Latest / Forstcast - Dein Wald-Podcast / #21 Moor & Wald: Das Ende einer tausendjährigen Lovestory?
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- 0:00Hildegard Vogel: Wenn ich an Moore denke, dann sehe ich eine ebene Fläche vor mir, bewachsen mit hohen Gräsern und hier und da wächst ein Busch.
- 0:08Hildegard Vogel: Und ich höre die Warnung meiner Eltern: "Mach einen großen Bogen um das Moor und geh auf gar keinen Fall rein!"
- 0:16Hildegard Vogel: Und warum wir uns in einem Waldpodcast über Moore unterhalten und welche Raritäten tatsächlich bei uns in Bayern im Moor wachsen, das verrät euch unser heutiger Gast den ich fast mit Mr.
- 0:28Hildegard Vogel: Moore vorgestellt hätte.
- 0:29Hildegard Vogel: Die Geschichte zu diesem freudschen Versprecher und warum der falsche Name eigentlich genau da richtig ist – das verrate ich euch am Schluss der Folge!
- 0:38Hildegard Vogel: Und ich hoffe inständig, dass mir danach nicht die Kollegenschaft gekündigt wird.
- 0:42Hildegard Vogel: Mein Name ist Hildegard Vogel und ich bin Försterin aus Leidenschaft an der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft.
- 0:48Hildegard Vogel: Und ihr hört Forstcast, den Waldpodcast!
- 1:02Hildegard Vogel: Hallo Stefan, jetzt verraten mir doch erstmal deinen richtigen Namen und was du genau bei uns an der LWF machst?
- 1:09Stefan Müller-Kroehling: Ja, ich bin Stefan Müller-Kroehling und ich bin an der LWF zuständig federführend - nicht alleine aber federführend - für den Moorschutz im Wald.
- 1:17Und jetzt falle ich auch deswegen gleich mit der Tür ins Haus.
- 1:20Ich habe ja schon gesagt, wenn ich an Moore denke, dann sehe ich Graslandschaften und so ein paar Krüppelbüsche vor meinem inneren Auge.
- 1:27Wie passen da jetzt Wald und Moore zusammen?
- 1:30Das ist tatsächlich eine ziemlich häufige Frage.
- 1:32Unser Bild von Moor ist geprägt von der norddeutschen Tiefebene, baumfreie Moore.
- 1:38Man nennt das die Atlantische Regenmoorregion. Und wir haben hier in Süddeutschland die süddeutsche Moorregion.
- 1:43Da spielen Bäume von Natur aus eine erhebliche Rolle und in sehr unterschiedlichem Umfang, aber doch in fast allen Mooren sind Gehölze natürlicherweise vorhanden.
- 1:52Und das hat man lange nicht so verstanden oder gesehen.
- 1:55Deswegen haben wir hier eine wichtige Rolle, hier eine gedankliche Transformation hinzubekommen.
- 2:01Und ich habe mich jetzt gerade als Bayer mit Migrationshintergrund geoutet.
- 2:05Ich bin nämlich ja gar kein gebürtiger Bayer, sondern ich komme aus der noch nördlicher als die norddeutsche Tiefebene.
- 2:11Ich komme von der Ostsee aus Schleswig-Holstein.
- 2:13deswegen mein anderes Moorbild tatsächlich.
- 2:16Ja, aber es haben auch viele Bayern dieses andere Moorbild, weil das einfach so im Verständnis vorhanden ist.
- 2:23Ich sage mal hier offener Desto Moor und dass wenn man in die Standardwerke reinschaut der Vegetationskunde da steht es aber schon seit Jahrzehnten korrekt drin also beispielsweise der große Ellenberg Vegetation Mittel Europas mit den Alpen ein Werk mit über tausend Seiten.
- 2:37Da steht es genau so drinnen.
- 2:39Die süddeutsche Mooregion ist geprägt von Mooren die zu erheblichen Teilen mit Bäumen auch bestockt sind auf Teil der Flächen.
- 2:47Und wir haben sogar einige Baumarten, die nur in Moran vorkommen in Süddeutschland also diese Anpassung mitgemacht haben.
- 2:52Da frage ich gleich nochmal nach jetzt interessiert mich erst mal warum sind denn überhaupt Moore wichtig für uns?
- 2:58Also warum beschäftigst du dich mit Moran so intensiv?
- 3:01Ja, Moore sind zurzeit in aller Munde wegen ihrer großen Bedeutung für den Klimaschutz.
- 3:05deswegen möchte ich das an erster Stelle erwähnen.
- 3:07aber dass ist bei Weitem nicht die einzige Funktion die sie für uns als Ökosystem-Dienstleistungen oder Öko System Leistung haben.
- 3:15In Moorn ist unheimlich viel CO² gespeichert, also ein Treibhausgas das ja zurzeit auch massiv zur Klimaerwärmung beiträgt.
- 3:22Im Vergleich zu den drei Prozent an der deutschen Landesfläche und übrigens lustigerweise auch drei Prozent in der Erdoberfläche, die Morre einnehmen.
- 3:31Machen sie an den Treibhausgas-Emissionen Bayerns zurzeit fast sieben Prozent aus also stark überproportional.
- 3:37Und das liegt daran dass die meisten Morre oder alle allermeisten Morre entwässert sind.
- 3:41und dabei gerät eben dieses Treibhaus Gas, das über Jahrtausende gebunden wurde relativ rasch wieder an die Atmosphäre.
