Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Die Methode, die sein Leben Die Methode veränderte alles: Logosynthese | Raul & Patrizia über Schmerz, Identität & Neuanfang hat: Logosynthese | Raoul & Patrizia über Schmerz, Identität & Neuanfang
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Gäste inspirierende Geschichten erzählt. Meine heutigen zwei Gäste haben ein grosses Ziel, eine Vision. Logos-Synthese in der Schweiz gross zu machen.
- 0:15bekannt zu machen und darüber zu erzählen, was es helfen kann. Beide haben eine sehr schwierige und prägende Vergangenheit. Ich möchte gar nicht zu tief in das Ganze reingehen, sondern euch erzählen. In diesem Podcast reden wir über Logosynthese. Wir reden über Tiefpunkte. Wir reden über, wie die zwei Menschen sich gefunden haben, in welchem
- 0:35Abschnitt von ihrem Leben und wieso es gerade dort der richtige Zeitpunkt war. Darum, ich möchte gar nicht zu viel vorgreifen, sondern euch sagen, dass ihr bis zum Schluss hören wollt. Das ist sehr, sehr spannend und ich werde die Sachen hören und erleben, die ihr wahrscheinlich noch nie gehört habt. Und vielleicht ist dieser Podcast genau für dich. Und wenn das so ist, dann schau in die Caption, weil dort wirst du alle weiteren Informationen finden. Alles Gute auf deinem Weg und jetzt heisst es erst Intro ab.
- 1:05In meinen jungen Jahren habe ich mich auch selber gesucht. Ich habe auch ein bisschen meine Geschichte gesehen bei ihm, wie er unterwegs ist. Ich habe mich dann immer so gefühlt, ich bin nicht gut genug, sonst wird sie aufhören. Das ist eigentlich der prägendste Glaubenssatz. Dann denke ich, wäre ich gut genug, wäre ich wichtig genug, dann würde sie aufhören. Du hast vorhin noch etwas angesprochen wegen Logosynthese. Könntest du das vielleicht schnell erläutern? Logosynthese, Logos das Wort und Synthese ist zusammenführend.
- 1:33Du hast etwas sehr Schönes gesagt, das ich dich gerne fragen würde. Und zwar, für was bist du da? Gute Frage. Ich glaube, um zu inspirieren, um zu motivieren, um etwas zu bewegen. Was ich gut kann, ist, ich kann mit der richtigen Worte etwas berühren in den Menschen. Und was ich eigentlich will, ist, dass ich etwas berühre in dir, dass du es selbst realisierst, dass alles machbar ist.
- 1:52Ich richte mich an alle, die uns jetzt zuhören oder uns anschauen. Wenn nur ein bisschen euch berührt hat und euch zum Nachdenken anregt und euch ein Gefühl zum Nachdenken anregt, dann hat das etwas mit euch zu tun. Verliert diesen Moment nicht und geht dem nachher.
- 2:13Herzlich willkommen, schön, dass ihr da seid. Danke vielmals, merci. Wie geht's euch? Sehr gut, ich freue mich extrem. Ja, ein bisschen überrumpelt worden? Ein bisschen. Ein bisschen, wieso dann?
- 2:24Ja, du hast eine Vorstellung, wie etwas sein sollte. Und wenn du kommst, denkst du, okay, ist es so, ist es nicht. Aber das ist nur ein kleiner Moment. Aber es ist sehr spannend, wie war deine Vorstellung? Ich finde das immer sehr wichtig für mich, den Blick von aussen, die Meta-Ebene mal zu erfahren. Was haben die Leute für Erwartungen, wenn sie irgendwo hingehen? Oder in den Podcasts?
- 2:48Die Erwartung bildet sich ja ab mit Erfahrungen, die du schon gemacht hast und mit Vorstellungen, wie etwas sein sollte. Absolut. Und das hat zu tun mit Räumlichkeiten. Und ich bin natürlich ein bisschen vorbelastet, weil ich es bis dahin schon erlebt habe. Relativ einfach und so. Und das ist natürlich hochprofessionell und da bin ich erst umgesehen. Danke. Danke vielmals. Sehr schön ist es natürlich. Danke vielmals. Danke, Patricia. Absolut.
- 3:14Ich habe es dir schon gesagt, Patricia. Raul, dich kennen wir auch. Ein Gesicht, das immer wieder in den Medien war. Das ist eine Vergangenheit, in der du über den Stay Clean Podcast sehr viel darüber erzählt hast. Willst du vielleicht ganz kurz, wer du bist, was du machst und wo der Weg hingeht? Einfach kurz in einer Nutshell. Wer ich bin, bin ich jetzt eigentlich das erste Mal richtig am herausfinden. Ich hatte eine Vorstellung davon, wer ich bin oder wer ich sein soll.
- 3:41Ich habe Content darüber gemacht, über meine Vergangenheit, über meine Suchtthematik, über meine Leidensgeschichte. Und habe aber dann, je länger ich daran gearbeitet habe, je tiefer ich gekommen bin, auch mit der Arbeit durch Patricia, desto simpler ist die Antwort geworden, dass ich eigentlich herausfinden muss, wer ich bin und dass ich mich eigentlich selber sonst gefangen habe.
- 4:01wenn ich den Content, den ich gemacht habe, weiterführe. Also ich bin jemand, der seine Suchtgeschichte gezeigt hat, Content gemacht hat, um anderen zu helfen, um mehr Stabilität zu geben. Und ich hatte eigentlich die Vorstellung, dass ich voll in die Prävention will, den Leuten helfen will. Und habe aber dann auch gemerkt, dass ich zuerst wirklich mal mir selber helfen muss, bevor ich da von Identität zu Identität springe.
- 4:25Das kann ich eigentlich so sagen. Heute ist ein ganz anderer Stand als vor einem halben Jahr. Oder vor drei, vier Wochen. Und da merkt man, wie schnell sich Sachen verändern können, wenn man wirklich will. Wenn man sagt, okay, ich nehme jetzt die neue Identität an. Wer bin ich? Und das bin ich. Dann kannst du sofort die Identität annehmen. Jetzt ist es nur noch ein Verweilen, ein Kennenlernen in dieser neuen Identität. So sehe ich das. Aber vielleicht kannst du da etwas mehr darüber erzählen. Ich glaube, du bist ein Profi, wenn es um das geht.
- 4:54Ja, Identität. Es geht darum, über was identifiziere ich mich? Wer bin ich auf dieser Welt? Und da könnte man natürlich ganz gross aufmachen, aber schlussendlich denke ich, was dich selber ausmacht, ist wie du in Verbindung bist mit dem innersten Teil von dir. Wenn du in Kontakt bist mit dem tiefsten Teil von dir, dann gibt es den sogenannten Flow. Was ist der tiefste Teil von dir?
- 5:19Also, ich komme natürlich jetzt aus einer eigenen Entwicklung, wo ich zuerst selber haben musste, mich selber finden. Also so ein bisschen verloren in der Welt gefunden, in mir selbst. Das ist so ein bisschen das, was ich in mir hineintrage. Und damit ich im Aussen...
- 5:39Stabilität finden, muss ich zuerst verbunden sein mit mir selber. Das ist das, was ich immer wieder sage und anderen auch versuche zu erklären und ihnen ein inspirierendes Vorbild bin, ein Modell, um zuerst bei sich selber zu beginnen, wenn man etwas verändern will. Und dann verändert sich die Welt um dich herum. Das ist bei dir anfangen.
- 6:00Und das ist das, was ich selber auch immer erlebe. Weil ich denke, wenn dir im Aussen etwas passiert, wie viel hat das mit dir zu tun? Schau mal, warum wirst du wütend, wenn irgendetwas im Aussen passiert? Welche Anteile kann das tüpfeln? Und wenn ich zurückkomme, Identität. Identitäten sind eigentlich Abbilder von dem, was du dir wünschst, von dem, was du eventuell hättest sein sollen und von dem, was du vielleicht werden willst.
- 6:28Das ist so eine Mischung. Aber das Wichtigste ist, wenn du bei dir bist, wenn du verbunden bist mit der Essenz, das ist die Antwort. Unsere Leute sagen auch «Seel», je nachdem, was man glaubt. Was glaubst du? Ich glaube, dass es Gott gibt. Das ist für mich ganz wichtig gewesen.
- 6:47Ein Teil von mir verbunden ist mit dem Göttlichen und das ist das Inspirierende und ich arbeite auch mit diesem Gefühl. Ich finde, ein spiritueller Vater hilft dir, Hoffnung zu haben und dich in eine Richtung zu bewegen. Und ich finde das auch inspirierend und das ist in der Entwicklungsarbeit ein wichtiger Vater, der spirituelle Vater, damit auch Hoffnung und Veränderung stattfinden kann. Sehr, sehr schön.
- 7:13Jetzt haben die beiden schon ganz tolle und wichtige Sachen gesagt. Raun, du konntest dich schon vorstellen, du noch nicht. Ich würde aber gerne, ob es mir jetzt auch so spontan in den Sinn kam, dass wir das so machen. Weil ich spüre, ihr habt eine sehr enge Beziehung zueinander. Ihr habt schon sehr viel Arbeit miteinander geleistet.
- 7:31Würdet ihr euch gegenseitig vorstellen? Wer seid ihr? Würdest du Patrizia kurz vorstellen? Für die Zuschauer. Patrizia ist eine mega inspirierende Frau. Man merkt, dass sehr viel Leid im Leben stattgefunden hat, um sich zu finden.
- 7:47doch einmal gefunden, dann passiert etwas Unglaubliches. Patricia ist sehr einfühlsam, sehr verständnisvoll, hat ein ganz tiefes Verständnis von verschiedenen Arten von Leiden, was schlussendlich alles aufs Gleiche zurückführt, auf den schmerzlichsten Anteil, den man nicht spüren will, weil man das Gefühl hat, man ist verloren.
- 8:09Und mit der Art, wie sie mitbringt, schafft sie es einfach, den Raum zu haben, Gefühle zu haben, deine Veränderungen zu haben und dir zu helfen, dass du herausfindest, wer du sein und wer du werden kannst.
- 8:24Das ist das, was mir überhaupt geholfen hat, zuerst einmal zu verstehen, wo ich stehe. Patricia ist eine mega inspirierende Persönlichkeit, für mich eine Vorbildfunktion, teilweise auch etwas Mütterliches, aber auch eine sehr enge Freundin. Aber sie ist eine inspirierende Persönlichkeit, die etwas mitbringt, das ich finde, die Welt sehen muss. Und darum, ja, das ist sehr verständnisvoll, empathievoll.
- 8:55Ja, man merkt auch, sie ist verbunden mit sich und mit der Welt. Sie ist nie wertend. Das habe ich noch nie gesehen in meinem Leben. Was wertend? Sie ist nicht wertend. Was passiert? Zum Leben nicht, zu Situationen nicht und zu Menschen nicht.
- 9:12Es ist so eine Tiefe vorhanden, dass du denkst, wie kann man das verstehen? Und wenn man sie dann sieht oder hört oder den Blickwinkel von ihr mitbekommt, dann merkt man, eigentlich weiss ich gar nichts vom Leben. So sehe ich das für mich. Nicht, dass man sich klein fühlt, das nicht. Man fühlt sich eben genau gleich gross. Aber man merkt, dass eine Tiefe vorhanden ist, die man eigentlich selber sucht.
- 9:41Okay, mega schön. Wie fühlt sich das an, wenn du das so hörst vom Raum? Also, es ist schön, so etwas zu hören. Und ich denke, es ist berührend, wenn ein junger Mensch sich öffnet, wenn ein junger Mensch sich auf die Suche macht, nach sich selber. Ich sage immer,
- 10:00die grösste oder wichtigste Reise in deinem Leben ist die in dir drin. Das ist die bedeutendvolle. Du kannst reisen auf der ganzen Welt und wenn so Junge reisen gehen, weiss ich, dass sie sich selber suchen. Sie kommen zusammen zurück und das ist schön gewesen, aber viel verändert im Inneren hast du dann nicht. Manchmal sind es schöne Gespräche, aber
- 10:22Die Fähigkeit oder der Wunsch, in sich herauszufinden, wer man ist, wie man funktioniert, warum man gewisse Sachen so empfindet, die Wahrnehmung, das ist interessant. Und ich denke, ich sehe immer den sogenannten hohen Teil des Menschen, den guten Teil des Menschen, bevor ich den schlechten Teil anschaue. Das habe ich, weil ich das bei mir auch gelernt habe, dass das wichtig ist.
- 10:48Ich möchte das aufnehmen wegen dem Werten. Die meisten Menschen, ich bin ein Coach, ich arbeite seit vielen Jahren mit Menschen und die Entwicklung ist etwas vom Wichtigsten. Wenn sich Menschen entwickeln können, sich selber näher kommen, dann passiert etwas. Dann kommt man auch der Welt näher. Und ich denke, die meisten Menschen werten sich selber an der Wut auf sich und können mit sich selber nicht umgehen.
- 11:18Wenn du im Aussen gewertet bist, wie viel wertest du dich? Ich sage oft, du wertest dich 50, dann wirst du von der Welt 50 gewertet und du wertest 50. Das ist so dreidimensional. Und wenn du anfängst, eine gewisse Achtung zu bekommen von dir selber, nicht immer von deiner Selbstliebe, dann fängt sich alles zu verändern.
