Latest / Warrens Watchlist - deutsch / Fresenius - Update 15.09.2026 - ISIN DE0005785604
Transcript
- 0:07Speaker 0: Stell dir vor, du liegst im Krankenhaus.
- 0:12Speaker 0: Über dir hängt ein Beutel, ein dünner Schlauch läuft in deinen Arm.
- 0:16Speaker 0: Es besteht eine gute Chance dass dieser Beutle von Fresenius kommt.
- 0:20Speaker 0: Du hast nur noch nie drauf geachtet.
- 0:22Speaker 0: Dieses Unternehmen hatte im letzten Jahr das beste Jahr seit Langem.
- 0:26Speaker 0: Der Gewinn hat sich mehr als verdoppelt Die Schulden sind gesunken es gibt wieder eine Dividende und der Vorstand hat fünf Wörter oben draufgesetzt.
- 0:35Speaker 0: Das schlimmste liegt hinter uns.
- 0:38Speaker 1: Und stimmt das, Warren?
- 0:39Speaker 1: Oder gibt es etwas, was wir wissen sollten?
- 0:41Speaker 0: Es stimmt!
- 0:42Speaker 0: Fresenius hat viel geschafft.
- 0:44Speaker 0: die großen Operationen sind vorbei der Patient ist zurück auf den Beinen und versorgt sich wieder selbst.
- 0:50Speaker 0: eben deshalb steht fresenius bei mir bei vier von fünf Die zweithöchste bewertung die ich vergebe.
- 0:56Speaker 0: zwei fragen nehme ich trotzdem mit in die Nachsorge.
- 1:00Speaker 0: erstens wieviel vom Gewinnsprung schafft der patient allein Und wie viel ist noch vom Medikament gestützt?
- 1:07Speaker 0: Und zweitens, läuft der Patient aus eigener Kraft nur gerade so oder schon wieder richtig.
- 1:14Speaker 1: Ich habe eine dritte Frage – was fehlt Fresenius zur Spitzenbewertung?
- 1:18Speaker 0: Ein Jahr ohne Medikamente!
- 1:20Speaker 0: Die Fünf bekommt Fresenios wenn es seinen Gewinnsprung rein aus dem Geschäft schafft und dabei deutlich mehr verdient als sein Kapital kostet.
- 1:29Speaker 0: Fresenius macht die ersten Schritte, aber es hat noch nicht die Form, die für meine Spitzenbewertung reicht.
- 1:35Speaker 1: Worauf muss ich dabei im Geschäftsbericht besonders achten?
- 1:38Speaker 0: Fang bei der Schlagzeile an!
- 1:40Speaker 0: Die lautete ja... Der Gewinn hat sich mehr als verdoppelt.
- 1:44Speaker 0: Und rate mal Corey Wie viel davon kommt daraus dass das Geschäft doppelt so gut läuft?
- 1:50Speaker 1: Das meiste würde ich denken.
- 1:52Speaker 1: Wenn sich ein Gewinn verdoppelte muss doch das Geschäft entsprechend laufen.
- 1:55Speaker 0: Falsch geraten.
- 1:57Speaker 0: Es waren nur gut zehn Prozent.
- 1:59Speaker 0: Das ist der Prozentsatz, um den das Geschäft gewachsen ist.
- 2:03Speaker 0: Für einen Konzern dieser Größe ist es schon ein gutes Jahr Aber zehn Prozent mehr Geschäfte erklären keinen doppelten Gewinn.
- 2:11Speaker 0: Woher kommt also der Rest?
- 2:12Speaker 0: habe ich mich gefragt und gesehen dass Fresenius Einen Teil des Konzerns abgestoßen hat Der es jahrelang nur Geld gekostet hat.
- 2:19Speaker 0: Und dann habe Ich noch einmaler Löse gefunden Verkäufe Sonderposten Geld das nächstes Jahr nicht wiederkommt.
- 2:27Speaker 0: Das bedeutet also für die Schlagzeile, der Gewinnsprung ist echt.
- 2:31Speaker 0: Aber er ist sehr viel größer als das eigentliche Geschäft es
- 2:34Speaker 0: hergibt.".
- 2:35Speaker 1: Also muss ich mich bei einer solchen Gewinnentwicklung immer fragen – was davon kommt auch nächstes Jahr wieder?
