Latest / ntv Wirtschaft / Droht der nächste Ölpreisschock? Was die neue Nahost-Eskalation für Autofahrer und Heizkunden bedeutet
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- Trump erklärt das vorläufige Iran-Abkommen für beendet. Und die Ölpreise steigen. Im Kampf um die Commerzbank nähert sich die Unicredit einer Mehrheit. Und viele Menschen lassen Fördergeld liegen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. US-Präsident Donald Trump hat das vorläufige Abkommen für eine Friedenslösung mit dem Iran für beendet erklärt. Am Rande des NATO-Gipfels erklärte er, dass er keine Einigung mehr wolle. Die Ölpreise sind daraufhin wieder deutlich gestiegen. Viele Verbraucher fürchten jetzt, dass es auch an den Zapfsäulen wieder rauf geht. Nancy Lanzendorfer hat darüber mit Volkswirt Carsten Bieski gesprochen. Fängt wieder alles von vorne an, die steigenden Benzinpreise, die steigenden Inflationssorgen? Ja, die amerikanische Mannschaft ist aus der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Deshalb sucht Donald Trump etwas Neues, eine neue Spielwiese. Und da sind wir deutlich wieder, das kann jetzt wieder von vorne losgehen. Noch nicht so schlimm. Wenn man mal ein bisschen hofft, dass da eine Strategie ist, dann ist es vielleicht nur erst mal ein Druckmittel, um den Iran doch wieder an den Verhandlungstisch zurückzubekommen. Aber das fühlt sich natürlich jetzt gerade wieder so ein bisschen an, wie im April, wie im Mai, als dann die Benzinpreise auch stiegen. Kommen natürlich jetzt zum ungünstigen Zeitpunkt mit der Urlaubssaison. Das sind alles deutlich wieder schlechte Nachrichten und eine deutlich kalte Dusche für alle, die gehofft hatten, dass der Markt und die Weltwirtschaft im Sommer mal ein bisschen ruhiger werden. Ja, und die Hoffnung auf eine Einigung, auf eine Lösung bei diesem Konflikt, die hat ja die Aktienmärkte nach oben getrieben. Also jetzt schwinden diese Hoffnungen oder wie ordnen Sie es ein? Ja, ich meine, bei Donald Trump muss man mal vorsichtig sein. Das kann sich ja in einer Stunde wieder komplett gedreht haben. Aber ja, vielleicht war die Situation auch zu gut, um wahr zu sein. Es war deutlich, dass es Spannung gab. Es war deutlich, dass auch diese Verhandlungen nicht wirklich vorangingen. Und von daher ist das ein Ausrufezeichen von den Amerikanern, um vielleicht auch die Verhandlungen doch nochmal wieder zu beschleunigen und zum Ende hinzubekommen. Also vielleicht ist es nur ein kurzfristiges Aufflackern von Unruhe, von auch wieder fallenden Kursen, um dann letztendlich doch zu einer Einigung zu kommen. Ja, das könnte natürlich auch für die Verbraucher interessant sein. Denn, wir haben es schon angesprochen, steigende Ölpreise, steigende Benzinpreise könnten drohen. Welche Folgen, welche Auswirkungen sehen Sie noch? Das ist das erste natürlich, Spritpreise wieder steigen werden. Der Tankrabatt ist ja auch gerade weg. Das heißt, wir werden noch weiter steigende Benzinpreise sehen. Dann kommt natürlich jetzt auch so langsam die Heizsaison, die irgendwann losgeht. Leute, die da auch ihre Öltanks ja mal füllen wollen. Auch das kostet wieder mehr Heizkosten dann im Winter. Und gleichzeitig ja auch in Kombination mit der Dürre, die wir in Europa haben, nämlich diese niedrigen Wasserstände, wenn es auch wieder eine komplette Sperrung der Straße von Hormuz kommt, dann werden wir noch mehr wieder Lieferkettenengpässe bekommen. Und das wiederum bedeutet Verzögerung bei Produktion und auch steigende Preise. Das heißt Auswirkungen auch, die man im Moment noch