Latest / Steueraffe / #322 Budgetbegleitgesetz 2027–2028 ante portas
Transcript
- 0:03Speaker 2: Gut gebrüllt im Steuerschonkel.
- 0:05Speaker 2: Steuerhafen, der ultimative Taxbox heißt
- 0:16Speaker 1: Hallo und herzlich willkommen beim Steuerhaften!
- 0:20Speaker 1: Der Sommer ist vorbei die Urlaubsfoto sortiert und der Gesetzgeber hat die Zeit genutzt um kräftig an der Steuerschraube zu drehen.
- 0:28Speaker 1: Mit dem Budgetbegleitgesetz in den letzten Jahren haben wir mit den Unternehmen und Unternehmerinnen jährlich betreffend strengere Regeln für Rechnungskonten eine neue Paketsteuer, ein höherer Körperschafts-Steuersatz für große Gewinne und einige weitere Änderungen mit durchaus spürbaren Auswirkungen.
- 0:51Speaker 1: In dieser Folge schauen wir uns die wichtigsten Neuerungen genauer an – wer es betroffen, wo lauern Risiken?
- 0:58Speaker 1: Und bei welchen Thema sollte man besser nicht bis zum Jahresende
- 1:02Speaker 1: warten?".
- 1:02Speaker 1: All diese Fragen beantwortet unser Steuerexperte Dominic Kinzer von der Hofer Leitinger-Rödelsteuer der Rattung.
- 1:10Speaker 1: Hallo Dominik!
- 1:11Speaker 0: Hallo!
- 1:12Speaker 1: Dominik, dann legen wir gleich mal los.
- 1:15Speaker 1: Wo stehen wir aktuell?
- 1:17Speaker 0: Ja wo stehen wir aktuell?
- 1:18Speaker 0: also das ist bereits nicht schon angekündigt.
- 1:20Speaker 0: Der Gesetzgeber hat viele Maßnahmen angesetzt die für den Jahr zwanzig und achtundzwanzig relevant sind.
- 1:26Speaker 0: Wir haben das auch dass es nicht nur die Unternehmer betrifft sondern auch unter anderem Familien und Arbeitnehmer.
- 1:33Speaker 0: Und ja ich hätte gesagt erst fahren wir mit der ersten Maßnahme an
- 1:37Speaker 1: Das heißt als erste Maßnahme hätte ich da auf meinem Spickzettel stehen, Verrechnungskonten der Gesellschaft.
- 1:44Speaker 1: Was ändert sich konkret bei den Verrehnungskranken von Gesellschaftern?
- 1:47Speaker 0: Wie kurz gesagt das Privatkonto in der GmbH wird strenger geregelt.
- 1:51Speaker 0: bisher war es üblich dass sich gesellschaftter Geld aus der Gmph nehmen zum Beispiel für etwaige Ausgaben der privaten Lebensführungen ohne eine Gewinner-Schüttung zu beschließen hat natürlich dem Effektkop, dass man keine Kapitalartagsteuer zahlen müssen Und das, was dann quasi als Forderung übrig bleibt in der GmbH wurde dann ans Verrückungskonto gebucht.
- 2:14Speaker 0: Künftig gilt aber Folgendes – bis zum Belanstichtag muss das Konto entweder ausgeglichen oder in ein fremdübliche Stadien umgewandelt werden weil sonst gilt nämlich der Betrag ausgeschüttert was die Konsequenz hat dass Kapitalertagsteuer zu entrichten ist.
- 2:28Speaker 1: Und Dominik bildt das für jeden Euro?
- 2:30Speaker 0: Nein, Gott sei Dank nicht und es ist eines der wichtigsten Änderungen.
- 2:33Speaker 0: Es gibt eine Packardellgrenze von fünfzigtausend Euro pro Gesellschafta.
- 2:37Speaker 0: Nur was darüber liegt gilt als ausgeschüttet wenn bis zum Stichtag kein fremdüblicher Dalins Vertrag besteht.
- 2:44Speaker 1: Kann man das irgendwie umgehen, indem man das Geld über den Ehepartner oder so laufen lässt?
- 2:53Speaker 0: Nein.
- 2:53Speaker 0: Das geht leider nichts weil erfasst sind auch nahestehende Personen etwa Ehepardner oder Kinder und auch mittelbar Beteiligte die zwar die über Zwischengeschaltete Gesellschaften an der GmbH hängen.
- 3:04Speaker 0: Die sind auch davon betroffen.
- 3:05Speaker 1: Und wann gilt die Ausschüttung?
- 3:08Speaker 0: Die Ausschützung gilt am Tag nach der Beschlussfassung über die Aufstellung des Jahresabschlusses oder spätestens fünf Monate nach dem Belanstichttag.
