Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Wie es beim "Three Little Birds" weitergeht, Aktuelles aus den Düsseldorfer Gerichten und Café-Neueröffnungen im Frühjahr
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- In der letzten Woche habe ich hier noch darüber gesprochen, wie schön es ist, wenn die Tage immer wärmer werden, die Abende länger und man obendrauf auch noch Erdbeeren pflücken kann als sweete Frühlingswochenende-Action. Naja, heute und das ja auch wohl in den nächsten Tagen sieht das Ganze schon wieder anders aus, der Regen ist zurück. Also per se finde ich das gar nicht so schlimm, hat ja auch was Gemütliches, aber dennoch, man merkt es schon. Auf der anderen Seite kann oder muss man dann halt Sachen drinnen machen? Lesen zum Beispiel ist ja eins meiner liebsten Hobbys. Und ich muss sagen, momentan bin ich wieder gut im Flow. By the way, wenn ihr gute Buchempfehlungen habt, immer her damit. Vielleicht entsteht dann ja so ein kleiner Reinpegel-Buchclub. Das wäre doch was. Ich lese zumindest tagsüber fast am liebsten auf meinem Balkon. Auch wenn es regnet, der ist nämlich überdacht. Aber auch außerhalb der eigenen vier Wände gibt es natürlich Orte, an denen man sein Buch aufschlagen kann. Zum Beispiel in einem der zahlreichen neu eröffneten Cafés in der Stadt. Mit Helene Pawlitzki war ich in einem davon frühstücken und dabei hat sie mir von all den anderen neuen Kaffee-Hotspots erzählt. Vorher hört ihr, wie der aktuelle Stand in der Sache Three Little Birds ist. Offensichtlich ist ja nur, dass der beliebte Biergarten immer noch nicht geöffnet hat. Bei dem Wetter jetzt vielleicht auch nicht das Allerschlimmste, aber hinter den Kulissen passiert so einiges. Philipp Zeitner kennt die Details. Und mit Marlin Kess habe ich mal wieder über zwei Prozesse und Urteile gesprochen, die gerade an den Düsseldorfer Gerichten verhandelt werden und die einiges Schlimmes gemeinsam haben. Und damit herzlich willkommen zum Rhein-Pegel. Ihr hört Folge 420 und der Rhein steht bei 1,35 Meter. Der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf leben. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Torsten Kohlmann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Und noch einmal möchte ich euch unser neues Podcast-Format, die Stimme des Westens zum Hören, sehr ans Herz legen. Jeden Tag bekommt ihr da ein kurzes und doch ausführliches Update über die wichtigsten Themen des Tages, angereichert mit O-Tönen der ReporterInnen und KorrespondentInnenberichten. Zu hören überall, wo es Podcasts gibt, auch bei Regenwetter. Und weil uns auch da eure Meinung sehr interessiert, könnt ihr auf rp-online.de slash Umfrage gerne Lob, Anregungen oder Kritik dalassen. Wenn ihr uns vom Rheinpegel etwas mitteilen wollt, dann könnt ihr das natürlich auch gerne tun unter rheinpegel-post.de oder 0160 80 80 844. Erreicht ihr uns. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Der bei Düsseldorferinnen und Düsseldorfern beliebte Biergarten Three Little Birds ist noch immer geschlossen. Schon zu Beginn des Frühlings sorgte das zunächst für Fragen und dann für einige Aufregung. Recht schnell wurde publik, was die Gründe sind. Unklarheiten zwischen dem bisherigen Pächter und den neuen Betreibern der Rheinterrasse. Auf deren Grundstück sich das Three Little Birds befindet. Bis vor Gericht führten diese. Mittlerweile gibt es ein Urteil und sogar schon leise neue Pläne für den Sommer. Philipp Zeitner erzählt den bisherigen Gang der Dinge und kennt Details zum aktuellen Schiff. Lieber Philipp, es ist kein Geheimnis, dass das Wetter heute sich eher von einer bescheidenen Seite zeigt. Ja, in der Tat. Alle, die sich auch in dieser Stadt befinden in den letzten drei, vier Tagen, wissen das. Der erste Frühlingsglow ist irgendwie vorbei. Es ist abgekühlt, es regnet. Ja, es ist ehrlich, ich habe meinen Regenschirm kürzlich im Rathaus beim Termin liegen lassen. Na, da wirst du doch wohl nochmal vorbeigehen dürfen und dir den abholen. Oder meinst du, der ist mittlerweile eingesackt worden? Ich schätze, den hätte sich jemand schon mitgenommen haben. War wahrscheinlich ein sehr schöner Schirm. Ja. Dieses Ganze, genau, da können wir jetzt drüber diskutieren, wie wir das mit dem Wetter finden und so. Dieses Ganze hat vielleicht ein bisschen zur Folge, dass der, ich möchte fast sehr pathetisch sagen, Schmerz über das Nicht-Existieren eines beliebten Treffpunktes in dieser Stadt gerade vielleicht gar nicht so groß ist. Natürlich wahrscheinlich doch. Das wirst du mir und uns jetzt erzählen. Es geht um Three Little Birds an den Rheinterrassen. Wir hatten dieses Thema ja schon, als es quasi da losging, ein bisschen... Zu knirschen im Getriebe, also nicht nur, weil man da über Kies läuft, sondern auch irgendwie im übertragenen Sinne. Dann ist irgendwie jetzt eine ganze Weile ganz schön viel passiert, aber irgendwie auch nicht. Also wenn man da vorbeiläuft, ist es einfach immer noch zu und da ist nichts los. Eigentlich, ja fangen wir bei den Basics an. Dieser Biergarten, der zu den Renterrassen gehört. Fidel Börzchen kennt viele, der ist vor allem, wenn so gutes Wetter ist, ist das immer rappelvoll. Da steht so mehr oder weniger so eine Holzbude, wo man seine Getränke kaufen kann. Sonst sind da vor allem Plätze zum Aufhalten, Tische, Bänke. Genau. Und dieser Biergarten wird betrieben oder wurde betrieben. Mittlerweile ist es ja schon faktisch nicht mehr der Fall von Fabian Feldmann, einem Düsseldorfer Gastronom. Dieses Gelände und die Rheinterrassen und samt Biergarten gehören der Stadt Düsseldorf. Gepachtet war das bis Ende 2024 von so einem... Restaurant Unternehmen. Die wiederum haben über einen Vertrag dann das Betreiben des Biergartens an den Kollegen Feldmann weitergegeben. Und genau so war die Situation bis Ende 2024. Aber natürlich alles wasserdicht und offiziell quasi. Also ich pachte was und dann kann ich sagen, wie Untermiete. Genau, das gepachtet ist es quasi von diesem Unternehmen, von der Stadt. Und das Unternehmen selber hat dann den Feldmann da eingebunden als Subunternehmer. Und der hat einen gewissen Anteil von seiner Pacht, 20 Prozent, das wissen wir mittlerweile, 20 Prozent als festen Betrag an das Unternehmen überwiesen. Das war bis Ende 2024 so. 2025 gehört das immer noch der Stadt, aber der Vertrag mit dem vorigen Unternehmen ist ausgelaufen. Das heißt, da war dann Platz für ein neues, was dazwischen treten konnte. In dem Fall ist es die Life, die Veranstaltungstochter. Das ist eine komplette Stadttochter, eine hundertprozentige. Die unter anderem die Mitsubishi Elektrikhalle betreiben und das Stadion von Fortuna. Und auch viele Events aufrichten, organisieren und da hinterher. Genau, also Veranstaltungsbereich, total verbreitet hier in der Stadt. Und die haben das dann gepachtet von der Stadt. Mhm. So, dann musste neuer Vertrag verhandelt werden mit dem Fabian Feldmann, diesmal zwischen D-Life und Fabian Feldmann. Und da konnte man sich wohl nicht einigen. Man hat erst verhandelt und in der Zeit, 2025, durfte Fabian Feldmann auch weiter den Bürgern aufhaben. Ohne einen Vertrag, das konnte man irgendwie so mündlich festlegen so ungefähr und dann war das geregelt. Okay. Irgendwann hat das so ein bisschen gestockt wohl, diese Verhandlungen. Da wurden sich beide Seiten nicht so richtig einig. Fabian Feldmann wurde im Prinzip einen Vertrag vorgelegt, den er vorher auch hatte. Er hätte da aber gerne ein paar Änderungen dran gehabt. Unter anderem, was die Einflussmöglichkeiten von D-Live auf seine unternehmerischen