Latest / ntv Wirtschaft / Mega-Geschäft mit Fußballtrikots: Sporthändler hoffen auf WM-Effekt – Verbraucherschützer warnen vor Abzocke
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- Trotz Konsumflaute hoffen Sporthändler auf einen WM-Boom. Bei der Commerzbank sorgt die Unicredit für eine hitzige Hauptversammlung. Und der Führerschein soll günstiger werden. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Obwohl der Konsum schwächelt, hoffen die großen Sporthändler in Deutschland auf einen Umsatzboom durch die Fußball-Weltmeisterschaft. Die WM dürfte die Stimmung beleben und den Verkauf von Trikots und Fanartikeln ankurbeln. Das sagen zumindest die drei großen Anbieter. Intersport, Sport 2000 und Decathlon. Schon zur EM hatten allein die Intersport-Händler eine halbe Million Trikots verkauft. Für die Weltmeisterschaft rechnet das Unternehmen mit ähnlich vielen Trikots. Wer ein Trikot kaufen will, sollte allerdings genau hinschauen. Die Verbraucherzentrale warnt, dass besonders im Netz viele Fälschungen verkauft werden. Wie man die erkennt, hat Gesa Eberl mit Markus Hagge von der Verbraucherzentrale Niedersachsen besprochen. Wenn ich mein Trikot online bestellen will, wie entlarve ich einen Fake-Shop, eine Fake-Seite? Achten Sie, ob ein Impressum vorhanden ist. Achten Sie darauf, kein Impressum ist ein schlechtes Zeichen. Außerdem können Sie den Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen verwenden. Das ist ein kostenfreies Online-Tool, das wir zur Verfügung stellen. Und sollte ich dann ein Trikot erhalten, wie erkenne ich denn ein gefälschtes Trikot? Auch beim Kauf vielleicht? Gut, ein gefälschtes Trikot kann schlechte Qualität haben. Man kann das merken beim Tragen. Es kann auch gut gefälscht sein. Ja, die Kopien werden immer besser. Wo kommen denn die Artikel überhaupt her? Lagiate kommen häufig aus China, muss man sagen. Auch deshalb nochmal der Tipp, achten Sie auf das Impressum. Es kann sein, dass Sie auf einen Fake-Shop hereinfallen, der Geld kassiert und gar keine Ware liefert. Es kann auch sein, dass zwar ein Händler vorhanden ist, der Ware liefert, die aber minderwertig ist und Sachmängel aufweist. Und wie ist die Qualität grundsätzlich? Also sind die Produkte vielleicht auch gefährlich oder belastet? Das kann leider passieren. Für Fälscher gelten natürlich keine Sicherheitsstandards. Man kann nicht davon ausgehen, dass ein Plagiat sicher ist. Es kann sein, dass Fälschungen auch von WM-Trikots tatsächlich giftige Stoffe entfalten. Und wenn ich so ein Trikot erhalte und es womöglich auch gefälscht ist. Droht mir dann eine Strafe? Was mache ich dann? Was stelle ich an? Wenn Sie online ein gefälschtes Trikot kaufen, machen Sie sich nach Deutsch vielleicht noch nicht strafbarer. Sie machen sich aber strafbar, wenn Sie zum Weiterverkauf Trikots erwerben oder auch massenweise Trikots aufkaufen. Und wenn ich die womöglich selber ins Land auch bringen will? Also was droht mir genau? Geldstrafe, Totalverlust, weil es der Zoll einkassiert? Es kann sein, dass Zollgebühren auf Sie zukommen. Das ist leider auch ein Problem. Und letztlich haben Sie wenig von einem gefälschten Trikot. Wenn Sie Originalware bestellen und nur eine Fälschung erhalten, dann haben Sie eben den Wert nicht. Von der Fußball-WM zu einem anderen hitzigen Event. In Wiesbaden hat die Commerzbank zu ihrer Hauptversammlung eingeladen. Dabei ging es vor allem um die Übernahmepläne der italienischen Großbank Unicredit. Die Commerzbank warnt ihre Aktionäre davor, ihre Aktien in Papiere der Großbank umzutauschen. Wer das macht, handele sich erhebliche Risiken ein, heißt es. Doch nicht überall blickt man negativ auf die Pläne. Ulrich Reitz hat auf der Hauptversammlung mit dem Anlegerschützer Klaus Nieding gesprochen. Herr Nieding, der Unikredit will die Commerzbank übernehmen. Das ist eigentlich gut für Aktionäre, weil es den Kurs nach oben treibt, oder? Es treibt den Kurs nach oben und es ist natürlich auch gut vor dem Hintergrund der notwendigen Börsen- und Bankenunion in Europa. Wenn das klappen würde, wenn die Unicredit noch Geld drauflegt, gehen Sie davon aus, dass die Commerzbank dann unter den Hammer kommt? Aus meiner Sicht sind die Türen hier sperrangelweit offen und die Italiener dürften kurz vor der Hauptversammlungsmehrheit sein. Das heißt, im nächsten Jahr ist aus meiner Sicht die Sache hier erledigt. Das ist für die Aktionäre gut, für die Versorgung des deutschen Mittelstands mit Krediten möglicherweise nicht. Die Commerzbank gilt als wichtig. Warum sind Sie da so euphorisch? Nun, ich bin nicht euphorisch, aber man muss den Realitäten ins Auge blicken. Wir reden hier über eine reine Kapitalmarkttransaktion. In dem Moment, wo die Hauptversammlungsmehrheit gesichert ist, wird spätestens im nächsten Jahr der Aufsichtsrat so besetzt, wie die Italiener sich das vorstellen. Und der Aufsichtsrat bestimmt letztlich auch den Vorstand. Zwölf Prozent der Anteile sind beim Bund. Könnte der Bund noch irgendwie beherzter