Latest / Kitaradio / Kita-Fachtag der Caritas in München
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- 0:02Speaker 0: Kita
- 0:02Speaker 3: Radio, der Podcast mit Themen und allem Wissenswerten rund um Kita und Pädagogik.
- 0:09Speaker 2: Willkommen beim Kita-Radio!
- 0:11Speaker 2: Ich bin Pauline Erdmann und wir sind in der heutigen Folge im München beim Kita Fachtag des Karitasverbandes.
- 0:19Speaker 2: das Motto zwischen Anspruch und Alltag Qualität
- 0:22Speaker 1: die trägt.
- 0:23Speaker 2: Wie gelingt gut pädagogischer Arbeit in herausfordernden Zeiten?
- 0:27Speaker 2: Und genau dieser Frage gehen wir heute nach.
- 0:32Speaker 2: Ein Fachtag wie dieser entsteht nicht zufällig.
- 0:34Speaker 2: Hinter Vorträgen und Workshops steht die Frage, was Kitas heute wirklich brauchen – und vor allem, wie Mitarbeiter in ihren anspruchsvollen Alltag gestärkt werden können!
- 0:45Speaker 2: Genau darüber sprechen wir jetzt mit der Gastgeberin des heutigen Tages.
- 0:49Speaker 2: Sie ist Fachreferentin für Kindertageseinrichtungen beim Karalitasverband und weiß, welche Themen die Einrichtung derzeit besonders bewegen.
- 0:57Speaker 2: Herzlich willkommen Hilke Gerber!
- 1:08Speaker 4: die einfach an dem Thema interessiert sind.
- 1:10Speaker 4: Und dazu kommt halt, dass wir meistens Räume haben, die nicht mehr als hundert Leute aufnehmen können.
- 1:16Speaker 4: Diesmal war es sogar ein Raum der nur für achtzig Leute geeignet war und da müssten wir leider manchmal sagen, die Plätze sind schon
- 1:24Speaker 4: vergeben.".
- 1:25Speaker 2: Und warum sind solche Vernetzungstreffen, Kita-Fachtage so wichtig?
- 1:31Speaker 4: Für mich sind sie aus mindestens zwei Gründen wichtig.
- 1:34Speaker 4: das eine ist Wir setzen oft Impulse, die uns über das ganze Jahr entweder schon begleitet haben oder dann über das Ganze kommende Jahr begleiten werden.
- 1:44Speaker 4: Das ist so die eine Seite und die andere Seite es dass viele wirklich wichtige Dinge auch an den Seitengesprächen rund um den Fachtag laufen.
- 1:54Speaker 4: man tauscht sich nochmal anders aus und kommt noch mal anders miteinander in Kontakt als das bei vielen unserer digitalen Veranstaltungen möglich ist und deshalb ist es mir wichtig dass wir hier auch diese Kombination haben zwischen vielen digitalen Veranstaltungen.
- 2:09Speaker 4: Aber ich finde hin und wieder ist es einfach wunderschön, sich in Präsenz zu sehen und auszutauschen.
- 2:14Speaker 2: Man merkt ja auch gerade beim Vortrag am Vormittag wie ausgelassen die Stimmung ist.
- 2:19Speaker 2: Es war aber natürlich auch ein sehr bewegendes Thema Humor.
- 2:25Speaker 2: Es geht um Humor gerade in stressigen Zeiten, in Zeiten, wo immer mehr die Fachkräfte vor Herausforderung stehen.
- 2:34Speaker 2: Wie kam es denn zu dieser Themensetzung, zu dem Schwerpunkt heute?
- 2:38Speaker 4: Es kam einfach vor allem dadurch dass eine Kollegin einen Fachtag gesehen hat zu dem Thema wo ich auch teilnehmen konnte und ich es selber erlebt habe.
- 2:47Speaker 4: Die Situationen vor Ort werden nicht leichter, dadurch dass ich viel drüber grübler oder mir ganz große Sorgen mache.
- 2:53Speaker 4: Sondern ich bewältige viele Dinge tatsächlich besser wenn ich an ein gutes Ende glaube und die Sache versuche auch von einer witzigen Seite her zu sehen.
- 3:02Speaker 4: Und ja das ganze Leben gelingt dadurch ein Stück weit leichter und deshalb habe ich gedacht als ersten Impuls die Leute erst mal zum Lachen zu bringen.
- 3:11Speaker 4: Ich glaube, dann sind sie auch offener und aufgeschlossener sich dem zweiten Thema wirklich dieser Qualitätsentwicklung zu
- 3:17Speaker 4: stellen.".
- 3:18Speaker 2: Und los ging es zu Beginn des Fachtags mit einem spirituellen Impuls!
- 3:23Speaker 2: Wie wichtig ist denn in der Arbeit auch der Glaube?
- 3:26Speaker 2: Und dass gerade solche Angebote wie Oasentage stattfinden
- 3:30Speaker 2: können?!
- 3:32Speaker 4: Wir sind katholische Einrichtungen und ich halte es für zwingend nötig, dass wir immer wieder die Möglichkeit haben an Ohrasentagen oder Ereignissen des Glaubens wirklich auch in der Arbeit teilnehmen und teilnehmen zu können um diese Seite von uns zu stärken.
- 3:49Speaker 4: Weil es wäre fatal wenn der Alltag uns so ein Beschlag nimmt das wir vergessen dass wir nicht einfach Kitas sind, sondern katholische Kitas.
- 4:00Speaker 4: Indem der Glaube und die Verbindung zu Gott die tragende Säule unseres Tuns
- 4:05Speaker 4: ist.".
