Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 016 Tarot & Astrologie - Folge 2: Archetypen verstehen (Narr bis Liebende) | mit Sabine Lechleutner
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- Petra: Hallo zusammen. Ich freue mich heute wieder Sabine Lechleutner begrüßen zu dürfen. Wir hatten bereits ein Gespräch gemeinsam über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Astrologie und Taro und Zuordnungen der Taro Archätypen in astrologische Systeme. Und bei unserem letzten Gespräch sind wir wirklich mal sehr tief in ein Beispiel eingestiegen und haben erzählt, was eine einzige Karte für einen Unterschied machen kann. wenn man sie in ein Horoskop einbindet, wenn man die Transite dazu nimmt und wenn man sieht, welche Lebensthemen wirklich dahinter stecken können. Und das können wir jetzt nicht für jede Karte machen und für jedes Beispiel. Aber wir fangen jetzt einfach mal an und gehen mal Schritt für Schritt die Architekten durch und zeigen, was für eine Aufgabe haben sie, wie kann man sie zuordnen, was für Risiken oder Herausforderungen haben sie. Und damit tauchen wir jetzt einfach ein. Sabine, ich freue mich. dass du da bist und dein Wissen mit uns teilst. Sabine Lechleuthner: Danke Schimpetra. Die allererste Karte, die Karte 0 ist der Nar. Und wie letztes Mal schon gesagt, die Zuordnungen gebe ich nach Hayobansach, weil es gibt ja verschiedene astrologische Zuordnungen. Der Nar hat jetzt als Archetyp das Kind, der naive Thor. Das ist der, der, der dritte. der drei Söhne des Königs, wenn der König zum Beispiel darum bittet, ich möchte das Elixier des Lebens, weil ich krank bin, dann schickt er den ersten Sohn aus, der findet es nicht, auch der zweite Sohn findet es nicht, aber der dritte, dem niemand etwas zutraut, der findet es, weil er nicht an das Geld und den Besitz des Königs denkt, sondern vom Herzen her unterwegs ist. Und das ist der Name. Petra: Es ist so unvoreingenommen. Einfach mal losziehen und schauen, was passiert. Sabine Lechleuthner: Ja, genau. ganz genau das ist der Nar, vorurteilslos, ist auch, er möchte gerne Neues ausprobieren, er ist unbekümmert, er nimmt auch die Situation, wie sie kommt und er hat ja auch diesen Hund bei sich auf der Rider Raid Karte oder Raid Smith Karte, der den Instinkt repräsentiert und dieser Instinkt, die Intuition, warnt ihn vor dem Abgrund. Und die astrologische Zuordnung wäre hier Uranus Mercur im Sinne von spontan. Dieser spontane Aufbruch, einfach Unbekümmerte loslegen. Mercur natürlich als Gott der Wege. Und Uranus im übertragenen Sinne sind ja auch die Bahnen, die Internetbahnen, die Nervenbahnen, also auch die Wege. und in dieser Verbindung dieses schöne, plötzliche Aufbrechen unerwartet. Und Neptun ist auch noch mit dabei und zwar deswegen, weil der Nar wie geführt geht. Er weiß instinktiv wo es hingeht. Er lässt sich auch leiten. Und das ist ja Neptunisch Vertrauen und Hingabe. Und nicht immer eingreifen und kontrollieren, sondern loslegen. Petra: Unerwartet. Sabine Lechleuthner: und dann wie geführt seinen Weg gehen. Petra: Das dürfte ihm ja auch leicht fallen, weil er noch gar keine schlechten Erfahrungen gemacht hat. Er kann sich ja diese Offenheit und dieses Hingeben eigentlich, ja, er kann das zulassen. Er kennt noch gar nichts anderes. Sabine Lechleuthner: Genau, das ist richtig, so wie Kinder auch, die ja auch einfach so loslegen, ganz natürlich, unbekümmert. Die Erfahrungen kommen erst. Petra: Ja. Die folgen auch, aber heute darf ich spielen und heute darf es Schlamm sein und gar nichts weiter dahinter. Sabine Lechleuthner: Ja, und die Neugierde auch, die dahinter steckt. Ja, das wäre jetzt die Zuordnung zum Narren. Und dann gehen wir weiter zum Magier. Der Magier ist als Archetyp der Schöpfer und der Meister. Der