Latest / Schlagabtausch – Das Schlagzeugmagazin im Podcast-Format / #114 - Oli Rubow - Soundforscher und Schlagzeugphilosoph
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- Herzlich Willkommen zum Schlagabtausch, eurem Schlagzeugmagazin im Podcast-Format. Heute vom Jazz-Club bis zum Techno-Club. Los geht's! Ihr hört Schlagabtausch, der Podcast für alle Schlagzeugbegeisterten. Wir sind Dirk Brandt und Timo Ickenroth. Mit Tipps und Hacks und dem Allerneuesten aus der Schlagzeug- und Percussion-Szene. Viel Spaß beim Hören. Die heutigen Soundbeispiele sind von Olli Rubro persönlich eingetrommelt worden. Viel Spaß. Liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, ich begrüße euch sehr herzlich zum 114. Schlagabtausch-Podcast-Wodcast mit mir, Tim Rickenroth, und meinem lieben Freund, dem Dirk Brandt. Hallo, Dirk. Schönen guten Morgen, ihr da draußen. Ey, ich muss immer noch über Wodka, Podcast. Ich finde es herrlich. Ich freue mich auf eine neue, tolle, spannende Folge. Und ja, ich bin ein guter Ding. Ihr seht, ich bin eigentlich ganz gut gelaunt, ein bisschen verschnupft. Du auch? Nein. Ich bin wirklich so ein bisschen so Bräunchen. Irgendwie weiß ich auch nicht. Okay, eine Tüte mit Leifel. Ja, ja, das war klar. Ja, das war klar, dass es jetzt kommen musste. Nee, nee, aber ich habe gehört, es geht im Moment ein bisschen rum. Manchmal ist es ja auch total warm und dann mal nicht so. Aber auf jeden Fall, ich freue mich riesig, denn wir haben, glaube ich, eine ganz, ganz spannende Folge heute, oder? Ja, wie immer. Aber ich muss vorher mich beschweren. Oh, du musst dich beschweren. Du bist mir fremdgegangen. Ach so, ja. Du warst in einem anderen Podcast. Ja. Ich bin eingeladen von dem lieben Kollegen Felix Kraft in den Trommeltalk-Podcast, aber du bist mir zuvor fremdgegangen. Ah, ah, ah, ah, ah. Denn der liebe Timo war auch... Aber da war das mit uns noch nicht so fest, Dirk. Ach, da war das... Sehr geil, geile Mann. Nein, der liebe Felix hat mich eingeladen in seinen Trommeltalk-Podcast und der kommt demnächst raus. Hört da unbedingt auch mal rein, unterstützt den Felix auch, weil ich denke mal, wir Podcaster hier halten gerade die deutsche Schlagzeuglandschaft so ein bisschen... Wir halten die Fahne hoch. Wir halten die Fahne sowas von oben. Nicht die weiße Fahne. Genau, nicht die weiße Fahne. Und von daher, hört da auch mal rein. Das fand ich total lieb. Und vielleicht wäre das ja auch mal für uns, so ein Podcaster unter sich. Oh mein Gott, wie soll das aussehen? Man gibt keine Antworten und stellt sich nur gegenseitig Fragen. Genau, man gibt gar keine Antworten. Sehr geil. Megamäßig. Ja, interessant. Aber ich glaube, wenn der Podcast dann rauskommt von Felix, werden wir natürlich auch das entsprechend bunt tun und auch verlinken, selbstverständlich, denn ihr werdet wahrscheinlich wieder Dinge über den Dirk erfahren, die ihr noch nicht wusstet und die ihr auch, vielleicht gehofft habt, nie zu erfahren. Danke, boah. Oh oh. Sehr geil, okay. Ich mache aber jetzt mal vor das Ausatmen, mal schnell einen Rundown, was heute so abgeht. Genau. Nach etwas Smalltalk werden wir gleich noch etwas Smalltalk machen. Ich muss noch irgendwas loswerden, was, ja, ein traumatisches Erlebnis, mehr oder weniger. Dann haben wir natürlich einen tollen Gast heute dabei, der seit Jahrzehnten die deutsche Schlagzeugerlandschaft bereichert. Olli Rubo ist heute bei uns. Da haben wir uns mega drüber gefreut, dass er sich die Zeit genommen hat. Und dann liegt gar nicht mehr so viel an, denn wir haben noch die Chefkoch-Empfehlung der Woche und das war's schon. Also, ab geht die Post. Music. Dirk, aber du hast mir eben eine Story erzählt, bevor ich mit meinem traumatischen Erlebnis loslege. Okay. Der letzte Podcast mit unserem lieben Freund Daniel Löble. Sag mal so, es war nicht unser kürzester Podcast. Und es gibt Leute, die waren verwundert darüber. Ja. Ja, absolut. Besonders ich habe einen Schüler gehabt, der sagte, Alter, ich bin nach Bochum hingefahren. Das sind so 45 Minuten. Und der Podcast lief immer noch. Ich bin zurück aus Bochum, wieder nach Hause gefahren. Das waren auch wieder 45 Minuten und der Podcast lief immer noch. Und da musste ich eine Runde mit dem Hund gehen und da musste ich noch eine Runde gehen, damit ich es endlich geschafft habe, zweieinhalb Stunden knappe durchzuhören. Jo, da, das stimmt. Aber man muss sagen, es war genutzte Lebenszeit. Ja, absolut. Ich habe viel positives Feedback gehabt und der Dani war auch ein toller Gast. Toller Gesprächspartner, super offen. Es lief mega rund. Ich meine, es lief immer mega rund. Aber der Danny ist halt eben auch einfach, wie sagt man so, schöne Schote. Ja. Oder ein Typ, ein Kerl. Einfach ein Unikat. Also mega. Und ich habe ein traumatisches Erlebnis. Ich habe was geträumt. Deswegen ein traumatisches. Also es gibt Gott sei Dank nicht echt traumatisch. Ich habe einen Traum gehabt, der mit Schlagzeugspielen zu tun hatte. Und zwar habe ich einen Gig angenommen als Sub in diesem Traum für Deep Age Mode. Und jetzt kommt das Geile. Ich höre überhaupt keinen Deep Age Mode. Ich habe nichts mit dem zu tun. Also es ist nicht meine Musik, okay? Aber ich habe diesen Gig angenommen. Ich weiß nicht wieso, weshalb warum. Auf jeden Fall saß ich dann in einer, es war mehr eine Turnhalle als ein Live-Club oder irgendwas Großes. Ich saß dann da mit einem Schlagzeug, das nicht meines war, sondern von dem Schlagzeuger, der eigentlich dort spielt. Und die Halle war schon ganz gut gefüllt. Ja. Es war alles dunkel. Alle waren natürlich schwarz an, inklusive meiner, einer. Und es fing an mit einem Intro, das vom Band gekommen ist. Und ich höre das Intro und denke, scheiße, ich müsste ja eigentlich gleich anfangen, aber ich habe keine Ahnung wo. Ja. Und das lief und lief. Es ging jetzt so, also im Traum ging es gefühlt ein paar Minuten. Ich habe keine Ahnung, was jetzt wirklich da passiert ist. Auf jeden Fall erinnere ich mich, ich habe nicht angefangen zu spielen, sondern hinter mir standen dann die zwei Typen von Deep Age Mode in total schwarzem Kleid mit verschränkten Armen, Gucken zu mir, du kannst gehen. Also einfach, du kannst gehen. Und dann bin ich halt aufgestanden und hab diesen Job halt verlassen, ohne einen einzigen Schlag auf das Schlagzeug getan zu haben. Okay, was sagt das über mich aus? Wir können jetzt mal gerne, also umhübens, wir lassen sich nicht in die Analyse gehen, wenn wir dort draußen, Raumforscherinnen und Forscher haben. Schreibt uns gerne mal, was hat der Traum zu bedeuten an schlagabtauschpodcasts.gmail.com Ich vermute nichts Gutes. Geil. Dann erzähle ich aber auch eine Story. Wahre Geschichte. Gott sei Dank ist meine nicht wahr. Meine ist aber wahr. Du kannst gehen. Bei Axis war so ein 15.000er Festival. Ich meine in Spanien. Also relativ groß. Und wir haben bei Axis Intros. Und wir haben nicht immer das gleiche Intro. Die meisten Intros von uns sind so circa anderthalb bis zwei Minuten. Das heißt, du hast genug Zeit, um auf die Bühne zu gehen, zu spielen und dann zähle ich die Band ein. Das Intro ist aber nicht immer unbedingt auf den Wedges, auf dem Monitor oder auch im In-Ear. Und dann hat diesmal einer dem FOH-Mischer das falsche Intro gegeben, welches bereits nach 35 Sekunden zu Ende war. Ich sitze da auf meinem Schlagzeug wenn ich nichts gehört habe und ich habe immer, die Intros, man merkt sich ja immer so stellen, ah ja, jetzt musst du gleich die Band einzählen, auch wenn es nicht auf dem In-Ear ist, halt irgendwie, du merkst, ich wartete die ganze Zeit auf diese Stelle, sehr versonnen, auf einmal kommt so, Zähle ein! Ich so. Völlig erschrocken. Ey, das war ein Moment, weil alle sind auf der Bühne. Ich war so völlig am Träumen. Ich hab gar nicht mitgekriegt. Die anderen gehen auf die Bühne und auf einmal brüllt mich da einer an. Also der Sänger. Zähl ein! Alter, das sind Momente, weil wirklich jeder wartet ja, dass es irgendwie losgeht. Nichts passiert. Da fängt der Job direkt super gut an, ey. Ey, mega. Alter, ich... Oh, ich meine, hinterher kommt man dann drüber lachen, aber am Anfang zähle ein. Ja, aber immer noch besser zähle ein, als du kannst gehen. Das wäre vielleicht beim nächsten Mal passiert. Aber Wahnsinn, was das so mit einem macht, so ein Traum, oder? Also, man träumt ja öfters krude Sachen, aber du konntest dich wirklich komplett dran erinnern. Ich sehe das jetzt noch vor mir. Ich sehe, wie ich auf dieser Bühne gesessen habe, wie gesagt, das war eigentlich eher so eine Aula, so eine Turnhalle. Ich sehe sogar die Türen. Ich weiß noch, wie gesagt, es war alles schwarz. Links, ich war rechts auf der Bühne, die Band war links, der Bühneingang war rechts. Ich weiß das alles noch. Keine Ahnung. Als hätte ich es wirklich erlebt. Ich glaube nicht. Oder es ist doch so traumatisch, dass ich es wirklich erlebt habe. Und jetzt denke ich, es wäre ein Traum. Ey, mega. Mega. Ja, solche Geschichten finde ich unglaublich. Ja, was da Träume manchmal einem sagen. Ganz ehrlich, manchmal will ich es wissen, aber manchmal auch lieber nicht. Jetzt, wenn ich einfach mal was raushaue, ist halt eben die Angst zum Versagen in dem Moment. Unter so einem Druck. Und in so einer Drucksituation einfach zu versagen, wirklich. Ja, aber ich glaube, da gebe ich dir recht. Also das kenne ich auch tatsächlich auch zum Beispiel früher immer, wenn ich oder bei einer bestimmten Produktverständigung oder bei einer bestimmten Pressekonferenz, die ich früher oft gemacht habe. Oder auch bei Festivals, wo ich dann denke, boah, wenn das jetzt in die Hose geht, dann geht die Welt unter. Also wie nervös, das kann ich jedem nachempfinden, der da sagt, ich habe Lampenfieber ein bisschen und wie gehe ich damit um? Oder selbst unsere Studenten bei Prüfungsangst, da hatten wir ja auch mal eine Sendung drüber, Prüfungsangst, wie gehe ich damit um? Das ist echt nicht so einfach, glaube ich. Wer da wirklich Probleme mit hat, man selber tut das dann so ab. Aber ja, also auch ich bin vor jedem Konzert immer noch ein bisschen angespannt. Also es kommt sofort, also es gibt Konzerte mehr oder weniger. Aber ganz ehrlich, Timo... Ich finde, das muss auch so sein. Wenigstens ein bisschen, wo ich denke, weil sonst habe ich auch den Eindruck, ich mache es nicht gut. Oder es wäre mir egal. Das ist es nicht. Ich will ja immer schon eine gute Performance abliefern, immer versuchen, das Beste zu geben. Also von daher ist, glaube ich, ein bisschen Nervosität immer gut. Die darf dich nur nicht behindern. Und das ist, glaube ich, dieser schmale Grat dazwischen. Ja, und jetzt machen wir nämlich eine schöne Überleitung zum Olli. Denn der hat ja, das erzählt er uns gleich, etwas Ähnliches erlebt. Und deswegen, lass uns doch mal reinhören, was der Olli Rubo uns so alles zu sagen hat. Was passiert, wenn man Jazz, Roots, Clubkultur, Effektgeräte und ein akustisches Drumset in einem Mix wirft? Richtig, dann landet man früher oder später automatisch bei dem Frankfurter Schlagzeuger Olli Rubo. Seit Jahrzehnten bewegt sich Olli zwischen analoger Handarbeit und digitalem Sounddesign immer auf der Suche nach Neuem. Olli war einer der ersten, der elektronische Beats wie Drum'n'Bass, House oder Hip-Hop nicht einfach programmierte, sondern live auf dem akustischen Set interpretierte. Inklusive Delay-Pedals, Klangpräparationen und einem feinen Gespür für Ästhetik. In dieser Folge sprechen wir mit ihm also über diese Dinge, weil er ist ein echter Pionier auf diesem Gebiet. Doch Olli ist eben nicht nur Performer, sondern auch Klangforscher, Lehrer und in meinen Augen ein Philosoph. Sein Blog eBeats.net ist ein digitales Musiktagebuch mit mittlerweile über 5000 Einträgen. Dazu kommen Lehrwerke wie eBeats am Drumset, die Plattform thedrumsounds.de und seine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Wir sprechen über seine musikalischen Anfänge, das Basteln an Sounds und wie man sich als Schlagzeuger zwischen Jazzclub und Dancefloor neu erfinden kann und das mit einer Bassdrum, einer Snaredrum und ein paar Hihats, vielleicht noch Gitarre-Effekten, aber auf jeden Fall einer großen Portion Neugier. Interview ab. Music. Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer und liebende Zuschauende. Und heute Morgen begrüßen wir jemanden ganz Besonderes, den Timo und ich schon seit vielen, vielen Jahren kennen und sehr, sehr schätzen, der uns immer wieder über den Weg läuft, will ich mal so sagen, bei den verschiedenen Festivalaktivitäten. Und ich freue mich ganz besonders, Olli Robo, dass wir dich heute bei uns im Podcast haben. Und ich bin sehr stolz darauf, denn der Olli ist genauso ein Heinz wie ich. Denn halb neun ist auch noch nicht seine Zeit so richtig. Morgen, guten Morgen Olli nach Frankfurt. Hallo Olli. Hey, guten Morgen. Also ich freue mich auch total. Deswegen stehe ich auch total gerne auf. Lügt oder auch noch? Nee, ich freue mich tatsächlich mit euch im Doppelpack jetzt zu sprechen. Habe ich Bock drauf. Schön. Klasse, mega. Ja, hör mal, was uns natürlich so ein bisschen interessiert ist und besonders vielleicht für Leute, die dich gar nicht so kennen, weil du bist in Tausendsassa in Musik, da kommen wir aber gleich noch in verschiedensten Arten und Weisen. Und vielleicht, wir holen mal ruhig ein bisschen aus. Wie hat es bei dir angefangen? Wieso bist du da, wo du jetzt bist? Wie bist du da hingekommen? Wie bist du überhaupt zum Trommeln gekommen? Wer hat dich da hingebracht, dass wir einfach mal vielleicht darüber so ein bisschen erzählt bekommen, wie du so mit dem Schlagzeug angefangen hast. Muss ich nachdenken. Also ich bin natürlich ein Kind der 80er und ich komme aus einem tatsächlich musikalischen Haushalt. Meine Mama hat Gesang studiert und mein Opa hat so die Schulmusik mitentwickelt, dass er nach dem Krieg hat er an der Hochschule diese Idee von Vermittlung an der Schule mit aufgebaut. Und so gab es eigentlich immer Berührung mit Musik. Halt klassischer Sound, hat mich jetzt nicht so interessiert. Mein Stiefbaba hat tolle Platten mitgebracht, das war eher so Jazz und Jazzrock, da hatte ich Bock drauf. Und irgendwie habe ich glaube ich immer gesagt, ich will Schlagzeug spielen und mit zehn habe ich dann angefangen, klassische Musikschule, habe mit Musik Leistungsruf gemacht und ich wollte aber immer nach Hamburg zum Popkurs. Das war so mein Ziel, weil meine beiden Lieblingstrommler in der Stadt, mein Lehrer, Peter Kumpf heißt der, und ein super Trommler Kai Richter, wir kommen alle aus Schorndorf, die waren in Hamburg und haben erzählt, wie cool das da wäre, dieser 2x3-Wochen-Kurs. Das war so mein Erklärungsziel. Bin ich dahin, Kind mit absoluter Fusion-Leidenschaft, hat da echt die Scheuklappen weggesprengt bekommen, dass es noch so viel mehr gibt. Und ich wollte immer ein bisschen Musik studieren, aber es hat eigentlich nie geklappt, weil ich zufällig direkt nach dieser Popkus-Aktion in eine Band gerutscht bin, von der ich leben konnte. Wahnsinn. Das war dann schon 1994, also genau, War ich 23, 22 und dann hatte ich echt Glück, dass diese Band von Tag Null an mich komplett finanziert hatte. Und der Bassist, der mich da auch reingelupft hat, ist heute auch noch ein total umtriebiger, mega Spieler und super Organisator. Da ist Mini Schulz und macht jetzt das Jazz Open in Stuttgart und tausend andere Sachen mehr. Der hatte mich dann nicht nur in diese eine Band, das war so ein Gesangstrio, die mit einem Begleittrio, gut aufgestellt waren, um einerseits eigene Shows zu spielen im Kulturbereich und andererseits aber auch so Galas, da kam die Kohle her, von der ich dann leben konnte, und der Mini hatte mich dann aber auch in seine ganzen Jazzprojekte reingesetzt und so ein positiver Stehball ist dann einfach mal den Berg runtergerollt und immer größer geworden, ihr kennt das, also es ist echt, Zufall, ein bisschen Glück und ich war mittendrin. Egal. Ja, das hat sich dann einfach so weiterentwickelt und um zu sagen, wo ich heute stehe, wo ich eigentlich mich schon seit doch fast jetzt 30 Jahren vor allem für elektronische Musik interessiere, ist dieser Jazzzug halt gerollt und irgendwann hatte ich mich aber doch nicht mehr ganz so wohl gefühlt, mich nur mit so alter Musik zu beschäftigen und konnte dann auch wieder durch einen Zufall, von mitgebrachten Drum-and-Bass-Platten aus England. Das hat mich dann quasi, hat den Fokus verrutscht und mir noch so eine ganz neue Tür aufgemacht, in der ich dann tatsächlich eingestiegen bin und auch verweilt bin bis heute, also in diesem elektronischen Sektor. Gehen wir doch mal davon aus, du hast es ja sehr kurz jetzt umrissen. Erstmal, du kommst aus dem Fusion-Bereich. Fusion-Bereich für unsere jüngeren Zuhörer, das sind so die Ikonen wie Steve Gett, Dave Weckel, sage ich mal. Bestimmt auch Simon Phillips, je nachdem, wie Nicola Jutta natürlich. Und die spielen ja mit einem ganz anderen Setup, mit dem du heute noch unterwegs bist. Du bist ja sehr minimalistisch unterwegs, also sehr klein. Spielst du eigentlich noch ein Riesenschlagzeug? Mit vielen Toms kaum eigentlich noch, oder? Eigentlich nicht. Es kommt selten vor, natürlich, wenn es die Musik verlangt, gerne. Aber standardmäßig biete ich mal Keksner Hyatt an. Und ein Tom. Seit einer Weile auch ein Floor-Tom. Das finde ich schon auch geil. Mega mit. Wie kam denn dann? Du hast ja gesagt, natürlich durch den Einfluss der elektronischen. Aber bleiben wir doch mal am Anfang ein bisschen. Das heißt, du kannst Noten lesen. Ja. Leidlich. Ja, aber du weißt, wenn man dir einen Chart hat, du wüsstest, wie du dich zurechtfindest. Das ist ja eigentlich das Wichtige. Es geht ja gar nicht darum, jede Note vom Blatt zu spielen, Sondern eher, dass man sich mit Noten, das finde ich so das Wichtige dabei, dass man sich zurechtfindet. Und dass man sich Sachen vielleicht zurechtzuppeln kann. Das finde ich eigentlich so wichtig bei der Ganzen. Das heißt, du bist dann vom Popkurs direkt in diese Galaschiene reingekommen. Hast du dort verschiedene Künstler begleitet oder war es ein festes Gesangstrio? Oder musstest du dich jedes Mal auch auf neue Leute einstellen? Nee, das war tatsächlich so ein komplett eigener Act. Und also die hatten ihr Programm. Und wie gesagt, zum Glück war es auch gar nicht nur Gala und Events, sondern es gab lustigerweise mit einem und demselben Programm beide Abteilungen. Kultur in den klassischen Häusern, vor zahlendem Publikum und dann aber auch immer so als Bonbon auf irgendeine Veranstaltung, auch nicht allzu lang. Also es war auch nicht so eine typische Gala-Mucke mit mehreren Stunden spielen, sondern einfach, naja, kleiner Schaueck sozusagen. Cool. Mich würden auch noch zwei Sachen interessieren, rückführend auf deine Anfänge. Wenn du sagst, du warst von deinem Stiefvater mit Jazz quasi sozialisiert musikalisch, hast du denn, als du angefangen hast mit dem Schlagzeugspielen bis zum Popkurs, welche Musik hast du da gemacht? Hast du dann auch schon nur Jazz gespielt? Oder warst du auch in den normalen, ich sag mal, Rockbands unterwegs? Das wäre die eine Frage. Und dann, die andere Frage ist noch, der Popkurs war damals, ich weiß nicht, wann der losging, war der dann noch relativ frisch am Start oder war der schon sehr viele Jahre etabliert? Und was konntest du aus dem Popkurs dann noch mitnehmen? Hast du da auch, wie das heute ist, weil wir haben schon öfters den Popkurs hier im Pop und hast du natürlich auch schon gehört von verschiedenen Leuten. Hast du auch wichtige Kontakte mitnehmen können, die dir auch für die Zukunft nochmal quasi so ein bisschen den Weg geebnet haben? Cool. Also am Anfang war es wirklich so, ich habe diesen Jazzrock gehört und auch toll gefunden und zufällig dann auch, ich war zwölf, eine Band gefunden mit natürlich deutlich älteren Musikern, die haben auch Fusion geliebt und das war dann für mich gesetzt, also bis zum Popkurs. Ich habe nur den Jazzrock-Fusion-Sound der späten 70er bis dann halt auch in diese glänzenden Hightech-80er verinnerlicht und das war mein heiliger Kral. Ich habe alles geliebt, die Schnelligkeit, die Virtuosität, irgendwie ein bisschen auch das Elitäre. Ich war natürlich der Einzige in meiner Klasse, der so einen Sound gehört hat. Ich hatte noch einen Freund, der damit ein bisschen was anfangen konnte, aber eigentlich war ich da voll in so einer, ich war abgekapselt, also in meiner Welt von vertrackten Beats und, naja, Instrumentalmusik. Bis zum Popkurs gab es überhaupt nichts anderes. Ich bin da genau mit so einem Besteck aufgelaufen und auch mit so einer Art zu spielen. Der Pop-Kurs selber... Aber na, warte mal kurz. Hast du da auch so das typische Fusion-Set gespielt? Also ein großes Set. Denk jetzt mal an mindestens vier Toms, viele Becken. Wenn du so da 70er, vielleicht auch Billy Corpe, Michael Naderwald mit Double Bass oder sonst irgendwas. Also was man sich heute bei dir gar nicht mehr vorstellen kann. Aber nimm uns mal mit. Hast du mit so einem Set mal einen Pop-Kurs aufgelaufen? Im Traum, ja. Die Kohle hatte ich gar nicht. Also ich hatte einen Solo-Champion halt klar... Also klassisch mit drei Toms und das wurde natürlich dann erweitert. Als erstes mit dem Chyna, das war wichtig. Also Chyna war ja echt die Offbeat-Waffe, gar nicht so Metal-mäßig gedacht, sondern klar, der Billy Coppin, der hat mich tatsächlich stark beeinflusst, weil ich auch so mit 12, 13 bei einem mehrtägigen Workshop bei dem war und irgendwie hat er mich gemocht und so voll bei der Hand genommen und ich war auch das einzige Kind. Und das war dann plötzlich, ich hatte es nie so mit Idolen, aber wenn was in die Richtung ging, dann war das der Billy, den ich echt toll fand. Damals mit so riesen Sonoresets, ich weiß gar nicht, der war glaube ich nie Sonore in Dorsa, aber es war nur von Sonore ausgestattet. Es war für mich ein Traum, die im Katalog da zu sitzen hinter solchen Riesensets. Aber ich hatte selber keins. Mit Becken habe ich dann, dank Dave Weckel, kam natürlich dann die flache Snare, die musste ich mir kaufen, da hatte ich Bock drauf. Und dann kam auch ein Splash-Becken, weil Kalajuta und auch Weckel und auch Manu Kacé, die haben das damals einfach geformt, wie man in verschiedenen Kontexten natürlich auch noch dann solche kleinen Becken einsetzen kann. Manchmal auch so wie bei dem Manu Kacé, rasenartig, fast melodiehaft Und das hatte ich dabei, also China, eines extrem, Splashback, ein anderes, ein knalliges Nähr. Und dann hatte ich irgendwann auch dann meinen Schlagzeuglehrers, der so einen Thama-Deal hatte, auch konnte ich irgendwie über den so einen Thama-Arzter kaufen und mit dem bin ich aufgelaufen zum Popkurs. Ja, aber auch das, da konnte ich mir, hatte ich nur zwei Toms. Mehr war nicht drin. Ich hatte also nie so ein richtig großes Set. Ja. Und wie hat er denn der Weg in den Popkurs? Wie ging das dann mit dem Popkurs weiter mit den Kontakt, die du da knüpfen konntest? Also beim Popkurs selber erst mal habe ich dann schon gemerkt, okay, also mit Fusion konnte ich es gar nicht bei so vielen andocken. Das fand ich aber nicht schlimm. Ich habe natürlich auch andere Musik gehört. Ich liebte natürlich auch Popmusik und ich glaube, ich war auch immer offen. Und beim Popkurs ist ja die Idee, du hast zwar ein bisschen Instrumentalunterricht an den Vormittagen, aber der eigentliche Sinn und Zweck ist, dass die Teilnehmenden rumlaufen, sich finden, Bands gründen und zusammen Musik entwickeln. Das war immer das Spannende. Deswegen wurde der auch immer interessanter für die Industrie. Es gab dann nach beiden Kursen immer ein Abschlusskonzert. Und seinerzeit waren natürlich die ganzen großen Plattenfirmen und Verlage in Hamburg. Die haben alle geguckt und sich gleich mal abgegriffen. Deswegen sind auch einige der bekannten Bands in Deutschland tatsächlich dort entstanden. Und auch spannende Einzelkünstler wurden da, sag mal, weggeschnappt. Also bei mir waren auch super Typen dabei, zum Beispiel der Pierre, der Sänger von Seed. Zick, tolle Trommler, viele Bands, die es wirklich weit geschafft haben. Ich tatsächlich war auch da eher jung und vielleicht auch noch in meiner Welt. Ich war noch überhaupt nicht bereit, da ist zum Beispiel in Hamburg direkt zu bleiben. Ich bin da zum ersten Mal mit dem Auto alleine hingefahren. Ich hatte mir ein Lada gekauft. Ich habe 15 Stunden nach Hamburg gebraucht. Völlig absurd alles. Das war für mich schon ein Stück große Welt. Ich habe dann in irgendeinem besetzten Haus übernachtet. Es war wirklich Kulturclash auf mehreren Ebenen. Aber ich hatte Riesenbock. Ich hatte so viel mitnehmen können. Die Sinne waren geschärft. Und... Ich habe aber