- 4:05Speaker 2: Deutlich wird – Die Herausforderungen in den Kitas vielfältig.
- 4:10Speaker 2: Umso wichtiger sind Impulse, die nicht nur fachlich weiterhelfen, sondern auch den Alltag leichter machen.
- 4:16Speaker 2: Einer dieser Impulse heißt
- 4:18Speaker 1: Humor!
- 4:19Speaker 2: Nicht als Unterhaltung, sondern als Haltung.
- 4:22Speaker 2: Die verbindet, entlastet und neue Perspektiven eröffnet.
- 4:26Speaker 2: Und genau damit habe ich mit einem der Referenten gesprochen – mit Felix Gaudo!
- 4:30Speaker 2: Er ist gelernter Bühnenkomiker als Krankenhaus-Klauen unterwegs und hält Vorträge & Workshops für Führungskräfte, Pflegepersonal, Lehrer und Erzieher.
- 4:39Speaker 2: Humor, Gelassenheit und Motivation im Kitaalltag stärken.
- 4:45Speaker 2: Wie kommt man dazu?
- 4:46Speaker 2: so einen Vortrag zu halten.
- 4:49Speaker 3: Also ich komme ursprünglich von der Bühne, ich habe lange als Moderator und Komiker auf der Büne gestanden und dann war ich aber viele Jahre mit einer Grundschullehrerin verheiratet und wir haben uns über unsere Berufe ausgetauscht und mitgekriegt.
- 5:03Speaker 3: es gibt eine ganze Menge Parallelen und so bin ich in der pädagogischen Weiterbildung gelandet.
- 5:09Speaker 3: und was aber interessant war damals meine ehemalige Frau hat Humorimpulse, die wir zusammen entwickelt haben dann im Unterricht mit den Kindern ausprobiert und hatte für sich total überraschende Erfolge.
- 5:22Speaker 3: Weil sie nämlich dachte so was kann sie nicht?
- 5:24Speaker 3: Sie ist eine gute Lehrerin aber mehr ein ernsthafter Mensch.
- 5:27Speaker 3: Und durch das Ausprobieren haben wir da mit gekriegt, was wir theoretisch wussten, aber dann nochmal so einer Selbstwahrnehmung.
- 5:33Speaker 3: es geht überhaupt nicht um meine Frage der Begabung sondern es geht um Kompetenzen ,die wir alle toll üben können.
- 5:39Speaker 2: Jetzt haben Sie heute Morgen Ihren Vortrag, was ja eher ein Mitmach-Workshop oder Vortrages startet indem sie uns alle überrascht haben.
- 5:48Speaker 2: Was hat es mit dem Überraschen und dem Humor auf sich?
- 5:52Speaker 3: Ja also wichtig dabei ist mir sozusagen die Definition – was ist Humor?
- 5:57Speaker 3: Humor ist etwas anderes als Komik.
- 5:59Speaker 3: Humor is eine Haltung!
- 6:01Speaker 3: Und die hat eben ganz viel mit Perspektivwechsel zu tun.
- 6:04Speaker 3: Situationen, sich aus einer anderen Sicht angucken und das habe ich gemeint mit dieser Überraschung.
- 6:11Speaker 3: Wir können Dinge uns anders angucken und werden dann selbst überrascht.
- 6:14Speaker 3: Und kriegen eine andere Haltung, Sachen gegenüber oder Situationen gegenüber Personen gegenüber und so.
- 6:19Speaker 2: Sie haben da ein Beispiel genannt was mich selber sehr angesprochen hat.
- 6:23Speaker 2: wenn wir uns immer wieder über Sachen ärgern Dann bleiben die in unserem Gedächtnis und nehmen ganz ganz viel Platz ein und bieten immer unsere Angriffsfläche und der Humor kann aber helfen darüber so ein Stück hinweg zu sehen.
- 6:39Speaker 2: jetzt ist meine Frage Kann man Humor lernen?
- 6:41Speaker 3: Ja, absolut.
- 6:42Speaker 3: Und wir sind alle sehr gut beraten ihnen den Spaß ernst zu nehmen sozusagen in unserem Leben.
- 6:49Speaker 3: Ich erzähle den Menschen in den Workshops immer gerne so dieses Beispiel.
- 6:53Speaker 3: Wir kennen ältere Herrschaften die man an der Supermarktkasse erlebt Die sich so über jeden Mist aufregen und wir kennen aber auch älteren Menschen die diese Heiterkeit im Alter haben.
- 7:06Speaker 3: und das Psychologisch spannende daran ist, dass sie zwei verschiedenen Gruppen nicht so geboren wurden.
- 7:12Speaker 3: Sondern die haben eines von beiden ihr Leben lang geübt und sind deshalb so gut da drin geworden.
- 7:16Speaker 3: also was wollen wir üben?
- 7:18Speaker 3: uns ärgern zu können oder die Fröhlichkeit immer wieder in die Leichtigkeit zu finden.
- 7:22Speaker 2: nochmal darauf ein bisschen bezogen Sie sagt auch Humor ist ein natürliches Mittel gegen Stress.
- 7:28Speaker 2: Im Kita-Alltag haben ganz, ganz viele Fachkräfte Stress.
- 7:33Speaker 2: Eltern kommen oft gestresst und auch die Kinder sind oftmals gestreszt.
- 7:37Speaker 2: Und der Humor kann dabei helfen.
- 7:39Speaker 2: aber das geht nicht von alleine.
