Latest / Fadegrad / Job statt Mitleid – Tabea Oppliger setzt sich für Opfer von Menschenhandel ein
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- 0:01Wie man jetzt so den Schirm über mir und die ganze Zeit hat uns
- 0:05jemand beobachtet, so aus dem Blickwinkel hat es immer jemand
- 0:08gesehen und hat gesehen, es war sichtbar eine Prostituierte
- 0:11gewesen, so wie sie klein gewesen und wie sie einfach da
- 0:14gestanden ist. Und irgendwann war ich bei RAG
- 0:19und über die Straße gehen zu dem Anlass und dann kommt sie
- 0:24schnurstracks auf mich zu. Und fragt in gebrochenem
- 0:27Deutsch, darf ich die Tochter küssen?
- 0:30Und ich war so perplex und gleichzeitig sicher auch noch
- 0:35ein mutterhormon ich habe einfach die Frau in den Armen
- 0:39genommen und sie hat auf dem Brühl und hat gesagt, ich habe 3
- 0:44eigene Kinder und ich weiß nicht, wo sie sind.
- 0:52Fade gerade. Der Podcast, der fragt, warum
- 0:55Menschen tun, was sie tun und wie sie geworden sind, wer sie
- 0:59sind. Wer hilft gern Leuten in Not?
- 1:06Und wer macht's wirklich? Auch ich wünsche mich immer
- 1:08wieder dabei, dass ich mir vornehme, etwas Gutes zu tun,
- 1:12wenn ich zum Beispiel einen Obdachlosen sehe, gib ihm mal
- 1:14einen Batzen, wenn i spendebrief überkomm, Spende i mal etwas,
- 1:17aber so richtig aktiv bin ich nicht.
- 1:19Ich kann mir aber vorstellen, dass es extrem sinnstiftend ist,
- 1:22wenn man sich für Menschen einsetzt.
- 1:25Tabea Obliger ist so etwas, der aus ihrer Situation aus
- 1:28beschlossen hat, etwas auf der Welt zu verändern, aktiv zu
- 1:31werden im grossen Stil. Sie setzt sich gegen
- 1:34Menschenhandel ein und bietet ehemalige Sexarbeiten den Job.
- 1:38Tabea Obliger ist 48 aktuelles Toon daheim ist für das Podcast
- 1:43Gespräch aber zu uns ins Vatergrad Sitzungszimmer auf St.
- 1:46Gallet gereist. Ich bin Clara Abterhalden schön
- 1:49bist du da, Tabea, wie ist deine Fahrt hier?
- 1:55Eigentlich sehr schön. Heute ist ein richtig schöner
- 1:58Herbsttag und ich habe wirklich viel aus dem Fenster geschaut,
- 2:01weil ich viel reflektiert habe die letzten 2 Wochen waren sehr
- 2:06intensiv, bin zurück aus Südafrika, wo wir.
- 2:11Neue Projekte gestartet habe und ja, habe wirklich viel
- 2:14reflektiert und dann einfach ein bisschen geschrieben oder
- 2:17journaling gemacht, wie man so sagt.
- 2:20Ja, aber so Reisen ist ja für die eigentlich nichts
- 2:22Spezielles. Du bist dich grosse Distanzen
- 2:25auch gewohnt für deine Hilfsorganisation Global Act
- 2:28bist du auf der ganzen Welt auch unterwegs.
- 2:31Und aber ich habe gesehen, dass du ganz Südafrika bist für den
- 2:34Muskatlon sagt man das so. Genau.
- 2:37Also einen Marathon habe ich gelesen, 42 Kilometer, 2200
- 2:41Höhenmeter und wo noch Geld gesammelt haben für Projekte
- 2:45gegen Armut und Menschenhandel. Vielleicht geht es auf da am
- 2:48Anfang ein, was genau ist das für ein Projekt?
- 2:51Ja, also der Muskatlon ist ein Projekt von einer eigentlichen
- 2:55Partnerschaft mit einer anderen nonprofit Organisation.
- 3:00Die sich zum Ziel gemacht, Sportler und Laufbegeisterte
- 3:05oder einfach sportbegeisterte Menschen zu aktivieren für einen
- 3:09Zweck eigentlich zu rennen und dann Partnerin sind mit
- 3:14verschiedenen Organisationen. Wir sind eine davon und als
- 3:18Partnerorganisation ist man neben der Host vor Ort, wo dann
- 3:21die Projekte vorstellt. Viele denken dann wieso so weit
- 3:25reisen für einen Marathon zu machen, wir können uns ja auch
- 3:27Schweiz machen. So Carbon Footprint und einfach
- 3:31so ein bisschen Spendengelder, das könnte man anders einsetzen,
- 3:35aber es geht wirklich darum, dass man die Projekte vor Ort
- 3:38geht, auch besuchen und auch sieht, was für einen Unterschied
- 3:41jeder macht. Also aber du bist mitgerannt
- 3:45oder mitgelaufen. Ja genau, ich bin mitgerannt.
- 3:48Ich habe vor Ort organisiert und eben, wie gesagt, Ich bin host.
- 3:52Ja bei Mädchen für alles gewesen und am Schluss noch gerannt,
- 3:55aber das ist, das erfüllt mich mega.
- 3:58Wie ist es für dich, der Lauf also psychisch, physisch
- 4:02anspruchsvoll? Ja, sehr.
- 4:04Ich habe mich wirklich extrem darauf vorbereitet, ja so
- 4:07Respekt gehabt vor den Höhenmeter.
