Latest / Stimmen des Tages / Babler-Rückzug - Herbstlohnrunde - Gastro-Preisdruck
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- 0:07Speaker 1: Herzlich willkommen meine Damen und Herren.
- 0:09Speaker 1: zu den PULS-Vierendzwanzig Stimmen des Tages.
- 0:11Speaker 1: Und es geht natürlich um die SPÖ.
- 0:13Speaker 1: Andreas Babler tritt zurück, hinterlässt er damit Chaos in der Partei.
- 0:17Speaker 1: Finanzsprecher Kaijan Kreiner ist dazu heute im Studio.
- 0:21Speaker 1: Außerdem haben wir Wirtschaftsforscher Benjamin Bitschi zum heißen Lohnherbst in Österreich und Gastronomieobmann Thomas Pester zu den Preisen und Leistungen beim Wirten.
- 0:32Speaker 1: zunächst aber zur SPÖ – Kaijan Keiner!
- 0:35Speaker 1: Warum überhaupt?
- 0:36Speaker 1: Muss denn Andreas Barbla gehen?
- 0:38Speaker 1: Es kann ja nicht deswegen allein sein, weil Gerhard Seiler vor einer Woche gesagt hat Ja ich will.
- 0:43Speaker 0: Ich glaube das gibt immer Ursache und Anlass.
- 0:47Speaker 0: Er hat sich gestern auch selber angedeutet dass er schon vor Wochen sich überlegt hat es einfach übergeben wird Hät wahrscheinlich jetzt nicht geht's gemacht sondern in einem halben Jahr oder im Jahr Und das hat er ja selber auch angedeutet dass er eine Übergabe organisieren will und die passiert jetzt.
- 1:04Speaker 1: Aber das war nicht aufgrund des Hutinnen-Ringwerfens?
- 1:08Speaker 1: Nein,
- 1:09Speaker 0: nein!
- 1:10Speaker 1: Das war einfach so, dass er sagt, er macht nicht mehr weiter.
- 1:12Speaker 1: Das haben
- 1:13Speaker 0: sich
- 1:13Speaker 1: selbst schon gespürt, dass hat er selber schon angingen lassen.
- 1:15Speaker 0: Er hat ja gestern gesagt... Er hat
- 1:17Speaker 1: es gesagt, dass es vor ein paar Wochen schon überlegt hat aber das war halt nicht öffentlich.
- 1:21Speaker 1: oder war's Ihnen bekannt, daß er das vorhat, dass
- 1:24Speaker 0: der
- 1:24Speaker 1: Faber gehen wird?
- 1:25Speaker 0: Wenn man lange in der Politik ist, dann muss man nicht immer über alles reden.
- 1:31Speaker 0: Sondern dann spürt man auch das was passiert und dass Andreas Babler hier überlegt wie er hier geordnet die Übergabe machen kann.
- 1:41Speaker 0: Das muss ich auch nicht mit mir besprechen aber das war schon spürbar.
- 1:45Speaker 1: Jetzt gibt es aber doch eine Übergabe, die nicht sehr schnell geht, sondern sehr langsam geht.
- 1:50Speaker 1: Drei oder vier Monate lang bleibt er ja noch Parteichef – er bleibt Vizekanzler!
- 1:54Speaker 1: Er bekommt dazu zwei geschäftsführende Parteichefs oder Chefinnen an die Seite gestellt nämlich Eva-Marie Holzleitner und Philipp Kucher.
- 2:04Speaker 1: Wir hatten dann gestern den gestrigen Showdown In seinem Sinne entschieden, war das Andreas Bablers Wunsch so langsam zurückzutreten oder waren die neuen Landeschefs dafür dass es so langsam geht?
- 2:17Speaker 0: Ich glaube ehrlich gesagt ist einfach das Vernünftige einen Übergang zu machen in aller Ruhe und wie das auf Regierungsebene der Markus Marder-Bauer übernehmen soll.
- 2:30Speaker 0: Ich glaube ich ist absolut unbestritten und das geht halt erst um den Jahreswechsel.
- 2:37Speaker 0: Vorher geht es gar nicht und deswegen ist das auch das natürliche.
- 2:41Speaker 0: Und ich glaube, dass zu dem Zeitpunkt schon klar sein wird, wer neue Parteivorsitzende oder neuer Parteivoritzender wird.
- 2:48Speaker 1: Zu welchem Zeitpunkt meinen Sie?
- 2:50Speaker 1: Mit
- 2:50Speaker 0: den Jahreswechseln.
- 2:52Speaker 0: Ich glaube nicht, dass da schon klar sei.
- 2:55Speaker 1: Jetzt ist es noch nicht klar!
