Latest / Frisch serviert - der Steuerpodcast / Meldesystem ante portas: Sind Ihre Prozesse bereit?
Transcript
- 0:05Speaker 3: Frisch serviert, der Steuerpodcast.
- 0:08Speaker 0: Herzlich Willkommen zum heutigen SteuerPodcast!
- 0:11Speaker 0: Frisch Serviert heute wieder mit dem Schwerpunkt Umsatzsteuer.
- 0:15Speaker 0: Schön dass Sie eingeschaltet haben.
- 0:17Speaker 0: wir das sind Professor Roland Ismar und Markus Füllmann.
- 0:21Speaker 0: Wir servieren Ihnen auch heute wieder aktuelles und relevantes aus der Welt der Umsatz Steuern kompakt verständlich und praxisnah.
- 0:29Speaker 0: Unser Thema heute lautet wie schon bei der letzten Folge wieder und das geplante nationale Meldesystem, die E-Rechnung zu steuerrelevanten Datenströmen werden.
- 0:40Speaker 0: Diesmal Teil zwei!
- 0:42Speaker 0: Wir dürfen auch heute wieder unsere beiden Gäste vom Verband Elektronische Rechnung begrüßen.
- 0:48Speaker 0: Herrn Richard Lutterhardt und Herrn Dr.
- 0:49Speaker 0: Donovan Pfaff, wir freuen uns wieder sehr dass sie auch heute mit dabei sind und uns nochmal einen Einblick gewähren welche prozessualen und technischen Besonderheiten es in diesem Themengebiet
- 1:02Speaker 2: gibt.
- 1:03Speaker 0: Vielleicht steigen wir einmal kurz ein, was wir uns schon in dem ersten Teil angeschaut haben.
- 1:08Speaker 0: Wir haben geschaut, was gilt eigentlich momentan bei der Rechnung?
- 1:12Speaker 0: Was ist schon verbindlich bei WIDA?
- 1:14Speaker 0: Wir haben also einmal die Rahmenbedingungen angeschaudet.
- 1:17Speaker 0: Herr Professor Ismer, Sie hatten auch schon auf das eine oder andere hingewiesen, was noch offen ist und wo man sich sicherlich nochmal aus dem rechtlichen Rahmen miteinander setzen muss.
- 1:26Speaker 0: Und wir haben uns angeschauert wie greifen denn eigentlich Rechnungsaustausch- und Meldung technisch ineinander?
- 1:32Speaker 0: Jetzt wollen wir noch mal ein bisschen mehr eben in die technischen und prozessualen Besonderheiten hereingehen.
- 1:40Speaker 0: Und da fallen einem ja dann immer gleich viele Begrifflichkeiten ein, wo man sich so als Steuerrechter immer gleich ein wenig schwer tut und vielleicht darf ich Sie da einmal bitten, einmal diese Begrifflichkeit ein bisschen abzuräumen.
- 1:54Speaker 0: also Welches System ist denn da eigentlich jetzt federführend, wenn wir uns über die E-Rechnung und das elektronische Meldesystem unterhalten?
- 2:02Speaker 0: Es ist das Buchführungssystem.
- 2:03Speaker 0: Also das ERP-System.
- 2:05Speaker 0: Das ist die Faktur als solches.
- 2:08Speaker 0: Wer es im Unternehmen zuständig, Buchhaltung, Ian Wäusimkrowider, vielleicht können Sie uns da ein bisschen auffällen und helfen mit Begrifflichkeiten.
- 2:20Speaker 1: Ich würde mal anfangen und Richard, du kannst dann gerne ergänzen.
- 2:23Speaker 1: Man muss immer sagen it depends oder es kommt auf andere wen man gerade spricht.
- 2:28Speaker 1: aber die klare Empfehlung ist immer dass man eine zentrale Datenbasis hat.
- 2:32Speaker 1: Die sollte immer im ERP-System also im Enterprise Resource Learning System sein oder bei den kleinen Unternehmen im typischen Lexware oder Sage oder wie auch immer um da keine Firma besonders hervorzuheben.
- 2:45Speaker 1: Spannend ist dass man immer von den selben Daten spricht.
