Latest / Bits & Bratwurst / Thüringen geht online
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- 0:01Bits & Bratwurst, dein Upgrade für Thüringen mit Steffen Schütz und Milen Starke.
- 0:08Herzlich Willkommen zu neuen Episode unseres Podcasts Bits & Bratwurst aus dem Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur.
- 0:17mein Name ist Steffen Schütz.
- 0:18ich bin der Minister.
- 0:21Ich bin natürlich nicht allein hier im Studio aber wir haben darüber hinaus noch weitere Gäste denn wir machen heute Eine kleine Zeitreise, aber dazu gleich mehr.
- 0:33Zuerst möchte ich natürlich mal meine charmante Kollegin im TMDI begrüßen Birgit Gaßmann.
- 0:39Hallo
- 0:39Herr Schütz!
- 0:40Ja vielen Dank für die Einladung.
- 0:42Ich bin sehr gespannt auf die bereits fünfte Episode unseres Podcasts und muss gestehen ich bin etwas aufgeregt.
- 0:51Es ist ungewohnt, für mich in einem Mikrofon zu sprechen.
- 0:55Aber ich freue mich sehr auf das Thema und meine erste Podcast-Aufnahme!
- 0:59Ich freue mich auch.
- 1:00aber ehrlich gesagt als Podcaster wollen wir es uns einfach machen, wollen wir uns duzen weil Hallo Herr Schütz ist, klingt ja irgendwie... Das zeigt zum Beispiel Landesverwaltung.
- 1:09kann er auch anders sein?
- 1:10Na das passt ja gleich über den Podcast zum Du, zum Minister, na dann gerne Herr Schütz oder
- 1:17du, Steffen
- 1:19Genau, gerne.
- 1:20Also ich bin Steffen und ich würde sagen da ich der Ältere bin darf ich das einfach mal... Wir leiten aber gleich mal über.
- 1:28bevor wir aber starten muss sich jetzt mal in unser Phrasenschwein schauen also diejenigen die diesen Podcast verfolgen wissen dass wir jedes Mal fünf Euro einwerfen wenn jemand einen Anglizismus verwendet Und unsere Staatssekretärin Milen Starke hatte in der letzten Episode Jochen Fasco von der Thüringer Landesmedienanstalt zu Gast.
- 1:49Ich habe ja schon wirklich üblis geahnt, weil Milen noch mehr Anglizisten verwendet als ich und ich hab jetzt rausgekriegt.
- 1:58Hundertfünfundsechzig Euro sind im Phrasenschwein in einer Folge!
- 2:03In einer Folge?
- 2:03Das ist schon bemerkenswert.
- 2:05also... Ich bin gespannt
- 2:05ob wir das heute toppen.
- 2:06Ich hoffe nicht wobei Mir wäre jetzt lieb und das steht nicht im Drehbuch.
- 2:12Ich habe mich gerade gefragt, was machen wir denn mit der ganzen Kohle?
- 2:15Und ich finde es toll wenn vielleicht unser Publikum einfach mal Ideen entwickelt, was wir mit der Kohle machen.
- 2:22Ich find's toll, wenn wir damit irgendwas machen würden, was den Menschen da draußen irgendwie Freude macht also Kindern vielleicht oder Schwimmen oder irgendwie sowas.
- 2:32Es
- 2:32kommt bestimmt ein bisschen etwas zusammen.
- 2:34Das kann man dann spenden und dann kommt es auch einem guten Zweck zu Gute.
- 2:37genau Ja, also dann würde ich sagen starten wir frisch ins neue Thema und ist nicht schlimm.
- 2:43Wenn du Birgit, wenn du Anglizismen verwendest weil du weißt für einen guten Zweck.
- 2:48Ich bemüh mich ja aber es passiert bestimmt.
- 2:51Also Wir sind natürlich nicht ganz alleine in dieser Episode denn wir widmen uns einem Thema das oft im Hintergrund passiert Aber natürlich enorme Auswirkungen auf unser aller Alltag hat wie sogenannte E-Government.
- 3:09Ist das jetzt eigentlich schon der erste Begriff , nö.
- 3:12Nein, zwar könnte man aber lieber nicht nein.
- 3:16Aber der elektronische Regierung wäre jetzt auch blöd.
- 3:19Klingt
- 3:19ein bisschen komisch.
- 3:20also wir haben ja in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal den Thüringer E-Goverment Kongress dazu natürlich später mehr.
