Latest / Gin And Talk / Christoph Biemann über Lach- und Sachgeschichten
Transcript
- 0:00Speaker 0: Dann hat der Geld mit den Firmen gesagt.
- 0:03Speaker 0: Er hätte auch sagen können, ihr seid blöd.
- 0:05Speaker 0: Aber er hat gesagt okay ich gebe euch Geld macht ihr eine halbe Stunde Maus so wie ihr euch das vorstellt.
- 0:12Speaker 0: Der Trick der Maus ist ja eigentlich der dass man Dinge so gut erklärt dass es jeder versteht.
- 0:20Speaker 0: Die nächste Geschichte die Anstand war Zehn Möglichkeiten bei dem Fluss zu kommen
- 0:24Speaker 1: wobei
- 0:25Speaker 0: der Darsteller halt neun Mal in den fluss rein fällt ins kalte Wasser.
- 0:31Speaker 0: und da habe ich dann gesagt, okay das mache ich selber.
- 0:35Speaker 0: Und das ist gut angekommen und dann ja weiß sozusagen nicht nur Regisseur und Autor sondern auch Darsteller in der Maus.
- 0:43Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:44Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und bevor wir gleich an unseren Corona-bedingt virtuellen Bartresen gehen möchte ich gerne unserem heutigen Gast vorstellen.
- 0:52Speaker 1: Christoph Biemann kennt wohl fast jeder in Deutschland – und trotzdem werden sich die meisten Schwerton seinen Namen direkt zuzuordnen.
- 0:59Speaker 1: Sein Bekanntheitsgrad erlangte er nämlich vor allem ohne seinen Nachnamen.
- 1:03Speaker 1: Als Christoph mit dem grünen Pullover aus den Sachgeschichten der Sendung Mit der Maus, ganze Generationen sind mit ihm aufgewachsen und haben durch ihn allerlei nützliches gelernt.
- 1:14Speaker 1: Wie kommt die Zahnpasta in die Tube?
- 1:16Speaker 1: wie kommen die Brötchen zum Bäcker Und wie funktioniert eigentlich Atomkraft?
- 1:21Speaker 1: Christoph ist kaum ein Thema zu komplex um es selbst für Kinder einfach und verständlich zu erklären.
- 1:27Speaker 1: Erst kürzlich feierte die Sendung mit der Maus ihren fünftigsten Geburtstag.
- 1:31Speaker 1: Über sechstausend Lach- und Sachgeschichten sind in dieser Zeit entstanden.
- 1:35Speaker 1: Millionen von Kindern können sich ein Fernsehprogramm ohne die Sendungen längst nicht mehr vorstellen.
- 1:40Speaker 1: Ich freue mich auf ein Gespräch über Lach und Sach Geschichten Und die Kunst, Dinge einfach zu erklären.
- 1:47Speaker 1: Viel Spaß beim Zuhören und schön dass ihr alle wieder dabei seid
- 1:56Speaker 0: und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 2:00Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 2:04Speaker 0: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin &
- 2:08Speaker 1: Talk.
- 2:09Speaker 0: Mach es dir gemütlich,
- 2:11Speaker 1: lehne dich zurück und tauche
- 2:13Speaker 0: ein in den verrucht düstere Atmosphäre
- 2:17Speaker 1: unserer Studio-Bar.
- 2:26Speaker 1: Christoph, ich freue mich wahnsinnig dass du heute hier bei uns bist.
- 2:31Speaker 1: Ich bin wie so viele in diesem Land natürlich auch mit der Sendung mit der Maus aufgewachsen.
- 2:37Speaker 1: Ich habe wahnsinnigen viel gelernt dank dir und eurem Redaktionsteam hinten dran von der Zahnpasta und den Streifen über Brötchen Ritterburgen und Rüstungen.
- 2:57Speaker 1: Ich kann mich noch an ... Es war, glaub ich so eine Sondersendung, die ist mir irgendwie ... Ich hab gestern mal überlegt was mir alles im Kopf geblieben ist an Geschichten.
- 3:05Speaker 1: Es gab mal, glaube ich, so ne Sendersundersendung über die Römer.
- 3:09Speaker 1: Die ist mir auch im Kopfgeblieben genau.
- 3:11Speaker 1: Ja aber erst einmal herzlich willkommen.
- 3:12Speaker 1: schön dass du hier bei uns bist.
- 3:16Speaker 1: Fünfzig Jahre Sendung mit der Maus.
- 3:19Speaker 1: Das sind jetzt ja schon ein paar Tage her, seit ihr da diese ganzen Festlichkeiten hattet?
- 3:26Speaker 1: Wie geht es dir nach diesem ganzen Medienrumpel, der da noch mal so losgetreten wurde rund um die Maus?
- 3:35Speaker 1: Wie hast du das erlebt?
- 3:37Speaker 0: Auf einer Seite ist natürlich schön dass es vorbei ist aber auf der anderen Seite war es natürlich ein großes Kompliment auch dass so viele Leute sich für die Maus interessiert haben und unsere Arbeit.
- 3:51Speaker 0: Und was auch ganz toll war, wir haben ja diese XXL-Mäuse – die kann man ja in der Mediathek auch noch gucken – über die vielen fünf Jahrzehnte der Maus gemacht.
- 4:04Speaker 0: Da habe ich auch gedacht, man hat ganz schön viele tolle irre Sachen gemacht!
- 4:11Speaker 0: Das war eigentlich auch für mich ein Highlight.
- 4:15Speaker 1: Du bist ja, sagst du in ganz vielen Interviews auch erzählt und musst du ja auch irgendwie sein ein wahnsinnig neugieriger Mensch.
- 4:23Speaker 1: War das bei dir eigentlich schon immer so?
- 4:25Speaker 1: Also war es auch in der Kindheit schon so dass du immer wissen wolltest wie Dinge funktionieren und dann auch versucht hast es herauszufinden?
- 4:34Speaker 0: Ich kann mich erinnern, dass ich bei meinen Schulkameraden oder bei ihren Eltern sehr berüchtigt war weil in eine Wohnung gekommen bin und alles angefasst habe.
- 4:46Speaker 0: Und alles so geguckt habe, wie funktioniert das?