- 2:41Speaker 0: So ist es!
- 2:42Speaker 0: Das macht die Schlagezeile nicht schlecht.
- 2:45Speaker 0: Das Jahr nach einer großen Operation kann so aussehen... Ich sage nur… Was davon wenn wir im Bild bleiben ein medikamentöser Push isst und was
- 2:55Speaker 0: nicht?!
- 2:56Speaker 0: Das Jahr nach einer großen Sanierung ist oft das Jahr, dass am besten aussieht und am wenigsten hinterfragt wird.
- 3:03Speaker 1: Gut!
- 3:03Speaker 1: Und für alle die uns zum ersten Mal hören?
- 3:05Speaker 1: Ich spreche mit Warren Wise – eine KI-Technologie, die Equity Stories analysiert und bewertet wie ein Value Investor.
- 3:13Speaker 0: Genau ich bin ein synthetischer Stakeholder.
- 3:16Speaker 0: mein Denken und meine Stimme sind KI.
- 3:19Speaker 0: Grundlage für heute ist mein Report zum Geschäftsbericht, der Fresenius SE.
- 3:26Speaker 0: Geprüft nach der Methodik von Benjamin Graham, Warren Buffett und Charlie Munger.
- 3:31Speaker 0: Die Halbjahreszahlen aus diesem Sommer habe ich mir zusätzlich angeschaut – nicht als neue Prüfungen sondern um zu sehen ob das was ich im Frühjahr gefunden habe in die richtige Richtung läuft.
- 3:42Speaker 0: Wo das für die Bewertung eine Rolle spielt sage ich es dazu
- 3:46Speaker 1: Und ich bin Corey Capitel, auch KI die Stimme der Privatanleger.
- 3:50Speaker 1: Die Aktie hat seit Anfang Juni-Zweitausendsechsundzwanzig wieder deutlich zugelegt.
- 3:55Speaker 1: Wer gerade überlegt einzusteigen fragt sich ist der Zug abgefahren oder lohnt es sich noch?
- 4:00Speaker 1: Deshalb will ich heute wissen ob eine Genesungsgeschichte dasselbe ist wie ein gesundes Unternehmen.
- 4:05Speaker 0: und weil das oft gefragt wird ausgewählt geprüft und freigegeben wird jede Folge von einer Redaktion.
- 4:11Speaker 0: Die Verantwortung nicht.
- 4:16Speaker 1: Damit wir die Equity-Story von Fresenius besser verstehen können, sag uns was das Unternehmen eigentlich macht?
- 4:22Speaker 0: Unter dem Dach von Fresenius gibt es zwei Unternehmen.
- 4:26Speaker 0: Das eine heißt Fresenios Kaby und stellt her was im Krankenhaus so am Tropf hängt Infusionslösungen künstliche Ernährung für Menschen, die nicht selbst essen können oder auch günstigere nachbauten teurer Biotechmedikamente Ein Geschäft das nur wenige beherrschen.
- 4:42Speaker 0: Das andere heißt Helios und betreibt Krankenhäuser in Deutschland.
- 4:47Speaker 0: Und über die spanische Tochter Kiron Salud, in Spanien und Lateinamerika zusammen eine der größten privaten Klinikgruppen Europas.
- 4:57Speaker 1: Ich habe mal eben nachgesehen.
- 4:59Speaker 1: angefangen hat die Geschichte dieses Gesundheitskonzerns vor über hundert Jahren mit der Hirsch-Apotheke in Frankfurt.
- 5:06Speaker 0: Ja genau Die Geschichte von Fresenius reicht indirekt bis fourteenhundertzehnundsechzig zurück, als in Frankfurt am Main die Hirschapotheke eröffnet wurde.
- 5:16Speaker 0: Im neunzehnten Jahrhundert kam diese Apotheke dann in den Besitz der Familie Fresenus.
- 5:21Speaker 0: Ninzehundertzwölf legte dann der Apotheker Dr.
- 5:24Speaker 0: Edward Fresenios den eigentlichen Grundstein des heutigen Konzerns und gründete aus dem Labor der Hirsch-Apotheke das pharmazeutische Unternehmen Dr.
- 5:33Speaker 0: Eduard Fresenias.
- 5:35Speaker 0: Produziert wurden unter anderem Injektions- und Infusionslösungen sowie weitere Arzneimittel.
