Latest / Rambo Zambo – Der Merz-Podcast / Merz bei Trump: Ziemlich beste Freunde?
Transcript
- Mir gibt es auch immer so ein bisschen, die Gen-Z würde ich jetzt sagen, Cringe-Gefühle. Also wenn man die beiden da so gemeinsam sieht, du hast gerade schon diese eine Situation genannt, wo Trump diesen Joke gemacht hat in Bezug auf die Zölle, so was machen wir mit Deutschland, ja die treffen wir dann besonders hart und dann so Merz aufs Knie geklopft hat. So, ich weiß nicht, ja das ist irgendwie nett, aber es gibt mir gleichzeitig so ein ganz, ganz ungutes Gefühl. Wir haben diese Bundestagswahl 2025 gewonnen. Jetzt darf auch mal Rambo Zambo im Adler. Das ist Rambo Zambo, der Merz-Podcast. Das Format, das ihr vielleicht nie wolltet, aber jetzt braucht. Mit euren Hosts Carlotta Richter und Julia Emrich. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Rambo Zambo, dem Podcast, in dem wir immer einmal in der Woche über unseren Bundeskanzler Friedrich Merz sprechen und vor allen Dingen über das, was die Bundesregierung in Berlin so macht. Mein Name ist Carlotta und meistens sitze ich hier mit meiner Kollegin Julia. Die kann heute aber leider nicht da sein, aber zum Glück hat sich Melanie nochmal bereit erklärt, jetzt schon zum zweiten Mal hier mit mir gemeinsam über März zu sprechen. Schön, dass du da bist. Genau, das ist so eine heimliche, feindliche Übernahme oder so. Und langsam dann irgendwann bin ich dann nur noch als Bild auf diesem Regal dann vertreten, so wie der März, dann auf einmal so tausend Melanie-Bilder und ihr werdet euch noch verfluchen, dass ihr mich so oft eingeladen habt. Ich glaube nicht. Wir haben auch wieder einiges zu besprechen in dieser Woche. Es ist sehr viel passiert und es ist mal wieder das passiert, was mittlerweile gefühlt schon ein bisschen zur Normalität geworden ist, nämlich dass... Man immer wieder von weltpolitischen Ereignissen eingeholt wird, die plötzlich alles überlagern. Wir haben jetzt seit dem Wochenende die Situation, über die ja lange spekuliert wurde, nämlich Angriffe von den USA und Israel auf Iran. Da hat sich Trump jetzt am Ende tatsächlich dazu entschieden, diese Angriffe zu starten. Und Teheran reagiert mit Gegenschlägen, nicht nur in Richtung Israel, sondern auch in Richtung von US-Basen in der Golfregion. Also wir sehen da gerade eine Eskalation und inmitten dieser ganzen Geschehnisse ist Friedrich Merz zu einem Besuch aufgebrochen, der schon länger geplant war. Er ist am Montag in die USA geflogen und war dann am Dienstag zu Besuch bei Trump im Oval Office. Das war der dritte Besuch von Merz als Kanzler in Washington. Der zweite, bei dem es so ein bilaterales Gespräch zwischen ihm und Donald Trump gab. Wir erinnern uns, glaube ich, alle noch an den Antrittsbesuch von Merz im Oval Office, bei dem alle vorher sehr, sehr gespannt und auch ein bisschen besorgt waren, wie das denn eigentlich abläuft. Jetzt war Merz wieder da und wir haben das hier aus der Ferne beobachtet. Eigentlich wäre Julia mit Merz nach Washington geflogen. Sie konnte jetzt aber leider nicht teilnehmen. Deswegen ist das jetzt hier heute so unsere Beobachtung aus Deutschland. Ich finde, diese Treffen im Oval Office, die haben immer so einen ganz, ganz speziellen Vibe. Also wir kennen, glaube ich, alle diese Bilder, bei denen dann derjenige, der zu Besuch ist, in dem Fall Merz und Trump, auf diesen großen Sesseln, in diesem super krass vergoldeten Oval Office sitzen. Dann jeweils auf den Seiten davor die Delegationen, also in dem Fall waren es bei Trump, Pete Hexeth, Marco Rubio und Vizepräsident J.D. Vance. Gegenüber dann die deutsche Delegation, unter anderem Stefan Cornelius war dabei, der Sprecher der Bundesregierung, Günter Sauter, der außen- und sicherheitspolitische Berater des Bundeskanzlers. Und dann außenrum die ganzen Journalisten und weitere Mitglieder, auch der Staffs von Donald Trump. Also es ist so eine ganz spezielle Situation. Ich weiß nicht, geht dir das auch so, wenn du diese Bilder siehst? Ja, es ist ein faszinierendes Schauspiel. Das findet man sogar spannend, wenn man es am Fernseher sieht oder am Bildschirm. Die Sessel sind groß, aber diesen Raum muss man sich, glaube ich, sehr klein vorstellen. Und es ist sehr beengt. Die Leute stehen dicht gedrängt. Die stehen schon quasi an dem Sofa, wo da die Leute sitzen, die du gerade beschrieben hast. In dem Fall ja jede Menge amerikanische Journalisten, die ihren Präsidenten das