- 3:28aber was meinen wir denn eigentlich mit e-government?
- 3:33Ja, E-Government bedeutet Verwaltungsleistungen digital verfügbar zu machen.
- 3:37Also einfacher, schneller und effizienter!
- 3:40Das Ziel ist klar – Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und Vereine sollen ihre Anliegen unkompliziert online erledigen können.
- 3:46Und gleichzeitig geht es darum, Verwaltungsprozesse intern zu modernisieren also Abläufe zu beschleunigen, Doppelstrukturen abzubauen und die Zusammenarbeit zu verbessern.
- 3:56Viele dieser Entwicklungen sieht man nicht direkt aber sie sorgen dafür dass unsere Verwältung effizienter funktioniert Und sie erfordern nicht nur die entsprechende Infrastruktur, sondern auch digitale Kompetenzen bei denenjenigen, die schlussendlich für das Gelingen der digitalen Transformation verantwortlich sind.
- 4:12Wo wir wieder beim Thema wären vom diesjährigen Kongress den digitalen Kompetensen?
- 4:17Ja absolut aber das klingt alles sehr technisch und natürlich unter dem Profis wird jeder sagen okay ja da unterschreiben wir.
- 4:25Jetzt wissen wir aber, dass es natürlich irgendwie zwei Seiten einer Medaille gibt.
- 4:30Also die Bundesregierung redet von digital first.
- 4:34Das ist ein offizieller Begriff.
- 4:36deswegen werfe ich jetzt keine fünf Euro ein.
- 4:38Wir sagen digital only Ist nicht gut Ja Aber wie stehst du dazu?
- 4:45also Ich sage digital first ist der richtige Weg weil ich glaube Digital first impliziert ja auch das Es noch einen recht auf analoges leben geht.
- 4:55Das
- 4:55stimmt.
- 4:56Siehst du uns da gut aufgestellt?
- 4:58Also das ist glaube ich der richtige Ansatz.
- 5:00in Thüringen, wir wissen ja auch laut der D-21 Studie besteht eine gewisse Skepsis gegenüber der Digitalisierung und es macht glaub ich schon Sinn nicht einfach überzustülpen sondern alle abzuholen gewisse Möglichkeiten noch zur Verfügung zu stellen.
- 5:15Eine
- 5:16gewisse Skepsis
- 5:17ist eine persönliche Antragstellung auch noch zu ermöglichen.
- 5:20Gewisse Skepsis ist gut gesagt, ich würde fast sagen es gibt auch Ängste und ich finde das wir als Ministerium, ich als Politiker dass wir da eine Aufgabe haben.
- 5:33Wir haben eine Kommunikationsaufgabe, wir müssen mit den Leuten reden und wir müssen vor allen Dingen dafür auch offen sein Weil wir reden immer von unserem Anspruch für Thüringen.
- 5:43Wir wollen eine bürgernahe, serviceorientierte Verwaltung und jetzt
- 5:49habe ich... Nicht so leicht von dazu?
- 5:50Ja!
- 5:50Und ich finde das sagt sich immer so leicht.
- 5:53aber was bedeutet das konkret?
- 5:54Ich komme aus Eisenach und ich habe heute Morgen mit Politikern andere Fraktionen gesprochen und die haben dieses Beispiel Eisenach genommen.
- 6:03Da wird Digitalisierung wirklich vorangetrieben, das freut mich einerseits.
- 6:08aber wenn es dazu führt dass zum Beispiel das Rathaus nur noch mit einer digital also sprich online Terminvereinbarung überhaupt zu öffnen geht Du brauchst einen Termin, du brauchst irgendwie digitale Endgeräte um dort überhaupt ein Termin machen zu können.
- 6:27Ansonsten sitzt dort niemand mehr der dir die Tür aufmacht dann finde ich das schwierig weil das letzten Endes dazu beiträgt dass Menschen vor Digitalisierung Angst haben und das nicht als Verbesserung empfinden sondern eher Teilhabe.
- 6:45Ja, die fühlen sich nicht wahrgenommen und sagen ja wie jetzt muss ich jetzt ein iPhone haben um hier überhaupt vorgelassen zu werden.
- 6:54Und das ist natürlich das Gegenteil von dem was wir eigentlich wollen.
- 6:57also was wollen wir denn mit E-Government?
- 7:01Wir wollen verwaltungsanliegen unbürokratisch machen schnell transparent am besten online vom Sofa oder von unterwegs.