tatsächlich keine Band behalten von damals. Die Kontakte natürlich zu einigen bis heute. Und man trifft die dann immer wieder auf anderen Konzerten, Festivals. Oder zu manchen habe ich auch noch einen losen Telefonkontakt. Also das hat echt, das hat was bewirkt. Das hat mich offen gemacht. Parallel dazu hatte ich dann noch Zivillings gemacht in dem Jugendzentrum für Hardcore-Musik. War das sozusagen, das wusste ich überhaupt nicht. Ich wusste, es ist so ein bisschen Punkrock-mäßig. Und mein Job war es, vielleicht mal die Konzerte zu betreuen, die Anlage aufzubauen und zu mischen. Und so ein Tonstudium dachte ich, das mache ich, das ist geil Musik. Aber das ist dann tatsächlich so ein Tempel für die ganzen angesagten Ami-Bands waren. Und da haben sie alle gespielt. Also ich konnte mischen Green Day, Offspring, alle noch kurz vor der Schwelle. Da gingen so maximal 600 Leute rein. Nirvana hatte man abgelehnt. Das war kurz vor, bevor ich kam. Und auch kurz vor deren Erfolg hätten nämlich 800 Mark gekostet an Gage. Und das war, hey, wir haben schon zu viele Ami-Bands. Hammer. Eine Woche später, großer Erfolg. Aber auch da sozusagen kam noch so eine Welt für mich ins Spiel, die ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte oder die ich vielleicht auch mal abgetan hätte. Ich dachte, hey, die können alle nicht trommeln. Das war ja nicht technisch, das war es überhaupt nicht, sondern es war sowas von energiereich und unglaublich beeindruckend. Und natürlich gab es auch immer wieder Trommler, die wahnsinnig gut gespielt haben. Also auch das hat mir sozusagen wirklich die Blickwinkel geöffnet und Bock gemacht hat auf mehr als jetzt nur dieses, ja, auf dieses Fusion zu gucken. Und plötzlich war die komplette Musikwelt deutlich offener, also nach diesen beiden Stationen Zivildienst und Popkurs. Und trotzdem hast du dich ja jetzt nicht in Richtung Hardcore bewegt. Nee. Sondern du hast ja eben schon angedeutet, irgendwann war die elektronische Musik, weil du dich noch weiter mit Jazz beschäftigt hast ja offensichtlich. Und dann kam diese neue Jazzwelle, die viel mit Elektronik zu tun hatte, ja irgendwann auch rübergeschwappt. Und vielleicht kannst du jetzt mal erzählen, wie da deine erste Berührung war. Das heißt, vielleicht gibt es einen Künstler oder eine Künstlerin, die dich da besonders, oder ein Album, wo du das, was du noch in Erinnerung hast, dass dich das besonders berührt hat oder getroffen hat und ging von da aus die Reise weiter. Das heißt, wie hat auch dann dein Spiel sich verändert? Dein Setup natürlich auch, weil du bist ja bekannt für deine ganzen elektronischen Sachen, die du auch einbaust. Wir kommen da gleich alles drauf, aber fangen wir da an. Also elektronische Musik, was war der Auslöser dafür? Also tatsächlich bin ich in diesen ganzen Dance-Flow- und DJ-Kultur-Kosmos eingetreten, bevor dann auch diese Crossover-Geschichten kamen, die vor allem so Ende der 90er und Anfang 2000er mit den Jojo Myers und diesen tollen Spielern, die dann plötzlich da aufgepoppt sind. Ich bin vielleicht 96, kam meine Mitbewohnerin Angela aus England mit Platten. Es war ausschließlich Drung-Bass und Trip-Hop sozusagen das Gegenstück. Einmal schneller gemachte Breakbeats, Drum & Bass, einmal langsam. Und vor allem diese programmierten Drum & Bass-Sachen haben mich dann echt beeindruckt, weil es war ähnlich schnell und virtuos, wie ich das von Fusion geliebt hatte. Und auch ganz schön vertrackt geschnittene Samples, die überhaupt nicht einfach nachzuspielen waren. Ich habe es erst mal gar nicht verstanden. Und dann ob ihre Vielschichtigkeit von unterschiedlichen Layers noch deutlich komplexer als halt jetzt ein Dave Weckel und vielleicht noch ein begleitender Perkussionist damals irgendwie Rhythmus aufs Band gebracht haben. Das waren so viele Ebenen, die mich geflasht haben. Also da bin ich dann angedockt, auch erst mal klassischerweise und habe versucht, das Zeug zu transkribieren und umzusetzen. Und ich habe natürlich gemerkt, der große Unterschied zum Jazz oder zum Fusion Sound, den ich geliebt habe, ist, dass es Musik war für Leute, die sich bewegen wollten. Das heißt, es war einfach Tanzmusik. Es gab deutlich weniger Phil-Ins, die natürlich in meiner Musik davor eine große Rolle gespielt haben. Viele Licks, vertrackte Philz, unisonere Stellen. Da, so kompliziert und komplex das auch manchmal war, es war so homogen in seinem Fluss und der Fluss war einfach Groove und das hat mich gepackt. Ich habe gedacht, es muss rollen und ich habe festgestellt, ich muss gar nicht so viele Philz spielen und wenn ich vielleicht die Idee oder den Bock auf Abwechslung hätte, dann spiele ich das über eine Groove-Variation, aber immer in diesem Fluss, der die Leute einfach beim Tanzen hält. Das hat bestimmt dazu geführt, dass ich einfach deutlich weniger bis gar keine Toms aufgebaut habe, weil ich wollte mich einfach auf den Groove konzentrieren. Und dann wurde es irgendwann kombiniert auch mit meiner Unlust zu tragen, einfach gesetzt, hey, ich komme mit Kick, Snare, Hyatt, noch ein Becken. Klar, manchmal ein Add-on, eine kleine zweite Snare oder irgendwas Spezielles, aber eigentlich ging es mir darum, Groove zu spielen. Und natürlich habe ich ja auch andere Gigs noch gespielt und bin da immer auch wieder angeeckt mit dem eher kleinen Set, also vor allem auch selber, dass ich meinetwegen bei einer Coverband natürlich jetzt nicht die typischen, Klischee-Fills spielen konnte, die jeder kennt und die jeder erwartet, sondern irgendwie, auch Alternativen anbieten musste und so ist einerseits bei meinem Leihspielen, sind Praktiken reingerutscht, die ich bis heute nach wie vor gerne verwende, dass nämlich anstelle der Toms habe ich irgendwann Percussion mit integriert und es war auch diesen verschiedenen Layers natürlich geschuldet, die programmiert wurden. Es gab meistens Beat und Percussion. Da habe ich angefangen, da nehme ich mal einen Schellenkranz oder mal vielleicht einen Shaker mit in die Hand. Ich habe deutlich grovelastiger gespielt und das war diese eine Schiene Und bei dem Versuchen, an dieses Original ranzukommen, habe ich natürlich schnell gemerkt, dass es das Pattern allein lang nicht ist. Also ich kann transkribieren, so viel ich will. Ich habe die Bücher heute noch und sieht massiv aus, diese unterschiedlichen Spuren. Selbst wenn ich die alle geübt habe, es hat einfach überhaupt nicht so geklungen wie das Original. Und da kam sozusagen dann eindeutig, weil ich nach der Lösung gesucht habe, gegen die Soundwelt auf, dass ich mich doch da auch intensiver mit beschäftigen sollte. Und nicht nur, wie mein Schlagzeug klingt, beziehungsweise wie das Idealschlagzeug auf dem Tonträger klingt, sondern wie ich es vielleicht auch umsetzen kann, was gerade bei diesen elektronisch produzierten Sachen natürlich nicht immer unbedingt eins zu eins auf dem akustischen Schlagzeug ging. Natürlich gab es Samples, die aus Produktion kamen. Da konnte man durch Präparieren und Stimmen und vielleicht auch verschiedene Schlagmaterialien ein bisschen in die Nähe kommen. Aber es gab auch eindeutige Signature-Sounds. Klar, ein Handclap. Bis da gibt es quasi in allen Dancefloor-Stilistiken von Hip-Hop über Haustechno angefangen. Es gibt Handclaps und es gibt diese elektronischen Kicks und auch sehr spezielle hochfrequente Hi-Hats. Und irgendwie habe ich dann natürlich versucht, an den Sound spielerisch, akustisch ranzukommen, aber ich war auch total neugierig, wie das denn klappen könnte, tatsächlich auch so ein bisschen Elektronik einfließen zu lassen. Und der glückliche Umstand diesbezüglich war, dass gerade das Online-Kaufhaus Ebay aufgemacht hatte und so alte Gerätschaften hat damals niemand so richtig interessiert. Ich konnte relativ billig viele Sachen, die ich in den 80ern in den Musikmagazinen geschätzt habe. Also ein Simmons-Set fand ich damals unglaublich und es war ein nicht zu erreichender Kral, viel zu teuer. Ende der 90er wurde einem das nachgeschmissen und dann habe ich einfach angefangen, immer wieder Sachen zu kaufen, billig gebraucht auszuprobieren und zu kultivieren. Angefangen hat es tatsächlich mit so einem, ich wollte ein Handclap. Boss Handclap. Kleines Kistchen mit Schlagfläche. Hat genau das gemacht, was ich wollte. So einen ganz artifiziellen elektronischen Sound. Konnte man die Hi-A-T hin machen. Perfekt. Ich kam stückweise den programmierten Sounds und den programmierten Ästhetiken dann auch auf der Klangebene immer näher. Ja, und dann ging das halt über lange Zeit auch, wurde experimentiert und natürlich wurde die Elektronikkiste größer von Einzelteilen zu einem kompletten E-Drum, dass man mal komplett elektronisch spielt. Dann hat es bei mir tatsächlich angefangen, dass ich auch für Bands gebucht wurde, wo die Beats im Original programmiert waren und aber für die Bühne so eine Ästhetik auch vom Schlagzeugen gewünscht wurde. Und da war dann ganz oft, Die naheliegende Lösung, dass man Backing-Tracks mitlaufen lässt. Also es hat bei mir tatsächlich angefangen noch mit vier Spur, professionellen Vierspur-Kassettenrekordern auf der Bühne, wo man dann schon mehrere Spuren hatte für draußen, was echt krass war, weil Spulen war, was sehr manuell ist. Man musste auf so einem Zählwerk gucken und an der richtigen Stelle aufhören und vielleicht war dann doch der Klick angeschnitten, weil es halt nicht ganz so genau war. Aber das wurde relativ schnell abgelöst von ADATS und TASCAM, also digitalen Mehrspur-Geschichten, die zwar auch auf Videoband liefen, aber dann halt in so einem Computer. Aber relativ früh, das hat dann, ja, vor 2000 angefangen, war ich auch sehr oft im Tandem mit einem Zuspieler unterwegs. Und da dann auch immer dafür zuständig, sozusagen mein Part mit der Zuspielung abzustimmen oder halt auch zu sagen, hey, was können wir da vielleicht rauslöschen, was kann ich selber übernehmen. Und ja, weiter, weiter Weg. Irgendwann kam dann auch das Interesse für Effektgeräte, weil das natürlich im Studio sehr oft verwendet wurde und die haben dann auch bei mir im Setup irgendwie Einzug gefunden. Zumal bis heute habe ich bei fast jedem keine Toms, aber ein Echo-Gerät dabei, weil sich das auch wie ein Instrument spielen lässt. Also das war relativ bald und auch eine ganz neue Marschrichtung, dass Elektronik auch toll ist, aber halt auch immer Aufwand bedeutet und auch eine gewisse Festlegung und Starrheit. Und in den letzten Jahren bin ich immer natürlich auf der Suche und da sozusagen wieder voll zurück zum Jazz. Nach elektronischen Möglichkeiten die am besten mir folgen oder die sich von meiner Seite aus spielen lassen, so intuitiv und ja spontan, wie eine zusätzliche Trommel oder ein spezielles Becken, sondern dass ich einfach je nach Kontext und Lust und Bedarf plötzlich da halt einfach agieren kann, ohne im Vorfeld sehr viel vorbereiten zu müssen. Vielleicht mal ganz kurz an der Stelle für alle, um das deutlich zu sagen, du gehst ja weg oder du bist weggegangen von den elektronischen Drum Sets, wie ein Simons, ein Roland oder was es immer gibt und bist übergegangen dazu, Effektgeräte zu nutzen, die ja auch Gitarristinnen und Gitarristen verwenden und hast die in dein Drumset integriert. So, nur damit, was ganz klar ist, weil nicht jeder da draußen weiß jetzt vielleicht, was du meinst, wenn du um Effektgeräte sagst. Also du benutzt wirklich quasi Fußträter teilweise oder hauptsächlicher, glaube ich. Und vielleicht kannst du mal da jetzt diesen Vorgang, den Prozess beschreiben. Erstmal kannst du dich doch daran erinnern, was dein erstes Effektgerät war, das du so eingesetzt hast. Also du sagst, vielleicht hast du dem Gitarristen ist einfach weggeklaut, ich weiß es nicht. Und dann, wie du das einsetzt. Das heißt, wo du musst ja dann mit Mikrofonen natürlich auch arbeiten, wo ist das zwischengeschaltet, wo, wie geht das? Damit wirklich mal so den Verlauf mit diesem ganzen Prozess mitbekommen, wie du das einsetzt. Vielleicht, wenn jemand da draußen Bock hat, sowas auch zu benutzen, damit der weiß einfach, okay, das ist jetzt meine Marschroute sozusagen. Herr Thima, du hast es super beschrieben. Eigentlich geht es genau so. Man muss ja nicht immer direkt kaufen und Risiko, keine Ahnung, sondern vielleicht fragt man wirklich den Gitarristen und sagt, sag mal, du hast doch da