Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Kurz vor dem Burnout – wie Pasquale Stramandino sein Leben neu erfand
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum, deinem Podcast, der inspirierende Gäste inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist Moderator und Kreativer Kopf. Bekannt wurde er durch den Energy Bastl, den er als Moderator, Produzent und später als Geschäftsführer gearbeitet hat.
- 0:19Er hat dann später eine Stelle beim FC Basel als Funktionär angenommen. Dort durfte er ganz viele verschiedene Aufgaben erledigen. Heute ist er selbstständig, arbeitet bei Blue TV als Moderator durch die grössten und wichtigsten Matchs direkt auf Italienisch mit sehr viel Passion und Herzblut moderieren und ist natürlich bekannt durch sein ganzes Social Media, wo er...
- 0:44Aber Tausende von Menschen zaubern ein Lächeln ins Gesicht. Irgendwann fragte sein Sohn ihn aber, «Papi, wieso spielst du nicht bei mir?» Ein Wendepunkt in seinem Leben. Er hat dort nämlich angefangen zu schreiben. Er war kurz vor einem Burnout. Das Buch, das herausgekommen ist, heisst «Young, Wild and No Burnout». Inhaltlich kombiniert er dort Berichte von Betroffenen mit medizinisch-soziologischen Insights.
- 1:11Also hat das ganze Thema sehr, sehr fest auseinandergenommen. Wir reden heute über das Buch, über seinen Werdegang, über Highlights, Lowlights in seinem Leben und wo man ihn überall sieht. Und vor allem, wir reden über Authentizität. Wir reden über einmal Nein sagen können.
- 1:29Ihr dürft diesen Podcast nicht verpassen. Und an dieser Stelle... Ich weiss, es gibt ganz viele Leute, die diesen Podcast schauen, aber noch nicht abonniert haben. Darum, macht das jetzt noch, bevor ihr den Podcast schaut und hört, noch schnell erledigen. Ich danke an dieser Stelle schon mal dafür und wünsche euch ganz, ganz viel Spass. Tschau zusammen.
- 1:46Ich habe mich wie komplett dieser Familienvater-Welt gegeben. Du kannst dir nicht vorstellen, wie weit weg wir von einem Ross waren. Gladiator-Filme habe ich größer gesehen. Das wäre es dann gewesen. War der Ausschlag immer im Punkt für deinen ganzerrestlichen Erfolg? Oder war es wirklich die Konstante, die du immer hatte? Du hast das Buch geschrieben «Young, Wild & No Burnout». Ich sagte halt «Papi, wieso spielst du nicht mit mir?» Das war eigentlich ein einschneidender Moment.
- 2:13Bei mir helfen zwei Dinge, wenn ich geschwächt bin. Lies ich viel oder schreibe viel? Das war mir auch wichtig, dass man die medizinische Sicht von einem Burnout erklärt. Ich glaube, es gibt einen Burnout. Wenn der Tate sagt, es ist nur in deinem Kopf, hat er recht, weil es ist im Kopf. Aber der Kopf braucht manchmal auch eine Pause. Ich glaube, das ist das, worauf wir uns heutzutage zu wenig konzentrieren. Also wirklich eine Pause zu machen. Wenn du nochmals ein Buch schreibst, dann schreibst du sicher 100% ein Kinderbuch.
- 2:40Momentan spiele ich mit dem Gedanken so ein langweiliges Tier. Ich habe eher so einen Seegur-Gedanke. So geil. Ja, und du sagst es und du strahlst richtig an das Heim. Ja, also ich lösche die Mantik aus dem Leben. Creativity is king. Amen. Amen. Was bedeutet das für dich im beruflichen Alltag? Ja, das ist das Brot, das Wasser und die Luft.
- 3:08Grosses Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, um hierher zu kommen. Extra von Basel. Ja, das ist ja nicht so weit. Danke, dass ich hier sein darf. Aber ich bin tatsächlich viel in Zürich. Wegen dem kombiniere ich das gerne mit anderen. Sehr, sehr schön. Und zu der ersten und allerwichtigsten Frage. Wie geht es dir? Wunderbar. Also es geht mir wirklich sehr gut. Ich bin so die letzte Person eigentlich, die sich darf...
- 3:34Beklagen habe ich das Gefühl. Es ist wirklich... Mir geht es gut. Meinem und meiner Familie geht es gut. Wir hatten gestern eine kleine Turbulenz. Ja, wenn man Kinder hat, dann passieren immer Sachen. Wir waren schnell im Kinderspital, weil mein Sohn sich einen Bleistift in die Nase gerammt hat.
- 4:00Und es hat so... Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Blut gesehen. Overino? Er wollte den Schwester oder den Bleistift aus dem... Ja, genau. Aus der Hand reissen? Aus der Hand und dann hat sie losgelassen und dann wirklich so... Dann habe ich gedacht, wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bleistift in so einer kleinen Nase... Aber er hat es richtig in der Nase.
- 4:25Und dann blutete es und ich wusste nicht, wie es stoppt. Und dann habe ich mir überlegt, wie man das stoppt. Instinktiv habe ich es richtig gemacht, mit Druck und einem Coolpack auf der Nacken.
- 4:40Aber dann sind wir trotzdem... Wenn du einen Nackenweg hast? Nein, aber wenn du einen Coolpack auf den Nacken machst, dann zieht das die Gefäße ein bisschen zusammen und das bremst die Blutung ein bisschen. Und wenn du dann mit Druck von aussen noch die richtige Stelle findest, kann es sein, dass es dann auffällt. Der nächste Medizin-Podcast. Ja, also wirklich. Ausbildet. Ja, wirklich. Also ich war wirklich voller Blut, dann bin ich ins Kinderspital. Und dann so... Ich glaube, einer der wenigen Momente, wo ich im Kinderspital null Wartezeit hatte,
- 5:10Weil wir direkt... Ja, und sie haben dann in die Nase geguckt. Das ist gerade seit zwei Tagen nichts. Also wir meinen jetzt den Cremele und so. Aber wir hatten Glück, dass es irgendwie vorne an der Nase war und nicht auf der Nase. Hat man auch alles, zum Glück, ja. Hast du ihm gesagt, dass Covid-Tests vor fünf Jahren waren? Dass man das nicht mehr heute macht?
- 5:27Ich weiss nicht, so tief ist er Gott sei Dank nicht in die Nase hinein. Aber es ist wirklich... Aber zum Glück ist nichts Schlimmes passiert. Also ein bisschen turbulenter, wenn man ein Kind hat. Du hast zwei? Drei. Du hast drei? Drei. Zwei Buben und eine Mädchen. Herzlich. Wie alt sind sie? Fünf, drei und jetzt eins, gerade am Samstag. Okay. Und ich sehe auf deinem Social, abgesehen von diesen...
- 5:54abartig lustige Videos, wo wir auf die Kreativität spüren, wenn wir nachher noch etwas sprechen, weil ich finde, das ist etwas Wahnsinniges, wie man auf solche Ideen kommt und das nachher auch wirklich umsetzen kann. Aber ich sehe auf deinem Social auch sehr viel, wo du über deine Familie sprichst und du bist jetzt auch jeden Samstag am Reiten.
- 6:16Das Riten, das lässt mich wirklich nicht mehr los. Ja, ja, also es ist, ich habe mich wie komplett dieser Familienvaterwelt gegeben, sozusagen. Und die Ritengeschichte ist eigentlich wirklich, das ist meine Frau und ich, also du kannst dir nicht vorstellen, wie weit weg
- 6:40mehr von einem Ross gesehen sind. Wenn soll ich einen Ross? Ich bin in der Stadt aufgewachsen. Im Gladiator-Film habe ich Rösser gesehen. Aber das wäre es dann gewesen. Und dann kommt mein Sohn und er hat dann irgendwie mit diesem Tier, ich weiss auch nicht wieso, eine spezielle Bindung, keine Ahnung. Und die Gorte von ihm hat ihn mitgenommen zum Riten.
- 7:02Und jedes Mal haben die Leute, die die Rösser gehört haben, gesagt, dass der Rösser Riten unbedingt machen muss. Und ich so, was ist das mit dem Riten? Auf jeden Fall sind wir dann so, wir wohnen gerade in der Nähe von einem, also Rösser sind ja auch Therapietiere.
- 7:22Und dann fragte ich die, die das machten, dann sagten sie so, hey, schau, wenn du reitest, versuchst du dein Leben lang eine Bindung mit diesem Ross aufzubauen. Und Rösser sind sehr empathisch. Ein Ross weiss nach zwei Sekunden, dass du keine Ahnung hast von ihm. Der weiss es einfach.
- 7:42Es gibt so Leute, die eine normale Bindung zu dem... Also Kinder seiten ein bisschen, der Kinderschutz der Kinder ist sowieso noch ein bisschen einfacher. Aber man merkt es halt auch jetzt immer, wenn wir so am Samstag gehen. Also weisst du, Riten, es ist so Pony-Riten, aber es sind halt wie...
- 7:58grosse Rösser und es macht ihm Spass, er muss so Koordinationsübungen machen. Also es ist wirklich herzig. Aber es ist halt wirklich, jeden Samstag muss ich halt in diesen Stall. Es ist halt wie eine Welt, die uns jetzt unsere Sohne geöffnet hat, wo wir uns halt wie komplett reingegeben haben. Also weisst du, bevor wir angefangen haben, habe ich gesagt, hey, ich habe gesagt, ja, Turnschuhe und einfach so der Velohelm ist gut. Und sie so, ja...
- 8:24Nein, das haben wir eigentlich nicht so gerne. Es wäre ein besserer Riedhelm und vielleicht einfach Schuhe mit einem Absatz. Und dann haben wir gesagt, ihr müsst uns helfen, weil wir haben keine Ahnung. Und jetzt machen wir das seit fast zwei Jahren.
- 8:40Das coole ist halt, er muss nicht einfach dort hingehen, du sitzt auf dem Pferd und machst zwei Runden, sondern er muss dann auch bürsten, nach dem Riten bürsten. Also die ganze Pflege machen. Pflege, und dann musst du ihn in die Box bringen. Und das ist quasi wie so ein... Sie sehen dann recht oft Kinder, die das dann nicht möchten machen, die sind dann halt eher nicht prädestiniert für die Ritschule, das wäre dann der nächste Schritt. Ah, es ist jetzt noch keine Ritschule?
- 9:09Nein, es ist nicht... Also mein Sohn ist fünf, es wäre gar nicht möglich. Aber es ist so, wie sie... Ich finde das eigentlich eine gute Sache. Sie wollen quasi die Regelmässigkeit bei den Kindern testen.
