Latest / Am Ballhausplatz / Folge 14: Die neue ID Austria: Einfacher, schneller, digitaler
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- 0:00Die Userzentrierung in den Mittelpunkt rücken beziehungsweise diese Verbesserung für die
- 0:04Endbenutzer eben einbauen. Das passiert auch bei anderen Apps, die ja auch immer wieder ein
- 0:10Update bekommen. Ein ganz zentraler Baustein ist bei uns, nicht nur neue Funktionalitäten,
- 0:15nicht nur neue Möglichkeiten zu eröffnen, sondern auch in dies bestehende Look and Feel,
- 0:19in die bestehenden Prozesse hier bestmöglich die Nutzerfreundlichkeit in den Vordergrund zu rücken.
- 0:25[Musik]
- 0:28Moderatorin: Willkommen „Am Ballhausplatz“, den Podcast des Bundeskanzleramts Österreich.
- 0:32Mein Name ist Annette Weber und gemeinsam blicken wir hinter die Kulissen und sprechen
- 0:36über aktuelle Schlagzeilen. Ein Thema, das diese Woche auch in den Schlagzeilen war,
- 0:41ist die App ID Austria. Der Staatssekretär Alexander Pröll hat ja nicht nur einen Relaunch
- 0:47der App angekündigt, sondern auch eine weitere Neuerung, nämlich den Chatbot „ida“. Und einer,
- 0:53der wahrscheinlich wie kein anderer mit der App vertraut ist und auch in den Relaunch
- 0:58eingebunden war, ist unser heutiger Podcast Gast. Ich darf begrüßen den Leiter der Sektion
- 1:03Digitalisierung im Bundeskanzleramt, Wolfgang Ebner. Schön, dass Sie da sind.
- 1:07Sektionschef Wolfgang Ebner: Vielen Dank für die Einladung. Herzliches Grüß Gott.
- 1:10Moderatorin: Herr Sektionschef, ich glaube, man kann sagen, dass sich die App großer Beliebtheit
- 1:13erfreut. Wie viele Österreicherinnen und Österreicher nutzen denn schon die App?
- 1:19Ebner: Die App ID Austria erfreut sich tatsächlich großer Beliebtheit erfreulicherweise. Wir haben
- 1:24knapp 5 Millionen Registrierungen bereits auf der ID Austria. Davon sind wiederum
- 1:303,7 Millionen aktive Nutzer, also die auch tatsächlich die App dann nutzen. Sehr viele
- 1:35laden sich ja die App hinunter, melden sich an, aber die Nutzung kommt ja dann erst, also wenn
- 1:39ich sie auch dann tatsächlich brauche. Und auch eine Zahl, die glaube ich recht spannend ist:
- 1:44Wir haben in etwa 20 Millionen Transaktionen, die pro Monat stattfinden mit der ID Austria.
- 1:50Und nachdem die ID Austria auch die Basis ist für unsere digitalen Ausweise, auch da haben
- 1:56wir sehr erfreuliche Zahlen: Wir haben über 1 Million digitale Führerscheine, über 1 Million
- 2:02digitale Zulassungsscheine, in etwa 700.000 digitale Identitätsnachweise und last but
- 2:07not least über 500.000 sogenannte digitale Altersnachweise, die aktiv genutzt werden.
- 2:14Moderatorin: Ich habe schon gesagt, der Staatssekretär hat angekündigt,
- 2:17es kommt ein Relaunch. Was heißt das genau? Was wird
- 2:20anders? Was wird besser und was heißt das konkret für die Userinnen und User?
- 2:24Ebner: Also, ein zentrales Anliegen, dass wir haben, ist, dass wir regelmäßig beziehungsweise
- 2:30stetig die Userzentrierung in den Mittelpunkt rücken beziehungsweise Verbesserung für die
- 2:35Endbenutzer eben einbauen. Das passiert auch bei anderen Apps, die ja auch immer wieder ein
- 2:41Update bekommen. Ein ganz zentraler Baustein ist bei uns, nicht nur neue Funktionalitäten,
- 2:46nicht nur neue Möglichkeiten zu eröffnen, sondern auch in dies bestehende Look and Feel,
- 2:50in die bestehenden Prozesse hier bestmöglich die Nutzerfreundlichkeit in den Vordergrund zu rücken.
- 2:55Und im aktuellen Relaunch haben wir auch ein paar, neben dieser angesprochenen Userzentrierung,
- 3:01auch ein paar neue Funktionalitäten, die wir auch anbieten können, wie beispielsweise,
- 3:04dass wir direkt, das war ein Wunsch, der immer wieder an uns kommuniziert wurde,
- 3:09einen direkten Zugriff auf die schon genannten digitalen Ausweise in der App anbieten können.
