Latest / DAZWISCHEN Der Sachsen-Anhalt-Podcast / Warum so broke, Sachsen-Anhalt?
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- 0:02Wir haben eine massiv eignende Bevölkerung, deren Renten wir jetzt alle bezahlen müssen.
- 0:07Das reduziert die Löhne und verringert den Spielraum der Unternehmer, um zu investieren.
- 0:12Es löst auch Druck aus, dass Unternehmer vielleicht lieber woanders billiger produzieren wollen.
- 0:17Also gibt es jetzt lauter Spannungen. Das sagt Schlotte Bartitz,
- 0:23Professorin für Finanzwissenschaft an der Universität Leipzig. Sie beschreibt, was wir derzeit
- 0:28wohl alle irgendwo erleben, sei es im Alltag oder bei der Debatte
- 0:32um die Vergesellschaftung von Wohnraum, wie wir es in Berlin erleben. Es
- 0:36geht um die Frage der Vermögensverteilung und auch Ungleichheit. Eine Frage, die
- 0:40brisanter ist denn je, bei uns in Deutschland, aber auch in ganz
- 0:44Europa, wenn wir zu den Protesten nach Frankreich oder auch Spanien schauen.
- 0:48Und sie hat Folgen, nicht nur ganz individuell, sondern auch für die
- 0:51gesamte Gesellschaft, sagt Clara Löffler vom Munich International Stone Center für Inequality
- 0:56Research der Universität München. Menschen, die über geringere Rücklagen verfügen, können natürlich
- 1:03Schocks wie Arbeitslosigkeit, Einkommensausfälle oder unerwartete Ausgaben schlechter abfedern. Das zweite ist aber,
- 1:11dass Vermögen eine andere Form der Zukunftsplanung ermöglicht. Was hat das
- 1:17mit Sachsen-Anhalt und überhaupt Ostdeutschland zu tun? Eine Menge. Denn die
- 1:21Vermögensungleichheit ist bis heute ganz besonders zwischen Ost und West ausgeprägt. Welche
- 1:27Gründe es dafür gibt, wie sich die Vermögensungleichheit auf Sachsen-Anhalt auswirkt
- 1:31und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt, unser Thema heute bei Dazwischen. Zuerst werfen
- 1:45wir aber noch einmal einen Blick auf die Lage in Sachsen-Anhalt.
- 1:49Dort steht weiter die Frage aus, wie eine Regierung gebildet werden kann.
- 1:53Ulrich Sigmund gibt sich weiterhin siegesgewiss, dass er im Dezember für die
- 1:56AfD zum Ministerpräsidenten gewählt werden wird. Woher die nötigen Stimmen kommen, ist
- 2:01weiterhin unklar. Das BSW sagt immer noch, ihn nicht wählen zu wollen,
- 2:05und die AfD alleine hat nicht die nötigen Stimmen. Ja, und ob
- 2:08das BSW wirklich nicht Sigmund wählt, das werden wir dann sehen im
- 2:11Dezember. Für Aufruhr jetzt vorab hat auch noch etwas anderes gesorgt, nämlich
- 2:15eine Sondersitzung im Landtag. Für diejenigen, die das nicht mitbekommen haben: Das
- 2:20BSW und die AfD hatten diese Sondersitzung einberufen und dort einen gemeinsamen
- 2:24Antrag eingereicht. Und zwar ging es um das Ende der Waffenlieferungen an
- 2:28die Ukraine und auch um ein Ende der Russlandsanktionen. Darüber wurde heftig diskutiert,
- 2:34zum einen von der Opposition, dass dieses Thema ja kein Landesthema ist
- 2:38und eigentlich überhaupt gar nichts im Landtag zu suchen hat und einfach
- 2:41nur Symbolpolitik ist. Und naja, am Ende haben AfD und BSW diesen
- 2:46Antrag wenig überraschend auch durchgebracht, weil sie zusammen die meisten Stimmen eben
- 2:51hatten. Wir sehen darin ja einen nächsten Schritt der Zusammenarbeit,
- 2:55der vielleicht auch schon einen Hinweis darauf gibt, wie eben die von
- 2:59dir gerade angesprochene Ministerpräsidentenwahl im Dezember ausgehen könnte. Genau, das ist in
- 3:04Sachsen-Anhalt gerade los. Und ansonsten gab es natürlich auch noch Feedback
- 3:08zu unserer letzten Folge. Wir haben zum Beispiel ganz viele Glückwünsche bekommen
- 3:12zu unserer Nominierung für den Grimme Online Award und freuen uns da
- 3:16immer noch total drüber. Ich habe es auch immer noch nicht 100
- 3:19realisiert, aber es ist schon echt eine coole Geschichte. Und dann
- 3:23gab es auch noch eine ganz tolle Rückmeldung auf unseren Newsletter. Franziska
- 3:27hat uns nämlich geschrieben: „Hallo ihr Lieben, dieses Mal ist mir euer
- 3:31Newsletter auf ganz andere Weise sehr nützlich geworden. Am Abend vor der
- 3:34Wandertour im Harz mit meiner besten Freundin habe ich noch zufällig im
- 3:37Newsletter gelesen, bei den Veranstaltungstipps ist mir der Harzlauf aufgefallen. Schnell noch
- 3:42eine neue Tour rausgesucht und sehr, sehr froh gewesen, diese Info vorher
- 3:46bekommen zu haben, anstatt sich am Tag darauf dann zu ärgern. Vielen
- 3:50Dank dafür!“ Schön! Genau, also ich denke, genau so sollte das doch
- 3:54sein mit unserem Newsletter. Und wenn ihr den noch nicht abonniert habt
- 3:57und euch nicht ärgern wollt, weil ihr etwas Tolles verpasst, dann macht
- 4:00das doch noch. Jede Woche kostenlos und liebevoll zusammengestellt und geschrieben von
- 4:05Christian. Die Lebenshaltungskosten sind zum Teil unterschiedlich, aber auch nicht überall. Und
- 4:18wenn das genau die 10.000 sind, die man dann vielleicht
- 4:21übrig hat oder von denen man sich dann mal irgendwie etwas Besonderes
- 4:24leisten kann oder eben auch nicht, das ist natürlich schon ein ziemlich
- 4:27großer Unterschied immer noch. Absolut. Einkommensungleichheit ist Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung immer
- 4:33noch ein großes Thema, obwohl wir eigentlich auch sehen können, dass sich
- 4:37da einiges verbessert hat. Also ich und auch eine Vielzahl in meinem
- 4:42Umfeld, die stehen, würde ich sagen, zumindest auf dem Papier finanziell durchaus
- 4:46besser da als unsere Eltern in den 90er Jahren. Wir hatten einen
- 4:51besseren Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen, viele haben studiert und mittlerweile auch ganz
- 4:56gut bezahlte Jobs. Und das lässt sich tatsächlich auch erstmal statistisch belegen.
- 5:00Nicht nur in Gesamtdeutschland ist der Bruttojahresverdienst gestiegen, sondern auch im Osten.
- 5:05Es gab früher eine riesige Lohnlücke, und die ist zwischen Ost und
- 5:08West in den letzten Jahrzehnten wirklich erheblich kleiner geworden. Vielleicht hier auch
- 5:12nochmal Zahlen zum Verantwortlichen: 2012 lag diese Lohnlücke noch bei 26 Prozent,
- 5:17was ich wirklich krass finde, und die war noch größer Jahrzehnte davor.