- 9:24und sagen, wir haben wirklich jetzt ein Jahr, eineinhalb, jeden Samstag immer den gleichen Rhythmus, auf einem Pony oder etwas mehr grossen Ross, uns ihn nicht angeschaut, dann bist du wie nachher in der Ritschschule, kennst du das schon ein bisschen. Es ist wie im Kindesgeist, dass du schon mal Zahlen lernst und wenn du in der Schule bist, hast du das schon mal
- 9:48Es ist so ein bisschen diese Art. Aber es ist noch nicht... Nein, nein, also... Die Reitschule ist, glaube ich, erst mit sieben oder acht. Also, sie muss auch wie körperlich... Aber sie muss auch grösser werden. Genau, ja. Damit... Also von der kognitiven Fähigkeit haben sie uns jetzt gesagt, dass sie wahrscheinlich den nächsten Schritt machen könnte. Aber es ist einfach noch zu klein. Wegen dem haben wir jetzt auch gesagt... Also, ich bin auch froh, weil es ist wirklich...
- 10:15Wir haben es wirklich gemacht und wir haben gemerkt, dass wir das gerne machen. Aber wenn jetzt die anderen zwei Kinder auch kommen, dann... Dann haben wir verloren. Also wirklich, ich weiss nicht, wie wir das machen sollen. Wirklich? Keine Ahnung. Und es ist auch nicht günstig. Das kann man sich vorstellen. Vor allem, wenn es darum geht, das Pferd dann auch zu kaufen. Ja, es gibt Möglichkeiten.
- 10:39Pferdeleasings und so. Ah. Pferdeleasings. Und dann ist es eigentlich so, dass er dann wie eine Pony oder eine Ross least von diesem Hof. Und du zahlst dann eigentlich das Futter und quasi Betreuung, wenn du nicht dort bist. In dieser Leasingrate. In dieser Leasingrate, genau. Es gehört nicht dir. Aber du kannst jedes Mal, wenn du da reingehst, kannst du natürlich machen, was du willst. Aber es ist nur dir? Ja.
- 11:08Genau, also es gibt denen noch so Flex-Modelle, wo quasi wie noch mit, weisst du, wo der Business ist. Ja, also das ist sowieso heftig. Aber es ist halt geil, es ist wirklich, also zum Beispiel die, schon nur der Riedhelm, für ein Kind, das ist fast 200 Stutz.
- 11:28Es sind doch meistens nur so... Nein, es ist schon wie... Oder haben die innen daran spezifisch... Es sind wie zwei verschiedene Umfälle. Ein Velohelm hat natürlich eine andere Absorption. Meistens auch weniger hoch. Weniger hoch. Und der Riedhelm ist wirklich auch einfach anders aufgebaut. Aber ja, es ist dann wie so... Und auch die Schuhe. Und dann Schuhe bei Kindern ist sowieso... Die wachsen dann...
- 11:55Aber wir machen es und wir haben Freude. Er shootet auch. Er hat sowieso irgendwie tausend Hobbys, so habe ich das Gefühl. Das ist doch schön. Sollte man auch ausleben lassen. Wenn du es nicht ausprobierst, dann weisst du nicht, was dir wirklich gefällt. Ja, also weisst du, ganz ehrlich, ich weiss ganz genau, in sechs Monaten bin ich auch auf so einer Rasse. 100 Prozent. Ja, denke ich. Siehst du dich so mit einem Cowboy-Helm und...
- 12:16Ich merke es jetzt auch langsam und das Ross kennt mich jetzt auch langsam. Jetzt war es gerade verletzt. Das ist auch... Das Ross? Ja, sie hat irgendwie auch nicht zu fest rumgetobt, haben sie gesagt. Dann haben wir immer das Gleiche. Dann mussten wir anders. Dann habe ich gemerkt, ich habe schon viel zu vermissen. Dann sind wir noch schnell in die Box. Dann habe ich auch gemerkt, dass es eigentlich schon cool ist, wenn das Ross zu dir kommt.
- 12:42Ich weiss ganz genau, dass in sechs Monaten oder einem Jahr bin ich auch auf Sonne gekommen. Je mehr Touchpoints du dort bekommst, desto mehr emotionale Bindungen. Das ist schon das Nächste. Ja, ja. Das geht schon schnell. Wenn ich vergleiche, wie ich dort hingegangen bin am Anfang, wenn du keine Ahnung hast, und wie wir jetzt dort hingegangen sind. Es gibt einen Trick, den Ritter haben. Sie machen dir die Hose in die Socken. Damit der Dreck nicht rein geht. Oder damit die Socken nicht rutschen. Wir sehen aus, zum Teil. Aber du merkst richtig,
- 13:12«Ah, okay, das ist schon...» «Es ist so wie ein bisschen schon in der Routine...» «Vorgeschnitten, ja.» «Aber es ist lustig und wir haben es auch gut mit all diesen Ritlehrerinnen. Manchmal hast du immer wieder die gleiche...» «Geht ihr immer mit der ganzen Familie? Und dann seid ihr 1-2 Stunden dort?» «Nein, also ich gehe immer mit meinem Sohn am Samstag. Also es ist so eine Viertelstunde von uns zu Hause entfernt. Nein, nein, wir gehen immer nur zu zweit, weil eben die anderen zwei Kinder auf dem Hof ein bisschen lebendig sind.»
- 13:38Vor allem, sie machen dann so Runden und manchmal machen sie so ein bisschen Übung auf dem Haus. Und dann ist es halt einfach diese Stunde, dreiviertel Stunde, für die anderen zwei Kinder wäre es langweilig. Aber in diesem Fall ein grosser Ausgleich zu deinem sonstigen Alltag, den du hast, weil du machst ja
- 13:56Mega viel. Ja. Ich sehe dich auch überall. Du hast vorhin von der «For you»-Page gesprochen. Ich sehe dich ständig und habe seit Jahren auf meiner «For you». Sehr gut. Sehr gut, oder? Sehr gut. Du machst definitiv etwas richtig. Du kommst aus dieser ganzen Energy-Radio-Szene.
- 14:17Ja, also ich war lange in der Medienküche. Aber als ich zu Energy gekommen bin, hatte ich null soziale Netzwerke. Also null, null. Ich hatte nicht mal Facebook. Nicht mal MySpace. Nichts. Wirklich, ich hatte nie so etwas. Und Energy hat mir dann alle Kanäle gemacht und quasi mit Energy zusammen habe ich eigentlich auch diese Videos gemacht.
- 14:47Und dann ist relativ schnell das erste virale Video gekommen. Welches war das? Das war das allererste Italiener Video, wo eben Pizza mit Ananas, Espresso und so... Das habe ich gerade lustig gesehen, das letzte habe ich mir wieder angezeigt auf Facebook. Es sagt so, hey, das passiert heute wieder, es ist vor bla bla bla. Da habe ich gesehen, es hatte glaube ich 4,5 Millionen Views.
- 15:12Ja, aber nur auf einer Seite. Also bei Energy Zürich hat es das nur gegangen. Auf der anderen Seite hat es dann, also ich glaube, zusammen hat das mittlerweile 10 Millionen Views. Was natürlich zu der Zeit, wo wir das gemacht haben, ist das unglaublich gewesen. Also weisst du, das ist wie...
- 15:32eine Art und Weise, wie man heute mega... Also heute ist ja jeder Influencer und jeder macht so Videos und ich finde es auch mega interessant, so wie der Stil auch immer sich ein bisschen anpasst. So mit diesen shaky Videos, einfach so. Es ist mega interessant, man muss gar nicht mehr so eben das High-End-Zeugs machen. Und zu der Zeit, als wir es gemacht haben, hat es wie fast gar keiner gemacht oder die wenigsten
- 16:00Und ich habe das Gefühl, ich merke, wie jetzt, so diese Zeit, dass man so lange schon dabei war und so lange schon etwas gemacht hat. Heisst das, so lange hat das angefangen? Ja, also wann war das? Das war im Jahr 2017. Acht Jahre? Ja.
- 16:22Aber es war wie eine Art und Weise, ich mache das seit acht Jahren. So in dieser Konstanz. Immer ein bisschen in einem anderen Stil, aber immer so ein bisschen. Und ich glaube, das ist so die Zeit, die du dann auch brauchst. Wenn du sagst, ich sehe dich überall, das ist dann wie...
- 16:39Ich hatte das Gefühl, und das ist lustig, ich hatte es mit meinen anderen Energy-Kollegen auch mal darüber. Wir hatten das Gefühl, wir hätten das Glück, diese Generation zu sein, die Energy zu dieser Zeit ein bisschen gepusht und aufgebaut hat.
- 16:56Was würdest du rückblickend sagen? Klar, das Video ist jetzt mega viral gegangen. War es aber der ausschlaggebende Punkt für deinen restlichen Erfolg? Oder war es die Konstante, die du immer bekommen hast? Ich glaube die Konstanz. Heutzutage wäre es Horror, wenn ich ein virales Video machen würde.
- 17:22Es würde die ganze Seite kaputt machen. Ich sage auch immer, ich will gar nicht mehr wachsen. Also so von Follower-mässig. Wirklich? Ja, also du musst dir vorstellen, wenn du ein virales Video hast, dann hast du vielleicht 8 Millionen Views, aber was ist wirklich der Return davon?
- 17:42Und dann hast du vielleicht 10'000 Follower mehr, aber die bringen dir in deiner geografischen Lage null. Wenn du diesen Beruf machst, logischerweise. Also nein, virale Hits sind etwas, das... Sehr kontrovers, weil eigentlich würdest du ja denken, dass es nur darum geht, um den nächsten viralen Hit rauszuholen.
- 18:02Ich bin nicht so Fan von dem, muss ich ehrlich sagen. Also ich bin wirklich Fan von dieser organischen Reichweite, die ich mir irgendwie erschaffen habe in diesen Jahren. Und die ist auch sehr konstant. Also es ist wie so, ich kann dir zum Beispiel garantieren, dass wenn ich ein Video mache, dann sehen es Minimum 15-20'000 Leute bis maximal, weiss auch nicht was, das ist ja eben
- 18:29Aber ich kann dir garantieren, dass 20'000 echte Menschen in der Schweiz das sehen. Und das ist wie ein Wert mittlerweile, der mega selten ist mit diesen Ads. Du kannst auf viele verschiedene Arten Leute erreichen.
- 18:47Aber das Organische ist das, was am meisten Zeit braucht. Aber auch in meinen Augen das, was am längsten hält. Weil ich hatte eine sehr lange Zeit Inaktivität auf meinem Kanal. Durch was? Die FC Basel-Zeit. Ja. Als ich dort funktionell geworden bin, war es wie ein Kontrast. Ich fand, ich kann nicht beides kombinieren. Dann zog ich mich wirklich überall zurück. Ich habe etwa 3'000 Follower verloren etc.
