Latest / Zusammener finden wir es heraus. Der WARUM Podcast / WARUM ärgern sich Menschen über Dinge, die sie nicht ändern können?
Transcript
- Sabine Osterauer: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zusammenerfinden wir es heraus, der Warum Podcast. Schön, dass du uns wieder zuhörst. Ich habe heute einen ganz besonderen Gast, nämlich die liebe Adeline, mit der ich heute über die Frage diskutieren werde, warum regen sich Menschen über Dinge auf, die sie nicht ändern können. Aber bevor wir uns über diese spannende Frage unterhalten, liebe Adeline. Stell dich doch mal kurz vor, wer bist du, wo kommst du her, was machst du? Erzähl den Menschen da draußen das, du möchtest. Adeline: Vielen Dank erstmal für die Einladung, dass ich hier bei dir sprechen darf. Ich bin Adeline, bin Mama einer fast volljährigen Tochter. Ich mag es kaum glauben und frage mich, wo ist die Zeit hingelaufen? Ich bin seit Jahren Führungskraft in verschiedenen Firmen, weil ich da sehr umtriebig war und bin seit über 20 Jahren Unternehmerin, zeitgleich in doppelter Rolle. Deswegen habe ich schon viel gesehen und viel gehört. und alles andere, denke ich, wird sich im Laufe des Gesprächs zeigen und noch darstellen, wer ich bin. Sabine Osterauer: Sehr schön. Für die Zuhörer da draußen muss ich sagen, dass die liebe Adeline genau vor zwei Minuten entschlossen hat, eine andere Warum-Frage zu nehmen. Wir hatten vorher eine andere Warum-Frage, aber wir sind durch ein kurzes Vorgespräch draufgekommen. Das passt heute gar nicht zu uns. Deswegen haben wir uns für diese neue Warum-Frage entschieden. Warum regen sich Menschen über Dinge auf, die sie sowieso nicht ändern können? Und da haben wir jetzt wirklich weite Sprünge gemacht. Also wir haben über unsere gemeinsame Zeit gesprochen, als wir noch Jungmamas waren, über unsere Zeit als selbständige Frau und als Unternehmerinnen, aber auch im Angestelltenverhältnis, über Beziehungen und so weiter. Und genau in diese Richtung soll es auch gehen. Und ja, liebe Adeline, erzähl doch einmal den Zuhörern da draußen, warum denkst du, ja. regen sich Menschen über Dinge auf, die sie nicht ändern können. Und vielleicht hast du auch schon ein passendes Beispiel parat, das wir gleich auch dazu nehmen können, wo du sagst, ja, über das rege ich mich doch gar nicht auf, über so einen Schmarrn bringt mir doch gar nichts. Adeline: Das Beispiel habe ich tatsächlich, denn früher habe ich mich immer aufgeregt, wenn ich im Stau war. Ich hatte einen langen Arbeitsweg, der war immer 40 Minuten, gut lang ist jetzt relativ, aber er war 40 Minuten und gepflastert von Baustellen, wirklich jahrelang auf der Autobahn auf dem Weg zu meiner Arbeit Baustellen und Manchmal war ich spät dran, dann war ich wieder früh dran und ich konnte es nicht steuern. Es gab auch nicht die Uhrzeit, wo kein Stau ist. Ich habe nur gemerkt, es stresst mich jeden Tag, dass Stau ist. Und dann kam ich immer in die Arbeit und obwohl ich eigentlich gut drauf war und es gab gar keinen Grund schlecht drauf zu sein, hat mich dieser Stau so runtergezogen, dass ich richtig mit schlechter Laune ankam, diese schlechte Laune ⁓ mich geworfen habe. meine Kollegen sich dann tatsächlich von dieser schlechten Laune haben. decken lassen. Das war so die Erfahrung mit mir und mit meiner Handhabe zum Thema Stau. Sabine Osterauer: Hast du dich über dieses Thema mit anderen, vor allem mit bekannten Arbeitskollegen, auch unterhalten, die sagen, wenn ich im Stau stehe, dann mache ich das und das oder ich reg mich auch auf oder beziehungsweise wie bist du dann im Laufe der Zeit damit umgegangen, dass du dich eben nicht mehr aufregst? Wie ist das dann passiert beziehungsweise wie bist du zu der Erkenntnis gekommen, in Wahrheit bringt das überhaupt nichts, wenn ich mich darüber aufreg? Adeline: Naja, wir entwickeln uns ja im Laufe der Jahre und ich habe in den letzten Jahren sehr viel Persönlichkeitsarbeit geleistet, an mir gearbeitet, mit mir in mir, mit meinen Gedanken, mit meinen Verhaltensmustern, mit den ganzen Themen, die man so in seinem Leben hat. Und irgendwann habe ich einfach diesen Mindchange gehabt durch diese viele Arbeit, dass ich eben auch diese Frage habe. warum reg ich mich auf, wenn ich es nicht ändern kann? Ich habe zwei Möglichkeiten. Entweder ich steige mich da rein, komme super gestresst an, brauche einen halben Tag, bis mein Nervensystem wieder runtergefahren ist. Oder ich nehme es so hin und tue nichts. Also versuche ruhig zu bleiben. Ich habe dann im Auto gesungen, ich habe Musik angemacht, ich habe telefoniert, ich habe mich beschäftigt, habe vielleicht, wenn gar nichts ging, aufs Handy geguckt und irgendwelche Sachen gelesen. Und das war so, wo ich dann merkte, boah, reg dich nicht auf, du kannst es nicht ändern. Also dieses Selbstaufsich einreden, sich gut zureden, ja, so in der Du-Form. Und hab dann tatsächlich gemerkt, ob ich jetzt hier einen halben Nervenzusammenbruch kriege oder nicht. Mein Chef wird ⁓ sauer sein, dass ich zu spät bin. Was soll ich tun? Der Stau war da. Ich konnte ihn nicht wegmachen. Und gefühlt war dann gar nicht mehr so viel Stau. Also wie wenn ich es mir hervorgerufen hätte, weil dann war es anders. Oder ich habe mein Augenmerk nicht mehr so drauf gegeben, wenn es jetzt dieses Thema ist. Aber es ist ja so vieles im Leben. Wenn ich mich mit etwas extrem beschäftige, es ja auch, wie gehe ich damit ⁓ Eher positiv oder eher negativ? Sabine Osterauer: Weil du das jetzt gerade angesprochen hast, wird der eine oder andere sicherlich so ein bisschen den spirituellen Touch jetzt dahinter erkennen oder sehen. Aber denkst du schon, es so ist? Also da gibt es ja diesen Spruch, Energie folgt der Aufmerksamkeit und das wenn wir uns über gewisse Dinge einfach aufregen, dass die erst recht in unser Leben treten. Glaubst du daran? Adeline: Ja, ich glaube daran. weiß zwar nicht, wie ich es abstelle, weil manche ich habe auch meine Themen, wo ich es mir anders gerne wünschen würde, anscheinend kriege ich es da nicht hin. Aber da bin ich schon der Meinung, dass es so ist. Ich habe jetzt nicht das Patentrezept, dass ich sage, wie ist es anders und wie verlagerst du deine Energie woanders hin. Aber ich habe schon, ich denke schon, dass das was damit zu tun hat oder weil wir