- 5:212024 liegt sie nur noch bei etwa 14 Prozent. Ja, so ist es.
- 5:25Irgendwie eine schöne Nachricht, dass es weniger geworden ist, aber ich finde
- 5:28es schon auch immer noch erstaunlich, wie viel es doch noch ist.
- 5:32Trotzdem würde ich auch grundsätzlich sagen, dass die Generation vor mir selbst,
- 5:35wenn ich jetzt das Gefühl habe, ich verdiene, glaube ich, mehr oder
- 5:37weiß es auch als weite Teile meiner Familie im gleichen Alter, dass
- 5:41ich trotzdem den Eindruck habe, dass sie sich mehr leisten konnten. Also
- 5:45ich gehe sehr, sehr stark davon aus, dass ich mir eher kein
- 5:49Haus oder eine Wohnung kaufen werden kann, wenn das nicht gerade irgendwo
- 5:53im Nirgendwo ist, weil die Preise so krass gestiegen sind, dass ich
- 5:58mir selbst mit meinem guten Gehalt – und ich erlebe das auch in
- 6:00meinem kompletten Umfeld – dass wir uns das gar nicht leisten können. Und
- 6:04da kommt etwas anderes ins Spiel, nämlich Vermögensungleichheit. Einkommen und Vermögen sind
- 6:10nämlich nicht das Gleiche. Genau. Aber was wird eigentlich wirklich unter diesem
- 6:14Begriff Vermögen verstanden? Ich glaube, in der Gesamtheit, wie es berechnet wird,
- 6:19weil eben dann doch Begrifflichkeiten ganz oft irgendwie in so einer Debatte
- 6:22schnell in einen Topf geworfen werden. Und deshalb wollte ich das noch
- 6:25einmal ganz am Anfang dieser Folge klären und habe bei Clara Löffler
- 6:29vom Munich International Stone Center for Inequality Research nachgefragt. Wenn man über
- 6:37Vermögen spricht, denken viele zuallererst an das Geld, das auf dem Konto
- 6:42liegt. Ganz entscheidend ist aber die Frage danach, wem Eigentum gehört. Das
- 6:49heißt, wem gehören zum Beispiel Immobilien oder Unternehmen. Und da ist es
- 6:58erstmal ganz wichtig, zu unterscheiden zwischen Einkommen und Vermögen, auch wenn
- 7:05Einkommen und Vermögen natürlich nicht völlig entkoppelt voneinander sind. Wir bezeichnen Einkommen
- 7:12in der Forschung als Stromgröße. Das heißt, es handelt sich um regelmäßige
- 7:17Einnahmen, wie für die allermeisten das Gehalt, aber auch Dividenden aus Aktien
- 7:23oder Mieteinnahmen. Und Vermögen ist eine Bestandsgröße. Das heißt, es ist der
- 7:30Wert von dem, was Menschen besitzen. Davon ziehen wir dann die Schulden
- 7:36ab und sprechen dann in der Forschung von Nettovermögen. Man kann zusammenfassen:
- 7:42Es geht also um viel mehr als nur das Einkommen durch mein
- 7:44Gehalt. Genau. Und jetzt könnten wir uns ja die Frage stellen: Naja,
- 7:48vielleicht ist ja beim Vermögen der Unterschied zwischen Ost und West dann
- 7:52wiederum gar nicht so groß wie eben bei der beschriebenen Lohnlücke. Aber
- 7:56auch da lassen sich deutliche Unterschiede erkennen. Wenn wir uns zum Beispiel
- 7:59das Nettohaushaltseinkommen anschauen, im ersten Moment könnte man auch da denken, hier
- 8:04geht es eigentlich nur um das Einkommen im Sinne von Lohn eines
- 8:07Haushaltes. Tatsächlich fließt in die Berechnung aber viel mehr ein, nämlich das
- 8:11Gehalt oder Einkommen durch Selbstständigkeit, Unterhaltszahlungen, Bürgergeld, Elterngeld, Renten, Pensionen sowie die
- 8:17Einkünfte aus Vermietung und Kapitalanlagen. Und abgezogen werden dann zum Beispiel noch
- 8:21Steuern und Sozialabgaben. Und wie ist es da im Vergleich zwischen Ost
- 8:25und West? Sieht es da auch anders aus? Ja, also mit 7.247
- 8:31Euro wirkt die Lücke da ja ein bisschen kleiner, wenn wir uns
- 8:35einfach nur auf diese Zahl fokussieren. Aber die Zahlen, die das
- 8:38Statistische Bundesamt veröffentlicht hat, zeigen einfach, dass sich die Lücke zwischen
- 8:43Ost und West, anders als bei der Lohnlücke, nicht verkleinert hat, sondern
- 8:47vergrößert. Also tatsächlich liegen auf den ersten drei Plätzen Bayern, Baden-Württemberg
- 8:51und Hessen. Bayern ganz weit vorne mit einem Nettohaushaltseinkommen von 53.067
- 8:57Euro. Und auf den letzten Plätzen, auf dem allerletzten Platz, liegt Sachsen
- 9:01Anhalt, gefolgt von Sachsen. Und Sachsen-Anhalt hat da ein Nettohaushaltseinkommen von
- 9:0638.284 Euro. Und man sieht schon, dann doch sehr deutlich, es
- 9:15sind einfach dann doch die Westländer und auch die, an die man
- 9:18immer denkt, die da ganz weit vorne sind und der Osten eben
- 9:22ganz weit hinten. Und dann ist dieses Vermögen auch nochmal nicht nur
- 9:25innerhalb von Ost und West, sondern auch zwischen gesellschaftlichen Schichten unterschiedlich verteilt.
- 9:30Okay, und was bedeutet das dann? Naja, Klara Löffler sagt ganz allgemein für
- 9:34die Mittelschicht sind eigentlich vor allem Immobilien in Form von Wohneigentum, also
- 9:40eine eigene Wohnung oder ein Haus, von besonderer Bedeutung für das
- 9:43Vermögen. Und für die oberen Vermögen sind es dann eben Unternehmensvermögen und
- 9:48Kapitalanlagen. Und da fällt gerade mit Blick auf Sachsen-Anhalt und auch
- 9:52Ostdeutschland auf, dass diese Sachen da eine untergeordnete Rolle spielen. Für
- 9:57die Menschen hier spielt eben ganz besonders das Ersparte eine große Rolle.
- 10:00Und ich finde, das klingt jetzt alles irgendwie auch so ein bisschen
- 10:03aus der Ferne erzählt. Aber wenn ich dann nochmal auf meine Freundinnen
- 10:08und Freunde zurückblicke, dann muss ich schon sagen, ich kenne in meinem
- 10:11privaten Umfeld, wenn ich so an Vermögen denke, da ist jetzt niemand
- 10:14reich. Aber ich kenne bei denjenigen, die einfach im Westen sozialisiert sind,
- 10:19viel mehr Menschen, die sich einfach mal easy 10.000, 15.000, 20.000
- 10:23Euro leihen könnten von ihrer Familie. Und bei denen, die wie ich
- 10:27im Osten sozialisiert sind, gibt es das eben kaum bis gar nicht.
