Latest / Schlagabtausch – Das Schlagzeugmagazin im Podcast-Format / Podcast #126 - Deutscher Death/Hardcore auf US-Tour mit danski_drums
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- Herzlich Willkommen zum Schlagabtausch, eurem Schlagzeugmagazin im Podcast-Format. Heute gehen wir mit euch auf US-Tour. Los geht's! Ihr hört Schlagabtausch, der Podcast für alle Schlagzeugbegeisterten. Wir sind Dirk Brandt und Timo Ickenroth. Mit Tipps und Hacks und dem Allerneuesten aus der Schlagzeug- und Percussion-Szene. Viel Spaß beim Hören. Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, liebe Hörerinnen und Hörer, ich begrüße euch zum 126. Schlagabtausch. Unser Jubiläum ist schon wieder eine Folge her. Und mit mir seit 126 Folgen zusammen hier am Start, mein lieber Freund, der Dirk Brandt. Hi Dirk. Ja, schönen guten Morgen aus dem sehr verregneten und stürmischen Ölde. Ich weiß nicht, wie das im Westerwald bei dir aussieht, aber ich glaube mich auch nicht anders. Ich bin etwas nasal. Mich hat nach der Tour die Grippe, ja, Grippe sagt man ja gar nicht, aber doch, das sagt man so im Volk. Der Dirk hat eine Tütemittler für den Dirk, er hat eine schwerwiegende Männerkrippe. Eine schwere Männerkrippe. Nein, der Notarzt steht quasi schon vor der Haustür und wartet nur auf den Einsatz. Er war schon da. Hat dich fit gespritzt für den Podcast jetzt. Genau, damit ich hier nicht umgeprägt bin. Nee, Quatsch. Aber ein bisschen merke ich das dann doch so, wenn ich so Auftritte habe. Deshalb, ich bin ja eh, wenn ich als Schlagzeuger sitze, man ganz häufig im Zugwind. Oder Zugluft sagt man da. Zugwind, Zugluft. Und da kriege ich echt, da hole ich mir ganz schnell einen weg. Deshalb fragen ja immer so viele, warum ich echt diese Trainingsjacken eine habe. Ganz einfach, die kann ich schnell ausziehen, kann sie aber auch schnell wieder anziehen. Das ist also der Hauptgrund, auch beim Trommeln allgemein. So, jetzt wollen wir aber nicht über meine Sachen reden. Ich bin völlig gespannt, denn wir haben heute was ziemlich cooles am Start, finde ich, für euch und auch für alle Liebhaber so ein bisschen der etwas härteren Gangart der Musik. Wir haben jemanden aus dem Metal-Core-Bereich, aber da sagt der Timo gleich März und jetzt denke ich mir, Timo, lass doch erstmal einen Rum-Down machen. Heute im Programm für euch haben wir erstmal einen Nachruf aus leider aktuellem Anlass, denn einer der ganz großen der Schlagzeugszene und der Musikszene, der Jazzszene ist von uns gegangen und zwar Jack Dijonett. Ihm werden wir mal entsprechend auch noch hier einen Platz einräumen. Im Anschluss daran geht es dann in den Hauptteil von unserem Podcast und das ist ein Interview mit einem jungen Schlagzeuger, der jetzt in Hamburg lädt und das ist Daniel Stilger. Und der war nämlich für sich zum ersten Mal auf einer richtigen US-Tour und das jetzt nicht nur für zwei Tage, sondern für ganze vier Wochen. Und das war ein Anlass, mal mit ihm über das Tourleben in den Staaten zu sprechen. Im Anschluss daran haben wir ein bisschen Hörer-Feedback für euch und natürlich unsere Chefkoch-Empfehlungen der Woche. Ich habe es gerade im Rundown angekündigt. Wir haben einen erneuten Todesfall zu beklagen in der Schlagzeuger-Szene und das ist leider der Tod von Jack Dijonett, der im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Und zwar, es ist diese Woche, wir nehmen heute auf am 28. 10. Gestern am 27. 10. ging das alles Social-Media-mäßig durch die Decke. Am Anfang war noch gar nicht klar, ob das jetzt Fake-News sind oder nicht. Das heißt, man hat schon quasi sein Beileid ausgedrückt. Dann hieß es, nee, es ist aber noch nichts offiziell bestätigt. Letztendlich hat es sich im Laufe des Tages dann leider doch bestätigt, dass Jack Dichonette von uns gegangen ist. Und offizielle Stellen haben es dann auch geschrieben. Zum Beispiel auch sein eigener Instagram-Account, wo das offiziell dann auch jetzt steht. Dass er im Kreise seiner Familie verstorben ist. Und wir wollen ein bisschen über Jack Nishanet sprechen, denn ich denke mal, dem einen oder anderen ist dieser Name nicht zwingend geläufig, weil er war einer der Großen des Jazz, einer der nach, sagen wir mal, den großen Namen wie Elvin Jones und Tony Williams eigentlich das Schlagzeugspiel dann nochmal weiter geprägt hat. Auch wenn er in der Tradition von den beiden steht, Aber er hat das Ganze nochmal auf ein anderes Level gebracht, möchte ich sagen, oder einfach eine neue Facette eingebracht. So ist es eigentlich richtig. Und deswegen ein Name, den wir mal unbedingt hier etwas beleuchten sollten. Und bevor wir hier richtig ins Eingemachte gehen, Dirk, ich muss ja leider sagen, du hast ja zwei Jahre mehr auf dem Konto als ich, vom Alter her. Hattest du oder wann war deine erste Brüderung mit Jack Dich und Nett? Und ich meine, du hast ja sehr viele Trump-Festivals gespielt, hast du ihn vielleicht sogar mal auf einem Trump-Festival live erleben dürfen oder in einem Konzert, als du damals deine Zeit in Amerika hattest. Ich meine, er war auch oft in Deutschland, kann man auch sagen, weil er für das Label ECM sehr viel gemacht hat, das in München ansässig war oder ist sogar noch. Das Label müsste es eigentlich immer noch geben, ja. Da war sehr viel Kontakt zu Jackie Jeanette und ECM. Aber Dirk, wo ist deine Berührung mit Jackie Chanet so mal? Was kannst du uns berichten? Ich habe ihn leider nie live gesehen, obwohl du, wie gesagt hast, dass er in Deutschland relativ präsent war. Er hat viel in Deutschland gespielt. Und ich bin eigentlich... Eher in der Neuzeit mit ihm in Berührung. Also nicht im klassischen Jazz, sondern ich bin, jetzt kommt das ECM-Label auch so ein bisschen wieder in die Musikrichtung zu Tage gekommen. Ich bin hauptsächlich durch Jack Dijonette und durch so eine unfassbar, ich nenne es mal, klangmalerische Art zu spielen. Also er spielt schon anders. Er spielt nicht ein Jazzbett dann einfach durch, sondern er ist schon sehr klangmalerisch. Er sieht sein Schlagzeug für mich als, wie heißt es? Als, Farben. Er spielt unheimlich in Bildern, sehr abstrakt auch manchmal. Ich bin hauptsächlich auf ihn aufgeworfen durch das Quartett mit Dave Holland am Bass. Jetzt kommt's. Herbie Hancock Keyboards und Pat Massini an der Gitarre. Das ist so, wo ich richtig auf und aufmerksam geworden. Gar nicht so im Traditional Jazz. Da muss ich ganz ehrlich sagen, da ist er mir gar nicht so gelaufen, sondern eher in diesem modernen, doch etwas ein bisschen abstrakten ECM-ischen Label. Was soll eine Mischung aus Jazz, Latin? Da hat man, ECM ist so ein ganz eigenes Label, das hat man aber, glaube ich, auch schon mal drüber gesprochen im Podcast, meine ich sogar. Hat so einen ganz eigenen Stil, den man auch nicht komplett einordnen kann. Und da ist er mir einfach unfassbar durch seine klangmalerischen Bilder, wie ein Maler, den Begriff suchte ich eben, mit seinen, mit den ganzen Farben. Da ist er mir eigentlich ähm, Wie heißt es? Unheimlich aufgefallen. Ich meine, ich habe ihn wirklich nicht oft gesehen. Ich meine, wenn einmal in Den Haag auf dem Jazzfestival genau mit dem Trio und war einfach geflasht, was ich aber von ihnen am meisten als kleiner Bub schon immer in Erinnerung habe, es gab von Sonora mal dieses Highlight in so einem Glitzerfinish, in so einem Sparklefinish. Das war glaube ich so bronze, kupferfarbene Hardware und dieses Set, was so unheimlich geglittert hat. Und da gab es früher ganz, ganz viele Plakate und da habe ich auch früher eins von ihm gehabt. Ich fand einfach das Set und wie er so, ich fand damals schon immer so ein bisschen großvatermäßig aus für mich jetzt. Also da hat ja jeder eine andere Sichtweise und das hat mich einfach unheimlich, Also dieses Plakat, das ist so, wenn ich diesen Namen Jack Dujanet höre, hört sich jetzt blöd an, aber das ist halt immer dieses Sonor-Plakat mit dem Sonor-Highlight, ich meine, das wäre ein Highlight gewesen. Verbinde ich mit ihm und halt seine unheimliche Art zu spielen in diesem Trio. Weil wie er da phrasiert hat, fand ich sehr, sehr, sehr, sehr spannend. Ja, ich glaube, Technisch Nett hat auch nie jetzt im klassischen Zwing wirklich, im traditionellen Zwing gespielt, sondern er kam in einer Zeit auf die Bühne, wo es schon teilweise sehr avagadistisch und frei war. Und da war er auch, glaube ich, jemand, der perfekt da reingepasst hat, weil eben, du hast es schon beschrieben, seine Art zu spielen war eben nicht, ich bin jetzt der Timekeeper. Und ziehe jetzt meinen Zwing-Pattern quasi einfach mal stumpf durch, sage ich mal doof. Sondern er hat, wie du schon richtig sagst, selbst, glaube ich, in eigenen Interviews nach Farben so ein bisschen auch beschrieben, wie er das Ganze macht. Um das noch ein bisschen vielleicht, ein bisschen plakativer zu machen, er hat das Schlagzeug eher als Melodie- und Harmonieinstrument gesehen und nicht als reines Rhythmusinstrument. Und das liegt wahrscheinlich auch daran, dass er ja auch ein klassisch ausgebildeter Pianist war. Er hat also mit vier Jahren angefangen Klavier oder mit vier, fünf Jahren, sagt er selbst, angefangen Klavier zu spielen und zwar formell klassischer Klavierunterricht. Hat das auch dann bis zu seinem 14. Lebensjahr definitiv durchgezogen. Hat auch später tatsächlich als professioneller Pianist auch gearbeitet und gespielt in Chicago und hat auch erst mit 14 beziehungsweise 15 Jahren angefangen Schlagzeug zu lernen. Also ziemlich spät, auch für die Verhältnisse und hat beschrieben, dass er gerne ans Schlagzeug wechseln wollte, weil es einfach ein physisches Instrument war, viel physischer als das Klavier und er da anders sich ausleben konnte und hat auch in einem Interview gesagt, dass er dann auch schon angefangen hat, sein Schlagzeug quasi harmonisch zu stimmen. Also er hat auch da schon diese Einflüsse aus dem Klavierspiel mit in sein Drumming reingeholt. Und deswegen ist es immer so, dass er immer diesen melodischen Moment in seinem Spiel hat. Und vor allem, muss man sagen, in seinen Soli, die sehr melodiös sind. Und was mich fasziniert hat bei Jack Dich Nett, ich kam, ich glaube, kurz vor meinem Studio mit ihm in Berührung, wo ich glaube, das erste Album, was ich von ihm gehört habe, war Pictures, ein Solo-Album von Jack Dijonett, das, glaube ich, auch auf ECL mal veröffentlicht wurde. Und mich hat diese Klarheit seines Sounds mitgenommen, also sehr artikuliert am Spielen. Trotzdem dadurch, oder was heißt trotzdem nicht, aber nicht geklärt. Nicht zwingend eben klar, indem das Pattern ist klar, sondern der Sound, diese Klarheit des Sounds, eben diese melodiöse Art zu spielen und der Einsatz seiner Hi-Hat, weil ja auch die Hi-Hat, seinen linken Fuß rede ich jetzt, meine ich jetzt damit, also nicht die Hi-Hat geschlagen, sondern Hi-Hat getreten, eben nicht so Jazz-typisch auf zwei und auf vier mit Tritt, sondern wirklich auch als zusätzliches Melodie-Instrument in sein Spiel mit einbringen. Ich glaube, da ist so ein bisschen dann die Weiterentwicklung von einem Elvin Jones und Tony Williams. Wo die das ja noch nicht, ich meine Tony Williams hat auch schon und natürlich auch Elvin Jones hat die Hyde auch schon anders eingesetzt, aber nicht so melodiös und zusätzlich als zusätzliches Element wie Jack Jannett. Würde ich mich jetzt mal hier einfach hinstellen und hinsetzen und das behaupten wollen. Und das fand ich damals schon total cool und neu und seine melodiöse Art und Weise erinnert mich auch immer so ein bisschen dann an Max Roach, den ich ja auch sehr verehre, der das Schlagzeug ja auch als erster überhaupt melodiös auch betrachtet hat und so quasi in der Tradition dann von Elvin Jones steht, Tony Williams und eben Max Roach, aber das Ganze in die Moderne gebracht hat, weil er ja auch Jazz-Rock gespielt hat, also nicht nur Avantgarde-Jazz, sondern er war ja auch bei Bitches Brew von Miles Davis vertreten, quasi der ersten Jazz-Rock-Fusion-Platte, die es offiziell jemals gegeben hat und auch dann ein Grenzgänger war, der ja über viele Stile hinweg sich behaupten konnte, aber eben auch sehr avagadistisch und dann später auch aufgrund seiner Ausbildung als Pianist auch sehr tatsächlich in so ein bisschen eher in das Symphonische reinging, auch bei seinen Kompositionen. Und da auch tolle Kompositionen abgeliefert hat, die auch dann gar nicht aufs Schlagzeug bezogen waren, sondern eben einfach auch Soundcollagen waren. Wo man dann auch sagen muss, es war aber dann teilweise schon sehr avagadistisch, man hört auch da diese Free-Jazz-Einflüsse raus. Es ist also nichts zwingend, wo man sagt, das ist jetzt mal, was man anhören sollte, um sich mal einen schönen Abend zu machen unbedingt. Sondern da muss man sich schon auch ein bisschen reindenken. Und besonders bekannt ist er auch geworden durch die Arbeit mit Keith Jarrett, dem Pianisten, in dem Trio von Keith Jarrett, wo er tatsächlich auch, wo sie auch Jazz Standards gespielt haben und wo es dann etwas doch, muss man sagen, auch ein bisschen, eingängiger ist zum Hören als vielleicht dann was, was noch später passiert ist in seinem Solo-Wirken, obwohl die ECM-Sachen, die der Dirk ja auch erwähnte, meistens sehr, sehr gut zu hören sind, weil die harmonisch angenehm sind und, Ich glaube auch, dass Jack Dijonet mit seinem Stil ECM maßgeblich geprägt hat. Die haben sich natürlich gegenseitig beeinflusst, aber ich glaube, dass viele Sachen nach Dijonet von ECM auch in diese Richtung, diese Klarheit und diese harmonische Struktur irgendwie so ein bisschen, das war die Richtung, die ECM dann eingeschlagen hat. Also da ist ein ganz großer auf jeden Fall gegangen, der maßgeblich ganz ganz viele beeinflusst hat, sieht man jetzt natürlich auch an den Posts, die abgesetzt werden auf Social Media, wer sich da alles äußert, das ist von den Jazzgrößen hin bis zu. Schlagzeugern aus der Rockpop Szene wo man das nicht in erster Linie denkt dass sie ja einen Berührungspunkt hatten, aber es ist der Wahnsinn wie das jetzt nachhalt und ja, wer es noch nicht gehört hat oder wer Jack Jeanette noch nicht bewusst wahrgenommen hat, hört euch auf jeden Fall mal die Sachen an. Wir werden so ein paar Sachen auch verlinken einfach, um euch einen Einstieg leicht zu machen. Vielleicht auch in der Reihenfolge von hört ihr besser zuerst das an, bevor du zum nächsten Punkt kommst. Um keinen zu verschrecken auch. Ich möchte noch mal kurz was anmerken, weil das finde ich, das hast du gerade, Du hast gesprochen von einer Klarheit. Und diese Klarheit sind für mich viel in seiner doch sehr hohen Stimmung der Toms. Aber und jetzt kommt's. In der unfassbar trockenen Sound-Dimension seiner Becken. Ich bin in der glücklichen Lage. Der Jack Dysonette war hauptsächlich immer Sabian Endorse und hat dort eine eigene Signature-Serie Encore herausgebracht, die aber im Laufe der Zeit sich immer mal wieder gewandelt hat. Und ich habe Hyatt und Reitbecken aus einer Zeit, die gibt es gar nicht mehr, die sehen nämlich nicht, wie man das kennt von diesen Becken. Das übliche Finish war sehr dunkel, sehr bräunlich. Und ich habe Schlammbecken. Die sehen aus wie, ich weiß nicht, so beige Farben. Also gibt es, glaube ich, überhaupt nicht mehr. Ich habe auch ein Encore-Becken, ja. Eine 21 Zoll Ride habe ich. Genau, aber ist deins braun oder ist das Schlamm? Meins sieht wirklich wie Schlamm aus. Boah, also ich würde jetzt eher sagen, es ist... Braun würde ich nicht sagen. Es ist eher schlammig. Ja doch, dann hast du vielleicht doch das Gleiche wie ich auf meiner Seite. Es ist echt schwer zu sagen. Genau, weil ich kenne nämlich verschiedene, weil ich auch, wenn du so auf verschiedenen Jazzfestivals gespielt hast oder dann mal auch ein Drumset geshared hast und die Becken, wenn man sie anspielt, sind, finde ich gewöhnungsbedürftig. Weil sie sind wirklich, also die, die ich habe, sehr trocken. Und wenn du, also ich bin ja eher so ein Typ, der gerne waschige, der auf dem