Latest / Indiefilmtalk - Der Podcast über das Filmemachen | Produktion | Drehbuch | Regie / #03 | Filmuni x Indiefilmtalk: Qualität - Resonanz jenseits von Erfolgskennzahlen
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- 0:00Speaker 2: Schön, dass ihr da eingeschaltet habt beim Indie-Filmtop Podcast und das hier bei dieser Folge wieder dabei seid.
- 0:04Speaker 2: Diese Folge ist der zweite Teil der Kooperationsfolge mit der Filmuniversität Babelsberg Conrad Wolf in Potsdam die im Rahmen der Sonderreihe Tendenzen entstanden ist.
- 0:13Speaker 2: In dieser intensiven Werkstattgesprächsreihe, wo die Komponentin und Professorin Anna de Paoli ins Leben gerufen wurde, legt die Universitätsspannende Filmmacherinnen und AkteurInnen ein um über spezifische Aspekte in der Filmarbeit zu sprechen und sich im Dialog mit den Teilnehmenden dem Thema zu nähern.
- 0:28Speaker 2: Die Aktuerei beschäftigt sich mit dem Qualitätsbegriff im Film und was Qualität für uns eigentlich
- 0:33Speaker 3: bedeutet.
- 0:34Speaker 2: In unserer letzten Folge haben wir bereits, mit der Regisseurin Seine Heinrich und den Geschäftsführer der Moin-Filmförderung Helge Albers gesprochen die uns ihre ganz persönlichen Perspektiven auf filmische Qualität eröffnet haben und mit ihnen diskutiert wer eigentlich bestimmt was als qualitativ hochwertig gilt.
- 0:50Speaker 2: Dabei ging es auch um Förderstrukturen, Sehgewohnheiten und die Frage wie stark wirtschaftliche institutionelle und gesellschaftliche Erwartungen unsere Bewertung von Filmen
- 1:00Speaker 1: beeinflussen.
- 1:01Speaker 2: Wie bereits in der letzten Folge, ist auch diese Folge in zwei Teile aufgeteilt.
- 1:05Speaker 2: Unser erster Gast sind die Regisseurin und Autorin Shiri Hagen.
- 1:08Speaker 2: Bekannt ist sie unter anderem für ihre Filme Auf den zweiten Blick Fenster Blau und realisiert sie zuletzt dem Spielfilm Billy.
- 1:15Speaker 2: Im Gespräch erzählt sie uns was filmische Quartett für Sie persönlich ausmacht.
- 1:18Speaker 2: Dabei sprechen wir auch über Den schwer greifbaren Begriff des Erfolgs der sich kaum allgemeingültig definieren lässt Und wie jeden Menschen etwas anderes bedeuten
- 1:28Speaker 0: kann.
- 1:43Speaker 0: Ich habe es, glaube ich vorhin auch schon gesagt, dass ich eigentlich für mich gar nicht so wirklich in Qualitäten oder in Qualität denke.
- 1:50Speaker 0: Weil ich mal finde, dass Qualität eine Sache ist die sozusagen aus einem Bewertungsprozess entstanden ist und ständig von bestimmten Menschen als Begriff gesetzt worden ist woran denn sozusagen projekte gemessen werden?
- 2:05Speaker 0: Und ich als Kreativer, als Filmemacher Ich bin eher mit Prozessen beschäftigt.
- 2:11Speaker 0: Und es gibt natürlich dann diese persönlichen Prozesse, wo ich mich auch mal mehr selbstfragen stelle und hinterfrage, ob's ein richtig ist dieser Weg zu gehen oder ob ich vielleicht eine andere Farbe brauche, eine andere Tonalität, was weiß ich?
- 2:24Speaker 0: Was alles dazu gehört, eine gute Geschichte zu erzählen.
- 2:27Speaker 0: Genre vielleicht auch genau... Das ist die richtige Form
- 2:30Speaker 1: dafür!
- 2:32Speaker 0: Und das ist das, was ich viel spannender finde Qualitätsgedanke nicht abstütteln, weil es kommt irgendwann auch auf mich zu über Dritte.
- 2:40Speaker 0: Denn sobald das Kind läuft oder ich eine Förderung haben möchte wird das Projekt oder mein Werk auf Qualität geprüft.
- 2:50Speaker 2: In welcher Form merkst du
- 2:51Speaker 0: es?
- 2:52Speaker 0: Es fängt schon mit der Förderungen an.
- 2:53Speaker 0: ob du jetzt sozusagen, dass es für die Förderungs- oder Institutionen qualitativ gut ist oder qualitiv arm ist je nachdem... dramaturgisch in der Bildsprache, in der Tonalität, im Genre, in Format.
- 3:08Speaker 0: Und darüber entscheiden ja Dritte
- 3:12Speaker 1: und
- 3:12Speaker 0: die haben festgesetzte Kriterien was sie als qualitativ gut bezeichnen und daran werde ich bemessen oder daran mit nicht Ich-Bemessen sondern das Werkbemessen.
- 3:24Speaker 2: Vielleicht umgedreht wenn du selber unterwegs bist und filmisch haust.
- 3:27Speaker 2: Hast Du da den Qualitätsgedanken irgendwie?
- 3:31Speaker 2: Gibt es da wo du sagst, okay das ist für dich ein richtig guter Film?
- 3:34Speaker 2: Ich
- 3:34Speaker 0: mag emotionale Filme.
- 3:36Speaker 0: Das ist das was ich wonach... also ich gehe wahrscheinlich relativ naiv ins Kino und schaue dann einfach... Also es gibt manchmal Filme wo ich bewusst reingehe weil ich mir die Form anschauen möchte, was sich auch sehr spannend findet.
- 3:48Speaker 0: Das heißt wie erzählst du eine Ehe oder Einsamkeit?
- 3:56Speaker 0: großartig, weil ich mich jetzt gerade damit beschäftige aufgrund eines anderen Projektes.
- 4:00Speaker 0: Und deswegen ist sie dann plötzlich wieder aufgeploppt und schon ein Teil Akamana mit da.
- 4:04Speaker 0: Es ist natürlich wie jetzt erzählst du halt eine Frau die jahrzehntelang ihre Emotionen unterdrückt hat.
- 4:11Speaker 0: Aber es sind sehr scharpe Formen.
- 4:14Speaker 0: Das sind auch Filme, die mich hinein ins Kino ziehen, weil das sehen möchte, wie jemandem sozusagen Emotion
- 4:20Speaker 3: formal
- 4:22Speaker 0: erzählt oder auch bricht und mit Rissen und Brüchen einfach arbeitet.
- 4:26Speaker 0: Und manchmal gehe ich einfach nur blind hinein, weil mich irgendeinen Trailer auf eine komischen Art umweise oder auf einer guten Art umweise berührt hat... ...und lasse mich dann einfach emotional abholen.
- 4:37Speaker 0: Das ist das was ich beurteile ob ein Film mich fasziniert hat, berührt hatte oder meine Synapsen geöffnet hat.
- 4:45Speaker 0: Und das reicht mir für dich!
- 4:48Speaker 0: Die können qualitativ in Anführungen schriechen, sage ich jetzt einfach mal keine perfekten Filme sein.
- 4:52Speaker 0: Die können viele Ungereimtheiten haben, meinen Wegen.
- 4:57Speaker 0: aber wenn er mich berührt oder ich da mitgegangen bin auf die Reise hat es mir schon viel gebracht und das reicht mir schon.
- 5:04Speaker 2: Das habe ich gefühlt dass es halt auch diese technische Qualität auch mit dem negativen zusammenhängt in der Art und Weise.
- 5:10Speaker 2: Du hast vorher in den Gespräch hier Blair with shoulder genannt zum Beispiel ... weiß ja auch, wenn man jetzt sagt, Technische Qualität... ... wahrscheinlich nicht das Beste.
- 5:20Speaker 2: Aber es passt zu dem, was er erzählen will und deswegen funktioniert das.
- 5:24Speaker 2: Und deswegen aber wenn die technischen Qualität vollkommen konträr geht zu dem,... ...was die Narrative erzählt, kann man davon Qualität sprechen?
- 5:33Speaker 0: Ich kann den auch, du siehst so!
- 5:34Speaker 0: Ich gehe auch, ich wendel mich doch um diesen Begriff herum weil ich wirklich mit diesem... Qualitätsgüter.
- 5:43Speaker 0: Wo kommt es denn her?
- 5:45Speaker 0: Ich habe es vorhin schon gesagt, dass ist im Kontext historisch und kulturell und institutionell geboren worden um was zu bemessen als gut oder schlecht Und ich finde diese Bemessung bei einer kreativen Arbeit einfach falsch.
- 5:58Speaker 0: Das ist meine persönliche Meinung weil ich finde eine kreativer Arbeit entsteht aus Prozessen heraus Gewachsen das du in der Entscheidung einen Moment triffst ... die du in diesem Moment auch für richtig gehalten hast, was du vielleicht später auch bereuen kannst.
- 6:14Speaker 0: Also es gibt's auch wo du denkst, oh Mann hätte ich bloß anders entschieden... ... aber das ist das, was Erzählungen ausmacht und auch die Erfahrungen... ...und auch die zwischenmenschlichen Gefühlen, die denn entstehen,... ...auch in den Diskussionen, den Diskursen, die dann entstehen.
- 6:28Speaker 0: Weshalb man mit dem, wenn man im Team arbeitet?
- 6:32Speaker 0: wenn man sagt, man will aber die Farbe blauer haben.
- 6:34Speaker 0: Aber lieber die Farben rot haben und dann die Auseinandersetzung wieso nicht blau oder so rot?
- 6:39Speaker 0: Was trägt denn diese blaue Farbe?
- 6:41Speaker 0: oder was trägt ganz spät wie möglich in die Szene hinein zu gehen und so früh wie möglich rauszugehen?
- 6:46Speaker 0: Also was macht das mit einem Dialog, was macht jetzt mit dem Rhythmus aus?
- 6:49Speaker 0: Und das sind vielen Sachen, die mich mehr interessieren als so ein Qualitätsstempel weil ich den immer noch nicht verstehe.
- 6:58Speaker 0: und ich glaube dass dieser Qualitätstempel eigentlich von Entscheider ihnen kommt, damit sie was haben um sich festhalten zu können.
- 7:05Speaker 0: Um dann leichter entscheiden zu können.
- 7:10Speaker 0: und diese Entscheidungsmacht ist ja leider nicht ganz durchdrungen und auch nicht ganz divers.
- 7:20Speaker 0: Deswegen bleibt es hänglich Qualität für mich ganz viel mit Macht zusammen.
- 7:27Speaker 0: also wer darf wo erzählen wann erzählen wie erzählen und zu welcher Zeit erzählen?
- 7:33Speaker 2: Ich fände mir direkt ein Erfolg auf, weil da hatten wir auch kurz angesprochen.
- 7:38Speaker 2: Ja
- 7:38Speaker 0: klar natürlich
- 7:39Speaker 2: absolut.
- 7:40Speaker 2: Das hängt ja auch an den Samen.
- 7:41Speaker 2: Natürlich soll der Kunst ja ganz vollkommen frei sein.
- 7:44Speaker 2: gleichzeitig geht es ja auch darum Leute zu erreichen irgendwie die ja auch ihre Qualitätsgedanken irgendwo haben und man versucht sie irgendwie anzugehen.
- 7:55Speaker 2: ich versuche nicht so kriptisch zu reden Und da wäre der Bogen hier wieder zurück.
- 8:02Speaker 2: hängt Qualität mit Erfolg zusammen.
- 8:05Speaker 2: In irgendeiner Art und Weise können wir das so definieren hier, er ist nicht als Förderer sondern wie er jetzt als in dem Fall Filmschaffende oder jetzt an der Filmuni.
- 8:14Speaker 2: hängt es zusammen?
