Latest / Digital Sense – The Human Side of AI / Folge 28: KI im Gesundheitswesen – konkrete Use Cases, Grenzen und der Mensch als Backup | Teil 1
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- Dr. Lucien André Reuter: Hallihallo, Hallöle und herzlich willkommen bei Digital Sense, the human side of AI. Heute ausnahmsweise mal nicht mit der Yvonne jetzt gerade, sondern mit dem Dr. Tobias Grigg. Hallo Tobias, schön, dass du da bist. Unsere heutige Folge heißt KI im Gesundheitswesen. Konkrete Use Cases, Grenzen und Sichtbarkeit in einer KI Welt. Und bevor wir vielleicht jetzt komplett mit der Thematik starten, Tobias, bei unserem Tobias: Grüß dich! Dr. Lucien André Reuter: Vorgespräch hattest du ein Riesenproblem mit der KI gehabt. Vielleicht erzählst du mal ganz kurz dazu, was da abging, was deine Learnings draus sind und dann starten wir mit dem ganz normalen Teil. Tobias: Ja, sehr gerne. Also, mal danke für die Einladung. Schön, dass ich bei dir, bei euch sein darf in diesem wunderbaren Podcast. Ich muss mich wirklich bisschen entschuldigen für unser erstes Kennenlernen, weil die KI hat mich unfassbar gestresst an diesem Tag. Und hat aus mir was gemacht, was ich eigentlich nicht so gerne bin, jemand, einen stressigen Tag hat. Ich bin jemand, der eigentlich immer lieber einen nicht so stressigen Tag hat. Was ist passiert? Ich habe mich darauf verlassen, dass meine KI, in dem Fall Manus, Manus ist so ein Agent, system Dinge tut, die sie tun soll und ich mich auf alle Sicherheitsmechanismen bei MANUS verlassen kann und am Ende des Tages war das leider so, dass es gibt eine sogenannte Sandbox bei MANUS. MANUS speichert irgendwie Inhalte in einer Sandbox, damit sollte man sich mal beschäftigen, was das ist, dass diese Sandbox ein Reset bekommen hat, also gelöscht wurde und durch dieses Löschen Es sind ganz wichtige Daten von mir verloren gegangen, die notwendig sind für ein Projekt, ich hatte. Und es gab kein Backup dazu. Und ich musste also irgendwie eine Lösung dafür finden, dass das alles gelöscht wurde, ohne dass ich was dafür konnte, weil das hat das einfach automatisch alleine gemacht. Und mein Learning, ich habe das dann hinbekommen, das alles wieder zu lösen, also alles ist gut. Aber mein Learning war, natürlich sollte man jede KI immer auch mit einem GitHub Repository verbinden. Also das ist das, wo Code Wenn man jetzt IT-Experte ist, wo Code gespeichert wird, damit man sozusagen ein externes Backup hat, neben dem, was in der KI selber passiert. Sonst kann man ein riesiges Problem bekommen und das ist eben das, was mir passiert ist. Glücklicherweise konnte ich alles lösen, aber das Learning daraus ist, man sollte sich nie zu 100 Prozent immer nur auf eine KI und deren Funktionsweisen verlassen und deren Sicherheitsmechanismen, sondern man sollte sich ein Backup-System bauen, ⁓ kein Problem zu bekommen. Das war die Geschichte dazu. Sorry nochmal. Dr. Lucien André Reuter: Vielen Dank erstmal für deine Geschichte und gar kein Problem. Dadurch haben wir jetzt einen wunderschönen Einstieg in die Thematik. Vielleicht zwei, drei Gedanken zu der Thematik. Was du sagst ist absolut richtig. Man darf der KI in dem Sinne nicht vertrauen, weil sie ja nur ein System ist, was mit Wahrscheinlichkeiten berechnet, was es tun soll. Es gibt keine Möglichkeit, explizit der KI zu sagen, das ist es, das darfst du nicht tun. man kann es machen, ob sie sich dran hält oder nicht, ist eine ganz andere Frage. Und dann entstehen auch tatsächlich Problematiken mit unter anderem GitHub, was ein cooles Tool ist. Aber es ist schon ganz oft vorgekommen, dass man der KI gesagt hat, lad auf gar keinen Fall die API Keys, also die Secrets hoch. Und was macht die KI? Sie lädt irgendwann die Secrets hoch. Und wenn du dann einen öffentlichen GitHub hast, dann hat deine ganze Welt deine Keys und kann damit deine kompletten, ja, Umfugtreiben, Missbrauchen oder sonstiges. Das ist so eine Thematik, ganz wichtig ist. auch sehr wichtig ist, was du sagst, Backups, selbst wenn du in der Sandbox arbeitest oder einfach nur lokal irgendwas machst, lass es immer irgendwo zwischenspeichern. Also ich nutze ganz gerne, je nach dem System, ich drinnen bin, entweder eine Sharepoint-Liste oder Tobias: Das ist auch keine gute Idee. Dr. Lucien André Reuter: eine Excel-Tabelle, ich reinschreibe, oder eine Datenbank. Also bisschen abhängig davon, was das Programm gerade ist. Und ich lasse alle Ausgaben oder alle Dokumente irgendwo ablegen. Weil im Zweifelfall müll ich mir einfach nur meinen Speicher zu, aber im Notfall, wenn bei mir genau das eintritt, habe ich irgendeine Hierarchie, wo ich wirklich weiß, sind die ganzen Ausgaben, ich kann sie im Notfall wieder neu einlesen oder ich kann die Dateien einfach wiederfinden, weil sie irgendwo mal zwischengespeichert worden sind für einen halben Monat, für einen Monat, je nachdem wie viel Speicherplatz ich habe. Also definitiv lesson learned würde ich sagen. Und das ist genau das, warum wir hier sind. Wir wollen nämlich von euren Fehlern lernen. Also wir, unsere Zuhörer, ich und Yvonne sicherlich auch. Jetzt lasst uns aber mit dem normalen Teil einmal anfangen, Tobias. Dr. Tobias Krigg, wer bist du? Was machst du? Und wieso bist du hier? Tobias: Sehr gerne. Also ich bin Tobias. Man nennt mich auch im Gesundheitswesen den Healthcare-Rebell. Das heißt, ich bin jemand, der sich für das Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen seit mittlerweile fast zehn Jahren ganz intensiv einsetzt an unterschiedlichsten Stellen. habe ein Innovationsnetzwerk gegründet, das heißt Healthcare Inc. Da arbeite ich mit knapp 30 Unternehmen zusammen, die Digitalisierung ins Gesundheitswesen bringen. Ich habe ganz viele Formate, diesen Unternehmen zu helfen. Hab eigene Podcasts, hab auch einen Podcast zum Thema KI. Weil je nachdem, wie man das sieht, ist KI Teil von Digitalisierung oder umgekehrt. Mittlerweile spricht jeder gefühlt nur noch über KI. Also Digitalisierung ist schon als Buzzword abgelöst worden. Und mein Podcast heißt Ein Fall für KI. Da kann man sich auch gerne mal reinhören, wenn man sich mit KI im Gesundheitswesen beschäftigen möchte. und was mich bei KI auch noch umtreibt, bevor du wahrscheinlich gerne reinfragen möchtest, ist, dass KI eine Downside hat. Also es hat ganz viele Up-Sides, alle stürzen sich auf KI. Aber ich beschäftige mich sozusagen mit der Gegenseite, menschlichen Seite, warum Menschen an bestimmten Stellen im Gesundheitswesen unersetzbar sind sozusagen durch KI oder wofür die überhaupt noch sinnvollerweise benötigt werden. Und dazu gehört unter anderem auch ... Ich beschäftige mich ganz viel mit Unternehmen im Gesundheitswesen, dass Unternehmen Repräsentanten brauchen. Eine KI kann nicht alles für ein Unternehmen machen. Eine KI kann natürlich Software schreiben, kann Marketingmaterial machen, aber Unternehmen brauchen Menschen, die sie nach außen hin vertreten, Personenmarken. Und damit beschäftige ich mich ganz viel, wie man Personenmarken aufbaut in einer Zeit von KI, wo alle nur noch über KI reden und zu wenig über Menschen gesprochen wird. Also das sind meine Themen. mehr, vielleicht erst mal so als Einstieg. Dr. Lucien André Reuter: Das passt doch super gut auch zu uns, weil... Die Human side of AI ist auch genau das Thema, was wir hier behandeln. Ängste wegnehmen, Gefühle, Emotionen einfach sichtbarer zu machen, Führungen für Geschäftsführer, für Führungskräfte ein bisschen in den KI-Wandel zu erklären und jetzt mit dieser Staffel natürlich auch die Use Cases mit reinzubringen. Dein KI-Podcast im Gesundheitswesen klingt super spannend. Ich würde sagen, wir schicken den Teilnehmern den Link unten in die Kommentare rein oder in die Beschreibung rein. Dann könnt ihr nachgucken und schaut gern mal vorbei. Lasst ein Like da. voll sich der Tobias bestimmt. Jetzt vielleicht mal eine ganz klassische Frage. Warum ist denn KI im Gesundheitswesen gerade jetzt relevant? meine, Digitalisierung, hast es ja schon kurz gesagt, ist kein neues Thema. Wir haben schon ganz lange RPA, Flows, Sonstiges. Warum wird das jetzt gerade relevanter als vielleicht noch vor vier Jahren? Tobias: Ja. Hm. Ich würde sagen, gibt drei oder zwei Hauptgründe dafür. Zum einen, KI ist überhaupt erst mal ready sozusagen. Also es ist in der Lage, es funktioniert zum ersten Mal überhaupt nicht wie vor zehn Jahren, man KI war so ein Buzzword oder vor fünf Jahren selbst noch. Aber KI hat es ja jetzt in den Mainstream geschafft. Man könnte fast schon sagen, es ist auch ein KI-Hype da. Aber jedenfalls KI, das bringt was. Damit kann man wirklich was anfangen. Aber der eigentlich entscheidende Grund, warum das für das Gesundheitswesen so wichtig es gerade ist, weil es dem Gesundheitswesen so schlecht geht. Das Gesundheitswesen hat riesige