so ein Delay-Pedal, kann ich mir das mal ausleihen? Genauso war es bei mir tatsächlich auch. Also die Band, in der ich gespielt hätte, die hatte einen Deal mit so einer Effektgerät-Firma, die neu auf dem Markt war. Die hießen Lion Six und haben, Klassiker simuliert, waren auch tolle Pedale. Es war ein Gift, Porsche-Grünes. Wirklich panzerartiges Teil, das ich mir dann auch tatsächlich ausleihen konnte. Und die Idee ist denkbar einfach. Ich brauche für dieses Effect Drumming, also vor allem das Delay ist sehr spannend, lediglich ein Mikro, mit dem kann man direkt reingehen in das Delay-Pedal und dann braucht man noch irgendwas, das das laut macht, also sozusagen dieses Signal, das ich mit dem Mikro da reinschicke. Ich hänge das Mikro meistens so zwischen Snare und Hi-Hat und dann nimmt das so das ganze Drum-Sit mit. Man kann das auch in diese Cowbell-Position platzieren und dann kriegt man vielleicht mehr Toms mit. Und aus dem Effektgerät schicke ich nur den Effektanteil raus. Dann lässt sich das für jeden Ton auch ganz locker handhaben. Und ein Echo funktioniert natürlich so, dass es die Lücke ausfüllt. Das heißt, ich klatsche. Echo kommt danach. Dass das als Schlagzeuger gut funktioniert und vor allem auch in verschiedenen Tempi oder auch spontan, dass man Tempo vielleicht beschleunigt oder abbremst, das verdanken wir einem Knopf, der heißt Tap Tempo. Das heißt, ich zähle ein und tap eine Subdivision. One, two, three, four. Tap vielleicht Achtel. Und dann spiele ich, meine Achtel machen, in die Lücken rutscht plötzlich natürlich lang nicht so ein Hi-Fi-Soundartiges Gebilde. Vielleicht habe ich noch ein EQ oder das Effektgerät simuliert, eh ein älteres Original. Und dann hat man eher vielleicht so einen muffigen Sound dazwischen. Und es klingt einfach, als würde ein elektronischer Loop mitlaufen. Je nachdem, was für eine Subdivision ich tappe, entstehen tatsächlich auch rhythmische Patterns. Spiele ich einen hausigen Beat, und tappe vielleicht punktierte Achtel. Und kommt plötzlich einfach so ein richtig bounzender Vibe noch dazu. Richtig das Mikro mehr in Richtung Heid, habe ich mehr Höhen. Richtig ist mehr in Richtung Kick. Kommen auch irgendwie tiefere Frequenzanteile zum Tragen. Und es ist unglaublich simpel und ein ganz schneller Erfolg, wenn man da einfach mal mit rumspielt. Ich bringe es manchmal zu Workshops mit in die Hochschule und es ist einfach ein spielerisches Entdecken mit einem ganz schnellen, boah, das ist ja toll, macht total Spaß, weil es ist quasi die direkte Antwort, es ist simpel und hat tatsächlich aber auch die Funktion, dass es musikalisch zwei ganz stark Klischees bedienen kann. Nämlich einmal von dieser programmierten Ästhetik, ich sprach schon von diesen verschiedenen Layers, kann ich ja sagen, hey, ich spiele mein Vers clean. Und im Refrain kommt vielleicht das Echo dazu. Und das mache ich einfach mit einem Fußtritt an-aus, Effekt dazu oder halt nicht. Quasi einmal wie ein Loop oder wie ein zusätzlicher Perkussionist. Und dann hat es aber auch diese Möglichkeit an Dub Reggae anzuknüpfen, wo eigentlich diese ganzen Echo-Spielereien herkamen, dass man tatsächlich vielleicht nur ein einzelnes Event reinschickt und das, Führt dann so ein Eigenleben, vielleicht in einem ganz anderen Tempo, wird vielleicht noch verdreht und verspult. Also das wäre dann eher vielleicht nur ein Snärschlag. Gut, ganz gut. Und dann läuft halt dieses Echo weiter und es ist auch eine zusätzliche Ebene, aber ganz anderer Art. Also nicht rhythmisch stringent mitlaufen, sondern einfach eher wie ein Effekt oder ein Signal. Und das fand ich unglaublich reizvoll, dass ich da mit so einem einfachen Trick, sehr viele auch wieder so Signature-Elemente wie auch damals der Clap oder die E-Kick plötzlich in mein Spiel mit reinnehmen kann, und zusätzlich so einen weiteren Partner habe, um diese tolle Idee dieser Layers weiter auszubauen. Für die Layers hatte ich ja schon Shaker und so ein bisschen mit in die Hand genommen, um vielleicht so ein bisschen was antäuschen zu können an mehreren Spuren, die mir meine vier Extremitäten halt ja nur begrenzt liefern, um das aufzubauen. Und dann war das Echo-Gerät ein krasser zweiter, weiterer Faktor, um noch mehr solcher Ebenen aufzuschichten zu können. Wie kontrollierst du das Ganze? Das heißt, hast du einen Monitor? Machst du Indie? Weil ich glaube, das ist ja auch so eine Sache Front of House. Der kann ja alles machen. Aber wie kontrollierst du dich selber, dass du immer noch, also auch das Echo, du kannst ja nicht eine völlig andere Timeline haben. Hast du selber noch einen Klick für dich mitlaufen oder sagst du, ich bin ja der Klick, was du ja eben eigentlich sagtest. Aber wie kontrollierst du das Ganze? Tatsächlich kontrolliere ich es am liebsten über eine Box, die bei mir steht. Das kann natürlich ein klassischer Monitor-Wedge sein. Es kann aber auch, wenn ich ausprobiere, der Gitarren-Amb vom Freund sein. Das kann eine Boombox sein, das muss auch gar nicht laut sein. Und tatsächlich, wie du sagst, ich muss das natürlich hören, weil ich spiele nach dem Echo. Manchmal tappe ich vielleicht ungenau und dann höre ich auf die Antwort. Tatsächlich hat es dann auch eine Klickfunktion, weil es stabilisiert natürlich ungemein. Angenommen, ich lasse es immer mitlaufen. Das heißt, eine Monitorbox ist mir am liebsten aus dem Grund, dass ich es direkt höre. Und aus einem anderen Grund, dass es sich soundmäßig mit diesem akustischen Sound perfekt verschmelzen kann. Weil das Echo-Signal natürlich dann auch wieder in die Overheads vom akustischen Set reinrutscht und plötzlich gibt es so eine Art Glue-Effekt, also dass es einfach zusammenwächst. Genau ein weiterer Punkt, der mich ganz oft bei dem Einsatz von Elektronik gestört hat, dass diese rein elektronischen Erzeuger, ein E-Drums, oft wie Satelliten klingen, wenn die einfach nur aus zwei Boxen rauskommen und das akustische Schlagzeug in einem kleinen Venue kommt eher akustisch von der Bühne und dann gehen die Signale so gar nicht zusammen. Die Boxen sind so weit weg, das Schlagzeug ist hier. Und da ist das Tolle, wenn mein Echo-Signal aus meiner Box rauskommt, rutscht es mit rein. Manchmal ist es tatsächlich so, dass ich auch dem Front-of-House-Menschen sage, hey, Overheads reichen. Das Echo ist so laut für mich zum Hören und das kriegst du über die Orbe ausreichend mit. Genauso balanciert, wie ich natürlich meinen Sound mache. Oder er nimmt es einfach direkt mit einer DI-Box und hat natürlich dann mal kompletten Zugriff. Aber das finde ich tatsächlich am schönsten, wenn ich auch ohne Klick nur mit dem Echo spiele und dann einfach frei bin. Mit Klick und In-Ear geht es auch. Das kann aber tatsächlich manchmal fast unangenehmer sein, wenn der Klick im Prinzip wichtig ist, weil Orientierung für was anderes mitlaufendes und das Echo ist nicht perfekt getimt. Das muss man ehrlich gesagt nicht rausbringen, aber am Anfang ist es ein bisschen komisch, weil selbst wenn das Echo, wenn ich nicht perfekt tappe, dann entsteht lediglich ein anderer Schaffelgrad. Auch das ist interessant. Und das ist natürlich auch ein musikalisches Stilmittel, das man dann bewusst einsetzen kann. Aber so richtig groß passieren kann nichts. Natürlich kann man mal total verrutschen oder auch wenn man damit spielt, dass man ein Echo verdreht, was auch so eine typische Dab-Geschichte wäre. Ich habe ein Echo mit mehreren Wiederholungen, also Dab. Ich habe beim Gerät nämlich zwei Regler. Einmal fürs Tempo, das ist der Abstand zwischen den Wiederholungen. Und der zweite ist die Anzahl der Wiederholungen. Jetzt habe ich gerade viel. Und wenn ich während dieser Wiederholzeit, das das Gerät ja selber mache, nochmal an dem Temporegler drehe, meinetwegen das schneller mache, dann wird aus... Dann werden nicht nur die Wiederholungen schneller, sondern auch die Tonhöhe wird... Drehe ich es schneller höher, drehe ich es langsamer tiefer. Kennt wir, oder diejenigen unter euch, die auch am Plattenspieler mal mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gespielt haben, kennt das Phänomen. Schneller macht es. Ja, höher, also tiefer wird es bei einem langsamen Tempo. Und genau, das sind natürlich Effekte, dass ich... Irgendwann oszilliert es vielleicht und es bleibt ein Feedback stehen. Und dann drehe ich es vielleicht wieder zurück. Und dann habe ich einen Klick halt noch und vielleicht habe ich es wieder zurück und ich bin da nicht gerade. Dann kann das manchmal schon auch daneben gehen, zumal ich ja nebenher auch noch Schlagzeug spiele. Und deswegen war für mich relativ schnell wichtig, ich brauche einen Notausgang. Das heißt, ich habe hinter meinen Effektketten oder hinter dem Delay immer noch ein Volumenpedal mit der ich einfach das ganze Ding zur Not mit einem Faustschlag des Chaos einfach abstellen kann. Oder indem ich es einfach, falls es jetzt wirklich kein Notfall ist, gemütlich ausfaden kann. Notausgänge sind eh total wichtig für mich, sobald ich anfange mit Elektronik zu spielen, weil da immer was schief gehen kann. Das heißt, ich habe immer irgendwie eine Art von, was kann ich machen, falls mir jemand ein Wein ins Laptop kippt, das SPD-S irgendwie mal den Geist aufgibt. Komm, erzähl eine Story. Wir wollen eine Story, eine Big-Fail-Story hören. Oh, es gibt viele. Das ist echt krass. Die Elektronik, so sehe ich sie lieb, braucht sehr viel Zeit in der Vorbereitung, damit es gut klingt, damit es balanciert ist, dass man guten Zugriff drauf hat, um natürlich die Signale jeweils dem Venue anzupassen also sehr viel Zeit im Vorfeld, Zittern während der Aktion gerade wenn man mit Rechnern gespielt hat die an der Grenze sind. Oder es gibt, also jetzt, ihr wolltet Fails hören. Es gibt so schlimme. In den Anfangstagen, als ich mit DJs gespielt habe, erster großer Gig mit Bürgerlaus Dietrich, der DJ mit Platten. Wir fangen an zu spielen, die Platten hüpfen. Klar, klassischer Fehler, Plattenspieler können natürlich, wenn sie nicht auf Tennis bellen und irgendwie super ausgekugelt gelagert sind, dann springen die Platten. Leider war auf der Platte auch natürlich, das waren die Loops, die die Songs zusammengehalten haben. Okay, naja, Platte kann man zurückdrehen. Es gab einen Backup, sogenannten Notausgang. Es waren CDs, CDs wurde eingelegt. Lied 2, es war überhaupt kein DJ-CD-Player. Oder es war eine schlecht gebrannte CD, die natürlich auch sofort irgendwo hingesprungen ist. Im Gegensatz zu Platte, die manchmal noch echt charmant springt. Und dann kann man das über einen Platten, was weiß ich, den Arm über die Platte ziehen, begradigen und weg damit. Springt die CD halt irgendwo hin, natürlich gern in andere IDs mit komplett anderen Tempi und anderen Songs. Herrlich. Das hat dann da mehrfach stattgefunden, bis der DJ, der halt davor einen geraucht hat, das auch gemerkt hat. Und ich bin schier wahnsinnig geworden, weil ich hatte natürlich, ich, ich wollte ja tight sein. Mein Kopfhörer war wahnsinnig laut mit der Musik, zu der ich spielen sollte. Und ja, das war schlimm. Das glaube ich. Ganz schlimm, weil große Band, ich hatte ja mal ein Jahr bei den Fantas ausgeholfen für den Flow und bin später manchmal noch eingesprungen und dann gab es da auch ein Gig, keine Probe. Ich hatte alles vorbereitet und es gab einen Einzähler, der war auch angeschnitten. Logic hat das Problem, dass wenn man, ihr wisst es, den Cycle. Entlang der Songlänge einstellt, gern mal der erste Ton abgeschnitten wird. Der Andy Y hatte damals mit Logic eingestartet. Das Stück fängt an. Ich merke, der Klick macht halt dieses klassische Reinruckeln. Und im Backing-Track war nur eine Keyboard-Spur, die, wie gern in elektronischer Musik, so versetzt ist, dass man eine falsche Eins spürt. Es gibt sogar einen Fachausdruck dafür, der heißt Turn the Beat Around. Und Trick im Club, alle sind auf der falschen Eins und dann kommt die fette Kick und dann geht die Aume hoch. Und man freut sich, dass man jetzt auf der richtigen ist. Hey, ich höre den Klick nicht richtig und ich höre das Ding falsch rum. Es war klar, ich muss einsteigen. Ich weiß aber nicht, wo die Eins ist, weil ich den Song so gut nicht kannte. Intro ist vorbei. Ben fängt fett ein, die Rapper auch. Der Einzige, der nicht spielt, ist der Olli. Ich sage, hey, ich kann nicht. Hochnotpeinlich erst