Latest / neudenker - Der Podcast für den Steuerberater von morgen / 250 – Urlaub ohne Paranoia: Wie du entspannt in deine Kanzlei zurückkommst
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- 0:00(Transkribiert von TurboScribe.ai. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.) Ich höre mir das jetzt auch gut, er hat echt eine top, top Kamera.
- 0:03Ja.
- 0:03Also das sollten wir vielleicht auch mal probieren für eine Frontalaufnahme.
- 0:07Ob das wirklich einen Unterschied macht.
- 0:09Und ich finde bei meinem iPhone, also ich glaube die Übertragung aufs MacBook und so weiter, das dürfte nicht...
- 0:15Er droppt das ja so, zack, eben drüber.
- 0:17Ja, ja, genau.
- 0:19Ich weiß nur nicht, was dann...
- 0:21Gut.
- 0:26Machen wir aber wie gleich.
- 0:27Erst die Folge und dann nachher zum Schluss einmal ein Instagram-Foto.
- 0:33Ronny, nur zur Info, bleibst du hier oder...
- 0:36Ich bleib erstmal hier.
- 0:37Okay.
- 0:40Wir können uns auch zusammen konzentrieren.
- 0:42Jo.
- 0:43Wir können loslegen.
- 0:50Wir können loslegen?
- 0:51Ja.
- 0:52Okay.
- 0:54Wrap it up.
- 1:02Hallo Johannes.
- 1:04Hallo Daniel.
- 1:06Schön, dich wieder hier zu sehen.
- 1:07An unserer Theke, an unserer Stammtisch-Theke.
- 1:11Ja, ich habe fast das Gefühl, das sind fast vertauschte Rollen zwischen uns.
- 1:17Ich muss mal dich fragen, nach so langer Abstinenz, ob du uns überhaupt noch wiedererkennst, ob du deine Firma noch wiedererkennst.
- 1:23Normalerweise bin ich es ja, der irgendwie unterwegs ist und lange Abwesenheit geglänzt hat.
- 1:29Diesmal warst du zwei Wochen nicht in der Firma und erkennst es aber noch alle wieder.
- 1:34Ja, in der Tat.
- 1:35In der Tat.
- 1:36Also ich war jetzt wirklich mal 14 Tage weg oder raus aus dem Unternehmen.
- 1:42Ich habe das so spaßeshalber bei mir im Bekanntenkreis so gesagt.
- 1:46Ich hatte den Eindruck, ich habe noch nie so wenig den Urlaub gebraucht und er war noch nie so erholsam.
- 1:54Also genau in dieser Konstellation auch.
- 1:57Können wir vielleicht heute nochmal ein bisschen darüber sprechen, warum sich dieses Gefühl auch so breit gemacht hat.
- 2:02Ich glaube allerdings, also um das vorwegzunehmen, wir haben ja kein Vorgespräch gehabt darüber.
- 2:08Nee.
- 2:09Es ist ja häufig so, wenn man sehr, sehr angespannt in einen Urlaub geht.
- 2:14Du sagst ja, wenn man den Urlaub am meisten braucht, dann stellt sich am längsten, bis sich dieses Gefühl der Erholung einstellt.
- 2:22Also so ist es zumindest bei mir im Privatleben häufig.
- 2:24Ja, ich fand es mal, eine kleine Anekdote hat eigentlich gar nichts damit zu tun.
- 2:27Meine Kinder lernen ja in Holland schwimmen, weil wir so nah an der holländischen Grenze sind, weil die da noch ein anderes Konzept haben.
- 2:34Aber das wird jetzt zu weit führen heute.
- 2:35Und das ist so ein Ferienresort quasi.
- 2:38Das ist so ein Fünf-Sterne-Campingplatz.
- 2:41Und ich kenne da mittlerweile auch die, die das da macht, ganz gut.
- 2:45Weil das ist jetzt unser drittes Kind, was da schwimmen lernt.
- 2:47Das dauert immer jeweils so eineinhalb Jahre ungefähr, was ein anderes Niveau ist.
- 2:52Und da saß ich immer so, ey, du musst doch hier, du musst doch super sein.
- 2:55Sind alle Leute in Urlaub?
- 2:56Und da sagte sie so, ja, die kommen aber alle ein paar Monate zu spät.
- 2:59Ja, sie sind schon so weit drüber, dass sie halt gar nicht, dass sie schon quasi aggressiv sind, sehr fordernd sind und so.
- 3:06Und das verbindet man ja auch häufig damit, wenn man dann auf einmal Urlaub haben will.
