Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Streik in Düsseldorf, "DUS Connect" am Flughafen und ausgezeichnete Stücke aus der Redaktion
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- Wir haben hier ja schon öfter be- und angemerkt, dass in Düsseldorf gerne und oft das gute Leben genossen wird. Ist ja auch richtig so. Und weil Karneval ja schon wieder eine ganze Woche her ist, geht es direkt weiter mit der nächsten Action, die Pro-Wein steht vor der Tür und das bedeutet Pro-Wein-Goes-City. Vom 13. bis zum 18. März gibt es im gesamten Stadtgebiet die verschiedensten Aktionen, Dinner, Tastings, Partys und was das Weinliebhaberinnen und Liebhaberherz sonst noch so begehrt. Und anders als bei der tatsächlichen Messe pro Wein, die sich ja ans Fachpublikum richtet, dürfen hier alle ans Glas. Ticket und Infos gibt's im Netz auf der Homepage der Veranstaltung. Und auch wir lassen uns die Chance auf köstliche Kaltgetränke, Snacks und sicher jede Menge gute Stimmung natürlich nicht entgehen und sind vor Ort. Meine liebe Kollegin Lilli Stegen und ich packen die Podcast-Mikros ein und berichten. Das hört ihr hier dann nächste Woche. Nicht so ausgelassen ist die Stimmung derzeit bei den Menschen, die für bessere Arbeitsbedingungen streiken und teilweise auch bei denen, die dadurch eingeschränkt werden. Bis jetzt stehen unter anderem die Bahnen der Rheinbahn und größtenteils die Müllentsorgung still. Wie die genaue Lage ist, weiß Alexander Esch. Eine richtig große Weinverkostung könnte man theoretisch auf dem Eurev Campus am Flughafen stattfinden lassen. Das Gelände misst immerhin 70.000 Quadratmeter. Uwe Jens Runau erzählt, was dort tatsächlich geplant ist und welche Besonderheiten es gibt. Zu feiern haben zwei meiner lieben KollegInnen etwas. Verena Keensbock und Paul Küchler sind für den Heinrich-Heine-Journalismus-Preis nominiert. Über die Stücke, die in die Auswahl gekommen sind und die Geschichten dahinter, habe ich mit beiden gesprochen. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 360 und der Rhein steht bei 1,88 Meter. Music. Rheinpegel, Der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf lieben. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kohlmann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Lob oder Kritik habt, wenn ihr Themen habt, die euch unter den Nägeln und auf der Seele brennen oder wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen können oder wenn ihr einfach mal irgendwas erzählen wollt, dann könnt ihr das sehr gerne tun unter rheinpegel.podcast.reinische-post.de oder 0160 80 80 844 könnt ihr uns erreichen. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Es wird gestreikt und das über einen so ausgedehnten Zeitraum wie schon lange nicht mehr. Im Vergleich zu anderen Städten trifft es Düsseldorf so besonders hart. Vor allem Kundinnen und Kunden der Rheinbahn bekommen die Einschränkungen zu spüren, Und auch das Thema Müllentsorgung brachte einige Konflikte hervor. Wie die Lage aktuell ist, warum der Streik so lange anhält und wie die Aussichten sind, darüber habe ich mit Alexander Esch gesprochen. Manchmal, lieber Alexander, merkt man ja erst, was man hat, wenn es weg ist, richtig? Ja. Also zum Beispiel, wenn es regnet, denken wir an die Sonne. Wenn sehr viel zu tun ist, denken wir an die Freizeit, die wir manchmal haben. Und ich habe mich die letzten drei Tage dabei ertappt. Wenn wir so viel Freizeit haben, dann wünschen wir uns endlich wieder zu arbeiten. Endlich wieder zu arbeiten. Ich habe mich die letzten drei Tage dabei ertappt, dass ich meinen Müll nach draußen bringen wollte und mich jedes Mal kurz daran erinnert habe, dass gerade Streik ist und habe dann wirklich darüber nachgedacht, dass ich manche Dinge einfach, wie es so schön heißt, for granted nehme. Und zwar, ich tue den Müll in die Mülltonne vorm Haus und der wird abgeholt und dann war der nie wieder gesehen. Außerdem hatte ich einen Termin in Flingern und ich bin viel zu spät losgelaufen und dachte, ich kann ja in die Bahn steigen. konnte ich auch nicht, weil es ist nämlich Streik. Und auch da habe ich gemerkt, ich gehe immer, also das ist ganz normal. Verlaufe mich und dann ist irgendwo eine Bahnhaltestelle, die mich wieder zum Ziel bringt im besten Falle. Es wird gestreikt in Düsseldorf und das schon eine Weile dafür, was es ist. Nicht wahr? Also du meinst, dass die auch... und jetzt gerade kommt es aber sehr dicke, muss man sagen, weil es eben tatsächlich einige Tage in Folge sind und ja, auch relativ breit angelegt im öffentlichen Dienst gestreikt wird. Das ist nicht sehr gängig, ne? Ne, also gerade für einen Warnstreik ist das total ungewöhnlich und sogar wenn man mal in die Geschichte Geschichtsbücher guckt sozusagen. Also bei der Rheinbahn haben wir ja gefragt, wann gab es eigentlich zuletzt mal so einen langen Streik. Also bei der Rheinbahn sind es ja. Insgesamt vier Tage in Folge, an denen keine Bahn fährt. Das gab es zuletzt vor über 30 Jahren, 1992. Was war da der Anlass? Ja, das ist eine gute Frage. Weiß ich nicht genau, was damals der Hintergrund war. Damals fuhr 14 Tage lang keine Bahn. Das ist wirklich lang. Warum fahren trotzdem Busse? Also ich meine, wir müssen jetzt wirklich nicht in diese ganze Streik-Orga und so und in die ganze Struktur, weil das ist glaube ich viel, viel, viel zu groß, aber das habe ich mich gefragt. Ja, es gibt Subunternehmen bei der Rheinbahn, die eben nicht Teil dieser ganzen. Tarifverhandlungen sind, die jetzt da laufen und die eben auch nicht bei Verdi organisiert sind und die, Subunternehmen können fahren, das heißt, das ist eigentlich so ein bisschen der Standard gewesen, auch in den letzten Jahren, wenn die Rheinbahn bestreikt wurde, also auch der Fahrdienst bestreikt wurde, dann konnten immerhin so rund 15 Buslinien unterwegs sein. Insgesamt gibt es 50, aber 15 Buslinien hat man immer so ungefähr hingekriegt, dass die einigermaßen nach Fahrplan fuhren. Weil das ja bestimmt auch im Sinne der... Streikenden, sage ich jetzt mal ganz vorsichtig, ist, dass es also, dass trotzdem was fährt oder sind die dann eher so, stehen die dann so gegeneinander? Ja, die haben einfach das Streikrecht nicht. Aber man kann ja trotzdem auch Solidarität dann mitstreiken. Ja, gut, aber da riskierst du dann deinen Job natürlich sofort. Ja, verstehe. Okay, das ist, habe ich nur gerade gedacht, ob die dann so auch noch untereinander Beef haben, weil dann Untereinander Beef gibt es natürlich bei der Rheinbahn, weil es zwei relativ starke Gewerkschaften gibt. Beide behaupten auch, sie sind die Stärkere. Sowohl Verdi als auch die Nahverkehrsgewerkschaft behaupten, dass sie stärker organisiert sind. Und die kann schon wirklich fast von einer Feindschaft reden, muss man sagen. Die reden wirklich gar nicht miteinander. Das schaukelt sich dann auch schon mal so ein bisschen hoch. Und unterm Strich hat das jetzt nicht nur das, es gibt noch einen anderen Grund, kann ich gleich noch dazu kommen, aber das hat eben auch dazu geführt, dass es eigentlich nicht so ganz geplant war, jetzt vier Tage in Folge keine Bahn fahren zu lassen. Das sollte eigentlich nicht der Fall sein. Das ist auch in keiner anderen Stadt jetzt in der Nähe der Fall. In Köln sind es zwei Tage oder so. Also selbst drei Tage findet man eigentlich nicht. Und das ist schon sehr ungewöhnlich. Ganz kurz, um, verzeih, wenn ich dir ins Wort falle, aber nur um das nochmal kurz, dass gestreikt wird, auch NRW-weit oder sogar bundesweit. Das ist ja immer auch so ein bisschen schon planbar und angekündigt und organisiert. Und dann unterscheiden sich die Städte