Reitbecken gerne reincrasht und so, das heißt, du brauchst auch ein Reitbecken, was waschi ist, damit das überhaupt als Reit aufgehen kann, so nenne ich das mal. Und seine Becken, deshalb fand ich das so treffend, wie du das eben gesagt hast, seine Klarheit durch diese trockenen Becken und diese für mich relativ hochgestimmten Toms, da du ja Melodien oder da eher sehr melodiös gearbeitet hast, passte das unheimlich interessant, sondern wenn ihr mal die Chance habt. Manche Läden haben diese Becken manchmal noch so manchmal leider als Ladenhüter aber gerade wenn ihr mal was Spezielles braucht schätzt das, nicht schätzt das, sondern checkt das mal out, weil die Becken sind wirklich interessant, sie sind sie haben eine ganz andere Klangfarbe als man das eigentlich so erwartet, finde ich, also einfach mal so am Rande. Wenn wir auf den Sound mal eingehen, was du richtig beschreibst, sind diese hohen Toms, die Melodiöse wie gesagt in Harmonien gestimmt sind und was ich auch bemerkenswert finde dann bei Jack Dichonette, er hat oft ja schwarze Fälle gespielt. Also sicher was aus dem Jazz-Kit, auch diesen offenen Sound und mit hauptsächlich Coated-Fällen, die weiß schön aufgerutscht sind, sondern diese schwarzen Fälle, die an sich glaube ich schon eher auch ein bisschen trockener sind, aber da bin ich jetzt nicht so der Riesenfälle-Experte drin. Aber eben auch trockene, Tom-Sounds, die für Jazz ja eher untypisch sind und dann diese Becken und bei dem Becken finde ich aber bemerkenswert, dass, wenn Jack Dichonette sie spielt, sie überhaupt nicht trocken klingt. Wenn ich sie spiele, denke ich mir, okay, warum? Ich kriege da keinen Sound draus und bei ihm klingt das alles so unfassbar perfekt zusammen. Leicht und du hast trotzdem diesen Sustain und ich, Wahnsinn, also das gleiche Phänomen an ein bisschen off-topic hatte ich mit dem Becken von Steve Gatt, der ja auch bekannt ist für seine trockenen Becken und seinen trockenen Sound auch. Fast, ja, würde ich fast sagen, vielleicht habe ich sich gegenseitig beeinflusst, sind ja auch mehr oder weniger Altersgenossen, wo Steve Gatt noch ein bisschen jünger ist natürlich als Jack Dich Nett. Aber auch da, Steve Gatt ist ja auch bekannt für seine sehr trockenen Beckenserie oder die Beckenserie von Kay Sillschen sind die, glaube ich, mal rausgekommen, wo ich auch denke, mein Gott, wie kann man, was ist das für ein Sound? Da kriege ich gar nichts raus. und wenn Steve Gett das spielt, ist es, ja, okay. Geht die Sonne auf. Bei ihm ist es einfach nur geil. Und das Gleiche ist bei Jack Gnett. Bei Jack Gnett auch nochmal, Jack Gnett hat ein großes Schlagzeug gespielt. Dirk hat ja eben das Foto beschrieben, das Sonor in seiner Werbung drin hatte damals. Für einen Jazzer ein Riesenset. Mindestens fünf Toms, wenn nicht sogar mehr. Große Toms, tiefe Toms. Also ich glaube, die alten Fotos, an die ich mich erinnere, die sehen sogar quadratisch aus. Also es kann so sein, dass es 10 mal 10 Zoll ist, 12 mal 12, also Rieseneimer. Völlig untypisch für den Jazz eigentlich. Aber es gibt auch Aufnahmen von seinen Anfängen, wo er ein Snare spielt und nur ein Tom, nämlich ein Stand Tom. Also, wie es auch wahnsinnig das entwickelt hat. Und auch, was ich es auch spannend fand, war, natürlich, was heißt natürlich, aber üblicherweise hat Jack Dich Nett angefangen, Traditional Grip zu spielen, natürlich viele seiner Zeit genossen. Guckt man sich spätere Aufnahmen an, spielt er Matched Grip. Und das ist auch eine Diskussion, die immer unter Jazzern geführt wird, leider. Wo es dann heißt, wenn du Matched Grip spielst, kannst du kein Jazz spielen. Und hier haben wir wieder ein hervorragendes Paradebeispiel dafür, dass jemand, der Match-Grip Spätengspiel hat, anfänglich aber Traditional-Grip. Er muss ja einen Grund gehabt haben, warum er auch geswitcht hat von Traditional, also von dieser Marsch-Haltung, zu dem ich halte beide Stöcke mit der gleichen, also beide Hände mit der gleichen Haltung, die Stöcke. Also das fand ich auch sehr, sehr interessant, muss ich wirklich sagen. Also auch mal darauf achten, ich weiß nicht genau, wann der Switch kam. Es gibt eben Aufnahmen von der PASIC von 2009. Von Jack Dich Nett, wo er Matched Crip spielt. Und das Solo dauert ungefähr zwölf Minuten. Ich habe ihn nicht an einer einzigen Stelle Traditional Crip spielen sehen. Interessant, krass. Und auch noch interessant, weil wir eben das mit dem Pianisten, es gibt sogar eine Solo-Platte von Jack Dich Nett, wo er nur Piano drauf spielt. Also der Mann war auch da 1000 Sachen und hat das nie verlernt, was er als junger Bursche damals am Klavier gelernt hat. Und wie gesagt, komponiert hat er sowieso sein Leben lang. Ja, da ist wirklich ein großer von uns gegangen, der, ich glaube, viele Sachen auch im modernen Jazz, der heißt es, bereitet hat. Der viele Wege bereitet hat. Unbedingt. Also checkt ihn aus. Wir werden so ein paar Beispiele einfach mal hier in die Shownotes reinkloppen. In einer Reihenfolge, die ihr vielleicht bitte dann auch einfach so wählt. Wird nicht übertrieben viel sein, vielleicht mal so fünf Sachen. Aber einfach mal so, damit ihr mal so von dem Gesamtkünstler so einen Eindruck bekommt, was Jack Dichnet alles gemacht hat. In dem Sinne, rest in Peace, Jack. Da oben gibt es viele tolle Jazzmusiker, die du jetzt weiter Musik machen kannst. Nachdem wir jetzt so viel leider über einen verstorbenen Schlagzeuger sprechen mussten, kommt jetzt jemand, der steht fast noch am Anfang seiner jungen Karriere. Denn der Daniel, der jetzt gleich im Interview hier zu hören ist, der ist gerade mal Mitte 20, aber hat jetzt schon einiges auf dem Kerbholz. Und das war ein Anlass für uns, ihn hier einzuladen und mal darüber zu sprechen. Und wenn jemand zeigt, wie man sich mit Talent, Ausdauer und Stilgefühl in einer Szene behauptet, dann ist es nämlich der Hesse Daniels Stilger. Vor ca. 5 Jahren ist er nach Hamburg gezogen und hat sich in der Hansestadt als gefragter Drummer mittlerweile gut etabliert zwischen Proberaum, Unterrichtsraum und Turbos. Ob Pop mit Jolle, Death Hardcore mit Half-Me, Indie mit Modular oder Rap mit Lisa. Da bewegt sich sicher durch die verschiedenen Genres und bringt dabei stets seinen eigenen Sound mit. Spätestens seit seiner US-Tour mit Half-Me ist klar, dieser Drummer ist angekommen auf der Bühne und im Hier und Jetzt. Wir haben mit ihm gesprochen über das Leben im Van, musikalische Identität, Sound-Ästhetik und seinen Weg vom RP-Jam-Studenten in Gießen zu einem gefragten Tour-Drummer. Matzab. Los geht's. Ja, schönen guten Morgen, ihr Lieben da draußen. Heute haben Timo und ich einen ganz besonderen Gast bei uns im Schlagabtaus-Podcast, denn der Daniel Stilger, so heißt der junge Mann, den kennen wir beide. Der Daniel war. Gefühlt doch sehr langer Zeit Student bei uns beiden und dann wieder nicht so langer Zeit aber es kommt mir schon wie eine kleine Ewigkeit vor er war Student bei uns beiden an der Rockpop Jazz Akademie in Gießen er war Student bei uns und wir beide haben den, Daniel immer mal wieder getroffen. Ich habe ihn sogar in Hamburg bei einem Konzert getroffen, wo ich unterwegs war und auf Social Media. Und dann ist uns beiden aufgefallen, Mensch, der Daniel, der ist auf einmal so rege und ist hier und da unterwegs, spielt große Festivals und ist gerade auf Amerika-Tour gewesen. Das ist was ganz Besonderes, finde ich, mit der Gruppe Half Me. Und da haben wir gesagt, ey, das wäre doch einfach mal klasse, den Daniel zu uns im Podcast einzuladen, Und einfach so über seinen Werdegand mit euch drüber zu reden, drüber zu nerden. Denn so Amerika als Band, als junge Band, als Newcomer-Band, das ist ja gar nicht so einfach. Aber jetzt wollen wir erstmal an den Anfang fangen. Erstmal guten Morgen, Daniel, nach Hamburg. Schön, dass du bei uns im Podcast bist. Hallo, Daniel. Schön, dass du am Start bist. Und ich muss sagen, Dirk, hast du einen Moderatoren-Workshop gemacht? Das war jetzt so unfassbar flüssig. Ich bin geflasht. Besonders, ihr Lieben da draußen, ihr müsst wissen, der Daniel und ich, als ich den Daniel angeschrieben habe, hätte sie nicht mal Lust, bei uns im Podcast zu sein, dann fragt der Daniel, wie viel Uhr denn? Der Timo ist immer sehr früh. So neun Uhr ist der Daniel so oh, kam nur so oh, oh, zurück. Und das Gute ist aber vielleicht, Timo, erstmal, ich komme gerade ja aus der Schweiz, da reden sie ab bisschen langsamer. Das ist jetzt nicht böse gemeint. Ihr lieben Schweizer, ich fand das herrlich. Ihr seid ein tolles Publikum, es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Nicht, dass ihr denkt, ich würde mich jetzt lustig machen. Es war ganz, ganz toll. Aber die reden eh schon mal ein bisschen langsamer. Und wir beide gehen ja manchmal durch die Decke, wenn wir so einen erzählen. Und man muss bedenken, wir haben ja gerade, wir nehmen an einem Montag auf, und zwar nach der Zeitumstellung. Das heißt, eigentlich habe ich im Gefühl, im Blut, wir haben jetzt kurz nach neun. Eigentlich haben wir für mich jetzt kurz nach zehn. Und ich glaube, vielleicht macht das auch ein bisschen was. Ich weiß es nicht. Ja, du willst ja nur eine Ausrede haben, wir werden immer jetzt später aufnehmen. Das kannst du voll vergessen. Nein, nein, nein. Aber widmen wir uns lieber unserem heutigen Gast, dem Daniel. Und ich glaube, wir fangen mal an, wie wir eigentlich immer anfangen, oder? Bevor wir jetzt mal wirklich in dieses Detail reingehen, was du so machst und was du so treibst und getrieben hast, vor allem die letzten Monate. Erstmal stelle ich dir einfach mal ganz allgemein vor, wer bist du, was machst du, wo kommst du her, wie hat alles angefangen? Damit einfach unsere Zuhörerinnen und Zuhörer und unsere Zuschauerinnen und Zuschauer so ein bisschen mehr von dir mitbekommen und dich mit, guck mal, ich bin frontal raus, es ist zu spät schon, und sich mit dir identifizieren können. Super, ja. Moin, ich bin Daniel, ich bin 27, ich wohne in Hamburg, ich komme aber eigentlich aus Hessen, aus der Nähe von Limburg. Ich habe bei euch beiden studiert und 2019 war das, glaube ich, da habe ich den Abschluss gemacht. Und dann bin ich nach Hamburg gezogen, bin auch da geblieben und spiele jetzt für, also größtenteils eigentlich Pop und Hip-Hop, aber seit diesem Jahr jetzt auch im Metal beziehungsweise sehr harten Metal und ansonsten so ein paar Subjobs, aber im Grunde eigentlich Hip-Hop und Pop und neuerdings Metal und Unterrichte. Das heißt aber, bleiben wir jetzt schon mal bei diesen Bands. Du kommst ja eher aus dem Rap-Hip-Hop. Wie kam jetzt dann der Sprung? Metalcore heißt, glaube ich, die Musikrichtung. Ganz grob, wenn man es in eine Schublade stecken möchte, was man so liest dann, was du mit Half-Me jetzt machst. Wie kam dann der Sprung in diese Stilistik rein? Weil ich meine, klar, es gibt immer wieder auch mal Verbindungen, auch schon seit vielen, seitdem ich auch so Musik gehört habe, gab es immer wieder mal Rapper, die auch mit härteren Bands Kooperationen gemacht haben. Aber wie kamst du als Schlagzeuger in diese Szene rein? Also ich hab, also erstmal Half-Mees, wirklich weniger Metalcore, noch mehr Deathcore und Hardcore, also sehr hart und sehr schnell. Und im Grunde habe ich so, ich glaub mit 15, 16 rum, 14, 15 so die Zeit, da hab ich so eine Metal-Phase für mich gehabt, wo ich das alles super cool fand und gehört hab. Da aber auch eher nur so New Metal wie Slipknot oder ein bisschen Metalcore und sowas. Vielen Dank. Und letztes Jahr habe ich über den Gitarristen, mit dem ich bei Jolle zusammenspiele, der hat ein Projekt, was er produziert, die heißen Lost in Hollywood. Und die haben einen Sub-Drummer für eine Tour gesucht. Und das war für mich so wieder der erste Einstieg, professionell quasi mit Metal-Leuten irgendwie zu spielen. Und habe da dann ein paar Shows mit denen gespielt und habe das wieder so ein bisschen für mich entdeckt. Vorher habe ich es aber auch schon immer privat gehört, aber wirklich, weiß ich nicht, 20 Prozent oder so von der Musik, die ich höre, sind dann mal so Metal. Und Half Me habe ich vor, ich glaube mittlerweile bestimmt drei Jahren, zwei, drei Jahren, habe ich die in Hamburg auf einer Show kennengelernt, wo ich eigentlich zu Besuch war, um eine Band hier aus meiner Heimat zu besuchen, weil die eine Show gespielt haben. Und das war so ein Metal-Kontext, die sind eigentlich eher so Crunch-Indie-Richtung und da als Opener waren Half-Me und da sind die mir total hingeblieben, weil die super kompromisslos. Heftig waren und so ein bisschen in die Kerbe geschlagen haben von dem Metal, wenn ich Metal höre, den ich höre. Und dann habe ich ein Video, also total klein und einfach nur so Videoschnipsel mit Handy aufgenommen, habe ich einen Song von denen gespielt. Habe die drauf verlinkt und dann hat mir der Sänger von Half Me damals geschrieben und meinte, ja, das ist total geil und dass ich auch aus Hamburg komme. Und dann haben wir uns eigentlich einfach angefreundet. Also überhaupt nicht mit irgendeiner Intention von professionell oder irgendwas Großartiges machen, sondern einfach so angefreundet. Dann haben wir zusammen so ein kleines Side-Project angefangen, wo es für mich so losging, dass ich gesagt habe, ich würde, glaube ich, gerne mal wieder Metal machen. Und dann kam das alles ins Rollen, dass dann mit der anderen Band ich da gesuppt habe, wo es schon in die Metal-Richtung ging und dann kam es auf einmal Ende letzten Jahres dazu, dass es so hieß, vielleicht brauchen wir tatsächlich einen Sub und ob ich da Lust drauf hätte. Ja, geil. Lass mal vielleicht nochmal anders anfangen. Ich würde gerne nochmal deine Reise ein bisschen mitbekommen, wie du von dem beschaulichen Limburg nach Hamburg gekommen bist und dort dann Fuß gefasst hast und eben die Kontakte bekommen hast. Weil ich meine, es ist natürlich immer schwierig, auch als der Neue in eine große Stadt zu kommen, wo schon extremst viele Musikerinnen und Musiker auch unterwegs sind. Also nimm uns mal mit auf diese Reise. Erstmal, warum bist du nach Hamburg? Was hat dich nach Hamburg gezogen? Und dann, wie war die Anfangszeit dort vor Ort? Also Hamburg war eigentlich nur die Entscheidung, weil ich Hamburg super schön fand, schon immer, und meine Schwestern sind dahin gezogen, deswegen hatte ich irgendeine Connection zu Hamburg und war schon super früh da zu Besuch. Ich warte mal, ich greife mal kurz einmal in die Kerbe. Ihr kommt aus einem musikalischen Haushalt. Deine Schwestern sind auch im Musikbereich tätig. Vielleicht auch nochmal so als Hintergrund vielleicht für dich. Deine Schwestern, soweit ich das in Erinnerung, vielleicht erzählst du das selber am besten. Die sind Musical-Darstellerin oder machen eine Musical-Ausbildung. Das ist ja auch ganz interessant, wie das so ein bisschen zusammenhängt. Erzähl da doch mal so ein bisschen raus. Genau, also Familie, komplett musikalisch. Musikerfamilie so. Mein Papa spielte in einer Coverband, da hab ich schon früher immer mal mitgespielt und so weiter. Er spielt Bass und singt. Ich hab dann Schlagzeug gemacht und meine Schwestern haben gesungen oder singen immer noch und haben dann eine Musical-Ausbildung gemacht oder Ausbildung zur Musical-Darstellerin, beide. Sind damit dann nach Hamburg gezogen und haben sich dann jetzt so ein bisschen aufgeteilt, was sie wie machen. Und sind auch die eine ist mehr in den Pädagogik gegangen mit Kindern, aber beide haben so ihren Weg dann quasi gemacht. Aber dadurch hatte ich auf jeden Fall schon neben dem Studium, habe ich auch immer in Theatern und Musical-Dinners und so Sachen gespielt. Und deswegen war es auch so ein bisschen die Idee, oder hatte ich im Hinterkopf, dass es ja sein könnte, wenn ich nach Hamburg gehe, was ja so die Musical-Stadt ist, ob ich da mehr rein möchte so, dass ich das so als Hintergrund hab, weil das bei mir auf jeden Fall ein Hintergrund ist und ich Musicals liebe