- 2:58Speaker 0: Ich glaube, dass es in den nächsten Wochen geklärt sein wird und aber nicht erst ein Parteitag.
- 3:04Speaker 1: Ist Markus Materbauer für Sie der logische Favorit für den Parteivorsitz?
- 3:09Speaker 0: Das ist ehrlich gesagt etwas was man mit ihm besprechen muss und deswegen das ist auch ehrlich gesagt der Grund wieso das jetzt nicht heute stattfindet sondern in ein paar Monaten.
- 3:22Speaker 0: Aber ich halte sie auch für richtig so und dass wir uns wieder konzentrieren können auf die Arbeit.
- 3:32Speaker 0: Die letzte Woche reicht als Distraction von der Arbeit, es gibt genug zu tun.
- 3:39Speaker 0: Die Inflation ist in ganz Europa im Steiden.
- 3:44Speaker 0: Man muss sagen, dass Österreich jetzt bei den Besten dabei ist und nicht bei den Schlechtesten wie wir das jahrelang waren.
- 3:49Speaker 0: Also man sieht ja hier, wie erfolgreich die Politik funktioniert – und wir müssen da dran bleiben ehrlich gesagt.
- 3:55Speaker 0: Wir sind denn nicht gewählt worden dafür, dass wir der irgendwelche internen Personaldebatten führen sondern wir sind ja gewählt geworden, dass für Österreich die richtigen Entscheidungen heute treffen damit das Leben morgen und übermorgen in Österreich besser ist.
- 4:10Speaker 1: Die Personaldebate wird natürlich weitergehen so lange bis man weiß tatsächlich die SP übernehmen wird beim Parteitag.
- 4:15Speaker 1: Einfalls im Frühling, März Ende März vielleicht Anfang April erst.
- 4:18Speaker 1: Jetzt wird Markus Mathebauer heißt es ab Jahreswechsel Vizekanzler vorausgesetzt er wird wieder gesund was wir natürlich alle hoffen.
- 4:26Speaker 1: aber was wenn nicht?
- 4:28Speaker 0: Was wäre Wien-Fragen-Stelle?
- 4:30Speaker 0: also kann ich mich beantworten ehrlich gesagt.
- 4:34Speaker 0: Ich glaube auch dass das jetzt... Hat
- 4:35Speaker 1: man ihn unter Druck gesetzt?
- 4:37Speaker 1: Nein, nein.
- 4:38Speaker 1: Natürlich hat man ihn doch nicht... Sonst hätte er ja jetzt schon zugesagt.
- 4:41Speaker 1: Er wollte ja nicht!
- 4:42Speaker 1: Er hatte mehrere Interviews gegeben worden gesagt.
- 4:45Speaker 1: Der Allerliebe
- 4:45Speaker 0: das tut man auch nicht.
- 4:46Speaker 0: Ich finde der Zeitpunkt ist denkbar ungewöhnlich für die ganze Debatte.
- 4:52Speaker 0: Wieso da jetzt passiert?
- 4:53Speaker 0: Das weiß ich auch nicht.
- 4:55Speaker 0: und ehrlich gesagt, wer hat es gestern gesagt?
- 4:59Speaker 0: Andreas Babler, dass er sowieso an eine Übergabe gedacht hat nicht in Ruhe vorbereitet, sondern mehr oder weniger wird sie jetzt mal verkündet und dann durchgeführt.
- 5:13Speaker 1: Weil es jetzt schon öffentlich geworden ist, dass es stattfinden wird?
- 5:16Speaker 1: Und nicht so wie es Andreas Babler vielleicht gewünscht hat, dass er sagt, er hat jetzt noch Monate Zeit in Ruwe im Hintergrund diese Übergabe vorzubereiten.
- 5:24Speaker 1: Na ja
- 5:24Speaker 0: was man auch aufgrund der Umstände auch das richtige wäre aber das ist am Ende auch egal.
- 5:29Speaker 0: vergossene Milch.
- 5:34Speaker 0: Das Regierungsteam, der SPÖ finde ich macht einen guten Job.
- 5:38Speaker 0: Nicht dass dort jeden Tag immer alles perfekt läuft!
- 5:41Speaker 0: Aber Österreich steht wesentlich besser da im Verhältnis zu den anderen Ländern der Europäischen Union.
- 5:49Speaker 0: Wir sind vom Schlusslicht von den Abstiegsplätzen, spielen wir jetzt zumindest um die Europakapp-Plätze mit wenn man sich in Flation und Wirtschaftswirtschafts-Rankings ansieht.