aber nochmal in sich voneinander, wie das dann tatsächlich vonstatten geht. Und Düsseldorf wird gerade wirklich hart getroffen. Und auch Hertha, wie du gerade schon gesagt hast, also das wollte ich nur nochmal klar rausstellen, als die Städte, die haben das wieder irgendwie geklärt oder haben von Anfang an gesagt, wir machen anderthalb Tage oder so. Oder zwei Tage. Und jetzt geht es hier aber ein bisschen weiter. Es wird schon auch zentral so ein bisschen gesteuert von Verdi. Oder nicht nur ein bisschen. Das ist jetzt nicht so, dass die Verdi-Gruppe Rheinbahn jetzt entscheidet, was sie jetzt machen will, sondern die kriegen schon einen Arbeitsauftrag. Wie dann dieser Arbeitsauftrag, welche Auswirkungen der hat, das ist dann unterschiedlich. Oder kann eben je nach Struktur vor Ort dann anders ausfallen. Und es war von Verdi so geplant, dass es eben am Mittwoch gab es ja diesen riesigen, Streiktag in ganz NRW, wo der gesamte öffentliche Dienst zum Streik aufgerufen war. Pitas, Schwimmbäder, Zoos, also es ist ja nicht nur Bahn und Müllabfuhr, sondern es sind ja... Genau. Und da wollte Verdi eben auch den Fahrdienst der Rheinbahn zum Streik aufrufen. Dann hätte da Bus und Bahn nicht fahren können. An den restlichen Tagen wollte man aber eigentlich nur die Werkstätten, Kundencenter und so weiter bestreiken. Was aus Sicht von Verdi jetzt nicht unbedingt dazu führen musste, dass der komplette Fahrdienst nicht stattfinden kann. Dann kamen zwei Dinge zusammen. Zum einen hat die Nahverkehrsgewerkschaft, die darüber jetzt nichts wusste und wie sie sagt auch keinen Kontakt zu Verdi herstellen konnte, hat dann für sich aber gesagt, wir gehen jetzt am Dienstag in den Streik mit dem kompletten Fahrdienst, was dazu geführt hat, dass dann Verdi gesagt hat, okay dann schließen wir uns dem an. Das hat dann auch so ein bisschen finanzielle Gründe für das, wie man da an dem Tag bezahlt werden kann als Fahrer und so weiter. Also so kam es schon mal dazu, dass am Dienstag auch der Fahrdienst gestreikt hat und dann hat die Rheinbahn selber aber entschieden, nee, wenn unsere Werkstätten bestreikt werden, ist das so riskant für unseren ganzen Betrieb, wir können die nicht fahren lassen, obwohl die Fahrer alle bereit da saßen am Montag. Und das ist allerdings auch schon wieder ein bisschen eine besondere Situation, weil in Essen beispielsweise oder Dortmund werden auch die Werkstätten bestreikt, aber da fahren die Bahnen. Aber das kann natürlich jetzt unterschiedliche Gründe haben. Ist das strukturell in den Unternehmen anders geregelt? Sind da einfach deutlich weniger Mitarbeiter beispielsweise bei der Rheinbahn übrig in so einer Werkstatt oder die dann so eine Bahn im Notfall aus dem Netz holen könnten, wenn die eine Panne hat oder so? Also das ist nicht so ganz zu klären. Aber unterm Strich hat das dazu geführt, dass eben dann Montag, Dienstag und Mittwoch keine Bahn fuhr und dann aber auch noch am Donnerstag, weil da eben auch weiterhin Werkstätten und Co. Von Verdi bestreikt werden. Jetzt gibt es so ein bisschen noch eine Abmilderung, dass die Rheinbahn gesagt hat, okay, jetzt für den Donnerstag kriegen wir es hin, dass zumindest alle Busse fahren. Das ist dann, sind nicht so ganz abhängig von den Werkstätten, aber eine Bahn fährt da auch nicht, also unterm Strich vier Tage, keine Bahn. Du beschäftigst dich ja intensiv mit diesem Thema, nicht zuletzt in deiner Rolle hier bei der Zeitung. Was für eine Stimmung schnappst du auf? Also geht es den Leuten auf die Nerven? Ist Verständnis da? Ich bin da ja auch manchmal ein bisschen hin und her gerissen. Beim großen Ganzen bin ich natürlich dabei. Im Kleinen, wie gesagt, wenn ich dann da denke, wahrscheinlich jetzt komme ich eine Dreiviertelstunde zu spät, aber es ist ja meine Schuld, weil ich habe es nicht gut geplant. Aber natürlich bin ich dann so, oder wenn ich jetzt denke, der Müll wird immer voller. Also was hast du da für ein Gefühl? Ich glaube, es geht noch. Das ist jetzt, das ist schon, also. Weil es ist wirklich lang, das finde ich auch. Also die ganz große Wut ist vielleicht noch nicht da, sagen wir mal so. Aber da ist natürlich bei vielen schon der Frust groß, die auch einfach angewiesen sind auf eine funktionierende Bahn und so weiter, die nicht so flexibel sind. Auf der anderen Seite erlebe ich eigentlich dann doch, dass die Stadt insgesamt sich da relativ gut drauf einstellen kann. also dann wechselt man dann doch ins Homeoffice eben oder nimmt man das Fahrrad oder das Auto. Ich meine, das war natürlich jetzt auch wirklich gut mit dem Wetter, die letzten, das muss man einfach sagen. Also dass jetzt hier irgendwas zusammenbricht oder so, das merkt man, das kriegt man ja gar nicht mehr. Es ist schon, finde ich, voller auf den Straßen, das habe ich heute Morgen, weil ich laufen, ja, ich war laufen, ich war joggen, was ist mit mir eigentlich passiert. Aber genau, da habe ich schon gemerkt, dass es... Mehr Autos so, aber in der Innenstadt und so, finde ich, merkt man es jetzt auch nicht so. Das große Chaos bricht nicht aus, genau. Also ich denke, das kriegt die Stadt immer noch so ganz gut gewuppt. Aber das ist natürlich jetzt schon ein heftiger Einschlag mit diesen vier Tagen. Und das sehen wir ja auch bei unserer Berichterstattung, wie stark das quasi aufgerufen wird und nachgefragt ist. Das schlägt schon Wellen und das beschäftigt die Leute sehr. Ja, was die Leute auch beschäftigt und wo du gerade Chaos sagst, das ist vielleicht ein gutes Stichwort, um auf das zweite Ding mal so ein Schlaglicht zu werfen jetzt noch, ist diese ganze Müllsituation, weil es tatsächlich zu Szenen gekommen ist in den letzten Tagen vorm Recyclinghof in Flingern, auch vor den anderen eigentlich in Lohausen und so auch. Also, dass da einfach Leute, was heißt einfach, da wurde Müll abgeladen und natürlich aber nicht in Empfang genommen. Genau, die Recyclinghöfe sind zu aufgrund des Streiks. Also bei der Erwista wird ja schon seit Freitag gestreikt. Das sieht man, finde ich, auch mittlerweile in der Innenstadt, weil natürlich die auch nach so einem Partywochenende, das Wetter war wunderschön so. Die öffentlichen Mülleimer quillen auch über. Oder quollen über, muss man sagen. Also es ist relativ, dann doch relativ zügig, Mitte der Woche hat so ein Trupp da die Altsstadt auch wieder geklärt quasi. Also das gab es schon, aber an vielen Stellen steht der Sperrmüll halt noch draußen rum vor der Tür oder diese Restmülltonnenquellen über und man sieht die Müllsäcke daneben stehen. Ja, das ist bei mir in der Gegend auch so. Genau, aber natürlich sehr eindrucksvoll oder am, ja wie soll ich das denn sagen, am fast dramatischsten war diese Situation vor den Recyclinghöfen. Wie kommt das dazu? Ja, das ist eine gute Frage. Also da haben wir uns ja eben auch schon, als die Mikros noch aus waren, kurz drüber ausgetauscht. Also natürlich würde jetzt jeder und jede wahrscheinlich erstmal sagen, verstehe ich nicht, wie kann ich einfach da vor eine Müllkippe fahren. Ich habe irgendwie, ich war auch, ich war mein Hobby, also eins meiner komischen Hobbys ist jetzt so Müllkippe fahren, Sachen aussortieren und ich habe das vor zwei Wochen gemacht, da hatte ich das ganze Auto voll mit Altkleider und irgendwelchen Sachen aus dem Keller. Nervt dann, wenn ich das nicht abladen kann, aber ich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, das da hinzustellen. Also ist es dann ein bisschen so, wenn einer anfängt, dann ist es leichter. Ja, ich glaube, so ein Domino-Effekt spielt da schon eine Rolle. So eine Kettenreaktion, ach, der hat das gemacht, dann mache ich das