- 19:17Als ich dann aber wieder ein Video gemacht habe, hatte ich genau die gleichen Zahlen wie vorher. Und dort habe ich gemerkt, okay, ich habe mir ein mega loyales Publikum aufgebaut,
- 19:32die diese Phase oder diese Ruhezeit akzeptiert hat und jetzt wieder Freude hat, wenn ich wieder Videos mache. Und dort, muss ich auch sagen, hatte ich einen Moment, wo ich dachte, okay, das heisst, ich habe jetzt eine Verantwortung. Weil, das heisst, die Leute schauen das wirklich oder sehen mich.
- 20:00Wenn du das realisierst, dann finde ich, musst du dir auch ein bisschen überlegen, was du erzählst. Ja, ja. Das ist der FCB, du warst dort Funktionär. Was heisst das genau, was war dort deine Rolle? Also der FCB, ich sage es auch im Buch, das war so eine crazy, crazy Zeit, aber wo ich fast in einen Burnout gefallen wäre. Aus dem heraus entstand dann auch das Buch. Aber der FCB ist so wie...
- 20:29Ich habe das jetzt ein paar Mal gesagt, aber der FC war so wie... Ich weiss nicht, wie man es nennt, aber wenn du einen Marschbefehl oder du bekommst einen Brief und musst einrücken. Das ist wie so Hey, was geht? Wir brauchen dich jetzt. Und der FC braucht dich. Und dann war es für mich so klar, ich muss jetzt da hin. Und ich habe
- 20:50Irgendwie, ich weiss auch nicht, es war so eine ganz verrückte Zeit. Es war so ein bisschen die neue Ära und viele Sachen waren neu und wurden aufgebaut. Und ich hatte nicht die richtige Funktion und so. Ich habe viele Sachen gemacht, die man einfach nicht machen musste. Zum Beispiel, was waren das für Sachen?
- 21:10Ja, ganz viele verschiedene Aufgaben oder auch Sachen, die nicht mein Beruf waren. Ich war wie ein Automechaniker, der Arbeit in einem Garten macht.
- 21:25Ich weiss schon, dass es ein bisschen so ist, aber es gibt Leute, die das besser können. Aber wenn du mich fragst, würde ich das nochmal machen, ich würde doch hundert Mal ja sagen. Also weisst du, der FCB ist wie 100 Jahre. Es ist wie ein Jahr, es sind wie sieben. Aber es hat mir so viel gebracht. Also ich bin aus dieser FCB-Zeit fokussierter denn je rausgegangen.
- 21:49Also völlig im Guten mit allen. Der FDP hat nur Positives, auch wenn es nach einer negativen Zeit aussieht, der FDP hat bei mir nur positive Sachen ausgelöst. Und ich hoffe auch ein bisschen, dass ich auch etwas Positives erkennen kann.
- 22:08Aber es war so, meine Skills oder die Sachen, die ich aussergewöhnlich gut habe, hat man zu dieser Zeit nicht gebraucht. Und deswegen war ich zwischen Stil und Bank und habe einfach gemacht. Ich habe gedacht, ich ziehe mich ein bisschen zurück und mache einfach das, was man braucht. Aber war das ein Vollzeitjob?
- 22:32mehr als Vollzeit. Es war wirklich richtig, richtig crazy. Und es war wie für mich, ich als grosser Fussballfan wollte ich immer die Klubsicht auch noch kennenlernen. Und die hatte ich dann dort. Und es war ultraspannend, zum Beispiel auch schon nur ein Match zu organisieren aus Klubsicht.
- 22:53Das ist unglaublich. Wirklich. Also das ist, der Gute Efter ist halt der grösste Verein von der Schweiz und das merkt halt auch, aber zum Beispiel schon nur das Stadion aufmachen für ein Match oder die 100'000 Sachen, wenn man daran denken muss, das ist
- 23:09Ich glaube, von aussen merkt niemand das. Aber es ist wirklich, es hat so viele Leute, die so lange bei diesem Verein arbeiten und so unfassbar gute Arbeit machen. Es ist Arbeit, die immer das Gleiche ist, aber es ist wie
- 23:26Es muss einfach gemacht werden, sonst funktioniert am Schluss das Ganze nicht. Du siehst wie den Match, der dort gespielt wird, 90 Minuten. Aber damit das passiert, hat es so viele Sachen im Hintergrund, im professionellen Fussball oder Sport allgemein sowieso. Das ist unfassbar. Und diesen Blick hat mir gefällt. Und das habe ich dann dort auch gesehen.
- 23:51Ich habe eine Zeit lang, etwa zwei Jahre lang, in Allstetten gelebt. Gerade vor dem letzten Runde. Also wirklich, ich war im vierten Stock und ich habe in den letzten Runde reingesehen. Und bei mir war es so, wenn die Matchtage waren, dann... Am Morgen relativ ruhig und dann siehst du immer mehr Leute, die rumlaufen. Auf einmal eine riesen Masse an Menschen. Aber das ganze dazwischen, was du jetzt erklärt hast, nur schon ein Stadion aufmachen für ein Match,
- 24:18Das kommt gar nicht mit rüber. Das ist so hinter der Kulisse und alles muss abgehen. Organisiert werden, das wird gar nicht irgendwie... Ja, deswegen sage ich auch, wenn du in ein Stadion gehst, jetzt reden wir über Fussball, aber allgemein, wenn du etwas konsumieren willst, dann sind hinten dran, hinter so einem Event oder einem Fussballspiel, so viele Sachen, die sind unglaublich. Total. Gut, also in diesem Fall sehr...
- 24:43Eine einschneidende Zeit, eine sehr wichtige Zeit, eine schöne Zeit, aber auch eine Zeit, in der du kurz vor dem Burnout oder dieser Überlastung warst. Du hast das Buch geschrieben «Young, Wild and No Burnout». Genau, «No Burnout», weil ich wirklich nah dran war. Ich bin in diese Zeit reingekommen, in der Komfortzone. Wir haben über die Energy-Zeit gesprochen, bei Energy hatte ich alles.
- 25:12Ich war Geschäftsführer von Energy Basel. Die Influencer-Geschichte. Ich war völlig auf Wolke 7. Wie alt war ich? 29, 28. Der FCB hat mich komplett aus dieser Komfortzone rausgenommen. Ich musste Projektleitung machen. Ich merkte, ich bin der schlechteste Projektleiter, den es auf dieser Welt gibt.
- 25:36Ich hatte auch einen Kreativstau in meinem Kopf, weil ich am Morgen durch die Stadt laufen war. Und dann dachte ich mir, das mache ich jetzt oben in der Sendung. Und oben war das schon alt. Ich hatte einen natürlichen Durchfluss an Kreativität.
- 25:54Das konnte ich natürlich nicht mehr. Und alle solche Sachen, die sich dann angestaut haben, haben dazu geführt, dass ich nicht mehr mehr selber gewesen bin. Und das habe ich dann gemerkt.
- 26:10Und du hast das gemerkt wegen einem Satz von deinem Sohn. Wegen einem Satz von meinem Sohn? Er hat gesagt, Papa, wieso spielst du nicht mit mir? Das war eigentlich ein einschneidender Moment. Und im Buch erkläre ich eigentlich auch,
- 26:25Ich hatte ja nicht selber einen Burnout, habe ich dann herausgefunden, während ich das Buch geschrieben habe. Auch noch speziell? Das ist spezifisch. Ich bin sehr noch daran vorbeigegangen. Es haben ein paar Sachen gefehlt, damit es dann wirklich...
- 26:41so geworden ist, habe ich dann herausgefunden. Wegen dem habe ich auch drei echte Fälle ins Buch genommen. Weil ich nicht über etwas reden konnte, also es wäre komisch, wenn ich über Burnout schreibe, aber dann selber eigentlich gar nie dort drin gewesen wäre. Und jeder von diesen Fällen hatte so einen Moment, und ich auch, wo mein Sohn mit einem Bassleit hier in der Hand
- 27:11am Morgen einfach zu mir rauf schaut und sagt, wieso spielst du eigentlich nicht mit mir? Das hat mich wirklich, ich bin dann ins Auto, habe eine Viertelstunde lang geheult, allein und er hat mir wie gezeigt, das ist alles das gewesen, was ich nicht haben wollen werden, ich habe nie so einen Vater sein wollen, der nicht zu Hause ist oder eben, dass der Sohn irgendwie mehr, also mein Sohn ist dort, gell, zweieinhalb, fast drei, das ist...
- 27:34Das Schlimmste war, dass ich dort instinktiv das Richtige gemacht habe. Ich sage es immer, das sage ich auch im Buch, es war Glück. Dort wurde mir bewusst und ich begann mit einem Silent Quit. Ich begann, die Dinge wieder zu mir zu nehmen, die ich gut kann und mir gut dient. Ich begann wieder auf mich zu hören.
- 27:59Das war dann der Anfang des richtigen Wegs. Ich hätte dort auch das ignorieren können. Ich glaube, dort war ein wichtiger Moment. Dort habe ich mich von diesem Loch, meinem Sohn, gerettet. Wenn ich auf die andere Seite gegangen wäre, wäre ich wahrscheinlich komplett reingefallen und vielleicht immer noch drin.
- 28:28Ja, sehr tragisch, wenn auf einmal ein Sohn, der dein Herz ist, mit so einer Aussage kommt, dass man dann ins Auto gehen muss, Tränen fliessen lassen und weinen. Das ist sehr verstandlich. Aber es ist wahrscheinlich genau das, was die Flattern gebraucht hat. Und...
- 28:52Wie ging es weiter? Bist du in dieser Zeit beim FC Basel noch... Ja, da bin ich voll. Und dann kam das Szenario mit deinem Sohn. «Papi, wieso spielst du nicht mit mir?» Auto, weinen, dann... Genau.
- 29:10Zu dieser Zeit wurde mir bewusst, ob ich an der Burnout-Grenze bin. Bei mir helfen zwei Dinge, wenn ich gestresst bin. Lies ich viel oder schreibe viel? Und zwar einfach drauf los. Aber das hilft mir, meine Gedanken zu ordnen.
- 29:29Dann habe ich Literatur über Burnout gesucht. Aber ich habe nur fünf Wege aus dem Burnout gefunden. So kommst du aus dem Burnout. Ich wollte ja wissen, wie der Status, in dem ich mich befinde. Ob du eins hast. Genau. Habe ich eins oder nicht? Das ist genau die Problematik bei diesem Thema. Man ignoriert es und man weiss nicht genau, was passiert. Ich habe genau das Buch gesucht, das ich geschrieben habe. Das Buch ist snackable, es ist nicht mega dick.
- 29:56Sondern du leasest das und es soll dir wie Red Flags zeigen. Also die Fälle, die beschrieben werden, oder die erzählen ihre Geschichte, die erzählen auch so körperliche Manifestationen von Sachen, die sie erlebt haben während dieser Zeit, die sie ignoriert haben. Wenn du das leasest, denkst du, hey, warte mal.
