Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 064 Crowley Tarot verstehen - Folge 2: Die tiefe Symbolik der Karten I mit Bernhard Huber
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- Petra: Hallo zusammen, ich bin Petra Baum von Spirit, Mind, Energy und freue mich, dass wir heute in den dritten Teil unserer Serie über Allister Crowdy einsteigen. Ich begrüße wieder ganz herzlich dich, lieber Bernhard, an meiner Seite. Und bei der letzten Folge sind wir stehen geblieben bei einigen Änderungen gegenüber Rider-Waite und haben geschaut, was die Gerechtigkeit mit der Ausgleichung und die Kraft mit der Lust zu tun haben. Und Ich würde sagen, da steigen wir weiter ein, was es noch für zum Teil wirklich eklatante Unterschiede gibt. Lieber Bernhard, deine Bühne. Bernhard Huber: Ja, danke. Wir hatten jetzt die Lust erklärt im letzten Teil. Als nächste Karte wurde die Mäßigkeit vom Rider White, hat Crowley umbenannt in die Kunst. Da hat er auch einen höher geordneten Aspekt genommen, weil die Kunst, die drückt aus, dass aus zwei gegensätzlichen Elementen ein neues entstehen kann. Das ist natürlich der weitere Aspekt wie die Mäßigkeit. Feuer und Ton, in den Krug. ⁓ Feuer und Wasser muss sterben, damit etwas Neues entstehen kann. Das ist die Ausdrucksform der Im ist es die Polarität, die hier aufgelöst wird. Oben und unten, hell-dunkel, schwarz-weiß, muss vereint werden und das geht nicht. Wie kann ich Tag und Nacht vereinen? Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Petra: Wow, okay. Bernhard Huber: in dieser polaren Welt. Aber die Kunst besteht darin, sozusagen wie die Ebene zu wechseln, aus den Polaritäten auszusteigen und auf eine höhere Ebene zu wechseln. Und das hat Crowley dann mit dieser Umbenennung von Mäßigkeit in die Kunst in den Fokus genommen. Weiter wurde die Karte Trumpf 20. Gericht hat er umbenannt ⁓ in Aeon. Das jüngste Gericht, da konnte man sich immer noch so was vorstellen. Mit dem Äon ist es schwierig. ist manchmal, das ist mit die schwierigste Karte im gesamten Deck. Weil das jüngste Gericht bedeutet, ich muss Rechenschaft ablegen über meine Taten, was ich getan, was ich nicht getan habe, was ich unterlassen habe, obwohl ich es hätte tun sollen. Und da werde ich zur Rechenschaft gezogen. Da kommt dieser Aspekt von Schuld, von Sünde zum Ausdruck. Und Crowley hat sich davon gelöst und hat gesagt, das Äon ist eine Karte, wo ich aus der Distanz meine Taten anschaue. Da ist dieser falckenköpfige Gotthorus in drei verschiedenen Formen abgeschrieben. gebildet. Und der Falke, der steht oben am Himmel und schaut von oben aus der Distanz auf die Erde herab. Und diese Distanz braucht es durchaus aus einer neutralen Warte. meine Taten, meine Nichttaten, meine Unterlassungen anzuschauen. Aber damit fällt der Aspekt der Schuld weg. Diese Petra: Das ein neutraleres Ansehen. Das ist doch eigentlich schon der Übergang in die geistige Welt, wo man dann ja auch sozusagen auf sein Lebenswerk blickt und was es vielleicht mit anderen gemacht hat, aber nicht unter dem Aspekt der Schuld, sondern einfach auch dieses Wahrnehmen. Bernhard Huber: Genau. Genau, unter dem Aspekt der Erfahrung. Wie fühlt es sich an, unrechtgetan zu haben, jemanden beklaut zu haben, ermordet zu haben? Wie fühlt es sich an, Täter zu sein und dann im gegenseitigen, also in einem nächsten Leben vielleicht, die Seiten zu wechseln und die Perspektive des Opfers einzunehmen? Petra: Ja, was habe ich gemacht? Ja. die Seite zu wechseln, die Erfahrungen zusammen. Bernhard Huber: Ja, der Beglaute zu sein. So, dann habe ich beide Erfahrungen gemacht und beide bringe ich zusammen, damit ich reicher werde. Ich bringe beide Polaritäten zusammen und das hat nichts mit Schuld und Sünder zu tun, sondern es ist einfach ein Ausdruck der Erfahrung, damit die Seele wachsen und reifen. ist sie etwas schwierig zu verstehen, die Karte Aeon, aber sie hat diesen schönen Aspekt der neutralen Betrachtung sämtlicher Erfahrungen. Und das macht sie sehr wertvoll. Und dann am Schluss kommen die Welt, wird dann zum Universum. Auch da ist die Perspektive eine höhere. ⁓ Die Welt ist eben halt die Welt, sie ist. Aber das Universum, da eine höhere Betrachtungsweise