- 2:47Speaker 1: Und die Herausforderung, die wir bei der E-Rechnung oder bei der Rechnungserstellung haben ist immer die, das wir sehr stark gewachsene Prozesse haben im Verlauf der letzten Jahre und Wir haben immer viel auf Papier integriert und es gibt viele kleine mittlere Unternehmen, die heute auf einer Rechnung aus dem Buchhaltungssystem entstanden sind oder aus dem ERP System noch Ergänzung machen, weil der Empfänger das einfach haben will.
- 3:13Speaker 1: ich mache hier mal ein Beispiel wenn sie ein Auto kaufen oder eine Schadensrechnung aus einem Autohaus haben, dann braucht die Versicherung meistens auch noch eine Fahrgestellnummer auf der Rechnung.
- 3:24Speaker 1: Oder aber einen Kennzeichen.
- 3:26Speaker 1: Oder sie wollen wissen ob es wirklich ein Unfallwagen sind.
- 3:29Speaker 1: Das sind Themen, die eigentlich gar nicht auf die Rechnungen gehören so wie wir sie kennen weil das ja ein ziskalisches Dokument ist.
- 3:36Speaker 1: Aber natürlich hat man das schon immer so gemacht und auf Papier war's relativ einfach.
- 3:40Speaker 1: Und jetzt muss man das alles in die Systeme kriegen.
- 3:42Speaker 1: Dann wird es halt schwierig und dann ist immer die spannende Frage, wo verortet man das?
- 3:47Speaker 1: Wie kann man es am besten transportieren, dass der andere auch gelesen kann?
- 3:51Speaker 1: Weil die Rechnung ist ja nicht nur ein Dokument für das Meldesystem sondern auch für die fachliche Prüfung, die nachher gestaltet werden muss weil eine Rechnungen soll im Idealfall auch bezahlt werden.
- 4:02Speaker 1: Je mehr Information ich mitgebe auf der Rechnungszeit, desto einfacher ist es für den Gegenüber die Rechnung zu prüfen und auch zu zahlen, um möglichst schnell zur Zahlung freizugeben.
- 4:12Speaker 1: Weil das leidige Thema Working Capital Management kennen wir vor allem als kleinen Unternehmer nur so gut.
- 4:17Speaker 1: Und deswegen ist es ein bisschen das Konstrukt wo ich gerade drauf gucke und aus welcher Richtung ich gerade gucke.
- 4:23Speaker 1: Also wenn ich aus dem Order to Cash gucke, ist ganz klar das ERP-System.
- 4:27Speaker 1: Wenn nicht aus dem Purchase to Pay also für die eingehende Seite gucke ist das Beschaffungssystem immer auch ganz entscheidend war.
- 4:33Speaker 1: da stoss sich den Vorgang eigentlich an Und dann landet es am Ende auch wieder in dem Zahlsystem.
- 4:38Speaker 1: Deswegen ist es je nachdem, wo man welche Richtung man gerade guckt die spannende Frage, worauf man gerade draufguckt.
- 4:44Speaker 2: Das ist genau vielleicht zur Ergänzung.
- 4:47Speaker 2: Deswegen hat der VRR jetzt auch ein Arbeitskreis speziell mit Handelsunternehmen gegründet, weil die Handels-Unternehmen haben eine hohen Automatisierungskrat und gerade die Kleinen tun sich schwer diese Informationen, die Dr.
- 4:59Speaker 2: Pfaff jetzt angesprochen hat zu erfüllen.
- 5:02Speaker 2: Die erfülle zwar vielleicht irgendwann die ERN-Sechze neun drei eins in den Format und liefern die, sag ich mal, die Elffelder.
- 5:10Speaker 2: Aber der Handel und das ist jetzt, da sind die Großen dabei.
- 5:12Speaker 2: Da sind Lidl dabei, da ist Rewe dabei, Edeka dabei – und sie haben ganz andere Anforderungen.
- 5:17Speaker 2: Deswegen haben wir gemeinsam mit diesen Handelsunternehmen und den Providern zusammen erarbeitet welche zusätzlichen Felder benötigen die jetzt um dann auch den Automarisierungsprozess für den Eingang weiter zu gestalten Und da haben wir jetzt noch mal achtundzwanzig Felder identifiziert und mit beiden Dingen zusammen ist es möglich, dann auch wieder den hohen Automatisierungsgrad für diese Branchehandel zu realisieren.