- 11:41Ich weiss nur, wie es für mich im Aussen ist. Aber ich weiss ja nicht, ob du das Gleiche empfindest wie ich. Wenn wir auch die Tassen anschauen und wir schauen sie beide an. Ich weiss nicht, ob du das Gleiche empfindest wie ich. Wenn du sie anschaust, was passiert? Oder auch eine Farbe. Bist du das Gleiche wie ich? Was geht wirklich ab? Nur wenn ich dich frage und mich versuche, in dich hineinzufühlen, kann ich ein wenig näher kommen, wie es für dich ist.
- 12:11Aber was ich sicher weiss, ist, dass wir alle auf der Suche sind nach Liebe, nach dem Guten, nach dem inneren Aufstehen, nach dieser Glückseligkeit, die alle wollen. Niemand ist auf dieser Welt zum Leiden. Aber...
- 12:28Raul hat auch gesagt, wir haben alle einen sogenannten Schmerzkörper und wir machen ja alles, damit wir nicht in Kontakt kommen mit diesem Schmerz. Und da kommen alle Kompensationsarten, die es gibt. Und dann geht man natürlich zu jemandem, weil es einfach nicht mehr ein Aushalt ist. Okay. Xeni, würdest du noch gerne kurz Raul in deinen Augen mit deinen Worten beschreiben? Oder vorstellen?
- 12:54Ich habe Raoul vor zwei Jahren kennengelernt. Er war auf der Suche. Klar, er war systemisch. Wie komme ich aus der Sucht raus? Aber ich bin einem Menschen begegnet, der auf der Suche nach sich selber ist.
- 13:08Ich wusste nicht, ob jemand aufhören will. Was ich wusste, war, dass er sich finden will. Er hat genug von dieser Geschichte. Aber er wusste nicht, wie. Er stand an, war in einer Klinik. Er wusste, wie die alte Platte läuft. Aber er hat noch nie die Seite von einem anderen Augenwinkel angeschaut.
- 13:30Wenn ich die Sucht hergebe, was komme ich denn vorüber? Und das ist eigentlich die Fülle im Herzen, dass er sich selber berühren kann. Ich habe gemerkt, er hat keine Empathie für sich selber. Und das konnte er gar nicht entwickeln. Das ist natürlich seine ganze Geschichte heim.
- 13:46Und der ganze emotionelle Teil, den er nicht erleben konnte, wie ihn das Kind auch anrechthet auf das, wie viele andere, die vielleicht jetzt zulassen, merken, wenn man emotional vernachlässigt wird, dann fehlt einem etwas. Dann kommt man selber nicht mehr in Kontakt mit der Essenz. Man schafft es fast nicht, weil man es gar nicht kennt. Das ist auch etwas, was dir die Eltern vorleben und auch
- 14:12Ich sage dem, kuhregulieren. Wenn das nicht passiert, kann man sich als erwachsener Mensch nicht mehr selber regulieren. Das geht nicht. Kuhregulieren heisst, man kann sich selber regulieren über Parameter, die früher entstanden sind. Wenn du als Kind in gewissen Situationen, wo Angst oder Sorge oder allein gelassen worden bist über längere Zeit und die Eltern nicht da waren,
- 14:36und nicht korreguliert worden bist. Ich kann auch ein Beispiel machen, wenn du möchtest. Sehr gerne, ja. Zum Beispiel ein ganz kleines Kind, wirklich ein Buschi, ein Kind, das tut, das ist ganz etwas Einfaches, die Mutter schnitzt die Nase, das ist laut, das Kind verschrickt. Und in der Regel geht es, man sagt, es ist alles gut, man hat nur die Nase geschnitzt. Das nächste Mal,
- 14:57Das weiss das Kind schon. Das Lernen ist keine Gefahr. Das ist ein kleines Beispiel. Wenn solche Sachen die ganze Zeit passieren und niemand tröstet das Kind oder gibt dem Kind Sicherheit, wenn es einmal gross ist, kann er sich die Sicherheit nicht mehr geben. Die Selbstregulation funktioniert nicht, weil es einfach nicht genug auf einer gewissen Ebene korreguliert worden ist.
- 15:19Das heisst, wir sind dann nicht fähig, mit Stress umzugehen. Es gibt so ein Modell von einem Stresstoleranzfenster. Wenn alles klappt, kann man sich selber... Man hat Stress, man kommt dann auch wieder daraus raus. Aber wenn man das nicht hat, dann ist man in der Überregulation oder in diesem Freismodell.
- 15:35Und ich denke, dass Raul über viele Jahre das über den Konsum reguliert hat, weil er das nicht ausgehalten hat. Wenn du dann aufhörst, dann brauchst du jemanden, der dich in diesem Sinne unterstützt, in dieser Selbstregulation. Mhm. Und das geht so weit, dass man dann auch das Selbstvertrauen findet, dass man okay ist. Weil man ja das nie gedacht hat. Ich bin ja nicht okay. Sonst wäre das alles nicht passiert. Ja. Mhm.
- 16:03Und ich habe einen jungen Mann gefunden, der das möchte, aber nicht weiss wie. Und sich auch extrem verurteilt hat in die Unsicherheit, wo ist ein Junge gekommen? Und trotzdem in einem erwachsenen Körper. Und das ist so unpassend.
- 16:18Ich arbeite von Faugenhöhe. Ich kann nicht als Experte wissen, sondern ich arbeite mit dem, was da ist. Und er hat sich total in das eingegeben. Er ist dem nicht aus dem Weg gegangen. Er hat gesagt, wenn schon, dann schon. Und das hat mich beeindruckt bei ihm. Und jetzt seit zwei Jahren ist er auf einem super Weg. Und alles, was er vorher nicht gemacht hat, macht er jetzt alles miteinander. Manchmal denke ich, es ist ein bisschen viel, aber der Wille ist da. Er kann das erste Mal über seine Entwicklung
- 16:44wirklich reden und die Berührung, er berührt sich selber manchmal. Er ist fähig, die Empathie jetzt zu entwickeln und sich selber zu verstehen und aufzufangen. Und ich denke, das ist der Raoul und ich weiss, dass er irgendwann ist, dass er das erreichen wird und vieles in den Menschen wird bewegen. Das sehe ich jetzt schon. Einfach eins nach dem anderen.
- 17:09Wie geht es dir, wenn du solche Sachen von Patricia hörst, die, wie du gesagt hast, für dich ein Vorbild sind, eine mütterliche Rolle haben, eine sehr enge freundschaftliche Beziehung haben und eine Wegbegleiterin auf diesem ganzen Prozess? Die Inmut. Die Inmut, das ist das Wort.
- 17:30Ich habe mich immer gefragt, gibt es etwas mehr? Es gibt etwas mehr. Wie bringe ich das her? Ich habe immer gewusst, dass das, was ich erlebe, die Heide, das Leiden, das vorhanden ist, die Geschichte, die ich lebe, entspricht nicht dem, was in mir herrscht. Doch ich konnte nicht mal ergreifen, was in mir herrscht, weil der Schmerz das überdeckt hat.
- 17:49Und durch gewisse Ereignisse in meinem Leben, durch die Selbstzerstörung, kommst du immer wieder an einen Punkt her, wo du realisierst, wenn du nur du mit dir selber bist, dann hast du eigentlich die Antwort.
- 18:05Du weisst eigentlich die Antwort, aber es ist schwierig, das zu greifen, weil es unerträglich ist. Du hast keine Strategie, du bist in Unmacht, du bist in Verzweiflung, doch was bleibt, ist Hoffnung. Und ich habe einen Weg gesucht, um diese Hoffnung zu füttern, aber ich war absolut unfähig, zu verstehen,
- 18:23wie ich das angehen muss. Und äh... Ich habe einen sehr stark analytischen Kopf, aber meine Emotionen sind von einem ganz kleinen Junge. So habe ich mich auch immer wieder gefunden. Ich hatte immer wieder Situationen, wo ich merkte, das sind Emotionen von einem kleinen Junge. Okay, mein Kopf bringt mir da nichts. Als ich Patrizia dann kennengelernt habe, dann wusste ich, okay... Sorry. Ich treffe hier jemanden, der versteht, von welchem Gefühl ich rede. In welchem Punkt
- 18:50Haben sich eure Wege gekreuzt? An welchem Punkt warst du in deinem Leben, an dem eure Wege sich gekreuzt haben? Ich war an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich wusste, ich will... Ich weiss nicht wie. Also die Entscheidung, dass du willst, etwas komplett zu verändern, war schon da, war verankert. Ja, aber das war halt auch ein Prozess.
- 19:14Es geht mir eben genau um das. Für mich geht es darum, ich glaube, alles im Leben passiert zum richtigen Augenblick. Und alles passiert aus einem Grund. Und darum ist es für mich so wichtig zu verstehen, wann ist das passiert. Weil für mich ist das wie ein entscheidendes Ereignis in deinem Prozess. Und hättest du es vielleicht ein Jahr oder einen Monat vorher kennengelernt,
- 19:39hätte das vielleicht gar nicht passieren können, weil du noch nicht bereit gewesen wärst. Oder sie war vielleicht zu voll mit der Arbeit, also hätte es gar nicht passieren können. Ich habe das Gefühl, dass alles zum richtigen Zeitpunkt passiert und ich wollte den Zeitpunkt wissen.
- 19:52Zeitpunkt ist, wenn Gott entschieden hat, dass der Zeitpunkt so weit ist. Ich weiss, viele Leute haben vielleicht Mühe damit. Ich hatte am Anfang auch Mühe. Aber ich erkenne, dass alles zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Situation, mit der richtigen Gefühlslage gekommen ist. Das heisst, der Prozess bestimmt. Der Prozess bestimmt, wann es passiert.
- 20:14Der Zeitpunkt war da, wo ich bereit war, wo ich nichts mehr hatte. Nur noch mich selber. Aber nicht fähig war, mich selber zu ertragen und zu verstehen. Und so, um es zu erklären,
- 20:27Der Wille war da, um sich zu verändern, aber es war alles unsortiert. Die Werkzeuge waren nicht da, oder? Die Werkzeuge, die Ressourcen, alles war im Chaos. Das Einzige, was da war, war der Wille. Mein ganzer Prozess, meine ganze Suchtgeschichte, meine Leidensgeschichte, familiär, alles hat mich dazu geführt, dass ich schlussendlich face-to-face mit dem Schmerz keinen anderen Ausweg mehr gesehen habe, anstatt zu sagen, ich probiere es jetzt richtig. Aber wie? Wie dann? Bist du schon klein gewesen bis zu diesem Zeitpunkt?
- 20:57Ich war in der Klinik. Das heisst... Am letzten Klinikwochenende habe ich sie kennengelernt. Wie lange warst du in der Klinik? Ich war drei Monate dort. Drei Monate in einer Klinik? Das heisst, in der zwölften Woche habe ich sie...
- 21:13Also du warst zwölf Wochen «clean»? Genau. Du wurdest selbst eingeliefert oder eingeliefert? Ich bin selbst eingeliefert. Zum zweiten Mal. Zum zweiten Mal. Das war der zweite Anlauf, zwölf Wochen «clean» und dann haben sie sich auch in die Welt geklützt. Wie ist das passiert? Wo haben die anderen euch kennengelernt? Ja, meine Mutter hat einen Cousinen.
- 21:39die dazu mal einen schweren Schicksalsschlag hatte. Und ich habe dann gemerkt, niemand kümmert sich darum. Sie war ja im Koma, sie hatte Hirnschäden, Nervenschäden.
- 21:54Niemand kümmerte sich darum. Als ich in der Klinik war, hatte ich ein Verlangen nach Familie. Ich hatte einen ganz komischen Moment. Heute weiss ich, dass es ein Gott war. Ich hatte einen Moment, wo ich gemerkt habe, ich sehe mich nach Familie, aber meine Familie ist komplett zerrissen. Dann kamen mir meine Cousinen, also die Cousinen meiner Mutter, und sagten, sie habe so einen krassen Schicksalsschlag erlebt und niemand kümmerte sich darum, niemand meldete sich. Ich melde mich mal. Dann schrieb ich ihr. Dann sagte sie mir gleich,
- 22:22Ich habe ja den Content-Tuit schon angefangen. Mit Stake-Line? Nein, mit Stake-Line, um meinen Prozess aufzunehmen. Ah, ja, okay. Dann hat sie mir gesagt, ich muss dir jemanden vorstellen. Komm am nächsten Wochenende zu uns nach Hause. Dann stand sie zu dir. Und du hast bis dahin von Raul noch nie etwas gehört?
- 22:41Ich wusste, dass es ihn gibt. Durch seinen Content? Wie? Durch was? Nein, nicht durch den Content. Ich kenne einen Teil dieser Familie und ich wusste, dass es ihm nicht gut geht. Aber ich als kleiner Junge schon. Aber ich wusste nicht, wo er in seinem Prozess steht und wie es ihm geht. Aber dass es ihm nicht gut geht, das schon.
- 23:05Aber wenn ich zurückkomme, wenn man rauskommt aus der Klinik, das ist so ein Moment, wie geht es denn weiter? Wo geht man hin? Man hat vielleicht alte Kollegen, man hat gar keine neuen, die man konsumiert. Vielleicht hat man ja keinen... Es geht um Sicherheit. Man hat keinen sicheren Ort. Und ich denke, es ist so wichtig, dass man das plant, was passiert nachher. Heute ist ein bisschen ein Leck. Was macht man nach der Klinik?
- 23:31Nicht nur bei Suchterkrankten, sondern auch bei Burnout-Lebenden. Es gibt kein Programm dafür.