- 7:10gleichwohl wissen wir natürlich - online von unterwegs.
- 7:15Also das würde meine Mutter beispielsweise mit ihren zweiundachtzig nicht mehr betreffen.
- 7:19Muss man ganz klar sagen und deswegen finde ich, wir müssen das auf jeden Fall auf dem Schirm haben.
- 7:25aber wenn wir jetzt mal vom positiven Beispiel ausgehen also die Bürger sitzt zu Hause auf ihrem Sofa und bucht jetzt eine Verwaltungsleistung was bedeutet das denn?
- 7:35Was sind denn...was meinen wir dann mit Verwaltungsleistungen?
- 7:39Also ich nutze das sehr gerne, weil ich dann natürlich das Haus nicht verlassen muss und dass für uns natürlich einfach und effizienter geht.
- 7:46Für die Bürgerinnen und Bürger.
- 7:47Und natürlich muss man auch den Prozess dahinter sehen.
- 7:51also es nützt ja nichts wenn ich das quasi nur digital beantrage und da sich ein nicht medienbruchfreier Prozester hinter anschließt sondern wir müssen natürlich auch unsere internen Prozesse...
- 8:03Medienbruchfrei?
- 8:04Das verstehen die Menschen nicht!
- 8:06Was heißt denn
- 8:06das?!
- 8:08Mach was doch mal konkret.
- 8:10Also wenn du sagst, du nutzt das sehr gerne tue ich auch.
- 8:14aber machen wir es noch einmal klar.
- 8:15nehmen wir mal an wir wollen ein Auto anmelden.
- 8:18Das wäre eine Verwaltungsleistung.
- 8:20nehmen wir an wir will einen Bauantrag stellen oder nehmen wir dann wie was ich zum Beispiel total wichtig finde Wohngeld Anträge oder Personenstandsregister dieses fürchter fürchterliches Wort.
- 8:33Aber wenn ich zum Beispiel beim Standesamt, ne?
- 8:36Wenn ich heiraten will oder wenn ich im schlechtesten Fall eine Sterbeurkunde brauche.
- 8:42Solche Dinge müssen online möglich sein und da halte es für wichtig dass das den Menschen einfach gemacht wird Dass sie in der Lage sind wirklich vom Sofa aus zu einen Antrag zu stellen.
- 8:55Und was sich noch viel wichtiger finde ist Das fassen wir immer unter dem Begriff Registermodernisierung.
- 9:02Auch ein furchtbares Wort.
- 9:04Warum muss ich eigentlich meine Daten jedes Mal neue eingeben?
- 9:07Und vor allen Dingen, wer gibt mir die Übersicht darüber?
- 9:11Wo habe ich denn meine Daten schon eingegeben?
- 9:13Wer arbeitet überhaupt mit meinen Daten und zu welchem Zweck?
- 9:19Das nennen wir ja Phrasenschwein.
- 9:22Die X-Straße im besten Fall nennen wir die X-Road weil das auch ein geschützter Begriff ist aber dass es im Prinzip einen transparenter Ansatz, der Menschen wirklich zeigt wir verwenden deine Daten in deinem Sinne.
- 9:40Aber du hast auch noch die Hand drauf was mit deinen Daten passiert.
- 9:44Aber da sieht man ja auch, E-Government ist sehr vielfältig und es hängt sehr, sehr viel damit zusammen.
- 9:50Und wobei wir auch wieder beim Thema wären unser E-Government-Kongress der in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfindet und wo wir auch noch mal rückblickend auf den letzten Kongress gucken wollen.
- 10:01Wir setzen immer Schwerpunktthemen.
- 10:03letztes Jahr war das Digitale Souveränität.
- 10:05Das ist ein Kongress, der quasi alle wichtigen Akteure zu dem Thema zusammenbringt und dann eben diese ganzen Themen beleuchtet.
- 10:14Wie wir eben gesehen haben, ist die auch alle damit reinspielen.
- 10:17Bist du ja Teil des Organisationsteams?
- 10:19Ich war letztes Jahr zum ersten Mal da und ehrlich gesagt ich habe auch fürchterlich eigentlich als Minister hetzt du ein Grußwort und dann musst du wieder weg und dann darfst du noch mal wiederkommen.
- 10:32und ich hatte die ganze Zeit irgendwie das Bedürfnis, ich würde gern länger bleiben.
- 10:37Jetzt waren über siebenhundert Leute!
- 10:39Siebenhundert Leute!
- 10:41Was sagt ihr
- 10:42das?!