- 5:41Speaker 2: Das ist so ein Praxisbeispiel wo er sagt okay das eine ist der rechtliche Rahmen.
- 5:46Speaker 2: ich brauche diese Felder und ich bin konform mit der Norm aber um einfach Automatisierung und auch die Prozesse so richtig zur gestalten benötige ich zusätzliche Felder.
- 5:59Speaker 2: Als Handelsunternehmen kann ich die Rechnung auch am Ende nicht bezahlen.
- 6:03Speaker 2: Und deswegen ist es für beide Seiten ein Vorteil, zu definieren was in die Mindestfelder um auch die Prozesse richtig zu organisieren.
- 6:10Speaker 2: Das ist so ein Projekt denke ich mal das gut veranschaulicht.
- 6:14Speaker 3: Wenn Daten übertragen werden können ja Dinge immer schief gehen und bevor sie dann wirklich endgültig schief gegangen sind sollte man ja sinnvollerweise prüfen.
- 6:24Speaker 3: Es gibt drei Prüfungen, die jetzt gemacht werden können.
- 6:27Speaker 3: Nämlich Formatprüfung, Geschäftsregel-Prüfung und steuerliche Plausibilitätsprüfungen.
- 6:33Speaker 3: Wenn wir da vielleicht mehr erfahren könnten, wäre das sehr hilfreich.
- 6:37Speaker 2: Gerne!
- 6:38Speaker 2: Also es gibt eine technische Validierung und dafür gibt es Validierungs-Tools und die prüfen ob der Rechnung die richtige Struktur hat, der richtige Syndax auf war ist und da wird der XML Quote ausgelesen und die Rechnungen dann analysiert um sicherzustellen dass das Maschinen lesbar ist und ob das den Standard der Norm entspricht.
- 6:58Speaker 2: Und dann, wenn der Code nicht in Ordnung ist wird die Rechnung gegebenenfalls auch nicht korrekt verarbeitet.
- 7:04Speaker 2: Das ist die technische Validierung.
- 7:06Speaker 2: und natürlich entscheidend ist die inhaltliche Prüfung nach §IV und hier wird sichergestellt dass die Daten der Erklärung kaufmännisch korrekte und vollständig sind Gabendesparagrapherzinn entsprechen.
- 7:22Speaker 2: Und nur ein Teil der Felder, und das ist wichtig wird von der technischen Validierung abgedeckt.
- 7:28Speaker 2: Und es ist keine inhaltliche Würdigung hier möglich.
- 7:31Speaker 2: also die Inhalte können praktisch in dem Sinne noch nicht sicher überprüft werden weil da fehlen zum Beispiel die Verkäuferinformationen könnten unvorständig sein Käufer informationen können auch unverständlich und Lieferleistungsdattung Positionsbeschreibung und Steuerbefreiungsgrund.
- 7:48Speaker 2: Alle diese Dinge könnten nicht korrekt sein, deswegen ist es wichtig sowohl eine technische Validierung als auch eine inhaltliche Prüfung der Rechnungen durchzuführen.
- 8:00Speaker 2: Und die inhaltlichen Prüfungen sind nicht die gängigen Validierungs-Tools komplett abgedeckt.
- 8:08Speaker 0: Ich kann da noch ein kurzes Beispiel geben, was mir aufgefallen ist in dem BMF-Schreiben zur E-Rechnung aus Oktober twenty-fünf, wo ja gesagt wird und bitte korrigieren Sie mich wenn es nicht stimmt.
- 8:21Speaker 0: Hier wird durch die Rechnungsprüfung durchaus geprüft ob denn der Steuerbetrag aufgrund des Steuersatzes zusammenpasst?
- 8:29Speaker 0: Wenn nicht gibt es da eine Fehlermeldung.
- 8:31Speaker 0: das heißt ja nicht aber dass es umsetzterlich falsch.
- 8:34Speaker 0: Wenn ich jetzt aber den falschen Steuersatz genommen habe, das heißt, ich rechne mit neunzehnt ab.
- 8:38Speaker 0: Aber tatsächlich sind sieben dann wird es ja in dieser Prüfung nicht auffallen.
- 8:42Speaker 0: Das heisst hier wird die Geschäftsregelprüfung sagen alles prima.
- 8:46Speaker 0: Aber steuerrechtlich hab' ich richtig ein Problem.