reingenommen und die Ausdrucksform der Karte, das Universum lautet am Ende ist alles gut. Wenn man so will, Satz in der Bibel, Gott sah, dass alles gut war. So und das Universum sagt ein großer Abschluss von dem, was bisher war. Ein Zyklus ist rund geworden. Petra: man ist sozusagen auch wieder zurückgegangen ins Universum, ins Geistige. ⁓ Bernhard Huber: Ganz genau. Und dann kommt, unabhängig von den Unbenimmungen, dann kommt der Narr, der wieder den Quantensprung darstellt und dann beginnt es wieder von vorne mit dem Magier oder dem Magus. Petra: Eine neue Inkarnation und neue Aufgaben und Lebenserfahrung, die wir sammeln dürfen. Bernhard Huber: Genau. Was Crowley aber noch ganz besonders gemacht hat, er hat die Hofkarten umbenannt. Die ursprüngliche Bezeichnung der Hofkarten war ja König und Königin und Ritter und Page. So, hast du das Königspaar, Mann und König und die Königin und Ritter und Page waren jeweils zwei männliche Vertreter. des Hofes. Der Ritter und der Pasche, beide waren männlich. Schrauli hat mir das weibliche reingebracht. Aus dem König hat er den Ritter gemacht, die Königin blieb. Aus dem Parschen hat er die Prinzessin gemacht. der Ritter wurde dann sozusagen zum Prinzen. Also, der hat die zwei den Ritter und die Königin. und den Prinz und die Prinzessin kreiert sozusagen, hat eine Parität reingebracht, männlich und weiblich gleichgestellt und nicht das Männliche höher gebichtet, wie es im Rider White der Fall ist. Wenn man es in seinem Buch liest, dann hat er es von der Reihenfolge her so sortiert, dass zuerst der Ritter, dann die Königin, der Prinz und die Prinzessin sortiert ist. der Schule von Gert-Bodiziegler haben wir es noch mal ein bisschen umgestellt. Wir haben zuerst die Königin an erste Stelle gestellt. Und der Ritter, der ist vom Rang her deutlich niedriger als ein König bzw. eine Königin. Der Ritter dient der Königin. Also die Königin ist die Herrscherin des Königshofs, so wie in England die Queen Elisabeth, wie lange hat sie geherrscht? 80 Jahre oder so? Sehr lang, genau. die Königin war die Monarchin, die den Königsstaat geführt hat. Petra: lange Zeit. Run! Bernhard Huber: Und so haben wir die Königin an erster Stelle gestellt und der Ritter der dient seiner Königin. Und dann kommt die Prinzessin und der Prinz von der Reihenfolge her. Das finde ich ganz besonders, das finde ich schön, dass Bodhi da diese Neusortierung vorgenommen hat, weil sie in letzter Konsequenz stimmig ist. Das finde ich, hat Crowley, den letzten Schritt hat er nicht mehr gemacht, hat die Königin an erster Stelle gesetzt, obwohl er den König degradiert hat zum Ritter. hätte er die Königin an erster setzen müssen. Aber ja gut, wir haben es jetzt einfach gemacht. ⁓ Petra: Und wie differenziert dann Crowley die Königin und Ritter bzw. Prinzessin und Prinz? Weil bei Rider Waite ist der Page ja auch sozusagen die Chance oder die Möglichkeit, also nicht nur die reine Personenkarte, sondern auch die Möglichkeit der Ritter, ist ja auch eine Stimmung, in der Sachen stattfinden. Wie geht sich das dann aus, wenn ich die komplett auch in Prinz und Prinzessin in einer anderen Konstellation sehe? Bernhard Huber: Also, man kann es ehesten vergleichen mit der Astrologie. Wenn ein junger Mensch in die Pubertät kommt und beginnt sich für junge Mädchen oder die Mädchen für die Jungs zu interessieren, dann repräsentieren sie zuerst einmal Mars, die Jungs repräsentieren den Mars und die Mädchen sind die Venus. Das heißt, als Paar sammeln sie Erfahrungen, probieren aus, experimentieren mit Sexualität, mit Liebe, mit den Geschlechterrollen. Und wenn sich dann ein Paar gefunden hat und in die Vereinigung gehen und es entsteht ein Kind aus dieser Vereinigung, wird die Mutter, die Venus, die wird zum Mond. In der Astrologie. Und der Vater wird vom Mars zur Sonne. für Mütter ist es ein natürlicher, nicht abwendbarer Prozess. Weil, sobald sie schwanger ist, Petra: und Mondseite. Bernhard Huber: kommt das Kind, da gibt es kein Wenn und Aber. Also jetzt, gehen davon aus, dass jetzt keine Schwangerschaftsabbrüche oder so weiter da sind, auf eine natürliche Art und Weise, die Frau schwanger ist, kommt das Kind und sie wird gezwungen, sich zum Mond zu