- 5:42Speaker 0: Ein entscheidender Wachstumsschritt erfolgte ab den neunzehnhundertsechziger Jahren mit der Dialyse.
- 5:47Speaker 0: Ab den Neunzehnhundertneunzigern entwickelte sich Fresenius durch Übernahmen und Neugründungen endgültig zum internationalen Gesundheitskonzern.
- 5:56Speaker 0: Der wesentliche rote Faden der Unternehmensgeschichte ist also die schrittweise Diversifikation von der Arzneimittelproduktion über Medizintechnik und Dialyse bis hin zu Krankenhäusern- und Gesundheitsdienstleistungen.
- 6:10Speaker 1: Und was würdest du dem Konzern heute auf der Habenseite alles gut schreiben?
- 6:14Speaker 0: Zur Habenseite gehört für mich zum Beispiel, dass Fresenius Medical Care aus dem Konzern gelöst wurde und nun eine eigenständige Börsennotierte Gesellschaft ist.
- 6:25Speaker 0: Die sich auf die Behandlung von Nierenkrankheiten und auf Dialyse spezialisiert.
- 6:30Speaker 0: Weiter, das der Konzert das verlustreiche Varmitgeschäft wegoperiert hat.
- 6:35Speaker 0: Mit anderen Worten viele Konzerne reden jahrelang von Fokussierung.
- 6:39Speaker 0: Fresenios hat es durchgezogen.
- 6:42Speaker 1: Man kann also in unserem Bild sagen, dass die Operation erfolgreich war.
- 7:10Speaker 1: Dann lass uns auf die Sollseite schauen.
- 7:13Speaker 1: Worauf sollten wir besonders achten?
- 7:15Speaker 0: Ich hatte ja schon gesagt, dass bei jedem Gewinnsprung die erste Frage lauten sollte.
- 7:20Speaker 0: Was ist weggefallen?
- 7:22Speaker 0: Der Gewinn der bei den Aktionären ankommt, ist von knapp fünfhundert Millionen Euro auf über eine Milliarde gestiegen.
- 7:29Speaker 0: Auf einer Kurve sieht das spektakulär aus.
- 7:31Speaker 0: Das meiste davon isst kein neues Geschäft Sondern eine Konzerntochter, die nicht mehr mitgerechnet wird Warmit das Geschäft mit Klinikprojekten und Anlagenbau.
- 7:42Speaker 0: Es hat den Konzern jahrelang Geld gekostet, im Vorjahr fast siebenhundert Millionen Verlust.
- 7:48Speaker 0: Zwei-tausendfünfundzwanzig ist Fresenius fast draußen und der Verluste ist auf gut zweihundertsebzig Millionen geschrumpft.
- 7:56Speaker 0: Allein dass diese Blutung aufgehört hat erklärt schon einen großen Teil des
- 8:00Speaker 1: Sprungs.
- 8:01Speaker 1: Der Gewinn ist also nicht gestiegen.
- 8:03Speaker 1: die Blutungen hat aufgehört.
- 8:05Speaker 0: Das ist ein Teil der Erklärung.
- 8:07Speaker 0: Der andere ist Geld, das einmal hereinkommt.
- 8:10Speaker 0: Ein Stück einer Finanzbeteiligung zu Geld gemacht und alte Rückstellungen die aufgelöst wurden.
- 8:15Speaker 0: Beides fließt in die verdoppelte Zahl.
- 8:18Speaker 0: Das sind echte Euro Sauber verdient und sauber ausgewiesen.
- 8:23Speaker 0: Sie wiederholen sich
- 8:24Speaker 1: nur nicht Und damit bleiben von der Verdoppelung der Schlagzeile Die zehn Prozent Wachstum aus dem Geschäft
- 8:30Speaker 0: Und das ist keine Schande.
- 8:32Speaker 0: Nach einer großen OP gibt man Schmerzmittel, man darf den Wert unter Schmerzen nur nicht mit dem Grundwert verwechseln.
- 8:40Speaker 1: Gut ein Teil der positiven Gewinnentwicklung ist Medikament Aber zehn Prozent Wachstum im Grundwert klingt für mich trotzdem gesund.
- 8:48Speaker 1: Wo ist das Problem?
- 8:49Speaker 0: Nicht beim Wachstem bei der Rendite.
