Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Dubai-Schokolade - Hype oder neuer Klassiker im Snack-Regal?
Transcript
- Also irgendwie ist es ja plötzlich ganz schön winterlich die letzten Tage, oder? Ich finde ja, dass das das perfekte Novemberwetter ist, so kalt und grau. Ich weiß, goldener Herbst und so, bin ich auch komplett dafür. Aber wenn es so diese verhangene Stimmung hat, wird es doch erst richtig gemütlich. Und wisst ihr, was ich dann, ja, auch jetzt im November schon manchmal mache? Genau, Weihnachtsfilme gucken. Ist ja eins von meinen Hobbys und ich habe so ausgerechnet, Und wenn ich jetzt anfange, kann ich mich von den, also wirklich manchmal Hahnem-Büchen-Schlechten, langsam zu den echten Classics vorarbeiten. Hier scheiden sich ja dann auch irgendwie die Geister, die einen finden, der Harry-Potter-Marathon gehört zu Weihnachten, die anderen gucken Action-Filme, dann gibt es noch die romantische Fraktion mit den Holidays und tatsächlich Liebe und so und die Nostalgikerin, da läuft dann das letzte Einhorn über die unendliche Geschichte. Ich picke mir da aus allem die Rosinen raus, also außer Stipp langsam, haben, das habe ich tatsächlich noch nie gesehen. Am Ende geht es ja eh um die Snacks. Ein Snack zum Film könnte zum Beispiel ein Stück Dubai-Schokolade sein. Die Trendsüßigkeit ist ja momentan so angesagt, dass es limitierte Auflagen und lange Schlangen vor den entsprechenden Läden gibt. Maximilian Novroth weiß, wo sich das Anstehen lohnt. Anstehen, um an ein Taxi zu kommen, also zum Beispiel so am Straßenrand oder an so einem Taxi-Sammelplatz, muss man schon lange nicht mehr. Heute bemüht man das Handy oder gar eine App. Nach knapp zehn Jahren steht bald eine Tariferhöhung der Fahrtenpreise an, die aber zeitgleich auch flexibler werden sollen. Was das bedeutet, erklärt Alexander Esch. Das Geld, das man spart, wenn man statt dem Taxi einfach die Bahn nimmt, kann man dann in schöne Sachen investieren. So wollen es die Regeln. Zum Beispiel in Düsseldorf designte und handgemachte Kerzen, so wie sie Paulina Neiser herstellt. Mir hat sie erzählt, wie so ein kleines Kunstwerk entsteht. Und damit herzlich willkommen beim Rheinpegel. Ihr hört Folge 343 und der Rhein steht bei 1,54 Meter. Music. Herzlich Willkommen beim Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede, jede, jede, jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, was geht. Mein Name ist Horst Herr Kormann und für eine kleine, wunderbare Weile darf ich diese Aufgabe übernehmen. Und nicht nur uns interessiert Düsseldorf und was hier so passiert, auch unserem heutigen Sponsor, der Targobank, liegt die Stadt am Herzen. Nicht nur hat die Hauptverwaltung mit rund 600 Mitarbeitenden hier ihren Sitz, der Möglichmacher-Targobank unterstützt die Initiative Fortuna für alle und in dieser Woche auch den Rheinpegel. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, zum Beispiel ob ihr schon mal bei so einem Fortuna für alle Spiel wart, welches euer Liebster-Snack ist, was ihr von Dubai-Schokolade haltet oder wie oft ihr Taxi fahrt, dann könnt ihr das sehr gerne tun unter rheinpegel-post.de oder unter 0160 80 80 844. Wenn ihr Themen habt, über die wir sprechen können, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn ihr einfach mal was loswerden wollt, wir freuen uns immer von euch zu hören. Trends aus den sozialen Medien nehmen oft ganz schön Fahrt auf und sorgen dann fast immer für lange Schlangen vor Geschäften, leergekaufte Regale und dafür, dass die jeweiligen Produkte über dritte Kanäle zu teils absurden Preisen weiter angeboten werden. Das begehrte Objekt der Stunde ist die Dubai-Schokolade. Der süße Snack mit Pistaziencreme und Engelshaar ist zwar nichts ganz Neues, aber TikTok hat ihn entdeckt und groß gemacht. Fast überall in der Stadt ist die Schokolade also ausverkauft. Maximilian Novroth erklärt, wo man sie überhaupt noch bekommt, beleuchtet die Hintergründe des Hypes und verrät, wie tief man in die Tasche greifen muss. Lieber Max. Liebe Tossier. Manche Hypes bewähren sich und bleiben bestehen, manche auch nicht. Wir reden heute über einen, der sowohl mit Schokolade als auch mit Anstehen zu tun hat, Dubai-Schokolade. Das Wort der Stunde, möchte ich fast sagen. In aller Munde. In aller Munde. Oder halt auch eben nicht, je nachdem, wo man sich auffällt. Also dass es diesen Hype um diese Schokolade gibt, das ist ja schon wieder auch irgendwie so was, ich finde das ja fast immer niedlich, dass da so, also ich meine, Wir reden gleich mal darüber für die wenigen, die es nicht wissen, was diese Dubai Schokolade überhaupt ist. Ich finde nämlich, dass die einige Trends quasi vereint in einem süßen Stück Himmel. Wahrscheinlich. Aber irgendwie finde ich das ja schon krass, dass es dann immer diese, es kommt von TikTok, ne? TikTok und Instagram, genau. Und dann stehen, das hat dann zur Folge, dass irgendwie so gefühlt drei Tage später 80 Leute vor einer Patisserie stehen und irgendwie Geld ausgeben, also Batzen Geld für Batzen Schokolade. Dubai Schokolade, was bedeutet das eigentlich? Also Dubai ist tatsächlich der Ort, wo dieses Rezept, also die spezielle Schokoladensorte erfunden wurde. Die Erfinderin soll Sarah Hamuda sein, eine Frau, die das in Dubai mit ihrem Unternehmen verkauft. Und zwar schon seit 2021, wo man auch so ein bisschen sehen kann, der Hype ist jetzt irgendwie in Deutschland und vor allem in Düsseldorf sehr nahbar. Aber das Produkt gibt es schon länger. Und die hat sich während ihrer Schwangerschaft, das hat sie mal dem Fernsehsender CNN erzählt, ausgedacht. Ich mache mal Schokolade und fülle die mit Pistaziencreme, außerdem mit Teigfäden, also im Arabischen heißt das Kadayif, das bedeutet auf Deutsch übersetzt Engelsfäden, das sind im Endeffekt geröstete Teigfäden und noch Tahini, also so eine Art Sesampüree dazu und das sind so die drei Kernzutaten, also Pistaziencreme, Teigfäden und Tahini, die dann der Schokolade, wenn man die öffnet, auch so ein sehr fluffiges, cremiges, grünes, typisches Aussehen geben. Also ich muss sagen, die einzelnen Zutaten per se machen mich ja schon an. Und darauf wollte ich nämlich eben so ein bisschen Haus. Pistazie kriegt so eine Renaissance. Es gibt ja auch Kaffee mit Pistazie, es gibt Croissants mit Pistazie, es gibt Aufschnitt, Aufstrich aus Pistazie. Also das ist eh gerade so ein Trend. Die Engelsfäden, das Engelshaar ist ja auch irgendwie so ein Classic in der süßen Küche auf jeden Fall. Ich kannte das vorher überhaupt nicht, ehrlich gesagt. Also ich kannte immer nur Pistazien, weil es meine Lieblingssorte bei Eis ist und daher weiß ich auch, dass das immer teurer ist als die anderen Kugeln. Was jetzt wahrscheinlich trotzdem nicht rechtfertigt, dass Dubai-Schokolade so viel absurd teurer ist als alle anderen Sorten. Aber klar, es sind wertvollere Rohstoffe als normalerweise. Ja, und dann, ich meine Tahini ist ja auch irgendwie jetzt nicht so, also ich will sagen, außer jetzt vielleicht dieses Pistaziending, ist das ja eigentlich relativ, ja, so basic, ne? Also wie kommt es jetzt, also das ist natürlich wahrscheinlich auch wirtschaftlich zu erklären, dass dann der Preis steigt eines Produktes, was irgendwie sehr, sehr gewollt ist. War das von Anfang an so teuer? Also nicht so teuer wie jetzt. Ich meine, wenn man sich überlegt, so der große Hype war ja in Düsseldorf am vergangenen Samstag, wo die Lind-Boutique als erste Lind-Boutique in Deutschland 100 Tafeln handnummeriert, handgefertigt in Aachen verkauft hat und wirklich sehr, sehr viele Leute schon ab 7 Uhr morgens vor diesem Laden standen in der Karlsplatz, um so