so. Das gab's auf jeden Fall, die Connection ja, genau Wie kam dann, du bist nach Hamburg gezogen, das hast Timo ja eigentlich auch gefragt, wie kam dann der Kontakt zustande ein bisschen hast du ja schon erzählt weil du kommst ja eigentlich mehr aus dem Hip-Hop-Bereich, hast ja auch gesagt, wie kam das, warst du im Hip-Hop-Bereich dann in Hamburg tätig erst? Ja, ich kam, glaube ich, direkt, also ich bin 2020 nach Hamburg gezogen und, bin genau kurz vor, ich glaube, ich bin im Januar hingezogen und dann kam Corona. Das heißt, genau als ich eigentlich los wollte, das war tatsächlich genau so, dass ich gesagt habe, okay, nächstes Wochenende suche ich mir Bars raus und Jam Sessions und irgendwelche Orte, wo ich mal so eintauchen kann und irgendwen kennenlernen kann. Und genau dann kam der Shutdown. Also es war wirklich exakt dann, was schlecht war. Für mich. Nicht nur für dich, für alle. Ja, das glaube ich. Aber da war dann alles on hold, auch irgendwie mit Leuten kennenlernen und so weiter. Und dann habe ich gesagt, okay, erstmal gucke ich, dass ich irgendwie an Musikschulen komme, dass ich irgendwie unterrichten kann und dass ich damit alles abdecke und alles andere ist egal. Und genau das habe ich dann auch gemacht und habe ganz viel online gemacht und so weiter. Und irgendwann kam über einen Freund hier aus Limburg, der mit einem anderen Kollegen, weil die beide Produzenten sind, connected war, der aus Hamburg kommt oder näher Hamburg. Und er, der von hier, hat mich mit ihm zusammengebracht und hat gesagt, ich glaube, ihr beiden solltet mal irgendwie was machen. Und das war Zirkel, also so Pop-Punk, deutscher Rap-Pop-Punk, so eine Mischung. Und mit dem habe ich dann angefangen Musik zu machen aber eigentlich weniger Musik machen, eher mehr Videos und Social Media und so rumgesponnen und überlegt, wie man das irgendwie aufbauen könnte und bin bei ihm so da reingekommen und haben dann so wie gesagt ganz viele Musikvideos, ganz viele Social Media Arbeit eigentlich einfach gemacht. Weniger Konzerte, gar keine Konzerte, sondern nur das. Und über ihn habe ich wiederum dann Lisa kennengelernt, die Rap macht. Und mit ihr hatte ich dann 2023, nachdem wir uns dann so connected haben und gesagt haben, wir wollen das machen, hatte ich dann 2023 so meine erste richtige Tour und da ging so das Live-Spielen auf jeden Fall los. Und darüber ging dann eigentlich alles weiter. Und Zirkel war dann erst mal wieder so ein bisschen unhold und es war so, mal gucken, was wir machen und keine Ahnung. und mit Lisa bin ich dann quasi losgegangen auf Festivals und auf Touren und nachgespielt. Geil. Also interessant, wie über einen Kontakt eben das ganze Netzwerk sich aufbaut. So ist es ja dann bei dir passiert. Lass uns aber zur aktuellen Sache kommen. Du hast ja jetzt schon erzählt, wie du zu Half-We gekommen bist. Das hat ja auch mit dem Netzwerk zu tun. Es geht ja alles, der eine erzählt von dem anderen und dann kannst du deine Jobs auch nicht so schlecht gemacht haben. Heute nennt man das Netzwerk. Früher nannte man das Mund-zu-Mund-Propaganda. Genau. So ist es. Ohne Scheiß jetzt. Ja, so ist das. Ähm... Half Me, du hast ja jetzt schon vom Touren gesprochen, das waren aber jetzt eher nationale Touren, von denen du gesprochen hast, weil es ist ja auch deutscher Rap, glaube ich, mit dem du da unterwegs bist. Und mit Half Me hast du jetzt deine erste US-Tour gemacht und ich glaube, es war auch die erste US-Tour für die Band selbst, wenn ich das richtig gesehen habe. Nee, die haben schon mehrere gemacht. Mit dich war es die erste US-Tour, das heißt, die Jungs hatten schon ein bisschen Erfahrung. Aber vielleicht erzählst du mal so ein bisschen, wie kam es dann zu der US-Tour, weil es ist für eine deutsche Band ja schon ein ziemlich krasser Schritt dann da rüber zu gehen, über den Teich und da mal eine komplette Tour zu spielen. Wie viele Dates waren das? Welche Städte? Was für Venues? Wie groß war das Ganze? Vielleicht einfach mal so im Allgemeinen, bevor wir so ein bisschen mal tiefer eintauchen, wie so ein Tag dann ausgesehen hat. Also eigentlich haben wir im Sommer haben wir zum ersten Mal Festivals zusammengespielt. Das war auch schon irgendwie besonders, weil da das erste für mich dann Festival dabei war, was nicht in Deutschland war, das war in Schweden, das war auch super cool, dann haben wir noch zwei Shows gespielt, die hier in Deutschland waren und dann hieß es eigentlich, okay, für die Europa-Sachen bin ich dann zuständig und da kommen sie auf mich zurück, alles was hier irgendwie passiert und was international ist, muss man gucken, weil wegen Geld und irgendwie das organisieren, plus natürlich Visa ist ja auch so ein Thema, was man da hat oder was man nicht hat. Und dann war es eigentlich, war ich die ganze Zeit der Meinung oder wir alle hatten den Gedanken, dass es so sein will, dass die Amerika-Tour ohne mich stattfindet, und dass da ein amerikanischer Schlagzeuger spielt. Und dass ich danach für die Europatour dann dazukomme. Und dann haben wir die Festivals zusammen gemacht und da ist immer mehr so der Gedanke entstanden oder die kamen auf einmal auf mich zu und meinten, eigentlich wäre es cool, wenn du mitkommst und eigentlich passt das voll gut und vor allem, das wisst ihr auch beim Touren, sobald es menschlich gut passt, ist es das Aller, Aller, Allerwichtigste und der Hammer, das hat super, super gut gepasst und deswegen kam da immer mehr der Gedanke, ja, eigentlich wäre das gut und eigentlich wäre es schöner, wenn du mitkommst. Und dann hat der amerikanische Schlagzeuger, der spielen sollte, der hatte, ich weiß nicht, ob du bist, was das ist, ein Ganglion. Kennt ihr das? So eine Bienenzüste. Wollte ich sagen, so eine Art Züste. Am Handgelenk, so ein Überbein ist das, glaube ich, auch. Sagt man da auch. Es ist so eine Mischung auf Beiben. Genau. Ich hatte auch mal eins, aber bei mir war das super klein und war okay. Er hatte wohl ein größeres. Das heißt, sie wussten nicht, kann der spielen, kann der nicht spielen. Dann hieß es ja, okay, wir fragen da jetzt einfach mal. Und weil sie sich das ja selber irgendwo dann doch gewünscht haben, war dann die Ansage, okay, wir fragen, wie es ist, ob er das machen will, ob er das machen kann. Und wenn wir innerhalb von einer Woche keine Antwort bekommen, dann entscheiden wir, dass du mitkommst. Und wenn er sich meldet, dann gucken wir, was er sagt. Turns out, er hat sich nicht gemeldet und es gab keine Rückmeldung. Dann haben sie gesagt, okay, wir müssen so langsam planen und wir müssen wissen, wie wir das machen. Und dann war quasi die logische Antwort, okay, dass wir auf Nummer sicher gehen und mich mitnehmen und gleichzeitig auch das machen, was alle gerne gemacht hätten, nämlich mich mitzunehmen. Und dann wurde das super spontan, also einen Monat vorher. Ist das Monat vor? Jetzt muss ich gerade fragen, welche Zeitraum hat es jetzt hier gehalten? Monat vor ist ja schon eine knappe Geschichte, gerade wenn man auch ein Visa vielleicht bekommen muss, vielleicht auch in der heutigen Zeit ein bisschen schwieriger. Auch für die Länge der Zeit. Vielleicht waren es eineinhalb Monate, aber es war eine sehr kurze Zeit. Aber die Frage, die mich auch noch interessiert, ich habe leider noch nie eine S-Tour gemacht, kann ich jetzt manchmal mal outen. Das heißt, du hast mir echt was voraus. Aber ist das jetzt in dem Sinne auch üblich, dass man andere Musiker mit rübernimmt. Das heißt, für mich klingt das jetzt so, als warst du tatsächlich noch nicht als festes Bandmitglied bei Half Me, sondern wirklich nur der Sub, der... Ich sage jetzt mal doof, der Meet-Musiker, der einfach mitkommt, wenn wir irgendwie auf Tour sind. Also ist das ein übliches Prozedere oder war das jetzt eher sowas, wo man denkt, das fühlt sich aber auch für dich natürlich komisch an. Und zweitens, hatten die quasi einen festen Drummer, der auch schon andere US-Touren da drüben mitgemacht hat? Oder war das jetzt auch ein Neuer, den sie sowieso hätten auch einarbeiten müssen? Also erstmal zum Drummer, die haben eigentlich einen festen Schlagzeuger oder eine komplett feste Besetzung und haben so ja auch schon bestimmt 3-4 Jahre oder sowas, waren so unterwegs und haben das genauso gemacht. Und der macht jetzt aber in seinem eigentlichen Beruf oder macht eine Fortbildung im IT-Bereich und so weiter und will das unbedingt machen. Und hat gesagt, dann kann er jetzt, wenn er das so durchzieht, wie er das durchziehen möchte, kann er eigentlich nur noch in Deutschland am Wochenende, samstags spielen. Womit dann klar war, okay, dann müssen wir für zwei Jahre, und das ist auch jetzt gerade der Stand, also das Ganze wird so zwei Jahre laufen, danach ist Maxi, so heißt er, dann wieder da. und ich werde gehen und denke, ich brauche bei mich umgucken. Was aber total okay ist. Ein Zeitvertrag sozusagen. Ja, quasi so. Und wie gesagt, vorher war noch die Überlegung, wo man das wie macht. Und da war deren Überleben, dass sie sagen, okay, um das möglichst kosteneffizient zu machen, fliegen wir als Band ohne Schlagzeuger rüber und nehmen uns einen Schlagzeuger aus den USA, Weil dann kein Flug, kein Visum und so weiter irgendwie gebraucht wird. Genau, und dann kam es ja, dass ich das gemacht habe. Deswegen war es so ein bisschen, glaube ich, die Vorbereitungszeit, also die Festivals waren super wichtig, um so in dieses Bandgefüge reinzukommen. Um nicht nur irgendwie der bekannte oder gute Freund vom Sänger zu sein, sondern alle wirklich kennenzulernen. Und zum Glück, hätte ja auch anders sein können, aber zum Glück wirklich mich mit allen super gut zu verstehen. Weswegen dann ja alles so familiär, wo uns irgendwie klar war, doch das wäre, würden uns super wohl fühlen und es wäre natürlich total geil, wenn man jemanden dabei hat, den man schon kennt, wo man weiß, dass es harmoniert und dass es irgendwie gut ist. Ähm... Aber ja, das heißt, für die war das eigentlich auch das erste Mal, dass sie nicht als feste Band, so wie das sonst immer war, geflogen sind, sondern ich mit dabei war. Und vorher haben die schon zwei US-Touren gemacht. Habt ihr das denn alles selber geregelt oder hattet ihr ein Management dahinter? Ich weiß, ich war jetzt ein paar Mal in den USA mit Access oder auch mit Sub-Signal und das war beim ersten Mal, wurde sogar mit Sub-Signal mein Visum nicht anerkannt, weil ich das Häkchen an der falschen Stelle gemacht habe. Und das fand ich sehr, sehr nervenaufragend. Also ich musste damals extra noch fürs Visum nach Frankfurt, ich musste da beim Konsulat vorstellen, das war unfassbar und der Typ mir dann sagte, wie gesagt, du sitzt mir eins gegen dich, du bist nett, aber nee, du kommst nicht in die USA. Und das war zwei Tage vor Abflug. Das war dann echt, und zwar echt nur, weil ich ein Häkchen an der Fallschule, weil ich es nicht verstanden hatte irgendwie oder was auch immer. Hat ja noch alles geklappt, aber ich fand das sehr nervenaufreibend. Wie war das denn bei euch? Habt ihr das selber gemacht? Hattet ihr ein Management dahinter? Wurde dir da Arbeit abgenommen? Oder seid ihr da, ich meine, Hafen, hast du ja gesagt, die waren auch schon in den USA. Wie war das denn so? Wie ist das vonstatten gegangen? Also die haben alle Visa und haben auch ein Management. Und das Management hat auch alles organisiert und alles so unter die Arme gegriffen und das irgendwie versucht möglich zu machen. Bei mir mit dem Visum haben wir das ein bisschen gebrochen. Gefreestyled, sag ich mal. Also ich sag mal, so viel Arbeitsvisum ist in der kurzen Zeit nicht möglich zu machen. Das kriegt man nicht hin. Und ist natürlich auch unfassbar teuer. Und ich war quasi als Besucher da. Ja, alles gut. Kenn ich. Ja. Was war denn dein erster Gedanke, als du gehört hast, du machst die US-Tour mit? Weil es war für dich ja auch komplettes Neue. Ich meine, die Tour kennst du schon, aber eine US-Tour. Also ich sage ehrlich, also ich habe es überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt, beziehungsweise es gab ja kurz die Idee von, oh könnte das sein, weil ich wusste, dass die Tour ansteht, dass ich die sogar machen soll und relativ klar war es dann ja, okay, nee, für Europa kannst du alles planen, aber das wahrscheinlich nicht. Deswegen habe ich mir das sehr schnell auch wieder aus dem Kopf geschlagen. Und das war auch grundsätzlich nie irgendwas, wo ich mit gerechnet hätte oder wo ich gedacht hätte, guck mal, dass du das irgendwie hinbekommst oder dass das ein Riesentraum gewesen wäre. Also natürlich ist es irgendwie ein Traum, aber kein realistischer oder keiner, wo man jetzt aktiv darauf hinarbeiten würde, wo man irgendwie versteht, wie man das möglich machen kann. Und als es dann soweit war, war das super, super aufregend, beziehungsweise eine große Anspannung auf jeden Fall. Aber gleichzeitig muss ich auch sagen, das werdet ihr bestimmt auch kennen, dass ich so ein bisschen jetzt über dieses und letztes Jahr, ich meine, es sind super tolle, coole Sachen, passiert gerade mit Jolle, die ja so mein größter Act eigentlich hier so in Deutschland ist, mit der ich super coole Sachen gemacht habe, kriegt man ja super viele Optionen oder super viele Sachen werden in den Raum geworfen, was vielleicht anstehen könnte. Und ganz oft passiert es aber auch nicht. Und man freut sich auf irgendwelche Sachen und freut sich vier Monate. Und auf einmal heißt es dann ja übrigens, aus Produktionsgründen machen wir das jetzt doch anders oder es geht nicht. Und deswegen war das da, zum Glück war ich da jetzt schon so ein bisschen... Oder anders drauf, was das angeht. Und habe eigentlich die ganze Zeit damit gerechnet, ich freue mich oder wenn das passiert, dann freue ich mich. Aber ich freue mich eigentlich auch erst, wenn es passiert. Und bis das nicht passiert, plane ich das ganz rational, dass das irgendwie alles logisch ist und funktioniert. Aber versuche nicht super viel Vorfreude zu haben oder nicht super viel zu träumen oder mir da Sachen auszumahnen oder mich privat doll damit auseinanderzusetzen, weil dann die Enttäuschung wieder so groß wäre, wenn es nicht passiert. Und ich die ganze Zeit dachte, dass die Wahrscheinlichkeit das nicht klappt. Höher ist, als das klappt. Ja. Ich frage mal nach, war das eine Highliner-Tour bei euch jetzt? Oder war das eine reine Support-Tour? Das heißt, ihr seid, war das auch eine Support-Tour immer für den gleichen Act? Oder hat das gewechselt? Und wie groß ist Half Me in den USA jetzt? Weil sie haben ja schon mehrere Touren gehabt. Wie groß ist der Act in den USA? Und wie wichtig, vielleicht auch damit einhergehend, wie wichtig ist es in den USA mit dieser Musikrichtung groß zu sein. Also ich glaube, oder erst mal, es waren zwei Touren. Also die ersten zwei Wochen waren mit Future Palace und Hawk. Future Palace ist auch eine deutsche Band, so eine Metalcore-Band. Und die zweite Tour war für Heavy Hitter mit Damned Fighting Words, das ist noch eine andere Band. Und es waren quasi zwei Wochen mit den zwei anderen Bands und dann die nächsten zwei Wochen mit den anderen zwei Bands. Und Half Me ist, ich glaube, die meisten können es wahrscheinlich durch man fließt, also Listener irgendwie einschätzen, wie groß so eine Band ist und die haben jetzt bei Spotify doch so zwischen 100.000 und 150.000 HörerInnen monatlich. Das heißt, Auch auf jeden Fall immer noch Newcomer, aber es läuft so. Und ich glaube, im Metal ist es auf jeden Fall viel, viel wichtiger, dass man irgendwie international unterwegs ist, weil es ist englischsprachig. Es kann überall funktionieren oder überall, wo Metal ist, kann auch das funktionieren. Und es war auf jeden Fall so, also es waren ja jetzt keine Riesentouren, war überschaubar so von der Größe her. Sag mal, wie groß ist so eine Venue gewesen ungefähr, Pima Daumen? Die Venues waren immer so 100, 150er, 200er maximal. Beziehungsweise manchmal auch größere