Entscheidungen angeht. Verstehe. Also auch was, da ging es um Klamotten, die die Mitarbeiter tragen müssen und so Geschichten. Welche Getränke angeboten werden, der Lieferant wird. Ja, da muss man vielleicht tatsächlich einen nochmal ganz kurz einhaken. Also ich bin mir sicher, viele Hörerinnen und Hörer kennen das Three Little Birds, sei es vom Dasein oder auch vom Vorbeilaufen, aber das ist ja schon auch ein bisschen der Charme und irgendwie so der Flow und der Vibe da, dass alles eigentlich ein bisschen improvisiert wirkte, nicht unprofessionell, sondern einfach, wie du sagst, diese Bude, es ist locker, es ist easy, also genau, so ein bisschen, wir machen einfach mal, es ist ein schöner Ort zum Zusammenkommen, im Gegensatz vielleicht zu auch anderen in der Stadt, wo es ja schon immer recht durchgestylt ist. Man muss dazu sagen, dass das natürlich auch ein bisschen der Eindruck ist, den dann die geschaffen haben, die das da gemacht haben, weil natürlich ist das auch sonst strukturiert. Das kommt auch schon ein bisschen daher wegen der Summen, die da gehandelt werden, um was es da geht. Da sagen wir vielleicht gleich nochmal was zu. Ich meinte nur das Image quasi, also dass man da jetzt irgendwie sagt, wenn man das jetzt irgendwie auch so ein bisschen uniformiert im wahrsten Sinne des Wortes, dann geht vielleicht auch so ein bisschen der Story verloren. Da muss ich dazu sagen, der Vertrag war vorher ein ganz ähnlicher oder fast sogar derselbe. Nur die vorigen Unternehmer haben davon wohl keinen Gebrauch gemacht. Das wurde Fabian Feldmann so zugesagt und das wurde wohl auch eingehalten, so erzählt er das. Und er hat jetzt halt Sorge, dass die live davon aber durchaus Gebrauch machen könnte, was er als einen Schnitt in seine unternehmerische Freiheit wahrnimmt. Ende der Geschichte ist dann am Ende, man hat sich nicht einigen können auf einen weiteren Vertrag und genau, für das Jahr 2026 war dann erstmal ein bisschen offen, was jetzt passiert. Jetzt ist es so, dass mittlerweile Anwälte im Spiel sind. Also man macht das jetzt nicht mehr schon seit einer Weile, nicht mehr unter sich, sondern man spricht in erster Linie über Rechtsanwälte. Also lief diese erste Runde wohl nicht so gut. Das lief, am Ende hat man sich halt nicht einigen können. Und jetzt geht es um den Streitpunkt, dass Fabian Feldmann und seine Amelte davon ausgehen, dass er so eine Art kongruenten Vertrag hat oder so. Also irgendwie, dass er tatsächlich über einen Vertrag besitzen würde für Ende 2026. Okay. Alles ein bisschen komplex, muss man vielleicht auch gar nicht weiter ausführen. Im Kern geht es darum, dass er denkt, er hat weiterhin ein Recht, das zu betreiben. Die Leif sagt, nein, geh runter. Hast du nicht. Okay. Das wird am Rande zumindest auch vor Gericht ausgetragen mittlerweile. Und ist jetzt quasi spürbar, weil es einfach anders als in den letzten Jahren beim ersten Sonnenstrahl, bei den ersten Wehrmachentagen nicht sofort eröffnet hatte, sondern es haben sich, so fing das Ganze an, es haben sich einfach viele gefragt, what up? Ja, richtig. Also diese ganzen Sachen vorher kriegt man ja als unbezahligte Person gar nicht so. Die Folge ist, dass da aktuell noch nichts auf dem Gelände passiert. Jetzt haben wir jetzt, das ist natürlich jetzt gerade ein bisschen ärgerlich, weil wir jetzt wirklich einen guten April irgendwie hatten, was das Wetter angeht. Da wäre das ja sicherlich schon ein paar Wochenende auf gewesen. Jetzt das erste Mai-Wochenende und so, das sah auch weitgehend ganz gut aus. Also genau, deshalb fällt es natürlich gerade nochmal besonders auf, dass da jetzt nichts los ist. Das ist so ein bisschen der Hintergrund, diese anhaltenden Streitpunkte. Es gab jetzt ein paar Gerichtsverhandlungen, auch die ersten Urteile schon. Da ging es allerdings dann um, ja... Sachen, die da am Rande ein bisschen passiert sind. Ab irgendeinem gewissen Punkt sind beide, dieses Jahr März sind beide Seiten stark in die Öffentlichkeit gegangen damit. Fabian Feldmann, in dem er Menschen eingeladen hat zu so einer Art, ja eine Kundgebung beim Three Little Birds und das sei in Gefahr und das war so das Thema ein bisschen. Und da kamen tatsächlich ein paar hundert Leute. Da waren echt viele Leute da. Da waren auch viele Leute aus der Stadtpolitik. Und die Leif hat dann darauf reagiert mit der Pressemitteilung, die sie rausgeschickt haben. Und da steht unter anderem drin, Fabian Feldmann habe eben keinen Vertrag mehr. Und dann gibt es da ein paar ziemlich starke Vorwürfe gegen Herrn Feldmann, die in dieser Pressemitteilung geäußert wurden, was schon irgendwie ungewöhnlich war, die er teilweise beschreitet und teilweise hat er da auch vom Gericht schon recht viel bekommen, die Leif darf sich so Stand jetzt in einem Punkt nicht mehr so äußern. Ich verstehe. Ja, das war nämlich das, was natürlich nach außen spürbar war. Also es ist recht schnell eskaliert, weil man halt diese Rampe nicht so deutlich bekommt. Es ging dann schnell hoch. Es sind offensichtlich einfach auch sehr viele Menschen emotional damit verbunden. Es gibt eine Petition, ich habe gestern nochmal nachgeschaut, da waren es weit über 7000 Menschen, die das unterschrieben haben, was ich für einen Biergarten schon irgendwie bemerkenswert finde, für das Erhalten von einem Biergarten. Genau. Und ja, das ist jetzt gerade ein bisschen der Stand, wo wir sind. Jetzt gab es noch ein Urteil. Das ist jetzt alles auch ein bisschen unsauber geworden. Bei einem Prozess, da ging es um eine einstweilige Verfügung, die Fabian Feldmann angestrebt hat. Nämlich sollte ihm der Zugang zu seinem verbliebenen Besitz auf dem Gelände wieder gewährt werden. Das hatte die Leif nämlich mit verhindert, indem sie so Zugangscodes geändert haben zu den Räumlichkeiten und so, die da sind. Sodass er nicht mehr dahin konnte. Der Richter hat das im Prozess als atmosphärisch unglücklich beschrieben, was ich ganz nett fand. Das werde ich mir merken, diesen Ausdruck. Ich auch. Im Prinzip zeichnet das so alles so ein bisschen das, wie man da so von außen draufblickt auf diese ganze Szenerie. Das ist alles atmosphärisch ein bisschen unglücklich. Also das ist wirklich nicht, da kommen manche Seiten nicht so wahnsinnig gut bei weg, finde ich. Genau, da wurde dann auch jetzt geurteilt, dass wir das wieder quasi ihm zugänglich machen müssen, was er damit, seine Anwälte vor allem natürlich damit gleichzeitig versucht haben mit diesem Antrag, der jetzt verhandelt wurde, ist, dass die Leif keine anderen. Keine dritten oder selber neue Betreiber auf diesem Biergartengelände schickt. Das wurde abgelehnt vom Gericht. Damit wurde auch nicht ausdrücklich gesagt, wer darf jetzt da eigentlich hin, das war jetzt nicht das Thema davon, aber das spielt natürlich eine Rolle, weil jetzt darf Fabian Feldmann zumindest nicht einfach sagen, ich mache jetzt weiter. Ja. So zumindest verstehe ich das. Verstehe. Und der Zugang, der war jetzt vor, haben wir das jetzt am Montag oder Sonntagabend, war der noch nicht wieder hergestellt von ihm dazu auf seine Sachen. Aber ja, das müsste theoretisch umgesetzt werden. Ja, also das entwickelt sich jetzt auch einfach Tages, fast Stunden aktuell. Vor Gericht war das Thema auch die Frage, wann kann es denn jetzt theoretisch weitergehen? Denn der Richter war sehr darauf bedacht, irgendwo eine Verständigung zu finden. Dass man sich entgegenkommt. Dass man sagt, gut, bis dieses Jahr darfst du jetzt dann doch noch machen. Und dann ist aber gut. Weil die Live schreibt ja auch aus, das Ganze. Die sagen, die müssen das