Latest / RENEWA Sanierungsnavigator / Neue Förderungen für serielle Sanierung: So bekommt man den Bonus!
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- RENEWA GmbH: Über serielle Sanierung wird gerade ziemlich viel gesprochen und deshalb auch einen einfachen Grund. Wären Gebäude nicht klassisch, sondern seriell zum Effizienzhaus bzw. Effizienzgebäude saniert, der kann über die KfW im zusätzlichen Tilgungszuschuss bekommen. Und der Bonus kann durchaus interessant sein. Ab dem 24. September 2026 wird die Förderung noch einmal erweitert. Bei Wohngebäuden kommt die Effizienzhausstufe 70 hinzu und erstmals können auch Nicht-Wohngebäude den Bonus für seriöles Sanieren nutzen. Je nach erreichten Standard gibt es stützlich 5 oder sogar 15 % Hilgungszuschuss. Aber ganz ehrlich, was bedeutet seriell sanieren eigentlich und ab wann kann man diesen Bonus bekommen? Das wird nämlich ganz häufig falsch verstanden. Seriell bedeutet nicht, dass man 10 und gleiche Häuser hintereinander sanieren muss. Gemeint ist vielmehr die Art, wie die Bauteile hergestellt werden. Bei einer klassischen Fassadensanierung passiert ein großer Teil der Arbeit direkt an der Baustelle. Also Unterkonstruktion herstellen, Dämmung anbringen, Fassade aufbauen, gegebenenfalls Fenster einsetzen. Bei einer seriellen Sanierung werden dagegen große Fassaden oder Dachelemente weitgehend in der Fabrik vorgefertigt. Anschließend werden die zur Baustelle gebracht und dort im Prinzip einfach nur noch montiert. Also man kann sich das wie beim Fertighaus vorstellen, nur eben für die Sanierung eines bestehenden Gebäudes. Der große Vorteil ist, ein erhebliche Teil der handwerklichen Arbeit wandert von der Baustelle in die Produktion und dadurch können die Bauzeiten kürzer werden und gerade größere Gebäude oder Wohnungsbestände lassen sich deutlich standardisierter sanieren. Genau diese industrielle Vorfertigung möchte der Staat mit dem sogenannten SerSan Bonus, also serielle Sanierungsbonus, fördern. Allerdings reicht das nicht aus, einfach irgendwelche vorgefertigten Dämmplatten an die Wand zu hängen. Die KfW stellt da ziemlich genaue Anforderungen. Zunächst muss die Planung auf einem digitalen 3D-Aufmaß des bestehenden Gebäudes basieren. Auf dieser Grundlage werden nämlich dann die Fassaden oder Dach-Elemente passgenau in Werk produziert. Die Elemente müssen mindestens eine werkseitig vorgefertigte Tragkonstruktion für die Dämm- und Witterungsebene erhalten. Außerdem müssen mindestens 80 % der wärmeübertragenden Fassadenfläche bzw. alternativ mindestens 80 % der gesamten bestehenden Fassade mit diesen seriell vorgefertigten Elementen saniert werden. Die Elemente werden also nicht erst auf der Baustelle zugeschnitten oder zusammengesetzt. Die sollen vielmehr in ihrer im Werk hergestellten Größe und Form direkt am Gebäude montiert werden. Auch die Größe ist vorgegeben, Fassadenelemente müssen grundsätzlich mindestens die Höhe eines Geschosses erreichen. Und wenn Fenster Bestandteile eines solchen Element sind, dann müssen die Fenster oder zumindest deren Rahmen bereits im Werk in das Fassadenelement integriert werden. Das zeigt ganz gut, was der Gesetzgeber unter serieller Sanierung eben versteht. nicht einfach ein bisschen mehr Vorfertigung, sondern ein echter Wechsel von klassischer Baustellenarbeit hin zu industriell produzierten Bauelement. Finanziell ist das wie gesagt auch spannend oder kann es zumindest werden, denn ab dem 24. September gelten nach dem angekündigten KfW-Update folgende zusätzliche Boni. beim Effizienzhaus bzw. Effizienzgebäude 70 gibt es 5 % Bonus, beim Effizienzhaus oder Effizienzgebäude 55 sind es 15 % und beim Effizienzhaus bzw. Effizienzgebäude 40 sind es 15 % zusätzlich. Gerade bei größeren Mehrfamilienhäusern macht das schnell einen erheblichen Unterschied, also bei Wohngebäuden können aktuell bis zu 150.000 Euro Kredit pro Wohneinhalt in der Effizienzhausförderung berücksichtigt werden. 15 Prozent zusätzlicher Tilgungszuschluss entsprechen damit jetzt theoretisch 22.500 Euro zusätzlicher Entlastung pro Wohneinhalt. Beim Mehrfamilienhaus mit 20 Wohnungen, da sprechen wir theoretisch schon über 450.000 Euro zusätzlichen Tilgungszuschluss allein durch diesen seriellen Sanierungsbonus. Vorausgesetzt natürlich, die jeweiligen Förderhöchstbeträge werden vollständig ausgeschöpft. und alle Voraussetzungen erfüllt, aber ich wollte einfach mal ein Rechenbeispiel mitbringen. Noch interessanter wird es bei besonders schlechten Gebäuden, denn der Bonus für serielles Sanieren kann grundsätzlich auch mit dem Bonus für sogenannte Worst Performing Buildings kombiniert werden und dieser Worst Performing Building oder WPB Bonus beträgt weitere 10 % Punkte. Damit möchte die Förderung eben genau die Gebäude adressieren, bei denen das größte Einsparpotenzial liegt, also große energetisch schlechte Bestände, die mit standardisierten Verfahren umfassend saniert werden Und ab Ende September wird das Thema noch größer, weil erstmals auch Nicht-Wohngebäude einbezogen werden, also Büro, Gewerbe oder andere gewerblich genutzte Gebäude. Die KfW hat die Einführung des seriellen Sanierungsbonus für Nicht-Wohngebäude für das zweite Halbjahr 2026 bestätigt. Also serielle Sanierung ist beim Einfamilienhaus jetzt vielleicht nicht die einfachste Möglichkeit, weil wie gesagt, das vorher herzustellen, da gibt es gar nicht so viele Anbieter, die das eventuell machen könnten. Aber besonders spannend wird es dort, wo Gebäude groß sind, also viele ähnliche Fassadenflächen oder sogar mehrere ähnliche Gebäude gleichzeitig designiert werden müssen. Dann kann aus einer klassischen Baustelle zunehmend ein industrieller Prozess werden. Und genau das ist die Idee der Förderung, also schneller sanieren, weniger Arbeitsaufwand vor Ort und gleichzeitig größere Gebäude bestände energetisch auf einen deutlich besseren Stand bringen.