- 5:59Speaker 1: Bei den Wachstumsraten sind wir natürlich noch ziemlich abgeschlagen innerhalb der Eurozone jedenfalls unter dem Durchschnitt.
- 6:04Speaker 1: aber gut die Prognosen sind natürlich sowieso schwierig.
- 6:07Speaker 0: Wenn man sich bei ArtFacts einschaut Und die Inflationszahlen sind hartfägt, dann spielen wir jetzt vorne mit und nicht mehr hinten.
- 6:15Speaker 1: Gut, drei Prozent haben andere vielleicht vier Prozent.
- 6:17Speaker 1: Das ist auch nicht wirklich ein Jubelbild aber ... Wir wissen ja,
- 6:20Speaker 0: dass
- 6:22Speaker 1: die Weltwirtschaft
- 6:24Speaker 0: hier
- 6:24Speaker 1: den Takt vergebt.
- 6:27Speaker 0: Jahre lang waren wir unter den schlechtesten drei, vier und jetzt sind wir in der oberen Dritter.
- 6:34Speaker 1: Aber wenn es so erfolgreich ist diese Regierungsarbeit, wie Sie auch wieder sagen schon im zweiten Statement mittlerweile, warum muss das dann überhaupt einen Rücktritt von Andreas Barbla geben?
- 6:46Speaker 0: Ich glaube dass er gesehen hat... wirklich hervorragendes gemacht hat, auch für die Sozialdemokratie.
- 6:54Speaker 0: Er hat sie übernommen nicht in der Aller- und Blütezeit sondern am Tiefpunkt...
- 6:59Speaker 1: Aber kommt das nicht an bei den Menschen?
- 7:00Speaker 1: Die erfolgreichen Arbeit, die Sie selbst jetzt noch betont haben?
- 7:02Speaker 1: Ich sage
- 7:03Speaker 0: es einfach, er hat die Sozialdemokratie wirklich im Tiefpunkt übernomen.
- 7:07Speaker 0: Er hatte sich eine Regierung geführt, hat glaube ich eine super Regierungsmannschaft zusammengestellt.
- 7:13Speaker 0: Auch da wenn Sie die Umfragen anschauen sind die SPÖ-Regierungsmitglieder quasi Alle top of the pop.
- 7:20Speaker 0: Er selber hat schlechte Werte und die Politik ist extrem brutal geworden, der die Mann an der Spitze muss sich immer rechtzeitig vor einer Wahl die Frage stellen, gewinnt man mit mir die Wahl oder haben wir mit jemand anderen eine bessere Chance?
- 7:35Speaker 0: Und wenn man mit jemand anderem eine besseren Chance hat dann muss man in Ruhe den Übergang organisieren und das rechtzeitig dafür... Das hatte die Sozialdemokratie lange sehr gut gemacht.
- 7:45Speaker 0: Ich bin ja schon länger dabei, ich habe ja erlebt wie Sinovac übergeben hat an Franzi.
- 7:51Speaker 0: Wie Franzi übergegen hat dann Klima, wie Klima übergeben, hat dann Grußenbau.
- 7:55Speaker 0: Seitdem ist das ein bisschen holprig geworden und eigentlich immer schlechter.
- 8:00Speaker 0: Und auch... etwas, worauf man sich gestern geeinigt hat ist.
- 8:04Speaker 0: Wir machen einen ordentlichen Übergang und nicht irgendeinen öffentliches
- 8:09Speaker 0: Gemetzel.".
- 8:09Speaker 1: Es gehe Herr Zeiler für siehegenlich.
- 8:11Speaker 1: noch ein Thema.
- 8:11Speaker 1: er hat ja noch nicht abgesagt und er könnte jetzt bis zum Parteitag in einem halben Jahr genüsslig und in Ruhe Wahlkampf führen unter den Mitgliedern um eine Mehrheit am Parteitage vielleicht aufzustellen?
- 8:24Speaker 0: Ich kenne die Partei ganz gut Und Gerhard Zeiler, total respektablen Lebenslauf.
- 8:31Speaker 0: Ein aufrechter Sozialdemokrat.
- 8:32Speaker 0: Ich kenne ihn nicht persönlich weil er ja, ich glaube, aus der Politik ausgestiegen ist und das war das Jahr in dem ich maturiert habe also schon eine Zeit lang her nämlich über vierzig Jahre.
- 8:48Speaker 0: Ich glaube nicht, dass er heute die Antwort ist auf die Fragen und ehrlich gesagt auch wenn man in der Partei rein hört.
- 8:53Speaker 0: In den Mitgliederein hört.
- 8:55Speaker 0: Ist das echt oder selbe?