- 30:15Muss ich aufpassen? Oder habe ich das auch? Oder brauche ich Hilfe? Oder kenne ich jemanden, der mir das erzählt hat, wo ich vielleicht ein bisschen mehr zuhören muss, was dort passiert? Aber es war so, du liest das Buch in relativ kurzer Zeit und es soll dir helfen, zu verstehen, ob es einfach zwei Nächte waren, wo du wirklich einfach müde warst und nicht gut schliefst, oder ob es einfach mehr ist. Und vor dem Satz deines Sohnes hast du nie daran gedacht, dass irgendetwas sein könnte?
- 30:44Ich war eigentlich ein Mensch, der relativ früh gelernt hat, im Beruflichen Nein zu sagen, was man nicht machen möchte. Ich weiss, in einer Radio-Morgenshow nach drei Monaten habe ich gesagt, ich kann das nicht. Es ist zu früh. Wenn ich arbeiten gehe und die Ampel am Morgen nicht einmal blinkt, sondern sie sind abgelenkt,
- 31:06Dann ist es einfach zu früh. Dann ist es wie so, ich kann das nicht. Also ich bin wirklich ein wunderbarer Koch, aber ein schlechter Wirt. Also, ja. Und dort habe ich wie etwas gelernt, dass ich gesagt habe, im Radio, im Morgenshow, ist es wie eine Champions League. Und wenn du die Chance bekommst, das zu machen, und dann wie sagst du Nein.
- 31:25Da sah ich die Leute ganz komisch an. Aber dort habe ich gemerkt, es ist viel mehr wert, dass du zu etwas im Nein sagst, wo du zu dir selbst eingestoschen hast, dass du es nicht kannst. Weil dann automatisch hinterher Sachen kommen, die du gerne machst. Ich habe ja immer gesagt, ich habe keine Tage in meinem Leben, immer nur jetzt, geschafft, weil ich halt immer alles ausprobiert habe.
- 31:48Aber ich habe nie etwas gemacht, das ich nicht wollte. Einfach weil ich wusste, jetzt zum Beispiel auch das Projektleiter-Zeug. Ich weiss ganz genau, wenn du mir sagst, hey, wir wollen ein Projektleiter, ich gebe dir eine Tonne Geld.
- 32:01Dann sage ich einfach, du kannst das Geld parken. Ich kann das nicht. Ich kann nicht etwas machen, das erst in drei Monaten ist und alles organisiert. Ich bin so schlecht in dem. Das geht nicht. Das ist auch etwas, was ich einfach gelernt habe. Immer wenn ich zu dem Nein sage, kommt dahinter etwas, was ich gerne mache. Mein Leben heute ist eigentlich so, dass ich
- 32:240,0. Also wirklich nichts machen, was ich nicht mag. Wenn ich heute hier sitze, dann mache ich das gerne. Wenn ich in einer Zeitung oder bei dir auf der For-You-Page lande, dann ist es wie so, das war etwas, was ich gerne gemacht habe, ich weiß auch nicht, sicher etwas bekomme ich dafür, aber es ist wie so, es ist nichts, wo ich gezwungen worden bin. Und das ist das, was ich jetzt so weitermachen will. Mega schön. Du hast in diesem Fall angefangen, darauf loszuschieben.
- 32:51So entstand dann dieses Buch. Du hast es selbst gesagt, es ist snackable. Man kann das Buch lesen, es ist nicht allzu dick. Dort kann man herausfinden, ob es eins ist oder kein eins. Da steht drei Fälle beschrieben von Menschen, die ein Burnout hatten. Auch von körperlichen Manifestationen, was dort passiert ist. Wie bist du zu diesen Menschen gekommen?
- 33:14Es sind drei Menschen, die ihre Geschichte erzählen, die ich kannte, die ich wusste, was sie erlebt haben. Eine davon war während der Pandemie, das war sehr spannend, weil sie keine Therapiestunden hatte, sie hat sich wie ein selber therapiert.
- 33:35Und dann, an Events manchmal, habe ich Leute kennengelernt, die das auch erlebt haben. Die haben mich so gemerkt und als ich das Buch geschrieben habe, habe ich sie wieder kontaktiert und gefragt, ob sie mitmachen wollen.
- 33:52Es sind nicht nur die Fälle drin, sondern es ist auch ein Mediziner drin, das ist mir auch wichtig gewesen, dass man die medizinische Sicht, und zwar nur die medizinische Sicht von einem Burnout erklärt. Und das Interessante ist, ein Burnout ist in der Medizin ein Risikostatus. Also es ist ein Status. Wenn du einen Burnout hast, bist du in einem Status, wo du etwas entwickeln kannst.
- 34:17Und das ist mega interessant, weil eigentlich ist ein Burnout schon viel mehr. Für mich ist es wie ein Befund, Burnout. Und er erklärt das sehr gut in diesem Buch. Es ist wirklich eine Erschöpfung und du kannst ja nicht mehr performen etc. Es kommen ganz viele Sachen aus dem Haus. Und ich habe noch einen Soziologen, der wie...
- 34:43das Burnout aus der Sicht der Gesellschaft erklärt. Also weisst du, wieso sind wir eine Gesellschaft, die am 1. am Morgen Mails beantwortet? Wieso, wenn wir immer erreichbar sind, wieso haben wir Angst, dass wir keine angekommen haben für eine halbe Stunde? Also weisst du,
- 34:58Aus was kommt das heraus? Und ich finde, wie er diesen Zusammenhang macht, brillant. Ich habe ihn zum Beispiel auch gefragt, sind Leute, die weniger finanzielle Möglichkeiten haben, weniger auf Burnout...
- 35:18Wie soll ich sagen? Genau, also haben Leute, die weniger Geld haben, weniger Burnout sozusagen. Und er sagt natürlich nein, weil Leute, die weniger Geld haben, haben einen ganz anderen Druck. Also existenziellen Druck logischerweise, der auch zu einem Burnout oder in den meisten Fällen auch zu so etwas im Kaffee reinkommt. Weil es gibt nicht nur den Burnout der Arbeit oder im Geschäft, sondern es gibt auch den privaten.
- 35:48einfach zu Hause den konstanten Druck haben, zu performen oder dort zu sein. Das ist sehr interessant, wie Nasser glaubt. Ich finde das gerade mega spannend aus folgendem Grund. Wenn du auf Social Media bist, dann ist ja eh alles aktuell. Entweder du bist mega pro oder contra. Alles muss extrem schubladisiert werden.
- 36:15Thema Burnout. Gibt es auch ganz viele grosse Creators oder dann hast du irgendwelche Andrew Tates und was auch immer, die sagen, es gibt gar keinen Burnout, das ist alles nur in deinem Kopf, wo das passiert. Und dann fragst du dich dann wirklich so, okay, gibt es das, gibt es das nicht?
- 36:38Wenn es geht oder wenn es nicht wirkt, wieso hat dann so viel das Burnout und wird so diagnostiziert? Wenn es...
- 36:49Wer hat das Burnout? Wieso entsteht das? Und ich frage mich dann auch so, okay, wenn es jetzt rein nur ums Arbeiten geht, ich meine, ich weiss, ein Selbstständiger muss sich den Allerwertesten aufreissen, um etwas aufzubauen, und ich glaube, ich kann es mir auch sagen, ich glaube, ich habe in den letzten fünf Jahren noch nie so viel gearbeitet,
- 37:09Oder ich habe noch nie so viel gearbeitet in den letzten 5 Jahren. Aber ich würde sagen, ich bin meilenweit von einem Burnout entfernt. Ich sage aber, ich mache das, was ich liebe. Ich stehe am Morgen auf und ich weiss, ich habe ein Ziel, ich habe eine Vision, ich habe etwas vor mir, was ich gerne mache. Also ist das für mich wie so echt der Grund. Aber jetzt würde es mich mega wundern, was deine Meinung ist. Was ist ein Burnout, wie entsteht es und gibt es ein Burnout?
- 37:39Ja, also ich glaube, es gibt einen Burnout. Und wenn der Tate sagt, es ist nur in deinem Kopf, hat er recht, weil es ist im Kopf. Aber der Kopf braucht halt manchmal auch eine Pause. Und ich glaube, das ist das, worauf wir uns heutzutage zu wenig konzentrieren. Also wirklich eine Pause zu machen. Und das kann alles sein. Das kann auch eine Viertelstunde Musik sein oder einfach nichts machen.
- 38:06Man muss selber herausfinden, was einem wirklich hilft zum Abschalten. Und das, was du und ich haben, ist positiver Stress. Wir machen beide viel, du hast vorhin gesagt, ich mache so viele Sachen, aber ich empfinde es 0,0 an zu arbeiten. Und das ist der Unterschied. Der positive Stress und der negative Stress. Wenn du natürlich jeden Tag in einen Job gehst, den du hasst,
- 38:38Dann gehst du jeden Tag auf und freust dich, dass du zwei Tage frei hast, damit es am Montag wieder an dich anreizt. Das Ziel ist eigentlich, dass es jeden Montag ein Freitag wird. Oder dass du wie ich gar keinen Montag mehr hast, weil ich jeden Tag am Samstag bin. Dann wäre ich am Riten.
- 39:00Ich bin nicht am leiten. Schwierig. Nein, aber eben, ich glaube, das muss das Ziel sein. Aber es ist mir natürlich auch bewusst, dass zum Beispiel jemand wie meine Frau, die arbeitet seit 20 Jahren im gleichen Beruf und geht dort hin und hat halt wie... Ich kann jetzt nicht sagen, was sie macht, aber...
- 39:23viel heftigere Sachen zu machen als die meisten anderen Menschen. Und es ist mir bewusst, dass nicht jeder das Glück hat, in die Selbstständigkeit zu gehen. Nicht jeder hat die Skills, sich aus diesem Hamsterrad zu befreien. Am Schluss müssen wir auch ehrlich sein. Wir müssen die Rechnungen zahlen, wir müssen ja irgendwie arbeiten,
- 39:50Genau. Aber ich sage immer so, wenn du einen 9-to-5-Job hast, der dich vielleicht nicht mega erfüllt, aber es ist halt einfach ein Job, dann schau es mit dieser Leichtigkeit an, was es ist. Also es ist halt einfach ein Job, der dir andere Sachen ermöglicht.