- 8:16Speaker 2: Oder wie hängt das zusammen?
- 8:18Speaker 2: Ist ein gut qualitativ hochwertiger Film erfolgreicher?
- 8:21Speaker 2: ... würde ich auch nicht definieren.
- 8:23Speaker 2: Ich sage, ich schmeiß so Sachen rein... ... ne?
- 8:24Speaker 2: Ich sag jetzt nicht, dass du...
- 8:26Speaker 0: Ich glaube es gibt sowieso Qualitäten,... ... das hat ja dich auch schon gesagt,... ... deswegen ist es hängt davon ab wie man Qualität definiert.
- 8:31Speaker 0: Man müsste wahrscheinlich denn erst mal... ... müssten wir jetzt drei Qualitäten definieren um zu wissen ob wir von derselben Qualität sprechen.
- 8:39Speaker 0: Und dann ist es, glaube ich, wie ich schon sagte, für Förderinstitutionen... ... glaube ich andere Qualitäten zählen und... einen Film als erfolgreich zu bezeichnen, weil es gibt für mich unterschiedliche Arten von Erfolge eines Films und das muss jetzt... Und natürlich klar jeder Filmemacherin weiß wenn du auf dem A-Festel laufen bist mit deinem Film kurz oder lang oder experimentell wie auch immer.
- 9:06Speaker 0: Wenn du jetzt eine gewisse Anzahl vom Besucherzahlen hast also eine hohe Anzahl des Besuchers wird dieser Film automatisch als erfolgreich deklariert Ganz klar.
- 9:19Speaker 0: Es hat er den künstlerischen Erfolg gehabt, weil er auf dem A-Fessel gewesen ist und da bin ich wieder für ihn selbst.
- 9:25Speaker 0: Oder er hatte den Kassenerfolg, weil meine Dwinge als independent Film jetzt über zweihundertfünfzigtausend Zuschauer in einen eingespielt hat.
- 9:37Speaker 0: Und das sind so diese zwei Messlatten die offensichtlich alle dann auch verstehen und wissen... daran musst du zwar abarbeiten.
- 9:45Speaker 2: Was für dich Erfolg?
- 9:46Speaker 2: Für deine Projekte?
- 9:47Speaker 0: Ach, für mich ist schon Erfolg... hatte ich auch vorhin gesagt wenn ich diesen Film überhaupt realisiert habe das ist schon mein Erfolg weil wir wissen wie hart es ist Filme zu realisieren gerade in unseren Zeiten gerade auch als eine Person von die zu den Gruppen der unterrepräsentierten Stimmen gehört dann ist es ein Erfolg wenn ich da mit dem Film ins Kino komme.
- 10:06Speaker 0: also dass heißt einen Verleih gefunden habe das heißt im Film der Film dadurch sichtbar gemacht wird Und der Film auch auf Festivals gelaufen ist.
- 10:13Speaker 0: Der Film auch sichtbar wird und ich dann auch Menschen berühren kann, also da bin ich schon froh wenn ich denn drei habe die auf mich zukommen junge Menschen und denen sagen dass der Film sie berührt hat aus den und dem Gründen das ist das ist schon erfolgreich.
- 10:27Speaker 0: Das sind auch Erfolge die wir sehen müssen aber die oft so weggesprochen werden Aber die ich genauso wichtig finde.
- 10:33Speaker 0: Ich
- 10:33Speaker 1: kann mich der Sherries definitiv total anschließen wobei ich ja auch hier tatsächlich in einer anderen Rolle draufgucke und auch gucke welche, wo bildet sich wie so ein Motiv oder roter Faden über den Verlauf der Gespräche.
- 10:50Speaker 1: Und da würde ich sagen dass dieses eine Resonanz erzeugen im Gegenüber in einem spezifischen Gegenüber das das eine Qualität ist die für uns einen Wert hat.
- 11:03Speaker 1: also das hatte Susanne auch erwähnt habe ich Sherrys Ausführung vorher aus der Rezipientin-Perspektive, wenn sie Publikum ist.
- 11:14Speaker 1: Fühlt es sich dann für mich so an wie jetzt die andere Seite von diesem Resonanzband?
- 11:21Speaker 1: Weil da hat Sherry beschrieben was sie kriegt, wenn Sie mit einem Film in Kontakt den anderen gemacht haben oder was sie überhaupt erst mal dahin zieht und dass sie aus der rezipienten Perspektive
- 11:33Speaker 3: eigentlich auch
- 11:33Speaker 1: genau das sucht, was verändert an dem Punkt, wo man war bevor man reingegangen ist.
- 11:42Speaker 1: Dass man dadurch irgendwie sich bewegt und das wiederum hat mich daran erinnert wie Helge auch seinen Vortrag gestartet hat mit so eine Caves Song, wo es um Transformation ging und so ne Sehnsucht danach Und dass wir eigentlich auch alle, die hier sitzen in diesem Kino und ja eigentlich hier Wortbeiträge gestalten und versuchen rational etwas auseinanderzunehmen.
- 12:06Speaker 1: Aber das immer diese Sehnsucht mitschwingt.
- 12:09Speaker 1: Dass es eigentlich auch so was Transformatives hat und was wir wahrnehmen können mit unseren Rezeptoren und was uns irgendwie Menschen in unser Menschsein anspricht.
- 12:23Speaker 0: Ich habe vorhin jetzt ein Fehler gemacht.
- 12:24Speaker 0: Das ist jetzt eine weiße Nicht nur eine weiß, aber ich könnte jetzt genauso mit Julie Dash auch genau so sagen.
- 12:31Speaker 0: Also
- 12:32Speaker 3: im experimentellen
- 12:32Speaker 0: Bereich wie man vermell'n mit Emotionen arbeiten kann?
- 12:36Speaker 0: Genau!
- 12:37Speaker 2: Wir fragen mich aber auch wie schaffen wir... also wenn wir so erfolgreich definieren wollen klingt auf jeden Fall sehr gut, klingt auch irgendwie plausibel, wenn man das so benennen da kann und darf.
- 12:48Speaker 2: Trotzdem ist es ja nicht so dass die Filme sind, die vielleicht auf am meisten gemacht werden, besonders hier in Deutschland vielleicht und gleichzeitig aber auch nicht die, vielleicht die meisten Leute gucken.
- 13:00Speaker 2: Da frage ich mich gerade, woran liegt das?
- 13:04Speaker 2: Weil wenn wir das alle wünschen, wenn wir dass alle suchen diese...
- 13:07Speaker 0: Weißt du das so genau
- 13:08Speaker 1: Eugene?
- 13:09Speaker 1: Das war nicht,
- 13:09Speaker 0: finde ich großartig!
- 13:10Speaker 0: Was wollen denn die Menschen alle sehen und
- 13:12Speaker 0: gucken?!
- 13:12Speaker 0: Ich weiß es immer noch nicht, ich glaube auch, dass sie Hollywood-Bosser und wie auch
- 13:15Speaker 2: was... Und die
- 13:17Speaker 0: Senders auch nicht genau wissen, das würden sie ja nicht so viel ausprobieren.
- 13:20Speaker 0: Aber
- 13:21Speaker 2: wenn wir uns darauf einigen können, dass die Menschen in die Geschichten gehen um sich irgendwie berühren zu lassen.
- 13:27Speaker 2: Das ist meine Ausgangslage.
- 13:29Speaker 2: Dann wäre ja die Frage ob man mehr dahinschauen müssten das man mehr Projekte in diese Richtung umsetzen kann, umsetzten darf und ich wollte jetzt einfach meinen Raum werfen, dass es vielleicht aktuell gar nicht so der Blick auf den Thema Erfolg liegt.
- 13:45Speaker 2: Erfolg liegt vielleicht auf einer ganz anderen Fokus
- 13:48Speaker 0: Aber
- 13:49Speaker 1: ich glaube, dass du es halt nicht nach einem Rezept backen kannst.
- 13:51Speaker 1: Also weil aus dieser filmscheffenden Perspektive bist du ein bisschen dazu verdammt was aber gute ist authentisch an dem dran zu sein was dich wirklich interessiert selber wo du diesen Drang hast ihm nachzugehen und dann kann man davon ausgehen das wenn es bei dir so einen starken Drang auslöst um so eine Faszination gibt wo das dann potenziell diese Resonanz entsteht.
- 14:22Speaker 1: Ich glaube, dass auf diesem Weg ist die Verbindung eigentlich viel direkter als wenn wir uns überlegen oder Studien angucken.
- 14:28Speaker 1: was möchte jetzt die Zielgruppe XYZ sehen?
- 14:32Speaker 1: Dann versuchen so zu kommunizieren, dass es bei denen Anklang findet und so... Da fallen mir jetzt meine Teenager-Kinder ein, bei denen das zum Beispiel auch nicht funktionieren würde.
- 14:44Speaker 1: Wenn ich sage so ach ihr seid Teenagier interessiert euch dafür dann spreche ich euch mal an wie es euch wahrscheinlich gefällt.
- 14:50Speaker 1: Das wird hundertprodig funktionieren.
- 14:52Speaker 0: Ich stimme mich jetzt an der Kopf komplett zu weil ich glaube das Resonieren ist ja man macht es selbst.
- 14:59Speaker 0: Man ist sozusagen sein erster Zuschauer mit den Projekten und das muss um authentisch zu sein und ehrlich, also nicht authentisch.
- 15:07Speaker 0: Ich will auch nicht authentische benutzen ich benutzte eher die Ehrlichkeit ganz gerne.
- 15:11Speaker 0: das heißt wenn du ehrlich herangehst und dir wirklich auch mal fragen dich mit Fragen beschäftigst mit dem Projektor oder mit dem Stoff dann wird es automatisch eine Resonanz später geben vielleicht kleiner feiner gröber hässlicher dass weiß ich nicht.
- 15:29Speaker 0: aber Also wenn du ehrlich mit dem Schoff umgehst, wird es eine Wirkung geben.
- 15:33Speaker 0: Davon bin ich überzeugt!
- 15:35Speaker 0: Ich glaube jetzt aber bewusst auf ne Zielgruppe zu arbeiten... damit setzen wir uns selbst so ne Schere in den Kopf, glaub' ich dazu verleitet das man eventuell manipulativ arbeitet also dass man denn eigentlich ein Stück dieser Ehrlichkeit zur Seite schiebt und nur daran am sich damit beschäftigt.
- 15:55Speaker 0: Was würdet er oder sie oder erst finden, wenn es so und so wäre?
- 16:00Speaker 0: Und das ist anscheinend zu überlegen was würde ich eigentlich wirklich erzählen.
- 16:05Speaker 0: Was möchte ich eigentlich erreichen?
- 16:08Speaker 0: Ich weiß es in den Anfängen sowieso nicht immer.
- 16:10Speaker 2: Eine Sache wird mir nur dabei gekommen weil ich frage mich gerade ob es einfach verschiedene Ebenen davon gibt.
- 16:15Speaker 2: also dass du auf der einen Ebene hast natürlich die jetzt was möchtest du erzählen sollte von dir kommen da hast aber auch Die.
- 16:24Speaker 2: am Ende ist ein Film Konversation.
- 16:28Speaker 2: Du sagst etwas, was irgendwo bei den Leuten ankommt.
- 16:31Speaker 2: Wenn du so Leute nimmst wie ich, z.B.
- 16:33Speaker 2: Christopher Nolan der seine Arbeit mehr als Zauberer sieht und seine Kunststücke vorführt und die Leute versucht mit hineinzuziehen dann hast du eine Art von Manipulation.
- 16:46Speaker 2: Hast du es gerade genannt?
- 16:47Speaker 2: Natürlich ja auch irgendwie weil natürlich irgendwie die Zuschauer ab... Das würde man als Abholende zeichnen, dass du halt sagst, okay, du hinst sie mit.
- 16:57Speaker 2: Aber du erzählst trotzdem eine eigene Geschichte.