- 10:43Sagt ihr das eher:
- 10:44Oh Gott, oh Gott.
- 10:45Da haben wir eine riesen Herausforderung.
- 10:47oder siehst du uns da gut aufgestellt?
- 10:52Beides!
- 10:52Ja beides also.
- 10:53der Kongress ist natürlich das Highlight des Jahres.
- 10:56ja und da ist natürlich auch steckt sehr viel Organisationsaufwand drin.
- 11:01Also heißt es für uns auch nach dem Konkres ist vor dem Kongress als wir beschäftigen uns dann schon mit dem nächsten Schwerpunkt Thema für den Kongress im Folgejahr.
- 11:11aber Natürlich ist es so, dass der letzte Kongress sehr gut gelaufen ist und wir auch sehr viel positives Feedback bekommen haben von den Besuchern.
- 11:21Das heißt, es gab zahlreiche spannende Diskussionen neue Perspektiven und vor allem eines wofür der Kongress ja auch steht intensiven Austausch.
- 11:30Das Hauptthema des letzten Kongresses hatte ich ja schon gesagt, dass natürlich auch weiterhin eine große Rolle spielt ist die digitale Souveränität.
- 11:37Mit Sachsen-Anhalt unserem Nachbarbundesland stehen wir beispielsweise in einem sehr engen Austausch dazu und natürlich auch zu vielen weiteren Themen.
- 11:44Beim vergangenen Kongress haben wir dazu Bernd Schlömer gefragt welche Bedeutung digitale Souveränität für ihn und Sachsen-Anhalt hat?
- 11:51Digitale Souveränität bedeutet für mein Bundesland
- 11:53im Grunde ein Auswahlrecht
- 11:54zu haben, Selbstbestimmung
- 11:56zu haben.
- 11:57Welche Hardware welche Software welche Anwendung
- 12:01man selber nutzen
- 12:02möchte um einen selbstbestimmten souveränen Einsatz in der Landes-IT zu gewährleisten.
- 12:07das verstehe ich in erster Linie unter Souveranität.
- 12:11Ich auch Abgesehen davon finde ich den schlimmer ja wirklich guten Mann.
- 12:15da hat er auch absolut recht.
- 12:16dass hätte ich nicht schöner sagen können.
- 12:19Kommen wir mal zu einem anderen Thema.
- 12:22Denn ein weiterer wichtiger Punkt, wenn nicht sogar der wichtigste Punkt ist doch die Frage wie entwickeln wir digitale Angebote so dass sie entweder von Mitarbeitenden in der Landesverwaltung oder von den Bürgerinnen und Bürgern wirklich genutzt werden?
- 12:37Und das sie nicht als Bedrohung sondern als wirklich etwas Positives empfunden werden was sie sowohl in ihrem Arbeits- also auch im Lebensalltag als bereichernd vorwärtsbringend empfunden.
- 12:50Und genau das haben wir den Präsidenten der FITKO, Dr.
- 12:54André Göbel gefragt.
- 12:55Der sagt dazu Folgendes...
- 12:57Das war lange Zeit ein dunkler Fleck in der E-Government-Entwicklung in Deutschland insbesondere weil aus vermeintlichen Gründen des Datenschutzes sehr häufig auf dieses konkrete Feedback verzichtet worden ist.
- 13:10Ich halte es aber für essentiell und wir kennen das natürlich auch aus der Privatwirtschaft wo man vollständig datenschutzkonform solche der NutzerInnen auch zurückbringt, um schlichtweg die Services zu verbessern.
- 13:25Unsere Aufgabe im Kontext ist eher im Verborgen.
- 13:29Viele Infrastrukturkomponenten werden einfach von Services genutzt und davon bekommt eine Bürgerin oder ein Bürger erst mal gar nichts mit und kein Unternehmen.
- 13:40Aber es gibt andere Beispiele wie, dass wir die föderale Koordination auch für die Behördenhotline.
- 13:48Die in allen Bundesländern im Einsatz ist mit Ausnahmen von Bayern.
- 13:54dass wir hier beispielsweise dann entsprechend auch mit den Service-Centern abstimmen, wie solche Mechanismen genutzt werden können.
- 14:01Wir haben eine sehr umfassende Studie durchgeführt zur Flächendeckung und zur Nutzung der 115.
- 14:07Haben dort zum Beispiel Feedbacks zur Integration von Chatbots und Co.
- 14:12bekommen.