- 8:52Speaker 0: Die Rendite informiert dich darüber, in welchem Verhältnis Gewinn oder Verlust zu deinem eingesetzten Kapital steht.
- 9:00Speaker 0: Das ist eine Stelle bei der du gut aufpassen musst – denn Fresenius braucht eine bestimmte Rendite damit sich das ganze eingesetzte Kapital überhaupt lohnt!
- 9:10Speaker 0: Die Schwelle liegt bei gut fünf Prozent.
- 9:12Speaker 0: so viel kostet Fresenios das Kapital.
- 9:15Speaker 0: Alles darunter heißt, der Patient verbrennt mehr Energie als er aufnimmt.
- 9:20Speaker 1: Und wie viel schafft das Unternehmen?
- 9:22Speaker 0: Rate mal.
- 9:23Speaker 1: Nach so einem Jahr, zwölf Prozent!
- 9:26Speaker 0: Knapp sieben.
- 9:27Speaker 0: Gut fünf Prozent kostet das Kapital knapp sieben bringt es.
- 9:31Speaker 0: Der Puls schlägt aber er ist nicht kräftig
- 9:35Speaker 1: Aber der Wert liegt über derselbst gesetzten Grenze.
- 9:38Speaker 1: Schwach hin oder her?
- 9:39Speaker 0: Ja richtig Das ist positiv.
- 9:42Speaker 0: Ein Unternehmen das mehr verdient als sein Kapital kostet Schaftwert ist dieser Wert eben eingeschränkt.
- 9:51Speaker 0: Oder mit anderen Worten, Fresenius kann den Umsatz steigern so viel es will.
- 9:57Speaker 0: Solange der Puls schwach bleibt dreht sich der Konzern im Kreis statt weiterzukommen.
- 10:02Speaker 1: Und sieht der Konzern diese Zahl genauso wie du?
- 10:05Speaker 0: Er nennt sie die höchste Rendite seit zehn Jahren.
- 10:08Speaker 0: Das stimmt und er darf sich darüber freuen.
- 10:11Speaker 0: Sie liegt trotzdem bei nur knapp unter sieben Prozent gegen gut fünf Prozent Kosten Von etwas in der Bilanz, das mit dem Eigenkapital zu tun hat.
- 10:22Speaker 0: Denk mal darüber nach was ein Klinik und Infusionskonzern besitzt.
- 10:27Speaker 0: Woraus besteht so eine Bilanz würdest du sagen?
- 10:31Speaker 1: Aus Gebäuden, Stationen, OP-Sähle Fabriken Geräte.
- 10:35Speaker 0: Fast drei Viertel des Eigenkapitals sind nichts davon.
- 10:39Speaker 0: Es ist Gutwill.
- 10:40Speaker 0: über vierzehn Milliarden Euro.
- 10:43Speaker 0: So viel hat Fresenius für seine Zugkäufe über das hinaus bezahlt was die gekauften Geschäfte an Substanz wirklich wert waren.
- 10:50Speaker 1: Also gewissermaßen gekaufte Vergangenheit?
- 10:53Speaker 0: Ja, gekaufe Vergangenkeit – aber bezahlt für ein Versprechen auf die Zukunft!
- 10:58Speaker 0: Der Gutwill hält sich in der Bilanz nur so lange wie diese Zugkäufe künftig genug abwerfen.
- 11:04Speaker 0: Sobald sie das nicht mehr tun muss er abgeschrieben werden….
- 11:06Speaker 0: Die Helios-Kliniken kamen in den letzten Jahren.
- 11:09Speaker 0: Kiron Salud in Spanien, die Röhnkliniken und ein US-Zukauf dazwischen.
- 11:16Speaker 0: Jede dieser alten Übernahmen ist bis heute eine offene Wette.
- 11:19Speaker 0: Sie muss verdienen was Frisänius damals für sie bezahlt hat.
- 11:24Speaker 1: Aber ist das nicht einfach wie Zugkäufe aussehen?
- 11:26Speaker 1: Wer kauft hat gut will in der Bilanz.
- 11:29Speaker 1: Das heißt doch nicht dass etwas faul ist.
- 11:31Speaker 0: Faul ist daran nichts.
- 11:33Speaker 0: solange er verdient Und genau diese Prüfung besteht er nur knapp.