- 7:41Speaker 2: was ist denn irgendeine Übung oder einen Tipp?
- 7:43Speaker 2: Das im Alltag vielleicht ein bisschen zu integrieren.
- 7:46Speaker 3: Ja!
- 7:47Speaker 3: Das geht nicht vom Alleiner absolut nicht.
- 7:49Speaker 3: Das erste ist Wie ich gerade schon gesagt habe, wir sollten den Spaß ernst nehmen.
- 7:53Speaker 3: Also wir sollten uns klar machen in unseren Teams wie wichtig es ist dass wir immer wieder miteinander und auch mit den Kindern lachen.
- 8:01Speaker 3: das ist total wichtig um Stresshormone runter zu kriegen und so.
- 8:05Speaker 3: Und dann Rituale.
- 8:06Speaker 3: wie wird es üben können?
- 8:07Speaker 3: Ist?
- 8:08Speaker 3: Ich empfehle den teams zum Beispiel sich ein Humortagebuch anzulegen wo sie sich gemeinsam in einem Heft oder in einem Glas Zettel sammeln und sich aufschreiben, was sie so Lustiges im Kita-Alltag erleben.
- 8:21Speaker 3: Das hilft um unseren Fokus anders auszurichten und uns nicht immer nur mit dem zu beschäftigen, was uns Sorgen macht sondern auch mit dem was uns heiter macht.
- 8:29Speaker 3: Und wenn wir dann wieder Weihnachtsfeier feiern können wir uns dieses Glas vornehmen und uns klar machen Wir haben nicht nur eine Krise nach der anderen weltlich Sondern wir haben sehr lustige Sachen miteinander erlebt.
- 8:40Speaker 2: Jetzt haben Sie sich schon ein bisschen auf meine nächste Frage abgezielt, wo Humor helfen kann.
- 8:46Speaker 2: Aber was kann der Humor ganz konkret im Kita-Alltag noch bewirken?
- 8:51Speaker 3: Also für unsere Teams ist es eine ganz wichtige Ressource, weil das Miteinander Lachen hilft, dass Stresshormone runtergehen.
- 8:59Speaker 3: D.h.,
- 8:59Speaker 3: Cortisol-Adrenalin wird gesenkt durch miteinander lachen.
- 9:03Speaker 3: Das heißt wenn wir eine humorvolle Kultur in unserem Kita Team fördern werden wir extrem viel stressresistenter.
- 9:11Speaker 3: Und was automatisch passiert ist, dass wir in Stresszeiten immer ernster werden miteinander und dann dreht sich eben unser Stresslevel immer höher.
- 9:19Speaker 3: Ist es gut, sich das klar zu machen?
- 9:21Speaker 3: Wir brauchen Blödsinn zwischendrin miteinander damit wir leistungsstark bleiben und wieder rechts und links gucken können.
- 9:27Speaker 3: da gibt's fantastische Studien dazu Was mit Stress Leveln in Teams passiert natürlich nicht nur an der Kita in jedem Unternehmen auf der Welt.
- 9:36Speaker 3: jetzt
- 9:37Speaker 2: Frage ich mich, wenn Sie in Kitas gehen und da Vorträge oder Workshops halten.
- 9:40Speaker 2: Man hat es heute auch gesehen.
- 9:41Speaker 2: Jeder hat mitgemacht Es wurde sehr viel gelacht Und es war eine Dynamik im Raum zu spüren.
- 9:47Speaker 2: Wenn sie nach so einem Tag fertig sind und rausgehen Wie erleben Sie das Team?
- 9:52Speaker 2: Was nehmen Sie aus dieser Kita mit?
- 9:55Speaker 3: Das ist für mich immer einfach Traumhaft.
- 9:57Speaker 3: Ich liebe diese Arbeit, ich habe ja früher ganz viel auf der Bühne gestanden als Moderator und so.
- 10:01Speaker 3: Und jetzt arbeite ich mit Teams und mache Vorträge auf solchen Fachtagen.
- 10:05Speaker 3: Also ich bin sehr dankbar für diese Arbeit weil ich erlebe dass die Teams morgens viel müder sind.
- 10:11Speaker 3: also wenn wir um sechzehn Uhr aus dem Tag rausgehen und ich mach am Schluss von meinen Workshops immer so blitzlichtrunden was sich Leute mitnehmen Und das ist schon sehr kostbar, dass die Leute erleben wie gut uns es tut wenn wir mal einen Tag lang miteinander zu lachen haben.
- 10:26Speaker 3: Ich bin ein sehr großer Freund davon, deshalb habe ich im Vortrag auch zwei kurze Übungen gemacht, dass wir Dinge nicht nur kognitiv kapieren.
- 10:36Speaker 3: Kognitives Wissen nutzt uns nicht sehr viel aber gefühltes Wissen, das verändert uns nachhaltig und deshalb ist es gut es zu erleben was das Miteinanderlachen macht.
- 10:46Speaker 2: Dann sind Sie auch auf die ABC-Regel eingegangen.
- 10:49Speaker 2: Können sie die nochmal für die Zuhörerinnen und Zuhörer erklären?
- 10:53Speaker 3: Ja, das ist eine Regel aus der Verhaltenstherapie Auslöserbeurteilung Konsequenz.
- 10:59Speaker 3: Es ist gut sich klar zu machen.
- 11:01Speaker 3: Situationen sind nicht per se dass sie schlechte Laune bei uns auslösen sondern unser Blick auf die Situation.
- 11:10Speaker 3: Das verursacht die schlechte Laune.