Probleme an unterschiedlichen Stellen. Einmal Personalmangel, wie in gesamten Gesellschaft, aber am Gesundheitswesen ist er extrem. Pflegekräfte, Ärzte, unterschiedliche Fachberufe, da gibt es zu wenig Personal. Das heißt, irgendwie muss die Arbeit ja trotzdem erledigt werden. Und da kann KI natürlich helfen, ⁓ effizient zu arbeiten, ⁓ Prozesse zu optimieren, ⁓ einfach die Menschen, im Gesundheitswesen arbeiten, zu unterstützen. Und das zweite große Problem ist, wir haben auch noch ein Riesenfinanzierungsproblem im Gesundheitswesen. Wahrscheinlich haben alle das mitbekommen. Es gibt Bestrebungen, die Beitragssätze stabil zu halten. Es kostet alles unheimlich viel. Wir müssen immer mehr Sozialabgaben zahlen heutzutage. Und das kommt natürlich auch daher, weil viel Geld ausgegeben wird im Gesundheitswesen. Und KI kann dabei helfen, effizienter zu arbeiten, kosteneffizienter. Also dass weniger Geld benötigt wird, ⁓ bestimmte Prozesse zu machen. Das sind so die Haupttreiber für KI im Gesundheitswesen, ich sagen. Dr. Lucien André Reuter: Das sicherlich gute Motivatoren, betrifft dann nicht nur das Gesundheitswesen, sondern auch das Unternehmertum. Wir haben eine, ich würde es nicht Wirtschaftskrise nennen, aber wir sind sicherlich in einer sehr angespannten Zeit, haben sehr viele auch junge Firmen oder ältere Firmen, aufgeben müssen. Auch da ist immer Digitalisierung, KI eine Möglichkeit, die helfen kann, aber nicht die einzige und auch nicht immer der goldene Weg. Wo ist denn deiner Meinung nach, du hast es vorhin schon mit Up- und Downsides gesehen, der wichtigste Unterschied, was die KI jetzt zu einer funktionierenden Anwendung macht und wo du sagst, naja, das ist alles noch sehr hype belastet. Siehst du da oder kannst du da eine Linie ziehen für dich? Tobias: Meinst du im Verhältnis zu einem normalen Softwareprodukt jetzt, etwas, einfach nur oder was genau, meinst du? Dr. Lucien André Reuter: Ja, vielleicht beides. Einmal im Vergleich zu einem normalen Softwareprodukt, wo du siehst, warum nehme ich jetzt lieber eine KI statt einen klassischen Workflow? Oder auch, sagst du denn, naja, wir sind in so einem Buzzword-KI-Thematik, aber wo sagst du, okay, im Gesundheitswesen, wir machen jetzt das, das, das konkret? Tobias: Hm. Dr. Lucien André Reuter: nicht im Hype, sondern wo wir wirklich Pilotprojekte testen, wo wir sagen, okay, das kann funktionieren, das funktioniert, das ist getestet, ist da schon irgendwas erkennbar oder sind das jetzt alles kleine Baustellen, wo experimentiert wird und keiner weiß eigentlich, ob es einen sinnigen Outcome geben wird? Tobias: Also den sinnigen Outcome, den gibt es auf jeden Fall. Im Gesundheitswesen wird ja immer ganz viel über Wissenschaft gemacht. Also wir erforschen immer alles, wir gucken uns Evidenz an, so nennen wir das dann, also wissenschaftliche Ergebnisse. Das heißt, wir können Aussagen treffen über wie gut funktioniert KI, an welcher Stelle und an welcher Stelle eben nicht. Und das ist ein bisschen anders, teilweise auch als in anderen Wirtschaftsbereichen, wo das gar nicht so der entscheidende Punkt ist oder wo eher so gekauft wird auf Erfahrungsbasis oder auf Erlebnisbasis. im Gesundheitswesen als konkretes Beispiel. Seit Jahren wird der Bereich der Radiologie erforscht, wie gut kann eine KI ein Bild, ein Muster erkennen in einem bildgebenden Verfahren, wie beispielsweise Röntgen oder MRIs oder ähnliche Verfahren, wo du halt ein Ergebnis hast, was du analysieren kannst, strukturiert. So wie das der Radiologe dann machen würde, macht das die KI. Und das Ergebnis ist, dass ein, gerade wenn man eine sehr gut trainierte KI mit einem nicht Top-Experten oder Experten vergleicht, sondern mit einem eher Anfänger, Anfängerin in dem Beruf, dass die KI natürlich viel besser darin ist, die Muster zu erkennen. Und dementsprechend, also es ist evidenzbasiert, kann man nachgucken, gibt es Portale wie PubMed, wo ganz viele Studien publiziert werden, wo also die KI nachgewiesenermaßen besser erkennt, ob jemand beispielsweise einen Tumor hat oder irgendeine Erkrankung, als dass jemand kann, der noch nicht so viel Erfahrung hat. Genial, Also, es ist so Bereich, wo das kein Hype ist, sondern wo das eine echte Versorgungsverbesserung bringt und auch schon im Einsatz ist. Und da brauchen wir KI, ⁓ Menschen eben gesünder zu erhalten oder besser zu versorgen. Es gibt noch ganz viele andere Bereiche, da ist das noch mehr experimentell, würde ich sagen. Aber das ist so der Klassiker, der schon so lange erforscht wird, was absolut sinnvoll ist, evidenzbasiert. Dr. Lucien André Reuter: Siehst du eine Gefahr darin, wenn jetzt zukünftig nur noch die KI die Röntgenbilder scannt und wir gar keine neuen jungen Leute nachbilden, die das auch können? Weil am Ende sagt ja die KI, hier guck mal, in dem Rahmen, könnte was sein, so 98 Prozent könnte das keine Ahnung, eine Kariesstelle sein, wenn wir jetzt von Zahnärztenröntgenbilder reden. Am Ende muss ja einer drüber gucken, der dann entscheidet, ja stimmt, das ist es. Wenn wir aber die Leute gar nicht mehr ausbilden und schulen... Tobias: Ja. Mmh. Ja. Dr. Lucien André Reuter: Könnte das ein Problem werden in deiner Sicht oder sagst du, naja, das wissen wir, deswegen bilden wir trotzdem noch weiter aus? Tobias: Ja, gute Frage. Das könnte auf jeden Fall ein Problem werden. Vor ein paar Wochen hätte ich nur einen Grund genannt, jetzt würde ich mindestens mal zwei Gründe nennen. Vor ein paar Wochen hätte ich gesagt, es ist vor allem deshalb ein Problem, weil wir brauchen ja immer den Human in the Loop. ⁓ Entscheidungen zu validieren, ein KI kann rechtlichermaßen keine Entscheidung treffen. Ist also eher ein Rechtsproblem, was ich benannt hätte. Im Sinne von, wenn ich jetzt einem Patient eine Diagnose übergebe, muss der irgendwer die Verantwortung übernehmen. Es braucht noch einen Mensch, der sagt, ich habe diese Diagnose gestellt auf Basis von dem KI-Bild. Und dann kann dieser Mensch rechtlich die Verantwortung für die Diagnose übernehmen, verklagt werden und so weiter. Das wäre mein Hauptgrund vor zwei oder drei Wochen gewesen. Jetzt würde ich sagen, wir brauchen den Mensch als Backup-System. weil es durchaus ein Szenario geben könnte, was mit meinem persönlichen Erlebnis vergleichbar ist, dass wir irgendwann eine KI haben, der wir so lange vertraut haben und es hat ganz lange funktioniert und dann passiert irgendwas. Wir haben keine ausgebildeten Radiologinnen und Radiologen mehr, die das wirklich selber machen könnten und können uns aber auch nicht mehr auf die KI verlassen. Die kriegt es aus irgendwelchen für uns nicht verständlichen Gründen nicht mehr hin und dann haben wir aber ein richtig großes Problem. Also wir brauchen also auch den Mensch mindestens mal noch als zweite Option, ⁓ solche Bilder zu beurteilen, ⁓ dann sicherzustellen, dass die Versorgung funktionieren kann, auch wenn was auch immer vorhergesehenes passieren sollte. Das ist für sehr, sehr wichtig. Dr. Lucien André Reuter: Dann würde ich noch einen dritten Punkt gerne ergänzen. Irgendjemand muss ja die KI trainieren und auch verbessern. Das heißt, wir jetzt aufhören, klar, wir müssen vielleicht nicht mehr, sagen wir, 10.000 Leute ausbilden. Aber wir brauchen immer noch 100 Leute oder 1.000 Leute, die es beherrschen, damit weitere KI's trainiert verbessert werden können. Weil die kann ja auch nur das machen, was ihr jemand erklärt. Und wenn jetzt keiner mehr diese Bilder interpretieren kann. Tobias: Gerne. Mhm. Korrekt. Dr. Lucien André Reuter: Wie soll sie denn noch lernen? Wir sind leider noch nicht so weit, Gott sei Dank, je nachdem wie man es sieht, dass sie sich alles selbst beibringen kann. Und deswegen wäre das für mich, glaube ich, noch ein ganz wichtiger dritter Punkt. Tobias: Mmh. Ja, das ist spannend. Also bin ich 100 Prozent dabei. Ich finde diese Entwicklung mit den Loops interessant. Von Prompting zu Loops, wo quasi, man einen Loop schreibt und sich die KI dann tatsächlich selber verbessern würde oder weiterentwickelt oder sich gegenseitig kontrolliert. Da sind wir aber noch nicht. Aber es ist ja nicht unrealistisch, dass wir irgendwann an einen Punkt kommen, wo sich die KI selbst trainiert, in dem sich verschiedene Systeme helfen. Ich bin da technisch nicht so tief drin, aber ich kann mir das vorstellen, dass das möglich ist. Dr. Lucien André Reuter: Vom Grundprinzip, was du gerade ansprichst, sind KI-Agenten, also ein Modell oder mehrere Modelle, die sich gegenseitig ihr Promz anpassen, ⁓ besser zu werden. Was wir noch nicht haben, oder bedingt nur haben, ist, die Modelle selbst, die LMMs oder das System wie ein JetGPT 5.6 oder sonst was sich selbst optimiert. Natürlich gibt es Dann wieder Entwickler, die das nutzen, ⁓ die Code-Bases anzupassen. Dadurch wird das