- 8:48Speaker 0: ist dieses Verständnis richtig?
- 8:50Speaker 2: Richtig also es entbehrt nicht mehr inhaltliche Prüfungen auch mal durchzuführen aus einer aus Steuerrechtlichen Gesichtspunkten.
- 8:57Speaker 3: Genau wie man aber durchaus auch technisch unterstützt machen kann sehr durchaus möglich und eine Doktorandin von mir arbeitet da auch dran Anforderungen dafür, AI zum Ansatz zu bringen und zu gucken ob das denn passt zu dem Steuersatz der angesetzt worden ist.
- 9:15Speaker 2: Absolut!
- 9:15Speaker 2: Aber eine technische Validierung ist nicht alleine ausreichend.
- 9:19Speaker 2: Das ist glaube ich wichtig für die Diskussion?
- 9:22Speaker 3: Das ist, glaube ich, für die Juristen unter uns auch sehr beruhigend dass wir nicht völlig überflüssig sind.
- 9:27Speaker 1: Aber ich glaube, Sie haben eine gute Chance angesprochen.
- 9:29Speaker 1: Herr Professor Isma, dass wenn wir mal die Daten haben und die werden wir ja ab erst in den ersten siebenundzwanzig haben, dann können wir natürlich viele Prüfungen drüber laufen lassen mit Unterstützung von AI
- 9:40Speaker 1: usw.,
- 9:41Speaker 1: und können natürlich die nachfolgenden Prozesse viel besser machen, egal ob das die steuerlich Sichtweise ist oder auch die fachliche Prüfung, weil natürlich da können wir auch viel ermöglichen.
- 9:51Speaker 1: Und das ist gerade die Chance, die wir in diesen ganzen Prozessen aussehen sollten.
- 9:55Speaker 0: Das bringt uns natürlich zur nächsten Frage, wenn Sie sagen Daten können validiert werden.
- 9:59Speaker 0: Daten können überprüft werden?
- 10:02Speaker 0: Wer verantwortet denn die verschiedenen Datenfelder?
- 10:05Speaker 0: Wo kommen die Daten her?
- 10:06Speaker 0: Es ist Vertrieb, es ist Einkauf und es ist Finance.
- 10:09Speaker 0: Es ist Steuerabteilung nur um auch da ein bisschen das Beispiel zu geben.
- 10:14Speaker 0: Wir erleben jetzt gerade bei der Einführung der E-Rechnung aus der Praxis dass sehr häufig durch die IT Abteilungen getrieben werden.
- 10:21Speaker 0: inwieweit muss sich Zwingend hier Finance die Steuerabteilung einbringen, um sicherzustellen was richtig ist.
- 10:29Speaker 0: Also insofern zwei geteilte Frage wer verantwortet die Datenfelder?
- 10:33Speaker 0: Aber eben auch wie sehen Sie das irgendwie weit sich Finance und Steuerabteilungen mit den diese Projekten eingebringen müssen?
- 10:41Speaker 1: Ich fange nochmal an dann kann Richard gerne ergänzen ich glaube es ist wie ein gutes Orchester was man dirigieren muss Und ich hatte vorhin schon mal gesagt dass eine E-Rechnung verschiedene Gesichter hat sind halt einmal natürlich aus Taxsicht, aber auch aus Finanzen Sicht.
- 10:57Speaker 1: Weil natürlich jede Rechnung muss bezahlt werden.
- 10:58Speaker 1: Ich habe ein Work and Capital Problem oder Herausforderungen.
- 11:02Speaker 1: Aber auch aus Einkaufs- oder Verkaufssicht weil die nur ihre eigene Maßgaben haben und im Kern ist jeder Bereich für seine Daten zuständig.
- 11:10Speaker 1: Aber am Ende muss der Taxkollege dem Prozess freigeben sehr stark im Nachgang auf Daten oder Prozesse gucken, gilt natürlich in Zukunft – da wir jede Rechnung melden müssen – dass die Textkollegen die Anforderungen frühzeitig in den Prozess integrieren und ihre Anforderung definieren an die Kollegen aus der IT.
- 11:36Speaker 1: Und das gemeinschaftlich so designen, dass wir einen klaren Prozess haben, der nachvollziehbar ist und für alle Beteiligten relevant ist Die ein oder andere noch vergessen, dass wir nicht mehr nach hinten gucken sondern eigentlich proaktiv einen Prozess gestalten müssen der für alle Beteiligten funktioniert.
