Latest / «Call the Boss» / Thomas Müller, Schaffhauser Chocolatier
Transcript
- 0:00Der klassische Osterhase Hell ist der Beste, immer noch
- 0:03gefolgt von jetzt im Laden die Passionsfruchthuhn oder das Huhn
- 0:07Dalmatiner ist auch sehr beliebt.
- 0:11Call the Boss, Ein Format vom Wirtschaftsnewsetter Zahltag,
- 0:16unterstützt von GF und Radio Munot.
- 0:21Karl The Boss, Müller Chocolatier Schaffhausen.
- 0:28Müller. Ja Hallo Thomas, hier ist die
- 0:31Nina vom Wirtschaftsnewsetter Zahltag.
- 0:33Hallo Nina. Bist du gerade noch im Endspurt
- 0:35für das Ostergeschäft oder sind alle Schokoladenhasen und Hühner
- 0:38schon gegossen? Ja, wir sind immer noch ein
- 0:41bisschen nach produzieren. Der grösste Teil ist schon, aber
- 0:44es gibt immer noch so Sonderaufträge, die wir noch
- 0:47etwas nachprovozieren. Sonderaufträge.
- 0:50Da hat dann jemand einen besonderen Osterhasen im Kopf,
- 0:52oder wie funktioniert das? Ja.
- 0:55Also gut, so ganz spezielle können wir mitmachen.
- 0:58Wir haben schon ein wenig unser Sortiment, es ist vielmals der
- 1:00Wunsch, dass wir so etwas ganz spezielles machen, aber das
- 1:02reicht meistens von der Zeit her einfach nicht oder jetzt gerade
- 1:05so vor Ostern noch, aber es kommen laufend jetzt da viele
- 1:09online Aufträge noch rein, kann es auch sein, dass man dort mal
- 1:11einen Has mehr haben, aber dann tun wir den Halt nach
- 1:13produzieren. Und noch im Laden kann es mir
- 1:15wieder so etwas ausgehen. Was war denn das Jahr, der
- 1:18Bestseller also? Ich habe das vorher
- 1:20nachgeschaut. Die Bestseller waren bei mir der
- 1:23Fall. Laden online ist ein bisschen
- 1:24unterschiedlich, online verkauft man eben viel eigentlich nur
- 1:27diese Hühner, weil die sind einfacher zum verschicken als
- 1:29unser Hase. Unser Hase ist ein bisschen
- 1:31fragil, aber sonst ist es schon der klassische Osterhase.
- 1:34Hell ist eigentlich der Beste, immer noch gefolgt von jetzt im
- 1:38Laden die Passionsfruchthuhn, oder?
- 1:41Das Huhn Dalmatiner ist auch sehr beliebt.
- 1:44Aus dem Confiseur Familie Vater Heinz Müller hat die Confiserie
- 1:49geführt, in der Vorstadt, die auch bekannt ist als café Urecht
- 1:53oder oder Zurburg, hiess es mal ist für dich immer klar gewesen,
- 1:57dass du den elterlichen Betrieb übernimmst.
- 2:01Ja, nein, es war nicht immer klar.
- 2:02Ich habe zuerst zum Beispiel das KV gelernt.
- 2:06In einem Medizinaltechnikunternehmen.
- 2:08Aber ich bin dann schon sehr früh, also eigentlich schon fast
- 2:10nach der Lehre zum Vater gegangen, mit meinem Vater.
- 2:12Das ist ja ein ziemlich grosser Betrieb gewesen mit bis zu 30
- 2:14Mitarbeitenden. Hat einfach jemanden, braucht
- 2:17ein Büro und am Anfang machte ich nur das Büro, später dann
- 2:21noch Konditor, Confiseur gelernt und schon ziemlich viel später
- 2:25und ja, und dann viele Jahre für ihn gearbeitet, nachher 15 Jahre
- 2:28in meinem Vater gearbeitet. Und wie viele Leute arbeiten
- 2:31heute in deinem Schokoladenatelier an der
- 2:33Rheinstrasse? Also der Rheinstrasse sind wir
- 2:36voll ausgelastet, sind an Personal.
- 2:39Das ist ab und es Betriebe sind. Wir sind nicht immer voll.
- 2:43Sind wir zu fünft in der Produktion?