ausschreiben als Stadttochter, die können nicht einfach irgendwem das so geben, weil da auch wie gesagt Summe im Spiel sind, die ziemlich hoch sind. Genau, deshalb war dann so ein bisschen die Frage noch, kann man vielleicht jetzt noch einen Kompromiss finden? Kann er bis Ende August vielleicht machen oder bis Ende Juli und dann muss jemand anderes hin. Ging es dann hin und her, weil dann war das, sagte Verhältmann, das sei nicht möglich, jetzt so kurzfristig dann die ganzen Leute da wieder aufzustellen und das lohnt sich dann auch für sechs Wochen oder so effektiv nicht und die Leif wollte dann aber auch nicht weiter das zulassen. Er hatte dann irgendwann gesagt, bis Oktober vielleicht noch, wäre ja ganz cool. Das hat aber alles nicht geklappt. Also die haben nichts zueinander gefunden. Der Richter war, hat es in wirklich über Stunden mit mehreren Unterbrechungen versucht, da eine Einigung zu finden. Das hat aber einfach nicht geklappt. Und man hat auch so den Eindruck, wenn man da so ein bisschen drauf guckt, auch mal mit so Leuten spricht, dass da einfach das Band zwischen denen ist zerrissen. Ja, das klingt sehr verhärtet. Das ist keine, es ist schwierig, also eine Zusammenarbeit ist für mich schwer vorstellbar, dass die noch wirklich gut funktionieren könnte. Es ist spannend, dass dann doch von beiden Seiten so sehr daran festgehalten wird. Ja genau, also man kann das beides ein bisschen vielleicht manchmal verstehen, aus der Sicht von die Laie fragt man, wenn die da woanders ausgehen, dass er keinen Vertrag hat, dann fragen die sich natürlich, warum ist der noch da, so ungefähr. Und Fabian Feldmann sagt natürlich, wenn er einen Vertrag hat, warum darf ich da jetzt nicht drauf, was soll das? Fabian Feldmann betont immer auch sehr den Ort, den er da geschaffen hat mit seinem Team, der sehr, wie du schon gesagt hast, sehr laid back, ist sehr niedrigschwellig, zugänglich, sehr entspannt, ruhig. Du kannst dich da auch mit einem Bier hinsetzen, wenn du das da nicht kaufst, da schickt dich auch keiner weg. Genau, so als Aufenthaltsort direkt am Rhein eben auch ungewöhnlich. Ja, ja, das stimmt. Also da gibt es halt nicht mehr viel davon. Gleichzeitig, und das betont dann eher die Live, die finanzielle Seite. Jetzt 2025 glaube ich, jetzt genau im letzten Jahr, wo das nochmal so quasi regulär, normal betrieben wurde, da wurde ein Umsatz von 1,25 Millionen Euro gemacht. Also ich fand das total krass. Ich glaube für manche Gastronomen war das gar nicht so eine große Überraschung mit dieser Premiumlage. Für mich war das schon nochmal eine Summe, mit so einem Holzbütchen und ja auch einen Biergarten, der bei schlechtem Wetter zu hat. Ja, weil es einfach keine Möglichkeit sich zurückzuziehen. Von diesen 1,25 Millionen Euro wurden auch 20 Prozent, also 250.000 Euro als Pacht quasi an die Life überwiesen. Und diese finanziellen Summen spielen natürlich eine Rolle in diesem Streit. Dass Fabian Feldmann als Gastronom auch finanzielle Interessen hat, finde ich auch nicht wahnsinnig verwerflich, dass er gerne davon auch noch Geld verdienen würde, wenn er das macht. Und natürlich, und Delive wird sich denken, wir können da auch mehr Geld rausholen, schätze ich. Wenn ich da mit einer Bude 1,2, also über eine Million im Jahr umsetzen kann, was ist da möglich, wenn ich da mehr mache, was anderes vielleicht noch mache? Aber das ist ja dann wieder die Frage, da sind wir ja fast schon wieder auf einem ganz anderen Blatt, ist es so erfolgreich, weil es halt das ist, was es ist? Oder wenn man es jetzt anpackt und quasi einmal, ich sage das jetzt in sehr großen Anführungszeichen, also einmal... Putzt sozusagen so, also ob dann dieser Ort immer noch der ist, der er jetzt ist und wie erfolgreich das ist. Das ist ein bisschen die Frage, wie sich der Charme dann auch einfach konkret umsetzt in den Erfolg, den das Ding zweifellos hat. Auch als Treffpunkt für ja tatsächlich Düsseldorferinnen, Düsseldorfer auch aus der Nachbarschaft, also wie oft das passiert, dass man da irgendwie vorbeiläuft aus irgendeinem Grund und dann sieht man Leute und setzt sich noch kurz dazu. Also das war ja wirklich oder ist ja, war, ist ein Ort, der ja auch einfach außerhalb der Altstadt ist nicht an einem anderen designiert, also nicht in Oberkassel, nicht irgendwie in Flingern, sondern halt da so. Genau, es ist am Rhein, es ist nicht die Kassemann, ohne das jetzt schlechtreden zu wollen, aber es ist eine viel unstrukturiertere, von außen aussehende Geschichte, die auch vielleicht einfach für viel mehr Menschen auch dann leistbar ist, da hin zu gehen. Wie gesagt, weil man wird nicht weggeschickt, wenn man sagen. Und du kannst dir was zu essen dahin mitholen. Genau, du kannst sich da, also das ist schon was sehr anderes als dann so ganz feste Veranstaltungsorte, die einfach auch teuer geworden sind. Und das können sich viele Menschen eben, glaube ich, auch nicht leisten. Also das ist nochmal ein anderer Aspekt, den man da fragen kann. Das heißt alles nicht, dass das jetzt in Zukunft anders werden muss. Das kann genauso bleiben, nur das macht jemand anderes. Ich verstehe natürlich auch Fabian Feldmann, der sagt, ich habe das hier aufgebaut und jetzt ist es irgendwie traurig, dass jemand anderes meine ganze Arbeit quasi einfach übernimmt. Ja. Kann ich auch irgendwo nachvollziehen. Aber genau, es ist natürlich nicht gesagt, dass es jetzt schlechter wird. Ein bisschen die Befürchtung verstehe ich aber auch. Es gibt ja jetzt ja so einen, relativ überraschend gab es jetzt so einen Zwischenschritt. Ja, ein Weingarten. Genau, der nicht direkt den Biergarten betrifft. Das ist, glaube ich, relativ clever, weil es dann auch nicht zu weiteren Prozessen kommt. Da geht es nämlich nicht um die Biergartenfläche. Da geht es um wirklich diese Terrasse an dem Gebäude selber quasi, wo dann jetzt so ein Weingarten bei Chateau irgendwas hinkommen soll. Das klingt nach, das ist auch, glaube ich, explizit so gewollt, Hausmusik und edlen Weinflaschen. Ja, also ein bisschen das, was es schon öfter gibt in der Stadt, in anderen Zusammenhängen und auch, genau. Und auch das will ich gar nicht schlecht machen, aber ist natürlich was sehr anderes. Ist jetzt auch erstmal daneben, also ist jetzt noch nicht, so wird das in Zukunft aussehen. Aber man hat vielleicht eine Idee, was sich da manche Verantwortungsträger vielleicht ein bisschen vorstellen, was da sein könnte. Und ich jetzt, das ist eine sehr persönliche Einschätzung, ich finde von solchen Sachen haben wir einfach sehr viele. Der Fischmarkt ist im Prinzip das geworden. Ja, ich stimme dir zu. Wir haben ein Straßenfest auf dem Ortefest, wo es ähnlich geworden ist. Was jetzt auch nicht schlimm ist, es macht ja trotzdem Spaß, da hinzugehen. Das ist so ein bisschen die private Sicht darauf, die ich auch ein bisschen mich einfach wirklich interessiert, auch frage, was jetzt kommt, wie sich das entwickelt da. Weil es ist natürlich schade, ich kann mir jetzt gerade nicht vorstellen, wenn die jetzt schon, die werden jetzt die Ausschreibung irgendwann durchhaben. Ich glaube, die hoffen jetzt im Sommer noch drauf. Aber auch da muss man schon mal ein Fragezeichen dran machen, wer in der Lage ist, dann jetzt spontan, relativ spontan, das alles wieder aufzubauen, geht das überhaupt so schnell? Wie lange ist es dann wirklich offen? Ist die Also genau, keine Ahnung, wird man jetzt sehen. Die werden da ein Interesse dann haben, das muss man auch klar sagen, die werden ein Interesse dann haben, dass das schnell wieder aufnimmt, allein weil da so