auch oder, ich mache mir jetzt da nicht weiter Gedanken drüber, ist ja irgendwie so halb an der richtigen Stelle hier, wo soll es sonst hin und so. Also es fällt mir ehrlich gesagt auch schwer, da jetzt Erklärungen für zu finden. Also Ich kann mir schon vorstellen, dass es in Einzelfällen wirklich auch schwierig ist, wenn da gerade die große Sanierung der Wohnung stattgefunden hat, man dann alles terminiert, Helfer organisiert und fährt mit dem großen Transporter jetzt dahin und hat dieses eklige Zeug, was ja auch nicht einfach so leichtgängig ist, da hinten drin und das soll man jetzt wieder mitnehmen und das soll man wieder in die Wohnung tragen, wenn man jetzt keinen Vorgarten hat oder so. Also kann schon Zwänge geben, aber das Ausmaß, das das Ganze hatte, das kann eigentlich nur den Schluss zulassen, dass das doch so ein bisschen so eine, auf gut Deutsch gesagt, scheißegal Mentalität gewesen ist, die da eine Rolle gespielt hat. Ja, weil es sind Mengen gewesen, das hat die Stadt zumindest so dargestellt und hochgerechnet, die fünfmal das sind, was am Rosenmontag an Müll anfällt. Das ist schon eine Menge. Da bleibt dann wirklich die Spucke weg, finde ich. Und man sieht das auch auf den Fotos besonders in Flingern. Also Garath und Lohausen gab es auch diese Müllberge, aber nicht in dieser Dimension. Über diese gesamte Straße, nicht über die ganze Straße, aber 100 Meter oder so, türmt sich da der Müll. Also da kann man schon sagen, oder muss man sich wirklich fragen, was in die Leute gefahren ist. Und mir fällt dafür wirklich jedes Verständnis. Ich habe das ja auch in einem Kommentar geschrieben. Und ich finde, das spricht eigentlich leider, entspricht das so ein bisschen so einem Trend, den man auch in der Stadt beobachtet, im Umgang mit Müll im öffentlichen Raum. Also wenn die Papiercontainer voll sind, dann schmeiße ich mein Zeug halt daneben. Ja, das habe ich auch. Oder bei Altkleider, finde ich auch, ist ganz doll. Altkleider. Oder das ist mir auch nochmal in den Kopf gekommen, es gab mal vor einem Jahr so eine Aktion, Ryan Cleanup hat hier mal so fünf Tage lang Zigarettenstummel aufgesammelt in der Stadt, in Parks, auf Spielplätzen, auf der Straße. Und da hatten die nach fünf Tagen 120.000 Zigarettenstummel. Also man muss sich die Zahl mal auf der Zunge zergehen lassen. Und da machen sich viele gar keine Gedanken darüber, die schnippen diese Dinger da durch die Gegend und es ist wirklich nicht nur dreckig und es sieht scheiße aus, sondern es ist auch wirklich giftig und schadet der Umwelt. Das finde ich spielt eher in dieser Reihe, dass man so sagt, so nach mir die Müllflut. Das ist halt der pure Egoismus. Ich habe hier ein Problem mit diesem Müll, das ist jetzt lästig das wieder mitzunehmen. Hau das jetzt hier einfach weg, haben ja andere auch schon gemacht. Ja, ich glaube, es ist ein bisschen auch dieses, ne? Aus den Augen, aus dem Sinn. Und das finde ich halt, das ist respektlos gegenüber uns allen eigentlich und natürlich auch den Leuten, die da arbeiten. Also ich bekomme jetzt nach dem Kommentar Mails, wo Leute sagen, ja, aber wir lassen uns hier nicht in Geiselhaft nehmen von irgendwelchen Müllmännern, die streiken und so. Naja, aber wegmachen müssen es am Ende sogar die, die eben nicht streiken. Also das ist so kurzsichtig gedacht. Naja, also man merkt, ich rege mich hier etwas auf. Naja, aber das ist ja die Frage, bei so einem Streik dann nämlich auch, das eine ist ja das eine, das andere ist das andere. Also der Streik wird ja organisiert und durchgeführt, um bestimmte Ziele zu erreichen, aber es kann natürlich auch sein, dass darüber dann andere Sachen wie aufgedeckt werden oder andere Problematiken vielleicht hochkommen oder andere Diskussionen angeregt werden. Und ich finde, das ist durchaus ein emotionales Thema, weil man, genau, weil man ja auch so ein bisschen, also mir geht das ja auch so auf die, nicht auf die Probe gestellt, das ist alles viel zu groß gesagt, aber ja, natürlich habe ich Verständnis und supporte auch, dass Leute irgendwie für ihre Rechte einstehen und irgendwie die Möglichkeit haben, sich bemerkbar zu machen. Auf der anderen Seite bin ich ja auch dann genervt, wie ich schon gesagt habe, wenn ich halt jetzt das Auto voll... Ich finde, die politische Ebene wird da gar nicht erreicht. Also meinen Müll auf die Straße zu werfen, das kann jetzt nicht ein politisches Statement gegen den Streik sein, finde ich. Also das ist völlig egal, wo man da steht. Ob man auf der Seite der Streikenden steht oder da kein Verständnis für hat, wo es auch gute Argumente für gibt, muss man hier bei einem Warnstreit wirklich tagelang das öffentliche Leben stilllegen. Da kann man große Zweifel dran haben. Aber das kann überhaupt nichts damit zu tun haben, dass man einfach seinen Müll auf die Straße wirft in Massen. Ja, das stimmt. Ich wollte auf was ähnliches hinaus. Ich wollte nur auffangen Ja, verstehe. Dass ja manchmal durch eine Sache, die passiert, andere Sachen auch passieren. Das ist ja eine Parallelhandlung, das ist ja eine Parallelgeschichte, dass da jetzt Leute ihren Müll hinwerfen. Ich finde das auch nicht in Ordnung. Ich hätte es wahrscheinlich auch nicht gemacht und ich finde spannend, das wollte ich nämlich auch noch kurz abschließend, es gibt ja Mülldetektive, also es wird ja jetzt auch erforscht, wer das ist und so. Also es ist ja, wie gesagt, das ist ja eine ganz eigene Geschichte, die halt durch diesen Streik einfach jetzt ausgelöst wurde. Ja, das ist natürlich auch ein bisschen, aber witzig, man findet natürlich auch Sachen in dem Müll, die die Verursacher identifizierbar machen. Und da klopfen dann die Mülldirektive an die Tür und bringen den Müll wieder zurück oder wie ist das? Ach so, nee, der Müll ist weggeräumt und jetzt wegsortiert. Das ist auch gestern vor dem Recyclinghof in Flingern zum Beispiel dann als erstes passiert. Da ist so ein Trupp ausgerückt und hat das geklärt. Aber da wird es halt Verwahngelder oder Ordnungsgelder geben. Ja, also am Ende bleibt das dann auch nicht konsequenzenlos, was ja dann auch wieder gut ist. Dieser Streik dauert jetzt wahrscheinlich noch bis Donnerstag, vielleicht auch Freitag. Also könnte das auch noch passieren? Nee, also das ist jetzt von Verdi nicht zu erwarten. Da wird ja weiter verhandelt dann. Und auch die Avista-Ecyclinghöfe werden am Donnerstag wieder öffnen. Also wie gesagt, bei der Rheinbahn Donnerstag Streik, aber bei der Avista nicht mehr. Am Donnerstag soll der Betrieb wieder normal laufen. Das heißt, dann kommen auch wieder die Wägen und holen vor den Häusern und aus den öffentlichen Mülltonnen die. Genau. Auch jetzt hatte man natürlich die ganze Woche die Chance, dass man doch zu den Glücklichen zählt, wo der Müll gelehrt wird. Also das war ja immer auch denkbar, weil immer kleine Trupps unterwegs waren. Ja, ich verstehe. Ja, Streik ist ein emotionales Thema. Ich danke dir sehr für das Gespräch. Danke dir. Nächste Woche reisen wir dann beide wieder mit der Bahn an und haben zu Hause leere Mülltonnen und dann ist doch alles wieder ein bisschen besser. Ja, wer weiß. Ja, wer weiß. Oh mein Gott. Meinst du, das wird jetzt ja auch so ein 14-Tage-Ding, dass die Reihenbahn nächste Woche wieder anfängt? Also es ist ja überhaupt nicht ausgeschlossen, dass es jetzt keine Einigung gibt. Und dann ist der nächste Schritt ja nicht unbedingt einer, der jetzt milder ausfallen könnte. Also das kann spannend bleiben. Was wäre denn, was könnte noch bestreikt werden? Also was wäre die nächste Eskalationsstufe? Ne, weiß ich nicht. Unbefristet. Das ist ja immer so das, was dann kommen