- 14:13Insofern das sind ganz wesentliche und wichtige Rückmeldungen die wir natürlich gemeinsam brauchen, um unsere E-Government Infrastruktur nicht an den Nutzen vorbeizentwickeln.
- 14:24Und in diesem Kontext wird sehr, sehr häufig etwas ganz Wichtiges vergessen.
- 14:27Die Massennutzer von E-Government Anwendungen sind unsere Unternehmen und für Unternehmen sind ja sehr einfach laufende digitale Verwaltungsprozesse letztlich ein Standortfaktor.
- 14:40Deswegen ist es so unglaublich wichtig sie bei der Weiterentwicklung ausreichend zu betrachten mit zu integrieren und Verwaltung möglichst geräuschlos wirken zu lassen.
- 14:53Ach, Verwaltung geräuschlos wirken lassen.
- 14:55Das klingt gut aber ich finde ganz wichtig vorher müssen wir ein paar Geräusche machen.
- 15:02und Birgit da würde ich dich jetzt gerne fragen wie du hast ja wahrscheinlich gehört dass wir diesen digital Dialog hier im Land planen.
- 15:12also ich glaube das ist wichtig.
- 15:14es dass wird tatsächlich einen Dialog führen mit den Menschen in allen Regionen unseres Landes wo wir genau über diese Frage sprechen.
- 15:23Was macht euch Angst?
- 15:25Wo seht ihr uns momentan, wo wollt ihr uns sehen?
- 15:31Was sind die Themen, die euch wenn es um Verwaltungsmodernisierung, um Entbürokratisierung und Digitalisierung beschäftigen.
- 15:41Was sind die Risiken und Nebenwirkungen?
- 15:43Und vor allen Dingen, was sind die Chancen?
- 15:45Manchmal macht ja Politik so Feigenblätter.
- 15:48Siehst du das eher kritisch oder sagst du nie Machtmal und worauf sollten wir uns konzentrieren?
- 15:54Also zum einen ist uns ja bewusst dass die Menschen etwas skeptischer sind in Thüringen.
- 15:59Das liegt auch daran.
- 16:00Du hast gesagt sie haben Angst.
- 16:01das stimmt Das liegt aber auch
- 16:03daran,
- 16:04dass eben die digitalen Kompetenzen vielleicht fehlen.
- 16:06Also man muss sich vielleicht auch darauf konzentrieren solche Angebote zu machen – vielleicht auch virtuell oder so wie der Probierladen, wo man einfach nach Jena gehen kann und wo man mal ganz unkompliziert mit den Leuten sprechen kann, mit Medienpädagogen, die das tagtäglich machen, die da ausgebildet sind um einfach diese Ängste zu nehmen.
- 16:25Ich glaube, das hilft sehr, also das wird zurückgespiegelt von den Kollegen aus Jena.
- 16:31Und die Abfrage, ich glaube viele Bürgerinnen und Bürger können mit dem Thema E-Government gar nicht so viel anfangen.
- 16:38Weil wir einfach im Hintergrund arbeiten und natürlich beschweren sie sich wenn Sie Verwaltungsleistungen online nicht nutzen können dann kommt ihr Beschwerde.
- 16:46aber Ihnen ist das glaube ich gar nicht bewusst was wir da alles im Hintergrund dafür tun.
- 16:51also vielleicht muss man dieses Bewusstsein erst mal schaffen.
- 16:54das wäre glaube auch wichtig.
- 16:55Naja, ich glaube das ist wichtig es gute Beispiele zu haben.
- 16:59Die die wir zeigen können, die wir kommunizieren können wo man sieht was bringt mir das konkret und was bedeutet dass eigentlich sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für diejenigen die in der Verwaltung arbeiten?
- 17:13Ja und ich glaube das ist wichtig, dass wir darin Ansatz haben den in meinen Augen tatsächlich jedes Bundesland leben sollte.
- 17:24Also wirklich am Bedarf orientiert, gute Beispiele zeigen das machen wir ja jetzt.
- 17:30Wir haben ja letzte Woche eine Vereinbarung auch mit dem Bund unterschrieben.
- 17:34da geht es um fünf digitale Dienstleistungen oder noch nicht digitale die wir digitalisieren sollen als Freistaat Thüringen.
- 17:43und dann bin ich sehr stolz darauf weil da wirklich Themen sind zum Beispiel die Anerkennung ausländischer Abschlüsse damit Ärztinnen und Ärzte beispielsweise früher anerkannt werden, damit die herarbeiten können.