- 11:12Speaker 3: Dem einen macht der Stau totalen Stress und macht ihm schlechte laune, weil er irgendwie damit überhaupt nicht zurechtkommt.
- 11:19Speaker 3: Dem anderen selbst wenn der Zeitdruck hat, macht es überhaupt nichts aus, weil ihr gelernt habt das ist für mich nicht relevant Jeden Stress, was anderes.
- 11:27Speaker 3: Auslöserbeurteilung und Konsequenz heißt es ist nicht der Auslöser sondern das ist unsere Beurteilungen die die emotionale Konsequent
- 11:33Speaker 3: verursacht.".
- 11:34Speaker 2: Und jetzt als letzte Frage – Was wünschen Sie sich für die Zukunft gerade im Bezug auf Humor in Kitas?
- 11:40Speaker 2: Für die Erzieher, für die Kinder, für den Eltern?
- 11:43Speaker 3: Also ich bin ja selber durch unser Erziehungssystem mal durchgegangen und es ist für mich einfach immer wieder ein ganz trauriger Blick darauf, dass unsere Lernfreude mit der wir von Geburt an ausgestattet werden ohne Ende.
- 12:02Speaker 3: Dass die immer wieder so sehr abnimmt in unseren Jugendzeiten Glücklicherweise, was einen hoffnungsvoll macht ist, dass diese Kurve statistisch wieder hochgeht.
- 12:11Speaker 3: Also nach der Schulzeit geht unsere Lernfreude wieder nach oben und das ist für mich einfach ein ganz wichtiges Ding bei diesen Weiterbildungen zu sagen Leute vergesst nicht den Spaß beim Lernen.
- 12:23Speaker 3: Lernen funktioniert durch Freude miteinander, durch Spaß miteinander.
- 12:26Speaker 2: Humor kann Türen öffnen er schafft Nähe, nimmt Druck aus schwierigen Situationen.
- 12:35Speaker 2: Doch wer täglich Verantwortung trägt, braucht manchmal auch Momente der Stille.
- 12:39Speaker 2: Um wieder Kraft zu schöpfen und bei sich selber anzukommen.
- 12:43Speaker 2: Genau dafür gibt es Angebote der
- 12:45Speaker 2: Kitasäelsorge.".
- 12:46Speaker 2: Ich habe mit Louis Gantt-Mittemaya über Oasentage und spirituelle Begleitung gesprochen – aber auch darüber warum kleine Auszeiten im pädagogischen Alltag so wertvoll sein können!
- 12:56Speaker 2: Frau Mittemayer ist spirituelle begleiterin im Erzbistum München und Freising da zuständig für das pädagogische Personal, beispielsweise in Kindertagesstätten.
- 13:06Speaker 2: Frau Mittermaier Sie machen die spirituelle Begleitung im Kindertagestätten.
- 13:11Speaker 2: Wie kann ich mir das vorstellen?
- 13:12Speaker 2: Was sind so die Kernaufgaben, die sie haben?
- 13:15Speaker 0: Ich sage immer wir haben so vier Bereiche.
- 13:17Speaker 0: Das eine ist ein bisschen unterwegs zu OAS-Tagen als Inhausschulung Das sind Fortbildungstage-Spirituelle für die Einrichtungen.
- 13:27Speaker 0: Dann ein anderer Standbein ist, dass Einzelpersonen sich zu Exerzitientagen anmelden können, für diese dann auch Freistellung bekommen.
- 13:34Speaker 0: Wir machen schriftliche Impulse weil wir ja doch für über fünf Nurbeeinrichtungen zuständig sind und wir sind für Notfälle in den Kitas auch da.
- 13:42Speaker 0: wenn irgendeinen Fall von
- 13:45Speaker 2: Trauer,
- 13:46Speaker 0: Tod in der Kita irgendwas aufblubbt, sind wir auch da um Menschen dort zu
- 13:50Speaker 2: stützen.
- 13:51Speaker 2: Sie haben gerade die Oasentage angesprochen, wie darf ich mir die vorstellen?
- 13:55Speaker 2: Was wird da gemacht?
- 13:57Speaker 2: Wie lange dauert ein Oasendag und worauf werden da Schwerpunkte gelegt?
- 14:02Speaker 0: Also der zeitliche Rahmen ist normalerweise zwischen neun und sechzehn Uhr Und wir beginnen mit dem halbstündigen Frühstück und enden dann im sechzen Uhr normalerweise mit einem kleinen Wort Gottesdienst mit Meditativen.
- 14:14Speaker 0: Wir versuchen bei diesen Mitarbeiterinnen, die doch vorwiegend Für Sorge für andere Menschen haben, die Selbstwahrnehmung zu stärken.
- 14:23Speaker 0: Wir versuchen etwas von der regenerativen Stresskompetenz zu machen und ich bin Seelsaugerin.
- 14:30Speaker 0: Ich denke – ich glaube das wird es auch aus unseren trinkirchlichen Traditionen, aus unserem Schatzkästchen heraus gestalten können und dass da was dabei ist wo die Leute einfach auch Kraftquelle, Oasentage für ihr Leben auffinden.
- 14:44Speaker 2: Wie erleben Sie denn das?
- 14:45Speaker 2: Team in der Kita nach einem solchen Oasentag, ist da eine Veränderung zu spüren?
- 14:51Speaker 0: Also ich selber mag das wenn ich hinfahre.
- 14:53Speaker 0: Dass natürlich viele aus sehr skeptisch sind.
- 14:55Speaker 0: Ich finde es auch berechtigt bei spirituellen Themen und... Habt ihr das Gefühl, wir können die Leute doch gut abholen?