- 4:09Ich habe die letzten 10 Jahre in Tel Aviv gelebt, das ist der
- 4:15grösste Hügel, den man findet, ist irgendwo in Jerusalem, wo
- 4:19der nächste ist, und es ist so ein wenig der judaische Hügel,
- 4:22der hat schon Hils, aber wir sind wirklich am Meer, haben wir
- 4:26gelebt und. Nur flach bin ich gerannt und
- 4:30dann sind die Höhenmeter schon eine Ressource Forderung gewesen
- 4:32für die Knie. Und ich bin jemand, der mich
- 4:35immer sehr gut vorbereitet, weil ich bin gerne auch
- 4:39leistungsfähig und werde auch, dass mein Körper nicht irgendwie
- 4:43Konsequenzen davon trägt, darum habe ich wirklich Kraft
- 4:45aufgebaut, habe sehr viel investiert, bin dann ein
- 4:47bisschen frustriert gewesen, weil ich habe nicht so technisch
- 4:51wenige Trails erwartet, ich erwarte, dass wir mehr rennen.
- 4:55Und darum war es wie mehr ein Speedwanderer gewesen.
- 4:59Und ja, da war ich wirklich enttäuscht gewesen, aber es war
- 5:04so eine gute Herausforderung, mit ihm zu stellen und einfach
- 5:08so viel mit den Gruppen, also Gruppen, zu spüren.
- 5:12Normalerweise macht man einen Marathon recht für sich allein,
- 5:15einmal ich, ich bin immer so ein wenig mit mir selber im
- 5:20Wettbewerb. Und wird einfach wirklich gut
- 5:23sein und schnell sein. Und das ist einfach mein Typ und
- 5:26das war so cool das als Gruppe zu bezwingen und so ein bisschen
- 5:31die ganzen Vergleiche zum Leben, die Hindernisse, aber manchmal
- 5:36ist man bremsen, kann nicht Vollgas geben, die Umstände
- 5:39bremsen, nehmen aber immer wieder innehalten, Aussicht,
- 5:43genießen, es war einfach rein von der Natur her absoluter
- 5:47Wahnsinn gewesen. Dann bist du zurück und bist
- 5:50normaler. Dumm gesprungen in Luzern und
- 5:52haben gesehen. Ja, genau, ja, so viel in das
- 5:55Training investiert. Bin Frau Stier gewesen, dass ich
- 5:58nicht mehr habe können wirklich rennen so, mein Körper hat ja
- 6:04einfach so so herausfordern, wie ich das Gefühl habe, das habe
- 6:08ich trainiert und nachher habe ich wie völlig ja.
- 6:15Planlos eigentlich. Glaube wenn ich der nächste
- 6:17Marathon, dass ich noch im Flow bleibe und habe gesehen, dass
- 6:20Luzernke ist am Sonntag und dann habe ich mich auch gemeldet auf
- 6:24der Startplatzbörse hat sich dann sofort gemeldet, also
- 6:27mehrere und dann habe ich das einfach sehr spontan mit nicht
- 6:31viel überlegen gemacht und. Ja, es ist glaub auch in der
- 6:36Verarbeitung sie einfach so ein bisschen von.
- 6:38Aber wie gesagt, die Bürger wo sehr sinnvoll unterwegs ist.
- 6:42Also bei mir muss alles so ein Sinn haben, so bin ich einfach
- 6:47gewickelt und ja wie gemerkt so die eineinhalb Jahre wo wir
- 6:51jetzt zurück sind von Tel Aviv. Mir ist es rein jetzt in meinem
- 6:54Alltag Job mässig, habe ich total, also bin ich mich immer
- 6:59noch am finden, weil jetzt bin ich nicht in der Fabrik, die wir
- 7:02haben gegründet und mit den Leuten.
- 7:04Ich bin nicht an der Front mit den Leuten Story challing ist
- 7:08jetzt mehr aus der Ferne Fundraising ist hinter dem
- 7:11Bildschirm weniger mehr Workshops Tours Groups hosten
- 7:16und einfach wirklich so einfach keine Ahnung ich bin jemand der
- 7:20sehr gerne wirklich bei den Leuten ist.
- 7:22Und das ist jetzt hier in der Schweiz nicht wirklich möglich.
- 7:26Und in Südafrika habe ich einfach wieder mal von dem
- 7:30dürfen schmecken wie es ist, bei diesem Projekt sein die Frauen
- 7:33zu sehen, die mir eine Hoffnung geben, die einen Job haben,
- 7:36gesehen, wie diese Taschen produziert werden.
- 7:40Und ja, es war einfach so voll mein Ding und dann, wenn ich
- 7:43zurück in die Schweiz und dachte, Hey, jetzt ist irgendwie
- 7:45der Marathon, so ein bisschen habe ich nicht so geleistet, wie
- 7:49ich die Welle. Und dann habe ich wieso ein
- 7:51bisschen für mehr, wie müssen das noch machen?
- 7:54Du bist jetzt schon auf viele Sachen eingegangen, wo man dann
- 7:56sicher später auch noch darauf hingehen.
- 7:57Es geht mit den Teschen, wo du erzählt hast und mit Tel Aviv,
- 8:01du und die MA haben ja im 2011, haben ja Global Act gegründet
- 8:06und mit der Organisation setzen die auch für Opfer vom
- 8:09Menschenhandel ein und für Menschen, die eine Alternative
- 8:12zur Prostitution suchen. Bevor wir genauer auf eure
- 8:16Arbeit eingehen, würde ich zuerst noch ein bisschen besser
- 8:19kennenlernen. Als Person aufgewachsen bist du
- 8:22ja im Dschungel von Papa Neuguinea.
- 8:25Wie kommt es zu dem? Ja genau.
- 8:27Meine Eltern sind Missionare, ein Papa Neuguinea und ich war
- 8:32als Missionarskind aufgewachsen. Ja, wirklich sehr einfach.
- 8:38Oh denke ich, ist mir auf den Weg gegeben worden, sich
- 8:42einfach. Sinnvolle Einsätze für Leute,
- 8:44die wo ja nicht so privilegiert sind wie mehr.
- 8:50Ich habe wirklich gelebten Glauben mit überkommen weg, wie
- 8:53man einfach einen Unterschied machen kann für andere Völker,
- 8:57die wie gesagt einfach nicht so privilegiert sind wie mehr und
- 9:01das hat mich ganz sicher geprägt.
- 9:04Was hast du noch so für Erinnerungen, Papa Neuguinea?
- 9:08Sehr viel in der Natur sind wir gewesen.
