Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #28 Folge 1: Scheinheiligkeit auf Staatskosten: Drugcom, Alkoholsteuer & die Doppelmoral
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen. Ich freue mich riesig, dass du
- 0:03heute wieder da bist, um dir Zeit für dich und deine, ja
- 0:06deine wichtigen Themen zu nehmen.
- 0:08Hallo auch von mir. Wir haben heute ein wirklich
- 0:12brisantes Material vor uns. Es geht um die deutsche
- 0:15Drogenpolitik, ganz speziell beim Thema Alkohol.
- 0:19Mhm und der Auslöser, das ist ein Artikel von der staatlichen
- 0:22aufklärungsplattformdrugcom.de. Der klingt erst mal so ganz
- 0:28harmlos. Alkoholindustrie profitiert von
- 0:31gesundheitsschädlichen Alkoholkonsum ja, das ist ja
- 0:34erst mal keine große Überraschung, würde man meinen.
- 0:36Genau, aber die Quellen, die wir dazu haben von Gabriel, dem
- 0:40Macher von Nilex Berlin, die Bohren da, also die Bohren viel,
- 0:44viel tiefer. Das kann man wohl sagen.
- 0:46Die Überschrift von Drugcom ist ja fast schon eine
- 0:49Binsenweisheit. Klar profitiert die Industrie.
- 0:52Die eigentliche Frage, die Gabriels Analyse aufwirft, ist
- 0:56wesentlich provokanter. Und die lautet und.
- 0:58Wer ist eigentlich der allergrößte Profiteur?
- 1:02Und die Antwort, die ergibt, die ist, ich sag mal, ziemlich
- 1:06unbequem. Genau darum geht es heute,
- 1:09Scheinheiligkeit auf Staatskosten, wir wollen mal
- 1:12schauen, wer wirklich am Alkoholkonsum in Deutschland
- 1:15verdient und warum diese staatliche Aufklärung vielleicht
- 1:19naja nur die halbe Wahrheit ist. Und bevor wir da jetzt richtig
- 1:24einsteigen, vielleicht ein wichtiger Hinweis, der den Ton
- 1:26für das Ganze hier setzt. Ja, bitte.
- 1:29Gabriel, also, der Autor unserer Hauptqualle, der beleuchtet das
- 1:32Thema ja nicht als, sagen wir, unbeteiligter Journalist.
- 1:36Er ist selbst von sucht und psychischen Problemen betroffen.
- 1:39Er hat soweit ich weiß über 28 Jahre Erfahrung mit Abhängigkeit
- 1:43und auch mit dem Weg da wieder raus.
- 1:45Genau, und das ist der entscheidende Kontext.
- 1:48Seine Texte sind deshalb so unzensiert und so direkt.
- 1:52Weil sie aus gelebter Realität kommen, nicht aus irgendeinem
- 1:55Lehrbuch. Es geht also nicht um eine
- 1:57abstrakte politische Analyse? Nein, gar nicht.
- 2:00Es ist die Perspektive von jemanden, der das System von
- 2:03innen kennt als Betroffener, und das soll ja auch eine
- 2:07authentische Verbindung zu dir als Zuhörer aufbauen und dir
- 2:10vielleicht auch zeigen, hey, wenn du mit so was kämpfst.
- 2:13Du bist nicht allein, OK, dann lass uns das mal
- 2:16auseinandernehmen. Gabriels Reaktion auf diesen
- 2:19drugscom Artikel war, so schreibt er, pure
- 2:22Fassungslosigkeit. Aber nicht, weil der Artikel
- 2:25falsch wäre, oder? Nein, nein, gar nicht.
- 2:27Die Alkoholindustrie ist natürlich ein rücksichtsloser
- 2:30Akteur, das stellt er nicht in Frage, es geht um die schiere
- 2:33Heuchelei. Okay man.
- 2:35Muss sich das mal klarmachen. Drugscom.