Modell besser. Aber es ist noch nicht so, dass man sagen kann, okay, ich packe jetzt mit meiner KI alle drei zusammen, lasse die in Schleifen laufen, dann habe ich ein ultimatives KI-System am Ende, was bei rausploppt, weil die hat sich ja gegenseitig selbst die ganze Zeit verbessert. Das haben wir leider noch nicht. Aber wohlgemerkt, diese KI-Agenten, die auch Multi-Agenten-Systeme dann oft sind, die sich dann einfach von einer KI, von einem Agenten orchestrieren lassen und sich dann gegenseitig Challenge, von wegen ja, aber ich habe doch die und die Qualitätsstandard, bitte mach das nochmal da, mach das nochmal da. Also letztendlich versuchen wir ein Prinzip, was wir Menschen kennen, in der Ausbildung auf neue Agenten umzulegen. Und das scheint gar nicht mal so uninteressant zu sein, scheint auch gute Ergebnisse zu erzielen. Ob das am Ende das sein wird, bei dem wir bleiben oder ob das in einem halben Jahr schon wieder eine ganz andere Idee hintran ist, das wird sich zeigen. Tobias: Ja. Dr. Lucien André Reuter: Und da ist auch die liebe Yvonne. Hallo Yvonne! Einen wunderschönen guten Morgen! Ja, die liebe Yvonne hat noch bisschen technische Schwierigkeiten da unten in Spanien gehabt, deswegen kam sie jetzt ein paar Minuten später. Tobias: Denke ich auch. Yvonne: Einen wunderschönen guten Morgen! Tobias: Hallo! Guten Morgen! Yvonne: Alles Gute! Tobias: Alles gut. Dr. Lucien André Reuter: Wir waren gerade, wir hatten schon den Einstieg gemacht mit Tobias, sind schon mal bisschen reingegangen, was KI gerade für einen Hype auslöst, wo es gerade ist, sind natürlich wieder bei unserem Human in the Loop Prinzip gelandet und jetzt wäre meine nächste Frage an den Tobias. Warum eigentlich gerade das Gesundheitswesen bei dir? Also wie kommst du dazu, im Gesundheitswesen zu sein? Hast du deinen Doktor im Gesundheitswesen oder bist du ein Quereinsteiger? Erzähl doch mal kurz. Tobias: Ja, gerne. Also ich hab Gesundheitswissenschaften studiert. hab einen Bachelor, einen Master gemacht, hab auch promoviert in Gesundheitswissenschaften. Und als Gesundheitswissenschaftler ist man so eine Art Arzt für das Gesundheitssystem. Das ist eigentlich die einfachste Art, zu erklären. Der Arzt oder die Ärztin guckt sich den Patienten an und mein Patient ist sozusagen das System. Das heißt, ich guck mir die Prozesse an, die Strukturen, alles, wie das Gesundheitssystem aufgebaut ist. Und hab promoviert in ... auch im Bereich Digitalisierung in der Pflege tatsächlich. Wie kann Digitalisierung die Pflege besser machen? Und Pflege heißt jetzt hier auch Pflege im Krankenhaus, aber vor allem auch Pflege in Langzeitpflegeeinrichtungen. Also da, wo die älteren Herrschaften irgendwann hinkommen, wenn sie ein Pflegegrad haben. Und da ist die Digitalisierung oder KI, also das ist noch sehr, sehr weit weg in diesem Bereich. sind wirklich noch die Basics, die immer noch nicht funktionieren. Weil wir so viel noch zu optimieren haben, das ein Bereich, der mich immer begeistert hat. denke mir so, das kann doch nicht sein, wir sind hier 2026 und es gibt immer noch das Thema, dass da kein WLAN ist oder was auch immer. Als ich angefangen hab, vor acht Jahren oder neun damit, war es auch so und es ist immer noch so. Es ist mich völlig unverständlich, dass das so ist. Das fasziniert mich, aber da geht halt noch viel, das ist so der Hintergrund. Dr. Lucien André Reuter: Ich habe tatsächlich einen sehr nahestehenden Verwandten, eine Demenzerkrankung hat, also der auch in der Pflege mittlerweile untergebracht ist. Mittlerweile ist es auch schon seit einer längeren Zeit untergebracht. Und da denke ich mir auch teilweise, wie schlimm manche Prozesse sind, wie überlastet das System ist. Die Mitarbeiter geben sicherlich ihr Bestes, aber gerade bei der Hitze der letzten Wochen, bis du vorbeigelaufen hast, gesehen, das ist nicht mehr gut, das ist überlastet definitiv. Und dann dachte ich mir, naja, KI könnte doch helfen, weil es sind gerade bei Demenzerkrankungen immer wieder die gleichen Problematiken, aufploppen. Immer wieder die gleichen Fragen, immer wieder die gleichen Probleme. Und kann da, wenn ich da unsere letzte Folge mit dem Stefan Klink denke, der KI-Bürgermeister, könnte da nicht ein KI-Betreuer auch unterstützend leisten. Nicht, dass man die alten Menschen auf einmal nur von einem Bildschirm packt und dann ignoriert. Das wäre sicherlich das Worst-Case-Szenario. Aber... Ihr habt doch so einen Ansprechpartner, irgendwie motiviert, der ein bisschen ihr Gesellschaft leistet, der vielleicht auch ein bisschen die Angehörigen entlastet. Also ich werde teilweise 20 mal am Tag wegen der gleichen Frage angerufen. Ich will nicht sagen, dass es mich nervt, weil das wäre falsch. Dafür mag ich die oder liebe ich die Person zu sehr. Aber es nimmt ja trotzdem mich jedes Mal wieder aus meinem Geschäft raus. Jedes Mal muss ich wieder unterbrechen, wichtige Telophanantonate abbrechen, weil ich denke, könnte was wichtiges sein, wenn die Person anruft. Dementsprechend glaube ich, ist das ein sicherlich guter Bereich, ⁓ noch viel zu verbessern in der Zukunft. Tobias: Ja. Dr. Lucien André Reuter: Und das ist eigentlich auch ein perfekter Übergang zu meiner nächsten Frage oder zu unserer nächsten Frage. Ja. Tobias: Absolut. Bevor du weitermachst, sowas gibt's? Es ist nicht so, dass es das nicht geben würde. Solche Assistenten, in der Pflege helfen, sowohl im ambulanten Bereich als auch in der stationären Pflege. KI-Systeme, quasi wie ein Voice-Agent, mit dem du sprichst, mit dem du kommunizierst, der auch dich als Angehöriger mit der Person verbindet, wo man miteinander über so ein Dreieck kommunizieren kann. Es gibt alles, aber es wird zu wenig genutzt. Es gibt sogar ein Hilfsmittel, ein offiziell gelistetes Hilfsmittel, was man sich von Vivaicare was durch die Pflegekasse bezahlt wird. Dr. Lucien André Reuter: Ja. Tobias: wenn es genehmigt wurde, was genau diese Funktion hat, die du beschrieben hast. Es gibt noch ganz andere Systeme, die auch da unterstützen, gerade zwischen Angehörigen und zu pflegender Person. Dr. Lucien André Reuter: mir auf jeden Fall gerade mal aufgeschrieben, das muss ich mir mal angucken, was das genau ist. Genau und um dann die Brücke zu schlagen, wollen ja über Use-Cases sprechen, wir haben vorhin schon bisschen über Radiologie-Bildanalyse gesprochen. Wo oder in welchen anderen Bereichen wird denn KI bereits eingesetzt, so wie jetzt in der Pflege als Beispiel? Was fällt dir denn noch so ein? Also was für Punkte kannst du uns noch nennen, vielleicht auch jeweils mit einem konkreten Beispiel? Tobias: schaue dir das mal an. Dr. Lucien André Reuter: Nächstes Mal machen wir eine lange Liste. Tobias: Ja, also ich würde jetzt mit den Beispielen aus meinem Podcast anfangen, die ich besonders interessant finde. Also, fangen wir mal an im Bereich Krankenhaus. Im Bereich Krankenhaus gibt es ja die medizinischen Prozesse und gibt Sekundärprozesse, die medizinischen. Das wäre das mit der Radiologie, dass man sagt, okay, ich schau mir medizinische Bildgebungsverfahren an und optimiere sie mit KI. Aber es gibt ... Dr. Lucien André Reuter: Sehr gerne. Tobias: Es ganz viele Dinge, die im Krankenhaus passieren, die gar nicht so sehr was mit der Arzt-Patienten-Kommunikation zu tun haben, sondern im Hintergrund passieren. Logistikprozesse. Wie kommt das Blut von A nach B, was abgenommen wurde? Wie kommt das Medikament irgendwohin? Oder auch, wie transportiere ich Patientinnen und Patienten von A nach B? Das muss organisiert sein. gibt es ganz viele ... Materialien, die gesäubert werden müssen. Das ist quasi wie so ein Orchester, was funktionieren muss. Und wenn eine Stimme nicht funktioniert, dann klingt das ganz komisch. Das hat früher immer ein Mensch orchestriert, diese Logistikprozesse. Und heutzutage funktioniert das sehr, gut mit verschiedenen Tools schon, dass das eine KI macht. Weil es super standardisierbar ist. effizient zu gestalten, wenn die KI das macht. Da muss ein Mensch gar nicht mehr wirklich richtig eingreifen, sondern eher nur so wie in so einem Pilotencockpit gucken, dass die Anzeigen richtig funktionieren und alles so richtig in die richtige Richtung geht. Das wäre so ein Use-Case, der heutzutage schon sehr, gut funktioniert im Krankenhaus, der nicht medizinisch ist. Dr. Lucien André Reuter: würde ich mal ganz kurz reingrätschen. sagen, also Yvonne und ich, aber auch viele andere, die sich mit der Thematik beschäftigen, dass man, bevor man KI führt, die Hausaufgaben machen muss. Und die Hausaufgaben bedeutet oftmals, dass du Prozesse sichtbar haben musst. Ich sag immer, wenn du Robotic Prozesse Automation benutzt, also RPA, musst du ganz stark definiert haben, was sind deine Prozesse A, B, C, D, E. Wenn das passiert, passiert das. Also jetzt zum