- 3:47Die Morre verpuffen das Regelrecht Und Sacken dabei auch.
- 3:51Die verlieren also an Fläche, an Höhe und aber auch an Moorfläche weil die an den Moorrendern schmilzt das Moor praktisch wie ein Gletscher vor unseren Augen zusammen.
- 3:59Die Moor-Fläche Bayerns ist zurzeit rückläufig durch diese Entwässerung.
- 4:02Man kann sagen dass wahrscheinlich maximal noch drei Prozent der Bayerischen Moor flächen weitgehend intakt sind.
- 4:08Der Rest ist in mehr oder weniger starker Form entwässert historisch gesehen Also aktive Entwesserungen findet nicht mehr statt Ist auch gar nicht zulässig.
- 4:16Aber wir haben dieses Erbe eben zur Zeit als etwas, das wir angehen müssen.
- 4:20Weil dieser Zustand ist kein guter, weil die Treibhausgase ja an allen Stellen wo wir sie verursachen vermeiden müssen und wir müssen sogar versuchen aus Moran wieder treibhausgas senken zu machen also dass Sie wieder Treibhausgase wegspeichern.
- 4:33da ist aber noch ein gewisser Weg dahin.
- 4:35Du sprichst von einem gewissen Weg?
- 4:36Da gehe ich gleich nochmal darauf an.
- 4:38fragt nochmal nach Zuerst mal du hast das Wort Ökosystemleistung benutzt.
- 4:43Das bedeutet die Moore erbringen Dienstleistungen für dich, für mich und unsere Hörerschaft.
- 4:48Du hast den Klimaschutz erwähnt auch schon was ein bisschen mitklagen.
- 4:52Den Hochwasserschutz gibt es auch noch Landschaftsschutz.
- 4:55Die Biodiversität ist ja auch faszinierend welche Pflanzen und Tiere nicht nur Bäume darin wohnen.
- 5:02Aber was konkret, also was machen denn noch die Moore für uns als Gesellschaft?
- 5:07Also welche Dienstleistungen erbringen Sie für uns außer jetzt?
- 5:12CO-Zwei Speicher wenn sie intakt sind und Klimaschutz.
- 5:16Ja, also die Leistung sind schier allumfassend!
- 5:18Das ist wirklich geradezu unglaublich, was Moore für uns alles leisten können.
- 5:22Gerade in Zeiten von Klimawandel haben wir ja auch zunehmend mit stark Niederschlägen zu tun und hier leisten die Moore tatsächlich einen wichtigen Rückhalt des Wassers in der Landschaft Und wir haben es auch mit Hitze zu tun und mit Trockenheit.
- 5:34Und hier leisten die Moore eben auch eine Funktion als Wasserspeicher in der Landschaft, und eine Kühlung der Landsschaft durch sogenannte Transpirationskühlung.
- 5:42Also sie erbringen dort wo Sie sind genau die Leistungen, die wir uns eigentlich jetzt wünschen würden, Kühlungen der Landstschaft und Zurückhalt von einem zu vieler Niederschlägen – und auch eine langsame Wiederabgabe des gespeicherten Wassers an die Landschaft so dass beispielsweise auch die angrenzende Landwirtschaft profitiert, weil das Wasser eben nicht schnell durchrauscht.
- 6:00Am besten noch mit Erosion sondern langsam aus diesem Schwamm wieder abgegeben wird.
- 6:05also eigentlich etwas was wir dringend brauchen und auch mehr brauchen und das leisten aber nur intakte Moore und deswegen ist es schlecht dass die aller allermeisten Moore zurzeit in ihrer Funktionsweise stark gestört sind.
- 6:17Stark gestört?
- 6:18Und ich vermute mal das war nicht die Natur, sondern da war der Mensch am Werk.
- 6:22Kannst du mal ganz kurz sagen was haben wir denn getan um die Moore so zu beeinflussen?
- 6:27Ja, also die Beeinflussung der Morhe reicht tatsächlich erstaunlich weit zurück.
- 6:31Also bereits vor vier-fünfhundert Jahren hat man angefangen, Morhe zu entwässern, Morre zu beweiden und auch auszustocken – also die Gehölz zu entnehmen, den Morandwald zu entfernen.
- 6:42Und man hat das genutzt für die Streunutzung als Brenntorf.
- 6:47Zum Teil dann in der Hochzeit der Brenntorffennutzungen sind Eisenbahnlinien ganz gezielt durch Moor gebaut worden, um da Tankstellen für den Brenntorf zu haben.
- 6:56Da denke man an das Haspelmoor oder das Dinkelscherben am Moor bei Augsburg oder auch des Schorenmoos bei Dietmannsried im Allgäu.
- 7:02Das sind die Moore ganz gezielt als Tankstelle sozusagen angefahren worden und teilweise hat sogar die Bahnlinie einen Schlenker gemacht in diese unbesiedelten Gebiete, um quasi den Torf aufnehmen zu können.
- 7:14Man hat auch ganz spezielle Kessel verwendet ein speziellen Stahl weil eben dieser Torf als Brennstoff sehr säurereich ist und sonst andere Kessel angegriffen hätte.
- 7:25Also das war ein wichtiger Brennstoff in der Landschaft, die Moa Besiedlung und die Moanutzung waren auch staatliche Aufgaben.
- 7:32Es gab sogar mal eine Phase vor ungefähr hundert Jahren da hat der Staat sogar die Grundbesitzer verpflichtet im Rahmen des Ötlandgesetzes ihre Moore im Kultur zu nehmen.
- 7:42Wer das nicht hat, dem drohte die Enteignung.
- 7:44Also so weit ist man damals gegangen also dass wir heute Moorschutz von staatlicher Seite haben.
- 7:50Das war ein Paradigmenwechsel in den siebziger Jahren und auch da war übrigens der Forst niemand der zur Jagd getragen werden musste sondern Moorschützer.
- 7:57das waren oftmals Forstleute Die angefangen haben die Flächen unter Nicht mehr unter Kultur nehmen zu wollen Sondern wieder in ihrer naturnäheren Zustand zurückführen zu wollen.
- 8:07Das finde ich jetzt spannend!
- 8:11gar nicht im Wald weichen, sondern es war zuerst so dass die Menschen das Moor genutzt haben für den Torfabbau und als Ackerfläche.
- 8:19Und der Wald war sozusagen die letzte Lösung wenn der Torf entweder ausgebeutet war oder Wiesen- und Acker nicht mehr genügend Ertrag gebracht haben oder ist einfach zu mühselig waren diese Flächen zu bewirtschaften.
- 8:31Ich stelle mir tatsächlich die Frage, welche Baumarten sind denn so genügsam, dass sie auf diesen Nährstoffarm und schwierigen Moorböen überhaupt noch wachsen?
- 8:41Ja.
- 8:41Und hier kommt eine große Besonderheit Bayerns zum Tragen, die sozusagen auch zugleich eine riesige Chance und Stärke unseres Moorschutz im Wald ist!
- 8:50während in vielen Regionen Europas und auch auf der Welt, in den Mohren fremdändische Baumarten und standortsfremde Baumarten angebaut worden sind.
- 8:58Sind es bei uns die gängigsten Forstbaumarten?
- 9:01Die ursprünglich ihre Heimat in vielen Regionen nur in den Moan hatten und auch nachweislich über Polenprofile dort immer vorhanden waren.
- 9:08deswegen vielleicht aber auch im Umkehrschluss das negative Bild dass man von Bäumen in den moan hatte ich sag jetzt mal hatte nicht mehr hat weil man diese Baumarten, die bei uns die gängigsten Forstbaumarten sind auf drei Viertel der Fläche in Bayern haben wir ja Wichte und Waldkiefer als die beiden dominierenden Baumarten.
- 9:25Und hat dabei übersehen dass genau das aber auch die Baumarten sind, die zu erheblichen Teilen an den Morrandwäldern unserer Moore von Natur aus beteiligt waren und in vielen Regionen sogar die einzige Heimat waren für diese Baumarten!
- 9:36Wir haben aber daneben auch noch ganz tolle weitere Baumarten die nur in Moran vorkommen.
- 9:41Echte Eiszeit-Relikte gleich drei an der Zahl.
- 9:44Das ist auch viel zu wenig bekannt und wird zu wenig beachtet.
- 9:47Ein bisschen bekannt geworden ist mittlerweile die Spirke, die aufrechte Moorkiefer mit noch etwa viertausend Hektar, die wir in Bayern haben.
- 9:54Diese Spircke ist die einzige Baumart, die mit Torfmosen mitwachsen kann durch sogenannte Adventiv-Wurzeln.
- 10:00Das heißt sie bildet wenn das Torfmose nach oben wächst, bildet sich zusätzliche Wurzel lagen und wächst damit praktisch mitt nach oben.
- 10:06Das ist einmalig und zeigt wie stark sie angepasst ist an diesen unglaublich dynamischen Lebensraum der zwar langsam aber doch ständig in Veränderung begriffen ist.
- 10:15Ein wachsendes Hochmoor wächst ja jedes Jahr einen Millimeter nach oben und das ist für eine Baumart hört sich nicht viel an, ein Millimeter.
- 10:22aber die meisten Baumarten würden über kurz oder lang nach wenigen Jahrzehnten praktisch ersaufen und dann praktisch in den Torfmos untergehen.
- 10:28und die Sperrke kann wenn des Torfmuswachstum nicht zu rasant ist mitwachsen.
- 10:33Dann haben wir auch noch die Kapatenbürge einer Unterart der Moorbürge.
- 10:36Auch schon die Moorbirge ist ein Riesenschatz hat aber ein großes Verbreitungsgebiet Eine reine Europäerin.
- 10:43Sie ist schwachwüchsiger als die Reinform der Moorbirke, als die Normalform und ist fast ausschließlich auf Moore begrenzt kommt zum Teil auch noch auf sehr kalten anderen Standorten den Blockhalden und dem Hochgebirge vor.
- 10:55also eine zweite große Besonderheit die Kapatenbirke.
- 10:58Und viel zu wenig beachtet und muss auch noch weiter erforscht werden Die Moor Waldkiefer.
- 11:03Die Pinos Silvestris Also unsere normale Waldkiefe in der Unterart Tofosa Das ist ein krüppelförmiger Baum im Zentrum von manchen Mohren und wird dort als schwachwüchse Gewaltkiefer wahrgenommen, ist aber was Eigenes.
- 11:15Ist eine eigene Unterart!
- 11:17Und hier müssen wir auch teilweise das Augenmerk darauf lenken dass wir sagen wenn wir solche Schätze in unseren Mohren haben die sich über Jahrtausende angepasst haben dann muss da doch etwas dran sein dass sie schon immer da waren sonst hätten sich diese Anpassungen ja nicht entwickelt.