gegen eine solche Übernahme, die droht, angehen? Der Bund hat durch seinen dilettantischen Ausstieg seinerzeit in Zeiten der Ampelkoalition erst die Türen geöffnet für die Italiener. Das hätte man professioneller machen müssen. Jetzt ist im Grunde genommen auch da der Zug abgefahren. Was der Bund natürlich kann, ist für teures Geld noch versuchen, eine Sperrminorität zusammenzusammeln. Aber ob das im Sinne des Steuerzahlers ist, wage ich mal zu bezweifeln. Wäre eine Konsolidierung innerhalb der deutschen Bankenlandschaft sinnvoller, also die Übernahme der Commerzbank durch ein anderes Institut? Nein, das ist ja schon mal geprüft worden von der Deutschen Bank seinerzeit und es ist auch abgewunken worden mit guten Gründen. Da beschäftigen sich dann zwei miteinander die ganze Zeit und die Ausländer freuen sich, die Wettbewerber. Das macht also sicherlich keinen Sinn. Es ist schon sinnvoll, wenn man hier einen grenzüberschreitenden Zusammenschluss prüft, aber auch dafür ist wichtig, man darf nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Wir brauchen das Regularium, um im Falle eines Falles solche Großbanken auch abwickeln zu können und das haben wir in Europa noch nicht. Sie haben lange pro Finanzplatz Frankfurt, pro Finanzplatz Deutschland argumentiert, auch was die Commerzbank angeht. Woher kommt das Umdenken? Ich denke nicht um, sondern ich bin Realist. In dem Moment, wo hier eine Hauptversammlungsmehrheit besteht, können die Italiener durchregieren und das werden sie spätestens im nächsten Jahr machen. Und jetzt zum nächsten Thema. Die EU setzt den Zolldeal mit den USA um. Vertreter aus dem EU-Parlament und dem Rat der EU-Länder haben sich darauf geeinigt, europäische Zölle auf US-Industriewaren abzuschaffen. Dazu gehören zum Beispiel Autos und Maschinen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump damit gedroht, die Zölle auf Autos aus der EU zu erhöhen. Jetzt steht also die Frage im Raum, was ist von diesem Deal zu halten? Astrid Fronja hat darüber mit dem Außenwirtschaftschef der DIHK, Volker Treyer, gesprochen. Es klingt so, dass die USA der große Gewinner sind. Stimmt das? Das würde ich so nicht sehen. Ich glaube, das, was jetzt aus dem europäischen Trilog rausgekommen ist, ist wirklich ein kluger Plan. Es verhindert oder schafft Vorkehrungen, die dann verhindern sollen, dass weitere... Dass ungeahnte Zollforderungen seitens der USA erhoben werden können, ohne dass das mit einer Antwort versehen wird. Also die Antwort ist darin inkludiert in diesem Plan. Und es schafft uns auch Zeit, dass keine weiteren Eskalationen so ungestraft getätigt werden können. Und es schafft auch Zeit, weil es ist ja auch eine Sunset-Klausel verabredet worden, dass diese Zollsenkungen auf 0 Prozent von der europäischen Seite an US-Anbieter mit dem Jahr, wenn das Jahr 2029 dann zu Ende geht, dann auch ausläuft. Also in diesem Zeitraum vielleicht auch noch eine belastbare wirtschaftliche Beziehung in handelspolitischer Sicht aufgebaut wird mit unserem wichtigsten Exportmarkt in den USA. Da haben Sie also wirklich immer noch die Hoffnung, dass da ein zuverlässiger Partner aufgebaut werden kann. Ich meine, man muss sich das nochmal vor Augen führen. Trump droht mit Zöllen auf Autos von 25 Prozent und die EU lässt sich jetzt darauf ein, keine Zölle mehr auf alle amerikanischen Industrieprodukte zu erheben, die zu uns importiert werden. Was ist denn daran klug? Also was Industriegüter anbelangt, haben wir in der Europäischen Union, im europäischen Binnenmarkt einen Vorteil. Wir bieten mehr an und werden auch mit diesem Deal, auch trotz der 15 Prozent, die am Ende ja die US-Kunden maßgeblich übernehmen müssen, zahlen müssen, auch weiterhin diese Ware liefern. Wir können nicht einfach unseren wichtigsten Exportmarkt aus Sicht der deutschen Wirtschaft aufgeben und sagen. Wir nehmen dessen Schwierigkeiten, die im eigenen Land als solche politischerseits diagnostiziert werden, nicht ernst. Wir nehmen die ernst. US-Präsident Trump will eine Reindustrialisierung seines Landes vorantreiben. Wir haben viele deutsche Unternehmen, die vor Ort tätig sind. Die mögen die Zölle auch nicht, aber das Ergebnis heute kann ein belastbares sein und lieber ein belastbares Ergebnis mit Zöllen als eine total unsichere Situation, bei denen jeden Tag neue Zölle drohen, ohne dass die klar beantwortet werden können. Das ist jetzt in dem Deal verabredet von der europäischen Seite und das nennen wir klug. Und zum Schluss blicken wir noch auf den Führerschein. Der soll bezahlbarer werden. Ein Gesetz dazu hat das Kabinett nun auf den Weg gebracht. Konkret sollen Fahrschulen unter anderem mehr digitalen Unterricht anbieten können. Außerdem soll es knapp ein Drittel weniger Prüfungsfragen geben und die verpflichtenden Sonderfahrten sollen reduziert werden. Außerdem soll es unter bestimmten Voraussetzungen möglich werden, Übungsfahrten etwa mit den Eltern zu machen. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast. Vielen Dank.