Latest / ntv Wirtschaft / Kurse bleiben anfällig - Vertrauen der Anleger auch: Verdacht auf Marktmanipulation nach Trump-Aussagen zum Iran
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- Die Börsen bleiben wegen des Iran-Kriegs nervös und abhängig von jedem politischen Signal. Der Verdacht von Marktmanipulation steht im Raum. Die EU zieht derweil mit Australien einen großen Handelsdeal durch. Und auf Europas Straßen holen Stromer weiter auf, obwohl der Automarkt insgesamt schwächelt. Dazu schauen wir noch kurz darauf, was KI eigentlich mit Liebe, Freundschaft und Nähe macht. Hallo. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Der Iran-Krieg hält Anleger weiter in Atem. Gestern schwankt der DAX um deutlich mehr als 1000 Punkte. Heute steht er zwar etwas fester da, aber so richtig ruhig wirkt das alles noch nicht. Neue große Sprünge bleiben erstmal aus. Auch weil die Ölpreise schon wieder anziehen. Und da hängt noch etwas anderes über diesem Handelstag. Nämlich die Frage, was da gestern eigentlich genau passiert ist. Auslöser für die heftige Kehrtwende waren Aussagen von US-Präsident Trump. Er verlängert sein Ultimatum für die Öffnung der Straße von Hormuz und spricht von produktiven Gesprächen mit Teheran, was die Führung dort sofort dementiert. Trotzdem, den Märkten hilft die Nachricht sofort, weil sie eben Druck rausnimmt. Und kurz vor Trumps Ankündigung wird offenbar besonders viel gehandelt. Damit steht, ja, wieder mal ein heikler Verdacht im Raum. Haben sich da womöglich Marktteilnehmer mit Insiderwissen bereichert? Also, haben sie schon gewusst, was da gleich gesagt wird und was das an den Börsen auslösen dürfte? Corinna Wohlfeil hat darüber gesprochen mit dem Chefanalysten der Consorsbank Jochen Stanze. Gestern hat Donald Trump eine Feuerpause verkündet von fünf Tagen in Sachen Iran. 15 Minuten vorher wurden Ölkontrakte im Volumen von 580 Millionen US-Dollar gehandelt, die den Ölpreis deutlich gedrückt haben. Was ist von so einer Nachricht zu halten? Ich glaube, vielleicht hat er einfach jemand ein schlechtes Timing gehabt. Vielleicht hat jemand Insider-Informationen gehabt, da kann man spekulieren. Naja, aber es heißt auch, jemand hat damit 100 Millionen US-Dollar verdient. Also das klingt doch eher nach einem bewussten Trade, oder? Man muss natürlich auch immer sagen, da hat jemand anders auf der Gegenseite 100 Millionen Dollar verloren. Das muss man natürlich auch immer sagen. Aber es gibt immer Auffälligkeiten, was Handelsumsätze angeht, immer um solche. Früher waren es noch Tweets in der ersten Amtszeit, jetzt sind es ja die two social posts. Also da gibt es immer so ein gewisses Geschmäckle, was ist da wirklich dahinter. Zumal es nicht das erste Mal ist und wir wissen auch, Trump ist ein großer Investor, auch in Kryptowährungen. Auch da gab es ja schon immer mal wieder Vorfälle, dass gehandelt wurde, bevor irgendwelche Nachrichten kommen. Warum kümmert sich dann Amerika niemand drum? Gibt es doch keine Behörde, die sich das mal besser anguckt? Es gibt die SEC, die US-Börsenaufsicht, die aber primär für Einzelaktien zuständig ist. Also gibt es eine Marktmanipulation aufgrund von Insiderwissen, wo jemand weiß, was im Unternehmen passiert. Da ist ein Großauftrag, der noch nicht verkündet wurde. Man weiß es aber und macht dann eben einen Handel auf Basis dieser Informationen. Das ist ein Insidergeschäft, das ist strafbar. Wenn das aber bei Rohstoffen passiert, gibt es da keine Aufsichtsbehörde, die da drauf schaut. Hat da jemand Ölinformationen, die jemand anderes nicht hatte? Also da wird das nicht so gehandhabt. Darf ein US-Präsident im Umfeld der Kapitalmärkte alles? Ja, ihm das nachzuweisen ist natürlich schwierig. Es hat primär was zu tun mit dieser internen Compliance im Weißen Haus, in der Regierung, auch was den Checks and Balances dann den Kongress angeht. Da gibt es viele Themen. Es gibt auch führende Politiker, Nancy Pelosi zum Beispiel, die auch schon zum Star geworden ist bei Privatanlegern, weil alles, was sie anfasst, an Aktien steigt. So ist zumindest der Mythos und so war es lange Zeit