- 8:57Speaker 1: Hat Ihrer Meinung nach... Wenn wir jetzt sehen, dass Andreas Babel zurücktreten wird letztlich hat die Kronenseitung gewonnen.
- 9:03Speaker 1: Barbara will ja die Medienförderung ändern.
- 9:05Speaker 1: Die Kronenzeitung sagt, dass würde sie überhaupt nicht betreffen sondern Sie würden davon sogar profitieren.
- 9:12Speaker 0: Das stimmt.
- 9:15Speaker 0: Aber es gibt ja zwei Dichern, so zwei Zeitungen und die andere würde ich nicht profitieren.
- 9:19Speaker 0: So kann man sie auch interpretieren.
- 9:21Speaker 0: aber mir ist das ja voll kommunikal ob jetzt jemand profitiert oder nicht?
- 9:24Speaker 0: Er wird ihn noch umsetzen in den Medienreformen.
- 9:28Speaker 1: Eine Abschlussfrage noch Herr Kreiner weil Sie auch Fraktionschefs sind.
- 9:30Speaker 1: der SPM Pilnercheck-U Ausschuss da sind nach Standard-Recherschen Hinweise aufgetaucht wonach Christian Pilnercek die ÖVP massiv unterstützt.
- 9:38Speaker 1: hat er demnach Anwältengeholfen, ÖVP-Personal zu verteidigen in Justizsachen.
- 9:44Speaker 1: Wie bewerten Sie das und was bedeutet das für den U-Ausschuss?
- 9:49Speaker 0: Ach wie bewertig!
- 9:50Speaker 0: Das ist ja jetzt nichts Neues, dass der Christian Pilnercheck hier... Also es ist ja nicht neu, dass er jetzt sehr nahe an der ÖVPs war.
- 9:58Speaker 0: Ich erinnere nur an wer vorbereitet Gernot auf seine Vernehmung untergleichen.
- 10:03Speaker 0: Also daß er da ganz tief bei Kurz und Blümel dabei war.
- 10:09Speaker 0: Und quasi in diesem Team drin war, das ist ja nichts Neues.
- 10:12Speaker 0: auch, dass er kurz beraten hat bei seinem Prozess, wo er ja in Ersten Instanz verurteilt wurde und in der zweiten dann freigesprochen wurde wegen Falschaussage.
- 10:22Speaker 0: Das ist ja nix Neues!
- 10:24Speaker 0: Dass der ganz tief drin war im Team Kurz – ja, das weiß man.
- 10:28Speaker 0: Für den Urschuss ehrlich gesagt die Die Unterlagen, die jetzt letzte Woche gekommen sind, die ja teilweise auch öffentlich geworden sind.
- 10:38Speaker 0: Die zeigen kein schönes Bild und da ist wahnsinnig viel Material drin, aber eigentlich für einen anderen Untersuchungsausschuss und nicht für den.
- 10:46Speaker 1: Den wir allenfalls dann auch noch sehen würden.
- 10:48Speaker 1: Kaijan, keiner?
- 10:49Speaker 1: Vielen Dank für den Besuch bei uns!
- 10:52Speaker 1: Was ist da los mit der Inflation in unserem Land?
- 10:55Speaker 1: Wird die, die Lohnverhandlungen im Herbst erschweren zur Lohnrunde zu Gast des Wirtschaftsforscher Benjamin Bitschie.
- 11:03Speaker 1: Der Bitsche.
- 11:04Speaker 1: heute Vormittag ist gleich mal eine Pressekonferenz der Gewerkschaft wieder.
- 11:08Speaker 1: Die Gewerksamkeit eröffnet damit kann man sagen den Lohnherbst mit einer Presse-Konferenz.
- 11:12Speaker 1: Thema lautet Herbstlohnrunde!
- 11:15Speaker 1: Wer Österreich am Laufen hält muss anständig entlohnt werden – mit Rufzeichen am Schluss.
- 11:20Speaker 1: Wird das anders als in letztes Jahr, wo die Löhne allgemein moderat erhöht wurden ein sehr heißer Lohnherbst in Österreich?
- 11:30Speaker 3: Ich glaube generell nicht, weil Sie haben es im Vorbericht angesprochen.
- 11:33Speaker 3: Es sind ja schon in vielen Branchen die Lohnverhandlungen abgeschlossen.
- 11:37Speaker 3: Wir hatten letztes Jahr einige Branchen wo es zwei Jahresabschlüsse gab bei den Metallern aber zum Beispiel auch in der Sozialwirtschaft.
- 11:45Speaker 3: von dem her fallen etliche Branchen weg.
- 11:47Speaker 3: als große Branche bleibt letztlich der Handel übrig wo die Lohn Verhandlungen stattfinden.