- 3:14Wir versuchen auch andere neue Funktionalitäten zu integrieren,
- 3:18wie beispielsweise, dass es direkt jetzt auch über die App dieses Vollmachten-Service,
- 3:24das ist ja schon etwas länger gibt, aber diese Möglichkeit auch eine andere Person
- 3:29im digitalen Umfeld zu vertreten, dass ich das direkt über die App machen kann.
- 3:33Moderatorin: Also, das kann ich bestätigen, auch wir im Bürgerservice bekommen sehr viele
- 3:37Anfragen gerade zu dieser Vertretungsfrage. Das heißt, ab sofort kann ich meine Mutter,
- 3:42meinen Vater, wen auch immer bei digitalen Amtswegen vertreten.
- 3:46Ebner: Voraussetzung ist, wie gesagt, dass man das sogenannte Vollmachten-Service nutzt. Das ist
- 3:51relativ einfach mit ein paar Klicks über die App einzurichten oder über die Seite id-austria.gv.at
- 3:56beziehungsweise österreich.gv.at. Wenn ich dieses Vollmachten-Service eingerichtet habe,
- 4:02dann kann ich das jetzt auch über die App machen beziehungsweise über die App nutzen,
- 4:06diese Vertretungsmöglichkeit. Das konnte ich bei den jeweiligen Plattformen ja jetzt schon,
- 4:12wenn dieses Vollmachten Service eingerichtet ist. Jetzt wird es
- 4:14aber auch eben direkt über die App möglich sein.
- 4:17[Musik] Moderatorin: Ab wann gilt das?
- 4:18Ebner: Das gilt ab dem Relaunch beziehungsweise wenn man sich das, wenn das Update in
- 4:23der ID Austria App eben eingespielt ist beziehungsweise man die App upgedated hat.
- 4:28Moderatorin: Ich habe ja gesagt, es kommt auch ein Chatbot, der Chatbot „ida“. Was erwartet
- 4:34uns da? Was kann dieser Chatbot und mit welchen Fragen kann ich mich an diesen Chatbot wenden?
- 4:39Ebner: Ja, der Chatbot „ida“, das steht für „Intelligente digitale Assistenz“.
- 4:44Das ist eben in technischer Hinsicht sicherlich die, Ja, größte Errungenschaft jetzt bei diesem
- 4:49Relaunch. Es handelt sich hier tatsächlich um die Einführung künstlicher Intelligenz, eine
- 4:57Künstliche-Intelligenz-Lösung, die ich hinkünftig in Form eines Chatbots eben nutzen kann.
- 5:04Dieser Chatbot läuft total digital souverän in der Umgebung des Bundesrechenzentrums.
- 5:10Das heißt also bei unserem Auftragnehmer, eben dem Bundesrechenzentrum. Und es werden
- 5:16keinerlei Daten oder Transaktionen irgendwo ins Ausland oder jenseits von Europa gespielt,
- 5:23spielt sich alles in Österreich ab. Es ist eine Unterstützung, die mich wirklich interaktiv eben
- 5:29mittels künstlicher Intelligenz dabei unterstützt. Wenn ich die ID Austria eben nutze, wenn ich
- 5:33Fragen habe, wenn ich Hilfe benötige, kann ich direkt hier mit diesem Chatbot in Interaktion
- 5:38treten. Das ist nicht nur wie ein regelbasierter Chatbot, der bis jetzt schon zum Einsatz gekommen
- 5:45ist, sondern wirklich tatsächlich auf künstliche Intelligenz basierend, und dadurch wird auch
- 5:49wirklich für Endbenutzerinnen und Endbenutzer auch wirklich eine Möglichkeit gegeben, dass ich leicht
- 5:54und intuitiv zu den Antworten auf meine Fragen komme. Unterschiedlichste Fragen rund um das
- 5:59Thema der ID Austria, aber auch rund um Fragen von österreich.gv.at wird auch, eben wie gesagt,
- 6:05verfügbar sein in der App selbst, direkt dort auch über die App ansteuerbar oder eben auch
- 6:09über die Plattformen, die ich schon genannt habe id-austria.gv.at oder österreich.gv.at.
- 6:13Moderatorin: Das heißt noch mal ganz konkret:
- 6:16Wann kann mir der Chatbot helfen und wann muss ich mich weiterhin an die Service-Hotline wenden?