- 11:29Und es ist ja auch eine Verantwortung für Bayern, dass wir sagen, Moorschutz ist jetzt nicht nice to have.
- 11:35Sondern das ist unsere Verantwortung diese Standorte zu erhalten, dass die sich ja tausend alte Baumarten zukünftig hier in Bayern zu Hause haben.
- 11:43Absolut!
- 11:44Das ist für uns ein ganz wichtiger Auftrag.
- 11:46Hier sehen wir eine Kernverantwortung des Moorschutzes.
- 11:49Da habe ich tatsächlich mal eine Frage zu Stefan, weil... Ich habe mit unserem Kollegen Dr.
- 11:55Stefan Raspe in einem anderen Forcecast mal darüber unterhalten, wie viel Wasser ein Wald pro Tag verdunst oder verbraucht und es war schon eine große Zahl also... Der andere Stefan, ich glaube es war im Forstkast Nummer acht hat erzählt das ein Wald rund drei Liter Wasser pro Tag auf dem Quadratmeter verbraucht.
- 12:18Da frage ich mich jetzt naja wenn jetzt Wald auf Moor wächst und so viel Wasser verbrauchten, säuft dann der Wald nicht irgendwann das Moor leer?
- 12:26Genau das ist so auch eine gängige Vorstellung, die man von der Rolle der Bäume hat.
- 12:31Dass sie entweder des Wasser wegsaufen oder regelrecht den Kohlenstoff da rauspumpen und rausziehen und dann in ihren Stämmen was weiß ich einlagern.
- 12:38also das ist tatsächlich berechtigt die Überlegung aber sie isst falsch.
- 12:41Also der Wasserhaushalt steuert die Vegetation noch nicht die Vegetations-Wasserhaushalte.
- 12:46Ein intakter Moorwald ist in der Regel so licht dass sehr viel vom Niederschlagswasser auf dem Boden gelangt.
- 12:53Natürlich hat man in einem sehr dichten Nadelforstbestand, eine hohe Interzeption.
- 12:58Ich würde mal sagen so was wie vierzig Prozent des Niederschlags können in einem Hageldichten-Fichtenforscht auf Moorstandort schon mal in der Krone hängen bleiben.
- 13:06Aber das ist auch ein Forstzustand, den ich nur erreichen kann wenn ich vorher bereits stark entwässere.
- 13:11Das heißt nur auf Basis von Entwässerungsgräben kann ich auf einem Hochmoor Standort einen so dichten Fichtenforst zustande bringen, der auch eine so hohe Interzeption hat.
- 13:20Wenn ich jetzt stattdessen ein naturnahes Spirkenfilz hätte mit seiner Lichtigkeit oder einen naturnahren kaparten wirken Morantwald dann ist die Interzeptionen zwar da, aber wesentlich geringer und wird ausgeglichen.
- 13:33Also kompensiert wieder durch die positiven Leistungen, die die Gehölze für das Moor-Klima bringen, durch die sogenannte Transpirationskühlung und die Windbremse – das nennt man Oaseneffekt!
- 13:44Und insofern ist der Baum im Moor in der Summe entweder ein Nullsummspiel für das Moore oder sogar positiv.
- 13:50Positiv tatsächlich nachgewiesen in trockeneren Moor-Regionen wie in Oberfranken mit vielen entwässerten Mooren und stark zuschlagenden Klimawandel über die sogenannte Ammengehölzwirkung.
- 14:01Das heißt, teilweise wachsen in solchen trockengelegten Mooren in eher trockenen, trockenwarmen Regionen, wachsen dann die letzten Moorpflanzen also Moosbäre, Rausbäre Torfmose, scheidiges Wolgras, die wachsen ausgerechnet unter den Bäumen, wie gesagt Ammengehölzeffekt.
- 14:17Das zeigt, dass die Gehölze eben eine mehrschichtige Wirkung haben.
- 14:20und diese Vorstellung sie punkten das Moor leer.
- 14:23Die wird dann ad absurdum geführt oder die zeigt sich dann als Fehler.
- 14:27wenn man tatsächlich ein Moor kahl schlägt um zu meinen jetzt vernässig ist?
- 14:31Dann kann man messen wie viel die Wassersäule ansteigt.
- 14:34Das sind tatsächlich drei, vier oder fünf Zentimeter, die die Wassersäulen nur ansteigen.
- 14:39Wenn jetzt das Wasser durch Entwässerungsgräben siebzig oder achtzig Zentimeter unter der Geländeoberfläche stehen dann machen drei oder vier Zentimeter das Kraut nicht wirklich fett.
- 14:47D.h.,
- 14:47der Standort bleibt waldfähig und es kommt in der Regel ein dichterer Wald als vorher meistens mit Faulbäumen und ganz vielen jungen Bäumen.
- 14:55also diese Wirkung verpufft sofort d.h.
- 14:58das Kahlschlagen hat praktisch nichts gebracht außer dass man die Transpirationskühlung beseitigt hat von dem Altbestand.
- 15:04Und wenn man den Bestand vernässt erfolgreich, dann sterben die und es gelingt tatsächlich in so zu vernessen dass das Wasser dauerhaft unter der Geländeroberfläche steht bis maximal fünfzehn Zentimeter im Jahresmittel.
- 15:15Bis maximal fünfzentimeter können wir davon ausgehen, dass es weitgehend gehölzfrei ist.