- 17:55Weil wir sie einfach brauchen!
- 17:56Genau der Bedarf besteht.
- 17:57Der Bedarf bestätigt und da bin ich der Meinung wenn den Menschen da klar wird was das mit E-Government zu tun hat und warum es E-Government braucht, dann sind wir auf dem richtigen Gleis.
- 18:12Absolut, man muss das bewusst sein schaffen weil ich glaube auch intern ist es nicht ganz klar wofür wir das eigentlich machen.
- 18:18also dass wir damit Arbeitsabläufe vielleicht auch vereinfachen effizienter machen das muss man eben auch erst mal Klarstellen und zeigen.
- 18:26Und dann ist vielleicht auch diese Akzeptanz eher gegeben, als wenn man einfach quasi mit der Keule kommt und sagt jetzt machen wir e-government und alles online.
- 18:35Ja
- 18:36aber nun hast du eben das Thema "medienbruchfrei" erwähnt.
- 18:40also Medienbruchfrei.
- 18:42ich habe ja immer so das Gefühl dass Verwaltung manchmal wahrgenommen wird wirklich nicht medienbruchfrei, sondern so ein bisschen autark.
- 18:51Also der eine macht das die andere Stadt macht das der nächste Landkreis macht das.
- 18:56wir haben ganz verschiedene Verfahren Die wir alle nicht unter einen Hund bringen.
- 19:01und damit dass in Thüringen funktioniert wäre eigentlich toll wenn wir besser zusammenarbeiten.
- 19:07Geht das mit E-Government?
- 19:09Kriegen wir das hin.
- 19:10also eigentlich schon.
- 19:11und man muss ja auch sagen dass die Ressorts eigentlich schon auch den Wunsch immer äußern, dass man auch ressortübergreifend arbeitet.
- 19:19Wir müssen da auf jeden Fall mehr hinkommen, das wir uns mehr austauschen, dass wir uns vernetzen und über die Ressortgrenzen arbeiten.
- 19:26E-Government oder allgemein die Digitalisierung ist ein Querschnittsthema eine Querschnittsaufgabe, die natürlich in allen Ressorts umgesetzt werden muss.
- 19:34also natürlich ist es wichtig, dass für uns da mehr austauschen und vernetzten.
- 19:40Ich glaube ja, dass es absolut notwendig ist.
- 19:44Dass wir als Digitalministerium auch deutlich machen das Digitalisierung wenn sie gelingen soll muss sie ein Gemeinschaftsprojekt sein.
- 19:54Also ein Gemeinheitsprojekt, dass sich durch eine gute Kommunikation und eine gute Kooperation zwischen Politik Verwaltung Wirtschaft und Bürgern nähert und damit Leben geführt wird.
- 20:07Dazu haben wir, glaube ich auch noch ein Statement von jemanden der sich damit auskennt.
- 20:12Ja genau das ist korrekt!
- 20:13Wir
- 20:13haben Miriam Seyffarth von der Open Source Business Alliance nach konkreten Beispielen gefragt.
- 20:19also es geht weniger um Visionen sondern um konkrete Best Practice.
- 20:23Beispiele aus Thüringen.
- 20:25Also was läuft gut hier im Freistaat?
- 20:28Worauf können wir aufbauen und was in Thüringen bereits gut funktioniert Und wie es nach außen wirkt Das wird uns jetzt Miriam Seyffarth berichten.
- 20:38Ganz besonders die Thüringer Cloud, also die Verwaltungscloud im Thüringer Rechenzentrum ist ja wahnsinnig leistungsfähig und modern und skalierbar aufgebaut.
- 20:47Also da ist wirklich was aufgebaut worden das nicht nur für jetzt und nächstes Jahr funktioniert sondern was richtig in die Zukunft reicht.
- 20:53Da hat sich Thüringen mit dem neuen Rechenzentrum wirklich nachhaltig und zukunftsfähig aufgestellt.
- 21:00aber auch die Videokonferenzlösung, die Open-Source-Lösungen die hier in Thüringen verwendet werden, Th-Meet heißt die Lösung ja.
- 21:06Ist auch ein ganz tolles Beispiel für Open Source was praktisch im Verwaltungsalltag sozusagen stattfindet.
- 21:12Thüringen ist da deutschlandweit zusammen mit Schleswig-Holstein.
- 21:15Sind das die Vorreiter, kann man sagen unter den Ländern?