- 11:54Speaker 1: Der gab das FeedFinance ist, Taxis oder die Buchhaltung der Einkauf- oder Verkauf.
- 12:00Speaker 3: und wie sollte das jetzt konkret aussehen?
- 12:02Speaker 3: Das würde eine End to end Korrekturprozess aussehen.
- 12:06Speaker 1: Das ist ja immer so, was sich gerade rüttelt und schüttelts, sag ich mal.
- 12:09Speaker 1: So am Markt und ähnlich wie der Name des Podcasts gut serviert!
- 12:14Speaker 1: Ich glaube wir müssen gucken dass wird das Gericht ein bisschen designen und natürlich hat jeder einen anderen Geschmack.
- 12:19Speaker 1: aber im Ende muss es dann doch passen und es dürfen keine Allergien erzeugt werden und wir müssen gemeinschaftlich an diesem Prozess Und das wird, ich will mal so sagen, die Zeit zeigen.
- 12:30Speaker 1: Weil die Anforderungen ändern sich natürlich auch.
- 12:32Speaker 1: Wir haben gesagt wir haben eine Übergangszeit wo man vielleicht noch ein bisschen großzügiger mit technischen Fehlern in der Rechnung geht?
- 12:38Speaker 1: Wir haben gerade gesehen dass wir zum Start letzten Jahres haben wir mit dem VR eine Analyse gemacht, dass twenty-fünf Prozent der Rechenung ungefähr Technichfehler waren.
- 12:47Speaker 1: Ich selbst war beim großen Konzern der festgestellt hat mit der elektronischen Rechnung, mit der Einführung der X-Rechnungen.
- 12:54Speaker 1: Es sind die Datenfelder verloren gegangen auf dem Weg weil man halt nur noch diese Paragraf-IV in den USDG Felder eingefüllt hat und dann die Automatisierung nicht mehr halten konnte.
- 13:03Speaker 1: also wir haben die Automomatisierung um neunzig Prozent reduziert und ich glaube Man muss jetzt in den Projekten mit allen Beteiligten sprechen und alle Anforderungen auf den Tisch legen, dann gemeinschaftlich eine Lösungsdesign.
- 13:16Speaker 1: Dann kann es auch gelingen, dass man verschiedene Sichtweisen hat und jeder seinen Willen mit einbringen
- 13:21Speaker 1: kann.".
- 13:23Speaker 3: Das ist die Sicht der Unternehmen.
- 13:25Speaker 3: Gleichzeitig haben wir gehört, das der Gesetzgebungsprozess im Laufen oder in der Vorbereitung ist.
- 13:31Speaker 3: Welche Leitplanken sollte denn der Gesetzgeber beim nationalen Meldesystem beachten?
- 13:37Speaker 1: Ich glaube, wir müssen gucken, dass wir dieses Gesetzgebungsverfahren nicht aus einer reinen Sicht des BMF sehen oder aus einer rein unserer steuerlichen Sicht sehen.
- 13:47Speaker 1: Wir haben die E-Rechnung eingeführt, die läuft heute beim Bundesministerium des Innern und diese Erfahrung gilt es halt auch mitzunehmen... und auch in ein neues Gesetzgebungsverfahren zu überführen.
- 13:58Speaker 1: Wir müssen auch gucken, dass wir solche Ideen die das Digitalministerium gerade hat mit einem Deutschlandsteck und einer voll umgreifenden Lösung wo ich zum Beispiel auch eine E-Rechnung habe aber auch eine Beschaffungsplattform habe und aber auch einen Zahlplattform im Zukunft haben werde, dass sich das mit Einberücksichtigte und Nicht nur aus Unternehmenssicht alle beteiligt mit am Bord, sondern auch aus Staatssicht.
- 14:23Speaker 1: Alle beteiligen mit an Bord hole weil nur dann kann ich was bauen Was uns und den Staat voran bringt.
- 14:29Speaker 1: wir haben es in Italien gesehen.
- 14:30Speaker 1: die haben das thema eingeführt.
- 14:32Speaker 1: die haben auf zum einen Die umsatz steuerlücke stark reduziert zehn prozent im ersten jahr oder in ersten zwei jahren Und die haben aber auch die digitalisierung vorangetrieben.