Beispiel, wenn Blut von Patient A kommt, dann muss das zur Station B über C und muss gekühlt sein. Das ist ganz klar und deswegen ist es da auch in meinen Augen sehr einfach KI einzuführen, was aber in Unternehmen ganz häufig gar nicht der Fall ist. Hast du da vielleicht einen Blick dazu oder kannst du aus dem Bauchgefühl sagen, naja... So ein Krankenhaus als Beispiel ist ja schon sehr reglementiert, sehr gut überwacht vielleicht. Dass man sagen muss, die müssen diese Prozesse haben, schriftlich irgendwo. Oder würdest du sagen, das ist gar nicht so weit weg von der klassischen Firma, weil theoretisch müssten sie die Prozesse haben, haben sie aber oftmals gar nicht. Tobias: Hat jemand von euch schon mal im Krankenhaus gearbeitet? Dr. Lucien André Reuter: Nee, ich bin nur als Gast dort gewesen. Yvonne: Ich kenne Arztpraxen von Ihnen. Also Krankenhaus nein, ich glaube nicht. Tobias: Also ein Krankenhaus ist einer der chaotischsten Orte, die es gibt auf der Welt. Leider. Es gibt natürlich große Unterschiede zwischen Häusern, zwischen Trägerschaften und so weiter. Aber unterm Strich ist es so, dass der Organisationsprozess oder der Versorgungsprozess in einem Krankenhaus wirklich etwas ist, was man nur mit dem Begriff chaotisch beschreiben kann. Und das hat auch ein paar Komponenten, nachvollziehbar sind. Weil Notfälle kann man zum Beispiel nicht planen. Wenn ein Notfall kommt, dann muss sowieso alles stehen und liegen gelassen werden, dann muss das umorganisiert werden. Und es gibt bestimmte Komponenten, lassen sich eben besser mit SOPs strukturieren und andere nicht. Was sich sehr gut strukturieren lässt, wirklich diese ganze Logistikarbeit. Sei es auch nur so was wie Abfallmanagement oder Wäsche. Du hast eine bestimmte Menge an Wäsche, fällt da an, oder Abfall, und da steht die Tonne, und die muss zu dem Zeitpunkt abgeholt werden und wieder sauber zurückgebracht werden und so weiter. Also das ist schon etwas, was sehr strukturiert funktionieren kann. Wenn das auch noch chaotisch wäre, dann würde ein Krankenhaus, glaube ich, gar nicht funktionieren. Aber es gibt eben einfach Prozesse oder ... Eine Sache, in Krankenhäusern absurd ist, ist, dass auch Zwischenabteilungen die Prozesse oft so unterschiedlich sind. Weil du wie so eine eigene ... Du hast so eine Organisationseinheit, ob das jetzt die Chirurgie ist, die Innere, die Anästhesie, die müssen irgendwie zusammenarbeiten. Aber jede Einheit hat irgendwie ihre eigenen Regeln, eigenen Prozesse. Die sind oft gar nicht richtig aufeinander abgestimmt. Und das macht das Arbeiten natürlich total anstrengend. Und es hat auch was damit zu tun, weil Machtgefüge vorhanden sind und Befindlichkeiten. Weil du hast Chefarzt A und Chefärztin B und C. Und jeder hat ... die Hoheit über seine eigene Organisationseinheit und will bestimmen, wie das funktioniert. Es gibt aber keinen übergreifenden Prozess oder nicht gut organisierte übergreifende Prozesse. Das macht den Einsatz von KI natürlich auch schwierig. Zum Teil. Man kann da trotzdem viel optimieren. Aber ⁓ das mal zu verstehen, wie so ein Krankenhaus jetzt funktioniert, muss man sich so einen Chaoshaufen vorstellen. Auch wenn man das nicht hören will als Patient. Aber es ist ein gefährlicher Ortenkrankenhaus. Das ist leider so. Da kann man froh, wenn man wieder raus ist, überlebt hat. Ist bisschen überdramatisiert jetzt. Ist wirklich klar. Aber es ist schon ... Es ist nicht so, wie es sein sollte. Und es ist natürlich nicht in jedem Krankenhaus extrem so, wie ich das jetzt gerade sage. Aber es gibt große Unterschiede und gibt extrem schlecht organisierte Krankenhäuser. Dr. Lucien André Reuter: Was ich im Thema Krankenhaus gelernt habe, ist, dass es eigentlich ein gutes Zeichen ist, wenn du in der Notaufnahme am Warten bist. Das heißt im Grundsatz eigentlich, dass es gar nicht so schlimm sein kann und zumindest nicht so schlimm eingeschätzt worden ist. Da habe ich mich am Anfang darüber aufgeregt, dass ich so lange warten musste und dann dachte ich mir so, naja, je mehr man da sitzt und sieht, wer sonst noch da sitzt und Probleme hat, da war es dann doch eigentlich ganz angenehm, dann doch lieber etwas warten zu müssen. Tobias: Ja das ist... Hm. Das nennt sich Triageierung. Man wird eingeordnet in eine Gruppe, meistens mit Farben, wie schlimm ist das, was man hat. Wenn man lang wartet, man in der Gruppe ein einfacher Case oder ein nicht so schlimmer Case. Aber natürlich kann es auch mal schneller oder langsamer gehen, einfach sehr voll. Dr. Lucien André Reuter: Hast du weitere Beispiele aus deinem Podcast? Tobias: Wir haben ja jetzt Krankenhaus. Das Gesundheitswesen ist ja groß. Man kann über alles reden. Ich beschäftige mich sehr viel mit Online-Apotheken. Online-Apotheken sind auch ein spannendes Feld für Apotheken generell. hatte neulich eine Folge, kommt nächste Woche. Diese Woche kommt sie online. Im Bereich Pflege und Online-Apotheken. Sprich, in der Pflege gibt es sehr viele Dokumente, die anfallen. Medikationspläne, sonstige Dokumente, die von Pflegediensten ausgefüllt werden. Und am Ende muss ja trotzdem ein Pflegebedürftiger, wenn er zu Hause ist, seine Medikamente bekommen. Das heißt, es braucht eine Zusammenarbeit zwischen Pflegediensten oder Pflegeheimen und den Apotheken, den Ornene Apotheken. Diese Prozesse sind häufig in der Vergangenheit über Fax abgebildet worden, über Papierwirtschaft. Und jetzt ist es so, dass Online Apotheken kriegen immer noch Faxe oder immer noch irgendwie E-Mails oder ausgedruckte Zettel, aber hingegangen sind diese mit KI auszuwerten. Also die gehen hin und haben ein Bildtool, was dieses Dokument analysiert, alle wichtigen Informationen rauszieht, in ein System überträgt und für einen Patienten eine Patientenakte sozusagen anlegt und das ganze strukturiert und dann in einem digitalen Prozess abbildet. Aber es ist sozusagen der Workaround zu den ganz vielen Analogen im Gesundheitswesen, dass also eine Online-Apotheke mit KI im Moment versucht, diesen ganzen Wirrwarr zu strukturieren, ⁓ dabei mitzuhelfen. Das ist eine Art und Weise, wie das im Bereich Online-Apotheken funktioniert zum Beispiel. Noch mehr Beispiele? Immer? Okay. Yvonne: W? Dr. Lucien André Reuter: Immer! Schieß los, wir wollen noch ein paar Beispiele haben, wenn du hast. Tobias: Ähm ... ja. Also, KI im Marketing finde ich spannend. KI im Bereich ... also, wie erstelle ich ... wie erstelle ich Marketingmaterialien? Das kann jetzt natürlich jede Institution im Gesundheitswesen sein. Ob es eine Klinik ist, eine Apotheke, was auch immer. Da kannst du ganz viele Tools nutzen. Das trifft auch für jedes Unternehmen zu, dass sich da ganz viel verändert hat heutzutage. Viele Kliniken oder Einrichtungen nutzen KI-Tools, um Personalmarketing zu machen. Also dass sie sagen, ich bereite meine Bilder damit auf, ich kann ein professionelles Layout machen und lasse mich da unterstützen oder mach coole Videos mit den entsprechenden Tools. Also das gibt es noch. Was fällt mir jetzt noch ein? Coole Cases im Bereich, was hatten wir jetzt alles schon? Krankenhaus, Apotheke, Pflege, Arztpraxis fehlt vielleicht noch. Und Psychotherapeuten sind auch interessant. Wobei, ist ein Case, ist gleich. Dr. Lucien André Reuter: Ja. Yvonne: Mhm. Tobias: Egal ob ich jetzt in der Notaufnahme, in der Arztpraxis oder beim Psychotherapeuten sitze, es wird miteinander gesprochen. Ich werde immer gefragt, wie ist dein Case, was ist dir wichtig, worum geht es hier gerade und ich gebe mündlich Informationen an meinen Arzt, an meine Ärztin und dann gibt es Tools im ersten Schritt, die erstmal das Ganze aufnehmen mit einem kleinen Gerät, mit einem Handy, mit einem Speaker, wie auch immer. Aber das Aufnehmen ist ja nicht das, was mit KI funktioniert, sondern das Verarbeiten. Und dann gibt es Tools, die beispielsweise Arztbriefe mit KI erstellen oder die Zusammenfassung eines psychotherapeutischen Gesprächs mit KI aufbereiten, Diagnosen vorbereiten. Also sozusagen dem Arzt, der Ärztin, dem Psychotherapeut, das, was er eigentlich mit einem Stift und einem Papier oder vielleicht früher mit einem Laptop gemacht hat, abnehmen, vorstrukturieren und natürlich ganz viel Zeit ersparen es dadurch passiert. Man muss sich dann am Ende des Tages nur noch seine Dokumente angucken, die so wie wenn man in einem Teams-Meeting ist, das kennt ja auch jetzt jeder oder Zoom oder auch immer, das ist also dein Transkript. Aber das Transkript ist ja nicht das Entscheidende, sondern cooler als wenn du das geklastert bekommst, Auswertungen bekommst, wenn du wirklich ein Ergebnis bekommst. Und das gibt es auch schon im medizinischen Bereich. Und da gibt es unterschiedliche Anbieter, wie gesagt für Krankenhaus, für Niedergelassene, für Psychotherapeuten und so weiter. Yvonne: Mhm. Tobias: Das