- 15:20Wenn das Wasser so hoch wieder angestaut werden kann Dann können die Bäume das nicht wegpumpen Das heißt sie sterben ab.
- 15:26Also sprich Der Wasseraushalt steuert die Vegetation und das gilt auch für die Bäumen und nicht die Bäume den Wasserhaushalt.
- 15:33Und dann kommt noch ein Aspekt dazu, die wichtigste Pflanze in unseren Hochmooren sind die Torfmose.
- 15:39Die Torfmosen das sind Hungerkünstler, sie sind gewohnt mit ganz wenig Nährstoffe auszukommen und ein wichtiger Mangelfaktor in der Torfmus-Mooren ist Phosphor, Phosphat.
- 15:51Die Phosphoreneignung der Torffmose ist länger besser als von den Bäumen.
- 15:55D.h.,
- 15:56die Torffmoser holen sich das wenige Phospho, was drinnen ist, schnabulieren das den Bäum weg Und die Bäume gucken in die Röhre.
- 16:03und wenn ich einen Nährstoff im Mangel habe, der kann nicht durch andere Nährstoffe ausgeglichen werden dann bestimmt das das Wachstum der Bäumen oder dem Zweifelsfall sogar deren kümmern und eingehen.
- 16:12Wenn der wichtige Faktor Phosphor im Mangle ist weil die Torfmose sich das holen, dann kümmern die meisten Baumarten heißt im Umkehrschluss, wenn ich Torfmose wieder etablieren kann dann richten die das schon.
- 16:22Die sorgen dafür dass die Bäume nicht überhand nehmen und dass sie... Dass es ein gesundes Gleichgewicht ist aus diesen Moorpflanzen den Torfmosen dem scheidigen Wolgras auf der einen Seite und den Bäumen auf der anderen Seite.
- 16:33Das klingt für mich, dass bei uns in Bayern Wald- und Moor eigentlich eine gut eingespielte WG sind.
- 16:39Genau so ist es.
- 16:40ein schönes Bild Eine Symbiose Ein Geben und Nehmen Und auch ein Mosaik.
- 16:47Und man versteht jetzt heute besser, dass in den meisten Mooren auch bereits von ursprünglich an Bäume eine erhebliche Rolle gespielt haben.
- 16:54Es gibt auch ganz gehölzfreie Moortypen – da gilt auch zu bedenken, Moor ist nicht gleich Moor!
- 17:00Wir haben in Bayern nicht nur eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt vom Spessart bis in die Alpen, vom Frankenwald bis ins Allgäu sondern wir haben auch eine unglaublichen Schätze an verschiedenen Moorttypen, Quellmoore, Basenreichemoere, Extrembasenarme-Moore Dahlmoore, hochgelegene Moore.
- 17:18Überflutungsmoore und diese Vielfalt kann man auf keinen Fall über einen Kamm scheren.
- 17:23also in jeder dieser Moortypen funktioniert der Wasserhaushalt anders und spielen auch Bäume und andere Pflanzen eine unterschiedliche Rolle.
- 17:31Das heißt die WG hat lange Zeit gut funktioniert bis der Mensch eingezogen ist und das hat das WG-Leben so ein bisschen gestört.
- 17:38Gott sei Dank gibt es aber auch Menschen, die WG-fähig sind.
- 17:42Also du zum Beispiel Stefan, sorgst dafür dass die WGMenschmur und Wald wieder besser wird?
- 17:47Was tust Du denn da für konkret?
- 17:49Ja viele Morre sind im Wald nicht speziell im Wald, aber auch im Wald entwässert Und ja ungefähr die Hälfte dieser Morre gehören dem Freistaat.
- 17:58über die BISF gibt es bereits sehr ambitionierte Ziele, die mit einem sehr engagierten Team umgesetzt werden.
- 18:04Die also ganz klare zeitliche Ziele auch haben, wann sie alle Hoch- und Übergangsmoore vernessen werden.
- 18:10Im Privat- und Körperschaftswald ist es freiwillig was die Waldbesitzer tun wollen und wir schaffen hier als LWF die Beratungsgrundlagen und die wissenschaftlichen Grundlagen für das Tun dieser Waldbesitzer.
- 18:22Mehr ist nicht unsere Aufgabe, also die Waldbesitze entscheiden selbst was sie machen wollen.
- 18:27Wir beraten auch die Behörden des Bundes- und des Freistaats bei der Entwicklung von Förderprogrammen.
- 18:32Das ist extrem wichtig Denn Moorvernessung kostet nicht nur Geld Für die Anlage von Stauwerken Sondern Moorvernässungen erschwert ja auch die Bewirtschaftung.
- 18:41Man muss die Be Wirtschaftung anpassen.
- 18:42Da kommen wir sicher gleich noch drauf Und da sehen wir unsere Aufgabe dass wir hier mithelfen im Zusammenspiel mit den anderen zuständigen Behörden und Stellen des Freistaats und des Bundes, dass hier die geeigneten Förderinstrumentarien zur Verfügung stehen.
- 18:57Also das bedeutet wenn ich so ein Moa wieder intakt bringen will, dann muss ich das Moor erstens wiedervernessen.
- 19:03Also ich muss wahrscheinlich die Entwässerungskreben zurückbauen oder zu machen, dass eben das Wasser nicht mehr aus dem Moor rausläuft.
- 19:10Das klingt für mich auch nach wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren... Genau
- 19:12so ist es ja!
- 19:13...zeitaufwendig sind.