Magier ist ja eine Kraft der Aktivität, Initiative ergreifen. Impulse setzen, sich Aufgaben stellen und sie auch meistern. Also es ist durch und durch Solaris Prinzip. Und der Magier ist auch selbstbewusst. Und er ist Meister seines Geschicks, weil er die vier Elemente beherrscht. Und das ist auch auf der Karte zu sehen. Die vier Elemente, die vor ihm liegen in Form der Symbole Kälche, Schwerter, Stäbe und Münzen, die ja auch die ganzen Feuer, Erde, Wasser, Luft verkörpern. er kann das und er ist auch angebunden an oben, das zeigt die Handhaltung und leitet diese Quelle von oben hinunter auf die Erde. Petra: mit der Lemmiskarte hört das auch nicht auf. Sabine Lechleuthner: ganz genau, ganz genau. Und natürlich passt hier sehr, sehr gut die Zuordnung der Sonne, das Selbstbewusstsein und die Kraft und auch die Ausstrahlung. Der Magier hat ein bisschen was Charismatisches. Und das ist eindeutig die Sonne, aber es ist auch Merkur im Sinne von Wendigkeit und Geschick. Petra: Ja, mentale Fähigkeiten. Sabine Lechleuthner: Ja, genau, zeigt ja auch dieses Stirnband, das er hat. Es ist Kopfbetont, weniger gefühlsbetont, sondern Kopfbetont, Verstandesbetont. Und dieses Geschick, ich weiß nicht, Petra, du kennst ja die Tarotkarte, Tarot de Marseille, der Magier, wo der Magier als Gaukler abgebildet wird auf dem Jahrmarkt. Dieses Würfelspiel vor sich hat, wo er vielleicht auch ein bisschen trickst. Petra: Ja. Sabine Lechleuthner: Das ist seine Schattenseite, ein bisschen so der Trickser auch. Oder auch Schattenseite, ich kann alles, ich traue mir alles zu, ich kann es. Das geht ja manchmal schon in die Übertreibung oder könnte gehen. Aber diese Jahrmarktskarte finde ich sehr passend zu Magier, weil er da eben so ein bisschen diese Spiele macht und bisschen trickreich ist, aber nicht böse. Petra: Das wäre dann so der Schatten, wenn er es nur vorgaukelt, wäre er ein Scharlatan und versucht mit Tricks an sein Ziel zu kommen, wo er eigentlich diese magischen Fähigkeiten hat. Sabine Lechleuthner: Ja, genau. Ja. Genau, Also ich finde die Zuordnung passt sehr gut. Dann kommen wir zur Hohenpriesterin. Das wäre der Archätyp der Himmelskönigin, die uns ja auch ein bisschen an Maria erinnert mit diesem blauen Gewand in der Religion, in der christlichen Religion, die übrigens auch oft abgebildet ist mit diesem Halbmond. Und dieser Halbmond steht auch als Symbol für die Jungfräulichkeit, weil das ja noch nicht das richtige Licht ist, sondern so ganz der Anfang. Also für das jungfräuliche Licht und das in der Analogie übertragen eben als die reine, Jungfräuliche. Und das ist eben der Bezug zu Maria. Aber der Archätyp ist hier ganz klar die Himmelskönigin. ganz anders wie der Magier ist sie sehr stark verbunden mit der Intuition und das ist auch eine Mondkarte. trägt die Mondkrone auf dem Kopf, den vollen Mond, den abnehmenden, den zunehmenden Mond. Petra: Und ich finde es auch mal so schön, dass die Granatäpfel, ja auch so ein Symbol der Fruchtbarkeit sind, hinter ihr Also diese Reinheit, die sie davor hat. Erst später kommt das Leben in anderen Archetypen mehr, das körperbetonte Leben zum Einsatz. Sabine Lechleuthner: Ja. Genau, genau. Und sie hat ja auch die Weisheit in ihrem Schoß, die Thora. Und wenn man ein bisschen mit Fantasie das begleitet, dann könnte das auch Tarot bedeuten. Man denkt sich das Tee am Schluss und dreht es dann ⁓ Tarot, also die Weisheit der Seele, der Bilder liegt in ihrem Schoß. Und daher ist ihr natürlich zugeordnet der Mond. Also das ist kaum eine Karte so eindeutig zuordnenbar, die Macht. der unbewussten Kräfte, die Intuition, also diese tiefen seelischen Kräfte, die die hohe Priesterin verkörpert, die auch immer genau weiß, wann ist der Moment des Handelns gekommen. Sie kann schon handeln, aber