finde ich auch ein sehr cooler Case. Hilft bei den Problemen dort. Yvonne: Hast du denn, hast du vielleicht auch irgendwie so einen richtig, richtig geilen Fehl? Irgendwas, wo man KI eingesetzt hat und dann festgestellt hat so, wow, okay, wir haben A, unseren Job vorher nicht gemacht, also sprich, das, was wir ja immer wieder sagen, so die Prozesse angeschaut. Und aufgrund dessen ist das Ding irgendwie, keine Ahnung, nach hinten losgegangen oder falsche Auswertungen oder... Tobias: Ein Fail? Ein KI-Fail? Mmh. Yvonne: Also gerade im Gesundheitswesen ist das ja natürlich echt unter Umständen vielleicht ein bisschen fatal. Tobias: Du willst jetzt hier diese Hammer-Story hören. Die werden ja meistens nicht veröffentlicht, sagen wir's mal so. Aber ich hab einen Fail, der ist auf einer bisschen anderen Ebene. Und zwar als diese ganzen Tools, Chats, GPT und so weiter, rauskamen, hatten die ganzen Einrichtungen im Gesundheitswesen deren größte Herausforderung war es, dass sie die nicht ... Das ist keine Standard ... Yvonne: Okay. Tobias: definierte Vorgehensweise gab, um die zu benutzen. Und sie sie deshalb überhaupt nicht benutzen durften. Und bis heute ist das so, dass es ... Ich mein, es ist auch nachvollziehbar, warum das so ist. Es gibt datenschutzrechtliche Vorbehalte, gibt organisationsrechtliche Vorbehalte. Man darf einfach nicht Patienten-Daten einfach mal so in so Chat-GPT hauen. Eigentlich nicht, dass es nicht passieren würde. Realistischerweise ist es einfach so, dass auch mal so was rein ... Yvonne: Mhm. Genau. Tobias: gegeben wird. Meistens natürlich so, dass man das nicht erkennen kann. Ich traue das den Kolleginnen und Kollegen zu, dass sie jetzt nicht groberechtliche Verstöße begehen. Aber meine Frage zu irgendeiner Erkrankung zu stellen, ist einfach Alltag mittlerweile. Solche Tools zu nutzen, das gehört einfach mittlerweile dazu. Aber jedenfalls so richtig strukturiert, standardisiert KI nutzen, viele Einrichtungen im Gesundheitswesen jahrelang, mehrere Jahre hat das gedauert, bis Yvonne: Mhm. Tobias: Dass man jetzt langsam anfängt, irgendwelche Arbeitsanweisungen dazu da sind, dass irgendwelche Standardvorgehensweisen da sind. dauert immer allzu ewig. Das ist größte Fail im Gesundheitswesen, dass es so lange dauert, bis man das mal nutzen kann. Yvonne: Aber ich kann dir sagen, ich weiß aus eigener Erfahrung, es gibt Unternehmen im ganz normalen wirtschaftlichen Bereich, die dieselbe Problem haben. Und gerade in größeren Unternehmen, HR-Abteilungen, was ja ähnlich ist wie im Gesundheitsbereich, kann ich dir wirklich sagen, habe ich selber live mitbekommen, es ist unfassbar schwierig, da Standards zu setzen, ein Regelwerk aufzusetzen, vor allen Dingen, weil die Leute, die aktiv damit arbeiten und die bisschen Affinität auch haben, natürlich so was nutzen, ⁓ sich selber die Arbeit zu erleichtern und bis es dann in den Vorstandsebenen angekommen ist, dass man da vielleicht einheitlich mal was schaffen sollte, ⁓ bestimmte Dinge zu regulieren, haben sie teilweise sogar eigene Tools gebaut, ⁓ im Unternehmen einen eigenen JET-GBT, also ich nenne es jetzt JET-GBT, ist es ja natürlich nicht, aber ein eigenes JET-Tool zu nutzen, ⁓ eben diesen Gefahren aus dem Weg zu gehen, was ja eigentlich auch schon wieder absoluter Irrsinn ist. Tobias: Aber fast schon wie so ein Klassiker. Also es ist typisch auch irgendwie auch bisschen deutsch. Es ist ja nicht nur Gesundheitswesen oder Unternehmen. Es ist schon so eine deutsche Vorsicht oder so eine deutsche Vorgehensweise, die du da beschreibst. Oder war das auch in Spanien? Ich meine, du bist ja hier in Spanien. Yvonne: Ja. Nee, tatsächlich gar nicht. Also die Spanier sind unfassbar locker was Datenschutz angeht, wo ich dann manchmal denke so, wow, okay, da kommt mein allemann durch. Du rufst beim Steuerberater an und er so, ja komm, hier ist meine WhatsApp-Nummer. Also läuft alles über WhatsApp, das interessiert gar niemand. Oder auch anwaltliche Sachen. Gerade so, wenn ich was mit dem Unternehmen habe, es läuft alles über WhatsApp hier. Also es ist unfassbar. Und zwei Handys? Nein, auf gar keinen Fall. Also da ist auch die private Tante drin. Dr. Lucien André Reuter: hat den großen Yvonne: Also die sind da wirklich ⁓ einiges entspannter. Weiß ich nicht warum, keine Ahnung, habe ich noch nicht rausgefunden, aber die sind ja grundsätzlich in vielen Dingen entspannter. Dr. Lucien André Reuter: Hat den Kurs. hat den großen Vorteil für uns Tobias. Alles was der Yvonne jetzt gerade über WhatsApp klärt, können wir irgendwann über die Meta-KI dann abrufen. Das spart uns Trainingsgelder. Yvonne: Ich finde es halt so spannend, weil es zum einen natürlich zwei Länder sind. Tobias: Ja, ist doch super. Sehr gut. Aber so interessant diese Unterschiede zwischen denen. Yvonne: mit unterschiedlichen Kulturen, aber trotzdem an der EU ja angebunden ist, was Datenschutzkonformität angeht. Und die Deutschen stehen sich manchmal selber so dermaßen im Weg vor lauter Regelwerk und hast du nicht gesehen, und in anderen Ländern, natürlich haben die da aber solange, wo kein Kläger da, kein Richter. Und bei uns ist es eher immer so, wir klagen schon bevor gerichtet wird. Tobias: Ja. Dr. Lucien André Reuter: Das ist leider, leider sehr wahr. Tobias, du hast uns jetzt einige Use Cases genannt. Jetzt habe ich noch eine ganz direkte Frage an dich. Hast du einen Lieblings Use Case, wo du sagst, der ist eigentlich der genialste überhaupt, aber der wird warum auch immer noch nicht wirklich genutzt oder nicht so stark genutzt, wie du es gerne hättest? Also gibt es so irgendwas, wo du sagen würdest, boah, warum, warum wird das nicht gemacht? Tobias: Das ist eine richtig gute Frage. Ich glaube, ich habe ganz viele Lieblings-Use-Cases, die nicht gemacht werden. Wobei, das ist auch immer ... Ich glaube, jede Einrichtung mit Gesundheitswesen bräuchte ein eigenes GPT. Ein eigenes, wo alle Daten drin gespeichert sind, wo du auf alles zugreifen kannst, mit KI und Auswertung fahren kannst, übergreifend. Also, ein System. Im Moment ist das ja eher so, dass einzelne Systeme ... Ist sehr laut, genau. Also, im Moment ist es ja so, dass einzelne Systeme verschiedene Use Cases abbilden. Aber der eigentliche No-Branner wäre, dass du ein übergreifendes System hast, wo alle Use Cases drin sind, wo du mit einer Oberfläche auf alles zugreifen kannst. Das ist natürlich irgendwo erst der zweite Schritt, aber das wäre für mich das, was wir eigentlich bräuchten. Und da wird auch dran gearbeitet, aber das gibt es meines Wissens nach so noch nicht, weil wir uns ja schon schwierig tun mit diesen einzelnen Use Cases. Aber das wäre so das nächste große Ding. Ein Einrichtungs-GPT oder sogar vielleicht ein, noch besser wäre ein Gesundheitswesen-GPT, wo du einrichtungsübergreifend auf Daten zugreifen kannst und Auswertungen fahren kannst. Und das wäre eigentlich für die Versorgung das Geilste. Dr. Lucien André Reuter: hätte auch den großen Vorteil der Kosten. Wenn du nur ein großes entwickeln musst, hast du andere Kosten. Also wenn jedes einzelne Krankenhaus, jeder Arzt, jeder sonstwirst, sein eigenes entwickeln müsst. Du hättest das Thema der Sicherheit zentralisiert, was auch Vorteile haben kann. Wer, glaube ich, gar nicht so verkehrt. Es gibt auch die ersten Überlegungen, jetzt nicht für Krankenhäuser oder für das Gesundheitswesen, aber für Unternehmensumme, so Datenbanken anzulegen, wo besondere Use Cases zusammengefasst werden, zentralisiert werden oder auch Markplaces für KI-Tools, dass du deinen eigenen Agenten irgendwo hochladen kannst. Das bietet der JetJPT schon seit Jahren an. Mittlerweile sind wir im Skills-Bereich, wo du Skills definieren kannst, hochladen kannst. Ist aber noch nicht wirklich angekommen, weil es dann doch irgendwo immer wieder zu allgemein gefasst wird und aber dann beim Endkunden ja spezialisiert angewendet werden muss. Kann aber und glaube wird irgendwas in der Art kommen oder die Systeme sind irgendwann so stark, dass sie es einfach drin haben, dass sie sich selbst beibringen werden, wenn irgendjemand was Geiles gemacht hat, die sagt, das ist cool, das machen wir jetzt auch, das übernehmen wir einfach. Mal abwarten. Tobias: Ja, also im Gesundheitswesen hast du ja immer die Herausforderung, wem gehört das dann am Ende, wem gehören die Daten, wer verantwortet das, kann das der Staat machen, der Staat ist aber viel zu langsam, er kommt immer nicht in die Pötte und dann funktioniert das auch immer alles nicht, wenn der Staat irgendwas macht. Also es ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir irgendwann mal wirklich sowas haben. In den nächsten zehn Jahren halte ich für extrem gering, auch wenn es extrem sinnvoll wäre. Wir ja noch nicht mal die funktionierende EPA so richtig. ⁓ Dr. Lucien André Reuter: Ja, da bin ich. Yvonne: Hahahaha Dr. Lucien André Reuter: Ich habe vor einer Weile bei meiner Krankenversicherung die neue App runtergeladen, weil die haben jetzt eine neue App, was sowieso schon mal nervig ist, dass sie nicht einfach irgendwie den alten Account übertragen können, ich alles nochmal vorne einrichten muss scheinbar. Dann habe ich vor, ich glaube zwei Wochen, das angeklickt und beantragt, dass ich einen Brief bekomme. Seit zwei Wochen habe ich den Brief nicht. Heißt technisch gesehen kann ich zwar noch in der alten App die Sachen hochladen, die mir dann aber in der neuen App wieder fehlen. Also das ist auch schon wieder mehr nervig, als es hilfreich ist irgendwie. Tobias: Zwei. Der Standardprozess, der wurde so definiert, damit du dann darunter leidest. ja, das kennen wir gar nicht anders. jeder leidet unter diesen komischen, das ist ja, also warum ist das so? Das hat auch wieder Datenschutzgründe, sonst könnte man das ja einfach übertragen, oder das wäre einfach. Aber letztendlich der Datenschutz sorgt dafür, dass es komplizierter ist. Gleichzeitig, wenn es ⁓ Gesundheitsdaten geht, macht Datenschutz durchaus auch sehr viel Sinn. Dr. Lucien André Reuter: Das Gefühl hat man manchmal, ja. Ja. Tobias: Also die zu schützen, ist total wichtig. Ich will das auch nicht kleinreden. Es macht Sinn, gerade wenn es ⁓ Diagnosen geht oder ⁓ bestimmte Daten, die vielleicht nicht jeder bei Meta-AR abrufen könnte. Das wollen wir doch auch alle nicht und das ist auch richtig so. Aber trotzdem muss man irgendwie die Balance finden zwischen Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz. Und das gelingt uns nicht. Wir sind im Extremen im Datenschutz immer noch gefangen. Dr. Lucien André Reuter: Es bringt letztendlich, wie du schon sagt, wenn du ein System hast, das vielleicht das super geschützte System schlechthin ist, aber es nutzt nachher keiner, weil es einfach so komplex oder so schwierig gemacht wird, zu nutzen, dass halt dann wieder trotzdem auf Papier oder per Fax Workarounds entstehen. Da sind wir wieder in der klassischen Shutton-IT-Thematik drinne. Tobias: Ja. Yvonne: Ich weiß jetzt zum Beispiel auch aus eigener Erfahrung als Coach, dass viele Menschen ihre persönliche Krankheitsgeschichte ja mittlerweile sich mit JGBT selber aufarbeiten und dann mit fertigen, also es war ja früher schon schlimm durch Google, dass sie mit fertigen Diagnosen gekommen sind. Ich weiß es auch aus meinen Schwägerinnen und Schwägern, sind alle irgendwie Ärzte in unterschiedlichsten Bereichen, wo Patienten tatsächlich wirklich mit fertigen Diagnosen kommen, was jetzt durch JGBT noch mal verstärkt worden ist, weil jetzt ganze Behandlungspläne mit angehängt werden oder Behandlungsvorschläge. wo ich mir dann denke, auf der einen Seite haben wir so eine unfassbare Datenschutzverordnung, gerade mit Gesundheitsdaten, was so alle Prozesse im Hintergrund für das Genesen eigentlich total erschweren. Und auf der anderen Seite ist es aber natürlich klar, es ist dir freigestellt, was du mit deinen eigenen Dingen machst. Aber auf der anderen Seite bin ich trotzdem als Patient so erbicht darauf, dass meine Daten nirgends woanders hinkommen, wenn Ärzte oder Krankenhäuser das haben. Aber ich gebe sie freiwillig in JGPT ein und hole mir meinen Behandlungsplan raus. immer was, wo ich dann meinen Oelten oder meinen Coaches dann sage, hey, das wird gespeichert, das ist hinten dran. Ja, aber der weiß ja nicht, dass ich das bin. Dann denke ich mir immer so, ich weiß nicht, du sagst vielleicht keinen Namen dazu, schon, es ist wirklich spannend, ja, also diese, diese, dieses, ich weiß gar nicht, wie man das nennt, diese Diskrepanz dazwischen, ja, in der Denkweise. Ich finde das unfassbar erschreckend teilweise auch, ja. Dr. Lucien André Reuter: Das ist das gleiche. Tobias: Das ist Dr. Lucien André Reuter: gleiche Prinzip passt ja auch schon seit Jahren im Social Media Bereich. Wir machen uns Sorgen darüber, ob irgendjemand irgendwas weiß oder wissen könnte über Datenschutz, ob der Upload auf OneFive sicher ist oder nicht sicher ist, weil theoretisch Amerikaner drauf zugreifen können. Auf der anderen Seite laden wir alles ins Internet hoch, was dir vorstellen kann, wann wir wo waren, besoffen wir waren, wer durch die Gegend gefallen ist, wann unser nächster Urlaub ist, wo der ist, wie lange das Haus ungeschützt ist, das was bei mir in Red Flag ist mittlerweile. Tobias: Hm. Yvonne: Hahaha Ja. Dr. Lucien André Reuter: ist, wenn ich im ganzen Freundeskreis andauernd Bilder und Videos von den Kindern halbnackt nackt im Pool sehe, von Altersgrenze, keine Ahnung, ein Jahr bis keine Ahnung, 14 Jahre oder so. Das hat im Internet nichts zu suchen, weil wir wissen ja, was Diebfakes auslösen können und wir wissen, wie Kinder untereinander sind und was Mobbing ist und was Cybermobbing und sonstiges ist. Das ist also ganz, ganz, ganz krass. Yvonne: Mhm. Ja, spannend. Tobias: Ja, bin ich bei euch. Natürlich auch ganz viel mit Wahrnehmung zu tun. Jetzt gerade auch was Yvonne gesagt hatte, gefühlt ist es ja meine Cloud oder ich benutze hier diese Uhr und es ist auf meinem Handy. Was da sonst noch im Hintergrund passiert ist, können wir gar nicht wahrnehmen oder wir wissen es auch einfach nicht. Yvonne: Mhm. Tobias: Und deswegen gehen wir vom Guten aus, und es hat auch viel mit Marketing zu tun, nehme ich mal an, dass wir verführt werden, das zu tun. Und der Staat macht nicht so gutes Marketing für sich selber. Und in Deutschland, der Staat ist, ist sowieso ein schwieriges Thema. Naja. Yvonne: Mhm. Das eine Sonderfolge. Dr. Lucien André Reuter: Das sind drei Sonderfolgen mindestens. Lass uns doch gerne mal zum nächsten Themenblock übergehen. Du hattest im Vorgespräch ja noch gesagt, dass ein zweites Thema dir super, super wichtig ist, nämlich Sichtbarkeit, Personenmarke und Unterscheidbarkeit. Und auf dem ersten Thema, ersten Blick klingt das wie ein ganz anderes Thema. Aber warum passt das trotzdem so verdammt gut in diese Folge hier rein? Yvonne: Vielen Tobias: Ja, danke, dass du das ansprichst. Ich versuche immer auch, Kunden, meine Gründer aufzuklären bei dem Thema. Ich habe ja als Kunden vor allem Unternehmer im Gesundheitswesen, Gründerinnen und Gründer, dass sie sich in einer Phase befinden, wo das ganz gefährlich ist, sich nur darauf zu verlassen, dass das eigene Produkt, die eigene Software funktioniert und man Unternehmensmarketing macht. dafür wirbt, dass das eigene Unternehmen so gut ist. Weil ... Durch KI ist jede Software, die meisten Software, kopierbar, nachbaubar. Eine Software ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Marketing kann jeder auf einem sehr hohen Niveau machen. Du kannst sehr wunderbare Bilder erzeugen, sind Videos, alles ist professionell möglich. sieht auch alles mittlerweile gleich aus, gefühlt, oder bei LinkedIn, wo auch immer. Jeder macht irgendwie ähnliche Sachen. Aber das ist falsch, das ist dumm. Es ist einfach nicht klug, das so zu machen, sondern du musst in Zukunft dir überlegen, wie kann ich mich überhaupt noch von anderen Unternehmen unterscheiden. Das ist im Gesundheitswesen genauso wie auch in anderen Branchen. Und meine Empfehlung, oder vielleicht was auch dann doch wieder besonders ist im Gesundheitswesen, im B2B-Bereich, ist, ist halt ein Vertrauensmarkt. Der Gesundheitsmarkt ist eine Vertrauenswirtschaft, wo nur über Beziehungen im positiven Sinne, aber vielleicht manchmal auch im merkwürdigen Sinne, Geschäfte gemacht werden. Aber alles funktioniert über Beziehung. Alles funktioniert über Vertrauen. Und wie kann man in einem solchen Markt Vertrauen aufbauen, indem man eine vertrauenswürdige Person ist. Ein vertrauenswürdiger Gründer, Gründerin. Und das muss man nicht nur sein, sondern muss es eben auch zeigen. Man muss darauf aufmerksam machen, auf eine kluge Art und Weise, dass man das ist. Und das macht man über eine Personenmarke. Personenmarken gibt es schon seit Tausenden von Jahren. Eine der ersten Personenmarken, ohne das jetzt in irgendeiner Weise wertzumeinen. Das habe ich auch noch nicht gesagt. weiß nicht, wie ich darauf kommen soll. Zum Beispiel Jesus. Das ist eine Personenmarke. Aber natürlich auch eine Art andere religiöse Hintergründe. Aber es ist jemand, der geschafft hat, dass sein Thema mit seinem Namen verbunden ist. Wir nehmen das Beispiel jetzt mal und schieben es wieder weg, weil es passt, glaube ich, doch nicht so gut. Aber das Prinzip ist klar. Also du musst irgendwie hinkriegen, dass du für ein Thema ... Yvonne: Hahaha! Tobias: mit deinem Gesicht, deinem Namen assoziiert wirst und dass dir eine Vertrauenswürdigkeit zugeordnet wird als Unternehmer, ⁓ in der Zukunft bestehen zu können in dieser KI-Zeit, weil du dich eben nicht mehr nur durch dein Produkt und dein Marketing