- 16:59Speaker 2: Bedingt sich... Also kann sich auch bedingen?
- 17:01Speaker 2: Das
- 17:02Speaker 1: Abholen ist total... also finde ich gehört zur Verführung dazu, das wir schon wissen.
- 17:10Speaker 1: Also womöglich wird das als Widerspruch wahrgenommen,
- 17:14Speaker 3: aber
- 17:14Speaker 1: ich sag mal Teil unserer Erfahrungen die wir mitbringen ist ja auch ein geteilter Rezeptionsraum.
- 17:20Speaker 1: Ich habe ja schon ganz viele Filme mit ganz vielen Menschen zusammen im Kino gesehen und hab da bestimmte Erlebnisse, keine Kontexte weiß was wir schon gesehen haben!
- 17:31Speaker 1: Und das wollen wir nicht wiederholen, das wollen wie so einen Kaugummi sozusagen immer und immer weiter kauen... Aber Genau, ich mache es konkret.
- 17:43Speaker 1: Ein sehr cooles Konzept, was ich mitgestalten durfte beim Slash-Filmfestival in Wien um wieder über das Genre zu sprechen an der Stelle war dass aus dem Festival heraus eine Stoffentwicklung stattgefunden hat im Rahmen der Campfire Tales wo die Förderung gesagt habt ihr kennt das Publikum von Genrefilmen besser als unsere Gremien Ihr als sozusagen Festival, weil hier findet ja ständig gelebte Filmpraxis statt.
- 18:15Speaker 1: Also hier werden Filme gemeinsam gesehen und wie wäre es wenn ihr... Ausschreibt das Geschichte, dass ihr Geschichten sucht und ihr entwickelt.
- 18:25Speaker 1: Es gibt Mentorinnen an die Hand Und ich hatte jetzt... Ich war in dieser Mentorenrolle und habe gearbeitet mit
- 18:30Speaker 3: einer
- 18:31Speaker 1: Frau, die sonst nur Fan-Fiction
- 18:32Speaker 3: geschrieben hat und
- 18:34Speaker 1: fürs österreichische rote Kreuz gearbeitet hat Also halt eben nicht für im Schule usw.
- 18:39Speaker 1: Und dann mit der eine Geschichte entwickelt Diese Art von sozusagen Mitnehmen eines bestehenden Kontextes
- 18:48Speaker 3: Ja,
- 18:49Speaker 1: das ist glaube ich aber mit einer größeren
- 18:51Speaker 3: Nähe irgendwie
- 18:54Speaker 1: zu der Community oder zu den... also ich glaube es geht nicht darum das komplett auszublenden was dass es auch eine Kommunikationsform ist und dass Menschen das sehen werden.
- 19:04Speaker 1: Und zu versuchen zu antizipieren
- 19:07Speaker 3: wer
- 19:08Speaker 1: darauf reagieren könnte Aber sich immer klar zu machen dass genau in dem Unvorherrsagbaren eigentlich Der Zauberkraftstein.
- 19:20Speaker 1: Um noch einen Gedanken hinzuzufügen, damit es... Weil wir waren jetzt gerade da bei ... Es gibt so diese individuelle Resonanz das ist halt einfach wirklich natürlich eine große Bedeutung hat.
- 19:29Speaker 1: wenn ein einzelnes Individuum ankommt nach dem Motto Dein Film hat mein Leben verändert dann ist das was erreicht in Anführungsstrichen.
- 19:39Speaker 1: gleichzeitig ist es natürlich gibt's auch die Idee von so einer Art.
- 19:45Speaker 1: Also es ist auch besonders faszinierend, wenn das passiert mit einer Person die am anderen Ende der Welt lebt und du hast es irgendwie geschafft so vorzudringen oder eine Verbindung zu schaffen, die sonst niemals da gewesen wäre.
- 19:59Speaker 1: Weil das ist ja auch im Kern eines Mediums, dass nicht du höchst selbst in dem Raum stehst und mit den Menschen kommunizierst sondern durch das Medium-Film deiner dass diese Welt, die du gebaut hast eben auch wandern kann.
- 20:16Speaker 1: Und das ist natürlich auch besonders faszinierend mit dieser Faszination vom anderen Ende der Welt zurückkommt als Resonanz.
- 20:23Speaker 1: Das heißt wenn es möglich ist, dass diese
- 20:28Speaker 3: Verbindungen
- 20:29Speaker 1: weiter erst mal über die globale Ebene jetzt zum Beispiel viel verzweigte Verbindung entstehen.
- 20:40Speaker 2: Ich habe mir auch darauf ein bisschen, weil du ja vor den schönen Satzgewecktest hast, dass du filmst oder ich mache Filme nicht nur für mich selber sondern eben für Menschen.
- 20:50Speaker 2: Das fand ich eigentlich ganz spannend, dass man halt die Menschen, die Zuschauerinnen auch mitdenkt in dem ganzen Prozess.
- 20:57Speaker 2: und damit, wenn ich das so sage, meine ich natürlich nicht, dass es man sagt, ich mach das!
- 21:03Speaker 2: Ich versuch
- 21:03Speaker 1: mich an zum Biedern.
- 21:04Speaker 2: Genau, wir gucken, ob die bloß meine Sachen sehen, sondern einfach nur zu verstehen.
- 21:09Speaker 2: Deswegen hatte ich das Wort Kommunikation da ganz gut wie ich die ansprechen kann und dann erzähle ich trotzdem mein Geschicht.
- 21:18Speaker 2: Und ich glaube, das machst du ja bitte ein Film ja auch irgendwie.
- 21:21Speaker 0: Also es ist am Biedermann finde ich gut, dass du es gesagt hast weil es geht ja in der Fetch... Du hast ja.
- 21:26Speaker 0: trotzdem, ich habe vorhin gesagt man will keine Schere im Kopf haben aber du hast ja.
- 21:32Speaker 0: Also insbesondere so wie ich arbeite, habe ich auch trotzdem eine Zuschauerschaft im Kopf die ich gerne erreichen möchte.
- 21:38Speaker 0: Gerade wenn ich mich mit relevanten Themen beschäftige ist es mir ganz wichtig dass sie sich dann wiedererkennen und nicht übergangen oder benutzt fühlen, wenn Sie den Film sehen.
- 21:50Speaker 0: Dass sie sich wiedererkennen und sagen ja das ist ein Stück meiner Geschichte oder ich sehe ein Bild von mir da drin, dass diese Resonanz von ihr jetzt sprichst auch bei Ihnen Betroffenen
- 22:01Speaker 1: auch stimmt
- 22:02Speaker 0: und ankommt.
- 22:04Speaker 0: Und deswegen finde ich, gibt es für mich diese unterschiedlichen Erzählperspektiven die ja auch eine gewisse Qualität mit sich bringen wenn sie gut miteinander resonieren auf einer gewissen Art und Weise.
- 22:15Speaker 0: Also das ist finde ich ganz wichtig weil es gibt also für mich Filme die ich mag sind nicht auf einer Ebene erzählt sondern haben viele Facetten und ich finde diese unterschiedliche Facetten für mich einen guten Film ausmachen kann, der mich berührt.
- 22:34Speaker 0: Finde ich genauso spannend wie diese ganzen Layers zu sehen und anzuschauen
- 22:43Speaker 2: als
- 22:43Speaker 0: nur dieser Hauptgeschichte die vielleicht der Hauptbogen erzählt wird.
- 22:47Speaker 0: und das ist auch eine besondere Qualität finde ich wenn du wirklich diese unterschiedlichen Erzählmöglichkeiten nutzen kannst Jeweils die Emotionen, die du erzählen möchtest übersetzen kannst.
- 22:59Speaker 0: In Bildern in Sound, in Dialog, in Verballen, Normverballen... Also das macht ein guter Film aus für mich.
- 23:08Speaker 1: Aber ich fand was so vorgesagt ist dass es einen Wiedererkennen gibt eine Wahrhaftigkeit.
- 23:14Speaker 1: da steckt wieder so bisschen drin Dass es gibt Existente zum Beispiel jetzt Communities Die dann Teil von den Prozessen durch Recherchen und so weiter die schon, ja also irgendwie mit reinfließen in diesen Film und die dann hinten eventuell auch Publikum sein können.
- 23:36Speaker 1: Das klang jetzt irgendwie
- 23:38Speaker 3: recht
- 23:38Speaker 1: organisch.
- 23:40Speaker 0: Aber nicht nur Communitys.
- 23:41Speaker 0: Wenn du eine Krankheit als Thema hast, müssen natürlich auch die Person, die tagtäglich sich mit dieser Krankheit befassen müssen, der Krankheit leben müssen.
- 23:50Speaker 0: Und wenn sie das Glück haben dass sie den Film sehen können was gerade diese Krankheit als Thema hat.
- 23:57Speaker 0: Es ist natürlich wichtig, dass so auch ein Stück deren Lebensrealität wirklich wahrhaftig abbilden möchte und nicht drüber hinweg geht.
- 24:08Speaker 0: Also das heißt der Respekt vor den Themen finde ich sehr wichtig die man
- 24:15Speaker 1: behandelt.
- 24:16Speaker 1: Das wird dem gerecht geworden?
- 24:17Speaker 1: Dass sich die
- 24:18Speaker 0: gerecht werde
- 24:22Speaker 1: Ja und da es ging ja so ein bisschen darum, wir haben jetzt mal kurz Erfolg genannt.
- 24:27Speaker 1: Also was ist für einen selbst?
- 24:30Speaker 3: Was würde man
- 24:31Speaker 1: als Erfolg wertchen könnte man sagen oder... Was würdest du als Erfolg werden?
- 24:36Speaker 1: Und zu der Qualität dass man sich sozusagen global unverhoffte Verbindungen schafft
- 24:44Speaker 3: zu bezwecken
- 24:45Speaker 1: finde ich gehört zum Kern des Mediums eben auch, dass es überdauert.
- 24:50Speaker 1: Also diese... Darüber haben wir bisher noch relativ wenig gesprochen aber Es ist was Besonderes.
- 24:59Speaker 1: Es ist eine Qualität die ich durchaus zu schätzen weiß wenn Ich auf Filme viel später nochmal zurückkomme und denke Dass ich mich an diesen Film erinnere.
- 25:08Speaker 1: der film ist immer noch wichtig für mich.
- 25:10Speaker 1: Ich gucke den film und er Ist immer noch sodass
- 25:18Speaker 3: er diese
- 25:20Speaker 1: neuen Gedanken wieder auslöst, obwohl das eigentlich ein alter Film ist.
- 25:23Speaker 1: Also die Qualitäten mit der... Dass dieses Medium von Bestand ist, dass es länger da ist als ich selbst zu tun habe.
- 25:36Speaker 1: Weil die weichen ja nochmal ab vom aktuellen und vom Zeitgeist, ob ein Film jetzt gerade einschlägt oder nicht.
- 25:44Speaker 1: Es kann durchaus auch sein, dass sich das über den Verlauf von Zeit erst zeigt.
- 25:52Speaker 0: Aber es ist ein wichtiger Punkt.
- 25:53Speaker 0: die Nachwirkung und die Nachhaltigkeit, das finde ich auch, dass Filme, die nachschralen, nachhalten und bleiben also wirklich nicht von einem weggehen, wo man's teilweise vergessen hat oder in zehn Jahren später poppen wir sie wieder auf und merkst auch, wenn der Blick sich verändert.
- 26:13Speaker 0: Weil ich glaube das ist... dass die Blicke sich auf den Filmen nochmal verändern aufgrund unserer Lebenserfahrung
- 26:20Speaker 1: und dann
- 26:20Speaker 0: mit dem Alter aber trotzdem auf einer anderen Art und Weise diese selbe Stärke beibehält.
- 26:26Speaker 0: Das finde ich großartig.
