufen wird.
- 48:44Speaker 1: Dass die Gremien bei uns drei Jahre lang berufen können, dann nochmal verlängert werden und aber nicht mehr.
- 48:51Speaker 2: Und zum Kremium noch, wir hatten kurz im Gespräch davor das Thema Befangenheit angepasst gehabt.
- 48:58Speaker 2: Das war nicht ganz spannend weil ich durfte dieses Jahr auch mal in Bremen sein und... Da habe ich mich auch gefragt, wie geht man damit um?
- 49:09Speaker 2: Sondern auch bei so hohen Beträgen die man da vergibt.
- 49:14Speaker 2: Wie du sagst das sind Expertengremien aus der Branche.
- 49:16Speaker 2: Das heißt dass ein Projekt auf dem Tisch liegt an dem man die Person kennt oder die Produktion kennt oder irgendwie zusammengearbeitet hat.
- 49:24Speaker 2: in irgendeiner Art und Weise ist jetzt nicht so weit hergeholt.
- 49:29Speaker 2: Wie geht ihr damit um und wie entscheidet ihr ob dir das stimmt?
- 49:34Speaker 2: in diesem Zusammenhang
- 49:35Speaker 1: Ja, das ist eigentlich ganz klar geregelt bei uns.
- 49:38Speaker 1: Also grundsätzlich erst mal ist es natürlich so wenn du erfahrene Menschen in den Gremien haben möchtest und die aus der Branche kommen dann kennen die andere Leute.
- 49:45Speaker 1: Jeder kennt jeden.
- 49:46Speaker 1: zu People Business und deswegen lieben wir auch Film und insofern ist davon ausgegangen dass Menschen Menschen kennen.
- 49:55Speaker 1: Das wird ein bisschen abgeschwächt dadurch dass wir keine Leute aus Hamburg berufen in unsere Gremie oder Schleswig-Holstein.
- 50:01Speaker 1: also da eine gewisse Distanz schon mal besteht, die unterstellen wir zumindest.
- 50:08Speaker 1: Und ansonsten gibt es zwei Gründe warum man befangen ist bei uns.
- 50:12Speaker 1: Der erste Grund ist dass man formal juristisch mit einem Projekt in Beziehung steht.
- 50:16Speaker 1: das kann über eine Unternehmensbeteiligung sein oder über eine konkrete Beteiligungen an ein Projekt Oder eine familiäre Bindung kann auch sein.
- 50:26Speaker 1: Dann ist man ganz klar befangen.
- 50:27Speaker 1: und dann gibt es sozusagen einen zweiten Grad von Befangenheit wenn man sich befangen fühlt.
- 50:32Speaker 1: befangen fühlt man sich, wenn man vielleicht schon mal mit einer Person zusammengearbeitet hat oder zukünftig mit ihr zusammenarbeiten wird.
- 50:39Speaker 1: Oder generell eine aus Gründen die können so vielfältig sein dass ich es jetzt gar nicht benennen kann aber auf jeden Fall das Gefühl hat man kann hier nicht frei entscheiden und auch dann ist man befangen.
- 50:49Speaker 1: und wenn man befangend ist dann ist bei uns so dass wir bei diesem Projekt dann die Aussprache zum Projekt und die Entscheidung zum Projekt ohne diese Personen im Raum durchführende, dass das Gremium frei sprechen kann und auch zu der freien Entscheidung kommt.
- 51:04Speaker 2: Und was ist wenn du befangen bist?
- 51:05Speaker 2: in dem Fall?
- 51:07Speaker 1: Ich muss an jeder... Das ist die Frage
- 51:09Speaker 2: gerade!
- 51:09Speaker 2: Es gibt
- 51:10Speaker 1: eine Anweisung des Aufsichtsrates an die Geschäftsführung.
- 51:14Speaker 1: Die Geschäftsführung ist bei uns an jeder Entscheidung geteiligt.