viel Geld drin steckt. Also weil das ist natürlich, das sind ja Summen, die die brauchen können. Und in der Stadt passiert ja jetzt auch wieder viel. Also wir hatten ja letztes Jahr, letzte Woche auch die Eventübersicht jetzt allein für Mai, also Sport im Park zum Beispiel geht los. Das ist im Rheinpark. Also dass da auf jeden Fall danach sich da auch noch ein bisschen getroffen wurde. Es ist gerade eh viel los in der Stadt, es geht wieder los, es kommen Events und das war ja auch immer so ein Ort, wo sich dann davor oder danach durchaus getroffen wurde. Deswegen kann ich das auf allen Ebenen irgendwie gut verstehen, dass es ja wahrscheinlich allen in irgendeiner Art und Weise dran gelegen ist, dass es da weitergeht. Also viel ist halt abwarten. Viel ist jetzt, glaube ich, gucken, was passiert. Da kann jetzt, da wurden auch viel, wurden gegenseitig viele Vorwürfe geäußert. Und da muss man jetzt ein bisschen gucken, was daraus wird am Ende. Manchmal muss sich dann vielleicht der Staub auch noch einmal ein bisschen legen und dann, ja. Genau, es kann da auch gut weitergehen. Ja. Aber da muss man, ich finde, da kann man auch mal dann gut drauf gucken, was da jetzt passiert. Also da muss jetzt so nach dem ganzen Stress, den es da jetzt gab, ehrlich gesagt, steht die Live dann auch ein bisschen unter Druck, jetzt zu liefern. Also das war jetzt so, so viel Thema überall. weil das hat offensichtlich so viele Menschen bewegt. Da werden viele auch sehr genau hingucken. Das macht den Druck jetzt nicht unbedingt geringer. Ja, das kann ich mir auch vorstellen. Was ich mir auch vorstellen kann, ist, dass du uns weiter auf dem Laufenden hältst. Das stimmt. Was ich mir auch vorstellen kann, ist, dass wir sicher in der Zwischenzeit einen anderen Ort finden, wo wir vielleicht endlich mal ein Kaltgetränk gemeinsam zu uns nehmen. Vielleicht ein Bütchen. Das ist ja das nächste große Thema. Das kommt ja dann auch wieder im Laufe des Sommers. Philipp, ich fand dieses Gespräch atmosphärisch sehr glücklich. Stark. Habe ich mir extra aufgeschrieben, damit ich gleich nochmal dahin zurückkomme. Ich danke dir sehr. Ich wünsche dir trotz des wirklich bescheidenen Wetters einen Tag mit Sonne im Herzen. Bis bald. Bis bald. Tschüss. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Unsere Rubrik Was geht an Düsseldorfer Gerichten fällt heute etwas ausführlicher aus. Marlen Kess erzählt von zwei Fällen, den jeweiligen Prozessen und Urteilen, die in den vergangenen Wochen verkündet wurden. Und obwohl beide Fälle unterschiedlich sind, haben sie doch ein paar schlimme Gemeinsamkeiten. Liebe Marlen, herzlich willkommen in deiner eigenen Rubrik, was geht an Düsseldorfer Gerichten. Wir sind mal wieder hier und sprechen genau darüber. Du hast zwei Fälle bzw. Prozesse im Gepäck. Genau. Let us know. Genau, vielleicht direkt vorab für alle Zuhörerinnen und Zuhörer, die sowas nicht gut hören können. Es geht um zwei Tötungsdelikte heute und in beiden Fällen auch um einen versuchten Suizid und um psychische Erkrankungen. Also es ist heute für sensible Zuhörer vielleicht nicht unbedingt geeignet, aber so ist eben der Alltag vor Gericht manchmal. Ja, vielen Dank, dass du darauf hinweist. Genau, dann ja, beleg los. Ich weiß immer nicht, wie man hier locker in diese Gespräche einsteigt. Gar nicht wahrscheinlich. Wir fangen einfach an und zwar würde ich mit dem Verfahren anfangen, was zwischenzeitlich schon abgeschlossen wurde. Und zwar hatte ja im vergangenen November ein älterer Herr, 79 Jahre alt, seine zwei Jahre jüngere Ehefrau im Bett, im Ehebett mit einem Schlosserhammer. Erschlagen und er hat sofort danach schon gesagt, das habe sie so gewollt. Sie habe sterben wollen und sie hätten eigentlich zusammen sterben wollen, deshalb hat er auch danach versucht sich selber tödliche Verletzungen zuzufügen das ist ihm nicht gelungen und er hat dann letztlich den Rettungsdienst gerufen, das ist in Urdenbach passiert, im Düsseldorfer Süden und hat da im November schon für einiges Aufsehen gesorgt und jetzt ist der Prozess gegen ihn zu Ende gegangen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen Mordes angeklagt. Die Argumentation war, dass die Frau eben arg und wehrlos im Bett schlafend lag und nicht mit diesem Angriff rechnen konnte und dass diese Behauptung, sie habe das so gewollt, eine Schutzbehauptung gewesen ist. Dabei sind sie auch geblieben bis zum Schluss und der Mann hat auch im Gerichtssaal auch schon zum Auftakt sehr umfassend ausgesagt und, Hat teilweise auch unter Tränen eben berichtet vom Zusammenleben mit seiner Frau, das er als sehr harmonisch beschrieben hat. Er hat immer gearbeitet, hat viel Geld verdient, sie war eigentlich zu Hause, das Paar hatte keine Kinder, sie haben aber nach allem, was man weiß, eine glückliche Ehe geführt. Das haben tatsächlich auch Freunde im Gericht bestätigt und auch die Ärzte, aber in den vergangenen Jahren sind dann, wie bei älteren Menschen wahrscheinlich üblich, gesundheitliche Probleme gekommen und darüber bei der Frau eben auch schwere Depressionen. Und das wurde auch so bestätigt, auch dass sie schon mal an Suizid gedacht habe und dann soll nach seiner Aussage, dass er einfach die einzige ist, die wir zu diesem Tatgeschehen haben, wir können sie ja nicht mehr fragen, ob das wirklich so gewesen ist und andere Zeugen gibt es nicht dazu. Sollen dieses oder sagt er, hat dieses Paar einen Pack geschlossen und zwar, wenn die Frau einen bestimmten Satz sagt, am besten wir wären tot. Gut, das hat sie ein paar Wochen vor dieser Tat Ende November gesagt und dann haben sie quasi beschlossen, sagt er, dass wenn sie das nochmal sagt, dass sie sozusagen bereit ist, aber alles andere, das wie, das wann, das habe sie ihm überlassen und dann hat er sie am selben Abend gesagt. Fünf bis sechs Mal mit einem 1,5 Kilo schweren Hammer auf den Kopf geschlagen und daran ist sie dann auch noch vor Ort gestorben und diese beiden Versionen sozusagen gab es und das Gericht hat ihm zwar Glauben geschenkt und hat ihn nicht wegen Mordes verurteilt, aber wegen Totschlags. Also es war, sie haben gesagt, sie hat nicht, also sie war nicht so in dieser Entscheidung involviert, es wurde nicht schriftlich festgehalten, sie hat das niemand anderem erzählt, dass man sagen kann, es sei auf diese, hätte auf diese Weise geschehen sollen. Deshalb haben sie so einen Mittelweg, würde ich sagen, jetzt ganz laienhaft gesprochen, Mittelweg gefunden zwischen eben der Mordanklage und der Tötung auf Verlangen, auf die die Verteidigung hinaus wollte und haben den Mann zu sechs Jahren Haft verurteilt wegen Totschlags. Okay, der ist jetzt wie alt? 79. Ich glaube, mittlerweile ist er sogar 80. Ich glaube, er ist Anfang Mai 80 geworden. Also schon ein alter Mann. Das muss man auch einfach wirklich so sagen, auch im Gerichtsrat. Da sitzt wirklich ein alter Mann. Und ja, bei dem man sich dann irgendwie vorstellen muss, wie das abgelaufen sein soll an diesem Abend. Das finde ich, das fällt ja immer noch sehr schwer, gerade in solchen Fällen. Und ja, man kann eben die Frau nicht mehr fragen, ob sie das so gewollt hat. Und natürlich hat der Richter dann auch zwischendurch gefragt, ist ihnen nicht auch irgendwas in den Sinn gekommen, was weniger brutal gewesen wäre. Weil man denkt ja schon, in solchen Fällen nicht unbedingt daran, mit einem Hammer erschlagen zu werden. Aber er hat gesagt, nee, er wollte, dass das, also war seine Aussage, er wollte, dass das ganz schnell geht, dass sie sofort tot ist. Und er ist auf nichts anderes gekommen. Und der hat es