- 26:28Speaker 0: Wahrscheinlich nett man sie nicht um sonst Kultfilme.
- 26:31Speaker 0: Aber natürlich werden unterschiedlich gelesen.
- 26:34Speaker 0: Aber das ist ein wichtiger Punkt.
- 26:35Speaker 0: also wo man eigentlich hinschreibt kein Kaugumifilm oder Popcorn-Filmen macht sozusagen, sondern einfach ein Film macht der auch bleibt.
- 26:47Speaker 0: Der auch in zehn, zwanzig Jahren noch mal gelesen wird immer noch als Zeitgeist vielleicht sogar bezeichnet werden könnte weil er einfach gewisse Themen stärme ja nicht aus.
- 26:58Speaker 0: Also gewisse Thema haben wir ja immer noch und alle Filme die diese Thematiken oder die Themen behandeln
- 27:05Speaker 1: Und
- 27:05Speaker 0: dann kommt noch die Bildestätik natürlich noch hinzu je nachdem wie es denn erzählt wird oder vertont wird, wirkt es denn so als wäre der Film gerade gestern gemacht worden?
- 27:17Speaker 0: Obwohl er vor zwanzig dreißig angemacht worden ist.
- 27:19Speaker 0: Ja.
- 27:20Speaker 2: Da frage ich mich aber ob das jetzt schwieriger ist Filme zu machen die nachhallen einfach aus dem Grundfall ist grade so viel gibt weil wie auch über qualitätisch sprechen ob das nicht immer nur an der Qualität des filmes hängt sondern auch einfach an der Übersetzigung.
- 27:39Speaker 2: Ich mache da mich jetzt gerade ein ganz neues Topf auf, ich weiß.
- 27:41Speaker 2: Das ist mir direkt nicht gekommen als ich darüber gesprochen habe weil es ja auch schade ist, weil es gibt ja irgendwie... Ich hab grade parallel bei mir überlegt was sind so die letzten Filme, die bei mir richtig nacheilen und das stimmt.
- 27:55Speaker 2: aber wenn ich dann so ein bisschen weiter denke und denke okay meistens Festivalfilme oder so, die wenn man jetzt dann gesellschaftlich guckt gar nicht so.
- 28:03Speaker 2: also bei vielen Leuten der gar nicht präsent waren, weil sie einfach das da nicht gesehen haben Da frage ich mich, ob das jetzt schwieriger ist, die Filme auch so nachhallen zu lassen.
- 28:13Speaker 0: Ich glaube sowieso, dass es immer nur bestimmte Filme sind.
- 28:16Speaker 0: Es waren ja noch nie viele!
- 28:18Speaker 0: Also es war schon immer... also es sind ja mal wenige, die bleiben und ich glaube wenn du jetzt auch nachdenkst wirst du nicht so viele haben was mit dir gemacht haben aus irgendwelchen bestimmten Gründen und denen auch bei dir geblieben sind.
- 28:30Speaker 0: wir werden unterschiedliche Filme haben.
- 28:35Speaker 0: Dass es diese wenigen Filme, die geblieben sind oder bleiben hängt ja auch mit der künstlerischen Handschrift nochmal zusammen.
- 28:42Speaker 0: Das heißt wie radikal erzählst du?
- 28:43Speaker 0: Wie konsequent erzähltest du und wie mutig erzählest du?
- 28:48Speaker 0: Und das sind meistens für mich die Filme die geplieben sind, die mutig erzählt worden sind... ...die radikal erzählt worden ist ob inhaltlich oder formell jetzt was Neues ausprobiert haben.
- 28:58Speaker 0: Oder die aber auch ganz simpel so kitschig emotional gewesen sind wo ich bei einigen denke Gott warum damals?
- 29:09Speaker 0: aber wenn ich ihn zurückdenke und jetzt immer noch und denke man das ist so Mainstreamig gut erzählt, dass es auch in dem Kitsch immer noch gut funktioniert um mich denn immer noch berührt.
- 29:19Speaker 0: Also also deswegen gibt's für mich da unterschiedliche Formen des Nachhalens.
- 29:26Speaker 3: Dann
- 29:31Speaker 2: nutze ich doch die letzten Worte des ersten Gesprächs um in das zweite Gespräch überzuleiten denn die Frage, wie wir Qualität wahrnehmen und welche Maßstäbe wir an einen Film anlegen führt direkt zu einem nächsten Gast.
- 29:42Speaker 2: Dafür haben wir mit der Filmkritikerin Hannah Pilacic gesprochen.
- 29:46Speaker 2: Mit ihr wollten wir herausfinden, wie eine Bewertung für ein Film entsteht, welche Rolle Empfehlungen für das Publikum spielen und wie Filmkritik mit dem Qualitätsbegriff umgehen kann.
- 29:57Speaker 2: Bevor wir uns diesen Themen widmen, steigen wir jedoch einer Frage ein, die kaum eindeutig zu beantworten ist und immer wieder für Diskussionen sorgt.
- 30:05Speaker 2: Nämlich können oder sollten wie die Kunst von der Person trennen, die sie geschaffen hat.
- 30:15Speaker 2: Wie siehst du das denn als Filmkritikerin?
- 30:17Speaker 2: Schaffst du es Künstler vom von der Künste-Trenn?
- 30:19Speaker 2: willst du das überhaupt schaffen oder findest du es als nötig?
- 30:24Speaker 3: Ich glaube nicht dass man das muss auch nicht als Herausforderung sollte per se weil es nicht generell entscheidbar ist.
- 30:34Speaker 3: Es gibt filmschaffende kreative Künstlerin deren Werk direkt mit ihrer Person zusammenhängt.
- 30:42Speaker 3: Und bei anderen ist es überhaupt nicht so, da gibt's keine Resonanz.
- 30:45Speaker 3: und ich glaube diese Suche nach der einen Formel die einem hilft alles zu verstehen geht gegen die Kunst die halt eben in verschiedenen Abstufungen mit der Person die sie geschaffen hat irgendwie in Korrelation steht.
- 30:58Speaker 3: und das halt immer wieder neu zu justieren ist glaube ich die Herausforderung.
- 31:04Speaker 3: bestimmte Figuren, Motive im Werk von Woody Allen.
- 31:07Speaker 3: Die helfen nicht sehr stark mit den Vorwürfen gegen ihnen korrespondieren bei Roman Polanski sehe ich sie nicht und darin zu sagen wir hätten jetzt hier eine Formel gefunden mit dem man alles von denen beiden halt auf einen Nenner bringen kann das funktioniert nicht.
- 31:22Speaker 3: das geht einfach wie gegen die Person aber auch vor allem gegen die Kunst.
- 31:25Speaker 2: Und andersrum wenn jetzt Künstler zum Beispiel dann auch darauf beharren, die Kunst so zu lassen wie sie ist.
- 31:32Speaker 2: Weil es ja Kunst ist und das auch aus einer zeitgeschichtlichen, was auch immer, oder dass andere Zeit entstanden ist.
- 31:39Speaker 2: Und deswegen die Diskussion vielleicht erst mal auf den ersten Blick gar nicht verstehen.
- 31:43Speaker 2: Wie
- 31:43Speaker 3: webt ihr da ein bestimmter Filmemacher vor?
- 31:46Speaker 2: Es kann sein!
- 31:46Speaker 2: Ja... Wie siehst du das?
- 31:48Speaker 2: Also das ist ja dann nochmal andersrum, ne jetzt von dem, aus der, vielleicht aus der Sicht des Machenden aber eher vom Künstler her ist der Blick dahin vielleicht zu sagen Man kann solche Werke auch anpassen.
- 32:00Speaker 3: Ich würde sagen, ja und ich glaube auch nicht dass das gegen das Interesse der schaffenden Person ist weil es einfach heißt, ihr Werk noch geguckt wird und das Ansprüche daran gibt und sich Leute damit auseinandersetzen.
- 32:13Speaker 3: also die Auseinandersetzung mit einem Kunstwerk dauert an und das sollte eigentlich jeden Kreativen immer freuen, wenn es da halt eben neue Ideen, weil damit die Sachen auch im Gespräch bleiben tatsächlich.
- 32:25Speaker 3: Also wenn etwas abgeschlossen ist, Leute keine Zugänge mehr haben aber auch keine Kritik mehr dann hört ein Kunstwerk auf zu wirken.
- 32:33Speaker 3: Und Wenn es da eben Leute gibt ihnen einen sehr starken Anspruch an deine Sache haben würde ich jetzt erstmal denken Das Beweis dass da Leute mit deiner Sache an sich was anfangen können Und sie haben aber halt eben Wünsche daran und dass das halt erstmal was ist, was man nicht als persönlichen Angriff wahrnimmt.
- 32:51Speaker 3: Das verstehe ich auch, dass es emotional schwierig sein kann erst mal.
- 32:54Speaker 3: Es ist eine persönliche Herausforderung.
- 32:56Speaker 3: Aber so behalten ja Sachen auch irrelevanz.
- 32:58Speaker 3: Dass man halt eben drüber reden kann, dass man neue Behörde dafür findet, dass neue Stimmen, neue Perspektiven einbringen.
- 33:04Speaker 3: Das ist für mich so Kultur auch, Dass sich Gespräche wandeln, weil neue Leute dazukommen.
- 33:09Speaker 3: Weil neue Perspektiven dazzukommen und dass deshalb auch eben ein Film weiter atmet.
- 33:14Speaker 3: Wenn man nicht mehr über Filme spricht, dann fängt das Problem an.
- 33:17Speaker 3: Ja,
- 33:18Speaker 2: guter Punkt!
- 33:19Speaker 2: Und nicht mal über Filmen sprechen?
- 33:21Speaker 2: Auch das finde ich einen ganz spannenden Punkt.
- 33:24Speaker 2: Das kam so vorher ein bisschen ins Gespräch.
- 33:26Speaker 2: Das Thema Diskursräume für das Sprechen-Überfilm.
- 33:29Speaker 2: Da hattest du auch gleich einen sehr spannenden Take dazu.
- 33:31Speaker 2: Deswegen würde ich dich einfach da noch einmal fragen... Haben wir denn aktuell genug Räume um über filmen zu sprechen?
- 33:38Speaker 2: Also ich gehe jetzt aber auch nicht nur von Menschen, die eh schon sehr viel mit Filmen zu tun haben.
- 33:43Speaker 2: Also du mit deinem Beruf hier vielleicht mit unserem Beruf oder eben... Ich guck gerade so ein bisschen auf das Publikum, dass vielleicht gar nicht so viel mal vielen ist, aber einfach Lust hat sich ein Film auszutauschen.
- 33:59Speaker 2: Haben wir solche Räume?
- 34:00Speaker 2: Hast du das Gefühl?
- 34:01Speaker 2: Oder sollten man mehr solche Römer schaffen?
- 34:02Speaker 2: In meiner Ende ist deine Arbeit ja auch so eine Art Diskurs schaffend!
- 34:06Speaker 3: Ja, hoffe ich das.
- 34:07Speaker 3: Aber natürlich müsste ich dann noch mehr auf Zuschauer treffen.
- 34:13Speaker 3: Ich habe das einmal erlebt und das fand ich wirklich toll!
- 34:14Speaker 3: Das war eigentlich ein Interviewfilm mit einer Editoren zu einem bestimmten Film und die hat uns ge-ghostet und dann saß ich da allein mit dem Publikum und daraus ist eines der teuersten Gespräche überhaupt entstanden.
- 34:31Speaker 3: also ich hatte schon was vorbereitet Filmeausschnitte gehen aber Ich habe am Anfang erst mal geschwiegen, bis dann halt jemand was gesagt hat und die Person hat den Ton gesetzt.
- 34:40Speaker 3: Sie hatte eine tolle Beobachtung, hat sich aber auch nicht zu langen Zeit genommen und dann haben auf einmal die Leute angefangen zu reden und das ist fand ich echt ideal.