- 21:17Die setzen wirklich Standards und gehen mutig voraus.
- 21:20Schleswig-Holstein zum Beispiel hat jetzt in der letzten Zeit sehr erfolgreich die ganzen E-Mail Postfächer und die Kalender von der Landesverwaltung auf Open Source Lösungen umgestellt.
- 21:30Ist auch immer nicht ganz einfach.
- 21:32Sicherlich kennen die Thüringer das auch.
- 21:34Jeder Wandel oder jede Umstellung ist auch mit Schwierigkeiten verbunden und dass man sich an was Neues gewöhnen muss.
- 21:40aber ich finde extrem inspirieren zu sehen, wie Länder wie Thüringen oder Schleswig-Holstein an diesen Stellen vorangehen.
- 21:46Und es gucken dann auch wirklich viele Behörden interessiert darauf und wollen auch davon lernen und sagen wir hat das bei euch funktioniert?
- 21:53Und wollen das dann gerne auch nachmachen?
- 21:55Ja und das ist doch ein cooler Ansatz weil das zeigt doch dass E-Government kein abstraktes Konzept ist sondern ganz konkret spürbar Und dass das auch Lust und Spaß und neugierig macht.
- 22:09Ich glaube, dass wir davon tatsächlich dann profitieren können wenn Menschen das Gefühl haben ja Wir empfinden das nicht nur als Risiken behaftet sondern wir empfinden es tatsächlich als etwas was uns in unserem Alltag weiterbringt Auch wenn vieles im Hintergrund passiert.
- 22:28kommen wir mal zum Ausblick auf den nächsten Kongress.
- 22:32Jetzt haben wir denen vor der Brust.
- 22:34Am Ende geht es doch eigentlich immer darum, den Alltag für die Menschen einfacher zu machen.
- 22:40Für Unternehmen!
- 22:42Für die Verwaltung natürlich selbst und genau deshalb lohnt sich meiner Meinung nach auch der Blick hinter die Kulissen.
- 22:49Blicken wir mal nach vorne Birgit was habt ihr in der Pipeline?
- 22:54Ja, das ist einiges.
- 22:57Für den sechsten Thüringer E-Government-Kongress am zweiundzwanzigsten September in diesem Jahr haben wir das wichtigste überhaupt im Mittelpunkt gerückt – den Menschen!
- 23:05Dieses Jahr dreht sich alles um das Thema digitale Kompetenzen.
- 23:09Wir fragen uns also wie nehmen wir den Menschen mit?
- 23:12Wie befähigen wir sie die digitale Transformation zu nutzen Sie eben auch als Chance zu sehen, wie wir gesagt haben, um eben effizientere Arbeitsabläufe und besseres Service Qualität zu nutzen?
- 23:24Denn ist es klar, der strategische Ausbau digitaler Kompetenzen ist heute der entscheidende Schlüssel.
- 23:31Mit regelmäßig rund siebenhundert Teilnehmenden bringt das Forum die wesentlichen Akteure der Verwaltungsmodernisierung zusammen – also das heißt vom Ministerium bis zu den IT-Beauftragten der Landkreise Städte und Gemeinden bereichert eben auch durch Impulse des Bundes, der Wissenschaft.
- 23:46Und wir haben in diesem Jahr natürlich auch herausragende Referentinnen und Referenten, beispielsweise auf Bundesebene den Herrn Dirk Schröter, Minister- und Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, Martin Mohns vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung oder wie im letzten Jahr Herrn Dr.
- 24:05Andre Göbel, Fitko-Präsident, der jetzt zum wiederholten Male dabei ist – aber auch die Praxis kommt nicht zu kurz!
- 24:11Wir blicken eben auf echte Best Practice Beispiele direkt aus Thüringen wie den Probierladen Jena, den wir schon erwähnt hatten und den KI-Einsatz in Eisenach.
- 24:21Wir können uns also freuen auf einen sehr informativen und inspirierenden Tag und damit der Aufruf an alle Gestalterinnen und Gestalter der modernen Verwaltung sich den Termin gleiche im Kalender zu notieren.
- 24:32Es sind alle Mitarbeiter in der Thüringer Verwaltung und öffentlichen Einrichtung herzlich eingeladen.
- 24:37Das weckt auf jeden Fall die Vorfreude, jedenfalls bei mir.
- 24:40besonders freue ich mich – also ich freue mich auf alle Gäste aber besonders freue Ich mich auf den Kollegen aus Schleswig-Holstein, der nämlich gerade wer das verfolgt, der gerade seine ganze Landesverwaltungen auf Open Source umstellt.