Venues, aber nicht ausverkauft oder nicht riesengroß. Also relativ kleine Clubs. Und wie gesagt, war ja keine Headliner-Tour. Aber was mich überrascht hat, bei eigentlich jeder Show, und es war ja komplett Ostküste bis Süden runter und auch Kanada, bei jeder Show waren Leute, die ausschließlich für Hafen da waren. Und die schon kannten oder von einer anderen Tour kannten oder noch nie gesehen haben. Aber kannten durch Internet, durch Reaction-Metal-YouTuber oder was auch immer. Das ist ja auch nochmal alles komplett so eine ganz eigene Sparte, wo ich neu reingerutscht bin und auch gemerkt habe, wie das da läuft. Also das hat mich überrascht. Das war nirgendwo so, dass die niemand kannte. Aber alles natürlich immer noch in so einem Newcomer oder kleinen Bereich auf jeden Fall. Wie habt ihr das Ganze überhaupt beworben oder das Management? Das heißt, gibt es dann wie in Deutschland Plakate für ein Festival oder ist es ausschließlich, was du gesagt hast, was ich ja auch kenne, ist es doch ausschließlich Social Media oder wie war das? Was hat das Management gemacht oder war es eine Mischung aus allem? Also ich glaube, für jetzt Amerika gab es in Deutschland logischerweise nicht viel Werbung. Aber in Amerika, weil das die Clubs überhaupt, dass die Leute überhaupt wissen, ihr spielt da. Habt ihr das dann hauptsächlich durch Social Media? Oder gibt es das, wie typisch in Deutschland, Plakate, das da hängen? Also es gibt auf jeden Fall auch Plakate und an den Venues irgendwie draußen, Tonight und was auch immer, logisch. Ich glaube, Plakate in der Stadt gar nicht. Also ich habe nichts davon mitbekommen. Und ansonsten waren es ja eigentlich auch, wie gesagt, die Headliner-Tonen von den anderen Bands, das heißt, da haben die irgendwie die Arbeit für gemacht. Wir oder Half-Me haben auf jeden Fall das gepostet und irgendwie announced, dass sie wieder nach Amerika kommen und dass da wieder was passiert. Aber wesentlich weniger als man es jetzt im Pop wahrscheinlich machen würde also keine Trailer, keine, riesen Ankündigungen Videos oder was auch immer, dass das passiert und dass das zu einem Happening gemacht wird sondern da steht dann auf einmal, weiß ich nicht die Jahrestour oder World Tour mit allen Sachen drauf und fertig, so und es ist relativ. Ja relativ irgendwie weiß ich nicht, ruhig so ein bisschen Ja. Wie war das denn dann, als ihr nach Amerika... Das heißt, du hast eine Backline-Liste, aber du konntest ja Schlachtzeuge oder so Becken nicht mitnehmen. Ist ja alles zu teuer in der Regel. Becken habe ich mitgenommen. Becken hast du tatsächlich... Wow, okay. Ja, dann erzähl doch mal, wie war das überhaupt? Was habt ihr mitgenommen an Backline? Was ging, was ging nicht? Habt ihr das gemietet? Habt ihr vorher in Amerika nochmal geprobt oder seid ihr direkt auf die Bühne gegangen? Wie war das Ganze? Wir haben... Also ich habe Becken mitgenommen und eine Snare-Tram und meine Fußmaschine und meinen Hocker, was auch neu für mich war. Das ist relativ viel auf jeden Fall. Und was auch anders ist als im Pop, dass Hocker so ein Riesending ist. Also was mir entgegenkommt, ich liebe es, auf meinem Hocker zu spielen und ich hasse es, auf anderen zu spielen. Aber da war es irgendwie klar, ja, ja, okay, Becken musst du selber mitbringen, Snare-Tram auch. Also als wir das mit den anderen Bands geklärt haben, was wir wie scheren und so weiter. und Hocker war immer ein Ding, dass man auf jeden Fall seinen eigenen Hocker hat. Was, wie gesagt, auch für mich irgendwo neu war so. Und genau, bei der ersten Tour war es so, dass ich quasi eine eigene Hardware hatte, die aus Amerika gemietet wurde, die dann bei der ersten Show einfach da war, die aber auch aus Platzgründen, das haben wir vorher alles so ein bisschen koordiniert, die Headliner-Band quasi transportiert hat. Das heißt, an jeder Venue, wo wir ankamen, Da stand immer so eine rote Kiste, wo meine Hardware drin war und alles andere hatten wir dabei. Und bei der zweiten Tour haben wir alles komplett geteilt, außer wieder meine Becken, meinen Hocker, meine Snare und meine Fußmaschine. Und ich hatte so einen Koffer dabei, einmal so kein cooles Pelikase, sondern einfach einen super alten blauen Reisekoffer von meinem Dad, wo ich einen Snare-Tram reingepackt habe. Den Hocker, meine Sticktasche, In-Ears, noch ein Fell und dann ansonsten noch ein Hardcase für die Becken, so ein Rolli. Und das war so mein Kram und ansonsten, was auch für mich neu war, für vier Wochen Handgepäck. Also sieben Kilo, einen kleinen Koffer und einen Rucksack für Klamotten, was für mich eine Aufgabe war auf jeden Fall. Genau, und ansonsten haben wir uns das so da ein bisschen aufgeteilt. Lass uns das jetzt mal leider ein bisschen entklorifizieren. Ihr wart ja, wenn einfach die Leute da draußen wissen, was wirklich passiert. Die US-Tour klingt ja erstmal mega toll. Und ich glaube, da sind jetzt viele draußen, die auch sagen, das würde ich auch gerne machen. Das ist eine bestimmte Wahnsinnserfahrung. Aber ihr seid kein großer Pop-Act. Das heißt, wir haben es eben schon gehört, ihr wart nicht in Erst-First-Class-Hotels unterwegs, sondern im Prinzip in einem kleinen Van, in dem ihr, glaube ich, auch wenn ich das teilweise richtig gesehen habe, auf Social Media auch übernachtet habt und dort euren Alltag verbracht habt, sag ich mal. Und jetzt hast du ja schon gesagt, es wurde ja viel Material geteilt, das heißt viele Instrumente. Wie sieht es aus? Gab es dann Backliner oder Stage Chains, die euch geholfen haben? Musstet ihr alles selbst immer aufbauen und abbauen? Nimm uns da jetzt mal mit auf so einen Alltag. Das heißt, wie sah das? Ich meine, zweimal zwei Wochen ist auch extremst lange. dann für so kleine Venues natürlich dann auch und viel Fahrerei, gerade in den USA. Du sagst es, von Kanada bis zum Süden der USA, von West bis Ostküste. Ich will gar nicht wissen, wie viele tausende Kilometer ihr da rumgeheizt seid. 11.000. 11.000. Das ist unfassbar. Also nehmen wir uns mal mit in so einen Alltag, falls es überhaupt geht. Oder ist es irgendwann Alltag? Am Anfang ist es wahrscheinlich alles super neu. Und ist es dann nach der ersten Woche so, okay, kenne ich jetzt schon, ist ein anderer Ort, aber sonst ist alles gleich. Wie sieht es aus? Also wir sind angekommen oder womit wir unterwegs waren, war ein RV. Das bedeutet so ein Camper, wo insgesamt sechs Leute schlafen können. Und es ist wirklich so ein typisch amerikanischer, wie ein Breaking Bad Wohnmobil. Ein bisschen kleiner, aber hinten Doppelbereifung und so ein Ford 450 irgendwas, so ein Übermotor. Und wir kamen quasi an, in Washington DC sind wir gelandet. Haben dann den Camper abgeholt bzw. Turm-Entspendt hat den Camper abgeholt, hat uns dann abgeholt. Beziehungsweise das war der Plan. In der Realität haben wir noch eine Nacht in einem Hotel geschlafen, weil die Abholung mit dem Camper nicht richtig funktioniert. Natürlich, irgendwas passiert dann immer anders. Und dann war eigentlich der Plan, dass wir in Baltimore die erste Show haben und auch in Baltimore in so einem Studio, dass wir da nochmal eine Produktionsprobe machen. Und gleichzeitig einen Tag vor Abflug hatten wir noch eine Probe hier in Hamburg. Und das ist sowieso auch nochmal so ein Ding, wir haben nie geprobt. Also die proben quasi nicht und ich habe eine Probe gehabt, glaube ich, vor den Auftritten, die ich mit denen hatte. Danach dann auch ein bisschen ein anderes Set und so weiter. Keine Proben, bis einen Tag vor dem wir geflogen sind. Was super intensiv war und völlig quatschig, aber, So ist das dann. Genau, dann kamen wir in Washington DC an, haben da eine Nacht geschlafen, dann kam der Camper. Dann haben wir da alles eingeladen, haben irgendwie so ein bisschen Bettenaufteilung gemacht, wer steht wo. Mich quasi neu eingeführt, die hatten ja quasi schon ein System, aber wo wird was untergebracht. Und auch da, um sich das so ein bisschen vorzustellen, es ist zwar ja ein Camper, der auch eine Toilette hat, der hat auch eine Dusche. Aber sechs Leute ist eigentlich glaube ich die Idee von dem Camper oder von den Leuten, die das vermieten, das war jetzt Cruise America, so heißt das, sind sechs Leute eigentlich eine Familie, also Kinder mit vielleicht zwei Erwachsenen, und man kann zwei Leute können über der Fahrerkabine schlafen also so ein typisches Teil, was über dem Fahrerhaus oben so einen Aufbau hat, nochmal da schlafen zwei Leute, dann in der Mitte, wo wo so ein Tisch ist mit einer Sitzbarank und gegenüber ist eine Couch. Die beiden kann man jeweils umklappen, beziehungsweise den Tisch runter bauen, die Polster ändern, anders positionieren, dass man da jeweils auch nochmal zwei Schlafplätze hat. Und ganz hinten im Camper ist nochmal so ein relativ gutes Bett eigentlich, wo auch zwei Leute schlafen können. Und auf dem Weg nach hinten ins Schlafzimmer gibt es dann rechts eine Toilette und links eine Dusche. Und hinten unter dem Schlafzimmer quasi ist komplett so ein Lagerraum, so eine Fläche, wo wir das ganze Equipment reingepackt haben und Merch. Und Merch beispielsweise kam auch aus den USA. Also da haben die einen Vertrieb, wo man es dann auf dem Weg zur Show noch abholt. Und auch da es war super voll gepackt und was dann quasi bedeutet, dass die Dusche der Lagerraum für die Stage-Outfits und für das Handgepäck ist. Das heißt, wir haben keine Dusche. Sondern das ist Storage. Ähm, Und ich habe das Bett gehabt, was quasi neben der Küchenzeile Tisch und Sitzbänke waren, was man dann so umbauen konnte zum Schlafen. Was auch bedeutet, dass man tagsüber quasi kein Bett hat. Oder man hat ja keinen Raum oder irgendwas. Und genau, da hatten wir noch eine Produktionsprobe, wie gesagt, einen Tag vor der Show. In Baltimore haben wir geschlafen, auch da das Schlafen. Eigentlich immer, kann man sich vorstellen, man spielt eine Show oder man hat die Probe, wie auch immer. Und dann fährt man danach vielleicht nochmal eine Stunde oder zwei. Man ist ja sowieso irgendwie unter Strom und könnte wahrscheinlich jetzt nicht direkt schlafen. Von daher nutzt man die Zeit und fährt direkt. Und wir haben eigentlich 80, 90 Prozent der Zeit bei Laufs oder Pilot. Das sind so Ketten, die Truckstops haben, so Rasthöfe. Und haben da dann geschlafen. Weil man könnte natürlich sagen, warum schlaft ihr nicht in einem Nationalpark oder auf einem wunderschönen Campingplatz oder was auch immer. Wo ich auch dachte, das könnte man ja eigentlich machen. Vielleicht wäre das doch ein Ausgaben. Das wäre ja ganz schön. Aber in der Realität ist es natürlich ganz anders, weil wenn man nachts nach der Show losfährt, kommt man um eins, zwei, drei irgendwo an, wo man schlafen kann. Die meisten Campingplätze haben dann zu und man kann nicht mehr rein, müsste vorher reservieren. Du weißt ja aber nicht genau, wie weit wer noch fahren will. Von Tag zu Tag haben wir abgesprochen, wer fährt nach der Show und wie richtet man sich dann darauf ein. Und wenn man irgendwo schlafen will, wo es super schön ist, an einem See oder in irgendeinem, keine Ahnung, Nationalpark, dann darfst du da keinen Generator anhaben. Und das Wohnmobil hat natürlich auch einen Generator, sodass wir irgendwie Strom haben und eine Klimaanlage und alles. Und der ist super laut und den darf man da nicht anmachen. Und ich sag mal, die größte Zeit, die wir da waren, waren es eigentlich immer 25 bis 30 Grad, also super warm und dementsprechend auch super stickig und dementsprechend hatten wir eigentlich immer einen Generator an, plus um irgendwie Laptops, Handys, alles zu laden und so weiter. Und dementsprechend kannst du dann da auch nicht stehen. Das heißt, eigentlich war immer die Wahl, dass man an so einem Truckstop pendt und dann entweder auf ausgezeichneten, Camperplätzen da steht wo Anhänger und große Autos parken können oder wirklich zwischen diesen riesen Trucks, die da auch pennen und dann steht da so ein kleiner Camper und. Und dann haben wir da geschlafen. Und dann, ja, Tentwander. Aber das ist, ich meine, so ein Tri-Sport hat nur den Vorteil, dass er da dann auch eine Dusche ist, wahrscheinlich immer noch nutzen kann. Im Nationalpark kannst du in den See hüpfen halt, ist aber wahrscheinlich auch nicht so richtig geil. Ist natürlich wahrscheinlich einfach praktische, wie du schon beschreibst gerade, ist es einfach eine praktische Angelegenheit dann, ne? Ja, total. Ich denke mal, was auch wichtig ist, was viele Leute auch nicht kennen, die noch nie eine Nightliner-Tour oder so gemacht haben, auch das Toilette-Gehen ist ja gar nicht so einfach. Und von daher ist mit dem Truckstopp, wenn du dann oder so einen Diner irgendwo in der Nähe hast, ist ja doch angenehmer, weil so kenne ich das nur von Nightliner Touren. Klein ist eventuell noch erlaubt, aber groß und das hört sich alles so lustig an, aber das ist, wenn du so gerade so zwei Wochen, drei Wochen unterwegs bist, auch auf so engen Raum, das ist nicht ganz so einfach immer. Ja, definitiv. Also das ist ein Riesenpunkt. Klo Nummer 1 geht, Nummer 2 geht nicht. Und Duschen, wie gesagt, hatten wir schon, geht auch nicht in einem Camper, weil in der Realität räumt man nicht jedes Mal alles Gepäck raus und auch alle Sachen, die da hängen oder da trocknen sollen. Und deswegen war es dann immer so ein Truckstop, da ist es so, dass eine Dusche zwischen 17 und 20 Dollar kostet, also auch relativ teuer das machst du jetzt nicht jeden Abend, weswegen wir, das in der Regel so gemacht haben das ging meistens, dass man in so Teams, sag ich mal, sich zusammentut, wer will duschen, dann holst du eine Dusche, dann geht der eine rein dann gibt es einen fliegenden Wechsel und man skippt quasi ähm, eine Dusche extra zu holen nochmal. Und das ist auch eigentlich die einzige, das kommt auch dazu, glaube ich, wenn man sich dazu vorstellt, dass es natürlich alles total cool ist und total aufregend, aber dass nachts an einem Truckstop, irgendwo, wo es auch wirklich, also alles voll mit Smog und LKWs, die super laut sind und nicht der schönste Ort, um zu schlafen, da ist der einzige Ort, wo man irgendwie alleine ist. Und gleichzeitig durch die Zeitverschiebung auch der einzige Ort eigentlich, wo du in Ruhe mit Freunden und Family irgendwie telefonieren kannst und so Zeit für dich hast. Und dann da eine Dusche zu haben ist super geil auf jeden Fall und war super wichtig für uns. Also das war eigentlich so die einzige Zeit, wo man in Ruhe aufs Klo gehen konnte, nicht auf irgendeiner öffentlichen Toilette oder Venue-Toilette oder unterwegs, wenn man durch die Stadt gelaufen ist irgendwo, sondern ein eigenes Klo und eine eigene Dusche. Ja, und so eigene Zeit, je nachdem, was dann da auf hat, was dann da ist, wo man essen gehen kann. Also das Beste war eigentlich immer Subway, so auch von der Qualität und von, dass du nicht irgendwie nur Burger isst oder sowas. Und was für mich irgendwie super wichtig ist, ich glaube, das ist ja jeder anders, aber ich esse super gerne alleine und schalte dabei irgendwie ab und habe für mich so ein kleines Dinner und gucke dann was oder höre irgendwie was und das war da dann so die Zeit. Aber da hängst du dann halt nachts um halb vier alleine in einem Subway an einem Truckstop oder auf dem Parkplatz. Also ich glaube, das darf man wirklich nicht unterschätzen. Mit sechs erwachsenen Menschen auf so engem Raum, das ist echt schon eine Ansage. Vier Wochen. Vier Wochen, genau. Das ist Wahnsinn. Und so viel Zeit miteinander zu verbringen, da kann ich mir vorstellen, dass dann doch so ein bisschen die Sehnsucht, ich will einfach mal ganz kurz für mich Privatsphäre haben, mal einmal kurz alleine sein. Echt enorm wichtig. Das unterschätzt man, glaube ich. Das hört sich immer so wahnsinnig toller. Ich habe aber noch eine andere Frage. Meine Frage war noch nicht ganz fertig beantwortet. Wir haben schon geklärt, ja, sorry, aber ich muss ja investigativ wieder nachfragen. Nach der