- 4:48Speaker 0: Wie sieht es von hinten aus?
- 4:51Speaker 0: Das waren ja oft diese Wohnzimmer mit der kalten Pracht für irgendwelche Dinge aufbewahrt wurden, gezeigt worden die Porzellan oder was wertvoll war.
- 5:04Speaker 0: Und da waren die Liebegassen gesagt, denen lädt sie nie wieder ein!
- 5:09Speaker 0: Der passt immer alles an.
- 5:11Speaker 0: Es ist nie etwas kaputt gegangen, so hatte ich mich erinnert.
- 5:13Speaker 0: aber... Trotzdem, ich war ein Neugieriger und damals hätte ich was lernen können.
- 5:21Speaker 0: Das Neugierte haben keine Freunde gemacht aber ich habe das Gott sei Dank dann nicht
- 5:27Speaker 0: gelernt.".
- 5:28Speaker 1: Es war ja auch eine turbulente Zeit damals.
- 5:31Speaker 1: Ich glaube deine Großmutter war erst noch einige Zeit in der DDR.
- 5:37Speaker 1: zurückgekommen.
- 5:38Speaker 1: Und ich hab irgendwo gelesen, du hast mal versucht Micky Maus Hefte in die DDR zu schmuggeln natürlich ohne Absicht aber sie wurde dir dann verboten diese Hefte mitzunehmen richtig?
- 5:50Speaker 1: Ja
- 5:50Speaker 0: das war also ein kleines Kind, fast traumatisches Erlebnis.
- 5:54Speaker 0: da war so eine dicke Fette Volkspolizistin mit einer Uniform, die war so ein bisschen knackbar.
- 6:05Speaker 0: Das ist imperialistischer Quatsch.
- 6:08Speaker 0: Das brauchst du nicht, das nehmen wir dir
- 6:10Speaker 0: weg.".
- 6:11Speaker 0: Und da war ich ganz verschüchtert und hab gedacht, was ist denn so ein Mickey Mouse-Helft?
- 6:15Speaker 0: Ja...
- 6:17Speaker 1: Nach dem Abi hast du ja dann auch etwas gemacht, was für die Zeit jetzt nicht unbedingt ... Gewöhnlich war oder üblich war.
- 6:25Speaker 1: du bist nämlich in die USA gegangen für ein Jahr und hast in ich glaube in Boston gelebt.
- 6:30Speaker 1: Und hast dir ganz viele Psychologie Themen in Howard angesehen.
- 6:36Speaker 1: wie kam es denn dazu?
- 6:37Speaker 0: Also das war nicht nach dem Abitur sondern vor dem abitur, als ich hier so in der zwölften Klasse war.
- 6:46Speaker 0: Die habe ich dann übersprungen aber in der Zeit war ich an einer amerikanischen Highschool Austauschprogramm und das war die Zeit der Vietnam-Prozesse.
- 6:58Speaker 0: In der Schule gab es einen Streik usw.
- 7:01Speaker 0: Und ich wohnte in der Nähe von Cambridge, in den USA und bin dann einfach an die Harvard Universität gegangen weil da auch viele Demonstrationen waren viel Seminare und viele Veranstaltungen ja und dann bin ich halt in die Vorlesung auch rein marschiert als Schwarzhörer nachdem man das damals sind.
- 7:23Speaker 0: Das war sehr streng reglementiert, aber in dieser Streikzeit da ging alles drunter und drüber und da konnte ich da reinwitschen und habe interessante Leute gehört.
- 7:33Speaker 0: und was mich vor allen Dingen beeindruckt hat, war wie souverän die Dinge erklärt haben, wie gut sie erklärt hatten weil Sie eben auch wussten wenn ich Professor an der Arbeit bin wer will mir das machen?
- 7:48Speaker 0: also dann bin ich sozusagen angekommen.
- 7:52Speaker 0: Und das machte die auch sehr locker und haben einfach gut erklärt.
- 7:57Speaker 1: Unter anderem war, dass ja der Verhaltenspsychologe Skinner, den du da quasi live vor dir gesehen hast ... Was war so inhaltlich das Prägenste, was du mitgenommen hast?
- 8:07Speaker 1: Also unabhängig von dem, dass das gut erklärt wird gibt es irgendetwas wo du wirklich einen Aha-Moment hattest in dieser Zeit?
- 8:15Speaker 0: Ja also... Gut erklären war eigentlich der Arm moment, dass man wenn man was wirklich gut versteht und eine Sache wirklich gut drin ist.
- 8:24Speaker 0: Dann kann man auch viel besser klären als einer, der es so halb verstanden hat.
- 8:30Speaker 0: Und ich bin dann zurück nach Deutschland gekommen danach und habe dann noch mal auch als Schwarzhörer einer pädagogischen Hochschule in Hildesheim vorlesen gehört und hab dann gemerkt, ja die Leute sind halt nicht so souverän und sie auch nicht so sicher, dass das was sie machen gerade in der Psychologie.
- 8:52Speaker 0: Dass das Wissenschaft ist.
- 8:54Speaker 0: und da habe ich den großen Unterschied gewerkt.
- 8:57Speaker 0: und dann bin mich entschieden doch nicht Psychologie zu studieren sondern eben Film- und Fernsehen
- 9:03Speaker 1: an der schönen HF F hier in München.
- 9:07Speaker 1: Wann kam denn dieses Interesse für Filme bei dir dann hoch?
- 9:10Speaker 1: Also war das da schon wirklich mit diesem erklären wollen, Dinge irgendwie bildhaft darstellen wollen verbunden.
- 9:17Speaker 0: Nein also das mit den Filmen, das war schon sehr viel früher.
- 9:20Speaker 0: ich habe als dreizehnjähriger meinen ersten Job gemacht, mein Schülerjob.
- 9:27Speaker 0: Da musste ich so Flugzeugmodelle polieren, schleifen und von dem Geld hab' ich mir eine Superachtkamera gekauft ... hab dann so Beacht Filme gedreht.
- 9:37Speaker 0: Das war damals sehr, sehr teuer also... Da konnte man sich nur einen Film von drei Minuten im Monat kaufen oder vielleicht nur alle zwei Monate ... ... wenn man sich auch noch mal was anderes zwischendurchkaufen wollte.