- 34:50Speaker 3: Und ich glaube auch solche Sachen, weiß ich auch nicht... Das war eher so ein bisschen Verunglück weil es eigentlich ein Frontalgespräch sein sollte.
- 34:58Speaker 3: Da überlege ich mit dem Kino in dem das passiert ist wie wir das irgendwie zu einer richtigen Form finden dass man halt wirklich so niedrigstellig wie möglich ohne große Vorgaben ins Sprechen kommt.
- 35:12Speaker 3: Das finde ich eher ein Wunsch, den ich auch selber habe.
- 35:15Speaker 3: Ein bisschen Rennverschachtel war ja auch in der Diskussion eben und du hast es vielleicht auch mit dir angesprochen.
- 35:20Speaker 3: So was Stimme wird wann gehört wo haben wir noch Defizite blinder Flecken und sowas?
- 35:29Speaker 3: das ist für die Filmkritik total wichtig da halt nicht nur Auf andere Filmkritiken, sondern tatsächlich auch eben zu schauen wie reagiert eine Community zum Beispiel auf dem Film.
- 35:39Speaker 3: Bei der vermessene Mensch von Lars Kraume war das ja so.
- 35:43Speaker 3: Da hat dann halt Leute die halt Bezug zur Namibia hatten als ein Biograf oder so sehr stark den Film kritisiert haben
- 35:52Speaker 1: und es hat
- 35:53Speaker 3: nach einer gewissen Zeit auch die Resonanz gehabt, die es eigentlich vorher hätte gebraucht um den Film anders zu gewichten.
- 36:02Speaker 3: finde ich auch eine Aufgabe von Filmkritik, zu wo erst mal diese Stimmen auch zu hören.
- 36:05Speaker 3: Also zu gucken wie wird das halt über das Kino hinaus rezipiert?
- 36:10Speaker 3: Die auch in die Refektion des Films mit einzubeziehen also auf Rezeptionsgeschichte zu thematisieren und dadurch dann hat eben auch den anderen Stimmen eine Relevanz zu bestätigen und zu verstärken.
- 36:24Speaker 2: Und korrigierst du Kritiken danach wieder und sagst so okay jetzt würde sie nicht das ganze an einen Augen?
- 36:28Speaker 2: oder passiert sowas in der Arbeit wo du sagst, okay jetzt habe ich noch mal mehr Aspekte vielleicht oder ist das eher in dem Prozess des Films geschaut?
- 36:38Speaker 2: Im nächsten Woche kommt die Kritik und bis dorthin ergeben sich Sachen.
- 36:43Speaker 3: Das ist ein Prozess.
- 36:44Speaker 3: also ich glaube nicht dass ich so Sachen komplett anders sehe weil ich nicht... Also ich bringe schon viel Seeerfahrung mit und ich glaube jetzt nicht den Elefanten im Raum total übersehe.
- 36:57Speaker 3: aber natürlich hat irgendwie was Justiere wenn ich höre Nur wie zum Beispiel Dreharbeiten von Statten gegangen sind.
- 37:06Speaker 3: Ich entwickle eine andere Sensibilität, wenn ich höre die Person wurde nicht informiert was in der Szene passiert, sie wurde überrumpelt dann gucke ich natürlich anders aufszenen und korrigiere das dann und kann das anders einordnen.
- 37:22Speaker 3: also diese ständige, wir sagen ja, the walk-in progress ist halt auch in der Rezeption ja da!
- 37:27Speaker 3: Ich würde auch nicht sagen eine Rezeptions von dem Film auch im positiven Sinne Ich kann mich ja immer noch mal, kann noch mehr Sachen an den Film entdecken und dann ist da was Positives.
- 37:34Speaker 3: Es geht in alle Richtungen.
- 37:36Speaker 3: Dass ich nicht sagen würde, dass eine Rezeption jemals auch von mir persönlich abgeschlossen ist.
- 37:42Speaker 2: Ich geb mal nicht ab Anna.
- 37:43Speaker 2: Nix gerade fleißig?
- 37:45Speaker 1: Ja, ich kann total angriffen an einiges, was Hannah gesagt hat.
- 37:50Speaker 1: Also... ...ich denke grad drüber nach über diesen Moment das etwas verunglückt ist Und dadurch eigentlich das Gespräch
- 37:58Speaker 3: gut
- 37:58Speaker 1: entgangen kommt, wie das jetzt in dem Kino der Fall war.
- 38:02Speaker 1: Weil es hatte ich auch tatsächlich mal mit Studierenden, dass ich zu spät kam und sie schon den Film geguckt haben und dann aber auch selber angefangen hat darüber zu sprechen.
- 38:12Speaker 1: Es waren ein Kurzfilm von einer Studentin aus Hildesheim die Sie glaube ich gar nicht einordnen konnten.
- 38:20Speaker 1: also da gab es zwar jetzt nicht einen Kurzfilm wo es schon
- 38:25Speaker 3: ein
- 38:26Speaker 1: Werk und eine Rezeptionsidee hätte geben können.
- 38:31Speaker 1: Und ich bin dann einfach reingeschlichen in den Raum, war mit Teif in der Gruppe und konnte diesen Gespräch folgen.
- 38:37Speaker 1: Und zwar deutlich interessanter Qualität fand ich als oft Gespräche die ich selber moderiert hatte und vorbereitet hatte.
- 38:48Speaker 1: Da frage ich mich jetzt natürlich... Wie man das ginge hier?
- 38:51Speaker 1: Genau!
- 38:55Speaker 1: das vielleicht trotzdem stärker hinzukriegen, dass es möglich ist auf so einer niedrigschellige ungezwungener interessierte Weise ins Gespräch zu kommen.
- 39:13Speaker 1: Dieses Moment war unglückend!
- 39:15Speaker 1: Man kriegt es nicht... Implementiert.
- 39:18Speaker 2: Manchmal sind ja diese speziellen Momente die besten Momente wahrscheinlich, die dann halt dazu führen.
- 39:23Speaker 2: aber klar ich meine darum geht es.
- 39:24Speaker 2: deswegen war auch die Frage in einer klaren Intention auch gefragt ob das mehr Räume braucht zum Austausch oder ob es genug Räumen gibt.
- 39:33Speaker 2: wenn ich jetzt mal auch an die Sineplexe denke etc.
- 39:35Speaker 2: wo ja viele Leute vielleicht die Filme nicht jeden Tag gucken sondern eben mal reingehen und wenn die fertig sind, eigentlich rausgehen und dann gucken was wir mit dem Arm machen.
- 39:52Speaker 2: Es gibt natürlich Programmkinos wo man sagen kann okay man kann sich da vielleicht danach noch mal aufhalten.
- 39:58Speaker 2: aber ich glaube das ist genau so.
- 40:00Speaker 2: Orte brauche es.
- 40:02Speaker 2: Vorher gab's ja auch diese in irgendwelchen Bars, wo man dann halt einfach mal einen Beamer aufstellt und sagt okay jetzt gucken wir mal filmen und geht dann mit seinem Film... Ich weiß noch ich hab ein Gespräch mit Salzgeber, der schon leigesprache gehabt hat und da ging's darum dass sie damals auch mit den Filmen durch die Bars getingelt sind und dann halt da mit den Leuten direkt ins Gespräch gekommen sind.
- 40:22Speaker 2: Was ich an super Ort finde um über gesellschaftliche Themen zu sprechen oder auch Verbindendes irgendwie zu schaffen dadurch.
- 40:29Speaker 2: Genau!
- 40:30Speaker 2: Jetzt habe ich lange geredet.
- 40:30Speaker 2: Ich wollte eigentlich darauf hinaus, was Qualität für dich eigentlich bedeutet?
- 40:34Speaker 2: Aber auch für Dich!
- 40:36Speaker 2: Genau es geht da nicht darum, was genau Qualität ist sondern was für DICH Qualität bedeutet persönlich.
- 40:42Speaker 3: Da sette ich sehr vieles und das Schöne an meinem Beruf ist dass ich das immer wieder neu entscheiden kann weil ich zu vielen neuen ausgesetzt bin.
- 40:50Speaker 3: Und die Herausforderung ist dann aber eben auch tatsächlich für jeden Film jedes Werk auch neu wieder zu kalibrieren, weil die Sachen sich anders zusammensetzen von anderen Menschen gemacht sind.
- 41:00Speaker 3: Ich mir gesehen habe, die Sachen in den anderen Kontexten entstehen und tatsächlich aber auch eben erstmal gucken ob man Qualitätsmerkmal entwickeln kann, die von dem Werk aus erst mal selber gesetzt sind.
- 41:11Speaker 3: also es ist auch erstmal das Werk aus sich heraus versuchen zu verstehen was will das?
- 41:16Speaker 3: Was kann es?
- 41:17Speaker 3: Was könnte es unter den Bedingungen, denen es gemacht ist und daraus dann erstmal sich halt eben ja so orientieren fällt, den das Werk beackert und dann halt tatsächlich da auch ein bisschen raustreten und sagen so was macht das mit mir?
- 41:34Speaker 3: Was macht es mit dem Kontext in dem es zu sehen ist.
- 41:39Speaker 3: Und diesen Prozess hat immer wieder möglichst informiert aber auch vorurteilsfrei durchzulaufen.
- 41:45Speaker 3: Das klingt jetzt ein bisschen abstrakt, aber er hat eben wirklich geguckt.
- 41:48Speaker 3: was bietet mir das Werk an?
- 41:52Speaker 3: Versucht ist, ich finde Qualität ist für mich auch immer sehr mit dem Begriff von Freiheit.
- 41:57Speaker 3: Welche künstlerischen Freiheiten nimmt das Werk sich raus?
- 42:01Speaker 3: Wo ist es wirklich von sich selbst ausgetrieben und nicht von anderen Faktoren wie halt irgendwie Publikum Genre Geld?
- 42:10Speaker 3: Wo springt er so aus meinen Erwartungen raus?
- 42:13Speaker 3: Das sind die Momente, die ich immer sehr beglückend finde.
- 42:15Speaker 3: also wenn halt eine Arbeit anfängt wirklich sich zu verselbstständigen.
- 42:21Speaker 2: Und woher merkst du Freiheit?
- 42:22Speaker 2: in dem Film oder im Projekt?
- 42:24Speaker 2: Da hast du mir sofort rausgesprungen aus dem Wörtern, die du gerade genannt hast.
- 42:28Speaker 2: Wie machst du das für dich fest, wo du sagst, kreative Freiheit?
- 42:31Speaker 3: Naja wenn etwas wirklich grundsätzliche Sachen nochmal auf den Prüfstand stellt... Wir hatten jetzt grade, hatte ich mitgebracht, den neuen Film von Angela Schanelek,... ...die den Abspann mit der Handrück geschrieben hat und alle Namen aufgezahlt hat.
- 42:46Speaker 3: Das geht mir aber auch so bei... Schon Gouda, der für den Vorspann von Lumipri, den spricht er selber ein.
- 42:53Speaker 3: Pasolini hat darauf reagiert dass sie ihn einfach singen lassen.
- 42:55Speaker 3: zu große Vögel kleine Vöge und diese Idee einfach wirklich das alles im Film nochmal auf dem Prüfstand gestellt werden kann aber nicht prüfen um Sinne von Benutesthemen sondern einfach noch mal sagen so Kann ich es nicht auch ganz anders machen?
- 43:09Speaker 3: Kann ich nicht Leute anders sprechen lassen?
- 43:11Speaker 3: Kann Ich Nicht andere Schauspieler Nehmen brauche überhaupt Schauspielt da kann ich das nicht mit Puppen mache ist das eine Animation mitten im Film das Genre wechseln, kann ich eine Tonalität wie bei Anora zum Beispiel.
