Latest / SISOSIG Podcast / Urlaub vorbei, Entscheidung vergessen?
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- Andreas: Hallo Lisa! Lisa: Hallo Andreas! Andreas: Na, wie war dein Urlaub? Lisa: Ach, herrlich, herrlich. Andreas: Herrlich, herrlich. Ich war auch im Urlaub und da möchte ich heute mit dir darüber reden. Also über meinen Urlaub vielleicht und auf jeden Fall über deinen Urlaub, aber auch über eine ganz andere Geschichte und zwar über Entscheidungen, die man vielleicht im Urlaub trifft und dann nach dem Urlaub umsetzen würde eventuell. Denn wir sind hier bei ZSOSIG. Das steht für Should I Stay or Should I Go? Und das ist der entscheidende Podcast für alle, die zu lange vor dem Keksregal stehen und sich nicht entscheiden können. Wir behandeln Entscheidungen jeglicher Couleur, wie der Franzose sagt. Habe ich gelesen, dass der Franzose das sagt? ja, erzähl doch mal ganz kurz. Du bist aus dem Urlaub wieder da. Du siehst braun gebrannt und super erholt aus und auch dem Hund geht's gut und deinem Ehemann ist es also alles so, es sein soll, oder? Lisa: es ist alles so wie es sein soll und ich finde es total schön, wir darüber sprechen. Entscheidungen nach dem Urlaub oder vielleicht auch im Urlaub, weil wir haben ja schon darüber gesprochen, wie man sich überhaupt für einen Urlaub entscheidet und wie man auch im Urlaub entscheidet, was man so unternimmt oder ob man das gemeinsam entscheidet und da finde ich es natürlich total konsequent, dass wir jetzt auch darüber reden, was passiert denn, wenn man im Urlaub etwas für später entscheidet oder wie kann man denn nach dem Urlaub eigentlich gute Entscheidungen treffen oder sich diese beibehalten. Andreas: Ich finde, wir sollten vielleicht Handzeichen machen. Das ist in einem Podcast sehr beliebt, ein sehr beliebtes Tool. Lisa: Ja. Andreas: alle stehen mal bitte auf, die das jetzt hören. Auch ihr da hinten. Ja, bei der Tür. Okay, danke. Und jetzt Grüße an Graham Norton in England, der das gemacht und da habe ich das jetzt erst mal gesehen. Jetzt bleiben bitte alle stehen. Jetzt bleiben alle stehen, die im Urlaub gedacht haben. Also das mit dem Job, ne? Also da muss ich mir nochmal was anderes überlegen. Also da muss ich was ändern. Und das ist entweder den Job ändern oder im Job was ändern und wie auch immer. Aber alle, die jetzt im Job, im Urlaub an den Job gedacht haben irgendwann und dachten, wenn ich wiederkomme, da muss irgendwas Kleines oder was Großes sich ändern. Die bleiben mal bitte stehen. So und jetzt musst du mir mal im Zählen helfen. Also ich würde sagen, das ist ungefähr, ganz, also über die Hälfte würde ich sagen, oder? Lisa: Ja, also zufälligerweise habe ich da eine Studie. Verrückt, ne? Aus diesem Jahr... Die wurde im Auftrag von Holiday Check durchgeführt. Da geht es darum, was Leute eigentlich im Urlaub für Vorsätze nehmen und ob sie die auch nach dem Urlaub umsetzen können. totaler Treffer. Du hast nämlich gesagt, es sind über 50%. Tatsächlich fassen 86 % der Befragten... während des Urlaubs Vorsätze für die Zeit danach. Und da geht es ganz oft tatsächlich auch den Job, Erholung, Selbstfürsorge, also mehr Auszeiten nehmen und mehr Ruhe im Alltag. Das hat ja als Gegenspieler natürlich auch dann was mit der Arbeit zu tun. Insofern, also mit der Hälfte hast du okay geschätzt, aber diese repräsentative Studie sagt tatsächlich, dass es noch deutlich mehr sind. sagen ja im Urlaub habe ich mir was vorgenommen, habe ich mir was überlegt und da will jetzt will ich danach was ändern und das ist mich schon eine ganz schön beachtliche Zahl. Andreas: Ja, also ich kann mir natürlich vorstellen, dass man im Urlaub, der ja oft ein krasser Gegensatz zu dem Arbeitsleben ist, also vielleicht weniger strukturiert oder nicht so eine lange To-do-Liste vielleicht oder vielleicht eine längere To-do-Liste, je nachdem, wie man so drauf ist und was man sich halt als Gegenpol wünscht zum Arbeitsleben, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass viele da vielleicht auch so die Zeit haben, drüber nachzudenken. Also so geht es mir zumindest. Wenn ich im Urlaub bin am Anfang, dann denke ich ganz viel über die Arbeit nach und versuche das so bisschen wegzuschieben. Und dann denke ich lange nicht so richtig über die Arbeit nach. Und dann kommen aber wieder so Gedanken hoch und das ist vielleicht vielleicht muss das auch so sein, dass man so ein bisschen Pause hat und dass man bisschen quasi alles, man so die To-Do's, die man sonst auf dem Schirm hat, so ein bisschen sacken lässt. Also manchmal das Beispiel, dem die besten Ideen kommen beim Joggen oder in der Dusche oder so, glaube ich, hängt ja auch damit zusammen. dass man sagt, so alles, was so jetzt gemacht werden muss, tritt so bisschen in den Hintergrund. Da haben wir doch auch was gefunden. Fällt mir da ein. Lisa: Ja, absolut. Da gibt es eine Theorie, die zu deinen Gedanken passt. Und zwar ist es die Construal Level Theory. Construal bedeutet Auslegung. Nur für die Leute, die auch so wie ich gerade nochmal bei Diepel nachgeguckt haben. Letztendlich bedeutet das, dass man anders einschätzt, je nachdem. wie nah man da dran ist. Und mit Nähe kann hier tatsächlich auch räumliche Nähe gemeint sein. Das ist ja meistens das, was im Urlaub etwas zunimmt, dass man weiter weg ist von seinem üblichen Entfernung kann hier aber auch heißen, dass man zeitlich von einem bestimmten Thema oder einer Situation noch sehr weit entfernt ist oder auch emotional oder von den sozialen umständen von einem bestimmten thema sehr weit weg ist also will sagen wenn jemand ganz konkret darüber nachdenkt was packe ich morgen für meinen urlaub ein