auch. Und man sagt dann auch, die ist doch da in der Schalt- und Waldzentrale der Politik und hat natürlich die Informationen und vielleicht dann dadurch ein besseres Händchen. Aber das sind halt alles Vorwürfe, die man nicht wirklich beweisen kann. Sie sind Finanzmarktprofis. Profi, wie gehen Sie damit um? Also ich sehe so, dass es wirklich eine strikte Regulierung gibt bei Einzelaktien und dass es diese Regulierung bei den Rohstoffmärkten, bei den Währungsmärkten in dieser Form, in dieser Striktheit nicht gibt. Es ist ein Teil des Gesamten, es sind Marktteilnehmer, die halt einfach irgendwo Geschäfte machen wie jeder andere. Wie gesagt, beim Öl ist es ja auch so, da hat jemand 100 Millionen Dollar verdient, hat aber auch jemand 100 Millionen verloren. Also die Fairness hat der Markt am Ende dann doch. Okay, am Ende können wir eh nichts dagegen machen, außer drüber zu sprechen. Interessantes Thema ist es, aber es gibt keine Beweise, es sind alles Mutmaßungen. Vielen Dank trotzdem für das Gespräch. Vom Aktienhandel kommen wir zum Güterhandel. Und der soll sich zwischen der EU und Australien bald deutlich vergrößern. Denn die Europäische Union und Australien einigen sich nach rund acht Jahren auf ein umfassendes Freihandelsabkommen. Das ist mehr als nur ein klassischer Zolldeal. Die EU baut ihre Handelsbeziehungen im Indopazifik aus und versucht, weniger abhängig zu werden. Also vor allem von China und vom immer schwierigeren Partner USA. Mehr als 99 Prozent der Zölle auf EU-Exporte nach Australien sollen wegfallen. Für Europas Unternehmen bringt das laut EU-Kommission Einsparungen von rund einer Milliarde Euro pro Jahr. Besonders profitieren könnten Maschinenbau, Chemie, Autoindustrie und Landwirtschaft. Die EU sichert sich über das Abkommen auch den Zugang zu wichtigen Rohstoffen aus Australien. Und wenn wir schon bei Industrie und strategischem Umbau sind, dann lohnt sich jetzt der Blick auf den europäischen Automarkt. Denn da verschiebt sich gerade einiges. In Europa kommen Elektroautos weiter voran. Und das in einem insgesamt schrumpfenden Automarkt. In den ersten beiden Monaten des Jahres steigt der Absatz reiner E-Autos, laut Herstellerverband Azea, um gut ein Fünftel auf rund 312.000 Fahrzeuge. Plug-in-Hybride legen sogar noch stärker zu, nämlich um 30 Prozent. Bei den Verbrennern das umgekehrte Bild. Der Absatz von Benzinern schrumpft um 23 Prozent, bei Dieselautos sieht es ähnlich aus. Die E-Mobilität kommt also voran. Aber Deutschlands Autobauer fahren da immer noch nicht vorne mit. Während sie weniger Autos verkauften als ein Jahr zuvor, verdoppelt sich fast der Absatz beim E-Autobauer BYD aus China. Der übertrumpfte damit auch Tesla. Und zum Schluss noch ein Thema, das man vor ein paar Jahren vielleicht noch für Science-Fiction gehalten hätte. Inzwischen ist es, tja, alltäglich für viele. Dass ich als KI diesen Text hier spreche, stört viele von euch wohl gar nicht mehr so sehr, oder? Kein Wunder, eine neue Bitkom-Befragung zeigt jetzt, für viele fühlt sich künstliche Intelligenz längst ein bisschen an wie eine richtige Bezugsperson. Ein Viertel der Nutzerinnen und Nutzer empfindet Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Claude zumindest manchmal so. Jeder Zehnte kann sich sogar vorstellen, Gefühle für eine KI zu entwickeln. Vor allem bei Jüngeren ist das so. Okay, aber bevor mir das jetzt hier alles etwas zu nahe geht, fragen wir lieber den Fachmann, was das so alles mit sich bringt. Sibylle Schaar hat mit dem Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom gesprochen, mit Bernhard Rohleder. Hätten Sie es vor ein paar Jahren für möglich gehalten, dass KI eben auch die Gefühls- und Liebeswelt von immer mehr Menschen so auf den Kopf stellt? Ja, also es wundert mich nicht, aber irgendwie ist es schon befremdlich. Was wir sehen, ist, dass zum einen künstliche Intelligenz eingesetzt wird, um in realen Beziehungen zu helfen. Zum Beispiel, wenn es Streit gibt oder wenn man sich selbst nicht im Griff hat, Eifersuchtsprobleme hat. Dort wird KI eingesetzt und wirkt fast wie ein Psychotherapeut. Hilft dabei, mit