eine Tafel zu ergattern, die 15 Euro gekostet hat für 150 Gramm. Während Lindt ja eh schon teuer ist als so eine klassische Schokolade im Supermarkt von Milka oder so. Also normalerweise kostet deine Tafel vielleicht 6 Euro für 100 Gramm und da eben umgerechnet 10 Euro. Und das zeigt halt schon, dass die Leute echt Lust haben, so viel Geld auszugeben und das unbedingt haben wollen. Teilweise auch, um es danach weiter zu verkaufen. Das haben wir ja auch gesehen, dass bei Ebay Kleinanzeigen dann diese Lindt-Tafel aus Düsseldorf für 250 Euro angeboten wird. Also echt verrückt. Aber wenn man sich so ein bisschen weiter umschaut, dann findest du auch Preise, die immer noch hoch sind, aber jetzt nicht so hoch. Im Stadtgebiet gibt es sie nämlich wirklich an verschiedensten Orten, diese Sorte. Da gehen wir jetzt gleich mal ein bisschen drauf ein, weil ja tatsächlich, ja, das ist gerade ein rares Gut und es ist auch ausverkauft. Ich war vor drei Wochen oder so spazieren mit einer lieben Freundin und das machen wir immer im Volksgarten und dann laufen wir die Oberwilker Allee lang und da ist auch ganz vorne so ein kleines Café. Und die hatten also wirklich kiloweise Dubai-Schokolade in der Auslage. Da war das irgendwie noch gar nicht, also ich frage mich, ob das einfach ein Geheimtipp ist und den habe ich jetzt hier mit revealed. Herz sehr gerne geschehen. Oder ob sich das einfach wirklich dann in den letzten zwei Wochen nochmal so viel Fahrt aufgenommen hat, auch durch dieses Lind-Announcement. Ich meine, das ist natürlich auch 100 Tafeln, also warum so? Das ist ja, also bis Dazien sind ja jetzt auch keine, ist ja auch nicht irgendwie aus dem Bernsteinzimmer frisch geerntet. Also jetzt keiner weiß, wo das herkommt, ne? Also ich glaube, Nur die wollten sowohl, damit durch diese Knappheit nochmal so einen höheren Hype generieren und dann hast du natürlich Fotos von den Schlangen in allen Medien und auf sozialen Medien. Das hat funktioniert und wahrscheinlich haben die auch erstmal getestet. Ob die nicht schon längst zu spät sind mit diesem Hype. Und tatsächlich ist wohl Pistaziencreme aufgrund der Beliebtheit dieser Schokolade relativ rar geworden mittlerweile. Also zum Beispiel Rüdiger Zurheide, der in Düsseldorf Mitinhaber ist von dem bekannten Edeka Zurheide an der Berliner Allee, sagte, die haben auch erst Dubai Schokolade vor ein paar Wochen rangeholt ins Sortiment. Die ist mittlerweile auch da ausverkauft. Und vorher haben die schon Pistaziencreme in Massen verkauft, weil so viele Leute sich die Schokolade halt selber anruhen wollten zu Hause. Ja, das wäre auch eine Frage. Meinst du, man kann das gut selber machen? Auf jeden Fall, ja klar. Wahrscheinlich schmeckt dir dann auch eh besser als im Laden. Ich meine, wie gesagt, das hatte ich ja eingangs jetzt schon irgendwie diesen Gedanken geäußert, dass ich das eh so krass finde. Ich habe auch gelesen, dass Matcha-Latte beziehungsweise Matcha-Pulver ausverkauft ist, weil Shirin David das irgendwie in einem Song erwähnt. Also so dieses, das ist ja so ein Social-Media-Ding, dass irgendwie Trends dann. Klar, die verbreiten sich schneller und vielleicht kommen dann auch mehr Menschen drauf, dass sie das mögen. Aber mich würde einfach mal interessieren, wie viele Leute tatsächlich diese Schokolade jetzt darauf die ganze Zeit gewartet haben, dass es die endlich gibt. Jetzt kommen wir fast zu meinem Lieblingsthema. Was kostet denn das Ganze? Also das hast du ja gerade schon gesagt, aber was ist so der Schnittpreis? Also weißt du, wenn ich jetzt nicht bei Lindt da die erstehe. Ja, also 10 Euro bei Lindt hatten wir schon gesagt. Das ist auch eher so in der Mitte. Also wenn man sich so im Stadtgebiet umschaut, ich bin ja eher Fan von diesen kleineren Schokoladets, die es dann wirklich selber machen. Da gibt es zum Beispiel Rousseau in Gerrisham an der Benderstraße, vertreten von Peter Braun, mit dem ich gesprochen hatte. Die haben wir auch fotografiert für eine Geschichte. Bei dem kosten 80 Gramm 8 Euro, aber eben dann selbstgemachte in Aachen, handgefertigte Schokolade oder bei Hikimoglu, ich hoffe, ich spreche das richtig aus, in Wersten, 18,50 Euro, also schon viel, allerdings für eine 300 Gramm Tafel, also umgerechnet günstiger als bei denen, wo ich es gerade gesagt habe. Also wenn man es vielleicht erstmal probieren will, bietet sich Oberbilk an. Du hast ja eh schon gesagt, rund um den Volksgarten, da gibt es eine Patisserie, die ist sehr beliebt im Maghreb-Viertel, Tanja an der Ellerstraße. 2,50 Euro für eine Praline, wenn man so will. Ja, ich meine, das ist ja was, das ist irgendwie ein Preis, den, also wie gesagt, ich bin ja eh Frau, es kostet halt, was es kostet, also, aber ich finde jetzt 2,50 Euro irgendwie für eine Praline, es kann ja dann auch was Besonderes bleiben und sein. Jetzt habe ich natürlich verschiedene Fragen. Erstens, was meinst du, wie lange hält so ein Hype wohl an? Ja, ist eine gute Frage. Also ich persönlich glaube, dass sich diese Sorte schon etablieren wird, weil jetzt können alle was mit Dubai-Schokolade anfangen. Und wie gesagt, der Trend ist ja jetzt schon seit einigen Jahren global spürbar. Jetzt kommt er halt erst nach Deutschland. Ich gehe schon davon aus, dass du auch in einigen Jahren von... Noch etablierteren Herstellern wie Lint, wie zum Beispiel Milka oder so, jetzt so eine Dubai-Sorte im Regal finden wirst. Umgekehrt gibt es zum Beispiel so jemanden wie Rüdiger Zurheide, der sagt, naja, kann sein, dass sich im Januar kein Mensch mehr dafür interessiert, aber bis dahin reiten wir halt diesen Hype. Und der ist halt eher skeptisch, weil es gibt ja auch immer wieder so Food-Trends, die sehr schnell kommen und sehr schnell gehen. Ja, vor allem, wenn die halt so, ich meine diese Schokolade, ich habe sie selber ehrlich gesagt noch nicht probiert, weil es mich halt nicht so it didn't strike me yet, aber klar, wie du auch beschrieben hast, wenn man die so aufbricht Und das sieht man ja auch auf tausend Fotos, Bildern. Und das ist ja oft das Ding, wo wir ja auch im Podcast in anderen Hinsichten drüber sprechen. Darum würde mich eigentlich schon interessieren, wie die schmeckt. Also wenn ihr die mal probiert habt da draußen, dann erzählt das gerne mal. Also ich stelle mir vor, dass es einfach hauptsächlich süß ist und vielleicht so ein bisschen crispy durch die Engelsfäden, durch das Engelshaar so. Ob sich das nicht dann irgendwann erledigt, weil dann hat man halt diese ganzen Fotos gemacht und entweder schmeckt es einem dann oder nicht. Also darum, ich weiß nicht, ich kann mir auch vorstellen, dass es irgendwie demnächst halt einfach vorbei ist. Beziehungsweise, ich habe gemerkt, dass es natürlich jetzt auch schon wieder ganz viele, naja, Annäherungen an dieses Produkt gibt. Also ich war gerade bei einer, naja, traditionellen Pralinerie, Pralinenmanufaktur hier in der Stadt, hat was mit grünem Hintergrund und weißer Schrift zu tun, um meinen wöchentlichen Schoko-Einkauf zu tätigen. Da gibt es jetzt Dubai Pralinen. Genau, die habe ich auch probiert, die sind erstaunlich. Ja, cremig und irgendwie auch fast kühl, die ich diese grüne Creme auf der Zunge hatte und ich fand es lecker, aber es war jetzt für mich jetzt nicht so überragend, dass ich die irgendwie jede Woche bräuchte. Ja, ich habe hier als kleines Mitbringsel angeschleppt meine persönliche Dubai-Schokolade-Champagnetrüffel. Das ist einfach die only real Schokolade, für die ich Geld ausgeben möchte, mehr als sonst. Ich war vorhin nicht allzu langer Zeit in so einer Konditorei auf der Bismarckstraße. Da gibt es das dann quasi in Eclair-Form oder