dann ist sehr nah am thema und denkt irgendwie sehr klar und sehr kleinteilig über dinge nach wenn man überlegt puh nächstes jahr will ich eigentlich mal angaren was könnte man denn da so mitnehmen? Dann ist man auf einem viel abstrakteren, höheren Level und würde vielleicht irgendwie denken, ja, ach, ich brauche irgendwie was zu lesen oder noch irgendwie einen Kulturbeutel und da gibt es tatsächlich auch Experimente zu, die genau gemacht haben. Es gab zwei Gruppen, den man gesagt hat, so stellt euch vor, ihr fahrt in Campingurlaub. Der eine Gruppe hat man gesagt Es geht morgen los. Der andere Gruppe hat mal gesagt, es geht in einem halben Jahr los. Und man hat ihnen verschiedene Gegenstände gezeigt und sie sollten Gegenstände aussuchen und diese in verschiedene Kategorien einordnen. Und man hat halt gesehen, dass die Gruppe, wusste, es geht morgen los, viel mehr Kategorien gebildet. im Sinne irgendwie Körperpflege, Badesachen, also mehrere Oberkategorien und auch viel mehr Dinge eingepackt. Und die wussten, Es geht erst in einem halben Jahr los. Die haben viel abstrakter gedacht, weniger Kategorien gebildet, weniger Dinge mitgenommen. im Sinne von, obwohl es quasi von der Struktur waren, diese Gruppen gleich. Das waren ähnliche Typen, die ähnliche Urlaubsvorstellungen haben. trotzdem haben die andere Entscheidung getroffen, weil es eben zeitlich noch sehr weit weg war. Und man hat eben auch durch eine räumliche Trennung oder auch durch, wenn man sich zum Beispiel Gedanken macht über Probleme von Menschen in einem bestimmten Land, in dem man vielleicht noch nie war, zu dem man keinen Bezug hat, dann hat man da ganz andere Gedanken zu, als wenn man ganz nah dran ist und sich vielleicht Probleme anschaut, die in der eigenen Nachbarschaft sind. Also diese Theorie sagt quasi, ein Abstand ermöglicht mir abstrakter und weniger konkret und emotional über etwas nachzudenken. Übertragen auf den Urlaub heißt wenn ich die Chance habe, im Urlaub zu sein und Abstand zu nehmen, dann kann ich aus einer höheren Perspektive, also einfach auf einem höheren Level über mein Leben und meinen Alltag nachdenken, als wenn ich mittendrin stecke mein ganz normaler Alltag einfach abläuft. Andreas: Ja, ich finde, das macht total viel Sinn. ist ja was du gerade sagst, eine Perspektive, dass so ein bisschen reinzoomen und rauszoomen, oder? Also wenn ich zu Hause sitze und sage, ich muss mal wieder aufs Land, ich wohne in der Stadt, ich muss mal wieder aufs Land, dann kann ich mir eine Karte nehmen, eine Online-Karte, und dann kann ich ein bisschen rauszoomen und dann so ungefähr gucken, naja, wenn ich sage, ich will nicht mehr als eine Stunde Auto fahren, dann gucke ich mir so ungefähr an, guck mal, irgendwie im Nordwesten ist irgendwas und im Südosten ist auch irgendwas und dann kann ich so grob gucken, wo es dann hingeht. Und wenn ich dann aber im Auto sitze, also dann wäre meine Entscheidung eher, ich gucke so ganz grob, wo ich denn hin will. Da interessiert mich gerade nicht, ob hier unten an der Kreuzung die Ampel rot ist. Wenn ich dann aber losfahre, dann ist natürlich genau andersrum. Dann will ich mir eigentlich keine Gedanken mehr darüber machen, was so die grobe Himmelsrichtung ist, in die ich fahre, sondern ich möchte idealerweise Also geht es mir jedenfalls, möchte ich halt einen Navi haben, was mir sagt, du musst in 300 Metern rechts abbiegen. Also so ganz, Lisa: Gute Nacht! Andreas: ganz haarscharf, egal ob ich dann irgendwann im Nordwesten oder Südosten oder sonst wo nachher rauskomme, das ist mir in dem Moment dann nicht mehr so wichtig, das habe ich schon festgelegt, sondern ich gehe dann so ganz konkret rein. Und ich glaube, im Arbeitsleben ist das ja auch so. Und ich kann mir vorstellen, wenn man sich Gedanken machen möchte, irgendwas zu ändern, dann ist man vielleicht im Job ... unzufrieden auf einem verschiedenen Level. Also sehr unzufrieden oder so ein bisschen unzufrieden, ... das kann ja sein und denkst so, ... man müsste hier mal ... ... und dann macht man aber seine Inbox auf ... und dann ist es so irgendwie wie ... mit dem Navi ist die Ampel rot oder grün. Das ist gerade mein Fokus. Ich muss jetzt diese E-Mail beantworten oder jemand ... ... wartet auf irgendwas, was ich abliefern muss. Da habe ich nicht die Zeit und auch nicht die Distanz, da wirklich so auf das Große und Ganze zu gucken. Das macht für mich total Sinn. Lisa: Genau und was man daraus vielleicht mitnehmen kann ist, Urlaub ist eine total tolle Gelegenheit, mal mit Abstand auf das Leben zu gucken und zwar nicht nur auf den Urlaub, sondern eben auch auf das Da macht sich wirklich ein Fenster Aber genau was du sagst, das geht halt auch wahnsinnig schnell wieder zu, wenn man erst mal zu Hause vor seinem Rechner sitzt und Interessanterweise hat auch die Studie genau das gezeigt, die Studie von Holiday aus der wir gerade schon zitiert haben, nämlich nur 12 Prozent der Befragten, die sich auch Vorsätze also die sich Dinge vorgenommen haben, haben tatsächlich alles davon umgesetzt in ihrem Und die Themen, was man sich so für Vorsätze genommen hat, gingen halt, wie gesagt, so von Wellness, mehr Auszeit, aber auch gesünder Leben, andere Freizeitgestaltungen, auch mehr soziale Kontakte, also wirklich ganz vielfältige Vorsätze und trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen sind dann eben nur 12 in der Lage, das wirklich alles Nicht zu unterschätzen, dass aber immerhin über die Hälfte sagen, sie haben immerhin einen Teil umgesetzt und so rund 30 Prozent sagen noch mal, sie haben eigentlich wenig oder gar nichts umgesetzt. ja. Andreas: Ja, das klingt ja für mich