- 15:01Speaker 0: So dann bei der Endrunde ist dann doch so dass viele sagen sie können viel mitnehmen für sich.
- 15:06Speaker 0: Was mich eigentlich am meisten erstaunt ist, dass wenn ich oft die Leute später wieder treffen nach Monaten, dass die mir sagen oh das war so nachhaltig und wir denken heute noch dran.
- 15:15Speaker 0: Das stand tatsächlich für mich eine Überraschung.
- 15:18Speaker 2: Und was ist das Wichtigste worauf Sie bei solchen Oasentagen achten?
- 15:23Speaker 0: Dass ich die Menschen gut im Blick habe, dass sie wirklich gut bei sich selber ankommen können.
- 15:29Speaker 0: Eben nicht fremdbestimmt sind sondern auch wahrnehmen.
- 15:32Speaker 0: wie geht es mir denn selbst?
- 15:34Speaker 0: Weil die ja den ganzen Tag unterwegs sind zu schauen wie geht's ihnen andern?
- 15:38Speaker 0: und dass sie runterfahren nicht müssen sondern dürfen und sich selber wahrnehmen.
- 15:44Speaker 0: Und natürlich wenn es gelingt das sie glaube als was Positives wahrnehmen was ihr Leben bestärkt.
- 15:50Speaker 2: Sie haben heute Morgen ihren Impuls gestartet mit den Worten, man muss öfter an die Quelle gehen.
- 15:56Speaker 2: Wie kann man das auf den Kita-Alltag beziehen?
- 15:59Speaker 0: Okay wenn ich gesagt habe, man MUST öfters in die Quellen gehen, dann molke ich dass es an dich schon Fehler war sondern man darf öfteres an die Welle gehen.
- 16:06Speaker 0: also Oasentag heißt oft mehr dürfen weniger müssen Die Quellen im Kita Alltag.
- 16:13Speaker 0: Ich komme sehr auf von der Achtsamkeitsbewegung her und für mich ist auch eine Oasentag gelungen, wenn die Marken, wenn ich im Kitaalltag mal kurz innehalte.
- 16:21Speaker 0: Wenn ich mir kurz mal Zeit nehme für mich – und das muss nicht eine lange Achtsamtzeit sein, sondern so ruhe Inseln sich aufrichten tief durchatmen, dass man dann wieder rein ... anders in die Arbeit zurückgeht.
- 16:34Speaker 0: und natürlich so diese Veränderung im Team, dass wir doch versuchen im OAS-Tag auszustrahlen.
- 16:40Speaker 0: Jede Mitarbeiterin, die hier sitzt ist gut so wie sie ist – und wir sind zwar verschieden aber wir versuchen es einfach gut in die Arbeiten zu integrieren.
- 16:49Speaker 2: Jetzt noch eine letzte Frage!
- 16:51Speaker 2: Es ging ein Impuls auch darum was können wir teilen ohne das es weniger wird?
- 16:55Speaker 2: Was wäre das denn im Kita-Alltag?
- 16:57Speaker 0: Für mich kommen da unsere Haltungen, unsere Werte ins Spiel.
- 17:00Speaker 0: Die wir ja auch christlich begründen und ich finde es lohnt sich immer in Haltung zu bleiben und die Werte durchzutragen.
- 17:08Speaker 0: Man hat ja doch auch Emotionen und ist gut wahrzunehmen, die mag ich auch ganz wartfrei sehen aber letztendlich ist es dann wie man es transportiert und ausdrückt, lohnt es sich immer an der Wertehaltung zu bleiben.
- 17:20Speaker 2: Vielen Dank Frau Mütte.
- 17:21Speaker 2: Meier.
- 17:21Speaker 2: Zeit zum Innerhalten stärkt die eigene Haltung.
- 17:24Speaker 2: Gleichzeitig braucht gute pädagogische Arbeit auch verlässliche Orientierung und klare Qualitätsstandards, wie beides zusammenwirken kann und welche Unterstützung das KTK-Gütesiegel den Einrichtungen bietet.
- 17:38Speaker 2: Darüber habe ich mit Diana Leikat gesprochen.
- 17:40Speaker 2: Frau Leikat erst mal herzlichen Dank für Ihren Vortrag.
- 17:43Speaker 2: es ging bei Ihnen um das Ktk-Gütesiegel.
- 17:46Speaker 2: was ist denn das ktk Gütesiegel?
- 17:49Speaker 1: Das Kathika Gütesiegel ist ein... Instrument, mit dem man die eigene Arbeit reflektieren kann.
- 17:55Speaker 1: Es gibt verschiedene Qualitätsbereiche, Praxisindikatoren, die man neben das eigene Konzept, neben die vielleicht gesetzlichen Rahmenbedingungen im eigenen Bundesland daneben legen kann und für sich selber tatsächlich zu schauen wie setzen wir denn diese Praxis-Indikatoren um?
- 18:11Speaker 1: Und es besteht die Möglichkeit das für sich selbst zu nutzen ganz einfach im Alltag bis hin aber zur Zertifizierung.
- 18:18Speaker 1: Das heißt über eine Zertifikierungsstelle sich auch zu zertifizieren und dann hätte man im Prinzip dann auch das KTK Gütesiegel erreicht, im Sinne quasi eines kompletten Qualitätsmanagementsystems dass man damit nachweisen kann.
- 18:32Speaker 2: Und sie haben gerade schon Zug auf die Indikatoren genommen.