- 11:54Speaker 1: Die Branchen sind ein besonderes Unterdruck Wo wir das Ihre Einschätzung nach am härtersten?
- 12:00Speaker 3: Ich glaube, der Handel ist mit Sicherheit eine Branche wo die Verhandlungen in den letzten Jahren immer schwierig waren und wo es auch dieses Jahr gilt Kompromisse zu finden weil einfach die Wirtschaftsentwicklung insbesondere im Handel weiterhin moderat ist.
- 12:16Speaker 3: Das heißt das ist Druck für die Firmen dass sie nicht so hohe Löhne oder so hohen Lohnsteigerungen finanzieren können.
- 12:24Speaker 3: gleichzeitig ist es aber natürlich dass die Inflation sehr hoch ist.
- 12:28Speaker 3: Das heißt, die Beschäftigten haben reale Lohnverluste und haben hier eben auch entsprechende Erwartungen das nicht über die Jahre hinweg so
- 12:37Speaker 3: weitergeht.".
- 12:38Speaker 1: Ist Ihrer Meinung nach die drohende Arbeitslosigkeit ein Dämpfer für die Gewerkschaften in dieser Verhandlung?
- 12:45Speaker 1: In diesen Verhandlungen weil seit dreieinhalb Jahren ja eigentlich ununterbrochen Die Zahl der Arbeitslosen steigt Monat für Monat.
- 12:53Speaker 3: Das ist mit Sicherheit ein Dämpfer und das ist einfach die Folge davon, wenn die Löhne stärker wachsen als die Produktivität.
- 13:00Speaker 3: Dann entsteht Arbeitslosigkeit und nachdem die Produktivesentwicklung eben sehr verhalten war muss man leider auch bei den Löhnen etwas ein langsames Wachstum in Kauf nehmen.
- 13:13Speaker 3: ansonsten nimmt dann eben eine steigende Arbeitsloskeit in Kauf.
- 13:18Speaker 1: Würden Sie sagen, dass Ihre Meinung nach hohe Abschlüsse bei diesen kommenden Verhandlungen letztlich auch den Industriestandort Österreich unter Druck setzen, wenn nicht sogar gefährden?
- 13:29Speaker 1: Weil die Firmen ja höhere Löhne mit höheren Preisen irgendwie reinholen müssen und dann die Produkte auch teurer werden bei der Auslandskonkurrenz.
- 13:38Speaker 3: Also ich glaube ganz allgemein kann man es so nicht sagen.
- 13:40Speaker 3: gerade in der Industrie sehen wir ja das ist jetzt lohnt Zurückhaltung gegeben hat.
- 13:45Speaker 3: Das hilft sicher, dass jetzt nach und nach wieder Beschäftigung aufgebaut wird.
- 13:49Speaker 3: Aber es ist immer eine zweischneidige Sache.
- 13:52Speaker 3: Die Firmen brauchen natürlich auch Fachkräfte, gut bezahlte Arbeiter und das kostet auch in den Löhnen und insofern ist das natürlich immer auf der einen Seite für den Wettbewerb schwierig vor allem wenn Löhne stärker steigen als bei Wett bewerbern jetzt in Westeuropa zum Beispiel.
- 14:13Speaker 3: aber auf der anderen Seite sehen hohe Löhene auch notwendig damit man die notwendigen Arbeitskräfte gewinnt.
- 14:19Speaker 1: In Österreich steigt, wie wir wissen die Inflation jetzt auf drei Komma sechs Prozent im September nach drei Kommas zwei.
- 14:26Speaker 1: Im August.
- 14:26Speaker 1: welche Auswirkungen hätten denn zum Beispiel hohe Lohnabschlüsse für die allgemeine Inflations in den kommenden Monaten oder im nächsten Jahr?
- 14:35Speaker 3: Da ist mit Sicherheit zu erwarten dass in dem Branchen die das eben weitergeben können, dass sie das auch machen und sich dann eben diese Preisentwicklung sofort setzt.
- 14:45Speaker 3: also dafür sicher so Die steigenden Preise, wenn sie in die Löhne gehen dann auch wieder zurück in die Preise gehen.
- 14:52Speaker 1: Jetzt definieren Herr Bitschi ja nicht nur die Löne – die Kosten von Unternehmen das tun natürlich auch der Energiekosten und das tun auch Steuern und Abgaben in Österreich.
- 15:00Speaker 1: Wie belastet sind die Unternehmen in Österreich?
- 15:03Speaker 1: Und was belastets Sie am meisten Ihrer Meinung nach?
- 15:08Speaker 3: Ja, ich glaube es ist mit sicheren Bündel an Dingen.
