Latest / Raumrauschen / Folge #02 - Lucia Traut
Transcript
- Manchmal beginnt alles mit einer Frage. Hallo und herzlich willkommen zu Raumrauschen. Teile deine Geschichten. Von dem, was uns bewegt, trägt und verändert. Schön, dass du dabei bist. Hallo und herzlich willkommen zu Raumrauschen, dem Podcast, in dem wir im neuen Format jetzt schon in der zweiten Folge sind und ich habe jemanden vom alten Raumrauschen-Podcast-Format und eine Autorin hier vor mir, die Lucia. Hi, grüß dich. Hi, das war auch schön, dass ich hier sein kann. Ja, und schön, dass du dich mit mir und mit uns auf den Weg machst zu einer neuen Folge. Und heute geht es mal nicht um den Text, sondern es geht um dich. Und ich habe ein paar Sachen vorbereitet, ein paar Sachen hast du auch schon von mir bekommen. Einiges davon greife ich ganz gerne auf. Anderes hingegen wird im Laufe des Gesprächs wahrscheinlich Thema sein. Und mal sehen, wo die Reise hinführt. Ich bin ganz gespannt. Lucia, gleich ganz vorweg, wenn man sich im Internet findet oder sucht, dann findet man so einiges und natürlich ist erstmal das Berufliche ganz oben auf. Und ich lese jetzt einfach mal, was ich von dir ganz konkret finde. Du bist nämlich die Leiterin des Katholischen Forums für Erwachsenen- und Familienbildung Mönchengladbach und Heinsberg. Das stimmt. Genau. Du bist Diplomtheologin und hast einen Master in Religionswissenschaft und angewandten Kulturwissenschaften. Sogar noch ein Magister, aber ich bin schon so alt. Das war Vormaster und Bachelor-Zeiten. Genau. Und so wie ich es jetzt richtig verstanden habe, bist du zuständig für Kultur, Kommunikation und Management? Oder habe ich da was vermischt? Nee, da ist was vermischt. Also genau, das Magister-Nebenfach, was ich damals studiert habe, hieß Kultur, Kommunikation und Management, Schrägstrich, Angewandte Kultur. Ah, okay. Ja. Ja, das ist natürlich… Aber eigentlich stimmt es auch schon. Also das, was ich jetzt gerade tue, ist im Endeffekt genau das Kulturkommunikation und Management. Als Leitung für die Betriebskultur sozusagen zu sorgen, die rote Linie, die Haltung, mit der wir unsere Arbeit machen im Team. Für die Kommunikation intern und nach außen zu sorgen, ist auch da meine Aufgabe. Und Management, sich glaube ich von selbst als Leitung. Ja, genau. Wo managt man nicht, wenn man Leitung ist. In der Tat. Also zumindest die guten Managerinnen und Manager. Würdest du denn sagen, dass dein Studium dich genau dahin geführt hat? Im Nachhinein ist es ja manchmal erstaunlich, wie sich Sachen so fügen. Und das ist was, was ich immer wieder so in meinem Leben merke. Also ich habe angefangen zu studieren Theologie auf Diplom, habe ich irgendwann in der Oberstufe die Entscheidung getroffen, dass ich eigentlich das Thema Religion oder Religionen total spannend finde. Damals gab es neu diesen Roman Theos Reise. Ich weiß nicht, ob du dich an den erinnerst. Ich weiß gerade gar nicht mehr, von wem der ist. Es war nicht aus deinem Gala, glaube ich. Also es war so Sophies Welt und Theos Reise. Also diese beiden Romane gab es und darüber bin ich drauf gekommen, dass es total spannend wäre, was mit Religionen zu studieren und war eigentlich ganz lange davon überzeugt, Religionswissenschaft zu machen. Und bin dann auf dem letzten Meter noch irgendwie abgebogen, so nach dem Motto, doch, ich mache jetzt mal Theologie, so sich in einer Religion so richtig auskennen ist gut. Ich war damals auch ziemlich viel bei mir in der Gemeinde engagiert und habe dann irgendwann mal was gehört vom Pastoralreferent oder Referentin von diesem Berufsbild und habe gedacht, naja, vielleicht, ich fange das jetzt erstmal an zu studieren und habe dann beim Studium gemerkt, oh, nur Theologie ist zwar schön, Aber irgendwie sind auch die Menschen, die das studieren, haben alle irgendwie eine ähnliche Biografie. Also nicht, dass es langweilig ist, aber es war so ein bisschen, also ich empfand es als sehr homogene Gruppe. Und als ich dann anfing zu studieren, wurde in Münster damals gerade frisch eingerichtet der Magisterstudiengang Religionswissenschaft. Und dann habe ich gedacht, ach komm, studiere ich den parallel mit. Genau. Und besuchte dann ein Nebenfach dazu und dann bot sich dieses halt an, dieses Kulturkommunikation und Management. Das ist ein Fach gewesen, was Geisteswissenschaftler auf das normale Leben vorbereiten soll. Genau. Und darüber musste man auch Praktika machen. Und da habe ich verschiedene Sachen ausprobiert, unter anderem auch den Bildungsbereich. Und bin dann dementsprechend irgendwann in der Bildung gelandet. Genau, in der Erwachsenen- und Familienbildung. Nicht in der Schule. Das war nie meins. Meine ganze Vermandschaft waren Lehrkräfte. Und da wusste ich relativ früh, das wird nicht mein Weg. Da hat sich quasi von denen so ein bisschen abgekappt. Genau, genau. Ich war eine Zeit lang noch an der Uni und habe da auch unterrichtet und geforscht, aber den Weg bin ich auch nicht konsequent zu Ende gegangen mit Promotionen. Das habe ich irgendwann nicht mehr zu Ende gemacht, genau. Ich wollte gerade fragen, ob du das schwarze Schaf warst in der Familie, gerade weil man ja eben nicht diesen klassischen Weg geht, wie alle anderen auch. Ich glaube, es war noch nah genug an Bildung dran. Also dieses Bildungsgehen und den Spaß am pädagogischen Arbeiten, ich glaube, den habe ich schon aus meiner Familie. Mein Vater war Lehrer, meine Mutter war Musiklehrerin, Musikpädagogin, da liegt die Wert drauf, Musikpädagogin. Also so dieses mit Menschen zu arbeiten, das war irgendwie Teil unserer Familiengenetik. Also nicht so dieses irgendwas mit Medien, sondern Hauptsache Bildung. Dann ist es nicht schwarz, sondern ein bisschen grau. Genau. Ich habe dann erstaunt festgestellt, mein Vater hat immer so naturwissenschaftliche Fächer unterrichtet. Und als ich dann anfing, Theologie zu studieren, offenbarte er mir, dass er auch Theologie studiert habe. Damals auf Lehramt hat er aber halt nie unterrichtet, weil er irgendwie immer in den anderen Fächern eingesetzt wurde. Und das war so ein Überraschungsmoment, das war mir nicht klar. Hat er das dann einfach gedroppt, als es hieß, hier, ich gehe jetzt in den theologischen Bereich? Ja, das habe ich ja auch mal studiert, genau. Aber damals für Grund- und Hauptschullehramt, also es war ein etwas anderes, also abgespecktes Studium, als ich das für ein Diplom machen musste, klar. Aber das war wirklich eine Überraschung. Also da schließen sich