- 2:45Und dann haben wir im Laden ist immer eine Person, aber dort
- 2:48gibt es, dass wir 45 verschiedene Verkäuferinnen sind
- 2:51also so total, etwa 10 Stück. Und deine Frau hilft auch mit
- 2:55deinem Betrieb funktioniert das gut, wenn man sich quasi
- 2:58tischbett und Schokoladenkelle teilt.
- 3:02Jawohl, das funktioniert eigentlich sehr gut.
- 3:04Meine Frau arbeitet voll mit, aber meine Tochter ist zwar
- 3:07jetzt gerade im Studium oder ZB, aber sie hilft mir auch noch
- 3:10viel in der Administration oder hilft im Onlineshop und wir
- 3:14machen auch gemeinsame Degustationen, zum Beispiel,
- 3:16also das funktioniert recht gut. Deine Frau hat thailändische
- 3:21Wurzeln, so viel ich weiss hat man da einen anderen Bezug zu
- 3:24Schokolade oder bringt sie vielleicht auch neue Ideen ein?
- 3:28Bezug zu Schokolade bei der Thailänder ist nicht so sehr
- 3:31gross, aber durch diese lange Zeit, bei der wir das jetzt
- 3:34schon zusammen machen, hat sie doch auch Lust bekommen und vor
- 3:38allem ja, sie arbeitet auch kreativ.
- 3:41Wir haben beispielsweise ein Dalmatiner, Osterhuhn ist mal
- 3:44ihre Idee gewesen und es ist, wie ich vorher schon gesagt
- 3:47habe, ist mittlerweile einer von den grössten.
- 3:50Seit. Kurzem hast du auch einen Stand
- 3:52im Globus am Zürcher Bellevue. Das ist eigentlich ein kleiner
- 3:56Ritterschlag, machst du jetzt quasi Sprüngli Konkurrenz?
- 4:00Ja, also das muss man schon sehen.
- 4:02In Zürich ist Sprüngli wirklich König und wenn dann von auswärts
- 4:08kommst, dann ja ist zuerst mal ein bisschen kritisch beruhigt
- 4:11und also das Bellevue, das haben wir jetzt erst seit letztem
- 4:15November. Und wir arbeiten schon sehr
- 4:17lange mit Globus zusammen. Die Partnerschaft, die geht
- 4:20schon zurück ins Jahr zweitausendundzwölf.
- 4:23Aber nicht der eigene Marke sind wir erst
- 4:25zweitausendunddreiundzwanzig Richtige gekommen?
- 4:29Vor allem haben wir eigentlich nur die Delikatessalin geliefert
- 4:32und weil das so gut angekommen ist, haben sie es dann gefragt,
- 4:35ob wir Interesse hätten an dem Korbbus im Bellevue und ja, ist
- 4:40nicht schlecht angeschlossen bis jetzt.
- 4:41Und was unterscheidet ein Zürcher Klientel der
- 4:44Schaffhauser? Ja, es ist ein wenig mehr
- 4:46Dreilastig in Zürich vielleicht also.
- 4:49Es ist so. Ich betreibe ja nicht selber,
- 4:51sondern. Globusbetrieb und für mich sich
- 4:54auch für mich. Sie verkaufen mir die Ware ab
- 4:56und sie draussen verkaufen und so die Resonanz des Personal.
- 5:01Das der das den Kot aus betreut ist eigentlich mehrheitlich
- 5:05dunkel, sind gerne dunkel, die Zürcher ja, aber jetzt zum
- 5:08Beispiel hatten wir vor Weihnachten den Dubai Pralinen
- 5:12lanciert, das ist der Abstand der Pest.
- 5:15Das beste Produkt sieht jetzt in dieser Zeit und eben wie gesagt
- 5:18uns vor allem. Du hast gesagt, dunkle
- 5:20Schokolade, das war natürlich. Wegen aller Fragen dunkle
- 5:24Schokolade oder Helle? War es wirklich so, dass sie
- 5:26dunkel, gesünder ist? Ich bin keine
- 5:29Ernährungsberaterin. Ich sage, wenn man Kilokalorien
- 5:33auf 100 G anschaut, es ist sehr ähnlich.
- 5:36Einmal gibt es mehr Zucker, beim anderen gibt es mehr Fetten
- 5:39eigentlich oder mehr Kakaobutter Anteil, mehr kakaomassenanteil
- 5:43Kalorien haben sie gleich viel. Tendenziell würde ich sagen
- 5:45Zucker weniger Zucker ist sicher besser.