einer solchen Situation fertig zu werden. Aber KI macht mittlerweile auch noch sehr viel mehr und ersetzt physische zwischenmenschliche Beziehungen. Und das ist schon irgendwie schräg. Was sagen denn da Ihre Zahlen? Sie sagen, es ist schon ein bisschen schräg. Ist KI in der Intimsphäre bei vielen schon fast normal, wenn man das so sagen darf? Oder noch zumindest ein Randphänomen? Also bei den unter 30-Jährigen, bei den 16- bis 29-Jährigen ist es fast schon Standard. Mehr als die Hälfte in dieser Altersgruppe sagt, dass er oder sie zum Beispiel einer künstlichen Intelligenz Dinge anvertraut, die sie Menschen nicht sagen würden. Es sagen mehr als ein Drittel in dieser Altersgruppe, dass KI menschliche Beziehungen ersetzt, dass KI immer für sie da ist. Das sagen auch viele der älteren Menschen, dass sie von einer KI auch besser verstanden werden können als von Menschen. Das ist das eine. Aber dann gibt es irgendwo auch doch nochmal eine Schwelle, nämlich dort, wo man selbst Emotionen, Gefühle gegenüber einer KI entwickelt. Und wie das mittlerweile jeder neunte Mann tut, man sich vorstellen kann, dass ein KI-Avatar auch die eigene Partnerin oder den eigenen Partner ersetzt. Ich bin Mama und sage Ihnen ehrlich, mir macht das Angst mit Blick auf die Kinder und Jugendlichen. Wie geht es Ihnen? Vielen Dank. Ja, das macht mir jetzt nicht Angst, aber es erzeugt bei mir eben ein Stirnrunzeln, weil das nicht die Welt ist. Ich bewege mich sehr viel in der KI-Welt, aber eben in anderen Bereichen und in dem hier nicht. Also wir müssen schon an manchen Stellen sehen, dass KI auch wirklich gebraucht wird. Wir haben in der Umfrage auch herausgefunden, dass jeder Sechste, jeder Siebte überhaupt keine Freunde hat. Und das nimmt mit steigendem Alter zu, dass man seinen Freundeskreis einfach verliert. Also dort kann KI durchaus eine wichtige Rolle spielen und KI kann auch dabei helfen, sein eigenes Beziehungsleben besser in den Griff zu bekommen. Wir wissen das im Übrigen auch aus der medizinischen, aus der psychologischen Therapie, dass KI dort sehr große Erfolge erzielen kann. Sie warten ein halbes Jahr darauf, dass Sie einen Termin beim Psychotherapeuten bekommen, der Ihnen vielleicht hilft, eine Paartherapie zu initiieren. Da können Sie mit der KI jederzeit starten. Das ist das eine. Die KI ist aber auch immer da, 24-7, jeden Tag, 24 Stunden. Und das heißt, dass es immer mehr Menschen gibt, die sagen, ach, da will ich niemandem zur Last fallen, dann wende ich mich doch an eine KI, die hört mir zu, die versteht mich und gibt mir vielleicht auch einen klugen Sachverständigen-Tipp. Und das verändert natürlich auch unser, nicht nur eigenes Liebesleben, sondern auch die Freundschaften, die wir pflegen und die wir vielleicht meinen, in Zukunft nicht mehr so zu brauchen wie in der Vergangenheit. Aber wie groß schätzen Sie das Risiko ein, dass Menschen emotional dadurch auch manipulierbar werden, wenn eine KI sie im Laufe der Zeit eben einfach auch immer besser kennenlernt, entsprechend auch mit den Schwächen? Ja, ob daraus jetzt unmittelbar eine Manipulierbarkeit durch eine KI entsteht, das denke ich eher nicht. Also eine KI hat ja nicht das Ziel, einen Menschen zu manipulieren, sondern sie reagiert auf seine Situation und auf seine Fragen und gibt dann oft ein breites Portfolio an Antworten. Sie hört im Übrigen auch sehr gut zu. Also so gut, wie eine KI zuhört, das können nur ganz wenige Menschen. Also insofern ist es schon auch die Frage, an welche KI wende ich mich? Es gibt eben nicht nur eine KI, nur einen KI-Avatar oder Bot, sondern es gibt ganz unterschiedliche Technologien. Und um die richtige zum Beispiel für mich auszuwählen, dazu muss ich wissen. Was kann eine KI, welche Alternativen gibt es? Und da sind wir wieder bei dem Thema der Medienkompetenz. Wir müssen die Menschen über alle Altersklassen hinweg auch mit dem KI-Thema besser vertraut machen, sodass sie für sich die individuellen Chancen, aber auch die individuellen Risiken erkennen können und die Risiken entsprechend minimieren. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.