- 2:38De ist ein Projekt der BZGA, also der Bundeszentrale für
- 2:42gesundheitliche Aufklärung. Das ist eine Behörde, die dem
- 2:45Gesundheitsministerium untersteht.
- 2:47Es ist also der Staat selbst. Der Staat selbst, der hier mit
- 2:52dem Finger auf die Industrie zeigt.
- 2:54Und genau hier setzt Gabriels zentrale Metapher an, die das
- 2:57Dilemma eigentlich perfekt beschreibt.
- 3:00Es ist, als würde der Dealer sich darüber beschweren, dass
- 3:03die Kunden zu viel kaufen, wow, während er im Hinterzimmer die
- 3:06Einnahmen zählt, der Staat tritt also über seine Portale als
- 3:10Warner auf, aber im Hintergrund ist er der größte stille
- 3:13Teilhaber am ganzen Geschäft. Er verdient an jeder einzelnen
- 3:16Flasche Bier, an jedem Glas Wein.
- 3:17Ein. An jedem Schnaps, der über die
- 3:19Theke geht, genau, lass uns das mal mit Zahlen füttern, die sind
- 3:22nämlich wirklich erstaunlich. Die Quellen legen das klar dar,
- 3:26der deutsche Staat nimmt allein durch die Alkoholsteuer also nur
- 3:30die Steuer auf Bier, Sekt und Spirituosen, exakt damit nimmt
- 3:34er jährlich rund 3,2 Milliarden Euro ein. 3,2 Milliarden, das
- 3:40ist eine gewaltige Summe, ja, aber das ist ja nur die eine
- 3:42Hälfte der Einnahmen, stimmt, was ja oft vergessen wird, auf
- 3:45jedes alkoholische Getränk kommt.
- 3:47Kommen ja noch die 19% Mehrwertsteuer obendrauf.
- 3:51Der Staat kassiert also doppelt jede Kiste Bier im Supermarkt,
- 3:54spült direkt Geld in die Staatskasse.
- 3:56Und hier wird die Kritik aus der Quelle dann besonders scharf,
- 3:59wenn man diese Milliarden Einnahmen den Ausgaben für
- 4:03Suchtprävention gegenüberstellt. Dann klafft deine riesige Lücke.
- 4:07Absolut echte Prävention, die wirklich was bewirkt, würde ja
- 4:11bedeuten, dass der Konsum sinkt. Und damit auch die Einnahmen.
- 4:15Man würde auf diese Milliarden verzichten.
- 4:17Genau da ist der Interessenskonflikt aber warte,
- 4:20da kommt noch ein Punkt dazu, der das Ganze noch absurder
- 4:24macht. OK, die Deutsche Hauptstelle für
- 4:26Suchtfragen, die DHS, hat ja die volkswirtschaftlichen Kosten des
- 4:30Alkoholkonsums berechnet. Also alles von Behandlungskosten
- 4:35über Polizeieinsätze bis zu Produktionsausfällen durch
- 4:38Krankheit. Exakt.
- 4:40Und diese Kosten belaufen sich auf halt ich fest. 57 Milliarden
- 4:45Euro jedes Jahr. 57. Ja, und wenn man das jetzt mal
- 4:50gegenüberstellt, dann wirken die 3,2 Milliarden Steuereinnahmen
- 4:54plötzlich nicht mehr wie ein Gewinn.
- 4:55Nein, das ist ja dann, das ist ja ein gigantisches
- 4:59Verlustgeschäft für die Gesellschaft, genau, es ist
- 5:02quasi eine Subventionierung eines Zustands, der uns ein
- 5:06Vielfaches dessen kostet, was er einbringt.