- 5:47Und wie viele Schnecke würdest du sagen?
- 5:49Ist gesund. Wie viele Schokolade ist gesund?
- 5:51Das möchte ich nicht so einlassen.
- 5:53Ein Genussmittel, ich würde sagen, man sollte das in Massen
- 5:57geniessen, wenn jemand eine Prüfschachteln kauft, dann hat
- 6:00es das optimal. Wenn er sich 12:30 Uhr isst,
- 6:03schade das, dann wären sie weder der Gesundheit noch schlägt,
- 6:06dass es am Schluss aufs Gesicht. Du hast es gesagt, es ist ein
- 6:09Genuss. Ein Genussmittel spürst du
- 6:11jeweils, wenn du die Gesellschaft vielleicht ein
- 6:13bisschen weniger für Schönes hat, wenn die Welt vielleicht
- 6:16ein bisschen im Argen liegt oder im Gegenteil ist es so, dass in
- 6:19schwierigen Zeiten die Leute vielleicht mehr Schokolade oder
- 6:22Süsses essen. Ja, also über alles gesehen.
- 6:25Eigentlich ist es ist einfach sehr saisonal der ganze
- 6:28Schokoladenkonsum, es ist wahnsinnig viel an Weihnachten,
- 6:31es ist viel an Ostern, sobald es dann ein bisschen wärmere
- 6:34Temperatur hat, ist es eher weniger, aber ich glaube, dass
- 6:38man, als ich jetzt persönlich könnte, jetzt keine Rückschlüsse
- 6:41auf die Weltlage ziehen, ein bisschen Schokolade, dass jetzt
- 6:44das speziell mehr konsumiert werden würde oder auf die
- 6:47Wirtschaftslage. Und wie ist das bei dir, wenn es
- 6:49so den ganzen Tag in dem Schokoladenatelier stehst?
- 6:52Magst du abends noch Schokolade essen?
- 6:54Hier am Abend sind dann die Rezeptoren schon ziemlich
- 6:56gesättigt. Also das ist auch man.
- 7:00Man versucht natürlich dauernd ein bisschen jetzt nicht grosse
- 7:03Mengen, aber das am Abend hat man eigentlich keine Lust mehr
- 7:07irgendetwas Süsses zu essen, aber es kommt schnell, schon am
- 7:09Wochenende kommt man mal schnell ein bisschen ins Defizit oder
- 7:13auch in die Ferien. Dann bin ich immer froh, wenn
- 7:16ich etwas für mich dabei habe. Ob es für mich persönlich
- 7:18gefällt und dann ja konsumieren. Sind ja wie kleine Kunstwerke
- 7:24mit sehr viel Liebe zum Detail. Bist du ein Perfektionist?
- 7:28Ja, wenn es darum geht, schöne Produkte herzustellen, gute
- 7:33Produkte herzustellen, dann bin ich wirklich ein Perfektionist,
- 7:36ganz Perfektionist und Umlagerungen geht von den Waren
- 7:40oder um die Halbpaketsdatum immer schön einhalten und alles,
- 7:45dass da bin ich kein Funktionist auch.
- 7:47Also ich habe gerne den Überblick gehabt bei mir im
- 7:49Betrieb, ich muss wissen wo alles steht und.
- 7:53Ich glaube das. Das macht vieles einfach, aber
- 7:57privat bin ich auch nicht immer ein Perfektionist überhaupt.
- 7:59Was machst du denn privat, wenn du keine.
- 8:02Schokokursch. Nicht viel also?
- 8:07Ja, das. Ist so.
- 8:08Also früher hatten wir viel Sport gemacht, bis mittlerweile
- 8:11auch schon 54 und mag das nicht mehr so intensiv betreiben wie
- 8:15früher, sprich also ich brauche sicher mehr Erholungsphasen,
- 8:18weil man ist schon immer eigentlich fast 365 Tage dran
- 8:22mit ein bisschen Ferien, aber es ist immer alles sehr intensiv
- 8:26und wenn ich dann mal ein bisschen Freizeit habe, dann ist
- 8:29es meistens so, dass ich mich noch um die Webseite kümmern
- 8:32muss, oder? Ja, ich bin ein bisschen faul.