erstmal so, du hast schon einen Vorsatz gesagt. Das klingt ja für mich genauso wie dieses Klischee, dass ich zum, also es ist ja auch Urlaub vielleicht, Weihnachten, für manches Urlaub, für alles ist harte Arbeit, dass man ins neue Jahr startet und sich Vorsätze vornimmt. Und das Klischee ist ja genau das, dass man sagt, man geht ins Sportstudio und ist da dann dreimal und dann hört man wieder auf. Würdest du das vergleichen oder? Lisa: Ich glaube klar, sich was vornehmen ist immer einfacher als es umzusetzen. ich glaube das Besondere ist doch bei dem Thema irgendwie Urlaub, mal rausgehen, sich mal aus dem Alltag rausnehmen, dass man da eigentlich total gute Chancen hat, sich wirklich auch zu überlegen, was man eigentlich will. so mitten im Silvesterrummel kommt man dann vielleicht doch nur auf die Klassiker oder irgendwas, was einen schon lange Insofern ist da, glaube ich, Wahrscheinlich die Chance wirklich gute Ideen für den Alltag oder fürs Leben nach dem Urlaub zu finden ist eigentlich im Urlaub doch recht hoch, weil man einfach diesen Abstand hat, den man sonst im Alltag eben nicht hat. Ist aber dann ja doch verrückt, wie wenig davon dann umgesetzt wird. Andreas: Also vielleicht können wir uns überlegen, wie man da helfen kann. am Strand zu liegen oder beim Wandern auf einem Berg zu gucken und zu sagen, ja, ich müsste mal dieses eine Ding, das stört mich schon die ganze Zeit. Das ist ja die eine Sache. Und wahrscheinlich ist es wie immer so, dass man sagt, aufschreiben würde schon mal helfen, dass man es irgendwo behält und dass man weiter Urlaub machen kann und sich nicht Sorgen machen muss, dass man es vergisst. Vielleicht die eine Geschichte. Vielleicht noch einen Zusatz. Ich könnte mir vorstellen und korrigiere mich, wenn du das anders siehst, die Leute, die jetzt zuhören und sagen, na ja, mein Urlaub war schon vor zwei Wochen vorbei, ich bin schon wieder zwei Wochen im Job, es ist noch nicht zu spät. Ich könnte mir vorstellen, dass es noch nahe genug dran ist, diese Gedanken, die man hatte, dass man das vielleicht auch am Wochenende nochmal macht und sich jetzt, obwohl man schon wieder im Job ist, sich am Wochenende nochmal hinsetzt und innerhalb von siebeneinhalb Minuten, mehr braucht man wahrscheinlich nicht, mal eben notiert, ob man sich daran erinnert, was man eigentlich ändern wollte. Das vielleicht so als Hinweis, dass man nicht sagt, naja, muss ich ja bis zum nächsten Urlaub warten. Das glaube ich dann nicht. Lisa: Genau, und das ist aber halt so verrückt, weil diese Kapazitäten, die man sich halt im Kopf geschaffen hat im Urlaub oder die vielleicht auch da viel einfacher entstehen können, die sind halt wahnsinnig schnell wieder weg. Also ich weiß nicht, wie oft ich von Kollegen oder wahrscheinlich auch von mir selber gehört habe, so... Wenn man sich zur Mittagspause trifft am ersten Tag wieder im Büro, im Sinne von, Gott, das ist alles schon wieder wie immer. bin zwar erst drei Stunden wieder hier und habe erst einen Kaffee getrunken und einmal am Computer gesessen, aber gefühlt ist der ganze Trott schon wieder da und alles, was vorher lief, läuft irgendwie immer noch. in diesem Alltag, in diesem Trott, in dem man den hat man ganz schnell wieder so eine Entscheidungsmüdigkeit, einfach weil so viel passiert und man so viele Dinge ganz schnell, ständig entscheiden muss, dass man eben nicht mehr auf dieses Level zurückkommt, das mal ein bisschen distanzierter zu betrachten. Also ich kann mich auch an einige Situationen erinnern, wo man dann den Laptop aufklappt und es sind 850 E-Mails da, obwohl man irgendwie nur zehn Tage weg Und da bin ich ehrlich gesagt auch ganz froh über so ein Tricks und Tipps, wie man damit umgeht, überhaupt diese Entscheidungsmüdigkeit erstmal noch ein bisschen zu verschieben. Ich habe zum gelernt, dass man seinen seine Abwesenheitsnotiz einfach noch einen Tag länger drin lässt. dass man nicht allen sagt, ich bin am 11.8. wieder hier erreichbar, sondern dass man einfach schreibt am 12.8. oder wenn man es sehr gut mit sich meint und der Chef und die Kollegen damit fein sind, sagt man auch bis zum 14.8., weil man dann einfach so ganz für sich erstmal alles durchgehen kann und niemand direkt am ersten Arbeitstag nicht 20 Leute an der Strippe haben, irgendwas Und dazu gehört, finde ich dass man sich alles eben so ein bisschen in kleine Häppchen einteilt. Das ist dann immer noch die Lösung dafür, dass man wirklich seine Ziele umsetzt, aber es ist immerhin... Man verlängert so bisschen dieses Fenster, was man sich geöffnet hat, wirklich etwas zu ändern. Andreas: Ja, also ich glaube, ich kann mich auch sehr gut erinnern, dass ständig und pausenlos nach jedem Urlaub bestimmt, sobald man wieder unter Kollegen und Kollegen ist, eigentlich so gut wie jeder kommt, hey, wie war dein Urlaub? Du hast bestimmt ganz viele E-Mails und musst bestimmt ganz viel aufholen. Und dann sagt man Ja und dann kommt, aber gut, dass du gerade wieder da bist, weil ich gebe dir jetzt noch ein Ding, was gerade bei mir brennt. Also ich glaube, das ist ganz schwer, sich davon zu befreien. Und vielleicht ist es so eine, du stimmst mit deinem Chef, mit deiner Chefin abzusagen. komme zwar am 14. wieder, aber ich bin eigentlich erst am 15. wieder erreichbar. was auch immer. Dass man sich so einen Tag nimmt und vielleicht genau beides machen kann. Und dann wäre vielleicht der zweite Tipp auch zu sagen, wenn du dann wieder da bist, ist vielleicht das erste, was du machst, nicht deine E-Mail zu öffnen. Weil mir geht es zumindest so, es fällt mir immer noch schwer, das nicht zu tun und da diszipliniert zu sein. Aber sobald das Ding