Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Bonus-Frust im Rathaus, und Insolvenz-Schock in Ottensen
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 16. April. Bis zu 1000 Euro Krisenbonus dürfen Unternehmen in Deutschland ihren Beschäftigten steuerfrei auszahlen. Die Klinik Dr. Gut an der Jürgensallee in Nienstetten soll noch in diesem Sommer geschlossen werden. SEK-Einsatz in St. Georg. Der Hamburger Fahrradhändler BOC stellt seine Führungsspitze neu auf. Bekannte Kaffeerösterei meldet Insolvenz an. Bis zu 1.000 Euro Krisenbonus dürfen Unternehmen in Deutschland ihren Beschäftigten steuerfrei auszahlen. Das ist neben dem Tankrabatt der zentrale Hebel, mit dem die schwarz-rote Bundesregierung die Bürger angesichts der massiv gestiegenen Kraftstoffpreise und hoher Lebenshaltungskosten kurzfristig entlasten will. Doch damit liegt der Ball bei den Unternehmen. Sie müssen nun entscheiden, ob sie von dem Instrument Gebrauch machen und sie müssen es finanziell stemmen. Welche Firma kann sich das leisten? Welche will es überhaupt? Das Abendblatt hat sich bei den großen Arbeitgebern in der Stadt umgehört. Die rund 80.000 Beschäftigten und Beamten der Stadt Hamburg sowie weitere Zehntausende Beschäftigte in den öffentlichen Unternehmen sollten sich jedenfalls keine Hoffnungen auf einen Krisenbonus machen. Finanzsenator Andreas Dressel, SPD, lobte die steuerfreie Entlastungsprämie auf Anfrage des Abendblatts zwar als gutes Instrument für die Wirtschaft, den Beschäftigten kann es schnell und konkret Entlastung verschaffen und private Arbeitgeber können die Prämie als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen. Es ist also auch für sie durchaus attraktiv. Für den öffentlichen Dienst der Länder sei die Lage aber etwas anders, so Dressel. Hier gäbe es einen frischen Tarifabschluss mit deutlichen Entgeltsteigerungen zum 1. April und einem Mindestbetrag von 100 Euro. Für alle Hamburger Beschäftigten gäbe es darüber hinaus seitdem einen Zuschuss von fast 20 Euro pro Monat zum Deutschland-Ticket und viele Hamburger Beschäftigte würden zudem von der neuen Hamburg-Zulage profitieren, so der Finanzsenator. Ob und inwieweit es zusätzlich noch eine Entlastungsprämie gibt, kann kein Bundesland allein entscheiden. Dazu gibt es einen Entscheidungsvorbehalt der Tarifgemeinschaft der Länder. Die Klinik Dr. Gut an der Jürgensallee in Nienstetten soll noch in diesem Sommer geschlossen werden. Die Zukunft der Mitarbeiter und Patienten ist unsicher. Wie das Abendblatt aus informierten Kreisen erfuhr, seien alle von der Ankündigung überrascht worden und aus allen Wolken gefallen. Auch Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer, SPD, und ihre Krankenhausexperten wussten zunächst nichts von einer Schließung des Krankenhauses. Das spricht für ein überraschendes Ende der Klinik an dem Standort. Zuletzt hatte es nach Abendblatt-Informationen intensive Übernahmegespräche gegeben, von denen aber nichts an die Öffentlichkeit drang. Dabei wurden schon wirtschaftliche Daten der Klinik ausgetauscht. Alle Krankenhäuser bundesweit müssen sich wegen der Krankenhausreform, die in den kommenden Jahren wirksam wird, neu aufstellen. Ein Hotelgast hat heute in St. Georg für einen Großeinsatz der Polizei Hamburg gesorgt. Der Mann soll sich nach ersten Informationen in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. An dem Einsatz war auch das SEK beteiligt. Die Beamten waren gegen 10.35 Uhr von Mitarbeitern des Hotels an der Kirchenallee wegen des verhaltensauffälligen Mannes alarmiert worden. Er habe sich in seinem Hotelzimmer eingeschlossen und damit gedroht, sich selbst zu verletzen, sagte eine Polizeisprecherin dem Abendblatt. Vor diesem Hintergrund sei das SEK zu dem Einsatz hinzugezogen worden. Die Beamten konnten den Mann schließlich überwältigen. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Hamburger Fahrradhändler BOC stellt seine Führungsspitze neu auf. Carsten Horn übernimmt die Position des CEO und wird künftig mit Bernd Heumann die Geschäftsführung bilden. Er folgt auf Alexander Esser, der das Unternehmen den Angaben zufolge Mitte April verlassen hat. Die Bike & Outdoor Company GmbH & Co. KG, für die die Abkürzung BOC steht, befindet sich in einem Transformationsprozess. Der eingeschlagene Kurs soll mit dem neuen Management unverändert fortgeführt werden. Ziel bleibt es, die bestehende Marktposition weiter auszubauen und das Unternehmen nachhaltig zu stärken, heißt es in einer Mitteilung. 1999 in Hamburg gegründet, betreibt der Ratspezialist aktuell 48 Filialen mit 1300 Beschäftigten bundesweit sowie einen großen Online-Shop. In Hamburg ist das Unternehmen mit drei Standorten in Altona am Nedderfeld und Wandsbeck vertreten. Carsten Horn gilt als erfahrener Top-Manager. Zuletzt war er bei der Blockgruppe Blockhaus, Élysée etc. Die Position als Vorsitzender der Geschäftsführung der Eugen Block Holding hatte er im Februar 2025 von seinem langjährigen Vorgänger Stefan von Bülow übernommen. Nach nur fünfeinhalb Monaten hatte er das Unternehmen von Firmengründer Eugen Block wieder verlassen. Sie ist eine dieser kleinen, aber feinen Hamburger Kaffeeröstereien, die von Gastronomie- und Feinschmeckerjournalen regelmäßig zu den besten in der Hansestadt gezählt und zum Geheimtipp erklärt werden. Spätestens seitdem sie 2022 zur Besten in Hamburg und zu einer der Besten in Deutschland gekürt wurde, genießt die Rösterei Torrefactum in Ottensen Kultstatus in der Fanszene des gehobenen Koffeingenusses. Gleichwohl sind die Rösterei und das Café im Phoenixhof und die beiden Torrefactum-Cafés an der Barenfelder Straße und im Zeithaus am Speersort in der City nun in finanzielle Schieflage geraten. Das Amtsgericht Hamburg hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren bei der Torrefaktum GmbH eröffnet. Den Hamburger Insolvenzexperten Thilo Streck von der Kanzlei Weiland Rechtsanwälte hat das Gericht als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Der Hamburger Bürgermeister und sein schleswig-holsteinischer Amtskollege sind zu zurückhaltende und besonnene Menschen, um zu zeigen, wenn sie genervt sind. Fakt ist, Peter Tschentscher und Daniel Günther hadern mit der Pilotengewerkschaft Cockpit und der Lufthansa. Die Regierungschefs müssen ihre Teilnahme an der Delegationsreise ins Baltikum vorzeitig abbrechen. Statt vormittags weitere Unternehmen aus der Sicherheitstechnologie zu besuchen oder Politiker zu konsultieren, werden die beiden norddeutschen Regierungschefs Lettland am Freitag in aller Frühe verlassen. Viele Stunden früher als geplant und mit einer zuverlässig fliegenden Airline, schreibt mein Kollege Stefan Steinlein, der die beiden begleitet.