- 40:07Ich glaube, der Fehler ist, wenn man dann nach Hause geht und nichts macht, um sich zu erholen, sondern dann geht man dort noch etwas machen und dann ist man dort noch eingeladen. Und dann sind wir wieder beim Nein sagen. Das Nein sagen gibt es nicht nur im Beruf, das Nein sagen gibt es auch im Privaten. Und durch das, dass du vielleicht manchmal sagst, «Hey, nein, heute will ich einfach nichts machen», los ist automatisch auf dich und machst dann vielleicht etwas, zu ungenem Mass, was du gerne machst. Also ich glaube,
- 40:35Das hatte ich zwar schon lange nicht mehr, mit drei Kindern ist das schwierig, aber die geilsten Wochenende von mir waren die, wo ich am Montag ins Geschäft ging und dann einfach sagen musste, ich habe einfach nichts gemacht. Ich habe nichts gemacht. Ich war zwei Tage im Pyjama.
- 40:53Nein, einmal musste ich das T-Shirt wechseln, weil Nutella drauf geschmiert wurde. Es ist so wie, wir kommen am Montag ins Geschäft und haben das Gefühl, wir müssen so viele Sachen am Wochenende machen, dass wir etwas zu erzählen haben. Wem? Wer lebst denn du? Das ist genau das. Und ich glaube, wenn du...
- 41:14Wenn du einen Job nicht so gerne hast, dann musst du im Privat lernen, ihn zu holen. Und dann einfach das mit Leichtigkeit anschauen und sagen, hey, es ist ein Job, ich mache es, weil ich es machen muss. Ich mache das Beste, was ich machen kann, aber es ist so wie um 5 und 1 Minuten.
- 41:33bin ich weg. Dann gehört wieder, weisst du, habe ich diese Freizeit. Und ich glaube, wie diese Freizeit ein bisschen mehr zu zelebrieren, als Freizeit, das müssen wir vielleicht ein bisschen... Glaubst du, das ist schwierig, dass Leute mit dem Mühe haben? Das klingt jetzt gerade mega einfach.
- 41:48Es klingt ja mega einfach zu sagen, hey weisst du was, easy, 9 to 5, 1 of 5. Ihr habt mich gesehen und ich danke immer daran. Ist ja, wenn du nicht selbstständig bist und du hast nicht das eigene Geschäft zu führen, ja absolut.
- 42:06Aber es ist schon schwierig, um das umzusetzen. Ich glaube, Jen C. macht das sehr gut. Und sie... Wir können alle in dieser Hinsicht ein Stück abschneiden. Ich finde es gut, dass es sich auch etwas in die Richtung entwickelt. Nein, du musst nicht arbeiten, wenn du 39,8 Firmen hast.
- 42:32Das kannst du auch nächste Woche machen. Du musst nicht den Laptop mit in die Ferien nehmen. Mein Vater hat immer gesagt, die glücklichsten Menschen sind die, die nach oben nach Schweiss schmecken. Und das stimmt. Wenn du auf der Baustelle bist, am Freitag um 5 Uhr,
- 42:57steht zu und du weisst, das bleibt dort. Das bleibt auch zu. Und es ist dir wie egal, weil du denkst doch keine Sekunde am Wochenende an die Baustelle.
- 43:08Und ich glaube, so muss es auch sein mit diesen Jobs, die halt wie ein Laptop die ganze Zeit mit... Du hast vorhin den Arzt angesprochen, den du auch im Buch erwähnst. Ich glaube, es ist der Arzt, der darüber spricht, wieso wir eine Gesellschaft wurden, die am 1. am Morgen nur aus Mails beantwortet. Was war das dann?
- 43:31Es war der Soziologe. Ich fragte es natürlich nicht so, sondern es ist wie die ständige Erreichbarkeit. Und das ist eigentlich das Problem, dass wir immer erreichbar sind durch die Smartphones.
- 43:48Und dann muss ich wieder meinen Vater zitieren. Mein Vater hat nichts. Und er sagt auch, wenn ich am Einkaufen bin und du mich anrufst, dann ruft es zuhause. Und dann kannst du ihn einfach nicht erreichen. Und das ist so wie eigentlich mega befreiend, weil wenn du auch am Einkaufen bist, bist du schon 20 Minuten nicht erreichbar, sondern wirklich einfach am Einkaufen. Und wenn etwas ist, dann ruft er zurück oder gar nicht an, keine Ahnung.
- 44:15Und das sind eben die Minipausen, die wir wieder lernen müssen, nicht erreichbar zu sein, weil dann bist du quasi einfach bei dir. Das bewusste Leben. Du sagst, wenn er am Einkaufen ist, ist er am Einkaufen. Genau. Dann ist das grösste Problem, welche Tomaten muss ich jetzt nehmen, keine Ahnung. Und das müssen wir wieder können.
- 44:38Wie viele Mal, das mache ich ja auch, wenn ich einkaufe, bin ich auch schnell am Handy. Und das ist ja genau das, du bist ja immer irgendwie... Und dann stehst du an der Kasse und gehst schnell auf die For-You-Page. Und dann siehst du mein Gesicht im besten Fall, das ist ja gut. Ja, schön, oder? Super! Aber ja, das müssen wir wieder lernen. Also diese Minipause und das Bewusstsein wieder zu uns. Bewusst die Zeit geniessen, die wir gerade machen. Oder das, was wir gerade machen, ist wirklich auch...
- 45:08bewusst geniessen und labern. Das ist die Antwort, die er da auch ein bisschen gegeben hat.
- 45:14Der Prozent des Buchschreibens, was hat das in dir selbst verändert? Uff. Also erstens, ich schreibe nie mehr ein Buch. Das wäre nämlich eine nächste Frage gewesen. Können mir noch weitere Bücher von dir kommen? Uiuiui, nein, ich glaube es nicht. Also es ist wie ein Buchschreiben. Also wenn du mir vor drei Jahren gesagt hättest, dass ich mal wieder ein Buch schreibe, dann würde ich sagen, du, wirklich. Das ist ein bisschen das Gleiche wie beim Ross. Du kannst dir nicht vorstellen, wie weit weg das von meinem Leben ist.
- 45:39Doch, vielleicht ein Kinderbuch schreiben. Weisst du, so zwölf Seiten, so grosse Buchstaben. Nein, aber ein Buch schreiben ist wie so... Es ist so... Es ist wie wenn du nackt vor mir spiegelst. Jetzt in dem Fall, wie ich es geschrieben habe, wo es nicht aus meiner Fantasie ist, sondern wie ich meine Gefühle...
- 46:03Ich habe versucht, meine Gefühle zu ordnen. Durch das Schreiben wurden sie real.
- 46:11Ich bin sehr happy, dass ich einen Verlag gehabt habe und Leute im Verlag, denen wir geholfen haben, in diese Autoren-Denkweise hineinzukommen. Ganz am Anfang wollte ich immer so perfekt schreiben, so gross und klein und Komma. Dann war ich immer im Flow und dachte mir, wie schreibe ich das? Dann musste ich googeln.
- 46:36Und dann habe ich es immer unterbrochen. Bis ich mir gesagt habe, hey, als Manuskript kannst du auch alles klein schreiben. Du musst nicht einmal einen Punkt machen. Ich so, was? Nein, du musst auch schreiben. Wie viele Zeichen musst du machen? 50'000? Schreib. Ohne Pause, ohne nichts. Wir schauen das dann schon an. Weisst du, irgendwie...
- 46:55Und ich so «What? Say less?» Ich habe es natürlich nicht geschafft. Also, weisst du, es ist so wie... Also, ich kann nicht ohne Koma am Punkt... Aber es ist so, wenn der... Ich habe wie aufgehört, so die... «Hast du mir das Kleider gross?» Genau. Weil ich gewusst habe, ah, okay, ich habe noch jemanden, nicht nur jemanden schlussendlich, noch ein paar andere, die das dann noch anschauen. Und durch das ist die Inspiration so richtig...
- 47:23Ich weiss nicht, ich habe lange üben, wenn die Kinder im Bett waren, habe ich daran geschaut. Nur mit dem Licht vom Laptop. Es war wirklich sehr interessant. Ich habe auch gemerkt, wie es etwas mit mir gemacht hat.
- 47:41Es war wie meine Therapie, das Buch. Ich habe alles, durch das, was ich alles aufgeschrieben habe, was mir wirklich passiert ist, mega real geworden. Dann konnte ich es auch mega gut verarbeiten. Das hat «Glebt mit mir» gemacht. Für wen ist das Buch?
- 48:02Das Buch ist für alle, die viel arbeiten und für Jung, Alt, für alle, die eben genau nicht wissen, in welchem Status sie sich befinden oder die halt oft das Wort Burnout hören und jetzt endlich mal wissen wollen, was das jetzt genau ist.
- 48:22Das Buch sagt dir nicht, ob du ein Burnout hast oder nicht. Aber das Buch erklärt dir vielleicht ein bisschen mehr, was in deinem Kopf passiert oder ob du einfach wirklich eine Nacht mal schlecht geschlafen hast.
- 48:38Nach diesem Buch hast du Tools, um das herauszufinden? Ich bekomme sehr viel Feedback, weil ich es am Schluss des Buches schreibe. Ein Feedback ist mir geblieben, als jemand mir geschrieben hat, sie hat das Buch gelesen und es einer Kollegin von ihr gegeben, weil sie genau das gesehen hat bei ihr, aber sie konnte es nicht
- 49:09Sie hat so ein schönes Wort gesagt. Es kommt mir jetzt nicht in den Sinn. Sie konnten es nicht einordnen. Sie hat mir eine ganz andere, wunderbare Beschreibung geschickt. In jedem Fall konnten sie es nicht aussprechen. Sie gab ihr Buch und die meldete sich nach dem Buch bei einer Therapeutin an.
- 49:32Denn Sprachtherapie ist in diesem Status das Beste, was du machen kannst. Ich habe es mit meiner Frau gemacht, aber man kann es mit einem Therapeuten oder einem Kollegen machen. Das ist das, was das Buch so ein bisschen ausmacht. Das Feedback ist das, was mir am meisten geblieben ist.
- 49:59Ich habe auch nicht gewusst, ich schaue jetzt, ich passe jetzt etwas mehr auf. Also es sagt dir nicht, ob du ein Burnout hast, aber es erweitert dein Bewusstsein ein bisschen. Oder im besten Fall merkst du, wenn es zu viele Sachen gibt, die du liest, die auch die anderen Fälle hatten, dann merkst du vielleicht, okay, vielleicht muss ich wirklich etwas
- 50:21ein bisschen aufpassen. Dann gehst du vielleicht in eine Therapie oder du redest einfach mit jemandem. Es ist nicht ein Buch, das dir sagt, was du hast. Es ist ein Buch, das dir den Weg zeigen kann, was du machen kannst oder welche Möglichkeiten es gibt. Oder einfach auch, um zu erklären, was es ist.
- 50:43Und ich kann schon sagen, nach dem Buch, nach der Veröffentlichung von diesem Buch, es war fertig geschrieben. Wahrscheinlich auch nochmal so ein Druck, der weg war, weil das ist dann wie in die Hände des Verrags gegangen. Die haben alles korrigiert gemacht. Da gibt es wahrscheinlich noch gut zum Druck. Es ist jetzt online, es ist offline, man kann es kaufen.