in Petit-Four-Form. Also dieses Schoko-Pistazie-Ding. Will sagen, das ist ja auch, genau, es gibt halt diese Original-Dubai-Schokolade und dann gibt es ja so drumherum, es gibt ja auch Lind-Pistazien einfach. Also Lind-Pistazien-Schokolade. Also ob sich das dann irgendwann wieder so ein bisschen austariert und dann… Ja, aber vielleicht werden die Geschmäcker auch ein bisschen orientalischer in Deutschland, also einfach diverser, weil zum Beispiel in Baklava-Läden, da habe ich auch zwei an der Graf-Adolf-Straße gefunden, die haben das auch schon seit Monaten und haben auch vorher mit Engelspferden gearbeitet. Als deutschen Gaumen kannte man das vielleicht bisher noch nicht, aber ich denke schon, dass ich das dann langfristig etablieren könnte. Und interessanterweise gibt es auch wirklich so ein paar Läden, die jetzt gar keine Schokolade machen, die auch davon versuchen zu profitieren. Also zum Beispiel ein Zimtschneckengeschäft an der Flingerstraße oder ein Donuthersteller, die auch alle irgendwas mit Pistaziencreme und Kadayev machen und das dann Dubai nennen und auch da scheint es zu funktionieren, also dass jemand sieben Euro für einen Donut, bezahlt, weil der eben mit diesem Dubai-Trend in Verbindung ist. Ja, das meine ich so. Dann gibt es bestimmt dann irgendwann Dubai-Latte, weil halt mit Pistaziensirup und Schokolade drauf, also das frage ich mich. Dubai Döner vielleicht. Dubai Döner, Mac Dubai. Wie geschützt ist dieser Begriff? Ich glaube gar nicht. Also ist mir nicht bekannt. Ich meine, das ist eine Stadt, die kannst du jetzt eigentlich nicht wirklich schützen. Aber weil dann gibt es ja, also... Genauso wie New York Cheesecake. Ja, da frage ich mich auch immer, ob es so diesen einen Originalen gibt. New York Pizza, den einen Originalen und das ist dann irgendwie... Ich meine, das werden wir wahrscheinlich nie erfahren, weil das schon... Ja, es gibt es ja in Deutschland schon, dass du so Bezeichnungen wie zum Beispiel Schwarzwälder Schinken, das kann nicht jeder herkömmliche Schinken sein, aber bei sowas internationalem wie New York Cheesecake oder Dubai Schokolade, ich glaube, da brauchst du jetzt markenrechtlich, kannst du nichts patentieren lassen. Dementsprechend ist es dann vielleicht auch ein bisschen, ja, muss man sich so durchprobieren im wahrsten Sinne des Wortes, welche dann am besten schmeckt. Du hast ja gerade schon ein paar Orte genannt in der Stadt, wo es die noch, also wo lohnt es sich gerade sich anzustellen? Also was mir gefallen hat, einfach so vom Gefühl her, wie der Mann das da angepriesen hat und eben, dass sie es auch selber machen, ist Done Cake. So eine Mischung aus Donut und Kuchen in Stadtmitte an der Graf-Alof-Straße, die 150 Gramm für 8 Euro verkaufen, also auch einen vergleichsweise fairen Preis und das eben selber produzieren. Und den hatte ich schon erwähnt, Hikimoglu an der Mergelstraße in Wersten, weil die wirklich jeden Tag im Keller... Was anrühren und auch da brauchst du dich eigentlich nicht anstellen, weil die immer so viel produzieren, wie jetzt halt gerade die Nachfrage ist und das auch schon seit mehreren Wochen machen und eben sehr frisch. Ich schaue gerade nochmal den Preis 18,50 Euro für 300 Gramm, hatte ich schon gesagt, oder so ein kleines Viereck für 2,50 Euro, also kann man machen, aber die haben halt auch TikTok krass für sich genutzt, also es gibt da ein Video, wo der Juniorchef Mehmet zeigt, wie diese Schokolade gemacht wird und wie sie knackt beim Öffnen und das haben fast 700.000 Leute angeschaut, da siehst du halt, wie das rund geht. Ja, ja, wow. Ich habe gerade so ein Bild vor Augen. Es ist ja demnächst Weihnachten, beziehungsweise gibt es jetzt Adventskalender und Nikolaus und so tausend Gelegenheiten, sich Schokolade reinzufahren. Und irgendwie stelle ich mir gerade so vor, so ein, naja, sagen wir mal 13- bis 15-jährigen Jugendlichen oder Jugendliche, die sich so nichts sämtlicher wünscht als so eine Dubai-Schokolade und dann bekommt die einfach oder der einfach so eine Lindpistazie. Kennst du nicht auch dieses Gefühl früher, wenn man sich so eine Sache gewünscht hätte, ich wollte ein Eastpack und dann gibt es irgendeinen anderen Rucksack? Also irgendwie habe ich gerade dieses Bild vor Augen, weil es so viele verschiedene Herangehensweisen an diese Dubai-Schokolade gibt. Und ja, ich mich immer noch frage, was so das eine Original quasi ist. Ja, aber ich glaube, das passt halt extrem gut auch zu dieser Weihnachtszeit, dass die Leute dann vielleicht eh mehr Lust auf Süßes haben. Total. Mehr Lust haben, vielleicht mal einen Tick mehr auszugeben für sowas. Und das erklärt wahrscheinlich auch mit diesen Trend gerade. Ja, also ich antizipiere jetzt hier ein bisschen, also es wird diesen Trend noch ein bisschen geben, der wird glaube ich jetzt auch noch, dann gibt es wahrscheinlich auch noch Dubai Schokolade mit Blattgold und also dann nimmt das so ein bisschen, kann ich mir vorstellen, dass das noch so alles ein bisschen größer noch wird und vielleicht noch mit Marshmallows oder was weiß ich, also so verschiedene Ideen und dann wird sich das wahrscheinlich einpendeln auf eine richtig schöne Sorte, die es dann einfach zu kaufen gibt. Bis es soweit ist, müsst ihr euch leider draußen anstellen. Nehmt euch ein heißes Getränk mit. Lasst es schmecken. Handschuhe an. Und ansonsten gibt es ja auch noch mein All-Time-Favorite. Champagner-Trüffel und ganze Haselnüsse. Also ich meine, es gibt auch noch andere Schokoladen. Lieber Max, vielen, vielen Dank für das süße Gespräch. Danke dir, Tosja. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ciao. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Music. WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR, Taxifahren soll teurer werden und die Preise zugleich flexibler. Unter anderem soll es ab dem nächsten Jahr möglich sein, auch bei Taxifahrten einen Festpreis zu vereinbaren, ähnlich wie bei den schon bekannten Modellen von Uber und Co. Und auch weitere Neuerungen soll es geben, die Kartenzahlung und das Fahrtengebiet betreffend. Wie sich die neuen Tarife zusammensetzen, wer alles zustimmen muss und ob diese Entwicklung das Taxifahren insgesamt attraktiver machen kann, weiß Alexander Esch. Alexander. Das ja. Fährst du auf Taxi? Nee, es geht. Es geht. Eigentlich selten. Würdest du, warum? Also einmal der Anwendungsfall ist nicht so oft da. Ich fahre dann ja, wie ich schon öfter mal bekannt habe, hier mit dem Fahrrad, weil ich das immer so das effizienteste Verkehrsmittel oft finde auch. Oder wenn man halt ein Auto braucht, dann haben wir auch eins da stehen, was man dann auch mal benutzen kann. Und vor allem nutze ich dann eher Carsharing, wenn ich kein eigenes Auto zur Verfügung habe, weil es einfach günstiger ist, als dann sich ein Taxi zu rufen. Das ist einfach der Preis auch. Ist natürlich sehr bequem, aber der Preis schreckt schon ab. Und ich finde, das ist auch ein bisschen so die Situation, genau, Taxi fährt man so, wenn man abends nach Hause kommt von irgendeinem, von einer Einladung, wo ist man so unterwegs, auf einem Gala-Dinner, weiß ich nicht, wo ist man. Genau, nicht mehr so neulich eine andere Möglichkeit hat oder will mal zum Flughafen morgens oder so und will es dann bequem haben. Genau, wenn man eben nicht sein Auto parken möchte. Also ich fahre tatsächlich relativ häufig, also relativ häufig Taxi, weil es manchmal so Strecken gibt, da weiß ich, ich muss da, weiß ich nicht, bin zu spät oder was und ich muss da schnell hin, aber ich kann mich nicht um diese Parkplatz, also Parkplatzsuche irgendwie. Obwohl Flughafen habe ich neulich, bin ich