mal. Aber hey, coole Typen, wie ist die vier? Überhaupt kein Problem. Hey, nochmal, wir zählen nicht ein. Das Ding fängt wieder an, wieder angeschnitten. Ich höre es wieder falsch. Ich denke, hey, das ist die absolute Katastrophe. Und dann sind vier Rapper hüpfen quasi. Eins, zwei, drei, vier. Und ich denke, das kann nie im Leben richtig sein. Die sind auch falsch. Und ich setze mich aber auf die schlimmste Moment in meinem Leben. Ich gehe auf diese Eins und denke, oh nee, Inferno, jetzt merken es alle. Das war natürlich die richtige Eins. Wirklich krasser Moment, in dem man noch denkt, es ist das absolute Chaos. Irgendwie stimmt es und dann ruckelt es im Kopf und plötzlich hört man alles richtig rum. Und alle sind froh, alle lachen, überhaupt kein Problem. War also wirklich eine ganz tolle Lehre, dass auch der größtmögliche Fehler, den man für sich vorstellt, mit sozusagen der Band, die man anhimmelt, vor vielen Leuten spielt, man darf plötzlich mitspielen und es ist einfach gnadenlos schlimm, weil man wird versagen, weil man hört es nicht. Überhaupt kein Problem, im Gegenteil, gute Geschichte. dem. Also ein Fehler kann auch... Mega. Es gäbe noch wahnsinnig viele zu erzählen, aber der war am tiefsten drin. Sehr, sehr geil. Tolle Story. Lass uns mal zu den Effektgeräten gehen. Ich denke mal, du hast sehr viele ausprobiert. Du hast quasi dein Lieblings-Effektgerät auch schon beschrieben, das Echo-Effekt. Gab es auch ein Effektgerät, wo du dachtest, das funktioniert gar nicht? Also wenn jetzt einer loszieht, kannst du jemanden vor etwas bewahren oder sagst du, probiert einfach alles aus, aber kamst du mit irgendwas nicht klar, wo du erst dachtest, das wird mega cool und dann ging es voll nach hinten los oder es hat einfach nicht funktioniert. Das gab es ziemlich häufig. Also ich habe natürlich versucht, all die Sounds nachzumachen, die mich auf dem Platten irgendwie inspiriert hatten und dazugehörten auch so angezerrte Kicks, gab es dann gerne mal in solchen technoiden Kontexten, wo auch so eine Bassdrum irgendwie dadurch überzeugt hat, dass da einfach noch so ein bisschen Schmutz dabei war. Und ein Verzerrer zum Beispiel, das hat für mich nicht funktioniert. Der würde bestimmt funktionieren in der Festhalle Frankfurt. Große Bühne, wenn ausreichend Abstand ist und dieses Natursignal nicht sozusagen das Effektierte überdeckt. Aber es für manche Effekte, nämlich all die, die gleichzeitig mit dem Sound, den ich spiele, passieren. Die brauchen einfach dann eine Riesenlautstärke vom Club her, dass man das überhaupt wahrnimmt, weil sonst überdeckt einfach immer unser akustisches Signal den Effekt. Insofern kam ich dann irgendwann mal zu dieser Faustformel, dass all die Geräte, die ich tappen kann und die dann in die Lücken rutschen, Sinn machen. Das heißt, das Effektgerät, das haben wir gerade beschrieben, das Delay mit dem Tap-Tempo rutscht locker in die Lücke. Sehr gut funktionieren dann auch nach dem Delay zum Beispiel ein Flanger oder ein Phaser, irgendwas das moduliert, dass dann sozusagen dieses wiederholte Signal nicht so gleichförmig ist, das fand ich toll. Ein Phaser auf Becken kennen wir auch von vielen 70er-Platten, also ob das jetzt Led Zeppelin ist oder einfach ja, oder auch im Fusion-Kontext. Tatsächlich, der Billy Copp haben halt auch eine Echo-Platte aufgenommen. Aber das könnt ihr nachlesen. Ich habe dazu ein Buch geschrieben und ich kann euch auch alles erklären. Es gibt so viele Platten, also von Billy Coppin über Police. Also es ist lang nicht auf meinen Mist gewachsen. Da haben schon immer wieder Leute experimentiert und da habe ich mir natürlich viel abgeguckt. Da habe ich natürlich dann auch den Phaser ausprobiert. Aber tatsächlich machen dann manche Sachen. Manche Effekte dann auch eher sind, wenn sie jetzt so direkt oder zeitgleich passieren sollen, auf eher elektronischen Signalen, da geht es natürlich bestens. Aber auf diesen akustischen sind es tatsächlich Sachen, die in die Lücken rutschen und die getappt werden können. Dann kommt irgendeine Art von Vibe dazu. Also Modulationssachen, Filter gehen gut. Und dann habe ich aber natürlich auch angefangen, weitere Effektgeräte auszuprobieren, die ich dann manuell bedient habe. Und da ist tatsächlich das Einfachste und Wirkungsvollste ein simpler EQ. Letztlich habe ich eigentlich das DJ-Pult nachgebaut und deren Tricks, die die benutzen, um was in den Vordergrund oder Hintergrund zu stellen. Es wird einfach die Höhen rausgedreht oder reingedreht oder die Bässe draußen rein. Und genauso funktioniert es super gut, wenn ich das hinter mein Echo-Gerät mache oder hinter ein Loop oder was auch immer ich natürlich zeitgleich zu mir benutze. Das ist dann sozusagen mein Trick, um diese elektronische Geschichte zu präsentieren, nach vorne zu stellen oder einfach schön dezent in den Hintergrund zu mischen. Du hast ja jetzt deinen Platz musikalisch gefunden in vielen musikalischen Kontexten, in Bands, in Projekten und so weiter und so fort. Ich kann mir aber vorstellen, dass es am Anfang, als du mit diesen Effekten ankam, es erstmal schwierig war, weil es ist ja sehr unkonventionell. Ich kenne jetzt ganz ehrlich keinen anderen Drummer, der loszieht mit Effektgeräten und die so einsetzt, wie du es tust. Wie war jetzt die Resonanz von deinen Mitmusikerinnen und Musikern, als du mit dieser Idee um die Ecke gekommen bist? Das heißt, es passt ja wahrscheinlich auch nicht in jede musikalische Situation. Also wie wurde das aufgenommen? Wie hast du dann deinen Platz gefunden, den du jetzt quasi besetzt hast? Wie war da der Weg? Hast du Kontakt zu Leuten gesucht, die so experimentell waren oder hast du es an deine Projekte eingebunden? Wie war das bei dir? Das Echo habe ich immer eher reingemogelt. Ich habe das dann einfach mitgenommen und ich habe ohnehin das meiste meiner Sachen eigentlich beim Live-Spielen entwickelt. Also schon immer mit einer gewissen Portion Risiko, aber dafür auch mit einer starken Konzentriertheit von meiner Seite aus. Ich habe das gar nicht so im Proberaum gecheckt, sondern im Kontext immer mal wieder ausprobiert. Manchmal habe ich es am Anfang gar nicht angekündigt, einfach gemacht. Und bei anderen Bands, auch erst beim Soundcheck, das ist vielleicht so erwähnt, und wenn man dann als Trommler anfängt und spielt und dann kommt das Echo dazu, dann wird das ziemlich eindrucksvoll, weil es einfach ein Paket ist. Also es ist einfach eine richtige Rhythmusabteilung. Und dann war eigentlich immer klar, da wurde eigentlich nie gemeckert. Die Frage, ob die das jetzt auf dem Monitor brauchen oder nicht. Das hören die von hinten ausreichend. Also ich habe es einfach als wie eine zusätzliche Klangfarbe, über die ich ja sonst auch nicht sprechen würde, mitgebracht und für mich dann beim Spielen immer geguckt, wo passt und wo passt es nicht. Also es gibt, wie du sagst, eindeutig Sachen, wo das eigentlich eher störend wirkt oder keine Bereicherung ist und musikalisch keinen Sinn macht. Ich finde es aber auch gar nicht schlimm, wenn man jetzt Gerätschaften dabei hat, meinetwegen auch vielleicht ein SPD-SX oder andere E-Drums, die müssen ja auch nicht unbedingt dann bei jedem Song irgendwie zum Einsatz kommen. Also ich finde es auch ganz toll, wenn mal plötzlich was Frisches dazukommt oder vielleicht auch gar nur einmalig irgendwie noch eine Rakete gezündet wird, die halt besonders leuchtet. Also das ist ja ein richtig schöner Überraschungseffekt. Insofern habe ich das Ding einmal eingepackt und mir gar nicht den Stress gemacht, das müsste jetzt überall eingesetzt werden. Es wurde nur dann kniffliger. Irgendwann habe ich damit auch angefangen, dass ich nicht nur mich effektiere, sondern auch den Gesang beispielsweise, was auch wieder diesem Dub-Reggae geschuldet ist und meiner Band D-Fest, die ihm genau diesem Fahrwasser spielt. Der tiefes Kopf hat auf der Bühne immer Echos gemacht. Er hatte einfach so ein altes Tape-Echo dabei. Und irgendwann war die Reiserei und die viele Fliegerei vor allem in die Ostgebiete zu shaky. Der hatte ein bisschen Angst und Unwohlsein. Und plötzlich war er nicht dabei. Und ein ganz wichtiges Element, der Musik hat gefehlt. Und ich dachte, hey, das geht doch nicht. Und da habe ich gesagt, ich mache ja ohnehin jetzt schon die Schlagzeugechos da. dann kann ich doch eigentlich auch so ein paar Dab-Echos für die Stimme machen. Und habe dann da angefangen, rumzuexperimentieren, mal mit zwei Effektgeräten, mal mit Lösungen, wie ich das mit einem hinkriege. Aber auch da immer die Idee, dass ich jetzt nicht den Gesang permanent irgendwie ins Delay jagge, sondern tatsächlich so Einzel-Events, wie vorhin beschrieben, die dann so einen großen Effekt erzeugen. Und dafür habe ich eine Konstruktion gebaut, die ich einfach, das Signal liegt permanent an, aber erst wenn ich auf den Knopf drücke und genauso lange, wie ich drauf drücke, rutscht dann dieses Signal mit ins Echo. Damit kann ich genau kontrollieren, wann ich im Prinzip was reinschicken will. Das mache ich beim Schlagzeugspielen auch, mit dem Fuß. Ich habe nämlich, das habe ich vorhin verschwiegen, zwischen dem Mikrofon und dem Echo-Gerät noch einfach einen An-Aus-Schalter. Und mit meiner Ferse sage ich, hey, rutscht was ins Echo oder nicht? Einfach dabei es geschickt ist, das mit dem Fuß zu machen. Und so habe ich dann aber auch den Gesang reingejagt, was toll geklappt hat. Aber das wollte ich dann auch bei anderen Bands machen, habe das dann manchmal vorgeschlagen und das hat eher für Fragezeichen gesorgt. Und da musste man sich dann schon annähern und da musste dann auch Sänger und Sängerin natürlich dieses Spiel hören, um selber damit tatsächlich dann weiter Musik machen zu können und zu interagieren. Und irgendwann habe ich das auf andere Instrumente ausgedehnt, auch mal tatsächlich im Jazz-Kontext, weil ich breche auch gern Regeln, mit einem legendären Pianisten gespielt hier in Frankfurt, auch so ein Oldschool-Typ, Bob Degen heißt er, ein Ami, der hier hängen geblieben ist, hat gesagt, sag mal Bob, kann ich vielleicht mal mein Echo bei dir reinhängen? Mach ruhig und dachte, wow, das sind ganz neue Töne. Und habe dann gemerkt, wie toll das ist. Und wenn jemand da Lust drauf hat, und das ist einfach die Grundvoraussetzung, dann kann man auf noch anderer Ebene gemeinsam interagieren. Weil dann schicke ich vielleicht einfach mal einen Versatzteil, einen schönen Akkord da rein. Und es bewirkt was mit meinem Gegenüber. Das heißt, der wird ganz anders weiter improvisieren, ganz anders weiter fahren. Und, naja, das hat manchmal reibungslos direkt geklappt, manchmal gar nicht. Manchmal hat man es ausprobiert. Es wurde für gut, manchmal für doch nicht so gut befunden. Aber es ist ja spannend. Es ist einfach noch eine Option, die halt auch geht. Ich möchte betonen an dieser Stelle nochmal, das macht der Olli alles, während er Schlagzeug spielt. Genau. Er macht das nicht als extra DJ oder Toningenieur, sondern er spielt dabei, er sagt nebenbei, spielt die Schlagzeug. Also ich will eigentlich hauptsächlich Schlagenzeug und bedient nebenbei noch die ganzen Effektgeräte, so muss man es eigentlich richtig rum sagen. Also es ist, äh, also ich kann mir jetzt für mich, es ist ultra komplex, finde ich, zu entscheiden, wann nehme ich was, wann werde ich was reinschalten, wann nehme ich es raus, was für Delay benutze ich, wie viele Abstufungen mache ich, das ist ein komplett anderer musikalischer Bereich, der da von dir abgedeckt wird, das finde ich, wie gesagt, dann dazu noch Schleimzeug zu spielen, das ist krass. Das ist einfach sehr spannend. Aber das ist super. Und wieder eine ganz andere Koordination auch, die wir ja auch nicht berücksichtigt lassen können dabei. Das stimmt, aber ich muss es einfach so toll sich das anhören und man fühlt sich da auf den Socke gestellt. Es ist überhaupt nicht kompliziert und es war nie ein komplizierter Weg, weil alles tatsächlich spielerisch sich entwickelt hat. Ich habe das auch nicht bewusst irgendwie so angelegt, aber ich habe halt irgendwann mit meiner linken Hand am Echo rumgedreht und gemerkt, ich spiele viele Beats mit einer Hand, aber das war nicht geplant und dadurch liefen die Beats natürlich, so gut es halt ging mit einer Hand. Die waren bestimmt nicht mehr vertrackt, aber ich habe es ja vorhin