- 3:10Boah, jetzt brauch ich den unbedingt.
- 3:12Dann hält man manchmal ja auch schon die Stufe so, okay, jetzt ist man schon so weit drüber.
- 3:16Bis man dann erstmal runter ist, ist man schon lange wieder im Arbeitsalltag angelangt.
- 3:20Ja.
- 3:21Okay, dann lass uns doch mal einfach rein starten.
- 3:23Was hast du denn gemacht?
- 3:24Du hast gerade so in Anführungsstrichen gesagt, ich war 14 Tage weg.
- 3:27Du warst gar nicht wirklich 14 Tage verreist mit deiner Familie, sondern erzähl mal einfach, was hast du in den 14 Tagen gemacht?
- 3:35Ja, genau, ein kleiner Reisebericht von dem Daniel Taversche.
- 3:40Also die erste Woche habe ich, ehrlich gesagt, im Garten gearbeitet.
- 3:43Wir haben eine Tourenstange aufgebaut, Rasen weitergemacht.
- 3:47Ich habe vor zwei Jahren neu gebaut, von daher gab es da noch einiges zu tun, wie es immer so ist.
- 3:52Es dauert ein paar Jahre, bis man das alles so fertig hat.
- 3:54Am Anfang waren wir jetzt einfach nur froh, dass wir Rasen haben.
- 3:56Jetzt so langsam geht es in die Gestaltung.
- 3:59Wir waren noch ein paar Tage auf unserer Insel von der Familie.
- 4:03Das war ich jetzt mit meinem ältesten Sohn.
- 4:04Insgesamt waren wir aber, mein ältester Sohn und ich waren am häufigsten schon da, fünfmal bis dato.
- 4:09Wir waren jetzt zu fünft mit meiner Frau und meinen drei Kindern auf Juist, Nordseeinsel, neben Norderney, wer es jetzt nicht genau sehen kann.
- 4:18Norderney ist ja meistens der Begriff.
- 4:22Meine Eltern sind zwei Tage später gekommen.
- 4:24So hatten wir erst zwei Tage nur mit uns fünf.
- 4:28Dann waren meine Eltern auch mit dabei.
- 4:31Wir hatten mega Wetter.
- 4:33Eigentlich gibt es ja kein schlechtes Wetter.
- 4:34Ich mag auch an der Nordsee dieses Fiedwetter.
- 4:37Richtig schön an der Nordseeküste entlanglaufen und kalten Wind ins Gesicht und Regen.
- 4:44Aber dieses Mal war es wirklich so 30 Grad, fast.
- 4:47Das ist sehr viel auf einer Nordseeinsel.
- 4:49War eine tolle Zeit.
- 4:52Die 14 Tage habe ich mein Handy auch fast nie mitgenommen.
- 4:55Das ist ein sehr gutes Zeichen.
- 4:57Ich habe es kaum vermisst.
- 4:59Eigentlich gar nicht.
- 5:01Nein, ich habe es nicht vermisst.
- 5:04Lass uns mal in die Vergangenheit schauen.
- 5:06Bei dir klingt schon so durch, als ob das nicht jedes Mal so gewesen wäre.
- 5:10Was hast du vielleicht dieses Jahr anders gemacht im Vergleich zu den vergangenen Jahren?
- 5:14Man kann ja sagen, in dieser Größe, zumindest von der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und an der Anzahl von Kunden sind vielleicht ein paar mehr geworden.
- 5:22Aber war die Situation in den vergangenen Jahren nur auf Papier?
- 5:26War die Situation ähnlich mit den Leuten, mit denen du in Kommunikation treten darfst und mit denen du dich abstimmen darfst, was deinen Urlaub betrifft?
- 5:34Was war dieses Jahr anders?
- 5:36Was hast du im Vorfeld anders gemacht?
- 5:37Wie hast du deinen Urlaub anders geplant?
- 5:39War das eine bewusste Entscheidung, dass du sagst, eine Woche bin ich im Garten, eine Woche bin ich auf Just.
- 5:44Nimm uns mal ein bisschen mit in diese Urlaubsplanung.
- 5:49Ich würde es mal andersrum spielen.
- 5:51Es hat eigentlich gar nichts mit der Urlaubsplanung zu tun, sondern es hat damit etwas zu tun, dass sich die Organisation, die NewGen AG, in dem letzten Jahr so verändert hat.
- 6:01Ja, es ist noch die gleiche Anzahl von Menschen, aber wir haben es schon geschafft, auch mit der gleichen Anzahl, teilweise auch mit unterschiedlichen Leuten wieder.