könnte. Okay, wir wollen das jetzt mal nicht manifestieren, wie die jungen Leute sagen, sondern wir gehen jetzt einfach davon aus, dass es bald geklärt ist und wir nächste Woche ganz entspannt über was anderes sprechen. Jawohl. Bis dann. Bis dann. Tschüss. Bis zum nächsten Mal. Music. Der Flughafen im Zuge des Masterplans 2045 um- und ausgebaut wird, ist schon länger publik. Dass auch der Euref Campus wachsen wird, wurde nun offiziell bekannt. Ein Mobilitätshub soll entstehen. Parkflächen, Bahnsteige, eine Autobahnabfahrt und sogar ein Teil der Radleitroute werden Teil von DUS Connect. Außerdem sind ein Hotel- und Bürogebäude geplant. Uwe Jens Runau hat die Pläne schon gesehen und berichtet. Lieber Uwe Jens, das Jahr ist jetzt drei Monate und ein paar zerquetschte Tage alt. Zeit, um mal wieder in Urlaub zu fliegen, oder? Das heißt, wir haben schon Mitte April? Oh Mann! So geht es immer los bei uns, Tosja. Also, auf jeden Fall, ich wollte drauf hinaus. Dass es noch jung ist. Ich bin ferienreif. Du bist gefühlt schon in den Osterferien. Es ist Zeit, mal wieder in den Urlaub zu fahren, zu reisen, in vielen Fällen zu fliegen. Und deswegen sind wir heute bei einem unserer Lieblingsthemenkomplexen, dem Düsseldorfer Flughafen. Wir haben ja Anfang des Jahres schon darüber gesprochen, dass dieses, dieser Masterplan 2045 irgendwie in Gang gesetzt wird. Ausgeknobelt, ausgeklügelt und was da alles zusammenhängt. Das war ja schon ein sehr ausführliches Gespräch. Ja, das stimmt. Eine Sache ist da irgendwie nicht aufgetaucht und zwar dieser Euref Campus. Also wo kommt diese Verbindung jetzt da im wahrsten Sinne zum Tragen ab? Was ist die Idee dieses Euref Campus generell, wenn du das vielleicht noch einmal in Erinnerung rufst. Also der Euref Campus, kann man sagen, versucht das Wissen zu bündeln für die Energiewende, für die Verkehrswende auch, dass wir eben ohne CO2 leben, fahren und vielleicht auch fliegen. Das ist das Interessante, dass auch der Flughafen mit Firmen da zusammenarbeitet, die in den Euref Campus sich ansiedeln, weil es sollen ja diese nachhaltigen Treibstoffe auch immer mehr zum Einsatz kommen Und der Flughafen baut dafür auch, also bei ihm ist das eine richtig große Philosophie jetzt und dazu passt dann dieses neue Projekt, ein Tanklager, ein neues, auch für so nachhaltige Treibstoffe, die auch mit. Auf dem Gelände? Nee, nicht auf dem Gelände jetzt, sondern auf der Flughafenseite wiederum, auch mit einem Gleisanschluss. So und hier muss man jetzt sagen, kommt auch diese Idee, nachhaltige Mobilität spielt jetzt bei diesem Thema eine große Rolle, eine große Überschrift und der Name heißt auch DUS Connect, also Düsseldorf verbindet und hier werden eben ganz eng die Verkehrsträger verbunden, Schiene, Straße. Luft und man kann auf einem engen Raum alles erreichen, das ist so die Grundidee. Du hast ja vor dir so eine Zeichnung liegen, die in der Zeitung abgedruckt war. Vielleicht kannst du das auch nochmal beschreiben, wie dieser Eurev Campus überhaupt strukturiert ist. Bei Campus denke ich natürlich direkt an Universität, an irgendein Dorf in der Stadt. Ja und da bei diesem Eurev Campus ist das so. Man hat ganz viele Firmen, die zusammen in einem sehr großen, mächtigen Baukörper sitzen, der so ein bisschen lang gestreckt und auch gekrümmt ist. Und jetzt wird dieser dritte Bauabschnitt, also muss man sagen, der erste Bauabschnitt ist fertig, der wird gerade bezogen, der zweite wird innen ausgebaut. Da ist auch schon ganz witzig, dass noch der Bahnhof des Flughafens in das Gebäude reinführen soll, sodass man also zu Fuß schnell da rein ist, sehr komfortabel. Das ist auch so die Grundidee jetzt für dieses ganz Neue, für dieses DUS Connect. Und jetzt wird gegenüber des Euref Campus auf der Seite, wo der Euref Campus steht, ein Parkplatz geräumt und darauf entsteht jetzt dieser dritte Bauabschnitt des Euref Campus. Wieder für so Firmen, die forschen an den Energiewänden etc. So und dieser Baukörper wird jetzt quasi verlängert Richtung Flughafen über die Gleise des Bahnhofs. Und da ist dann Connect. Genau und da findet jetzt eigentlich das Tolle statt, weil unter den Büros sind schon Parkflächen und auf der anderen Seite des Flughafens ist auch ein Parkhaus. Dann gibt es eben Verbindungen, einen Erschließungsgang sozusagen, von dem man aus überall auf die Bahnsteige runtergehen kann. Das ist natürlich ziemlich cool. Das heißt, du kommst mit einem Auto an. Es gibt auch eine neue Autobahnabfahrt im Übrigen von der A44. Wie heißt die denn? Euref? Das könnte sein Euref oder Dusconnect oder Euref Campus Flughafen sowas. Und dann kann man in diese neuen Parkflächen da rein. Das sind 1500 Parkplätze, die da errichtet werden. ist wirklich viel. Aber du kannst auch dann eben sofort runter auf den Bahnsteig. Du kannst in einen S-Bahn steigen nach Düsseldorf rein, weil du da arbeitest oder hast einen Termin. Du kannst... Ah, ich kann das auch als Park and Ride benutzen quasi. Genau. Park and Ride, Pendlerparkplatz. Es sollen auch die Fanbusse da parken, wenn jetzt Fußballspiele sind und so. Das soll da auch möglich sein. Und vielleicht auch, wo wir auch schon drüber gesprochen haben, wenn da hier Open Air, wenn jetzt die ganzen Rockstars und Popstars da spielen. Okay, aha, jetzt hängt alles zusammen. Hängt alles zusammen. Und das Interessante ist auch, dass neue Bahnsteige da gebaut werden. Also jetzt wird wirklich alles zusammengeführt, weil die U81 wird da halten. Also du kannst dann an der Heineallee einsteigen oder am Bahnhof und fährst zum Flughafen, kannst da aussteigen. Und wie fährt die dann? Also fährt die auch dann die 78, 79 Ruse lang? Also auf welchen Schienen fährt die dann? Die fährt ja auf den neuen Schienen, die gerade gebaut worden sind, zum Flughafen hin. Also über den Nordstern gibt es eine neue Brücke. Ach da, ja stimmt, da hinten. Die sieht man schon die ganze Zeit, aber das ist noch nicht in Betrieb, das geht erst irgendwie 2026 wohl offenbar in Betrieb. Und dann fährt die Bahn direkt zum Flughafen. Aufregend. Und dann fährt sie auch noch eben weiter hier hin zu diesem Eurev Campus und zu dem Bahnhof. Und da kommt auch eine Radleitroute an. Das kann man auch auf der Zeichnung ganz gut sehen. Also wer mit dem Fahrrad kommt aus dem Norden oder was, kann dann da hinfahren. Finde ich auch ganz witzig, dass die da ankommt. Sodass du eigentlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad, mit dem Auto ganz schnell diesen Punkt hier erreichen kannst. Das heißt, eigentlich ist es eine Mobilitätsmaschine. Und da ist das Collector nämlich auch. Also das connectet quasi die einzelnen Bereiche, einzelnen Regionen. Und man kann sich da sammeln und von da aus weiter aus schweifen. Und zwar unterschiedlich. Du kannst Intercity nutzen, du kannst mit dem Nahverkehr in die Innenstadt fahren. Du kannst zu deiner Flugreise schnell, weil hier ist ja auch direkt der Bahnhof des Skytrains, was auch ideal ist. Und ich kann da auch Dauer parken dann. Oder wenn ich jetzt drei Wochen irgendwie durch die Welt bummle. Wenn du eine Flugreise machst, kannst du da bestimmt auch Langzeitparken dann buchen und von da aus fahren. Und es wird weitere gemeinsame Büroflächen, die die gemeinsam nutzen, nochmal, also der Euref Campus 20.000 Quadratmeter, dann entstehen hier nochmal 10.000 Quadratmeter Bürofläche, auch für so Firmen wieder, die sich mit den Zukunftsthemen befassen. Und gibt es auch sowas weltliches wie Hotels und Gastronomie und so? Ja, das Hotel gibt es auf jeden Fall. Aber auch noch mehr so? Da gehört ja in aller Regel Gastronomie dazu zu einem Hotel, das steht jetzt