erste Mal erlebt haben, seit der Angriff begonnen hat auf Iran, die also darauf brannten, ihm endlich Fragen dazu zu stellen. Zugleich die deutschen Kolleginnen und Kollegen, die sich da auch durchsetzen mussten in diesem Pressepulk. Und ich glaube, das Ungewöhnliche für uns deutschen Journalisten ist, dass da jeder einfach losbrüllt seine Fragen. Also es ist wirklich ein Durcheinander Mr. President, Mr. President hier und dann brüllen einfach alle ihre Fragen rein. Und irgendwann hebt Trump den Zeigefinger und nimmt dich oder dich oder dich dran und dann werden alle leise. Und da aber überhaupt erstmal in diesem Chor mitzubrüllen und dann auch zu wissen, auf wen hat er jetzt eigentlich gezeigt, ich glaube, das ist schon eine nervenaufreibende Angelegenheit. Es war quasi das zweite Mal, dass März zu einem bilateralen Gespräch bei Trump war und dass es auch diese Pressekonferenz gab. Und ich hatte so ein bisschen das Gefühl, beim ersten Mal galt es ja eigentlich schon als Erfolg dieses Besuchs, dass es irgendwie unfallfrei über die Bühne gegangen ist. Aber jetzt beim zweiten Mal... Mein Eindruck ist das nicht mehr ganz ausreichend gewesen. Also da waren die Erwartungen höher. Worum ging es denn für Merz jetzt bei diesem Besuch? Also definitiv war der erste Besuch sehr, glaube ich, mit Druck besetzt, weil da gerade die Geschichte gewesen war mit Volodymyr Zelensky, dem ukrainischen Präsidenten, der so quasi in die Falle getappt ist, sich auf eine Diskussion, auf ein Wortgefecht mit Trump und seinem Vizepräsidenten eingelassen hat und da ganz schlecht aussah. Und damals galt es dann für Merz vor allem so eine Eskalation zu verhindern und dann war es schon erfolgreich, wenn man einfach nur unfallfrei da rausgegangen ist. Jetzt nächste Runde, Trump war immer sehr freundlich zu Merz, auch aus der Ferne, hat ihn gelobt und zugleich war der Angriff auf Iran und das gab schon eine andere Konstellation, wo glaube ich die Erwartungen noch höher waren. So von wegen, es reicht nicht mehr, da einfach nur durchzukommen und man wird nicht angebrüllt sozusagen oder rausgeschmissen am Ende, sondern ich glaube schon, es war jetzt so die Erwartung, die... Figur aus Europa, die am besten mit Trump klarkommt, das ist er zur Zeit oder einer der Besten auf jeden Fall. Wie positioniert er sich und was traut er sich? Und da war schon, glaube ich, der Besuch schwieriger als die Male davor. Bevor wir so ein bisschen tiefer auch auf die Themen gucken, um die es in diesem Gespräch ging, was war denn dein Gesamteindruck von dem Treffen und vor allen Dingen von dem Verhältnis zwischen Merz und Trump? Du hast ja gerade schon mal angesprochen, Merz steht bei Trump gerade ganz gut da. Trump hat ihn auch überschwänglich fast schon gelobt. Was war da so dein Eindruck? Ist auch absolut mein Eindruck. Also es war ein sehr, zumindest aus Trump, wenn man das an Trumps Verhalten misst, ein extrem harmonischer Besuch. Und da hat Merz schon, um das mal auf der positiven Seite zu vermerken, er hat es geschafft, dass Trump ihn mag, Trump ihn lobt. Und mit ihm neckt, so Scherzchen macht. Der hat ja auch gesagt, na, aber den Zöllen, da sollen wir doch mal ganz streng mit den Deutschen umgehen. So hö hö. Und dann hat jemand auch noch so die Wade getätschelt. Also das war irgendwie schon, glaube ich, auf der sehr langen Trump-Skala der Freunde und Hater sozusagen. Da ist Merz im Moment ganz oben, würde ich sagen. Und da hat er es auch sehr geschickt gemacht, fand ich, dass er direkt zu Beginn, Einerseits seine inhaltlichen Punkte alle einmal losgeworden ist, also Iran, Zölle und Ukraine, auf die Gefahr hin, um zu verhindern, dass er vielleicht nicht nochmal drankommt und er dann nicht in der Lage war, diese Themen anzusprechen. Also das war auf jeden Fall geschickt, die am Anfang zu platzieren. Und dann hat er auch noch den geschickten Move gemacht, zu loben, dass er in diesem Gästehaus übernachten durfte. Da hat er Trump für gedankt und es ist ja fast ein bisschen peinlich, wie leicht man so Knöpfe drücken kann bei ihm und mit welchem Erfolg dann. Aber Trump hat sich, glaube ich, total gefreut, dass Merz dieses Gästehaus gelobt hat und das hat ihm auch nochmal Pluspunkte gebracht. Und da für diese Dankbarkeit sehr wichtig, dass er gewürdigt wird und ihm Dank gezollt wird. Und da merkte man, da hat Merz auf jeden Fall Punkte gemacht. Möglicherweise hat Merz da auch so ein bisschen aus seinem ersten Besuch