- 23:37müsste ja eigentlich organisiert werden, weil das ist alles so abgestimmt, aber es sind einzelne Individuen, die einen haben vielleicht schon ein Zuhause, sicher, das geht bei Raoul, wo hätte er sein sollen, aber das Ganze ist dann organisiert worden mit dem zweiten Arbeitsmarkt und so, das ist dann, ist alles abgedeckt worden im Sinn, was machst du beruflich für deine Karriere dann, aber das Innere ist auch wichtig, dass das abgedeckt ist.
- 24:05mit Psychologen, Psychotherapeuten. Und ich denke, dort zum Teil ist sicher ein Mangel am Auffangen. Und es geht darum, dass man irgendwo, es gibt auch Tageskliniken, aber irgendwo ein Netz organisiert, wie es weitergeht, und zwar individuell. Wir brauchen nicht alle das Gleiche. Ich denke, Raoul war auf der Suche nach sich selbst, aber auch nach etwas Größerem. Wann hast du dich gefunden?
- 24:35Also ich habe mich gefunden mit etwa 26. Also ich habe mich... Vor etwa zwei Jahren.
- 24:41Ja, das ist nett. Also schon, ich bin... In meinen jungen Jahren habe ich mich auch selber gesucht. Ich habe auch ein bisschen meine Geschichte gesehen bei ihm, wie er unterwegs ist. Weil er hat nämlich gesagt, du hast auch eine Leidensgeschichte. Die haben wir alle. Jeder hat seine eigene Leidensgeschichte. Kannst du die von deiner erzählen? A, wenn du dich wohlfühlst, okay. Ja, also meine Leidensgeschichte fängt schon in der Kindheit an. Und zwar...
- 25:12Es fing an, als meine Eltern, ich bin ein Secondo, meine Eltern kommen aus Süditalien und ich war in der Schule. Es war ein enormer Druck auf mich. Wir sind Ausländer, du musst besser betrieben, du bist Schweizer. So hat es angefangen.
- 25:28Ich habe einen Kampf erlebt damals, dass ich nicht genug bin. Ich denke, den ganzen Druck, den meine Eltern hatten in Italien in den 70er Jahren, habe ich extrem gespürt, auch weil ich sehr sensibel bin. Und so bin ich in einen Kampfmodus reingegangen und immer das Gefühl gehabt, ich muss irgendjemandem etwas beweisen, vor allem meinem Vater.
- 25:51Und das hat mich extrem geprägt, im Sinne, nicht zu genügen. Ich bin natürlich hier auf die Welt gekommen und wachse auch in dieser Kultur auf. Er hatte eine andere Idee. Und dort ist es sicher dazu gekommen, dass ich mich nicht ganz verstanden gefühlt habe und ein bisschen in meiner Welt gelebt habe.
- 26:10Ich habe mich auch ein wenig im Konsum verloren. Und habe viele Jahre nicht das gelebt, was ich wollte. Aber auch, weil ich mich selber nicht mit mir selber verbunden war. Würdest du sagen, dass diese Muster bei dir ähnlich sind, als der Konsum damals?
- 26:35Das, was ich an den Heimen erlebt habe, ist eine starke Verzweiflung und Ohnmacht entstanden. Gleichzeitig aber auch eine ganz spezielle Dynamik von «Ich muss genug gut sein, dass ich das Ganze halten kann».
- 26:52Ich hatte eine Mami. Ich habe mich dann immer so gefühlt, ich bin nicht gut genug, sonst würde sie aufhören. Das ist eigentlich der prägendste Glaubenssatz. Ah, also du hast in deiner Kindheit... Also du hast in deiner Kindheit... ...deine Mami konsumiert, weil du nicht gut genug bist? Nein, nein. Ich habe gedacht, wäre ich gut genug, wäre ich wichtig genug, dann würde sie aufhören. Aber sie hörte ja nicht auf.
- 27:14Genau, das ist aber die Sucht. Das ist paradox von aussen, aber als Kind denkst du kindlich und suchst für die Schuld bei dir. Eigentlich auf was ich ihn auswähle ist, dass die Unmacht, die Verzweiflung, die Unsicherheit, der verängstigte Junge, der im Zimmer sitzt und weint und es keinen interessiert,
- 27:32Das wollte ich nicht spüren. Und darum habe ich konsumiert. Das war ganz bewusst die Entscheidung mit zwölf. Ich habe angefangen zu kiffen, weil ich das Chaos zu Hause nicht ausgehalten habe. Meine Mutter hat dann zwar aufgehört zu trinken, hat dann immer noch das Medikament genommen. Zu Hause war es noch mehr Chaos als vorher. Aber ich wollte das Chaos nicht spüren.
- 27:49Und was es dann für mich ging, war nicht mich zu betäuben, sondern mich stärker zu fühlen, als ich mich momentan fühle. Darum ist auch das Kokain für Leute, die extreme Selbstwertprobleme und Unsicherheiten haben, eine sehr verlockende Droge. Es geht nicht darum, dass du nicht da bist, es geht darum, dass du dich besser da fühlst, als du eigentlich bist. Jetzt nach dieser zwölflachen Klinik zum zweiten Mal Arbe mit Patricia,
- 28:21Die Kompensation von dieser Droge, von diesem Konsum, den du hattest, was ist es heute? Nichts. Du hast es gar nicht kompensieren müssen. Wie meinst du das jetzt? Was gibt dir jetzt Kraft? Was gibt dir jetzt das Gefühl, du bist genug stark? Das ist die tiefe Arbeit mit der Logosynthese. Logosynthese? Es geht eigentlich um das. Für das Verständnis. Sie hat es vorher erklärt. Es gibt tausend verschiedene Strategien, um etwas nicht zu spüren.
- 28:48Aber es geht nicht darum, etwas nicht zu spüren. Es geht darum, es zu integrieren. Um es zu spüren. Um den Schmerz aufzulösen. Dass du genug gut bist. Um einen Anker zu finden in dir. Das heisst, Verbindung zu dir zu schaffen. Verbindung zu dir zu schaffen geht nur, indem du durch den Schmerz reingehst und ihn akzeptieren kannst. Oder auflösen kannst. Und...
- 29:07Nicht davor rennen. Die Strategien laufen so lange, solange du das nicht hinbekommst. So sehe ich das. Und Schicht für Schicht habe ich es geschafft, immer mehr Anteile von diesem schmerzlichen, unsicheren Junge zu integrieren. Das du dann nicht mehr kompensieren musst.
- 29:23Natürlich hatte ich am Anfang andere Kompensationsstrategien. Ganz klar der Content zum Beispiel. Das Essen zum Beispiel. Ziegen rauchen zum Beispiel. Also Frust essen. Ja, so ein bisschen. Aber je mehr du an dir schaffst, desto mehr löst sich das auf. Desto mehr kommst du zu dir. Desto mehr kommst du in Verbindung. Desto weniger brauchst du im Aussen und hast das im Innen. Selbstliebe, das ist ein Prozess. Du bist einfach nicht von heute auf morgen da.
- 29:46Würdest du sagen, du hast dich heute gefunden? Du weisst, wer du bist? Ich finde heraus, wer ich bin. Aber ich weiss, dass der schmerzliche Anteil nicht mehr so präsent ist wie vorher. Und vor allem, dass ich ihn auch nicht integrieren kann. Vorher habe ich es nicht ertragen. Du musst dir vorstellen, ich habe den schmerzlichsten Anteil von mir weggedrückt. Ich habe gesagt, du bist nicht gut.
- 30:07Dieser Anteil von mir, der kleine unsichere Junge, ist nicht gut. Aber das ist der wichtigste Anteil, um überhaupt weiterzukommen. Den muss ich ja auffangen. Ich kann ja noch mehr fertig machen. Ja, an die Hand nehmen sozusagen. An die Hand nehmen. Und das ist der Unterschied, der Umgang. Es ist Fürsorge geworden.
- 30:25Es wurde Liebe. Der Anteil gehört zu mir, das ist der wichtigste Anteil. Ich finde doch nur heraus, wer ich bin, wenn ich weiss, was Sache ist. Und nicht wegdrücken, sondern annehmen. So würde ich es beschreiben. Du hast vorhin noch etwas angesprochen wegen Logosynthese. Könntest du das vielleicht schnell erläutern, was Logosynthese ist? Ich kenne eine Logopädie. Aber Logosynthese ist für mich wahrscheinlich ein Level-up tiefer.
- 30:54Vielleicht gehe ich noch einen Schritt zurück. Ich denke, man muss eine gewisse Empathie für sich selber entwickeln. Man kann sie nur entwickeln, wenn man den schmerzlichsten Anteil, wie Raoul sagt, zu sich nimmt. Dann spürt man sich ja. Man will ja
- 31:15den Teil, wo nur Schmerz ist, nicht spüren. Und ich versuche, das so zu erklären. Damals, als ich mich fand, gab es diese Logosynthese nicht. Heute gibt es sie zum Glück. Und ich brauche sie in meiner täglichen Arbeit, aber auch vor Gruppen, weil ich auch mit Gruppen arbeite.
- 31:36prozessorientiert, und dort kann man das auch erleben, dass man sich näher kommt. Das heisst, Logo ist Wort, Synthese ist Zusammenführen, durch Worte zusammenführen oder mit Worten heilen, so in diese Richtung. Die Logosynthese ist noch nicht so alt, ist ein Modell für Menschen,
- 31:53für Fachleute, die beraten, d.h. Therapeuten, Psychologen, Coaches, Menschen, die mit anderen Menschen unterwegs sind in der Veränderung, die Prozesse von Veränderung begleiten. Diese Menschen können Logosynthese lernen als Modell für Fachleute oder Menschen, die komplett verändern
- 32:13in die Beratung einsteigen wollen, die er einsteigt, die können den psychosozialen Berater in drei Jahren berufsbegleitend machen mit Spezialisierung mit der Modelllogosynthese. Das ist wirklich so eine Fachrichtung, die man kann haben. Wir haben zwei Stränge am Institut, Logosynthese-Institut in Bad Ragaz. Dort doziere ich und unterrichte. Es gibt zwei Stränge, für Fachleute und für noch nicht Fachleute.
- 32:39Es gibt Menschen, die einen Teil ihres Lebens beruflich gemacht haben und dann merken, sie möchten etwas anderes machen. Sie möchten jetzt irgendetwas bewegen in dieser Welt. Das sind Quereinsteiger, aber dann braucht es eine Beraterausbildung, eine Grundausbildung, wie eine Quereinrichtung, eine Arbeitsbeziehung. Du musst eine Beraterausbildung haben. Und dort integriert ist dann das Modell der Logosynthese.
- 33:03Das Schöne ist, dass du in diesen drei Jahren, plus begleitend, was Raoul jetzt auch am Machen ist, prozessorientiert auch an dir schaffst. Alle Leute, die diese drei Jahre erleben in dieser Gruppe, arbeiten an sich. Also in der Resonanz. Das heisst, du schaffst direkt am Modell.
- 33:25alle Studenten sitzen dort, ich schaffe 1 zu 1 an einem Fall mit dem Klienten und es ist so ein Fischbowleffekt. Das heisst, wenn jetzt der Raoul da sitzen würde während der Schule und er hat das Thema mit der Mutter und die, die da sitzen und das nicht aufgearbeitet haben, das resoniert. Das ist das Resonanzgesetz. Und dann weiss ich, ich habe etwas wegedrückt, und ich merke, dann kann man an dem arbeiten. Und das ist das, was ich ganz speziell finde,
- 33:55Man kann im 1 zu 1 arbeiten und sich entwickeln, aber heute sage ich, es gibt beides, 1 zu 1, aber auch in der Gruppe. Was nicht eine Gruppentherapie ist oder eine Selbsthilfegruppe, sondern mit Theorie verbunden. Und ich denke... Ist die Hemmschwelle anders?
- 34:14Du öffnest dich vor Menschen, die eigentlich die gleichen Thematiken haben, aber nicht Alkohol oder Drogen, sondern einfach, was blockiert dich im Leben? Was macht dich unsicher? Das kommt ja alles aus deiner eigenen Geschichte. Aber wo heutzutage kannst du offen über deine Probleme reden? Oder vielleicht über etwas Größeres, was es auf dieser Welt gibt? Vielleicht kannst du gleich beantworten, wo kann man das?
- 34:37Ja, also man kann das nur in einer Gruppe, die professionell geführt wird, auf Augenhöhe. Wo finde ich das? Also wenn jetzt jemand den Podcast hört und es resoniert, was du sagst, und er sagt «Hey» oder sie sagt «Hey»
- 34:49Ich würde gerne in so eine Gruppe mal reingehen. Ich würde gerne mal hören. Vielleicht erkenne ich ja Sachen. Wo kann man sich melden? Ich mache mal Klammern auf, wegen Logosynthese. Ich gebe Einführungen in Zürich, drei Tage. Es gibt eine Einführung in Logosynthese, in dieses Modell. Das ist Energiearbeit, aber auch in der Kommunikation. Schon nach diesen drei Tagen merkst du, wo du anstehst. Vor allem junge Leute kommen. Weil sie haben wie...