- 51:16Speaker 1: Meine Rolle ist, dass ich die Region vertrete, die Perspektive der Regionen und der Gesellschaft vertrete in den Entscheidungen.
- 51:27Speaker 1: Deswegen muss ich dabei sein Da ich ansonsten an keinem Firmen beteiligt bin oder keinen Projekten, also ehrlich gesagt gab es auch noch keine Befangenheiten.
- 51:37Speaker 1: Es gab am Anfang einen Fall in dem ich mich dann zurückgehalten habe aber ansonstend gilt für mich keine Befangheitsregelung.
- 51:45Speaker 2: Also ich frage jetzt aus dem Grund weil ich kann mich sehr schwer vorstellen deswegen ist eine Situation dass man halt irgendwie da dann sich entscheiden muss und du, wie du sagst ja, in jedem Gremien dabei sein musst.
- 51:57Speaker 2: Und dementsprechend tun Sie sich so Schwierigkeiten auf!
- 52:03Speaker 1: Zum Glück ist es auch so dass die Mehrheitsverhältnisse kommen
- 52:07Speaker 2: ständig
- 52:07Speaker 1: vor.
- 52:07Speaker 1: aber es passiert auch das ich über stimmt werde im Gremium.
- 52:10Speaker 1: Das ist Gremiumsarbeit.
- 52:11Speaker 2: Ja okay... Ich würde mal einen Bogen machen zum Thema das freudere Prinzip und vielleicht auch inwiefern das die Qualität unterstützt oder eben vielleicht sogar nicht unterstützt.
- 52:23Speaker 2: Ich weiß ja nicht, dass da leider eine Meinung dazu ist.
- 52:25Speaker 2: und genau also wie siehst du das?
- 52:27Speaker 2: Kann das helfen?
- 52:28Speaker 2: kann es ihm erschweren weil viele Produktionen arbeiten ja mit verschiedenen Förderanstalten zusammen um ihre Filme überhaupt finanzieren zu können.
- 52:35Speaker 2: Ist es ein Vorteil?
- 52:36Speaker 2: oder eher als kann man
- 52:38Speaker 1: sagen... Eigentlich ist es ein tolles System.
- 52:41Speaker 1: Wir haben in Deutschland ein federales System wir haben ein Bundesfördersystem und einen Länderförderssystem.
- 52:49Speaker 1: Das ist in Summe das federale System, dass in Deutschland Filme finanziert oder fördert.
- 52:55Speaker 1: Und das ist eigentlich eine extrem tolle Ergänzung.
- 52:58Speaker 1: Kaum andere Länder haben so viele Möglichkeiten, Filme zu unterstützen mit öffentlichen Mitteln wie wir in Deutschland.
- 53:05Speaker 1: So, Systeme funktionieren dann immer besonders gut wenn sie aufeinander abgestimmt sind und daran kann man immer noch arbeiten und es kann immer noch besser werden.
- 53:14Speaker 1: Das sehen glaube ich auch alle so.
- 53:19Speaker 1: Harmonisierung der Länderförderung und auch der Bundesförderungen,
- 53:22Speaker 2: da
- 53:23Speaker 1: gut miteinander sind im guten Austausch dazu.
- 53:25Speaker 1: Das gebe ich zu manchmal nicht ganz leicht einfach weil die Häuser aus sehr unterschiedlichen Hintergründen kommen und gerade wenn man darüber spricht das Regelwerke angepasst werden müssen dann sind es Prozesse die nicht nur in den Häusern verhandelt werden sondern immer auch noch mal.
- 53:40Speaker 1: Kommunikationsschleifen, Abstimmungsschleife brauchen sie auch an.
- 53:43Speaker 1: einfach andere Haltung manchmal abbilden ist ebenso, dass man die Welt verschieden sehen kann und eine verschiedene Haltung zu Punkten haben kann.
- 53:53Speaker 1: Und wir haben schon den Ehrgeiz uns so weit aufeinander abzustimmen, dass wir gemeinsame Haltungen finden innerhalb der Länderverdrung aber das dauert dann auch einen Moment.