noch nicht, also da habe ich noch nicht genaue Informationen, was dann da geplant ist. Es wird ja auch ein bisschen dauern, bis das alles kommt. Wie lange dauert das denn jetzt alles schon wieder? Also am weitesten ist die Bauvorbereitung sozusagen bei dem dritten Bauabschnitt Euref Campus. Damit wird man auch anfangen. Da wird jetzt der Bauantrag gestellt, der ist so ein bisschen modifiziert worden und die Zusammenarbeit ist sehr eng mit der Stadt, die hat das Ganze mit vorangetrieben. So, da ist davon auszugehen, das dauert sechs bis acht Monate, dann ist der Bauantrag da. Also dieses Jahr soll der gestellt werden, dann sechs bis acht Monate, sodass man sagen kann, sehr wahrscheinlich, Frühjahr, Sommer 26 geht das los mit den Baumaßnahmen dritter Bauabschnitt Euref Campus. So, dann dauert das wieder ein bis zwei Jahre, bis das fertig ist, dann bist du bei 28, so ungefähr, 27, 28, das heißt in dreieinhalb Jahren, sag ich jetzt mal grob, steht da schon was. Parallel wird das andere hier vorbereitet auf der anderen Seite, auf dieser Flughafenseite mit dem Parkhaus und den Büroflächen da drüber, das kommt dann so im Mittelteil, das dürfte so 30, 31 fertig sein und am Schluss kommt dann diese Verbindung über die Gleise. Dann reden wir da von einer Fertigstellung von 35, 36, in zehn Jahren also. Was ja dann gar nicht mehr so weit weg ist von diesem Masterplan 45, also schon sind dann immer noch 10, 19 Jahre, aber trotzdem, also das heißt, der Masterplan beinhaltet das auch ein bisschen im Großen. Das gehört dazu auch. Also der Flughafen bucht das mit da rein, das ist ja auch richtig, weil eben diese Verbindung der Mobilitätsträger, Trimodala Hub nennt man das, Das gehört ja zu seiner Philosophie. Genauso das mit dem nachhaltigen Treibstoff für die Flugzeuge. Das greift eigentlich alles zusammen. Der Flughafen schreibt selber, wenn wir sowas hier haben, das so toll anbieten, dann brauchst du innerdeutsch schon gar keine Flüge mehr. Würde ja ein Flughafen früher nicht unbedingt hervorgehoben haben. Aber heute sagt man auch, die Kurzstrecken müssen ja nicht unbedingt sein. Deswegen, wir haben hier im Düsseldorfer Norden so eine richtige Maschine der Mobilität eigentlich, die dann hoffentlich auch geölt läuft. Und das wird natürlich dann ein stetes Kommen und Gehen sein letztlich der Menschen da. Ich möchte noch auf zwei Sachen kurz hinaus. Also zum einen natürlich, was kostet alles schon wieder? Das können wir vielleicht am Ende einmal ganz kurz betrachten. Ich hake ja immer so ein bisschen an diesen ganzen Bauvorhaben. Natürlich bin ich auch wirklich keine Fachfrau in keinerlei Hinsicht, wenn ich immer diese Zeit spanne. Ich meine, wir alle wissen, die Zeit rennt und jetzt ist auch plötzlich schon wieder Mai, wie wir ja eben vorher schon erfahren haben. Schon September, September. Aber wenn ich mir jetzt vorstelle, ich bin eine Firma mit einer bestimmten Größenordnung, also entweder ich fange gerade an oder ich bin schon sehr etabliert, so oder so und ich plane irgendwie umzuziehen, ich stelle mir das immer so krass vor zu sagen, da gibt es jetzt eine Fläche, aber wir können da erst in fünf, sechs, sieben Jahren rein, also was sind das dann, läuft das alles auch in so Firmen dann so langsam? haben? Also ich denke immer, wenn ich umziehen möchte oder muss, dann ist das doch bestimmt demnächst. Also warum will denn so eine Firma umziehen? Weil sie größer wird? Weil sie den Standort nicht mehr gut findet? Oder weil sie irgendwie raus muss? Also das frage ich mich, wie das. So funktioniert, wenn man dann so lange Zeit... Meinst du jetzt die Büros, die jetzt hier genutzt werden? Ja, alles was da... Also ich meine klar, dass ich jetzt noch nicht mit der Bahn da hinfahren kann, das vermisse ich ja nicht, weil das konnte ich ja auch nicht. Ja, mit der S-Bahn kannst du das schon hinfahren. Oder diese Radleitroute, also was da alles neu etabliert wird. Aber die Büroflächen meinst du? Genau, dass da jetzt so Firmen angesiedelt Der zweite Bauabschnitt läuft ja jetzt die Vermietung. Also ich glaube, wer jetzt unbedingt in den Euref Campus will, der kann jetzt auch noch anfragen und sagen, ist im zweiten Bauabschnitt noch was frei. Der erste ist eigentlich zu, aber im zweiten läuft die Vermietung noch. So, dann kann man, wenn man unbedingt möchte und man will dahin, natürlich jetzt auch anfragen. Und wann kann man denn da rein? Das meine ich. Also wann habe ich meinen Schreibtisch da drin stehen? Der zweite Bauabschnitt läuft jetzt dieses Jahr, also wird der fertig. Also wenn du jetzt dieses Jahr umziehen möchtest und willst ein geiles Podcaststudio für Umweltthemen aufmachen, dann kannst du da schon anfragen. Okay, okay. So, und dann dahin gehen. Abgesehen davon, dass wir ja schon einen Podcast auch machen mit Eurev. Aber das könnte man jetzt anfragen. So, und die anderen Sachen, das ist halt so. Das weiß man, du hast in einer Stadt wie Düsseldorf ganz viele Projekte, die auch gerade in der Fertigstellung sind. Neue werden jetzt wieder angepackt, also so langsam erholt sich das auch wieder, die Bauwirtschaft. Also auch in der Innenstadt am Südende der Kö entsteht jetzt ein neues Hochhaus, da läuft jetzt gerade der Abriss des Alten, da wo Aldi war am Südende der Kö. Also es kommt auch immer wieder Neues dazu. Ich finde immer nur diese Dimensionen, also wenn wir über die Thäder-Heussbrücke sprechen, die ist irgendwie 2087 fertig oder so. Also das finde ich dann immer nur so ungreifbar. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich gründe gerade eine Firma und ich habe vor, größer zu werden und dann muss ich jetzt schon quasi wissen, in sechs Jahren ziehe ich da hin. Das finde ich einfach manchmal, diese Dimensionen sind irgendwie, aber es ist ja auch alles groß. Aber im Nachgang muss man auch, das ist groß und im Nachgang muss man trotzdem sagen, heute haben wir uns doch alle ganz schnell dran gewöhnt, Hier in der Innenstadt steht kein Tausendfüßler mehr. Der stand da aber. Von Anfang der 60er war es ja bis vor, wann ist der Abriss erfolgt? Da war Elbers noch Oberbürgermeister 2012, 2013, sowas. Da ist der gefallen. Da wurde der Kühlbogen 1 gerade dann eröffnet. Also die Liebeskindbauten. Das ist jetzt zwölf Jahre her. Aber für uns ist es doch heute so, als wäre das schon seit 30 Jahren so. Also im Nachgang schnurrt die Zeit dann auch wieder zusammen, die man hier Baustelle hat in der Innenstadt. Ja, das stimmt. Und man vergisst das dann schon wieder. Aber mit einem gebe ich dir recht, in Deutschland geht das alles nicht von heute auf morgen. Also wir sind nicht in China, wo heute was entschieden wird und in drei Jahren steht die Transrapid-Trasse. So ist es halt hier nicht. Und wenn wir schon bei Dimensionen sind, jetzt sag doch mal, was kostet das denn? Rund 200 Millionen. Naja, wenn man das in Relation zu der 1 Milliarden, Wenn wir sagen, Masterplan, so man sieht, dann ist das ja fast… Jetzt ist es immer so, also der Flughafen und natürlich gilt es auch für Eurev, das ist ja ein Immobilienunternehmen auch, was eine Philosophie, ein Ziel verfolgt bei der Nutzung seiner Gebäude, aber auch der Flughafen investiert in Dinge, die die Menschen anziehen und die wiederum Einnahmen erzeugen. Dieses alles wird ja hier gemietet, genutzt, weil es attraktiv ist, verkehrlich wird die Auslastung vermutlich ganz gut sein. Bei diesem Masterplan ein neues, größeres Terminal mit viel mehr Geschäften und Gastronomie, da wird Geld eingenommen. Also das sind alles Dinge, die sollen das Leben zwar schöner machen, aber auch dazu führen, dass da Geld ausgegeben wird und der Flughafen