- 35:16die Möglichkeit nicht einem auszutauschen. Nach diesen drei Tagen könntest du eigentlich einsteigen, entweder machst du eine Ausbildung, wo du in die Beratung gehst, oder jetzt neu sind wir ein Lehrprogramm auf die Beine stellen, das nichts mit Prüfungen zu tun hat, sondern du bist
- 35:33eine Zeit lang, ein paar Monate zusammen mit dieser Gruppe und entwickelst dich. Mit Theorie und mit dem eigenen Prozess. Das bin ich am Beistellen mit einer Arbeitskollegin. Haben Sie einen spezifischen Gegenentscheid, um das mit Prüfungen zu machen? Oder ohne Prüfungen zu machen? Es gibt einen Teil für das Verständnis. Einer Teil ist der psychosoziale Berater, den du erlernst, um die Leute im Veränderungsprozess zu begleiten. Das ist der Dreijährige? Das ist der Dreijährige, genau. Dann gibt es noch den für die Fachleute. Dann geht es eigentlich darum,
- 36:03Wer sich entwickeln will, aber nicht in eine Beratungsfunktion will. Das heisst, ich merke, ich bin an einem Punkt in meinem Leben, ich will mich entwickeln. Mir fehlen aber die Ressourcen, mir fehlt das Werkzeug, das so tief geht, dass ich mich neu entfalten kann. Dass ich mich entdecken kann und meine Themen aufräumen kann, aber gleichzeitig in einem professionellen Setting bin, wo es nicht eine Eigentherapie ist, sondern ein Schaffen an sich selber. Und das ist jetzt vorbei am Stellen. Das heisst...
- 36:28dass die Neuentwicklung, der Workshop oder wie auch immer das sein wird, das geht nur um persönliche Entwicklung, nicht um Beratung. Das ist der Unterschied. Ja genau, es ist Selbsterfahrung in der Gruppe und gleichzeitig begleitet mit Theorie, damit du auch verstehen kannst, was passiert in mir. Es ist eine Art Lebensschule.
- 36:54Und es gibt Leute, die wollen nicht unbedingt Berater werden, aber sie wollen sich kennenlernen. In Form einer Gruppe, nicht nur in Einzelgesprächen. Weil ich merke, das, was sich den einzelnen Leuten erklärt, wie man zu sich kommt, wie man sich findet, wie bei ihm,
- 37:10kann man auch in einer Gruppe machen. Und das hat noch den grösseren Effekt, weil man fühlt sich nicht alleine. Oft gibt es eine Hemmschwelle, um zu einem Coach zu gehen oder zu einem Psychologen. Aber das könnte ein Einstieg sein. Nach diesen drei Tagen weiss man, okay, möchte ich weiterarbeiten oder nicht? Schon nach diesen drei Tagen ist dir vieles klar. Und noch zu der Logosynthese. Logosynthese
- 37:35Logos, das Wort und Synthese ist zusammenführen. Es ist ein Modell, es ist keine Methode, die für Fachleute sensationell und bahnbrechend ist. Ich empfehle das wirklich allen Fachleuten, die zulassen, einmal den Basic-Kurs zu besuchen, um zu schauen und an sich selber auszuprobieren, weil da hat man eine Methode, die wirklich auf den Moment den Klienten herausläuft und er fühlt sich anders.
- 38:04Plus natürlich alle Werkzeuge, die man sonst hat. Aber das ist jetzt wirklich ein grosser Tipp für Coaches, Therapeuten, Psychotherapeuten, Psychologen, Menschen, auch in der Pädagogik, die mit Menschen arbeitet.
- 38:18Die Logosynthese hat ein eigenes Menschenbild und geht davon aus, dass wir mehr sind als der Psyche und Körper. Wir sind auch Essenz. Es gibt auch einen spirituellen Anteil, der auch mitwirkt. Diese drei Dimensionen, die wissen auch Körper, Geist und Seele. Es geht nicht ohne. Wir haben einen Körper. Ein Dreifaltungswesen. Genau.
- 38:41Wir haben einen Körper, um uns auszudrücken. Wir müssen essen, damit wir uns tragen können. Wir haben eine Psyche, um Informationen zu bearbeiten und kompetent zu werden durch das Wissen. Und wir haben eine Essenz, die uns durch das Leben zu uns selber führt und dass wir im Flow sind. Wenn mir im Leben etwas passiert, ich mache jetzt ein einfaches Beispiel. Ich fahre auf die Autobahn und
- 39:07Ich habe einen Unfall. Es ist klar, dass wir in diesem Moment Lebensenergie, die wir vorher nicht hatten, die in uns geflossen ist, dass wir das in diesem Moment abspalten. Das heisst zum Thema, auf der Autobahn zu fahren ist gefährlich, es kann dir irgendjemand reinfahren. Was ist meine Schlussfolgerung, nachdem mir etwas passiert? Dort spaltet sich Lebensenergie ab, die mir nachher nicht mehr zur Verfügung steht, wenn ich wieder auf dieser Autobahn fahre. Ja.
- 39:36Kann man das verstehen? Das heisst, mir fehlt ein Stück Flow, damit ich wieder mit Sicherheit dort durchfahre. Ein Practitioner in Logosynthese, jemand, der das gelernt hat, also eine Fachperson, die Practitioner ist in Logosynthese, kann im Gespräch
- 39:56herauszufinden, herauszuhören, wo hat der Klient oder der Patient Energie abgespalten. Du wiederholst drei Sätze und holst die Energie wieder zurück ins System, sodass du, wenn du wieder da durchfährst, eine Erinnerung hast, aber nicht mehr emotional gebunden bist an eine Angst. Du erinnerst dich, du weisst es, aber du fährst durch, wie wenn nichts wäre.
- 40:18Stell dir das vor bei grösseren Sachen. Energie spaltet sich ab in Form von Bildern, Gerüchen, von... wenn dich jemand hält oder so, oder auch auditiv.
- 40:35Zum Beispiel, wenn dir jemand etwas angemacht hat, das ein gewisses Parfum getragen hat, glaub mir, wenn du das Parfum hörst, dann ist alles wieder da, emotional. Oder es liegt. Oder irgendetwas. Oder Eltern, die dich angeschrien haben, das Geschrei. Alles das spaltet sich ab und wir holen das wieder zurück. Also kann man sagen, oder stimmt der Satz,
- 40:59Energie verliert sich nicht, Energie kann sich nur wandeln oder verschieben. Also Energie fliesst oder ist blockiert. Wenn Energie blockiert ist, dann leidest du unter diesem Thema. Wenn Energie fliesst, bist du bei dir. Energie gehört zu dir oder gehört nicht zu dir. Das heisst, wir sprechen von Energie, ich kann dir ein Beispiel machen,
- 41:25Wenn ein Elternpaar einen Bauernhof hat und das Kind mit dem Gedanken, das wird dann der Erbe von diesem Bauernhof und er möchte vielleicht komplett etwas anderes machen, irgendwie ein Schauspieler oder ein Senderreiser. Dann bist du wie prädestiniert, energetisch, dass du das machst. Das ist ganz viel Fremdenergie von den Eltern in deinem System. Dann bist du wie unfrei. Du hast Schuldgefühle,
- 41:53Du hast das Gefühl, du musst das fast machen. Das ist das Unfreie. Wenn Energie fliesst, dann bist du frei. Dann bist du bei dir. Dann bist du im Flow und du weisst, was gut ist für dich. Und du musst dir vorstellen, wenn ganz viel Energie von dir
- 42:08abgespalten ist, sagen wir 80 und 20 fliessen noch, macht das Leben mit der Zeit keinen Sinn mehr. Es sind dann die Menschen, die aufstehen am Morgen und sagen, für was bin ich da? Das heisst, wir müssen immer wieder Energie zurückholen, damit es wieder fliessen und das ist das, was der Raoul, wenn er sagt, Stück für Stück zurückgehalten hat. Das sind Bilder von den Kindern, die in Prozessen aufkommen.
- 42:32Die Logosynthese ist eingebettet in einen Beraterprozess. Also du hast ein Gespräch, eine Arbeitsbeziehung, wenn du genug sicher bist mit dem Berater, erst dann wird das angewendet, nicht vorher. Es ist einfach dabei in einem Gespräch, in einer Beratung. Das hast du etwas sehr Schönes gesagt, was ich dich gerne fragen würde, und zwar für was bist du da?
- 42:55Gute Frage. Ich glaube, um zu inspirieren, um zu motivieren, um etwas zu bewegen. Was ich gut kann, ist, ich kann mit der richtigen Worte etwas berühren in den Menschen. Und was ich eigentlich will, ist, dass ich etwas berühre in dir, das du selber realisierst, dass alles machbar ist, aber das du machen musst. Berührst du dich selber mit deinen Worten? Ja, manchmal schon.
- 43:20Ich bin berührt von anderen und durch das finde ich Inspiration, um andere zu inspirieren. Und ich bin der Überzeugung, dass es miteinander einfacher ist als gegeneinander. Wir sind alle verbunden. Hundertprozentig. Und wenn ich ein Lied habe und über das Lied einen Ausdruck finden kann, kann es sein, dass es bei dir resoniert. Und es fällt dir vielleicht einfacher, dein Lied nachzuschauen.
- 43:42Und das ist die Resonanz, das ist das Miteinander. Und ich bin zu 100% überzeugt, dass ich für das da bin, um zu inspirieren, um etwas Gutes in die Welt zu geben. Wie und was genau, da bin ich noch am herausfinden, aber sicher mit den Worten. Was ich noch dazu sagen kann, es geht auch um deine Mission. Für was bist du da? Was ist deine Mission auf dieser Welt? Oder deine Lebensaufgabe? Hast du eine?
- 44:05Und was hindert dich daran, das zu leben? Das sind auch zwei wichtige Fragen. Also ich kann, das kann sich ja ändern mit der Zeit. Es entwickelt sich, ja klar. Aber ich bin sicher da, um das Neue in die Welt zu bringen. Was ist das Neue? Das Neue ist zum Beispiel Logosynthese. Dass man vom Alten noch einen Teil mitnimmt, was noch stimmt und das Neue dazu. Ich bin sicher da, um zu entwickeln. Das ist sicher auch etwas, was ich in mir drin spüre und auch zum Verbinden.
- 44:35Ich denke, wenn du an dir schaffst und du verbunden bist mit dir, kannst du dich auch mit der Welt und anderen Menschen verbinden. Weil, wie Raoul schön sagte, wir sind alle miteinander verbunden. Und wenn ich etwas nicht mache, hat das einen Effekt auf die Welt. Oder wenn ich es sage, alles hat eine Resonanz. Und ich denke, dich auf die Suche machen...
- 44:58und sich selber, die innere Reise ist ganz wichtig, weil dann merkst du, was liegt auf meinem Weg. Wenn du dem aus dem Weg gehst, ständig, indem du die Kompensationen angehst und nicht in Kontakt kommst mit dem schmerzlichen Teil, dann findest du es nicht raus und du lebst möglicherweise am Leben vorbei. Oder wie ich sage, du überlebst, aber du lebst nicht. Du vegetierst.
- 45:25Ja, weil viele überleben irgendwie, aber sie leben nicht ihr Leben. Das heisst, durch Logosynthese, durch dieses Modell, wenn du in Kontakt kommst mit diesem Modell, spürst du wirklich, was Lebendigkeit bedeutet. Und darum hat das einen Impact auf Raoul gehabt, der das wollte, plus ein extrem analytisches Denken hat und das konnte er auch reflektieren. Du bekommst eine Reflektion über dich selber und über die Welt.
- 45:55Und wenn du in Kontakt kommst mit dieser Essenz, dann weisst du, für was du auf dieser Welt bist. Du kommst dem immer näher. Was war deine grösste Erkenntnis bis jetzt auf diesem ganzen Weg?
- 46:09Meine grösste Erkenntnis ist, dass ich ein Teil bin von etwas Grösserem und eine gewisse Fähigkeit habe, etwas auf dieser Welt zu bewegen. Und das hatte ich vorhin nicht. Ich dachte, ich bin in dieser Ohnmacht, ich kann wie nichts machen für mich und für die Welt. Seit ich Kind bin, lebe ich das. Und habe wie alles verliere müssen in dieser Welt, um mich selber zu finden und mich neu zu verbinden.
- 46:37Das ist der Grund, warum ich diesen Job mache, warum ich auch Berater ausbilde, damit sie auch in Kontakt kommen mit sich selber. Das sind auch für mich echte, authentische Berater, die bei sich sind und nicht den Leuten etwas aufschwätzen, wie es sein muss.
- 46:53Ich frage gerne an dich, was war für dich die grösste Erkenntnis auf diesem Weg? Ich muss das so erklären. Alles, was ich gedacht habe, zu wissen, was ich gedacht habe, zu fühlen, oder was ich gefühlt habe, mein Selbstbild, mein Bild auf die Welt, meine Realität ist nur aus diesem Schmerz entstanden. Das heisst, ich hatte eine Vorstellung des Lebens, eine Gefühlswelt, ich hatte
- 47:21ein Mindset hatte, das daraus entstanden ist, um eigentlich den Schmerz nicht zu spüren. Oder geprägt aus dem Schmerz. Und als ich mit der Logosynthese gearbeitet habe, habe ich realisiert, dass ich eigentlich nichts weiss. Ich weiss gar nicht, wie das Leben ist. Ich weiss gar nicht, wie es sich anfühlt. Ich weiss gar nicht, was es heisst, stolz zu sein. Ich weiss gar nicht, was es heisst, bei sich zu sein. Das heisst, es ist krass, was ich jetzt sage, aber meine ganze Welt hat sich komplett von Neuem erschaffen.
- 47:48Das heisst, alles, was ich gedacht habe zu wissen, ist wie runtergebrochen. Mein ganzes Selbstbild, meine Vorstellung von was richtig und was falsch ist, ist wie runtergebrochen und ich hatte einen Boden, um neu zu lernen. Auf der einen Seite war das wunderschön, weil alles hat sich das erste Mal angefühlt wie neu. Auf der anderen Seite war das verdammt beängstigend, weil ich alles hinterfragen begonnen habe.