- 5:09Der Interessenskonflikt bleibt, aber kurzfristig sind die
- 5:12Steuern fest eingeplant und. Und das erklärt dann auch, warum
- 5:15in Deutschland Dinge möglich sind, über die man in anderen
- 5:18Ländern nur den Kopf schüttelt. Übrigens die Werbung genau die
- 5:21Quellen betonen das. Deutschland ist das einzige Land
- 5:25in der EU, in dem für Alkohol fast uneingeschränkt geworben
- 5:28werden darf, im Fernsehen, auf Plakaten, beim Sport überall,
- 5:32und das liegt halt an diesem massiven Einfluss, der Wein und
- 5:35Bierlobby, die ist ja tief in der Politik verwurzelt und
- 5:38stellt Alkohol immer als eine Art Kulturgut dar, dass man bloß
- 5:42nicht regulieren dürfe. Wenn man das jetzt mal in einen
- 5:44größeren Zusammenhang stellt, dann wird da ein ganz klares
- 5:47Muster sichtbar. Die Wissenschaft, allen voran
- 5:50die Weltgesundheitsorganisation, die WHO, ist sich ja seit Jahren
- 5:54einig, was die 3 wirksamsten Maßnahmen zur Reduzierung von
- 5:57Alkoholmissbrauch sind. OK, die sollten wir mal nennen.
- 6:00Preiserhöhungen, also höhere Steuern, die den Konsum direkt
- 6:03teurer machen? Klar, logisch, zweitens.
- 6:07Die Verfügbarkeit einschränken, also zum Beispiel begrenzte
- 6:10Verkaufszeiten oder weniger Verkaufsstellen.
- 6:13Umfassende Werbeverbote. So, und wenn du dir jetzt diese
- 6:163 Punkte ansiehst und das mit der Realität in Deutschland
- 6:19vergleichst, merkst du schnell, wir machen praktisch nichts
- 6:22davon. Also nicht konsequent.
- 6:25Stattdessen setzt die Politik auf ja auf Aufklärung und hier
- 6:30kommen 2 Begriffe aus Gabriels Texten ins Spiel, die den Kern
- 6:33des Problems treffen. Der Unterschied zwischen
- 6:36Verhaltensprävention und Verhältnisprävention, das.
- 6:39Sollten wir kurz erklären, das ist super wichtig.
- 6:41Also Verhaltensprävention, das zielt auf dich als Einzelperson
- 6:45ab. Das sind die Kampagnen mit
- 6:47Slogans wie Can dein Limit oder Don't Drink and Drive die
- 6:51Botschaft ist immer verhalte du dich bitte richtig.
- 6:54Genau die ganze Verantwortung wird auf dich als Konsument
- 6:56abgewälzt und die Verhältnisprävention, die
- 7:00verändert die Rahmenbedingungen, also die Verhältnisse, unter
- 7:03denen konsumiert wird. Das wären genau die Maßnahmen
- 7:07der WHO. Alkoholteurer machen, Werbung
- 7:10verbieten, Punktverkauf einschränken, es würde mir also
- 7:13objektiv schwerer gemacht, mich schädlich zu verhalten.
- 7:16Exakt. Und die Analyse der Quelle ist
- 7:19hier brutal ehrlich. Der deutsche Staat betreibt fast
- 7:22nur Verhaltensprävention, weil sie nichts kostet und niemandes
- 7:25Geschäftsinteressen stört. Genau.
- 7:28Die Verhältnisse aber, die den Massenkonsum erst ermöglichen,
- 7:31die bleiben unangetastet. Man könnte jetzt natürlich
- 7:34einwenden, das hört man ja oft von der Politik.
- 7:37In einer freien Gesellschaft kann der Staat den Bürgern nicht
- 7:39alles vorschreiben. Ja, das Argument der Mündigkeit
- 7:42des Bürgers, das sei ja sonst Bevormundung.
- 7:45Aber aus der Perspektive eines Betroffenen, wie Gabriel sie
- 7:48einnimmt, wirkt das doch einfach nur zynisch.
- 7:51Klar, wie frei ist meine Entscheidung, wenn mir von
- 7:55morgens bis abends Werbung suggeriert, Alkohol gehört zu
- 7:59einem guten Leben dazu. Und ich kann Ihnen an jeder Ecke
- 8:02für weniger Geld als eine Flasche Wasser kaufen.