Show seid ihr also nochmal weiter losgefahren, weil ihr unter Strom, du hast gesagt, du bist um halb vier manchmal essen gegangen, dann in der Nacht sozusagen. Wann seid ihr ungefähr bei den Venues angekommen? Wie gesagt, musstet ihr dann selbst auf- und abbauen alles? Und da gab es eine Backline. Also wie war das dann vor Ort? Ihr seid natürlich viel gefahren, 11.000 Kilometer in den USA, davon ja auch nicht 200, mit dem Camper sowieso nicht Gurken, sondern man ist ja relativ beschaulich unterwegs, man ist also sehr viel auf der Straße. Aber wie war das dann? Ihr seid angekommen, wie ging es dann weiter? Da kommt es ja immer drauf an, in welchem Slot man spielt. So, ne? Und bei der ersten Tour waren wir der erste Support, also haben ganz am Anfang gespielt, was auch bedeutet, dass man als allerletzt Soundtrack macht und die Sachen stehen lassen kann, was ja irgendwie für und wieder ist, aber das war ganz gut in dem Fall. Das heißt, da hatten wir eigentlich immer relativ viel Zeit. Ich glaube, Get-In war so um 15 Uhr ungefähr, also um drei. Was auch eigentlich immer so gepasst hat. Bis wir dann einladen konnten, war es irgendwie 16 Uhr. Soundcheck war dann meistens so um 17 Uhr, 17.30 Uhr. Es gab keine Hands oder Backline oder irgendwas. Außer, ich meine, die Backline, die natürlich standen, also ich habe das Schlagzeug von den anderen benutzt und musste dann nur meine Hardware und meine Snare und Hocker-Fußmaschinen ETC aufbauen. Aber das alles komplett selber und mit so einem Hemper irgendwo in Brooklyn oder Philadelphia oder wo auch immer vorzufahren und da auszuladen, ist auf jeden Fall auch eine Aufgabe und super anstrengend. Also auch da, natürlich hat man irgendwie so Aufgabenteilungen und die, die fahren, können dann einmal kurz chillen und irgendwie ankommen und wir anderen kommen an, sagen kurz weiß ich nicht, 10 Minuten bevor man da ist heißt es okay, gleich Loadout und dann alles so schnell wie möglich machen hochbringen, dann auch da wieder da es ja keine riesen Venues waren haben die keine coolen, Loadwege, wo man irgendwie eben ehrlich rein kann oder Fahrstühle, sondern teilweise durch Treppenhäuser hoch, und wirklich die beschissensten Wege, die man sich vorstellen kann Ähm, gleichzeitig aber da ja den Vorteil, dass ich ja mein Schlagzeug nicht dabei hatte, weswegen das alles relativ human war, so. Ähm, Aber die Racks und Gitarren und Beckenkoffer und was auch immer müssen ja trotzdem dahin. Wie gesagt, das alles komplett alleine gemacht. Wir hatten unseren eigenen FOH dabei. Haben dann einen Soundcheck gemacht und hatten dann ja immer nochmal so eine Stunde, ungefähr eineinhalb maximal Zeit und haben in der Zeit dann gegessen oder irgendwie aufgewärmt, vorbereitet, auch wieder da im Camper. Was ein großer Vorteil war, weil wir waren die einzige Band von allen, also von der gesamten vierwöchigen Tour, die so einen Camper hatten. Alle anderen hatten wirklich Vans oder Sprinter. Haben dementsprechend, haben die anderen Bands dann auch den Green Room, also den Backstage für sich beansprucht oder was heißt beantwortet. Wir konnten da gerne hin, aber wir haben gesagt, das ist ja okay, dann kann man auch einfach bei uns drin schillen. Und genau, das heißt eigentlich da vorbereiten, da warm machen, Dann wieder rein in die Venue und danach selber abbauen, selber alles machen, gleichzeitig je nach Venue aber auch warten, bis die fertig sind, weil das alles so eng gepackt war, dass man jetzt nicht abbaut, wenn die andere Band spielt. Und dann hinterher, je nachdem, wie der Load war, hatten wir irgendwann auch so ein System, dass die Merchboxen zuerst reinkamen, weswegen man sowieso warten musste, bis der Merch abgebaut war, also komplett Ende von dem ganzen Event. Und vorher, wenn man ein bisschen früher ankam, was ja auch ab und zu der Fall war, das war ganz schön. Dann hast du auf jeden Fall, wenn um 16 Uhr Load ist und wenn du irgendwann in der zweiten Woche eh schon weißt, wie ungefähr so die Timings in der Realität laufen, dass man weiß, okay, es langt auch, wenn wir um halb fünf oder viertel vor fünf einladen, weil wir wissen, wie schnell wir sind, hat man auf jeden Fall auch teilweise drei, vier Stunden Zeit gehabt, um in der Stadt rumzulaufen oder irgendein so kleine Touri-Programm zu machen, um mal was zu sehen und irgendwie essen zu gehen oder was mitzunehmen, was man halt so sehen will. Ja, ich möchte einmal kurz eingreifen, weil das möchten bestimmt viele wissen, bevor wir nochmal auf den Alltag gleich weiterkommen. Ihr habt gesagt, vor der Tour hast du einmal geprobt. Das heißt, wie hast du dich vorbereitet? Hast du die Songs bekommen? Spielt man die live genauso wie auf Platte? Oder hast du dir Notizen gemacht? Und du hast gesagt In-Ear. Das heißt, habt ihr mit In-Ear gespielt? Oder spielst du sogar mit Tracks? Das heißt, laufen Tracks mit, was ja heute gang und gäbe ist? Oder ist es komplett light? Oder wieso In-Ear? Berichte da mal kurz. Ich denke mal, das hast du eben erzählt. Und viele werden, wie, der hat jetzt nur einmal geprobt und dann geht es auf die Bühne. Das ist ja jetzt kein normaler Künstlerbegleitekt, wie Timo und ich das häufiger machen. Das heißt, wie hast du dich denn da vorbereitet? Also ich wusste es ja, oder ich habe den anderen gesagt, dass ich das auf jeden Fall so drei, vier Monate vorher wissen muss, weil, ich meine, jetzt Hip-Hop oder Pop, da ist das anders, da kann ich das wesentlich spontaner machen. So wie man das kennt, kannst du das haben? ja, okay, kann ich und man schafft sich das super schnell drauf. Aber da in dem Fall mit Blasbeats und mit irgendwelchen, Und Modulationsgeschichten und Timing und was auch immer. Also das war komplett neu für mich auf jeden Fall und anders schwer. Und ich habe wirklich, glaube ich, drei, vier Monate knapp, habe ich das alleine halt einfach geübt und gehobt, wo auch völlig neue Sachen für mich auf einmal durchkamen. Also beispielsweise von der Double Base, wo ich nicht die super Technik hatte oder keine Erfahrungswerte habe, wie das ist, wenn ich jeden Tag so ein 30, 40 Minuten Set spiele, was so intensiv ist, dass ich auf einmal gemerkt habe, dass ich da körperlich einfach total an Grenzen komme. Also, dass ich Sehnscheidentzündungen nacheinander irgendwie hatte in den Unterarmen, weil es so intensiv ist. Gleichzeitig die Blaspeats, je nachdem, wenn du noch nicht weißt, wie willst du die machen, machst du Gravity Blas oder machst du mit den Fingern oder mit dem Handgelenk. Gleichzeitig ist mein Körper irgendwie überhaupt kein Schlagzeugerkörper. Ich habe unfassbar dünne Handgelenke und dünne Ärmchen, was total scheiße ist. Das ist wirklich einfach... Ich bin quasi nicht dafür gemacht, habe ich das Gefühl. Wie geil. Ja, das ist wirklich kacke. Wenn ich mir andere Schlagzeuge angucke, was das für Finger sind. Und ich bin... Und gerade in dem Metal-Bereich wurde die teilweise... Also, das ist verrückt. Und dann komme ich da an. Ja. Und ich bin tatsächlich ins Fitnessstudio gegangen für diese Band also ich bin auch ansonsten ins Fitnessstudio gegangen aber ich habe, dafür habe ich meine Hüfte trainiert meine Beine trainiert weil ich gemerkt habe, dass ich nachdem ich das Set gespielt habe und es war wirklich so am Anfang, als ich das gelernt habe und ich habe es, oder da komme ich gleich drauf zu, wie ich das gelernt habe mit Ine und so weiter aber irgendwann war ich an dem Punkt, wo ich das Set gespielt habe Und gemerkt habe, dass wenn ich das Set einmal spiele, habe ich danach, ihr kennt das wahrscheinlich, wenn die Sehen so Schläge geben und es wie Elektroschocks ist, habe ich das in den Armen und meine Hüfte tut weh und meine Knie tun weh. Und ich habe gemerkt, ich mache mich komplett kaputt. Also es funktioniert absolut gar nicht, wenn ich das jeden Abend machen soll. Und dementsprechend habe ich das alles trainiert und explizit die Bereiche irgendwie trainiert und so Aufwärmen, Übungen, mich damit auseinandergesetzt, wie kann ich meine Knie mobilisieren, wie sitze ich besser, damit das nicht mehr so passiert. Lauter so ein Kram und bin dann irgendwann an das Pendeln gekommen, dass ich gemerkt habe, okay, ich kann es jetzt am Abend viermal hintereinander durchspielen und es ist okay. Und das hat auf jeden Fall insgesamt drei bis vier Monate gedauert. Und geübt habe ich das mit, erstmal einfach nur mit den Songs, weil, wie es immer so ist, bis wirklich alles vorbereitet ist und bis du wirklich die Sessions hast und was auch immer, heißt es, ja, ja, ich schick dir erstmal einfach die Setlist, hör mal, ist in der Regel eigentlich alles gleich. Was dann hinterher vielleicht ein bisschen anders ist, aber erstmals ist es ungefähr das. Und ich habe einfach nur zu den Songs gespielt. Und dann habe ich irgendwann die Tracks bekommen und das ist auch so, wie wir live gespielt haben. Ganz viele oder alle Sample-Sachen und so ein bisschen Backings oder zweite Gitarren kommen vom Band. Und habe ich auch auf dem In-Year, genauso mit Klick, so richtige Cues, wie ich im Pop daran gewöhnt war, dass eigentlich alles gecountet wird und Verse, Two, Three, Four und was auch immer für News da sind, gibt es da nicht. Es gab nur Klicks für Headbang, wann es Sinn macht, dass Digitalisten vorne runter gehen, so ungefähr. Das gab es an Koordination. Ansonsten geht Klick einfach nur durch. Und dann halt natürlich die ganzen Intros und Autos, die da ja irgendwie auch durch so eine Show führen, dass ich die halt kenne und so Interludes. Und dann habe ich dazu gespielt und das damit geübt. Und dann einmal mit der Band. Vielleicht einfach nochmal für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Wenn du einen Support machst, dann spielt man nicht eine Stunde oder anderthalb Stunde, sondern man spielt in der Regel zwischen 30 und 40 Minuten ist so ein Set. Mit wie vielen Bands wart ihr denn unterwegs? Warst du eben gesagt, die erste, das heißt, die war mit mindestens, so wie ich jetzt heraus, mindestens mit drei Bands auf der Bühne dann, oder wie war das? Ja genau, also drei waren es immer. Bei den ersten zwei Wochen waren wir, danach Hawk, danach Future Palace, also insgesamt drei Bands. Und bei der zweiten Tour war es so, dass wir auch mit drei Bands waren. Da waren wir aber Direct Support, also wir waren einst vorm Headliner. Da war es aber so, dass es immer so war, dass der Promoter von vor Ort noch zwei oder drei Bands eingeladen hat. Das heißt, da waren wir sechs Bands teilweise. Sechs Bands, okay. Ja, das ist auch, was ich neu gelernt habe im Metal, dass es anders läuft. Und das auch wesentlich kompromissloser ist von, wo passt denn ein Schlagzeug hin? Ja, vorne in die Mitte. Dann kann der Sänger da halt nicht stehen. Dann steht da halt ein Schlagzeug oder irgendwo am Rand oder du hast aufgebaut und es ist so, hey, hinter steht das Headliner Schlagzeug. Ja, schieben wir kurz zur Seite. Und dann wird das dann also ganz willig und ganz anders. Ja, aber da waren es teilweise sechs Bands. Ja. Also ich muss erst mal sagen, ich beeindrucke die Lernkurve, die du dann in drei Monaten gemacht hast. Also auch deinen Körper kennenzulernen, wie wichtig das tatsächlich ist, wenn man so High-Energy-Musik auch macht. Das ist ja schon was anderes, hast du ja selbst gesagt, als ein Pop-Act zu spielen beispielsweise, weil es einfach körperlich viel anspruchsvoller ist oder viel intensiver, sage ich mal lieber. Das war ja die körperliche Herausforderung. Jetzt wirklich, weil du eben den Touralltag beschrieben hast, das klingt jetzt auch nicht nach Urlaub, sondern das klingt nach Stress. Du bist viel unterwegs, du kommst an, du musst laden, du musst schleppen, du hast im Prinzip wenig Schlaf, du bist mit vielen Leuten auf engen Raum. Was war für dich so, du hast es glaube ich schon kurz angedeutet, aber trotzdem nochmal vielleicht noch ein bisschen herauskitzeln, was war für dich so eigentlich die... Die kopfmäßig anstrengendste Sache, was hat für dich quasi psychisch am meisten gefordert auf der Tour? Also ich glaube, oder was auf jeden Fall ein Riesending war, was ich gelernt habe, war, dass ich eigentlich bin ich super geladen mit Energie und auch Social Battery mäßig und irgendwie Connecten oder Networken, Leute kennenlernen, was auch immer, Fällt mir relativ leicht und mag ich super gerne. Und es gab vorher eigentlich selten den Moment, wo ich gesagt habe, oh nee, ich habe keine Lust mehr, ich brauche Zeit für mich oder ich will nicht mehr oder das ist jetzt zu viel. Ich bekomme eher Energie, wenn ich mit Leuten rede. So, mir gibt es total viel. Und da habe ich, glaube ich, so in der dritten Woche, Mitte, dritte Woche ungefähr, habe ich irgendwann gemerkt, dass... Dass ich keine Lust mehr habe. Also dass ich Lust habe, natürlich. Und dass dann so dieser Zwiespalt auf einmal entsteht von, ich habe gerade gar keine Lust. Und ich habe auch keine Lust, eine Show zu spielen. Aber um Gottes Willen, wir sind irgendwo in, keine Ahnung wo, in Texas. Und natürlich ist das halt Traum. Es ist alles gut. Es ist cool, hier zu spielen. Aber eigentlich habe ich keine Lust. Und vor allem auch dieses Social Battery-mäßige von, die ganze Zeit triffst du neue Leute. Und alle sind auch super nett. und man will miteinander eine gute Zeit haben, deswegen alle auch nett miteinander umgehen und hier noch irgendwie kurz reden, ach cool, und wie machst du das, ja, und ach da, und lieb sein halt einfach, was ja super wichtig ist auf so Natur, damit man irgendwie nicht mit Arschlöckern da rumhängt, dass mir das irgendwann richtig schwer gefallen ist und dass ich da, glaube ich, jetzt auch, ja, dass ich da jetzt auch so ein bisschen anders verstehen kann. Was ich tatsächlich vorher auch mit denen auf Natur hatte, Da haben wir mit einer Band aus Amerika gespielt und da fand ich, also ich habe es nicht gewertet, aber mir ist aufgefallen, dass der Schlagzeuger und einige von der Band wirklich super separiert zum Soundcheck kamen oder den Soundcheck gar nicht gemacht haben, dann zur Show kamen, die ganze Zeit irgendwie AirPods drauf gehabt haben, Kopfhörer und sehr für sich waren und nicht super freudig aussahen. Und auch nicht aussahen, als ob sie gerade super viel Spaß hätten oder Bock hätten, mit uns zu reden. Gleichzeitig gab es auch schon mal die Ansage bei einem anderen Konzert, auch mit einer internationalen Band, dass wir Support gemacht haben und es hieß, ja, wie kam das eigentlich? Ja, es kam so, dass die Headliner-Band quasi gesagt hat, ey, wir brauchen einen Ersatz, weil die andere Support-Band abgesagt hat, ja, was ist euch wichtig? Ja, musikalisch muss passen, ja, und die sollen uns nicht nerven. Die sollen nicht, also die sollen nicht großartig viel quatschen wollen, so ungefähr. Und wo man vielleicht von außen erstmal sagen könnte, ey, ihr seid doch auf Tour, ist doch alles Spaß und warum ist man so distanziert oder warum ist man so reserviert oder so? Und da hat es bei mir auf einmal Klick gemacht, da ich gemerkt habe, ich kann es verstehen, warum man irgendwann sagt, ich habe keinen Bock mit Leuten zu reden und ich habe auch keinen Bock irgendwie neue Freunde kennenzulernen jetzt permanent, wenn du eh schon die ganze Zeit, neue Leute die ganze Zeit kennenlernst, so, dass das irgendwann durch ist und dass man irgendwann keine Lust mehr so richtig darauf hat. Es wirkt immer ein bisschen arrogant, aber ist es gar nicht, sondern will einfach mal ein bisschen abschalten, vielleicht sich auf die Show auch vorbereiten, auch mental, weil wie Timo ja eben auch schon sagt, das ist ja echt, körperlich auch anstrengend und wenn du die ganze Zeit nur mit Leuten aufeinander, ich glaube, das kann man sich auch gar nicht so vorstellen, also mir ist es ja genauso gegangen. Wenn du immer mit Leuten zusammenhängst, auch wenn man noch so ein Social Typ ist, irgendwann willst du einfach deine Ruhe haben, deine Privatsphäre haben und du willst