- 9:50Speaker 0: Also da ging das los und habe ich auch noch Filme gemacht ... ... zur Zeit für Experimentalfilme.
- 9:55Speaker 0: Damals gab es so die Andergaon-Filmbewegung.
- 9:58Speaker 0: Und da habe ich ja auch Filme gefilmt.
- 10:02Speaker 0: Also filmen und das Erklären ist eigentlich erst so... Ja, später zusammengekommen.
- 10:07Speaker 0: Eigentlich erst in der Filmhochschule.
- 10:09Speaker 1: Und dann bist du ja eigentlich direkt zum WDR und direkt auch bei der Maus gelandet oder?
- 10:18Speaker 0: Also ganz direkt weiß natürlich nicht aber schon also für viele Filmenkaggernen schon sehr direkt.
- 10:26Speaker 0: Ich habe einen Gerdmund de Fering den Vater der Mause als Sozentin bei uns.
- 10:33Speaker 0: Da habe ich mich dann für den Praktikum an WDR beworben oder für eine Hospitanz oder wie das sie ist.
- 10:39Speaker 0: Ja, und dann war ich in der Redaktion Und ja wir haben mich dann immer ein bisschen weiter beschäftigt.
- 10:47Speaker 0: Das war nicht so ganz von Anfang an.
- 10:51Speaker 0: Dann hab' ich mal einen Film gemacht und noch ein Film gemacht.
- 10:53Speaker 0: Dann habe ich für die Sendung G.S.
- 10:55Speaker 0: Köln gearbeitet.
- 10:57Speaker 0: Auch ne Kinder-Sendung im WDR.
- 11:02Speaker 0: So kann ich dann so Schritt für Schritt langsam zur Maus.
- 11:06Speaker 1: Wie hast du die Idee hinter der Maus damals erlebt?
- 11:09Speaker 1: Also wie hast du es für dich verstanden ganz am Anfang, als du da frisch dazugekommen bist?
- 11:14Speaker 0: Naja wir hatten ja den Gertmann de Viering, der uns diese Idee erklärt hat und seit uns bei Maussendungen gezeigt und wir haben sehr stark kritisiert was da zu sehen war.
- 11:28Speaker 0: Ich habe Fabriken, Maschinen und so weiter.
- 11:31Speaker 0: Wo sind denn die Menschen?
- 11:32Speaker 0: Wo sind dann die Arbeiter?
- 11:34Speaker 0: Achten Sie sich zur Generation!
- 11:35Speaker 0: Da war das ein wichtiges Thema.
- 11:37Speaker 0: und dann hat der Gelt mit den Firmen gesagt, er hätte auch sagen können, ihr seid blöd, aber er hat gesagt okay ich gebe euch Geld macht ihr eine halbe Stunde mal so wie ihr euch das vorstellt.
- 11:48Speaker 0: Das haben wir gemacht mit einem Postboten, der dann wurde.
- 11:53Speaker 0: gezeigt wurde wie post verteilt wird, wie ein Postbote arbeitet Aber eben auch seine Familie, was so ringsum den passiert.
- 12:01Speaker 0: Ihm hat sich als Mensch kennengelernt und das haben wir produziert und gemacht.
- 12:05Speaker 0: Und ich glaube, dass hatte auch einen Einfluss auf die Maus gehabt bis heute.
- 12:12Speaker 1: Du warst ja am Anfang erst mal nur hinter der Kamera?
- 12:15Speaker 1: Wie kam es dann dazu, dass du auf einmal gesagt hast, du möchtest auch vor die Kamera oder war das eher eine Situation wo du quasi fast schon nötig warst, vor die Kameraden zu gehen?
- 12:26Speaker 0: Ja, ich habe immer schon mal was, was ich in der Hand will zu sehen war oder sowas.
- 12:30Speaker 0: Das feilte an meine Hand aber... Da gab es einen Film über den Pinsel da war ich der Herbst, der die Blätter angemalt hat.
- 12:39Speaker 0: und dann gab's einen Film wo wir auch schon überlegt hatten Wir brauchen irgendwie so ein Art Helden, so ein Protagonisten.
- 12:47Speaker 0: Und da haben wir den Werner Kroll uns ausgeguckt.
- 12:50Speaker 0: Es ist ein Kameratist sehr lustig ganz witziger Typ zeigen, wie Tomatencatchet hergestellt wird.
- 12:59Speaker 0: Dann haben wir es sehen gemacht, dass er als Eskimo die geforderte Tomatenzentrum hat, das er als Indiana-Federwald spielt mit Tomaten.
- 13:09Speaker 0: und was die wirklich Geschichte ist, war eben auch ein Inder der auf einem Nagebrett sitzt und mit Gewürzen diesen Tomatensuit verfeinert.
- 13:21Speaker 0: Und als er da auf dem Nagebrett saß, das hat vielleicht doch ein bisschen wie getan, war natürlich der Kissen drunter, hat er dann gesagt ach Christoph weißt du wenn Du das machen müsstest was Tu denn in den Triebücher schreibst?
- 13:35Speaker 0: Dann würdest du sie anders schreiben.
- 13:36Speaker 0: Die nächste Geschichte die Anstand war Zehn Möglichkeiten bei dem Fluss zu kommen
- 13:41Speaker 1: wobei
- 13:42Speaker 0: der Darsteller halb neun Mal in den Fluss rein fällt ins kalte Wasser.
- 13:48Speaker 0: und da habe ich dann gesagt okay das mache ich selber Das ist gut angekommen.
- 13:53Speaker 0: und dann ja weißt uns dann Nicht nur Regisseur und Autor, sondern auch Darsteller in der Maus.
- 13:59Speaker 1: Und hast dann diese Figur des Christophs quasi entwickelt, die ja so ein bisschen von deinem eigenen Leben abweicht?
- 14:06Speaker 1: So ein bisschen tollpatschiger vielleicht ist ... Aber am Anfang auch gar nicht gesprochen hat wie.
- 14:13Speaker 1: warum das eigentlich also später?
- 14:14Speaker 1: Dann hast du ja auch angefangen selbst zu sprechen aber es war recht spät.
- 14:19Speaker 1: erst Am Anfang warst Du Ja sehr stumm.