manchmal so Kreise, dass man merkt, okay, so gewisse Schwingungen oder Interessen, selbst wenn sie vielleicht gar nicht so ausgelebt werden, sind wohl offensichtlich in der Familie wohl auch da. Also ich war wirklich überrascht, weil eigentlich alles, was so Glaubenserziehung war, das war bei uns sehr gegendert. Das hat viel meine Urteilung gemacht. Würdest du denn sagen, dass durch diese Offenbarung, durch diese Info, die dann ja plötzlich kam, überraschend kam, dass sich dann auch das Verhältnis zu deinem Vater verändert hat? Nee, das ehrlich gesagt nicht. Mit meinem Vater konnte ich mich über alles gut unterhalten. Ich glaube, das war tatsächlich eher... Also Naturwissenschaft ist nie meins gewesen. Es tut mir leid für Papa, aber das hat er irgendwie nicht geschafft. Aber so, dass ich gemerkt habe, auch in diesem Bereich sogar kann er mir folgen und können wir weiterhin gute Gespräche führen. Wobei das nie in Frage stand. Also egal in welchem Bereich. Mein Papa war immer super interessiert. Dann war es quasi, also für mich hört sich das so raus, dann ist es einfach eine super Erkenntnis, die man dann gewonnen hat. Und in dem Moment einfach noch eine Verbindung mehr. Und dann wird auch nachvollziehen, vielleicht konntest du ja auch nachvollziehen, warum du ausgerechnet das... Warum ich da gelandet bin. Weil es irgendwo schon mal da war, ein Thema war. Richtig. Spannend. Ja, auch lustig, mein Schwiegervater ist Biologe, also Biolehrer und auch Rallye-Lehrer. Also der hat auch diese Kombi-Biologie und Religion. Die liegt dann für viele irgendwie ganz weit weg, aber ich glaube, sie ist auch super fruchtbar letztendlich. Ja, also ich finde, je mehr ich... Mich mit naturwissenschaftlichen Sachen beschäftige. Also es geht ja um die Neugierde mit dem Lebendigen und dem, was um uns herum ist. Und die Methoden sind sicherlich anders und die Herangehensweisen, aber dafür, aufgeschlossen zu sein und dem Geheimnis so auf die Spur kommen zu wollen, ich finde, das ist was, was in irgendeiner Form Theologie, Philosophie und Naturwissenschaften auch verbindet. Ja, das ist ja sehr spannend. Ich sag mal so, du bist natürlich nicht nur die Summe deiner wissenschaftlichen Bildung und deines Berufs, sondern du bist noch viel mehr und ich habe dir ja am Anfang einen Fragebogen geschickt und das erste war auf eine Frage, wer bist du und was sollten Menschen über dich wissen, war deine Antwort, schau einfach mal bei Raumrauschen nach, ich habe es dir doch schon mal geschickt, also eine super Überleitung, denn du bist auch Traumtänzerin, Sinn- und Wortesucherin, Mitglied im Team Glaube, Liebe, Hoffnung. Ja, das ist die Summe meiner Teile. Also Traumtänzerin, das kommt einfach von einem Hobby, was mich schon mein Leben lang, also jetzt wirklich in dem biblischen 40. Jahr begleitet, das ist das Tanzen, das Balletttanzen. Das mache ich echt schon super, super lange. Und ja, und auch so dieses, da gab es schon mal eine Russian-Geschichte zu, dieses Flüchten in andere Welten, das ist das andere Hobby von mir, was ich jetzt auch schon mein halbes Leben mache, nämlich das Rollenspiel, das Fantasy-Rollenspiel, Pen & Paper. Und irgendwie fließt sich das Geschichten erzählen, Geschichten schreiben, Texte schreiben, da so mit an. Das ist für mich so eine Mischung aus dieser tänzerischen, spielerischen Leichtigkeit, den Sehnsüchten, die man so hat, Raum geben, den Gefühlen, die man so hat, Raum geben, was für Menschen, die lange klassisches Ballett gemacht haben, die immer sehr diszipliniert sind und ganz viel Schmerz aushalten können und so. Und also diese Mischung aus diesem Disziplin, aber trotzdem gefühlsstark zu sein, das finde ich ganz spannend. Das ist für mich so ein bisschen diese Traumsphäre sozusagen. Wie bist du denn dahin gekommen zum Ballett? Daran ist meine Mama schuld. Tatsächlich. Die Schwester meiner Mutter hat Ballett getanzt. Die ist aber relativ früh verstorben, so mit Mitte 20 bei einem Autounfall verunglückt. Aber dadurch gab es so diese Verbindung zum Ballett. Und die war aber in ihrer Familie immer ein schwarzes Schaf, weil da haben alle Musik gemacht. Ah, okay. Genau, meine Mutter ist ja auch Musiklehrerin geworden. Einer ihrer Brüder ist Orgelbauer geworden, der andere ist Klavierstimmer geworden. Also da war viel, viel, viel Musik. Und ihre einzige und jüngste Schwester, die hat halt getanzt. Die fand das mit der Musik, glaube ich, nicht so überzeugend für sich. Und ja, und darüber ist meine Mutter irgendwie auf die Idee gekommen, die Lucia könnte doch auch mal versuchen zu tanzen. Und da bin ich beigeblieben. Das war, ja, da hat sie genau das Richtige getroffen für mich, genau. Und hast du es dann auch quasi die ganzen 40 Jahre, die du jetzt beschrieben hattest, einmal immer gerne gemacht oder gab es auch Hoch und Tief? Ich glaube, es gibt in jedem Hobby hoch und tief. Also ich habe auch ein paar Mal die Ballettschule gewechselt. Ich war aber dann tatsächlich mit 14 so weit, dass ich tatsächlich drüber nachgedacht habe, Tänzerin zu werden bzw. Tanzpädagogik zu studieren. Also richtig professionell. Richtig professionell, genau. Ich habe dann in Essen-Werden an der Volkwang-Hochschule damals die Aufnahmeprüfung gemacht. Damals gab es das noch nicht, was es heute gibt, dass man sozusagen, jetzt kann man da an dem Gymnasium zur Schule gehen und hat sozusagen Ballett als viertes Abiturfach. Ah, okay. Und damals war das so ein bisschen anders, dass man da zwar zur Schule gehen konnte, aber dass ich das so ein bisschen selber organisieren musste. Was eben auch geheißen hätte, ich hätte mit 14 von zu Hause wegziehen müssen, mehr oder weniger selbst organisiert mit Gastfamilie und dann halt Schule und dieses Ballettstudium parallel auf die Kette kriegen müssen. Und die Aufnahmeprüfungen sind gut gelaufen. Das waren drei Durchgänge. Durch den ersten bin ich durchgekommen. Meine Mutter hat mir nachher erzählt, dass sie dann wirklich angefangen hat zu zittern. Also ob du es schaffst. Oh Gott, hoffentlich schafft sie es nicht. Genau. Und das zweite war dann auch wieder so eine Gruppenprüfung und dann hätte man Solo vortanzen müssen. Und nach der zweiten Prüfung kam dann tatsächlich einer der Professoren raus. Normalerweise wurden nur die Listen hingehängt mit den Nummern, die weiterkamen. Kam raus und hat mich aufgesucht und hat gesagt, hör mal, wir sehen, dass du das kannst und dass du das willst, aber befinde ich noch ein bisschen jung. Und ich war mit 