- 54:04Speaker 1: Aber wie gesagt da es schon auf viel sehen und viel Verständnis Da seitens der Forderung, wir kommen jetzt auch in diesem Jahr noch auf einen ganz guten Weg.
- 54:13Speaker 2: Und Abstimmungen unter euch?
- 54:15Speaker 2: Genau!
- 54:15Speaker 2: Das heißt da gibt es Gespräche, das man vor allem lernt weil hier wieder auch für was wir in den Gesprächen davor kamen.
- 54:21Speaker 2: aber ich glaube immer wieder was ich auch von Kolleginnen höre, man blickt natürlich als jemand der in Berlin wohnt gerne nach Hamburg oder vielleicht zum Teil auch nach Hessen um eine andere Forderungen zu nennen Aber ist besonders als Nachwuchsfilmschaffender oder filmschaffende in Berlin manchmal.
- 54:38Speaker 2: Vielleicht hat man das Gefühl, da fehlen manche Prozesse die vielleicht einen anderen Förderanstalten schon irgendwie mehr Garn und Gebe sind.
- 54:45Speaker 2: Und gibt es da Austausch?
- 54:47Speaker 2: In dem Sinne, dass da was übernommen wird?
- 54:49Speaker 2: Oder hast du das Gefühl... ...dass die Sachen, die ihr vielleicht auch vorangetrieben habt in den letzten Jahren.. ..die auch irgendwo anders anklang finden?
- 54:58Speaker 1: Also wir haben natürlich einen guten Austauscht mit den verschiedenen Länderförderungen treffen uns auch regelmäßig.
- 55:09Speaker 1: Wir hatten ja auch ganz viele Leitungswechsel jetzt in den letzten Jahren und jede Förderung muss natürlich für sich den richtigen Weg finden, wie sie für die jeweilige Region richtig agiert.
- 55:18Speaker 1: Weil man muss fairerweise sagen, die Regionen sind sehr unterschiedlich strukturiert aufgestellt haben.
- 55:22Speaker 1: Jede Region hat unterschiedliche Herausforderungen, Chancen oder Möglichkeiten.
- 55:27Speaker 1: Und danach muss man die Häuser ausrichten und das agieren die Häuse irgendwie eben ausrichten.
- 55:32Speaker 1: Und dann gibt es eine zweite Ebene, die heißt Austausch und die heißt immer wieder den Radar ausfahren.
- 55:37Speaker 1: Und zu schauen wie arbeiten die anderen kann man was lernen.
- 55:41Speaker 1: By the way nicht nur in Richtung Deutschland sondern auch sehr stark im Überregional.
- 55:46Speaker 1: also wir haben ja aus Hamburg heraus jetzt das Nordic Nest initiiert um und arbeiten da sehr stark mit den nordischen Filminstituten zusammen und mit der FFA in um Co-Development auf Länderübergreifen ins Co- Development zu unterstützen.
- 56:04Speaker 1: Und da lerne ich natürlich eine Menge, also es ist total interessant mit den nordischen Filminstituten zu arbeiten und da einen engen Kontakt zu haben und auch das bringt uns zu neuen Erkenntnissen und wird Dinge ändern.
- 56:16Speaker 1: Insofern geht es glaube ich allen Häusern so als ich nehme keine Förderung wahr die jetzt komplett in sich geiegelt ist und sagt, das interessiert mich nicht was die anderen machen sondern wir sehen uns sprechen miteinander ziehen Schlussfolgerungen.
- 56:32Speaker 1: Und dann kann es sein dass es irgendwie noch so Agilitätsunterschiede gibt oder auch die Wahrnehmung der Dringlichkeit von Veränderungen.
- 56:39Speaker 1: Die ist glaube ich unterschiedlich stark ausgeprägt und muss man so hinnehmen.