dich von jedem, auch wenn es noch so toll ist und man freut sich ja wirklich, wenn man angesprochen ist, bist du nicht der Schlagzeuger, was machst du oder wie auch immer, aber man freut sich auch manchmal, wenn man einfach mal runterkommen kann, halt irgendwie. Ja, ja. Und das andere... Und das andere noch, wenn man so, ich glaube, das gibt es mit Sicherheit auch bei anderen Jobs oder bei anderen Situationen, die man irgendwie haben kann, beim Reisen oder was auch immer. Aber dieses typische Ding von, was hat man selbst für Grenzen, was hat man selbst für Standards, kann man die auf andere projizieren und immer erwarten von anderen oder auch nicht? Und wo liegt ja das Limit, wo ich was sage und bei welchen Sachen kann ich auch vertragen, dass ich dazu nichts sage und damit einfach jetzt umgehe. Und ich bin zum Beispiel eher so ein super ordentlicher Typ, dass mein Bett ist gemacht, da soll keine Krümmel, da soll auch kein Dreck drauf sein. Ich will nicht, dass sich jemand auf mein Kopfkissen legt. Ich mag das nicht, ich mag das sauer haben und ich will nicht, dass es anders riecht. Und das sind so Sachen, die andere total anders haben, die da gar kein Problem mit haben, die das auch überhaupt nicht sehen. Was gar nicht irgendwie böse gemeint ist, sondern das ist einfach anders. Und gerade wenn man dann auch noch ein Bett hat, wie meins war, was quasi, was für mich im Nachhinein, auch wenn ich vorher darüber nachgesagt hätte, was für mich völlig verrückt klingt, aber mein Bett ist die Stufe für die, die oben schlafen. Das heißt, die laufen über mein Bett nach oben. Und bis ich das klar bekommen habe, dass das erstens halt einfach so ist und dass das jetzt meine Aufgabe sein wird, damit umzugehen, weil was soll ich von denen erwarten? Ich kann jetzt nicht sagen, probiert mal anders da hochzuklettern, könnt ihr nicht bitte einen Klimmzug machen, um da hochzukommen. Sodass es für mich klar war, da vorne diese Ecke, die ist dreckig, in Anführungszeichen, weil da Leute drüber gehen und im Zweifel, wenn die die hochgehen, dann haben die auch noch kurz Schuhe an, was für mich ein Wahnsinn ist. Aber dann ist das so. Das heißt, ich habe angefangen, immer, wenn ich aufgestanden bin, vorne diese Ecke umzukrempeln, sodass da das blanke Polster ist, weil ich weiß, da können die drüber gehen und das ist auch völlig klar, dass sie da drüber gehen. Würde ich ja genauso machen. Und dass ich vielleicht so meinen Bereich in meinem Way ordentlich halten kann oder wenn irgendwer kommt und sich da hinlegt, dass ich auch sagen kann und das auch formuliert habe, dass ich gesagt habe, ich mag das, ich bin ja komisch, ich habe da ein Problem, kannst du die Decke andersrum nehmen und da hinlegen und aber nicht auf mein Kopf kissen, weil das mag ich nicht. Völlig in Ordnung, klar. Und dann nehmen die da Rücksicht drauf und dann machen die das. Muss ich vielleicht immer wieder sagen, weil das in deren Köpfen oder von verschiedenen Leuten einfach nicht präsent ist, was auch völlig okay ist. Und damit umzugehen, dass man da erstens das überhaupt nicht persönlich nimmt, gleichzeitig, aber das auch nicht sein wird, wo sich alle drauf einstellen werden und anpassen werden, sondern dass es so eine Mischung ist von, wie weit halte ich das aus, dass ich mein Bett dann irgendwie so mache, dass ich weiß, es wird irgendwie auch anders genutzt, aber es ist okay für mich, wo ist mein Limit und bei welchen Sachen weiß ich, da muss ich was sagen, weil sonst kriege ich irgendwie einen Groll. Das war super, oder ein ganz neues Learning, womit man umgeht, weil du kannst ja nicht vier Wochen einfach unterdrücken oder so rauslassen, wie du es direkt hättest. Ich glaube, das ist total wichtig, drüber zu reden, gerade auf so engen Rahmen, weil da ist jeder, also ich kenne das ja auch, da ist jeder auch speziell, weil jeder lebt halt anders. Das, was für dich okay ist, muss für den anderen nicht okay sein und umgekehrt, das kann ich mir echt gut vorstellen. Gerade mit sechs Erwachsenen in so einem Van, du kannst nie weg damit. Ich habe jetzt noch eine Frage. Wir hatten vor kurzem mal mit dem Timo und unserem Technik-Experten, den Harry Schubauer, eine Folge über Tracks, wie die dann abgespielt werden. Weil da haben viele Hörerinnen und Hörer nachgefragt, wie funktioniert das? Wie habt ihr das gemacht? Hattet ihr einen Laptop auf der Bühne? Hast du den bedient? Hat den jemand anders bedient? Wie kam das Signal? Na klar, über In-Ear zu dir an. Aber wie war das überhaupt? Einen Soundcheck habt ihr gehabt? Wurde dann alles abgenommen oder hast du nur quasi auf dem In-Ear als Safety die Tracks selber gehabt? Wie lief das? Womit habt ihr die Tracks abgefeuert und wie ist das Prozedere da gewesen? Also eigentlich in den ganzen Popsachen haben wir natürlich irgendwie Abel-Set. Und ist auch, glaube ich, definitiv das Beste, was man machen kann. Würde ich auch nach wie vor so sagen. Und in dem Fall war es jetzt aber über Cubase tatsächlich. Also ihr hattet einen Laptop, ihr hattet jetzt keinen, es gibt ja zum Beispiel bei iSubSignal oder bei Axis sind separate Zuspieler, das ist kein Laptop. Ihr hattet wirklich einen Laptop auf der Bühne? Ja, Laptop und eine Session, wo dann auch die Gitarren und so weiter, alles irgendwie getriggert wurde, mediumisch getriggert wurde, die überspringende Cortex, glaube ich. Und genau übers Quad waren die Gitarren da alles connected und das hat der Gitarrist aber bedient. Also das war nicht bei mir. Ich habe einfach nur meinen Indie bekommen und dann lief die Session eigentlich so durch. Also die ist komplett so gebaut. Also lief das Konzert komplett von vorne bis hinten, war geteimt. Hast du die Band jedes Mal eingezählt oder hattet ihr einen internen Einzähler, dass ihr angefangen seid? Komplett interne Einzähler und auch teilweise Songs, wo der Sänger anfängt beispielsweise oder wo die Gitarre anfängt oder wo wir irgendwie was gebaut haben, dass ich vielleicht einen Schlag mache und dann fängt die Gitarre an oder sowas. Aber eigentlich läuft alles von der Session und ich zähle überhaupt gar nicht ein. Okay. Genau, und intern immer zwei Takt der Einzähler und dann. Wie hast du denn das Publikum wahrgenommen auf der Tour? Also ist das US-Publikum, ich meine, du hast eine sehr große Tour gespielt. Ist das Publikum dort auch von Region zu Region anders? Sind die anders als in Deutschland oder ist das eigentlich, kann man sagen, eigentlich ist der Unterschied nicht spürbar? Wie hast du das so mitbekommen? Also ich glaube, grundsätzlich ist schon mehr oder weniger ähnlich, wie eine Show funktioniert, wie man Leute vielleicht abholen kann und so weiter. Aber was auf jeden Fall so ist, dass die Amis ein bisschen, glaube ich, sich mehr abholen lassen von Show und von Ansagen und Interaktionen, wo, glaube ich, deutsches Publikum schnell in so einen, Cringe-Moment kommt von ich will nicht angesprochen werden, ich will nicht mitinteragieren und ich will auch nicht zu, also, ja, ich will damit nicht interagieren, ich will nicht damit spielen, so richtig. Was da viel besser funktioniert hat und was auch relativ schnell ein Learning war von sag denen, was die tun sollen und dann machen die das in der Regel erstmal. Und für die Hardcore-Shows oder für diese Metal-Shows, dass es nochmal anders ist, also ich glaube, klar, Moshpits und Circlepits, das ist auch in Deutschland auf jeden Fall ein Ding, das ist klar, aber da ist es nochmal definitiv ganz anders, dass es, und das war auch bei jeder Show eigentlich so der Fall, dass es klar ist, dass vorne eine offene Fläche gibt, die nur dafür da ist, um, Zu morschen, zu pugen, Violet Dance, was auch immer. Je nachdem, was mit welcher Tour. Also die erste Tour war ein bisschen mehr Metalcore-lastig. Da war es noch mehr das Ding, dass da vorne wirklich Leute in den ersten Reihen standen, die geguckt haben und einfach standen. Und bei der zweiten Show oder der zweiten Tour war es so, dass wirklich 80 Prozent der Leute standen in einem Halbkreis drumherum. Und vorne, auch direkt vorm Wellenbrecher, war niemand. Da war gar nichts. und das war nur der Platz, um sich zu hauen, so ungefähr und komplett wirklich auszurasten. Und das ist, glaube ich, so ein Szene-Ding, aber das ist trotzdem auch in Deutschland bei den Shows anders. Also wo dann vielleicht im Song, wenn die Energie da ist, wird der Platz aufgemacht und alle wissen, jetzt gehen wir irgendwie weg, die, die keinen Bock drauf haben, gehen weg und die, die Bock drauf haben, bleiben da. Aber da war es schon so, es ist ganz klar, dass da niemand reingeht. Und nur die, die das wollen. Das war anders. Sag doch mal, so Biggest Fail, was ist so Unglaubliches passiert in Amerika? Machen wir mal erst in Amerika, ich habe nur so ein, zwei andere kleine Sachen, die ich so mitgekriegt auf Social Media, die jetzt nichts mit Half-Me zu tun haben, aber wir bleiben mal erstmal bei Amerika. Was ist da denn so, oder wo du sagst, das war einfach unglaublich und da meinst, und dann vielleicht auch ein Erlebnis, wo du sagst, boah, das brauchst du echt nicht wieder. Ist schwierig, glaube ich, aber trotzdem. Überleg mal. Ja, ja. Also ich bin bei der letzten Show, bin ich wirklich einmal rausgeflogen, was glaube ich so ein typisches Ding ist, wenn man so sehr das Set spielt und so drin ist, dass man sich so wohl fühlt, dass man sagt, boah, ich mache das jetzt einfach anders. Ich fühle es heute anders. Und dann habe ich das Phil anders gemacht und habe es quasi beim ersten Mal gemacht, wie ich es beim zweiten Mal mache. Da sind ja die Songstrukturen auch völlig unterschiedlich so. Und da passieren Sachen, die passieren nur einmal im Song, dann passieren die vielleicht nochmal, aber in einem anderen Taktat oder was auch immer so. Und dann dachte ich, oh nee, der kommt auch geil, dann mache ich jetzt das Phil. Und es war der zweite Song bei der letzten Show. Und dann habe ich das Phil gemacht und dann ist mir schon währenddessen, während ich das gemacht habe, habe ich gemerkt, das war länger. Das war, ich glaube, ich habe eineinhalb Takte das Fill gemacht, was auch beim zweiten Mal so ist. Beim ersten Mal ist aber nur ein Takt oder ist nur ein halber Takt. Einen halben Takt habe ich verschluckt, dann habe ich gespielt und ich habe gemerkt, scheiße. Ich habe die Ausfahrt verpasst. Das ist hier Quatsch. Das ist großer Quatsch. Dann kam das zweite Fill, dann habe ich das Fill gemacht. Da, wo ich dachte, das war, habe ich schon gemerkt, das passt nicht. Dann wusste ich, gleich kommt der Refrain und ich wusste, jetzt wird der Moment kommen, wo der Bassdrop kommt und alle fangen an und ich werde nicht da sein. Ich werde woanders sein. Und das war ganz groß unangenehm. Und dann sitzt du da und ich dachte mir, scheiße, gleich kommst. Und dann kamst du auf einmal aus der Ecke gesprungen. Und dann... Ist man am Schwimmen und findet wieder zu sich. Also es ging, wem fällt das dann auf? Keine Ahnung. Ist auch egal. Aber das war so ein Moment, wo ich mir dachte, bleib einfach bei dem, wie du es machst und nicht durch irgendwie Sicherheit und Spaß und ach, der geht glaube ich auf, ich mache den so. Einfach nicht machen. Also jedenfalls vielleicht nicht da. Hättet ihr denn eine Ausfahrt? Ich glaube, das ist allem, aber hättet ihr denn eine Ausfahrt? Weil du sagst, die ganze Show ist ja durchprogrammiert. Das heißt, es ist egal, ob 30 oder 40 Minuten. Die ist einmal gestartet und dann läuft sie durch. Gibt es denn da eine Ausfahrt? Du hast es eben so genannt. Ausfahrt ist ein schönes Wort dafür. Wenn mal wirklich alles den Bach runtergeht? Ich meine, kann ja mal passieren. Klar, ja. In dem Fall jetzt nicht, weil alles lief ja. Und alles war auch, alle waren da. Ich war nicht da. Und das ist dann quasi, klar, mein Problem. Wir hatten aber auf jeden Fall in Schweden bei dem einen Festival, was für mich das erste Festival mit dem war, war so ein ganz, ganz klassischer Fehler, dass wir vorher einen Breakdown geübt haben, weil der Breakdown live anders ist und der Part, wo es quasi eine Wall of Death geben soll, länger ist als im Originalsong. Und den hatten wir aufs Loop gestellt, damit wir wissen, oder damit ich einfach ein bisschen üben kann, wie mache ich da wieder das Fill-in und wie ist es geil, die Leute anzuheizen, wie soll ich es machen. Das hatten wir als allerletztes in der Probe, sind wir das nochmal durchgegangen, Und es wurde vergessen, den Loop auszustellen. Das heißt, der Song ist vorne angefangen. Und als dann der Breakdown kam, ist der Bild ab die ganze Zeit durchgelaufen. Und da war es so, dass ich auch gedacht habe, Moment mal, was passiert hier? Was passiert hier? Und es hat nicht aufgehört. Dann vorne ich Rigi angeguckt, den Gitarristen. Und dann hat er Stopp gedrückt. Und wir haben nur noch mit Roh, Bass, Roh, Einergitarre und Schlagzeug den Song zu Ende gespielt. so, aber das war das Einzige, dass man die Session dann kurz killt und kurz ohne weiterspielt. Ich finde, das ist ja alles nicht schlimm, aber es sind einfach Fehler passieren halt und gerade sowas wie du auch sagst, dass man probt, man vergisst dann den Haken rauszunehmen, den Loophaken oder bestimmte Sachen halt irgendwie, das kann halt immer passieren. Ich finde halt genauso, was du ja auch sagst, ich glaube, das kennen alle Trommender, auch viele Theatertrommender, du spielst die Show tausendmal und bist auf einmal, nicht, weiß ich nicht, bis vielleicht bei der Einkaufsliste, was du noch. Einkaufen musst. Und dann denkst du, scheiße, wo bin ich denn jetzt eigentlich? Obwohl du es tausendmal gespielt hast, du alles auswendig kennst, aber dann auf einmal dieser kleine Blackout-Moment, wo, scheiße, was mache ich jetzt? Ich glaube, das kann es sehen. Wahnsinn. Ich spiele nämlich noch auf einer anderen Seite. Oder Timo, willst du gerade noch zu Amerika? Ich habe noch was anderes. Ich würde sagen, Amerika haben wir eigentlich ganz gut abgefrühstückt, würde ich sagen. Also wir können einfach ein kurzes Fazit sehen. Auf jeden Fall, Zehen, Zehen, Zehen, Zehen, Zehen. Ein Fazit ziehen. Ich glaube, eine geile Erfahrung, aber doch anstrengender, als man es im ersten Moment vielleicht auch denkt. Sowohl körperlich als auch psychisch, definitiv. Ja, aber grandios und Wahnsinn und das sind Erfahrungen, die ich glaube, viele machen wollen. Nicht viele bekommen die Gelegenheit dazu, gerade in US auf Tour zu gehen. Das ist ja schon für Deutsche, finde ich, eine ziemlich außergewöhnliche Sache. Also von daher krass und toll und ja, super. Und ich glaube noch für einige andere auch, um denen jetzt auch mal kurz die Illusionen zu nehmen, ich glaube, man wird kein Multimillionär dadurch, wenn man so eine Tour spielt. Einfach auch, nö. So einfach mal, weil das hört, man denkt ja dann, boah, jetzt Amerika, jetzt ist Wahnsinn. Auch einfach zu sagen, es ist viel einfach Erfahrung und einfach auch ein bisschen die Leidenschaft, die damit einhergewo, wo man einfach sagt, es ist toll, das mal mitgemacht zu haben. Also von daher Chapeau für die ganze Band. Wir verlinken ja nachher noch in den Shownotes auch deinen Insta-Kanal oder auch den Kanal der Band, weil du hast, finde ich, immer so ganz coole Videos, wenn du dann mit einem Roller durch die Stille mit so einem E-Scooter durch die Skatte gedüst bist oder so. Und ich glaube, das sind auch so diese kleinen Fluchten, um weg von der Venue, weg vom Camper zu kommen, einfach dann mal in Anführungszeichen was anderes zu sehen. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig auch nochmal dabei, was wir jetzt gerade gesagt haben. haben. Wenn ich das mit Vollert gemietet. Ja, mega. Ja, ich meine, dann finde ich gut, dass du, du kriegst ja dann ein bisschen Touring noch mehr, weil ich glaube, und das ist ja auch so, ich war in so vielen Städten weltweit und gesehen habe ich eigentlich Stadthallen und Hotels und Restaurants, wenn ich ganz ehrlich bin. Da ist kaum Zeit, dass du jetzt sagst, oh jetzt, du hast vielleicht zwei Stunden Zeit, aber dann fängst du nicht in China auf einmal an, die Stadt zu erkunden. Bei zwei Stunden, da kannst du am Arsch der Welt auf einmal sein, in Anführungszeichen. Du weißt gar nicht mehr, wie du zurückkommen sollst. Oder du bist dann einfach, vielleicht das noch kurz zum Abschluss zu Amerika. Ich finde, selbst heute noch, ich war ja jetzt so ein paar Tage, es schlaucht unheimlich. Sagt euch der Begriff, schlaucht, ich weiß nicht, wie ich es anders sage. Also körperlich, du merkst wirklich, ich glaube auch, wir sind alle fitte Leute, aber es kostet unheimlich Kraft und Energie. und das vier Wochen, Chapeau. Ja, komplett. Mega. Jetzt spiele ich nämlich auf einen ganz anderen lustigen Segen. Und zwar hast du bei den Kaulitz-Brüdern, bei Tokio Hotel, glaube ich, als Support gespielt. Erzähl doch mal die Story selber. Ich habe es schon auf Instagram gesehen, ich fand es mega. Ich fand es so lustig. Ja, wir haben mit Jolle Support bei der... Für 25 Jahre, ich glaube 20 Jahre, Jubiläumsshow von Durch den Monsun gespielt. Und es war in der Wuhlheide in Berlin. Riesenshow bis dato auf jeden Fall oder auch bis jetzt. Meine größte Show war es, was irgendwie Publikumsanzahl und so weiter angeht. Ausverkauft und ganz krass. Und wir, der Direct Support und der einzige Support. Und ich weiß noch, vorher war es auch ganz viel mit Produktion. Kriegen wir das hin mit Schlagzeug? ja, ich dachte mir, ist doch eine Riesenbühne, wo soll denn das Problem sein? Kriegt man doch wahrscheinlich einen Schlagzeug irgendwie vorher noch hin. Und es gibt natürlich diese Vorhänge, die bevor die Hauptbahn spielt, vor dem gesamten Set hängen. Also ein Kabuki, so heißt er. Und ist einfach so ein dünner Vorhang, der quasi das Bühnenbild abschirmt, damit die Fans es noch nicht sehen und damit es die schöne Überraschung gibt, wenn das so typisch runterfällt und auf einmal geht es los. Und die hatten auch schon an der Bühne einen Vorbau dran, damit die Bühne noch größer ist oder noch tiefer ist. Und deswegen hieß es doch, wir kriegen das sehr wahrscheinlich hin und das wird schon gehen. Und beim Aufbau habe ich dann schon gemerkt, ja okay, wie weit kann ich gehen? Ja, geht so. Und wir haben eigentlich immer das Setup, dass ich links stehe oder rechts stehe und auf der anderen Seite steht die Gitarre und Joll ist in der Mitte. Und da gab es ja auch so einen Steg, der ins Publikum ging. Der war jetzt aber nicht vorne so groß, dass man hätte sagen können, man spielt vorne in der Mitte oder so, sondern wir standen hinten und in der Mitte stand Jolle und ich bin ab und zu immer nach vorne entgangen und ich habe mich so positioniert, weil ich dachte doch, dann kann sie vielleicht doch vorbeilaufen oder wenn Kamera oder irgendwelche Leute da vorbeimessen, ich baue so, dass auf jeden Fall vorne noch jemand langlaufen kann und habe mich relativ weit nach hinten an den Vorhang dran gebaut. Und habe dann schon beim Soundcheck gemerkt, dass der Kabuki, also dass der Vorhang immer wieder mal mit so einem Windschwall, weil die ganze Bühne eigentlich durchlässig ist, nach vorne weht und mir ziemlich doll in den Rücken weht oder in mein ganzes Schlagsweg eigentlich weht und dass so ein Vorhang, der halt irgendwie, weiß ich nicht, 10 Meter, 15 Meter hoch ist oder so, dass der auch sich mehr ausdehnt, als man denken würde vielleicht am Anfang. Und das habe ich beim Soundcheck schon gemerkt, dann hieß es, ja, ja, easy, wir befestigen das hin mit Cases, wir machen den, wir strammen den nochmal. Dann hieß es, ja, okay, wir fahren den für eure Show ein bisschen runter, dass er nicht so viel Angriffsfläche bietet. Also da wurde eigentlich schon drauf geachtet und dann haben wir angefangen und es war eigentlich alles gut, aber ich glaube schon im ersten Song, spätestens beim zweiten Song, habe ich hinten gemerkt, wie der unter den Cases rausweht, rausgezogen ist und immer mehr vorne eine Zunge kam. Bei Lolle habe ich so eine Sidesnare an der Seite, die ich super viel spiele, fast mehr als die Matesnare. Und irgendwann ist er dahin gebetet, dann ist mir die Snare umgefallen, während ich gespielt habe. Mein Arm daneben wirklich die ganze Zeit, so kommt dieser Kabuki und drückt mich weg und das war, ich dachte diese Show, wo ich viel überlegt habe, was man wie machen kann und dass alles klappt und dass alles gut ist und so weiter. Und dann kommt das und das war das Unerwartetste überhaupt und gleichzeitig Gleichzeitig ging es auch die gesamte Chance weiter. Also ich habe gemerkt, hinter mir kamen Leute und haben versucht, es auch wieder zu positionieren. Gleichzeitig hatten wir aber keine große Crew und die Crew von Tokio Hotel haben ihre Sachen vorbereitet und gemacht oder Pause gehabt oder was auch immer. Und neben ist die Sub-Gitarre umgefallen, die Antenne ist umgefallen, alles mögliche ist umgefallen, weil dieser Kabuki komplett alles umgeweht hat. Unter anderem, wie gesagt, mich und meine Snare. Und das ist passiert, das war, glaube ich, einer der größten, unerwartesten Fails und Aufgaben, in die man da so reingeschickt wurde. Es ging auch das ganze Konzert so durch. Ich glaube, was man auch unterschätzt, wie viel Kraft auf einmal so Wind hat. Also wie du ja gerade sagst, dein Arm wird richtig, das ist ja nicht nur mal, dass er so zärtlich mal in Anführungszeichen so im Rücken reingeweht wird, so richtig. Ja, du wirst komplett weggeschaut. Ich hab mit meinem Kopf, aber ich versuch den so wegzuhalten und auch natürlich völlig, war das ein Riesenteil halt, ne? Und ich häng da unten mit beim Kopf und versuch den nach hinten zu schützen und dann kommt wieder der Wind von vorne, alles geht nach hinten, du hast Riesenplatz, dann kommt er wieder, dann ist er unten unter den Dingern durch und ist hoch, dann dachte ich, oh nein, das Bühnenbild wird geleakt, das war gerade zwischen den Songs, ich stehe auf, halte den, bekomme nur bei Indie gesagt, nicht dein Job, Maus, setze ich wieder hin. Stimmt, hast ja recht. Mich wieder hingesetzt, da kamen hinten die Leute, haben den festgehalten. Also ging ganz viel ab, was super irritierend war. Krass. Ich glaube, wer das sehen möchte, ich glaube, es gibt zumindest auf deinem Instagram-Account, gibt es einen kurzen Auszug davor, dass man sieht, wie der dir in den Rücken weht. Übrigens möchte ich auch deinen Instagram-Account mal wirklich allen ans Herz legen, weil ich finde, es ist kein, das klingt so ein bisschen seltsam, Aber es ist kein normaler Insta-Account, sondern ich finde, was du machst. Du versuchst wirklich, das etwas anders zu machen als andere. Du postest nicht einfach nur ein Video, sondern bei dir ist es entweder eine richtige geile Story, wo du das auch clever zusammensetzt oder es ist bildlich sehr künstlerisch festgehalten, muss ich sagen. Es ist also wirklich nicht nur nach 15, wo man einfach eine Kamera hinhält, sondern du machst dir echt Gedanken darüber, wie du Sachen präsentierst. Und das finde ich total super. und deswegen möchte ich den Instagram-Account von dir hier allen ans Herz legen. Verlinken wir natürlich, heißt Danski-Drums. Also schaut da auf jeden Fall mal vorbei, weil es ist, wie gesagt, auch wirklich wunderbar anzuschauen, muss ich mal sagen. Oh, Dankeschön. Ich habe letztens gemerkt, dass das zwar ein Schlagzeug-Account ist, aber dass relativ wenig Schlagzeug gespielt wird. Ja, ich glaube, das ist genau das, was Timo nämlich meinte. Das ist jetzt kein typischer Schlagzeug. Bei mir findet es hauptsächlich was nur mit Trommeln. und bei dir ist es eigentlich eher das Gegenteil. Klar, Trommeln kommt auch drin vor, weil es gehört dazu, aber es ist das große Drumherum, was während der Shows passiert. Ja, ich finde, das bist du als Künstler, als künstliches Gesamtbild und das finde ich total geil, muss ich echt sagen. Jetzt ist die US-Tour ja abgeschlossen mit Hafen. Du hast ja schon gesagt, es gibt ja quasi nur einen Zeitvertrag. Wie sieht denn jetzt die nahe Zukunft aus? Was sind die Projekte, die jetzt anstehen? Welche Pläne hast du? Unterrichtest du immer noch aktuell auch an Schulen, privat, online? Was ist so dein aktuelles Leben jetzt quasi? Also jetzt gerade sind in Hamburg Ferien, weswegen das genau gepasst hat, dass ich gesagt habe, okay, ich bin vier Wochen nicht da, ich komme wieder, dann sind Ferien, dann ist auch kein Unterricht. Und da habe ich jetzt ganz liebe Leute, die mich quasi ersetzen und die für mich jetzt da sind. Und am Montag, wir haben ja jetzt auch Montag, genau, also in einer Woche, geht die Europa-Tour los, auch mit Half-Me und dann sind wir wieder vier Wochen unterwegs. Wieder in einem Van diesmal oder wie seid ihr diesmal unterwegs? Nee, Sprinter und Airbnbs, also ein bisschen entspannter. Und natürlich, also wir sind erstmal in Frankreich und in Spanien und dann kommt der Rest von Europa so ein bisschen. Und entspanntere Fahrten, glaube ich, also nicht so lange Fahrten wie da. Macht Sinn, ja. Wahnsinn, Alter. Chapeau, ich ziehe meinen Hut vor dir. Wahnsinn, was du aus dir gemacht hast. Danke. Hör mal, mega, mega vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, für uns und unsere Zuhörer und Zuhörerinnen einfach mal aus deinem Tour-Alltag zu erzählen, weil es ist halt, wie gesagt, man stellt sich das immer so, Wahnsinn, ich bin auf Tour, jetzt bin ich berühmt. Und dann habe ich nur noch den Prosecco quasi in der Hand und es wird mir alles hinterhergetragen, das ist nämlich genau das Ganze. Es ist sehr anstrengend, es ist eine tolle Erfahrung, es macht wunderviel Spaß, denke ich mir, aber es ist auch einfach anstrengend und es ist nicht immer nur, heile Welt, glaube ich, sondern. Viel Einsatz dahinter und auch was du ja gerade, wir beide kennen dich ja ein bisschen, ich finde Wahnsinn, was du für eine Entwicklung durchgemacht hast. Also Timo und ich, wir haben uns hin und wieder immer mal über dich oder, das machen wir eh, wir unterhalten uns immer mal über unsere ehemaligen Studenten und ey, ich ziehe meinen Hut vor dir. Tolle, tolle Karriere gemacht. Ich wünsche dir weiterhin und ich denke mal, Timo sagt gleich auch noch sein Abflussplädoyer. Ganz, ganz, ganz, ganz viel Erfolg weiterhin. Bleib so, wie du bist. Danke, dass du dir für den Podcast Zeit genommen hast und wünsche euch mit all deinen Projekten ganz, ganz viel Erfolg. Danke. Also du hast ja eben gesagt, du hast 2019 quasi an der APG deinen Abschluss gemacht. Das sind jetzt sechs Jahre vergangen. Und ich habe eben auch schon mal, als noch die Kamera, beziehungsweise die Aufnahme noch nicht lief, auch schon gesagt, dass ich merken sollte, wie du dich nochmal in den sechs Jahren entwickelt hast. Also krass, wirklich richtig krass. Also von daher, mach weiter so. Du bist noch jung. Da kann auch echt sehr viel passieren. Hammer. Und was jetzt, ich glaube, im letzten halben Jahr oder Jahr passiert, das ist auch schon enorm viel. Und mach immer weiter so. Und vielleicht hast du noch ein Schlusswort, was du als junger Trummer vielleicht. Jungen Schlagzeugerinnen und Schlagzeugern mit auf den Weg geben willst, wenn sie auch in die Richtung gehen möchten, die du jetzt gegangen bist. Hast du den Barat des Weisen in dem Sinne? Oder als der, der eben den Erfahrungsvorsprung hat, was könntest du jemandem mitgeben, was er vielleicht auf jeden Fall machen sollte oder auch auf keinen Fall machen sollte? Also ich glaube, als ich nach Hamburg gegangen bin, habe ich mir einen Satz so gesagt, den ich verfolgen wollte und den ich auch auf jeden Fall komplett genauso eingehalten habe. Dass ich gesagt habe, dass ich nur noch mit Leuten Musik machen will, die ich mag. Und dass ich auf keinen Fall mit Leuten spielen will, die ich nicht mag. Und es sei denn, es ist das tollste, krasseste, musikalisch erfüllendste Projekt überhaupt. Mit Sicherheit, man kann auch nicht mit allen super, super gut sein, aber dass ich das so ein bisschen nach vorne gestellt habe. Und dass ich gesagt habe, dass ich nur eigentlich mit Leuten Musik machen will, die ich auch mag. Und dass ich mit denen eine gute Zeit haben will. so. Und das glaube ich, dass man irgendwie ehrlich sein muss. Und dass man menschlich, also ich glaube, menschlich ist das Allerwichtigste von allem. Dass man lieb miteinander umgeht. Und sich da irgendwie selber reflektiert und nicht zu ernst nimmt. Perfektes Schlusswort, würde ich sagen. Also ganz viele liebe Grüße nach Hamburg. Weiterhin eine tolle Karriere und ich bin mir sicher, wir laufen uns auf jeden Fall mal wieder über den Weg. Ja, bitte. Daniel, mach's gut. Tschüss. Dankeschön. Ciao. Mach's gut, ihr Lieben. Ciao. Ich hoffe, ihr konntet einiges mitnehmen von den Berichten der US-Tour und ob ihr euch das für euch mal selbst vorstellen könnt, vier Wochen lang mit sechs Kollegen in einem gefühlten Käfig zu verbringen. Also Hut ab, ich kann's mir für mich ehrlich gesagt nicht mehr vorstellen. Das heißt, liebe Deathcore-Leute, ruf mich bitte nicht an, wenn ihr eine US-Tour plant. Aber, was heißt aber? Wir haben noch einiges hier, nachdem wir das schon jetzt hatten, aber wir haben wieder etwas Feedback bekommen von euch und das möchte ich natürlich gerne hier verlesen. Jetzt bin ich gespannt. Moritz schreibt uns, hallo ihr beiden, herzlichen Glückwunsch zu eurem kleinen Jubiläum Nummer 125. Ich bin jetzt wirklich seit Folge 1 dabei und habe es geschafft, fast alle Folgen zeitnah nach erscheinen zu hören. Anfangs hat eine Folge immer ziemlich gut in eine Hin- und Rückfahrt zu meiner Arbeit und zurückgepasst. Da waren es dann immer zwei lange Wochen. Mittlerweile fahre ich viel kürzer und die Folge reicht perfekt bis zur nächsten Folge. Das ist auch mal was Schönes. Ihr macht das super weiter. So viele Grüße heute mal hier bei YouTube. Das hilft dem Algorithmus bestimmt mehr als im Trammerforum. Absolut richtig. Also vielen Dank für die Glückwünsche und hier hat es endlich mal was Positives, dass unsere Folgen leicht länger geworden sind. Scheiße. Ah, ist doch super. Gut, dann haben wir den Chris und der Chris hat quasi eine Empfehlung der Woche für uns und der Chris schreibt, hi, bei einem meiner letzten Gigs hatte ich ein ernstes Klickproblem. Ich nutze auf dem iPhone dafür eine Metronome, weil man dort so schöne Settlisten hinterlegen kann. Durch das Tragen des iPhones in der Hosentasche war im Laufe der Zeit Staub in die Buchse gelangt und das führte im Gig zu Aussetzer des Klicks. Das war nicht lustig, vor allem, wenn es nach acht Takten kurz wieder da war und man wieder nicht exakt auf dem Klick war. Die Lösung ist ein Bluetooth-Receiver mit zweimal Klinkeausgang. Das iPhone wird mit Receiver einfach gekoppelt und es gibt keine Kabelprobleme mehr. 39 Euro beim großen Tee. Grüße Chris. Ich meine, das ist ja wirklich der Super-GAU. Wenn der Klick ausfällt. Und dann wieder einsetzt und man ist halt irgendwie nicht ganz dort gewesen, wo man eigentlich hätte sein sollen. Also toller Tipp und ich meine für 39 Euro auch kein Mega-Invest. Das heißt, wenn alle die mit Klick arbeiten, ist das vielleicht mal einfach ein Check-In wert und der genaue Link ist natürlich in den Show Notes zu finden. Dann haben wir einen Kommentar auch auf unserem YouTube-Kanal gehabt unter einem unserer Videos und dort schreibt uns der etwas kryptische Name, ich muss das kurz selbst nochmal nachschauen, der etwas kryptische Name r.b.1504. Hallo Team Schlagabtausch. Eigentlich schade, dass ihr mit eurem guten Content zu wenig Traffic generiert. Ich glaube, dass es dafür mehrere Gründe gibt. Zum einen liegt es wohl daran, dass ihr nur den deutschsprachigen Raum bedient und der ist nun mal gerade, was das Drumming betrifft, recht klein. Deshalb meine Empfehlung, sprecht Englisch auch gerne mit Untertiteln und ihr werdet die Klicks deutlich erhöhen, weil ihr damit einfach viel mehr Menschen erreicht. Zum anderen