bei Trump gelernt. Zum einen, was dieses Thema Dankbarkeit anging, weil das war ja kurz vorher, du hast es gerade schon gesagt, vor seinem allerersten Besuch bei dem Besuch von Zelensky, so das große Thema, Aber dass Trump sich hinterher beschwert hat über die fehlende Dankbarkeit, die Zelenskyy ihm gezeigt hätte. Da hat Merz sich jetzt bemüht, eben zum Beispiel am Anfang nochmal zu sagen, es ist ja alles super hier, das Oval Office ist so schön, das Weiße Haus ist so schön, toll, dass wir hier sein dürfen. Danke, dass ich im Blair House auch übernachten kann. Und er hat ja auch wieder ein Geschenk mitgebracht. Er hat dieses Mal eine Nachbildung eines Freundschafts- und Handelsvertrags zwischen den USA und Preußen aus dem Jahr 1785 mitgebracht. Also auch da hat er, glaube ich, wieder versucht, möglichst dafür zu sorgen, dass Trump ihm möglichst gewogen erst mal gegenüber tritt. Und möglicherweise auch eine Erfahrung aus diesem allerersten Besuch und natürlich hat Merts Team auch andere Besuche im Orville Office sicherlich beobachtet. Diese Punkte, die er ganz am Anfang gemacht hat, wie du es gerade schon gesagt hast, weil danach kam Merts ja auch erstmal überhaupt nicht mehr dran. Also es ist genauso gewesen eigentlich wie bei diesem ersten Besuch. Damals war der Redeanteil so ungefähr auf 10 Prozent geschätzt worden. Dieses Mal war es nicht mehr, vielleicht sogar eher weniger. Also ungefähr hat er, glaube ich, drei Minuten geredet innerhalb dieser ganzen Termin-Style im Oval Office. Aber ich muss sagen, ich weiß nicht, wie es dir ging. Mir gibt es auch immer so ein bisschen, die Gen Z würde ich jetzt sagen, Cringe-Gefühle. Also wenn man die beiden da so gemeinsam sieht. Du hast gerade schon diese eine Situation genannt, wo Trump diesen Joke gemacht hat in Bezug auf die Zölle. So was machen wir mit Deutschland, ja die treffen wir dann besonders hart und dann so Merz aufs Knie geklopft hat, so ich weiß nicht, ja das ist irgendwie nett, aber es gibt mir gleichzeitig so ein ganz, ganz ungutes Gefühl, weil ich glaube andersrum ist das absolut nicht vorstellbar und das ist ja dann schon auch irgendwie so ein bisschen so eine Dominanzgeste, also man sieht sofort, wer jetzt da bestimmt was passiert. Ich kann mir vorstellen, dein generelles Unbehagen kommt daher, das will dir jetzt nichts hier in den Mund legen, aber bei mir ist es zumindest so, dass ich ein Unbehagen verspüre dabei, wenn sich jemand mit Trump zu gut versteht. Weil ich irgendwie denke, ist das ein gutes Zeichen, wenn dieser US-Präsident sagt, dieser deutsche Kanzler ist mein Superfreund. Also wollen wir Deutschen, dass unser Kanzler sich so toll mit Trump versteht? Also es gibt sicher viele Deutsche, die sagen, ja, ist doch gut, dann gibt es keinen Zoff mit ihm, das ist im deutschen Interesse, mit einem starken US-Präsidenten keinen Zoff anzufangen und man sieht ja auch was passiert, wenn du mit ihm Zoff anfängst und zugleich denkst du. Und diese Nähe setzt ja auch eine gewisse Chemie voraus, die müssen sich ja auch gut verstehen. Das heißt, was bringt Merz jetzt mit, dass Trump sich mit ihm gut versteht? Und das erzeugt, glaube ich, schon so ein Störgefühl, könnte ich mir vorstellen, bei vielen Leuten, dass man einfach denkt, du willst eigentlich mit so einem Typen wie Trump nicht befreundet sein, weil dann musst du auf eine Weise funktionieren, die zu seiner Welt passt und wollen wir, dass der deutsche Bundeskanzler in diese Welt passt? Fragezeichen. Und zugleich, es ist natürlich auch, Merz spielt da natürlich eine Rolle im Sinne von Theater, also er geht da auch hin und präsentiert sich so, wie er denkt, dass es im Interesse Deutschlands ist, das bin ich mir sicher, dass er aus dieser Denkwelt kommt und natürlich auch, wenn er gefahrlos und ohne Amt Trump die Meinung geigen würde, das vielleicht auch ganz andere Dinge sagen würde, dann würde vielleicht Trump ihn nicht so toll finden. Insofern bis zum gewissen Grad finde ich es richtig, dass man versucht, da diese Ebene hinzubekommen. Er ist der mächtigste Mann der Welt. Du musst irgendwie mit ihm klarkommen. Also da müssen wir uns vielleicht alle einfach dran gewöhnen. Ja, du hast recht, wenn du sagst, man spielt eine Rolle, weil es ist am Ende ja auch einfach wirklich eine große Show. Also es ist so eine Trump-Show, in der man eben mitspielt und dann auch irgendwie Trumps Wohlwollen hat. Oder aber in der man auch richtig abgestraft werden