- 48:09Klar, werten sich nicht verändert, teilweise, aber ich habe ein klares Bild bekommen. Oder am Anfang war wie ein Filter drauf. Es ist, als würde man durch ein Glas schauen, das verschwunden ist. Und jetzt ist das Verschwummen weg und es ist ein klarer Blick, aber ich merke, das Glas ist leer. Und der Schleier ist weg. Der Schleier ist weg und ich kann das Glas Stück für Stück auffüllen.
- 48:29Wenn du ein Glas hast, das schon voll ist, was willst du noch reintun? Und mit der Lugosynthese habe ich es geschafft, einfach alles mal zu lernen. Meine grösste Erkenntnis ist eigentlich, solange du vom Schmerz flüchtest, bist du gar nicht bereit, herauszufinden, wer du bist. Es geht gar nicht. Es ist unmöglich.
- 48:48Du kannst das nicht. Weil du lebst ja nur zum etwas nicht spüren. Aber du musst ja lernen, dich zu spüren. Gibt es noch Dinge, von denen du denkst, von denen renne ich noch ein bisschen weg? Nicht mehr. Nicht mehr. Aber das ist nur gegangen, weil ich jemanden hatte, der mich in den schlimmsten Gefühlszuständen halten konnte.
- 49:06Ich muss dir vorstellen, wenn du jahrelang nicht lernst, was es heisst, Schmerz auszuhalten, dann wirst du es nicht nur, weil du willst, jetzt aushalten. Es funktioniert nicht. Weil dein System ist anders konditioniert. Dein Unterbewusstsein, dein Nervensystem, alles ist gespeichert. Das heisst, du brauchst jemanden, der dir helfen kann,
- 49:26diese Gefühlswelt zu haben, diese Situation zu haben, dass du nicht im Chaos endest, dass du nicht in der Ohnmacht endest, sondern dass du das Gefühl regulieren kannst. Co-Regulation. Und die Energiearbeit ist eben sehr speziell, weil in der Energiearbeit ist es nicht so, dass du alles nochmal durchleben musst. Du brauchst eine Erinnerungsfatze, die deine stärkste Emotion auslöst. Das reicht eigentlich.
- 49:48Wie findest du das? Oder wie holst du das? Indem du lernst, was es heisst, Schicht für Schicht Menschen zu verstehen. Das tiefe Verständnis. Du kannst nur so tief gehen, wie du selber tief gegangen bist. Und darum geht es. Das meint sie mit authentisch. Wenn du selber deinen tiefsten Schmerz nicht überwunden hast, wirst du niemanden in seinem tiefsten Schmerz halten können.
- 50:09Ja, korrigiere nur. Das ist auch der Grund, warum jeder Berater bei sich aufräumen sollte. Und leer sein. Ich weiss nichts, ich höre mal, was kommt. Ich meine nicht zu wissen, was du hast, wenn du sprichst. Du musst leer bleiben. Das ist die Kunst, damit du auch halten kannst.
- 50:26Ist das das, was wir ganz oft machen mit der Schubladisierung? Also wir schubladisieren, weil wir uns direkt ein Bild in unserem Kopf fertigstellen wollen von einer Person, obwohl wir eigentlich gar nicht wissen, was effektiv passiert ist. Weil was ich jetzt sage, also ganz konkret, kommt bei dir an und du machst dir, du machst das selber dekorieren. Ich habe meine Filter, ja. Ja, du hast deine Filter, die du immer erlebt hast und dann kommt es wieder zurück. Aber wenn du beraten tust, dann solltest du versuchen, leer zu bleiben, oder? So, dass das ganz
- 50:56neutral überkommt und nicht vorbelastet. Und das geht nur, wenn du an dir schaffst, bis es ins Tiefste kommt, dass das wirklich rein ist. Dann kannst du es halten und neu anschauen, wie wenn ein Kind geboren wird. Ganz rein. Und dann hörst du auch, wo die Person Energie abgespalten hat. Sonst bist du genug von dir selber. Und ich komme jetzt darauf, das nicht zu wissen. Ich habe gestern einen
- 51:22einen Workshop vorbereitet, wo es darum geht, was ist unter dem Nichtwissen? Was passiert, wenn du mal nicht weisst, wie es weitergeht? Wo gehst du hin? Und das ist die Hingabe. Da findest du deinen inneren Frieden, wenn du dich dem Nichtwissen einfach hingibst. Es ist dunkel, du lässt dich fallen. Du hast das Urvertrauen, dass es gut kommt. Das fehlt vielen jungen Menschen. Sie sind wirklich vom Kopf aus gesteuert, wenn ich das mache, wenn ich das mache.
- 51:51Die Hingabe in das Urvertrauen, das fehlt. Und das Heben, was er meint, mache ich, weil ich weiss, wie ich mich selber halten kann, weil ich es gelernt habe. Und dann versuche ich, das weiterzugeben. Aber es ist mir ganz wichtig, was ich jetzt sage, es ist Hilfe zur Selbsthilfe. Irgendwann müssen die jungen Menschen selber laufen können und weitergeben. Das ist die Kette.
- 52:13Das ist ein sehr wichtiger Aspekt. Am Anfang hatte ich täglich Kontakt mit Patrizia. Danach wurde das immer weniger, weil es nicht nötig war. Am Anfang war es nötig, um zu verstehen, wo ich stand, was los ist, was mit mir passiert. Ich muss dir vorstellen, die erste Sitzung, die ich hatte, habe ich gewusst, ich werde
- 52:33nie mehr konsumieren. Weil du dich nicht infiziert hast, sondern nicht konsumiert. Weil ich einen sehr tiefen schmerzlichen Anteil hatte in der ersten Sitzung, weil ich schon sehr reflektiert war und mich mit Patricia schon privat unterhalten habe, bin ich an einen ganz tiefen, schmerzlichen Anteil gekommen, an eine Erinnerung, die unterbewusst
- 52:54blockiert war, die im Gespräch auftauchte, wo ich nicht mehr wusste, dass sie existiert. Dort konnte ich auflösen. Durch das Auflösen verstand ich, welches Gefühl ich nicht ertragen und probierte zu bedecken mit dem Konsum. Das ist wichtig zu verstehen. Es geht nicht nur um Verständnis. Es geht auch darum, diese Erkenntnis zu fühlen. Weil erst dann sitzt sie.
- 53:18Das ist mega wichtig. Viele Leute verstehen das nicht. Psychotherapie ist mega gut, nicht zum Schlechtreden. Aber es gibt dir ein Verständnis. Aber es geht ums Fühlen. Das Fühlen muss auch integriert sein. Die Erkenntnis muss gefühlt werden. Durch die erste Sitzung habe ich gespürt, was in mir abgeht. Dann wusste ich, okay,
- 53:39Jetzt weiss ich, warum ich konsumiert habe. Und ich will nicht mehr konsumieren, weil ich das integrieren konnte. Dann wusste ich aber, jetzt werden so viele Sachen hochkommen, Schicht für Schicht. Ich muss das sortieren können. Ich muss das halten können. Was dann zum Beispiel? Was für Sachen, die hochkommen?
- 53:55Dann kommen Unsicherheiten hoch, Selbstwertprobleme, dann kommen natürlich andere Fetzen des Traumas. Wenn du etwas löst, dann gibt es Platz für noch tieferes Unterbewusstsein. Das ist ja die erste Schicht. Und du kommst immer tiefer und tiefer und tiefer. Es wird immer tiefer, aber eigentlich immer simpler, aber immer schmerzhafter. Gibt es ein Ende? Ich glaube schon. Von dieser Tiefe?
- 54:21Ich glaube schon. Weil ich bin jetzt an einem Punkt, ich habe jetzt in der letzten Schulung, die wir hatten, habe ich eigentlich, das kann ich dir sagen, den schmerzhaftesten Moment, wo man überhaupt präsent war und nicht präsent war, auflösen konnte. Das hat alles verändert. Kannst du das sagen? Ja, es ging ums Loslassen. Ums Loslassen? Es ging darum, was ist, wenn ich nicht mehr versuche, Dinge zu verstehen, um meine Mutter zu retten? Was ist, wenn ich nicht versuche,
- 54:50Bedeutung zu haben, dass der Schaden, der mir passiert ist, Sinn ergibt. Was ist, wenn ich nicht versuche, Anerkennung und Bedeutung zu finden, dass ich doch genug gut bin? Was ist, wenn ich loslasse und herausfinde, wer ich bin? Ohne mir Bedeutung zu geben. Hast du das Gefühl gehabt, du bist so nah an der Antwort gewesen, wie du jetzt bist? Nein. Und das hat mich so... Es hat mich vier Tage lang... Ich war nicht in Ruhe. Ich konnte nicht. Dann bin ich zu Patrizia und habe gesagt, wir müssen das auflösen. Dann hat sie mir gesagt, da bin ich deine Dozentin.
- 55:19«In diesem Rahmen der Schule musst du das in der Praxisgruppe anschauen.» Da sagte ich, dass in der Praxisgruppe niemand dieses Gefühl haben kann. Er sagte, dass die ganze Gruppe dieses Gefühl haben kann oder nicht. «Du musst es, oder du gehst so nach Hause.» Da sagte ich, dass ich so nach Hause nicht gehen kann.
- 55:35Und dann ist etwas ganz Spannendes passiert. Ich bin in einen Zustand gefallen von einem kleinen Jungen, der nicht sprechen kann. Ich bin aus dem Raum rausgekackt. Bin wieder ins Institut reingekackt. Fand mich unter den Stegen, brüllend, zitternd. Das war ein Flashback. Ich sah den Raum nicht mehr, als wäre ich ein kleiner Junge. Im Zimmer. Dann kam eine Mitschülerin raus, beruhigte mich kurz und sagte, das muss jetzt angehen.
- 55:59Bin ich in den Raum reingegangen und die Praxisgruppe ist dafür da, dass du dieses Modell erlernst. Es gibt einen Berater, einen Klient, einen Coach und einen Kritiker.
- 56:09Und das Thema haben wir dann angefangen aufzulösen, anzuschauen mit diesen Sätzen. Und dann bin ich komplett zusammengebrochen. Also, ich bin nicht in Ohnmacht gefallen, aber ich bin zusammengebrochen. Emotional. Emotional, mein Körper, mein ganzes Nervensystem, Energie, alles hat gespürt, das ist jetzt ein Zustand von einem kleinen Jungen. Ich bin zusammengebrochen, brüllend, habe angefangen zu schwitzen. Ganz stark angefangen zu schwitzen, fast in Embryostellung.
- 56:32Ich konnte das auflösen und es fühlte sich an, als wäre ich an einem innerlichen Tod gestorben. Um zu erklären, dass das nichts mit einem erwachsenen Menschen zu tun hatte. Das Gefühl, der Zustand. Das ist ein innerer Kind getötet? Ja, es war ein schmerzlicher Anteil, der so tief verankert ist, unterbewusst, und aus dem hat alles heraus resultiert. So greife ich das für mich. Das konnte ich auflösen.
- 56:57Und nach dem letzten Satz war auf einmal alles ruhig. Ich bekam Energie, stand auf und sagte, ich habe Suchtcontent und StayClean ist beendet. Du hast dich an dem festgehalten. Genau. Und das meine ich mit, es geht so tief, dass du gar nicht weisst, wie tief es geht. Du hast ein Wissen, aber mit Logosynthese schaffst du es. Natürlich musst du auch offen sein und den richtigen Berater haben.
- 57:22kommst du so tief, dass du dann verstehst eigentlich gefühlsmässig, um was es wirklich geht. Aber der Grund ist, weil die Essenz auch mit überzogen wird. Das ist der Grund, warum es andere in kognitiven Limiten hat. Es ist alles unbewusst, was hier hochkommt in dieser Arbeit. Und das ist das, was die Logosynthese so wertvoll macht und einzigartig.
- 57:44Und ich denke, da sind wir natürlich dabei. Und er ist auch in dem ausserordentlich, weil er sich so hinein gibt. Andere machen drei Schritte zurück, wenn sie merken, dass das Gefühl kommt. Er macht gleich fünf Schritte vorwärts, weil er einfach das loswerden will. Er ist sicher ein Beispiel von denen, die völlig entweder alles oder nichts haben. Weil er einfach genug hat.
- 58:11Das war das Beispiel, wie eine Gruppe einander halten und lernen kann. Alles, was gesagt und ausgedrückt wird, resoniert beim anderen und so kommt man weiter. Nach diesen drei Jahren ist man ein anderer Mensch, wenn man da rauskommt. Und ist ein Berater parat. Habt ihr Angst vor dem Tod? Ich nicht. Ich weiss, der Tod ist ein Übergang.
- 58:36Für mich. So sehe ich das. Ich wollte dich jetzt so fragen, aber als du vorhin gesprochen hast, ist mir das in den Sinn gekommen, weil in einem Kind, das am Sterben war, wo ja nur ein Loslassen ist. Es ist eigentlich nur ein Loslassen von Schmerzen. Genau.
- 58:54Was ja der Tod auch ist, Herr C. Ja, also ich sehe es so. Der Körper ist eine Hülle. Die Essenz, die Seele. Du kommst von irgendwo. Du kommst hierher und gehst irgendwo wieder. So sehe ich das. Das ist ein Übergang. So sehe ich das. Ich bin zu 100% überzeugt für mich, dass es nach dem Tod etwas gibt. Was es gibt, weiss ich nicht. Aber etwas irgendwo schon.