- 8:05Diese angebliche Freiheit ist doch massiv manipuliert.
- 8:09Und so wird eine Plattform wie Drugcom so gut die reinen Fakten
- 8:12da auch sein mögen, am Ende zu einem politischen Feigenblatt,
- 8:16ein Alibi, ein Alibi, um zu sagen, seht her, wir tun doch
- 8:21was, während man die profitablen Strukturen, die das Problem
- 8:25befeuern, schön in Ruhe lässt. Das ist eine verdammt harte
- 8:28Anklage und eine weitere Frage, die sich hier stellt.
- 8:32Wen erreichen diese offiziellen Kampagnen denn überhaupt?
- 8:35Ja, Gabriels Analyse legt nahe, dass diese oft sehr klinische,
- 8:39fast behördliche Sprache viele Menschen in einer echten Krise
- 8:42gar nicht abholt. Die fühlen sich davon 0
- 8:45angesprochen. Absolut.
- 8:46Und der vielleicht bitterste.in der ganzen Analyse ist der
- 8:50Verweis auf das Hilfesystem, Drugcom und ähnliche Seiten.
- 8:54Die Listen natürlich Beratungsstellen und Kliniken
- 8:57auf. Aber.
- 8:58Was sie aber verschweigen, ist die brutale Realität.
- 9:01Monatelange, oft sogar halbjährige Wartezeiten auf
- 9:05einen Therapieplatz. Und wenn du heute an dem Punkt
- 9:08bist, wo du sagst, ich brauche Hilfe, dann brauchst du sie
- 9:11heute. Genau und nicht in 6 Monaten.
- 9:14Und da trifft ein Satz aus der Quelle einfach voll ins
- 9:17Schwarze, welcher ein PDF heilt, keine sucht, wenn nachts um 3
- 9:21die Dämonen kommen, hilft dir keine Broschüre der BZGA wow,
- 9:24das sitzt OK, das ist eine wirklich scharfe Kritik.
- 9:28Aber ich kann mir vorstellen, dass du jetzt vielleicht denkst,
- 9:30Moment mal, die Leute von Drugcom machen doch auch gute
- 9:33Arbeit, oder? Ja.
- 9:36Das führt uns doch zu den Fragen, die sich aus all dem
- 9:38ergeben. Also ganz direkt ist eine Seite
- 9:41wie Drugcom an sich jetzt schlecht.
- 9:43Nein, und das ist ein ganz wichtiger Punkt, den Gabriel
- 9:45auch macht. Die Antwort ist differenziert,
- 9:48die Informationen da sind wissenschaftlich fundiert, die
- 9:51sind korrekt und. Und der wirksamen Gesetze zur
- 9:54Regulierung seit Jahrzehnten blockiert.
- 9:57Es ist diese widersprüchliche Gesamtkonstellation.
- 10:00Genau. O.
- 10:01K. Der Interessenskonflikt durch
- 10:02die Steuern ist klar, aber die Lobbymacht allein kann doch
- 10:05nicht der einzige Grund sein, warum sich bei der Werbung
- 10:07nichts ändert. Ich mein, beim Tabak hat man ja
- 10:10auch umfassende Werbeverbote durchgesetzt.
- 10:13Stimmt. Was ist bei Alkohol in
- 10:15Deutschland so anders? Die Antwort der Quelle darauf
- 10:18ist Geld macht und diese tief verwurzelte gesellschaftliche
- 10:22Akzeptanz. Mhm, die Alkohol Lobby sponsert
- 10:26Fußballvereine, finanziert Weinfeste, ist in den Medien
- 10:30omnipräsent. Ein Werbeverbot würde massive
- 10:33Einnahmeverluste für unglaublich viele einflussreiche Akteure
- 10:37bedeuten. Von Brauereien über Medienhäuser
- 10:39bis hinzu Sportverbänden. Klar, und die Politik scheut
- 10:43diesen Konflikt mit der Wirtschaft offensichtlich mehr
- 10:46als die gesundheitlichen Folgen für Millionen von Menschen.