mal wieder geflogen und da gibt es ja mittlerweile auch diesen Sharing Hub und es gab ja schon länger auch die Möglichkeit, dass man da Sharing-Fahrzeuge abstellen konnte. Und das haben wir dann auch genutzt. Also man kommt dann doch deutlich günstiger als mit so einem Taxi weg. Und irgendwie ist man auch sein eigener Herr. Klar, man muss dann zu Hause mal eben Parkplatz suchen oder so. Aber das war eigentlich ganz gut zu machen. Würden wir beide jetzt regelmäßig Taxi fahren, gibt es ja auch Menschen, die das tun, würde uns auffallen, dass sich die Preise ändern werden. Es gibt neue Tarife. Ich hätte jetzt von alleine, hättest du mich jetzt einfach so auf der Straße angesprochen und gefragt, was ich über Taxitarife denke, hätte ich wahrscheinlich gesagt, Ja, die ändern sich so alle. Jedes Jahr, alle anderthalb Jahre. Aber das ist die erste Tarifveränderung seit 2015. Genau, das ist schon was Besonderes. Das ist jetzt nicht so, ach ja, diese Tarife werden permanent angepasst oder so. Nee, das ist mal ein aufwendiger Prozess. Das muss genau nachgehalten werden. Die Stadt ist da mit im Boot. Es ist ja dann doch mehr oder weniger Teil des öffentlichen Verkehrs, die Taxis. Und da geht es eben auch schon darum, dass man guckt, ist das wirtschaftlich sinnvoll, wie diese Tarife gerade aufgestellt sind. Weil das finde ich spannend, da ja jetzt in den letzten Jahren vor allem, also nicht nur Carsharing, sondern auch diese anderen Mietwagenanbieter. Mietwagen mit Chauffeur. Genau, Mietwagen mit Chauffeur, also Uber, was gibt es da noch? Genau, das sind die Plattformen wie Uber und Bolt zum Beispiel, auf denen dann diese Mietwagenunternehmen ihre Dienste anbieten können. Uber macht das ja nicht selber, betonen sie ja auch immer wieder, sondern sie sind quasi die Vermittlungsplattform. Und da hätte ich nämlich jetzt mit gerechnet, dass zumindest als die hochkamen, irgendwie Tarife angepasst wurden, weil ich erinnere und ja auch immer wieder gibt es ja Gespräche und Diskussionen darüber, dass das eine das andere verdrängt und Taxis sind da ja so ein bisschen oldschool, habe ich das Gefühl. Bisschen stimmt das auch. Genau, es geht mittlerweile auch über App. Ich zum Beispiel benutze ja kein Uber, weil mir das irgendwie eins zu, das ist mir eins zu modern. Also ich rufe so ein Taxi an und bei 21, 21, 21 mache ich jetzt mal hier offen und sage, hallo, ich hätte gerne ein Taxi zu meiner Adresse. Aber ich, also ich finde dieses schon designierte, ich zahle das und das, das finde ich irgendwie seltsam. Wirklich? Achso. Ja. Du willst vorher den Preis nicht wissen? Nee, irgendwie habe ich immer das Gefühl, das ist, ich weiß auch nicht, vielleicht habe ich auch zu viele komische Sachen darüber gehört oder mir selber vorgestellt. Also ich fahre kein Uber, deswegen ist mir vielleicht auch nicht aufgefallen, dass sich Tarife verändert haben beim Taxifahren, weil sie sich einfach nicht verändert haben. Wie geht so ein Prozess von Stadt? Dass die Tarife verändert werden? Da kommen also die Taxiunternehmer zusammen, die Taxizentralen, Fachverbände, die Stadt und dann muss man Wirtschaftsprüfer drauf gucken und Steuerberater und so weiter. Also da kommt schon eine große Gruppe zusammen, die dann abstimmt, diese Taxitarife und am Ende muss die Politik entscheiden tatsächlich. Also das wird dann im Stadtrat mal nicht der Fall sein und nicht im Ordnungs- und Verkehrsausschuss, bin ich ganz sicher, ob die Entscheidung im Stadtrat fällt. Aber auf jeden Fall politisch wird am Ende die Entscheidung dann getroffen, ob die wirklich dann auch so durchgehen. Aber das ist eigentlich zu erwarten, weil da doch so viel Vorarbeit quasi von Experten gemacht wurde, dass sich da auch die Politik darauf vertraut. Obwohl man weiß es nie. Also es kann natürlich immer sein, dass die Politik da doch noch einen anderen Gedanken hat. Was könnte das für ein anderer Gedanke sein? Also ich finde es gerade spannend. Ja, glaube ich, dass man vielleicht diesen Widerspruch aufgreift. Ja, auf der einen Seite braucht man höhere Tarife, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Aber wenn man höhere Tarife macht, heißt das gleichzeitig wahrscheinlich auch, dass man weniger Kundschaft hat. Also wie funktioniert das eigentlich? Aber ich höre von der Stadt eben auch, dass man diesmal auch nicht einfach jetzt, jetzt haben wir einen neuen Tarif und der ist jetzt erstmal in Stein gemeißelt, sondern man will evaluieren. Also nochmal genau drauf gucken nach einem halben Jahr, wie funktioniert das jetzt, um dann gegebenenfalls auch nochmal nachzujustieren. Es gibt ja vor allem einen zentralen Punkt jetzt bei den neuen Tarifen, neben dem, dass es eben teurer wird, aber es wird eben auch flexibler. Also es gibt erstmals einen Taxipreis, der für eine bestimmte Fahrt flexibel gestaltet werden kann von den Taxizentralen selber. Das ist eigentlich neu. Also das geht nur bei Vorbestellungen. Also ich rufe da an bei der Zentrale, sage ich will in 20 Minuten, einer Stunde, morgen früh um sechs, egal wann, da und da hinfahren, von dem und dem Ort aus. Und dann läuft eigentlich dann ähnlich auch wie bei den Mietwagen quasi ein Algorithmus ab. dann kalkulieren die, wie ist die Nachfrage zu dieser Zeit? Ist das für uns also eine Zeit, wo wir eigentlich ganz hohe Nachfrage haben und eher knapp sind? Also da könnte der Preis ein bisschen höher ausfallen oder morgens um sechs zum Flughafen ist nichts los. Geringe Nachfrage, da können wir auch mal einen günstigeren Preis anbieten. Und da gibt es jetzt so einen Preiskorridor, 20 Prozent über oder unter dem eigentlich regulären Preis, kann der dann ausfallen und so kann man eben dann auch mal günstiger unterwegs sein mit dem Taxi und vielleicht lohnt sich das dann auch wieder für mehr Leute. Das hört sich ja dann schon sehr nach Mietwagen mit Chauffeur-Style an. Genau das ist schon auch der ganz bewusst auch so formuliert, man will da irgendwie auch mithalten und dieser Konkurrenz auch irgendwie begegnen, weil da sieht man ja schon, dass das der Taxibranche sehr zu schaffen macht. Man muss sich einfach nur die Zahl vor Augen führen, weil mittlerweile mehr als 2000. Dieser Mietwagen in der Stadt, die unterwegs sind und haben ungefähr 1200 Taxis. Also fast doppelt so viele sind es noch nicht, aber deutlich mehr dieser Mietwagen unterwegs als Taxis. Es ist auch gar nicht mehr so, dass so Taxi-Unternehmen nur noch so zwei, drei Autos haben, sondern da gibt es auch diese drei großen irgendwie und so drumherum noch ein paar einzelne oder wie ist das? Ja, das ist ganz unterschiedlich. Ist das nur mein Gefühl? Es ist ja so strukturiert, dass es drei Zentralen gibt, also die, die Fahrten vermitteln. Das ist ja einmal die Taxigenossenschaft, das ist ja die größte mit Abstand. Also was ist das? Fünfmal die drei, glaube ich. Und dann gibt es eben noch Taxiruf und auch Reintaxi. Das sind die Zentralen. Und an diese Zentralen sind ganz unterschiedliche Unternehmen angeschlossen mit unterschiedlichen Fahrzeug- und Fahrerzahlen letztendlich. Verstehe. Und die, darum ist es auch so ein bisschen so ein langwieriger Prozess, diese ganzen Preise und Tarife zu bestimmen, weil alle quasi immer involviert sind und mitreden. Genau, es wird ja schon, also ich meine, du schreibst in dem Stück dazu, dass die Grundgebühr von 4,50 Euro auf 5 Euro, das sind ja immerhin 50 Cent. Also das heißt, wenn ich ins Taxi steige, zahle ich schon mal 5 Euro. Das ist dann egal, wie weit ich fahre und dann wird der Kilometerpreis noch erhöht. Also ich möchte gerade so ein bisschen etablieren, wo überall, wo es teurer wird. Und dann gibt es ja eh schon so Festpreise, oder? Hat das nicht irgendwas mit Messe und Flughafen und so zu tun? Genau, das gibt es auch noch. Ja, stimmt. Also der Kilometerpreis, der steigt von 220 auf 270. Also das ist schon ordentlich. Da sind wir dann schon bei… Ja, immer 50 Cent. Ja, genau. Aber da muss man sagen, das ist ja dann im Verhältnis doch deutlich mehr. Es sind ja über 20 Prozent dann Preissteigerung. Und wenn man das eben hochrechnet auf eine gewisse Kilometerzahl, kommt schon einiges zusammen. Und es gibt natürlich dann auch noch einen Tarif dafür, was passiert, wenn ich im Stau stehe oder es irgendwo nicht weitergeht. Und dann diese Wartezeit sozusagen hat auch immer einen Preis. Der steigt auch nochmal. Und dann gibt es eben ja heute schon einen Festpreis für die Verbindung der Messe zum Flughafen. Und auch da geht es von 20 auf 25 Euro hoch. Also das sind ja auch nochmal letztendlich 25 Prozent obendrauf auf den jetzigen Preis. Und diese Pauschale, von der du gerade schon gesprochen hast, die ist ja auch…. Eigentlich wie bei den Mietwagen mit Chauffeuranbietern, die kann man auch nicht quasi in Person verhandeln, sondern die muss ich dann vorher schon anfragen und festlegen. Also das ist eine Sache, die… Also der Festpreis für Messeflugkraft ist immer der gleiche, das ist ein anderer Festpreis. Genau, ich meinte gerade dieses, was sich so ein bisschen an Uber und so orientiert, dass ich irgendwie schon vorher weiß, ich zahle 17 Euro. Genau, das soll eben auch Taxifahren attraktiver machen. Also das, was du eben gesagt hast, dass es eigentlich nicht so gefällt, den Preis vorher schon zu wissen. Da sagen eben viele in der Branche, in der Taxibranche, dass das eigentlich ein Vorteil ist, wenn man das eben vorher weiß als Kunde. Also dass man bei Uber eben genau da einen Preis bucht und dann weiß, was einen erwartet, während man im Taxi oft dann sitzt und guckt auf diesen Taxameter und denkt, Und um Gottes Willen, das geht ja immer noch weiter und er zählt immer noch und wann ist man hier schlussendlich. Und dass man einfach vorher schon weiß, was man bezahlen muss. Ja. Kann man es besser kalkulieren. Hast du das Gefühl, da kommt viel Backlash? Also ist das so ein Thema, wo irgendwie erstmal Leute Taxifahren boykottieren werden? Oder ist einfach, wenn ich ein Taxi brauche, ist es mir auch ein bisschen Wumpe, ob ich jetzt 250 oder 270 zahle? Also oder 220 oder 270? Nee, ich glaube, die Leute sind wirklich preissensibel. und das wird so ein bisschen ein Erfahrungswert dann sein, das mal auszuprobieren mit den Festpreisen und was heißt das dann konkret? Also zu welchem Preis fahre ich denn dann wirklich zu welcher Uhrzeit? Welche Erfahrung mache ich da? Und offenbar ist es in München so, da gibt es dieses Modell schon, dass das da den Taximarkt doch sehr belebt haben soll wieder. Also insofern kann ich mir schon vorstellen, dass das. Taxifahren wieder attraktiver macht und ja, letztendlich diese Vorteile, die man vor allem preislicher muss man einfach so sagen, bei Uber in den meisten Fällen dann schon hatte, dass die so ein bisschen aufgehoben werden. Was sich auch ändert ist, dass man mit Karte zahlen dürfen muss. Genau. Ich habe das auch in letzter Zeit immer mal wieder erlebt, dass ich vorher angefragt habe. Ich kann das natürlich überall machen, aber es ist manchmal mit ein bisschen Grummeln verbunden. Das wird jetzt auch geändert, das ist einfach, weil es zeitgemäß ist, oder? Also bei Bargeld einfach. Genau. Und weil es auch, du sagst, die Stadt noch ein Sicherheitsfaktor ist, weil man immer weiß, dass dir da im Taxi eine Menge Bargeld unterwegs ist, ist das auch ein Angriffsziel quasi, potenzielles. Und das wird natürlich, je weniger Bargeld da unterwegs ist, desto weniger attraktiv wird ein Überfall auf so ein Taxi dann für manche einen. Klar, so weit habe ich gar nicht gedacht. Ich dachte, es geht einfach um dieses generelle Umstellen. Kundenfreundlich ist es natürlich sowieso, dass man jetzt immer auch mit Karte dann zahlen kann, wenn man das möchte und dann nicht plötzlich doch einer ist, der sagt, nee, mache ich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass das natürlich, also wie in anderen Geschäftszweigen auch. Da geht natürlich Tipp verloren. Mit Karte Trinkgeld geben ist ja nochmal ein anderer Move. Also darum kann ich irgendwie schon verstehen, dass das ein Prozess ist, der so vielleicht. Aus meiner Erfahrung ist es eigentlich, mir fällt es viel leichter, mit Karte Trinkgeld zu geben, weil ich dieses Geld gar nicht dabei habe, dieses Bargeld, was dann irgendwie passend wäre für so einen Tipp. Ich habe ja immer nur Scheine, keine Ahnung. Ja, natürlich. Ja, okay. Ach krass, ich finde das genau andersrum, wirklich. Also ich muss richtig mich daran erinnern zu sagen, irgendwie so und so viel. Ich meine, jetzt gibt es ja diese Geräte, die schon fragen, wie viel Prozent man geben möchte. Aber bei manchen kann man es ja dann auch wieder nicht. Dann gibt es ja auch wieder Situationen, wo man kein Trickgeld geben kann mit Karte. Ja, also deswegen. Da habe ich mir hergeholt, dass das nicht immer auf Jubel stößt, wenn ich sage, ich möchte mit Karte zahlen in verschiedenen Hinsichten. Du schreibst auch noch von Strecken, die nicht mehr, das habe ich nicht so ganz, also ich dachte immer, es sei so rum, dass lange Strecken die beliebteren sind, weil es natürlich mehr Geld kostet. Aber klar, wenn ich mich jetzt in Grevenburg abholen lasse aus Düsseldorf, weil ich unbedingt mit meinem angestammten Taxi-Unternehmen fahren möchte, ist das ja auch die Anfahrt. Was ändert sich da? Ja, es gibt ja eine Betriebspflicht. Also Taxis müssen ja Menschen befördern. Und es ist so, dass die ein gewisses Pflichtgebiet, so nennt sich das, haben. Also ein bestimmtes Gebiet, in dem diese Pflicht gilt. Und das geht heute relativ weit. Und dieses Gebiet wird eingeschränkt, weil es eben auch in vielen Fällen nicht wirtschaftlich ist, diese lange Strecke zu fahren. Ich hätte auch immer gedacht, je länger, desto besser. Und desto mehr klingelt dann der Geldbeutel. Aber nein, man muss ja diese lange Strecke auch wieder zurückfahren und darf da keinen mitnehmen. Ah, so, verstehe. Und so hat man diese lange, lange Leerfahrt dann. Und das rechnet sich offenbar nicht. Und deswegen gibt es jetzt ein kleineres Pflichtgebiet. Da ist dann der Kreis Bettmann noch dabei oder Rheinkreis Neuss, der Süden von Duisburg, Düsseldorf natürlich sowieso. Aber wenn man eben weiter über dieses Gebiet hinausgehend transportiert werden möchte, dann muss man da in Verhandlungen treten sozusagen mit dem Taxifahrer. Also dann sind die Taxis nicht mehr an diesen Tarif gebunden, sondern können dann einen Preis nennen, der für sie das attraktiv machen muss. Man kann also noch dahin, aber man muss wahrscheinlich noch mehr zahlen, als eigentlich der Fall wäre. Ja, ich verstehe. Bist du schon mal mit dem Taxi nach Köln gefahren? Ich bin schon mal aus Köln zurückgefahren, ja. Das ist uns allen schon mal passiert, wahrscheinlich. Das war teuer. Und wie ist das mit kleinen Strecken? Also dürfen die bis zu einem gewissen Punkt sagen, ne mach ich nicht, also um die Ecke, klar, aber... Und ich glaube nicht, dass es so eine Mindeststrecke gibt, die man erstmal, ich glaube nicht. Auf einmal muss ich dann aber auch sagen, die Grundgebühr steckt der Taxifahrer ja auch ein, diese 5 Euro. Also auch wenn er nur da 500 Meter weit fährt, im Verhältnis zum Kilometer ist das schon ein sehr teurer Kilometer, den man dann zahlen muss. Ja, verstehe. Ganz kurz abschließend noch ein Gedanke, den ich hier schon, als wir uns noch ohne Mikros unterhalten haben oder kurz ausgetauscht haben, geäußert habe. Ist dieses, dass Taxifahren sich jetzt so ein bisschen annähert an das ganze Uber-Ding gepaart mit Carsharing, kann das auch zu dieser Verkehrswende beitragen, dass vielleicht irgendwann, also du hast schon gesagt, man hat ja vielleicht auch sein eigenes Auto irgendwie doch und lässt das dann immer mal stehen. Es gibt auch noch die öffentlichen Verkehrsmittel, es gibt auch Fahrrad, es gibt auch zu Fuß. Aber dass das auch ein bisschen ein Schritt dahin ist, dass Taxifahren wieder alltagstauglich, das sind jetzt alles falsche Wörter, aber so sich wieder da rein integriert, dass das vielleicht auch dazu führt, dass ich sage, ich komme tatsächlich ohne Auto aus, weil selbst wenn mal die Uber-App irgendwie, wenn da steht, der dauert 30 Minuten, bis der da ist, kann ich Taxi nehmen und es macht gar nicht so viel Unterschied. Also hast du da ein Gefühl zu? Ja, ich glaube, das ist ein ganz, ganz, ganz kleines Puzzleteil in dem, was da zusammenkommen muss, um da etwas zu bewegen beim Einzelnen, zu sagen, ich schaffe jetzt mein Auto ab. Also Uber argumentiert immer so und stellt sich immer sehr gerne als Teil dieser Verkehrswende dar und so weiter, weil man natürlich da nicht mit dem eigenen Auto unterwegs ist. Und das ist natürlich auch schon ein Faktor in der Stadt, dass man versuchen will, diesen ruhenden Verkehr auch ein Stück weit aus der Stadt zu kriegen, weil er eben viel kostbare Fläche vollstellt letztendlich am Ende. Aber der Preis ist, glaube ich, dafür einfach noch nicht gemacht. Also was aber eine Zukunft ist. Eher haben könnte nach so einer Mobilitätswende oder im Zuge einer Mobilitätswende, ist das, was die Rheinbahn jetzt schon so in Ansätzen macht, was aber noch nicht so richtig gut funktioniert. Dieses, wie heißt es, Flexi, dass also so ein Großraumtaxi unterwegs ist in Gebieten der Stadt, wo es sich für die Rheinbahn nicht mehr so richtig lohnt, da bis ins Detail Angebote zu machen, aber da dann mehrere Menschen so über App zusammengepackt werden und dann. In diesen Stadtteilen konkreter verteilt werden. Also so als Zukunftsidee, vielleicht auch dann, dass solche Gefährte autonom fahren und dass dann so Großraumtaxis auch zu einem anderen Tarif, weil dieses Rheinbahn-Großraumtaxi ist ja eher nach einem ÖPNV-Tarif orientiert. Also da gibt es einen speziellen Tarif für, der lange nicht so teuer ist wie ein Taxi. Also da ist man wirklich günstiger unterwegs und wenn eben mehrere Leute sogar noch zusteigen, man sich Teile der Strecke teilt, wird es sogar noch günstiger. Also insofern hat das Taxi dann vielleicht doch auch eine, aber in einer anderen Form dann eine Bedeutung für eine Verkehrswende. Und vielleicht, jetzt mal ganz groß gesagt, auch eine Zukunft, weil wenn ich das gerade richtig so raushöre und lese, ist das ja eher auch der Versuch, sich an was anzupassen, damit es halt noch weiter so bleibt, wie es ist und nicht irgendwie ganz umkippt und die gelben Autos verschwinden komplett. Richtig, obwohl natürlich alle Taxifahrer jetzt böse sein werden, dass ich autonom fahrende Taxis gesagt habe. Das verhandeln wir dann in einer anderen Episode. Vielen Dank für dieses Gespräch und bis zum nächsten Mal. Danke. Tschüss. Kurze Pause. Music. Zur besinnlichen Weihnachtsstimmung gehört Kerzenlicht. Umso schöner, wenn die Kerzen lokal produziert, selbstdesignt und handgegossen sind. All das trifft auf die kleinen leuchtenden Kunstwerke zu, die Paulina Neyser mit Waxmade Design anbietet. In ihrem Keller stellt sie diese her und verbreitet damit Licht und Wärme in der Stadt. Ich habe mit ihr gesprochen darüber, wie es ist, als junge Mutter zu gründen, ihren Werdegang und was eine alte Lampe mit ihrem heutigen Bestseller zu tun hat. Ich bin von der Düsseldorfer Lokalredaktion, also von den Räumlichkeiten der Düsseldorfer Lokalredaktion nicht sehr weit gekommen. Ich sitze in den Shadow Arcaden immer noch und hier wird in diesem Food Court, wo verschiedene Restaurants sind, gerade schon ein Weihnachtsbaum ist es nicht, ein Weihnachtsschmuckstück aufgebaut, geschmückt mit sehr vielen Lichtern und Ornamenten. Und bei mir ist eine Person, die sozusagen maßgeblich daran beteiligt sein kann, dass romantische und auch weihnachtliche Stimmung aufkommt. Weil was ist denn weihnachtlicher als Kerzen? Paulina Neiser am Mikrofon. Hallo. Hallo. Wie schön, dass du da bist. Wir sprechen heute unter anderem über Kerzen, weil das ist, was du machst. Es gibt ein Stück über dich in der Rheinischen Post, das ist schon vor ein paar Wochen erschienen, wo beschrieben wird, wie du aus deinem Keller heraus sozusagen Kerzen an den Mann, an die Frau bringst und damit Stimmung verbreitest im ganzen Land. Und mich interessiert erstmal, wie die Genese dahin ist, wer du überhaupt so bist, warum Kerzen und wie das ist, wenn man sich mit einer ja doch etwas nischigen Sache selbstständig macht. Deswegen zuallererst, wer bist du eigentlich? Ja, also ich komme aus dem Produktdesign. Ich bin eigentlich Produktdesignerin und habe das in Holland studiert. Und dann aus der Not heraus, weil ich dann schwanger geworden bin und in der Elternzeit gemerkt habe, so, ich brauche irgendwie doch Beschäftigung und würde gerne weiterhin irgendwie was machen, habe ich mir halt. Überlegt, was ich machen kann mit Kind und eventuell eben auch schon von zu Hause aus. Und ich dachte so, ja, ich möchte schon irgendwie was Sinnvolles designen. Und was Nachhaltiges. Was Nachhaltiges, was eben nicht einfach irgendwann auf einer Müllhalde endet. Was ja bei Kerzen schon mal nicht passiert, weil die enden ja einfach in der Atmosphäre. Das ist ein Nutzprodukt. Klar, es ist auch ein Dekoprodukt und auch ein Geschenkartikel. Aber das kannst du tatsächlich nutzen, weil es hat immer noch die Funktion, eine Atmosphäre zu schaffen, Licht zu spenden, eventuell auch Wärme. Und du kannst es einfach abbrennen und dann ist es weg. Ja, ich verstehe. Kerzen sind ja auch deswegen ein besonders nachhaltiges Produkt, weil man es ja auch aus schon bestehenden Sachen, also du kannst ja Wachsreste einschmelzen und die wieder machen. Also das heißt, es zieht sich ein roter Faden durch. Wie stelle ich mir das jetzt vor, wenn ich mich selbstständig mache mit sowas aus meinem Keller raus? Weil es gibt ja auch die Art selbstständig machen, es gibt Budget, es gibt schon Räumlichkeiten, es gibt irgendwie, wie heißt das, Kapital, was angeschafft wurde und dann geht es auf einem bestimmten Level los. Womit hast du gestartet? Also jetzt ganz im wahrsten Sinne des Wortes. Ja, also ich hatte erst Arbeitslosengeld bekommen und dann habe ich in der Zeit mir halt weiter überlegt, also bin ich konkreter geworden letztendlich mit meiner Idee. Ich hatte halt viele Ideen, aber alles hat, Ich habe mich nicht umgehauen, wo ich gesagt habe, okay, damit starte ich jetzt durch. Und dann kam es halt zu den Kerzen, wo ich dachte, ja, okay, das kann ich tatsächlich stemmen. Das ist kein hohes Risiko, wo ich jetzt eine Riesensumme an Investitionen leisten muss, damit ich das überhaupt starten kann. Das war halt für mich auch immer wieder, was mich zurückgehalten hat, irgendwas zu starten. Und ja, habe ich dann den Gründerzuschuss beantragt und habe einen Businessplan geschrieben. Und ja, habe dann gegründet. Und was war dein erstes Equipment? Also wie sah deine Werkstatt aus, als du gerade angefangen hast? Was war deine erste Kerze? Also wie gesagt, ich mache es im Keller in meinem Zuhause. Das heißt, auch da hatte ich jetzt schon die Räumlichkeiten. Das war sehr praktisch und habe dann im peu à peu mal wieder was dazu geholt. Ich habe halt das auch erstmal super, super klein getestet mit wirklich ganz spartanisch einer Kochplatte und einem Topf. Und habe da Wachs geschmelzt und habe dann da verschiedene Sachen ausprobiert, die Temperaturen ausprobiert und mir schon ein paar billige Formen einfach mal nur, um mal eine Kerze gemacht zu haben. Und dann kamen halt Pigmente dazu und dann habe ich mich weiter schlau gemacht, so okay, wie kann ich das Ganze ein bisschen größer machen, aber auch irgendwie alles mal low budget, weil ich wollte halt keine großen Investitionen tätigen, weil ich immer noch, unsicher war, okay, ist es das, funktioniert das auch langfristig, kann ich das auch mit Kind vereinbaren von den Zeiten her. Weil meine Tochter ist noch nicht im Kindergarten, das heißt sie ist jetzt auch nicht... Den ganzen Tag betreut und ich wollte aber auch immer noch meinem Kind gerecht werden und das ist auch weiterhin, sie ist weiterhin meine Priorität, aber ich bin halt total im Zwiespalt, ich möchte natürlich auch finanziell unabhängig bleiben und nicht einfach von meinem Mann finanziell abhängig sein. Ja, das kann ich verstehen und das ist ja auch, genau, das ist ja ein Schritt und dass man da quasi Gründe für hat, die sehr nachvollziehbar sind, ist ja völlig klar und auch sehr gesund. Mittlerweile designst du ja auch die Form selber, also da kommt ja deine Expertise als Produktdesignerin sozusagen mit diesem Handwerk, berührt sich da, dass du Unikate herstellst. Dein, naja, möchte ich fast sagen, Dauerbrenner ist die Madonnen-Figur, die hat ja auch eine Geschichte. Ja, mein Vater hatte so eine alte Gipsform von einer Madonna auf dem Flohmarkt, wahrscheinlich in Belgien. Also der war viel auf Flohmärkten auch eben. Ja, wir haben viel Altes bei uns zu Hause schon gehabt und es ist auch bei mir jetzt zu Hause ganz viel, viele Erinnerungen und ja, alte, schöne Sachen. Und ja, ich hatte, mein Vater hatte aus dieser Madonna dann irgendwann eine Lampe gebaut. Er wollte nämlich tatsächlich auch Produktdesigner werden, mein Opa hat ihm aber dazu abgeraten, er sollte doch lieber was vernünftiges lernen. Und nebenbei hat er Lampen aus Schrottteilen verwendet. Gebastelt, sage ich mal. Diese Lampe habe ich jetzt bei mir zu Hause und habe dann irgendwann überlegt, aus was, also Kerzen war ja schon klar, aber die Option, was ich alles als Kerze mache, sind so unendlich. Man kann ja jetzt in Zeiten auch von 3D-Druckereien, du kannst ja alles als Kerze machen. Es gibt ja schon diesen blöden Trend, alles ist Kuchen. Es kann auch alles Kerze sein. Ja, wirklich. Einfach mal rumlaufen, Sachen anzünden. Ja, ne, also ich meine, da gibt es auch schon super viel auf dem Markt, selbst bei Zara und H&M, die machen jetzt auch schon wirklich Ketchupflaschen als Kerze, was ich jetzt nicht so ästhetisch finde, aber es gibt schon super viel. Ich hatte jetzt noch ein bisschen andere Ansporn, da schon ästhetische Sachen und auch vielleicht ein bisschen kitschige. Vor allen Dingen von den Farben her wollte ich einen Hingucker immer machen. Deswegen habe ich halt hauptsächlich Neonfarben und auch alle Kerzen sind immer durchgefärbt. Das heißt, selbst wenn man die Kerze dann auch abbrennt, die brennt schön ab. Das fand ich nämlich auch sonst immer schade, wenn man bunte Kerzen hat, aber die von innen weiß sind. Ja, und ja, ich habe halt diese Madonna zu Hause gehabt und davon habe ich dann einen Silikonabguss gemacht und kann jetzt in die Silikonform das heiße Wachs gießen und vorher den Docht durchziehen und voila, habe ich meine Kerze. Ja, und hast du gemerkt, dass es sich lohnt, sich auf so drei, vier sehr prägnante Formen zu spezialisieren? Machst du auch so ganz normale, also normal in Anführungszeichen so Stumpenkerzen, die man sich jetzt zum Beispiel, wo wir mit dir eingestiegen sind, auf den Adventskranz tut, also wie, man spricht auch nichts gegen den Adventskranz aus, Madonnenkerzen, aber Idee für dieses Jahr. Ja, also die Idee war ursprünglich halt wirklich mehr so Skulpturen. Auch eben größere Sachen, die Madonna ist ja zum Beispiel 30 Zentimeter groß. Schon in dem Bereich wollte ich eigentlich weitermachen. Aber ich war, wie gesagt, ich bin auch eigentlich immer noch in der Anfangsphase und bin für alles offen und gucke in alle Richtungen und habe jetzt auch ganz normale Stabkerzen, die ich dann noch handbemalt habe, auch mit Kerzenwachs quasi. Das kam auch sehr gut an. Ich habe jetzt viele mit Leoparden, das passt zu der Zielgruppe. Die welche ist, vielleicht können wir da mal ganz kurz abbiegen. Also Frauen definitiv hauptsächlich von 30 bis 60, würde ich sagen. Auf jeden Fall die Düsseldorfer Frau, die auch mal ein bisschen mehr Geld in der Tasche hat und sich gerne was Schönes, was Besonderes leisten möchte oder auch verschenken möchte. Also wirklich auch ein besonderes Geschenk. Das waren nämlich viele Kunden, die dann auch gesagt haben, das ist ein super Geschenk. Und das ist ein bisschen natürlich eine Ebene, die nicht ausbleibt, wenn man darüber nachdenkt oder spricht. Ich meine, das ist ja alles, das hört sich jetzt wertender an, als ich das meine, aber es ist ja alles schön und gut. Also du kannst das machen, du bist kreativ und so. Aber natürlich muss es auch irgendwie wirtschaftlich sein oder sollte es im besten Falle, wie du ja auch selber schon gesagt hast. Es geht ja auch nicht darum, dass du dich irgendwie beschäftigt hältst, sondern das ist ja dein Unternehmen, das ist dein Business. Darum fand ich das interessant, das Gespräch zu dir zu suchen, weil das ist ja wie eine Schablone für viele Geschichten. Also ohne jetzt, genau, großes Kapital im Hintergrund und so, sondern einfach mit einer Idee, mit einem Wunsch und mit dem Wissen, wird schon seine AbnehmerInnen finden. Aber wie schwierig ist das tatsächlich? Also gibt es genug Orte, wo du das verkaufen kannst? Ist es hauptsächlich online? Gibt es ein gutes Netzwerk? Wie fühlst du dich? In dem Businessplan habe ich mich ja auch schon damit beschäftigt oder mir Gedanken darüber gemacht, wo ich tatsächlich verkaufen werde und wie ich es an den Mann bringe oder an die Frau. Und da habe ich mir vorher schon auch gedacht, dass ich den persönlichen Kontakt bei dem Produkt speziell eher brauche. Und die Kundin muss es mal in der Hand gehabt haben, um die Qualität und auch wirklich die Geschichte dahinter zu kennen. Weil ich glaube, auch das verkaufe ich mit. Es ist von einer Designerin gemacht, es ist alles handgemacht hier in Düsseldorf. Auf jeden Fall. Und auch ein kleines Stückzahl. Weil ich bin kein Massenproduzent, was sich auch wieder natürlich im Preis spiegelt. Ich kann nicht unendlich viele Kerzen am Tag produzieren, sondern tatsächlich nur eine geringe Menge. Also das ist letztendlich mit im Konzept. Ich habe aber zusätzlich, weil ich auch da mir noch unsicher war, wie das sein wird, auch noch einen Online-Shop aufgebaut. Ich merke aber trotzdem, wie ich mir das schon von Anfang an gedacht hatte, dass das nicht so gut angenommen wird. Online verkaufe ich weniger als jetzt wirklich auf Märkten. Ich habe halt auf Märkten angefangen, speziell jetzt Weihnachtsmärkte. Dann habe ich aber auch zwischendurch so kleine Handwerksmärkte und das kam immer sehr gut an. Die Neonfarben wurden von schon Weitem her gesehen und war auf jeden Fall immer ein Hingucker. Und es hat auch Spaß gemacht. Und auch für mich ist es, glaube ich, auch gerade wichtig, in den Anfängen den direkten Kontakt zum Kunden zu haben, um auch da ein Feedback zu kriegen, welche Produkte gut ankommen, wo vielleicht irgendwie noch was fehlt. Also das war für mich auch ganz wichtig und es macht auch Spaß. Das ist ja auch ein sehr persönliches Produkt. In den meisten Fällen stelle ich mir das ja auch an einen Ort, wo ich quasi entspannt bin und zu Hause oder verschenke das. Also wie du ja anfangs schon gesagt hast, man verschenkt ja auch irgendwie Stimmung und Gemütlichkeit und spendet Licht und Wärme. Was besonders an Tagen wie diesen heute gar nicht unwichtig ist. Jetzt hat mich noch interessiert, einfach weil das ja irgendwie sich gerade so als Thema durchzieht, wie kannst du Werbung machen sozusagen? Ja, bis jetzt mache ich eigentlich hauptsächlich Werbung wirklich über Instagram, was für mich aber auch wirklich, wirklich schwierig ist. Was ja auch immer sehr, aber es ist ja auch sehr verknüpft mit dir als Person, ne? Ja, ja, ich muss wirklich persönlich da vor und hinter der Kamera stehen und das natürlich aber auch noch vereinbaren mit Produktion und Mutter sein. In der kurzen Zeit, wo mein Kind betreut ist, ist das alles gar nicht machbar. Deswegen ist, sag ich mal, mein Social Media jetzt nicht so aktiv, wie es sein sollte, damit ich dann natürlich mehr Aufrufe auf meiner Webseite bekomme und klar, ich bin präsent und. Ja, sonst ist es natürlich auch Mundpropaganda. Ja. Aber ja. Stehen in nächster Zeit irgendwelche Märkte an? Also hast du irgendwie... Ja, in der Eifel. Ja, also du kommst rum. Das ist ja schon auch ein... Ja, ich hätte gern auch noch einen in Düsseldorf gemacht, aber das hat leider zeitlich oder für den Termin her nicht gepasst. Aber ja, dieses Jahr in der Eifel. Ja, und man kann deine Sachen auch auf der Nordstraße erstehen. Ja, genau. Beim Feenzimmer, da hast du ein Regal. Ja, ein Regal und jetzt ein paar Sachen für Weihnachten stehen jetzt auch im Schaufenster. Und ein halbes Schaufenster, richtig. Ja, die Weihnachtsbäume und noch Rosenkerzen sind auch noch dazu jetzt gekommen. Aber sonst ist eigentlich fast das ganze Sortiment auch da. Ja, und was sind so die Trauerbrennerfarben außer Neon? Also was merkst du, was ist so klassisch weiß eigentlich das, was am meisten gewollt wird? Biete ich kaum an. Also der Klassiker ist wirklich die Madonna in Neonpink oder Neonorange und dann habe ich ja eben die Kerzenständer, die auch Kerze sind und da habe ich zwei verschiedene Größen, einen großen und einen kleineren und da kann man dann natürlich die passende farbliche Kerze auch direkt dazunehmen. Dann habe ich noch einen Leoparden, den ich dann auch nochmal bemalt habe mit dem Print. Und ja, zwei verschiedene Rosen, also Größen. Ich habe eine große, die ist, sag ich mal, handgroß und eine kleinere Rosenkerze. Was möchtest du gerne nochmal machen? Also hast du so ein Design, eine Form, wo du denkst, boah, nächstes Jahr zum Sommer gibt es hier... Ja, also ich meine, ich muss natürlich... Fernsehtroh. Ja, das ist, glaube ich, gar nicht so einfach, den mal eben so zu machen. Der ist halt designtechnisch auch geschützt. Aber ich glaube, es soll vielleicht nochmal die Madonna auch noch größer werden. Das war immer eine Idee. Dann hatte ich auch tatsächlich noch überlegt, die Madonna zu modifizieren. Das heißt, die Madonna mit, keine Ahnung, einem Cowboy-Hut. Wie groß ist wohl die größte Kerze, die man so herstellen kann? Also was ist deine... Da gab es eine tolle Ausstellung in Paris. Da haben die einen Bürostuhl aus Kerze gemacht, eine ganze Skulptur. Es ist ein festes Material. Also keine Grenzen im Kerzenimmel. Das ist ja super hart dann. Das ist nur eine Frage der Form. Wie groß kann ich die Silikonform machen? Ja. Wobei es muss nicht unbedingt Silikon sein. Ich frage deswegen, weil ich vorsichtig darauf hinaus möchte. könnte es nächstes Frühjahr von mir eine Kerze geben. Dann nehme ich dich da beim Bord. Klar. Wenn es dann diese lebensgroße Kerze von mir gibt im nächsten Frühjahr, also ich sage früh genug Bescheid, wo ihr die vorbestellen könnt. Dann, wie gesagt, hast du ja, haben wir ja gerade schon etabliert, man kann das irgendwie, du bietest das auf Märkten an, du bietest das in verschiedenen Geschäften auf Kommissionen an. Ich höre ein bisschen raus, dass ein eigener Laden jetzt gerade noch nicht ansteht, weil du hast ja quasi einen Ort, wo du das auch, also man kann ja, wenn man Kerzen erwerben möchte, wir kommen auch gleich noch dazu, wie man dich kontaktieren kann, Dann kommt man einfach zu dir in die Werkstatt, ergo nach Hause und holt sich die Sachen ab. Wie ist das? Hast du das Gefühl, dass Düsseldorf ein Ort ist, ein gutes Pflaster, ein guter Nährboden dafür, sich in dieser Größenordnung mit einem solchen Handwerk, mit einem solchen Produkt selbstständig zu machen? Gibt es ein Netzwerk, was einen mit offenen Armen empfängt? Gibt es viel Support untereinander? Also ist die Kunsthandwerkszene hier irgendwie ganz gut aufgestellt? Also wie empfindest du das einfach? Ja, also ich habe tatsächlich auch eine Freundin, die eine Keramikwerkstatt aufgebaut hat. Die hatte auch einen Markt gemacht und hat mich sehr supportet. Und auch, also sie, ich weiß nicht, ob das jetzt grundsätzlich gilt, aber da habe ich wirklich auch gemerkt, nicht nur mir gegenüber auch, sondern ihren Kunden und ihrer Community ist sie super supportive gewesen und hat das sogar umgut sonst diesen Markt gemacht. Das heißt, jemand, der eben kein Budget hatte, konnte da seine Sachen ausstellen und verkaufen, was ich sehr, sehr cool fand. Und auch sonst gab es schon Möglichkeiten, auch so kleinere Märkte mitzumachen und sich zu präsentieren, ohne jetzt eine Riesensumme. Jetzt zum Beispiel, ich weiß gar nicht die Preise, ich habe nur eine Ahnung, hier auf dem Weihnachtsmarkt in Düsseldorf. Also das kann man sich ja nicht leisten. Das sind mehrere tausend Euro, die du da zahlst. So. Ist schon möglich, da auch anderweitig irgendwie Märkte zu finden, wo man was ausstellen kann. Und hast du auch das Gefühl, dass sozusagen, dass die Stimmung so ist, sowohl von den KonsumentInnen als auch von den anderen Handwerksschaffenden, dass man irgendwie das Gefühl hat, man reiht sich so ein in eine, also ich bin ja selber nicht selbstständig in diesem Bereich, aber wenn ich mir, ja so in, Social Media oder so, wenn ich mir das so angucke oder so Leuten, denen man folgt oder wie auch die einzelnen Viertel teilweise so vernetzt und aufgestellt sind, also ich habe schon das, dass man das hier gut machen kann. Also dass diese Stadt eine Dankbare ist für individuelle Sachen, die handgemacht sind und irgendwie mit Wärme weitergegeben. Ja, ich finde auch, also ich sehe auch, dass halt aus verschiedensten Bereichen viel gemacht wird und auch viele Optionen gibt. Jetzt Flingern gab es auch irgendwie verschiedene Feste, wo auch eben kleinere Leute die Sachen auch vorstellen konnten. Eine schöne Stimmung. Fast so eine schöne Stimmung, wie aufkommt, wenn man deine Kerzen abbrennt. Wir haben das noch gar nicht gesagt. Waxmade Design ist der Name deines Unternehmens. Und so findet man dich auch sowohl im Internet als auf Instagram. Und da bist du zu kontaktieren. Und ich behaupte jetzt einfach mal, die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Und Kerzen gehören dazu. Absolut. Vielen, vielen, vielen Dank für das Gespräch. und ich freue mich auf die Kerze von mir. Dann tschüss. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine riesengroße Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Bewertet uns mit Daumen, mit Stern, mit Punkten und empfehlt diesen Podcast auch einfach weiter an jemanden, der Düsseldorf liebt oder hey, noch viel besser, der das gefälligst lernen soll. Vielen, vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist. Music.