- 18:36Speaker 2: Was steckt denn in dem Gütesiegel drin?
- 18:38Speaker 2: Die
- 18:38Speaker 1: Praxisindikatoren, die finden sich in jedem Qualitätsbereich und beschreiben den konkreten Alltag in der Kita oder aber auch im gesamten Kitasystem.
- 18:48Speaker 1: Es geht also darum was macht gute Kita-Qualität aus im Bezug zu Kindern, im Bezug zu den Eltern mit dem Blick auf den pastoralen Raum, auf den sozialen Raum Aber auch der Träger hat seinen Qualitätersbereich sind quasi verschiedene Indikatoren auf die Qualitätsbereiche, also aufgeteilt will ich nicht sagen sondern die beschreiben diese Qualitäten Bereiche nochmal und da drin stecken dann auch gesetzliche Grundlagen.
- 19:13Speaker 1: Die UN-Kinderrechtskonvention der kinderperspektiven Ansatz also ganz viele verschiedene Grundlagen die da rein wirken Und es macht die Praxisindikatoren aus.
- 19:24Speaker 1: Sie beschreiben im Prinzip den Alltag im Kitasystem
- 19:27Speaker 2: und warum ist so ein Gütesiegel?
- 19:30Speaker 2: Und dieses Reflektieren, so wichtig
- 19:32Speaker 1: zu reflektieren ist eine der Hauptaufgaben von Pädagogin.
- 19:36Speaker 1: das
- 19:36Speaker 2: tun sie
- 19:38Speaker 1: tagtäglich ständig reflektiert man wie war das jetzt?
- 19:41Speaker 1: Wie ist es gelungen?
- 19:42Speaker 1: Wie hat jemand bei dem Angebot mitgemacht
- 19:45Speaker 1: etc.,
- 19:45Speaker 1: etc.?
- 19:46Speaker 1: Wie ist das Gespräch gelungen?
- 19:48Speaker 1: Gleichzeitig aber reflektieren auch Leitungen, reflektiertes Team gemeinsam.
- 19:53Speaker 1: Das sind so grundständige Dinge die einfach notwendig sind um daraus zukünftiges Handeln abzuleiten.
- 19:59Speaker 1: also was braucht ein Kind für seine Entwicklung?
- 20:01Speaker 1: Was braucht das Kind spezifisch?
- 20:03Speaker 1: Was brauche die Gruppe?
- 20:04Speaker 1: Was brauchen vielleicht auch Mitarbeiter?
- 20:06Speaker 1: und über diese Reflektion komme ich im Prinzip in die Entwicklungen.
- 20:09Speaker 1: deswegen ist Reflexion so wichtig.
- 20:11Speaker 2: Sie haben gerade schon die Entwicklung angesprochen und sagten in ihrem Vortrag, Herausforderungen formen nicht unsere Persönlichkeit allein durch ihr Auftreten sondern die Art und Weise wie wir ihnen begegnen.
- 20:23Speaker 4: Wie
- 20:24Speaker 2: darf man das denn verstehen oder kann man das einordnen?
- 20:27Speaker 1: Wir sind ja umgeben von tagtäglichen Herausforderungen.
- 20:30Speaker 1: Die können kleiner sein, die können mit mir selbst zu tun haben, sie können im Alltag entstehen weil vielleicht etwas Unerwartetes passiert oder eine Beschwerde kommt.
- 20:41Speaker 1: der Alltag steckt voller kleiner Herausforderung aber eben auch der großen Herausforderung die auf uns im Kita-System wirken von außen gesetzliche Veränderungen allgemein die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen die wir im Moment haben.
- 20:53Speaker 1: und das ist einfach so wichtig für sich selber zu sehen was nehme ich selber als Herausforderung war und auch zu spüren.
- 21:00Speaker 1: Für mich selber die Gewissheit zu haben, vor allem als PädagogInnen.
- 21:04Speaker 1: ich habe Instrumente, die es mir ermöglichen diese Herausforderungen zu bewältigen.
- 21:09Speaker 1: Und das hat ganz viel mit Beziehungen zusammen.
- 21:10Speaker 1: Das hängt auch ganz viel wieder damit zusammen für sich selber zu merken wann stehe ich denn vor einer Herausforderung?
- 21:15Speaker 1: oder was fordert mich heraus?
- 21:17Speaker 1: Welche Möglichkeiten habe ich dann in eine Lösung zu kommen?
- 21:21Speaker 1: Und da stecken im Gütesiegel einfach auch ganz viele Möglichkeiten für sich selber zu sagen, okay wie gehe ich denn damit um?
- 21:27Speaker 1: Wie setzen wir das um.
- 21:29Speaker 1: Wie gehen wir in die Entwicklung?
- 21:30Speaker 1: und es hängt im Prinzip auch damit zusammen.
- 21:33Speaker 1: mit welchen Herausforderungen bin ich konfrontiert.
- 21:35Speaker 2: Eine der Herausforderungen, die Sie genannt haben war auch die Verunsicherung.
- 21:39Speaker 2: Was ist das dann für eine Verunsichierung, die sie wahrnehmen und was kann man vielleicht gegen diese Verunsicherung tun?
- 21:46Speaker 1: Na ja, was wir in unserem Land wahrnehmen sind auf der einen Seite Entwicklungen unserer Gesellschaft wo wir einfach merken da haben wir unterschiedliche Perspektiven und das führt auch dazu dass wir uns tatsächlich nicht nur sehr stark mit unserer Funktionsfähigkeit unsere Demokratie auseinandersetzen müssen sondern auch sehen da tatsächlich Gefährdungspotenziale nicht nur spürbar sind, sondern die sind einfach da.