- 51:01Kannst du mit gewissen Sachen wirklich anders umgehen? Vom Moment, als das Buch veröffentlicht wurde, ich hatte es ja viel früher schon, aber ein sehr spezieller Moment war, als der Verlag mir quasi meine Exemplare schickte, als ich wirklich mein Buch in die Hand hatte.
- 51:23Das war sehr speziell. Ein anderer spezieller Moment war, als ich in Aurel Fiesli war. Mein Sohn sagte mir «Oh, Papa, Papa, dein Buch!» Und dann habe ich ihn so angeguckt und gesagt «Ja, aber geil!» Weil es war so, als ob alle Bücher so flach und meins einfach so aufgestellt waren. Und es war gerade am Anfang, an Weihnachten. Aber es war auch ein spezieller Moment. Wann kam das? Gerade am 19. oder 20. Dezember. Ja. Gerade vor Weihnachten.
- 51:51Also ein halbes Jahr jetzt. Ja, genau. Und das war auch ein sehr spezieller Moment. Und jedes Feedback, das ich bekomme, ist immer so... Genau dafür habe ich es gemacht. Ich habe es gemacht für Leute, die mir schreiben und sagen, ich habe ein Buch gelesen. Ich finde es cool, dass die Leute schreiben, ich habe es mega schnell gelesen. Es ist mega informativ. Das ist genau das Ziel. Ich wollte nicht so eine Bibel...
- 52:20Im Buch gibt es auch so Illustrationen, weil ich so ein Horror für mich sehe, wenn du nur die Seite gesehen hast, wie die Barack-Obama-Biografie, die ich sensationell finde. Ich habe wirklich so etwas leichtes wollen, weil wenn da so ein Buch raus ist und man es nur zur Hälfte liest, dann finde ich, dass der Effekt ein bisschen verfehlt.
- 52:40Was ist das Ziel dieses Buches? Wie soll es weitergehen? Du hast Vorlesungen gemacht, habe ich gesehen. Mit Janik unter anderem. Ja, das war das Buch «Wernissage». Vorlesungen habe ich nicht so viel gemacht. Auch bewusst nicht so viel.
- 52:59Ich hatte nicht selber einen Burnout. Wenn du über dieses Thema Lesungen machst, dann muss ich immer sagen, dass die Fälle das sind. Was ich gemacht habe, ist ein Präventionsvortrag. In dieser Thematik habe ich mein Buch vorgestellt und meine Geschichte erzählt.
- 53:28Das habe ich ein paar Mal gemacht, eher im kleineren Rahmen, aber es war sehr interessant. Das Ziel des Buches ist, dass es dieses Buch gibt und dass man, wenn man das Gefühl hat, man kann das lesen,
- 53:51Es gibt sicher auch solche Bücher, aber ich hatte das Gefühl, dass es etwas war, das fehlt. Also nicht so kunschose. Weil, das habe ich bei mir selbst gemerkt, wenn du im richtigen Moment dagegen steuerst, musst du gar nicht hineinfallen. Es gibt eine Möglichkeit, wie man das Burnout umfahren kann. Ich hoffe, mit diesem Buch kann ich es erklären oder helfen.
- 54:18Mega, mega schön. Auf jeden Fall, ich denke, es ist vor allem zu der richtigen Zeit, in so ein Buch zu kommen, weil in der Gesellschaft wird schon immer wieder mehr gehört, so Fälle von Leuten, die Burnout haben. Und darum, vielleicht, wenn man so ein Buch lesen würde, bevor es wirklich so weit ist, kann es einem extrem helfen.
- 54:38Ja, vielleicht kennt man ja jemanden, der das weiterempfiehlt. Wo man als Freund oder Kollege ein paar Sachen gehört hat, wo man sagt, hey... Anzeichen. Ja, genau. Was sind so Anzeichen? Das ist ganz schwierig. Bei allen etwas anders. Die Klassiker sind eben wirklich schlecht schlafen, der Herzrasen. Es gibt aber auch so ein Locked-In-Syndrom.
- 55:03Ja, wo du wie so im Bett liegst und du hörst alles, aber du kannst dich nicht bewegen.
- 55:10Das ist natürlich schon viel zu spät, wenn so etwas passiert. Aber das ist wirklich sehr erschöpft. Der Körper schickt jedem ein Signal. Ob du willst oder nicht, es ist einfach deine Verantwortung. Du musst auch deinen Körper kennen. Wenn du zum Beispiel oft Kopfschmerzen hast oder etwas Banales, wenn du nicht zu wenig getrunken hast etc.
- 55:38Dann schickt er ja die Körpersignale und sagt, hey, wir brauchen Flüssigkeit. Und das Gleiche ist mit der Erschöpfung. Es gibt zum Beispiel Leute, bei denen zuckt das Auge. Und das ist auch ein Zeichen, wo die Körper sagen, hallo, los auf mich. Weil irgendwann ist für jeden Körper zu viel. Und dann passieren halt wirklich so Sachen, wo du dann zusammenbrichst im schlimmsten Fall oder einfach alles zugeht etc. etc.
- 56:07Ein Klassiker ist eine Herzrasen. Wie man das Gefühl hat, das Herz explodiert jetzt. Da hatte ich auch einen Kollegen, der ging zum Kardiologen. Der Kardiologen sagte, ich bin der falsche Arzt für dich, du brauchst einen anderen. So der für den Kopf. Mit deinem Herz ist alles in Ordnung. Es sind alles so Sachen, die
- 56:30Wenn man lernt, im eigenen Körper zuzulassen oder sich selbst kennen zu lernen, dann kann man sehr viele Dinge dagegen steuern.
- 56:47nicht in das grosse schwarze Burnout-Loch fallen. Okay. Also nochmal kurz zusammengefasst, das Buch «Young, Wild & No Burnout» mit ärztlicher, soziologischer Sicht erklärst du, was genau passiert,
- 57:05wie man auch präventiv dagegen vorgehen kann. Du beschreibst drei Fälle von Leuten, die ein effektives Burnout hatten, wie sie sich gefühlt haben, was sie gemacht haben, wie sie auch daraus herausgekommen sind und wie es zu dem gekommen ist. Und dieses Buch ist wirklich für jeden, der viel arbeitet.
- 57:23Ja, oder eben. Wenn du jemanden kennst, der viel schafft, oder immer sagt, er ist müde, er hat Stress. Das ist dieses Buch. Also vielen Dank auf jeden Fall für das Werk, das du gemacht hast. Danke. Und vielleicht werden wir ja bald ein Kinderbuch von dir sehen. Mal schauen. Vielleicht, ja. Ein Kinderbuch. Wenn ich nochmal ein Buch schreibe, ist es sicher 100% ein Kinderbuch. Ein Kinderbuch für Meritert. Ah, ja. Ja, das gibt es ja. Ich will eher so, momentan bin ich mit dem Gedanken am Spielen, so ein langweiliges Tier.
- 57:53die schubladisiert wird. Ein Papagei. Ein Papagei. Das ist so langweilig. Das ist wirklich heilig. Ich habe eher an einen Seegur gedacht. Einen Seegur? Mal schauen. Das nächste, das ich schreibe, ist vielleicht ein Kinderbuch. Einen Seegur, ja. Why not? Okay. I like. Du bist Freelancer. Du bist selbstständig.
- 58:15Ich bin Freelancer, selbstständig. Und man sieht dich bei Blue. Und man hört mich vor allem im Fussball. Was machst du denn genau? Ich bin Kommentator im Blue Sport auf Italienisch im Fussball.
- 58:32Das heisst, du machst jetzt die diversen Matches von der Super League? Super League, Champions League, Europa League und Conference League. Du machst die von Schweizer auf Italienisch übersetzt oder machst die direkt auf Italienisch? Nein, bei Blue ist es so, dass wenn du ein Match schaust, kannst du den Audio-Kanal wechseln und dort ist Deutsch, Französisch und Italienisch für jeden Match. Und dort kannst du einfach Italienisch...
- 58:59Wie viele Matches sind das? Das müssen doch sehr viele sein. Das sind viele Matches, ja. Alle Superleague-Matches werden in allen drei Sprachen produziert. Die Champions League, also die Europamatches sind auch sehr viele. Dort sind es aber eher die grossen Matches und dann die Matches, bei denen eine italienische oder eine Schweizer Mannschaft dabei ist.
- 59:28Ich kann mir vorstellen, du bist in einem Studio. Bist du direkt im Stadion? Ja, also bei der Super League sind wir immer im Stadion. Und bei den Europamatchen sind wir im Studio. Wir sind vereinzelt im Stadion, also für die italienischen Kommentare. Ist klar, du hast einen Background Fußball, du hast beim FCB gearbeitet, aber du musst ja...
- 59:52so enorm viel Wissen über jeden Spieler, wie sie heissen, wie viel, das nimmt mich mega wunder, wie weisst du, wie viele Goal, die sie schon gemacht haben in welcher Liga und seit wann sie spielen, wie geht das?
- 1:00:06Also, bevor ich diesen Beruf gemacht habe... Also, ich war so... Auf der Playstation habe ich immer kommentiert, wenn ich selber gechillt habe, blablabla. Immer. Du hast deine eigene Macht kommentiert? Meine Mutter hat mir eine Sprachnotiz geschickt, heulend, von meinem ersten Match. Sie hat gesagt, ich...
- 1:00:25Seit 20 Jahren habe ich dich angeschrien, wenn du im Zimmer gespielt hast, weil ich auch immer schrie. Dann hat sie zum ersten Mal mich im Fernsehen gehört und dann war sie sehr emotional. Aber ja, ich habe das schon mein Leben lang gemacht. Dass ich das jetzt in der Schweiz auf Italienisch machen darf, weil ich habe immer auf Italienisch kommentiert, ist wie... Ich kann es manchmal immer noch nicht realisieren.
- 1:00:51Das ist der geilste Job, den es gibt. Für jemanden wie mich, einen Fussball-Romantiker, Fussball ist so zentral in meinem Leben. Wirklich gespielt, geshootet, gelesen, gegamed. Alles. Es ist immer etwas mit Fussball. Da ist der Kommentatoren-Job wirklich der Peak. Wer hat das für dich? Ich kann alles, was ich schon immer jemandem erzählen wollte, machen.
- 1:01:18Und wir haben, es gibt ein bisschen, muss man sagen, jetzt mittlerweile mache ich es schon ein bisschen länger, also fast zweieinhalb Jahre, jetzt im dritten Jahr. Es gibt so Tools, mega geile Tools, so Kommentatoren-Tools, die wir haben.