- 6:10Es sind tolle neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazugekommen.
- 6:12Es sind leider natürlich auch manche gegangen.
- 6:14Das ist halt nun mal so in so einer Organisation.
- 6:17Aber was sich großartig verändert hat, ist, dass wir, ja, der eine oder andere hat mal zum Beispiel Reinventing Organisations gelesen.
- 6:26Das ist auch ein toller Buchtipp übrigens, das ist eine Form.
- 6:30Und ohne dass ich wusste, dass es so heißt, haben wir diese Organisationsformen, schaffen wir immer mehr.
- 6:37Das heißt, dass verschiedene Zellen, nenne ich es jetzt mal bei uns im Unternehmen, also meistens sind es ja so fünf, sechs Leute, sich vornehmlich selbst organisieren.
- 6:47Wir haben ja einige fachliche Leiter bei uns, dann organisatorische Leiter.
- 6:51Das haben wir auch noch mal getrennt.
- 6:53Das hat ja teilweise auch noch mal organisatorisch.
- 6:56Dann haben wir mit Patrick ja einen, der für das ganze Thema Personal zuständig ist.
- 7:00Aber wir haben dann auch fachliche Leitungen.
- 7:02Und die sind wirklich jetzt auch mittlerweile immer mehr bestrebt, weil wir halt unser Tagesgeschäft verstehen.
- 7:08Um mal zu gucken, wie können wir uns noch weiter verbessern?
- 7:11Was sind noch Dinge, die wir noch anders machen können?
- 7:13Was erwarten die Kunden?
- 7:14Welche Kundenfeedbacks können wir nehmen, um das noch besser zu machen?
- 7:18Und in den ganzen Dingen bin ich kaum bis gar nicht mehr involviert.
- 7:22Also ich habe das jetzt mal vor ein paar Monaten mitbekommen, dass wir das Intel Marketing bei uns gemacht haben.
- 7:28Und das kann man gut oder schlecht als Unternehmer.
- 7:30Es gibt sicher auch Leute, die sagen, das darfst du niemals auf die Hand geben.
- 7:33Aber es sind viele Dinge halt auch passiert und haben sich organisiert, ohne dass ich tatsächlich da so drin involviert war.
- 7:39Und das hat sich jetzt, ich würde sagen vor vier, fünf Monaten, immer weiter nochmal wieder verbessert, sodass ich jetzt, als ich Urlaub genommen habe diese zwei Wochen, weil du musst ja wissen, dass in Nordrhein-Westfalen gab es in den vier Wochen vorher ja auch schon Ferien, habe ich auch schon sehr viel mit meinen Kindern gemacht.
- 7:58Also ich habe gestern zu meiner Frau gesagt, wenn ich jetzt morgen nochmal arbeiten gehe, ich habe das Gefühl, ich war schon sechs Wochen nicht mehr strukturiert arbeiten.
- 8:05Und ich glaube, das ist gar kein Gefühl, das ist wirklich so gewesen.
- 8:10Und das war halt der Punkt, wie ich in den Urlaub gegangen bin.
- 8:14Also ich bin nicht so nach dem Motto, boah, jetzt habe ich totalen Stress, habe ich jetzt alles abgegeben, jetzt gehe ich in den Urlaub.
- 8:20Ich brauche den Urlaub, sondern gefühlt war ich vorher schon recht relaxed und dann konnte ich den Urlaub noch viel besser genießen, weil ich nicht diese Erwartungshaltung an mich hatte, jetzt brauche ich Urlaub und brauche Entspannung, sondern es war irgendwie in so einem Flow, einfach so durchgewabbert, also positiv.
- 8:38Und das ist schon ein großer Unterschied.
- 8:40Das heißt eigentlich, wenn man so will, ist meine Urlaubsplanung ja vor zwölf Monaten angefangen.
- 8:44Nach dem letzten Urlaub, jetzt, obwohl das stimmt ja gar nicht, ich fahre im Moment so viel in Urlaub, ich mache Skiurlaub, ich weiß nicht, egal.
- 8:52Ich sage doch, fast verkehrte Rollen.
- 8:53Ja, fast verkehrte Rollen.
- 8:55Du hast mich ein bisschen angesteckt.
- 8:56Mein bester Freund übrigens, der macht das auch, da ziehe ich immer damit auf, dass er immer nur im Urlaub ist und dann sagt er, Moment mal, du hast nur noch ein halbes Jahr, du bist noch dreimal im Urlaub.
- 9:04Also von daher, das hat sich schon verändert.