- 59:20Wenn du mal anfängst zu arbeiten und bewusster wirst, dann realisierst du eigentlich, dass es Sachen gibt, die du nicht erklären kannst. Gefühlssachen, die du nicht erklären kannst. Zufälle, was auch immer. Es gibt Sachen, die du nicht greifen kannst. Was ist das? Und so ist es auch mit unserer Seele, ja.
- 59:38Ich denke, das, was du am Anfang gesagt hast, der Moment, in dem wir uns getroffen haben, wir reden von Synchronicität. Wenn im richtigen Moment genau das passiert, vielleicht verpasst du eine Ausfahrt. Es wäre nicht so, was es wäre gewesen. Ich denke, das ist eine ebene Logosynthese, die auch ein gewisses Bewusstsein schafft. Bewusstseinserweiterung geht auch durch Logosynthese.
- 1:00:04Was er meint ist, ich bin mir immer mehr bewusst, wer ich bin und wie ich verbunden bin mit dieser weltlichen Welt. Also es ist eine Art Schulplanet. Und alles, was mich hier auch Erfahrungen machen, wir hinterlassen den Fussabdruck. Und nur du, Kevin, kannst deinen Fussabdruck hier hinterlassen. Niemand anders kann das machen für dich. Und wenn du den ganzen nicht hinterlässt, hinterlässt du ein Loch.
- 1:00:27Und das Loch bleibt. Niemand kann das stopfen. Darum möchte ich einen ganzen Abtruck hinterlassen. Und darum habe ich an mir gearbeitet, mache das immer noch und versuche auch, irgendwo eine Brücke zu Menschen zu ziehen. Ich bin auch Organisationsentwicklerin. In Organisationen arbeite ich. Oder mit einzelnen Menschen. Oder jetzt auch als Dozentin. Überall, wo man etwas bewegen kann, was entwickelig ist, möchte ich das machen und unterstütze sie in dem. Ja.
- 1:00:54Ich denke auch das, was wir hier jetzt machen, hat etwas mit dem Fussabdruck zu tun. Mit ihm, mit mir und mit Raoul. Wir sind alle einzigartig. Wir sehen alle ähnlich aus und doch sind wir einzigartig. Und in der Verbindung schaffen wir Grosses. Aber je mehr wir in uns aufräumen, je mehr wir uns näher kommen an die wahre Essenz, für das, was wir hier sind auf dieser Welt, verlassen wir den Planeten anders, als wir ihn gefunden haben. Für dich, Raoul, ist Logosynthese eine der ersten
- 1:01:25Ich möchte jetzt mal an die Kumpfstelle gehen. Du bist relativ schnell zu der Logosynthese gekommen, wegen der Patricia. Ja, aber ich habe natürlich jahrelang anders gemacht. Zum Beispiel? Ja, ich hatte schon mal einen Klinikaufenthalt, jahrelang Psychotherapie, innere Kinderarbeit und alles schön und gut. Was sind so Aufstellungen, Familienaufstellungen? Ich glaube auch, alles hat seinen Nutzen für die Kognitivität. Aber irgendwo sagt es, Kognitivität musst du ausschalten.
- 1:01:52Oder du kannst dir vorstellen, ein sehr stark analytischer Mensch kann auch eine Schutzstrategie sein. Bei mir ist das zum Beispiel so. Sehr reflektiert sein ist gut, aber alles hinterfragen, alles analysieren, einen Raum analysieren, bevor du in den Raum kommst, einen Blick, eine Stimmung, einen Atemzug, eine Tonlage analysieren, das kann eine reine Schutzstrategie sein, um dein Sicherheitsgefühl abzuchecken.
- 1:02:15Und das steht dir irgendeinem im Weg. Weil irgendeinem ist es nicht nötig. Aber du machst es trotzdem noch, weil du im Überlebensmodus bist und nicht lebst. Das heisst, du musst etwas ändern. Aber mit deinem Kopf, der ja das alles macht, wirst du nicht weiterkommen können. Das heisst, du musst eine Methode finden, um dich auszuschalten. Und wie geht das? Die Emotionen. Aber die Emotionen erträgst du ja nicht, darum hast du ja die Schutzstrategie.
- 1:02:37Das heisst, du musst einen Weg finden, wo du das verbinden kannst. Das war die Logosynthese für mich. Ich wusste jahrelang, was mein Problem war. Ich wusste jahrelang die Muster. Ich kannte jahrelang den Glaubenssatz. Aber du hattest kein Werkzeug, um es zu sagen. Aber ich hatte kein Werkzeug, um es aufzulösen. Um es zu bearbeiten, um es aufzuarbeiten, um eine Strategie zu entwickeln. Du hattest die Erkenntnis. Die Erkenntnis hatte ich. Wie viele Leute sagen, ich weiss es, aber ich setze es nicht um.
- 1:03:02Vielleicht kann ich dir etwas sagen. Die Energie, die ja abgespalten ist, seit er Kind ist und bei vielen Menschen, die zuhören, auch. Wenn die wieder im System fliesst, kommst du selber auf die Idee, was du machen musst, weil du diese Kraft hast. Das ist Lebensenergie, die du nicht zur Verfügung hast, wenn sie sich abspaltet. Stell dir vor, wenn ein Kind klein ist und ein älterer Teil stirbt oder nicht da ist oder völlig weg ist, weil er konsumiert.
- 1:03:29Da ist ganz viel Lebensenergie, die fehlt von Anfang an. Auch in ganz vielen Glaubenssätzen. Wenn jemand denkt, dass er zu nichts fähig ist. Das ist ein gutes Beispiel bei ihm. Die ganze Energie, die wir zurückgehalten haben, hat ihm geholfen, zu verstehen, was er machen muss und endlich zu fühlen. Das ist wie eine Kraft, die auf dich zukommt. Und du kannst plötzlich...
- 1:03:49hast du ein Werkzeug in der Hand und du kommst weiter. Vorher war er blockiert. Das ist natürlich wertvoll an der Logosynthese, dass die Energie, die wir zurückholen, ins System, dass dir das Ideen gibt, wie es weitergeht. Weil du bist dann bei dir und weisst, was gut ist für dich.
- 1:04:05Zum Ergänzen, durch das, was ich konnte, Schmerzen annehmen und auflösen, bin ich einfach in einen Fluss gekommen von mir selber, wo ich die Möglichkeit gar nicht hatte. Weil mein Horizont war nur bis zum Schmerz und nicht weiter. Und jetzt ist der Schmerz integriert und auf einmal öffnet sich alles. Auch mein Bewusstsein, meine Gedanken, meine Gefühlswelt, auf einmal öffnet sich alles. Und was ich für vorher wichtig empfunden habe, habe ich realisiert. Das war wichtig, weil es dazu diente,
- 1:04:32zu überleben und mich zu schützen. Und nicht zum Weiterkommen, sondern zum Bleiben. Und das ist... Das öffnet dir Welten. Viele Leute sagen mir, wie kann es sein, dass alles auf einmal funktioniert? Du hast elf Jahre so viel konsumiert, eigentlich müsstest du tot sein. Wie kann es sein, dass dein Kopf noch funktioniert? Ich verstehe, dass das Leute sagen, aber auf einmal passiert in mir etwas, dass ich...
- 1:04:56Es floht alles, es fliesst. Die Ideen kommen, das Sortieren kommt, die Sicherheit kommt und alles fügt sich, weil ich nicht mehr überlebe. Ich fange an zu leben. Ich fange an zu arbeiten. Und das meine ich mit, solange du in dieser Fluchtstrategie bist, egal wie dir aussieht, zu viel Arbeit, Essen, Magersucht, Sucht-Sucht-Thematiken, Überreaktion, Unterreaktion, solange du immer nur diesen Weg machst, um nicht zu spüren, wirst du nie
- 1:05:26aus dem herauskommen. So sehe ich das. Und wie kannst du das überwinden? Für das gibt es Methoden. Und das ist natürlich immer unterschiedlich, aber ich finde Logosynthese ist halt einfach ein Modell,
- 1:05:40Du kommst dort hinein. Und die Kompensationsstrategien, die es gibt. Wir kennen Drogen, Alkohol, aber es ist auch... Ich arbeite ganz viel, um das nicht zu spüren. Ich mache ganz viel Sport. Ich rationalisiere und intellektualisiere. Das sind die Menschen, die immer alles wissen. «Ja, ja, es ist wegen dem und dem.» Sie sind im Kopf und drücken das Gefühl weg. Das ist auch eine gute Möglichkeit, um nicht in Kontakt zu kommen mit dem Schmerz.
- 1:06:09dich unterordnen, dich überordnen, bis hin zu Sex. Alles, was dich wegbringt von diesem Schmerz, ist gut. Wenn das dann nicht mehr funktioniert, weil jemand, der ganz viel arbeitet, um den Schmerz nicht zu spüren, plötzlich die Stelle verliert oder ein Burnout hat, dann kommt er in Kontakt mit dem alten Schmerz. Und dann sind das die, die zu einem Psychologen gehen. Da kommt er wahrscheinlich in Kontakt mit «Wer bin ich wirklich?»
- 1:06:36Ja, mit dem alten Schmerz, wo die Strategie nicht mehr funktioniert, weil zum Beispiel du ab und zu trinkst, um das nicht zu spüren, und plötzlich wirst du zum Alkoholiker und verlierst den Partner, Partnerin oder den Job. Dann kommst du wieder in alten Schmerzen hinein. Und dann ist es schwierig, oder?
- 1:06:55Wir sind schon eine Stunde 15 Minuten dran und ich weiss, wir haben noch ein paar Fragen, die noch kommen. Hast du nicht gedacht, dass wir schon lange dran sind? Nein, du merkst es ja gar nicht. Ja, du merkst es relativ schnell, dass die Zeit fliegt. Was mich wundert ist, wann hast du das letzte Mal richtige Freude verspürt und was war es? Heute Morgen?
- 1:07:19Heute Morgen? Wegen was? Weil etwas Neues entsteht. Ich habe endlich geschafft loszulassen von diesem Idealbild, von dem ich gedacht habe, ja stay clean und Suchtcontent und dies und das, was sehr viel ego-gebunden ist. Ich konnte loslassen und jetzt habe ich seit 2-3 Wochen vielleicht 1 oder 2 Videos gemacht.
- 1:07:38Das fühlt sich verdammt gut an. Gleichzeitig bin ich an einem Punkt in meinem Leben, wo alles funktioniert. Das ist momentan das beste Leben, das ich überhaupt führen könnte. Meine Finanzen sind auf grünem Zweig angekommen. Privat läuft alles. Dann Ausbildung, gleichzeitig Schulung. Meine zwischenmenschlichen Beziehungen sind alle super. Ich stehe auf und schaue in den Spiegel und bin glücklich. Ich bin zufrieden mit dem, wer ich bin, mit dem, was kommt und ich weiss, ich bin am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt.
- 1:08:08Und dann habe ich mich auch gefreut, hierher zu kommen, um auch etwas Neues zu erschaffen und neu zu starten. Ja, ich bin eigentlich fast immer glücklich. Seit ich sauber bin, bin ich immer glücklich. Mir ist auch nichts Negatives passiert in diesen zwei Jahren. Mir ist nichts passiert, wo ich sagen muss «Boah, scheisse!»
- 1:08:25Aber das ist, weil ich mit einem anderen Bewusstsein angehen kann. Logisch, logisch. Das ist meine Antwort. Ich bin ein Modellbeispiel, wie er das macht. Er hat gehört, er hat nicht irgendwelche Sachen gemacht, die er sich vorgebracht hat. Und nichts, was ihm passiert ist, ist so gross, dass er es nicht bewältigen konnte. Das ist eine solche Regel, die man gehen kann.
- 1:08:48Ich denke auch, er hatte vorhin extrem Kontrolle. Er hat viel erklärt. Viel kontrollieren. Nicht loslassen vom Alten. Ganz viel Energie war gebunden in der Kontrolle, in dieser Nostalgie. Wenn ich eine andere Mutter hätte, wie wäre mein Leben gewesen, wenn meine Eltern besser zu mir geschaut hätten? Die Fragen, die binden sich Energie, die man auflösen muss. Das tue ich ein wenig fach.
- 1:09:12Fachausdruck gebraucht. Fachsimpler. Und auf der anderen Seite, wenn man in die Zukunft schaut, die Sehnsucht nach dem, was Bedeutung hat, dann hat es gut, oder? Die Sehnsucht, bedeutend zu sein, ich mache Content, ich erzähle, ich zeige mich, weil mich ja nie jemand sieht. Und plötzlich lässt er los, dieser Prozess,
- 1:09:29und der Content ist nicht mehr wichtig. Ich bin okay, wie ich bin. Und dann kommt das Vertrauen. Ich kontrolliere nicht mehr und das Vertrauen kommt und das Leben spielt dir den Ball zu jetzt. Alles, alles fliesst. Nicht mehr blockiert. Und das ist, wenn du verbunden bist mit der Sache. Auf das gehen wir später noch ein bisschen tiefer darauf ein, wo geht die Zukunft hin? Was sind die nächsten Schritte? Was kann man erwarten von euch? Bevor wir diese Frage aber klären, war diese Frage auch an dich gestellt. Wann bist du das letzte Mal richtig glücklich gewesen?
- 1:09:58Guten Morgen. Ich bin sehr glücklich aufgestanden im Bewusstsein, dass wir hierher kommen. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Aber das Gefühl ist, wie wenn du Geburtstag hast oder wie wenn du etwas ganz Schönes erlebst. Vor allem verbunden mit ihm, mit dieser Freude, dass er jetzt wirklich hier hinsitzen kann. Und es geht um etwas Neues. Wir reden nicht mehr vom Alten, sondern vom Neuen.