- 14:41Speaker 1: wenn wir dass ganzheitlich denken und nicht nur aus einem Fürstentum heraus, dann können wir auch was Richtiges leisten.
- 14:47Speaker 1: Und das sollten wir mit dem Gesetzgebungsverfahren machen, dass wir durchaus ressortübergreifend denken und die Anforderungen mit berücksichtigen und gucken, was gut gelaufen ist, das mit einbauen und vielleicht das eine oder andere verbessern.
- 14:59Speaker 1: Dann haben wir einen guten Weg.
- 15:01Speaker 3: Zumal wir ja noch die extra Herausforderung haben dass wir einerseits in Deutschland was machen und andererseits aber ja für Europa ohnehin etwas tun müssen.
- 15:10Speaker 3: Das heißt, wir haben auch die Zuwärtsherausforderung, dass das auch irgendwie europäisch anflussfähig sein muss?
- 15:16Speaker 2: Absolut!
- 15:17Speaker 2: Und ich denke mal es ist wichtig, wenn man es heute tut sollte man nicht nur das nationale Meldesystem anschauen sondern auch wieder und auch weitere darüber hinausgehende internationale Anforderungen.
- 15:28Speaker 2: Es ist ganz ganz wichtig Und die E-Rechnung auch nicht nur als die heutigen Rechnungsprozesse anschauen, sondern es ist als Brückentechnologie auch empfinden.
- 15:41Speaker 2: Eine Technologie, die die Rechnunsprozese mit dem Meldesystem am Ende mit automatisierten Geschäftsprozessen verbindet.
- 15:49Speaker 2: Ich glaube das ist entscheidend und ich nur einen Schritt zu gehen und wirklich zu sagen auch – und das ist glaube ich auch wichtig – dass die Email keine Digitalstrategie Sowohl auch in der Verwaltung als auch in den Unternehmen.
- 16:04Speaker 2: Also das ist, glaube ich, auch wichtig.
- 16:07Speaker 3: Also dass Fax und die E-Mail sind keine Digitalstrategie?
- 16:10Speaker 3: Okay, das dürfte angekommen sein!
- 16:13Speaker 3: Was sollen denn die Unternehmer oder was können die Unternehmers jetzt schon tun?
- 16:16Speaker 3: Wir haben einerseits gehört, es wird scharf gehen, im Jahr zwanzigundzwanzig werden wir einen Probebetrieb kriegen.
- 16:23Speaker 3: gleichzeitig sind ja doch noch Fragen offen.
- 16:25Speaker 3: Soll ich jetzt mir die Weihnachtsfähigen, zwanzig, achtundzwanzig blocken und das Großprojekt in der Unternehmen ausrufen oder soll ich jetzt schon was tun?
- 16:33Speaker 3: Und was kann nicht tun.
- 16:34Speaker 2: Man sollte auf jeden Fall jetzt schon etwas tun weil ich meine dass die Einführung des Textreportings das ist klar und ich muss die Prozesse sowieso für die Ehe-Rechnung anpassen ab twenty siebenundzwantzig und dann soll ich das dann auch so tun, dass ich es nur einmal anpassen muss so schnell wie möglich den Versand einzuführen, lang ist es sowieso nicht mehr Zeit und dann auch zu sagen okay was wir schauen meine wie der Doktor Donald Trump auch gesagt hat, wir schauen meine Prozesse.
- 17:03Speaker 2: Wir schauen meine Systeme aus.
- 17:05Speaker 2: was nutze ich für Systeme?
- 17:07Speaker 2: Sind diese Systeme zukunftsfähig?
- 17:09Speaker 2: die müsste ich analysieren.
- 17:10Speaker 2: kann Ich damit auch die europäischen Richtlinien abbilden?
- 17:14Speaker 2: Kann ich darüber hinaus international Die Anforderungen in Zukunft auch Abwickeln?
- 17:19Speaker 2: und dann muss ich in der zweiten Stufe Und das ist denke ich mal ein übergreifenden Projekt nicht nur die Steuerabteilung, sondern wie wir es auch schon diskutiert haben den Einkauf, dem Verkauf.
- 17:32Speaker 2: Den Steuerbereich, die Buchhaltung alle zusammensetzen um dann die Prozesse und Systeme an zu passen.
- 17:37Speaker 2: Dann kann ich und das ist ja das Gute Wir hatten ja gesagt, dass man sich in der Testphase um bis dahin fertig zu sein und kann die Überprüfung der funktionierenden Anpassungen dann auch testen.
- 17:48Speaker 2: Und dann bin ich auf einem richtigen Weg Und das ist, glaube ich der richtige Weg und nicht zu warten bis Anführungszeichen zum Sankt-Nemal-Einstag.
- 18:00Speaker 3: Stichwort Testen – welche Fälle müssen die Unternehmen denn vor den Regelbetrieb testen?
- 18:07Speaker 1: Ich mache hier mal ein ganz einfaches Beispiel.
- 18:09Speaker 1: Wenn Sie heute auf eine Reise gehen als Unternehmer oder als Angestellter eines Unternehmens was Elektronen in Richtung fängt dann ist ja schon die Frage wenn sie mit ihrer privaten Kreditkarte am Hotelschalter bezahlen, wie bekommen Sie die Rechnung?
- 18:22Speaker 1: Heute kriegen sie sich ausgedruckt oder per E-Mail geschickt als PDF.
- 18:26Speaker 1: In Zukunft gilt es nicht mehr weil Sie müssen eine Meldung machen.
- 18:29Speaker 1: und dann ist die Frage wenn die ich sage mal bei einem großen Konzern eingeht wo dreißig, fünfundreißig Tausend Mitarbeiter eingehen Wie kommt die denn zu Ihnen?
- 18:36Speaker 1: Weil Sie müssen sie ja freigeben!
- 18:37Speaker 1: Wie kommen Sie ihr Geld nachher zurück etc.
- 18:40Speaker 1: Und diese Fähle die so ein bisschen weg von diesem typischen Normalfall gehen sollte man sich heute schon zugutet führen und mal gucken, wie löse ich sie nachher prozessual?
- 18:51Speaker 1: Weil die Meldung muss durchgeführt werden oder auch ad hoc beschaffen.
- 18:54Speaker 1: Das ist der typische Blumenstrauß wenn er jetzt über zweieinhalbfünfzig Euro.
- 18:58Speaker 1: es muss natürlich auch betrachtet werden.
- 19:00Speaker 1: Wie geht die Rechnungen dann ein?
- 19:01Speaker 1: Wie kann das abwickeln?
- 19:03Speaker 1: Und das sind alle solche Fragestellungen, die man sich Heute stellen kann weil ab ersten siebten zwanzig dreißig gilt es dann noch eine Meldungsdurchzuführen um wenn man mal überlegt wie viele Testfälle es gibt, wie viele verschiedene Rechnungsarten es gibt.
- 19:17Speaker 1: Dann kommen wir relativ schnell auf zwanzig, fünfundzwanzig dreißig, die so typisch sind für das typische Unternehmen und diese sollten Sie heute mal durchspielen und gucken ob sie vollständig elektronisch funktionieren und dann sind sie gut aufbohrerstellt.
- 19:30Speaker 1: Und dann können Sie auch den Blocker aus dem Kalender nehmen für Ende achtundzwanziger und können sagen ich bin gut vorbereitet Ich habe den Marathon schon gemacht und bin guter Dinge und mein Unternehmen ist zukunftssicher aufgestellt.
- 19:44Speaker 3: Ich glaube, wir würden davon sehr profitieren, wenn eine Liste dieser möglichen Geschäftsvorfälle zirkulieren könnte.
- 19:51Speaker 3: Es gibt beispielsweise auch die MWSTR, die Mehrwertsteuerrecht als Zeitschrift, die davon auch profitieren würde, wenn wir so eine Leste mal abdrucken um ein bisschen Werbung zu machen können wir durchaus in Erwägung ziehen.
- 20:01Speaker 3: vielleicht mag einer oder mögen sie beide das ja dann mal zusammenstellen dass wer den Steuerleuten Tech Kompetenz und Fallkompetenz an die Hand geben kann Wenn ich Sie noch bitten darf zu vervollständigen.
- 20:15Speaker 3: Ein Unternehmen ist für ihre Rechnung und Meldestämme gut vorbereitet, wenn...
- 20:20Speaker 2: Wenn die Meldung unter der zweite Stufe zum Nebenprodukt der E-Rechnungen wird und nicht so einen zusätzlichen Prozess, dann ist es sehr, sehr gut vorbereitet.