uns so sehr drauf fokussieren, fällt es uns mehr auf. Das ist wie das schwarze Auto, das du unbedingt willst. Das fährt dann plötzlich überall rum. Davor ist es dir nie aufgefallen. Sabine Osterauer: sogenannte Tilgung in der Wahrnehmung, wir dann haben. Wenn schwanger sind, wir lauter schwangere Frauen und wenn wir ein altes Auto wollen, dann sehen wir lauter schwarze Autos. Adeline: Mhm. Mhm. Ja. Ja. Ja. Aber ich weiß nicht, man das... Ich halte ja vom Begriff Manifestieren nichts, weil das wird alles immer so schnell hergenommen. Die musste das manifestieren und das machen und dreimal ⁓ den Eichenbaum laufen und was weiß ich. Da bin ich gar nicht so der Typ von, wobei ich schon auch so meine spirituelle Ader habe. Aber solche Dinge, das matcht nicht mit mir zusammen. Also von daher weiß ich nicht, ob man das jetzt manifestieren. nennen kann oder... Ich glaube, ist einfach, dass man vielleicht dann nicht mehr so sein Augenmerk draufgibt. Sabine Osterauer: Ich kenne diese Erfahrungen schon auch, weil du die Geschichte von dem Stau erzählt hast. Ich wohne ja in Salzburg und alle, die Salzburg kennen, wissen, da gibt es die A10. Die A10 ist ein bisschen vergleichbar mit der Südostangente in Wien, die ich auch sehr gut kenne. Ich bin immer wieder Situationen gekommen, wo ich dann einfach auch im Stau gestanden bin. Ist natürlich blöd, wenn man dann einen Folgetermin hat und möglicherweise zu spät kommt. Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: je nachdem, welchen Termin man halt hat, natürlich dann schlimm oder Ding. Und man kann es nicht ändern. Und der Stau wird sich nicht auflösen, nur weil man herumhüpft im Auto, wenn Rumpelstilz sind. Das geht einfach nicht. Mir zum Beispiel hat das immer dann geholfen. Ich habe dann mal durchgeatmet und bin dann einfach die Worst-Case-Situation für mich durchgegangen und habe mir überlegt, Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: Angenommen, ich komme jetzt zu diesem Termin zu spät, welche Möglichkeiten habe ich, ⁓ das zu retten? Kann ich jemand anderen informieren? Kann ich irgendetwas dorthin schicken? Was kann ich tun im Worst Case, wenn es sich wirklich nicht ausgeht? Man kann einfach nicht drei Stunden vorher schon wegfahren. Es kann immer irgendetwas passieren, man weiß es nicht. Also mir hat das immer dann stark geholfen, okay, ich bin jetzt in dieser Situation. Adeline: Mhm. Mhm. Sabine Osterauer: Was kann ich jetzt im Worst Case tun, dass es trotzdem gut ausgeht? Oder kann ich etwas verschieben, verändern, Bescheid geben, was auch immer? Weil man kann es nicht immer ändern. Ich persönlich habe dann schon immer gemerkt, dass ich viel ruhiger geworden bin, ich durchgeatmet habe und ich mir dann gedacht habe, na vielleicht brauche ich einfach auch einmal Zeit für mich und wenn ich sie mir nicht nehme, dass ich mir jetzt wieder so bisschen ... in der spirituellen Schiene, ja dann kriege ich es halt vom Universum, in dem ich halt dann einfach im Stau stehe. In welchen Situationen würdest du sagen, also nehmen wir so ein bisschen den Freundeskreis vielleicht einmal so in die engere Auswahl, wenn du mit Freunden oder Freundinnen sprichst über gewisse Themen, ist dir da schon aufgefallen, sich Freundinnen in deiner Anwesenheit über Dinge Adeline: Mhm. Mhm. Mhm. Sabine Osterauer: immer wieder aufgeregt haben, wo du dir selber denkst, hey Alter, ich kann es ⁓ nicht ändern, ich muss es aber auch nicht ständig erwähnen. Kannst du uns da ein bisschen was dazu erzählen? Adeline: Ja. Ja, da gibt es tatsächlich mehrere, aber ein so ziemlich aktuelles Beispiel ist von einer Freundin, die kaum ist man so im Gespräch und man fragt sie, wie es ihr geht. Also ich traue mich schon gar nicht mehr fragen, wie es ihr geht, weil dann kommt immer, ich habe so schlecht geschlafen. Wie okay, wie so. Ja, die Menopause. Ach, und ich habe die ganze Zeit Kopfschmerzen und ach, mir ist, ich schwitze. und dann ist es wieder kalt und das kannst du dir mal anhören. Natürlich, ⁓ Gottes Willen, ist es auch mit Sicherheit schlimm und jeder geht anders damit ⁓ Und da merke ich halt so extrem, weil Achtung, ich habe diese ganzen Dinge auch, aber ich gebe da mein Augenmerk nicht hin. Ich sage halt mal so, boah, ist jetzt kalt oder warm, ja, und dann geht es auch wieder vorbei. Und beim nächsten Mal sprichst du wieder, kommt wieder das Thema. Und mit mir kann man ja auch immer über alles reden. Aber ich denke mir dann halt, okay, jetzt kannst du es nicht ändern. Wie oft wollen wir noch darüber reden? Ja, also du kannst es nicht ändern. Anderes Beispiel ist, wenn ich Dinge ändern kann. Das gibt es ja auch viele, immer jammern, immer. Der Mann ist so schlecht, die Beziehung ist so schlecht, das ist so schlecht, das ist so schlecht. Und dann gibst du Tipps und merkst aber, okay, ist jetzt nichts passiert. In drei Wochen reden wir wieder über dasselbe und wieder über dasselbe. Das finde ich, das kannst du ändern, weil du kannst ja deinen Zustand in dem Sinn, wenn dein Leben dir nicht passt, wo du wohnst, mit wem du zusammen bist, das kannst du ändern. So diese Gesundheitsdinge, wie PMS oder was auch immer uns da so begleitet als Frauen in unserem ganzen Leben, die kannst du ja nicht ändern, aber wie gehst du damit ⁓ Entweder du nimmst Tabletten, tust was dagegen oder du nimmst es hin, aber dann in Gottes Namen. dann lebt damit und macht das halt nicht immer zum Thema. Sabine Osterauer: Denkst du, speziell, also wenn wir jetzt die Menopause wieder hernehmen, ich hatte da ja nie jemand, mit dem ich wirklich darüber sprechen konnte, weil ich sehr früh im Wechsel bereits gewesen bin und da waren meine Freundinnen weit entfernt, davon die jammern jetzt. Und ich sag dann, ja das dauert halt einfach, aber das wird schon und da musst du durchhalten. Also dieses Thema habe ich zum Beispiel meinem Freundeskreis gar nicht. Also ich sehe dann immer nur und sage, wird schon, es wird schon. Adeline: Mhm. Mhm. Sabine Osterauer: Alles wird gut. Aber denkst du, dass dieses ewige, wie in Österreich sagen ja Raunzen, Österreicher sind sowieso die Spitzenraunzer, dass dieses Raunzen, dieses sich aufregen über gewisse Dinge, irgendwie ein Verlagern der schlechten Laune ist, so nach dem Motto, ich raunze jetzt bei dir, ich beschwer mich jetzt bei dir, ich reg mich jetzt auf, bitte nimm mir das ab. Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: oder umarme mich, so nach dem Motto, sag mir, wie arm ich bin, welch armes Opfer ich bin. Ist es das, warum wir es immer wieder ansprechen? Was erwarten wir uns davon? Adeline: Mhm. Das kann schon sein, dann habe ich ja jemand, der mir zuhört und dann wirst du ja in dem Moment betankt von demjenigen. Ich weiß nicht, ob du es kennst, du bist super gelaunt zu einem Treffen und kommst total genervt zurück, weil du jetzt ein Thema mit dir umträgst, das irgendwie gar nicht deins ist und dein Gegenüber, das alles an dir abgeladen hat, ist super. ⁓ jetzt hast du mir super geholfen und mir geht es so toll. Und du gehst nach Hause und denkst, super, ganzer Tag ist im Arsch, wo ist jetzt meine gute Laune hin? Also das kann ich mir schon vorstellen, aber ich will niemanden unterstellen, dass sie es bewusst machen. Ich denke nämlich schon, dass das in dem Moment belastend ist und dass das schon was macht. Nur das Ding ist, was dagegen. Also das Ding ist, warum, auch da wieder die Warum-Frage, warum tue ich nichts gegen diesen Zustand, wenn er mich so stört? Und dann mache ich es immer wieder zum Thema. Ende aber nicht. Sabine Osterauer: Weil du das jetzt so schön gesagt hast, du gehst nicht nur hin und dann wirst du voll gelabert und ja mir geht es so schlecht und Ding und Hin und Her und du nimmst dir das mit. Und der andere sagt, jetzt geht es mir voll gut und danke, dass du mir zugehört hattest, jetzt geht es mir gleich viel besser und du selber bist mit deinem Energielabel sehr tief unten. Und nein, unterstellen natürlich jetzt niemanden, dass das bewusst ist und nach dem Motto, ich hab da das Sack vollgesprochen, nimm's bitte mit und entsorg's dann bei dir oder behaltest dir wie auch immer, Hauptsache von mir ist es weg. Also das wollen wir natürlich niemanden unterstellen. Aber da und, sind Menschen, sich über Dinge aufregen, die sie in Wahrheit nicht ändern können, schon auch so, dass sie eigentlich das auch gar nicht ändern möchten? Unterstellen wir mal das. Adeline: Ich glaube ein Stück weit ja, weil dann müsste ich ja was ändern und Veränderung ist ja raus aus der Komfortzone und ich weiß ja nicht, wie es dort ist. Und deswegen könnte ich mir vorstellen, jetzt rein unpsychologisch, weil weder du noch ich sind Psychologen, also ich nicht. Du ein bisschen, genau, du ein bisschen. Ich glaube, dass es schon Sabine Osterauer: Ich ein bisschen. Adeline: Ja, so dieses Komfort, ich kenne es ja nicht anders und wenn ich was verändere, dann müsste ich mich ja bewegen und was tun. Aber es ist doch eigentlich gerade kuschelig, wo ich bin, auch wenn ich den ganzen Tag darüber rede und mein Umfeld mir schon gar nicht mehr zuhört. Ist das so deine Erfahrung, weil du ja eher mit Leuten sprichst oder zu tun hast? Geht es so in die Richtung? Sabine Osterauer: Ja, natürlich. Ich komme aus der Psychologie, ich bin eine psychosoziale Beraterin. Und ja, ich kenne das schon auch, speziell auch von meinen Klienten natürlich, die mir immer wieder auch das Gleiche teilweise erzählen, wo ich dann schon das Gefühl habe, wenn das nicht mehr da wäre, über das sie sich aufregen oder ärgern, dann fehlt ihnen ein Inhalt. Dann wissen sie nicht mehr, wie sie ihr Opferdasein aufrechterhalten können. Adeline: Ja. Sabine Osterauer: Es gibt schon Menschen, gerne in der Opferrolle sind, weil sie einfach die entsprechenden Muster haben, die entsprechenden Prägungen mitbekommen haben, die entsprechenden Glaubesätze haben, dass sie einfach als Opfer viel besser durchs Leben kommen und deswegen gar nicht wollen, dass sie eine Lösung wirklich herbeiführen. Denn was machen sie denn nachher, wenn sie das nicht mehr haben? Also wenn sie sich über ein gewisses Thema nicht mehr aufregen, weil es einfach nicht mehr da ist, was machen sie denn dann? weil sie sind ja gar nicht gewohnt. das sind ja oft... Also Menschen, die sich über Dinge ärgern, die sie nicht ändern können, die sind auch meistens so, dass sie sich über alles Mögliche ärgern können und zwar immer und ständig und überall und bei jedem. Genau. Und die einen sind natürlich die Opfer, die sich darüber aufregen. Es gibt aber auch Menschen, die regen sich über alles Mögliche auf. Die sind zwar jetzt nicht im Opfer, sondern die wollen dadurch... hervorstechen, die wollen dazugehören, die wollen Fans ansammeln. Ich werde jetzt gar nicht nur in die nazistische Dynamik hineinschauen, aber es gibt einfach Menschen, die stellen sich einfach hin und sagen, ja das können wir so nicht beibehalten und das geht so nicht, haben ja auch vorher, das kann man vielleicht ein bisschen mit einfließen lassen, Adeline und ich werden uns ja vorher unterhalten. welche Posts uns auf LinkedIn immer wieder auffallen. Und momentan wird ganz, ganz stark immer wieder in diese Frauen-Männer-Geschichte hineingepostet, sage ich jetzt einmal, wo immer noch so die Thematik ist, Frauen müssen sich endlich auf die Füße stellen und müssen endlich den Männern zeigen, dass sie gleichberechtigt sind. Und ich glaube, dass es da sehr viele Menschen auch gibt, die einfach versuchen, über das, dass sie sich über gewisse Dinge ärgern oder Dampf ablassen, schon auch eine Art Fan-Gruppe sich anhäufen möchten, mit der sie dann gemeinsam mit diesem Thema weitermachen, weiter sich ärgern gemeinsam. Und gewisse Dinge können wir, so denke ich, nicht ändern. Da machen wir jetzt ein ganz großes Fass auf, Adeline. Adeline: Vielleicht. Sabine Osterauer: Ja, vielleicht, ja. Aber das wird ich jetzt einmal so aus der psychologischen Seite her, so wie ich zumindest kurz jetzt angerissen, so ganz pauschal jetzt einmal sagen. Aber wie siehst denn du das? Kannst du dir vorstellen, dass es wirklich Themen gibt, wo Menschen einfach, wurscht ob jetzt Männchen oder Weibchen oder alle anderen, die wirklich ein Fass aufmachen, ⁓ einfach auch Fans zu bekommen, die dann mit... mit sich ärgern und praktisch dem, der das als erstes gesagt hat, so mehr oder weniger zujubeln und sagen, ja, du hast Recht und wir ärgern uns jetzt gemeinsam. Glaubst du, dass es so etwas gibt? Adeline: Ja, gibt's. Kann ich ein Beispiel nennen aus der neunten Klasse? Ich war Klassensprecherin und war eigentlich sehr beliebt