entwickeln. Bei den Vätern ist es ein bisschen anders. Die geben für, wenn es blöd läuft, für 30 Sekunden ihren Samen und schwängern eine Frau, das heißt aber nicht, dass die sich zur Sonne entwickeln. Die sind zwar dann geworden, aber der Entwicklungsprozess muss bewusst entschieden werden. Da braucht es die Entscheidung des Mannes, des Vaters zu der Frau und zu dem Kind zu stehen. Dann wird er zur Sonne. Manche Väter tun das nicht. Die haben fünf Kinder, aber haben ihre Fraterrolle nie eingenommen. während die Mutter die muss, weil das Kind will gestillt werden. Wenn die Mama das Kind nicht stillst, stirbt das. Das will umarmt werden, will genährt werden, das braucht Körperkontakt. Das kann nur die Mama machen, ersten Moment, die ersten Wochen, Monate. So, und das ist bei Crowley, da hat es einfach eine andere Bedeutung bekommen. Vom König, der bisher der Repräsentant des Staates war, da ist Das weichere Element, die Königin jetzt an die erste Stelle getreten. Es ist liebevoller. Es ist erfahrener. Der Ritter und die Königin, ist das erfahrene Paar. Während Prinz und Prinzessin das Potenzial leben. Petra: Also beide das Potential Bernhard Huber: Beide haben das Potential. Sowohl der Prinz auf männliche Art und Weise, und die Prinzessin auf ihre weibliche Art und Weise. Beide repräsentieren das Potential ihres jeweiligen Elements. Dann kommt das Element mit dazu und dann weiß man, wohin sich das Potential entfaltet. Jede Königin repräsentiert das Wasserelement. Jeder Ritter repräsentiert das Feuerelement. Jede Prinzessin repräsentiert das Erdelement. Und jeder Prinz repräsentiert das Luftelement. Petra: Das heißt, die anderen kommen jeweils in das dominierende Element dazu. Bernhard Huber: Genau, wenn ich jetzt beispielsweise die Königin der Kelche habe, habe ich Wasser in Wasser. Petra: Das wird sehr gefühlvoll. Bernhard Huber: Das ist sehr gefühlvoll. Und anhand dieser Elemente, wenn ich das weiß, sehe ich schon, in welche Richtung eine Karte zeigt, wenn sie zu einem bestimmten Thema gezogen ist. Petra: denn wie sie sich dann anfühlt, ist ja wieder bezogen auf Fragestellungen und Thema, ob jemand dann sehr in seinen Gefühlen schwelgt oder sie vielleicht ihn auch übermannen, wenn sie zu stark sind, oder? ⁓ Bernhard Huber: Genau. Der Ritter der Stäbe ist Feuer in Feuer? Da geht's zur Sache. Petra: Hm, aggressiv oder impulsiv, gell? Bernhard Huber: Ja genau, der kann auch mal verbrannte Erde hinterlassen. Petra: Ja. Bernhard Huber: du schaust immer welche Karte ist in welchem Element. Petra: Mhm. Bernhard Huber: Und diese Kombination hilft, damit ich auf den ersten Blick schon mal erkennen kann, welche Ausdrucksform ist denn im Moment gerade da. Wo ist was, in welchem Element, in welchem Verhältnis. Petra: Okay, das heißt, das wäre dann bei deinem Beispiel, dass hier die Gefühlsachen sich mehr fokussieren, was wirklich auch realisierbar ist und gar nicht ganz in ihrem eigenen, wie Wasser in Wasser in den Gefühlen bleiben. Bernhard Huber: Genau, eine Königin der Schwerter, da wird das Gefühl eher in den Gedanken, da wird man über Gefühle reden. Während eine Königin in den Scheiben, da fühle ich es im Körper, da gehe ich ganz auf der Körperebene hinein und spreche es und drücke es durch Gesten, durch Umarmungen aus, weniger durch Worte, sondern mehr durch Petra: unbedingt zu tun. Ja. körperliche Art. Bernhard Huber: Genau, durch die Art und Weise, wie ich mich gebe. und da hat natürlich Crowley ein viel breiteres Spektrum geöffnet, mit diesen Dingen zu arbeiten, wie es jetzt im Rider-Wide dann der Fall ist. Petra: Definitiv, da eine komplette Ebene ja nochmal dazugekommen und durch diese zwei Paarbeziehungen, die sich ausleben und gefunden haben, sind ja hier auch nochmal komplett andere Konstellationen möglich. Bernhard Huber: Auf jeden Fall. Petra: finde ich eine sehr spannende Zuordnung und würde sagen, für heute sind wir wieder am Ende unserer heutigen Folge angekommen. Und beim nächsten Mal gehen wir nochmal in die etwas praxisbezogene, wie arbeitet man intuitiv, wie arbeitet man mit Legesystem, ⁓ auch hier nochmal einen Einblick zu geben. Lieber Bernhard, ich danke dir von Herzen. Bernhard Huber: Danke dir, Petra.