- 15:10Speaker 3: Sie haben sie angesprochen.
- 15:12Speaker 3: Lohnkosten alleine sind nicht das Thema.
- 15:15Speaker 3: wenn wir dämpfende Energiekosten hätten könnte dass sicher entgegenwirken aber auch da in sozusagen eher so wie in den letzten Monaten die Energiekosten stark geschieden sind.
- 15:25Speaker 3: durch die hohe Inflation werden auch die Zinsen erhöht, das heißt auch Kapitalkosten steigen an.
- 15:30Speaker 3: Das heisst die Gesamtgemengelager ist so dass das eben verschiedenste Komponenten sind, die die Unternehmen belasten und ich glaube nicht, dass man einen Faktor herausheben kann weil es auch sehr branschenspezifisch oder unternehmensspezifisch ist ob jetzt mehr mit Personal gearbeitet wird, ob kapitalintensiver gearbeitet werde und je nachdem sind eben die Kostenkomponentin unterschiedlich.
- 15:52Speaker 1: Schwierige Voraussetzungen also für die Herbstlohnrunde, die jetzt beginnt in Österreich.
- 15:57Speaker 1: Vielen Dank, Benjamin Bitschi vom WVV für Ihre Zeit!
- 16:01Speaker 3: Sehr gerne, danke sehr.
- 16:04Speaker 1: Und gehen Sie gern zum Wirten.
- 16:05Speaker 1: oder ist es zu teuer geworden?
- 16:07Speaker 1: Wie viel darf ein Wiener Schnitzel kosten?
- 16:09Speaker 1: Dazu ist Gastronomieobmann Thomas Pester zu Gast.
- 16:13Speaker 1: Sie wollen kein Preistreiber sein aber sie sind ja.
- 16:16Speaker 1: seit Monaten zieht sich das durch.
- 16:18Speaker 1: Gastronomiepreise steigen stärker als die sonstige Inflation in Österreich im Durchschnitt bei den personeilintensiven Dienstleistungen, die Verteuerung im letzten Jahr auch vier Prozent betragen.
- 16:31Speaker 1: Das ist ja mehr als die Inflationstreiber?
- 16:32Speaker 2: Da muss ich ganz entschieden nein sagen.
- 16:34Speaker 2: wir sind nicht die Inflationstreiber.
- 16:36Speaker 2: Wir sind am Ende der Wertschöpfungskette.
- 16:38Speaker 2: Die Inflasion entsteht auch ganz woanders.
- 16:41Speaker 2: Die können auch wir nicht beeinflussen.
- 16:42Speaker 2: Die inflation entsteht durch Gebühren durch steigende Energiepreise mieten.
- 16:48Speaker 2: Sie haben selber auch gesagt, Troststoffpreise und da ist die Gastronomie am Ende der Wertschöpfungskette.
- 16:53Speaker 2: Ansonsten gäbe es weil wenn wir nicht kostenrechnen können und nicht wirtschaften können dann haben wir auch keine Möglichkeit Arbeitsplätze zu schaffen oder zu sichern.
- 17:02Speaker 2: Was wir aber beeinflussen können, ist es den Gästen weiterhin die Lust an der Gastlichkeit zu bieten.
- 17:08Speaker 2: Und das machen wir sehr gut.
- 17:09Speaker 2: Immerhin steht vor uns eine der wichtigsten gastronomischen Phasen – die Ganselzeit, die Weihnachtszeit mit dem Weihnachtsfeiern und da wird sich dann entscheiden ob das ja gut ausgegangen ist oder nicht?
- 17:18Speaker 2: Aber unsere Aufgabe ist es!
- 17:19Speaker 2: Das können wir beeinflussend
- 17:21Speaker 2: a.)
- 17:21Speaker 2: preislich und qualitativ höchst attraktiv für unsere Gäste sein für volle und zufriedene Gäste zu sorgen.
- 17:31Speaker 2: Das ist unsere Aufgabe, das können wir beeinflussen.
- 17:33Speaker 2: Und dafür brauchen wir aber gute Rahmenbedingungen!
- 17:36Speaker 1: Sie haben schon angesprochen Anfang Oktober die Ganzelzeit kommt – und die Weihnachtszeit haben sie auch schon angesprochene.
- 17:41Speaker 1: Das Weihnacht hat ja traditionell immer früher in Österreich.
- 17:44Speaker 1: Wie ist denn die Buchungslage für Martini und auch für die Weihnachsfeiern?
- 17:48Speaker 2: Also wie beobachten aktuell eine sehr große Vorfreude auf die
- 17:51Speaker 2: Ganzlzeit?!