- 22:11Speaker 1: Und das heißt auch diese Verunsicherung überträgt sich auf die Kita-Systeme, spiegelt sich aber auch den Anforderungen dem Bedürfnissen der Eltern und der Familien, die in der Kita dann auch landen.
- 22:21Speaker 1: Das heißt Anforderung verändern sich vielleicht auch durch die Verunsicherungen.
- 22:26Speaker 1: mache ich das alles richtig, gebe ich die richtigen Antworten?
- 22:29Speaker 1: wie gehe ich in den Dialog wenn beispielsweise kulturelle Diversität nicht gewünscht ist?
- 22:35Speaker 1: kann ich da pädagogisches Handeln damit vereinbaren?
- 22:37Speaker 1: und dann bin ich wieder dabei, mit welchen Werten bin ich selber unterwegs.
- 22:41Speaker 1: Und auch soziale Spaltung ist einfach ein großes Thema.
- 22:44Speaker 1: wir haben nach wie vor jedes vierte fünfte Kind das in Armut aufwächst oder von Armut auch akut bedroht ist.
- 22:50Speaker 1: Das sind Dinge die uns nicht nur bewegen müssen sondern wo wir auch als Kitasystem nicht antworten auf die ganz großen Fragen brauchen.
- 22:58Speaker 1: aber für die Kinder und Familien die bei uns vor Ort sind.
- 23:00Speaker 2: Sie haben in dem Zusammenhang auch die Verschiebung von Entwicklung und Bildung angesprochen.
- 23:06Speaker 2: Was sind denn da so Beispiele im Kita-Alltag?
- 23:09Speaker 1: Wir haben aktuell in der Diskussion bildungspolitisch bundesweit die Fähigkeiten von Kindern in der vierten, fünften, sechsten Klasse in den Elementarbasisfähigkeiten wie Schreiben, Rechnern lesen einfach sehr schlecht sind und auch für uns als Land sollten wir uns sowas natürlich gar nicht leisten.
- 23:30Speaker 1: also in die Bildung der Kinder zu investieren nur das was man tut ist dass man schlicht und ergreifend etwas, was in einem System nicht funktioniert.
- 23:38Speaker 1: In ein anderes System... verlagert.
- 23:41Speaker 1: Und wir mit einer schulischen Perspektive, nämlich einem Leistungsgedanken den wir auch in der Kita haben aber mit nem ganzheitlichen Blick das heißt zu schauen welches Kind braucht was in der Entwicklung ganzheitlich zu schauen wo sind die Kinder?
- 23:55Speaker 1: Wo stehen die Kinder?
- 23:56Speaker 1: und nicht wie gerade passiert mit einer Sprachdiagnostik bei vierjährigen anzusetzen um sie dann in irgendein Förderprogramm einmal die Woche nach einem Stundenplan
- 24:07Speaker 2: zu
- 24:08Speaker 1: packen oder zu stecken, wo wir alle wissen das wird sehr wenig bringen.
- 24:12Speaker 1: Das ist nicht nur personenabhängig sondern wir wissen einfach wie wir lernen auch von der Hirnenentwicklung her dass das nicht an den Bedürfnissen und bedarfen tatsächlich auch kognitiven Entwicklungen und Fähigkeiten der Kinder andockt.
- 24:25Speaker 1: Ja, das gelingt uns im Moment noch nicht, dass zu übersetzen.
- 24:28Speaker 1: Sondern da ist scheinbar so viel auch politischer und bildungspolitischer Druck dar, dass das gerade passiert.
- 24:33Speaker 1: Und es ist wieder eine Verlagerung von System Schule auf System Kita – und dabei dürfen wir aber auch nicht vergessen, auch die Eltern stehen in einer Mitverantwortung.
- 24:43Speaker 1: Beide Systeme können nicht ohne das Eltern-, das Familien- auch in Bildung ihrer Kinder investieren!
- 24:50Speaker 1: Wenn es sich zu Hause hinzusetzen und ein Buch gemeinsam zu über den Tag zu sprechen, solche Anlässer auch ganz im Alltag zu nutzen dafür wieder ein Bewusstsein zu schaffen und dann glaube ich kommen wir auch wieder in eine andere Richtung.
- 25:04Speaker 1: aber im Moment ist es eher eine Verlagerung als eine wirkliche Problemlösung.
- 25:08Speaker 2: Das heißt da ist noch Handlungsbedarf da genauso wie sie die Wichtigkeit von Beziehungs- und Kommunikations Fähigkeit angesprochen haben.
- 25:16Speaker 2: Sie sagten auch, wenig später die Sprache macht die Haltung.
- 25:19Speaker 2: Was ist damit gemeint?
- 25:21Speaker 1: Ein ganz konkretes Beispiel gibt bei uns immer noch den Ausdruck der ist in vielen... Ich weiß es meinen viele nicht böse.
- 25:29Speaker 1: Die Rede von E-Kindern und das ist etwas wo ich tatsächlich sagen muss oder muss man aufpassen.
- 25:35Speaker 1: was macht das also?
- 25:36Speaker 1: allein der ausdruck ein E Kind?
- 25:38Speaker 1: ja dass ist ein kind mit einem Namen Mit einer Lebensinwurf, mit vielleicht einem größeren Rucksack als den anderen Kindern tragen.
- 25:47Speaker 1: Aber das wird tatsächlich einfach schauen, dass wir das christliche Menschenbild in den Vordergrund stellen und auch sagen, es ist ein Kind wie jedes andere Kind auch!