kann, sobald man eben nicht mitspielt und sich eben möglicherweise in irgendeiner Form so äußert, dass es Trump nicht gefällt. Ich finde, das merkt man auch, wenn man sich die ganzen Leute anschaut, die da außenrum stehen, also gerade auf Trumps Seite. Auch die spielen ja wirklich dieses Dominanzspiel hier mit Mr. President und die spielen das ja auch alle mit. Da ist wirklich so ein bisschen so eine... Wenn man das jetzt sagen kann. Ich finde es schon krass. Sagen wir mal so, es ist auch in Deutschland, wenn man ehrlich ist, ist die Politik bis zum gewissen Grad eine Show und du musst als CDU-Chef wie Friedrich Merz dich gut verstehen mit Leuten, die aus total anderen Lagern kommen und du musst, da sind Leute, die kannst du, wie mal Ronald Pofalla, ein CDU-Politiker sagt, ich kann deine Fresse nicht mehr sehen. Du musst jeden Tag dich mit Leuten auseinandersetzen. Wenn du mit denen in einem Unternehmen zusammenarbeiten würdest, hättest du längst gekündigt, weil die dich so nerven. Aber bei einer Partei kannst du ja nicht einfach kündigen und ach, ich gehe jetzt dann zur SPD oder ich gehe zur FDP, sondern du bist... Auf Gedeih und Verderb an diese Partei gekettet. Insofern gibt es das auch bei uns, diese Heuchelei und dieses mein Freund und mein Kumpel, mein Parteifreund. In Wahrheit ist es dann eher eben Freund, Feind, Parteifreund, so von der Eskalationsstufe her. Aber in den USA ist, glaube ich, der Unterschied nochmal, dass noch mehr zelebriert wird, diese Unterwerfung unter den Präsidenten Trump. Also dass es nicht nur so ist, dass man eine Harmonie vorgaukelt, sondern dass man eine Begeisterung wie an einem mittelalterlichen Hofe, wo dann bis auf den Hofnarren keiner irgendwie was gegen den Monarchen sagen darf und sich alle in den Staub werfen und ihm huldigen. Und dass eben Leute, bei denen man teilweise wirklich weiß, dass die einander mal spinnefeind waren früher und dass die irgendwie ihr Rückgrat irgendwie an der Garderobe abgegeben haben müssen, um diese Nähe mit Trump überhaupt ertragen zu können. Und das macht das Ganze, glaube ich, so abstoßend für uns in Europa, die so weit noch nicht sind. Wer weiß, vielleicht kommen wir da noch hin, aber im Moment sind wir Gott sei Dank noch nicht da. Aber lass uns nochmal kurz auf die Themen schauen, über die da gesprochen wurde bei diesem Treffen. Weil es war ja eigentlich ein Besuch, den Merz und sein Team sehr, sehr ausführlich vorbereitet haben. Er wollte unbedingt über die amerikanische Handels- und Zollpolitik sprechen, um die Frage, wie geht es da weiter, auch mit der EU. Es sollte eigentlich um China gehen und es sollte eben um die Ukraine gehen. Und dann ist aber eben ein paar Tage vorher es losgegangen in Iran und die Angriffe sind losgegangen. Und das war natürlich das Thema, das dann alles überlagert hat und natürlich auch die Vorzeichen erstmal verändert hat, unter denen dieser Besuch stand. Es ging auch in dieser Pressekonferenz extrem viel um Iran. Du hast es gerade schon gesagt, es ging los und dann hat Trump gesagt, so hier gibt es Fragen und dann haben natürlich erstmal die ganzen amerikanischen Journalisten und Journalistinnen Fragen gestellt zu Iran. Da ging es erstmal sehr lange um Iran und es hat auch erstmal sehr lange Trump geredet. Was würdest du denn sagen, ist es jetzt März trotzdem in irgendeiner Form gelungen, da Verhandlungserfolge zu erzielen oder zumindest Punkte zu machen, die er bei Trump machen wollte, abgesehen davon, dass er sie am Anfang einmal alle erwähnt hat? Ich kann größtenteils nur spekulieren darüber, wie viel jetzt wirklich hinter verschlossenen Türen erreicht wurde. Auf der Bühne des Oval Office wurde meiner Meinung nach nichts erreicht, außer diesem guten Verhältnis mit Trump, was ja auch ein Wert an sich sein kann. Aber, und es kann auch gut sein, dass bei den Gesprächen hinter verschlossenen Türen eben erreicht wurde, dass zum Beispiel in der Zollpolitik man ein paar kleine Schritte weitergekommen ist, ein paar, was dann später auf Arbeitsebene aufgegriffen werden kann und weitergeführt werden kann. Es ist also nichts Greifbares dabei rausgekommen, aber in der Diplomatie und in der internationalen Politik ist es ja schon so, dass ein gutes Verhältnis und ein gutes Gespräch, das zwischen den Spitzenleuten geführt wird, dann auch runterkaskadieren kann auf die Arbeitsebene und dann wird das auch in guter Atmosphäre da weitergeführt. Insofern kann das schon ein Erfolg gewesen sein, aber etwas Greifbares wurde da nicht erzielt. Es gab vor allen Dingen ein Thema, über das nach diesem Treffen dann noch gesprochen wurde, In Europa beziehungsweise in der EU. Und das war ein Moment, in dem es um Spanien und Großbritannien ging bei diesem Treffen. Da hat Trump erst mal in Bezug auf Iran Deutschland total gelobt und hat gesagt, Deutschland habe sich großartig verhalten. Aber es gäbe eben auch in Europa andere Länder, bei denen das nicht so sei, die sich nicht so großartig verhalten hätten. Einige europäische Länder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten, hat er gesagt. Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen. Hat er sich beschwert, sie waren unfreundlich. Und da gibt es jetzt hinterher Kritik an Merz, der da ja nicht direkt drauf eingegangen ist. Also Trump hat sich beschwert, dass Spanien ihm verwehrt hätte, die Stützpunkte zu nutzen für die Angriffe in Iran. Irgendwann Großbritannien hat das auch erst gemacht. Irgendwann hat der britische Premierminister Keir Starmer dann aber eingelenkt und hat die Nutzung in begrenztem Umfang erlaubt. Aber in diesem Moment, als Trump das gesagt hat im Oval Office, hat Merz, der Europäer, der ja da neben ihm saß, erstmal nichts gesagt. Und dann sogar später noch auf Nachfrage zugestimmt in Bezug auf die Kritik an Spanien. Zumindest mit Blick auf die Weigerung von Spanien, sich an das gemeinsame vereinbarte NATO-Verteidigungsausgabenziel zu halten. Also da ging es jetzt nicht um die Stützpunkte, aber zumindest in Bezug auf dieses Verteidigungsziel. Und er hat aber gleichzeitig die Europäer, also Spanien und Großbritannien, nicht in Schutz genommen. Ist das was, was du sagen würdest, da hätte Merz eigentlich auch bei Trump diesen Moment nutzen müssen und auf die europäische Einigkeit plädieren müssen, sagen müssen, hey, wir als Europäer, wir stehen zusammen und die kannst du jetzt hier nicht einfach so kritisieren? Hätte er sie da in Schutz nehmen müssen? Ich meine, man muss vorausschicken, dass wir hier im gemütlichen Sessel sitzen. Uns fällt es leicht, jetzt das Verhalten von jemandem zu bewerten, der vor... Weiß nicht, der Weltöffentlichkeit einen guten Auftritt hinlegen muss und der genau weiß, wenn ich jetzt einen Fehler mache, dann läuft das nachher über Social Media und das wird millionenfach verbreitet und dann spotten die Leute über mich, wenn es hier eine Eskalation gibt, wird das millionenfach verbreitet. Wenn ich irgendwie ein falsches Wort sage und der Trump mir seine Stimmung plötzlich kippt und auf einmal alle über mich herfallen, dann bin ich der Loser von diesem Treffen. Und insofern das vorausgeschickt, ich glaube, ich weiß schon, wie hart es ist, in dieser Situation schnell und geistesgegenwärtig zu reagieren. Das ist eine schwierige Situation. Und zugleich denke ich doch, dass für jemanden mit Merz Amt und seiner Bedeutung, seiner Erfahrung und auch diesem guten Standing, was Trump ja ausgedrückt hat schon, der Boden war ja bereitet eigentlich dafür, dass keine Gefahr bestand, dass man mal hätte leicht widersprechen können. Und damit meine ich nicht, ihm vor den Latz zu knallen, wie blöd bist du, ich mag die Spanier und die Briten, die finde ich viel besser als dich. Ich halte zu denen und wir sind alle gegen dich jetzt oder so, sondern man hätte es ja auch locker so auch auf die Trumpsche, amerikanische Art sagen können, irgendwie Pedro Sanchez, der spanische Regierungschef, der Pedro ist ein guter Freund von mir, das möchte ich mal vorausschicken, wir sind in der EU ganz enge Partner und, aber klar, es gibt Themen, wo wir uns nicht einig sind. Und wo ich mir wünschen würde, dass er auch mehr das macht, was du lieber Donald und ich ja unbedingt wollen oder so. Also es wäre schon möglich gewesen, glaube ich, das mit einer gewissen Lässigkeit, die Nähe zu Spanien zu zeigen, sich ein bisschen solidarisch zu zeigen und zugleich Schulterschluss mit The Donald machen. Und das fand ich ein bisschen enttäuschend, dass man da nicht mehr versucht hat, sondern dass jetzt auch im Nachhinein so getan wird, so ja, jedes Wort der Kritik hätte ja den ganzen Besuch kaputt gemacht. Das finde ich ist nicht so und es bringt auch nichts, wenn Merz das nachher im bilateralen Mittagessen anbringt, das glaube ich ihm, dass er das getan hat. Aber es ist eben doch das jetzt der Auftritt, den die Öffentlichkeit sieht. Es ist das, was hängen bleibt, auch