- 9:11Mein Vater ist wirklich auch gern und gut zu Fuß unterwegs
- 9:15gewesen. Wir sind manchmal so in ganz
- 9:17abgelegene Stämme, habe ich manchmal mit Dörfer auf so
- 9:22Wanderungen oder Kanu Trips so die Flüster ab, das Meer ist
- 9:27wirklich ich bin am Meer aufgewachsen, das ist so unser
- 9:29Samstag Ausflug schnorcheltochen.
- 9:33Das das ist so das Unverdorbene Natürliche, das ist so das, wo
- 9:37man am meisten bleibt, natürlich ein Volk, das sehr nah an der
- 9:41Natur lebt, ja, dass meine Kindheit habe ich sehr frei in
- 9:48Erinnerung, fröhlich, unbeschwert und gleich natürlich
- 9:54mit Herausforderungen, wo? Wo?
- 9:57Da sind so zwischen den verschiedenen Kulturen hin und
- 10:00her wie ein bisschen nicht gespielt wird, weil man aber
- 10:04einfach so ein bisschen, ja man man you Bounce, Back and Force,
- 10:07so ein bisschen das das Hin und Herspringen von von unserer
- 10:12Kultur in einer anderen Kultur sein, zwischen einer zurück
- 10:14heute Schweiz, dann wieder zurück.
- 10:17Wie lang sind ihr denn dort? Ich bin meine ganze Jugend, bis
- 10:21um mit 16 und in der Zeit wo ich bin, groß geworden.
- 10:26Ist Sache die einzige Lösung gewesen, dass man zurück geht in
- 10:30die Schweiz, ein Lehrgang machen und das habe ich dann auch
- 10:32gemacht und das ist recht krass der Kulturschock, aber ich
- 10:38glaube, was wir auch gelernt haben als Kind oder unsere
- 10:41Kindheit ist sehr flexibel zu bleiben und uns anzupassen und
- 10:47ja immer wieder auch die Identität nicht in den Umständen
- 10:51finden, sondern in unserem Glauben verwurzelt.
- 10:55Was hast denn du nachher für einen Weg eingeschlagen?
- 10:56Was hast du für einen Leo gemacht und wie seid ihr?
- 10:58Gegangen? Ja, weil ich keine Ahnung,
- 11:02vielleicht nicht nur wegen dem, weil meine Schwester, die haben
- 11:04andere Lehrer gemacht, aber eh selber, ich habe es immer
- 11:06geliebt, wirklich so das Reisen, das war für mich als Kind immer
- 11:09das grösste gewesen, wir sind wirklich viel gereist und ich
- 11:13bin sogar jetzt in die Nacht geflogen und habe dann mehrere
- 11:18Wochen eben miteinander verbracht und wieder heim
- 11:20geflogen in so kleine Fliegerli. Also Reisen ist wirklich mein
- 11:23tägliches. Brot.
- 11:25Und dann habe ich auch wegen der vielen Sprachen, wo wir geredet
- 11:30haben, habe ich gedacht, Tourismus wäre etwas und dann
- 11:34bin ich, habe ich die Aufnahmeprüfung bestanden für
- 11:37zur Swissair dazu mal noch ist es no swissair gewesen, jetzt
- 11:41ist es No Swiss genau und habe die Lehre gemacht als
- 11:45Luftverkehrsangestellte am Flughafen in Genf habe es dort
- 11:50gewählt, dass ich auch noch französisch Lehre.
- 11:52Und vorab ist er verkehrsschule gewesen und dann ist das ganze 4
- 11:56Jahre gewesen, wo ich da die Lehrer gemacht hat, dann recht
- 11:59lang am Flughafen in Zürich geschaffen und wo ich dann ein
- 12:04Kind hab hab hab ich dann gleich mal aufgehört schaffen.
- 12:08Du bist verheiratet, hast 3 Kind, du und die Ma sind jetzt
- 12:11wie lange sind ja schon zusammen oder wie haben die auch
- 12:14kennengelernt. Zusammen sind wir schon 30 Jahre
- 12:18plus und geheiratet sind wir 26 Jahre.
- 12:22Nein, es stimmt gar nicht. 27 Jahre sage ich Wow, 27 Jahre
- 12:26verheiratet, genau, er ist auch in Papa Negenau aufgewachsen,
- 12:30von dem her immer sehr viel gemeinsames und ja genau und
- 12:35arbeitet sogar zusammen. Also wir machen sehr viel
- 12:39miteinander. Was bedeutet die auch deine
- 12:41Familie? Sie bedeutet mir alles, die habe
- 12:45ich immer zuerst gestellt, also habe immer die Kinder wollen das
- 12:50Gefühl geben, dass sie jetzt. Wichtig für Sie, für mich, ich
- 12:53habe immer wählen, dass Sie nebenbei das, was ich mache, das
- 12:56Kind, das nicht groß mitbekommen, dass sie gleich
- 12:58merken, hey, ich bin zwar voll, etwas anderes machen, aber wenn
- 13:02sie um sie, da bin ich wieder da, also sprich, wo man sie auf
- 13:06Israel gegangen und die ganzen Projekte großgezogen, habe ich
- 13:09wirklich eigentlich immer nur während dem, dass sie in der
- 13:12Schule gewesen bin, ich voll in die Projekte involviert gewesen,
- 13:15und wenn sie sie zurückkommen von der Schule, bin ich wieder
- 13:18daheim gewesen. Du erzählst im Ted Talk, wo ich
- 13:23gehört habe, von einem Schlüsselerlebnis an der Zürcher
- 13:26Langstraße. Es wird denn der Ausschlag
- 13:29geben, dass du die angefangen hast mit dem Thema
- 13:32Menschenhandel und Prostitution auseinandersetzen kannst du uns
- 13:35das erzählen, das Schlüsselerlebnis?