- 1:10:23das heisst, was hat es gebraucht damit das entstehen kann und jetzt sind wir auf dieser Stufe der andere hat auch Zeit gebraucht ich habe ihm oft gesagt eigentlich sollten wir jetzt einen Schritt weiter kommen aber er hat es dann selber gemerkt und zu wissen, dass er jetzt auf dieser Stufe ist gibt mir ein Glücksgefühl weil er das jetzt auch wirklich fühlt und lebt und wenn ich ihm zulasse das ist etwas Schönes für mich Ja, schön Ganz schön
- 1:10:51Es ist mega spannend, zu sehen, wie ihr voneinander redet, was ihr voneinander denkt und wie sich eure Intelligenzen vereinen. Und das ist mega schön zu beobachten. Ich habe das Gefühl, man wird noch sehr, sehr viel von euch sehen und hören, aber das ist mein Gefühl. Und darum möchte ich das jetzt euch...
- 1:11:14Weitergeben oder fragen, was kann man von euch erwarten? Wo geht die Reise hin? Was können die Leute von euch erwarten? Sehr viel. Sehr viel Bewegendes, Inspirierendes, was helfen könnte. Wir sind jetzt dran, dass wir einen Podcast auf die Beine stellen. Patricia und da ist noch Bubba dabei. Liebe Grüeß Bubba. Es geht eigentlich um Bubbas Handcoach.
- 1:11:37Ich bin ein Coach, ich erlerne das. Alle drei haben eine eigene Geschichte, aber alle sind mit einem tiefen Schmerz verbunden, aus dem Schmerz heraus und etwas in die Welt geschaffen. Was wir eigentlich machen wollen, ist, dass wir einen Podcast machen können, der den Leuten helfen und inspirieren kann, der jeder seinen Part mitbringen kann und aus dem sich weitere Zwiege entstehen, um den Leuten etwas mitzugeben, das ihnen helfen könnte.
- 1:12:04Das sollte weiterentwickelt sein. Du hast ja einen Podcast schon gehabt. Genau, ich hatte einen Podcast, «Stay Clean». Dort ging es um Suchtthematiken, um Suchtgeschichten. Und das will ich nicht mehr. Ich persönlich muss noch schauen, was genau alles kommt. Was ich machen will, ist, ich will mit Patrizia und Buben
- 1:12:23zusammen zu arbeiten, weil sie beide verschiedene Wege haben, aber beide wieder zum Kern kommen und es geht um Entwicklung, Entfaltung, wer bin ich, wo gehöre ich hin, was kann ich, was kann ich noch nicht. Und eigentlich wollen wir ein Werkzeug oder ein Tool, eine Ressource erschaffen, wo jeder etwas für sich findet. Das ist so mein grober Gedanke. Genau.
- 1:12:45Also, ich versuche natürlich, wie die Verbindung, die entsteht, zu halten. Aber ich kann mir vorstellen, aber ich weiss nicht, ob das technisch funktioniert, dass wir so über Themen reden. Zum Beispiel Dankbarkeit.
- 1:13:03Dankbarkeit hat ganz viel Kraft. Das heisst, als ich gemerkt habe, ich habe den Abstand verkürzt, ich bin bei mir angekommen. Es hat sich so angefühlt, wie wenn du ein Haken wärst und ich mich selber in mir aufhänge und ich einfach so die Seele bambeln lasse. Ich habe gemerkt, ich bin angekommen. Wie bei mir. Und dieser Moment, das ist so ein Moment, den ich nie vergesse.
- 1:13:34Ich denke, Dankbarkeit ist sogar zu wenig ausgedrückt, was das bedeutet. Weil mein Leben hätte ganz anders herauskommen können. Aber irgendwo...
- 1:13:43Das ist jeder Morgen, wenn ich aufstehe, bin ich dankbar. Weil das Leben ist schön. Alles, was ich vorher nicht hatte, habe ich jetzt noch mehr, als ich gedacht hätte. Und das, was mehr ist, gebe ich. Und für mich, ich habe eine Fülle hier drin. Und diese Fülle macht, dass im Aussen auch Fülle kommt. In jeder Form. In Freundschaften, dass ich ein schönes Leben führen kann.
- 1:14:09Alles ist da. Das ist das Glück. Ich denke, das könnte ein Thema sein. Und vielleicht können die Leute Fragen stellen, live. Vielleicht kann ich mal eine Session, eine Logosynthese-Session demonstrieren. Ich bin wie offen für alles. Ich bin sehr authentisch, ich habe keine Tabus. Ich würde mir wünschen, dass die Leute vielleicht fragen könnten, ob das technisch geht.
- 1:14:34Also die Menschheit ist auf den Mond geflogen und kann sehr tief zu der Titanic runtergehen. Technisch ist fast alles möglich. Weil manchmal passiert einem Menschen etwas, das zuhört. Irgendes Gefühl. Und wohin geht er mit dem? Dass er in diesem Moment anhängen kann und sagen kann, was immer passiert. Dass die Verbindung von hier und dem Podcast nach aussen geht.
- 1:14:57Genau, und ja, man weiss nie, was daraus entsteht, ob es dann Live-Workshops gibt, ob es Themen gibt, die die Zuschauer reinbringen können. Egal, wir sind offen für alles. Aber was wir gemerkt haben, ist...
- 1:15:12Denn Bubba hat mir auch sehr viel geholfen in meinem Prozess. Er ist der männliche Part und Patricia ist der weibliche Part. Beides hat... Ich habe dort etwas geholt und dort etwas geholt, wo mir geholfen hat. Wir verstehen uns alle drei sehr gut und dann haben wir gedacht, wieso streiten wir nicht etwas auf die Beine. Dann haben wir hier noch den Herrn, der uns dabei hilft, um etwas auf die Beine zu stellen. Wie und was, dafür sind wir offen, aber wir wissen einfach, es soll etwas mit Entwicklung zu tun haben.
- 1:15:41breit gefächert. Du hast vorhin etwas angesprochen, das ich in meinem Leben mega für mich entdeckt habe, was extrem wichtig ist, und zwar die Dankbarkeit. Ich habe das schon ein, zwei Mal in einem Podcast erzählt, ich habe für mich ein Game entwickelt. Aber bevor ich das erzähle, wofür bist du dankbar?
- 1:15:58Ich bin dankbar für eine Verbindung, die ich mit dem Himmel habe. Weil diese Verbindung macht es, dass ich mich sicher fühle und ich vertrauen kann, in was kommt. Zum Beispiel, was sich entsteht, also was jetzt entsteht mit dem, was wir wollen, weiss ich, dass es das Beste ist für den Moment. Und ich muss es nicht kontrollieren und schieben und machen, sondern es entsteht und ich nehme das an und aus dem mache ich etwas. Mit den Leuten, die da sind, die sich jetzt gerade...
- 1:16:26Ich möchte einfach irgendetwas Größeres und die Möglichkeit, das sich auszudrücken, durch das, was entsteht. Was bist du dankbar? Sehr vieles für meine Familie, für die Verbindung, die ich habe mit meinen Mitmenschen, für das ich Gott haben erkenne und spüre in meinem Herzen, für die Möglichkeiten, die mir das Leben gibt. Mir wird jeder Ball zugespielt und jede Chance vom Leben wird mir gegeben. Das ist wie, ich kann es gar nicht erklären, in diesen zwei Jahren hat sich alles gefügt, alles ist gekommen.
- 1:16:56Zum richtigen Momentum. Und dafür bin ich dankbar. Ich bin dankbar, dass ich gesund bin. Ja. Ich bin dankbar, dass ich auch sehr viel aufräumen konnte, was familiär betrifft. Und dass ich auch Verständnis für meine Familie habe. Und dass ich auch einige Sachen geradrücken konnte, die ich falsch gemacht habe. Das war auch wichtig für mich, meine Schuld ablecken zu können. Es ist nicht immer nur andere. Absolut. Oder? Es ist auch sehr viel selber. Und dafür bin ich dankbar.
- 1:17:25Ja, und man kann so eben so Themenpodcast machen zum Beispiel und aus dem entsteht dann wieder etwas anderes. Aber ich bin ja dankbar, dass ich hier reden kann. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass man eine Möglichkeit hat, die Menschheit zu erreichen. Absolut. Ich habe noch so ein Game und ich habe es vorhin schon euch zwei erzählt, am Khalil und am Raoul. Khalil.
- 1:17:48Kaled und Ralf erzählt, ich fahre schon sehr lange keinen Zug mehr. Ich fahre sehr viele Autos, ich muss viel in die Ostschweiz fahren und ich habe ein Game für mich entwickelt, um meine Dankbarkeit zu trainieren und zwar
- 1:18:04Ich bin sehr zahlenfokussiert. Ich kann zahlen sehr gerne. Wenn ich im Auto fahre und ich habe ein Kennzeichen, das hat drei gleiche Zahlen, zum Beispiel 111, 444, 666, dann ist das für mich die Erinnerung, um für etwas dankbar zu sein. Heisst, wenn ich sehe, es ist ein 222, dann sage ich, ich bin dankbar für meine Gesundheit, weil ich Liebe Gesundheit und Gesundheit liebe mich.
- 1:18:26Für mich ist es wie eine Manifestation. Ich denke daran, ich mache es mit Liebe. Wie du vorhin gesagt hast, du verbindest es mit einem Gefühl. Ich liebe meine Gesundheit und der Gesundheit liebt mich. Das ist bei dreigleichen Zahlen. Wenn ich vier gleiche Zahlen sehe, bin ich bei anderen Namen. Bei anderen Namen. Und wenn ich vier gleiche Zahlen sehe, zum Beispiel 11111,
- 1:18:47dann ist das dankbar für einen neuen Auftrag im Wert von 1'111 Franken. Wenn ich 6666, dann ist der neue Auftrag für 6'666 Franken. Und so bin ich die ganze Zeit dankbar, wenn ich am Auto fahre. Das ist für mich die ganze Zeit eine Erinnerung. Und ich versuche auch immer, nicht die gleichen Sachen zu nehmen.
- 1:19:05Für die Gesundheit, für die Familie, für meine Verlobte, für meinen Hund, für mein Geschäft, für mein Herz, das schlägt, für die Luft, die ich atmen kann. Wir können für alles ständig dankbar sein. Ich glaube, wir vergessen das einfach viel zu schnell. Es ist zu...
- 1:19:23Ich denke, was du sagst, ist schön, weil man präsent ist. Der Schlüssel ist wirklich am Ganzen, wenn man in der Präsenz lebt, wenn man im Hier und Jetzt, wenn man das schafft und verbunden ist mit dem, dann geht man nicht zurück und nicht vor, man lebt im Hier und Jetzt. Und das ist auch ein Training, im Hier und Jetzt zu sein, weil du schaust, was auf dich zukommt.
- 1:19:45Aber wenn man sich für das Gute entscheidet, es ist relativ einfach. Was habe ich für Möglichkeiten? Ich entscheide mich für das Gute. Dann bleibt man auch gesund. Ist das. Wunderbar. Wenn man verbunden ist mit Liebe, mit diesen Gefühlen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir nicht krank sind, viel grösser. Das hat auch etwas mit den Zellen zu tun. Dass die nicht vergiftet sind. Alles ist Energie. Was wir euch sagen, alles ist Energie. Absolut.
- 1:20:10Es ist ja etwas Schönes, wenn man einander gerne hat und wirklich respektvoll ist. Es ist gar nicht so schwer, wenn man an sich arbeitet und verbunden ist mit Liebe. Dann geht es ja gar nicht anders. Aber ich finde einfach, wir haben die Möglichkeit, einander zu unterstützen und nicht immer wegzuschauen und zu denken, das ist nicht mein Problem.
- 1:20:30Es geht mich das an. Es hat alles mit uns zu tun, was wir erleben. Wenn ich hier rauslaufe, alles, was mir entgegenkommt, hat mit mir zu tun. Das zeigt mir etwas. Das ist ein Zeichen. Du weisst nie, wer in diesem Menschen steckt. Du weisst das nie. Das heisst, aufmerksam sein, was sich zeigt.
- 1:20:51Ich sage ja, die Zeit läuft mit euch. Es ist unglaublich, wir sind schon eineinhalb Stunden dran. Obwohl ich vor zwei Minuten gesagt habe, wir sind seit 1h11 dran, sind wir schon fast 1h30 dran. Auf jeden Fall danke ich euch vielmals bis jetzt für das Gespräch, für eure Offenheit, was ihr erzählt habt, dass ihr euch auch geöffnet habt,
- 1:21:12und erzählt, worum es geht, was eure Geschichten gewesen sind, was eure Traumata gewesen sind, wie ihr aus dem herausgekommen seid, dass ihr über die Arbeit, die innere Arbeit erzählt habt, wie ihr euch auch gefunden habt und was ihr geplant habt. Ich glaube, das ist wunderschön und ich glaube, es werden noch ganz, ganz viele schöne Sachen passieren und kreiert aus dieser ganzen Geschichte. Wie gesagt, wir sind noch nicht ganz fertig. Oder habt ihr noch etwas, das ihr unbedingt wichtiges mitteilen wollt?