- 10:31Und ich finde, das ist schon krass. Wie nimmst du das
- 10:35wahr? Ja, das macht einen ganz großen Unterschied aus. Also ich bin
- 10:38ja im Westen sozialisiert und ich kenne auf jeden Fall beides. Ich
- 10:43kenne Familien, wo das eben, wie du sagst, ganz gut möglich war,
- 10:46sich auch mal relativ viel Geld zu leihen oder wo auch mal,
- 10:49wenn mal was schiefgegangen ist, es nicht ganz so schlimm war.
- 10:52Und ich kenne genauso die Menschen, die irgendwie jeden Euro eigentlich umdrehen
- 10:56mussten. Und ich erinnere mich sehr gut an dieses Gefühl, was da
- 10:59immer da war, diese Sorge davor, wenn was schiefgeht. Was, wenn
- 11:02irgendwie eine unerwartete Zahlung kommt? Was, wenn jemand krank wird? Was ist
- 11:06wenn wir im Alter dann doch nochmal was brauchen? Und eben auch
- 11:10natürlich als Jugendliche oder Kinder, dass man diese Reise vielleicht nicht machen kann oder
- 11:14nicht so entspannt mal irgendwie, weiß ich nicht, sich dann einen Laptop
- 11:17besorgen kann oder so. Das macht natürlich total viel aus. Ja, ich
- 11:21will auch gar nicht dem absprechen, dass es das nicht gibt. Also
- 11:23ich kenne genauso die anderen Fälle, aber ich glaube, in der Gesamtheit
- 11:26ist dieses Beschriebene auch, dass da etwas mehr Vermögen, was nicht bedeutet,
- 11:30dass man reich ist, dass es das einfach mehr gibt und
- 11:33sich an vielen Stellen auch zeigt. Und gleichzeitig muss man auch sagen,
- 11:38haben sich so ein paar Sachen ja gar nicht so schlecht entwickelt.
- 11:40Wenn wir mal auf Immobilien kommen: Ich hatte ja mal in einer
- 11:43Folge erzählt, dass die Wohneigentumsquote in Sachsen-Anhalt 2022 bei etwa 42
- 11:48lag, gleich mit der Bundesebene, also kein schlechter Wert. Und jetzt
- 11:53muss man sich das aber nochmal genauer angucken, denn tatsächlich ist dieses
- 11:56Eigentum dann wiederum einfach insgesamt nicht so wertvoll wie in anderen Regionen
- 12:02Deutschlands. Also klar, wenn ich jetzt, nehmen wir mal Leipzig, in Leipzig
- 12:05eine Wohnung habe, Jackpot! Hier haben sich die Immobilienpreise krass entwickelt. Du
- 12:09hast mega davon profitiert, wenn du hier vielleicht in den 90ern günstig
- 12:12eine Wohnung kaufen konntest. Aber wenn wir uns mal Sachsen-Anhalt anschauen,
- 12:16weite Teile sind ländlich geprägt. Da gab es in der Form einfach
- 12:20keine Wertsteigerung. Also, und das ist eben nicht nur in Sachsen-Anhalt,
- 12:24sondern auch in anderen ländlichen Regionen, die vielleicht nicht auch von wachsenden
- 12:28Städten profitieren könnten, einfach der Fall. Und diese Art von Vermögensungleichheit, die
- 12:34setzt sich aus ganz unterschiedlichen Elementen zusammen. Schlotte Bartels, Professorin für Finanzwissenschaft
- 12:39an der Universität Leipzig, mit der habe ich auch über dieses Thema
- 12:42gesprochen. Sie fasst das Ganze nochmal so zusammen: Wenn wir also so
- 12:46durchschnittlich Finanzvermögen, Immobilienvermögen und Unternehmensvermögen vergleichen, schneiden die ostdeutschen im Vergleich zu
- 12:53den westdeutschen Haushalten bei Finanzvermögen am besten ab, weil sie da eben
- 12:57doch proportional auf Ersparnisse bilden konnten, während sie beim Immobilienvermögen, eben weil
- 13:03die Quadratmeterpreise bis heute niedriger sind, schlechter dastehen. Dann die größten, wenn
- 13:09man es jetzt nicht an absoluten Größen, also an Euros, bemisst. Unterschiede
- 13:13gibt es aber bei den Unternehmensvermögen. Strukturell sind die Unternehmen, die die
- 13:18ostdeutschen Haushalte besitzen, kleiner und seltener international vernetzt und weniger profitabel, wenn
- 13:25man sich anguckt, was man damit so verdient, als die Unternehmen von
- 13:29den westdeutschen Verhältnissen. Und das hält sich jetzt auch nach den mehreren
- 13:33Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung leider. Naja, und zu diesem Ganzen kommt noch
- 13:37eine weitere Komponente hinzu, die dazu führt, dass Vermögen eben auch nicht
- 13:41nur sehr unterschiedlich verteilt ist, sondern auch, ich würde sagen, sehr unterschiedlich
- 13:44weitergegeben wird. Und das ist eben Erben. 95 Prozent des vererbten und
- 13:48verschenkten steuerpflichtigen Vermögens in ganz Deutschland entfällt laut Statistischem Bundesamt auf Westdeutschland.
- 13:54Gut, ich meine, Westdeutschland hat natürlich auch eine insgesamt größere Fläche,
- 13:58mehr Einwohner, aber trotzdem klingt es natürlich nach einem total krassen Unterschied.
- 14:02Ja, 95 Prozent. Was heißt das denn konkret in Zahlen? Naja, also
- 14:06einfach ausgedrückt: Im Westen wurden im Jahr 2026 durchschnittlich pro Kopf etwa
- 14:112.100 Euro vererbt und verschenkt, im Osten 500 Euro. Und naja,
- 14:17weil diese Zahlen pro Jahr und pro Kopf runtergerechnet sind, kann man
- 14:21sich das vielleicht noch nicht so ganz gut vorstellen. Einfacher ist da
- 14:24vielleicht nochmal, was das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schreibt: Menschen in den
- 14:29ostdeutschen Bundesländern erhalten nicht nur seltener Erbschaften und Schenkungen als Westdeutsche, auch
- 14:34sind die erhaltenen Summen deutlich kleiner. Die durchschnittliche Erbschaft beträgt im Osten
- 14:39Deutschlands rund 52.000 Euro. Im Westen liegt sie dagegen bei 92.000 Euro.
- 14:44Ob auch die Zeit schreibt, bei den Schenkungen fällt der
- 14:47Unterschied zwischen Ost und West drastischer aus. So lag der Durchschnittswert einer
- 14:51Schenkung im Westen zuletzt, also im Jahr 2023, bei gut 60.000
- 14:55Euro. Im Osten lag der Durchschnittswert bei weniger als 20.000 Euro.
