Latest / Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte / #2220 Paula und das Wasserglas
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- Paula und das Wasserglas Ab ins Bett mit Marco König · Folge 2220 · Donnerstag, 24. September 00:00 Diese Werbung unterstützt Ab ins Bett. 00:28 … abinsbett.net/kalender. Den Link gibt es auch in den Shownotes. 00:41 Hier ist euer Lieblingspodcast, hier ist Ab ins Bett. Ich bin Marco und ich begrüße euch heute Abend zur 2.220. Gute-Nacht-Geschichte. Und das für Donnerstagabend, heute ist der 24. September. Paula … Ach, jetzt habe ich das Recken und Strecken vergessen. Also, nehmt die Arme und die Beine, die Hände und die Füße. 01:04 Und reckt und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang. Spannt jeden Muskel im Körper an. Und wenn ihr das gemacht habt, dann lasst euch ins Bett hinein plumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. Und heute Abend bin ich mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt. 01:29 Jetzt können wir beginnen. Ich hoffe, ihr seid bereit für die 2.220. Gute-Nacht-Geschichte für Donnerstagabend, den 24. September. Paula und das Wasserglas. Paula ist ein ganz normales Mädchen. Es ist ein ganz normaler Tag. Es kann sogar heute sein. Paula liegt in ihrem Bett, und schlafen möchte sie überhaupt 01:57 nicht, null Komma null. Dazu hat sie überhaupt keine Lust. Ihren Schlafanzug hat sie schon an, den gestreiften. Der ist frisch von der Wäscheleine direkt in ihr Bett gekommen. Sie hat ihn angezogen. Er duftet noch nach Waschmittel. Er riecht sogar noch ein kleines bisschen nach Sonne. 02:18 Vorhin war Paula noch in der Badewanne. Auf dem Nachttisch steht die kleine Lampe, die mit dem Fuchs drauf. Und Paula streckt ihre Beine aus. Dann zieht sie ihre Beine wieder an. Sie dreht sich auf die Seite, dann auf die andere. Und zum Schluss auf den Rücken. Aber es geht nicht. Der Tag war einfach viel zu schön, um jetzt vorbei zu sein. Paula findet, dass schöne Tage niemals aufhören dürfen. Und dieser Tag heute 02:47 darf auch nicht aufhören. Am Nachmittag war sie mit Mama im Garten. Es war schon ein bisschen frisch, aber der Himmel war schön blau. Es sah aus, als hätte jemand den Himmel mit schöner blauer Farbe angestrichen. Im Garten liegt überall Laub. Es ist rot, es ist gelb, es ist braun. Und Paula hat sogar geholfen, mit einem kleinen Rechen alles zusammenzuschieben. 03:14 Das Laub hat dabei so schön geknistert und geraschelt. Paula ist immer wieder in den Laubhaufen reingesprungen, so sehr, dass die Blätter nur so hin und her wirbelten. 03:27 Unter dem Kastanienbaum am Zaun hat sie ihre Jackentaschen vollgemacht. Kastanien, so viele die Jackentaschen tragen können. Zwölf Stück hat sie gezählt, und alle zwölf liegen auf dem Fensterbrett. Und dann ist das Schönste passiert. Als Paula noch einmal ganz viel Laub zum großen Haufen gebracht hat, hat sie es rascheln gehört. Aber nicht so, wie Laub raschelt. Anders. Und dann 03:54 zeigte sich eine kleine spitze Nase. Schwarz. Sie hat geschnuppert, und es kamen zwei dunkle Knopfaugen dazu und ein Rücken voller Stacheln. Ein Igel, hat Mama gesagt. Und Paula war begeistert. Der sucht sich ein Bett für den Herbst, sagt Mama. Paula war ganz, ganz vorsichtig. Sie wollte den Igel nicht erschrecken. Mama ist schnell in die Küche gegangen. 