- 56:44Speaker 2: Ja ja Das Thema Mut-und-Risiko viel aufhören das finde ich ganz spannend und da habe ich kurz überlegt so was ist denn?
- 56:51Speaker 2: da hast du eigentlich einfach geantwortet, aber vielleicht mal gucken.
- 56:55Speaker 2: Da ging es glaube ich um Dogma und inwiefern halt die Filmförderung ein Risiko trägt indem sie entscheidet etwas zu fördern oder zu unterstützen?
- 57:06Speaker 2: Bei der Frage ging's jetzt um dein Risiko.
- 57:08Speaker 2: Ich will das mal für die Filmpörderungen im Allgemeinen sehen dass Förderentscheidungen vielleicht auch kritisiert werden in einem strengeren Maße.
- 57:18Speaker 2: Habt ihr so eine Art von Risikogefühl?
- 57:19Speaker 2: Man hat ja immer das Gefühl, man braucht mehr Mut in der Branche.
- 57:23Speaker 2: Mehr Sachen auszuprobieren.
- 57:26Speaker 2: Wenn ihr kein Risiko habt, dann frage ich mich wieso es diesen Mut brauche.
- 57:30Speaker 2: oder habt ihr ein Risiko wenn ihr in so einer Förderentscheidung geht?
- 57:34Speaker 1: Also ich glaube mal musste unterscheiden wir als Haus, als öffentliches Unternehmen haben wie jedes andere öffentliche Unternehmen auch wie die BVG und wie die Stadtwerke wenn man als öffentliches Unternehmen unterwegs ist, ein Risiko und zwar ein Image-Risiko.
- 57:53Speaker 1: Und das ist nicht nichts, es spielt im politischen Raum eine Rolle.
- 57:57Speaker 1: aber ich bin sehr bemüht darum und ich glaube schalten wir auch ganz gut diese Ebene komplett fernzuhalten von der Projektentscheidung.
- 58:05Speaker 1: Das heißt meine Gremienentscheiden sind entkoppelt davon.
- 58:10Speaker 1: die Gremian sind Freiderinnen die Projekte mitzugehen, die sie wollen.
- 58:13Speaker 1: Was mir oft fehlt sind Projekten, die mir den Eindruck geben, dass sie ein Risiko gehen wollen.
- 58:18Speaker 1: Ich würde mir gern mehr Projektes wünschen, die extra Meile gehen.
- 58:22Speaker 1: Die den Ausbruch suchen und zwar nicht um das Ausbruchs willen sondern immer noch in einer sehr professionellen Umgebung und mit einem sehr strategischen Überlegungen aber mit dem klaren Verständnis darüber wo man hier Grenzen übertritt und wo man eigentlich hin möchte mit einer ganzen Überschreitung usw.
- 58:38Speaker 1: Also die Suche nach diesem nach dem Risiko, die fehlt mir manchmal auf der Projektebene.
- 58:46Speaker 2: Woran liegt es?
- 58:47Speaker 2: Das
- 58:47Speaker 1: ist ein philosophisches Thema jetzt.
- 58:49Speaker 1: Es kann an vielen liegen... Also vielleicht liegt es daran dass uns unterstellt würde das Förderschancen steigen könnten wenn Projekten bestimmte Aufstellungen haben oder bestimmte Konstellationen haben wäre eine Vermutung die im Raum steht.
- 59:04Speaker 1: Dem würde ich natürlich heftig widersprechen und im Gegenteil wünschte Projekte, die uns erreichen sehr spezifisch und sehr originell und sehr ungewöhnlich aufgestellt sind.
- 59:17Speaker 1: Ich wiederhole mich nicht um der Sache willen sondern mit dem Wissen darum dass man damit sozusagen dann nochmal ein eigenes Publikum findet also immer das Gesamtpackage sehend neue Wege finden und ich nehme unsere Gremien da als sehr ansprechbar war und auch sehr offen und neugierig.
- 59:36Speaker 2: Ich war gerade weil, das ist ja eine Kommunikationsfrage.