- 19:15und im Vorgespräch hast du mir auch gesagt, dass Moa an sich oder die Gräben im Moor zu verschließen ist nur der erste Schritt.
- 19:21Der zweite Schritt ist auch das Einzugsgebiet um das Moar.
- 19:24Das heißt dort muss auch wieder der Grundwasserspiegel angehoben werden damit eben dieser Wasser-Balance zwischen Moor und benachbarten Flächen auch wieder stimmt.
- 19:34Und das ist wahrscheinlich noch ein größerer Akt, weil außerhalb vom Moor sprechen wir von Sieglungsgebieten, von Straßen, von Parkplätzen also von Infrastruktur allgemein.
- 19:43Genau so ist es ja!
- 19:44Und es sind viele Mooren tatsächlich so... Die einfacheren Aufgaben, sprich die im Moor sind schon mal angegangen worden und viele dieser Moore haben trotzdem noch ein echtes Problem das sie zu wenig Wasser haben.
- 19:55Wir sind im Wald in der glücklichen Situation dass wir wie gesagt die Bäume im Prinzip schon da haben oftmals.
- 20:00Trotzdem wird es sehr viel schwieriger den Wald zu nutzen.
- 20:03ich bauch Spezialtechnik.
- 20:04Ich muss die Baumarten so an die kleinen Standorte anpassen dass die nicht in den tiefen Senken stehen sondern eher auf den leicht erhöhten Standorten dazwischen.
- 20:11in den senken ist dann baumfrei es sind keine Gehölze gewisse Durchforstung, einen Waldbaulichen Weitblick und vielleicht auch das Einbringen von den besonders moortypischen und besonders vernässungsgeeigneten Baumarten.
- 20:25Und diese Baumarten sind in manchen Mooren teilweise eben in zu geringer Zahl vorhanden oder auch gar nicht berücksichtigt worden.
- 20:32die müssen wir also auch gezielt wieder einbringen.
- 20:34muss sie mich dann als Waldbesitz dabei jetzt trotzdem entscheiden dass ich sage ich will weiterhin ganz klassisch mein Wald bewirtschaften und klassisch Holz nutzen.
- 20:43Und dann sage ich, nee, ich will das Moor nicht renaturieren oder sage Ich will das Moore renaturierend?
- 20:49Ich entscheide mich aber die Waldfläche als Liebhaber Fläche zu betrachten.
- 20:54Ich nehme die aus meiner wirtschaftlichen Nutzung raus und bin mir darüber klaren dass der Moorschutz heißt, ich habe einen Namen einbußen.
- 21:02Ja also es ist tatsächlich so.
- 21:04Ich muss mich entscheiden.
- 21:05Ich kann nicht beides gleichzeitig maximieren, entweder ich mache das Moor wieder ganz nass.
- 21:09wenn es gelingt dann wird Nutzung sehr stark erschwert.
- 21:12die Erträge gehen zurück und die Fläche ist so nass dass sich nur noch mit Spezialtechnik rein kann.
- 21:17Dann würde sich in solchen Fällen die eher die Ausnahme sind Die Optionen Nutzungen gar nicht mehr aufträngen.
- 21:22da wird man dann sagen okay dafür gibt's Kompensationsmechanismen Dass ich hier die Nutzungsaufgabe vielleicht verkaufe oder tausche ich die Flächen auch Mit dem Freistaat Und schaue dass ich sozusagen Hier dann Moorschutz Nur noch Moorschuss Betriebe durch Vernässung und die Fläche bleibt sich überlassen.
- 21:36Und auch Flächen, wo ich nur noch eine Teilwiedervernässung hinbekomme da müssen wir regelrecht weiterhin bewirtschaften weil ein... Die Fläche sich selbst überlassen hier meistens keinen günstigen Zustand der bringt sondern ich muss hier steuerend eingreifen.
- 21:48und dieses Steuereingreifen heißt Ich mache die fläche fit für eine nass-Nutzung die aber eben nicht komplett quatschen.
- 21:54nass ist Sondern vielleicht nur sehr feucht bis in Phasen des Jahres.
- 21:58dann nass Also praktisch auch eine gewisse Wechselnässe wie sie typisch für Niedermore ist.
- 22:03Und hier habe ich als Waldbesitzer aber auch eine Entscheidung zu treffen.
- 22:06Will ich sagen, ich mache weiter wie bisher, dass sich praktisch Entwässerungsbasiert arbeite, aber jedes Jahr einen Zentimeter Torf an Höhe verliere damit immer näher dem bodenlosen Grund komme das irgendwann praktisch des Torfs verpufft ist und ich sitze auf der Basisschicht und hab alles nur noch im Stiebensitz praktisch im Nassen ungewollt.
- 22:24oder dass ich sage nein, ich erhalte den Torf, ich vernässe die Fläche Arbeiterbodenschont muss aber die Erschließung anpassen, das heißt ich muss den Weg so bauen dass er schwimmend verlegt ist.
- 22:34Das nennt man Knüppelweg und muss Forstechnik so einsetzen, dass sie eben den Torf nicht zerfährt und die Moa typischen torfbildenden Pflanzen sondern dass die Forstechnik in Einklang mit dieser torf bildenden Vegetation funktioniert.
- 22:48Das sind spezielle Rückeverfahren, das ist die Seilgradenbringungen.
- 22:51Das ist auch die Bringung nur zu Zeiten wo eben das Moa vielleicht etwas trockener ist oder der Einsatz von Vorlieferungssystem wie dem guten alten Pferd.