auf ist, weiß mein Gehirn zumindest schon, auch wenn ich es nicht alles angehe und irgendwie wegsortiere auf eine To-do-Liste, weiß mein Gehirn schon, ist schon abgelenkt und sagt, ich weiß, ich muss diese 17 Sachen machen und vielleicht ist dann, ploppt dann auch eine E-Mail in mein Bewusstsein von einem Projekt, das mir am Herzen liegt und von dem ich wusste, dass es da weitergehen muss und so weiter. Also ich glaube auch, das geht ganz, schnell, dass man da wieder in so einem Trott ist. Also so eine Pause finde ich einen guten Tipp, Lisa: als Tipp... bekommen habe, ist nicht an einem Montag wieder einzusteigen. Also klassischerweise macht man ja irgendwie Urlaub wochenweise und dann hat man auf das Wochenende und dann geht man montags wieder Montag ist aber auch, das kommt natürlich auch auf die Branche an, in der man ist, oft der Tag, wo dann eben ein bisschen was liegen geblieben ist und wo man irgendwie noch mal extra viel Anrufe oder Bestellungen oder sonst da liegen hat. Insofern kann das auch schon helfen, wenn man sagt, mein erster Arbeitstag ist aber gar nicht Montag, sondern vielleicht erst Mittwoch oder vielleicht sogar Freitag, damit ich ganz starte und erst mal einen Tag arbeite und dann mich schon wieder ein bisschen erholen kann. Das sind auch so kleine Hacks, von denen ich weiß. Andreas: Vielleicht kann man das sogar noch ein Stück weiter drehen und sagen, ich habe auch Montag noch Urlaub. Ich reise aber Sonntag schon wieder zurück. Also ich gebe mir extra so den Tag. Also ich weiß nicht, ob das dann, das kann natürlich auch nach hinten losgehen, dass wenn du dann zu Hause bist und denkst, jetzt habe ich ja einen Tag, das kann ich nach die Wäsche machen und kurz die Steuer und so weiter, bevor es dann morgen wieder losgeht. Aber vielleicht, vielleicht ja auch nicht. Vielleicht ist das ein Tipp zu sagen. Es fühlt sich an wie die Kinder sind vielleicht schon wieder in der Schule, wenn man welche hat. Also vielleicht hat man so bisschen Freizeit, wo man dann vielleicht noch nicht arbeitet und genau dann da die Gelegenheit nimmt, diese, was sind eigentlich die Sachen, die ich vielleicht anpassen in der Zeit anzugehen. Lisa: Gute Idee. Ich finde sowieso das mit der Wäsche. Das mache ich seit ein paar Zumindest immer, wenn wir in Ferienwohnungen oder Ferienhäusern Urlaub machen. Wir waschen immer schon im Urlaub. Also wenn du da Andreas: Mhm. Lisa: eine Waschmaschine unter Besten noch einen Trockner hast und kommst wirklich mit sauberen, frisch gewaschenen, frisch gefalteten Sachen nach Hause und nicht mit zwei Koffern voller Dreck. Weil dann müsst ihr ja erstmal die ersten vier Tage damit... beschäftigt und im Urlaub waschen ist ja auch irgendwie viel schöner. Im besten Fall kann man dann die Wäsche draußen trocknen, in der Sonne, im Wind da ist es auch irgendwie alles gar nicht so anstrengend, weil man ja nicht so viel zu tun hat und vielleicht hat man auch ein bisschen mehr Platz als bei sich zu Hause. Also heißer Tipp noch im Urlaub waschen. Andreas: Ja, das ist ein sehr, sehr guter Tipp. Das versuchen wir auch. Hast du? Guck mal. Lisa: Das habe ich von meinem Mann gelernt. Andreas: Ja, ja, ja. Wir gehen jetzt nicht in die, bei euch die Wäsche macht. Ich sage mal, wenn wir jetzt einen Schritt weitergehen, also wir wissen, wenn wir rauszoomen, haben wir mehr Kapazität, auch über die großen Sachen nachzudenken. Und ich glaube, das ist total nachvollziehbar. Und das würde ich auch unterschreiben. Und gleichzeitig, wenn man dann wieder einsteigt, wird alles wieder sehr, kleinteilig, sehr schnell. Die andere Frage, die ich mir stelle, apropos kleinteilig und kleine Häppchen, hast du gesagt. Ich glaube, das ist vielleicht auch vielleicht eine Möglichkeit zu sagen, so die ganz großen Änderungen. Mir stinkt das hier alles. Ich kündige morgen. Wahrscheinlich sollte man sich gut überlegen. Vielleicht kann man auch so eine große, eine große Entscheidung in viele kleine zerlegen und vielleicht auch sich bewusster werden, was denn genau eine Veränderung sein müsste, vielleicht schon den größten Einfluss Ich stelle mir das so vor, du bist im Urlaub und denkst so, jetzt wieder zurück, ich habe wirklich gerade echt so wirklich gar keine Lust und das ist ja auch nachvollziehbar im Urlaub, ist alles irgendwie bisschen einfacher, idealerweise. Aber dann nicht zu sagen, ich muss jetzt den ganz harten Hebel umlegen. Vielleicht kann man sich überlegen, gibt es Sachen, die eher kleinteilig sind, die aber einen großen Effekt haben? Also sich hinzusetzen und zu gucken, wie gehe ich mit meinen Kollegen wie ist eigentlich mein Tag strukturiert, wer gibt mir eigentlich Aufgaben und welche davon nehme ich an. Und vielleicht auch für die Führungskräfte andersrum zu gehen, zu sagen, ich komme wieder und ich weiß, mein Team ist gerade richtig gestresst. Vielleicht müssen wir uns mal zusammensetzen und überlegen, wie wir Aufgaben verteilen oder wie wir Meetings gestalten oder so. Vielleicht sind das so kleinere. kleinere Geschichten, die man angehen kann, die einen größeren Effekt darauf haben, wie man sich im Job fühlt und das vielleicht nicht ganz so hart ist dann wiederzukommen. Lisa: Ich glaube da ist auch ein guter Trick wieder, sich das einfach mal aufzuschreiben. Also was sind denn jetzt meine Ideen und Vorsätze? Und zwar am besten nicht erst, wenn man dann im Büro ist oder auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn sitzt, sondern schon im Urlaub. Vielleicht kommen einem da ja auch die Ideen oder vielleicht setzt man sich wirklich mal hin und überlegt auch ganz bewusst, was will ich dann eigentlich in Zukunft anders machen