- 3:16Speaker 0: Erstmals ist das Ganze anwendbar für Wirtschaftsjahre, die im Jahr twenty-seven enden.
- 3:21Speaker 1: Und was macht nun dein Darin fremdüblich?
- 3:25Speaker 0: Ja wichtig ist protokollieren, protokollen, protokolieren!
- 3:29Speaker 0: Man braucht einen schriftlichen Vertrag, laufende Verzinsung, fremdybliche Laufzeit und auch eine klare Rückzahlungsfeinbauung – und gegebenfalls auch eine Bonitätsbeufung wäre Wichtig, wobei die Beteiligung an der GmbH selbst nicht als Sicherheit zählt.
- 3:44Speaker 0: Eine zu geringe Verzinsung alleine löst noch keine Ausschüttungsfiktion aus.
- 3:50Speaker 1: Gut!
- 3:50Speaker 1: Das ist einmal die erste Maßnahme des Budget-Begleitgesetzes.
- 3:55Speaker 1: Kommen wir zur zweiten, nämlich progressiver Körperschaftssteuersatz ab im Jahr.
- 4:01Speaker 1: und ein zweites großes Thema.
- 4:05Speaker 1: Da gibt es jetzt so was wie eine Progression, oder wie kann man das verstehen?
- 4:09Speaker 0: Jetzt ist es genau richtig.
- 4:10Speaker 0: Ob dem Jahr zwölf und zwanzig gibt es einen progesiven Körperschaftssteuersatz.
- 4:14Speaker 0: der Köss-Sorz ist in zwei Stufen eingeteilt Gewinne bis eine Million Euro werden weiterhin mit dreiundzwanzig Prozent besteuert Der Teil darüber mit vierundzwantig Prozent.
- 4:25Speaker 0: Das gilt für Wirtschaftsiare die nach dem einbessigsten Zwöften zweitausend siebenundzwanzig beginnen.
- 4:30Speaker 0: Bei Unternehmensgruppen ist es so da zählt das Gruppen Einkommen Die Millionen gibt.
- 4:35Speaker 0: Es ist also nur einmal pro Gruppe und wir das in Kraft treten, das Wirtschaftsjahr des Gruppenträgers.
- 4:40Speaker 0: Die Körperschaftsstelle Vorauszahlung für den Jahr zwanzig achtundzwanzig werden automatisch um vier Komma fünf Prozent angehoben.
- 4:46Speaker 1: Und sind jetzt alle Körperschaffen getroffen?
- 4:49Speaker 0: GmbHs, AGs, Genossenschaften und CoA nicht aber etwa Privatstiftungen bei der Zwischenbesteuerung?
- 4:56Speaker 0: die haben ihren eigenen Tarif mit siebenundzwzig Komma Fünf Prozent.
- 5:00Speaker 1: Was ist da jetzt noch zu beachten?
- 5:01Speaker 0: Zwei Fakten sind noch relevant zu wissen.
- 5:04Speaker 0: Erstens ausländische Einkünfte, die per Doppelbesteuerungsabkommen in Österreich von der Besteuerung ausgenommen sind wirklich nicht progressionserhöhend.
- 5:13Speaker 0: Zweitens und das ist eher etwas für die Bilanzierer – Der neue Satz ist bereits bei latenten Steuern im Abschlüssen mit Stichtag nach dem achten Juli-Zwander-Sechs und zwanzig zu berücksichtigen.
- 5:24Speaker 1: Dominik, du hast in Indru schon angekündigt dass das Budgetbegleit gesetzt auch Arbeitnehmer und Familien betrifft.
- 5:33Speaker 1: Was ändert sich jetzt noch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?
- 5:36Speaker 1: Und für Familien?
- 5:38Speaker 0: Da gibt es zwei Punkte.
- 5:39Speaker 0: der erste Betrieb des Homeoffices.
- 5:41Speaker 0: Das Telearbeitspauschale für Arbeitnehmers und das Arbeitsplatzpauschal fürs Selbstständige werden ab dem Jahr.
- 5:49Speaker 0: Tatsächliche Werbungskosten etwa der Anteilige Internetanschluss bleiben aber absetzbar.
- 5:54Speaker 0: Und das ergonomische Mobiliar, also Drehstuhl schreibt die Schotterbeleuchtung wie es das vorher auch schon gegeben hat bleibt bis zu dreihundert Euro jährlich abzugsfähig.
- 6:02Speaker 0: Die Voraussetzung von mindestens sechsundzig Home-Office-Tagen, die es vorhin gegeben hat folgt sogar weg.
- 6:08Speaker 0: Außerdem werden bei den Arbeitsmitteln digitale Arbeitsmittel ausdrücklich ergänzt.
- 6:13Speaker 1: Der
- 6:14Speaker 0: zweite Punkt ist der Familienbonus Plus.