und dann gab es jemanden, der war nicht so beliebt, aber der hatte etwas gefunden, womit er mich ärgern konnte. Da hat er sich immer einen Spaß draus gemacht und hat dann plötzlich alle mitgerissen und dann gab es plötzlich einen Anti-Adi-Club. Und er war ja der Unbeliebte und er war ziemlich übergewichtig und auch richtig. nichts gegenübergewicht, ⁓ Gottes Willen, das will ich damit gar nicht sagen, aber er war einfach so ein eklicher, unfreundlicher Typ, so ein Anti-Typ-Mensch für mich. Und da hat er dann was gefunden, wo er im Mittelpunkt stand und plötzlich von den anderen gesehen wurde, auf Kosten von mir. Das hat schon was mit mir gemacht. Damals habe ich war schon immer ziemlich starker Charakter. Ich hab keine Ahnung, irgendwann hab ich es ignoriert und dann hat es aufgehört. Also Klassiker, achte nicht mehr drauf, wird es langweilig. Übermorgen in zwei Wochen haben sie ein anderes Thema. Ist natürlich nicht leicht, aber das habe ich tatsächlich erlebt und das glaube ich total dran. Wenn du ein was findest, wo gerade modern ist oder in aller Munde und du machst es vielleicht in Mühe besser als andere, dass du plötzlich lauter Anhänger hast. dich hypen dafür und die dir zustimmen und die dir recht geben und dann hast du plötzlich was aufgebauscht, aus etwas ein Thema gemacht, was vielleicht normal ist oder gar nicht so das Thema wert sei. Und ich denke, so funktioniert ja auch unser Social Media so ein bisschen. Sabine Osterauer: Mhm. Das musst du jetzt ein bisschen näher erklären. Ich denke, ich verstehe, was du mir sagen möchtest, aber was meinst du mit Social Media? Das ist auch so ähnlich aufgebaut. Adeline: Mhm. Ja, also ich finde schon, dass man natürlich durch die sozialen viele Menschen erreicht, die ähnlich ticken, die sich vielleicht nicht trauen, selber was zu sagen und die sich dann da so anhängen. Und gerade heutzutage mit diesem Vernetzt, also wie wir alle miteinander vernetzt sind auf 23 Kanälen pro Tag quasi, gibt es schon auch immer Ein Kanal, wo vielleicht in der Gruppe ein bisschen mehr gesagt wird oder ich nenne es einfach beim Namen. Für mich ist Facebook absolut auf dem absteigenden Ast. Für mich selber. ich damit... Es bringt mir nichts mehr und mich nerven diese ganzen KI-Videos und diese ganzen Nachrichten und nur Negativ-Schlagzeilen und so weiter. Aber genau das kann man ja damit bewirken und dann eben schüren. Und dann findest du halt auch die Leute, die dann vielleicht genau diesen Kanal wählen, weil die sagen, da sind wenigstens die, die mich verstehen. Wo andere sich schon zurücknehmen und sagen, boah, ich muss da raus, weil es ist gar nicht mehr meins. Und andere fühlen sich da so hingezogen. So meinte ich das. Sabine Osterauer: Okay, Aber da sind wir ja jetzt auch wieder bei dem Thema eigentlich, wo du sagst, du regst dich jetzt, also unter Anführungszeichen, du regst dich jetzt über Facebook auf, weil das so und so läuft. Aber du und? Im gleichen Atemzug sagst du, okay, es regt mich teilweise auf, als da gepostet wird, es interessiert mich nicht, die ganzen KI-Geschichten und so weiter. Und siehst aber gleichzeitig die Konsequenz daraus und sagst, okay, dann ohne mich. Also ich poste halt das, was Adeline: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Sabine Osterauer: unternehmerisch für dich wichtig ist und das war's. Also das heißt, es ist aber jetzt nicht so, dass du bei jedem Treffen oder auf anderen Social Media Kanälen dann schreibst, ja Facebook ist bisschen am absteigen, ⁓ das kann für mich gar nix mehr, so ein Scheiß und so. Also das machst du dann nicht, sondern du ärgerst dich vielleicht ganz kurz oder du siehst ganz kurz nicht mit einem Mehrwert und sagst, ok passt, dann ist es halt jetzt so, weil du könntest dich ja jetzt auch aufregen und du könntest ja auch... Adeline: Mhm. Nein. Nein. Nein. Sabine Osterauer: wie gesagt, in anderen Kanälen dann irgendwelche Sachen posten und uns über Facebook mehr oder weniger herziehen und was da alles gemacht wird, ist ja furchtbar und schrecklich und das gibt es ja gar nicht und auch deine Fans sammeln, die der gleichen Meinung sind, wird es aber nicht ändern. Also ganz egal, was jetzt gerade auf Facebook passiert, ich höre das ja von vielen Seiten mittlerweile, also in sämtlichen Netzwerken, dass da irgendwie der Wurm drinnen ist, aber unterm Strich, ob wir uns jetzt aufregen oder nicht, es wird nichts ändern. Adeline: Ja, richtig. Mhm. Mhm. Sabine Osterauer: weil wir da die Fäden nicht in Hand haben. können da nichts machen, außer dass wir sagen, wir steigen aus oder wir lassen unser Profil stehen oder wir posten immer das, was uns unternehmerisch möglicherweise noch einen Sinn macht und lassen es gut sein. Adeline: Ja. Also das einzige, was ich gemacht habe, ist, habe wirklich mal eine Frage gestellt, so empfinde ich nur ich das so. Also für mich ist es so und so. Wie siehst du das? Und dann brauche ich nicht 100 Leute, die sagen ja, Deline, super, das siehst du ganz toll, sondern da wollte ich wirklich Meinungen hören, weil vielleicht ist es ja auch nur für mich eine Momentaufnahme, weil mein Algorithmus mich irgendwo hingetrieben hat und ich gerade diese Dinge alle sehe, die ich vielleicht gar nicht sehen möchte. Sabine Osterauer: Ja. Ja. Adeline: Und wenn ich dann sehe, okay, da sagen 10, 15 dasselbe, dann ist für mich okay, ich bitt's mir nicht ein, geht andern genauso, Haken dahinter. Denn wir können Meta nicht verändern. Ja, und ich rege mich da auch nicht drüber auf in dem Sinn, sondern ich spreche mal drüber so wie jetzt, höre mir gerne Meinung an, werde aber mit Sicherheit nicht auf irgendeinem anderen Kanal mir eins darüber abziehen. Wie du sagst, ich kann es nicht ändern. Mark Zuckerberg wird deswegen noch genauso erfolgreich sein. Ob ich da bin oder nicht, das merkt er nicht. Sabine Osterauer: Wird wurscht sein. Aber das ist ja der Unterschied zwischen ich ärgere mich jetzt über Dinge, die ich nicht ändern kann oder ich versuche andere Blickwinkel zu bekommen und andere Meinungen, damit ich verstehe, warum mich das vielleicht auch ärgert. Also es geht ja gar nicht immer darum um Lösungen, weil oft können wir es gar nicht lösen, ebenso wie warum rennt Facebook, genau wie es jetzt gerade läuft. Aber ich kann mir ja Meinungen einholen, um es zu verstehen, warum es mich ärgert. Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: oder warum das jetzt gerade so ist. das ist ja auch, also es ist sowieso alles legitim und Gottes Willen, kann ja machen, was er möchte, aber das Thema ist ja heute, warum regen wir uns über Dinge auf oder warum regen sich Menschen über Dinge auf, die sie nicht ändern können. ich habe oft das Gefühl, also mir ist das zumindest schon passiert, dass ich in so Gesprächen hineingezogen worden bin, wo man sich dann über irgendein Thema aufgeregt hat. Und ich dann gesagt habe, ja, ich verstehe das und Adeline: Mhm. Mhm. Mhm. Sabine Osterauer: Schau mir doch mal dahinter, warum ärgerst du dich denn so darüber? Was genau ärgert dich daran? Was genau ist es denn, was dich so ärgert? Das ist ja immer sehr groß, dann aufgeblasen und so weiter. Meistens ist es ja dann alles. Mich regt alles auf und alles ist scheiße und alles ist nicht gut. Aber wenn ich dann frage, was denn genau und was ist denn dahinter und so weiter? Da ist mir das wirklich schon passiert. Da kriege ich dann manchmal so Antworten wie du mit deinem Psycho Scheiß. Das kriege ich dann auch. Und da merke ich dann, diese Person will sich jetzt einfach nur aufregen. Und ich sage dann, wenn du gerade einen Grund brauchst, ⁓ dich einfach aufzuregen, weil irgendwas im Hintergrund gerade bei dir nicht rund läuft oder nicht zu deiner Zufriedenheit, bitte dann reg dich über dieses Thema auf. Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: Aber ich bin halt der Mensch, ich versuche immer dahinter zu schauen. Das packen nicht immer alle. ich habe ja als Beispiel, ich habe ja einen Sohn, der ist 22 und der kann sich über alles aufregen. wirklich. Ich habe keine Ahnung, wo er das her hat, aber ich glaube, ich war damals auch so in dem Alter. Ich konnte mich, glaube ich, auch über alles aufregen. Es gibt aber jetzt, glaube ich, auch mehr. Also ich glaube, für die jungen Erwachsenen gibt es jetzt mittlerweile viel mehr Themen, über die Sie sich wirklich aufregen können, als es damals bei uns war, weil wir hatten das ja alles nicht. bei uns gab es ja keine Social Media und wir konnten uns ja nur über das aufregen, was in unserem Leben tatsächlich passierte und nicht das, was in Amerika ist oder ob in China irgendwas passiert ist oder oder oder, weil wir hatten diesen Zugang ja nicht. Und mein Sohn, der kann sich oder konnte sich über alle Dinge aufregen, wurscht was es war. Im Hintergrund war immer ein anderes Thema, was im Eigern nicht fertig gemacht hat, aber er hat dann immer irgendwas hergezogen und ja und wegen dem bin ich jetzt so schlecht drauf und so weiter und so fort. Und in diesen Momenten wollen die Leute aber auch keine Lösung haben. Also die suchen sich dann glaube ich auch ganz bewusst Dinge aus, die sie gar nicht lösen können, nur damit sie sich aufregen können, damit diese Energie, diese negative Energie, die sie gerade empfinden. irgendwo einen Kanal haben. da bin ich wirklich der Meinung. Und sobald du anfängst, also bei mir ist es oft wirklich, das passiert mir immer wieder, bitte du mit deinem Psycho-Scheiß, lass uns bitte in Ruhe oder lass mich in Ruhe und wenn du nicht meiner Meinung bist und sag ich bin ja deiner Meinung, es ist ja alles gut, schau doch einmal dahinter, ja nein ich will das jetzt nicht, ich will mich jetzt einfach aufregen. Also das erlebe ich schon immer wieder und meine Frage ist, ja warum ist denn das wirklich so? Also ich kann es jetzt natürlich von der psychologischen Seite her sehen, wie kann ich dem dann auch entgegenwirken, indem ich eben frage, was steht denn wirklich dahinter, was regt dich denn wirklich auf, also immer wieder nachfragen, also kleiner machen, hinzoomen sozusagen. Aber wenn jetzt ein Mensch zum Beispiel eben nicht psychologisch geschult ist und jetzt in eine Gruppe kommt, wurscht ob das jetzt ein Online ist oder im Ratenbereich und da wird jetzt einfach voll auf irgendein Thema herumgeritten und sich geärgert und Ding. Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: Wie entschleunigt man das? was würdest du sagen als, jetzt nicht psychologisch geschult, wie kann ich mit der Situation am besten umgehen, ohne zu sagen, wiss was, für mich heute nicht, ich drehe mich jetzt ⁓ und gehe. Sondern welche Tipps hättest du an die Menschen da draußen, die sagen, ja, ich habe eine Freundin oder habe einen Freund oder ich habe Kollegen, die regen sich über jeden Scheiß auf und ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich mit der Situation umgehen kann. Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: und bin nicht psychologisch geschult. Adeline: Also ich habe mir von ein paar Monaten mal angefangen, was anzutrainieren, indem ich sage, willst du dich nur auskotzen oder willst du eine Lösung? Und da halte ich diese Energie mal von mir weg, weil wenn sich derjenige nur auskotzen will, kann ich ja zuhören, muss mir selber vielleicht einen harten Panzer ein bisschen anlegen in dem Moment, dass ich diese Energie nicht komplett abbekomme, sondern einfach zuhören, ja, mhm. Und nicht meine Meinung sagen, bei meiner Tochter funktioniert das nicht, weil die sagt, ja dann sag halt. Also die will zwar nicht meine Meinung hören, aber dann will sie sie doch. Aber ansonsten ist es wirklich so, dass ich kenne das von mir, so war ich früher, ich wollte keine Lösung. Ich wollte mich aufregen, wie du sagst. Und wenn dann mein Expartner gesagt hat, ja aber mach doch das so und so und so, sag ich aber, darum geht es doch gar nicht. Ich, es ist doch das, ich, ich, mich regt doch das und das auf. Und dann kam er mit der Lösung und nochmal. Ich wollte keine Lösung. Also ich denke wirklich, dass diese Menschen gar nicht lösungsorientiert sind. Und vielleicht schon, aber nicht in dem Moment. Also ich glaube, in dem Moment ist die, diese Emotion so groß, dass sie sie nicht steuern können und dass dieser ganze Sums erstmal aus ihnen raus muss. Dann frage ich mich aber, warum sucht man sich kein Hobby? Warum gehe ich nicht spazieren, knall gegen den Boxsack oder was auch immer? Weil damit beeinflusse ich oder beeinträchtige ich oder belaste ja eine andere Person, die ja im worst case nicht mal etwas dafür kann oder vielleicht nichts damit zu tun hat. Aber auch