- 8:34Können Sie nicht viel machen? Du bist in Schaffhausen zu
- 8:36Hause. Wo ist eigentlich dein
- 8:38Schaffhauser Dialekt verloren gegangen?
- 8:40Bei meinen ersten 7 Jahren im Kanton Bern.
- 8:47Dann hat man natürlich für meine Eltern sind ja aus Bern oder
- 8:50Umgebung, und dann hat man nur berndeutsch geredet und ich bin
- 8:53zwar schon 1900 treffhaus gekommen, aber ich habe den
- 8:57dialektischen Puser direkt habe ich nie, nie gelernt oder nie
- 9:01komplett gelernt. Meine Schwester ist da viel
- 9:02besser, zum Beispiel ich habe da.
- 9:05Gut, man kann darüber diskutieren, es gäbe andere in
- 9:07der Schweiz, welche sagen gut hast ihn nicht angenommen, den
- 9:10Dialekt. Ja, aber ich bin ich bin einfach
- 9:13wissen, ich bin stolz, dass man durch in Schaffhausen, dass ich
- 9:15durch Schaffhausen bin und meine Produkte jetzt so kann bei
- 9:18Globus präsentieren und wir haben zum Beispiel jetzt gerade
- 9:21Globus BL ist oftmals dran gekommen.
- 9:23Thomas Müller, Wer ist da ist jetzt etwas zum Fussballer aus
- 9:26München zu tun und dann. Aber die, die die Leute vor Ort,
- 9:32die sagen mit Zürich, ja, es ist ein kleiner Betrieb, sie sind
- 9:34aus Schaffhausen, und wir werden jetzt auch in Zukunft zum
- 9:37Beispiel unsere Schachteln. Während der Brands nach Hause
- 9:40nehmen, einfach, dass die Leute noch bisschen, noch bisschen
- 9:42mehr eine Beziehung bekommen zu Schaffhausen, zum Betrieb, ja.
- 9:46Also ihr betreibt auch ein bisschen Standortmarketing.
- 9:48Wenn du jetzt noch müsstest, für Kurzentschlossene einen Tipp
- 9:52geben, was darf in keinem Osternest fehlen oder was ist
- 9:56vielleicht etwas ganz Spezielles, was man noch
- 9:59besorgen? Könnte also was ich halt immer
- 10:01sehr speziell finde. Das ist ein bisschen
- 10:02traditionell, das sind unsere Roger ostereien, sie sind
- 10:04gefüllt mit Pralinen. Und wir machen das mit, so
- 10:08Mandeln. Das sind feine Mandeln, die wir
- 10:11mit Schokolade in die Hülle und jedes Einzelne auf das.
- 10:16Mit Schokolade und ja, dort habt ihr einfach alles.
- 10:21Dort haben sie die Praline nicht drin, diesen 3 stinnen und dann
- 10:23habt ihr ein schönes Roger Schokolade, das ihr am Schluss
- 10:27geniessen. Könnt, und das heisst Roger und
- 10:30nicht rocher ist. Gut, unsere Maschine heisst
- 10:33Roche oder ich betone es wahrscheinlich falsch.
- 10:38Ich bin. Anders.
- 10:42Nach Roger vermutlich ja. Ich betone falsch.
- 10:48Gut, dann wissen wir jetzt, was wir noch einkaufen können.
- 10:51Seid ihr am Samstag noch offen am Ostersamstag?
- 10:54Ja, das ist Samstag. Hochbetrieb nehme ich an.
- 10:59Ja, ich denke, das Ostersamstag ist meistens der zweitbeste Tag,
- 11:04meistens der Allerbeste ist der Grüne Donnerstag, aber es ist
- 11:07auch jetzt, es ist jetzt nicht so gut gelaufen, das ist
- 11:10natürlich sehr warm im Moment, aber ich denke, die Leute sind
- 11:13immer meistens solars und meine Methode, das ist immer ein
- 11:15bisschen das gleiche. Dann wünschen wir dir einen
- 11:17guten Endspurt. Es hat mich sehr gefreut.
- 11:21Ja, danke vielmals. Und schöne Ostern.
- 11:24Tschüss. Und dir auch schöne Ostern,
- 11:26danke vielmals, Tschüss Nina. Call the Boss, Ein Format vom
- 11:32Wirtschaftsnewsetter Zahltag, unterstützt von GF und Radio
- 11:36Munot.