- 6:21Ebner: Der Chat sollte eigentlich bei allen Fragen rund um die ID Austria zumindest eine
- 6:26Erstauskunft beziehungsweise eine erste Hilfe bieten. Meistens ist auch mit diesen Antworten,
- 6:32die ich hier bekomme in diesem Chatbot dann eigentlich auch meine Frage beantwortet.
- 6:36Sollte die Frage wirklich diffizil werden oder einen ganz speziellen Fall betreffen, wird dann,
- 6:41aber das wird mir auch der Chatbot dann sagen, dass es dann besser ist, dass ich mich eben an
- 6:45die Service-Hotline beziehungsweise an andere Möglichkeiten eben wende.
- 6:49Moderatorin: Das heißt, wenn ich mein Passwort vergessen habe, werde ich mich wahrscheinlich
- 6:53weiterhin an eine Registrierungsstelle wenden müssen. Da kann mir auch der Chatbot nicht helfen.
- 6:57Ebner: Das definitiv, weil: Das Passwort ist ja ein höchstpersönliches Recht eigentlich,
- 7:01das ich habe. Das ist mein Passwort, dass ich vergeben habe. Das wird zwar natürlich
- 7:06gespeichert, aber absolut gesichert. Und darüber gibt es natürlich keine Auskunft,
- 7:09sondern das muss ich dann leider eben wirklich selber erledigen. Aber es gibt
- 7:13unterschiedlichste Möglichkeiten, wenn ich das auch noch sagen darf.
- 7:16Wir haben in Wien die ID Austria Servicestelle beziehungswiese Digital Austria Servicestelle.
- 7:22Wir haben aber auch die Möglichkeit, wie es schon genannt wurde, das Bürgerservice, aber man kann
- 7:26sich auch an andere Serviceeinrichtungen wenden. Wir haben über 1300 Gemeinden,
- 7:30die uns bei der ID Austria unterstützen in ganz Österreich oder beispielsweise auch im Finanzamt.
- 7:35Moderatorin: Sie haben schon angesprochen,
- 7:36die ID Austria Servicestelle erfreut sich auch großer Beliebtheit. Die Termine sind schnell
- 7:42ausgebucht. Wie geht's da im Herbst weiter? Gibt's das Angebot weiterhin?
- 7:46Ebner: Das Angebot gibt es natürlich im Herbst auch weiterhin. Die ID Austria macht jetzt nur,
- 7:50wenn ich das so sagen darf, eine Sommerpause. Aber das heißt nicht,
- 7:53dass es das Angebot nicht gibt. Ganz im Gegenteil die ID Austria Servicestelle beziehungsweise
- 7:58das ID Austria Service kommt zu Ihnen, kommt zu euch, weil wir nämlich auf ID Austria Servicetour
- 8:04gehen über den Sommer und auf verschiedenen Stopps in ganz Österreich die Leistungen,
- 8:08die die ID Austria Servicestelle anbietet eben dann über den Sommer
- 8:13eben in ganz Österreich an unterschiedlichen Örtlichkeiten anbieten werden. Und im Herbst
- 8:17geht's dann ganz normal wieder wie gewohnt los in der Digital Austria Servicestelle.
- 8:23Moderatorin: Können Sie uns auch einen Ausblick geben,
- 8:25welche weiteren Neuerungen geplant sind? Wie geht's jetzt dann weiter nach „ida“?
- 8:30Ebner: Also die „ida“ selbst, wenn ich das nur sagen darf, es ist jetzt ein Relaunch
- 8:34gemacht worden. Wir haben die nächsten User-Verbesserungen eingeführt. Das ist
- 8:38aber für uns kein Endpunkt. Wir beobachten permanent unsere, die Kritik beziehungsweise
- 8:44auch die Anregungen, die beispielsweise in den App-Stores hinterlassen wird beziehungsweise
- 8:48dort niedergeschrieben wird. Wir treten auch direkt eben bei der angesprochenen,
- 8:53bei der Digital Austria Servicestelle, aber auch im Rahmen der Servicetour,
- 8:57treten wir auch direkt natürlich also mit Bürgerinnen und Bürger in Kontakt und Fragen auch,
- 9:01ob es irgendwo jemanden etwas auffällt, was man verbessern könnte. Wir sammeln das
- 9:06und werden dann auch sukzessive weiterhin, also in Verbesserungsschritten, natürlich
- 9:10auch Userzentrierungen oder Userverbesserungen einführen. Das was auf uns zukommt, ist sicherlich
- 9:16insofern die größte Neuerung, als wir uns dann auf die europäische Ebene auch heben. Es wird
- 9:21dann im Rahmen der sogenannten EIDAS-Verordnung dann hinkünftig auch möglich sein, dass ich mit
- 9:26meiner nationalen Lösung, das ist das eines der größten Projekte, das wir derzeit gerade machen,
- 9:31werden wir auch die Möglichkeit bieten, dass man auch E-Government-Services oder andere Services im
- 9:37europäischen Ausland, wenn ich das so sagen darf, in den EU-Mitgliedstaaten nutzen kann.