14 auch wirklich, also ich war noch nicht mal weit mit körperlicher Entwicklung, also noch lange nicht fertig mit Pubertät und auch emotional noch nicht so reif, dass ich wirklich von zu Hause hätte weggehen können. Also warst du auch unter dem Bewerbenden eine der Jüngsten? Ja, die hätten mich genommen, also ich war die Jüngste, genau. Ich war die Jüngste. Die hätten mich genommen, wenn ich ein Jahr oder zwei Jahre älter gewesen wäre. Aber sie haben gut pädagogisch entschieden und haben gesagt, du brauchst noch ein bisschen Sicherheit von zu Hause. Komm nächstes Jahr wieder, zeig das Gleiche, dann nehmen wir dich. Und ein Jahr später wollte ich dann Gott sei Dank nicht mehr. Ich habe aber trotzdem immer Ballett weitergemacht und das auch nie bereut. Zwischendurch mal ein bisschen im Studium, ein bisschen eine Pause, habe da mal ein bisschen Flamenco getanzt und andere Sachen ausprobiert und bin dann aber auch wieder zum Ballett gekehrt und habe es bis heute nicht bereut. Genau, das ist irgendwie meine Heimat. so diese. Diese Kunstform und diese Art, sich zu bewegen und ja, auch diese Kultur, die da dran hängt. Das ist eine eigene Kultur, eine eigene Community. Woran machst du das aus, dass das eine eigene Kultur ist? Na, also ich glaube da, also erstens hat es ja eine gemeinsame Sprache. Also man hat Musik, man hat ein Repertoire, man hat ein Repertoire an Bewegungen und man hat auch immer eine ähnliche Art und Weise, wie man sozialisiert wird sozusagen in dieser Kunstform und auch in einer ähnlichen Art und Weise, also mit welcher Haltung oder mit welcher Disziplin man auch sozusagen da arbeitet. Ja, weiterkommt. Also man wird wirklich in diese Art und Weise rein sozialisiert. Und ja, also da gibt es natürlich auch ganz viel so Klischees, so von den harten BallettmeisterInnen und keine Ahnung, dass viele Leute vielleicht auch in Essstörungen oder sowas landen. Und das gibt es natürlich auch. Aber auch da, ich finde es ganz schön, wenn man so beobachtet, wie innerhalb der eigenen Lebensspanne sich gewisse Sachen auch verändern. Also wie solche toxischen Geschichten, wie sie in der Ballettkultur vielleicht üblicher waren, auch viel mehr reflektiert werden und auch jetzt verändert werden. Ich bin jetzt in einer Ballettschule mit einer Ballettlehrerin, die jünger ist als ich, das erste Mal in meinem Leben. Und das ist schon ganz anders. Obwohl sie auch in der Ukraine gelernt hat und auch eine russische Lehrerin hatte. Also sie weiß schon, was sie tut. Aber es ist nie toxisch. Es ist immer förderlich und freundschaftlich und freundlich. Und das finde ich total schön. Genau. Und ich meine, das ist ja, also ich bin ja jetzt schon Mitte 40. Also ich kann ja schon so, also die letzten, ich sage mal zumindest 20 Jahre meines Lebens, die kann ich ja relativ gut auch offen reflektieren. Und da kriege ich in so vielen Bereichen des Lebens ja mit, dass ich manche Sachen, die früher einfach auch nicht gut waren, dass da einfach das Bewusstsein für gekommen ist und sich auch verändert. Auch wenn es um Gleichberechtigung von Mann und Frau geht, von missbräuchlichen Situationen. Gerade wenn man in Kirche arbeitet, reflektiert man da ja auch ganz viel, was so Macht-Hierarchien angeht und wie solche Strukturen vielleicht auch Situationen schaffen, die Menschen nicht gut tun. Und das ist was, was reflektiert wird und wo ich auch merke, da verändert sich was beim Ballett, auch in Kirche und Gesellschaft. Genau, wollte ich gerade sagen. Vielleicht nochmal anschließend an diese Ballettfrage. Du bist jetzt nicht tänzend hier reingekommen. Aber trotzdem höre ich heraus, wenn du sagst Kultur, dann denke ich auch gleich, okay, das hat ja auch eine Haltung, das hat eine Form. Wo würdest du denn sagen, ist deine Leidenschaft als Balletttänzerin, wo findet sich das bei dir im Alltag, in dem nicht konkretisierten Bereich Ballettschule wieder. Wo kommt das im Alltag mal raus? Wo kommt das im Alltag mal raus? Ja, also ich glaube etwas, was alle haben, die ihr Leben lang Ballett getanzt haben oder früh angefangen haben, Ballett zu tanzen, ist vielleicht so eine gewisse. Neigung dazu oder sich auch mal durch was durchzubeißen, auch wenn es anstrengend wird. Das benutze ich zum fünften Mal, glaube ich, in diesem Gespräch das Wort Disziplin. Das ist fürchterlich, aber das ist es tatsächlich. Also dieser Wille oder auch diese Erfahrung, wenn ich mich anstrenge für was und mich da reinhänge, dann kann da auch was Wunderbares bei rauskommen. Und dass man irgendwann auch an diesen Punkt kommt, dass es nicht mehr anstrengend ist. Dass man weiß, was man tut und dann sozusagen, dann fängt ja die Kunst an. Dann wird es aus dem Handwerk oder dem Sport oder eben der Anstrengung und dem Training, dass man dann an den Punkt kommt, wo man merkt, okay, es ist nicht nur noch das äußere Gerüst und die Anstrengung, sondern ich kann jetzt anfangen, Gefühle mit ins Spiel zu bringen und damit zu spielen, was ich kann. Weil ich einfach mein Handwerk jetzt beherrsche und dann wird es mehr und dann wird es kreativ und intuitiv und vielleicht auch inspirierend für andere. Und dann kann man auch damit spielen. Dann kann man damit spielen, genau. Und das ist was, was, glaube ich, echt viel mein Leben geprägt hat. Ich bin bereit, den Weg zu gehen, auch wenn es wirklich schwer ist, weil ich ganz oft, sicherlich nicht überall, also Naturwissenschaften, da sind da raus, aber weil ich ganz oft dann die Erfahrung gemacht habe, wenn ich irgendwann über diesen Punkt drüber bin, dass sich gewisse Sachen automatisiert haben, dass sie einfach sich eingekörpert haben, dass es dann anfängt, richtig Spaß zu machen. Und dass man dann auch Menschen erreicht und was bewegen kann und was ausstrahlen kann. Ja, ich finde es spannend. Ich dachte auch gerade, wir reden hier viel über Disziplin. Aber das ist halt eine Form, die dann, und ich finde es so schön, du gehst dann quasi über den Punkt hinaus, dann wird es mehr. Es braucht auch einfach eine Form, in der es anstrengend ist, weil dadurch entsteht eben das Potenzial, mit der Kunst auch zu leben und zu arbeiten. Das ist in allen Kunstformen so, finde ich. Ich habe auch ein paar Instrumente gelernt, da bin ich nie so an den Punkt gekommen, wirklich so kreativ und frei damit arbeiten zu können. Aber ich finde, das ist ja bei allem, was man tut. Ob man irgendeinen Beruf lernt, ob man irgendetwas studiert oder ob man ein Hobby hat, was man ganz intensiv verfolgt. Erstmal