- 59:38Speaker 2: Also ob jetzt wenn du sagst die Einreichenden haben das Gefühl dass es vielleicht irgendwie zu risikorhaft ist was sie einreichen wollen und passen es dementsprechend an dann heißt es ja dass irgendwie in der Schnittstelle irgendein Problem gibt wo die das Gefühl haben okay das kommt bei euch nicht an.
- 59:56Speaker 1: Das stimmt und da hast du recht das ist natürlich ein Thema was ganz interessant ist.
- 1:00:00Speaker 1: also zum einen kommunizieren wir natürlich am besten dann auch über die geförderten Filme.
- 1:00:06Speaker 1: Das heißt, je mehr Risikore oder riskante ungewöhnliche Filme wir unterstützen und sichtbar machen, desto mehr Mut gibt es hoffentlich für andere zu sehen dass Dinge möglich sind aus diesem Möglichkeitenraum nach außen zu tragen lässt sich sehr gut herstellen über die Filme die wir fördern und ist aber ansonsten in der Ansprache ... in der aktiven Ansprache des Thema Risiko auch immer wieder zu thematisieren, es ist hilfreich dabei.
- 1:00:34Speaker 1: Risiko kann man auch entlasten, so unsere Rolle Risiko zu entlastern also die sozusagen gezieltes Scheitern zu ermöglichen... ... das ist ja auch eine Form von Risikominimierung und dann eben Räume zu bauen, die bewusst strukturiert Risiko nehmen lassen.
- 1:00:48Speaker 1: Also Stichwort das Nest hatten wir eben schon kurz angesprochen.
- 1:00:51Speaker 1: Und den sehr stark darum geht dass man einen sicheren Raum baut indem dann die Filmschaffenden kreativen Genau, diese Möglichkeit haben zu sagen Geh volle Risiko.
- 1:00:59Speaker 1: Das kann hier nichts passieren.
- 1:01:02Speaker 1: Du kannst nicht tiefer fallen als der Boden, der gerade vor dir liegt und wenn es nicht funktioniert dann probierst du die nächste Variante.
- 1:01:10Speaker 1: also hast da ja auch Leute, die dich auffangen.
- 1:01:14Speaker 2: Okay das heißt eigentlich am Ende auch so ein bisschen die Räume zu schaffen wie du sagst um halt dieses Risiko gehen zu können.
- 1:01:25Speaker 2: Vielen Dank an alle Gäste und an Anna de Paoli für den Einblick.
- 1:01:29Speaker 2: Und die Frage nach der Qualität oder wie wir auch in den Gesprächen festgestellt haben, vielleicht das Ganze weiterzufassen und nach Qualitäten im Film zu suchen?
- 1:01:38Speaker 2: Diese Folge ist Teil einer Reihe.
- 1:01:40Speaker 2: Das heißt Wir sind noch nicht ganz fertig mit unserer Suche und werden in der nächsten Folge das Thema nochmal mit zwei weiteren Gästen vertiefen!
- 1:01:48Speaker 2: Wir hoffen, dass wir euch einen Impuls geben, euch selber mal mit dem Thema auseinanderzusetzen und vielleicht das Kursräume zu öffnen wo man mehr über den Film und die Filmarbeit spricht.
- 1:01:57Speaker 2: Vielen Dank an Anna, hab ich schon gesagt gehabt.
- 1:01:59Speaker 2: Und vielen Dank natürlich auch an die Kühlmann-Universität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam für diese spannende Kooperationsfolge.
- 1:02:06Speaker 2: Und viel Dank natürlich auf euch Zuhörenden dass ihr euch die Zeit genommen habt für diese Folge.
- 1:02:11Speaker 2: Mir bleibt nicht mehr soviel zu sagen außer guten Tag, guten Abend oder gute Nacht!
- 1:02:15Speaker 2: Wir hören uns bei der nächsten Folge wieder.
- 1:02:17Speaker 2: Ciao.