- 43:25Speaker 3: Kann nicht am Anfang halt ein Märchen erzählen und in der Mitte denken aber jetzt als Kubor wäre es toll und dann einfach wirklich das Lenkrad umschlagen und in einer anderen Richtung abdüsen.
- 43:35Speaker 3: Das sind die Momente wo finde ich einen Bärenwerk echt anfängt zu leben und da sind dann halt Freiheit und Qualität eben das was miteinander arbeitet.
- 43:44Speaker 2: Besonders in deinem Job finde ich auch spannend an.
- 43:47Speaker 2: oder dass du dass du Hannah eingeladen hast für das Gespräch, weil da spielt ja für mich schon die Frage nach der Qualität oder die Suche nach der Kualität in der Bewertung in irgendeiner Art und Weise eine große Rolle.
- 44:00Speaker 2: Und daher auch so ein bisschen die Fragen in diese Richtung.
- 44:03Speaker 2: und vielleicht gehen wir einen Step zurück und fragen uns erst mal welche Aufgabe hat denn für dich Filmkritik?
- 44:08Speaker 3: Sie soll erstmal Wissen mitbringen und transportieren, weil wir als Filmkritiker im wahnsinnigen Privileg sind beruflich viel zu gucken und uns Gedanken darüber zu machen, zu lesen, zu rezipieren, uns damit auseinanderzusetzen.
- 44:26Speaker 3: Und auf eine Art würde ich denken hat das Publikum bei uns an uns delegiert also wir gucken viel damit wir ihnen das erzählen können, würde ich sagen ist so der kleine Vertrag zwischen uns und dem Publikums dass wir das halt irgendwie einordnen können Wissen um die Person, um das Genre.
- 44:44Speaker 3: Um die Zeit, um die Filmkultur des Landes vermitteln können.
- 44:49Speaker 3: und natürlich aber auch, damit wir jetzt noch nicht viel darüber gesprochen haben, aber natürlich auch ein Verständnis für technische Qualität gibt.
- 44:55Speaker 3: also dass ich auch sagen kann was eine interessante Bildgestaltung ist wo ich einen Schauspiel besonders finde, wo Filmmusik mit einer extra Qualität hat, Kostümbild.
- 45:05Speaker 3: Das merke ich zum Beispiel, dass ich für Kostümbild nicht immer so den Blick habe Und dann hat Merkel da ein bisschen mehr mit beschäftigen und solche Parameter einfach auch mal anzusprechen zum Beispiel.
- 45:20Speaker 3: Also wenn ich eine Film, also ich merke es gibt viele Kolleginnen die gar nicht so sehr auf Schauspiel z.B.
- 45:25Speaker 3: eingehen was für mich aber ein wichtiger Punkt ist in einem Film auch Schauspielpersönlichkeiten dazu ein bisschen zu schreiben aber auch im Bildgestaltung zu thematisieren oder einen Schnitt was halt auch irgendwie glaube ich vielen Durchschnittzuschauen und gar nicht so bewusst, dass wie stark Schnitt wichtig ist.
- 45:43Speaker 3: Das halt eben auch zu thematisieren das sind auch eben technische Qualitäten und gleichzeitig dann auch sagen wenn bei Ob-Session zum Beispiel da fand ich jetzt das Schauspiel durchwachsen und merke aber wenn das halt eben unter den Umständen wieviel waren es Millionen die sind?
- 46:04Speaker 3: Ja noch nicht mal genau denn merkst du ja auch das Qualitätsmerkmal direkt verfängt.
- 46:11Speaker 3: Also dazu sagen sie so, da hätte man nochmal mit der Person und sonst was... Dieser Abgleich ist immer weh aus, ne?
- 46:18Speaker 3: Funktioniert es für sich aber kann man das auch in Relationen zu sehen wie die Sachen entstanden sind.
- 46:23Speaker 2: Und welche Rolle spielt die Filmkritik dann einmal nach für den Für die Zuschauerinnen also als Entscheidungsgeber?
- 46:30Speaker 2: oder Du hast gerade gesagt, Wissensgeber für das Projekt oder ist es eher so wirklich dieses Hard-Facts?
- 46:39Speaker 2: Hannah sagt das.
- 46:40Speaker 2: Ich gehe jetzt ins Kino weil wenn sie den Gut findet finde ich ihn auch gut.
- 46:44Speaker 3: Ich würde mich nicht gegen wehren, wenn das Leute so empathisch... Teil von Seeeindrücken anreichend von Seehandrücken wissenvermitteln.
- 46:53Speaker 3: Wenn ich hoffe, wenn ein Text gelesen hat von mir dass man dann, wenn man die Filme sieht mehr sieht, weil ich noch was mehr dazu erzählen kann.
- 47:03Speaker 3: Aber das Mehrsehen heißt jetzt nicht, dass alle so sehen wie ich, sondern dass sie nur halt Sachen mehr sehen die sie dann auch völlig unterschiedlich einschätzen können.
- 47:10Speaker 3: Es muss denen auch nicht gefallen.
- 47:11Speaker 3: nur als Angebot, dass ich sagen könnte so dreht Angela Schanelek ihre Filme und das ist ein ganz anderer Film als Music davor.
- 47:20Speaker 3: es gibt halt wieder den Fokus aufs Wort was macht das mit mir und sowas?
- 47:24Speaker 3: Dass man das hat irgendwie als Wissen mitnimmt und dann kann man den Film immer noch total doof finden.
- 47:30Speaker 3: aber man hat halt irgendwie glaube eine Chance auf dem bereicheren See eindruckert.
- 47:37Speaker 3: Ich denke so, reich, ich denke zwar halt.
- 47:40Speaker 3: Partitisch aber dass man wirklich mehr sehen kann.
- 47:42Speaker 2: Ist es bei allen Genres oder allen Bereichen des Films?
- 47:45Speaker 2: Weil du hast das vorher glaube ich was ganz Spannendes gesagt.
- 47:46Speaker 2: Das wollte ich gerne nochmal aufgreifen.
- 47:49Speaker 2: Du meinest, die Zuschauer, die Filmkritik eher im Bereich... Du meinst euch Mainstream, dass ihr ein eher die Filmkritik wichtiger sehen, um mal zu entscheiden welche Filme sie schauen.
- 48:01Speaker 2: Weil einfach so viele Filme da sind als jetzt zum Beispiel im Arthaus-Bike oder wie genau anders rum.
- 48:07Speaker 2: Vielleicht kannst du es nochmal besser formulieren als ich gerade getan habe?
- 48:09Speaker 3: Ja also das ist glaube ich grad ein interessanter Moment wo sich das noch einmal weiterentwickelt weil wir ja jetzt grade eine Noch, um noch mehr sagen, eine solche Content-Welle haben an halt irgendwie Filmserien und allem dazwischen.
- 48:23Speaker 3: Obwohl Leute jetzt... doch mehr wieder über das Bedürfnis haben, das geordnet zu bekommen und Filmkritik als einen Knotenpunkt nochmal vielleicht eine neue Relevanz bekommt.
- 48:32Speaker 3: Die man auch noch mal reflektieren müsste.
- 48:34Speaker 3: was ist welche Verantwortung haben wir da jetzt eigentlich?
- 48:36Speaker 3: Müssen wir nicht noch mehr in die Tiefe?
- 48:39Speaker 3: dann gehen um halt wirklich auch die interessanten marginalisierten durch Algorithmus und sonstige Sachen Nicht präsenten Sachen herauszuheben oder müssen wir eher auf die Sachen eingehen die sowieso im Gespräch sind heißt irgendwie bestimmte Akzente zu setzen.
- 48:58Speaker 3: Aber was ich immer wieder auch höre, von gerade von Kinobetreibenden ist das im Arthaus-Bereich gerade nur kleinere unbekannte Stimmen nicht englischsprachiges Kino künstlerischer Dokumentarfilm.
- 49:11Speaker 3: dass bei denen das ankommt wenn die Sachen nicht besprochen werden dass dann auch die Kinos deutlich leerer sind.
- 49:18Speaker 3: Das braucht einfach diese Mobilisierung.
- 49:21Speaker 3: Ich würde aber auch nicht sagen Filmkritik die Aufgabe hat oder das Selbstverständnis haben sollte, möglichst viele Leute ins Kino zu bringen.
- 49:30Speaker 3: Oder dass es einen Selbstwert daraus generiert, dass es halt irgendwie möglichst viel Einfluss auf das Kinogangertum hat sondern den Einfluß haben sollte auf was die Leute dann im Kino sehen können.
- 49:40Speaker 2: Das ist ja genau diese Rolle, die finde ich ja gerade spannend auch.
- 49:43Speaker 2: Also was Filmkritik leistet ja auch ne?
- 49:45Speaker 2: Also neben denen beschreiben das ist ja auch irgendwie Überhaupt die Idee gibt, okay da geh ich hin auch mit dem Qualitätsgelanken halten.
- 49:54Speaker 2: Also die Bewertung spielt ja irgendwie da eine Rolle für das Publikum.
- 49:59Speaker 2: Da irgendwie das Gefühl zu kriegen, ja, ich habe Lust darauf oder nicht.
- 50:03Speaker 2: Dann gibts hier immer noch diese Metriken, die dann irgendwie mit einspielen wie zum Beispiel Rotten Tomatoes oder Letterbox oder Sternebewertungen.
- 50:11Speaker 2: Auch das hat so vor kurz angesprochen, würde ich gerne einmal kurz einfach eingehen, wie du es findest?
- 50:16Speaker 2: Diese Bewertungsmetriken Nummer Eins Und wie man vielleicht auch als Zuschauer die jesen sollte.
- 50:23Speaker 2: Oder, oder wie hoff man die werten sollte?
- 50:25Speaker 3: Ja da kommt es darauf an was wir als Zuschauern halt eigentlich möchte.
- 50:28Speaker 3: Möchte man halt irgendwie den erfolgreichsten Film sehen der dann halt wo er der beliebteste film will ich einfach aus der masse dann rausfängt also massen muss man sagen brennendelten mittelwert irgendwann die größte überschneidung und wenn man selber so Geschmack hat, der dem entspricht und ist das natürlich total hilfreich.
- 50:49Speaker 3: Und wenn man aber irgendwie die Auflege will dann muss halt auch La Sempe kleiner sein weil man sonst einfach den immer nur den Mittelwert bekommt und da muss man sich so ein bisschen... Man muss die Bewertung bewerben lernen wer einem da eigentlich die Bewerbung hingebt und dass es halt eben wie bei so einen persönlichen Kinobeschmack entwickeln muss, den Geschmacks der Kritikperson halt irgendwie ein bisschen einschätzen können, musst ihr vertrauen dich ein bisschen treiben lassen.
- 51:19Speaker 1: Also zu der Metrik, da wollte ich noch mal konkret darauf eingehen was so die Möglichkeiten sind.
- 51:28Speaker 1: also ich zum Beispiel sitze bei Letterbox nur einen Herz
- 51:32Speaker 3: oder
- 51:32Speaker 1: kein.
- 51:35Speaker 1: Da kann ja sehr viel sich hinter verbergen.
- 51:37Speaker 1: also durch das Herz möchte ich nochmal zum Auszug bringen dass Ja, also genau ich möchte noch mal so einen zusätzlichen Anreiz setzen im Pult setzen.
- 51:47Speaker 1: Den Film vielleicht zu gucken oder wahrzunehmen wenn jemand sich dafür interessiert.
- 51:53Speaker 1: was.
- 51:54Speaker 1: was ich besonders interessant finde ist aber natürlich ein total binäres System eigentlich es gibt mir nicht mehr zu erkennen und Dann gibt es, da hatten wir vorhin uns angeschaut von Kago im anderen Extrem eine Metrik mit hundert Punkten.
- 52:15Speaker 1: Und wie verortest du dann ein Film?
- 52:18Speaker 1: irgendwie zwischen fünfzig und sechzig?