muss man was reinstecken und dann fängt es an, irgendwie auch so eine eigene Kreation vielleicht zu werden und auch was Eigenes und was Neues zu werden. Und das finde ich immer wieder total faszinierend, wenn das passiert bei Menschen. Das gucke ich auch immer an total. Ich gucke total gern Menschen zu, die ganz lange hart daran gearbeitet haben, schreiben zu lernen und jede Menge Texte geschrieben haben, von denen vielleicht 90 Prozent irgendwie nichts waren oder so mäßig überzeugend. Und dann fangen sie an irgendwie, dann sind sie an dem Punkt, wo es auf einmal mehr wird. Das finde ich total toll. Immer fasziniert. Ja, das glaube ich. Das ist schon immer faszinierend. Ich habe was Kleines vorbereitet, ein kleines Spiel, um einfach mal was dazwischen zu machen. Das war noch nicht mit dir abgesprochen. Es gibt so ein, ich weiß nicht, kennst du bestimmt so Entweder-Oder-Fragen. Ich habe jetzt einfach mal so zwölf Entweder-Oder-Fragen und ich bitte dich ganz spontan darauf zu antworten. Mal gucken, was draus wird. Das passt total zu meinem Charakter, Entweder-Oder. Das ist immer ganz schlecht für mich. Ich bin gespannt. Keine Sorge, tut nicht weh. Ganz harmlos. Vielleicht geht es am Anfang auch schneller. Lucia, Kaffee oder Tee? Tee. Sortierst du deine Bücher thematisch oder farblich? Sowohl als auch. Die wissenschaftlichen thematisch, alles was Spaß macht, gerne farbig. Berge oder Meer? Meer. Eule oder Lerche? Eule. Kirche oder Kneipe? Beides nicht so gern. Kommt auf die Tageszeit an. Dann such dir mal eine aus. Eine aus. Abends immer lieber gerne Kneipe. Ich dachte gerade Abendskirche. Abendskirche. Im Bus? Vorne oder hinten? Vorne. Ich bin nicht cool. Und in der Kirche vorne oder hinten? Auch vorne, weil ich nicht cool bin. Sommer oder Winter? Sommer. Film oder Serie? Serie. Bei Filmen bleibe ich im Moment nicht lange genug wach. GIF oder GIF? Bitte was? Kennst du diese Bilder? Wie man sie ausspricht, meinst du? Ich dachte gerade, es sind zwei unterschiedliche Sachen und ich weiß von irgendwas nicht. Ich sage GIF. Musik hören oder selber machen? Beides gut. Lieber selber machen oder zu tanzen. Armbanduhr oder Handy? Handy. Danke dir, das war es schon. Ja, ich würde mal sagen, jeder macht es so ein bisschen anders. Und danke dir, dass du das so geteilt hast. Berge oder Meer, da bin ich hängen geblieben. Ja, ich auch. Wieso? Das kann ich sehr leicht beantworten. Ich hasse es, wenn mir Dinge im Weg stehen. Oh, und wenn dann Lucia vor einem Berg steht, dann wird es ganz problematisch. Ich mag gerne auf einen Berg klettern und wandern und so. Das mag ich tatsächlich gerne. Aber was mich in den Bergen stört, ist, dass ich halt so wahnsinnige Umwege machen muss, um von A nach B zu kommen. Und das nervt mich. Ich gehe wirklich gerne wandern. Ich bin dann auch gern auf dem Berg und gucke in die Weite. Aber ich glaube, das ist das. Ich brauche diesen Blick in die Weite und den findet man eher am Meer. Und das gehört auch so zu meiner Seelenlandschaft. Es ist auch okay, wenn ich ein bisschen dafür klettern muss. Ich war letztes Jahr in der Ardèche im Urlaub, das erste Mal in meinem Leben. Wunderschön. Ich glaube, das ist meine Seelenlandschaft. Ich habe sie jetzt wirklich entdeckt und das ist ja jetzt nicht ein Meer, aber da ist Wasser und man kann trotzdem ein bisschen klettern, eine Schlucht rauf und runter und das fand ich wirklich, wirklich schön. Oder auch Corsica, wo Berge und Meer sich einfach kombinieren, das ist toll. Aber wenn ich irgendwie gerade selber nicht so ganz stabil unterwegs bin, würde ich niemals auf den Berg gehen, sondern ich würde immer zum Meer fahren, um mir die Weite zu holen. Ja, das ist auch eine gemeine Frage. Und Gott sei Dank ist die Welt ja so aufgebaut, dass es Orte gibt, an denen beides irgendwie vorhanden ist. Und ich kann das total sympathisch, also ich nehme es auch genauso, Also ich sehe ein Ziel vor Augen und da muss ich aber trotzdem erstmal die Riesenschleife machen, um da hinzukommen. Da ist das Meer doch etwas Dankbarer auch. Dann bist du noch ein bisschen, oder was ich noch spannend fand, ist der Punkt Kirche oder Kneipe. Kirche oder Kneipe. Je nach Ort, je nach Tageszeit. Ja, also klassische Kneipe. Ich muss jetzt gerade wirklich an meine Studienzeit in Münster zurückdenken, wo ich sicherlich öfter in der Kneipe war als in der Kirche. Da bin ich total gern mit meinen Freundinnen und Freunden in diese alten Studentenkneipen gegangen, die Carveto oder das Blaue Haus. Alle, die Münster kennen, kennen die. Hört, hört. Genau, und so ein bisschen urig, wo man zusammensitzen kann, vielleicht auch in irgendwelchen Nischen in der Ecke und sich einfach unterhalten kann bei einem netten Getränk und wo rund um einen herum Leben ist. Ich mag Kneipe nicht so, wenn es nur Sauferei ist. Also dann finde ich es auch unangenehm. Aber so für dieses gesellig irgendwie auszugehen, sich nett zu unterhalten, das finde ich wirklich, wirklich schön. Kirche, das ist ja dann klassischer Gottesdienst, wo man immer so als erstes dran denkt und da hadere ich im Moment tatsächlich ganz, ganz oft nicht. Einerseits, weil ich oft Gottesdienste erlebe, wo ich denke, die Qualität ist jetzt so. Also wo ich Sachen sehe, wo ich denke, naja, also die Haltung, die da von den Menschen oder dem Menschen, das ist ja meistens ausgestrahlt wird, der da den Gottesdienst leitet, die gefällt mir nicht. Oder finde ich wenig wertschätzend gegenüber den Leuten, die da auch sitzen und wir feiern ja eigentlich gemeinsam den Gottesdienst. Also da gibt es vieles, was mich stört. Wobei, je älter ich werde, ich jetzt auch schon mal in die Situation gekommen bin, dass ich, weil meine Kinder jetzt eben MessdienerInnen sind und schon mal Donnerstagabend zum Gottesdienst eingeteilt wurde. zu dienen. Und das ist ein Gottesdienst, da wäre ich nie im Leben hingegangen, Donnerstagsabends. Und ich gehe dann schon mal aus Solidarität hin. Und das ist ja ein ganz einfacher Gottesdienst. Wenn da überhaupt eine Predigtin vorkommt, ist die ganz, ganz kurz meistens. Da passiert kein großes Schnickischnacki, da ist manchmal auch gar kein Organist oder keine Organistin da. Und ich merke, dass mir das manchmal sogar ganz gut tut. Dieses, ich kann da hingehen. Ich kenne ja das Ritual, ich bin kirchlich sozialisiert, auch wenn ich inzwischen gar nicht mehr so regelmäßig den Gottesdienst besuche, wie ich das früher und in einer Kindheit gemacht habe. Aber ich kann da hingehen