und wenn man das erstmal auf einer auf einer Liste stehen hat, glaube ich, hat man schon mal einen besseren Überblick und sieht wahrscheinlich auch schon relativ schnell, was sind denn jetzt wirklich irgendwie richtig, richtig große Sachen wie... Ich wandere aus und gründe eine Firma. Und was sind vielleicht irgendwie kleine Sachen wie... Ach, eigentlich will ich jetzt endlich mal anfangen, morgens keine Kanne Kaffee mehr zu trinken, sondern nur ein Espresso. Also, dass man erst mal guckt, was sind denn die machbaren Sachen, was sind denn die wichtigen Sachen und dass man sich nachher überlegt, wie kann man das vielleicht zusammenfassen oder wie kann man das irgendwie aufteilen in Privat und Job und womit kann man denn eigentlich ganz konkret anfangen. Im privaten Bereich glaube ich, dass es auch immer hilft, zu... besprechen, also wenn man zum überhaupt persönlich relevantes Beispiel aufhören möchte zu rauchen, dass man das Leuten mitteilt und sozusagen sich auch ein bisschen soziale Kontrolle holt oder wenn man mit jemandem zusammenlebt und man wirklich weniger Kaffee trinken will, dass man das dann eben auch sagt, so hey, ich möchte darauf mehr achten kannst du mir dabei vielleicht helfen oder mich daran erinnern oder hast du nicht vielleicht auch irgendwie, dass wir morgens jetzt erstmal einen Tee bevor die Kanne Kaffee auf den Tisch kommt, also dass man sich so bisschen so Allies und im Jobbereich, ich glaube da hattest du noch irgendwas Cooles gefunden, was man da machen kann. Andreas: Ja, es gibt so verschiedene Sachen. Ich habe was zu Jobcrafting gefunden, dazu sage ich auch gleich was. Aber wo ich dir gerade zuhöre, glaube ich, auch so ganz wichtig, wo du sagst, man muss miteinander reden. Ich habe das Gefühl, dass man das Gefühl hat, man muss auf eine bestimmte Art und Weise arbeiten. Und vielleicht stimmt das gar nicht, sondern man hat nur nicht drüber gesprochen. Also vielleicht zwei konkrete Beispiele. Du kannst ja deinem Team ... sowohl nach oben der Führungsetage als auch nach unten mitteilen, dass du erste Stunde, nur dass ihr es wisst, die erste Stunde werde ich nicht auf E-Mails antworten, sondern ich möchte gerne ins Büro kommen und möchte die erste Stunde nutzen, meine Gedanken zu sortieren, den Tag zu planen, selber aktiv sicherzustellen, dass ich weiß, welche Sachen heute passieren müssen. Dann mache ich die E-Mails auf, weil ich weiß, dann ist Hats down und dann antworte ich nur noch. oder ein Kollege von mir hat das auch gemacht. das umgedreht. Der hat gesagt, es gibt nur zwei ... Zeiten am Tag, wo ich auf E-Mails reagiere. Und das ist einmal morgens und einmal am Ende des Tages. Also wenn ihr mittags keine Antwort auf meine E-Mail kriegt, ... ... heißt das nicht, dass ich es nicht gesehen habe ... oder nicht wichtig finde, sondern ... ich werde da nicht in E-Mails gucken, ... sondern da bin ich in Meetings oder in Workshops ... oder wie auch immer. Also dass man einfach ... klar kommuniziert mit seinem Team ... und seinem Management, wie man so arbeitet. die eine Geschichte oder das eine Beispiel, was mir einfällt, einfach vorschlagen. Die zweite Sache, ich gemacht habe, und das war super, ist alle meine Meetings. Also ich habe mein Meeting-Programm erzählt. Standardmäßig sind alle Meetings eine halbe Stunde bzw. 25 Minuten, denn alle Meetings fangen 5 Minuten nach der Stunde oder 35 an. Das hat dazu geführt, dass am Anfang natürlich einige Leute sagten, ich wusste gar nicht, ist das jetzt heute noch oder so. Und dann habe ich erst gesehen, wir fangen ja fünf Minuten später an. Und alle hatten Gelegenheit, den Raum zu wechseln oder das eine Dokument zuzumachen oder noch die zwei Notizen zu machen und dann ins nächste Meeting und so. Und das war auch so eine Absprachen Geschichte, die alle, also ich habe da keinen, kann mich an niemanden erinnern, der gesagt hat, das ist aber blöd, ich muss aber pünktlich anfangen oder so. Im Gegenteil, andere haben mal gesagt, sie hätten das immer mal probiert. dass der Kalendereintrag von dem Meeting 10 Minuten vorher aufhört. Aber das ist natürlich Quatsch, weil so Meetings hören ja nie auf, wenn sie sollten, sondern alle müssen noch mal eben was sagen. Lisa: Ja, den Trick kenne ich tatsächlich auch, dass Meetings immer 5 Minuten vorher damit man eben den Raum wechseln kann oder mal sich einen Kaffee holt oder vielleicht sogar eine kleine... aber das funktioniert tatsächlich nie, weil das immer eigentlich eher als Puffer gesehen wird. So ja, ach, wir können ja noch bis halb, so dein nächstes Meeting ist ja erst halb. Andreas: Ja, genau. Lisa: Und ich finde generell so dieses anderen Leuten mitteilen, da haben wir das, das haben wir im Team tatsächlich mal gemacht, dass wir so was geschrieben haben wie eine Gebrauchsanweisung für sich selber, die man dann eben den anderen gegeben hat, sozusagen hier kommen die Risiken und Nebenwirkungen von Lisa. Und zwar funktioniert Lisa am besten, wenn man ihr bei wichtigen Sachen eine E-Mail schreibt und bei Sachen, die noch liegen bleiben können, die sammelt man am besten und fragt sie mittags an der Kaffeemaschine und auf gar keinen Fall einfach in ihr Zimmer laufen und auf die Schulter ticken, weil dann erschrickt sie sich zu Tode und kann zwei Stunden nicht mehr sprechen oder so. Also das man wirklich so ganz konkret sagt, so Dann in den Situationen bin ich ansprechbar auf dem und dem Kanal und das und das funktioniert überhaupt nicht. Und das fand ich irgendwie total hilfreich, dabei habe ich überhaupt erst mal gemerkt, wie unterschiedlich Leute ticken. dass Andreas: Mhm. Lisa: manche Leute tatsächlich, wenn man irgendwie