nicht so wirklich absehen kann, aber die noch weiter kommen könnten, auch für die deutsche Wirtschaft? Definitiv. Nicht nur höhere Preise, auch wieder mehr Inflation. Lieferkettenverzerrung heißt auch noch mal wieder negative Nachrichten für die deutsche Wirtschaft. Und das kommt ja genau zu einem Zeitpunkt, in dem wir eigentlich gerade wieder ein bisschen mehr Optimismus begraben. Der IFO-Index stieg wieder, die niedrige Energiepreise waren gut für die Verbraucher, waren auch gut für die Unternehmen. Jetzt haben wir ein kleines Reformpaketchen und von daher wieder der denkbar ungünstigste Zeitpunkt. Von Autofahrern geht es weiter zu Bankkunden. Im Kampf um die Commerzbank hat sich die Bundesregierung gegen eine mögliche Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit gestellt. Das aggressive und feindliche Vorgehen bleibe inakzeptabel, heißt es. Zuvor hatte die Unicredit erklärt, dass ihr mit ihrem Übernahmeangebot nun mehr als 44 Prozent der Commerzbankanteile gehören. Für Bankkunden bleiben da viele offene Fragen. Das hat der Anlegerschützer Klaus Nieding im Gespräch mit Nancy Lanzendorfer erklärt. Die nächste Schwelle wäre 50%. Inwieweit ist das wichtig? Das ist insofern wichtig, als ich dann in die Richtung komme, dass ich meine Mehrheit in der Hauptversammlung gesichert habe. Ich habe dann noch keine absolute Mehrheit. Die wäre bei 75% plus einer Aktie da. Die brauche ich für Satzungsänderungen. Aber die 50% zu überschreiten, Und dann habe ich auf jeden Fall mal die Mehrheit für einfache HV-Beschlüsse, wozu ja die Wahl des Aufsichtsrates gehört. Also insofern ist das schon eine entscheidende Größe. Und der Aufsichtsrat, der dann wiederum für den Vorstand zusendet. Der Aufsichtsrat entlässt und bestellt die Vorstände einer Aktiengesellschaft. Und damit ist das natürlich ein sehr wichtiges Organ. Für unsere Zuschauer sicherlich auch interessant. Was ändert sich oder würde sich ändern für mich als Kunde? Ja, das muss man mal jetzt mal abwarten. Das ist ja noch gar nicht geklärt. Das sind so Dinge, wo ich sage, Mensch, setzt euch zusammen, sprecht miteinander. Die Mitarbeiter haben ein entsprechendes Informationsbedürfnis, die Kunden haben ein Informationsbedürfnis. Ich bin übrigens auch Kunde der Commerzbank. Ich weiß auch nicht, wo das hinläuft. Stichwort Immobilienfinanzierung. Wird das noch den Stellenwert haben, den es hatte und, und, und. Und die Aktionäre wissen natürlich auch nicht, was es ist in Zukunft. Unsere Geschäftsstrategie, das wäre natürlich gut, wenn man das jetzt endlich anfängt zu entwickeln. Sie sagen, reden, Gespräche führen. Die Wirtschaftswoche berichtet, dass man sich zeitnah zusammensetzen wird für Gespräche. Also wird man das tun? Was kann das noch bringen? Ja, ich kann mir ja nicht vorstellen, dass man nicht miteinander spricht. Ich meine, wir reden ja von einem Zusammenschluss von zwei Großbanken, von den beiden Banken, die doch sehr deutlich in Europa, ich sage mal, im Markt vertreten sind. Und da muss man natürlich die Dinge ordnen und muss sie sortieren. Das ist man auch seinen eigenen Gesellschaften jeweils schuldig. Und da gibt es auch rechtliche Verpflichtungen natürlich, klar. Also auf Zeitspielen macht keinen Sinn. Wenn man jetzt weiter versucht zu blockieren, das könnte man ja auch versuchen. Man könnte ja versuchen für nächstes Jahr, wenn die Neuwahl der Aufsichtsräte ansteht, von Seiten der Commerzbank in der Hauptversammlung möglichst viele Aktionäre dazu zu bewegen, zur Hauptversammlung zu kommen, dass wir doch die Präsenz immer höher