- 6:16Speaker 0: Bisher konnten Eltern frei wählen, ob man es Fifty-Fifty macht mit der Auftseinung des Familienbonus Plus oder dass der eine den ganzen FamilienBonus Plus nimmt und der andere gar keinen.
- 6:26Speaker 0: Künftig gilt diese Wahl nur noch so lange ein Kind jünger ist als vier Jahre.
- 6:31Speaker 0: Danach ist nunmehr eben die Fifty – Fifty Variante möglich zu Fünfzig zur Fünfzig oder Fünfundzwanzig zu Fünfundsiebzig.
- 6:39Speaker 0: Diese Aufteilung gilt auch wenn dem Streupfichtigen einen Unterhaltsabseitsbetrag zusteht.
- 6:44Speaker 1: Dominik, ein weiterer Punkt der hier steht ist Paketsteuer ab ersten Zehnten.
- 6:51Speaker 0: Ja, heute ist der erste Oktober bei Aufnahme des Podcasts.
- 6:57Speaker 0: Ab heute gilt die Paket-Steuer und mit der Paketstelle wird die Zustellung von Paketen im Inland an nichtunternehmerische Empfänger im Rahmen vom Versandhandelsumsetzen besteuert.
- 7:08Speaker 0: Erfasst werden sollen Versandhandelsumsätze, bei denen der Vertragsabschluss außerhalb von Geschäftsräumen – also bei Fernobsetzverträgen, Internetplattformen oder anderen elektronischen Schnittstellen liegt.
- 7:20Speaker 0: Die Steuer beträgt zwei Euro pro Paket.
- 7:23Speaker 0: Steuerschuldner ist der Versandhändler.
- 7:25Speaker 1: trifft das dann jeden Schein weg schon
- 7:27Speaker 0: auch?
- 7:28Speaker 0: Grundsätzlich gilt die Paketsteuer nur für Versandthändler, die im Vorjahr mehr als hundert Millionen Euro inländische Versand Handelsumsatze mit Paketen hatten.
- 7:36Speaker 0: Aber Achtung!
- 7:37Speaker 0: Umsätze über Plattformen und Marktplätze werden dem Versandhändler zugerechnet.
- 7:42Speaker 0: Wer es kleines Unternehmen, über eine große Plattform wie zum Beispiel Amazon verkauft kann also indirekt von der Paketsteuer betroffen sein.
- 7:50Speaker 1: Wie sieht das mit Zeitungen, Katalogen, Zeitschriften etc.
- 7:53Speaker 1: aus?
- 7:54Speaker 0: Katalogen, Zeitungen und Zeitsschriften sind nur erfasst wenn sie in Postpaketen zugestellt werden Unverpackt oder minimal verpackt nicht.
- 8:02Speaker 0: Außerdem muss der Finanzminister die Steuerzeit aus dem Jahr und den Nationalrat berichten.
- 8:14Speaker 0: Ja, ein paar Punkte habe ich mir noch aufgeschrieben.
- 8:17Speaker 0: Erstens was relevantes ist die Bewertung von Anteilen.
- 8:21Speaker 0: Bisher wurden nicht notierte Aktien und GmbH-Anteile oft nach dem Wiener Verfahren geschätzt, das häufig zu niedrigeren Werten führte relevant, etwa bei der Wegzugsbesteuerung oder bei Stiftungsanlagen.
- 8:33Speaker 0: Neu kann der gemeine Wert aus einem einzelnen Verkauf eines vergleichbaren Anteils abgeleitet werden und zwar auch aus einem späteren Verkaufen rückwirkend.
- 8:43Speaker 0: Das gilt für Vorgänge ab dem zehnten Juni.
- 8:47Speaker 0: Dann, was noch den einen oder anderen betreffen könnte ist die degessive Auffahrt bei Elektrizitätsunternehmen.
- 8:53Speaker 0: Statt bis zu dreißig Prozent sind für Wirtschaftsgüter die zwischen dreißiges und sechsten Zwei-Tausend-Zwanzig und ersten Ersten-Ersten-Sechsten-Sechten-Sächsen-Sechsundzwanzig angeschafft oder hergestellt wurden, sind nur noch maximal zehn Prozent zulässig – für Wirtschaftsiare, die nach dem Einen der Siebendsechsten zwanzig- und vor dem ersten Erste-Ersten-Zweißen-Dreißig beginnen.
- 9:11Speaker 0: Das ist die Immobilienattragssteuer bei Umwidnungen.
- 9:15Speaker 0: Auf den Fall von im Umwittnungsfall werden die borschalen fiktiven Anschaffungskosten nur mehr mit bis zu dreißig Prozent statt vierzig Prozent des Veräußerungserlöses angesetzt, führt dann Dazu, dass die Einkünfte aus der privaten Grundstücksforderung erhöht werden.