04:23 Sie kam wieder mit einer flachen Schale voll mit Wasser. Paula durfte sie selbst hinstellen, direkt neben den Laubhaufen. Und der Igel hat sogar sofort getrunken. Ja, das war heute Nachmittag, daran denkt Paula jetzt. Und sie muss ein bisschen grinsen, so sehr, dass ihre Zahnlücke vorne rausspitzt. Sie setzt sich auf. Mama, ruft sie. Sie klingt dabei ein bisschen grantig, obwohl sie gar nicht grantig ist. Ich hab 04:52 Durst, ruft sie. Es dauert einen kleinen Moment, und dann kommt Mama. Sie läuft die Treppe hoch und hat ein Glas in der Hand. Das kleine Glas mit den blauen Punkten drauf, voll bis oben. Hier, meine Maus, sagt Mama, trink, so viel du magst. Paula nimmt das Glas mit beiden Händen. Das Wasser ist kühl. Sie trinkt aber nur einen winzigen Schluck, denn eigentlich hat sie gar keinen richtigen Durst. 05:21 Aber wenn Mama schon mal hier ist, dann ist der Tag noch nicht vorbei. 05:26 Mama setzt sich auf die Bettkante. Sie schaut Paula an, und sie zieht die Augenbraue hoch. Paula weiß, was das bedeutet. Sie weiß, dass Mama weiß, was sie vorhat. Weißt du was?, sagt Mama. Bei jedem Schluck erzählst du mir was von heute. Paula strahlt. Genau das braucht sie jetzt. Noch ein bisschen Zeit mit Mama. Sie trinkt einen Schluck und erzählt: 05:56 Das Laubspringen, als ich in den Haufen gehüpft bin, bis die Blätter über meinen Kopf geflogen sind. Dann trinkt sie noch einen Schluck. Die Kastanien. Und sie zeigt aufs Fensterbrett. Zwölf Stück, und die ganz dicke, das ist die Königin der Kastanien. Paula nimmt einen dritten Schluck, und dann hält sie das Glas fest. Der Igel. Der Igel, ja, das war das Allerbeste. Mama nickt. Ja, das fand ich auch. 06:27 Paula schaut auf ihr Glas. Es ist halb voll. Oder halb leer? Wenn das Glas leer ist, dann geht Mama nach unten, dann macht sie die Tür zu, und dann … 06:37 dann ist der schöne Tag vorbei. Paula will nicht, dass das Glas leer wird. Mama, kann ich noch ein Glas haben? Mama streicht ihr die Locke aus der Stirn. Sie sagt nicht Ja. Sie sagt nicht Nein. Stattdessen fragt sie etwas. Wollen wir schauen, was der Igel gerade macht? Paula reißt die Augen auf. Jetzt? Im Dunkeln? 07:06 Na ja, vom Fenster aus, sagt Mama. Paula stellt das Glas auf den Nachttisch. Der Boden ist kalt unter den Füßen, aber schnell gehen sie zum Terrassenfenster. Mama knipst das Licht draußen an, und Paula drückt die Nase gegen die Scheibe. 07:25 Der Garten sieht nachts ganz anders aus. Viel dunkler. Das Licht der Terrassenlampe ist noch hell genug, dass sie das kleine Schälchen neben dem Laubhaufen sieht. Und genau in dem Moment sagt Paula: Da, da ist er. Der Igel trippelt mit kleinen Schritten zum Schälchen. Er senkt die spitze Nase ins Wasser und trinkt. Schluck für Schluck für Schluck. 07:54 So wie Paula eben. Dann hebt er den Kopf und wackelt gemütlich zurück zum Laubhaufen. Er schiebt die Nase hinein, dann den Kopf und dann den ganzen stacheligen Igelkörper. Alles raschelt. Der geht jetzt schlafen, sagt Paula. Ja, sagt Mama. Der hatte auch einen langen Tag. Er ist umhergelaufen, er hat getrunken, er hat seinen Blätterhaufen gefunden, und jetzt ist er müde. 08:23 Paula schaut sich den Laubhaufen noch eine Weile an. Sie weiß, dass der Igel darin jetzt schläft. Und auf einmal, oh, gähnt sie so laut, dass Mama mitgähnen muss. 08:39 Also geht Paula zurück ins Bett. Mama begleitet sie noch. Als sie im Bett ist, greift sie noch einmal zum Glas. Noch einen Schluck für den Igel, sagt Paula. Dann stellt sie das Glas weg. 08:55 Noch einmal gähnt Paula laut. Mama gibt ihr einen Kuss auf die Stirn. Mama, sagt Paula, ich glaube, der schöne Tag geht gar nicht zu Ende. Daraus wird jetzt eine schöne Nacht, und morgen kommt der nächste schöne Tag. 09:15 Mit diesen Gedanken schläft Paula ein. Und sie weiß genau wie du: Jeder Traum kann in Erfüllung gehen, du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes. Bis morgen ab 18 Uhr auf abinsbett.net. Gute Nacht, und bitte vergesst nicht, den Podcast zu folgen 09:45 und zu bewerten. Dankeschön. Alle Folgen und mehr: https://abinsbett.net Den Podcast unterstützen: https://abinsbett.net/support