- 9:41Vice versa wird das auch ein EU-Bürger, wird mit seiner nationalen Lösung beziehungsweise
- 9:48seiner ID-Wallet-Lösung, wie das dann heißen wird, eben auch Services in Österreich nutzen können.
- 9:52Moderatorin: Aber ich brauche keine extra neue App, sondern ich kann die
- 9:56App ID Austria weiterhin nützen, auch mit den Anwendungen auf europäischer Ebene?
- 10:00Ebner: Nein, wir werden definitiv, das ist: Wir werden eine App anbieten. Es wird diese App
- 10:06anbieten, einerseits die ID Austria Lösung. Das ist dann der so, wenn ich die nationalen Systeme,
- 10:11also wenn ich ein E-Government-System in Österreich ansteuere. Wenn ich aber dann
- 10:15in das europäische Ausland gehen möchte, wenn ich beispielsweise ein E-Government-Service in
- 10:18Deutschland, in Italien, in Frankreich verwenden möchte, dann werde ich die ID-Wallet-Lösung,
- 10:23die aber über eine App angeboten wird, wird dann eben dort mittels dieser App angesteuert.
- 10:29Moderatorin: Sehr viele Neuerungen warten also auf uns. Herr Sektionschef,
- 10:35herzlichen Dank, dass Sie heute unser Gast waren. Vielleicht noch ein Appell von Ihnen an alle,
- 10:40die die App noch nicht nützen. Was bringt die App für Vorteile? Wie
- 10:43können wir die App dennoch schmackhaft machen, die sie noch nicht nützen?
- 10:47Ebner: Ja, die ID Austria ist der digitale Generalschlüssel sowohl für Lösungen der
- 10:52Verwaltung, die sogenannten E-Government-Lösungen. Ich habe dort mittels dieser staatlich
- 10:57garantierten Identität, der ID Austria, Zugang direkt zu Finanzonline beispielsweise,
- 11:02zur elektronischen Gesundheitsakte oder für Unternehmer relevant natürlich vor
- 11:06allem das Unternehmensserviceportal. Die ID Austria erfreut sich aber auch in der
- 11:10Privatwirtschaft immer größerer Beliebtheit und ist somit dort auch eben diese staatlich
- 11:15garantierte Identität, die mir Zugang zu den Services in der Privatwirtschaft,
- 11:20beispielsweise Zugang zu den Portalen einer Bank oder von einem Telekomprovider oder von
- 11:26einer Versicherung, bietet. Ich brauche mir kein Passwort merken beziehungsweise
- 11:29muss keine Userdaten extra eingeben, sondern habe dort direkten Zugang eben auf diese Services. Das
- 11:36kann ich entweder direkt dort auf den Portalen beziehungsweise den Lösungen dieses Unternehmens,
- 11:41sind über 250 Unternehmen, die diese Möglichkeit schon anbieten. Ich kann aber auch direkt über
- 11:46die App ID Austria unter dem Reiter eben der privaten Services direkt dort eben diesen
- 11:53Zugang nutzen. Und, last but not least, habe ich mit der ID Austria auch die Möglichkeit,
- 11:58Dokumente digital zu signieren und somit rechtsgültig online zu unterschreiben.
- 12:02Moderatorin: Und ganz praktisch, glaube ich, kann man auch sagen,
- 12:05man spart sich oft den Weg zum Amt.
- 12:08Ebner: Das ist richtig, weil, die ID Austria kann ich 7 Tage die Woche 24
- 12:12Stunden lang nutzen und ich brauche eben das Haus gar nicht zu verlassen.
- 12:15Moderatorin: Dann sage ich herzlichen Dank für diese Einblicke. Danke fürs Kommen.
- 12:20Ich sag Danke fürs Zuhören. Das war „Am Ballhausplatz“,
- 12:23der Podcast des Bundeskanzleramts Österreich. Bis zur nächsten Folge und auf Wiedersehen.
- 12:28[Musik]