- 11:37Speaker 0: Jeder Euro dieser vierzehn Milliarden muss heute noch genug verdienen, um seinen Preis zu rechtfertigen.
- 11:42Speaker 0: und selbst die Wirtschaftsprüfer sagen – bei keiner anderen Zahl in der Bilanz schätzen wir so viel!
- 11:48Speaker 0: Bei keiner ist soviel Spielraum drin….
- 11:51Speaker 1: …und wenn man den Gutwill herausrechnet?
- 11:53Speaker 0: Dann sieht es glänzend aus über dreizehn Prozent aber ich mache das nicht mit.
- 12:00Speaker 0: Fresenius hat das Geld bezahlt Es steht in der Bilanz, es wird jedes Jahr geprüft und es bindet Kapital.
- 12:07Speaker 0: Die ehrliche Zahl ist die mit dem Gutwill.
- 12:10Speaker 0: Knapp sieben Prozent verdient gegen gut fünf Prozent Kosten.
- 12:15Speaker 1: Kurz in eigener Sache – es passt gerade!
- 12:17Speaker 1: Was ihr hier hört, ist die Kurzfassung.
- 12:19Speaker 1: Der vollständige Warren Wise Report prüft eine Equity-Story in acht Dimensionen Seite für Seite gegen den Geschäftsbericht.
- 12:27Speaker 1: Wer diesen Blick fürs eigene Unternehmen will, im Vorstand, im Aufsichtsrat oder in Investor Relations, Warren-Wise.com so.
- 12:35Speaker 1: und jetzt zurück zu Fresenius und zu dem Teil der Akte von dem
- 12:44Speaker 0: Jetzt zu dem, was von außen auf den Konzern zukommt.
- 12:48Speaker 0: Und das erzählt der Konzert auf zwei Arten – einmal in schillernden Worten auf der Bühne, einmal mit kritischeren Tönen im eigenen Risikobericht.
- 12:58Speaker 1: Der Risikobericht ist der Abschnitt, der mir also die ganze Wahrheit erzählt
- 13:02Speaker 0: Ein sehr wichtiger Abschnitt für die Bewertung der Equity-Story.
- 13:06Speaker 0: und hier stehen drei Dinge sehr deutlich drin.
- 13:09Speaker 0: Das erste sind die US Zölle.
- 13:11Speaker 0: Fresenius verkauft sehr viel in die Vereinigten Staaten und sehr viele Medikamente überqueren dafür Grenzen.
- 13:17Speaker 0: Im eigenen Risikobericht schreibt Fresenios sinngemäß, die neuen US-Zölle treffen uns möglich bis wahrscheinlich – und die Folgen wären mittel bis groß.
- 13:27Speaker 0: Dazu?
- 13:28Speaker 0: Mögliche Verzögerungen bei US- Zulassungen.
- 13:31Speaker 1: Moment!
- 13:32Speaker 1: Warum Treffenzölle überhaupt einen Klinikkonzern?
- 13:35Speaker 1: Ein Krankenhaus kann man nicht importieren
- 13:38Speaker 0: Kann man nicht Und genau daran sieht man den Unterschied.
- 13:42Speaker 0: Helios ist lokal, eine Klinik in Berlin oder Madrid versorgt die Menschen, die dort wohnen.
- 13:48Speaker 0: Kein Zoll erreicht sie.
- 13:50Speaker 0: Kaby ist das Gegenteil.
- 13:52Speaker 0: Infusionen und Medikamente entstehen in einer Handvoll Werken und gehen von dort in die ganze Welt.
- 13:59Speaker 0: Helio bleibt wo es steht.
- 14:01Speaker 0: Kabi schickt jeden Tag Ware über Grenzen Einen Gegenwind.
- 14:08Speaker 0: Nur steht dieser Gegenwind im eigenen Risikobericht auf der Liste der größten Risiken weit oben, das ist kein Nebengeräusch
- 14:16Speaker 1: Und ein Zoll mit dem man nicht planen kann, ist schlimmer als eine mit denen man planen können.
- 14:21Speaker 1: Was ist das zweite?
- 14:22Speaker 0: China.
- 14:23Speaker 0: Der Staat drückt dort die Arzneipreise systematisch über sehr große Ausschreibungen.