- 1:01:34wo du in Echtzeit alle Daten mitbekommst und sie erzählen kannst. Es hat natürlich viel Vorbereitung. Ich finde, im Journalisten-Universum, von allen Briefen, die der Journalismus herausgibt, ist der Sportkommentator mit Abstand der, der am besten vorbereitet ist. Von allen.
- 1:01:54Also wirklich, wenn ich an einem Match gehe, und nicht nur ich, auch alle meine Kollegen, du musst ja, das Einzige, was wir vorbereiten können, ist bis zum Abpfiff. Nachher weisst du nicht, was passiert. Und dann hast du wie eine Vorarbeit, das ist das, was die meisten Leute eben nicht sehen, und dann hast du die Vorarbeit,
- 1:02:15Dann schaue ich auf der Insta-Seite. Vor allem jetzt, nach der Sommerpause, in der Superliga ist es ganz wild. Es gibt zum Teil Mannschaften, die komplett neue Spieler haben. Dann schaust du, was du liest, was du umeinander machst. Wir haben Tools, die dir helfen,
- 1:02:37sehr, sehr, sehr detaillierte Sachen dir gibt, von einfach Daten und Statistiken, die du hast. Wir haben immer so ein bisschen Generationen-Clinch, weil es gibt natürlich die Kommentatoren, die das seit 20 Jahren machen und die hatten das natürlich nicht. Dann sagst du, ihr Jungen, jetzt sind einfach nur... Mit einer KI. Ja, muss man sagen, es ist sehr wenig KI, weil es sind einfach Daten und Statistiken, die es wirklich gibt,
- 1:03:06Aber früher mussten die Kommentatoren wirklich recherchieren. Ich mache es eher im Privaten der Spieler. Wenn ich jemandem in den Sommer fahre, erzähle ich gerne, wo sie waren. Das sieht man ja alles, das bekommst du dort nicht mit.
- 1:03:27Aber die sportliche Seite haben wir alles so unglaublich coole Tools, die diesen Beruf noch ein bisschen spannender machen. Aber ich kann dir sagen, wenn du im Fernsehen diese Statistiken hörst, das heisst, der Match ist nicht so spannend. Wenn ein Kommentar drauf ist, die Statistik einfach zu erzählen, dann muss er irgendetwas erzählen, damit es ein bisschen gefüllt wird. Aber es ist so wie, ich auch, ich habe so pro Mannschaft...
- 1:03:55Da habe ich so 20 Facts, die ich mir aufschreibe. Und dann habe ich so etwa noch 10, 15 von beiden Teams. Oder auch sehr interessant finde ich die Schiedsrichter. Das wird manchmal ein bisschen vergessen, aber die kommen auch manchmal aus ganz wilden... Die haben ja manchmal zum Teil auch ganz andere Briefe. Also es gibt Lehrer zum Beispiel in der Schweiz, die professionelle...
- 1:04:14Schweizer ist das nicht. Ist crazy. Und ich erzähle dann solche Sachen auch gerne. Aber ich bin eher, muss ich sagen, dankend mit Italienisch. Ich weiss nicht, ob ihr auf Deutsch kommentieren könnt. Wirklich? Ja, das weiss ich nicht. Ich glaube es nicht. Also Italienisch gibt mir die Möglichkeit, eine mega Dramaturgie aufzubauen. Das kommt halt vom latinischen, vom spanischen, vom brasilianischen, portugiesischen Stil. Viel mehr Emotionen dahinter. Ja, ich
- 1:04:42Ich erzähle halt den Match. Und ähm... Im Deutschen wird es halt auch beschrieben. Die deutschen Kommentarer haben viel mehr Statistiken. Aber einfach weil sie mühen. Die latinische Sprache oder Italienisch ermöglicht es mir, das ein bisschen mehr aufzubauen und schneller auch
- 1:05:00zu erzählen als auch zum Beispiel Englisch ist genau das gleiche. Es ist ein bisschen langsamer, wo halt aber ich finde es natürlich grossartig, wenn eben dort auch Emotionen rauskommen. Das ist sensationell.
- 1:05:15Wie lange brauchst du so, um dich für den Match zu vorbereiten? Also so nach der Sommerpause ist wirklich lang. Weil dann einfach viel wachsen geht? Ja, weil du bekommst irgendwann so einen Status, den du dir auskennst. Das Problem ist dann halt einfach, du musst dann auch die Spieler erkennen. Auf dem Feld. Wie weit bist du weg? Du bist ja recht weit oben.
- 1:05:36Nein, also im Letzi bist du wirklich zuoberst oben. Im Letzi bist du schon weit weg. Und die Kommentator-Positionen sind zuoberst oben. Aber ich finde, es ist recht cool, weil du siehst wirklich so das ganze Feld und du erkennst recht gut, also wir haben ja Bildschirme und alles, aber du erkennst recht gut die...
- 1:05:54Die Spieler. In den anderen Stadien ist es etwas näher, sehr zentral. Ich finde es nicht gut, wenn es z.B. auf der gleichen Höhe ist. Oder sehr nah am Feld. Es hilft halt mega, wenn du das ganze Feld siehst. Ganz cool, sehr wild ist z.B. die Schützenwiese. Das ist echt crazy. Da ist manchmal einfach Leute vorne dran. Da musst du sagen, sorry, ich bin am Kommentieren.
- 1:06:22Ja, aber... Nein! Das ist halt schwierig. Das ist mein Job, was ich mache. Also es ist wirklich sehr cool, das Schweizer Wesen ist wirklich mega cool. Aber die Stadien der Schweiz allgemein sind mega schön zum Kommentieren. Ist Joggel das grösste Stadion? Joggel ist das grösste Stadion. Mit wie vielen Antidienplätzen?
- 1:06:43Jetzt gerade die Frauen, wir haben gerade den Rekord gebrochen. Ich glaube am meisten, also wenn du wirklich alles ausnützt, bist du bei 36'000. Was natürlich für die Schweiz enorm ist. Aber im Stadion ist es eigentlich immer so, dass du auf dem Feld kommentierst. Und schaust nachher auf den Bildschirm, also du darfst nie vergessen,
- 1:07:10Das hatte ich am Anfang ein bisschen zu müde. Du darfst nie einfach meinen, dass du das erzählst, was du siehst. Die Leute sehen halt das Fernsehbild. Sie sind ja nicht neben dir im Stadion. Das darfst du nie vergessen. Wegen dem kommentieren wir auch sehr oft auf dem Bildschirm. Du musst ja das erzählen, was die Leute sehen. Ich sehe es ja wahrscheinlich auch relativ gut. Wir haben genau das Bild, das die Leute sehen. Mit einer Sekunden Verzögerung.
- 1:07:39Das ist noch cool. Ah. Ja, logisch, das Signal muss ja dann... Obwohl es nicht ganz eine Sekunde ist, es ist ein bisschen weniger, aber es hat ganz, ganz leicht. Und dann kommentierst du einfach das, was auf dem Bildschirm ist. Also sobald der Ball steht, bist du eigentlich auf dem Bildschirm. Und wenn es wieder läuft, bist du auf dem Feld. Und im Studio haben wir eigentlich auch so ein Clean Feed.
- 1:08:03wo du das ganze Stadion siehst und hörst auch auf deinen Kopfhörern und dann ein Bild, wo quasi die Regie heim ist. Wie lange machst du das schon? Seit dem 30. November 2023. Jetzt bald zwei Jahre. Jetzt bald zwei Jahre.
- 1:08:21besten Job, den es gibt. So geil. Ja, und du sagst es und du strahlst richtig. Also jetzt in der Sommerpause und auch im Winter ich halte es fast nicht aus. Dann musst du dich für den Tag reiten. Das muss ich wirklich. Du musst das Bett kaufen. Einfach so aus Langweil kaufen wir jetzt. Let's go. Nein, es ist wirklich ganz ein cooler Beruf zu meinen anderen 100'000.
- 1:08:46Wo kann man dich erleben? Man sieht dich auf den sozialen Medien, man sieht dich auf Blue TV, die ganzen... Sieht man dich dort auch? Du siehst nur ein, zwei Mal ein Foto von mir, aber du hörst mich. Ich poste manchmal so Behind-the-Scenes-Videos. Das habe ich gesehen, aber die Köpfe musst du immer bluren, oder? Ich mache es einfach so. Coldplay hat uns ja gelernt, wenn du ins Stadion gehst...
- 1:09:13Wegen dem blöre ich immer aus Sicherheitsgründen. Man weiss ja nie, die wissen ja nicht, dass sie aufgezeichnet werden. Wegen dem finde ich es eigentlich völlig... Das Wichtige ist ja, bin ich ja. Und auf dem will ich auch. Und ja, ich mache so Behind-the-Scenes-Videos. Man sieht und hört mich auf Blue. Dank meiner Tätigkeit in der Werbebranche
- 1:09:43Werbevideo. Hast du auch Kooperationen mit Brands, mit denen du Sachen machst? Also mit mir persönlich? Privat? Privat habe ich, ja. Ich habe ein Auto, das ich bekomme. Von wem? Also es ist BMW. Ja. Und es ist eine Garage in der Nordwestschweiz.
- 1:10:02Dann bin ich Ambassador der Stiftung Theodora. Das sind die Traumdoktoren in den Kinderspitalen, die die Kinder besuchen gehen. Und ich bin zusammen mit Christa Rigozzi Testimonial der Bank Cembra. Ja, ja. Wo auch immer ganz coole Sachen entstehen.
- 1:10:31Und dann halt noch ganz viele andere Brands, wo ich einfach Videos mache, wo ich mich anfrage. Aber eben auch dort, lustigerweise sage ich, zu vielen mehr Sachen, nein. Gerade jetzt die letzte, habe ich so cool gefunden, habe ich einem geschrieben, hey im Fall, ich glaube, ich bin der Falsche. Also ich wäre nicht authentisch, wenn ich das mache. Und dann hat er mir zurückgeschrieben, es hat so...
- 1:10:55Wenn alle einfach das schreiben würden... Er hat mir schon geschrieben, Gage und alles. Und ich habe gesagt, ich kann es nicht. Und dann hat er mir wirklich... Das war der Geschäftsführer von diesem Brand, ich sage jetzt keinen Namen, aber er hat mir gesagt, mega ehrliche Antwort und so. Es ist mega unüblich, aber es ist...
- 1:11:13Für mich, also das Social Zeugs ist... Ich mache das nicht wegen Geld etc. Ich mache wirklich, auch dort, wie wir ganz am Anfang gesagt haben, alles, was ich mache, muss ich machen, weil ich Bock habe und weil der Brand zu mir passt. Und wegen dem mache ich es auch. Und sonst habe ich...