- 10:49Anders als beim Rauchen gibt es da eben noch keine
- 10:52gesellschaftliche Mehrheit, die ein Verbot fordert.
- 10:54Das führt mich direkt zur nächsten Frage, die sich, glaube
- 10:57ich, viele stellen, warum ist Alkohol bei uns eigentlich so
- 11:01unglaublich billig, man kann ja ne Flasche Wodka für 5€ kaufen,
- 11:05das ist in anderen Ländern undenkbar.
- 11:07Weil es ne bewusste politische Entscheidung ist.
- 11:11Im Gegensatz zu Ländern wie Irland, Schottland oder den
- 11:14skandinavischen Staaten gibt es bei uns keine Mindestpreise für
- 11:17Alkohol. Wo eine Flasche also nicht unter
- 11:19einen bestimmten Preis fallen darf.
- 11:21Genau um diesen Billigrausch zu verhindern.
- 11:23Bei uns wird Alkohol, insbesondere Bier und Wein, er
- 11:27immer als Kulturgut verklärt, um genau solche Maßnahmen zu
- 11:30verhindern und das Macht den Einstieg gerade für junge
- 11:33Menschen natürlich extrem leicht und attraktiv.
- 11:36Total. Das ist eine ziemlich
- 11:38ernüchternde Analyse des Systems.
- 11:41Was bleibt da für den Einzelnen, der vielleicht gerade zuhört und
- 11:44merkt, dass er oder sie ein Problem hat?
- 11:47Die letzte und vielleicht wichtigste Frage, was kann ich
- 11:50tun, wenn ich jetzt sofort Hilfe brauche und nicht 6 Monate
- 11:53warten will oder kann? Hier wird die Botschaft der
- 11:56Quelle sehr sehr klar und richtet sich direkt an dich als
- 11:59Zuhörer. Verlass dich nicht allein auf
- 12:02ein staatliches System, das in so einem fundamentalen
- 12:05Interessenskonflikt steckt. OK.
- 12:06Sondern. Die Empfehlung lautet, selbst
- 12:09aktiv zu werden, dir dein eigenes unabhängiges
- 12:12Unterstützungsnetzwerk aufzubauen.
- 12:14Das können klassische Selbsthilfegruppen sein, die die
- 12:17anonymen Alkoholiker. Aber eben auch modernere Sachen,
- 12:20Online Communities, Private Beratungsstellen oder Coaches,
- 12:24die oft schneller und unbürokratischer reagieren
- 12:27können. Die Kernbotschaft ist, übernimm
- 12:30die Verantwortung für deinen Weg.
- 12:32Warte nicht also eine klare Aufforderung zur
- 12:34Selbstermächtigung, wenn wir die Kernkritik zusammenfassen,
- 12:38lautet sie, also die staatliche Aufklärung benennt zwar einen
- 12:41Profiteur, die Industrie verschweigt aber den größten von
- 12:44allen. Den Staat selbst.
- 12:46Und der Appell, der daraus folgt, ist die eigene
- 12:49Erwartungshaltung zu ändern, nicht passiv auf Rettung durch
- 12:53ein System zu warten, das finanziell vom Fortbestehen des
- 12:56Problems profitiert. Exakt.
- 12:58Der Aufruf in den Quellen von Nillys Berlin lautet Hör auf,
- 13:01auf den Staat zu warten, er wird dich nicht retten, solange er an
- 13:04dir verdient, stattdessen sollst du anfangen, an dir selbst zu
- 13:08arbeiten. Mit Werkzeugen, die für dich
- 13:10funktionieren. Mit einer Gemeinschaft, die
- 13:12deine Sprache spricht und mit der unzensierten Wahrheit.