- 13:38Ja, da bin ich unterwegs gewesen, Milieu eigentlich, habe
- 13:41mich schon länger mit dem Thema beschäftigt, Menschenhandel,
- 13:45Prostitution, Zwangsprostitution und ja, denn wir, denn zumal
- 13:49haben wir den Uster glebt. Gut also paar ja 13 Minuten mit
- 13:54der S Bahn von Zürich und ich habe dann wie gedacht Ja
- 13:59Nachfrage ist ja überall für Prostitution, die geht es nicht
- 14:02nur überall auf der Welt und nicht in Zürich oder in Oster,
- 14:06wahrscheinlich auch Wetzikon kenne ich auch paar Orte, das
- 14:09ist alles Zürich Oberland und bin dann habe dem immer mehr
- 14:15einfach in die Augen geguckt dem ganzen Thema.
- 14:19Mit ihm gewidmet und war ein Vortrag gewesen im Milieu von
- 14:22einer Organisation, die dort arbeitet, und hat dann die
- 14:27jüngste Tochter noch gestellt. Und darum habe ich sie
- 14:29mitgenommen an den Anlass, es hat in Strömen geregnet und ich
- 14:34bin aus dem Auto gestiegen, habe dann das Tragetuch, also habe
- 14:38meine Tochter ins Tragetuch gebunden und wie man jetzt so
- 14:41den Schirm über mir. Und die ganze Zeit hat uns
- 14:44jemand beobachtet, so aus dem Blickwinkel hat es immer jemand
- 14:48gesehen und hat gesehen, es ist sichtbare Prostituierte gewesen,
- 14:51so wie sie klein gewesen und wie sie einfach da gestanden ist.
- 14:56Und irgendwann bin ich Barag zum über die Straße gehen, zum eben
- 15:00zu dem Anlass, und dann kommt sie schnurstracks auf mich zu
- 15:06und fragt die Brochenem Deutsch darf ich Tochter küssen und ich
- 15:11war so perplex gewesen. Und gleichzeitig sicher noch ein
- 15:15Mutterhormon. Ich hab einfach die Frau in die
- 15:18Arme genommen und sie hat auf der Brühle und hat gesagt, ich
- 15:23hab 3 eigene Kinder und ich weiß nicht wo sie sind und dann hat
- 15:28sie mir so in gebrochenem Deutsch Spanisch erzählt ihre
- 15:31Geschichte und ich bin wie der gestanden und hab gemerkt, Hey
- 15:34die Statistiken wo ich aber bis vorher noch mehr aus der.
- 15:38Aus Zahlen hat gewusst oder einfach so ein wenig.
- 15:40Ja, man hört einfach so eine Anzahl Menschen, die als
- 15:43Prostituierte schaffen in Zürich und dass sie einfach
- 15:47dunkelziffern sind, noch viel grösser und man hat keine Namen
- 15:51mehr, kein Gesicht, man hat keine Augen wo man reinschaut
- 15:54und das war so die Begegnung, die mir wieder Startschuss
- 15:58gegeben hat, ich kann nicht mehr länger zuschauen, ich muss etwas
- 16:02machen. Dieser Podcast ist ein
- 16:06ökumenisches Projekt und wird präsentiert von den
- 16:08evangelischen und katholischen Kirchen, der Kantone St.
- 16:11Gallen und Appenzell. Danke für eure Unterstützung.
- 16:16Viele haben ja vielleicht irgendwie das Gefühl, sie wollen
- 16:18helfen und wollen es denn auch machen, aber machen es nicht
- 16:21wie. Wie ist da bei dir gewesen, wie
- 16:22hast du nach der Begegnung? Weitergemacht.
- 16:25Ich habe mit guten Freundinnen einfach darüber geredet und mit
- 16:29meinem Mann und einfach gesagt, Hey, ich kann nicht weggucken,
- 16:32weiß nicht, was es ist. Es ist so.
- 16:35Ich nenne das im im Buch der Heilig Zorn, wo man wie einfach
- 16:40wie merkt, Hey, es ist etwas, wo einem so hässlich macht, dass es
- 16:44das gibt, die Ungerechtigkeit. Ich bin schon immer ein bisschen
- 16:48so unterwegs gewesen, so der, der Heilig Zorn, der hat schon
- 16:53lange mit Gebrodelt, wenn es um Ungerechtigkeit ist.
- 16:55Gegangen ist etwas, wo ich sehr früh hab mit auf den Weg
- 16:59überkommen. Hat es immer wirklich unfair
- 17:02gefunden und genau wenn ich aufgewachsen bin, wenn jemand
- 17:05ärmer ist gewesen oder einfach nicht die gleichen Umstände oder
- 17:09Privilegien kann wie ne kann ich gefunden ist mega unfair, da
- 17:12muss ich etwas machen und ja es ist einfach so etwas was ich
- 17:15mitbekommen habe und. Je mehr wir drüber geredet
- 17:19haben, desto mehr habe ich gemerkt, ja eben was, was kann
- 17:22man schon machen und alle so. Ja ich weiß schon, aber was kann
- 17:25man schon machen und dann ich gesagt okay kommen wir für an
- 17:27mit was haben wir, wo können wir rück anfangen und aber das ist
- 17:31mit der Organisation zusammen, wo schon in Zürich unterwegs ist
- 17:36gewesen, mit der Art schließen von ihnen zu lehren.
- 17:40Und dann einfach wirklich learning by doing.
- 17:43Und einen Schritt hat der andere ergeben und irgendwann haben wir
- 17:46selbstständig dann eine Organisation gegründet und dann
- 17:48gemerkt, wow, man wird in dem Bereich aktiv sein, wo es darum
- 17:52geht in der Wiederintegration nicht nur, es braucht in dem
- 17:57Ganzen aus der Prostitution braucht es so viele Schritte, es
- 18:01braucht genau die aufsuchende Organisationen wo ich mit ihnen
- 18:04angefangen, es braucht die, womit dem ganzen Papierkram
- 18:08helfen rauszukommen. Wenn sie müssen zurückgeführt
- 18:12werden, dann was gibt es dort vor Ort für sie, dass sie nicht
- 18:16wieder Opfer werden von diesem Ganzen?