über einen Chat schreibt oder über das mega unpassend finden und sich davon irgendwie total... also unter Druck gesetzt fühlen und manche finden das scheißegal und manche finden Sprachnachrichten super praktisch, manche finden die Arsch nervig, das ist wirklich und wenn man die Freiheit hat und die Möglichkeit das für sich selber zu entscheiden und gegenseitig darauf achtet was den anderen wichtig ist, finde ich das irgendwie ganz super, sich eben auch vor so ja vor Überforderungen oder Bedrängnis dann irgendwie zu schützen. Aber sowas zu initiieren kann ja sein, dass einem die Idee im Urlaub gekommen ist, ich will nicht mehr so zugeballert werden mit es ist nicht so einfach. Man muss es sich halt wirklich... Andreas: Mhm. Lisa: Notieren und was ich aber schön finde, ist, dass es ja auch viele technische Möglichkeiten gibt, indem du einfach dein Kalender blockst, weil du von 8 Andreas: Ja. Lisa: bis 9 eben nicht ans Telefon gehst. Und vielleicht stellst du dein Telefon auch irgendwie automatisiert oder programmiert immer von 8 bis 9 auf nicht stören und leitest du alle E-Mails direkt in einen Unterordner, wo du nur in CC bist, weil du sagst, das reicht wenn ich mir die irgendwie einmal in einer Woche auf dem Rückweg in der U-Mann angucke, weil wo ich nicht in an das kann ja nicht so wichtig sein. Also das sind finde ich auch so kleine Hacks, über die man immer mal nachdenkt und dann aber doch nicht dazu kommt und ich glaube, dass dieser dieser kurze Zeitraum zwischen ich bin total entspannt aus dem Urlaub und ich bin wieder total im Trott. Genau der richtige ist sowas mal anzugehen. Andreas: Ja, glaube ich auch. Also mir ist das besonders leicht gefallen, was du sagst, so die Bedienungsanleitung, wie du es genannt hast, mit Leuten, die neu in mein Team gekommen sind. Also ich fand das war so der, wo du gerade sagst, ist manchmal kompliziert, Veränderungen durchzusetzen. einfachsten fand ich es und vielleicht auch am wichtigsten, wenn Leute in mein Team kamen, weil zum Beispiel eine Sache, die ich auch mega wichtig fand, einmal zu besprechen, wer wann, wie schnell welche Antworten braucht. Lisa: Mhm. Andreas: Weil ich weiß, in der Firma, in der wir beide mal zusammen gearbeitet haben, hatte ich Lisa: Mhm. Andreas: so einen Blackberry und der hörte gar nicht auf zu blinken, weil da irgendwie die SMS, die privat kamen oder geschäftlich und die E-Mails und so, immer wenn irgendwas, irgendwas neu war, dann leuchtete so ein rotes Lämpchen und das, damit konnte ich nicht so gut umgehen. Ja. Lisa: Moment, können wir das mit dem Blackberry vielleicht rausschneiden, weil sonst die Leute denken wir sind ungefähr 67 oder sonst. Es klingt ja wirklich wie der Ober erzählt Andreas: Okay, ja, wir schon. Lisa: vom Krieg. Nein, okay, ja, nein, absolut. Du hattest noch einen Blackberry? Andreas: Ja, so ist es ja auch. Ich weiß gar nicht, wo ich denn angefangen habe. sag nochmal, ich kann nochmal ein... Also, was ich auf jeden Fall sagen wollte. Besonders wichtig fand ich das, wenn Leute in meinem Team hatte, weil ich gerne denen ganz klar sagen wollte, wenn ich am Wochenende, ich werde versuchen, das nicht zu tun, aber sollte ich am Wochenende eine E-Mail schreiben? in der mir irgendwas eingefallen ist, was getan werden muss, dann erwarte ich keinesfalls, dass das auch sofort am Wochenende getan wird. Und das habe ich versucht, zumindest sehr deutlich zu sagen. Nur weil Lisa: Nö. Andreas: ich manchmal Sachen loswerden muss, damit ich dann beruhigt weiter im Urlaub sein kann, heißt das nicht, dass ich erwarte, dass alle sofort springen, wenn ich mal irgendwas kommuniziert habe. Inzwischen habe ich es dann anders gemacht, habe so eine Notiz gehabt, wo ich dachte, da kann ich dann gerne meine E-Mails schon vorschreiben oder man kann E-Mails ja auch timen. Wo ich dann sage, ich schreibe die vielleicht Sonntag Nachmittag. und time sie aber so, dass sie Montag halb 10 erst ausgeliefert wird oder so. Aber ich finde Lisa: Nja! Andreas: solche Sachen zu besprechen, sagen, oder ich habe denen auch gesagt, wenn ich schlafe, mein Handy Das heißt, wenn irgendwas wirklich richtig dringend ist, auch im Urlaub, dann schickt mir eine SMS oder ruft mich an, dann weiß ich, wenn ich das Handy wieder anmache, ist irgendwas, was ich sofort wirklich dringend bearbeiten muss. Alles andere, was warten kann, dann nicht. Und das hat auch super geklappt. Also Leute wussten, sie können mich im Notfall erreichen. Aber sie haben mich nicht wegen jedem Dings dann doch noch mal eben schnell im Urlaub gestört. Also das hat sehr gut geklappt. Lisa: Das stimmt und das macht auch total Sinn, man neu zusammenarbeitet, das gleich zu Beginn zu machen, weil wenn man es irgendwann mittendrin macht, dann denkt man im Nachhinein so, mein Gott, ich bin da jetzt anderthalb Jahre mega auf den Sack gegangen mit meinen Sprachnachrichten und sie hat sich nie getraut, was zu sagen. Also das ist dann natürlich cool, wenn man sowas gleich von Anfang an weiß. Aber worauf ich jetzt nochmal hinaus wollte, also diese Begriffe Jobcrafting, den du gerade Andreas: Ja. Lisa: im Raum geworfen hat, sind das nicht alles schon so kleine Jobcrafting Sachen? Andreas: Ja, ja, genau. glaube, das eine ist oder dieser Begriff, wir brauchen ja immer Begriffe für irgendwas, was ein Sammelsurium ist an verschiedenen Geschichten. Und Jobcrafting ist ja vielleicht eine Alternative zu dem, mir stinkt das hier alles, ich will am liebsten auf Fuerteventura bleiben und Surflehrer werden. Wenn man so den Impuls verspürt, glaube ich, ist es eine gute Idee, sich zu überlegen, kann ich fest, an was kann ich festmachen, dass