- 15:04Halten wir also fest: Die Vermögensungleichheit in Deutschland, gerade in Bezug auf
- 15:09Ost und West, ist immer noch stark ausgeprägt und zwar in verschiedenen
- 15:12Bereichen, die unter Vermögen fallen. Ein Grund dafür sind sicherlich auch die
- 15:16in vielen Bereichen noch immer großen Lohnunterschiede, aber eben vor allem auch
- 15:20die Fragen nach Immobilienvermögen und Unternehmenswerten. Ja, und genau diese Frage, die
- 15:26hat verdammt viel mit dem Ende der DDR und der Wiedervereinigung zu
- 15:29tun. Klar, die großen Betriebe, egal in welchem Bereich, waren in staatlicher
- 15:33Hand. Mit dem Ende der DDR wurden diese privatisiert und in das
- 15:37westdeutsche System überführt. Stichwort Treuhand. Ganz genau. Vielleicht da ein kleiner historischer
- 15:43Exkurs: Am 17. Juni 1990 verabschiedete die letzte Volkskammer der DDR das
- 15:49Treuhandgesetz. Und die Idee war, eine eigens gegründete Anstalt sollte die ostdeutsche
- 15:54Wirtschaft so umstrukturieren, dass sie von der Planwirtschaft auf die soziale Marktwirtschaft
- 16:00wechseln konnte und auf ein gemeinsames Deutschland vorbereitet wird. Ist ja jetzt
- 16:04erstmal keine schlechte Idee. Wir wissen ja, aber funktioniert hat das Ganze
- 16:08nur bedingt. Zahlreiche Betriebe mussten geschlossen werden, auch weil sie nicht wettbewerbsfähig
- 16:13waren. Eine ganze Reihe wurde aber auch einfach sehr, sehr günstig verkauft.
- 16:18Und eben größtenteils an den Westen. Ja, ich habe dazu nochmal Zahlen
- 16:21mitgebracht, die ich bei der Bundeszentrale für politische Bildung gefunden habe: 80
- 16:25Prozent der ehemals volkseigenen Betriebe gingen bis 1994 an Westdeutsche. Nochmal 14
- 16:32Prozent ans Ausland und nur 6 Prozent an ehemalige DDR-Bürgerinnen und
- 16:36DDR-Bürger. Also ich meine, allein diese Zahlen zeigen ja schon, dass
- 16:39hier eine massive Verschiebung von Vermögen stattgefunden hat. Und da brauchen wir
- 16:43uns ja nicht wundern, warum heute zum Beispiel Unternehmensvermögen so viel anders
- 16:46ausgeprägt ist. Und Clara Löffler beschreibt das so: Vor allem produktivere Unternehmen
- 16:53fielen häufiger in westdeutsche Hände, was natürlich auch damit zu tun hatte,
- 16:59dass Ostdeutschen das notwendige Kapital fehlte. Aber man darf natürlich auch nicht
- 17:04vergessen, dass diese Investoren aus Westdeutschland massiv staatlich auch subventioniert worden sind.
- 17:14Und diese Entscheidungen aus den 90er Jahren prägen die Unternehmensstruktur in Ostdeutschland
- 17:21bis heute. Das heißt, größere Unternehmen in Ostdeutschland haben ihre Zentralen meist
- 17:28im Westen. Und diese Zentralen bringen natürlich einerseits Produktivvermögen mit sich. Das
- 17:36heißt, auch hier geht es um die Frage: Wem gehören die Unternehmen,
- 17:41aber natürlich auch einkommensstarke Jobs. Während natürlich der massive millionenfache Jobverlust im
- 17:50Zuge der Transformation dazu geführt hat, dass viele Ostdeutsche auch gar kein
- 17:55Geld über lange Zeit zurücklegen konnten. Das heißt aber nicht, dass sich
- 18:00kein ostdeutsches Betriebsvermögen gebildet hat. Tatsächlich ist Betriebsvermögen in Ostdeutschland fast genauso
- 18:07häufig vertreten wie in Westdeutschland. Es hat sich ein breiter Mittelstand aufgebaut,
- 18:14aber dieser Mittelstand ist deutlich kleinteiliger und verfügt damit eben auch über
- 18:19einen deutlich geringeren Vermögenswert. Naja, und genauso wie Unternehmen nach 1990 oder
- 18:28Unternehmensvermögen nach 1990 neu geordnet wurden, betraf das dann eben auch Immobilien.
- 18:33Circa 1,2 Millionen Immobilien in Ostdeutschland wurden bis zum Ende der
- 18:3990er Jahre privatisiert. Das betraf dann circa 20 Prozent des gesamten Wohnungsbestands
- 18:45in Ostdeutschland. Und auch hier ging natürlich ein großer Teil an Westdeutsche.
- 18:51Einerseits natürlich im Zuge der Restitutionsverfahren, aber auch im Rahmen der Altschuldenhilferegelung,
- 19:00die dann dazu führte, dass staatliche Wohnungsbestände an Privatinvestoren verkauft worden sind.
- 19:07Und hinzu kam dann natürlich auch die Subvention von Wohnungskäufen im Osten,
- 19:14von der ebenfalls überwiegend Westdeutsche profitierten, wenn auch natürlich damit Modernisierungen einhergingen.
- 19:23Ja, wenn man das so hört, dann kriegt man ja schon eine
- 19:26Idee davon, dass die Auswirkungen davon, wie das damals geregelt worden sind,
- 19:29heute immer noch total wirksam sind und für viele, viele Probleme sorgen.
- 19:34Und auch damals gab es ja schon viel Kritik daran. Warum hat
- 19:38man sich denn trotzdem entschieden, das so zu lösen? Und hätte es
- 19:41da vielleicht auch andere Alternativen gegeben? Das habe ich mich auch gefragt,
- 19:45weil jetzt mal als Beispiel: Wir leben beide in Leipzig und ehrlicherweise
- 19:49also ich glaube, die meisten Leute haben einen Vermieter aus München. Also
- 19:53ich könnte bestimmt zehn Leute aufzählen, nur als Beispiel. Aber wie krass
- 19:57das natürlich ist. Clara Löffler sagt, es ist ziemlich spekulativ, tatsächlich, wenn
- 20:01man jetzt fragt: Naja, was wäre denn passiert, wenn 1990 und auch
- 20:05in der Zeit danach? Man muss ja schon sagen, die Leute hatten
- 20:07auch hier keine Kohle, um Großhäuser zu kaufen. Also wer hätte es
- 20:11denn sonst machen sollen, wenn damals anders gehandelt worden wäre? Aber sie
- 20:16sagt auch, es hat durchaus Ansätze gegeben, und die wurden so nicht
- 20:20genutzt. Laut Clara Löffler schlug beispielsweise die IG Metall damals eine öffentlich
- 20:25finanzierte Industrieholding vor, in der sanierungsfähige Betriebe über drei bis fünf Jahre
- 20:31modernisiert werden sollten. Und daneben gab es dann wohl auch noch Vorschläge
- 20:34für Beschäftigungsbeteiligungen oder Bürgeranteile am ehemaligen Volkseigentum. Ich bin gerade so ein
- 20:40bisschen an dem Punkt „sanierungsfähige Betriebe“ hängen geblieben, weil das kam ja
- 20:44auch eben in dem Ton schon mal vor. Manche Betriebe waren vielleicht
- 20:47wirtschaftlich gar nicht so richtig in der freien Marktwirtschaft sozusagen konkurrenzfähig. Wie
- 20:51war das denn? Ging es dann darum, dass dann bestimmte Standards erst
- 20:54eingehalten werden mussten oder aufgebaut und sozusagen Unternehmer auch ein Risiko eingegangen
- 20:59sind oder erst mal Betriebe finanzieren mussten? Oder worum geht es da
- 21:03genau bei sanierungsfähig? Ich hatte tatsächlich, also das war so ein Papier
- 21:07von der IG Metall, und ich muss ehrlich sagen, dass ich so