sie weiß genau, wann sie handeln muss. Also das ist keine bewusste Entscheidung, sondern das ist eine wie geführt auch innerlich über die Intuition und sie gilt auch als Schutzkarte, weil sie Vertrauen hat in die Intuition. Petra: Aber darauf auch zu vertrauen ist wichtig und dass man auch irgendwann vom Vertrauen ins Handeln kommt, denn ansonsten würde sie sich selbst zu sehr zurücknehmen und zaudern, wenn sie sich traut, ersten Schritt zu machen, irgendwann auch in die Realität zu gehen. Sabine Lechleuthner: Genau. Richtig. Und das wäre die Schattenseite der Hochpriesterin, dieses Zaudern. Es ist ja nicht immer so einfach für Menschen, die Intuition zu verlassen. Gerade wenn sie stark verstandesbetont sind oder auch in unserer Gesellschaft. Da ist ja der Verstand doch sehr hoch angesiedelt, wenn man an das Lernen denkt. ⁓ Petra: Ja. Definitiv, das ist ja mit so auch ein Punkt für das ganze Portal zu sagen, Spirit und Mind so schön miteinander zu verbinden. Wir leben in einer sehr mental geprägten Gesellschaft, aber wir dürfen das, was einige Menschen so selbstverständlich haben, das spricht für die Ruhrbrüsterin, das Bauchgefühl. Dieses Wissen aus sich heraus, ohne dass ich es begründen muss. Und genauso zu einem Ergebnis, dass ich dann aber natürlich in die reale Welt übernehmen darf. Sabine Lechleuthner: Ja. Richtig, Genau, genau. Ja. Petra: dann ist das eine wahnsinnige Stärke, die ich habe. Sabine Lechleuthner: Genau. Und darauf macht uns die hohe Priesterin aufmerksam und auch, dass wir unsere Träume beachten sollen. Mal auf die Träume hören. Das können die Tagträume sein, aber das können auch die nächtlichen Träume sein. Das sind ja auch Archetypen. Petra: Vielen Ja? Das sind auch Archetypen. Und ⁓ nochmal auf der letzte Episode anzuschließen, damals war es ja eine Klientin von dir, die eine Karte immer wieder hatte, angenommen. Man hat immer wieder nachts einen gleichen Traum oder es erscheint eine bestimmte Situation, Person, was auch immer. Dann wäre das spätestens auch der Punkt zu sagen, ui, was will mir das eigentlich wirklich sagen? Weil es wird sich irgendwas im Leben ändern oder darum drehen. Und das ist so spannend. Sabine Lechleuthner: Ja, genau. Ja, dann kommen wir zur nächsten Karte. Die hatten wir letztes Mal ganz kurz schon angerissen, die Herrscherin. Das ist der Archätyp der Mutter Natur, aber auch der Mutter, der irdischen Mutter. Das andere ist ja die himmlische Mutter. Und jetzt sind wir bei der irdischen Mutter. Und hier geht es natürlich darum, fruchtbar zu sein. das Fruchtbare in die Welt zu bringen und Neues zur Welt zu bringen. Die Herrscherin ist ja schwanger. Sie brütet etwas aus. Das kann man jetzt nicht so gut erkennen durch dieses fließende Kleid. Aber so wie die Natur auch Schwangerschaft erlebt und etwas ausbrütet, da steht sie eben als Archetyp dafür. Und die astrologische Zuordnung wäre Venus im Stier. Wir kennen ja die Venus als Stiervenus und als Vagevenus. Aber hier ist es ganz eindeutig die Stiervenus, weil die mit Sinnlichkeit zusammenhängt und mit der Natur. Petra: Ja, das körperliche Prinzip und auch wirklich dieses die Seite, raschelt und denkt den Genuss des tollen Essens und wirklich die körperliche Lust und Freude, alles was dazu gehört, das ist die Idee. Sabine Lechleuthner: Ja. Genau. Und wir haben ja auf der Karte auch sogar diese Venus abgebildet. Also das finde ich immer besonders interessant, wenn der Archätyp dann gleich mitgeliefert wird auf die Tarotkarte und die Venus als Archätyp wäre ja eben im Stier diese Fruchtbarkeit und sie prangt hier auf diesem Herz, weil sie natürlich auch der Planet der Liebe ist. Petra: Jau, hier unten, ja. Sinnlichkeit, alles was dazu gehört. Und die Granatäpfel sind jetzt auf dem Kleid. Definitiv. Und ich