- 9:33Speaker 0: Weil man sich weniger absetzen kann und zusammen mit dem bereits bestehenden Umwidmungszuschlag kann die E-MOS damit bis zu siebenundzwanzig Komma drei Prozent des Verkaufserlösers ausmachen.
- 9:43Speaker 0: was noch relevant ist bei der Einkünftermittlung von Altvermögen Sagen wir dazu, reduzieren sich die pauschalen Werbungskosten von sechsunachtzig Prozent auf achtzig Prozent.
- 9:54Speaker 0: Speich auch hier wieder wird es dazu kommen dass die Einkünfte höher werden was entsprechend dann zu einer höheren Besteuerung führt.
- 10:02Speaker 0: Dann als letzten Punkt den ich mir aufgeschrieben habe ist der investitionsbedingte Gewinnfreibertrag, der wird nämlich eingeschränkt.
- 10:09Speaker 0: bisher konnte man bestimmte körperliche Wirtschaftsgüter sowie bestimmte Wertpapiere für den investationsbedingten Gewinnefreibeitrag gelten machen In den Wiederschutzjahren für die Investitionsbedingungen gewinnfrei betrack heranzuziehen.
- 10:28Speaker 0: Ersatzbeschaffung ist jedoch weiterhin möglich, ab dem Wiedschutzjahr hier soll die Investition im Wertpapiere wieder möglich sein.
- 10:38Speaker 0: Und
- 10:38Speaker 1: vielleicht zum Absturz, weil du jetzt doch schon einen sehr kompakten Überblick über das Budgetbegleitgesetz gegeben hast.
- 10:45Speaker 1: Gibt es noch ein paar Punkte die du als Tipps unseren Zuhörerinnen und Zuhören auf den Weg gehen möchtest?
- 10:52Speaker 0: Ja, würde gerne.
- 10:53Speaker 0: Also erstens ist es immer wichtig um die Verrechnungskonten zu prüfen.
- 10:57Speaker 0: Alles was über fünfzigtausend Euro pro Gesellschaft da ist braucht bis zum Stichtag einen Ausgleich oder ein fremd übliches Darin.
- 11:04Speaker 0: Erstmals für Wirtschaftsjahre sind die zwei tausend siebenundzwanzig Enden also ganz wichtig verrechnungskonten prüffen.
- 11:10Speaker 0: Zweiten Punkt würde ich sagen Paketsteuer beachten.
- 11:14Speaker 0: Betroffen sind ja eben hauptsächlich große Versaantehändler aber wer über Blattformen zB verkauft sollte auch die Auswirkungen im Blick behalten.
- 11:21Speaker 0: Und als Bonus für alle, die Konzerne betreuen.
- 11:25Speaker 0: Ab dem Jahr zwanzig achtundzwanzig gibt es den vierzehnzig-prozentigen Körperschaftssteuersatz für Gewinne über eine Million Euro.
- 11:33Speaker 0: Datente Steuern sind bereits jetzt schon betroffen.
- 11:36Speaker 1: Perfekt Dominic!
- 11:37Speaker 1: Dann danke dir für den Überblick!
- 11:39Speaker 1: Solltest du dazu fragen gehen?
- 11:41Speaker 1: Wie kann man dich am besten kontaktieren?
- 11:43Speaker 0: Am besten unter gradsethoferleitinger.at?
- 11:46Speaker 0: Perfekt!
- 11:47Speaker 1: Und natürlich könnt ihr eure Fragen noch über unsere Social Media Plattformen stellen.
- 11:51Speaker 1: Wir leiten die gerne Dominik und das Team der Oberleitinger Röder.
- 11:56Speaker 1: Steuerbehaltung einfach.
- 11:57Speaker 1: Danke schön fürs Zuhören, danke viel
- 11:59Speaker 0: Dominik.
- 12:00Speaker 0: Danke!
- 12:00Speaker 0: Tschüss!
- 12:02Speaker 0: Ciao
- 12:03Speaker 2: Das war Steuerauffe.
- 12:04Speaker 2: Wenn ihr noch Fragen, Wünsche oder Anregungen habt, nutzt die Social Media Kanäle.
- 12:10Speaker 2: Den Steueroffen findet ihr auf Facebook und auf Instagram.
- 12:13Speaker 2: Hinterlasst einfach ein Like oder einen Kommentar.
- 12:16Speaker 2: Und wer ihr keine Podcast-Folge mehr verbassen wollt, dann abonniert den Steueraffen mit eurer favorisierten Podcast App.
- 12:22Speaker 1: Weitere
- 12:22Speaker 0: Infos findet ihr auch unter www.steueraffe.at.
- 12:27Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören
- 12:28Speaker 2: bis zum nächsten Mal!
- 12:29Speaker 2: Wenn es wieder heißt, gut gebrüllt im Steuernschondel.