ich, dass ich nicht so gerne wieder zur Arbeit möchte. Ist das gerade einfach so, ich bin gerade so entspannt und ich möchte entspannt bleiben, aber eigentlich, wenn ich ehrlich bin, passt schon. Oder gibt es konkrete Sachen, die mir wirklich nicht passen und die ich gerne ändern möchte. Und manchmal ist es ja auch so, dass man die Theorie schon weiß. Also dass du weißt, wenn du als erstes deine E-Mail anmachst, dann ist der Tag eigentlich gelaufen, sondern versuch das nicht gleich als erste zu machen, sondern deinen Tag anders zu organisieren oder so. Und vielleicht ist das die Gelegenheit eher dann, sich nochmal bewusst zu werden und zu sagen, guck mal hier, jetzt habe ich gerade so einen Break gehabt. Jetzt ist der Moment, wenn ich Montag wieder ins Büro komme, dann werde ich das erstens allen mitteilen und zweitens werde ich es dann auch machen oder die Einstellungen ändern, dass meine meine Meetings zu einer anderen Zeit anfangen oder die KI anwerfen und sagen, ich programmiere das jetzt so, dass die KI immer meine meine Meetings mithört. Dann muss ich mir also das Protokoll dauert dann nur noch halb so lange. Man muss dann immer noch mal drauf gucken. Aber die das meiste der Arbeit ist wahrscheinlich schon gemacht. Also also ich glaube, bei dem Job crafting kannst du halt Vielleicht insbesondere so drei Hebel angehen und angucken. Das eine haben wir vielleicht schon so die Beziehung. Also wie arbeite ich eigentlich mit anderen zusammen und wie arbeiten die mit mir zusammen? Ist das eine Sache, die ich mal auf den Tisch legen sollte und sagen, ich finde es toll, wenn du bei mir am Schreibtisch immer vorbeikommst, aber ich fühle mich dann immer rausgerissen, können wir das vielleicht sammeln und dann treffen wir uns einmal die Woche für eine halbe Stunde und arbeiten das ab. Oder umgekehrt zu sagen, mir ist lieber, du wartest nicht, wenn irgendwas dringend ist, sondern komm doch eben vorbei und ich werde dich dann schon wegschicken, wenn es gerade nicht passt. Also so eine, wie arbeite ich eigentlich zusammen? Und der eine Hebel vielleicht, der zweite Hebel ist vielleicht tatsächlich die Aufgaben, ich habe. Kann ich noch mal gucken, was ich eigentlich die ganze Zeit mache? Ich glaube, man rutscht manchmal aus Hilfsbereitschaft oder so gerne auch mal in Aufgaben, die man vielleicht eigentlich gar nicht selber machen sollte, weil sie entweder nicht zum Kompetenzbereich gehören, also zu dem, was ich wirklich gut kann und eigentlich auch machen sollte, oder vielleicht auch, weil zu viele andere Sachen dann liegen bleiben, wenn ich mich eine Sache kümmere, die eigentlich nicht bei mir geparkt werden muss. versuche ich mir da nochmal bewusst zu werden, womit ich so meine Zeit verbringe. Und dann vielleicht der dritte Hebel, also neben den Beziehungen und darauf gucken, was man eigentlich so für Tätigkeiten vollbringt, ist vielleicht so die Gesamt-Gemengelage, so die Purpose vielleicht, so Bedeutung. Was sind eigentlich die Sachen, kann ich mir nochmal angucken, was die Sachen sind, die mir leicht fallen oder die mir am meisten Spaß machen an meinem Job und was sind so die Sachen, die ich glaube tun zu müssen, aber die eigentlich nicht so bei mir liegen. Und erst wenn ich mir bewusst bin, kann ich vielleicht auch Gespräche führen mit Kollegen und mit meinem, mit meinen Vorgesetzten und sagen, guck mal hier, ich mach, ich mach jetzt seit 17 Jahren diesen Newsletter fürs Team und ich liebe mein Team, aber ich merke, ich hab da eigentlich keine Lust zu und dann wird es auch nicht gut. Vielleicht gibt es jemand anderes im Team, der dann sowas gerne machen will. Ja, also einfach mal gucken, was man so macht und kann man das woanders packen, wenn die Bedeutung was ich eigentlich in diesem Job erreichen will, damit nicht gedeckt wird. Lisa: Das klingt total überlege gerade, ob ich das nicht sowieso bei Jobs immer gemacht habe und aber einfach kein Wort dafür hatte. Aber das ist ja... Andreas: Was meinst du, dir so kleine Sachen raussuchen und bewusst werden und sagen, hier muss ich was ändern? Lisa: Ja, also überhaupt irgendwie zu überlegen, wie arbeite ich mit verschiedenen Leuten zusammen, wie sehen meine Aufgaben aus und wie kann ich die irgendwie spannender machen oder und auch was bedeutet Arbeit eigentlich und wie kann ich irgendwie meinen Impact... steigern und meine Zufriedenheit. Aber das ist ja oft so, dass man Dinge einfach macht und gar nicht wusste, dass es ein Wort dafür gibt. Andreas: Ja. Lisa: Aber ich glaube, dass das schon irgendwie hilft, wenn man Themen, die einen nicht unzufrieden machen oder Vorsätze, die man hat, das zu verbessern, dann eben auf konkrete Maßnahmen... was man konkret ändern kann und in welchen Bereich das auch fällt. das jetzt im Job ein Thema von Beziehung oder es ein Thema von Aufgaben? Wahrscheinlich funktioniert das im Privatleben. Genau so, wenn es irgendwie darum geht. Eigentlich habe ich, wenn ich aus dem Urlaub komme, eigentlich keinen Bock immer noch genauso viel im Garten zu machen wie vorher. Warum teilen wir uns das nicht auf oder warum können die Kinder nicht auch mal Rasen mähen oder was man im Garten so macht? Ich weiß nicht. Andreas: Ja, glaube auch, das ... Vielleicht machen wir da ... Die Pause-Knopfgeschichte kam letztes richtig gut an. Also, vielleicht machen wir das noch mal jetzt. Also, drei Ebenen, alle, jetzt zuhören, und Stift und Zettel suchen könnt ihr auch, wenn ihr wollt, aber wenn ihr gerade im Auto sitzt oder so. Also, wir machen ... Das sind drei Schritten. Schritt eins, sage gleich Pause, und wenn ich Pause sage, dann überlegt euch mal bitte auf dem Level Beziehung. Wo