und ich kenne das Ritual, was da abläuft und ich kann mich in diesen Raum einfach fallen lassen. Und ob ich da jetzt kognitiv oder emotional Anteil nehme an der Dramatik dieses Gottesdienstes oder nicht, ist erstmal ganz egal, weil es ist dann vielleicht einfach auch erstmal ein Ort, wo ich sein kann. Und wenn da in meinem Kopf gerade ein anderes Kino abgeht, bin ich inzwischen der Überzeugung, ist das auch okay. Weil das ist eine Zeit, die geschenkt wird und die, In diesem Alltag, den wir inzwischen alle haben, wo wir ja uns jede leere Minute zur Not mit dem Handy wieder voll machen, das geht da einfach nicht. Und ich glaube auch, das ist Gottes Geschenk. Also selbst wenn ich da vielleicht nicht in der liturgischen Haltung des Mitfeierns oder Mitvollziehens unterwegs bin, zu sagen, aber ich bin jetzt erstmal hier und was auch immer jetzt gerade passiert, wo meine Gedanken hinschweifen, das ist okay so. Dieser Raum und diese Zeit wird mir geschenkt und die wird mir eröffnet. Und zur Not ist dann halt auch einer vorne, der dieses Ritual einfach hält, der diesen Raum hält. Und ich bin auch dafür gerade gar nicht verantwortlich und das ist okay so. Und das weiß ich inzwischen mehr zu schätzen. Hätte ich früher auch nicht gedacht. Ja, so wenn man so frisch aus dem Studium kommt und so ganz viele liturgiewissenschaftliche Ideen hat und wie ein Gottesdienst zu sein hat und alle müssen eigentlich mitziehen und mitbegeistert werden. dann ja, das ist auch schön, wenn sowas gelingt. Aber das muss vielleicht auch nicht jede Woche sein. Ja, ist ja auch ein hoher Anspruch. Absolut. Also stell dir vor, du musst jede Woche halt performen, so dass es immer 100 Prozent ist. Und dann ist halt auch die Frage, was bedeutet das? Also du sagst, die Qualität von den Gottesdiensten, also wo ist die Ermessungsgrenze, welche Kriterien wendet man an und welche Kriterien braucht es dann auch? Also ist ein Ausreichend dann auch ein Gut genug? Oder ein genau richtig. Ja, richtig. Ja, genau. Und da ist halt mal die Frage, also dieses, wenn man Gottesdienst macht, um Leute zu begeistern, damit der Gottesdienst beim nächsten Mal noch voller ist, noch mehr Leute kommen. Ich glaube, das kann gar nicht immer gelingen. Aber ja, trotzdem würde ich mir an der einen oder anderen Stelle wünschen, dass die Leute, die Gottesdienst machen, ein paar Sachen mal reflektieren, was sie da so tun. Das tue ich ja auch, wenn ich Gottesdienste leite. was selten vorkommt, aber immer mal wieder vorkommt. Im Fragebogen hast du noch eine schöne Frage beantwortet, nämlich die Frage, ob es ein Klischee über dich gibt oder eine Branche, die du gerne gerade rücken würdest. Und du hast geschrieben, Theologen sind fromm und können nicht ertragen, wenn andere Menschen anders oder nicht glauben. Außerdem haben sie für jede Lebenssituation gute seelsorgliche Ratschläge. Ja, das ist das, was mir ganz oft entgegengebracht wird, wenn Leute irgendwie mitkriegen, ich habe Theologie studiert, manchmal kriegen sie mit, ich arbeite auch noch bei Kirche, also egal, was das jetzt ist, was ich da tue, dass die Menschen so ein bisschen mir mit der Haltung begegnen, sie müssen sich dafür entschuldigen, dass sie vielleicht nicht christlich sind oder christlich sind, aber manches nicht so richtig glauben oder Christentum nicht praktizieren. Oder das mit dem, was die Kirche oder die Christen da machen, sowieso alles albern und doof oder kritisierenswert finden. Und also, dass Menschen mir halt oft mit so einer Art Entschuldigungshaltung begegnen, so Entschuldigung, bei mir ist das aber nicht so. Und dann immer ganz erleichtert reagieren, wenn ich sage, ja, das ist für mich doch völlig okay. Also ich finde auch total vieles, was bei uns in der Kirche passiert, absolut nicht okay. Und ich kann das total nachvollziehen, wenn jemand sagt, diese Gründe sind für mich so schwerwiegend, ich trete aus. Auch wenn ich vielleicht die Idee Team Glaube, liebe Hoffnung. Also diese Idee eigentlich gut finde, aber irgendwie, also für mich nimmt die Institution so viel Raum ein, das möchte ich nicht mehr unterstützen. Das ist in Ordnung für mich. Es ist auch völlig in Ordnung, wenn mir Leute sagen, ich bin überhaupt nicht religiös. Also ich interessiere mich für viele Dinge. Ich finde viele Dinge spannend, aber so, ne, und... Das ist vielleicht auch so ein bisschen dieser Grund, weswegen ich eben auch Religionswissenschaft studiert habe, weil ich einfach finde, die Welt ist eben größer. Also es gibt so viele Menschen auf dieser Welt und. Komme erstmal allen mit einer Offenheit und Neugierde entgegen. Und die Religionswissenschaftlerin in mir ist da hart drauf trainiert worden, auch erstmal alles so stehen lassen zu können. Es geht nicht um Argumentation und wer gewinnt und muss ich jetzt jemanden von meinem Lebensstil, von meinem Glaubensstil, von meiner Community überzeugen. Das ist überhaupt gar nicht das, was ich will. Ich entscheide ja für mich und ich entscheide vielleicht auch erstmal ein Stück weit für meine Kinder, also für die Menschen, die mir anvertraut sind, aber auch wenn die sich irgendwann mal anders entwickeln, anders entscheiden, sich von Religion ganz abwenden oder sich was anderes suchen, das ist völlig okay. Nicht, dass es mir vielleicht dann nicht auch wehtun würde. Klar, vor allem wenn Menschen, die einem sehr, sehr nahe stehen, dann einen anderen Weg gehen, dann kann sich das anfühlen, als wäre was Gemeinschaftliches oder was, was uns verbunden hat, würde einfach nicht mehr da sein. Und das kann wehtun, aber dann muss man halt drüber nachdenken, ob wirklich dieser Teil ist, was die Beziehung, also ob es der Teil der Religion oder des gemeinsamen Glaubens ist, der die Beziehung zwischen dir und mir ausmacht oder ob das nicht eigentlich vielleicht sogar viel mehr was anderes ist. Das ist immer spannend, finde ich. Ja, ich wollte gerade sagen, genau das auch irgendwie dann zu gucken, was bedeutet diese Haltung, diese offene Haltung dann auch in der Konsequenz. Und diese Konsequenz dann auch, ich sage jetzt mal, in der Disziplin irgendwie so in dieser Form auch auszuhalten. Weil sonst würde es ja heißen, dass es nicht diese Haltung ist, die ich habe, sondern dann habe ich doch ein Aber, dann ist es mir doch der andere und ich möchte dem anderen doch etwas überstülpen. Also da diese Freiheit nicht nur zu predigen, sondern auch auszuhalten, gerade wenn sie einen im innersten Kreis jetzt selber trifft. Ja, auf jeden