schon erklärt, mir ging es ja eh darum, dass der Beat rollt, also den Fluss kriege ich hin. Aber letztlich auch konnte ich mich halt auch nur so weit aus dem Fenster lehnen, drehenderweise und effektdrückenderweise, wie halt auch der Beach stabil war. Das heißt, es war eigentlich nie ein Stress. Und natürlich geht man immer einen Schritt weiter an die Grenze. Und dann auch da gibt es dann mal Stolpersteine. Aber ich habe das jetzt nie als anstrengend empfunden, sondern das war so ein spielerisches, ja, der Berg baut sich langsam auf und die Aussicht wird immer spannender, weil man immer wieder neue Sachen entdeckt, ist es vor allem halt auch ein Prozess. Also das kam es auch nicht von heute auf morgen. Ich habe es quasi im Handbuch mit durchgelesen und konnte es direkt umsetzen, sondern habe einfach immer das Ding mitgenommen und gemacht. Und die anderen Sachen haben sich echt verselbstständigt. Also es ist mir sehr oft so gegangen, dass dann Sachen vielleicht auch komisch werden, mit einer Hand spielen oder dass ich dann plötzlich den Shaker zum Stock gegriffen habe und dann der Stock bei mir eigentlich an der falschen Stelle rauskommt. Das habe ich ja nicht geübt. Das war halt so und man geht dann damit um und irgendwann wird es zur Normalität. Aber eigentlich ein sehr natürlicher Weg und ohne Stress. Also ich glaube, das Wichtige ist immer ausprobieren und keine Angst davor zu haben, glaube ich einfach. Aber ganz ehrlich, live direkt, also ich müsste es schon auschecken für mich. Auf jeden Fall. Für mich wäre das größte Problem, ich glaube, dieses Monitoring hinzukriegen. Da hätte ich, glaube ich, am meisten Schiss vor, was du auch gesagt hast, dass man sich nicht richtig hört oder dass du dann, der Loop, der selber dazu kreiert wird, elektronisch, dass man da nicht tight übereinander ist. Ich glaube, damit. Und das dann auch da die Nerven zu behalten. Das heißt, selbst wie du sagst, es ist ja charmant. Aber wenn du merkst, der Loop shuffelt ganz woanders, als du gerade shuffelst, was ja auch ein unheimlich schöner Reiz sein kann. Aber da dann nicht auf einmal sich dem Loop anzupassen oder umgekehrt. Oder gerade dann diese Konstante zu sein. Ich glaube schon, das wird schon ausgecheckt sein nochmal. Also von daher, stell dein Licht mal nicht unter dem Scheffel hier. Ich finde das schon unglaublich, auch zu wissen, wann benutze ich jetzt meine Hacke, um das Echo an- oder auszuschalten oder das Echo flattert da rum und da wieder nicht drauf einzusteigen, dann wirklich zu sagen, nee, ich bin die Time, also ich bin die menschliche Maschine-Time hier und die andere Time, die flattert da halt rum. Also sich davon noch nicht beirren zu lassen. Ich glaube schon, das muss man schon gemacht haben. Auf jeden Fall. Du hast all die wichtigen Punkte auch angesprochen. Das ist multiples Üben natürlich auch noch in anderen Ebenen. Das Tolle ist, es hat aber immer was mit Musik zu tun. Und das stärkt einen dann total. Also auch auszuhalten, dass was vielleicht jetzt nicht tight mitläuft. Also das gibt es natürlich auch in anderen Kontexten. Also entweder ist, weil eine Band nicht teilt ist und wir müssen die Teilen bleiben und jetzt nicht auf Harmonie bedacht versuchen, das irgendwie gut klingen zu lassen und dadurch werden wir immer langsamer. Also tatsächlich gibt es immer auch eine Analogie für das schon bekannte Leben. Man muss sich der Sachen glaublos bewusst werden. Und wie ich das vorhin auch schon so nachdrücklich betont habe. Das Anvisieren von Notausgängen im Vorfeld, natürlich checke ich das mit den Notausgängen erst, wenn die ganzen Katastrophen passiert sind, aber das habe ich mir natürlich jetzt auch angeeignet für weitere Experimente. Das heißt, auch wenn ich mich manchmal kräftig aus dem Fenster lehne, kann ich das deswegen mit so einem Selbstvertrauen machen, weil ich weiß, egal, auch wenn das Ding abfackelt, ich habe immer irgendwie einen Weg, wie ich rauskomme. Das ist total beruhigend. Das glaube ich, ja, ja. Du bist ja jetzt auch schon seit 2017 an der Hochschule in Frankfurt als Dozent und du gibst natürlich auch jetzt mit dem, was wir jetzt alles besprochen haben, ja auch Workshops. Das heißt, wenn ich da mal sehen möchte, das ist so eines deiner Dinge, die du auch vermittelst. Man sieht dich eigentlich immer mit den Effektgerätern rumspielen und du vermittelst das und auch sehr, sehr sympathisch und immer sehr humorvoll auch, muss ich auch an der Stelle sagen. Ja. Also wer mal den Olli auf einem Workshop, auf einer Klinik, auf einem Trump-Festival sehen kann, unbedingt hingehen und es genießen. Einfach. Jetzt ist die Frage aber, ist das diese Konzepte, die wir jetzt besprochen haben, sind die auch quasi in deinen Lehrplan an der Hochschule mit eingeflossen? Ist das etwas, was du bewusst weiter vermittelst? Oder gibst du einfach, sag mal so, auch so Workshop-mäßig einfach die Option mal an deine Studentin und Studentin weiter? Also die Option gibt es immer, einfach um auch Neugierde zu kreieren. Also ich biete es immer an. Ansonsten ist eigentlich mein Weg als Lehrer schon der, dass ich einfach den Schüler, die Schülerin, die Studentin irgendwie im Auge habe und nach deren Bedürfnis unterrichte. Ich habe jetzt gar nicht so ein Konzept, das ich rausziehe, sondern ich gucke einfach immer, wo steht der Mensch, wo will er hin und versuche den Weg so gut wie es geht zu begleiten. Nicht alle Facetten kann ich davon ausfüllen. Da gibt es zum Glück dann auch, jetzt an der Hochschule gibt es ja immer noch einen anderen Lehrer, bis vor kurzem war der Klaus Hesler da. Das heißt, der konnte die ganze Rudiment-Abteilung super übernehmen, wo ich da jetzt nicht so meine Stärken habe. Und, Und insofern, ich weiß genau, wo meine Stärken auch sind und die vermittle ich am liebsten. Das ist auch das Tolle an so Workshops, dass man da über die Sachen sprechen kann, für die man brennt. Und dann geht mir das auch ganz leicht von der Hand. Beim Unterrichten habe ich für mich festgestellt, ich will da auch gar nicht faken. Ich gebe gern das, was ich weiß und sage aber auch ganz klar, wo meine Grenzen sind und verweise dann lieber auf andere. Oder ich habe natürlich auch zu vielen Sachen Ansätze, aber die sind dann mehr oder weniger schulgerecht. Die biete ich natürlich schon an. Aber eigentlich spreche ich am liebsten und gebe am liebsten das weiter, was ich auch wirklich selbst für sinnvoll und auch erprobt halt irgendwie. Lass uns doch mal darüber, du bist ja ein Mensch, der gerne weitergibt. Und lass uns mal, ist nicht richtig off-topic, lass uns doch mal über deinen Blog kommen. Weil du hast 20 Jahre hast du jetzt deinen Blog gemacht. Habe ich das richtig verstanden? Über 20? Ich glaube, das war der 5000. Eintrag. Ihr lieben Leute da draußen, ich mache das mal jetzt einfach so mit ihr lieben Leute. Wenn ihr viel, gerade über das, was der Olli auch gerade gesagt hat, du behandelst viele Themen in deinem Blog, dann hast du so kleine E-Beats. Immer wieder, das heißt, du bist unheimlich rege. Du hast kleine Bücher geschrieben. Du machst, finde ich, ganz tolle Menschenaktionen halt, indem du Sachen verkaufst und für die Ukraine spendest. Und in deinem Blog hast du vieles immer zusammengefasst. Wie bist du denn, weil 20 Jahre das zu machen, wie bist du darauf gekommen? Vielleicht erzählst du mal darüber ein bisschen. Total gern. Der Blog ist einfach heute mein Tagebuch. Eindeutig, da ist fast alles drin, vielleicht es sind nicht irgendwelche privaten Geschichten aus der Familie, aber. Ansonsten eigentlich alles, vor allem alles Musikalische, mit dem ich mich beschäftige. Angefangen hat es ganz anders. Also angefangen hat es 2006. Da hatte ich gerade mein erstes Buch fertig geschrieben und es war abgegeben. Und es kam und kam nicht raus. Und ich dachte, oh Mann, so ein Mist. Also das Buch hieß E-Beats am Drumset und es ging genau um die Sachen Musikkultur aus dem DJ-Bereich. und Geräte, wie kann ich die umsetzen? Und ich dachte, die Welt dreht sich weiter, es kommen immer wieder neue spannende Geräte raus und das ist in dem Buch nicht drin. Ich will das Buch begleiten mit einer Webseite, weil ich einfach gern diese Aktualität drin hätte. Und so hat der Blog seinen Anfang im Jahr 2006, wo ich dann immer am Anfang wirklich nur auf dieses Buch bezogene Sachen dann erwähnt habe und habe schnell gemerkt, das macht mir total Spaß, die Sachen da auch weiterzuführen. Auch dieses regelmäßige Ausschreiben hilft mir, damit ich die Sachen selber einfach besser verinnerlichen und lernen kann. Ich hatte in der Schule schon auf die Art gelernt oder konnte nur so lernen. Ich muss es für mich zusammenfassen, dann war es in meiner Birne drin. Dann habe ich einfach angefangen, da reinzutippen und es wurde immer vielschichtiger. Vor allem gab es Resonanz von außen, die dann gesagt hat, das ist ja toll. Und plötzlich kommt so ein Ball ins Spiel. Kennst du auch das? Und ich kann es natürlich nicht. Ich habe mir mit diesem Blog eine eigene Blase geschaffen an ähnlich interessierten Rhythmusmacherinnen, die da auch Bock drauf haben, über Beats, über vielleicht DJ-Kultur. Und irgendwann ist der Jazz reingerutscht und halt alles Musikalische. Und es gab viel Austausch. Und tatsächlich habe ich gemerkt, je mehr ich nach außen gebe, weil ich tatsächlich alle Sachen, also auch diese ganzen Bücher, die ich geschrieben habe, mindestens die Hälfte davon findet im Blog schon statt. Halt nicht so sortiert und vielleicht auch nicht irgendwie so strukturiert. Aber mein ganzes Wissen gibt es auch dort. Also wer Bock auf irgendwas hat, auch jetzt auf dieses Echo Drums und Effect Drumming, kann da einfach über eine ziemlich simple Suchfunktion eigentlich alles finden. Mega. Ja, aber es ist Win-Win, das Tolle. Also das habe ich gecheckt. Also je mehr ich gebe, desto mehr bekomme ich auch. Und in dem Fall oft auch von Gleichgesinnten. Und es ist überhaupt nicht so wie die DJ-Ikonen, die ich geliebt habe, die aber am Anfang erst mal irgendwie das Inlay weggekratzt hat, damit ja niemand sieht, welche krassen Breaks und Loops sie auflegen. Also dieses Geheimhalten. Ja, dachte ich, du warst doch eh der Erste. Ist doch eh klar. Hey, DJ so und so hat den Break groß gemacht. Den Glanz hast du doch, dann kannst du es doch auch locker weitergeben. Und ich habe das selber in der Drummer-Community echt oft so erfahren, dass da viel ausgetauscht wurde. In anderen Bereichen habe ich dann schon gesehen, es gibt manchmal schon dieses Abschotten und hey, das habe ich jetzt entdeckt und das ist jetzt mein Geheimnis. Da dachte ich immer, nee, das gefällt mir nicht. Und insofern lief der Block halt weiter bis heute und hat sich was angesammelt. Jo, ein bisschen was. Aber du hast ja nicht nur den Blog, sondern es gibt noch eine andere Seite, die du betreust und diese Seite nennt sich thetrumsounds.de. Was ist das denn genau? Das war eigentlich auch ein Seitenprojekt, das letztlich im Blog immer wieder auch zitiert wurde und meiner, Die Vorgehensweise, die ich am Anfang beschrieben habe, ich höre irgendwie Lieblingsmusik, ob das jetzt das Drum und Bass der 90er war und habe irgendwie einen Tonträger, den ich toll finde. Und jetzt geht es darum, wie kann ich nicht nur den Groove, das Pattern, sondern halt auch das Komplettgebilde auf die Bühne bringen. Dazu gehört natürlich die Attitude, wie jemand gespielt hat und es gehört der Sound dazu. Und die unterschiedlichen Soundmöglichkeiten, wir können mal uns das näher widmen, das wissen wir alle. Hey, hau drauf, die hat vielleicht Obertöne, lege ich wieder Charlie Watson Geldbeutel drauf, sind die Obertöne weg, lege ich vielleicht einen Schellenkranz drauf, kommen noch zusätzliche Obertöne dazu, spiele ich in Rimshots, klingt es anders, als wenn ich jetzt ein Side-Stick spiele. Ich habe auf jeden Fall versucht, all meine Sound-Alternativen zu katalogisieren. analogisieren. Das heißt, für die Snare habe ich sehr, sehr viele Möglichkeiten, wie ich sie präparieren kann, wie ich sie durch Schlagtechniken unterschiedlich in Szene setzen kann. Spiele ich einen Flam, spiele ich einen Bassroll? Das sind ja alles im Prinzip Effekte, die auch den Einzelklang total beeinflussen. Ich denke an sozusagen. Darüber nach, als wäre es ein Sample, mein Snare-Sound, und katalogisiert ihn. Und in dieser