- 25:56Speaker 1: Mit der gleichen Würde ausgestattet, mit den gleichen Rechten auf... Chancen auf Bildungsmöglichkeiten, auf Fördermöglichkeiten und die sind unterschiedlich.
- 26:05Speaker 1: Egal ob das Kind jetzt einen Status hat den wir halt jetzt wieder in den gesetzlichen Kontext rahmen müssen ist es auch eines der Probleme dass wir da eine ganz starke Defizit Orientierung haben.
- 26:17Speaker 1: Das heißt ich habe immer ein beschriebenes Defizite und dann bekomme ich eventuell zusätzliche Ressourcen.
- 26:23Speaker 1: Wir sind also nicht präventiv unterwegs.
- 26:25Speaker 1: Wir können nicht ad hoc Unterstützungsleistungen geben.
- 26:28Speaker 1: wo wir sagen da bräuchte zusätzlich noch Unterstützung oder Begleitung läuft über diese Defizit-Schiene und dann bin ich eben auch in diesem I-Status drin.
- 26:37Speaker 1: Und die Frage ist immer, die Rahmenbedingungen, die ich habe?
- 26:40Speaker 1: Was tue ich denn mit meiner Haltung?
- 26:42Speaker 1: Wie begegne ich dem und wie kann ich das trotzdem vermeiden so dass sie wenn Sie in eine Einrichtung kommen gar nicht merken würden oder sehen würden wer da welche Unterstützungsleistungen bekommt sondern es ist eine Gemeinschaft aus Individuen, aber die zusammen sich tragen.
- 27:00Speaker 1: Sich auch stärken und weiterentwickeln diese Gemeinschaft erleben können.
- 27:04Speaker 2: was mich eben sehr überrascht hat.
- 27:06Speaker 2: ich backe sehr gerne Kuchen was in einem Kuchen eigentlich für ein Bildungspaket steckt.
- 27:13Speaker 2: Können Sie das vielleicht für die Zuhörerinnen und Zuhöhrer nochmal erläutern?
- 27:17Speaker 2: Na
- 27:18Speaker 1: ja, es wird immer so profan tatsächlich betrachtet in Kuchen zu backen.
- 27:22Speaker 1: Wenn man sich dann aber überlegt wenn ich das mit einer Gruppe von Kindern tue bin ich ihre individuellen Kompetenzen ein.
- 27:28Speaker 1: jeder kann sich einbringen.
- 27:29Speaker 1: wir haben im Bildungsbereich eine ganz ganz unterschiedliche Art da drin.
- 27:32Speaker 1: Wir sprechen miteinander wie gehen in den Dialog Das heißt auch ins forschen Erkunden von verschiedenen Texturen, das heißt es ist auch sehr sensitiv.
- 27:44Speaker 1: Ich habe verschiedene physikalische, chemische Prozesse die da ablaufen auch beim Backen und beim Zuschauen.
- 27:50Speaker 1: Beim sich verändern von Konsistenzen ja vom Teig der gebackenen Form wir haben Gesundheitsaspekte natürlich auch mit dabei die deine Rolle spielen.
- 28:00Speaker 1: Mathematik ich muss wiegen messen Und all diese Dinge miteinander zu verbinden das heißt auch Da mehr Mut zu Haben
- 28:08Speaker 3: Die
- 28:08Speaker 2: Dinge
- 28:09Speaker 1: Im Alltag Zu Sehen und wahrzunehmen
- 28:12Speaker 3: und dann
- 28:12Speaker 1: in eine Übersetzungsfähigkeit zu kommen anderen mitteilen zu können, was steckt denn da eigentlich alles drin?
- 28:18Speaker 2: Also ein bisschen mehr Kuchenbacken.
- 28:21Speaker 2: Genau!
- 28:21Speaker 2: Sie haben ganz zum Schluss die Zuhörerinnen und Zuhörer ermutigt mutig zu sein.
- 28:26Speaker 2: Was ist denn ein Impuls den sie sich wünschen, den sie jedem mitgeben möchten?
- 28:32Speaker 1: Mutig zu seien auch in herausfordernden Zeiten und sich immer wieder zu besinnen, was es unser Auftrag ist das Kindeswohl im Blick zu behalten Optionen zu schaffen, dass diese Kinder eine gute Zeit in der Kita haben.
- 28:50Speaker 1: Und das wäre mir wirklich ein Anliegen aus dem ganzen KTK zu sagen und dafür stehen wir ein und ich glaube es wird... Immer mehr wichtiger werden auch den Mut zu haben dafür einzugestehen, dass alle Kinder die gleichen Rechte haben und das wir Sorge dafür tragen.
- 29:08Speaker 1: Dass wir uns ermöglichtes dafür tun, dass sie auch die gleichen Chancen haben.
- 29:12Speaker 2: Ob Humor, persönliche Stärkung oder gelebtes Qualitätsmanagement – Alle Gespräche zeigen, dass gute Kita-Arbeit viele Bausteine braucht.
- 29:22Speaker 2: Es geht um Menschen, um Beziehungen und um Strukturen, die im Alltag tragen.
- 29:26Speaker 2: Genau darin liegt die Qualität, die das Motto dieses Fachtags beschreibt.
- 29:30Speaker 2: Und damit kommen wir nun zum Schluss unserer Sendung!
- 29:33Speaker 2: Danke fürs Zuhören und bis bald.
- 29:34Speaker 2: – ich bin Pauline
- 29:42Speaker 0: Erdmann.