- 14:22Speaker 1: Wie Warum Das?
- 14:24Speaker 0: Also ich finde ja Leute, die im Fernsehen sprechen.
- 14:27Speaker 0: Sprechende Köpfe im Fernseh sind blöd und das ist eigentlich bis heute so in den Filmen.
- 14:33Speaker 0: In den Sachgeschichten spreche ich so gut wie nicht mal so guten Tag oder sowas.
- 14:38Speaker 0: Das darf ich schon machen.
- 14:40Speaker 0: wo ich spreche es in den Ansagen und Absagen am Sonntag?
- 14:44Speaker 0: Es geht nicht anders da muss man sprechen.
- 14:47Speaker 0: aber Ja Ich bin auch eher so im privaten Leben nicht der große.
- 14:56Speaker 1: Ist das vielleicht auch eine gewisse zusätzliche Kunst?
- 14:59Speaker 1: Auch Dinge so gut zu erklären, dass sie also natürlich ist ja ne Sprecherin.
- 15:04Speaker 1: Dann war viele Jahre gewesen die das ganze dann noch erklärt hat.
- 15:07Speaker 1: aber du hast es ja auch wirklich geschafft ohne Worte sprechen zu müssen Dinge sehr sehr anschaulich zu zeigen damit man allein schon auch ich glaube wenn man Viele dieser Sendungen ganz ohne Ton anhören würde würde man auch schon sehr viel verstehen.
- 15:22Speaker 1: War das auch ein bisschen der Anspruch in der Art der Schauspielerei, die du quasi dort hattest?
- 15:30Speaker 0: Die Art der Erzählung ist natürlich richtig.
- 15:32Speaker 0: Dass wir mit Bildern erklären wollen und so.
- 15:37Speaker 0: Und da ist jedes Bild wichtig um das zu erklären.
- 15:43Speaker 0: Wenn man halt nicht spricht macht es natürlich das Schwere was bedeutet... Man muss sich mehr anstrengen!
- 15:51Speaker 0: Man muss mich mehr Mühe geben die richtigen Bilder zu finden und die richtig zusammenzuschneiden.
- 15:57Speaker 0: Und richtig zu kommentieren, um das alles richtig hinzukriegen.
- 16:02Speaker 0: Wenn man sich hinstellt und erzählt es ist einfacher.
- 16:08Speaker 0: Aber bei der Maus ist es wichtig dass die Bilder will ich das erklären und erzählen.
- 16:14Speaker 1: Über sechstausend Lach- und Sachgeschichten später gibt's die Maus immer noch und hat immer noch eine riesige Fangemeinde Wurden die Kinder eigentlich über die Jahre vielleicht ein Stück weit anspruchsvoller, weil sie ja jetzt auch viel mehr Quellen haben für wissen.
- 16:33Speaker 1: Kinder fangen schon sehr früh an Tablets zu benutzen Smartphones, Computer wie auch immer.
- 16:38Speaker 1: also der der Informations diese Informationsflut die auf die Kinder einen trifft es ja heute viel größer als damals.
- 16:46Speaker 1: Es geht damit einher, vielleicht auch dass es noch anspruchsvoller geworden ist Kindern Dinge auch so zu erklären das sie gerne zuschauen?
- 16:55Speaker 0: Nein eigentlich nicht.
- 16:57Speaker 0: also wir geben uns immer Mühe, wir machen immer mit Herzblut und wenn ich mir das so angucke... Ich habe jetzt in den letzten Tagen viel YouTube geguckt um mich über Sonnenuhren zu informieren wie das funktioniert Und diese YouTube-Video ist, da gibt es so viel Schrott.
- 17:16Speaker 0: Das wird schon ziemlich leichtes besser zu sein und die Kinder besser zu unterhalten als
- 17:21Speaker 0: damit.".
- 17:22Speaker 1: Du produzierst ungefähr fünfundsechzig Minuten Sendung Sachgeschichten im Jahr?
- 17:29Speaker 1: Das war eine Zahl, wo ... Als ich die gelesen habe dachte ich mir okay das ist eigentlich ja gar nicht soviel.
- 17:36Speaker 1: natürlich sind die einzelnen Stücke dann eher kurz Aber wie lange arbeitest du an einer Sachgeschichte in der Regel?
- 17:47Speaker 1: Kann man das so sagen.
- 17:49Speaker 0: Es gibt Sachgeschichten, die sind in einem Dach abgedreht und es gibt andere, wo man monatelang arbeitet.
- 18:00Speaker 0: Oft ist es eigentlich auch die Vorbereitung, die dreharbeiten.
- 18:03Speaker 0: Das ist ein, zwei Tage.
- 18:05Speaker 0: aber bis man zum Beispiel mal verstanden hat, wie eine Zapp-Bistole am Tankstelle funktioniert Das dauert.
- 18:12Speaker 0: Da muss man Modelle bauen und sich auch nochmal erkunden legen, ob es wirklich so ist oder ob er das richtig verstanden hat usw.
- 18:20Speaker 0: Also diese Geschichte mit der Zapfestule und anderthalb Jahre, wo wir jetzt noch arbeiten über den Kieferzapfen drehen war gerade auch dass.
- 18:32Speaker 0: da ist natürlich der Ärger als dass mal ein Zeitraffer macht wie sich der Kiefernzapfel öffnet.
- 18:38Speaker 0: vielleicht machen wir auch noch wie der Kiefern Samen keimt und wächst.
- 18:44Speaker 0: Das dauert alles, also das sind Sachen die viel Zeit brauchen ist ja auch wichtig weil die Sendung lebt davon dass viele Beiträge auch wiederholt werden können.
- 18:59Speaker 0: Das war von Anfang an eigentlich auch das Konzept dass die Sendungen, dass die Beiträgen die Sachgeschichten vor allem so hochwertig gemacht sind dass man die auch in fünf sechs sieben macht oder zehn Jahren noch mal zeigen kann.
- 19:12Speaker 1: Wie wählt ihr eigentlich die Themen aus?
- 19:14Speaker 1: Also es gibt ja wahnsinnig viele Zuschauerfragen quasi, die auf euch einprasseln.