- 21:09davon vorher noch nicht gehört hatte. Und ich habe da nochmal nachgelesen,
- 21:14unter anderem in einem längeren Beitrag, kann ich wirklich empfehlen, des Geschichtsprofessors
- 21:18Detlef Brunner, der wurde veröffentlicht in „Gewerkschaften und Ostdeutsche Transformation“ von der
- 21:24gewerkschaftsnahen Hans Böckler Stiftung. Und da ist das nochmal ein bisschen konkreter
- 21:27beschrieben, wie das gemeint war. Die Idee war eben, diese Treuhand-Industrieholding
- 21:31zu gründen, und diese sollte etwa zwei Drittel der teuren Industriebetriebe, die
- 21:36nicht sofort aus eigener Kraft eben wirtschaftlich waren oder rentabel genug, um
- 21:41sie zu verkaufen, übernehmen. Und die Idee war: erst sanieren und wenn
- 21:45sie stabil sind, verkaufen. Für eben maximal fünf Jahre sollte diese Sanierungsphase
- 21:50dauern. Und was ich da echt spannend finde, die Kriterien, nach denen
- 21:54du ja gerade gefragt hast, für die sich entschieden werden sollte für
- 21:57oder gegen eine Sanierung, und da lese ich mal vor: „Sind die
- 22:00gesellschaftlichen Folgekosten für Arbeitslosenunterstützung, Steuer- und Versicherungsfälle sowie verlorene Wertschöpfung höher
- 22:06als eine Subventionierung der Produktion, sollte die Sanierung auf jeden Fall versucht
- 22:11werden.“ Also da wurde wirklich über den gesamtgesellschaftlichen Wert dieses Unternehmens und
- 22:16was es langfristig bedeuten würde, wenn man jetzt, ich sag mal, nicht
- 22:19den langen Weg geht, sondern einfach das Unternehmen schließt. Total spannend, und
- 22:23ich muss auch sagen, dass ich dann immer merke, dass ich da
- 22:25so eine kleine Wissenslücke habe, weil ich natürlich davon gehört habe, aber
- 22:29es mir trotzdem schwerfällt, mir diese Zeit ganz konkret vorzustellen und
- 22:33wie das so war, als dann auf einmal so ganze Fabrikhallen und
- 22:36Landstriche so halbleer waren und man gar nicht wusste, geht es hier
- 22:39weiter, wird unsere Industrie ganz geschlossen oder wird das irgendwie gerettet und
- 22:43erhalten und unter welchen Bedingungen. Also das ist ja, ja, dabei ist
- 22:46das so prägend und so präsent eigentlich. Naja, und zusätzlich sollte dann
- 22:50auch der Bund noch politische Anreize schaffen, dass eben ostdeutsche Produkte weiter
- 22:54gekauft werden, wie zum Beispiel, dass auf diese Produkte eine Zeit lang
- 22:58die Mehrwertsteuer weggelassen wird. Es klingt jetzt erstmal, ja, was die IG
- 23:02Metall vorgeschlagen hat und auch was du gerade nochmal erklärt hast, ja,
- 23:05eigentlich gar nicht nach so schlechten Optionen, die da auch im Raum
- 23:08standen als Alternativen. Warum hat man sich nicht dafür entschieden, das so
- 23:11zu machen? Clara Löffler hat da zwei Gründe. Sie sagt, einerseits wollte
- 23:15man die Privatisierung eben so schnell wie möglich vollziehen und gleichzeitig wollte
- 23:19man eben auch diese massive Abwanderung, die da bereits im Gange war,
- 23:24die wollte man in gewisser Weise verhindern, indem so schnell wie möglich
- 23:27die Wiedervereinigung vollzogen wird und man eben auch so schnell wie möglich
- 23:31die Industrie transformiert. Und da muss man schon sagen, dieses Konzept der
- 23:35IG Metall, das wäre auf jeden Fall zeitaufwendiger gewesen. Andererseits glaube ich,
- 23:39dass es auch mit dem Zeitgeist damals zusammenhängt, der gewissermaßen bis heute
- 23:45andauert, und zwar einem neoliberalen Zeitgeist, der staatliche Eingriffe stark abgelehnt hat
- 23:54und die Vorstellung hatte, dass der Markt sich von alleine regelt. 00:24:01.000 --> 00:24:08.000 Private Investoren arbeiten am effizientesten und wissen am besten, was gut für
- 24:08eine erfolgreiche Unternehmensführung ist. Naja, und so wurde eben während der Zeit
- 24:14der Wiedervereinigung Vermögen, sei es in Form von Immobilien oder eben auch
- 24:18Unternehmen, neu verteilt. Es ist bis heute mehrheitlich im Westen geblieben und
- 24:23sorgt dadurch auch generationsübergreifend für andere Staatsbedingungen. In der Soziologie nennen wir
- 24:28das den Matthäuseffekt. Das heißt, wer hat, dem wird gegeben. Wer Eigentum
- 24:33hat, kann aus diesem Eigentum, je nachdem, um welche Art von Eigentum
- 24:38es sich handelt, Einkommen erzielen, was dann wiederum langfristig zu Vermögen wird.
- 24:46Wer in den eigenen vier Wänden wohnt, kann mehr sparen und profitiert
- 24:51langfristig von Wertsteigerungen. Er kann seinen Status in gewisser Weise auch
- 24:59an die nächste Generation weitergeben. Wir können also feststellen, es gibt immer
- 25:10noch große Vermögensunterschiede zwischen Ost und West. Diese Vermögensunterschiede und wie
- 25:14sie damals entstanden sind, sorgen sozusagen für einen Effekt, dass sie sich
- 25:17auch eigentlich aufrecht erhalten. Es ist ziemlich schwierig, diese abzubauen. Jetzt
- 25:22kann man sich natürlich fragen, warum es denn wichtig ist, darüber zu
- 25:25sprechen und sich diese Unterschiede bewusst zu machen. Wollen wir hier einfach
- 25:28nur rumjammern? Nein, ich finde, das lässt sich eigentlich auch aus dem
- 25:31was bereits gesagt worden ist, ableiten. Wer Vermögen hat, hat ganz
- 25:35andere Staatsvoraussetzungen und Zugänge im Leben. Man hat eine ganz andere Chance,
- 25:41sich zu beteiligen, vielleicht auch selbstwirksam zu fühlen. Man hat vielleicht andere
- 25:45Sorgen und Probleme. Man kann auch auf Veränderungen besser reagieren. Und
- 25:50ich glaube auch, dass das natürlich etwas mit einem Gefühl macht und
- 25:53mit einer Zugehörigkeit zu Deutschland. Wenn man mit der
- 25:57Wiedervereinigung eben so ein ungleiches Gefühl verbindet und auch diesen Ausverkauf und
- 26:03das Gefühl hat, dieser Prozess hat vielleicht auch die Demokratie gar nicht
- 26:06so viel für mich getan, kann ich mir vorstellen, dass das auch
- 26:09andere große Auswirkungen hat und auch einfach darauf, welche Handlungsmöglichkeiten man hat.
- 26:14Ganz genau. Und was du eben beschreibst, das unterscheidet nicht nur Clara
- 26:17Löffler, sondern auch die Forschung, eben in individuelle und gesellschaftliche Folgen. Vermögen
- 26:22ist einfach entscheidend dafür, wie ich mich gegen Krisen absichern kann und
- 26:26am Ende auch, wie ich Krisen begegne. Menschen, die über geringere Rücklagen
- 26:31verfügen, können natürlich Schocks wie Arbeitslosigkeit, Einkommensausfälle, unerwartete Ausgaben schlechter abfedern. Das
- 26:39zweite ist aber auch, dass Vermögen eine andere Form der Zukunftsplanung ermöglicht.