- 23:01Ich nehme mit, Stefan!
- 23:02Ich muss mich als Weihbesitzer schon ein bisschen entscheiden, dass ich sage wenn mein Moor das noch hergibt dann setze ich komplett auf eine Moore-Renaturierung Mit einer maximalen Wiedervernessung.
- 23:13Das heißt für mich ist die Fläche aber nicht mehr nutzbar oder ich habe ne Moorfläche die sich überhaupt gar nicht mehr richtig und vollständig... renaturieren lässt, dann muss ich weiterhin aber auch naturner Bewirtschaften damit ich so einen guten Moorzustand erhalten kann mit eben den Standort angepassten Baumarten.
- 23:31schon gesagt hast.
- 23:32Die Spürke zum Beispiel oder auch die Moorbürkel genau danke dir.
- 23:38Und dann kann ich aber auch Fördermittel beantragen.
- 23:41Das hast du schon gesagt, das heißt, ich muss ja eine besondere Erschließung machen.
- 23:45Ich habe besondere Bringungsmaßnahmen.
- 23:47Ich kann nicht immer Holz machen wenn ich das gerne möchte und ich muss mich mehr an der Jahreszeiten erfolgen oder in Wasserständen orientieren.
- 23:54Das sind natürlich höhere Aufwände.
- 23:59auch geringere Erträge, das muss man auch ganz klar sagen.
- 24:01Das sind ja nun mal auch nährstoffarme herausfordernde Flächen.
- 24:04dort wachsen zwar Bäume aber halt nicht so wie auf den Standorten und dafür kann ich aber auch Fördermaßnahmen beantragen die mir mein mehr Aufwand und den geringeren Ertrag zumindest ein Stück weit kompensieren
- 24:17Ja und zwar mittlerweile sogar zum Teil zu hundert Prozent.
- 24:21Das war vor wenigen Jahren in der Förderwesen eigentlich noch ungesehen, das kannte man noch gar nicht.
- 24:26und mittlerweile sagen Bund- und Länder schon wirklich wir wollen den Moorschutz dermaßen voranbringen dass man hundert Prozent Förderung bekommen kann für etliche dieser Maßnahmen.
- 24:36Und auch die Bewirtschaftungserschwernis und die Einkommenseinbußen ausgeglichen werden können und zwar voll umfänglich.
- 24:43Da würden wir uns wünschen, dass das Mehrwaldbesitzer als bisher machen, da es dazu gehört Mut aber eben auch der Weitblick zu sagen ich will auch, Dieser moor typische Charakter, wir haben noch nicht drüber gesprochen jetzt.
- 24:55Die Landschaft hat ja auch von diesen Mooren einen unheimlichen Reiz als Teil unserer bayerischen Heimat auch und es wäre ein großer Verlust für viele Regionen auch was die Biodiversität angeht wenn man die Moorer nicht mehr in der Landschaft hätte.
- 25:08Und das Moor regelt das schon wenn man es lässt?
- 25:11Genau so ist es!
- 25:12Ich nehme noch etwas mit Stefan also du bist wirklich jemanden bei uns an der LWF der mit ganz ganz großer Leidenschaft für das Thema Moore steht.
- 25:21Ich habe das schon im Vorgespräch mitbekommen, dass More, das ist genau dein Thema.
- 25:26Das ist auch nicht nur ein Dienstaufgabe, es ist viel mehr für dich und deswegen passt mein Freundschaftversprech ja so gut!
- 25:34Ich erzähle noch kurz die Anekdote... Und zwar war ich schon mal vor vielen, vielen Jahren an der LWF.
- 25:39Wie viele das her sind?
- 25:40Das sage ich jetzt nicht, aber es sind einige und ich habe damals in einer Redaktion gearbeitet hier bei uns mit den Fachmedien und es lag ein Artikel zum Überarbeiten auf meinem Tisch mit einem Bappal drauf.
- 25:51Bitte um Rücksprache, Hyroglüfe unleserlich!
- 25:54Und dann hab' ich irgendwie Muhr gelesen.
- 25:57Dann dachte ich mir, ah wahrscheinlich heißt das Rückssprache wegen die Bearbeitung mit... Ich vermute mal Herr oder Mr.
- 26:04Dann habe ich geschaut, ich hab keinen Mr.
- 26:06Moore im Mitarbeiterverzeichen gefunden.
- 26:08Ich war neu und hatte noch kaum jemanden hier.
- 26:11Ich bin zum Kollegen und habe gefragt, wer ist denn bitte Mr.
- 26:14Moor?
- 26:14Wo finde ich den?
- 26:15Da meinte er, hey Mr.
- 26:16More, nee haben wir nicht an der LWF!
- 26:17Und jetzt schau mal, der ist geschrieben M-O-R-E so wird der geschrieben, aber ich find ihn nicht.
- 26:23Wir haben ja auch viele internationale Verbundprojekte.
- 26:26also es weil's auch jemandem englischen Namen kommt schonmal vor an die LWL.
- 26:30Und dann hat er sich den Artikel angeschaut, bericht ein scheilendes Gelächter aus Und meinte Hildegard, das heißt nicht Mr.
- 26:36Moore!
- 26:37Das heißt Rücksprache wegen More und das machst du bitte mit Herrn Müller-Kroling weil das ist unser absoluter Moorexperte.
- 26:44und nach diesem Gespräch muss ich sagen also so verkehrt war mein Verleser gar nicht, aber wenn ich jetzt Moore auf Englisch aussprechen würde, würde es ja Moore heißen.