- 19:21Speaker 1: aber man muss ja glaube ich auch so ein bisschen diesen Spagat finden zwischen Themen die vielleicht nur jetzt gerade relevant sind und Themen die so eine gewisse Zeitlosigkeit haben, damit sie eben auch wenn man vielleicht einmal ein Jahr lang daran arbeitet.
- 19:36Speaker 1: Auch überhaupt noch relevant sind also nicht, damit man nicht zu viel Aktualität auch irgendwie reinbringt.
- 19:43Speaker 1: wie findet ihr dieses Gleichgewicht?
- 19:45Speaker 0: Ja das ist natürlich eine Frage der Auswahl.
- 19:47Speaker 0: also aktuelle Themen so richtig tagesaktuelle machen wir eigentlich gar nicht.
- 19:53Speaker 0: zum Beispiel mit Flüchtlingen haben wir das war klar dass es bleibt jetzt keine Sache die von heute auf morgen vorbei ist, da haben wir eine ganze Reihe gedreht.
- 20:04Speaker 0: Aber wir regeln die Themen eigentlich auch danach aus wie sie umsetzbar sind.
- 20:10Speaker 0: ob die Antwort auf diese Frage die uns dargestellt wird trägt also einen Film, eine Sachgeschichte lohnt das die erzählt hat.
- 20:23Speaker 1: Hattet ihr aus Situationen wo ihr angefangen habe daran zu arbeiten und dann irgendwann gemerkt hat, nee das bekommen wir einfach nicht einfach erklärt.
- 20:32Speaker 1: Das bekommen wir nicht hin in der Zeit die uns auch zur Verfügung steht?
- 20:36Speaker 0: Also ist ja nicht so dass wir keine Zeit hätten.
- 20:38Speaker 0: also bei unserem Produktionsgeschehen es ist nicht wichtig einen Film innerhalb eines Jahres oder innerhalb von zwei Jahren fertigzukriegen.
- 20:49Speaker 0: Also das ist ein großes Privileg für die Maus ist auch ein Qualitätsmerkmal.
- 20:55Speaker 0: Das merkt man in Filmen natürlich anders, die schon anders gemacht sind als welche, wo morgens gedreht wird und abends gesendet.
- 21:01Speaker 0: Ganz klar!
- 21:03Speaker 0: Aber wir sind eben auch darauf angewiesen Dinge zu finden, Experimente zu finden und Modelle zu finden... ...die das möglich machen, dass man gut erklärt.
- 21:15Speaker 0: Denn der Trick der Maus ist ja eigentlich der,... ...dass man Dinge so gut erklärte, dass es jeder versteht.
- 21:22Speaker 0: Also kleine Kinder aber auch viele Erwachsene findet es sehr angenehm.
- 21:25Speaker 0: mal was wirklich zu verstehen ist, wo sie sich sagen ach das habe ich mich immer schon gefragt.
- 21:32Speaker 1: Diese Kunst des guten Erklärens ist ja auch etwas was nicht nur für Kinder eigentlich wichtig ist sondern in einer Zeit in der technologischer Wandel und generell gesellschaftlicher Wandel die ganzen Themen um uns herum passieren Klimawandel und all dieses sehr komplexen Themen die auf uns alle einprasseln müssen wir ja irgendwie verstehen, um Entscheidungen zu treffen die auch auf einem gewissen Grundverständnis beruhen.
- 22:05Speaker 1: Was können wir denn als Erwachsen von der Maus da lernen und wie können wir vielleicht die eine oder andere Strategie der Mause nutzen?
- 22:13Speaker 1: Um uns auch solche Themen besser zu erklären.
- 22:18Speaker 0: Ja ganz genau hingucken also Zum Beispiel, wenn es ums Treibhaus geht.
- 22:26Speaker 0: Wie funktioniert ein Gewächsaus?
- 22:29Speaker 0: Treibhauseffekt kann man nur verstehen, weil man weiß wie ein Gewechsaus funktioniert.
- 22:35Speaker 0: So einfache Dinge.
- 22:39Speaker 0: So große Themen haben wir zum Beispiel die Atommaus gemacht und wo wir gezeigt haben, wie das funktioniert.
- 22:46Speaker 0: Und da war der große Vorteil dass wir am Schluss haben wir das Leuten gezeigt, die damit zu tun haben, Befürworter und Gegnern.
- 22:56Speaker 0: Und sie haben gesagt, es stimmt alles was ihr da gezeigt habt mit der Bewertung.
- 23:02Speaker 0: Das haben wir auch gesagt, dass gibt Leute sind dagegen.
- 23:04Speaker 0: Es gibt Leute, die finden das prima aber mehr haben wir nicht gesagt.
- 23:10Speaker 0: Da ist im Fall nicht nur auf der sicheren Seite sondern auch ja es ist gut für unsere Zuschauer.
- 23:20Speaker 0: unsere Meinung aufdrücken und sagen, das müsst ihr denken.
- 23:23Speaker 1: Du hast mal in einem Interview gesagt, dass du dich an ein Thema noch nicht so ganz ran traust nämlich an das Impfen.
- 23:31Speaker 1: Warum gerade dieses Thema eigentlich?
- 23:33Speaker 1: Es wäre ja grade sehr wichtig oder sehr aktuell auch.
- 23:36Speaker 0: Ich denke da könnte es um jetzt auch einen Umdenken geben.
- 23:42Speaker 0: Impfen war als ich das gesagt habe, nicht so ein zentrales Thema und es gab viele Eltern die dagegen waren.
- 23:52Speaker 0: Und es war im Prinzip so eine Debatte, die auf einer Ebene lief, die nicht sachlich war, wo man dann eigentlich auch gar nicht hätte argumentieren können.
- 24:07Speaker 0: und da haben wir gesagt kommen, da müssen wir nicht uns reinwerfen.
- 24:13Speaker 0: Denke heute mit der Corona-Situation kann man nochmal darüber nachdenken.
- 24:20Speaker 0: Doch was über Impfstoffe machen ist sehr interessant.
- 24:22Speaker 0: Und das war eine Frage auch der Redaktion, ob sie sich da reinbegeben will oder nicht?