in Europa. Der Regierungschef, der Bundeskanzler der gestärksten EU-Nationen wirft den Partner unter den Bus erstmal oder zumindest er hätte ja auch einfach gar nichts sagen können dann oder irgendwie neutral bleiben können. Aber nein, es stimmt sogar ein in die Kritik. Ich glaube, das hat einen Schaden angerichtet in Europa und ich könnte mir auch vorstellen, dass Merz da mit sich rückblickend selber nicht ganz zufrieden war. Aber jetzt ist es halt zu spät. Das ist immer so diese Frage, inwieweit ist es dann in dieser Situation klug, Kritik an Trump zu äußern oder zumindest Trump zu widersprechen? Wie viel riskiert man damit? Weil man eben auch Trump einfach so schlecht einschätzen kann. Es kann ja auch sein, dass er möglicherweise das dann wertschätzt und sagt, ja gut, schön starke Partner finden wir gut, die ihre eigene Meinung vertreten. Oder dass er es direkt abstraft und sagt so, ja Friedrich, jetzt aber nicht mehr. Also das ist irgendwie nicht okay. Also das ist irgendwie immer dieser schmale Grat. Ich verstehe das auch und also ich glaube es wäre gefährlich gewesen eine Kritik an Trump zu äußern, aber ich glaube es wäre möglich gewesen eine Solidarisierung und sei sie nur teilweise mit Spanien. Das wäre möglich gewesen und das hat er sich nicht getraut, offensichtlich. Es gab noch einen anderen Punkt in Bezug auf Iran, bei dem es auch vorher Forderungen gab in Richtung Merz, dass er das thematisieren solle bei Trump und das ist das Thema Völkerrecht. Denn es gibt, glaube ich, fast Einigkeit, also zumindest bei vielen Völkerrechtlern Einigkeit darüber, dass die Angriffe auf Iran gegen das Völkerrecht verstoßen und gleichzeitig gab es von Merz bisher keine konkrete Äußerung dazu. Also er hat gesagt, bevor er in die USA geflogen ist, es gebe da ein Dilemma und es sei jetzt aber nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren. In den vergangenen Jahrzehnten sei immer wieder mit völkerrechtlichen Maßnahmen und Schritten versucht worden, auf Iran einzuwirken. Damit sei offensichtlich nichts zu bewirken. Das ist eine etwas deprimierende Aussage, oder? Also es ist so ein bisschen so wie, keiner hält sich an diese rote Ampel, deswegen bauen wir jetzt mal die Ampel ab. Oder keiner hält sich an Tempo 30, also machen wir doch diese 30er-Zone zur 100er-Zone, mal sehen, was dann passiert. Also ich finde es schon eine schwierige Aussage zu sagen, das Völkerrecht ist nichts wert und es hat überhaupt keinen Sinn, diese Regeln überhaupt anzusprechen, solange wir nicht selber, das hat er ja dann in diesem Statement auch gesagt, solange wir nicht bereit sind, selber mit militärischer Gewalt loszuschlagen. Vielen Dank. Das finde ich schon eine bemerkenswerte Aussage, weil derselbe Friedrich Merz uns ja vor ein paar Wochen bei der Münchner Sicherheitskonferenz noch erzählt hat, wie schlimm das sei, dass jetzt überall auf der Welt das Recht des Stärkeren gelten soll, wie wenig die internationale Rechtsordnung noch geachtet wird. Er hat ja auch indirekt sehr deutlich die USA kritisiert. Es ist ja auch beachtlich, dass Trump trotzdem ihn noch als Freund sieht, wie er gesagt hat. Das war schon damals die Aussage von Merz, wir wollen nicht diesen Kulturkampf wie in den USA. Und wir waren uns ja letzte Woche darüber unterhalten. Und wir wollen nicht, dass die Regeln gebrochen werden. Wir sind dafür, dass wir uns alle an die Regeln halten. Naja, und dann so kurze Zeit später ist plötzlich wieder die Welt ganz anders. Das fand ich schon auch faszinierend. Also diese Rede, die man dann noch im Hinterkopf hatte von der Münchner Sicherheitskonferenz, in der er wirklich von einer Kluft gesprochen hat zwischen den USA und Europa und jetzt dann aber dieses extrem freundliche Treffen da im Oval Office und man fragt sich ja schon, also es ist dieses bisschen selektive Referieren auf das Völkerrecht, was jetzt ja auch bei den Europäern der Fall ist. Also wenn es zum Beispiel um Grönland geht oder wenn es um die Ukraine geht, dann beruft man sich auf das Völkerrecht, aber jetzt bei Iran möchte man dann eher nicht drüber sprechen. Das schadet doch am Ende auch der Glaubwürdigkeit der Europäer, wenn sie dann beim nächsten Thema wieder mit dem Völkerrecht argumentieren. Absolut. Und ich kann mir auch vorstellen, dass Deutschland mit diesem Auftritt auch seine Chance auf einen ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat vergeben hat. Denn der Rest der Welt schaut ja