- 26:53und ganz ehrlich für mich bist du auch der Mr.
- 26:56Murr der LWR, weil keiner sich so für die Moore engagierten aus so viel Wissen über die Moore hat wie Du.
- 27:03Eine letzte Frage.
- 27:04Was fasziniert dich denn so an den Mooren?
- 27:06Ich habe in meinem Leben wirklich sehr viele Moore jetzt schon besuchen dürfen, in Bayern und jedes Moor ist anders.
- 27:11auch viele kleine Anekdoten die man damit verbindet wenn man da bei bestimmter Witterung oder bestimmte Stimmung und wenn man der Arten entdeckt das da ist jedes Moar ein Erlebnis und sie liegen mir alle am Herzen und ich verbinde wirklich mit jedem Einzelnen dieser Moore klein wie groß.
- 27:26eine Anekdoze von mir geworden, weil das trage ich mit mir rum und das ist mir wirklich sehr wertvoll und wichtig.
- 27:33Und ich glaube wir sollten die More für das Wertschätzen was sie sind, ein ganz wesentlicher Teil unserer Heimat unseres Lebensraums auch als Menschen.
- 27:42Wenn man dann noch bedenkt welche Ökosystemleistungen Sie für uns erbringen, dann müssten wir eigentlich alle noch sehr viel mehr für den Moorschutz in Bayern tun.
- 27:50Also mich hast du heute zu Moorfang gemacht, Stefan.
- 27:52Und ich fand das war ein ganz wunderbares Schlusswort, dem es nichts mehr hinzuzufügen.
- 27:57Ich sage Dank für das Gespräch!
- 27:59Ich habe noch eine wirklich jetzt allerletzte Frage und die stelle ich jedem Gast, der bei mir im Forstkast ist.
- 28:05Und der Wald spielt ja für uns alle eine große Rolle im Leben sowohl beruflich als auch für die meisten auch privat.
- 28:11Wir haben schon immer eine Situation gehabt, die uns zum im Wald, zum Lachen, zum Schmunzeln oder zum Nachdenken gebracht hat.
- 28:18Ich stelle mal vor Stefan du bist ein alter Herr, bist in Ruhe schanketgangen sitzt am prasselnden Kaminfeuer Im Ohrenbackensessel um dich herum ne Scharenkel.
- 28:27Und fragen dich, Opa Stefan, erzählen wir uns an der beste Waldgeschichte.
- 28:31Was würdest du dein Lieben erzählen?
- 28:33Ja ich denke da an meine geliebte Trotinau im vorderen Bayerischen Wald wo ich bis zur Hüfte eingesunken bin in einem Moor-Kolg am Rand des Moores wo ich dann hinterher auf einer kleinen Lichtung stand und der Kolgraberief.
- 28:47es hat Nieselregen gehabt.
- 28:49Ich stehe in meiner Regengleitung da vollkommen in Stille.
- 28:52das sind wunderbare Momente und hoffentlich gelingt es uns diese Moore Dauert zu erhalten.
- 28:57Diese Erlebnisse, die nimmt man mit und die geben einem auch sehr viel Kraft!
- 29:00Ich hoffe du nimmst diese Kraft mitte deinen Arbeitsalltag Stefan und wirst noch lange und angerweitehin so engagiert dich für die More einsetzen.
- 29:08also im Namen aller Moren auch der Gesellschaft unserer Hörerschaft das du dir so für die Moore reinhängst ihr auch soviel für uns als Gesellschaft fuhren.
- 29:15Danke dir danke für deine Arbeit und danke dass wir die Holizeit genommen hast über dein Lieblingsthema mit mir zu sprechen.
- 29:20Sehr gerne, danke für das nette Gespräch.
- 29:24Wer von euch jetzt tiefer in das Thema eintauchen will, der findet weitere Infos und Links zum Thema in den Shownos.
- 29:31Hat euch die Folge gefallen?
- 29:33Dann empfehlt uns weiter und lasst gerne eine Bewertung da!
- 29:37Fünf Sterne heißt wir haben unser Waldwissen für euch kompakt klar und konkret auf dem Punkt gebracht.
- 29:44Ihr wollt mehr Wald wissen?
- 29:46Kein Problem – dann lasst uns ein Abo da!
- 29:49Besucht unsere Webseite unter lbf.bayern.de oder folgt uns auf LinkedIn.
- 29:55Wenn ihr Fragen zu einem bestimmten Waldthema habt, dann schreibt mir einfach eine Mail an socialmedia at lwf.bayern.de.
- 30:04Hier an der Landesanstalt für Wald- und Forzwirtschaft finde ich bestimmt die passende Fachfrau oder dem passenden Fachmann, der eure Waldfrage beantworten kann!
- 30:14Das war's für heute – wir hören uns nächsten Monat wieder zu einer neuen Folge von Forzkast, eurem Waldpodcast.
- 30:38Dann kommt ein bisschen Musik.
- 30:42Ja, wie gesagt Treibstoffstelle als Treib das Fahrsbild.
- 30:50Das bedeutet das Ursprungsmeer und das Urprungsmeer?
- 30:54Die Ursuppe!
- 30:55Nein!
- 30:59Damit immer näher dem...
- 31:04Stefan, das Ursprungsmeer musste also gar nicht im Wald weichen.
- 31:08Jetzt habe ich schon wieder mehr gesagt!