- 20:29Speaker 2: und wenn die Meltetagen am Ende wirklich nur ein Ausfluss der E rechnungs sind um kein zusätzlicher Prozess
- 20:38Speaker 1: oder wenn hundert Prozent der Rechnungen bereits heute versendet werden elektronisch und darin sprechen eingehen in einem Datensatz, dann bin ich auch sehr gut vorbereitet auf das
- 20:47Speaker 2: MLE System.
- 20:49Speaker 3: Da sollte man vielleicht mal empirisch fragen wie viel Prozent der Unternehmen entsprechend gut vorbereitete sind zum jetzigen Zeitpunkt schon?
- 20:56Speaker 1: Ich würde die These game null Prozent.
- 20:59Speaker 0: Null Prozent würde ich nicht unterschreiben aber ich glaube wir haben noch genügend Hürden zu nehmen Insbesondere, wenn man sich darüber legt welche Dinge noch alle abgebildet werden müssen.
- 21:09Speaker 0: Und manchmal hat man es auch so.
- 21:10Speaker 0: Gutschriften und Rechnungen in Papierformaten bislang auf einen belegt.
- 21:13Speaker 0: das muss ich jetzt trennen.
- 21:14Speaker 0: dass geht zukünftig nicht mehr mit der E-Rechnung.
- 21:16Speaker 0: Anhänge müssen zumindest zufern sie steuerlich relevante Daten war halt im strukturierten Datenformat sein.
- 21:22Speaker 0: Das ist heute auch nicht unbedingt der Fall.
- 21:24Speaker 0: also ich glaube da sind noch viele Dinge die letzten Endes geklärt werden müssen und Sie haben schon darauf hingewiesen Es geht eben nicht nur um die Daten, es geht um die Prozesse und insofern glaube ich können wir durchaus den Schluss ziehen.
- 21:40Speaker 0: Es geht bei diesen digitalen Reportingverpflichtungen eben nicht allein das Steuerrecht und bei alle haben das heute gemerkt.
- 21:47Speaker 0: Das ist zwar der Steuerrecht was hier mit involviert ist aber es ist nicht alleine der Treiber dieser ganzen Geschichte sondern es geht wirklich um die Technik, um die prozesse in den Unternehmen.
- 21:59Speaker 0: Unternehmen müssen sich um ihre ERP-Systeme hier kümmern.
- 22:02Speaker 0: Sie müssen sie zukunftsfähig machen für diese Systeme, die Datenstrukturen müssen passen.
- 22:08Speaker 0: Die Rechnungsprozesse müssen aufgestellt werden das eben aus einer Transaktion nahezu automatisiert, die Meldedaten herausgelesen und übermittelt werden können weil ansonsten haben wir das nächste Bürokratiemonster was glaube ich keiner von uns will wenn wir hier noch separate Prozesse wieder schaffen müssen.
- 22:27Speaker 0: Ja, wir hoffen.
- 22:28Speaker 0: Wir konnten Ihnen heute ein paar Denkanstöße geben was dieses Thema angeht wie das ganze zukünftig funktionieren könnte aber auch wo die praktischen Herausforderungen aber auch die Chancen liegen.
- 22:43Speaker 0: ich glaube man sollte es nicht immer alles nur negativ sehen sondern durchaus auch sagen dass bringt uns hier was das thema digitalisierung angeht sowohl in den Unternehmen als auch in der finanzverwaltung voran.
- 23:00Speaker 0: damit möchten wir uns ganz, ganz herzlich von unseren Gästen verabschieden.
- 23:06Speaker 0: Ich habe viel gelernt in den letzten beiden Folgen.
- 23:09Speaker 0: Nehmen wir viel mit was wir glaube ich in der Praxis auch gut umsetzen können und damit verabspielen wir uns für heute aus.
- 23:18Speaker 0: frisch serviert Umsatzsteuer.
- 23:20Speaker 0: Vielen Dank dass Sie dabei waren!
- 23:22Speaker 0: Wir freuen uns über Ihr Interesse und natürlich auch wenn sie die nächste Folge wieder einschalten ist zum nächsten Mal
- 23:44Speaker 3: Frisch serviert der Steuerpodcast, powered by CHBEC.