glaube, da könnte man ja immer noch mal sagen, wenn sie dann zu sehr sich den Genüssen hingibt, Sabine Lechleuthner: Wieder dabei? Ja. Ein Symbol der Fruchtbarkeit. Hmm? Petra: Die Schattenseite, vielleicht manchmal dann, dass man so bisschen zu träge wird, gar nicht so eigentlich so in die eigene Kraft auch reinkommt, oder? Sabine Lechleuthner: Ja, also die Venus ist ja ein Venusstier, das sind ja passive Zeichen. Und da kann es dann schon mal in die Trägheit kommen. Das ist richtig. Zu viel des Genosses, zu viel zu sich nehmen. Das wäre natürlich auch die Gefahr hier. Und wenn es ⁓ das natürliche Wachstum geht, wäre das hier Wildwuchs. Alles wird überwuchert. Aber das wird ja dann auch wieder reguliert von der nächsten Karte. Der Archetyp ist der Vater und auch der Vaterstaat. Das sind die Regeln, die Gesetze, das verkörpert der Herrscher. Und der Herrscher bringt Ordnung. Der kontrolliert diesen Wildwuchs, der setzt Zäune, der schneidet zu. Petra: Ja, Sabine Lechleuthner: Also es ist eigentlich ein Zusammenspiel zwischen Herrscherinnen und Herrscher. Und der Herrscher, der ist auch beharrlich und der macht Nägel mit Köpfen. Also der packt an, der hat eine ganz andere Energie, der bringt nichts aus sich hervor, sondern er begrenzt, beschneidet, aber im Sinne einer Ordnung und einer Zivilisation, dass wir das auch nutzbar machen können. Die Zuordnung zum Herrscher ist zweifach. Die Sonne in Steinburg und die Sonne in Witter. Und da sieht man den Alten König. Man sieht aber auch das rote Gewand. Rot wird Mars, Witter zugeordnet. Und die Witterköpfe auf dem Thron stellen auch diese Marskraft dar. Petra: Mhm. Sabine Lechleuthner: Also der Herrscher ist ja aktiv, aber es ist auch der alte und der neue König. Und ich hatte mal ein sehr interessantes Gespräch mit Heindl, also vor vielen, vielen Jahren. Und da hat er die Tarotkarte Nummer vier, also der Herrscher, hat er einen jungen Mann draufgemalt, der mit dem rechten Fuß über den Rand des Bildes tritt. Petra: Mhm. Sabine Lechleuthner: Und dann hat er mir erzählt, dass er zunächst den Herrscher als alten Mann gezeichnet hat. Und dann aber hat er gedacht, nein, also der ist so aktiv, macht ihn als er zeichnet ihn als jungen Mann. Und da hat er seinen Sohn genommen als Vorlage. Und das ist der junge, kraftvolle König, der nach vorne strebt. Aber es ist trotzdem auch die Weisheit des Alten Königs, die Verantwortung, die Struktur, die Ordnung des Alten Königs und Gleichheit. Ja, genau, er hat Autorität. hatte der Junge noch nicht so ganz. Die musste er sich erst erwerben. Aber es ist eben der Impuls und der Junge König hat auch die Kraft, etwas auf die Beine zu stellen. Der andere hat die Weisheit dazu. Petra: Der verlangt auch was, der lässt nichts durchgehen. Sabine Lechleuthner: Also von daher finde ich sehr passend, diese beiden Symbole zu nehmen. Petra: der Witter auch wiederum sehr gut. Der Steinblock ist für mich eher schon dieses nicht in dem Prinzip gefangen, aber schon sehr gesettelt. Der Witter ist auch jemand, der mal etwas los tritt und auch wenn es nicht funktioniert, dann eben wieder los tritt. Er gibt nicht auf. Das ist aber eine stürmische Art des Durchhaltens, immer wieder zu beginnen. Sabine Lechleuthner: Genau. Ja, ja, richtig. Diese zwei Kräfte. Der alte König kann natürlich auch stur sein. Also das wäre ja jetzt schon ein bisschen die. Petra: Das ist ein, der lässt nichts anderes mehr an Meinung gelten. Dann wird er natürlich topmatisch grün. Ja, stimmt. Sabine Lechleuthner: Ja, ja, ja, zu fest gefahren, Entschuldigung, ja, zu fest gefahren dann und der Junge, der bringt halt wieder frisches mit rein. Petra: Sehr spannend. Ganz anderes Prinzip als bei der Herrscherin eben. Sabine Lechleuthner: Ja, genau. Ja, dann der Hierophant. Das ist der