zu. Und die Staaten des sogenannten globalen Südens, kleineren, wirtschaftlich schwächeren Schwellenländer oder so, die sitzen da und sagen, okay, jetzt sagt er im Prinzip, das Recht des Stärkeren soll gelten. Jahrelang hat er uns erzählt, Russland ist schrecklich, was die in der Ukraine machen. Und jetzt auf einmal das andere. Wollen wir so jemanden, dann wollen wir nicht doch lieber Österreich als ständiges Sicherheitsratsmitglied benennen. Das sind schon Weiterungen, von denen wir noch gar nicht sehen können, was für Nachteile Deutschland von dieser Haltung von Merz jetzt auch haben wird. Also würdest du sagen, er hätte an dem Punkt, durchaus vielleicht nicht direkt im Oval Office, aber er hätte auch vorher schon klarer benennen müssen, dass er da das Verhalten der USA kritisch sieht und dass man da eben das Völkerrecht beachten muss. Ich meine, das Problem ist, glaube ich, der Grund dafür, dass Merz das jetzt so sagt, ist, keiner will dieses Mullah-Regime an der Macht lassen. Das heißt, an dem Moment, wo du dich auf das Völkerrecht hier berufst und sagst, das ist aber ein völkerrechtswidriger Angriff, klingt es natürlich so, als wärest du dafür. Besser wäre es, dieser Angriff wäre nie geschehen, besser wäre es, Ali Khamenei würde noch leben, der iranische Oberherrscher oder Oberdiktator. Und es klingt so, als würde man mit dem Völkerrecht auch eben die Schurken in Schutz nehmen, das will Merz natürlich nicht und es stimmt ja auch, dass das Völkerrecht einem auch Fesseln anlegt, aber ich würde immer noch sagen, derjenige, der den Krieg Wer beginnen will, braucht die Argumente auf seiner Seite. Wenn er schon nicht das Völkerrecht auf seiner Seite hat, wäre es ja schön, wenn er wenigstens einen Plan hätte, wie dieser Krieg dann zu Ende geht. Merz hätte ja zum Beispiel auch sagen können, wir wünschen uns, dass die iranische Zivilbevölkerung so gut wie möglich geschützt wird. Es gibt ja Berichte, die sind zwar von iranischen staatlichen Quellen, aber muss man trotzdem, glaube ich, zumindest ernsthaft prüfen, dass eine große Gruppe von Schulkindern bei einem Luftangriff ums Leben gekommen ist. Und da würde ich von einem Kanzler erwarten, dass er sagt, wir sind von mir aus für diesen Angriff, wenn er das so richtig findet. Aber ich möchte jetzt ganz intensiv, dass ganz intensiv die Zivilbevölkerung geschützt wird und ich selber möchte ganz intensiv mitarbeiten, dass für die Zeit nach dem Fall des Regimes wir eine Opposition haben, die den Laden übernehmen kann oder eine demokratische Alternative haben. Und da passiert eigentlich zu wenig, finde ich. Auch da sagt er auch zu wenig oder es bleibt so sehr schemenhaft. Und Trump hat ja auch sehr deutlich gemacht, es gibt keinen Plan. Das war das Deprimierende an diesem Oval Office Auftritt, dass er gesagt hat, ja, wir wollten da eigentlich jemanden hinsetzen, eine neue Führung, aber die sind ja jetzt alle tot. Und dann haben wir uns jetzt hier mal anders überlegt und die sind auch alle tot und jetzt wissen wir erst mal nicht, wir wissen jetzt gar nicht, was wir jetzt als nächstes machen. Also wir reden hier über ein Land, in dem Millionen Menschen sich nach der Freiheit sehen und da wird jetzt ohne Sinn und Verstand rumgebombt und du weißt nicht, was kommt stattdessen, was kommt danach, nach dem Regime und da finde ich, muss eigentlich ein Bundeskanzler sein. Irgendwie sagen, okay, ich möchte da gerne mit aktiv werden, wir möchten jetzt gerne hier was machen, damit diese Leute nicht in die nächste Diktatur reinlaufen, in eine Militärdiktatur oder in einen blutigen Bürgerkrieg. Zumal Merz ja hinterher auch selbst gesagt hat, dass er da noch keine eindeutige Antwort von Trump bekommen hat, auch dann in den Gesprächen, die hinterher nach dieser Pressekonferenz im Oval Office stattgefunden haben, mit Trump geführt hat, auch da habe er keine eindeutige Antwort bekommen, sondern im Gegenteil, er habe eine relativ große Unsicherheit bemerkt, hat er hinterher gesagt. Also da gibt es auch offensichtlich einfach keinen Plan von Donald Trump. Es gab jetzt ja hinterher durchaus die Kritik, dass sich Merz einfach zu sehr da Trump unterworfen hat und einfach mitgespielt hat, in keinster Weise irgendwie Gegenrede gegeben hat. Und hätte es denn überhaupt eigentlich einen anderen Ausgang geben können, in dem März gut weggekommen wäre und in dem dann nicht direkt das transatlantische Verhältnis zerstört gewesen wäre? Also auch da