- 18:19Es gibt dann, zumal es sehr wenige
- 18:23Wiedereingliederungsprogramme geben, wo wir sagen können, die
- 18:26können es eigentlich schaffen, das ist eigentlich das, was sie
- 18:28suchen. Aber wer gibt denn Jobs mit so
- 18:32einem Background, mit so einem Hintergrund und Lebenslauf?
- 18:36Wo eigentlich heißt Riesenlücke aufweist, weil niemand schreibt
- 18:39in einen Lebenslauf, in eine Prostitution, und das ist so das
- 18:43gewesen, wo, wo Medien, also wo dann mein Mann ist, an Bord
- 18:47gekommen, der ganzen Geschichte, und irgendwann haben wir dann
- 18:50eben ein Sozialunternehmen gegründet auf der Seite von der
- 18:54Wetterintegration. Es steht auch auf eurer
- 18:57Webseite, dass dir mal eine Prostituierte gesagt hat, dass
- 19:00sie kein Mitleid brauchen, sondern einen Job.
- 19:03Genau so ein bisschen. Euch auch dazu bewogen hat, zum
- 19:06Desrico. Ja, das ist schon so ein
- 19:08Schlüsselmoment gewesen. Oft habe ich den Leuten aber
- 19:11gesagt, ja, ich werde, ich werde den Menschen auf Augenhöhe
- 19:15begegnen, aber was heißt das wirklich, dass man nicht mit so
- 19:19ein. Dem Helfersyndrom kommt also o
- 19:22du arme Hilfe die Ritze und wie kommt man auf Augenhöhe oder wie
- 19:27kann man ihnen eben Mitleid bringt ihnen gar nichts, sondern
- 19:32ein wirklich Lösung, wo wo wo Hand und Füße hat.
- 19:38Und dann ist man sehr oft überfordert und weiß wie nicht,
- 19:40wie weiter. Und auch da wird er einfach
- 19:42einmal anfangen mit dem, wo man hat und mit den Menschen, wo die
- 19:45Talente haben, wo ein Business Plan schreibe, wo wo das
- 19:49vielleicht studiert haben, wo ihr Know How reingehen und
- 19:51einfach einfach einmal mal anfangen, dann muss man es
- 19:55wissen, aber Brech auf die kleine Schritt.
- 19:57Was sind denn neue erste Schritte?
- 20:00Das ist wirklich, wie gesagt eigentlich umschauen.
- 20:02Was habe ich, was kann ich nicht und denn mein Mann hat dann wie.
- 20:07Können sich sie richten? Wir reden noch kleine Kinder
- 20:10drum an, nichts nicht können machen, hätte, können,
- 20:12Ausbildung machen zum so einen sechsmonatigen Kurs
- 20:16sozialunternehmung hätte er ist nicht Studium gewesen, sondern
- 20:20wie eine Art ein Zertifikat, hätte dann aufgrund von dem
- 20:25nachher so ein Businessplan geschrieben und dann ist wie
- 20:32irgendwann mal klar wurde, ja in der Schweiz wird es ein bisschen
- 20:36schwierig. Wir haben immer irgendwie den
- 20:39Drang gehabt, zum Aus der Schweiz aus was auch
- 20:43auszubrechen, denke ich sicher, auch wenn ich aufgewachsen bin
- 20:46und so. Schwierig in der Schweiz.
- 20:49Von von der Gründung. Von der Organisation, oder?
- 20:52Ja, einfach so. Als ich.
- 20:55Vielleicht bin ich falsch, aber eher dann haben wir das Gefühl
- 20:58gehabt, man müsste so viel Abschlüsse haben.
- 21:02Bis man überhaupt wahrgenommen wird, bis man vielleicht mal,
- 21:05sag ich jetzt mal, ernst genommen wird.
- 21:07Okay, die weiß ein Sozialunternehmen gründen, ja,
- 21:09die sind ja gar nicht Unternehmer, die haben ja gar
- 21:11kein sozialstudium Leben von Spenden, wie soll das gehen,
- 21:17haben kein Investor, einfach all die die Sachen wo wo ich denke,
- 21:21die Schweiz ist sensationell im im Ganzen, also Struktur und
- 21:27eben Sicherheit und. Und Langzeitplanung.
- 21:31Und eben jeder ist studiert und macht nachher was er was er
- 21:35muss. Er hat einfach schon Fachleute
- 21:37und so viel das der der innovative Pioniergang ist sag
- 21:42ich jetzt einmal wo einfach etwas mal drauf losgeht und sagt
- 21:46Hey ich mach es jetzt einfach mal im Glauben die ich denke so
- 21:51viel, dass das Umfeld hat uns gefehlt, das gesagt muss ich
- 21:55sagen ist Crazy das mit Tel Aviv.
- 21:58Gewählt haben, oder ich sage nicht in meinem Buch, Ich glaube
- 22:01nicht, wir haben Tel Aviv gewählt, sondern Tel Aviv hat
- 22:03ausgewählt, ich weiß heute noch nicht ganz genau, wieso, dass
- 22:07estel Aviv ist und nicht aber irgendwo sagen, gibt es in
- 22:10Afrika oder Asien oder Indien, oder ja, ich weiß es wirklich
- 22:17nicht, aber alle pointers sind einfach auf das Tel Aviv, wo wir
- 22:21auch wieder der nächste Schritt sind, angegangen.
- 22:25Und ohne das Erlebnis von meinem Mann, wo er einfach mal Tel Aviv
- 22:29völlig unabhängig von der Idee hat, besucht und ist
- 22:33zurückgekommen und gesagt, Tel Aviv ist unsere Stadt und ja,
- 22:39wie gesagt, ich habe ein Buch geschrieben und jetzt hat es
- 22:43noch viel mehr drin und wenn ich das jetzt alles erzähle, dann
- 22:45geht Spoiler Alert genau. Ja, es ist wahrscheinlich
- 22:49unmöglich, zum auf alles eingehen, was ihr schon, was du
- 22:52schon so erlebt hast. Es sind, wenn sind auf Tel Aviv.