- 9:06Und das ist halt das Schöne daran, dass ich dadurch, dass die Organisation,
- 9:11und ich habe letztens nochmal so ein tolles Buch gelesen,
- 9:13da ging es auch darum, wenn du die Organisation selber auch als eigene Identität siehst,
- 9:17also eher als quasi fast vermenschlichst,
- 9:20und nicht sagst, wir müssen am Unternehmen arbeiten und jeder ist wie ein Zahnrädchen,
- 9:24nein, bilde ich dann die Organisation,
- 9:26und das sind ja so viele Leute, die auch den ganzen Tag daran gelegen sind,
- 9:29dass es dem Unternehmen gut geht.
- 9:32Und uns geht es ja auch gut, muss man dazu sagen, in sämtlichen Formen.
- 9:35Wir haben sehr viele Bewerbungen, was Mitarbeiter angeht, aber auch die, die mit uns zusammenarbeiten möchten.
- 9:40Wir haben eine gute Auslastung.
- 9:41Es gibt natürlich immer Dinge, die man besser machen kann oder die noch optimal laufen können, aber wir sind ja mehr als zufrieden.
- 9:48Und mit unserem Stammteam, was wir haben, haben wir soweit unser Alltagsgeschäft, würde ich schon fast sagen, relativ standard im Flow.
- 9:59Also das ist jetzt nicht so, dass wir uns jede Woche im Moment neu erfinden müssen.
- 10:03Und das tut uns, glaube ich, im Moment ganz gut.
- 10:05Und mir als der, der halt schon vor vielen Jahren angefangen ist, unternehmerisch zu denken, am Anfang habe ich immer noch viele Sachen, weil ich dachte, ich wäre fachlich teilweise besser als Mitarbeiter, wo ich dann immer eingegriffen habe und gesagt habe, nein, das machen wir so, das machen wir so.
- 10:21Das ist ja jetzt gar nicht mehr der Fall, sondern ich habe, ehrlich gesagt, Respekt vor vielen Leuten bei uns, weil die mehr Kompetenz haben in den Bereichen, als ich sie habe.
- 10:29Ich meine, jeder Steuerberater kennt das von seinen Lohnmitarbeitern in der Regel.
- 10:33Und das entstresst mich dann auch.
- 10:36Das soweit vor dem Urlaub.
- 10:38Zu dem Urlaub brauche ich, glaube ich, gar nicht so viel mehr Persönliches sagen.
- 10:42Aber was ich auch spannend fand war, und da reflektiere ich mich selber noch, und da bin ich noch nicht so weit, wie ich sein will, ist das Aus dem Urlaub zurückkommen.
- 10:53Also ich habe mir extra dann den Montag nach Urlaub genommen, wohlwissend, dass ich zwei Wochen und dann nochmal den Montag, habe den schönen Blick in den Kalender, montags nach Urlaub, habe dann natürlich zu Hause schon vorgearbeitet, damit, wenn ich nach hier hinkomme, keine großartigen Überraschungen da sind.
- 11:11Und ich kenne das noch, ich nenne es jetzt mal aus der selbstständigen Sicht, nicht unternehmerischer Sicht, sondern selbstständiger Sicht, wo ich selber fachlich noch viel gemacht habe, dass ich immer nach dem Urlaub das Gefühl hatte, okay, was ist jetzt passiert?
- 11:24Wo musst du jetzt vielleicht noch Rechen schaffen?
- 11:27Wo sind Dinge nicht bearbeitet worden oder Ähnliches, die ich bearbeitet hätte machen müssen?
- 11:33Und das habe ich gemerkt, als ich Dienstag kurz über hier war, bis 10 Uhr, danach war ich beim Geschäftstermin in der Sauna.
- 11:39Also auch nicht …
- 11:40Du musstest gehen raus an Christian Dirk.
- 11:41Ja, genau.
- 11:44Da war es dann halt so ein Thema, wo ich dann festgestellt habe, warum habe ich denn dieses Gefühl?
- 11:52Das Unternehmen läuft ja so ohne mich, erst mal im normalen Zustand.
- 11:58Natürlich, die Akademiekurse sind nicht gewesen, in den zwei Wochen, wo ich dann im Urlaub war.
- 12:03Also war es auf der Seite so, dass ich selber eigentlich gar nicht das Gefühl haben hätte müssen.
- 12:09Aber so ein bisschen war es dann halt noch so.
- 12:10Ich glaube, das kennen die meisten auch, wenn sie aus dem Urlaub wiederkommen.
- 12:14Was für Hiobsbotschaften gibt es denn?
- 12:16Was habe ich denn?