finde ich, kann man ja einen Weg, ich glaube es hätte diesen Weg gegeben, der wäre aber nicht so gelaufen, dass man sagt, wir kritisieren jetzt Trump dafür, mir geht es nicht darum, dass ein Kanzler unbedingt kritisieren muss, aber dann soll er eben ausdrücken, was er vielleicht besser oder anders machen soll. Er kann Hilfe anbieten, Support anbieten, sagen, Deutschland möchte auf seine Weise jetzt mitmachen, Europa möchte auf seine Weise mitmachen. Wir sind nicht die mit den Waffen, wir sind die mit dem Geld für die Opposition oder wir sind die mit den Nation-Building-Konzepten oder was auch immer. Und das bedeutet ja dann oft noch eine indirekte Kritik, aber die muss er ja gar nicht aussprechen. Es reicht ja, wenn er überhaupt die Idee in den Raum stellt und sagt, es hätte auch schon gereicht, wenn er sagt, ich habe eine große Sorge, was da jetzt passiert. Wir beobachten das mit Sorge. Wir verstehen, wir teilen zu 100% die Ziele, aber wir machen uns große Sorgen, dass sie erreicht werden und möchten gerne einen Beitrag dazu leisten auf unsere Weise. Ich glaube, da könnte noch nicht mal ein Donald Trump viel gegen sagen. Wobei, wer weiß, man weiß bei ihm nie. Ja, man weiß bei ihm nie. Man weiß auch nicht, ob möglicherweise beim nächsten Treffen mit Merz wieder alles anders ist und der plötzlich kein großer Freund mehr ist. Und jetzt die Zahl der Woche. Wir machen hier ja am Ende der Folge immer noch die Zahl der Woche. Ich würde dir den Vortritt lassen. Hast du eine Zahl der Woche für uns? Ja, ich habe die Zahl 22 ausgesucht. Und zwar ist das die Prozentzahl der Leute, die in Baden-Württemberg leben und sich noch nicht entschieden haben, für wen sie am Sonntag wählen wollen. Und angesichts dieses sehr engen Rennens zwischen den Grünen, die den Amtsinhaber stellen und jetzt den Herausforderer, sozusagen den neuen Amtsinhaber stellen wollen und dem Herausforderer Manuel Hagel von der CDU, das wird ein knappes Rennen. Meine Zahl für diese Woche passt sehr gut dazu. Meine Zahl wäre nämlich die 8 für den 8. März. Das ist einerseits der Tag, an dem in Baden-Württemberg gewählt wird. Aber es ist eben auf der anderen Seite auch der Weltfrauentag. Und das Thema geht gefühlt gerade insgesamt so ein bisschen international, vor allen Dingen Frauenrechte. Man hat teilweise das Gefühl, es geht eher sogar zurück. Es geht aber auch in Deutschland so ein bisschen unter. Deswegen finde ich es doch wichtig, dass wir da nochmal einmal drüber sprechen, dass dieser Tag am Sonntag ist. Und es gibt jetzt auch tatsächlich eine Aussage von den Vereinten Nationen zum Weltfrauentag. Die Vereinten Nationen sagen nämlich, es gibt bisher kein Land der Welt, in dem die vollständige rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht wird. Das finde ich doch nochmal krass. Vor allen Dingen sehen die Vereinten Nationen auch in vielen Ländern die Fortschritte wieder in Gefahr. Also zum Beispiel Schutz vor Gewalt, Gleichberechtigung im Familienrecht, auch Diskriminierungsschutz. Und selbst wenn du von einer rechtlichen Gleichstellung ausgehst, angenommen, wir hätten die schon, ich meine dieser Oval Office Anblick spricht ja auch für sich. Drei Herren auf der Seite von Trump, drei Herren auf der Seite von Merz, die beiden in den Sesseln sowieso Herren, der Präsident und der Kanzler. Zwei Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg. Also im März ist mit einem komplett männlichen Team da angereist. Also ich bin jetzt die Letzte, die sagen, es muss überall exakt paritätisch nach Geschlechtern verteilt sein. Aber dass es wirklich eine gute Idee ist, in einem Kanzleramt die Führungsspitze mit sehr wenigen Ausnahmen komplett männlich zu besetzen im Jahr 2026. Würde ich sagen, ist kein Fortschritt, sondern eher das Gegenteil. Also ich würde sagen, du hast damit jetzt einen sehr guten Bogen geschlagen. Ganz am Ende nochmal zurück zum Oval Office. Vielen Dank, dass du heute da warst und mit mir so ein bisschen versucht hast, durchzublicken bei allem, was gerade passiert und vor allen Dingen auch, was in Washington passiert ist. Danke, hat Spaß gemacht. Dieser Podcast bleibt ein All-Female-Podcast, auch wenn es vor allem um einen Mann geht. Wir setzen ein Statement. Wir bleiben dabei. So ist es. Vielen Dank auch, dass ihr zugehört habt. Und wenn euch diese Folge gefallen hat, dann lasst uns doch gerne eine Bewertung da. Und ansonsten hören wir uns in der nächsten Woche wieder. Tschüss.