- 27:05Vermögen ermöglicht Entscheidungen, die wir als High Risk, High Reward bezeichnen würden.
- 27:14Das heißt, Entscheidungen, die erstmal mit einem größeren Risiko verbunden sind, sich
- 27:18dann aber langfristig finanziell stärker auszahlen. Vermögen spielt natürlich in einer alternden
- 27:28Gesellschaft auch zunehmend eine größere Rolle, in der der Sozialstaat stärker unter
- 27:34Druck steht. Es spielt natürlich auch eine erhebliche Rolle in Großstädten,
- 27:41in denen die Wohnungen immer teurer werden. Und ich finde, was sie
- 27:46beschreibt, ist eben einfach das, was wir gerade an so vielen Stellen
- 27:49erleben und auch ganz am Anfang der Podcast-Folge beschrieben haben. Dieser
- 27:53Druck, gerade auf Wohnraum und auf Mieten, den man nochmal in Großstädten
- 27:56auch in ostdeutschen Großstädten gerade sehr, sehr stark spürt, weil dann die
- 28:01Löhne doch eben nicht so mitgestiegen sind und alles teurer wird. Und
- 28:04dieser Druck wirkt sich aber dann eben auch noch auf
- 28:08die Gesellschaft aus. Ich denke, ganz wichtig ist aber auch, darüber nachzudenken,
- 28:16welche Folgen Vermögensungleichheit für die Demokratie hat, aus Sicht der Nicht-
- 28:24oder Wenigervermögenden. Hier ist nicht allein entscheidend die tatsächliche Situation der
- 28:34Menschen, sondern auch, wie diese Situation wahrgenommen und gedeutet wird. Das heißt,
- 28:42welche Ursachen Menschen der Vermögensungleichheit zuschreiben und ob diese Ursachen oder das
- 28:51Ausmaß der Ungleichheit als gerecht oder ungerecht ist. Ein Beispiel wäre das
- 28:59meritokratische Versprechen, das ein ganz zentrales Versprechen in demokratischen Gesellschaften ist, dass
- 29:05Leistung sich lohnt. Damit verbunden ist eben auch das Versprechen, durch Leistung
- 29:13zu Immobilieneigentum zu gelangen. Das Erreichen von Immobilieneigentum im Laufe eines
- 29:22Lebens ist nach wie vor ein zentraler Anker für viele Biografien oder
- 29:28für die Lebensplanung. Da sind wir doch eigentlich bei einer Frage,
- 29:33die auch im Rahmen der Wahlen viel besprochen wurde. Also das Gefühl
- 29:36vieler Menschen in Ostdeutschland, dass ihre Leistung weniger wert ist und die
- 29:40Sorge davor, dass das Erreichte wieder verschwindet. Auch das Gefühl, dass
- 29:43einem irgendwie was übergestülpt wird. Frusterfahrung mit Demokratie und Politik, ein Gefühl
- 29:48von weniger Selbstwirksamkeit. Das kann sich vermutlich ja auch auf die
- 29:52Wahlentscheidung auswirken oder die Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik. Ja, tatsächlich, sagt
- 29:57Tara Löffler, dass der ganz konkrete Einfluss von Vermögensungleichheit auf
- 30:02die Demokratie bislang noch gar nicht so gut erforscht ist, weil die
- 30:05Vermögensforschung dann doch eine noch relativ junge Wissenschaft ist. Aber man kann
- 30:10zum Beispiel auch aus der Selitenforschung ableiten, dass große finanzielle Mittel großen Einfluss auf
- 30:15politische Entscheidungen haben, Stichwort Lobbyarbeit. Und wir merken, dass Wohnen, Einkaufen, überhaupt
- 30:21Leben immer teurer wird. Selbst diejenigen, die eigentlich ein gutes Gehalt haben,
- 30:25das hast du am Anfang ja schon mal gesagt, fühlen sich finanziell
- 30:28immer stärker unter Druck gesetzt. Psychologisch kann man auch begründen, dass
- 30:32solche Sorgen und Ängste begünstigen, dass man mehr auf sich selbst schaut
- 30:35und mehr in so eine Art Überlebensmodus verfällt. Weniger offen wird dadurch.
- 30:40Lässt sich daraus ableiten, dass die Ungleichheit gerade noch größer wird? Ich
- 30:44hätte jetzt tatsächlich von meinem Gefühl heraus und von dem, was ich
- 30:47weiß, ja gesagt. Ja, interessanterweise sagt Charlotte Bartitz von der Universität Leipzig,
- 30:52da nein. Wir haben hier keine explodierende Ungleichheit. Die ist immer schon
- 30:56da gewesen. Aber es ist uns nicht aufgefallen, weil alles andere anders
- 31:00war. Ja, weil die Lebensmittel, die Lebenshaltungskosten eben nicht so hoch waren,
- 31:06war das nicht so schlimm. Ja, und jetzt leben die meisten Menschen
- 31:09ja auch in Wohnungen, wo die Miete gar nicht morgen erhöht wird.
- 31:13Aber sie erleben, dass bei anderen drumherum die Miete erhöht wird. Und
- 31:18das löst Ängste aus, dass, falls man das selber erlebt und aus
- 31:21seiner Mietwohnung ausziehen muss, man viel mehr bezahlen muss und dass dann
- 31:25die Rente nicht reicht oder dass dann das Einkommen, wenn man zu
- 31:28den unteren 50 Prozent der Einkommensverteilung gehört, nicht reicht. Ja, wenn man
- 31:33sich verändern möchte, kann man das eben nicht mehr so einfach, weil
- 31:37man dann, wenn man eine neue Mietwohnung ziehen will, viel mehr bezahlen
- 31:40muss. Also, was ich sagen möchte, ist, die Vermögensverteilung ist eigentlich stimmig,
- 31:44ungleich und stabil. Ja, und das haben wir lange aber nicht thematisiert,
- 31:49weil es trotzdem den Menschen ja gut ging, weil die lange Zeit
- 31:53Löhne und Renten, die sind ja gestiegen, weil wir Wirtschaftswachstum hatten. Genau.