absetzen kannst. Dadurch, dass so viel über Vertrauen geht, musst du da auch rein investieren und klug agieren, ⁓ deine Personenmarke aufzubauen. Dabei begleite ich, unterstütze ich diese Gründerinnen und Gründer. Nachvollziehbar? Yvonne: Mhm. Dr. Lucien André Reuter: Absolut nachvollziehbar ist auch ein wirklich wichtiger Punkt, den auch wir in klassischen Unternehmen aus nicht medizinischen Branchen sehen, ist, es vererlagert sich einfach. Früher, wie du schon sagst, du hast dein Produkt, hast einen Bedruckt beworben, hast keine Ahnung, Fotografen, Designer, Texte bestellt und heutzutage kommt eine kleine Start-up ⁓ die Ecke, hat das Produkt vielleicht kopiert und ein eigenes Produkt, ein Konkurrenzprodukt erzeugt, muss ja gar nicht mal das gleiche sein, aber vielleicht was Besseres, was anderes und kann eigentlich ohne große Budget mit einer 20 Euro Lizenz vergleichbar solides Marketing betreiben. Es muss ja nicht perfekt sein. Ich bin immer noch der Meinung, dass der Menschen vielerlei Schnittstellen einfach deutlich stärker noch gerade ist, aber auch deutlich mehr kostet. Und dann kann man wirklich sagen, okay, wir öffnen den Markt oder dadurch wurde der Markt für ganz ganz ganz viele geöffnet, die auf einmal die Chance haben mit den ganz Großen mitzuspielen, weil man auch sagen kann, hey, ich brauche kein CRM-System für 1000 Euro pro User mehr, sondern ich kann mir auch ganz schnell was wipecoden. Ob das oder ob das schlauste ist, aber wenn es jetzt wirklich nur für dich selbst ist, als ein Mann Unternehmen oder an einem Ort alles ohne große Internetverbindungen stattfindet, dann kannst du dir auch einfach etwas Lokales aufbauen, was gut funktioniert, was auch dann sicher ist, weil es einfach nicht nach außen sprechen kann. Ein bisschen Ahnung brauchst trotzdem davon, aber ist ein Thema. Tobias: Ja. Dr. Lucien André Reuter: Du hast ja so ein bisschen gesagt, du brauchst eine fachliche Positionierung, eine klare Haltung. Deine Personenmarke sollte ja kein Ego-Projekt normalerweise sein, sondern eher so ein bisschen Orientierung geben, dass der Kunde dich sieht oder die Kunden dich sehen und dass sie dir das gleiche zuordnen, nämlich eine Kompetenz, Wissen, ein Skill. Wie? Unterscheidet sich das jetzt von dem klassischen, naja ich bin meine Marke und ich bewerbe einfach mein Produkt. Tobias: Ja, spannende Frage. Also ich würde die Personenmarke sogar noch ein bisschen anders formulieren, als du das jetzt gemacht hast. Es gibt verschiedene wesentliche Komponenten. Und im Gesundheitswesen ist die wesentliche Komponente Vertrauenswürdigkeit auszustrahlen. Dr. Lucien André Reuter: Gern, ja. Tobias: Die Personenmarke muss mit Vertrauenswürdigkeit assoziiert sein. Dafür gibt es verschiedene Vorgehensweisen, man das macht, indem man zeigt, mit wem man sonst noch alles zusammenarbeitet. Das sollten Menschen aus der Zielgruppe die auch als vertrauenswürdig gelten. Zum Beispiel, der vertraut ihm, dann kann ich dem auch vertrauen. Aber es geht im Kern erst ⁓ Vertrauenswürdigkeit. Und es geht ⁓ diese Themenassociation im Sinne von Aufmerksamkeit. Ich muss Aufmerksamkeit erzeugen. Und man muss mich mit dem Thema, für was ich stehe, verknüpfen. Ob das jetzt KI ist, Personenmarken, was auch immer. Man muss irgendwie schaffen, damit verknüpft zu werden, dass die Leute in ihrem Hirn den Namen nur denken können. Oder besser gesagt, die können nur an KI denken, wenn sie an euch denken zum Beispiel. Also das geht gar nicht anders, weil ihr so nah in dem ... Dr. Lucien André Reuter: Hm? Tobias: Inneren Dunstkreis im Hirn. Seid ihr die Ersten, die da so ins Hirn kommen? Das ist der ideale Case für Personenmarke. Plus Vertrauenswürdigkeit. So sollte das funktionieren. Jetzt hab ich irgendwie deine Frage vergessen. Was wollte ich jetzt eigentlich sagen? Ich war so deep in diesem Thema. Yvonne: Ja. Dr. Lucien André Reuter: Du wolltest einmal nochmal bisschen erläutern, was eine Personenmarke genau ausmacht. Das hast du ja somit eben. Und dann, wie man die abgrenzen kann zwischen dem klassischen Marketing. Also wo da so bisschen konkreter der Unterschied ist. Oder ⁓ die Frage vielleicht noch ein bisschen zu spezifizieren. Wenn ich jetzt ein Gesundheitsunternehmen bin, in der Branche aktiv bin und sage... Tobias: Ja, ja. Mmh. Dr. Lucien André Reuter: Klingt sehr logisch, was der Tobias da sagt. Ich möchte jetzt damit anfangen. Würdest du sagen, die sollen dann einfach eine KI nutzen und von der KI sich die Gedanken geben lassen fürs Marketing von wegen, deine Konkurrenz nach meiner Datenbank macht das und das, das solltest du jetzt eins zu eins auch so tun? Oder würdest du eher vorschlagen, dass die Leute sich ihre eigenen Gedanken machen und die einfach ein bisschen klatschen, ausarbeiten, zusammen mit der KI was erzeugen dadurch? Tobias: Also eine KI ist super ⁓ einem zu helfen als Sparringspartner, aber eine KI wird niemals die Basis mit dir legen. Dafür solltest du ja am besten Experten oder eine Expertin zum Beispiel mich mit reinholen, weil eine KI kann dir nur deine Fragen beantworten, die du reingibst. Wenn du aber gar nicht weißt, welche die richtigen Fragen sind, dann kann dir die KI auch nicht helfen. Dafür braucht man ein gewisses Grundverständnis, wie man eine Personenmarke aufbaut. Du kannst jetzt fragen, was ist das Grundverständnis, wie man eine Personenmarke aufbaut. Aber dann hast du noch das Problem, dass das Gesundheitswesen beispielsweise sehr speziell ist und es da Unterschiede gibt zu anderen Branchen. Und ich bezweifle jetzt mal, dass das die KI so im Detail weiß wie jemand, der schon 10 Jahre oder noch länger im Gesundheitswesen gearbeitet hat. Ich würde KI immer als Unterstützer oder als Sparringspartner nutzen und das kann auch super helfen dann beim Content erstellen oder beim Ausarbeiten von Gedanken, die man sich vorher aber selber gemacht hat. Man kann natürlich auch einfach sich erst mal selber überlegen, bei einer Personenmarke ist das ja ohnehin eine persönliche Reflektion. Du musst für dich selber Fragen beantworten, wie zum Beispiel, wofür stehe ich eigentlich? Was sind denn meine Werte? Was sind denn meine Themen? Was ist meine Mission? Das wird dir die KI ja nicht beantworten können, du dir selber nachdenken. So und das einmal strukturiert zu machen mit jemandem, der sich auskennt, bezogen auf ein Ziel, weil auch ein Ziel sollte man definieren. Und das Ziel sollte natürlich im Idealfall was mit dem Business zu tun haben, weil sonst macht das alles keinen Sinn. Wozu die Personenmarke, wenn das nicht ... Es muss aufs Business einzahlen. Es geht immer ums Business am Ende des Tages. Es geht nie darum, sich irgendwie zu profilieren. Wer einfach nur eine Personenmarke aufbaut, weil man fame will, das ist total absurd. Warum sollte man das machen? Das lohnt sich ja gar nicht. Aber zu verstehen, dass das ein Riesenhebel ist ... für das Business oder für Ziele, die man so vorhat in seinem Leben, das ist eigentlich der Kern, warum man das angehen sollte. Ich kann das nur noch mal betonen, es hat schon immer funktioniert und es wird auch in Zukunft immer wieder funktionieren. Wenn man eine funktionierende Personenmarke in seiner Branche aufgebaut hat, ist man den anderen Marktbegleitern total überlegen, was Vertrauen und was die Möglichkeiten im Business angeht. Es lohnt sich immer, da rein zu investieren. Yvonne: Huch! Dr. Lucien André Reuter: Okay. Tobias: Zeit, Geld, Expertise, vor allem auch überhaupt erst zu starten. Das ist eigentlich eine meiner Kernaussagen. Wer das nicht macht, vor allem in diesen KI-Zeiten, macht einen riesigen Fehler. Vor allem auch, weil man muss sich mal bewusst machen, jetzt kann man das noch ganz gut unterscheiden, was ein Avatar ist und was nicht. In Zukunft wird es von Unternehmen produzierte künstliche Menschen geben, die gar nicht existieren, die das Unternehmen repräsentieren. Jetzt hat man noch die Möglichkeit, verständlich klarzumachen, dass man tatsächlich ein Mensch ist. Wenn man jetzt in den nächsten drei, vier Jahren eine Personenmarke aufbaut, wissen die Leute, den gibt es ja auch wirklich. Es wird in Zukunft aber virtuelle Repräsentanten geben. Das fängt ja schon an, es gibt virtuelle Influencer und so weiter. Aber das wird ganz normal sein. Und deswegen diesen Status muss man jetzt aufbauen, nicht erst in fünf Jahren, sonst hat man auch ein Problem. Yvonne: Mhm. Tobias: Das macht ihr ja auch klug mit eurem Podcast. Es ist nichts anderes als eine Methode, eine Personenmarke aufzubauen, ein Netzwerk zu machen, sich für ein Thema zu assoziieren, auch bei Google gefunden zu werden für das Thema KI. Also deswegen Glückwunsch zu dem Format. Das ist klug, was ihr macht. Yvonne: Danke schön. Dr. Lucien André Reuter: Dankeschön. Das Influencer KI-Thematik ist