Archätyp des Heiligen. Der ist ja auch hier abgebildet als Papst. Er heißt ja auch im Tarote Marseille der Papst. Und hier ist natürlich das Ziel, das Heilige, das Nominose. und das auch zu verkünden, also die eigenen Überzeugungen zu verkünden. Hier sind die angebunden an die Religion, aber das kann natürlich auch der Coach sein, der Lehrer sein, der die Überzeugungen kundtut. Und dem Hierophanten wird die Sonne in Schütze zugeordnet. Also es ist eine Schützekarte und das ist ja auch der Kleros in der Astrologie. Schütze. Ich verkünde die Wahrheit, die natürlich bis zum Fanatismus gehen kann. Das wäre dann die schwierige Ausformung. Ich habe recht und ich trage meine Glaubenssätze weiter und die gelten. Petra: Ja. nur meine Glaubenssätze gelten, dann wird eigentlich die Weite des geistigen Führers sehr eng und sehr viel zu konzentriert. Sabine Lechleuthner: Ja. Ansonsten wäre das aber eine sehr schöne Karte, weil sie auch der Brückenbauer ist. Also der Papst ist ja Mittler zwischen Gott und den Menschen, aber man könnte hier auch Chiron nehmen als Brückenbauer, Chiron in der Astrologie, der verwundete Heiler, der ja auch eine Brücke schlägt von der irdischen Realität des Saturn hin zum ersten geistigen Planeten, dem Uranus. Er verläuft ja zwischen Saturn und Uranus. Er verbindet diese Realität mit dem geistigen Prinzip, mit dem irdischen, mit dem geistigen. Also alles, so Brückenbauerqualitäten gefordert sind. Das ist der Hierophant. Es ist der, der die heiligen Dinge lehrt. Tiros Fantes, einer der die heiligen Dinge lehrt. Petra: auch dieses Vertrauen, dann Gott, Gottvertrauen im wahrsten Sinne des Wortes. Sabine Lechleuthner: Genau, das ist auch eine Schutzkarte, Vertrauen in die eigenen Überzeugungen oder Vertrauen in das Göttliche, in den Sinn des Ganzen. Schütze ist ja auch sehr stark verbunden mit der Sinnfindung. Petra: Definitiv, ob es jetzt andere Lebensformen, Glaubensformen, philosophische Formen sind. Ich glaube, diese Sinnsuche in der Weite des Lebens, das ist ja das Grundschützeprinzip und zeigt das eigentlich auch sehr schön, weil ja auch ein geistiger Führer immer wieder neue Anregungen braucht und nicht stehen bleiben möchte. Sabine Lechleuthner: Ja, genau. Und für die Menschen auch wichtig ist. Und die negative Form wäre halt die Scheinheiligkeit oder das Guru-Gehabe. Was man ja auch bei Menschen findet oder beim Kleros. Wasser predigen und Wein trinken zum Beispiel. Also es gibt ja auch diese Ausformung. Oder wenn dann ein geistiger Führer zum Guru Petra: Definitiv. Ja. Sabine Lechleuthner: sich erhebt, dann wäre es natürlich die schwierigere Ausformung. nur, dass wir beides nennen. Im Grunde ist der Hierophant ja eine sehr, sehr schöne Karte. Petra: Definitiv. Denn sonst wäre es so wie der Magier, der im Prinzip nur so tut, ob und wer der Herr Scharlatan ist, natürlich auch jemand, der falsche Glaubenssätze verkündet oder seinen eigenen Nutzen jemand, der der Scheingur ist und eigentlich ganz andere Zwecke verfolgt. Sabine Lechleuthner: Ja. Kanal. Ja, und die Karte kann uns auch auf diese Gefahr hinweisen, ja, weil vielleicht verfeilen wir auch manchmal solchen Menschen. Dann kann die Karte natürlich eine Warnung sein. Petra: Mhm. Ja. Sabine Lechleuthner: Ja, haben wir, dann kommen wir zu den Liebenden. Auch eine sehr schöne Karte. ist ein Engel mit drauf. Und der Archetyp der Liebenden ist der Scheideweg. Die Entscheidung, die vom Herzen her getroffene Entscheidung. Und eigentlich kann man die Karte nur verstehen, wenn man die Karte aus dem Tarot de Marseille kennt. wo der junge Mann zwischen der Mutter und der Geliebten steht und sich entscheiden muss. Und die Mutter auf der Karte steht fürs Elternhaus. Und er muss sich irgendwann in seinem Leben entscheiden. Er braucht ein