- 17:52Speaker 2: Die waren noch nie so hoch.
- 17:53Speaker 2: Wir haben Unfragen gemacht, wo die Gäste sich schon sehr freuen darauf, dass die Gasthäuser immer besser ausgebucht sind.
- 17:59Speaker 2: Das Gleiche gilt für die Weihnachtsferien.
- 18:01Speaker 2: Hier fangen die Buchungen erst an aber gerade große Gruppen, Firmenvereine
- 18:05Speaker 2: etc.,
- 18:05Speaker 2: da rate ich jetzt schon zu reservieren weil sonst ist es kein Platz frei.
- 18:08Speaker 1: Wirklich?
- 18:08Speaker 1: Man muss jetzt schon anrufen damit man's sicher hat das die Firma oder der eigene Betrieb oder die Abteilung allenfalls eine Weihnachtsfeierorganisierung.
- 18:15Speaker 2: Wir freuen uns ja darauf aber wir stehen auch bereit!
- 18:19Speaker 1: Und am Jahr wird natürlich nicht nur die Gans gegessen, sondern alles andere mögliche.
- 18:23Speaker 1: Ist das Wienerschnitzel noch immer das Lieblingsgericht der Österreicher und Österreicherinnen?
- 18:28Speaker 1: Übers
- 18:28Speaker 2: Ja gesehen ist es sicherlich einer der besten Positionen auf der Speisekarte und wir sind sehr stolz darauf dass wir die Gäste damit auch national aber international so begeistern können.
- 18:38Speaker 1: Wo ist denn die Schmerzgrenze für den Preis eines Wienerschnitzels?
- 18:42Speaker 1: Da hat der Zustelldienst Liferando den Preisen des Schweins Schnitzels aus dem Bestellungen statistisch erfasst und festgestellt in Salzburg am teuersten mit neunzehn Euro, dreiundsiebzig im Durchschnitt.
- 18:53Speaker 1: In Graz vierzehn Euros sechsundsechzig aber die Preise sind allgemein in Österreich um sechs Prozent gestiegen.
- 19:00Speaker 1: Ab wann ist ein Schnitzel zu teuer?
- 19:02Speaker 2: Das kann man A so nicht sagen und B. eine Sache ist immer das Wert was der Kunde dafür bereit ist zu zahlen.
- 19:08Speaker 2: Und hier setzen wir in der Gastronomie mit Top Qualitäten wirklich weiterhin gute Maßstäbe dass die Gäste auch weiterhin sehr begeistert sind von der Qualität die wir bieten kommen doch deshalb immer wieder ins Wirtshaus.
- 19:21Speaker 1: Jetzt sieht man aber, was der Gast bereit ist zu zahlen und manchmal zahlt man das dann auf der Rechnung um dieses eigentlich nicht bereit zu zahlen, nämlich dass es berühmte Glasleitungswasser, das früher einfach überall immer gratis war und jetzt eben manchmal gratis ist, manchmal verrechnet wird, manchmal nicht verrechnet wird wenn man ein anderes Getränk trinkt, manchmal trotzdem verreignet wird, wenn man auch ein anderes getränkt trinkst.
- 19:42Speaker 1: Das ist ja ein Wildwuchs!
- 19:44Speaker 2: Sie sprechen's an, aber... Das Glasleitungswasser ist objekt, hoffentlich und zum Glück noch immer dem Vierten zu sagen, ob er dafür etwas verrechnet oder nicht.
- 19:53Speaker 2: Und es obligt im Gast zu sagen... Dafür bin ich bereit, was zu zahlen oder nicht.
- 19:58Speaker 2: Das ist einmal der erste Punkt.
- 20:00Speaker 2: aber was ganz wichtig ist und was immer vergessen wird es entstehen auch beim Leitungswasser hohe Kosten.
- 20:05Speaker 2: doch das ist eine Randerscheinung und es gibt auch sehr viele Betriebe die weiterhin nichts fürs Leituns Wasser verrechnen.
- 20:11Speaker 2: das ist auch hier gutes Recht.
- 20:13Speaker 2: wo ich ihnen zustimme ist dass es natürlich wichtig ist also auszupreisen transparent zu zeigen kostet das leitungswasser in vierteliter fünfzig Cent etc.
- 20:22Speaker 2: Das ist eine gute Sache, das begrüßen wir auch.
- 20:27Speaker 2: Aber noch einmal uns wird und geht es darum gerade jetzt vor der Ganselszeit, vor der Weihnachtszeit unsere Gäste zu begeistern.
- 20:33Speaker 2: Und wenn es dazu beiträgt hier unsere Geste auch glücklich zu machen dann geben wir gerne auch das Glasleutungswasser.