- 52:22Speaker 1: Aber was ich interessant daran finde – aber da fliegt dabei wieder zu Hannah, die das ja bei dem Kago-Team mit dabei ist oder in den Pool der Leute ist, die da regelmäßig werden – Doch, glaube ich.
- 52:38Speaker 1: Einfach ein Anderses sich nochmal vertieft auseinanderzusetzen damit zu ringen welche Punkte schreibe ich jetzt dahin?
- 52:45Speaker 1: Ich ringe vielleicht ein bisschen weniger ob ich jetzt einen Herz gebe oder nicht das ist vielleicht mehr was intuitives.
- 52:50Speaker 1: aber ja ich finde es durchaus herausfordernd und vielleicht sogar herausfordern denn der auf hundert Punkte Skala den Film an der richtigen Stelle zu platzieren wo er für mich gut sitzt als jetzt sowas klassisches mit drei bis fünf Sternen oder so.
- 53:08Speaker 1: Genau, aber wie gesagt, Hannah warum macht es eher?
- 53:12Speaker 1: Warum beteiligst du dich?
- 53:14Speaker 1: Wie handhabst du das?
- 53:15Speaker 1: Wie intensiv ist da so ein Einschätzungsprozedere für dich?
- 53:23Speaker 3: Ja, dieses Karbo-Rating ist einerseits total spielerisch und natürlich totaler Ernst weil ich mich dann nochmal wirklich persönlich zu dem Film verhalten.
- 53:33Speaker 3: Also mit der Bordung kann man sich ja auch so ein bisschen verstecken und so eine Zahl steht dann da.
- 53:38Speaker 3: Und es steht manchmal auch schlechter, also manchmal denke ich dann auch zwei Wochen später hängst, oh was habe ich denn damit reinen Achtzig Punkten gemeint?
- 53:46Speaker 3: Weil das sind doch nur Achtundsiebzig, nein
- 53:48Speaker 1: aber
- 53:49Speaker 3: du hast ja auch aufgelacht an einer, wenn ich das erzähle, wir hatten uns mal des Jahresrating angeguckt Wanda von Barbara Loden, toller Re-Release.
- 54:01Speaker 3: Von einer Person mit noch nur neunzehn Punkten bewertet worden und da hast du ja ... das ist Wahnsinn!
- 54:05Speaker 3: Da hast du so lachen müssen weil er so ... Ich wollte gleich rausrennen
- 54:07Speaker 1: und den Film gucken oder alles stehen und dingbassen.
- 54:10Speaker 3: Musst du danach nachdenken?
- 54:12Speaker 3: Nein aber das zeigt schon auch so aus man macht sich ja auch verwundbar wenn man halt wirklich so eine unbedingte Empfehlung ausspricht.
- 54:18Speaker 3: also ich habe auch so Filme.
- 54:20Speaker 3: wenn ich da so in die neunziger Zahlen gehe dann gab es auch so wahrscheinlich auch echt nur so in den letzten zehn Jahren oder sowas, da wird es dann wirklich sehr persönlich.
- 54:30Speaker 3: Also wenn du sagst so das ist wirklich... Gibt's auch irgendwie eine Umschreibung?
- 54:34Speaker 3: Das ist das Elysium!
- 54:35Speaker 3: Das gibt so ne lustige, wirklich auch nicht ernst gemeinte Beschreibung für dieses Cargo Rating, wann irgendwie in den oberen Zehn Prozenter ist und so was.
- 54:43Speaker 3: Das macht finde ich schon auch denn wirklich etwas mit einem Persönlich, wenn man sagt, da gehts für mich so rakt an Perfektion ran.
- 54:51Speaker 3: Es ist ne Herausforderung unangenehm finden oder auch unangemessen, dass man so sich sehr persönlich dann quasi in die Barkschale schmeißt und sagt so das ist jetzt ich sag euch Filmklassiker neuer Klassiker.
- 55:06Speaker 3: Das ist es jetzt wirklich das was das ist das was sie vom Kino will.
- 55:11Speaker 3: Das macht einen noch verletzlich.
- 55:14Speaker 3: also gerade wenn dann halt irgendwie nach zwanzig Jahren werden kurz über Wild It Hard von David Lynch gesprochen.
- 55:20Speaker 3: Man merkt, oh das ist irgendwas passiert in der Zwischenzeit.
- 55:23Speaker 3: Das Kurs auf Frauenfiguren kann ich jetzt nicht mehr so uneingeschränkt genießen und so was.
- 55:29Speaker 3: und dann hat man da halt mal neunundneinzig Punkte hingeklatscht und so.
- 55:34Speaker 3: Aber diese Abwägung ist dann eine die man sehr persönlich trifft und Dieren hat auch in Bewegungen eigentlich bleiben müsste.
- 55:45Speaker 1: Da würde den Ball nochmal zurücknehmen oder noch mal zurückspielen.
- 55:51Speaker 1: zum Anfang, als du nach dem Werk Autor Zusammenhang gefragt hast.
- 55:56Speaker 1: Autor-Autorin weil auch das ist ja alles nichts abgeschlossenes.
- 56:00Speaker 1: also es fehlt hier auch noch die Ebene wie Autor Autoren das eigene Werk reflektiert.
- 56:04Speaker 1: Also auch da ist ja durchaus Bewegung im Spiel nicht so dass das zwei hermetisch abgeschlossene Systeme sind.
- 56:11Speaker 1: und da finde ich einen Aspekt interessant Nachdem ich dich ja fragen möchte, Hannah.
- 56:17Speaker 1: Weil auch durch soziale Medien entsteht ja so ein Diskurs der sich auf eine Weise beobachtigt das perpetuiert.
- 56:25Speaker 1: also es kann dann neuer Satz den Autor oder Autoren zu ihrem Werk gesagt haben dass wir dann ein anderes Licht rücken, jetzt hat sie einen Statement gemacht und meistens eher.
- 56:38Speaker 1: Dann zwei Tage später wird es aber wieder zurückgerudert oder dann kommt noch mal ein Satz dazu.
- 56:45Speaker 1: also da wird's ja dann auf eine Weise wirklich völlig unübersehlich und man verliert eigentlich dieses Gefühl von Nachhaltung, nach Haltung formuliert zu haben.
- 56:55Speaker 1: so geht dir das erstens auch so.
- 56:57Speaker 1: und zweitens Bei dir ist es ja ähnlich, wenn du einen Text schreibst zum Beispiel und dann das in die Kommentarspalten geht oder so.
- 57:03Speaker 1: Also wie weit gehst du da nochmal drauf ein?
- 57:08Speaker 1: Und reflektierst Haltung ohne den Text abzuändern?
- 57:12Speaker 1: Und wann änderst du auch durch vielleicht noch mal einen Text im Nachgang?
- 57:19Speaker 3: Wir haben keine Kommentarspalten mehr unter unseren Texten.
- 57:21Speaker 3: Das ist ausgelagert in Forum wo Fragen eher zu tagespolitischen Sachen gestellt werden.
- 57:28Speaker 3: Also ich kann so ein Beispiel, was nicht ganz genau denn zu was aber vielleicht auch Schluss darüber gibt.
- 57:37Speaker 3: Emilio Pérez vor zwei Jahren war ein Film der mich in Cannes sehr begeistert hatte und als er dann mehr Leuten gezeigt wurde fing die auch an eben über dieses Verhältnis von einer Transition und Musical und eine Gangstergeschichte zu reflektieren also Genre-Gender Genre, wie immer Französisch sagt.
- 57:58Speaker 3: Und es ist zum Schluss dann auch viel Kritik an der Transfigur, die er inszeniert wird gab.
- 58:06Speaker 3: und da habe ich den Film immer verteidigt weil ich finde, der nimmt sich immer... Der schwenkt in den Momenten mich jetzt irgendwie so, ich find's toll wenn Filme auch irgendwie so frei sind dass er hat eben eigentlich eine Transgeschichte aber auch ein Genre und noch ein Musical ist sich wirklich die Genre Frage an dem Film total interessant stellen lassen.
- 58:29Speaker 3: Wo fängt das Klischee des einen an und wo hört es beim anderen auf?
- 58:32Speaker 3: Ich finde, dass ist in diesem Film total vertrackt zusammengeschraubt, dass ich nicht sagen will, das ist eine Geschichte über das Eine-und dann ist es nicht konsequent zu ändern, sondern ist die ganze Zeit nichts konsequenter dran weil halt eben diese drei Genres auf einmal verhandelt werden und das find' ich toll.
- 58:48Speaker 3: Deshalb hab' ich den Filmer sehr verteidigt Preis für den besten Song gewonnen haben, zwar in der Zeit als in den USA grad Transpersonen, der Wunsch geschlechter Eintrag zurückgenommen wurde.
- 59:09Speaker 3: Also dass Leute gegen ihren Wunsch eben das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht wieder eingetragen bekommen haben was ich eine krasse Menschenrechtsverletzung finde.
- 59:20Speaker 3: Da haben die Leute von Emilia Pérez Das nicht thematisiert, sondern haben einfach singend ihren Preis entgegengenommen.
- 59:27Speaker 3: Und in dem Moment dachte ich so okay, ihr interessiert euch wirklich nicht für Transmenschen?
- 59:31Speaker 3: Da war dann auf einmal für mich diese Gegenwart und ist dann auch irgendwie in die Filmwelt eingebrochen.
- 59:36Speaker 3: Und da konnte ich das dann auch nicht mehr richtig verteidigen.
- 59:39Speaker 3: In dem Moment hat der Film für mich dann auch quasi einen Schaden genommen
- 59:44Speaker 2: Auch hier nochmal, weil du dich mit allem drum herum auch noch beschäftigst.
- 59:48Speaker 2: Du warst ja gleichzeitig in der Auswahlklinium von verschiedenen Förderanstalten.
- 59:56Speaker 2: Einer?
- 59:57Speaker 3: Einmal drei Jahre bei der MFG.
- 59:59Speaker 2: Genau!
- 1:00:00Speaker 2: Wie wichtig ist denn das Wissen über die Produktionsbedingungen, über die Finanzierungsbedingung ins Wirtschaftliche, hast du gerade angesprochen für die Bewertung von Filmen – für Dich und Deinem Projekt?
- 1:00:13Speaker 2: Weil es ja nicht jeder Kritiker hat selber Produktionserfahrung oder nicht jeder Kritiker war mal am Set, sondern man kann ja auch anders kritiker werden.
- 1:00:23Speaker 2: und genau wie wichtig ist für dich?
- 1:00:25Speaker 2: Oder glaubst du andersrum?
- 1:00:26Speaker 2: aber auch das wäre vielleicht eine darauf folgende Frage ob Kritiker diese Erfahrung brauchen um gut den ganzen Komplex zu verstehen.
- 1:00:36Speaker 3: Also ein Verständnis sollte man auf jeden Fall haben.
- 1:00:42Speaker 3: Das finde ich auch einfach interessant.
- 1:00:43Speaker 3: Ich möchte auch ja wissen, wie Sachen entstehen aus Neugier heraus und gleichzeitig muss man die Unabhängigkeit haben das alles auszublenden weil wenn man nicht eine andere Perspektive darauf bringt dann denke ich auch nicht was ist denn die Rolle der Filmkritik?
- 1:00:58Speaker 3: Also ich bin ja nicht jemand der zum Schluss sagen kann war ein schwieriger Prozess und die Hauptdarstellerin hatte da Bauchschmerzen und dann mussten wir das irgendwie verschieben und sowas.
- 1:01:07Speaker 3: ich bin nicht quasi die Erklärerin der Produktion weil das wert ihr oder das wäre die rebellische Person, die gerne dafür sprechen.
- 1:01:17Speaker 3: Und ich brauche dann... die an Ideen von Filmkritik, die müsste halt um die Mainstream-Meinungen wiedergeben.