Suchmaschine ist die Idee, dass ich mir ein Instrument raussuche, meinetwegen die Snare, und dann habe ich verschiedene Tags, die den Sound klanglich beschreiben. Meinetwegen Vintage oder Trocken, Resonant, Effektiert, Kurz, Lang, Hochfrequenz, Tieffrequenz, das kann ich sozusagen so Checkboxen mäßig ankreuzen. Und dann spuckt mir die Maschine sozusagen verschiedene Ideen aus, die ich mir vielleicht selber irgendwie zusammengereimt habe oder von tollen Kollegen abgeguckt habe. Spuckt die Maschine aus und ich kann es einfach ausprobieren. Und genauso funktioniere ich beim Spielen tatsächlich, dass ich schon auch in puncto Sounds eher wie Samples denke, Auch wie jemand, das Ideal ist eigentlich die Sample Library der früheren Produzenten, die dann einfach ein Beat programmiert haben und dann die einzelnen Spuren einfach mal klangtechnisch neu haben klingen lassen, indem sie ihre Sample Library unterschiedliche Sounds ausprobiert haben. Und genau so baue ich heute halt auch Beats auf, dass ich vielleicht im Vers spiele ich den Star-Sound. Ich will, dass er im Refrain ein bisschen aufgeht. Dann habe ich in meinem quasi Tagesrucksack virtueller Art sind halt diese ganzen Ideen. Und dann wird dann halt eine andere kleine Alternative ausgepackt. Und so agiere ich tatsächlich spielenderweise ziemlich ähnlich wie jemand, der so Beats produziert. Also ich spiele ganz oft mit diesem Ansatz. Wie geht was auf? Wo will was hin? Ich denke in Spannungskurven. Und ich habe nicht viel Instrumentarium, also es rollt stark. Also geht bei mir diese ganze Entwicklung der Spannungskurve sehr stark über Sound. Und daraus ist dann diese Suchmaschine entstanden, die ich auch programmieren ließ, weil ich das selber nicht kann. Leider lege ich sie auch nicht richtig. Also da sind auch sehr viele Einträge, aber es gäbe noch viel, viel mehr. Aber ich komme überhaupt nicht dazu. Ich brauche irgendwann einen Erben, der das einfach weiterführt. Weil es ja mal jemand wisst, der Bock hat. Aber es ist jetzt schon eine Empfehlung, also selbst wenn du nicht alles eingepflegt hast, also einfach auch damit mal rumzuspielen und zu experimentieren, ist ja auch ein Lernprozess. Das heißt, wenn man mal keinen Bock hat, Rudiments zu üben, nehmt euch mal the drumsounds.de, so heißt die Suchmaschine, nehmt euch die mal vor und spielt einfach mal 20 Minuten lang mit irgendwelchen komischen Sounds rum, für euch komische Sounds und checkt mal, weil es ist auch einfach. Es macht einfach auch Bock, mal andere Sounds zu spielen. Und es ist ja auch ein kreativer Prozess dahinter. Es ist ein absolut kreativer Prozess. Und wie du sagst, du kannst es ja auch in deinen Überalltag einfließen lassen. Ob ich jetzt meinetwegen einen notierten Akzent bei einer einfachen Stairdrum-Etüde einfach nur mit einem Rimshot-Spiel, wie ich es vielleicht klassischerweise getan hätte, kann ich natürlich sagen, der Akzent ist einfach jetzt ein anderer Klang, den ich wie auch immer herstelle oder wo auch immer. Also ob ich den am Set anders orchestriere oder einfach durch Schlagmaterial oder Schlagzone, dann einfach verändere. Und das Tolle ist, finde ich, das komplette Repertoire, das wir haben, das eigentlich, wenn wir ehrlich sind, erstmal aus Patterns besteht. Das kann ich natürlich exponentiell vergrößern, indem ich ein und dasselbe Pattern einfach mit den unterschiedlichsten Soundgestalten dann einfach mal ausprobiere und dann da auch wieder die guten vielleicht kultiviere und dann mir merke. Und das Sound nicht jetzt wirklich nur die Klangverschiebung ist, sondern tatsächlich auch Einfluss auf den Groove-Charakter haben kann, kann man sich eindrücklich vorstellen, wenn man nachdenkt, hey, ich spiele meine Hi-Hat anstatt in bloßen Schlägen einfach mal mit Buzzroll. Dann kommt halt aus... Kommt plötzlich so ein breiter, fast schon Hip-Hop-esker Jay-Dillard-Groove raus, weil einfach der Sound viel breiter ist. Oder wenn ich meine Snare kurz und hochverkehrt spielt, und ich tue vielleicht den Oberton mit der Hand dämpfen, kommt plötzlich Rhythmus rein. Also es ist plötzlich noch eine Zeitebene mit drin, die total was mit dem Beat macht und auch mit dem Gesicht des Beats und der Ausdruckskraft. Das heißt, es passiert auch relativ schnell mit diesen verschiedenen Sounds auch neue Musik und das finde ich super spannend. Ihr merkt schon da draußen, es ist doch alles, ich finde schon sehr komplex, aber das finde ich ja gerade spannend, es eröffnet so viel neue Groove- und Klangästhetiken, oder? Das ist, glaube ich, das Interessante. Und man hat die sofortige Rückmeldung. Das finde ich so toll. Also wir haben alle einen unterschiedlichen Geschmack und das ist auch gut so. Und wir spielen in den unterschiedlichen Stilistiken. Es funktioniert aber tatsächlich in jeder, weil immer der oder die Trommlerin, die hinterm Setz sitzt, ganz schnell sagen kann, ah, das gefällt mir, das eher nicht. Und ja, das eine wird weiterverfolgt, das andere wird eher mal zur Seite geschoben. Aber tatsächlich wachsen wir dabei und das finde ich das Tolle, Dass wir einfach einen Schritt nach vorne gehen und dann für die musikalische Situation mit anderen, also im Bandkontext, einfach wieder neue Farben einfach im Gepäck haben. Was sind denn im Moment deine aktuellen musikalischen Projekte? Du bist ja vielfältig unterwegs. Was ist im Moment total angesagt? Kann man dich demnächst auch mal live vielleicht nochmal sehen, auf Festivals oder auf Natur? Was liegt so an? Also ich habe seit Dekaden zwei Festisäulen. Also seit weit über 20 Jahren spiele ich einmal mit einem Bassisten, der heißt Helmut Hadler und die Band heißt auch Hadler. Da feiern wir dieses Jahr tatsächlich 25-jähriges Jubiläum und da gibt es natürlich ein Album, das kommt jetzt bald raus und es gibt eine große Tour, die ist aber erst im Herbst. Ja, das macht total Spaß und ich liebe diese Langzeitbeziehungen, weil das ist nochmal eine ganz andere Qualität. Das ist wie ein gemachtes Bett. Da brauchen wir gar keinen Notausgang, weil die Band ist sozusagen der Notausgang. Da kann nichts anbrennen. Man wird sich immer gegenseitig tragen. Man kennt sich so gut. Also blindes Verständnis, das macht großen Spaß. Und trotzdem gibt es Freiheit, immer Sachen auszuprobieren. Also diese eine Säule, Paddler. Die andere ist die schon angesprochene Band D-Fest. Da spiele ich auch seit 2003. Kam ich damals auch über den Flowdowner hin. Der hat auch so viel gemacht und konnte nicht dann alles. Gleichzeitig bin ich mir auch sehr dankbar, dass ich da reingelupft wurde. Da spielen wir gerade überhaupt nicht live, aber wir nehmen viele Platten auf. Das macht total Spaß. Da wird experimentiert, spielenderweise, programmierenderweise. Dann spiele ich immer wieder mit einem Trompeter Nils Wülker, habe eine eigene Band Netzer, auch noch länger. Es ist ein Trio, macht auch großen Bock. Das sind dann aber auch eher so Sachen, da gibt es, also mit Netzer gibt es keine Touren, da gibt es sporadische Einzelgigs. Ebenso mit dem temporären elektronischen Salon hier in Frankfurt, wo ich mit einem Saxophonisten von der Big Band, Ganz toll, regelmäßig spiele, sehr elektronisch. Der spielt auch komplett durch Ableton. Aber die Voraussetzung unserer Gigs ist, wir sprechen nie im Vorfeld ab oder üben gar beim Soundcheck irgendwas, das später gespielt wird. Das ist komplett frei. Gerne auch mit Gästen, tolle Leute, die dann einfach so Momentmusik machen, aber in so einem klubigen, tanzbaren Kontext gerne. Also es kann manchmal schon auch jazzy sein, Aber eigentlich ist es tatsächlich auch in diesem Tanzkontext verortet, gern auch im Tandem mit DJs. Und das ist mein liebstes Hobby, mit DJs zu jammen, weil das ist für mich die absolut stärkste Lernkurve, sozusagen auf der Bühne zu stehen, Musik zu machen, die man nicht kennt, wach zu sein, immer zu hören, zu reagieren. Und dann, obwohl die Platte schon fertig ist, doch noch irgendwas beisteuern zu können, was die Energie erhöht und was dem tanzenden Volk irgendwie auch so Energie übermittelt, weil natürlich dann doch mit Körpereinsatz gearbeitet wird. Das schiebt dann doch nochmal ganz anders. Das schiebt komischerweise anders, obwohl natürlich rein technisch gesehen die Platte perfekt ist und die hat alle Frequenzen und spielt das Anlagensystem perfekt aus. Und dann kommt jemand vielleicht manchmal auch eher schlecht abgenommen dazu, weil es gibt vielleicht nur ein, zwei Mikros und trotzdem hat es einen Effekt, das liebe ich. Ich glaube, das ist das, was du gesagt hast, die Energie, die du auch rüberbringst. Oder wir als Schlagzeuger, machen wir das mal auch vielleicht so. Auf jeden Fall. Und das ist eigentlich ein schönes Schlusswort, dass wir Schlagzeuger Energie rüberbringen. Und ich hoffe, Olli, dass das nicht das letzte Mal war, dass du bei uns warst. Da gibt es so bestimmte Themen, die wir bestimmt noch... Ganz groß unter die Lupe nehmen können. Dank Ollis Blogantrieb haben wir ja 5.000 Möglichkeiten, weiterzureden. Jetzt noch 4.999. Wahnsinn. Ja, jederzeit gerne. Also ihr merkt, vor allem mit Gleichgesinnten, wenn die richtigen Fragen kommen, dann bin ich auch on fire. Es können noch Stunden weitergehen mit euch ohnehin. Es macht großen Spaß. Wahnsinn. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für uns. und wir werden ganz bestimmt noch mal auf dich zurückkommen. Definitiv. Und da können wir vielleicht auch noch mal auch so ein bisschen wieder Hörer und Hörerinnenfragen sammeln. Vielleicht, da gibt es bestimmt noch mal das ein oder andere Fragezeichen, wie du was in deine Elektronikkette verknüpft hast, wie du deine eigene Electronic Chain aufgebaut hast, dass man da, Timo, dass wir das vielleicht bei Facebook noch mal sammeln, dass wir einfach mal gucken, was gibt es für Fragen und dass wir uns dann noch mal vertrauensvoll, wenn du denn Zeit und Lust hast, nochmal an dich wenden dürfen. Na klar, jederzeit gerne und hey, aber auch in die Welt da draußen, Fragen gehen immer, also jeder kann mir jederzeit schreiben und ich beantworte gerne und tapfer und wenn ich mal was vergesse, dann ist es einfach eher nur verrutscht, aber nie böse Absicht und mit euch drüber zu sprechen, ist natürlich eh toll und an der Stelle, hey, will ich auch mal noch ein ganz fettes Lob an euch beide aussprechen, weil ich finde es so großartig, dass ihr mit dem Podcast diese Lücke geschlossen habt. Natürlich jetzt auch im Digitalen, dieses Vermächtnis von auch diesen Schlagzeugzeitungen, wo ihr beide aktiv wart, einfach noch so rübergechieft habt. Das war ja am Anfang noch begleitend zur Schlagzeugzeitung, aber dass ihr dadurch jetzt auch so ein Platzhalter geworden seid. Hey, dickes Lob für euren riesen Einsatz und so viel Herzblut. Das ist wichtig. Und ich freue mich immer. Wir sind alle wichtig. Jede Einzelne von uns. Die Community ist wichtig. Und die ist gut. Auch das kann man zum Schluss hochhalten. Die Drum-Community ist ganz, ganz wichtig. Vielen lieben Dank, Olli, dass du dir die Zeit genommen hast. Vielen Dank, Olli. Und wie gesagt, das war nicht das letzte Mal. Und erstmal toll, toll, toll und alles Gute. Mach's gut, Olli. Vielen lieben Dank. Tschüss. Ciao. Einen guten Tag, eine gute Woche. Kommen wir wie üblich zu unseren Chefkoch-Empfehlungen der Woche. Und wir haben ja mittlerweile so Eigengebürger, dass ich einfach anfange, warum auch immer, hat sich so ergeben. Ich empfehle auch wieder eher einen Lifehack, beziehungsweise einen Tipp, eine Aufforderung, was man sonst noch so dazu sagen könnte. Und zwar geht das raus an alle Autofahrerinnen und Autofahrer da draußen. Denkt daran, euren Reifen zu wechseln, der Sommer naht. Denn ich komme tatsächlich heute aktuell da drauf, weil ich vor meiner Werkstatt angerufen wurde, bei der jetzt meine Sommerreifen noch liegen, wann ich denn mal endlich vorbeikäme, um die zu wechseln und dachte mir, ja, wir haben fast schon Mitte Mai, könnte langsamer Zeit werden. Weißt du, wann ich meine wechsel? Nächste Woche Freitag, wenn der Ticker rauskommt. Also passend, wenn ihr diesen Ticker hört, habe ich... Das ist ja kein Ticker. Hallo, wir sind auch im Podcast. Entschuldigung, Entschuldigung. Großer Fauxpas. Großer Fauxpas. wenn der Interview-Podcast, also ich nenne es immer der große und der kleine Podcast, wenn der große Podcast herauskommt, dann