- 22:572000 und. 14 2014 und sind dann 11 Jahre lang 10 Jahre lang
- 23:02deutig gewesen. Ein spannendes Projekt wird ja
- 23:05aber noch darauf hinkommen, dass da mit denen Kites, also mit
- 23:08denen beim Kitesurfen gibt es ja da die Gleitschirm, wo die
- 23:12Seiler gemacht sind, und die machen aus Alten, von denen
- 23:16machen die Tesche und Accessoire und bietet so Schöps an für
- 23:20Menschen. Wo Opfer worden sind in den
- 23:23Menschenhändler der Prostitution.
- 23:24Wie ist es zu dem Projekt gekommen?
- 23:26Ja, das ist eben eine von den Ideen gewesen zum das
- 23:31Unternehmen gründen. Angefangen hat es eigentlich mit
- 23:33der Idee aus Altem neu. Wir haben dann wie wo wir der
- 23:38Satz, aber wir brauchen kein Mitleid, wir brauchen Jobs, hat
- 23:41zu der Idee geführt von Hey, es gibt fast kein Unternehmen wo.
- 23:46So geführt werden, wie geschützt die Werkstatt so ein bisschen,
- 23:49aber im Sinn von Menschen, die eben aus Prostitution kommen
- 23:52oder wieder Eingliederung brauchen, Gesellschaft mit mit
- 23:56mit den Belastungsstörungen, mit den Traumas, wo sie, wo sie
- 23:59müssen umgehen damit, und dann haben wir gesagt, wir wollen
- 24:04nicht was, was können wir herstellen oder was, was können
- 24:07es für ein Unternehmen sein, wo die Leute schaffen, und dann ist
- 24:11die Idee, kann eben so ein bisschen wie ihres Leben aus
- 24:14Altem neu. Sie fühlen sich wie
- 24:17Produktobjekte, werden wirklich total schlecht behandelt, fast
- 24:22schon eben weggeschossen. Und dann, so die Idee von etwas
- 24:27eben altem nehmen, wo man Wegschießt, wo man nicht mehr
- 24:29brauchen und dann neu machen. Aber was wir auch immer haben
- 24:33wollen, ist nicht irgendein Produkt, wo man nachher auch so
- 24:36kleines Mitleid kauft, sondern sehr hohe Qualität.
- 24:40Von Anfang an haben wir wollen wert drauflegen.
- 24:42Heut dann anfangen die Kei zu sammeln und wiederverwerten und
- 24:47heut wie sie wieder dem Gedanken treu geblieben von aus altem neu
- 24:52aus Weggeschossenem Wiederverwertend neu Qualität
- 24:58herstellen und ja genau so sind wir dann gewachsen mit immer
- 25:02mehr Produkt dazu genommen immer mehr Material o Segel und dann o
- 25:08Fallschirm. Und zwischen ihnen mal sogar
- 25:12Neopren. Und jetzt sind wir wieder zurück
- 25:14bei eigentlich noch mal Fallschirm und Kid Surf Segle.
- 25:20Wird dir nie zu viel. Du erzählst jetzt auch von ganz
- 25:23vielen coole Projekte. Mal.
- 25:25Es wird also zu viel nicht in dem Sinne, dass es too Much
- 25:29wäre, sondern was wirklich immer wieder schwierig ist, ist
- 25:33Fundraising, weil sehr viel verstehe nicht, dass es.
- 25:38Sozialunternehmen abhängig ist immer noch abhängig ist von
- 25:41Spenden, weil wenn man mit Leute schaffen womit PTSD, also eben
- 25:48Post tramatic Stress desorder, also Belastungsstörungen mit
- 25:51wirklich ganz hohen Traumas, mit denen Leute schaffen.
- 25:55Mit zum Teil aber Ausfall. Arbeitsausfall langsamer
- 26:00schaffen, weniger genaues schaffen wegen
- 26:03Konzentrationsstörungen wieder auftun, wieder neu machen, alles
- 26:08braucht viel mehr Zeit und wie gesagt, Wir legen sehr viel Wert
- 26:12auf Qualität. Und dann noch in der tiefsten,
- 26:14steht einer von der tiefsten steht von der Welt, Tel Aviv zu
- 26:17produzieren, auch wenn man das Material geschenkt bekommt.
- 26:20Man hat Overhead costs, man hat eine Fabrik wo man muss mieten,
- 26:24man hat Learn, man muss zahlen mit Fachleute, wo man anstellt,
- 26:27wenn man mit dene Leute schaffen wir re, sozialarbeiterinnen
- 26:30müssen anstellen wir re Designer angestellt wir he.
- 26:33Sales und Marketing Leute, Wir sind ein eigentliches, normales
- 26:37kleines Startup Unternehmen, mit dem Unterschied, dass man nicht
- 26:40Fachleute anstellen, wo das ganze Nein, sondern die wie
- 26:44ausbilden. Also eigentlich haben wir, man
- 26:46muss sich vorstellen wie 10 Lehrtöchter oder Lehr lehrsöhne
- 26:51und dann muss man mega viel investieren und am Anfang ist es
- 26:55mehr investieren als überkommen und bis man auch so weit ist.
- 27:01Braucht es einfach sehr viel Fundraising und dann das ist
- 27:05halt mega schwierig als non Profit näher gleich können zu
- 27:10funktionieren und eben das soziale zu investieren und
- 27:13gleichzeitig ein Business zu führen.
- 27:16Und wir müssen rechtfertigen, dass wir Spenden brauchen für
- 27:20für ein Geschäft oder für ein Produkt, wo vielleicht recht
- 27:23teuer überkommt, wenn man es sieht, denkt man UI.
- 27:27Das ist ja nicht billig. Also, denn wieso brauchen die
- 27:29noch spenden? Wie kommen denn die Betroffenen
- 27:33von von Menschenhandel und Prostitution zu euch?