ja auch nicht, auch seine Aussage, nicht mit ihr besprochen. Es drängte sich schon auch so ein bisschen das Bild einer Ehe auf, wo er eben sehr viel entschieden hat. Und ja, auch einfach ein sehr trauriger Fall, kann man nicht anders sagen. Davon hast du noch einen dabei. Ja, der ist noch ein bisschen trauriger. Da geht es um den Mann, der auch im November, allerdings Ende November letzten Jahres, seine Frau und die gemeinsame Tochter getötet hat in der gemeinsamen Wohnung in Oberbilk. Auch das hat damals für sehr viel Aufsehen gesorgt. Da gab es ja auch eine Mahnwache vor der Wohnung in Oberbilk. Und ja, und da hat jetzt eben das Verfahren begonnen, ich sage auch bewusst Verfahren und nicht Prozess, weil es nämlich kein Prozess ist, sondern es ist ein Sicherungsverfahren, weil die Staatsanwaltschaft schon davon ausgeht, dass er das unter dem Einfluss einer schweren psychischen Erkrankung im Wahn, also im psychotischen Wahn getan hat und damit ist er schuldunfähig oder gilt er als schuldunfähig. Und damit geht es auch nicht um eine Freiheitsstrafe, sondern um eine Unterbringung in der Psychiatrie und das heißt dann eben nicht Prozess und der heißt auch nicht Angeklagter, sondern es ist dann ein Beschuldigter und ein Sicherungsverfahren. Es ist auch keine Anklage, sondern ein Antrag. Also es ist alles so ein bisschen von den Begrifflichkeiten ein bisschen anders. Ansonsten wird das aber sozusagen aufgerollt wie jedes Verfahren auch. Also es werden Beweismittel vorgetragen und auch der Beschuldigte war auch da und hat sich auch geäußert, jetzt zum Auftakt. Ja, das war natürlich ... Wirklich auch nochmal ganz besonders schrecklich, der ist paranoid schizophren, auch schon seit vielen Jahren, hat er auch selber davon berichtet, der hatte auch schon mal Suizidgedanken und dem Gutachter, es gibt natürlich dazu ein umfassendes psychiatrisches Gutachten, was aber noch erstattet wird, aber der Gutachter hat sich schon ganz kurz geäußert und gesagt, er hatte wohl auch schon früher mal sowohl Suizid als auch Tötungsgedanken gegenüber anderen. Der ist auch familiär vorbelastet, was schwere Depressionen und sowas angeht. War aber medikamentös eigentlich lange gut eingestellt und hat ja dann auch erfolgreich als Wissenschaftler gearbeitet, da auch seine Frau kennengelernt. Er ist, glaube ich, 44 und sie war 31, als sie gestorben ist. Also etwas jünger, aus China. Und genau, die sind dann eben zusammen nach Düsseldorf gekommen, weil er an der Uni einen Job gefunden hat. Und haben hier auch ihre Tochter bekommen im vergangenen Jahr, im vergangenen September. Und ja, und dann hat er, oder wie er berichtet hat, hat er im vergangenen Jahr wohl auch in Absprache mit seiner Frau, Die wusste das offenbar, die Medikamente erst reduziert und dann abgesetzt. Und die Begründung klingt mit Blick darauf, was dann passiert ist, besonders bitter, weil er hat nämlich gesagt, er hat das gemacht, weil die ihn immer so müde gemacht haben und er wollte seiner Frau auch nachts mit dem Baby helfen. Und dann hat er eben, das hat er auch sofort zugegeben, auch wenn er sagt, er kann sich eigentlich an fast nichts mehr erinnern, aber es wird wohl so gewesen sein, dann hat er eben an diesem Samstagvormittag Ende November letzten Jahres mit einem Küchenbeil, nennen wir es die Staatsanwaltschaft. Sehr oft auf Kopf und Hals seiner Frau und auch oft auf den Kopfbereich seines zwei Monate alten Babys eingeschlagen und beide sind noch vor Ort verblutet und gestorben. Genau und er sagt halt, er kann sich daran kaum erinnern, er kann sich noch daran erinnern, dass er aufgewacht ist und dieses Ball, dieses Messer, also am Anfang hieß es immer Messer, jetzt dieses Ball, das ist wohl irgendwie so ein Zwischending. Er hatte das in der Hand, es war überall Blut, er hat den Rettungsdienst gerufen, er wollte sich dann auch selbst umbringen, er hatte auch schwerste Verletzungen, als die angekommen sind, die Rettungskräfte und genau, er hat das aber überlebt und ist jetzt in einer psychiatrischen Einrichtung und es wird dort auch medikamentös wieder behandelt und wirkte jetzt auch im Prozess sehr ruhig, relativ klar. Hat jetzt auch keine, eigentlich keine Emotionen gezeigt, wobei ich mir da auch vorstellen könnte, dass es tatsächlich vielleicht auch an den Medikamenten gehen könnte. Genau, und der Verteidiger hat natürlich gesagt, er hat ja, also ich meine, es ist ja eigentlich so wenig dazu zu sagen, er hat sein Leben zerstört, er hat das Leben von seiner Frau zerstört, das von seinem Baby zerstört, also es ist es ist, ein rundum fürchterlicher Fall, an dem man eigentlich nur sehen kann, was so psychotischer Wahn mit Menschen machen kann, offenbar. Und man muss halt schon sagen, worum es vielleicht ja noch gehen könnte in den nächsten Terminen, ob das irgendwie absehbar war, also ob es irgendwelche Wesensveränderungen in die Richtung gab, dass man sagen könnte, diese Eskalation der Gewalt war irgendwie, Da hätte man drauf kommen können. Die Polizei hatte ja schon relativ kurz oder die Staatsanwaltschaft kurz danach gesagt, es gab keine Hinweise auf Gewalt in der Familie oder so. Es war eine Bilderbuchartige Familie. Es gibt auch ganz viele Fotos und Videos, also gab es damals in den sozialen Netzwerken von dieser Familie. Genau und da ist jetzt so ein bisschen die Frage, gab es da irgendwie was, hatte er sich verändert? Er hat gesagt, er hat ein bisschen was gemerkt, aber an diesen ganzen Vormittag, also ob es einen Auslöser gab für diese tödliche Aggression, kann er eben einfach gar nichts mehr zu sagen. Und ja, es ist natürlich einfach wirklich ganz, ganz schlimm, dass dann sozusagen von gar keiner Gewalt das direkt zu diesem absoluten, absolut Schlimmsten gekommen ist. Das kann man ja nicht anders sagen. Genau, und da geht es aber jetzt vielleicht noch, um das jetzt abzuschließen, irgendwie da geht es noch weiter. Also da werden noch Zeuginnen und Zeugen vernommen. Das psychiatrische Gutachten wird auf jeden Fall noch ausführlich erstattet. Und dann muss eben die Schwurgerichtskammer entscheiden, ob sie sagen, dieser Mann stellt weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Also von ihm sind weitere schwere Straftaten zu erwarten. und dann würden sie ihn dauerhaft oder zumindest erst mal sozusagen dauerhaft in der Psychiatrie unterbringen. Das ist anders als eine Freiheitsstrafe. Da sagt man jetzt nicht, der ist dann zehn Jahre zum Beispiel. Das ist dann nicht begrenzt, sondern das wird dann jährlich überprüft. Und genau, aber das ist die Entscheidung, um die es geht. Ja, da wirst du mich und uns auf dem Laufenden halten. Auf jeden Fall. Vielen Dank, dass du... Gerne, auch wenn es heute schwere Kost war. Ja, deswegen, genau. Ich danke dir und bis zum nächsten Mal. Bis bald. Tschüss. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Pünktlich zum Frühjahr haben in Düsseldorf einige neue Cafés eröffnet. Perfekt, um auf verschiedenen Terrassen in der Sonne zu sitzen, diverse Kaffeespezialitäten, andere Getränke und natürlich auch Snacks zu genießen und sich von den doch sehr unterschiedlichen Konzepten überraschen zu lassen. Mit Helene Pawlitzki habe ich eines davon getestet und bei dieser Gelegenheit hat sie direkt noch ein paar andere. Helene Pawlitzki. So heiße ich. Guten Morgen. Seit meiner Geburt heiße ich schon so. Crazy. Ich heiße auch seit meiner Geburt aus Herr Kormann. Da haben wir ja noch eine Sache gemeinsam. Auch gemeinsam haben wir, dass wir gerne frühstücken, richtig? Ja. Das tun wir. Eine von meinen drei Lieblingsmahlzeiten jeden Tag. Und dann noch zwischen den Kuchen und meinen kleinen Snack. Ich habe nicht gesagt, welche Mahlzeiten, aber ja. Wir machen einen kleinen Ausflug. Wir sitzen in einem kleinen, neu eröffneten Café auf der Kölner Straße. Das ist korrekt. Die Toasterei. Ich habe davon viel gehört in Social Media. Das hat irgendwie funktioniert. Als du mich fragtest, ob wir uns hier treffen wollen, wusste ich, wovon du sprichst. Das finde ich irgendwie bemerkenswert. Das hat irgendwie Wellen geschlagen. Ja, also sagen wir mal so, ich glaube ja, man kann sowas natürlich planen. Manchmal kann man es aber nur so begrenzt planen. Manchmal passieren diese Dinge auch so. Aber was ich sehr deutlich merke, ist die Frage, ob eine Gastronomie erfolgreich ist oder nicht. Hängt sehr viel davon ab, wie versiert sie mit Social Media umgeht. Und auch, ob sie einen Nerv trifft an der Stelle im Netz. Gar nicht unbedingt auf der Straße bei den Leuten, sondern tatsächlich bei den Leuten, die sich sowas angucken und sagen, oder will ich mal hin? Beziehungsweise die Leute, die als Influencer unterwegs sind und tatsächlich sagen, oh, das gucke ich mir an. Das will ich vorstellen gewissermaßen. Denn das erzeugt natürlich auch nicht unerheblich viel Traffic. Also an lebenden Menschen, die durch die Tür kommen. Ja, es hat also funktioniert. Wir sitzen ja jetzt auch hier. Es ist Richtung Wehrhahn. Also es ist auf jeden Fall der etwas belebtere Teil der Kölner Straße. Ja, schon sehr innenstadtnah. Sehr innenstadtnah. Genau, wir haben uns, wie es sich für uns gehört, durch die Karte jetzt mal hier bestellt. Zwei Sachen stehen schon vor uns. Ein Joghurt mit Granolamandeln. Brombeeren und Pfirsichkompott. Aprikose. Entschuldigung. Aprikose. Und ein Golden Bun. Ja. Worüber wir heute sprechen ist zum einen, was es hier gibt, wie das alles schmeckt und ob wir hier den neuen Frühstücks-Hotspot der Stadt gerade entdecken. Auch ist das ja nicht das einzige Café, was gerade eröffnet in dieser Stadt. Da haben wir ja auch schon mal ein bisschen allgemeiner darüber gesprochen, dass hier einfach viel passiert. Aber auch speziell in dieser Kaffeeriege. Also Restaurants sind ja nochmal was anderes. Wie ist dein erster Eindruck? Heute hier? Außergewöhnlich irgendwie. Ja. Vom Stil her. Also schwer zu beschreiben. Die Wände sind weiß gekachelt oder und geputzt. Und die Einrichtung ist minimalistisch mit viel Stahl und Metall. Und gleichzeitig sind hier so sehr, ich möchte sagen, weiche beziehungsweise feminine Accessoires wie Häkeldeckchen auf dem Tisch. und eine schöne geblümte Tischdecke und eine Vase voller Tulpen und einen Spiegel mit einem, sehr. Ornamentalen Rand. Also finde ich eine interessante Mischung. Wirkt auf mich sehr modern. Und es ist ja auch Dankeschön für diese Matcha Latte. Klein hat eine spannende Karte, die ich so in dieser Zusammensetzung auch noch nicht so oft gesehen habe. Naja, sagen wir mal so, wenn ich in Cafés jetzt gehe, dann gucke ich mir die Karte an und denke mir den 78-Millionsten, ich habe jetzt auch Matcha Latte bestellt, aber den 78-Millionsten Matcha Latte und den 85-Bagel. Und hier gibt es halt ein bisschen andere Sachen. Ich finde es schwer zu kategorisieren, muss ich ehrlich sagen. Ich habe auch bei deinen Lieblingsinfluencern noch nicht so richtig gesehen, dass irgendwer die richtigen Worte dafür gefunden hat. Ich bin gespannt, ob es mir nachher gelingt, wenn ich den Artikel schreibe. Jetzt am ersten Eindruck. Ja, finde ich auf jeden Fall von der Ästhetik her sehr spannend und bin sehr gespannt, wie es schmeckt. Mir gefällt es auch. Ich hatte schon einen Kaffee, der war sehr gut. Hervorragend. Eher fruchtig oder eher schokoladig? Tatsächlich eher fruchtig. Wenn es zu schokoladig wird, da bin ich nicht so Fan. Ich war gerade mit jemandem unterwegs, der genau das Gegenteil gesagt hat. Nämlich, wenn es zu fruchtig wird. Und fruchtig ist ja, glaube ich, gerade der Trend. Ich als nicht Kaffeetrinkerin kann das gar nicht beurteilen. Ich als Krümelkaffee-Konsumentin sollte das vielleicht auch nicht beurteilen. Aber der Kaffee war gut. Ich freue mich jetzt, weil es riecht sehr gut. Es heißt Toasterei. Das heißt, hier ist ein Ofen. Da werden Sachen drin gebacken. Aber kein Toast auf der Karte. Es gibt kein Toast. Nein. Es gibt ein bisschen Frühstück und es gibt solche Joghurts und es gibt so Gebäck. Ja. Aber kein Toast. Ja. Müssen wir gleich mal fragen, warum. Es riecht aber auf jeden Fall getoastet. Aber hier steht zum Beispiel, das finde ich spannend, hier steht eine Flasche Wasser auf dem Tisch. Vielen Dank. Die steht hier einfach so rum, gebrandet, so eine riffelige Karaffenflasche mit einem Deckel. Ein Glas wäre gut. Dann könnte man ein Schluck Wasser trinken. Das wäre gut und auch ein Messer. Ich frage mal kurz nach. Ich habe hier ein Brot. Ich kann ja in der Zwischenzeit mal dein Frühstück beschreiben. Ja, das machst du und ich frage nach, ob ich ein Messer bekomme. Auch dieses Frühstück ist interessant. Da steht nämlich, Copenhagen Breakfast steht da. Und das ist eine dicke Scheibe Weißbrot. Also so krustiges, Tabatte-artiges Weißbrot. Zwei Scheiben jung aussehender Käse. Ein dicker Klecksbutter, ein gekochtes Ei ohne alles und eine Metallschüssel mit ein wenig Marmelade drin. Mehr von dieser wahrscheinlich Aprikose-Marmelade. Interessant. Ich fange jetzt hier an. Ja, gut am Tief. Wie spricht dich das denn hier so an? Ich mag es. Ich mag den Stil. Das ist auf jeden Fall... Sehr schlicht. Sehr schlicht. Aggressiv schlicht, würde ich fast sagen. Wird du kein Salz und Pfeffer fürs Ei zum Beispiel? Würdest du nicht denken, hier fehlt noch was? Hier ist Salz. Das Salz. Ach, tatsächlich, und das habe ich noch gar nicht gesehen. Und hinter dem Käse verbürgt sich ein Löffel mit Salz, stimmt. Ja, und Pfeffer zum Ei esse ich eh nicht. Deswegen finde ich das jetzt nicht so wild. Ich müsste mir vielleicht noch eine Scheibe Brot nachbestellen, das weiß ich noch nicht. Wegen der vielen Butter und der Marmelade, ne? Und des Käses, aber mir gefällt es. Also ich finde, das sieht nach einem Frühstück aus, was ich mir in weniger hübsch auch zu Hause machen würde. Und Kategorie Bring Back Plates. Hier wird das Ganze auf Pappschalen serviert. Ja. Also sozusagen wie so eine Art Pappteller. Ja, ich meine, wir sitzen hier an einem Tisch, wo vier Leute oder vielleicht fünf Platz haben. Dann gibt es noch so ein paar Spots, wo man sich, also es ist ja auch vielleicht ein bisschen auf to-go angelegt, dass man sich seine Pastries und... Apropos Pastry, ich probiere jetzt mal hier dieses... Du probierst, ich probiere, let's go. Golden Bun. Ja, aber wie hast du gesagt, wie das heißt? Es ist ein bisschen warm. Ein Croffin ist ein bisschen warm, es ist ein bisschen weich. Es ist nicht so blätterig wie ein Croissant. Glücklicherweise finde ich ganz gut. und diesen Pappteller, auf dem das Serviet wird, zählt noch eine einzelne Himbeere. Alles richtig gemacht. Ich freue mich auch auf den Joghurt. Ja, aber wie schon angekündigt, wir sitzen jetzt hier. Aber wir könnten auch woanders sitzen. Ich meine, es ist ja nicht so, dass es in dieser Wunderbahnstadt nicht sehr, sehr viele Cafés gäbe bereits. Und was mich aber einfach überrascht hat war, und deswegen wir jetzt nochmal ein bisschen darüber schreiben, ist, dass es einfach im Moment extrem viele Neueröffnungen generell gibt. Und dann halt auch viele Cafés sind mir so ins Auge gesprungen. Das ist ja gar nicht jetzt alles so, dass das jetzt diese Woche passiert, aber in den letzten Wochen ist da nochmal viel