wird davon profitieren. Ja, wahrscheinlich nicht nur finanziell, sondern dann ja irgendwie auch, wie soll man das denn sagen, state of the art mäßig, weil das ist ja dann schon wieder, also das zahlt ja auch alles dann wahrscheinlich wieder ein in eine Touristen, also Gäste, Standortqualität, das möchte ich damit sagen. Man muss ja auch sehen, Düsseldorf, wir haben das auch gestern geschrieben, jetzt werden 120 Millionen Euro in die großen Hallen ausgegeben. Diese Open-Air-Fläche entsteht, auch ja direkt hier in der Nähe, das ist klar. Ja, der Norden kommt so ein bisschen, also irgendwie da der Norden, habe ich schon immer gesagt. Ja, da wird viel investiert und der Flughafen ist ja auch mit der Messe unglaublich wichtig für diese Prosperität von Düsseldorf, das ist so. Ja, das heißt, wenn ich, wie schon lange angekündigt, meine Flugangst überwinde, wenn du deine nächste Fernreise angehst, dann können wir das... Wir wollten ja mal den Podcast bei so einem Flugangst-Deminar machen. Ja, das steht auch noch aus, das machen wir auch ganz sicher. Vielleicht gibt es ja auf dem Euralf Campus dann sowas zu sehen, das werden wir noch recherchieren und euch natürlich alle auf dem Laufenden halten. Ich danke dir sehr, lieber Uwe Jens, ein weiteres Mal und wir sehen uns bald. Alles Gute. Tschüss. Tschüss. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Der Heinrich-Heine-Journalismus-Preis wird jährlich verliehen. In dieser Runde sind auch zwei ReporterInnen aus der Düsseldorfer Lokalredaktion unter den Nominierten Verena Keensbock und Paul Küchler. Mir haben sie verraten, welche ihrer Stücke auf der Liste der Jury stehen, was die Storys dahinter sind und wie so eine Verleihung abläuft. Ich bin in Flingern gelandet, mal wieder. In Flingern bin ich irgendwie öfter, aber noch nie war ich so nah dran. Ich sitze am Küchentisch von Verena Kinsbock und dabei ist auch noch Frau Küchler. Küchenparty. Best of all worlds. Wie schön, dass du uns empfängst. Sehr gerne. Und dass du uns empfängst, uns beide, hat einen sehr besonderen Grund. Ihr seid beide nominiert für einen Preis. Wenn ich jetzt ausführen müsste, für welche Preise ich euch alles nominieren würde, dann wäre diese Folge jetzt zweieinhalb Stunden lang. Deswegen sage ich einfach, wofür ihr jetzt offiziell nominiert seid, den Heinrich-Heine-Journalistin-Journalistinnen-Preis. 2025. Wann ist da die Verleihung? Am 13. März. Du, sie hat ja aufgeregt. Es geht noch. Ich glaube, ich mehr von mir it's the first time quasi. Du bist ja schon ein alter Nominierungshase quasi. Ja, du bist. Wir haben ja auch schon mal gesprochen, du warst ja schon mal nominiert. Einmal. Ein bisschen. Wie ist das? Wie habt ihr davon erfahren? Wie läuft das ab? Nicht, weil ich jetzt auch super gerne mal für einen Preis nominiert will. Wie läuft das ab? Ihr kriegt eine Mail, wo das steht? Oder dann bewerbt ihr euch? oder wie? Ja, es wird immer in festen Zyklen ausgeschrieben und dann überlegt man, geht man mal in sich und überlegt, was habe ich eigentlich so geschrieben, was waren vielleicht so die großen Schlaglichter, und ich habe mich dann beworben und für mich war relativ schnell tatsächlich klar, dass es der Text ist, für den ich jetzt auch nominiert wurde und dann... Kann man mehrere einreichen oder wirklich so einen oder in verschiedenen Kategorien, also Also es ist eine Kategorie. Es werden Arbeiten, die irgendeinen Bezug zu Düsseldorf haben, ausgelobt. Ich glaube, man kann sich mit mehreren bewerben. Es steht nicht so explizit drin. Zumindest ist es nicht verboten, mehrere hinzuschenken. Und irgendwann dann fängt erstmal das lange Warten an und dann hat man es irgendwie schon fast vergessen und dann kam irgendwann die E-Mail. Richtig. Spannend. Wie war das für dich? Also du hast dich dann auch, du hattest sofort einen Text im Kopf, wo du wusstest, okay, der den schicke ich mal ab? An sich schon, also mein Text muss ich sagen, also ich habe ja letztes Jahr erst angefangen als Redakteur und Reporter zu arbeiten, ich war ja vorher in der Journalistenschule und mein Text stammt dann auch quasi aus dieser Zeit, aber ja, ich würde sagen, man merkt manchmal schon bei eigenen Texten, wieso auch die Resonanz ist, wie viel, ich sag mal, wie viel Teilliebe man vielleicht auch in Dinge reinsteckt. Wusste eigentlich schon, okay, wenn es ein Text wird, dann zumindest der, mit dem ich mich bewerbe. Und ja, dann vergisst man das halt irgendwie, ich glaube Ende November oder so war die Deadline letztes Jahr und dann kommt dann plötzlich so eine Mail reingeschneit quasi. Also welche Texte das genau sind, da sprechen wir jetzt auch gleich drüber. Ich möchte aber noch ein bisschen mehr wissen, wie läuft so eine Preisverleihung ab? Also das ist dann, wo findet das statt? Ich will auf Outfits hinaus, mein Gott. Das ist der rote Teppich, auf dem wir uns befinden werden. Ich glaube im Heinrich-Schein-Institut. In der Altstadt. Ist das dann eine große Veranstaltung? Also sind da auch viele Externen? Also wird man geladen als Düsseldorfer Gesellschaftsmitglied? Hoffentlich, also wir waren ja beide noch nicht da. Ich kann dir das gar nicht so genau sagen. Wir wissen auch nicht, wer die anderen Nominierten sind. Und wisst ihr, wer die Jury ist? Ja, genau. Die ist öffentlich. Genau. Aber ich weiß jetzt, es stand auch mit drin, dass da einige Leute von dem Verein einen, der diesen Preis verleiht, da sein werden. Die Jury natürlich. Und natürlich, es sind acht Nominierte. Und ich weiß jetzt nicht, wie viele Leute, wie groß das insgesamt wird. Das ist ein bisschen schwer anzuschätzen. Aber es ist schon so, ihr puszt euch ein bisschen raus, es gibt was zu essen, es gibt hier den ein oder anderen kleinen Drink und dann wird gefeiert. Hoffentlich. Auf jeden Fall und dann vielleicht ja auch ein Gewinn. Das finde ich sehr, sehr, sehr spannend. Wollt ihr sagen, was gibt es zu holen? Preis? Also ich glaube, der Preis ist natürlich, das ist ja auch das Wichtigste und dabei sein ist ja auch alles, aber trotzdem gibt es die nette Summe von 2000 Euro, glaube ich. Insgesamt und man weiß halt auch nicht vorher, ob die das aufteilen quasi auf mehrere, also auf mehrere platzierte. Also ich merke schon, das sind hier alles kleine Clipfänger, also wir werden auf jeden Fall noch eine Nachbesprechung machen. Wie es dann tatsächlich geworden ist, was auf dem Menü stand. Mich interessieren solche Sachen einfach, ich finde das ist irgendwie, ich habe da so ein kleines glamouröses Gefühl bei, ich finde das Man muss tatsächlich sagen, kürzlich kam noch mal eine Mail irgendwie, wo es um die Teilnahmebestätigung ging. Und da stand dann tatsächlich auch was drin, alle, bereiten Sie sich auf ein gleißendes Blitzlichtgewitter vor oder so. Also da musste ich ein bisschen lachen, aber anscheinend, wer weiß, ob es dann drei Kameras sind oder 300 so, aber der Gedanke zählt ja. Ja, sehr spannend. Was natürlich auch zählt, ist der Inhalt. Also ich habe das jetzt hier alles vielleicht ein bisschen auf die Oberfläche geholt, aber es geht natürlich um die Sachen, mit denen ihr euch beworben habt. Verena, dein Stück Tief in der Grube behandelt das Thema Grand Central, Grand Hole, also das Areal zwischen Waringer Platz und Kölner Straße, Hauptbahnhof. Da haben wir ja hier im Podcast auch schon darüber gesprochen. Du hast dich ja sehr eingeht mit dem Thema befasst. War das das erste Stück, was du darüber geschrieben hast oder war das so der Anfang? Ja, war es tatsächlich. Also ich hatte irgendwie kurz vorher, also ich habe schon häufiger über so Themen Obdachlosigkeit und Drogenpolitik in Düsseldorf berichtet