- 27:36Die werden uns vermittelt von bestehenden Organisationen, wo
- 27:40wir nicht ganz am Anfang erzählt haben, sie ist wirklich eine
- 27:42Kette. Von außen kommen aus dem ganzen
- 27:44Schlamassel, die müssen wirklich clean sein, frei sein und
- 27:48eigentlich schon recht selbstständig, bis sie zu uns
- 27:50kommen müssen, wirklich kein Reha stellen.
- 27:54Und ist es für dich immer sinnstiftend?
- 27:56Und das ist das manchmal auch frustrierend, weil sie ja
- 27:59eigentlich, weil man nicht kann, verhindern, dass Menschen
- 28:02ausgebütet werden, weil sie nur ein kleiner Teil ist, wo man
- 28:05kann helfen? Ja, man muss wirklich immer der
- 28:08ein you owes have to see the one, sag ich immer so.
- 28:11Man muss wirklich immer so die eine Person gesehen, wo vorhin
- 28:14ist und auch die zweite und die dritte und die Vierte.
- 28:17Und klar, in dem alle Männer, glaube es hört wie nie auf, dass
- 28:21man einen grösseren Impact machen und man wird noch mehr
- 28:26erreichen, weil man sieht was es für einen Unterschied macht.
- 28:29Wenn man also glaubt, wenn man einen Job gibt.
- 28:34Du sagst auch, dass du geleitet bist vom Glauben und dem Motto
- 28:39Just do it, was bedeutet dir der glauben?
- 28:42Er bedeutet mir alles und wenn ich ich Bibel schaue und sehe,
- 28:46was. Oh Jesus selber, wo man ein
- 28:48riesen Vorbild ist, bewölkt hat und immer wieder hergeschaut hat
- 28:51in der Not und Hand und Füsse vom Himmel sag ich jetzt einmal
- 28:56und Himmel auf werden gedreht hat sagen ne da hab ich eine
- 28:58Verantwortung und das wollte ich aus Überzeugung leben und nicht
- 29:02wenn mir jemand sagt ich müsse irgendein religiöses Gesetz
- 29:05erfüllen und das ist mir mega mega wichtig es ist nicht es ist
- 29:09nicht etwas was ich muss aus einem Zwang raus, sondern es
- 29:13kommt ganz natürlich als so ein bisschen.
- 29:15Geh weg. Was kennt ihr vielleicht die
- 29:18Leute auch zurück, wo wozu euch kommen, merkst auch eine
- 29:22Veränderung von ihrem Auftreten, von wie sie sich kennt, wenn sie
- 29:26bei euch sind. Ja, das ist wirklich ganz krass
- 29:30gesehen, wie sie am Anfang reinkommen und kaum einem Wagen
- 29:34nicht Augen zu gucken. Scham ist immer sehr das großes
- 29:37Thema, so minderwert sich wirklich einfach.
- 29:43Als Nichtsnutz zu fühlen und zu sehen, was passiert, wenn man
- 29:49einfach denen Nummer eine Chance gibt.
- 29:51Und als er glaubt und einen Ort gibt, wo sie können aufblühen
- 29:57und das geht einem so viel zurück.
- 30:02Jetzt, da in der Schweiz hast du direkt auch noch mit den
- 30:06Betroffenen zu tun, oder wie sieht deine?
- 30:07Arbeit da aus Nein, aber leider nicht da in der Schweiz.
- 30:13Also zuerst ist mal ein Ahoch gewesen, ist zurück.
- 30:15Finde in einer Kultur wo sehr anders ist als Israel, auch für
- 30:19unsere Kinder sie mittlerweile fast alle erwachsen, also noch
- 30:22die jüngste, sie ist 15, aber sonst schon erwachsene Söhne und
- 30:29am Anfang ist wirklich zuerst mal ein Ahoch gewesen und sicher
- 30:32uns weiterführen und voll da sein für unser Team wo wir haben
- 30:36so können aufbauen, dass wir heißen können übergeben in Tel
- 30:39Aviv, die Arbeit geht wirklich weiter, es hört nicht auf.
- 30:42Ja, Jobs arbeiten überhaupt nicht wieder zurück und alles
- 30:45und die gesagt, Hey wir fahren weiter einfach anders.
- 30:49Sind ja dann aufgrund vom Krieg nach gegangen.
- 30:51Aus Tel Aviv? Nein, also der Krieg hat
- 30:54sicheren Grund oder eine Rolle gespielt, dass unsere Papier
- 30:58sind, nicht wir haben. Unser Visum ist abgelaufen
- 31:02gewesen, also schon vor Längerem, schon vor dem Krieg,
- 31:05und wir haben das Nachtrag gestellt für Niederlassung.
- 31:12Und unsere Chancen sind sehr, sehr höch gewesen, für das zu
- 31:15bekommen. Und dann ist der Krieg gekommen
- 31:17und dann ist nicht mehr bearbeitet worden und irgendwann
- 31:20haben wir uns müssen entscheiden, weil wir sie so ein
- 31:23bisschen in dem zwischen Schul und Bank gesehen, wir haben
- 31:26keine Absage, aber auch keine Zusage, und dann ist man einfach
- 31:29immer in dem Limbau von staatenlos, wenn man so wollte,
- 31:34und das ist so ein bisschen das gewesen, wo?
- 31:37Wo uns hat dazu bewogen, zum sagen, Hey, der Kindslieb für
- 31:40die Ausbildung sollten wir vielleicht mal zurück in die
- 31:44Schweiz und da kommen wir immer noch zurück oder mal schauen, wo
- 31:48sie uns Hera verschlaat genau. Und wie isch euer Kontakt so mit
- 31:52Lüt in Israel? Au jetzt wär er döne Kriegs.
- 31:55Ja, ja, wir sind fast täglich in Kontakt.