- 1:01:23Speaker 3: Es müsste wenn ein Film sehr erfolgreich ist, braucht es auch eine positive Kritik dazu oder wir müssten alle Filme in den Charts besprechen, dann denk ich so... Aber da braucht's ja keine Filmkritiken mehr!
- 1:01:33Speaker 3: Es gibt ja schon jemanden der erklärt warum der Film so aussieht oder es gibt einen Charts die abbilden das sind die erfolgreichsten Filme.
- 1:01:40Speaker 3: also da muss halt Filmkritika auch eben eine andere Rolle haben und das muss einer sein die hat eben das Werk sieht und nicht halt nach den Metriken von oder den Prozessenheit beurteilt.
- 1:01:49Speaker 3: Sie musste das verstehen und reflektieren können, aber im Sinne von einfach nur wiedergeben dann sind wir hinfällig.
- 1:01:55Speaker 3: also wenn wir nur die besprechen, die erfolgreich sind und nur sagen erfolgreich ist gleich gut und es gibt alle Entschuldigung warum Filme so aussehen wie sie aussehen.
- 1:02:07Speaker 3: Das können andere dann hat oder das haben schon andere geliefert?
- 1:02:11Speaker 2: Ja ich glaube das ist ja auch ein bisschen die Frage mehr den Blick auf das Werk legen, also zumindest bei der Kritik als auch die Prozesse dahinter.
- 1:02:21Speaker 2: So verstehe ich es gerade so ein bisschen.
- 1:02:23Speaker 2: Dadurch halt genau wie du sagst, dann klammerst du das vielleicht ein bisschen aus und bist ja mehr beim Werk, weil das ist das was das Publikum ja auch am Ende sieht.
- 1:02:33Speaker 2: Und sie sieht ja nicht die Produktionsbedingungen dahinter
- 1:02:35Speaker 2: etc.,
- 1:02:36Speaker 2: pp.
- 1:02:36Speaker 2: um zu verstehen okay?
- 1:02:37Speaker 2: Das war einfach schwer und deswegen ist der Film so geworden wie er geworden ist oder andersrum.
- 1:02:41Speaker 2: Obwohl es andersrum ist, muss man für viel auch spannend wissen.
- 1:02:46Speaker 2: Wenn ich verstehe wie das so entstanden ist, deswegen kann ich den noch mal viel höher werden als wenn ich das nicht weiß.
- 1:02:54Speaker 2: Also zunächst eigentlich auch ganz spannend.
- 1:02:56Speaker 1: Ich frage mich gerade ob das Wort eigenständig besser passt als das Wort unabhängig?
- 1:03:05Speaker 1: Immer wenn ich dieses Wort Unabhängiges sage, dann sagst du auch in Bezug auf Produzentinnen, Independent Producer usw.. Fühle ich es gar nicht.
- 1:03:12Speaker 1: Also, ähm... Ich fühle eigentlich ganz im Gegenteil die diversen Abhängigkeit, mutiple und Abhängigkeits- Zusammenhänge in denen man so steckt.
- 1:03:20Speaker 1: Und was kann ich dann aber trotzdem noch leisten oder schaffen?
- 1:03:23Speaker 1: Und wie ich dir gerade zugehörte, Panne habe ich gedacht so Ja, aber trotzdem so eine Eigenständigkeit in dem, was man anbietet also dass man halt sagt okay das ist Aber das sind die Filme, die ich jetzt
- 1:03:37Speaker 3: rausgreife
- 1:03:38Speaker 1: und über die ich spreche Und da finde ich, ist man nicht ganz unabhängig von dem was einen so umgibt und man das eh in sehr viele Dynamiken sozusagen reinsozialisiert.
- 1:03:55Speaker 1: Von denen ich mich auch schwer tue, mich unabhängig zu machen.
- 1:03:58Speaker 1: aber trotzdem, man ringt zumindest darum da eine eigene Perspektive Positionen was es dafür
- 1:04:05Speaker 3: Worte gibt
- 1:04:07Speaker 1: drauf zu formulieren.
- 1:04:10Speaker 1: Und ja, das ist halt regelrecht Arbeit.
- 1:04:14Speaker 1: Aber das ist dann
- 1:04:16Speaker 3: auch eine schöne Unterscheidung weil natürlich man eingebettet und eigenständig widerspricht ihn nicht während unabhängig so tut als wenn man da halt ohne jegliche Bezüge und Interessen Effekte ist.
- 1:04:30Speaker 2: Und das bringe ich mich zu meiner letzten Frage auch, weil viele Produzenten mich meine jetzt besonders... Wir hatten es auch gerade vorher im Gespräch kurz, haben vielleicht jetzt ein bisschen eine Vorsicht vor der Kritik?
- 1:04:39Speaker 2: Also du meinst das gerade selber im Gespräche davor dass zum Beispiel eine Nole natürlich als eigene Marke hat's vielleicht nicht unbedingt nötig Aber es entscheint sich extra dagegen, auch weil dadurch ja dann im Vorgespräch schon irgendwelche Erwartungshaltungen generiert werden.
- 1:04:55Speaker 2: Die vielleicht gar nicht eingelöst werden können,
- 1:04:58Speaker 2: d.h.,
- 1:04:58Speaker 2: wenn der Film super ist oder wie immer.
- 1:05:02Speaker 2: Wie siehst du denn diese aktuelle Zeit jetzt?
- 1:05:06Speaker 2: Vielleicht liegt's auch auf Social Media zum Beispiel.
- 1:05:08Speaker 2: Vielleicht auch die Zurückhaltung von Produzentinnen gegen Film an die Kritik zu geben.
- 1:05:14Speaker 2: Die Presse früh einzuladen, sozusagen schaut euch mal den Film an.
- 1:05:19Speaker 2: und was könnte man vielleicht auch hier im Austausch zwischen Filmschaffenden und Kritisikerinnen verbessern damit eben da der Raum wiedergeben wird dass man halt gemeinsam an der Sichtbarkeit des Schlimms arbeitet.
- 1:05:35Speaker 2: Also
- 1:05:36Speaker 3: es ist ja gar nicht so lange her das ist überhaupt Pressevorführungen gegeben hat, also bis in die Siebziger.
- 1:05:46Speaker 3: Nein haben wir einfach Filmkritiker sich zum Kinostart ins Kino gesetzt und das dann geguckt.
- 1:05:51Speaker 3: und dass es diesen Vorlauf gibt, hat ja viel auch mit modernen Aufmerksamkeitsökonomien zu tun, dass halt jetzt gerade noch mal immer um die Pre-Awareness gibt und deshalb, dass die Leute schon vorab wissen, dass es den Filmen gibt, dass sie wissen, was sie ungefähr erwartet und dass das halt eben eine Menge an Content hat.
- 1:06:15Speaker 3: Eben ihnen die Orientierung gibt, dass Sie zumindest mit einem Schlagwort, einem Titel, einem Bild schon etwas in Verbindung bringen können.
- 1:06:22Speaker 3: weil da ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dann ins Kino gehen so viel mehr steigert.
- 1:06:26Speaker 3: und da spielt dann halt irgendwie ja nur diese Wiedererkennung halt irgendwie ein Wert und nicht halt irgendwie die Einordnung und jetzt ganzes Modell.
- 1:06:36Speaker 3: aber Also, kollabiert ja glaube ich gerade das halt eben.
- 1:06:41Speaker 3: Bei so Blockbuster die müssen da glaube ich am ersten Wochenende in den USA die Hälfte ihres Budgets einspielen weil danach kommt dann das World of Mouth und dann sagen Leute war gar nicht so toll und dann ist ja so ein Abfall von ja siebzig Prozent hat irgendwie die Regel und danach hast du noch so ein bisschen ausgefisselt und das zeigt aber auch dass an so einem Modell halt, was nicht stimmen kann.
- 1:07:04Speaker 3: Wenn es dann halt wie bei Obsession oder sowas einfach nur vom ersten auf zweites auf drittes Wochenende sich verdreifacht hat diese Dynamiken da spielt dann halt eben Kritik eine andere Rolle.
- 1:07:18Speaker 3: und ich glaube wenn man auch so ein bisschen das sieht dass Kritik nicht erstens nicht der entscheidendste Faktor ist weshalb Leute halt irgendwie nicht ins Kino gehen oder sich abschrecken lassen aber dann auch zu sagen Das kann auch ein Faktor sein, der Sachen nochmal eben verstärkt.
- 1:07:35Speaker 3: Dazu braucht dann aber auch längere Verweildauer in den Kinos.
- 1:07:39Speaker 3: also deshalb ist auch Verleihförderung wichtig dass sich nicht innerhalb von zwei Wochen im Kino bewähren müssen sondern auch mal dritte oder vierte Woche mit einer Verleichförderungen hat sich gönnen können damit sich Sachen auch rumsprechen gibt bislang nicht eben IP ... Pre-awareness-Faktoren hatten, also wo die Leute sofort wussten.
- 1:07:57Speaker 3: Das ist ein Star, das ist eine Marke, das is ne Reihe oder sowas, sondern dass da auch so n bisschen lange Atmos und da zu reflektieren, dass da dann Filmkritik total wichtig sein kann auf die Sachen hinzuweisen, dieses Kalibrieren, das glaube ich für produzierende, vielleicht einen Hinweis.
- 1:08:15Speaker 3: Man schreibt nicht Filme runter weil man ihnen Schaden will, sondern wenn man in Zweifel zwei ehrlich empört ist!
- 1:08:21Speaker 2: Oder man sich freut und dann gefeiert.
- 1:08:23Speaker 2: Ohne gibt es das ja auch, deswegen ist das sehr einseitig zu sagen.
- 1:08:26Speaker 2: Deswegen hat man da Vorsorge!
- 1:08:36Speaker 2: Vielen Dank an alle unsere Gäste für die spannenden Gespräche.
- 1:08:40Speaker 2: Die vielfältigen Einblicke mit der Frage was Qualität im Film eigentlich bedeutet oder vielleicht sogar wie in den letzten Folgen und auch in dieser Folge immer wieder durchgeblitzt, der Frage ob Qualität als Qualität gesehen werden kann oder ob der Begriff Qualität im Film oder an der Kunst oder ob zutreffend ist.
- 1:09:01Speaker 2: Wie in der letzten Folge schon gesagt hoffe ich dass diese Folge oder die Reihe euch ein paar Impulse geben konnte euch mit diesem Thema zu beschäftigen.
- 1:09:08Speaker 2: Mit dieser Folge endet die Tendenzen-Reihe zum Thema Qualität.
- 1:09:11Speaker 2: Deshalb richtet sich der Blick dabei auch auf die nächste Reihe, in der wir bereits planen, indem wir uns einen neuen ebenso spannenden Thema widmen werden.
- 1:09:19Speaker 2: Das heißt wenn ihr Feedback zu dieser Reihe habt oder Impulse habt oder Gedanken habt schreibt sie uns gerne und damit für Sie halt mit einbeziehen können.
- 1:09:27Speaker 2: Vielleicht habt Ihr ja auch ein Thema wo Ihr denkt darüber sollten wir unbedingt sprechen.
- 1:09:31Speaker 2: dann nutzt die Möglichkeit schreibt uns entweder über Instagram oder per E-Mail die Infos dazu findet hier in den Shownutz in der nächsten Reihe mit einbeziehen.
- 1:09:40Speaker 2: Also wir hoffen, dass euch diese Auseinandersetzung genauso viel Freude bereitet hat wie uns und bedanken uns bei der Film-Universität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam!
- 1:09:49Speaker 2: Und natürlich bei dir für das Zuhören und dafür, dass ihr euch die Zeit für diese Folge genommen habt.
- 1:09:55Speaker 2: Wenn ihr möchtet hören wir uns schon über nächste Woche wieder – Mit einer neuen spannenden Folge des Indie-Film Talk Podcasts.