werde ich hoffentlich schon die Reifen gewechselt haben. Oder wenn er Donnerstagabend schon rauskommt, was ja doch manchmal so ist, wenn er schon hochgeladen wird bei einigen Institutionen. Definitiv. YouTube immer Donnerstagsabends 18.45 Uhr. Genau. Und sonst, wir haben uns halt gesagt, deshalb sagen wir mal Freitag, dass er da spät ist. Nicht, dass ihr euch wundert, weil einige Fragen mal gefragt, ja, ihr sagt immer freitags, warum? Ganz einfach, wir haben uns gesagt, die Deadline ist freitags mittags. Aber man kann es auch nicht immer so timen, weil die Firmen oder Institutionen, bei denen wir sind, die erlauben sich dann auch selber, dass es mal klappt es wie am Schnürchen, dann ist er sofort da und mal hat man Stundenverzug. Und damit wir immer on time sind, haben wir gesagt, offizieller Start des Podcasts oder des Stickers ist immer der Freitag um den Mittag herum. Das ist wirklich aus den alten Zeiten der Trumpson Percussion geschuldet. Als wir noch nicht auf YouTube waren auch, dann hat unser lieber Kollege nämlich den Podcast hochgeladen. Genau. Und da war nicht immer ganz klar, wann der dann verteilt wird. Auf Spotify, auf Apple Music oder wie sie alle heißen. Und deswegen hat sich dann der Freitag eingebaut, wo der auch damals schon immer um Donnerstagabends hochgeladen wurde. Aber was definitiv Fakt ist, also der Vodcast, den pflege ich ja selbst ein auf unserem YouTube-Kanal, der ist immer donnerstags um 18.45 Uhr am Start. Das kann man bei YouTube-Jahren wirklich genau teilen. Also 18.45 Uhr, Ticker, also der große und der kleine Podcast. Blick in ihr Licht der Welt. Immer donnerstags um 18.45 Uhr. So, das dazu. Also, meine Empfehlung ist schlicht und ergreifend einfach nur, denkt an eure Sommerreifen, denn das Ding ist, man kann natürlich mit Winterreifen fahren, aber ihr nutzt sie halt zu krass ab. Ab, ja. Und Reifen sind teuer. Teuer, ey, absolut. Nee, nee, ähm, gute Empfehlung, absolut, ähm, wie gesagt, ich hab auch wirklich gestern angerufen halt. Ähm, was ich, äh, was ich empfehle ist so ein bisschen, wenn ich meine, ähm. Produkt-Videos mache oder so erzähle, dann habe ich früher immer eine Logic-Spur aufgehabt. Ich habe dann manchmal auch, oder wenn es dann mit Schlagzeug war, um Pro Tools und habe mir jetzt, und das funktioniert einwandfrei, schon länger und habe das jetzt für mich entdeckt. Das ist von Holyland. Das ist so ein kleines Paket. Dann habe ich hier drin noch eine Box. Und zwar, hier sind sogar zwei. Hier ist der Transmitter. Den kann ich sogar mit meiner Kamera verbinden. Hier sind so zwei Mikros, die kann ich hier zum Beispiel einfach anstecken. Und die funktionieren einwandfrei. Und zwar kann ich die mit der Kamera benutzen, aber auch die haben intern einen Speicher. Das heißt, ich könnte jetzt auch, wenn ich nicht immer will, dass ich hier Pro Tools oder Logic aufhabe oder denke, boah, das lohnt sich jetzt gar nicht, dann kann ich das einfach hier und der nimmt es selber auf. Ich brauche keine DRW damit verbinden. Kann es mit einer Kamera verbinden, muss ich aber nicht. Also mit der Kamera, dann müsste ich quasi den Transmitter dazwischen setzen, den ihr hier seht. Und sonst kann ich den auch einfach anklippen. Wenn der aufgeladen ist, hat der, glaube ich, bis zu vier Stunden Recordingzeit. Reicht locker. Die Qualität ist super. Und was ich auch cool finde, ihr seht hier so eine... Entschuldigung. Ihr seht hier so eine Box. Das heißt, die Box kann ich auch, quasi, ist eine Art Batteriebox. Das heißt, die laden sich innerhalb dieser Box auf. Das heißt, ich könnte es, wenn wir zum Beispiel jetzt demnächst unterwegs sind und man hat gar nicht so viele Mikrofone, möchte aber dann trotzdem tolle, wenn du nur ein Mikro in der Mitte hast, kann es ja manchmal, wenn dann noch Umgebungsgeräusche sind, gar nicht so schön, dann kann ich dir eins geben und mir eins. Und die Sprache ist trotzdem astrein damit aufgezeichnet. Saugeil. Sau geil. Eine Frage dazu. Wenn das Ding sich mit der Kamera verbindet, nimmt ja die Kamera den Tonspur mit auf von dem Mikrofon. Ja. Dann nimmt die Kamera quasi direkt in die Kamera rein. Kannst du gleichzeitig denn auch noch intern auch noch die Spur aufnehmen? Dass du dann noch eine extra Audospur hast und die Kameraspur? Ich meine, eigentlich macht das gar keinen Sinn, was ich hier gerade sage. Doch, wenn du vielleicht bei der Kamera irgendwas falsch gemacht hast. Ja. Also du kannst, also ich kann als... Mir geht es dann darum zu sagen. Mir geht es nämlich darum zu sagen, okay, wenn jetzt die Audiospur auf der Kamera nicht so gut ist, dass man das dann eben besser in so einem Schneideprogramm, was wir ja alle benutzen, Dirk, dass man das dann da eben besser synchronisieren kann. Genau. Nein, also du hast eine Safety-Spur auch noch. Geil. Und es ist jetzt schon, glaube ich, ein 200-Euro-Artikel. Aber der dich natürlich mit der Box, die du aufladen kannst, du kannst natürlich die kleinen Mikros auch selber aufladen. Du kannst hier sogar auch noch, wenn du willst, so ein Lavalier-Mikro auch noch. Also wenn du sagst, nee, das ist mir jetzt zu groß, das sieht so dumm, hier sieht man es jetzt in der Kamera. Ihr müsst euch vorstellen, das ist so ein kleines Kästchen, was sich hier in der Hand hat. So ungefähr ein bisschen größer als ein Feuerzeug, würde ich sagen. Genau, aber nicht, dass man jetzt denkt, was hast du da für einen Klotz hängen, aber wenn mich das stören würde, könnte ich hier selbst auch noch ein Lavalier-Mikro dran machen und könnte das dann hier dezent mal ein wenig am Revers anbringen. Für mich eine absolut sinnvolle. Errungenschaft, auch mit dem Case dabei, die Firma heißt Holyland. Cool. Und das sind zwei Mikrofone, hast du gesagt, ne? Das sind zwei Mikrofone auch direkt, genau. Also perfekt für alle Vlogger, YouTuber. Genau. Alle, die mit Kamera irgendwie Social Media auch machen. Klasse, geil. Nicht schlecht. Nicht schlecht. Noch eine Frage, wie kommst du auf die ganzen Sachen immer? Zum Teil durch die Shares oder weil es mich nervt. Also mich hat es zum Beispiel genervt, bei den, weil mein Keller ist ja so ein bisschen zweigeteilt, auch mit zwei verschiedenen Wänden, dass ich dann zum Beispiel da hinten extra erst noch wieder ein Audio-Interface aufbauen musste. Das hat mich total genervt, weil dann hast du ein Mikro wieder davor. Dann war aber die Qualität, weil das Mikro ja nicht so wie hier sehr nah dran war, sondern war irgendwie weiter weg. Dann fand ich, boah, jetzt habe ich mehr Raumklang als alles andere. Und deshalb habe ich mir gesagt, Mensch, guck doch mal nach einer Einfachung. Und dann bin ich, ich könnte es dir nicht sagen, wodurch, wahrscheinlich auch durch ein YouTube-Video könnte ich mir vorstellen. Manchmal guckt man so Kameratipps und alles Mögliche. Und bin dann darauf gekommen, weil das war, das gibt es natürlich von anderen Firmen auch, aber das fand ich eine, einfach von Preis-Leistung fand ich das eine sehr vernünftige, weil du kannst natürlich auch bei solchen Systemen nach oben gehen bis zum Gehtnichtmehr. Trotzdem ist es auch nochmal, ich meine, mega geil, ich kann mir echt vorstellen, dass es die Arbeit total erleichtert auch dann, wenn, könnte man jetzt theoretisch, auch diese Mikrofone mit unseren PCs verbinden? Über den Transmitter? Das weiß ich nicht, das habe ich noch nicht ausprobiert. Wir sitzen jetzt immer, vor unseren Mikrofonen und das wäre natürlich geil, wenn man sich einfach mal freier bewegen könnte mit dem Mikrofon, Moment, das kannst du ja so oder so. Das heißt, das Mikrofon hast du ja im Revers. Ja, ja, aber dann müsste trotzdem das Mikrofon ja vom PC erkannt werden, dass wir jetzt zum Beispiel, jetzt machen wir das über Zoom, dass wir uns noch unterhalten können. Ach so meinst du das. Also sagen wir so. Die Frage ist ja, wie der Transmitter angeschlossen wird. Wie steckst du da die Kamera dran? Also hier an dem Transmitter ist ein Kamerasymbol. Symbol. Und wenn man das mit dem Computer koppeln würde und der das erkennt, check ich mal aus. Also hab ich mal nie gemacht. Das wäre natürlich noch praktischer, weil das Mikrofon vor uns steht, das wird ja, du könntest mal ans Set gehen, sogar was spielen. Genau. Oder sowas. Das wäre alles gar kein Problem mehr. Stimmt. Also müsste ich mal ausprobieren. Weil das wird ja, das ist ja theoretisch auch, das ist ein USB-Mikrofon hier von SE Electronics. Und das wird ja auch einfach nur reingesteckt. Wenn das natürlich jetzt wirklich der Transmitter am PC und das, eigentlich muss das funktionieren, würde ich sagen. Da bin ich aber gespannt. Kleine Hausaufgabe für den Dirk. Okay, ich check das auch. Das interessiert mich jetzt selber, weil da hab ich so noch gar nicht drüber nachgedacht. Oh yeah. Also, wo der Herr Hüstenrot und alle dran denkt. Da haben wir jetzt was sehr Spezielles vom Dirk für die Leute, die eben sowas machen und was sehr Allgemeines mehr von mir, es sei denn Wurscht. Bam. Bam. Bis zum nächsten Mal. Music. Liebe Zuhörende und Zuschauende, das war es jetzt fast mit dem 114. Podcast, aber ich muss zugeben, ich habe am Anfang vergessen, was Kunst zu tun, denn wir haben ja zwei Termine, die wir euch nicht vorenthalten möchten. Und ganz wichtig, der erste Termin ist nämlich schon im September. Und zwar genau gesagt, ich gucke trotzdem nochmal extra nach, am 13. September, das ist ein Samstag, da werden der Dirk und ich in Nürnberg sein, im Musikhaus Clear. Und dort für euch mit uns und noch Gästen, die noch nicht ganz feststehen, aber es wird grandios werden, quasi einen Live-Podcast machen oder ich nenne das jetzt mal charmant ein Tanztee mit Dirk und Timo, oder ein Nachmittag mit Dirk und Timo. Es wird mega, es wird kein normaler Workshop-Charakter sein. Überhaupt nicht. Ich stelle mir vor, wie wir beide auf so einem Balkon sitzen, wie bei Muppets Show. die zwei Alten und so einfach unsere Kommentare ablassen. Das wäre eigentlich auch ganz witzig. Aber es wird was ganz anderes als das, was ihr kennt. Ja. Es ist kein normaler Workshop. Wir werden zwar auch mal was spielen. Wir werden auch mal was erklären. Wir werden auch talken, wie man so schön sagt. Es wird vielleicht auch das ein oder andere Gewinnspiel geben. Es wird was zum Mitmachen dabei sein. Also es wird eine rundum andere Veranstaltung als das, Und wir haben auch Gäste. Wie gesagt, habe ich doch anwählt. Hast du gesagt, oh, das habe ich jetzt gar nicht. Oh, Tulio, habe ich nie richtig zugehört. Also, merkt euch schon mal, wenn ihr im Großraum Nürnberg unterwegs seid, merkt euch schon mal, Samstag, den 13. September. Das wird eine klasse Sache. So, einen Monat später haben wir dann aber auch wieder unser viertes reguläres Schlagabtausch Trump Camp. Und zwar vom 11. bis 12. Oktober, Samstagsonntags wieder. In Hörkernshausen, wie üblich. Meldet euch an, es sind schon Plätze vergeben. Wie immer sind die auf 14 limitiert. Das heißt, wenn ihr mal Bock habt, mit vielen Gleichgesinnten zu trommeln, zu lernen, zu nerden und einfach Spaß zu haben. Und der Dirk hat das sehr schön in seiner letzten Video-Zusammenfassung, so nenne ich das jetzt mal, oder im Teaser oder im Image-Film, wie man immer das nennen möchte, sehr schön beschrieben, wer mag, auch neue Freunde zu finden. Denn das ist es nämlich auch, der soll sich gerne mal melden bei uns, entweder über unsere E-Mail-Adresse, schlagabtauschpodcast.gmail.com, einfach formlos schreiben, ich habe Bock am Drumcamp teilzunehmen oder direkt anmelden über unsere schlagabtausch.net-Homepage, da gibt es ja die Rubrik Drumcamp und dort kann man direkt sich für den Termin entsprechend anmelden. Also, wer Bock hat mitzumachen, 11. oder 12. Oktober, wir freuen uns über dich und wenn Fragen sind, einfach uns schreiben, wir beantworten gerne alles, was so kommt. So, habe ich was Wichtiges vergessen? Nope. Ja, dann mache ich mal das Schlusswort. Ihr Lieben da draußen, vielen Dank fürs Zusehen, fürs Zuhören. Denkt daran, dienstags 19 bis 20 Uhr das betreute Trommeln mit mir und am Mittwoch um 19.30 Uhr immer der Drumhang mit dem Timo und der Harry Schubauer ist auch öfters mit dabei. Schaut da einfach mal rein. Infos unter www.schlagabtausch.net und jetzt bleibt mir nur noch zu sagen, passt auf euch auf, es werden hoffentlich schöne Zeiten, der Sommer steht ein bisschen in den Startlöchern. Music.