- 13:16Und genau an diesem Punkt positioniert sich das Projekt
- 13:19Nilix Berlin ja auch bewusst als Alternative, um diese Lücken zu
- 13:23füllen. Da werden ja auch ganz konkrete
- 13:25Werkzeuge vorgeschlagen, zum Beispiel eine KI gestützte
- 13:28Hilfe, die sofort rund um die Uhr und anonym verfügbar ist,
- 13:31speziell trainiert auf Situationen von Suchtdruck.
- 13:34Also eine Soforthilfe ohne Wartezeit und Schamgrenze.
- 13:38Zweitens eine Community, in der Klartext statt Behördendeutsch
- 13:43gesprochen wird. Und drittens eben dieses
- 13:45unzensierte wissen, Artikel, die genau die unbequemen Wahrheiten
- 13:49ansprechen, die in den offiziellen Hochglanzbroschüren
- 13:52eben fehlen. Es geht darum, einen Raum zu
- 13:54schaffen, den das staatliche System durch seinen, ja
- 13:58inhärenten Widerspruch zwangsläufig offen lässt.
- 14:01Was bedeutet das also unterm Strich?
- 14:04Am Ende steht die Erkenntnis, dass die offizielle Suchthilfe
- 14:07und Prävention in Deutschland von einem fundamentalen
- 14:10Widerspruch geprägt ist. Mhm.
- 14:12Auf der einen Seite der gesetzliche Auftrag zur
- 14:14Gesundheitsförderung, auf der anderen Seite die ökonomische
- 14:17Abhängigkeit von den Einnahmen aus genau den Substanzen, vor
- 14:21denen gewarnt wird. Und diese Erkenntnis ist nicht
- 14:24nur ernüchternd, sie ist auch ein Aufruf, Dinge selbst in die
- 14:27Hand zu nehmen. Absolut.
- 14:29Bevor wir zum Schluss kommen, möchte ich noch einen wichtigen
- 14:31Punkt aus der Quelle anbringen. Einen Unterstützungsaufruf, der
- 14:35direkt an dich gerichtet ist. Ja gerne.
- 14:37Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Arbeit von Nilix
- 14:40Berlin wertvoll findest, würde sich Gabriel riesig über deine
- 14:44Unterstützung freuen. Du kannst Gabriel helfen, indem
- 14:46du diesen Beitrag auf Social Media teilst oder den Podcast
- 14:49auf Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts bewertest und
- 14:52Likest. Und in den Quellen wird auch
- 14:55betont, das finde ich wichtig. Das Projekt Neelix Berlin wird
- 14:59komplett allein von Gabriel finanziert und erstellt, ja.
- 15:02Jede Form der Unterstützung hilft Gabriel mit diesem
- 15:05Projekt, sich selbst und gleichzeitig anderen Betroffenen
- 15:08zu helfen, die Hilfe für andere ist hier also auch ein
- 15:11integraler Bestandteil seines eigenen Genesungsweges, das gibt
- 15:15dem Ganzen ne besondere Tiefe. Absolut.
- 15:18Sein persönliches Motto, das ihn antreibt, lautet.
- 15:21Aus allem schlechten in seinem Leben etwas Gutes zu machen, und
- 15:25das ist, finde ich, ein unglaublich kraftvoller und
- 15:28inspirierender Gedanke. Ja, das stimmt.
- 15:30Und es gibt dir als Zuhörer vielleicht noch eine letzte,
- 15:33nachdenkliche Frage mit auf den Weg.
- 15:36Mhm, wenn das System bei einer legalen und gesellschaftlich so
- 15:40akzeptierten Substanz wie Alkohol schon derart
- 15:43widersprüchlich agiert, was bedeutet das dann für unseren
- 15:46Umgang mit anderen, weniger akzeptierten Abhängigkeiten?
- 15:50Du meinst illegale Drogen, Glücksspiel, digitale Medien?
- 15:54Genau. Wo lohnt es sich da vielleicht
- 15:55auch offizielle Narrative noch kritischer zu hinterfragen?
- 15:59Ein starker Gedanke zum Abschluss.
- 16:01Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen und zugehört hast.
- 16:04Pass gut auf dich auf und bis zum nächsten Mal.