da denken ja diese Menschen nicht dran, weil die so in ihrem Dusel sind und einfach nur rausfeuern. Und mit den Jahren habe ich einfach gemerkt, dass ich sowas nicht will. Und da habe ich mich auch distanziert von Freunden, von Bekannten, weniger mit Arbeitskollegen zu tun, die so in diese Richtung ticken, weil ich für mich gemerkt habe, das tut mir nicht gut. Aber es war ein Prozess, da hinzukommen. Das erfordert ja das eigene Hinschauen. Dieses Warum will ich das nicht oder Was macht es mit mir? Und wenn ich einer Freundin immer gut gemeinte Tipps gebe, die aber nach drei Jahren immer noch mit dem Typen zusammen ist, der sie belügt, betrügt, vielleicht auch manchmal eine Ohrfeige rausrutscht, dann möchte ich mir das nicht mehr anhören, weil ich irgendwann gecheckt habe, die will nichts ändern. Also sie kann vielleicht auch nicht, vielleicht will sie, aber sie kann nicht. Aber ich war nicht in der Lage, mir das aufzufangen, weil ich habe irgendwann gesagt, es tut mir leid, ich möchte dazu nichts mehr sagen, weil wir reden seit drei Jahren. und es ändert sich nichts. Und da habe ich gemerkt, meine Energie geht in etwas, was mit mir nichts zu tun hat. Aber das erfordert schon Mut und Stärke, sich dagegen zu halten. Und ich kann dir sagen, diese Freundschaft gibt es leider nicht mehr, weil ich musste mir dann anhören, ich sei egoistisch. Sabine Osterauer: Aber das ist jetzt ein Beispiel, wo es ja eine wirkliche Lösung geben würde, egal wie die jetzt ausschaut, ob das jetzt eine Trennung ist, eine Paarberatung ist, was auch immer, Aber der uns die Frage heute war ja auch speziell in diese Richtung gestellt, warum sich Menschen über Dinge aufregen, die sie nicht ändern können. Und die gibt es ja auch. Und das ist für mich eben die wirklich die Frage. Adeline: Mhm. Die Sabine Osterauer: warum das dann trotzdem immer wieder zum Thema wird. Adeline: Ich denke, es ist ein Ablenken von anderen Dingen, die einen beschäftigen. Weil auch das würde einen Hinschauen erfordern und einen den wahren Grund herausfinden. Und also reg ich mich lieber auf. Also als Ablenkung. Und ich unterstelle niemandem, dass es absichtlich ist. Also wirklich niemanden. Weil wenn man in so einer Spirale vielleicht ist, merkt man es auch nicht. Ja. Sabine Osterauer: Also so wie ich ⁓ schon vorher auch erwähnt habe, der Mensch sucht sich dann einen Kanal, wo er vielleicht andere Themen, die ihn gerade wirklich belasten, mehr oder weniger in dieses, ich reg mich jetzt über irgendwas auf, was ich nicht ändern kann, in diesen Kanal hineinzuschießen, aber es geht in Wahrheit, geht es ⁓ ganz etwas anderes. Und wahrscheinlich gibt es auch unterschiedliche Charakterzüge natürlich von Menschen, weil also... Adeline: Mhm. Ja, bin ich der Meinung. Sabine Osterauer: Ich finde das immer, also ich finde das total toll. Wie gesagt, ich bin ja doch schon ein paar Jahre auf der Welt und ich würde sagen, ich habe ja mein Wesen so ⁓ 360 Grad wirklich gewandelt oder geändert oder neu erschaffen, wie auch immer. Neuerfinden ist ja das, ja, ich habe mich neu erfunden. Genau, das hört man ja immer wieder auch. Und ich würde sagen, so vor 20, 30 Jahren war ich ein wirkliches Hefal. Ich konnte mich über alles aufregen. Ich konnte wirklich auszucken über Dinge, die ich auch nicht ändern konnte, weil ich sehr viele Sachen im Hintergrund laufen hatte, die ich auch nicht ändern konnte. Also habe ich halt irgendwo versucht, wo ich dann zumindest Fans hatte. Mitstreiter hatte, die sich mit mir auf diese Stufe gestellt haben, ⁓ mit mir sich darüber aufzuregen. Das verbindet. Auch aufregend verbindet. Und das Spannende ist, alle, die ich von damals noch kenne, die sagen, wenn sie mich wieder mal hören oder sehen, auch immer, Sabine, du hast dich so verändert. Du bist so ruhig geworden. Du wirkst so ausgeglichen. Du wirkst so entspannt. Adeline: Ja, ja. Sabine Osterauer: Aber man hat das Gefühl, du regst dich über gar nichts mehr auf, du bist so der Ruhepol, das warst du früher überhaupt nicht. Und ich nehme das dann und denke mir, ja, ist schön. Und ich muss ehrlicherweise sagen, ich gefall mir heute besser als damals, weil ich mit der Energie viel mehr dann haushalten kann und etwas anderes damit machen kann. Und du hast jetzt gerade, wie ich es erzählt habe, hast du genickt. Das heißt, auch du hast anscheinend solche Worte schon von anderen Menschen gehört. Adeline: Ja, ich habe mich früher auch über alles aufgeregt. bin Sternzeichen Witter und ich habe so oft gesagt, ja, ich bin halt Witter. Ja, und habe das irgendwann mal viele Jahre später gelesen als so Spaß auf Social Media. Nee, du bist nicht Witter, du bist halt einfach hohl. Und da dachte ich mir schon mal, wie lustig, man schiebt irgendwas auf sein Sternzeichen und dabei steckt ja ganz was anderes als Charakterzug dahinter. Sabine Osterauer: hier. Adeline: Ich war auch so. Ich war immer die Laute, die viel geredet hat, mache ich heute noch, aber bedachter. Ich habe etwas gelernt, zuzuhören und dieses Ruhiger-Sein und sich versuchen, manche Dinge anzunehmen. Durch gewisse Schicksalsschläge hat man gelernt, ich kann das nicht ändern, ob ich mich verrückt mache oder nicht. Es ist leider so, und ich muss damit leben. Und das macht ja was mit einem. Und auch ich höre heute, du bist so eine gute Zuhörerin und mit dir kann man über alles reden und du strahlst eine Ruhe aus und so eine Gelassenheit. Und wo ich mir denke, guck mal, dieselben Leute, mich früher drüber fanden. Adeline war immer zu viel, zu laut, zu was auch immer, zu auffällig. Genau dieselben Leute sagen das. Aber vielleicht, Sabine, ich weiß nicht, ich bin ja auch schon ein paar Tage auf der Welt, kommt das wirklich mit? Wechselnden Erfahrungen mit Situationen, ich will jetzt gar nicht sagen dem Alter geschuldet, weil es gibt auch viel jüngere Leute wie uns, die sehr reflektiert sind, weil sie in ihrem Leben mit irgendwelchen Dingen konfrontiert waren, wo sie hinschauen mussten. klar, das eine, ich würde nicht das Alter, sondern die Erfahrung, glaube ich, einfach nennen, die einen dann ruhiger macht und dass wir deswegen jetzt auch über so eine Frage uns austauschen. Ich hätte früher den Sinn dieser Frage nicht mal verstanden. Ich hätte gesagt, wie? Ich kann es nicht ändern. Ja, aber wenn es mich