tatsächlich sehr stark. Hatten wir auch schon mal ein Gast so interviewt. Kommt auch irgendwann. Also Gespräch hat noch nicht stattgefunden, ⁓ die Folge aufzuzeichnen. Aber die ersten Gespräche laufen, weil es super, super spannend ist. Weil die einfach mit ja eigentlich keinen Produkten, eine KI losgelassen hat auf die Leute. Das klang so geil, dass sie dann einfach nur noch das produzieren, was nachher gefragt wird. Und das geht ja tatsächlich durch die Dezentralisierung super gut, dass da irgendwelche Sachen reingespielt werden und dann wird geguckt wie funktioniert das funktioniert das nicht auf einmal 10.000 100.000 Follower 1000 euros Umsatz ohne dass wirklich was da ist in dem Sinne aber es ist nicht dumm was funktioniert würde ich mal sagen also Marktlücke erkannt mal gucken wie lange sie da sein wird schauen wir mal noch mal zurück zu wissen auf das was du gesagt hattest jetzt Deine oder was jetzt in meinem Kopf passiert ist, wäre ein typischer Satz deiner Zielgruppe, deiner Persona. Ich muss sichtbarer werden, aber ich will nicht generisch klingen. Also kommen Fallen solche Sätze bei deinen Kunden, wenn sie zu dir kommen. Tobias: Nee, hat doch nie jemand gesagt. Nein, die meisten sagen einfach, ich würde gern sichtbarer werden, aber ich weiß nicht, was für Themen ich bespielen soll. Dr. Lucien André Reuter: Hm? Tobias: Ich traue mich manchmal nicht, was zu publizieren, weil ich Angst davor habe, dass ich ein negatives Feedback bekomme. Oder ich weiß aber nicht, was ich machen soll. Oder ich bin zu faul, ich bleib nicht dran. Solche Sachen sagen die Leute meistens. Oder ich weiß gar nicht, was das Ziel sein könnte, aber ich verstehe, dass es wichtig ist, eine Person Marker aufzuwenden und hilft mir beim Ziel. Solche Sachen machen meistens die Gedanken. Dr. Lucien André Reuter: Gut. Jetzt haben wir schon fast eine Stunde lang gesprochen. Das heißt, ich würde jetzt auch langsam mal das Ende einläuten. Vielleicht mal ganz kurz als Zusammenfassung. KI im Gesundheitswesen verändert konkrete Prozesse. Wir hatten gesagt Diagnostik, Verwaltung, Logistik, Dokumentationen, vielleicht auch Forschung und Kommunikation. Forschung kenne ich jetzt aus dem Hochschulbereich, dass sich da gerade einiges tut, was KI beinhaltet, weil ich gar nicht mehr so weiß, wie gut ich das finden soll. Aber das ist ganz andere Folge. Yvonne: Hmpf! Dr. Lucien André Reuter: gleichzeitig verändert es aber auch die Frage, wie Menschen als Experten und Expertinnen sichtbar bleiben, sichtbar werden, wie Inhalte, Texte erzeugt werden können. Ein bisschen unser Kernthema, warum gerade Haltung und Erfahren, du hast gesagt Vertrauen, Tobias, zur Unverwechselbarkeit zusammengebracht werden können, wie das zusammengeführt werden kann. Also kann man schon so bisschen sagen, bzw. die Fragen so bisschen lenken in wofür braucht es mich als Mensch überhaupt? Was ist meine Perspektive? Was ist meine Verantwortung? Und warum solltest du gerade mir zuhören? Und ich glaube, wenn wir das so bisschen klären als Fragen, haben wir unsere eigene Marke, eigenes Dasein schon mal ganz gut eingegrenzt. Würdest du da mitgehen? Tobias: Das waren sehr gute Formulierungen und Fragen, definitiv. Man könnte da jetzt sehr viel drüber philosophieren, ob es Menschen überhaupt braucht. Da haben sich viele Philosophen darüber Gedanken gemacht. Vielleicht setze ich aber die falsche Stelle. ja, du hast das wunderbar zusammengefasst. Ich habe mich gerade gefragt, ob das eine KI für dich geschrieben hat nebenbei oder ob du das selber an deine Gedanken aufgeschrieben hast. Yvonne: Hahahaha Dr. Lucien André Reuter: Tatsächlich mache ich die Skripte für den Podcast immer so, dass ich nach dem Vorgespräch überlege, was sind so Gefälle. Guck mir ein bisschen das Kranzkript auch an, mach mir selbst Notizen, dann formuliere ich das ein bisschen und ich bin ja Legasyniker. Das heißt, ich bin gar nicht mal so gut im Schreiben von Texten oder bzw. im fehlerfreien Schreiben von Texten. Und damit ich das dann nachher nicht an dich komplett mit Fehlern rausschicke, schieße ich das schon mal durch meine KI durch oder durch meine zwei kleinen Agenten und spare mit denen so bisschen den Gedanken aus. Ich nutze es wirklich als Werkzeug. Ich glaube, es wäre verdammt langweilig, wenn ich es einfach nur als reinschrei ich würde und sage, hey, ich habe ein Gastthema Gesundheitswesen, stell mir mal über was. Ich glaube, dann wäre das für dich als Gast sehr langweilig, für Yvonne und mich als Host sehr langweilig und vor allem auch für die Zuschauer oder Zuhörer am Ende sehr, langweilig. Tobias: Ich finde das total interessant. Das passt ja auch zu dem, was ich gesagt habe. Ich glaube, wir sollten uns bei dem ganzen KI-Thema nicht die Fähigkeit nehmen, selber zu denken. Schon vor KI haben wir dazu als Menschen geneigt, dass wir immer ungern selbst denken wollen. Weil Selbstdenken ist anstrengend. Das hängt auch mit Selbstentscheidungen treffen zusammen. Aber ich glaube, die wichtigste Fähigkeit im KI-Zeitalter wird es sein, selber denken zu können. vorher und mit den Antworten und sich nicht zu sehr darauf zu verlassen. Das wäre auch eine wichtige Aussage von meiner Seite aus. Dr. Lucien André Reuter: Da. Yvonne: Also kann ich absolut nur bestätigen, vor allem... die angehenden Generationen, die jetzt ranwachsen und später in den Berufsalltag einsteigen, ja, also gerade auch an Schulen. Und ich war auf einer Konferenz jetzt mal so wirklich Zeit-Topic, super spannend, ⁓ das Thema Lernpsychologie ein bisschen näher zu bringen, wie sich das verändern wird in der Zukunft. Also es wird wirklich davon gesprochen, Classroom-Flip zu machen, nicht mehr Frontalunterricht, sondern wirklich den Kindern bei wie nutze ich im heutigen Zeitalter das Wissen, was da ist. Früher haben wir Wissen weitergegeben, ob es jetzt gut oder schlecht war, völlig sei mal dahingestellt, aber es wurde Wissen durch andere Generationen einfach weitergegeben und jetzt ist Wissen da und es wird einfach genutzt, ohne zu hinterfragen, ist es korrekt, ist es für mich anwendbar etc. Und dieses verändert oder dieses veränderte Lernen, da bin ich auch mal super gespannt, wie sich das auf die Schulen, auf Kinder und überhaupt auf die ganzen kommenden Generationen auswirken wird. Tobias: Megaspannend, finde ich auch interessant. Dr. Lucien André Reuter: Ich bin da wirklich ebenfalls gespannt, weil... Yvonne: Ja. Dr. Lucien André Reuter: Früher war ja die Diskussion mit Taschenrechnern, dann war ein Taschenrechner der Teufel überhaupt. Wir haben mittlerweile festgestellt, dass wir auch ohne Taschenrechner oder gerade mit Taschenrechner leben können, dass die Leute das gar nicht mehr brauchen. Es gibt auch ganz häufig die Diskussion, ja ich konnte ja früher 200 Telefonnummern auswendig. Ja, viel Erfolg. Ich nicht, ich kann drei Stück auswendig. Es reicht aus für mich zum Leben. Die Frage wird, brauchen wir manche Skills, die wir heute als wichtige achten, morgen noch? Yvonne: Bis zum nächsten Mal! Tobias: Mh. Dr. Lucien André Reuter: Oder brauchen wir sie nicht? Brauchen wir dafür andere Skills? Und das können wir heute gar nicht beantworten. Das ist ein Rätselraten. Da würde ich sagen, müssen wir abwarten. Tobias, hast du noch einen letzten Satz? Das machen wir am Ende immer ganz gerne, den du unseren Zuhörern mitgeben würdest. Tobias: Egal welcher Satz. Dr. Lucien André Reuter: Am besten zum Thema passend, aber du darfst dir gerne auch was anderes überlegen. Yvonne: Mehr wert. Tobias: Naja, du hast es so schön schon gesagt. Letztendlich, wir wissen nicht, was durch KI in der Zukunft passiert und wir müssen uns die Fähigkeit erhalten, selbst zu reflektieren, nachzudenken und auch vielleicht nachzujustieren. Und nicht alles, was KI kann, sollte vielleicht in Zukunft eingesetzt werden. Dr. Lucien André Reuter: Das ist sehr starker Satz, der gefällt mir sehr gut. Das war unsere Folge mit Dr. Tobias Krieg. Vielen Dank, dass du da warst. Wir sind gespannt, was in Zukunft noch kommen wird. Vielleicht sehen wir uns in ein paar Monaten nochmal wieder, wo du uns erzählen kannst, wie die Krankenhäuser der Zukunft dann funktionieren. Ich glaube zwar nicht, dass es ganz so schnell gehen wird, aber vielleicht machen wir den Podcast auch noch im nächsten und übernächsten Jahr. Zeit haben wir sicherlich. Wir bedanken uns, oder ich bedanke mich, aber ihr wollen bestimmt auch, gell? Tobias: gehen. Yvonne: Natürlich, auf jeden Fall. Auch wenn ich etwas später dazu gestartet bin, vielen Dank für deine Zeit Tobias. Dr. Lucien André Reuter: Wir bedanken uns dafür. Tobias: Danke euch, hat Spaß gemacht. Dr. Lucien André Reuter: Danke auch von mir und damit dir einen schönen Start in die Woche und wir sehen und hören uns. Tschüss! Tobias: Genau. Tschüss. Yvonne: Ciao, ciao!