- 12:17Wo knallt es?
- 12:18Wo sind Mails?
- 12:19Wo sind vielleicht irgendwelche frustrierten Kunden?
- 12:22Oder irgendwie was oder Themen.
- 12:25Aber das war ja nicht so der Fall.
- 12:27Und das ist eigentlich fast nie der Fall.
- 12:29Oder ist nie der Fall.
- 12:30Also fast so eine Paranoia, wenn man dann auch noch den mutigen Schritt geht und sagt, man geht nicht ans Handy.
- 12:36Und dann vielleicht die eine oder andere Nachricht vielleicht sogar verpasst hat oder die E-Mail ist untergegangen oder so.
- 12:39Genau.
- 12:40Das ist auch so ein zweischneidiges Schwert.
- 12:42Ja, ich nenne das jetzt mal, ich erfinde jetzt mal so eine Wortkreation.
- 12:45Das ist Urlaubsparanoia.
- 12:46Also ich habe es vorhin noch nicht gehört.
- 12:48Aber ich glaube, das haben viele, dass man dann denkt, ich hatte es heute Morgen noch im Akademiekurs, da war auch ein Steuerberater, Steuerberaterin, ich muss mir gerade überlegen, Steuerberater, genau, der halt auch sagte, ah nee, wenn ich das Handy und dann außer Hand lege im Urlaub und dann das Gefühl habe, drei Stunden später nicht drauf geguckt zu haben, das ist richtig Stress.
- 13:10Und das hat sich, glaube ich, das braucht man nicht.
- 13:14Aber man darf, also da darf ich auch noch dran arbeiten, dass das vollständig weg ist.
- 13:18Aber das wird schon.
- 13:20Das ist besser.
- 13:21Wie viel Vorbereitung hast du denn, also wir befinden uns ja immer noch in der Urlaubszeit.
- 13:27Ich glaube sogar, dass viele Kanzleien aber eher jetzt Urlaub machen, als zum Beispiel im Juli Urlaub gemacht haben.
- 13:33Ich kenne auch den einen oder anderen Kunden, der jetzt gesagt hat, ja, nächste Woche bin ich weg, können wir nochmal irgendwas vorziehen.
- 13:39Was würdest du denn empfehlen, wenn die jetzt vor dem Urlaub stehen?
- 13:43Also was kann man jetzt noch akut machen, wenn man eben noch nicht jetzt sechs Wochen im Flow ist?
- 13:46Ist es dafür einfach zu spät oder kannst du noch irgendeinen Tipp mit an die Hand geben?
- 13:50Ist es wirklich das zu sagen, ich gucke in die Mails nicht rein oder jetzt so einen kleinen, hast du einen Quick-Learn?
- 13:57Ja, Quick ist bei mir immer so ein Thema.
- 14:00Also ich habe letztens nochmal ein Buch gelesen, da fand ich es richtig spannend, zum Thema Angst.
- 14:04Und manche haben ja tatsächlich, wenn sie im Urlaub gehen, Angst, was passiert in der Zeit, wenn ich nicht da bin.
- 14:10Und es ging in diesem Buch tatsächlich eher um frühkindliche Erziehung zum Thema Angst, weil ja heutzutage viele Eltern, man nennt sie ja häufig auch Helikoptereltern, die da hingehen und sagen, okay, ich möchte nicht, dass mein Kind Angst hat, ich nehme dem Kind die Angst.
- 14:25Also die Situation, in der das Kind Angst hat, vermeiden wir, also Angstvermeidung.
- 14:30Man hat aber in Studien herausgefunden, dass die Kinder, die in der frühkindlichen Zeit Angst vermeiden, dass die eher nachher an Angststörungen und so weiter leiden.
- 14:39Weil die einzige Möglichkeit, wirklich mit Angst umzugehen, ist es, Angst zu durchleben.
- 14:45Und das ist halt das, den Tipp würde ich auch geben, wenn es tatsächlich so ist, so wie gestern bei mir in der Sauna zum Beispiel, da gab es übrigens, kleine Geschichte da, da gab es in dieser Saunanlandschaft, da gab es mittlerweile so Hüllen, da kannst du dann dein Handy reinstecken und dann wird das verblombt, damit du im Saunabereich dein Handy noch nehmen kannst, ja.
- 15:04Aber hinten an die Kamera dicht ist, damit du keine Fotos machen kannst.
- 15:08Und jeder, also ich stand in einer Schlange und jeder von denen hat sein Handy dann in diese Hülle reingepackt, hat die verblomben lassen, musste das 10 Euro dann halt nochmal als Pfand hinterlegen.