dazugekommen. Und ja, ich habe mir jetzt ein paar davon angeguckt. Ist alles sehr unterschiedlich, hat aber alles gemeinsam, dass es so versucht, sehr zeitgeistig zu sein. Und ich bin super gespannt. Kannst du das bisschen mehr beschreiben, was du damit meinst? Ja, also mein Kollege Paul Küchler, unser gemeinsamer freundlicher, lieber Kollege Paul Küchler, war zu sehr auch schon oft hier im Podcast, Das war, jetzt habe ich den Mund voller Croissant, super. War vor kurzem zum Beispiel in einem neuen Café, das heißt MOK, an der Oststraße. Das habe ich, glaube ich, auch in unserem Neueröffnungsüberblick erwähnt. Da gibt es Soufflé Pancakes. Das ist halt so ein Ding, so sehr opulente, asiatische, wurbelige, luftige Pancakes, die so übereinander gestapelt werden und dann mit so Creme und Sirup. Also es ist wirklich ein Monster-Dessert. Und Smoothies. Es gibt auch noch andere Sachen, aber das ist das, was er probiert hat. Klingt so, wie er es beschrieben hat, als wäre das sehr lecker und gut gemacht. Also er fand das auch qualitativ hochwertig. Und ich finde, das ist interessant, weil das in diesen Trend reingeht, dieser sehr opulenten Süßigkeiten-Slash-Gebäcksachen, die asiatisch inspiriert sind, aber nicht nur bei einem asiatischen Publikum, sondern auch einfach bei einem jungen, urbanen. Ich finde auch viel bei einem Publikum Anklang finden, die eher so aus dem arabischen oder türkischen Raum kommen, weil, glaube ich... Diese leichte Opulenz in den Süßigkeiten da irgendwie gut Anklang findet. So Bubble Tea ist ja auch so ein Thema, was eigentlich ja ein total chinesisches Ding ist, gewesen ist, aber jetzt mittlerweile auch total viele, man merkt das so an den Cafés, die so öffnen, wer die Betreiber sind. Das sind halt häufig jetzt mittlerweile auch, weiß ich nicht. Leute, die Vorfahren im Libanon haben oder die machen ja auch sehr viel Gastronomie oder eben aus der Türkei, aus Syrien und so. Das finde ich ganz spannend, dass das so ein Crossover eigentlich gibt. Und dann halt auch gleichzeitig mit so Trends wie Dubai, wo viel Pistazie dabei ist und so, sich so vermählt irgendwie. Und dann ist immer alles mit Pistazie oder so, oder? Black Sesame ist ja auch so ein Ding, was natürlich eigentlich total asiatisch ist, aber durch diese Sesamnote halt gleichzeitig so ein Crossover macht Richtung Levante. Das finde ich kulturell ganz spannend. Und du beobachtest, dass das hier in vielen Neueröffnungen quasi stattfindet? Oder gerade so ein bisschen den Weg in die Kaffeekultur? Ich habe das Gefühl, dass das so ein doppeltes Publikum anspricht. Einerseits kannst du zum Beispiel auch sowas wie das, wo ich neulich war, das Mono, was an der Bismarckstraße, Ecke Karlstraße meine ich, eröffnet hat. Ein Café, was auch so sehr auf diese Opulenz setzt auf so eine Weise, auch so ein bisschen asiatische Noten hat. Also was weiß ich, die den Matcha Latte auch mit schwarzen Sesampaste machen, der übrigens sehr gut ist. So sehr gutes, nussiges, tiefes Aroma, was super komplementär geht zu diesem leicht bitteren, aber dann doch eher floralen Matcha. Und dann aber auch so krasse French Toast-Kreationen mit Pistazien und allem Möglichen. Also das ist alles so, dass du es nicht zuordnen könntest zu irgendeiner bestimmten Länderküche, aber du merkst, es gibt so ein bisschen asiatische Einflüsse. Die Inhaberin ist auch Chinesin, glaube ich. Und gleichzeitig merkst du aber, das ist was für Leute, die ins Japan-Viertel kommen, weil sie Japan- und Asiakultur erleben wollen. Das ist aber auch was eben für junge Menschen, die eher so den Background haben Richtung... Arabisch, levantinisch, keine Ahnung, weil das auch für die einfach sexy ist. Und weil das auch das ist, was die auf Instagram immer sehen. Und das merkst du halt auch sehr deutlich, dass viele, viele dieser Läden so da Anklang finden. Willst du rein? Ich wollte nur sagen, dass ich, während du das hier so wunderschön detailliert erzählst, siehst du mich mit meinem Frühstück... Ja, und siehst mich ein bisschen kämpfen damit. Also mir ist das Ei kurz aus dem Mund gefallen. Weil tatsächlich die... Es könnte ein bisschen mehr Platz auf den Tellern geben, um Dinge abzulegen. Also deswegen bitte verzeih, wenn ich dir hier so... Nur schlimm. Aber das ist total interessant, weil formvolles Function würde man ja sagen. Ja. Aber ganz oft ist es, finde ich, in den Cafés nicht so. Sondern da wird ein bisschen versucht, dass es andersrum läuft. Die Ästhetik steht im Vordergrund und die Frage, ist das dann praktikabel oder nicht, kommt ein bisschen hinten an, muss man leider sagen. Manchmal klappt das super, manchmal klappt das nicht so gut. Aber zum Beispiel habe ich jetzt auch schon einfach erlebt, dass die Teller irgendwie nicht so geeignet waren, für das was drauf lag. Oder dass die Möbel zwar schick aussahen, aber ich saß dann auf einer Bank, die ist wie so eine Bierzelt-Garnitur halb umgekippt, als ich mich auf die eine Seite gesetzt habe. Wo ich mir sagen würde, das wird irgendwann schief gehen. Also wir haben ja auch schon gemeinsam Dinge gegessen, die einfach Instagramable aussagen, wie es nur geht. Aber halt geschmeckt haben nach gar nichts. Ich erinnere dich an unseren gemeinsamen Zuckerkater, nachdem wir irgendwie sehr Instagram-able Torte gegessen haben. Das war witzig, ne? Habe ich auch neulich wieder daran gedacht. Waren wir bei ELN, was mittlerweile zu hat, auf der Schadostraße und hinterher ging es uns richtig schlecht. Ja, dann waren wir ja bei 45 Grad im Schatten beim Burger-Festival und haben uns da, wie alle anderen normalen Menschen, Burger reingezogen. Die sahen auch alle krass aus, aber manchmal ist es ja vielleicht, ich finde, dass das hier tatsächlich... Also, dass ich jetzt gerade hier so ein bisschen all over the table mein Ei und mein Kessebrot verteilt habe, liegt auch daran, dass ich einfach manchmal ein bisschen ungeschickt bin. Du arbeitest ja auch, während du isst. Wie gesagt, der Teller könnte ein bisschen größer sein, aber das liegt an mir. Ich finde nämlich, es passt zusammen. Also, es sieht irgendwie hübsch aus, aber es schmeckt auch gut. Also, der Joghurt, dein Golden Bun. Ja, achso, willst du noch nicht? Ja, ich wollte gerade sagen, wenn du den nicht aufschraubst, dann nehme ich ein bisschen. Ja, weil das was Problem ist in meinem Leben, dass ich Sachen nicht aufesse. Ich nehme auch, es gibt Matcha-Cookies, dann nehme ich mir self-gleich noch einen mit. Danke, Helene. Also das finde ich schon und ich finde es, ja. Ich bin auch gespannt, wo dieser Matcha drin hingeht. Also ich habe zum Beispiel gestern bei Stadland Fluss, fand ich wirklich überraschend. Kalten Matcha mit Zitronenlimonade getrunken. Das schmeckte sehr gut. Ich habe ja noch nie so eine Abgefahr. Also ich trinke ja, glaube ich, ein Matcha-Latte am Tag, aber immer in der gleichen Art und Weise. Ja, also ich bin auch nicht so ein Fan von diesem Sirup-Scheiß. Weil mir das immer zu süß ist eigentlich. Aber wahrscheinlich gibt es das auch nicht süß und ich habe es nur noch nicht probiert. Ich bin da auch eher Puristin, aber in dem Fall fand ich das einfach so eine interessante Komme und habe das noch nicht getrunken und war richtig gut. Also für den Sommer ist das ein richtig geiles Getränk, ehrlich gesagt. Vier Kaffees hast du uns jetzt hier erzählt. Ja, ich versuche die ganze Zeit so einen Trend sozusagen zu erkennen. Ich habe das Gefühl, dass ein Kaffee für viele Leute ein bisschen ein Traum ist. Ich habe, bei Restaurants ist es eher so, dass Leute ein Restaurant, meistens, dass Leute ein Restaurant