- 24:54Das finde ich super spannend.
- 24:56Wir haben ja einen anderen Weg gewählt, wir nutzen sowohl als auch aber ich will es jetzt nicht zu technisch werden lassen.
- 25:05Aber genau deswegen hatten wir Herrn Schröte auch schon letztes Jahr eingeladen.
- 25:08da konnte er den Termin leider nicht einrichten und dieses Jahr ist es jetzt soweit.
- 25:11er kommt nach Thüringen hat sich auch den ganzen Tag für uns beigen.
- 25:15Wenn ich dich schon mal hier habe und du aus der Verwaltung kommst das stand jetzt hier im Drehbuch noch haben wir das abgesprochen.
- 25:24Jetzt hast du ja wahrscheinlich die Debatte um unseren Ministerpräsidenten und das Redenschreiben.
- 25:29Das können wir doch heute hier nicht auslassen, das ist doch wichtig!
- 25:32Wie sie wie siehst Du sowas KI nutzen?
- 25:35Ja nein vielleicht.
- 25:36also wenn wir mal ehrlich sind Wir haben alle wirklich hohes Arbeitsaufkommen Und natürlich isst die KI in der Erleichterung für unseren Arbeitsalltag und es wäre falsch zu sagen dass wir das nicht nutzen.
- 25:49Natürlich nutzen wir das im Alltag.
- 25:52Man muss vielleicht dann schauen, dass man es für sensible Themen dann persönlich anpasst und quasi dem Ergebnis der KI arbeitet.
- 26:01Aber es ist einfach aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – aus dem Privatalltag nicht aber auch aus den beruflichen Alltag!
- 26:07Es erleichtert ungemein und ich glaube wenn auch die Bediensteten erkennen, was Sie für Erleichterungen durch die ganzen Neuerung haben.
- 26:18Durch die Innovationen würden sie das auch sehr gerne nutzen und annehmen und akzeptieren diese Veränderungen.
- 26:25Das muss eben erstmal klar werden.
- 26:27also ich kann es gar nicht mehr aus meinem Alltag wegdenken.
- 26:30Ich bin da hundert Prozent bei dir.
- 26:32Ich war neulich in Unternehmen in Jena.
- 26:35Die haben mir gesagt, dass sie bis zu 65 Prozent – das muss man sich mal vorstellen – der stupiden bürokratischen Arbeiten durch KI einsparen.
- 26:44Das fand ich phänomenal!
- 26:46Sie haben mir das auch gezeigt weil mich das natürlich interessiert.
- 26:50aber du hast ein schönes Stichwort gesagt ehrlich und ich glaube, dass man sich da tatsächlich ehrlich machen muss.
- 26:58wir haben die KI und wir nutzen sie.
- 27:01Ich glaube weder, dass der Ministerpräsident noch ich selber kann das für mich auch ehrlich sagen.
- 27:07Ich schreibe doch meine Reden nicht selber!
- 27:08Ich redigiere sie und meistens halte ich sie dann ganz anders.
- 27:15Und so kenne ich den Ministerpräsidenten auch.
- 27:17aber am Sonntag habe ich von ihm einen sehr schönen Satz dazu gehört und der gilt generell.
- 27:23den würde ich mir jetzt gerne zur Eigen machen da wenn ich von mir ist zitiere ich ihn ausdrücklich.
- 27:29Und zwar hat er gesagt, die Nutzung künstlicher Intelligenz setzt das Vorhandensein einer natürlichen Voraus.
- 27:38Das setzt sich einfach grundsätzlich voraus auch den Umgang damit.
- 27:43Und jetzt sind wir durch.
- 27:45Vielen, vielen Dank Birgit!
- 27:47Das war sehr spannend.
- 27:49Ich weiß
- 27:49nicht wie viel... Ob das Phrasenschwein heute wirklich dicker geworden ist?
- 27:53Müssen wir dann mal durchzählen?
- 27:54Zählt mal durch und mir bleibt eigentlich nur noch eins.
- 27:58Vielen Dank unseren Zuhörerinnen und Zuhören und bis zum nächsten Mal.
- 28:03Ja, vielen dank!
- 28:04Ciao!
- 28:06Der Podcast für dein Upgrade in Thüringen ist eine Kooperation des Thüringer Ministeriums für Digitales und Infrastruktur und der Digitalagentur
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