- 24:28Speaker 1: Ist ja auch spannend gerade mit diesen verschiedenen Arten von Impfstoffen die wir auch gerade haben diese mRNA-Impfstoffe, die Vektorimpfstoff ja auch so ein Stück weit dass wirklich runter zu brechen und sich mal anzugucken was macht es eigentlich also auch umso Vorurteile vielleicht abzubauen, die ja gerne da mal in den Raum gestellt werden.
- 24:49Speaker 1: Aber klar natürlich ist da auch wieder ... Die muss man dann natürlich ein Stück weit an die Zielgruppe denken weil am Ende geht's im erster Linie um die Kinder auf einen ganz viele Erwachsene zu schauen oder?
- 25:01Speaker 1: Also man muss ja schon aufpassen dass man nicht auf einmal aus eigenem Interesse und eigenen Neugier vielleicht die Themen auch zu komplex angeht.
- 25:10Speaker 1: also man muss es ja so ein Stück weiter runterbrechen.
- 25:13Speaker 0: Ich denke das wäre für unsere Zielgruppe zu komplex, zu kompliziert.
- 25:19Speaker 0: Ich vermisse aber bei den Zeitungen die ich lese über den Fernsehsendung wie ich sehe dass das mal ordentlich erklärt wird was ist der Impfstoff?
- 25:28Speaker 0: Was braucht man um den herzustellen?
- 25:30Speaker 0: also wenn man Filme macht über die Ampulen diese die Knickampulen gar nicht.
- 25:35Speaker 0: das war nach vor Corona Wie die gemacht werden das ist schon sehr komplex.
- 25:41Speaker 0: Und welche Zutaten man braucht, um ein Impfstoff zu kriegen.
- 25:47Speaker 0: Man hört das ja auch jetzt, welche internationalen und weltweiten Verbindungen es gibt, um das alles hinzukriegen, welche Lieferketten da nötig sind.
- 25:59Speaker 0: Das hätte ich gern schon mal erklärt bekommen also auch in der Zeit oder im Stern oder auch im Fernsehen.
- 26:07Speaker 1: Ich wollte gerade sagen, ich habe die Tage in der Zeit einen recht langen Artikel gelesen wo es auch um dieses neue Werk in Marburg geht.
- 26:16Speaker 1: Um diesen neuen Biontech-Werk und da dann auch erklärt wurde dass es wohl fünfzig tausend Schritte braucht um diesen Impfstoff herzustellen also unvorstellbar wie lange es dauert um das dieses Serum am Ende heraus zu bekommen Da hat
- 26:37Speaker 0: mich auch ein bisschen abgestreckt.
- 26:40Speaker 1: Auch da diese Fabrikgeschichten, die ihr gemacht habt vielleicht noch eine kurze Frage in die Richtung?
- 26:49Speaker 1: Ihr habt ja irgendwann angefangen... diese Zeit-Lupen-Geschichten zu machen, wo man wirklich auf einmal so eine eigentlich sehr schnell laufende Maschine endlich mal in einer Geschwindigkeit gesehen hat.
- 27:02Speaker 1: Wo man genau gesehen hat wie etwas gepresst wurde oder zusammen gemixt wurde oder wie auch immer?
- 27:09Speaker 1: Wie kam es zu der Idee eigentlich?
- 27:12Speaker 1: und wie habt ihr dann auch wirklich die Menschen in der Fabrik davon überzeugt dass sie teilweise ja auch diese Maschinen dann mal langsamer laufen lassen haben?
- 27:21Speaker 0: Und das ist ja unterschiedlich.
- 27:22Speaker 0: Es gibt viele Maschinen, die man einfach mit der Hand so vorwärts drehen kann.
- 27:27Speaker 0: Das haben wir schon immer gemacht.
- 27:29Speaker 0: Aber es gab immer wieder so den... ...das Unbehagen oder wo man sagte, ah, das hätten wir jetzt besser zeigen können und sind dann auch auf diese Zeitlupengeschichten gekommen.
- 27:41Speaker 0: Wir haben natürlich denn auch mit diesen Zeitlumpen gespielt.
- 27:46Speaker 0: also wie startet der Schwahn?
- 27:48Speaker 0: Wie startet dein Flugzeug?
- 27:52Speaker 0: Wie platzt ein Wasserballon in Zeitlupe?
- 27:55Speaker 0: Tolle Bilder.
- 27:57Speaker 0: Hat einfach Spaß gemacht, diese Bilderwelt der Zeitluppe zu zeigen ist.
- 28:04Speaker 0: Ja war schon eine Entdeckung der Maus die heute sehr viel verbreitet aber früher was?
- 28:10Speaker 0: da waren wir wirklich pionieren.
- 28:13Speaker 1: wie geht es dir eigentlich mit dem Kinderfernsehen von heute.
- 28:17Speaker 1: Also wenn ich in meine Zeit zurückdenke, als ich klein war und vor dem Fernseher saß, dann gab es ganz tolle Sendungen wie die Sendung mit der Maus aber auch so was wie Löwenzahn und ähnliche Formate.
- 28:34Speaker 1: Ja, ich glaube zusammenfassend kann man sagen nicht so laut.
- 28:36Speaker 1: Nicht so schrill, nicht so hektisch waren wie das was man heute oft im Kinderfernsehen sieht.
- 28:43Speaker 1: Wie geht es dir mit diesen Formaten die heute so wahnsinnig hektische vor allem aus sind?
- 28:49Speaker 0: Nicht gut muss ich ehrlich sagen.
- 28:52Speaker 0: Es gibt natürlich weiter in die Maus es gibt Löwenzahlen weiterhin.
- 28:56Speaker 0: Was laut und hektisches kommt bei den Kindern natürlich gut an ist keine Frage.
- 29:00Speaker 0: aber Ich denke, dass viele auch ... dann muss es unbehaagen haben.
- 29:07Speaker 0: Auch unter Kindern die sagen, naja gut, ich hab jetzt da vorgesessen aber das war eigentlich vergeisterte Zeit.
- 29:15Speaker 0: Ich denke also, dass auch viele Eltern und das werden wir sehr oft ihren Kindern sagen oder sagen ihr Kinder bleibt weg von dem Bildschirm.
- 29:25Speaker 0: Also vom Tablet, vom Laptop und vom Fernseher.
- 29:30Speaker 0: Und die sagen dann Ihren Kindern guckt.
- 29:34Speaker 0: Okay, dann mit der Maus könnt ihr gucken und das sind uns natürlich die Liebsten.
- 29:39Speaker 1: Lernen vor dem Bildschirm ist ja seit einem Jahr auch so angesagt wie nie zuvor weil wir über weite Strecken in dieser Pandemie Homeschooling machen müssen.
- 29:51Speaker 1: Warum fällt es eigentlich Lehrern oft so schwer da auch wirklich die Kinder mitzunehmen?
- 29:59Speaker 1: Würde es Sinn machen, dass die sich mal so ein bisschen mehr mit den Strategien der Maus quasi auch auseinandersetzen um Dinge anschaulicher zu erklären?
- 30:09Speaker 0: Ja und das tun ja aber auch.
- 30:12Speaker 1: Also
- 30:13Speaker 0: es gibt sehr viele Videos gerade in der Tuhrwissenschaften Mathe und so wo die gut erklärt wird und ich weiß dass viele Lehrer auf ihren Whiteboards sie haben diese Filme auch zeigen, sind auch viele Mausfilme dabei um ihren Unterricht zu bereichern und das zu nutzen.
- 30:38Speaker 0: Und im Prinzip machen diese Lehrer die Videos produzieren fast dasselbe wie die Maus.
- 30:47Speaker 0: sie nehmen sich Zeit geben sich Mühe basteln Modelle und machen das für das Video um dann eben so eine Einheit So eine Erkläreinheit, gut zu strukturieren.
- 31:00Speaker 0: Und vielen gelingt das auch gut und ich denke die Schulen werden gut beraten auch nach der Pandemie diese Inhalte zu nutzen denn da sind viele gute Sachen dabei.
- 31:14Speaker 1: Inzwischen stehen ja auch ein paar jüngere Kollegen bei der Maus noch mit vor der Kamera.
- 31:22Speaker 1: wie habt ihr die eigentlich?
- 31:25Speaker 1: eingelernt quasi also ihr als generation eins der maus sozusagen wie habt ihr den jungen neuen beigebracht worauf es wirklich ankommt.
- 31:38Speaker 0: Ja die nachfolgende generation das sind ja vor allem moderatoren also leute vor der kamera und nur teilweise sind es autoren.
- 31:51Speaker 0: also das muss man dazu sagen bei Armin Malbert und mir ist es so, dass wir vor der Kamera und hinter der Kamera sind.
- 32:00Speaker 0: Was natürlich einen großen Vorteil hat weil wir ganz anders davon erzählen können wie wir Dinge entdeckt haben, was rausbekommen haben.
- 32:08Speaker 0: aber das geht auch anders und das wird auch gezeigt.
- 32:14Speaker 0: die andere Gatske oder die Clarie oder die Sirm Die können auch gut erklären Die wissen auch, wovon sie sprechen.
- 32:24Speaker 0: Das ist jetzt nicht so das nur ihre Texte lernen oder abliefern sondern die stecken auch in den Geschichten dran.
- 32:30Speaker 1: Wird es eigentlich schwieriger Autoren Nachwuchs zu finden für solche Themen?
- 32:35Speaker 1: Wie ist es wirklich gut können?
- 32:37Speaker 0: Ja also ich habe jetzt die Zende mit der Maus die siebziger Jahre bei einer XXL Sendung gesehen und da sieht man wie auch probiert worden ist Sachgeschichten zu entwickeln, welche verschiedenen Möglichkeiten gibt.
- 32:54Speaker 0: Ganz verrückte Angänge nicht alle wo man sagt ah das muss man so machen aber man hat viel probiert und Das ist einfach auch wichtig dass da jeder seinen Weg findet wie man was erklärt.
- 33:09Speaker 0: Und die Maus hat halt das Glück gehabt Im WDR einen Sender zu haben der Sendung lange die Möglichkeit gegeben hat, sich zu entwickeln und Dinger auszuprobieren.
- 33:23Speaker 0: Und zu experimentieren das weiß nicht ob es heute noch mal gäbe keine Ahnung.
- 33:29Speaker 1: hast du eigentlich sowas wie eine ganz persönliche Themenwunschliste?
- 33:33Speaker 1: Die du gerne mal noch machen würdest?
- 33:35Speaker 1: also gibt's da so vielleicht drei Themen die du verraten kannst die Du unbedingt gerne mal erklären möchtest mit einer Sachgeschichte.
- 33:43Speaker 1: wenn
- 33:43Speaker 0: dann habe ich schon getan oder ist auf meiner Liste was ich jetzt vorhabe.
- 33:48Speaker 0: Also ich glaube, ich darf alles erklären was ich erklären will.
- 33:55Speaker 1: Also dürfen wir uns als nächstes auf jeden Fall mal irgendwann auf den Zapf fahren freuen und den Tannenzapfen wie du vorhin schon gesagt hast?
- 34:02Speaker 0: Genau
- 34:04Speaker 1: die Tankpistole genau!
- 34:07Speaker 0: Nicht dem Bierzapf fahren.
- 34:11Speaker 0: Den haben wir auch nicht, da haben wir nix mehr gemacht dann.
- 34:13Speaker 1: Wer aber auch interessant ist ja auch nicht ganz trivial.
- 34:17Speaker 0: Es gibt eine Sachgeschichte Bier.
- 34:22Speaker 1: Du hast auch mal ein Buch geschrieben vor gar nicht allzu lange, also du hast mehrere Bücher geschrieben.
- 34:27Speaker 1: Aber eins der Bücher die du geschrieben hast dreht sich um das Thema Lesen und ich weiß dass sich wahnsinnig viele Eltern sehr schwer tun ihre Kinder fürs lesen zu begeistern.
- 34:40Speaker 1: es war ehrlicherweise auch in meiner Generation schon so dass sich da viele gar nicht so sehr mehr für Bücher interessiert haben was ich immer gar nicht verstanden habe.
- 34:49Speaker 1: Aber wie kann ich denn eigentlich, also A, wie wichtig ist eigentlich noch dieses wirklich physische Buch, das sich in die Hand nehme?