aufmachen, wenn sie schon gastronomische Erfahrungen haben, weil das ja auch wirklich ein dickes Brett ist. Bei den Cafés ist es, manchmal habe ich das Gefühl eher so, dass Leute machen, die vorher was ganz anderes gemacht haben oder noch nie was in der Richtung gemacht haben. Hast du schon mal die Idee, einen Kaffee aufzumachen? Ja, also ich meine so, wie ich auch schon mal die Idee hatte, Pony reiten zu gehen, aber es nie gemacht habe. Also nicht ernsthaft, dass ich jetzt wirklich überlegt hätte oder so, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein Café für viele so der Einstieg in die Gastronomie ist, den sie sich gut vorstellen können. Weil das natürlich auch verhältnismäßig humane Arbeitszeiten unter Umständen sind, weil der Wadeneinsatz nicht so riesengroß sein muss, weil der Personaleinsatz sehr gering sein kann, wenn man es gut aufstellt. Trotzdem ja nicht trivial und super viel Orga und heutzutage sowieso alles ganz schwierig und steckt wahrscheinlich auch viel Verwaltungsarbeit hinter, aber da merke ich oft, dass Cafés oft so der Einstieg für die Leute sind, die vielleicht in die Gastronomie reingehen wollen oder es einfach mal ausprobieren wollen. Und ich glaube, deswegen geht das schnell, das mal so. Und du brauchst nicht viel Platz dafür und unter an Umständen auch nicht jetzt Location, Location, Location. Das hilft wahrscheinlich, aber du kannst auch erstmal an sowas wie der Kölner Straße, wo jetzt nicht tausend Millionen Leute den ganzen Tag vorbeikommen und die Miete wahrscheinlich auch nicht unendlich teuer ist, kannst du was relativ schnell machen. Plus ich glaube, wenn, vermute ich, weiß ich jetzt nicht genau, aber es ist ja gar nicht so einfach ein Restaurant zu öffnen oder einen Lebensmittel, produzierenden Betrieb. Da muss man ja sehr strenge Vorgaben für erfüllen und das musst du notwendigerweise auch nicht in einem Café. Also hier wird jetzt selber gebacken, aber das musst du ja nicht machen. Ja, gerade ging der Ofen auf und Es ist, glaube ich, Dinkel-Zitronenkuchen drin und es wirklich riecht traumhaft. Location, Location, Location, das finde ich spannend, weil ich beobachte jetzt als einfach nur Konsumentin und sich durchaus viel in der Stadt bewegende Person. Ich finde schon, es gibt so diese Ecken oder auch diese ganz speziellen Ladenlokale, wo immer mal was ist, wo man einfach das Gefühl hat, die Location greift nicht. Und auch an populären Orten. Und dann auch andersrum. Also genau, ein Café hält sich irgendwo, wo man eher gedacht hätte, krass, das ist ja schon ein bisschen ab vom Schuss. Und dann gibt es, also gerade in Pampelford fällt mir das auf, da gibt es einfach so ein paar Ecken, auch im wahrsten Sinne des Wortes, wo ständig was Neues ist, wo man eigentlich jetzt schon weiß, das finde ich schon spannend. Viele Cafés oder manche Cafés haben, finde ich, vielleicht war das früher schon so, ist mir nicht aufgefallen, haben für sich ein bisschen entdeckt, wenn es vielleicht mit dem Foot-Traffic nicht von alleine so klappt, durch Veranstaltungen und Events und solche Sachen Leute zu sich zu holen. Also ich finde, das hat zugenommen, so eine gewisse Eventisierung. Ich denke gerade eine konkrete Location in der Hüttenstraße, wo eine Reihe von Gastronomien durchgegangen sind und jetzt gerade ist da ein Café drin in so einem Souterrain. Da kommen nicht allzu viele Leute vorbei. Da war ganz lange auch ein Gerüst an dem Haus. Da war einfach schwierig, glaube ich, für die Gastronomen, die da vorher drin waren, da Leute reinzukriegen. und die machen aber zum Beispiel sowas sehr offensiv. Ich habe keine Ahnung, ob das jetzt die Rettung ist und ob das gut funktioniert oder nicht gut funktioniert. Ich glaube, so oder so brauchst du einen langen Atem als Gastronom, wenn du anfängst, irgendwo gerade an einer Location, die nicht von alleine wuppt. Aber ich glaube, dass das natürlich ein ganz sinnvolles Mittel ist, um Leute zu dir zu holen, die dann auch mal wiederkommen, wenn keine Veranstaltung ist. Ja, und auch das vielleicht tatsächlich so ein bisschen zu etablieren, dass wir, also das, genau, wo möchte man seine Leute treffen? Also verlagert man das eh alles ein bisschen mehr nach draußen? Weil vielleicht die Wohnung auch nicht so groß ist. Also ich glaube, habe ich die Möglichkeit, ganz viele Leute einzuladen oder sagen mir, okay, wir treffen uns zum Lesen oder einfach zum Zusammensein draußen oder genau, ist das so ein bisschen mein Anlaufpunkt, weil es richtet sich ja auch vielleicht an eine Altersgruppe auch, die noch eins jünger ist, die vielleicht wirklich durch die Pandemie und den Lockdown ein bisschen noch mehr einen mitgekriegt haben als jetzt du und ich. Ich möchte noch auf eine Sache hinaus, weil natürlich es macht sehr viel auf, und das bedeutet ja auch, dass man immer mehr Möglichkeiten hat, um, Sein hart erarbeitetes Geld zu reinvestieren in Heißgetränke und oder Gebäcke. Ich muss sagen, ich bin ja mittlerweile, das wissen wir jetzt hier auch alle schon und ich kann es auch nochmal sagen, also ich bin ja wirklich abgebrüht, was das angeht. Also ich zahle ja ohne mit der Wimper zu zucken irgendwie bis zu 10 Euro für ein Getränk mit aufgeschäumter Milch drin, weil ich denke, ja mein Gott. Deswegen bin ich immer überrascht, wenn es andersrum ist. Und ich finde zum Beispiel hier ist es sehr fair. Ich habe jetzt also für dieses Frühstück, das kostet jetzt 7,90 Euro. Und das finde ich wirklich völlig in Ordnung. Ich bin keine Expertin, was Preiskalkulation und Gastronomie angeht. Und deswegen kann ich dazu gar nicht so viel im Einzelnen sagen. Ich kann ja nur sagen, dass die Gastronomen seit sehr langer Zeit darüber stöhnen, dass das Konsumverhalten doch immer noch recht zögerlich ist, tendenziell. Und ich kann dir sagen, dass wir neulich uns mal eine Preisanalyse angeguckt haben, die eine Fachzeitschrift in Auftrag gegeben hatte. Und dabei rausgekommen ist, dass die meisten Dinge in Düsseldorf teurer sind als im Bundesdurchschnitt. Das wird jetzt wenig Leute überraschen. Was ich interessant fand, war, dass insbesondere Getränke deutlich teurer sind als der Bundesschnitt. Und Getränke sind ja auch das, wo Gastronomen tendenziell die größte Marge haben und den meisten Gewinn mitmachen. Trotzdem sind Getränke ja nicht verhältnismäßig teuer. Es ist immer noch teurer, ein Wiener Schnitzel zu essen, als ein Bier zu trinken. Aber man trinkt ja nicht nur ein Bier und bei den Getränken holen sie es dann meistens raus. Ich weiß nicht, meine Tochter trinkt ja regelmäßig Apfelschorle und da fällt mir immer auf, wie krass teuer in Gastronomien eine einzelne Apfelschorle ist. Also weil ich finde, vier oder fünf Euro zu bezahlen für 0,3 Liter Apfelschorle ist schon heftig, wenn man bedenkt, das sind so viel Apfelsaft und so viel Wasser. Das stimmt. Und da merkt man es aber. Hier bekommt man da schon fast den Joghurt, den wir gerade gegessen haben. Ich danke dir für dieses, wie immer, sehr unterhaltsame Treffen. Ich danke dir für die Einladung in deinen Podcast. Und für die Idee, dass wir einen kleinen Ausdruckieren machen könnten. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Darauf trinke ich. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn doch auch gleich und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der oder die das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Tosja Kräumann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss! Ihr wollt diesem Podcast etwas richtig Gutes tun? Dann schreibt eine kurze Bewertung bei Apple Podcasts. Danke.