Fall. Würdest du denn sagen, also du hast so schön gesagt, wenn die Leute sich bei dir entschuldigen, dass du dann auch als Theologin oder als Religionswissenschaftlerin da auf so einen Sockel gestellt wirst? Von wem? Von zu schon, glaube ich. Und ich spiele damit immer. Also eines meiner Ehrenämter ist, dass ich die Erstkommunionvorbereitung bei uns zu Hause begleite. Und wenn dann irgendwelche Elternabende sind oder so, oder Katechetenfortbildung. Und ich stehe dann da in meiner Rolle als religiöse Expertin, als Theologin und soll irgendwas erklären. Ich spiele tatsächlich auch damit in der Art und Weise, wie ich dann darüber spreche, dass ich teilweise sehr locker darüber spreche. So die Sachen auch so witzig ins Wort nehme, wo ich genau weiß, da haken ja die Leute dran. Keine Ahnung, Jungfrau und Geduld oder was weiß ich was. und dass die Menschen dann meistens so einen kleinen Schockmoment haben, so nach dem Motto, boah, so locker spricht die über solche Glaubensdinge, weil das ist man nicht gewohnt. Solche theologischen Themen werden auf den Sockel gestellt und dann muss man mit ganz viel Ehrfurcht und so beantworten und darf auch nur mit leiser und frommer Stimme darüber reden. Und das finde ich halt nicht und das mache ich auch anders. Und dann erst nach diesem Schockmoment kommt dieses, oh cool, ja, okay. So locker kann man darüber reden und locker ist für mich, aber mir ist immer wichtig, dass ich sage, selbst wenn ich da locker drüber rede, ist das ja trotzdem etwas, was mir wichtig ist. Und wo ich auch mit einer gewissen Leidenschaft und einer sehr klaren Haltung unterwegs bin. Und trotzdem ist es aber nicht ein Thema, vor dem man Angst haben muss oder vor dem man auf die Knie gehen muss. Da sind ja auch, also ich meine, wenn man gerade über Katholizismus redet, da sind so viele Dinge bei, die sind sowas von absurd. Da kann man doch teilweise nur drüber lachen. Also mein liebstes Beispiel ist immer, ich war mal in Kevela, in Priesterhaus unterwegs. Und da kann man Sachen, Devotionalien kreuzen, was weiß ich was, was man in Kevela gekauft hat, dort ablegen. und da ist ein Tisch mit Weihwasser und ein Schild, was so umgeklappt werden kann. Da steht dann Gewalt oder nicht Gewalt. So, und immer wenn ein Priester an diesem Tisch vorbeikommt und da liegen Sachen und das Schild steht auf nicht geweiht, dann nimmt er das Weihwasser und weiht diese Sachen eben und klappt dann das Schild um auf geweiht. Und das ist sowas, das finde ich sowas von absurd. Das ist doch einfach nur lustig. Dieses, okay, also klar, und im Endeffekt könnte da ja jeder, also auch da, dieses, daran arbeite ich mich gerne an Klinikalismus ab. Und warum? Da könnte doch jeder hingehen und sagen, okay, da ist Weihwasser und wir glauben dran, dass das, was aus einem normalen Gegenstand was Besonderes macht. Und dann könnte doch jeder da vorbeigehen, das Schild aufgeweiht. Lucia, wir sind jetzt ja ganz unter uns. Hast du das mal gemacht? Nee, ich habe es nicht gemacht. Oder hast du einfach mal das Schild umgedreht? Nein, ich habe es, nein. Also da kommt immer das kleine brave Katholische Mädchen. Dann kommt immer bei mir die Parallelwelt dazu, so nach dem Motto, okay, was wäre, wenn ich würde es gerne, vielleicht mache ich es das nächste Mal, wenn ich da bin, aber niemand weiter so. Nein, nein, das bleibt gar nicht ganz unter uns. Genau, aber das sind doch so Dinge, wo ich dann auch mal sage, es wird eben auch nur mit Wasser gekocht. Auch wenn so in der Allgemeinheit von Kirche oft so der Gold und der Bukkat und das Getragene und das sehr Ehrfürchtige nach vorne getragen wird. Das ist schon auch okay, so hinter die Kulissen zu gucken und erst zu sehen, was nicht okay ist, aber auch das zu sehen, was einfach manchmal ein bisschen grotesk vielleicht auch ist. Und da auch drüber zu lachen, warum denn nicht? Ich bin der festen Überzeugung, das ist ja genau das, was Jesus gemacht hat. Der hat über die Dinge, die so unhinterfragt waren, diese Regeln, die hat er doch weggelacht. Und hat es einfach anders gemacht. Ja, finde ich auch alles richtig und wichtig. Und, Dann trotzdem auch noch zu sagen, also was bedeutet das denn, dass alles so mit Prunk und Gold war, diese Symbolik dahinter und dass sie dann eben so, ich sag jetzt mal, so in diesem Prozess dann zu solchen pragmatischen Zügen wie ein Schild mit Geweiht und Ungeweiht dann daraus entsteht, das kann man dann im normalen Alltag darüber, darf man ja auch schmutzeln. Die Bedeutung dahinter und die Frömmigkeit, da ist dann jeder und jede, finde ich, auch selber verantwortlich dafür. Aber das mal einfach so neutral im Blick zu haben und auch zu schmunzeln, finde ich auch sehr sympathisch. Absolut. Und dann hilft ja zur Not auch immer die Religionswissenschaftlerin, die dann sagt, von mir aus glaubst du daran, dass durch das Weihwasser da göttliche Aura draufkommt oder was auch immer. Aber im Endeffekt geht es ja darum, zu sagen, dieser Gegenstand ist jetzt was Besonderes für mich. Und wir Menschen brauchen besondere Gegenstände und wir brauchen auch besondere Riten und wir brauchen besondere Zeiten, weil sonst haben wir Alltagseinerlei und keine Chance auch mal rauszutreten aus dem Stress, aus dem Druck, aus der grauen Masse. Und spätestens dafür ist Religion gut, bestimmte Zeiten, Orte, Gegenstände zu markieren, die uns einfach auch mal so zum Anhalten zwingen und sagen, es kann auch anders gehen. Jetzt gerade. Ich weiß nicht, ob ich das schon in einer Raumrauschen-Folge gefragt habe, aber hast du so einen besonderen Gegenstand aktuell? Habe ich aktuell einen besonderen Gegenstand? Also ich habe tatsächlich, das ist jetzt total Klischee, aber dieses kleine Kreuz, was ich hier gerade trage, das habe ich von meinen Großeltern zur Taufe bekommen, habe ich ganz, ganz, ganz lange nicht getragen. Habe ich erst vor ein paar Jahren angefangen, weil es bei uns in der Familie noch ein anderes Kreuz gab, ein etwas größeres, auch etwas ornamentaleres Kreuz, was schon fast 100 Jahre alt ist, was ein Erbstück war, was immer sozusagen zur ältesten Tochter weitergegeben wurde, zuerst Kommunion. Und das hatte ich ganz lange. Das habe ich aber natürlich nicht jeden Tag getragen, weil das war viel zu wertvoll. Dieses Kreuz habe ich jetzt aber nicht mehr, Weil meine Tochter verzweiernd vorletztes Jahr zur Erstkommunion gegangen ist und dieses Kreuz von mir übergeben bekommen hat. Und da habe ich erst gemerkt, auch wenn ich das Kreuz gar nicht