Motiv, ⁓ das Elternhaus zu verlassen. Und da sieht man dann diesen kleinen Eros, der einem Pfeil auf ihn abschießt, Gottamor. Er verliebt sich und verlässt das Elternhaus. Und das wäre dann der Scheideweg. und die vom Herzen her getroffene Entscheidung. Und dass das ein Archetyp ist, finde ich sehr beeindruckend, weil wir müssen uns ja im Leben ständig entscheiden. Also täglich mit kleinen Sachen, aber manchmal stehen wir auch vor dem großen Scheideweg. Also Entscheidungen, die lebensbestimmend sind. Und deswegen ist das die Archetyp-Karte, weil Archetyp ist ja Petra: Ja. Sabine Lechleuthner: etwas sehr Grundlegendes, etwas, alle Menschen kennen. Und da kommt es eben auch zu kleineren, aber auch sehr großen Entscheidungen mit Tragweite. So schön die Karte aussieht, harmlos, aber sie hat diese Entscheidung mit dem Gepäck. Petra: Das finde ich auch immer wieder spannend, dass diese Karte eigentlich die zwei Ebenen. Raphael dahinter als im Prinzip auch Erzengel für die Liebe. Aber die Liebe ist nicht nur die körperliche Liebe, sondern sie ist im Prinzip die Liebe zu einer Entscheidung. Und ob das ein Partner, eine Partnerin Sabine Lechleuthner: Ja. Petra: eine Entscheidung für ein neues Lebensumfeld, auch für einen neuen Beruf sein sollte. Im Endeffekt heißt es, folge deinem Herzen in der Entscheidung. Das macht die Karte noch viel größer als die Liebenden vermuten lassen. Sabine Lechleuthner: Ja, weil die die Klienten sagen, ach werde ich mich verlieben. Es ist möglich, aber es ist nicht die Grundaussage der Karte. Petra: Ja. Dafür haben wir eine kleine Arcana, aber hier ist es wirklich dieses ganz große Gefühl und Liebe bewertet ja nicht. Liebe ist und entsteht und ich glaube auch das ist ganz, ganz wichtig, dass man das bei dieser Karte nochmal dahinter hat. Sabine Lechleuthner: in Ja. Ja, und zugeordnet sind Venus, Jupiter, das kleine und das große Glück in der alten Astrologie, die Venus und der Jupiter als Ausdruck höchster Liebe, also eben auch im Bezug auf diese Entscheidungsgeschichte vom Herzen her, aber auch nochmal Venus Mars, die mit Liebe getroffene Entscheidung. Venus ist die Liebe und Mars ist die Entscheidung. Die Venus hat ja eine gewisse Entscheidungsschwäche, weil sie sich nicht gerne festlegt, weil sonst müsste sie ja einen Punkt ausschließen und sie balanciert ja. Aber Mars kann die Entscheidung treffen. Also zum einen aus vollem Herzen und Venus Jupiter und zum anderen auch Venus Mars, die mit Liebe getroffene Entscheidung. Petra: dabei bleiben und durchziehen und sich auch nicht mehr bringen lassen. Also das ist die Energie, dann auch dahinter steckt. Sabine Lechleuthner: Genau, genau. ⁓ Ja, das ist der Maß. Petra: Ich glaube, der Maß ist ja gleichzeitig auch der Punkt, falls es mal kippen sollte, dass man nicht zu schnell losläuft oder zu überschwinglich ist und sagt, das mache ich und dann vielleicht nicht mehr sich hinterfragt hat, ob es wirklich die Entscheidung von Herzen ist, wenn nur noch der Weg zählt. Sabine Lechleuthner: Ja, genau. Also das Zusammenspiel ist wichtig, dass es ein Maß gibt mit der Venus. Petra: sind ja auch die beiden Mars und Venus Prinzipien. glaube, das kommt in dieser Karte. ist groß, die ist sehr groß. Und mit dieser großen Karte verabschieden wir uns für heute. Und es geht beim nächsten Mal weiter mit dem Aufbruch, der nach der Herzensentscheidung kommt. Sabine Lechleuthner: Ja. Petra: Wir hatten es ja eben zwischen Mutter und Zwischengeliebter, den eigenen Weg gehen aus Herz und Folgen. Und dann schauen wir doch beim nächsten Mal mit der nächsten Karte, wie der Weg weitergeht. Für heute, liebe Sabine, ganz herzlichen Dank und ich freue mich auf unseren nächsten Talk. Tschüss. Tschau. Sabine Lechleuthner: Danke, liebe Petra. Ich freue mich auch. Tschüss.