- 15:16Und da saßt du dann in der Saunanlandschaft, alle Leute mit dem Handy spielen, was ich total bescheuert fand.
- 15:22Okay, also auch nur im allgemeinen Bereich oder auch in der Sauna-Sauna?
- 15:26Ja, also nicht in der Sauna-Sauna, aber jetzt genau dann im Ruhe-Bereich, Relax-Bereich, da wo man normalerweise, wo ich immer sage, dann nimmst du ein Buch raus, ein richtig schönes Buch, kein elektrisches Ding.
- 15:35Und das ist ja mal diese Detox-Zeit.
- 15:38Das ist eigentlich die eigentliche Erholung an der ganzen Sache.
- 15:40So.
- 15:40So ein bisschen warme Luft.
- 15:41Richtig.
- 15:43Und ich habe mich dann nämlich
- 15:43an dieses Buch erinnert,
- 15:44deswegen erzähle ich jetzt gerade mal
- 15:45diese Geschichte
- 15:46und habe dann gesagt,
- 15:47okay, nein,
- 15:48ich gehe jetzt heute Morgen
- 15:49mal wieder in die Sauna
- 15:49und ich lege,
- 15:50obwohl ich wusste auch,
- 15:51dass zu Hause und im Unternehmen
- 15:52ein paar Entscheidungen anstehen,
- 15:54trotzdem das Handy in das Fach
- 15:59und gehe erst abends um 7 Uhr wieder hin
- 16:02Nicht, dass ich totale Paranoia
- 16:04oder Angst hätte
- 16:04vor ein paar Monaten
- 16:05oder vor ein paar Jahren so.
- 16:06Vor ein paar Jahren hätte ich da richtig krass mitzukämpfen gehabt, aber ich will einfach diese Situation jetzt häufiger haben.
- 16:12Einfach mal den ganzen Tag wieder Handy mit dabei zu haben, wieder irgendwo in die Mail zu gucken oder ähnliches, damit ich einfach diesen Punkt habe, darüber hinaus zu gehen.
- 16:20Also diese Angst,
- 16:21sage ich jetzt mal,
- 16:22diese Urlaubsparanoia
- 16:24zu durchleben,
- 16:25um zu erkennen,
- 16:26aber das muss man, glaube ich,
- 16:27auch bewusst machen,
- 16:28nachher zu sagen,
- 16:29siehst du,
- 16:30ich war den ganzen Tag unterwegs,
- 16:31ich gucke jetzt heute Abend
- 16:32die Sachen an,
- 16:34ich antworte nicht auf jeden Scheiß,
- 16:35sondern wirklich nur,
- 16:36wenn etwas richtig wichtig ist,
- 16:38dann ja,
- 16:38ansonsten lasse ich es,
- 16:39damit meine Mitarbeiter
- 16:40oder halt auch meine Kunden
- 16:43nicht meinen,
- 16:43ich wäre die ganze Zeit verfügbar
- 16:45und reagiere dann wirklich nur
- 16:46auf die Dinge,
- 16:47die wirklich extensiv wichtig sind.
- 16:51Und das wäre der Quick-Tipp, zu sagen, wenn ich doch dann in den Urlaub gehe, lege ich doch einfach mal das Handy den ganzen Tag weg.
- 17:02Und wenn es dir in den Finger kribbelt und wenn du dann merkst, dass dein Puls ein bisschen höher geht und wenn du dir ausmalst, was alles passieren könnte, halt es aus und mach es mal ein paar Tage, damit du dann wirklich mal erkennst, passiert ja nichts.
- 17:16Die Kanzlei steht noch, die Mandanten sind noch da, Finanzamt steht noch nicht oder die, keine Ahnung, es ist noch keine Steuerfahndung bei irgendeinem Mandanten, alles in Ordnung.
- 17:26Das wäre halt eine Sache, was ich machen würde.
- 17:30Und vielleicht noch so einen anderen kleinen Quick-Tipp.
- 17:34Ja, einfach die elektrischen Sachen, eigentlich das Gleiche, auch Laptop oder Ähnliches gar nicht reingucken.
- 17:42Ihr habt ja alle den Autoreply mit Sicherheit drin, dass ihr in der Urlaub seid, dass in dieser Zeit keine Mails gelesen werden, nicht weitergeleitet werden und erst das dann und dann.
- 17:51Und wenn ganz dringende Notfälle sind, dann bitte bei so und so melden.
- 17:55Wenn du diese Kette hast, und das dann, wenn diese entsprechende Person, die dann in dem Autoreply genannt wird, mit den Kontaktdaten, wenn die dann entscheidet, dass es super wichtig ist, dann gibt es vielleicht auch nochmal die Möglichkeit, da nochmal eine SMS abzusetzen oder wie auch immer, damit man dann da nochmal was sehen kann.
- 18:14Okay.
- 18:15Ja, nehme ich mit.
- 18:16Ich habe ja auch in einer Woche Urlaub.
- 18:17Für eine Woche nur.
- 18:19Du bist doch jetzt gerade wieder da, oder?
- 18:20Ja, mega witzig.
- 18:24Okay, ja, ich glaube, können sich die Steuerberaterinnen und Steuerberater was von mitnehmen.
- 18:29Wann ist dein nächster Urlaub?
- 18:31Mein nächster Urlaub?
- 18:32Ui, ja, sprechen wir nicht drüber.
- 18:35Ich glaube, im Oktober.
- 18:38Aber vielleicht noch ganz kurz dazu.
- 18:40Ich hatte heute nämlich auch einen tollen Steuerberater, auch im Akademiekurs.
- 18:44Und wir sind gerade bei diesem Akademiekurs so, was macht dich glücklich oder was macht dich wirklich zufrieden?
- 18:49Wie willst du nachher dein Leben führen?
- 18:50Das ist wirklich auch handfest, nicht nur irgendwie, indem wir uns das manifestieren, sondern wirklich was damit.
- 18:55Und er sagte, fand ich ganz spannend, passt gerade zu dem Thema, links und rechts neben mir wohnen Lehrer seit Ewigkeiten.
- 19:04Und die haben immer total viel Urlaub.
- 19:06So wegen Ferien und so.
- 19:08Sagen natürlich immer, naja, wir müssen noch was machen.
- 19:10Ja, im Unterricht vorbereiten.
- 19:11In der Toskana mit Rotweinglas in der Hand.
- 19:13Ja, richtig.
- 19:15Und der sagte, mein Ziel ist es, mindestens genauso viel oder mehr Urlaub zu haben wie Lehrer.
- 19:23Als Kanzleiunternehmer.
- 19:25Also, ne?
- 19:25Der hat eine eigene Kanzlei, ist im, ja, im Kölner Raum.
- 19:31Und hat jetzt mal zusammengezählt, mit Karneval zusammen kommt er nächstes Jahr schon auf 65 Urlaubstage.
- 19:38Als Kanzleihenhaber.
- 19:39Und das finde ich cool.
- 19:40Und das finde ich auch eine Sache, das darf man sich dann auch erlauben, weil wir haben mit ihm dann zusammen auch gearbeitet.
- 19:46Er muss halt sehen, dass er in gewissem Zeitraum, wenn er denn da ist, die und die Dinge und Rahmenbedingungen schafft, damit er dann auch tatsächlich wieder in Urlaub fahren kann.
- 19:56Und ich glaube, hätte man das vor zwei, ja, sagen wir mal vor 10, 15 Jahren irgendwie beim Kammortag erzählt, dann hätte man die Akkreditierung verloren als Steuerberater, wenn man sowas sagt oder vorhat.
- 20:07Aber das ist halt schon so ein Ding, das finde ich gut, wenn jemand solche Ziele hat.
- 20:12Und wenn man dann wirklich diese Absicht hat und dann die Rahmenbedingungen aufbaut, dann wird es auch funktionieren.
- 20:18Man braucht aber genau dieses Ziel.
- 20:20Und ich glaube, das wäre auch noch mal letztes.
- 20:22Überlege dir, wofür du den Urlaub machen möchtest.
- 20:24Was bringt dir das?
- 20:25Was möchtest du, dass du nicht so reaktiv im Urlaub reingehst, sondern wirklich aktiv auch sagst, was brauche ich jetzt, damit ich mich erhole oder entspanne oder mich interessiert oder wie auch immer.
- 20:35Ja.
- 20:37Und nimm dir vielleicht noch den Montag frei.
- 20:40Und genau, nimm dir den Montag frei.
- 20:41Oder es gibt ja auch die andere Fraktion, die sagt ja dann noch, die arbeitet dann direkt, nimmt sich dann schon extra den Freitag nicht mehr frei.
- 20:50Geht dann schon wieder arbeiten, damit man Freitags schon mal diese meisten Sachen wieder abgearbeitet hat, damit man wenigstens dann das Wochenende noch wieder hat, ohne ein schlechtes Gefühl, also wieder Urlaubsparanoia zu haben, um Montag wieder ganz normal im Flow zu sein.
- 21:04Also auch das.
- 21:04Aber trickst dich einfach aus, damit du da nicht im Urlaub leidest unter Paranoia.
- 21:10Okay.
- 21:12Urlaubstricks von Daniel Tewersche.
- 21:14Für alle Steuerberater.
- 21:16Aber jetzt habe ich ja etwas hier unserer Zeit erzählt.
- 21:17Welchen Superheld hast du denn?
- 21:18Oh, jetzt hast du mich wirklich auf den falschen Fuß erwischt.
- 21:24Du warst doch gerade im Urlaub.
- 21:25Du musst doch jede Menge Superhelden kennengelernt haben.
- 21:28Ich habe eine Superheldin, unsere neue Putzkraft, die ja plötzlich einfach hier war und plötzlich war alles wieder so wunderschön sauber und die aus den eigenen Reihen kam, die Mutter von der lieben Laura Martina, heißt sie, glaube ich, wurde heute vorgestellt, eine neue Superheldin in unseren Reihen.
- 21:50Und ja, toller Mensch, tolle Arbeitskraft.
- 21:54Und ja, freue ich mich drauf.
- 21:55Hat es auch schon öfter geshuttled.
- 21:57Kann man sich ja bei Laura immer drauf verlassen.
- 21:58Irgendwie, Laura ist unser internes Taxiunternehmen.
- 22:02Ich hoffe, Laura hört diese Folge nicht.
- 22:05Ja, und wir hatten ja vorher Jasmin.
- 22:08War ja auch schon Superheldin.
- 22:09Die hat jetzt aufgrund da, weil sie sich auch beruflich noch in anderen Bereichen verändert hat, hat sie aufgehört.
- 22:14Wir waren noch der einzige und letzte Kunde von ihr und sie gehörte ja auch schon mit zum Team.
- 22:21Und ich finde das auch da wieder von der Wertschätzung.
- 22:26Aber wenn man die Position halt anders sieht, also Jasmin, ich habe ihr das nachher auch nochmal geschrieben, dadurch, dass sie dann auch meinen Arbeitsplatz entsprechend immer mit so viel Liebe nochmal wieder, also der ist wirklich auch strukturiert und gut.
- 22:38Ich mag das, was man bei mir vielleicht nicht vorstellen kann, überhaupt nicht, wenn mein Schreibtisch nicht ordentlich ist.
- 22:44Aber nichtsdestotrotz immer alles wieder taco, alles wirklich 100% akkurat auf dem Platz.
- 22:51Und das schafft mir einfach irgendwo dann auch, ja, eine Struktur an dem Arbeitsplatz zu arbeiten.
- 22:58Das ist viel mehr als einfach nur Reinigungskraft, sondern befähigt unsere Leute halt auch, in einer strukturierten oder in einer guten Umgebung halt Potenzial zu entfalten, ohne dass man sich da Gedanken zu machen muss.
- 23:11Ich finde, das wird halt auch häufig genug unterschätzt, wenn man so eine Reinigungskraft hat.
- 23:15Jo.
- 23:16Okay, in diesem Sinne.
- 23:17Ich glaube, ich muss jetzt gleich mal anfangen, wieder zu arbeiten.
- 23:20Ja, ich glaube auch.
- 23:21Was haben wir gebraucht?
- 23:22Halbe Stunde.
- 23:23Alles klar.
- 23:24Danke.
- 23:25Tschüss, bis nächste Folge.
- 23:33In dieser Folge sprechen wir darüber, wie du es schaffst, nicht mehr unbedingt unter Urlaubsparanoia zu leiden, wenn du nämlich Angst hast, wieder aus dem Urlaub zurückzukommen, was denn alles so passiert sein könnte.
- 23:49Okay?
- 23:52Also, ich fand es ein bisschen ...
- 23:54Heilig?
- 23:54Ja, mach ich nochmal.
- 23:55Okay.
- 23:57In dieser Folge sprechen wir darüber, wie es ist, wenn du aus dem Urlaub zurückkommst und schon fast unter Paranoia leidest, weil du das Gefühl hast, dass ganz schlimme Sachen passiert sind.
- 24:09Wie du das vermeidest, darüber sprechen wir jetzt.
- 24:13Was haben wir gebraucht?
- 24:19Eine kurze Sache, das wusstest du aber nicht.
- 24:21Du müsstest sie vielleicht rausschneiden.
- 24:23Das ist so als Nebensatz gefallen, dass Christian Dirk und ich gestern waren, sollte nicht kommuniziert werden.
- 24:28Ach so.
- 24:28Ja.