täglich getragen habe, dass das schon irgendwie... Ja, was war jetzt, wo ich es nicht mehr habe? Ich wollte einen Ersatz und bin dann in meiner Schmuckschublade an dieses ganz, ganz kleine Kreuzchen geraten und seitdem trage ich es halt auch. Also das ist vielleicht so das, was mich dann eben mit dieser religiösen Seite und den religiösen Quellen meiner Familie verbindet. Und ansonsten sind das immer schon mal wechselnde Gegenstände. Ich habe jetzt gerade hier, das ist relativ neu. Ein Armband mit einem kleinen Kompass, einer Windrose drauf, weil ich mit meinem Supervisor zusammen gemerkt habe, das was mich gerade so herausfordert, immer mal wieder so zerrissen zu sein zwischen verschiedenen Anforderungen, zwischen verschiedenen Aufgaben, dass es da ganz wichtig ist, dass ich mir klar mache, warum tue ich eigentlich das, was ich tue. So, zu meinem innersten Kern, zu meinem Nordstern sozusagen. Den Nordstern nicht aus dem Blick zu verlieren. Und deswegen habe ich jetzt seit ein paar Wochen immer diesen kleinen Kompass an, der ja auch irgendwie eine Kreuzform hat in sich. Genau, um da auch immer wieder mich dran zu erinnern in meinem Alltag, wenn ich so merke, okay, also dir geht es gerade nicht gut mit dem, was du tust. Und du weißt gerade auch vielleicht gar nicht, wie du entscheiden sollst, dann drauf zu gucken, um mich dran zu erinnern, okay, worum geht es denn hier eigentlich? Und dann such dir bitte diesen Nordstern und richte dich danach aus. Ist ein ganz schöner, ganz, ganz schöner Symbol auch. Also so dieses Richtungsweisende zu haben und dann einfach eine kleine Erinnerungsstütze zu haben. Auf jeden Fall. Und das Lustige ist, im Forum, wo ich arbeite, mein Fachbereich Religion und Spiritualität, für den ich bildungsmäßig verantwortlich bin, der hat auch einen Kompass als kleines Icon. Die Agentur wollte damals ein Kreuz haben und ich habe gesagt, ich möchte kein Kreuz haben, das ist mir zu christlich, also zu eng. Ich möchte lieber einen Kompass haben und irgendwie schließt sich auch da unter der Kreis. Und das Kreuz oder die Form findet sich auch im Kompass wieder, wie gesagt. Da zeigt sich, dass dieser Glaube und auch das Ganze sich in den alltäglichen Elementen auch wiederfinden kann. Richtig, genau. Und egal, ob das Glaubenssätze sind oder ob das einfach eine Haltung ist, mit der man unterwegs ist oder ein Wert, den man vertreten möchte. Und das ist für mich dann nochmal viel, viel weiter als irgendwie ein Glaubensbekenntnis oder ein dogmatisches Christentum oder so. Team Glaube, Liebe, Hoffnung wäre das dann. Ja, sehr schön. Danke dir, bis hierhin. Ich habe mich auch nochmal ein bisschen auf die Suche gemacht im Internet und so einiges noch rausgefunden. Vielleicht das Aktuellste, was bei mir ganz oben auf ist und ich hoffe, das wird jetzt nicht zu theologisch. Du hast bei der Dorfoase in der Pfarrei St. Maria Pesch im Ehrenamt oder im Hauptamt, ich bin mir gerade nicht so sicher. Das war hauptamtlich. Das war hauptamtlich, aber genau, dazu gleich mehr. Hast du was erzählt zum Thema, dass Gott nicht alles kann? Stichwort Prozesstheologie. Und da sehe ich dich jetzt ein bisschen schmunzeln schon. Klär mich mal ein bisschen auf. Ja, ach, das ist ganz spannend, weil ich im Studium nie Spaß hatte an so klassischen Theologien. Also ich habe kaum irgendwelche. Theologen gelesen, so außer dem, was ich halt musste. Ich habe eher tatsächlich mich immer mit der Geschichte oder Bibel oder so beschäftigt. Und ich bin aber vor zwei Jahren auf dieses Buch gestoßen. Das Buch heißt eben Gott kann auch nicht alles. Eine Einführung in die Prozesstheologie. Und die Prozesstheologie, das ist ja eine theologische Denkweise, die eher aus so einem angelsächsischen Bereich kommt und auch jetzt erst in den letzten Jahren in Deutschland rezipiert wird, wo es eigentlich darum geht, mit den klassischen Gottesbildern zu brechen, die Gott ja oft als auch männlich gelesenen, sehr machtvollen Person macht, was auch immer. Die auch die Geschicke der Menschen lenkt oder vielleicht halt auch nicht und die Menschen aus Erziehungsgründen ins Unglück laufen lässt oder so, damit so aufräumt. Das sind ja diese klassischen Themen, wo sich Theodizee, also die Frage nach, wie kann Gott dieses Leid denn eigentlich zulassen, was wir hier allenthalben erleben, das sind ja die Fragen und die Gottesbilder, wo sich diese Theodizee dran abarbeitet. Und die Prozesstheologie hat einen ganz interessanten Ansatz, dass sie sagt, also erstens ist alles miteinander vernetzt. Also wir Menschen und die Umwelt und es ist alles ein Netzwerk und Gott ist nicht außerhalb dessen. Der ist sozusagen als liebende Kraft mit drin und alles entwickelt sich weiter und Gott greift da nicht direkt mit ein, aber lockt sozusagen immer in Richtung Liebe. Ein bisschen ganz vereinfacht gesagt. Also alle echten Prozesstheologen, bitte habt Geduld. Lockt sozusagen immer in Richtung Liebe. Aber alles, was lebt, hat Entscheidungsfreiheit, sich so oder so zu entwickeln. Und dann wird das super, super, also was ich super, super spannend finde, dass dann auch gesagt wird, also wie Gott sozusagen mit uns in Beziehung tritt oder dieses Locken, dieses an die Tür klopfen macht. Das kann zum Beispiel auch die Intuition sein. Manchmal hat man ja so ein Bauchgefühl. Also das ist die richtige Entscheidung. Und sowas dann auch ernst zu nehmen und in diese Richtung weiterzugehen. Da kommt bei mir biblisch gleich der Gedanke auch ein Säuseln. Also dass es nicht das Tamtam ist, sondern dass es das Kleine ist und da liegt es an uns, die Aufmerksamkeit zu haben und einen Sensus zu haben, da in diese Richtung auch gehen zu wollen oder auch erstmal wahrzunehmen. Ja, und ich finde die Prozesstheologie mega spannend, weil sie auch teilweise an Sachen anschließt, die kenne ich so aus der Science Fiction, wie sich so verschiedene Universen entwickeln könnten, wenn an einer Stelle mal jemand eine Entscheidung anders trifft. Also solche Aspekte sind da mit drin. Es ist Evolutionstheorie wird mit aufgegriffen da und gleichzeitig ist das Ganze so überschattet von, es muss eigentlich darum gehen, also jedes Leben strebt nach Glückseligkeit sozusagen. Und das ist dieser göttliche Impuls, diese Harmonie, diese Glückseligkeit und das vielleicht christlich gesprochen, das ist die größtmögliche Liebe zu aktualisieren oder zu realisieren. Und das finde ich sehr interessant. Sehr, sehr schön. Ich finde das sehr anschlussfähig für Leute