- 14:28Speaker 0: Fresenius hält eine weitere Ausweitung für wahrscheinlich, die Folgen für sich aber für gering und hat die eigene Formulierung sogar entschärft.
- 14:37Speaker 0: Es ist also weiterhin ein reales Risiko Aber es ist nicht dramatisch.
- 14:42Speaker 0: Man sollte es weiterhin berücksichtigen ohne es zu sehr aufzublasen
- 14:47Speaker 1: Berücksichtigend nicht aufblasen das nehme ich somit.
- 14:50Speaker 1: Und das Dritte?
- 14:51Speaker 0: Die Deutsche Krankenhausreform.
- 14:53Speaker 0: Das ist wohl das Interessanteste!
- 14:55Speaker 0: Für Helios wird sie meist als klarer Vorteil erzählt, größere spezialisierte Kliniken – das passt zu Fresenius.
- 15:03Speaker 0: Im Risikobericht steht aber dann das vollständigere Bild.
- 15:06Speaker 0: Welche Leistungsgruppen eine Klinik am Ende zugeteilt bekommt und damit wofür sie überhaupt bezahlt wird lässt sich heute nicht beziffern.
- 15:15Speaker 0: Der ganze Zeitplan wurde gerade um ein Jahr gestreckt.
- 15:19Speaker 1: Insgesamt also ein potenzieller Vorteil, von dem jedoch noch keiner so genau weiß wie groß er wirklich wird und ob er sich nicht in nächster Zeit noch in einen Nachteil drehen könnte.
- 15:30Speaker 0: Und
- 15:37Speaker 1: seit deinem Report geschrieben ist hat sich davon etwas bewegt?
- 15:43Speaker 0: Der Reformzeitplan ist per Gesetz weiter nach hinten gerückt.
- 15:52Speaker 0: Die volle Wirkung kommt erst zum Ende des Jahrzehnts.
- 15:55Speaker 0: Kurzfristig ist das Thema also eher leiser geworden, die Zölle dagegen sind nicht verschwunden.
- 16:00Speaker 0: Fresenius beziffert weiter einen Effekt aber der Konzern trägt ihn und hat den Ausblick fürs Jahr nicht nur bestätigt sondern angehoben Und die zwei Werte an denen ich Fresenios festmache zeigen beide nach oben.
- 16:18Speaker 0: ist weitergefallen.
- 16:20Speaker 1: Warum stehen diese Punkte dann noch auf deiner Liste?
- 16:22Speaker 0: Weil das trotzdem nur eine Momentaufnahme ist, aber du haagst an der richtigen Stelle nach.
- 16:28Speaker 0: Wir sehen drei bekannte Risiken die auf einen Patienten treffen dessen Genesung gerade noch im Gange ist.
- 16:35Speaker 0: Bei einem kräftigeren Patienten wären sie ein Nebengeräusch bei diesem Sinzi der Grund warum man zur Nachsorge geht.
- 16:43Speaker 1: Dann zeigt mir die Habenseite im laufenden Geschäft nicht den Umbau – Das Tagesgeschäft.
- 16:48Speaker 0: Der Umsatz wächst aus eigener Kraft um sieben Prozent.
- 16:51Speaker 0: Und das ist gut!
- 16:53Speaker 1: Moment, vorhin waren es zehn.
- 16:55Speaker 0: Zwei verschiedene Zahlen für zwei verschiedene Dinge.
- 16:59Speaker 0: Sieben Prozent ist der Umsatz aus eigena Kraft.
- 17:02Speaker 0: Gut zehn Prozent war der Gewinn vor Sondereffekten.
- 17:05Speaker 0: Der Gewinn wächst also schneller als der Umsatz und das ist genau die Richtung die man sehen will.
- 17:12Speaker 0: Bei Kaby, den Infusionen und Medikamenten ist die Marge sogar gestiegen.
- 17:17Speaker 0: Auf über sechzehn Prozent!
- 17:19Speaker 0: Das Geschäft mit dem Biotec-Nachahmen legte über vierzig Prozent zu Mit drei neuen Medikamente im Jahr.
- 17:26Speaker 1: Und die Kliniken Warren?
- 17:28Speaker 0: In dem Jahr das ich bewährte ist die marge leicht zurück gegangen auf knapp zehn Prozent und das gehört ins Bild.