- 1:21:39Wir haben noch eine schnelle Fragerunde, aber vielleicht habt ihr noch Themen. Vielleicht, einfach, ich kann mir vorstellen, wie würde es mir gehen, wenn ich zulassen würde und ich hätte Schwierigkeiten, ich hätte ein Thema. Und ich möchte einfach sagen, dass man nicht alleine ist. Ob man jetzt eine Einzelberatung bucht oder auch sich getraut, wirklich in so eine Einführung zu kommen, weil bei mir ist
- 1:22:05Ich warte sehr lange. Ich tendiere doch in einer Gruppe miteinander zu arbeiten. Gibt es Termine, ein Buchungssystem? Ja, das gibt es. Das können wir vielleicht einblenden. Wenn du das Gefühl hast, du brauchst Unterstützung oder du hast Interesse an einer Sitzung, dann findest du in der Caption den Link zum Buchungssystem, wo du dich direkt melden kannst.
- 1:22:34Dass sie nicht alleine sind mit dem Gefühl. Das ist auch richtig schön. Was ich sagen will, ist, für jeden, der zuschaut, der sich irgendwo verloren fühlt, es gibt Hoffnung, es gibt Veränderung, es ist immer machbar. Die Frage ist, ob du bereit bist, diesen Weg zu gehen. Und dieser Weg ist in dir. Du kannst noch im Aussen versuchen, solange du nicht nach hinten schaust, wird sich nichts verändern.
- 1:23:00Ich verstehe, es ist einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen und es ist einfacher, links und rechts zu gehen. Aber in dir sind alle Antworten, die du brauchst. Ich sage das immer wieder den Leuten, weil ich das Gefühl kenne. Wenn du weisst, du bist mehr, du kannst mehr. So viel Potenzial, so viel Wunsch, so viel Vorstellung, aber du kannst es nicht ausschöpfen. Doch, du kannst es. Du musst einfach bereit sein, den Weg zu gehen.
- 1:23:23Das ist eigentlich, was ich sage. Okay, sehr schön. Also, dann meine zwei Lieben. Ich habe dir schnell eine Viererrunde. Eigentlich mache ich die nur, wenn ich mit einer Person bin. Wir sind jetzt das Zweite. Jetzt schauen wir mal, wie sich das entwickelt. Das sind ein paar Fragen,
- 1:23:39die ihr versucht, schnell zu beantworten. Ich würde sagen, es ist euch beide gerichtet. Ist das gut? Und wer wird zuerst? Wer schneller antwortet, oder was? Ja, aber ihr beides antwortet. Okay. Oder vielleicht machen wir Ladies first. Du kannst zuerst antworten, dann kannst du zuerst sagen. Wir können nachher auch wechseln. Wir machen es so, wie es das Momentum zulässt. Momentum. Okay. Ist das gut? Dann seid ihr beide ready für die Schnellführrunde. Ja. Also.
- 1:24:08Morgenroutine. Handy oder kein Handy? Handy. Kein Handy. Kein Handy. Das Buch, das dein Denken verändert hat? «Das Café am Rande der Welt». Paolo Coelho. Oder? Nein, äh, John Strelitzky. Oh, stimmt. Stimmt, ja. «Alle vier Teile». Hammer, ja, stimmt. «Umarmt vom Licht».
- 1:24:36Weisst du? Auswendig weiss ich es nicht. Ein Nahtoderlebnis von einer Frau in den 70er Jahren. Das klingt auch so. Vom Licht umarmt. Embraced by the light. Das ist auf Englisch. Viele Bücher, aber das hat mich geprägt. Sehr schön. Deine grösste Stärke in einem Wort? In der Verbindung mit den Menschen zu gehen.
- 1:25:06Verständnis. Für dich oder für andere? Beides. Mittlerweile beides. Grösste Schwäche? Ungeduld. Das könnte ich auch sagen. Die nächste Frage ist ganz wichtig. Die entscheidet, ob wir das Gespräch weiterführen. Ananas auf der Pizza.
- 1:25:32Nein. Jesus Gott. Nein. Eine Katastrophe. Okay, danke. Wir können weitermachen. Freut mich sehr. Ich wäre wirklich sehr schade, jetzt zum Abbrechen. Was würdest du deinem 16-jährigen Ich sagen?
- 1:25:48Meinem 16-jährigen Ich würde ich sagen, wenn du in dir einen Traum hast, dann verliere diesen Weg nicht. Suche diesen Weg und verliere die Verbindung zu dir selber nie. Ich würde ihm sagen, dass er gut genug ist, wie er ist und dass er alle Antworten bei sich hat und dass er den Weg, den er gehen will, seine Antworten nicht finden wird, Peter.
- 1:26:20Was macht dich richtig stolz? Jetzt gerade, wenn ich Raul hören werde. Schön. Ich kann dasselbe zurückgeben, dass wir hier sind und der Start ist von etwas ganz Neuem. Was nervt dich am meisten an dir selber? Weil ich manchmal Dinge liegen lasse und nicht mehr weiss, was es ist.
- 1:26:51Mein Ego ab und zu. Noch ein bisschen Hochmut. Dieses Geschirr zwischen Hochmut und Demut, das spüre ich manchmal stark. Erkennen Sie das schon? Wie haben wir vorhin schon gesagt, für was sind Sie dankbar? Ich bin extrem dankbar, dass ich
- 1:27:19Dass ich lebe und nicht überlebe. Das ist schon länger her, aber dass das einfach auch weiterhin so ist. Und dass ich gesund bin und dass ich meinen Traumjob habe. Ich habe den schönsten Job der Welt. Ich kann etwas in den Menschen bewegen. Es gibt nichts Schöneres. Und das bin ich dankbar. Und dass ich Gott in mir spüre, jeden Tag. Dankbar, dass ich nicht aufgegeben habe. Ja.
- 1:27:45Und dass ich da bin, wo ich jetzt bin, weil... ...auf der Tine denkt, dass ich die Scheisse anerkenne. Welche Person hat dein Leben verändert?
- 1:28:02Eine Person, die jetzt nicht mehr lebt. Das ist die Person, die ich 1991 in Italien getroffen habe. Eine Frau, sie heisst Maria de Gregorio. Und sie hat mich aufgefangen in einem Moment, wo es ganz schwierig war. Und sie hat mein Leben geprägt. Für mich ist es Patricia. Ohne sie wäre ich nicht da.
- 1:28:31Kaffee oder Tee? Kaffee. Ich auch. Deine peinlichste Angewohnheit? Habe ich einen grossen Vorteil für dich, weil du kannst immer etwas länger überlegen? Ja, schwierig. Ui, das ist eine schwierige Frage. Vor allem eine peinliche.
- 1:29:02Eigentlich ja. Ich entschuldige mich noch zu viel für Sachen, für die ich mich nicht entschuldigen müsste.
- 1:29:08Wenn ich merke, ich sehe nicht so gut in die Weite, und wenn ich merke, jemand erkennt mich und ich habe keine Ahnung, wer es ist, und weiss nicht, woher ich mich tue, das ist peinlich. Das passiert mir ab und zu. Und dann bin ich ehrlich und sage, sorry, ich weiss nicht, gerade wenn ich dich zu Hause tue, hilf mir. Ich bin da sehr, wie ich bin. Ähm,
- 1:29:40Was fändet das die Leute, die heute den Podcast gelesen haben, mit einnehmen?
- 1:29:49Vielleicht, dass der Impuls von der Absicht, die wir haben, in Verbindung zu kommen mit dem Guten in uns, mit dem Kern, dass sie das aufnehmen können und dann in sich hinein für sich selber erleben. Es ist einfach nicht eine Lehre, die wir hier haben, sondern es ist ein Impuls. Und wenn sie den für sich aufnehmen, dass der in ihnen hinein gedeihen kann für das, was sie auf dieser Welt sind. Sehr schön. Gut.
- 1:30:17Dass die Suche weitergeht, wo die Menschen sich befinden. Du schaust den Podcast, weil du eine Absicht hast, mit dem Podcast etwas zu erreichen, zu finden, zu spüren. Vielleicht einfach nur inspiriert zu sein, vielleicht dich auch nur abzulenken. Das, was in dir geweckt wird, geht dann nachher.
- 1:30:38Das ist das Wichtigste. Jetzt kommt noch die letzte Frage. Und zwar, der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Momentum heisst für mich im Hier und Jetzt leben. Jetzt gerade, jetzt gerade. Und wenn ich im Hier und Jetzt bin, ist alles gut. Dann bin ich da, bei dir, beim Raoul. Und alles andere ist nicht wichtig. Und ich fühle mich in meiner Kraft. Das ist Momentum für mich. Fällt mir übrigens. Danke, danke.
- 1:31:07Momentum ist im Moment sein. Alles, was jetzt ist, anzunehmen und wahrzunehmen. Und wenn du im Jetzt bist, ist auch alles gut. Egal, ob es negativ oder positiv ist. Ich habe so Seelenmomente. Ich sage dir, ein Gottesmoment, wenn ich Gott ganz tief in meinem Herzen spüre und im Raum. Das ist immer in einem gegenwärtigen Moment. Das ist so ein Momentumzustand. Das ist so geil.
- 1:31:36Ich möchte mich nachher ganz herzlich bedanken. Bevor ich das mache, haben wir jetzt Zeit, um in eurer Kamera etwas zu sagen. Wenn ihr noch etwas am Publikum, an eure Community, an die Leute mitgeben wollt, die euch wichtig sind, dann ist jetzt der Moment dafür. Deine ist die, die da hinten ist. Und deine Kamera wäre die. Die ist direkt auf dich gerichtet. Also wenn ihr jetzt etwas sagen wollt, dann ist jetzt der Moment dafür.
- 1:32:00Also ich richte mich an alle, die jetzt am Zuhören sind oder uns anschauen. Wenn nur ein bisschen euch berührt hat und euch zum Nachdenken anregt und euch ein Gefühl zum Nachdenken anregt, dann hat das etwas mit euch zu tun. Und verliere den Moment nicht, sondern geh dem nach.
- 1:32:20Geht schauen, was hat das mit mir gemacht? Warum beschäftigt mich das? Warum kann ich nicht einfach sagen, okay, das war's. Geht dem nach und das ist das, was ich sagen möchte. Was ich sagen will, egal wo du dich befindest, egal was dein Gefühl dir sagt, egal welche Situation gerade in deinem Leben präsent ist, es kann sich alles verändern.
- 1:32:45Ich bin ein sehr starkes Beispiel dafür, wie auch Patricia. Du hast sicher auch ganz bewegende Sachen erlebt, die dich verändern mussten. Es ist alles in euch. Alles ist da. Ihr müsst einfach bereit sein, herzuschauen. Nehmt an, was kommt. Emotionen sind da, um sie zu spüren. Geht rein. Scham und Schuld und Angst behalten euch rein.
- 1:33:06Geht ihr da rein? Kommt ihr in die Entwicklung? Kommt ihr in das Erschaffen? Ihr wisst, wofür ihr da seid. Ihr müsst es einfach noch spüren und richtig herausfinden. Aber irgendwo, ich weiss es, wenn euch das etwas gebracht hat, bewegt hat, irgendwie, geht dem nach. Geht auf die Suche. Die Antworten sind da. Das ist das. Und wir machen weiter mit Podcasts. Ja, wir machen weiter, sowieso. Ja, 100%.
- 1:33:31Danke vielmals für die Worte und an dieser Stelle von meiner Seite auch ein ganz grosses Dankeschön für eure Zeit. Ich finde, Zeit ist das wertvollste der Welt. Wir schätzen die Zeit leider viel zu wenig und ich bin sehr dankbar, dass ihr euch die Zeit genommen habt, um hierher zu kommen. Um mit mir hier eine Stunde 40 über eure Themen, euer Leben, eure Vergangenheit, aber vor allem über eure Zukunft zu sprechen, über eure Methoden, Techniken, Methoden, kann man sagen Methoden? Ja.
- 1:33:58Methodenmodell. ...Modellmodell zu sprechen. Dafür bin ich sehr dankbar, ich durfte viel von euch lernen. Und ich bin sehr dankbar für die Konstellation, die ihr hier herausgebracht habt. Ich glaube, ihr seid zusammen, oder in diesem Dreier-, in diesem Vierer-Team, in dem ihr seid, seid ihr eine Riesenmacht. Und ihr dürft bestimmt ganz viele Leute auf eure Seite nehmen, um sie zu entwickeln, ihnen zu unterstützen, ihnen neue Hoffnungen zu geben.
- 1:34:23Und ich glaube, Hoffnung ist etwas Wunderschönes, das wir gleich raus tragen dürfen. Und darum danke ich vielmals für das. Danke dir vielmals für die Möglichkeit. An dieser Stelle auch danke dir, dass du wieder zugeschaut hast bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt.
- 1:34:38Und du kennst das Game, wie das hier läuft. Hier hat es ein paar Knöpfe, ich erkläre es dir ganz schnell. Einer heisst abonnieren. Wenn du den Knopf drückst, dann verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft. Genau solche Gespräche wie mit Raul und Patricia. Wunderschöne Menschen, die ganz viel Liebe in die Welt bringen.
- 1:34:55durch Schwierigkeiten, die sie im Leben hatten, und die jetzt für dich aufarbeiten können, mit dir gemeinsam. Und dann nochmals einer. Dieser Knopf ist eine kleine Glocke. Wenn du den drückst, dann wirst du sogar benachrichtigt, wenn ein neuer Podcast aufgeschaltet wird auf diesem Kanal. An dieser Stelle danke vielmals, bist du da gewesen. Alles Gute und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Danke, Hetzi. It's a wrap.
- 1:35:24Untertitelung des ZDF für funk, 2017