aus verschiedensten Denkkulturen, ob es jetzt philosophisch ist, ob es naturwissenschaftlich ist, ob es systemtheoretisch ist. Und es ist was, was mich irgendwie intuitiv überzeugt. So, alles hängt irgendwie zusammen und es ist gut, wenn wir gucken, dass wir alle gut miteinander leben können. Ja, und das ist der Gottesreich-Gedanke von Jesus, ne? Also, dass Senfgorn was größer wird oder der Sauerteig, der alles so durchsäuert mit der Zeit. Genau. Und ich habe einfach auch Spaß, deswegen habe ich so geschmunzelt, Menschen dazu zu bewegen, über solche Sachen nachzudenken und da miteinander ins Gespräch zu kommen. Das ist so faszinierend. Auch Leute, die sich ganz selten theologische Gedanken machen oder von sich sagen, ich bin gar nicht spirituell unterwegs. Wenn man da einsteigt, was da rauskommt und wie viel ich auch selber beschenkt werde von den Gedanken und Lebensgeschichten, die da kommen. Das ist richtig schön. Hast du denn so ein Geschenk oder so ein Gedanken aus diesem Treffen, was du damals hattest, noch in Erinnerung? Tatsächlich gerade gar nicht so konkret. Das ist schon wieder ein Jahr her. Aber tatsächlich ist es so, egal wann ich theologische Bildung mache mit Leuten, dass ich eigentlich von jedem Mal irgendetwas mitnehme. Also ich habe jetzt gerade eher Sachen vom letzten Wochenende, wo ich eine Katechetenfortbildung gemacht habe. Und wir haben uns über Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern ganz intensiv auseinandergesetzt. Und da war, da haben wir über Karfreitag geredet und da war so dieser Gedanke, der Karfreitag. Ist zwar ein Schrecken, aber gleichzeitig ist er ein Schrecken mit Ende. Und ich finde es doch viel besser als ein Schrecken ohne Ende. Und das hat mich sehr, sehr bewegt, also über diesen Aspekt von Schrecken und Ende nachzudenken. Das ist vielleicht auch nochmal eine Inspiration für den nächsten Raumrauschentext, dann drüber zu schreiben. Ja, aber das ist total schön, finde ich. Das war jemand, die natürlich Katechet ist, also dementsprechend interessiert, aber sicherlich nicht jeden Tag fromme Bücher liest oder so, oder theologische Bücher. Und das finde ich einfach toll, wie wir, also dann glaube ich auch immer, manchmal fegt der Heilige Geist dann doch oder säuselt durch den Raum und dann können wir uns gegenseitig beschenken. Das macht meinen Job zum schönsten der Welt. Würdest du denn sagen, dass du dein, also dass das jetzt der Job ist? Das ist der Job, also Also mein Job ist ja, seitdem ich in Leitung bin, sehr vielfältig. Aber Leitung ist einfach an sich schon mal sehr anstrengend. Ich glaube, das wissen wir alle. Aber deswegen auch dieser Kompass. Und deswegen lasse ich es mir auch nicht nehmen, immer mal wieder Bildungsveranstaltungen auch selber zu leiten. Also selber als Referentin auch unterwegs zu sein und solche Gespräche zu moderieren. Weil es das ist, worum es ja eigentlich geht. Es geht eigentlich darum, Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, über das nachzudenken, was sie fühlen und was sie bewegt und was sie beschäftigt und das in Kontakt zu bringen mit anderen Leuten im Dialog, aber auch mit unserer christlichen Kulturgeschichte oder unserer christlichen Weisheit im Dialog. Und da neue Räume zu eröffnen und Wachstumsmöglichkeiten zu eröffnen. Und das finde ich wunderschön, wenn das gelingt. Gelingt nicht immer. Das braucht immer ein bisschen gottliche Gnade dabei. Aber wenn das gelingt, merke ich auch immer, dass ich wirklich, wirklich dankbar bin. Und das klingt jetzt furchtbar fromm, aber an der Stelle bin ich auch einfach furchtbar fromm. Da denke ich immer, da passiert gerade mehr, als du und ich hier gerade gemacht haben. Das ist für mich dann einfach die Geistkraft noch unterwegs, die da gerade einen neuen Liebesraum sozusagen eröffnet hat und eine neue Wachstumszone oder Wachstumsrichtung eröffnet hat. Und ja, da können wir zu beitragen, aber ob das gelingt, da muss immer noch was Drittes passieren. Finde ich einen sehr schönen Gedanken. Das nimmt ja auch ein bisschen die Verantwortung zu sagen, okay, ich muss vom Anfang bis zum Ende irgendwie für alles verantwortlich sein. Und ja, dann würde ich sagen, hallo Burnout. Also das geht dann in diese Richtung, weil man zu viel Kontrolle versucht zu bekommen oder man erwartet sie zu viel. Da auch zu sagen, okay, ein bisschen Hoffnung, ein bisschen Vertrauen in Dinge, die nicht in der eigenen Hand liegen, das im Blick zu haben. Und da sind wir wieder am Anfang. Alles andere ist Handwerk und du kannst dich anstrengen, aber irgendwann musst du auch sozusagen, wenn du dein Handwerk verstehst, kannst du auch loslassen und sozusagen dem, was sich entwickeln will, den Raum geben. Und das ist schön, wenn man da hinkommt. Ja, das ist schon so ein richtiges Schlusswort. Von daher danke ich dir erstmal bis hierhin, dass wir so locker und toll ins Gespräch gekommen sind. Ich habe noch eine kleine Abschlussfrage an dich, auch wieder etwas spontan hoffentlich. Stell dir mal vor, wir haben einen Sendemast gekapert, so ein technisches Gerät, wo wir die Möglichkeit haben, jedem Menschen auf der Welt, eine SMS zu schicken, eine Nachricht. Welche Botschaft würdest du allen Menschen mitgeben? Allen Menschen? Genau, die alle dann auf einmal auf dem Handy lesen können. Also das, was mir wirklich spontan in den Geist kommt, ist gerade, du bist geliebt. Du bist geliebt? Du bist geliebt. Wir haben hier zwar keinen Sendemast gekapert, Überraschung, aber wir haben ein Domfenster. Und genauso wie der Raphael in der ersten Folge darfst du diese Botschaft gleich im Laufe der Ausstrahlung, wird es dann ein bisschen früher hier aufs Fenster geklebt und hier am Aachener Dom, am Domhof 3 übrigens, herzliche Einladung mal vorbeizugucken, werdet ihr dann diese Botschaft sehen und mal gucken, was die Botschaft, du bist geliebt, so mit euch. Und ich würde mal sagen, mit allen Touris, die hier sind, die sich hier auf den Weg machen, so macht. Wie schön. Liebe Lucia, ich danke dir sehr, dass du heute dabei warst. Herzlichen Dank für die Einladung. Genau. Euch allen Zuhörenden jetzt einen schönen Tag, egal wo ihr seid. Macht's gut und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Den Blog und die Geschichte findet ihr unter www.raumrauschen.de Folgt uns auf Instagram unter raumrauschen-ac. Raumrauschen ist ein Angebot der Berufungspastoral im Bistum Aachen. Musik Robert Niegel, Produktion, Social Media und Podcastagentur Kunden fokussiert.