und immer wieder über den Wohringer Platz und hatte in dem Zuge auch immer wieder was mit Sozialarbeitern zu tun, wie im Austausch mit denen und habe dann irgendwann erzählt. Immer mal wieder dieses Wort Baugrube gehört und wusste das anfangs gar nicht so richtig einzuordnen. Was war denn die denn so? Ja, die Situation in der Baugrube und dann habe ich irgendwann auch im Gespräch dann einfach nachgefragt und dann hieß das ja auf dem Grand Central, da leben halt ganz viele, Obdachlose und Drogenabhängige und dann habe ich irgendwann mal gefragt, können wir da mal zusammen hingehen, uns das anzugucken und das war der Anfang und die Reaktion anfangs von den Streetworkers, mit denen ich da unterwegs war, war, ja, aber es ist wirklich die, ehrlicherweise, ganz schlimme Drogenszene und keine Ahnung, was uns da erwartet. Wir wollten da selber alleine nicht reingehen und meinten auch, es kann halt sein, dass auch niemand mit uns spricht, je nachdem wie die drauf sind. Und ich hatte dann aber wirklich unglaubliches Reporterinnen-Glück, und Und konnte mit sehr vielen Leuten sprechen, war auch mehrmals da und habe dann teilweise die Leute auch wieder getroffen, was natürlich dann irgendwie auch nochmal so einen viel breiteren Eindruck gegeben hat als bei einem. Ja, ich verstehe. Und das hat dich dann quasi auch dabei gehalten. Du hast ja tatsächlich diesen ganzen Prozess bis zur Räumung und jetzt wird er ja auch schon gebaut und so. Das hast du ja sehr eng begleitet. Also das war quasi der... Und das interessiert mich nämlich auch, weil das Stück ist ja dementsprechend auch schon ein bisschen älter. Also 2023 hast du das geschrieben. Ja. Dürfen die Stücke, also wie alt dürfen die Stücke sein? Das ist immer ein Zwei-Jahres-Zeit-Raum, für den das ausgeschrieben wird. Und in dem Fall war es dann 2023, 2024. Und das heißt, genau, und dann war für dich eigentlich klar, dass es das ist, weil... Ja, irgendwie ragte das so heraus, auch wie was Paul vorhin sagte. Also ich habe da so starke Reaktionen drauf bekommen. War ja auch ein Thema, was wirklich sehr polarisiert hat. Ja, und was irgendwie an uns allen so ein bisschen vorbeigegangen ist. Also alle wussten, da sind irgendwie Leute und man konnte das von außen sehen, aber man konnte es auch irgendwie nicht so richtig sehen, was da in der Grube vor sich geht. Und dann musste man da wirklich einmal runterklettern und sich das angucken. Und das hatte halt bis dahin noch niemand gemacht, weil wir es alle nicht so richtig wussten. Und dann war halt wirklich, also die Reaktionen waren, es waren sehr viele vor allem und es waren halt auch viele aus der Politik tatsächlich und es hat dann auch wirklich einiges in Gang gesetzt am Ende. Also natürlich jetzt nicht nur meine Berichterstattung, aber ich glaube, dass da, das ist ja das, was wir tun können, Öffentlichkeit geschaffen wird, kann da schon was in Bewegung setzen. Also herzlichen Glückwunsch, dass du damit ausgewählt wurdest, mit diesem tatsächlich sehr wichtigen und ja, dann auch ausladenden Thema sozusagen, weil es dich einfach eine ganze Weile begleitet hat. Dein Stück, Frau Jelmers fährt weiter, hat ja streng genommen nicht so ein Ur-Düsseldorfer-Ursprung. Man muss tatsächlich sagen, da gibt es wie so ein kleines Schlupfloch. Ich meine, die Kriterien waren irgendwie, die Story muss in Düsseldorf spielen, der Autor muss in Düsseldorf wohnen oder die Redaktion muss quasi ihren Sitz in Düsseldorf haben. Und da dachte ich so, okay, zwei von drei, check, das muss ausreichen quasi. Genau, also meine Story spielt tatsächlich in Duisburg, aber ist ja jetzt auch nicht so aus der Welt. Ich werde jetzt hier mal wieder eine Sache zugeben. Also ich bin ja in Kersteswürze-Schule gegangen, da ist Duisburg gar nicht weit. Ich dachte nicht unlang, dass Duisburg ist ein Stadtteil von Düsseldorf. Ganz schlimm war es jetzt bei mir nicht, aber... Düsseldorf, Duisburg. Genau, okay, aber Düsseldorf, na egal, ich sage jetzt nicht, welche Städte ich noch dachte, das sieht sie zu Düsseldorf gehören, aber okay. Nicht die große Stadt mit K hoffentlich. Das heißt also, mich hättest du da eh sofort, da hättest du auch alle drei Sachen ankreuzen können, ich hätte wahrscheinlich das einfach durchgewunken. Genau, und deine, die Geschichte spielt in Duisburg und was ist der Inhalt? Richtig, also es geht um Frau Yilmaz, Meide Yilmaz, eine Busfahrerin in Duisburg und also ich muss eigentlich ein bisschen anders anfangen quasi. Vor zwei Jahren, im Sommer 2023, gab es zumindest in Duisburg mal so eine Phase, wo einfach oftmals Busfahrer, Busfahrerinnen, Straßenbahnfahrer etc. Angegriffen wurden, zusammengeschlagen wurden und ich habe zu der Zeit in Duisburg gearbeitet für die RP und immer wieder diese Meldungen verarbeitet, wie man das so ein bisschen kennt und das war so quasi der Anlass damals, das blieb mir irgendwie immer im Kopf. Genau so kam das quasi, dass ich da einfach mal eine Anfrage hingeschickt habe zur DVG, Das ist quasi die Duisburger Rheinbahn und eben mal nachgefragt habe, hey, seid ihr dann eigentlich davon betroffen? Wenn ja, wer in was für einem Umfang? Und gibt es vielleicht auch jemanden, der oder die darüber sprechen möchte? Und dann nach einigen Wochen kam da tatsächlich eine Antwort und da konnte ich mich eben mit Maide Jemers treffen und mit ihr einerseits sprechen und sie dann halt auch irgendwie selber beim Busfahren beobachten. Also ich bin dann, glaube ich, zwei Stunden mit ihr durchgefahren durch die ganze Stadt und das war schon echt eindrucksvoll, muss ich sagen. Kann ich mir vorstellen. Und hat sie viel geteilt von, also wie das ist, mit so einer Angst in den Nacken vielleicht zu fahren oder mit so, mit diesem Gefühl? Ja, definitiv. Also sie hat natürlich einerseits irgendwie so von den Taten berichtet, also es waren traurigerweise halt auch mehrere. Durch eine Tat musste sie eben auch ins Krankenhaus, wurde da eben angegriffen, wachte dann damals auf, wie sie erzählte und fragte sich natürlich schon irgendwie, ne? Warum machen Menschen das vielleicht auch so ein bisschen? Also gerade so dieses Thema, hey, da ist jemand, der dich irgendwie von A nach B fährt und irgendwie da nachts um zwölf dich noch irgendwie aus der Duisburger Innenstadt nach Hause bringt und die Person wird dann halt angegriffen. Genau, aber das hat sie halt einfach erzählt. Und ich glaube, bei ihr war halt auch so ein bisschen der Punkt, sie hat halt zwei Töchter, kam halt auch irgendwie aus einer schwierigen, toxischen, unterdrückenden Beziehung mit einem Mann. Und sie kam mir schon sehr so als Powerfrau einfach vor. Verstehe. Ich glaube, bei ihr war eigentlich immer so der Gedanke dieses, hey, das war ihr Traum schon immer lustigerweise Busfahrerin zu sein, also die war irgendwie voll der Busnerd, und sagt halt auch so, sie möchte es einfach weiter durchziehen, auch so als Vorbild für ihre Töchter und das ist ja dann eigentlich auch ganz schön, so wie du auch gerade gesagt hast, Verena, dass man natürlich, wenn man so bestimmte Themen auftut, dass man dann Öffentlichkeit schafft oder vielleicht auch eine Stimme gibt oder ein Augenleid oder Gehör, irgendwie ermöglicht, ist das ja in deinem Fall auch so, also du hast ja dadurch, dass du sie porträtiert hast und sie begleitet hast, hast du ihr ja quasi auch die Möglichkeit gegeben, die verschiedenen Facetten vielleicht darzustellen. Total. Bei dir ist es jetzt vielleicht ein bisschen anders, aber hast du ihr gesagt, dass das, also hast du mit ihr noch Kontakt nochmal aufgenommen und hast gesagt, irgendwie das Stück über dich, über sie ist, wir sind, wir