ist eine Beziehung bei euch im Arbeitsumfeld nehmen wir jetzt mal? Wenn ihr wollt, könnt ihr auch gerne das Privatumfeld nehmen. Ich sag's auch keinem weiter. wo eine Zusammenarbeit, die so ein bisschen hakt? So, also drei, zwei, eins, Pause. Ich muss... Okay. Ach so, ja, Lisa: Du musst nicht singen, die Leute drücken ja auf Pause. Andreas: So, also jedem ist wahrscheinlich jetzt... Mir wird es... auf jeden Fall so gehen, sofort ein Name eingefallen. Wenn man denkt so, hier mit XY, das ist immer ein bisschen, weiß ich nicht, das ist immer ein bisschen knirschig. Ich glaube, das schon mal ein Hinweis, dass man da vielleicht mal draufguckt und sagt, wie arbeiten wir eigentlich miteinander? Und gibt es da eine Absprache, die nicht getroffen wurde oder ein Missverständnis oder gibt mir immer zu viel oder gibt mir immer zu wenig oder stört mich immer oder möchte immer gerne über einen Urlaub reden, wenn ich eigentlich gerade busy bin oder weiß ich nicht. die Person vielleicht müsst ihr euch gar nicht merken, weil habt ihr selber sofort gemerkt. Vielleicht ist das eine Sache, ihr mal ein bisschen drüber nachdenkt. Zweiter Bereich Aufgaben, also was ihr so day to day macht. In drei, zwei, eins, Pause. Lisa: Und jetzt kannst du sofort weiterreden, weil die Leute haben ja Pause gemacht. Ja, das ist ja der Ritz. Andreas: Ich kann weiterreden. muss weder singen noch Pause machen. Stimmt. Ja, das stimmt auch. Okay, und dann der dritte Bereich. Ich nenne das mal Purpose, weil das so toll klingt auf Englisch, aber so die Bedeutung, wo ihr denkt, das ist, was ist eigentlich mein Job? Was ist eigentlich so das, das ist ja nicht E-Mails schicken. Das ist ja nicht dein Job, sondern dein Job ist ja irgendwas anderes, was eine Bedeutung hat, die das Geschäft weiterbringt oder die Schule oder den Blumenladen oder ... Pass ist so das eine Ding, wo du denkst, warte mal, ich mach hier Sachen, die gar nicht zu dieser Bedeutung passen. Wenn man sich nochmal bewusst wird, was man da eigentlich macht, ist das vielleicht eine gute Geschichte. In drei, zwei, eins, Pause. Und ich rede einfach weiter. Richtig so? Besser? Nicht gesungen? Nicht Pause gemacht? Ach so. Willkommen zurück. Lisa: Also du könntest auch sagen, willkommen zurück oder so. Andreas: Und vielen Dank, dass ihr dieses kleine Spiel mitgemacht habt. Das war nur für euch. Lisa: Ja und damit habt ihr schon mal ein bisschen quasi gecraftet. Im Sinne von ihr habt mal drüber nachgedacht, wie es hakt und manchmal kommen einem ja auch schon direkt Ideen irgendwie, wie man dann ändern oder verbessern kann. Manchmal dauert das ein bisschen und im Zweifel hört ihr einfach weiter diesen Podcast, weil hier ja immer so wahnsinnig viele tolle Tipps und Ideen kommen für Andreas: Hm. Lisa: alles Wenn es Entscheidungen geht, sein Leben besser, schöner, schneller zu machen oder einfach nur Entscheidung, welchen Keks man kauft. Insofern würde ich sagen, wir haben schon wieder was geschafft. Andreas: Ja, ich glaube auch. Also wenn noch einen Geistesblitz habt, schickt ihn uns gerne per E-Mail an sisozik.podcast.gmail.com. Und wenn es euch gefallen hat und ihr da was mitgenommen habt, vielleicht wollt ihr auch einer Person, die in eurem Umfeld ist und das vielleicht auch hören sollte oder davon profitieren könnte, dürft ihr gerne diese Folge teilen. Und natürlich, wenn ihr noch nicht abonniert habt, klickt den Abo-Button. Und die Lise... Lisa: Gott, mir fällt gerade was ganz Schlimmes ein. Wir haben überhaupt nicht Song der Woche gemacht. Andreas: nein, wir haben es schon wieder vergessen. Song der Woche, jetzt ist der natürlich hinten. Ja gut, Lisa: Ja. Andreas: aber ich glaube, ist jetzt so. Das können wir jetzt nicht. Pass Lisa: Mh! Andreas: auf, wir machen das wie folgt. Wir sagen jetzt noch den Song der Woche und dann hört ja diese Folge auf. Aber das merkt ja keiner. Also das heißt, die Leute, wo das dann aufhört nach der Musik, die können sich dann einfach noch fünf oder zehn Minuten einfach nehmen und so tun, als wenn sie noch Podcast hören, aber in Wirklichkeit an diesen drei Dingern arbeiten. Aber gut, ich lenke Song der Woche, was war denn dein Song der Woche? Kommt der aus dem Urlaub? Hat der was mit dem Urlaub? Lisa: Mein Song der Woche ist natürlich, was passiert, wenn man aus dem Urlaub kommt? Man geht wieder zur Arbeit. Und Andreas: Ja. Lisa: wer hat das am allerschönsten besungen? Immer schon? Dolly Parton und die ist ja leider diese Woche verstorben und ich bin wirklich traurig, weil ich sie und ihre Musik und ihre Frisur wahnsinnig wahnsinnig wahnsinnig geil finde und weil ich auch glaube, dass sie eine wirklich tolle, witzige, wahnsinnig großzügige, warmherzige Frau war und bestimmt fehlen wird und hoffentlich ein gutes Beispiel für ganz viele andere Leute ist. Also, 9to5, Dolly Parton. Andreas: glaube, ist sehr gute Wahl. Da kann ich nicht mithalten. Lisa: Nöööö Andreas: kann ich das nur bestätigen. Was ich mitbekommen habe, war, ich jemanden der vielen Leuten geholfen hat und viel bewegt hat auf dieser Welt. Also alles gute Dolly Parten. Ich halte meinen ganz kurz, weil da kann ich nicht mithalten. Meiner ist Work It Out von Speedometer, Lisa: ist bestimmt auch auch cool. alles kommt auf unsere Seesoo Sick Playlist, findet ihr auch in den Show Notes und uns findet überall wo es Podcasts gibt oder fast überall und wir freuen uns aufs nächste Mal. Also ich zumindest, Andreas hat mir eine große Freude bereitet heute. Andreas: Ich fand's auch mal wieder sehr spannend. Vielen Dank für deine Einsichten. Ich wünsche dir eine grandiose Woche. Bis bald. Tschüss. Lisa: Ich dir auch. Bis bald. Tschüss.