- 1:11:30Ich habe wirklich null Probleme zu sagen, hey, Gott sei Dank brauche ich diese Gage nicht. Dann kann ich mit ganz gutem Gewissen sagen, danke vielmals. Danke, aber nicht nein danke. Nein, danke. Das ist auch schön. Und lieber ehrlich und authentisch sein. Ich glaube, das ist auch etwas, wo man wahrscheinlich wieder zurück zu diesem Buch kommt. Nicht authentisch sein ist auch so ein Grund, wo ich einfach kann...
- 1:11:53langsam, langsam, langsam einfach kaputt machen. Ja, definitiv. Wenn du alles machst, dann sowieso. Aber das ist das, wenn ich andere Leute sehe, die wirklich einfach
- 1:12:09auf diese Aufträge und diese Pieces angewiesen sind, merkt man, dass sie alles auf die Karte setzen. Die Bösi versuchen alles zu machen, aber es verschleiert die Glaubwürdigkeit.
- 1:12:36Ich habe das Glück, dass ich so privilegiert bin und kann sagen, dass ich nicht alles mache. Das ist auch bei den Moderationen so. Ich mache wirklich ganz wenige Moderationen oder nur ganz ausgewählte. Das habe ich früher auch viel mehr gemacht.
- 1:13:03Ich sage immer, wenn du willst, dass ich etwas machen kann, dann zahlst du die Zeit, die ich nicht bei meinen Kindern habe. Weil das, was ich mache, machen ganz viele andere, wahrscheinlich auch noch viel, viel besser als ich. Also du zahlst nicht meine Skills. Du zahlst einfach die Zeit, die ich weg bin. Und das ist einfach das, was ich dann bewerte.
- 1:13:30Sehr schön. Es war bis jetzt schon ein mega cooles Interview mit dir. Ich durfte schon sehr viel von dir kennenlernen. Auch so Sichtweisen, wie du Sachen angehst. Vor allem authentisch sein, machen, was man gerne macht.
- 1:13:45jeden Tag als Samstag sehen oder als mega coole Montag. Es kommt ja dann nicht darauf an. Wir sind aber nicht ganz fertig. Wir sind nicht ganz fertig. Ich habe noch eine Schnellfragerunde. Eine Schnellführerrunde. Sie heisst Schnellführerrunde. Effektiv muss ich sagen, ist es glaube ich keine. Meistens öffnet es noch andere Türen. Aber das können wir jetzt alles noch... Also nein, wir probieren es schnell. Wir probieren es schnell. So.
- 1:14:18Bist du ready? Ja. Sehr gut. Du hast für Energy Reels gemacht, wo wir angegangen sind. Was war dein lustigster Social Media Fail? Fail? Fail?
- 1:14:36Ich habe keine Fehler. Keine Fehler. Was war das lustigste Video? Das ist schwierig zu sagen. Es ist immer ein bisschen so Geschmackssache. Ich finde halt die Videos, wo ich wirklich so mit mir selber rede. Je absurder, desto besser. Je absurder, desto besser. Wenn dein Leben ein Werbespot wäre, was wäre die Headline?
- 1:15:01Lösch die Montage aus deiner Woche. Lösch die Montage aus deiner Woche. Geil. Creativity is king. Amen. Was bedeutet das für dich im beruflichen Alltag? Ja, das ist das Brot, das Wasser und die Luft. Also wenn man nicht kreativ ist in meinem Beruf, dann ist es ein ganz schwieriger Stand.
- 1:15:33Du bist «on air, on fire». Wie hast du gelernt, langsamer zu werden, ohne deine Energie zu verlieren?
- 1:15:42Durch meine Kinder. Die stressen mich zwar, aber auf eine langsame Art und Weise. Zum Beispiel? Wenn du zwei Stunden mit der Playmobil- und der Brio-Bahn spielst, dann ist es automatisch ein langsamer Morgen. Sehr langsam. Ein Puzzle, wie man das nennt.
- 1:16:06Das war das, was dein Sohn dich in die Memorie geschlagen hat? Ja. Ja, das sind dann eben solche Sachen, das ist... Aber ja, da merkst du auch, oh, okay. Aber dort haben wir auch ganz viel geschrieben. Und dann, «Hey, meine Kinder auch...» «Und dann, «Das ist ganz normal, Kinder sind...» «Okay, gut.» «Danke.» «Gibt es einen Messer, aber danke.» Genau.
- 1:16:30Was würdest du deinem 18-jährigen Ich sagen, wenn du krank bist? Ich würde ihm sagen, dass bei der ersten Autobriefung, die ich nicht geschafft habe, dass es eine 30er-Zone ist und nicht eine 40er. Dass ich da aufpassen muss.
- 1:16:53Wichtig, das würde ich ihm sicher zuerst mal sagen, damit ich schon von Anfang an der Briefung bestand. Und nachher würde ich ihm sagen, kannst dich freuen. Kannst dich freuen. Mut geben. Schön, kannst dich freuen. Kannst dich freuen auf alles, was kommt. Ich erzähle noch nichts. Wunderschön. Wunderschön. Wofür hättest du dir im Leben mehr Mut gewünscht? Mehr Mut. Mehr Mut.
- 1:17:28hätte man mehr Mut gewünscht, in der Küche mit meinem Vater. Dann könnte ich vielleicht etwas kochen. Mein Vater ist Koch. Mein Vater ist auch Koch. Und ich kann einfach, also ich bin wirklich in der Küche. Ich esse zwar sehr gerne, aber ich weiss nicht, wo ich anfangen soll.
- 1:17:51Wirklich? Wirklich ein Analphabet in der Kurve. Vielleicht hätte ich mir dort ein bisschen mehr Mut gewünscht. Wenigstens Basics lernen wir. Wie geht das ein? Genau, also so, ja. Ja. So Salz. Weisst du, ich bin so Salz ins Wasser machen bei der Pasta.
- 1:18:14So habe ich gesagt, ja, mega logisch. Also ich bin wirklich... Auch nicht das? Nein, also ich bin ganz schlecht. Also wie oft ich irgendwie Pasta gemacht habe für meine Kinder und dann meine Frau gesagt hat, du hast Salz in die Wasser gemacht. So, nein, das macht man nachher. Ja, also ich bin wirklich so. Okay. Und deine Frau kann kochen. Meine Frau, Gott sei Dank. Kommt mir nochmal. Sehr gut.
- 1:18:37Ähm, Alora, dann haben wir noch... Hast du jemals Angst gehabt, zu meinen alten Routinen zurückzukehren, als du das fast beinahe hattest? Ähm... Nein, weil auch das ist etwas, was ich kennengelernt habe und jetzt weiss. Und ich habe jetzt wie so einen Plan im Schubladen.
- 1:18:57wo falls ich irgendwann mal wieder in diesen Status komme, ich das Schubladen öffne und dann weiss ich, was ich machen muss, damit ich eine Exit-Strategie habe.
- 1:19:08Okay, super. Und the last one. Der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Momentum heisst Moment. Pause. Jetzt wird es schnell durchschnufen. Du meinst Momentum wegen des idealen...
- 1:19:31Zeitpunkt für irgendetwas? Oder wie meinst du das? Für dich? Wir dürfen das selber interpretieren. Du darfst es interpretieren, so wie es für dich passt. Ja, ich glaube Momentum ist...
- 1:19:51Das Mantra vom Erfolg. Wenn du nämlich das Momentum triffst, dann wirst du sehen, dass alles gut kommt.
- 1:20:05Und man muss es aber auch ein bisschen erzwingen und erkennen. Sehr schön. Die Antwort hat noch nie jemand gesagt. Okay, Gott sei Dank. Gott sei Dank. Herrlich, gefällt mir sehr. Lass mich jetzt fast eineinhalb Stunden reden. Nein, ich bin zu spät. Nein, schon. Nein, okay, aber ja. Also ich bin zu spät. Wenn wir wirklich eineinhalb Stunden reden, dann bin ich zu spät, aber das ist kein Problem.
- 1:20:28Wir sind gleich fertig. Okay, gut. Du hast jetzt noch... Das ist deine Kamera, die ist auf dich gerichtet. Wenn du noch irgendetwas in deiner Community sagen möchtest, dann let's go. Sagt Nein zu dem, was ihr nicht wollt. Und liked bitte meine Videos und kommentiert sie. Nein. Doch, doch, natürlich. Nein, ähm... Geht mit Leichtigkeit durchs Leben, weil... ...wenn wir schon da sind...
- 1:20:58Wieso? Mir muss es schwer machen.
- 1:21:02Sehr, sehr schön. An dieser Stelle bedanke ich mich von ganzem Herzen, dass du dir die Zeit genommen hast, um hierher zu kommen. Es ist mir wirklich eine sehr, sehr grosse Freude, dich persönlich kennenzulernen. Nicht nur immer auf dem Video, auf dem kleinen Display dich zu sehen, sondern mal wirklich in Person. Und wenn ich das so sagen darf, du bist grösser, als ich erwartet habe. Alle sagen das! Du bist grösser, als ich gedacht hätte. Ich finde das geil. Ich danke vielmals. Weiterhin ganz, ganz viel Erfolg bei allem, was du machst. Ganz viel Gesundheit.
- 1:21:32Das wünsche ich dir. Danke, Molenio. Kein Unfall beim Reiten. Ganz wichtig. Es gibt noch etwas anderes, aber ich decke es jetzt ab. Ich lege gleich noch etwas anderes ab. Ja, ich bin in Italien. Wo man in Italien macht, macht es auch nicht. Ich habe es gemacht. Ich habe es abgedeckt. Du hast es abgedeckt. Gut, super. Danke viel, vielmals. Auch an dieser Stelle für euch. Danke, dass ihr wieder zugehört habt bei Momentum. Euer Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt.
- 1:21:57Heute haben wir Pascal Döver kennengelernt, der ein Buch geschrieben hat. «Young, Wild & No Burnout». Schaut es unbedingt an. Teilt es. Schenkt es jemandem, der denkt, für diese Person wäre es wichtig. Sie hat ein paar Anzeichen, die scheinen sich im Busch zu verstecken. Darum unbedingt weiterleiten.
- 1:22:23Ich fand es super inspirierend, wie du gesprochen hast, was du gesagt hast, wie du erzählt hast. Authentisch sein, auch mal Nein sagen zu Sachen, die man nicht machen will, die nicht passen. Und ja, ziehe noch die Folge rein, hat mir mega Spass gemacht. Ihr kennt das Game, hier unten hat es ein paar Knöpfe. Einer ist der Abonnieren-Button, damit ihr ja nichts mehr verpasst. Und damit das noch ein bisschen einfacher fällt, ist die Glocke, weil dann bekommen wir sogar eine Nachricht, wenn wir neue Content aufgeladen haben.
- 1:22:50Darum macht das doch. Ich bedanke mich an dieser Stelle und alles, alles Gute. Ciao zusammen. It's a wrap. It's a wrap. Hey, danke vielmals. Sehr gut. Sehr, sehr spannend.