- 31:58Das hat sich jetzt aber ja geändert. Wir haben gerade kein oder
- 32:00nur ein sehr, sehr viel geringeres Wirtschaftswachstum. Die Ungleichheit, die immer da
- 32:04war, kommt dadurch jetzt stärker zum Tragen. Ganz genau. Und zu
- 32:09dieser Ungleichheit, die immer da war, wie es auch Charlotte Bartels erklärt,
- 32:12kommen dann ja eben auch noch eine ganze Reihe von Krisen
- 32:15in der Welt, die beispielsweise zusätzlich die Spritpreise in die Höhe schießen
- 32:19lassen, was Menschen mit Vermögen, das ihnen Sicherheit und Stabilität gibt, einfach
- 32:23sehr viel besser abpuffern können als andere. Obendrauf kommen dann auch
- 32:28noch strukturelle Herausforderungen. Wir haben eine massiv alternde Bevölkerung, deren Renten wir
- 32:34jetzt alle bezahlen müssen, was die Löhne reduziert, was den Spielraum der
- 32:38Unternehmer auch reduziert, um zu investieren. Es löst auch Druck aus, dass Unternehmer vielleicht
- 32:44lieber woanders billiger produzieren wollen. Also, es gibt jetzt lauter Spannungen, die
- 32:48die wirtschaftlichen Prozesse der letzten Jahre auslösen, die die Vermögensverteilungsfrage wieder risanter
- 32:54oder wieder mehr in den Fokus rücken, weil es zeigt, es gibt
- 32:57Leute, die haben mehr Ressourcen als andere. Das abzufedern. Ja, und das
- 33:01was Charlotte Bartels da beschreibt, trifft ja auch ganz besonders stark auf
- 33:05Sachsen-Anhalt zu. Darüber haben wir ja schon in diversen unserer Podcast-
- 33:08Folgen gesprochen. Könnte ich jetzt verschiedene nennen. Es ist halt einfach verwoben
- 33:12mit ganz vielen Themen und darum kommen wir auch immer wieder darauf
- 33:14zu sprechen, weil es eben so weitreichende Auswirkungen hat. Jetzt klingt das
- 33:18ja alles in allem ziemlich negativ. Gibt es denn Ansätze, wie sich
- 33:21die Vermögensungleichheit überwinden bzw. zumindest ein Stück weit verkleinern lässt? Mir fällt
- 33:26da beispielsweise die in den letzten Monaten immer wieder aufflammende Diskussion rund
- 33:30um die Erbschafts- und Vermögenssteuer ein. Vorschläge, die ja vor allem
- 33:34von links immer wieder eingebracht werden. Ja, das ist auf jeden Fall
- 33:37ein Thema. Charlotte Bartels und Clara Löffler sagen da beide, das
- 33:41hat mich auch überrascht, dass aus wissenschaftlicher Perspektive die Effekte auf die
- 33:45Vermögensungleichheit als gar nicht so groß eingeschätzt werden. Auch dass diese Steuer
- 34:09keinen großen Einfluss haben dürfte auf die tatsächliche Verteilung von Vermögen. Die
- 34:16Frage ist natürlich, inwiefern das ein gesellschaftliches Problem darstellt oder nicht. Denn
- 34:24natürlich könnten die Einnahmen, die aus diesen Steuern generiert würden, zu einer
- 34:33Art öffentlichen Vermögen beitragen bzw. könnte damit etwa der Wohlfahrtsstaat finanziert werden.
- 34:43Es geht also auch hier um die Frage, inwiefern wir die Abhängigkeit
- 34:49von Vermögen als privater Vorsorge im Alter etwa minimieren können. Ein starker
- 34:58Sozialstaat, bezahlbarer Wohnraum, gute Bildung, Finanzierung von Pflege machen Menschen weniger abhängig
- 35:06davon, ob ihre Familie Vermögen hat oder nicht. Also, ich finde, das
- 35:11ist ein ganz entscheidender Punkt, was sie da am Ende sagt. Das
- 35:14hat vielleicht keinen direkten Einfluss auf die Vermögensungleichheit sofort, aber natürlich, wenn
- 35:19man einen stärkeren Sozialstaat hat, wenn Menschen sich selbst privat weniger absichern
- 35:22müssen, haben sie vielleicht auch ganz andere Möglichkeiten zur Teilhabe und vielleicht
- 35:26auch ein eigenes Vermögen langfristig aufzubauen. Ganz genau. Um jetzt aber wirklich
- 35:31diese Vermögensungleichheit anzugehen, da sagt zum Beispiel Charlotte Bartels, müssen Menschen viel
- 35:37mehr dazu in die Möglichkeit versetzt werden, Selbstvermögen aufzubauen. Mir fällt da
- 35:42zum Beispiel als eine Idee eine Initiative ein, die ein Grunderbe für
- 35:46alle fordert. Was hält denn Charlotte Bartels von solchen Ideen? Naja, sie
- 35:50sagt, dass diese Idee eigentlich politisch gerade umgesetzt wurde, nur unter einem
- 35:54anderen Namen: die Frühstartrente. Hast du davon schon gehört? Ehrlicherweise nicht. Gut,
- 35:59dann erkläre ich es dir jetzt und auch allen, die noch nicht
- 36:01davon gehört haben. Also, diese Frühstartrente tritt zum 1. Januar 2027 jetzt
- 36:06in Kraft. Die Idee ist, Kindern soll frühzeitig Gelegenheit gegeben werden, eine
- 36:11Art Vorsorgevermögen aufzubauen. Gestartet wird erstmal mit zwei Geburtsjahrgängen, und zwar allen
- 36:17Kindern, die 2020 und 2021 geboren wurden. Diese Kinder erhalten vom
- 36:216. bis zum 18. Geburtstag monatlich 10 Euro vom Staat, insgesamt 1
- 36:27440 Euro pro Kind. Das Geld wird angelegt von der Bundesbank
- 36:31in Aktien. Das war eine Forderung von Ungleichheitsforschern schon vor vielen Jahren.
- 36:35Das ist eigentlich ein Schritt in die richtige Richtung, dass man
- 36:39sagt, wir haben hier eine gesellschaftliche Herausforderung, dass nicht alle Gruppen gleichen
- 36:44Zugang haben zu Finanzmärkten und da eine gewisse größere Distanz für bestimmte
- 36:50Gruppen besteht und wo der Staat aktiv helfen kann, sowohl finanziell, aber
- 36:55auch mit der Anlageentscheidung selber. Das hat sich auch empirisch schon in
- 37:00vielen Studien gezeigt, dass es hilft, wenn man die Entscheidung abnimmt, wo
- 37:04man investieren soll, weil viele Menschen eben davor zurückschrecken, sich überhaupt zu
- 37:08informieren und dann diese Entscheidung zu treffen. Es geht nicht darum, dass
- 37:11die Leute keine Mathe können und nicht einen Zinseszins ausrechnen können, sondern
- 37:15es macht einfach Mühe. Als ganz großes gelungenes Beispiel nennt sie da
- 37:20Schweden, wo diese Form von rentenaktienbasierten Renten noch sehr viel ausgeprägter
- 37:24ist. Sie sagt eben, es ist sehr viel wirkungsvoller, Menschen, die
- 37:27wenig haben, dazu verhelfen, etwas aufzubauen, als denjenigen, die viel haben, etwas
- 37:33wegzunehmen. Sie sieht da auch nochmal mit Blick auf den Osten
- 37:36ein größeres Potenzial im Finanzvermögen. Wir haben ja schon gesagt, dass
- 37:40es genau das in Ostdeutschland einfach eine größere Rolle spielt. Da wird viel
- 37:44gespart. In den Gesamtsummen ist das nicht unbedingt mehr, aber dort
- 37:48könnten Menschen mit dem Geld, was dort liegt, sag ich mal, einfach
- 37:52es schaffen, Vermögen zu vermehren. Clara Löffler sieht das auch ganz ähnlich
- 37:56und ich sehe auch die Idee dahinter. Allerdings bleibt bei mir dann
- 38:00trotzdem noch so ein bisschen die Frage: Wenn ich aber nichts habe,
- 38:03wie soll ich denn dann davon Vermögen aufbauen? Wir haben noch eine
- 38:06Sache offen: Immobilien. Es wurde sehr viel über Immobilienvermögen gesprochen. Was das
- 38:11betrifft, wie man das auflösen könnte, da haben jetzt weder Charlotte Bartels
- 38:14noch Clara Löffler direkt etwas dazu gesagt. Aber einen Hinweis gab es dann da schon.