nervt, dann nervt es mich. Dann muss das jetzt halt raus. So war ich halt unterwegs. Sabine Osterauer: Ich glaube, dass die jungen Menschen durch dieses viele Angebot, ich habe schon die Katze da, durch dieses viele Angebot, das sie heute einfach haben, auch viel früher schon mit Reflexionen in Berührung kommen. Das gab es ja bei uns nicht. Das hatten wir nicht. Adeline: Hahaha. Sabine Osterauer: Also du hast das ausgefochten, hast einen Stempel mehr oder weniger abbekommen von, regt sich auf, die regt sich nicht auf und das war's. Und heute gibt es das teilweise schon in den Schulen und so weiter, wo darüber gesprochen wird, über Reflexionen und so weiter, das gab es bei uns ja damals nicht. Und deswegen glaube ich, dass das oft auch zurückzuführen ist, ja wir sind halt schon ein bisschen älter und wir haben mehr Lebenserfahrung und da haben wir gelernt halt mit gewissen Situationen besser oder ruhiger umzugehen. Ich allerdings glaube auch, das glaube ich wirklich, dass die jungen Menschen heute mit so vielen Themen konfrontiert sind, dass oft gar keine Energie mehr bleibt sich über irgendetwas wirklich aufzuregen, weil es schon so viel ist. Also mir geht es oft so, dass ich mir denke, puh, über was soll ich mich jetzt aufregen? Über die Politik, das Gesundheitssystem, über gewisse Menschen, über die Autofahrer auf der Straße, über das Wetter. über die Lebensmittelpreise, über das Angebot, über meine Arbeitskollegen, keine Ahnung. Über was soll ich mich jetzt wirklich aufregen, weil es einfach zu viel ist? Und ich merke schon, überfordert das dann, dass ich mir denke, einen Schritt zurück, einmal durchatmen und sage, du kannst diese Dinge alle nicht ändern. Also nicht von jetzt auf gleich. Wie kannst du mit gewissen Situationen umgehen? dass sie dein Leben per se jetzt nicht beeinflussen im Negativen. Das heißt jetzt nicht, weil das wird dann oft auch gleich fehlinterpretiert im Sinne von, ja, du kannst ja nicht einfach dich jetzt für nichts mehr interessieren und keine Meinung mehr dazu haben. Doch, hab ich's schon, natürlich. Aber du und ich muss ja auch nicht so aufblasen, vor allem wenn ich es nicht ändern kann. Ja, also speziell wenn man jetzt, wir könnten jetzt einen Fass aufmachen mit der Politik, also da... Ich glaube, wenn man da 10 Leute hat, wird man noch 3 Stunden da sitzen. Aber das Thema ist halt einfach, wie viel Energie lege ich in dieses Thema hinein, weil ich werde es von jetzt auf gleich nicht ändern können. Ich kann es bei der nächsten Wahl vielleicht wieder mehr beeinflussen, vielleicht, oder auch nicht, mal schauen. Aber grundsätzlich kann ich gewisse Themen, politische Themen, ich kann es nicht ändern. Adeline: Ja. Sabine Osterauer: Ich kann mir meine Meinung dazu bilden, aber ich kann es nicht ändern. Also warum soll ich mich dann darüber aufregen? Heißt aber nicht, dass ich keine Meinung habe oder keinen Zugang habe oder dass es mir wurscht ist. Aber und? Ich kann mich doch immer entscheiden, reg ich mich darüber jetzt auf, lege ich da Energie hinein oder nicht. Adeline: habe irgendwann aufgehört Nachrichten zu gucken oder Radio zu hören und zwar nicht aus Ignoranz, sondern aus Selbstschutz. Ich habe gemerkt, das ist mir nervlich zu viel zu belasten, dass ich mich darüber aufreg, obwohl ich es nicht ändern kann und das ist mich belastet. Also habe ich es abgeschafft. Ich bin dennoch informiert, aber halt vielleicht nicht mehr so wie die, die jeden Abend 20 Uhr Nachrichten schauen. ⁓ sich dann wieder aufzuregen, weil würde man dem halt da auch wieder nicht so viel Gewichtung geben, ja, schürfst das damit ja auch nicht. Und das ist mit vielen Dingen, die ich dann irgendwann gemerkt habe, das tut mir nicht gut, also lass ich's. Ich habe früher zum Beispiel irgendwelche Psycho-Thriller angeschaut und habe nächtelang nicht schlafen können. Ja, aber ich war immer so neugierig oder hatte Freude dran und irgendwann habe ich gemerkt, das tut mir nicht gut, also lass ich's. Das kannst du jetzt wie gesagt Ignoranz nennen, für mich war es für meinen Seelenfrieden. Und ich glaube mit der Jugend oder mit den jungen Menschen heutzutage, die sind ja mit Handys groß geworden, mit dem iPad im Restaurant, als Zweijährige zum still sitzen groß geworden. Und dann regen wir uns auf. Oh, Gen Z, sitzen ja nur noch vor dem Kasten. Ja, wir haben es ihnen beigebracht. Wir haben sie ruhig gestellt mit diesen Dingen. Und die sind so überladen an Informationen. Das kann auch alles nicht gut sein. Ich merke es bei meiner Tochter. Ich sage letztens auch, du bist 24,7 an diesem Handy. Ich leider auch aus beruflichen Gründen und ich wäre froh, ich müsste es mal nicht. Leg doch das Ding mal weg, weil wenn nichts zu tun ist. dann schaut man lustige TikTok-Videos. Also dein Gehirn ist permanent unter Arbeit und Beschallung. Und das ist etwas, das darf auch jede und jeder für sich entscheiden, will ich mir das antun? Ich muss es ja nicht tun. Ich muss ja nicht. Ich kann mich auch zu weniger entscheiden. Wenn man aber nicht weiß, was einem gut tut, dann kannst du es auch nicht ändern. Sabine Osterauer: geschäftigt. Adeline: Das ist ja auch so, aber da fängt es immer an, es ist immer die Innenschau. Will ich das? Muss ich das mitmachen? Was macht es mit mir? Tut es mir gut? Ja, nein. Warum mache ich es? Sabine Osterauer: Ja. Ja. Also im Grunde, das Thema, also das wäre jetzt wahrscheinlich ein eigenes Thema, warum hängen unsere jungen Erwachsenen ständig am Handy oder am iPad, wäre wahrscheinlich jetzt sogar eine neue Warum-Frage. Aber ich denke mir, ist in Wahrheit genau so, wie es bei uns früher doch auch war. Der Mensch lernt doch durchs Vorzeigen. Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: Modell lernen nennt man das ja auch. Und unser Modell waren halt unsere Eltern oder unsere Lehrer, unsere Freunde, wie auch immer. Und wir haben das gelernt, was es halt damals gab. Und je nachdem, du dann aufgewachsen bist in der Stadt oder im Land, hast du dann natürlich diese Dinge gelernt. Und mit den Kindern von heute, den jungen Erwachsenen von heute, ist es ja in Wahrheit nichts anderes. Und wenn ich mich umschaue, dass das Mütter, wenn sie mit dem Kinderwagen fahren, Handy sind. dann wundert es mich auch nicht. Ich reg mich aber nicht, also wir ja bei der Warum-Frage des Aufregens sind, also ich reg mich jetzt auch nicht darüber auf, aber wenn man sich darüber aufregt, dann sage ich immer, ja, hey, das Modell lernen. Und so wie wir früher gelernt haben, lernt man auch heute. Und wenn unsere Kinder das so sehen, dass auch die Eltern permanent am Handy sind und sich in jeder freien Minute Adeline: Mhm. Mhm. Sabine Osterauer: sich nicht einmal mit nichts beschäftigen können, sondern immer irgendwie Videos schauen und Co. und so weiter, dann darf man sich ja nicht wundern, warum das eben so so Fakt ist in der heutigen Zeit. Adeline: Mhm. Und das finde ich so schade, weil du das gerade gesagt hast mit der Mutter oder Vater am Kinderwagen mit einem kleinen Kind vor sich. Ich sehe das natürlich auch oft und ich finde das schade, weil wir sind beide Mamas und es war doch so toll, beim Spazierengehen dein Kind anzuschauen, mit dem zu lachen, zu reden, auch wenn es klein ist oder schon sitzen kann, dem zuzuhören, zu sagen... Das ist der Baum, das ist das Blatt, das ist wie auch immer. konnten schon, also meine Tochter, konnte eher reden als laufen, weil wir uns ständig mit ihr beschäftigt haben. Ja, und das fällt doch leider so weg, dass man, man, ja mir tut es dann leid und hoffe, das wird irgendwie wieder anders. Hatte zwar zum Schluss nichts damit zu tun, weil du das Thema gesagt hast. Also das ist etwas, wo ich sehe, was ich komplett anders machen. Und auch wenn ich mit meiner Tochter bin, auch wenn sie schon groß ist, schon wenn wir zusammen was tun, dieses Handy auch weglasse. Klar, wenn es dem Arbeiten bist, was anderes. Aber auch da mir wünsche, dass sie das irgendwann auch mehr ablegt und so dieses, das kann ich ändern. Warum schaue ich die ganze Zeit da rein? Sabine Osterauer: Ich denke schon, dass es auch dem Thema dazu passt, denn das ist auch etwas, was wir sehr wohl auch ändern können. Also wir können uns natürlich wieder aufregen, also das Handy und die jungen Erwachsenen oder die Kinder und Ding und paaah, können wir uns aufregen. Aber dafür gibt es eine Lösung. Also es ist jetzt nichts, wo wir sagen, wir regen uns jetzt über etwas auf, was man nicht ändern kann. Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: Ich glaube es sehr wohl, dass man das ändern kann und ich glaube es geht auch mittlerweile in diese Richtung. Denn auch der jugendliche Körper oder der junge Erwachsenenkörper merkt natürlich, das geht so nicht. Und wenn man sich so die Statistiken anschaut, mit welchen teilweise Krankheiten oder Einschränkungen die Jugendlichen schon konfrontiert werden. Da wird ein Umdenken hoffentlich bald stattfinden. Ich glaube schon, dass es auch mittlerweile schon ein Umdenken gibt. Und ich kenne auch wirklich sehr, sehr viele Erwachsene, in meinem Alter Eltern, die ihren Kindern das sehr wohl so beibringen. Und ich kenne auch wirklich junge Erwachsene, sagen, ja Handy ist ⁓ super, aber hey da draußen in der freien Natur und ich liebe Tiere und ich liebe Berge oder ich gehe Skifahren und so. Die gibt es schon auch. Adeline: Mhm. Sabine Osterauer: Und ich denke schon, dass ein Umdenken stattfinden wird. Ich glaube schon. Ich glaube, dass es jetzt wirklich die Zeit ist, wo sehr viel im Umbruch ist. Und umso wichtiger, ⁓ diese Podcast-Folge auch ein bisschen besser abrunden zu können zum Schluss hin, ich denke schon, dass wir die Energie, die wir vielleicht verschwenden würden, wenn wir uns über Dinge aufregen, die wir nicht ändern können, Ehender in dieses Umdenken hineinstecken, dass wir auch Podcast-Folgen aufnehmen, dieses Thema auch auf Facebook zum Beispiel aufrütteln könnten, wie wichtig es ist, dass wir auch unseren jungen Erwachsenen zeigen, dass es auch ohne Technik geht oder wir warten auf den nächsten Stromausfall. der auch immer wieder kommt und wo man dann wirklich sieht, wenn gar nichts mehr geht, ja was geht denn dann noch? Ja und in diesem Sinne will ich sagen, beenden wir unsere Podcast-Folge, wir sind ⁓ schon wieder bei 50 Minuten angelangt. Ich denke, zusammen haben wir es wieder mal herausgefunden, Warum-Frage, warum regen sich Menschen über Dinge auf, die sie nicht ändern können. Adeline: Ja. Mhm. Sabine Osterauer: Liebe Adeline, in diesem Sinne vielen herzlichen Dank. Ich gehe davon aus, dass wir noch einmal zusammen definitiv eine neue Podcast-Folge aufnehmen, weil wir haben immer so viele interessante Themen. Ich danke dir, dass du dabei warst, dass du mit mir darüber gesprochen hast. ja, viel Spaß an den Menschen da draußen, aber vielleicht noch eine ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, letzte Frage an dich. Was würdest du denn zuhören? gibt es ja noch nicht, aber den Zuhörern da draußen mitgeben wollen zu diesem Thema, wo du sagst, hey, ein letzter Ratschlag von mir. Also ein Mensch, gelernt hat, sich nicht mehr über alles aufzuregen, was ich nicht ändern kann. Was würdest du unseren Zuhörern da draußen doch ganz zum Schluss vielleicht mitgeben? Adeline: Vielleicht mal die Frage stellen, gibt es wirklich Dinge, die ich nicht ändern kann? Also kann ich den Stau vermeiden, wenn ich vorher vielleicht mir den Verkehrsfunk anhöre? Kann ich anders drauf schauen? Also anders drauf schauen, bei sich anfangen und vielleicht die Frage stellen, warum ist mir das jetzt passiert? Was hätte ich anders machen können? Vielleicht hilft uns das schon. Sabine Osterauer: Also im Nachhinein. Adeline: Ja, also das kam mir jetzt so während des Gesprächs, dass vielleicht gibt es gar nichts, was wir nicht ändern können, vielleicht können wir alles ändern, vielleicht kann ich einen anderen Weg fahren, vielleicht kann ich auswandern, vielleicht kann ich das, vielleicht kann ich dies, also vielleicht gibt es doch die Lösung, ich schaue vielleicht nur nicht hin. Sabine Osterauer: Mhm. Mhm. Vielleicht ist es auch wirklich nur der Blickwinkel drauf, ⁓ dann zu sehen, okay, ich könnte mich natürlich jetzt darüber aufregen, aber wenn ich es von dieser Seite her betrachte, schaut das Ganze ja schon wieder anders aus. Genau. Vielen lieben Dank, Livia Denene, für deine Zeit, so spät noch am Abend und vielen Dank fürs Zuhören an die Welt da draußen. Bis wir uns wieder sehen bei einer neuen Folge von Zusammen, finden wir es heraus. Adeline: Danke dir. Sabine Osterauer: Dankeschön.