seid ihr euch wahrscheinlich nicht bewusst darüber, dass eure Headlines oft nicht mit den Worten Drums, Percussion oder Schlagzeug in Verbindung gebracht werden und ihr in den Suchfunktionen nicht erscheint. Ein englischsprachiger Titel kann mit dem Wort Schlagabtausch keine Verbindung zum Thema Drums herstellen. Und selbst wenn ihr das Wort googelt, kommt irgendwas mit Kampfsport raus. Nutzt doch in euren Headlines mehr Worte, die den Bezug zu dem Thema Drums Percussion deutlich hervorheben. Ich bin sicher, dass euch das langfristigen Erfolg geben wird, den ihr euch mit der Eröffnung des Kanals versprochen habt. Ich hoffe, dass ihr meinen Beitrag als konstruktive Kritik und nicht als Bashing auffasst. Liebe Grüße. Also definitiv kein Bashing, sondern natürlich wahnsinnig super konstruktive Kritik, die wir gerne entgegennehmen und die ich als der, der die Titel irgendwie immer... Sich aus den Fingern saugt, natürlich echt mal berücksichtigen muss. Was das Thema der deutschen Sprache betrifft, ich glaube, da sind wir uns aber einig, wir bleiben deutschsprachig, weil wir für die deutsche Trump-Community was machen möchten und es eben so viele tolle deutsche Kolleginnen und Kollegen gibt, mit denen man sprechen kann, über die man sprechen kann und so viele Veranstaltungen auch. Und ich glaube, dass wir da international. Es auch schwierig haben, es nicht unbedingt schwieriger haben, Aber ich glaube, dass wir gerade mit unserem Ticker auch da die Leute nicht erreichen. Und wenn wir dann Content machen, der zwar englischsprachig ist, aber regional auf den deutschsprachigen Raum bezogen ist, wird uns das wahrscheinlich nicht viel mehr an Abonnentinnen und Abonnenten auf YouTube bringen. Aber mit den Headlines natürlich, klar, da werde ich auf jeden Fall in Angriff nehmen und darauf achten, dass wir SEO-optimierter das Ganze machen. Denn du hast recht, wir haben auf YouTube definitiv noch zu wenig. Da ist noch Luft nach oben. Da ist unfassbar viel. Also wir vermuten und sind uns sicher, dass da sehr viel Luft nach oben noch ist. Also wenn ihr da draußen das auch hört, was uns immer hilft ist, was auch der Moritz richtig verstanden hat, füttert den YouTube-Algorithmus mit Kommentaren, mit Teilen unseres Contents und, und, und. Das hilft einfach uns weiter. Und wenn ihr schon mal dabei seid, trotzdem auch nicht vergessen, wir sind eigentlich auch ein Podcast. Gerne auch auf Apple Music nochmal, auch gerne ein Rating da lassen. Auf Spotify kann man kaum noch nicht raten, aber man kann auch da kommentieren. Also immer schauen, dass wenn ihr was Positives habt oder auch wie gesagt eine konstruktive Kritik, werdet ihr ruhig öffentlich los. Wir stehen dazu und sind auch immer wieder gerne bereit, dann uns zu ändern und auch entsprechend konstruktiv mit dieser Kritik umzugehen. Also, wenn ihr was habt, dann entweder kommentieren, wie schon gerade beschrieben, oder schreibt uns gerne eine E-Mail an schlagabtauschpodcast at gmail.com. Da erreicht ihr uns persönlich. Und ja, wir freuen uns auf den Austausch und freuen uns immer von euch zu hören. Nach dieser illustren Episode fehlen natürlich noch die Chefkoch-Empfehlungen der Woche. Und ich empfehle heute etwas, was schon länger bei mir in meiner Unterrichtstasche liegt. Das habe ich kurz vor den Sommerferien bekommen. Deswegen kommt jetzt erst die Empfehlung dazu, weil ich muss etwas auch im Unterricht natürlich auch anwenden und schauen, wie das Ganze funktioniert. Und zwar empfehle ich heute die Rudibet-Cards. Wer sie noch nicht kennt, der Dirk kennt sie. Er war, glaube ich, auch irgendwo mal involviert in so ein System. Die Rudibet-Cards von RC Schneider aus Nürnberg. Und worum geht es hier aber? Es sind 50 Karten in Karten, größer wie die Uno-Karten oder Spielkarten. Und auf jeder Karte ist ein Rudibet drauf. Das können erst mal die 40 Standard-Rudibets sein. Der hat aber auch fünf Hybrid-Rudiments dazugenommen und fünf Special-Rudiments. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, was der Unterschied zwischen einem Hybrid-Rudiment oder einem Special-Rudiment ist. Aber es ist eben noch um diese 40 Standard-Rudiments erweitert worden. Und das Coole ist, es gibt auch immer noch einen QR-Code mit auf jeder Karte, wo es ein kurzes Erklärvideo gibt, was man dann mit dem Rudiment machen kann zum Beispiel. Ich halte mal so eine Karte rein. Einfach den Single-Stroke-Roll. Kann man das sehen, halbwegs. Vor meinem Gesicht. Ich habe keine Ahnung. Ein bisschen unscharf. man sieht unten auf den QR-Code und dann sieht man, da ist die 1 und auf der Rückseite ist dann eben das Rudiment beschrieben. Und ich finde das im Unterricht eigentlich ganz cool, weil es gibt natürlich oft, natürlich es gibt eine Menge Rudimentbücher, die man benutzen kann. Der Standard ist natürlich Wilcoxen zum Beispiel, aber es gibt natürlich viele andere Literatur dazu noch. Aber du hast halt eben immer in den Übungsstücken direkt in der Regel mehrere Rudiments. Und vielleicht hast du dann vielleicht mal direkt fünf, sechs, sieben Rudiments, die du mit deinen Schülern und Schülern noch gar nicht besprochen hast und hier habe ich die Möglichkeit, individuell einfach mir Übungen zusammen zu mischen, denke ich, okay, mach jetzt mal einen Single Stroke Roll, den machst du vielleicht dreimal, hinten dran hängst du vielleicht einen Five Stroke Roll und dann kann ich die Karten entsprechend hinlegen, und kann so in Echtzeit ganz kurze Übungen machen, um so ein bisschen fit zu bleiben mit dem Thema Rudiments, um das nochmal zu wiederholen, in neue Kontexte zu bringen, ohne dass ich mir dafür jedes Mal eine neue Übung ausdenken muss. Also im Unterrichtsgeschehen sehr schnell und praktisch eingebaut. Und für die fortgeschrittenen Schülerinnen und Schüler ist es natürlich auch super, dass man sagt, okay, als Wiederholung nochmal, ach, was war ich? Ein Pater Flaffler. Oder ich möchte mir selbst jetzt mal eine Übung zusammen mixen, dass man selbst in seinem Übe-Ritual sagt, okay, ich mache das mal fünf Minuten täglich und mische einfach irgendwelche Rudiments und, und, und. Also tolles System, gute Idee. Ich weiß jetzt gar nicht den Preis, aber der wird sehr erschwinglich sein. Da bin ich mir hundertprozentig sicher. Und das ist meine Empfehlung. Die Rudiment Cards von RC Nailer. Von 360 Trumps, so heißt es glaube ich. Genau, 360 Trumps, ja. So heißt die Firma. Firma ist Ein-Mann-Betrieb. So heißt der Ein-Mann-Betrieb quasi. Super Tipp und denkt daran, Weihnachten kommt bestimmt. Und da ist auch eine Sache, die ich diesmal habe und zwar, Die habe ich nicht in meiner Unterrichtstasche gefunden, sondern in meiner Trommelstocktasche und habe die vor kurzem nach langer Zeit mal wieder ausgepackt. Und zwar, das sind von Big Furs die Remix Brushes. Die finde ich echt vom Sound her interessant, weil man kennt ja diese normalen Hot-Rots. Die sind diese Stöckchen, die zusammengebunden sind. Die finde ich immer sehr hart vom Sound. Und dann gibt es natürlich auch Besen. Und das ist eigentlich echt eine witzige Mischung aus beiden. Das sind die Remix-Brushes. Und die haben RM3 heißen die. Und die haben hier auch noch so einen, kann man glaube ich sehen, im Video. Ihr könnt euch das vorstellen, das sind auch wieder so Schaschlickstäbe, sag ich mal dazu, die unten mit so einer Art Schrumpfschlauch, so nennt man das glaube ich, quasi eingefasst werden. Dann habe ich noch so eine Art Gummiring und kann damit die Breite, das heißt, wenn ich den Gummiring nach ganz unten mache, sind sie breit und wenn ich sie nach oben schiebe, Und dann sind die natürlich enger zusammen und damit auch härter und definierter im Sound. Das finde ich eigentlich eine ganz, ganz tolle Idee, wenn man einfach einen neuen Sound haben will. Und ich habe sie vor kurzem, deshalb komme ich da überhaupt wieder draus, ich habe vor kurzem im Gear Check die Ludwig Snare vorgestellt und da schicke ich gleich auch mal einfach so einen 10-sekündigen Schnipsel, aber dann hört die nochmal ganz kurz, die hänge ich gleich einfach mal dran. Und ich fand das vom Sound mega. Ich fand es super, wenn du so Trainbeats spielst oder so leichte Samba-Rhythmen oder auch vielleicht Weihnachtszeit kommt ja, man muss vielleicht in der Kirche spielen und man darf nicht losballern und das ist echt, Besen sind vielleicht zu undefiniert, zu leise, also für ein Zwingpad dann super, aber um reine Grooves finde ich manchmal Besen zu, die geben zu schnell nach und sind zu undefiniert und das ist doch echt mal eine Sache, ihr habt einen schönen Sound, einen weichen Sound. Und checkt den doch mal aus. Das ist also meine Empfehlung der Woche. Remix Brushes von Vic First RM3 und ich habe die neu für mich entdeckt, muss ich sagen. Die gibt es schon länger auf dem Markt, aber ich habe die halt durch den Gearcheck wiedergefunden. Finde ich mega. Sehr interessant. Zu dem Gummi. Da ist ja dieser Gummiring. Der haben auch einige andere Firmen im Programm. Ich verliere den immer. Ja. Ja. Also wenn der weit unten ist, natürlich nicht. Aber sobald du den nach oben schiebst. Und das Interessante ist ja, wenn man den Ding nach oben schiebt, möchte man ja in der Regel wieder ein bisschen fester oder ein bisschen kräftiger schlagen. Und dann hast du natürlich auch mehr Bewegung im Stick drin. Und da habe ich noch keine Lösung gefunden, dass der nicht irgendwann sich einfach mal verdünnisiert nach vorne weg und natürlich nicht mehr auffindbar ist, logischerweise, weil erstmal weißt du nicht, wo du hingeschleudert hast. Und die Bühne ist dunkel. Und die Bühne ist dunkel, der Teppich ist grau oder schwarz und das Ding ist ja auch, der Gummiring ist ja auch schwarz. Du findest es einfach nicht wieder. Und liebe Tram-Industrie, findet doch mal eine Lösung dafür, dass man die Dinger nicht verliert. Das wäre doch mal was, oder? Oder wir müssen die Lösung finden, sie patentieren lassen für viel Geld und dann doch nicht reich werden. Oder wirklich einfach enger machen, weil die sind, also hier auch, habe ich das Gefühl, sehr locker. Und ich glaube, der Ring ist eigentlich eine Nummer zu groß, der könnte kleiner. Aber das ist natürlich, die haben sich ja vielleicht auch was dabei gedacht, was ich nicht verstehe, warum das so ist. Aber ja, stimmt. Und aber eine andere Lösung, die ich auch schon mal genommen habe, ist wirklich einfach ein Gummiband. Das ist dann zwei, dreimal da drum, dann war es wirklich fester und das ist nicht so leicht abgeflitzt. Was ich mir vorstellen könnte, das gibt es ja vielleicht auch so ähnlich wie einen Kabelbinder, aber den man flexibel einstellen kann. So was gibt es ja auch. Dass man das einfach festzieht. Aber da nervt, glaube ich, wenn das Ende übersteht. Ja, du musst dann wie beim Gürtel wieder einstecken. Achso, okay. Aber ist vielleicht wieder zu viel dann, dann hast du vielleicht wieder zu viel Material vorne. Material vorne und du hast Gewicht auch vorne. Dann natürlich die Schlaufe, also das Gürtelding, wo es wieder festgemacht wird. Ja, aber trotzdem. Ah, du Erfinder, du. Oh, Wahnsinn. Wir machen voll die krassen Signature-Produkte, die kein Mensch braucht auf dieser Welt. Sehr geil. Nee, ich habe einen Gummiringer gefunden. Yay. Hervorragend. So, aber das waren unsere Tipps. Diesmal sehr drum-related, muss ich sagen. Das war ja nicht immer so der Fall. Aber Dirk hatte auch schon recht. Weihnachten steht kurz vor der Tür. Vielleicht ist ja das von Dirk, die Remix-Brushes oder mein Vorschlag. Vielleicht was. Ist das beides in Kleinigkeiten? Vielleicht was, was man seinem Schlagzeugkollegen oder seiner Schlagzeugkollegin vielleicht unter den Weihnachtsbaum legen mag. Bam. Liebe Zuschauer und liebe Hörende, das war der 126. Schlagabtausch. Wir hoffen, dass wir diesmal SEO-optimierter unterwegs sind. Um den Algorithmus auf allen Kanälen richtig toll zu füttern. Wenn ihr was habt, ich habe es ja schon gesagt, schreibt uns entweder an schlagabtauschpodcast.gmail.com oder kommentiert fleißig unter unseren Videos oder wo ihr einfach kommentieren könnt. Es erreicht uns bestimmt irgendwie auf allen Kanälen. Empfehlt uns selbstverständlich weiter, weil das hilft uns natürlich umso mehr. Wenn ihr draußen dort unterrichtet, empfehlt doch einfach mal so in einem Nebensatz, unseren Podcasts euren Schülerinnen und Schülern. Vielleicht hat der ein oder andere doch mal Bock, irgendwo reinzuhören oder reinzuschauen. Genau. Ansonsten bleibt uns gewogen, aber der Dirk wird dazu gleich noch das Ganze entsprechend ergänzen. Vielen Dank, dass ihr wieder reingeschaltet habt. Genau. Genau, mir bleibt erst mal geeinigt zu sagen, denn sonst habe ich zu viel gesagt. Und ich gebe natürlich das letzte Wort ab an unseren Senatsvorstehenden, Herrn Dirk. Sehr geil, sehr geil, sehr geil. Ja, ihr Lieben da draußen, eigentlich hat der Timo alles gesagt. Die sind schöne neue Folgen in der Mache, die jetzt bald kommen werden. Und auch nochmal zu dem einen Kollegen, ich weiß ihn gar nicht, der eben sagt, wir werden jetzt demnächst auch mal hin und wieder englischsprachige Interviewpartner haben. Da kommt so einiges Tolles auf uns zu. Dann, wo ich mich drauf freue, Es ist Ende November die Percussion-Kreativ-Tage, wo Timo und ich ja beide sehr rege drin sind. Und wenn ihr auch die Percussion-Community bezeichnet, unterstützen wollt oder einfach vielleicht ihr Lust habt, da mal Mitglied zu werden, vielleicht mitzureden, mitzuarbeiten, gerade ihr jüngeren Trommler und Trommlerinnen. Weil bringt euch doch mal da ein, schaut doch mal nach, Percussion Kreativ ist eine tolle Vereinigung, ist eine tolle Drum Community mit Gleichgesinnten, die euch bestimmt Spaß macht und besonders ihr könnt dort mitgestalten. Ich glaube, das ist eine ganz wichtige Sache, damit wir das nicht nur alle machen, sondern gerade, wo ihr euch wirklich einbringen könnt, was euch am Herzen liegt. Es ist egal, ob ihr Percussionist, Percussionistin, Trommler, Trommlerin seid, egal ob Death-Mettler oder Hardcore-Jazzer, es ist ganz egal. Also wir freuen uns über jeden, über jedes Feedback, über jedes Einbringen in dieser Vereinigung. Von daher auch nochmal so ein kleiner Werbebock am Ende. Und ganz wichtig, ganz wichtig, es wird oft gedacht, Percussion Kreativ wäre nur für Profis, um Himmelsbilden. Nein, Quatsch. Percussion Kreativ ist für alle da, die Stöcke oder sagen wir allgemein auf Dinge draufhauen. Die auf Dinge draufhauen. Boxer ausgeschlossen jetzt, aber die mit Stöcken oder mit den Händen rhythmisch auf Dinge draufhauen. Und es spielt das Niveau keine Rolle, es spielt eure Musikrichtung keine Rolle. Wir sind genauso im klassischen Bereich unterwegs wie im Jazz, Rock und Pop. Das heißt, auch Mallet-Instrumente sind willkommen, Pauken, alles. Das heißt, schaut euch das mal an und in der nächsten Folge, das können wir jetzt auch schon gleich teasern, werden Dirk und ich so ein bisschen über die. Vorbereitung sprechen, die dieses Event mit sich bringt, weil Dirk und ich, also ich war so wahnsinnig und hab gesagt, ich spiel auch noch. Dirk ist das ja gewohnt. Und ich wurde da reingeworfen. Dirk ist das ja gewohnt, dass er sowas macht. Für mich ist das so wie ein Neuland. Und was uns dadurch, was da an Vorbereitung ist und was uns mental da beschäftigt, das machen wir dann in der nächsten Folge, also in Folge 127 Schlagabtausch. Und denkt daran, nächste Woche kann ich auch noch einen Werbeblock machen, kommt dann wieder der neue Ticker. Wo wir euch über die News der Trump-Szene informieren. Da ist auch wieder einiges Interessantes drin. Das kann ich jetzt schon sagen. Aber jetzt habe ich wieder genug geredet. Der Dirk war ja mit seinem Schlussplädoyer eigentlich dran. Genau. Egal. So, ich mache es kurz. Es sind regnerische und stürmische Zeiten da draußen, ihr Lieben. Bleibt uns gewogen. Das hat der Timo eben schon gesagt. Bis zum nächsten Podcast. Wir freuen uns auf euch. Euer Dirk und Timo. Tschüss.