- 31:58Sie mit unserem Team. Wenn nicht fahr, sondern ja
- 32:02täglich. Wie gesagt, wir leiten das
- 32:04weiterhin. Das Fundraising ist total von
- 32:06uns abhängig, das können sie dort vor Ort kaum stemmen, oh
- 32:12weil die Ressourcen vom Land selber und von all den
- 32:17Stiftungen jüdischen Stiftungen gehen, natürlich in Aufbau von
- 32:20der Nation, von den Familien, die alles verloren haben, der
- 32:26Fokus ist jetzt nicht auf. Unsere Leute wo mehr wie
- 32:30rausholen aus dem ganzen Schlamassel raus und der Fokus
- 32:34vom Geld ist im Moment auch leider im Krieg.
- 32:38Aber hat sich Situation auch verändert in Bezug auf Opfer von
- 32:41Menschen? Handeln Prostitution in dem im
- 32:44Krieg merkt er doch auch. Hm.
- 32:47Veränderung. Nicht groß, weil wir schaffen ja
- 32:49eh mit denen, wo wie schon dossen sind und wo wie entweder
- 32:52integriert werden. Wie sieht man sie kein
- 32:53Schutzhaus oder? Wir machen nicht in dem Sinne
- 32:56opferbetreuung, sondern wir sind wirklich eine Arbeitsstelle oder
- 32:59eben wieder Integration. Wieder Eingliederung durch die
- 33:02Curse das hat vor allem sogar zugenommen, also wir sind in 4
- 33:07neue Städte, wir können die Curse innen multiplizieren mit
- 33:10unserem Team, das dann auch gereist ist während dem Krieg in
- 33:13den Bunkerinnen hat die Curse durchgeführt, was halt sehr
- 33:17schwierig ist. Ist natürlich die Jobsuche unter
- 33:20diesen Umständen. Oder die ganzen Dramas, die wie
- 33:24neu raufkommen bei diesen Leuten.
- 33:28Ich nehme an, du hast auch schon wieder die nächste Idee der
- 33:31nächsten Projekte, die anstehen. Was ist jetzt dazu steht an.
- 33:35Ja, also wir sind die, die nicht geblieben stehen, wenn die Türen
- 33:38zugehen in Israel ist für uns in diesem Sinne als Familie rein
- 33:43jetzt dort zu wohnen, dort zu Türchen zugegangen, oder ja, wir
- 33:46haben es einfach so gewählt für unsere Kinder, dass wir
- 33:49zurückkommen. Und natürlich nicht, ohne dass
- 33:53man ein gewisses Projekt weitergeführt werden, wenn man
- 33:56so viel Herzensblut investiert, dann wird man, dass es
- 34:00weitergeführt wird, aber wir sind in der ganzen Kriegszeit in
- 34:07Kapstadt stecken geblieben, im wahrsten Sinne vom Wort, Wir
- 34:11sind alle flügge, annulliert worden, wir haben noch in Tel
- 34:14Aviv gelebt, wo das Ganze ist losgegangen.
- 34:16Und sei der in der Ferien gewesen.
- 34:18Und der Flug ist annulliert worden und nach 2 Monaten haben
- 34:21wir wie gemerkt, OK, da geht es keine Flüge mehr heute und
- 34:23morgen zurück auf Tel Aviv und da sind wir zurück in die
- 34:26Schweiz gekommen nach 2 Monaten und in den 2 Monaten haben wir
- 34:29mega viel Kontakt geknüpft, aber wie gesagt man sie irgendwie mal
- 34:33beidi man sie sehr innovativ und pioniermäßig unterwegs und Heo
- 34:39der gesehen das Problem vom Menschenhandel keitz Sie der da
- 34:43es gibt die größte Keitz. Competitions werden dort in
- 34:48Kapstadt gehalten. Mit dem Red Bull King of Year.
- 34:50Also das Material ist vorhanden, das Thema Menschhandel ist
- 34:54vorhanden, es gibt Factories wo Nein, also wieso nicht, dass sie
- 34:59unsere Sachen produzieren, das ist eigentlich schon ein
- 35:02bisschen vorgegriffen zu meiner Schlussfrage, zu deinen
- 35:06wünschen, vielleicht noch mehr so deine persönlichen Wünsche
- 35:09für dich, was was sind das für Wünsche, die du hast?
- 35:14Ja, ich glaube jetzt rein für mich persönlich, ich werd so
- 35:19gleich wie möglich wieder irgendwo vor Ort sein und nicht
- 35:24in Schweiz. Ich bin wirklich so ne, also
- 35:28sicher um alle mehr Mensch und Natur und einfach das Land macht
- 35:33bei mir sehr viel aus wenn ich ihn erschaffen kreativ und wenn
- 35:36ich ihn er so mentaler Zwerg bin.
- 35:39Und ich hab das Leben geschmeckt in Tel Aviv.
- 35:42Ich weiß, was es schon bedeutet, an einem Ort zu wohnen, wo sich
- 35:46wie Ferien anfühlt, und gleich schafft man Vollgas in der
- 35:50Leidenschaft und für alle anderen, wo ich in dem Bereich
- 35:55schaffe oder allgemein, so meine Botschaft an Leute ist, hey, wo
- 35:59können wir einander eigentlich die Hand geben, wo schaffen wir,
- 36:03schaffen nicht gegeneinander, wir schaffen nicht zum
- 36:05Etwaseinander wegzunehmen, sondern wie kann man noch viel
- 36:08mehr einander. Eigentlich ergänzen und
- 36:12Ressourcen teilen und das ganze Netzwerkende schaffen ist etwas,
- 36:19was die Israelis ganz, ganz scharf machen.
- 36:25Danke vielmals, liebe Tabea, für das spannende Gespräch.
- 36:29Danken euch allen vielmals fürs Zulassen, wenn ihr noch mehr
- 36:32Fragen habt, Tabea dann stellt die zum Beispiel auf Instagram
- 36:35und auf Vater gerade Podcast. Dort wird diese Podcast Folge
- 36:39dann mit einer Themenwoche begleitet.
- 36:42In den Show Notes tun ihr euch noch die Website von Tabea von
- 36:45Global Act verlinken, wenn ihr noch mehr Informationen dazu
- 36:49braucht, danke euch vielmals fürs zulassen und bis zum
- 36:51nächsten Mal. Vater Graz.