- 20:41Speaker 1: Gibt es da eine Richtlinie?
- 20:43Speaker 1: Der Wirtschaftskammer die den Mitgliedern redet wie man das transparent macht oder sagen sie ihr wollt das irgendwo auf der Speisekarte hinschreiben Was ist das Leitungswasser kostet?
- 20:52Speaker 2: Nein, es gibt natürlich Preiseauszeichnungsregelungen.
- 20:57Speaker 2: Die sind auch einzuhalten und das finden wir in Ordnung.
- 21:00Speaker 2: Aber es steht einem jeden Unternehmer zum Glück frei hier zu entscheiden wie seine Preisgestaltung ist.
- 21:07Speaker 1: Kommen wir zu den Lieferdiensten weil wir haben vorher Liferanto erwähnt.
- 21:10Speaker 1: die großen Liefer-Dienste dürfen jetzt nicht mehr per E-Moppet zustellen.
- 21:14Speaker 1: was ändert das für die Zustellung?
- 21:16Speaker 2: Das bleibt abzulegen!
- 21:17Speaker 2: Also bei
- 21:17Speaker 1: E-moped auf dem Radweg muss man dazu sagen
- 21:20Speaker 2: Das bleibt einmal abzuwarten, es entstehen glaube ich für die Anbieter doch hohe Kosten durch den Wechsel.
- 21:26Speaker 2: Durch den Wegfall der E-Muppets und der Umstieg auf die E-Bikes.
- 21:29Speaker 2: Ich glaube nicht dass es zu einer verstärkten Investition in Richtung eigene Zustelldienste mit Kfz kommen wird.
- 21:38Speaker 2: das glaube ich eher nicht.
- 21:39Speaker 2: Warten
- 21:39Speaker 1: Sie eine Preiserhöhung?
- 21:41Speaker 2: Das kann man so auch nicht sagen.
- 21:43Speaker 2: Für uns sind die Lieferdienste wichtig, für uns in der Gastronomie Wasser ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe und die ist teilweise so nicht ganz spürbar gewesen in der Vergangenheit.
- 21:55Speaker 2: Insofern setzen wir uns auch von... von der Wirtschaftskammerseite auch dafür ein, dass es zu dieser Partnerschaft auf Augenhöhe kommt.
- 22:01Speaker 2: Denn man darf eines nicht vergessenes gibt viele Betriebe für die ist das ein zusätzliches Angebot, die Möglichkeit die eigenen Produkte in die Wohnzimmer der Wienerinnen und Wienern zu bringen wenn der Gast gerade keine Zeit hat direkt ins Gasthaus zum kommen.
- 22:14Speaker 2: Es gibt auch viele betriebe die ausschließlich in dieser Branche aktiv sind und hier auch viele Gäste glücklich machen.
- 22:21Speaker 2: Das ist eine wichtige Funktion von Konsumenten gefordert wird.
- 22:25Speaker 2: Und insofern ist es uns auch wichtig, dass hier diese Partnerschaft bestehen bleibt und natürlich preislich soll sich da weniger ändern vor allem nicht nach oben.
- 22:33Speaker 1: Also ein legitimes Angebot, das Sie da sagen bei den Lieferdiensten.
- 22:36Speaker 1: Jetzt gibt heute die Gewerkschaft wieder eine Pressekonferenz.
- 22:39Speaker 1: Thema Herbstlohnrunde.
- 22:41Speaker 1: wer Österreich am Laufen hält muss anständig entlohnt werden.
- 22:44Speaker 1: mit ersten Oktober gilt ja ein plus drei Prozent.
- 22:47Speaker 1: des letztes mal ausverhandelt worden ist in der Gastronomie etwas über der Inflation als zuletzt.
- 22:52Speaker 1: Was erwarten Sie angesichts der schon wieder gestiegenen Inflation für die nächsten Verhandlungen?
- 22:57Speaker 2: Das bleibt abzuwarten.
- 22:59Speaker 2: Jetzt liegt einmal die Ganselzeit vor uns, jetzt liegt einmal Weihnachtszeit von uns wo es wirklich darum geht die Betriebe zu füllen und die Gäste glücklich zu machen und so dafür zu sorgen dass zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen unterhalten bleiben.
- 23:11Speaker 2: das ist uns wichtig und das liegt jetzt mal vor uns.
- 23:14Speaker 2: wenn andere jetzt schon eine Herbstlohnhunde einleiten wollen sag ich ist in Ordnung, aber momentan konzentrieren wir uns in der Gastronomie auf die bevorstehenden Höhepunkte des
- 23:39Speaker 1: Jahres.