- 35:01Speaker 1: Und und wie kann Ich irgendwie meinem Kind beibringen, dass es ja vielleicht auch mal eine Lohnenswerte Beschäftigung ist ein Buch zu lesen?
- 35:11Speaker 0: Das fängt schon damit an, dass du deinem Kind vorliest.
- 35:15Speaker 0: Es ist ganz wichtig und das bot der erste Schritt mit Kindern, also auch mit einem-zweijährigen Buch um zu blättern.
- 35:26Speaker 0: Daher zu sitzen und zu gucken und Dinge zu entdecken und dann später dann auch vorlesen und dann noch selber sich gegenseitig vorlösen usw.
- 35:39Speaker 0: Für die Kinder bis lange mal sieben acht ist es doch kein großes Problem.
- 35:43Speaker 0: Die haben da groß Spaß dran.
- 35:45Speaker 0: Schwierig wird's dann so nach dem zehnten Lebensjahr wo dann einfach andere Dinge wichtiger werden.
- 35:54Speaker 0: Man spricht ja von einem leese Austrittsalter und da müssen die Eltern sich mal ein bisschen anstrengen, das ist ganz wichtig vor allem dass sie selber als Vorbild auch mal buchen.
- 36:06Speaker 0: die hatten eben also nicht nur nachts wenn wir Kinder nicht mehr zu gucken und schon schlafen sondern auch eben nicht nur mit dem Handy auf uns so versitzen sondern auch mal im Buch dann auch mit den Kindern in der Buchanlage hin oder in die Bibliothek und Bücher aussuchen.
- 36:23Speaker 0: Und oft schnacke ich es dann mal, und dann lesen die Kinder mit Begeisterung.
- 36:30Speaker 0: zum Beispiel Harry Potter war so ein Teil wo sich viele Kinder gesagt haben ja das will ich nicht lesen, das ist spannend, dass ist spannend!
- 36:37Speaker 0: Dann sind sie ans Lesen gekommen und habe später auch danach gesucht solche Erlebnisse zu haben wie mit Harry Potter.
- 36:48Speaker 1: Wie hast du es eigentlich hinbekommen, dass du Kinder so wahnsinnig gut verstehst?
- 36:52Speaker 0: Ich weiß nicht ob ich Kinder gut verstehe.
- 36:54Speaker 0: Also ich bin selber neugierig und ich mache eigentlich auch Filme weil ich das selber wissen will und scheinen so zu sein, dass die Kinder das mögen also kein großes Kinder verstellen ist.
- 37:09Speaker 0: Die große Kinderversteher vielleicht ich weiß es nicht aber
- 37:14Speaker 1: Vielleicht eher so ein bisschen das Kind in dir bewahrt.
- 37:18Speaker 1: Ja
- 37:18Speaker 0: natürlich, ich sage immer diese Neugierde von einem Anfang gesprochen haben die ist in mir drin und die habe ich sozusagen auch zu meinem Beruf gemacht.
- 37:27Speaker 0: Und dass es ganz prima war.
- 37:31Speaker 0: Man nennt es Arbeiten aber eigentlich bin nicht nur neugierig und hat Spaß!
- 37:35Speaker 1: Jetzt bist du ja in einem Alter, wo andere vielleicht an Rente oder Ähnliches denken.
- 37:40Speaker 1: Ich habe bei dir so das Gefühl, dass es was, was dich gar nicht reizt, oder?
- 37:45Speaker 1: Also irgendwie so wirklich Lust darauf hast du überhaupt nicht.
- 37:48Speaker 0: Das ist weit entfernt von mir.
- 37:50Speaker 0: also ich hab einfach wahnsinn Spaß am arbeiten und toll geht und natürlich kriegt man nur etwas für die Sendung mit der Maus arbeitet auch ganz viel zurück.
- 38:01Speaker 0: wenn mich Leuten auf der Straße begegnet Dann sagen viele, das hat Spaß gemacht und durch dich bin ich Techniker, Ingenieur, Wissenschaftler geworden.
- 38:11Speaker 0: Das macht mich mal besonders stolz.
- 38:13Speaker 0: Und ja, mit dir bin ich groß geworden.
- 38:17Speaker 0: Da gucke ich hoch zwei Meter zehn okay prima hat geklappt.
- 38:23Speaker 1: Wie ist eigentlich das Feedback von deinen Enkeln, wenn die dich vor der Kamera sehen?
- 38:27Speaker 1: Wenn die dich in einer Sachgeschichte sehen kommt da auch ab und so mal Kritik oder eine Anmerkung.
- 38:34Speaker 1: Das hättest du so noch machen können.
- 38:37Speaker 0: Weil mein Enkel nicht... weil meine Tochter war das so.
- 38:41Speaker 0: Die hat dann irgendwann gesagt, ah weißt du diese Sachgeschichten sind doch eher langweilig.
- 38:46Speaker 0: Und das hat uns auch dazu angesporen eben diese anfängende lustigen Sachgeschicht zu machen mit den Verschiedene Möglichkeiten und so was.
- 38:54Speaker 0: Also, wenn jetzt die Enkeln gibt, die gucken dass sie sagen, das ist der Ofen, weil es im Fernsehen und so und der Manchmal fragen Sie auch oder war das hier oder ist das hier gedreht?
- 39:06Speaker 0: Oder wo war das?
- 39:08Speaker 0: Das schon, aber das ist jetzt kein großes Ding für die.
- 39:11Speaker 1: Ich Danke dir sehr für deine Zeit und die ganzen vielen Einblicke rund um die Sendung mit der Maus.
- 39:18Speaker 1: Und dein ganz persönliches Leben, mit der maus und auch davor hat sehr viel Spaß gemacht.
- 39:23Speaker 1: Vielen, vielen Dank!
- 39:24Speaker 0: Gerne.
- 39:25Speaker 0: Schönen Gruß an deinen Hörer und Zuschauer.
- 39:29Speaker 0: Das war es leider
- 39:30Speaker 1: schon.
- 39:31Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 39:33Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 39:35Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 39:37Speaker 1: Bitte
- 39:38Speaker 0: nimm Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise,
- 39:40Speaker 1: wenn du die
- 39:41Speaker 0: Bar vermisst.
- 39:42Speaker 0: Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken!