Latest / ntv Wirtschaft / Interessant für Anleger? Mega-Börsengänge von SpaceX, OpenAI und Anthropic geplant
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- International abgehängt. Studie zeichnet trübes Bild für deutsche Autobauer. Drei Megabörsengänge stehen an. Darunter das KI-Unternehmen Anthrophic, das jetzt überraschend eine Pause bei der Entwicklung immer stärkerer Systeme fordert. Und vor der Fußball-Weltmeisterschaft läuft nicht nur der Trikotverkauf heiß, sondern offenbar auch das Geschäft mit Fälschungen. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Fangen wir mit der deutschen Autoindustrie an, weil dieses Thema gerade ziemlich gut zeigt, wie hart der internationale Wettbewerb geworden ist. Die Beratungsgesellschaft EY hat sich die Zahlen der großen Autokonzerne für das erste Quartal angeschaut. Und besonders auffällig ist, Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW starten mit einem Gewinneinbruch ins Jahr 2026. Der Gewinn der drei deutschen Konzerne sinkt zusammen um 23 Prozent. Zur gleichen Zeit steigern die US-Konzerne ihren Überschuss um 83 Prozent. Im Ranking der profitabelsten Autokonzerne liegt Suzuki mit einer Marge von knapp 11 Prozent vorne, gefolgt von General Motors und Kia. BMW kommt auf Rang 4, Mercedes-Benz auf Rang 6. Volkswagen landet mit 3,3 Prozent nur auf Rang 13. Über die Gründe dafür nennt sie Lanzendörfer an der Frankfurter Börse. Dass die deutschen Autobauer in der Krise stecken, ist bekannt. Während aber Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz auf der Bremse standen, ihr Ertrag ging im ersten Quartal um 23 Prozent zurück, konnten die US-Autobauer Gas geben. Ihr Überschuss stieg um 83 Prozent. Das zeigt jetzt eine Studie von EY auf. Die Profitabilität der gesamten Branche steht unter Druck. Gerade die Krise bei den deutschen Autobauern sei aber noch nicht überwunden, heißt es. Denn etwa Auslandsmärkte fallen weg, teure Überkapazitäten, hohe Softwareinvestitionen und eben auch ein langsamer Hochlauf der Elektromobilität belaste die Ergebnisse, heißt es. Ja und dann natürlich der Blick nach China. Der wurde der Absatzmarkt hier von der Cash Cow zum Sorgenkind. Der Absatz hier ging um 16 Prozent zurück für die deutschen Autobauer. Die müssen jetzt Gas geben. Die Autobauer kämpfen damit, dass der Umbau nicht schnell genug läuft. Bei unserem nächsten Thema ist die Sorge fast umgekehrt. Da geht es um eine Technologie, die manchen inzwischen zu schnell wird. Das amerikanische Unternehmen Anthropic fordert eine weltweite Pause bei der Entwicklung immer leistungsstärkerer KI-Systeme. Bemerkenswert ist das vor allem, weil Anthropic selbst genau in diesem Markt unterwegs ist. Das Unternehmen sitzt in San Francisco und ist vor allem für seinen Chatbot Claude bekannt. Außerdem arbeitet Anthropic an einem KI-Modell namens Mythos, das Lücken in Cybersicherheitssystemen aufspüren soll. Genau daran entzündet sich die Debatte. Solche Systeme können helfen, Sicherheitslücken zu finden. Sie können aber auch gefährlich werden, wenn kriminelle oder staatliche Akteure sie für Cyberangriffe nutzen. Anthropic sagt selbst, eine Pause bringt nur dann etwas, wenn alle großen KI-Akteure mitmachen. Vor allem in den USA und China. Aktuell streitet sich Anthropic mit dem US-Verteidigungsministerium. Dabei geht es um die uneingeschränkte militärische Nutzung der KI-Technologie, die Anthropic verweigert. Der Konzern erklärt, er wolle KI nicht für Massenüberwachung im Inland oder vollautonome Waffensysteme einsetzen lassen. Und mitten in dieser Debatte hat Anthropic jetzt seinen Börsengang angemeldet. Zusammen mit OpenAI und SpaceX stehen damit drei Megabörsengänge an. Doch wie interessant sind diese Börsengänge für Anleger? Dazu Birgit Haas, Redakteurin bei Capital. Ja, SpaceX hält die Börsianer in Atem, Birgit. Jetzt das Neueste. S&P hat gesagt, man wird seine Indexanforderungen nicht verändern. Andere haben das schon gemacht bzw. angedeutet. Wie wertest du die aktuelle Meldung? Das finde ich eine gute Sache, weil um in den S&P 500 den US-Leitindex aufgenommen zu werden, muss man vier profitable Quartale, also je drei Monate mit Gewinn, verweisen. Und gerade SpaceX ist weit davon entfernt, das zu können. Aber die Regeln des S&P 500 sind auch ein Schutz. Bei Nasdaq und MSCI World sieht das anders aus. Die legen Mehrwert auf die Marktkapitalisierung und da kommt SpaceX schneller rein und dafür sind ja die Regeln gelockert worden, aber da ist dann natürlich auch für die Anleger was anderes geboten. Und wie ist das bei Anthropic und OpenAI? Ja, da könnte das natürlich so ähnlich aussehen. Alle drei Staaten mit enormen Bewertungen an die Börse. Voraussichtlich muss man bei OpenAI und Antropics sagen, SpaceX ist natürlich schon viel konkreter. Die wollen nächste Woche an die Börse. 12. Juni ist so der Termin, der kursiert, kann sich nochmal wegen Marktschwankungen ein bisschen verändern. Der Preis ist aber heute schon bekannt gegeben worden, 135 Dollar je Aktie. Damit will SpaceX an die Börse und wird damit ein Rekordbörsengang mit einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar hinlegen. Und wenn man jetzt über deutsche Institute zeichnen könnte, über Trade Republic, über deutsche Bank etc., sollte man, deiner Meinung nach? Ja, ich sage mal so, diese ganzen Tech-Unternehmen, das ist denen natürlich ein Heim. Viele sind sehr hoch bewertet. Und diese, also SpaceX ist jetzt allen voraus, aber auch die anderen starten mit einer enormen Bewertung. Und in diese Gewinne müssen sie natürlich reinwachsen. Wenn sie das nicht tun, dann kann es wirklich mal zum Absturz kommen. Diese Aktien, auch der gesamten Branche, kann alles mitgezogen werden. Und es gibt natürlich Risiken. SpaceX, Weltraum, Satellitentechnik, das ist sehr teuer. Das Unternehmen hat entsprechend hohe Ausgaben und die KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic investieren in Rechenzentren und die KI-Infrastruktur. Das heißt, da ist eine gewisse Verschuldung da. Und wenn dann die Profitabilität nicht kommt, dann kann es wirklich auch mal einen Schlag nach unten geben. Also man muss vorsichtig sein. Oder sehr risikobereit. Und wie wertest du, dass es ja auch das Unternehmen von Elon Musk ist? Also auf der einen Seite visionär, aber siehst du das auch als Risiko? Weil er wird ja viele Stimmrechte behalten. Es gibt Fonds, die haben die Aktie ausgeschlossen aufgrund des umstrittenen Managements. Und das muss man einfach sagen. Es kursieren auch Gerüchte, dass er verschiedene Vorstandsposten auf sich vereinen will. Und so eine Machtkonzentration ist nie gut. Und Unternehmen funktionieren immer besser und effizienter, wenn ein Team gemeinsam das Unternehmen lenkt. Und das muss er zulassen, aber das wird die Zeit zeigen und natürlich auch, was passiert, wenn das Unternehmen dann an der Börse ist und alle Zahlen offenlegen muss. Und zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf die anstehende Fußball-WM. Vor dem Turnier warnen Experten vor besonders vielen gefälschten Trikots. Das klingt erstmal nach Fan-Thema, hat aber eine klare wirtschaftliche Dimension. Denn rund um große Sportereignisse steigt die Nachfrage nach Fan-Artikeln. Und laut Markenverband wächst dann erfahrungsgemäß auch das Angebot an Fälschungen deutlich. Wie groß der Schaden genau ist, lässt sich kaum beziffern. Eine repräsentative YouGov-Umfrage zeigt aber, wie verbreitet das Thema ist. Fast jeder Fünfte in Deutschland hat schon einmal oder mehrfach ein Fußballtrikot gekauft, bei dem es sich vermutlich nicht um ein Originalprodukt handelte. Besonders hoch ist der Anteil bei jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren. In dieser Gruppe sind es 31 Prozent. Gefälschte Trikots sind also kein Randphänomen. Eine Schätzung des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum aus dem Jahr 2024 geht davon aus, dass gefälschte Sportartikel in der EU jährlich rund 850 Millionen Euro Schaden verursachen. Das entspricht etwa 11 Prozent des Branchenumsatzes. Deutschland zählt dabei zu den besonders betroffenen Ländern. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.