machen. Und dann haben die Italiener nachher möglicherweise doch nicht die endgültige Mehrheit. Und dann wird der Aufsichtsrat doch nicht so zusammengesetzt. Aber das ist doch nur hinauszögern dessen, was irgendwann kommt. Und damit zum nächsten Thema. Viele Menschen haben zwar Anspruch auf Fördergeld vom Staat oder vom Arbeitgeber, nehmen diese Zuschüsse aber oft gar nicht in Anspruch. Dabei kann es um hunderte Euro extra gehen. Wie man sich dieses Geld sichern kann, darüber hat Jan Malte Andresen mit dem NTV-Chefkorrespondenten Wirtschaft Ulrich Reitz gesprochen. Was sind so typische Beispiele dafür? Viele Menschen verschenken wirklich Geld, was ihnen zusteht. Das gibt drei Geldquellen. Zum einen die vermögenswirksamen Leistungen, zum anderen die Arbeitnehmer-Sparzulage und dann gibt es auch noch die Wohnungsbauprämie. Das als Zugangsvoraussetzung dafür ist immer das Gehalt wichtig. Also wer bis zu gewissen Grenzwerten verdient, der hat da Anspruch. Bei vermögenswirksamen Leistungen ist es so, dass sie jedem zustehen, wenn der Arbeitnehmer, also jedem Tarifbeschäftigten, wenn der Arbeitgeber die zahlt. Es gibt aber auch Möglichkeiten, wenn der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen nicht zahlt, dass man das selber gleich vom Lohn abziehen lässt, überweist und dann auch einen Anspruch auf Förderung hat. So, nun machen das viele nicht, weil sie es entweder nicht wissen oder weil es auch unglaublich aufwendig ist, weil man viele Formulare ausfüllen muss oder weil es der Schiff einem nichts sagt. Was wäre denn so, sagen wir mal, mit kleinstem Aufwand schnell zu erreichen? Das Erste ist, in der Personalabteilung nachfragen und sagen, zahlt der vermögenswirksame Leistungen? Ja, dann machen die das. Nein, dann bietet man an, dass man selber auch für vermögenswirksame Leistungen sparen will. Das macht dann auch die Personalabteilung. Dann muss man so einen Vertrag abschließen. Und dann gibt es die Anlage zur Steuererklärung, die Anlage VL. Da muss man zwei Häken setzen. Und auch da kriegt man dann quasi seine Zuschüsse, wenn man die erforderlichen Voraussetzungen dafür erfüllt. Also wichtig ist beim Arbeitgeber nachfragen. Wer nicht fragt, wer diesen Antrag nicht stellt, der hat halt nicht den Antrag. Wie überall, man muss das halt beantragen. Der kriegt es auch nicht. So ist es. Lohnt es sich denn für jeden? Oder für wen lohnen sich so Dinge wie vermögenswirksame Leistungen, Wohnungsbauprämie etc.? Also es lohnt sich im Grunde für jeden bei vermögenswirksamen Leistungen. Und es ist so, dass es da bis zu 40 Euro pro Monat gibt. Das summiert sich auch über Jahre. Dann hat man ein paar tausend Euro haben oder nicht haben. Das ist total wichtig. Bei der Arbeitnehmer-Sparzulage ist es so, dass es da bis zu 123 Euro gibt. Das teilt sich auf, ob man jetzt einen Bausparvertrag hat oder einen Fondsparplan. So ein normaler Bank-Sparplan reicht da nicht. Förderungswürdig sind Fondsparpläne, Bausparverträge. Beides kann man kombinieren. Da gibt es dann bis zu 123 Euro Förderung. Und dann gibt es die Wohnungsbauprämie, die kann bis zu 70 Euro pro Jahr betragen. Also wichtig ist, dass man sich die Grenzwerte anguckt. Und zum Schluss noch dieses Thema. Die Deutsche Bahn will zusätzlich 50 Mio. Euro in eine bessere Kommunikation mit ihren Kunden stecken. Geplant sind etwa neue Monitore an den Bahnhöfen und eine neue App. Bahnfahrer sollen so z.B. besser über Gleiswechsel informiert werden. Dabei will die Bahn auch stärker auf KI setzen. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.