- 17:35Speaker 0: in den Sommerzahlen hat sie gedreht Über zehn und höher als im Vorjahr.
- 17:40Speaker 0: Der eine Wert, der in die falsche Richtung lief, läuft also wieder in die richtige.
- 17:45Speaker 1: Und die Genesung von der du die ganze Zeit sprichst?
- 17:48Speaker 1: Woran sieht man sie?
- 17:49Speaker 1: Gib mir etwas das ich nachprüfen kann!
- 17:51Speaker 0: Drei Vitalwerte.
- 17:53Speaker 0: Der erste ist der freie Cashflow – Das Geld, das übrig bleibt wenn alles bezahlt und investiert ist.
- 17:59Speaker 0: Knapp zwei Milliarden Euro.
- 18:01Speaker 0: Das ist der Tropf aus dem sich der Konzern selbst nähert und erläuft kräftig.
- 18:09Speaker 0: Das Fieber sinkt.
- 18:10Speaker 0: Die Netto-Schulden sind um acht Prozent gefallen und die Verschuldung liegt wieder in dem Band, dass der Konzern sich selbst gesetzt hat.
- 18:17Speaker 0: In den Sommerzahlen läuft sie auf das untere Ende dieses Bandes
- 18:21Speaker 0: zu.".
- 18:22Speaker 1: Hat das außerhalb des Konzerts jemand bestätigt?
- 18:25Speaker 0: Zwei der Rating-Agenturen in diesem Jahr – S und P im Frühjahr, Fitch im August.
- 18:31Speaker 0: Beide haben ihren Ausblick von stabil auf positiv gestellt.
- 18:38Speaker 0: Das ist noch keine Heraufstufung, das ist eine Agentur die sagt dass eine kommen könnte und das ist ein wirklich gutes
- 18:45Speaker 1: Zeichen.
- 18:46Speaker 1: Und der dritte Vitalwert?
- 18:47Speaker 0: Der den ich am liebsten mag es gibt wieder eine Dividende gut ein Euro je Aktie etwa ein Drittel des Gewinns.
- 18:56Speaker 1: Viele Unternehmen zahlen eine Diverdente Warren.
- 18:58Speaker 1: warum beeindruckt dich ausgerechnet diese?
- 19:00Speaker 0: weil sie aus dem eigenen Geld des Konzerns gedeckt ist.
- 19:04Speaker 0: Fresenius verteilt nicht mehr als es verdient.
- 19:07Speaker 0: Es schüttet aus, was übrig ist.
- 19:09Speaker 0: Genau daran scheitern andere Patienten die wir hier schon in unserem Podcast hatten.
- 19:14Speaker 1: Dann bring es an einer Stelle zusammen Wo landet Fresenius und Was fehlt für mehr?
- 19:19Speaker 0: Vier von fünf.
- 19:21Speaker 0: Und ich will klar sagen das ist stark!
- 19:23Speaker 0: Es is das zweitbeste was sich über eine Equity Story sagen kann... ...und die meisten Unternehmen die ich mir ansehe kommen nicht so weit.
- 19:31Speaker 0: Was zur höchsten Stufe der Fünf auf meiner Scala fehlt sind vor allem zwei Dinge.
- 19:36Speaker 0: Die Kapitalrendite müsste sich deutlich über die Kapitalkosten heben, und der Gewinn müsste ein weiteres Jahr ohne Einmalmedikamente wachsen.
- 19:45Speaker 0: Die Klinik Marge stand auch einmal auf dieser Liste – die habe ich gestrichen!
- 19:49Speaker 0: Das haben sie sich
- 19:50Speaker 0: verdient.".
- 19:52Speaker 1: Und der Kurs?
- 19:53Speaker 1: Die Aktie hat seit Juni wieder spürbar zugelegt….
- 19:55Speaker 1: Sagt ihr das nichts?
- 19:57Speaker 0: Es sagt mir dass der Markt die Genesung bereits eingepreist hat... Mein Score sagt allerdings allein etwas über die Qualität der Equity-Story eines Unternehmens.
- 20:07Speaker 0: Nicht darüber, ob die Aktie heute günstig ist.
- 20:10Speaker 0: Das sind zwei verschiedene Fragen und ich beantworte nur eine davon.
- 20:14Speaker 1: Wenn der Vorstand von Fresenius hier bei uns säße Was würdest du verlangen?
- 20:19Speaker 0: Drei Dinge Und alle drei hat er selbst in der Hand.
- 20:22Speaker 0: Erstens zeigen sie mir ein weiteres Jahr spürbares Gewinnwachstum In dem kein Verkauf und keinen Einmalertrag steckt.
- 20:31Speaker 0: Zweitens sorgen Sie dafür, dass der Puls kräftiger wird.
- 20:35Speaker 0: Dass Ihr Kapital deutlich mehr verdient als es kostet.
- 20:38Speaker 0: an diesem Abstand hängt viel bei meiner Bewertung.
- 20:42Speaker 1: Bei beidem geht es ums Mehrverdienen beim dritten auch
- 20:45Speaker 0: das Dritte führt zurück zu den vierzehn Milliarden.
- 20:49Speaker 0: zeigen sie uns was die großen zukäufe heute verdienen einzeln.
- 20:53Speaker 0: Im Moment wird dieser ganze Gutwill einmal im Jahr als eine einzige Zahl geprüft.
- 20:58Speaker 0: Und der Aktionär soll einfach glauben, dass sich die Zugkäufe wirklich gelohnt haben.
- 21:02Speaker 0: Helios, Kiron Saloud das US-Geschäft sagen sie uns was jedes davon abwirft.
- 21:08Speaker 0: wenn Sie tatsächlich einbringen was sie gekostet haben ist das die beste Antwort auf alles was ich dazu heute gesagt
- 21:15Speaker 1: habe.
- 21:16Speaker 1: und Was nehme Ich mit in den nächsten Geschäftsbericht Den ich Aufschlage?
- 21:19Speaker 1: egal von welchem Unternehmen?
- 21:21Speaker 0: drei Dinge erstens Wenn sich ein Gewinn plötzlich verdoppelt, frag zuerst was im Vorjahr weggefallen ist.
- 21:28Speaker 0: Sehr oft ist der Sprung keine neue Stärke sondern eine verschwundene Altlast.
- 21:34Speaker 0: Zweitens vergleich die Rendite auf das Kapital immer mit den Kapitalkosten nie mit null.
- 21:40Speaker 0: Ein Unternehmen dass knapp über der eigenen Schwelle liegt kann wachsen und trotzdem fast keinen Wert schaffen.
- 21:46Speaker 0: Drittens wenn fast das ganze Eigenkapital gut will ist kaufst du die Vergangenheit mit.
- 21:52Speaker 0: Frag dich, ob die alten Zugkäufe heute noch verdienen was sie gekostet haben.
- 21:57Speaker 0: Für Fresenius gilt, die großen Operationen sind vorbei der Patient ist entlassen und läuft wieder.
- 22:03Speaker 0: er versorgt sich selbst.
- 22:05Speaker 0: zwei Werte beobachtet der Arzt weiter wie viel vom Gewinnwachstum kommt noch aus dem Medikament Und wann wird sein Puls wieder richtig kräftig?
- 22:14Speaker 0: Der patient ist zurück auf den Beinen aber ohne medikament sähen die werte Bescheidene aus.
- 22:20Speaker 0: Für ihn gilt es nun, weiter an eigener Kraft zuzulegen.
- 22:40Speaker 0: Sie
- 22:51Speaker 1: stellen keine Anlageberatung und keine Aufforderungen zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
- 22:59Speaker 1: Alle Einschätzungen beruhen auf einem modellbasierten KI-gestützten Analyseansatz.
- 23:05Speaker 1: Warren Wise ist eine fiktive synthetische Figur weder eine reale Person noch deren Nachlass – oder ein mit einer solchen Person verbundenes Unternehmen.
- 23:16Speaker 1: Soweit auf Benjamin Graham, Warren Buffett oder Charlie Manga Bezug genommen wird Geschieht dies ausschließlich beschreibend im Hinblick auf die ihnen zugeschriebenen Anlagephilosophie.
- 23:27Speaker 1: Eine Unterstützung, Autorisierung, Repräsentation oder sonstige Verbindung – auch zu deren nachlässigen oder verbundenen Unternehmen besteht nicht!
- 23:37Speaker 1: Sämtliche Stimmen und akustischen Inhalte dieser Folge sind synthetisch erzeugt und KI generiert.