sind wir, wir gehen nach Hollywood. Tatsächlich noch nicht, ich habe mir das extra für nächste Woche quasi ein bisschen vorgenommen und vorbehalten, aber wenn ich das noch so kurz als Anekdote erzählen darf, das war tatsächlich, also ich hatte auch eine wahnsinnige Resonanz irgendwie, auch so in Social Media und so, Und eines Tages, so drei, vier, fünf Wochen, nachdem ich die Story geschrieben hatte, habe ich einen Leserbrief bekommen, also direkt quasi an mich per Mail, der auch echt ungewöhnlich war, weil da quasi jemand, ein Leser eben diese Geschichte gelesen hatte und... Und halt irgendwie total mitgefühlt hat mit Maide Yilmaz und ihr Gedanke quasi wie so ein, ich weiß jetzt gar nicht, ob man Liebesbrief nennen kann, aber halt so ein Bekundungsbrief quasi über mich, also an mich geschickt hat mit der Bitte, das eben an sie weiterzuleiten, was ich dann halt auch gemacht habe. Was daraus wurde, weiß ich tatsächlich nicht, ob ich dann Amor war oder nicht, aber ich fand das irgendwie echt nett und irgendwie hab mir das so vollgezeigt, okay, das berührt halt einfach so die Leute und ich finde, das ist ja auch was ähnliches, wie es bei deinem Text ja auch ist, Verena, also so dieses, okay, man richtet irgendwie mal das Blickfeld darauf. Auf solche Situationen quasi, die nicht alltäglich sind und wo viele Leute vielleicht auch einfach wegschauen. Ja, das stimmt und ja, wenn es dann noch quasi honoriert wird und irgendwie ausgezeichnet, dann ist das ja Total. Ein sehr schönes Gefühl und ein schönes Signal, das stelle ich mir vor als im Schreiben einen Beruf tätige Person, die ich ja auch teilweise bin. Das ist ja auch ein kleiner Motor, der das dann vielleicht nochmal ein bisschen mehr antreibt, sich auf die Suche nach diesen Themen zu machen. Ich wünsche euch beiden gleich viel Erfolg und ich bin wirklich sehr gespannt zu hören, wie es war. Dankeschön. Wie es ausgegangen ist. Im Best-Case-Szenario gibt es natürlich nur GewinnerInnen und alles das erste Siegerträppchen ist prall gefüllt und die anderen bleiben leer. Wie ich uns drei kenne, halten wir uns auf dem Laufenden. Ich danke euch sehr für das Gespräch. Ich danke euch, dass ihr diese Geschichten noch mehr mit uns geteilt habt. Die gibt es natürlich auch weiterhin zu lesen bei RP Online. Also das ist ja klar, wenn ihr das jetzt hört und denkt, oh, das interessiert mich aber sehr, dann könnt ihr das natürlich auch tun. Vielen Dank für die Gastfreundschaft hier am Küchentisch. Richtig, danke schön. Das nächste Mal sehen wir uns wieder an meinem Küchentisch. Genau, an unserem Küchentisch in der Düsseldorfer Lokalredaktion. Naja, doch eher schmucklosen Konferenz. Aber das ist eigentlich noch für einen anderen Tag. Vielleicht können wir da irgendwo mal die Kurien. Bis bald, tschüss. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Wir sind an einem Punkt angekommen, wo diese kühlere Wetterphase sich so langsam schon wieder dem Ende zuneigt und zumindest was den Niederschlag angeht, werden wir nichts mehr hinzukommen. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Es ist nicht so super viel passiert. Ja, es ist kühler geworden, das merklich und es ist auch deutlich wolkenreicher geworden, aber so richtig viel Regen hat es nicht gegeben. Naja, ich habe das ja schon so einigermaßen befürchtet oder herbeigesehen. Jetzt kommen wir wieder in eine andere Wetterlage. Denn das Tiefdruckgebiet, welches uns jetzt mit den Wolken und den tiefen Temperaturen beschäftigt hat, das wird sich jetzt wieder verabschieden und es wird ein neues hochkommen. Dieses bringt uns erstmal relativ viel Sonne und auch Wind. Und danach müssen wir mal gucken, wo die Reise dann so hingeht. Wir fangen erstmal mit dem Wochenendwetter an und ja, der Freitag wird uns so eine Mischung aus vielen kompakten Wolkenfeldern bringen. Ab und zu ist auch mal die Sonne mit dabei. Die Sonne wird zum Nachmittag deutlich mehr sonnige Anteile bekommen und die Temperaturen liegen bei minus 1 bis maximal 7 Grad. Der Wind ist noch höher. Ja, er ist dabei, aber ist jetzt nicht wirklich sonderlich stark unterwegs. Der Samstag lässt den Wind zumindest mal auf nordöstliche Richtungen drehen und die Sonne wird auch deutlich mehr Anteile bekommen. Wir werden so in der ersten Tageshälfte vermehrt sonnige Anteile haben, mit so ein paar Quellwolken oder auch so leichte harmlose Wolkenfelder. Zum Nachmittag wird das Ganze eine Spur kompakter werden, dann kommt dann die Höhenkaltluft noch zum Tragen, die noch über uns liegt. Das wird aber nichts Dramatisches werden, es bleibt auch trocken und die Temperaturen liegen bei minus 1 bis maximal 9 Grad. Dazu weht uns ein sehr böiger Wind um die Ohren mit maximal 45 bis 50 Kilometer pro Stunde in Böen und das Ganze wird sich dann doch relativ kalt anfühlen. Der Sonntag wird uns nach dem aktuellen Stand keine Wolken mehr bringen. Es gibt den ganzen Tag über relativ viel Sonnenschein. Das Ganze bei minus 2 bis maximal 9 Grad. Der Wind bleibt dabei noch weiterhin aktiv mit Spitzenböden bis 40 Kilometer pro Stunde, schwächt sich aber ein bisschen ab. Und wenn wir dann noch auf die neue Woche blinken, da wird es im Prinzip eigentlich nur so weitergehen. Wir werden eine Mischung aus viel Sonnenschein bekommen. Dann sind vorübergehend mal mehr Wolken unterwegs, aber das Ganze ohne Regen. Und die Temperaturen steigen dann von Tag zu Tag wieder an, liegen am Montag noch bei maximal 10 Grad und werden bis zum Wochenende in Richtung 16, 17, 18 Grad ansteigen. Und naja, danach, dann müssen wir mal gucken. Die Modelle sind im Moment so ein bisschen so auf dem Trichter, dass gerade so zu der zweiten Wochenhälfte bzw. Dann zum Wochenende auf jeden Fall wieder Tiefdruckeinfluss kommen wird. Die Strömung wird dann mehr und mehr auf südwestliche Richtungen bis südliche Richtungen drehen und dementsprechend bleibt es mild, aber das Ganze dann auch relativ wechselhaft. Es kann auch sein, dass da mal kräftigere Schauer und vereinzelte Gewitter dabei sind. Das Ganze ist aber noch relativ weite Zukunftsmusik da. Da müsste man noch so ein bisschen abwarten, wie sich die Modelle bis dahin halt eben entwickeln. Und auch im Folgezeitraum, also dann reden wir ja schon von Ende März, wird es im Moment oder nach den aktuellen Prognosen sieht es danach aus, dass wir dann wieder vermehrt Schauer und Gewitter bekommen könnten. Das Ganze dann bei eher wieder moderaterem Temperaturen. Aber so der grobe Trend ist zumindest mal vorgezeichnet. Der Wind wird mehr und mehr wieder aus südwestlichen Richtungen kommen. Das heißt, eine Mischung aus ein bisschen Regen, Schauer, vielleicht auch vereinzelte Gewitter. Und das Temperaturniveau ist dann auf jeden Fall von den Tageshöchstwerten auf zweistelligem Niveau. Nachts ist es dann noch mit einstelligen Werten etwas kühler, aber wir haben ja auch erst noch März. Und dementsprechend kommt das Ganze ja noch, wenn es dann wieder wärmer und auch in den Nächten dann deutlich milder bleibt. In diesem Sinne euch ein schönes Wochenende und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Bis dann, ciao, ciao. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetterstruxiblog. JensStrux.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Bewertet ihn mit Punkten, mit Sternen, mit Daumen, mit was auch immer es gibt. Lasst uns Kommentare da und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das gefälligst noch lernen soll. Mein Name ist Tasia Korman. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ihr wollt diesem Podcast etwas richtig Gutes tun? Dann schreibt eine kurze Bewertung bei Apple Podcasts. Music.