- 38:19Nun ist Eigentum aber auch nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch die Möglichkeit der Mitbestimmung über große Fragen
- 38:23der eigenen Lebensgestaltung. Ich denke deshalb, dass, wenn wir Demokratie als
- 38:31ein Versprechen von Freiheit und Gleichheit zu Ende denken wollen, dass wir
- 38:47dann auch Fragen von Mitbestimmung an Eigentum stärker in den Blick nehmen
- 38:54müssen. Da muss ich jetzt direkt wieder an die derzeitige Diskussion bzw.
- 38:59an ein großes Wahlversprechen der Berliner Linken denken, nämlich große Wohnungskonzerne zu
- 39:03vergesellschaften. Ja, da denkst du auch tatsächlich an das richtige Thema. Clara
- 39:08Löffler sagt in Bezug auf diese Debatte da in Berlin, dass es
- 39:11zumindest zu diskutieren ist, ob es denn gerecht ist, dass eine Bevölkerung,
- 39:15die zur Attraktivität eines Ortes beiträgt, in dem Sinn ja auch zum
- 39:19Sog, den Berlin einfach ausgelöst hat, und dass diese Attraktivität des Ortes
- 39:23zur Wertschätzung von Immobilien beigetragen hat in bestimmten Vierteln oder eben ganzen
- 39:27Städten. Ob diese Bevölkerung dann nicht eigentlich finanziell auch davon profitieren sollte,
- 39:33statt eben nur diejenigen, die Immobilien halten. Und das geht ja nicht
- 39:36nur für Berlin, das geht auch für viele, viele andere Städte in
- 39:40ganz Deutschland. Ich glaube, die Frage der Vermögensungleichheit, um das mal abzuschließen,
- 39:43an der Stelle, lässt sich gar nicht so einfach beantworten, ob wir
- 39:46die lösen können und wie. Ich denke, es gibt verschiedene Ansätze und
- 39:50manche sollten wir vielleicht auch bereit sein, einmal auszuprobieren. Denn wenn wir
- 39:54es nicht ausprobieren, können wir ja gar nicht wissen, ob wir so
- 39:56Vermögensungleichheit überwinden könnten. Einiges hat sich durchaus verbessert. Das sehen wir eben
- 40:01einfach in Generationen, in meiner beispielsweise, die heute eine viel bessere Chance
- 40:06auf höhere Bildung hatte und auch eine bessere Chance auf Jobs mit
- 40:09besseren Verdiensten. Aber Clara Löffler sagt abschließend auch, natürlich ist die Frage,
- 40:15wenn man jetzt nochmal zurück zum Osten kommt, diese Personen, die einfach
- 40:19diese Möglichkeiten hatten, wie bleiben die auch langfristig im Osten, um dann
- 40:24diese Region zu stärken? Ich denke, es ist auch wichtig, die Unternehmen
- 40:31vor Ort zu stärken und die Anstellungsbedingungen vor Ort zu verbessern, damit
- 40:39dann im Endeffekt auch das Vermögen bzw. die Bildung, die gut Ausgebildeten
- 40:46vor Ort bleiben und damit dann auch dazu beitragen, die Region als
- 40:53Ganzes zu stärken. Vermögen, wie gesagt, wird nicht im luftleeren Raum gebildet.
- 41:01Um nochmal auf das Beispiel Immobilien zurückzukehren: Wertsteigerungen von Immobilien haben immer
- 41:08auch etwas mit der Attraktivität einer Region insgesamt zu tun. Diese
- 41:15Attraktivität entsteht natürlich durch die Aktivitäten der Menschen vor Ort. Ja, ich
- 41:26glaube, das Thema Vermögensungleichheit wird uns noch sehr, sehr lange beschäftigen und
- 41:30wahrscheinlich auch immer wieder. Das habe ich ja eben schon mal gesagt.
- 41:33Das kommt in vielen, vielen Facetten vor und hat einfach auch Auswirkungen
- 41:36auf fast alle Themen, über die wir sprechen. Es ist eben
- 41:40auch nichts, was sich über einen ganz kurzen Zeitraum lösen lässt oder
- 41:44wo es nur einen Grund oder eine richtige Antwort gibt. Aber
- 41:47es ist wichtig, darüber zu sprechen. Also danke, Marie, dass du uns
- 41:50das Thema für diese Folge mitgebracht hast. Und zum Abschluss der Folge
- 41:55nach dieser Druckbetankung mit vielen Informationen um Vermögen gibt es jetzt noch
- 41:59einen Lieblingsort, und zwar einen, den man auch ohne viel Vermögen genießen
- 42:02kann. Der kommt von Franziska Dusch aus Halle und ist zur Abwechslung
- 42:06auch mal nicht in Magdeburg. In Halle gibt es das Rabaz, das
- 42:09ist auf dem Geigenbergen, ein ehemaliges Gartenlokal. Es sind halt zwei neue
- 42:14BetreiberInnen seit letztem Jahr. Die machen auch ein ganz cooles Kulturprogramm und
- 42:19versuchen, da auch die verschiedenen Menschen zusammenzubringen. Also die älteren Kaliber aus
- 42:24der Kleingartensparte, die früher da halt Schnitzel und Pommes gegessen haben und
- 42:28jetzt froh sind, dass das wieder offen hat, aber trotzdem unzufrieden sind,
- 42:31dass sie da keine Bockwurst mehr kriegen. Plus die ganzen vielen jungen
- 42:35Kulturschaffenden, die einfach diesen Ort entdeckt haben, der wunderschön ist und wo
- 42:39coole Livemusik-Acts spielen. Das klingt auf jeden Fall so, als sollte
- 42:43man sich das mal in Halle anschauen, wenn man dort ist. Ganz
- 42:46herzlichen Dank für diesen Tipp, und wir freuen uns natürlich auch noch
- 42:49auf viele weitere, die ihr uns schickt. Gerne auch bald wieder aus
- 42:53Magdeburg. Die Magdeburg-Sperre ist vielleicht ab der nächsten Folge auch schon
- 42:56wieder aufgehoben von mir. Aber sehr gerne aus egal welcher Region in
- 43:01Sachsen-Anhalt. Ihr könnt uns die per WhatsApp schicken oder eben auch
- 43:05per E-Mail an dazwischen@detektor.fm. Genau, nächste Woche ist
- 43:09dann auch Katja wieder zurück. Die freut sich ja immer über Magdeburg-
- 43:12Tipps, und gemeinsam beschäftigen wir uns dann mit der Mobilität der Zukunft.
- 43:17Ich bin wirklich gespannt, was sie da alles zu erzählen hat und
- 43:20mitbringt. Ihr hoffentlich auch. Bis dahin, macht's gut! Dieser Podcast ist eine
- 43:34Kooperation von detektor.fm und dem Media Forward Fund. Podcast-Hosts Marilandes
- 43:40und Katja Schmitt. Podcast-Redaktion Leonard Schubert. Cover-Design Claudia Dölling und
- 43:48Anja Kriemer von Sisters of Design. Originalmusik Florian Sievers. Audioproduktion Benjamin Serdani,
- 43:56Stanley Beidauf und Tim Schmutzler. Projektleitung Christian Bollert.