Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Ärger um den Elbtower und Hamburgs Zukunft nach dem Klima-Entscheid
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 15. Oktober. DGB kritisiert geplante Nutzung von Bundesmitteln für den Elb-Tower. Hamburg plant ehrgeizige Maßnahmen für Klimaneutralität bis 2040. Vier Verletzte durch Brand in Hamburger Flüchtlingsunterkunft. Junge Erwachsene lehnen mehrheitlich die Rückkehr zur Wehrpflicht ab. Ein grausamer Mord im Stadtpark aus dem April beschäftigt jetzt die Justiz. Zwei 18- und 19-Jahre-alte Männer müssen sich in dem Prozess vor einer Jugendkammer des Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden heranwachsenden Mord vor. Den Ermittlungen zufolge haben die zwei jungen Männer einen 18-Jährigen aufgefordert, in den Stadtpark zu kommen. Dort hätten sie ihn gezielt mit Alkohol abgefüllt und ihn anschließend mit zahlreichen Messerstichen getötet, so die Staatsanwaltschaft. Das Opfer, das durch den Alkoholkonsum beeinträchtigt war, habe nicht mit einem tödlichen Angriff gerechnet, heißt es in der Anklage. Der 18-Jährige erlitt demnach insgesamt rund 100 Stichverletzungen am Kopf, Hals und am Unterkörper. Der Deutsche Gewerkschaftsbund, DGB, hat sich empört gezeigt über den geplanten Einsatz von Mitteln aus dem Sondervermögen des Bundes für den Fertigbau des Elb-Towers. Das Sondervermögen wurde für Investitionen in unsere soziale Infrastruktur und den Schienenausbau angekündigt und dafür wird es auch dringend benötigt, erklärte Hamburgs DGB-Chefin Tanja Ciavla und betonte, wir verspielen die Chance auf echte Verbesserungen für die Menschen in unserer Stadt, wenn wir diese Mittel so umleiten. Der rot-grüne Senat möchte das geplante Naturkundemuseum in dem heute 100 Meter hohen Torso an den Elbbrücken unterbringen. Dabei schwebt ihm ein Globalpauschalfestpreis in Höhe von 595 Millionen Euro vor, der über Darlehen und aus dem Sondervermögen für Infrastrukturmaßnahmen finanziert werden soll. Die Idee stammt vom Immobilienentwickler Dieter Becken. Das Sondervermögen darf nicht zweckentfremdet werden, schon gar nicht, wenn die öffentlichen Kassen knapp sind, sagte Ciaula. Es sei geschaffen worden, damit es den Menschen besser gehe, etwa durch gute Bildung, Betreuung und Mobilität. Der Elb-Tower erfüllt keine dieser Aufgaben, auch nicht mit der netten Museumsidee. Interessant, dass der DGB sich so aktiv um den Elb-Tower kümmert. Beim Zukunftsentscheid war der DGB komplett abgetaucht. Als am 16. September die Umweltbehörde ein 50-Seiten-Papier präsentierte, war die Aufregung groß. Das Öko-Institut und das Hamburg-Institut hatten ein Was-wäre-wenn-Szenario entwickelt, sollte die Stadt statt 2045 schon 2040 klimaneutral werden. Vier Wochen später ist aus dem Gedankenspiel Realität geworden. Denn eine Mehrheit der Hamburger hat Ja zum Zukunftsentscheid gesagt. Da sollte man noch einmal nachschlagen, etwa unter dem Thema Verkehr, zum Thema Umweltzonen mit Fahrverboten für Verbrenner, so könnten beispielsweise die Einrichtung einer solchen Zone innerhalb des Ring 1 beginnen und dann in den nachfolgenden Jahren auf Ring 2, Ring 3 und schließlich das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Auch Geschwindigkeitsbeschränkungen gehören dazu. Tempo 30 könnte stadtweit Regelgeschwindigkeit werden, zugleich würden der Nahverkehr und Radverkehr ausgebaut. Durch Investitionen in neue S- und U-Bahn-Systeme und den geplanten, verdichteten Hamburg-Takt muss der ÖPNV attraktiver werden. Bei einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg sind vier Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Feuerwehr waren die Verletzten, vier Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, mitten in der Nacht zu Mittwoch auf das Feuer im Keller des Treppenhauses aufmerksam geworden. Sie sollen einen brennenden Fallschutz entdeckt und diesen vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht haben. Bewohner der Unterkunft sollen durch den Brand nicht zu Schaden gekommen sein. Während der Löscharbeiten erlitten die Mitarbeiter Rauchgasvergiftungen, weshalb sie zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Laut einem Sprecher der Polizei wurden die an den Brand angrenzenden Wohnungen kurzzeitig während der Belüftungsmaßnahmen geräumt. Die Polizei geht bei dem Feuer von Brandstiftung aus. 2007 war die Stadt das erste Mal Austragungsort der Triathlon-Weltmeisterschaften mit Teilnehmern aus 72 Nationen und mehr als 600.000 Zuschauern vor Ort. Gefeierter Sieger auf der Kurzdistanz war damals Daniel Unger. 20 Jahre später gibt es nun eine Neuauflage des Mega-Events. Das Executive Board von World Triathlon bestätigte die Hansestadt bei seiner Sitzung in Australien offiziell als Gastgeber der World Triathlon Championship Finals 2027. Die WM an Jungfernstieg und Binnenalster wird damit auch eine erste kleine Generalprobe für eine mögliche Ausrichtung olympischer und paralympischer Wettkämpfe im Herzen unserer Stadt, sagte Sportsenator Andy Grote. Eine Mehrheit junger Erwachsener lehnt einer Umfrage zufolge die Rückkehr zur Wehrpflicht ab. 61 Prozent sehen darin einen erheblichen Eingriff in die persönlichen Grundrechte, wie eine von Greenpeace beauftragte repräsentative Umfrage unter 16- bis 25-Jährigen zeigt, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Rund 57 Prozent lehnen eine Rückkehr zur Wehrpflicht gänzlich ab, nur 5 Prozent antworteten mit »Weiß nicht«. Die repräsentative Umfrage basiert auf einem Online-Fragebogen des Meinungsforschungsunternehmens Civi, den 1.016-25-Jährige zwischen dem 16. Und dem 17. September 2025 ausgefüllt haben. Der Umfrage zufolge wünschen sich rund 74% der Befragten eine aktive Einbindung in die politische Diskussion. Kritisch sehen die Befragten die einseitige Verpflichtung junger Männer. Rund 59% empfindet das als ungerecht. Nur rund 40% der befragten jungen Frauen und Männer wären bereit, einen Wehrdienst zu leisten und rund 54 Prozent würden den Dienst an der Waffe verweigern. Die Hälfte der Befragten fühle sich durch die aktuelle Debatte über den Wehrdienst persönlich bedroht. Die Ergebnisse zeigen, junge Menschen wollen mitreden, wenn es um ihre Zukunft und ihre Freiheitsrechte geht, erklärte der Greenpeace-Experte für Frieden und Abrüstung, Oliver Salge. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal.