Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Bundespräsident Steinmeier würdigt das Ehrenamt
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- Music. Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 10. September. Russische Drohnen verletzen polnischen Luftraum. Steinmeier hebt Bedeutung des Ehrenamts hervor. Prozess gegen Klimaschutzgruppe? Letzte Generation pausiert. Gewerkschaft kämpft für die Zukunft von Jungheinrich in Lüneburg. Gesuchter Mann in Hamburg-Altona verhaftet. Ketaminverkauf an 13-Jährigen führt zu Festnahme. Hamburg verzeichnet starkes Reallohnwachstum. Hamburger Denkmaltage bieten Einblicke in verborgene Orte. Music. Gestern Nacht wurde der polnische Luftraum von einer großen Anzahl russischer Drohnen verletzt. Diejenigen Drohnen, die eine direkte Bedrohung darstellten, wurden abgeschossen. Ich stehe in ständigem Kontakt mit dem Generalsekretär der NATO und unseren Verbündeten. Polens Ministerpräsident Donald Tusk, 68, berief eine Krisensitzung ein, nachdem Drohnen aus Russland den polnischen Luftraum verletzt haben. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft betont. Das Ehrenamt ist nicht einfach nur wichtig, sondern es ist das Rückgrat unserer Demokratie, sagte Steinmeier bei einem Besuch im Körbehaus in Bergedorf. Seit der Eröffnung Ende 2022 bietet das Haus einen offenen Treffpunkt für Menschen aller Generationen und Kulturen. Es muss uns wieder gelingen, Menschen aus unterschiedlichen Milieus zueinander zu bringen, und das macht das Körberhaus auf vorbildliche Weise, sagte Steinmeier. Begrüßt wurde der Bundespräsident von Mitgliedern des Menecksche Chor. Der Chor wurde 2011 gegründet, um Menschen mit türkischen Wurzeln und die deutsche Gesellschaft durch die Kraft der Musik miteinander zu verbinden. Steinmeier informierte sich über mehrere Projekte, die im Körberhaus angeboten werden. Er sprach mit Ehrenamtlichen und Grundschulkindern einer Bergedorfer Leselernhilfe. Die Engagierten unterstützen Grundschulkinder beim Lesen, vormittags in zehn Bergedorfer Schulen und nachmittags in der Bücherhalle im Körberhaus. Der Prozess gegen Mitglieder der Klimaschutzgruppe. Letzte Generation wegen den Farbattacken auf eine Yacht in Neustadt und eine Hotelbar sowie Geschäfte auf Sylt ist aufgehoben worden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Eigentlich sollte die Hauptverhandlung am Donnerstag beginnen, die zuständige Richterin am Amtsgericht Niebüll hob die Hauptverhandlung aber auf Antrag einer Verteidigerin und nach Beteiligung der Staatsanwaltschaft auf. Zwei Männern, heute 24 und 66 Jahre, und zwei Frauen, heute 23 und 45 Jahre, werden Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung vorgeworfen. Hintergrund der Aufhebung ist eine erst vor kurzem eingegangene gutachterliche Einschätzung zur Höhe des Schadens an der Yacht, die Bewertungen divergieren erheblich. Die Richterin plant daher, ein gerichtliches Sachverständigengutachten einzuholen. Die Staatsanwaltschaft hatte den Schaden an der Yacht auf mindestens 250.000 Euro beziffert. Die Staatsanwaltschaft wirft der heute 45 Jahre alten Frau und dem 66-jährigen Mann vor, am 8. Juni 2023 in einer Westerländer Hotelbar orangefarbene Flüssigkeit und Pulver verteilt zu haben. Dabei soll ein Schaden von 46.000 Euro entstanden sein. Am 16. Juni sollen die beiden die Fassade einer Boutique in Kampen mit oranger Farbe besprüht haben. Zeitgleich sollen die anderen beiden Angeklagten die Außenwand eines Kampener Juweliergeschäfts mit orangefarbener Flüssigkeit besprüht haben. Als Schadenshöhe werden Beträge von rund 68.000 Euro bzw. 3.000 Euro genannt. Einige Tage später sollen die Angeklagten dann in Neustadt in Holstein die Motorjacht mit Lack und Pulver besprüht, Plakate ausgebreitet und sich an der Reling der Yacht festgeklebt haben. Neue Hoffnung bei Jungheinrich. Mitte Juli hatte der Gabelstaplerhersteller den Abbau von weltweit 1000 Arbeitsplätzen im Zuge eines Sparprogramms angekündigt. Wenige Tage später war klar, dass auch die Werke rund um Hamburg betroffen sein werden. Am härtesten die Produktion und Konstruktion in Lüneburg. Der Standort solle bis Mitte Juli 2027 aufgegeben werden, erklärte der Konzern. Doch nun keimt neue Hoffnung in Lüneburg. Zumindest bei der Gewerkschaft IG Metall. Sie hat dem Jungheinrich-Management um Vorstandschef Lars Brzoska sogenannte Gespräche über die Zukunft des Standorts Lüneburg mit knapp 400 Beschäftigten angeboten. Und laut einer Mitteilung der Gewerkschaft hat Jungheinrich nach ersten Sondierungsgesprächen zugesagt, bis zum 19. September zu entscheiden, ob der Konzern in solche Gespräche einsteigt. Firmensprecher bestätigte gegenüber dem Abendblatt, das Unternehmen wird bis zum 19. September eine Stellungnahme zu den Vorschlägen der Gewerkschaft abgeben. Ein wegen Körperverletzung gesuchter Mann ist am Bahnhof Altona verhaftet worden. Der 41-jährige Pole wollte dort laut Bundespolizei am Dienstagabend einen Supermarkt trotz Hausverbots betreten. Ein Sicherheitsmann am Eingang des Geschäfts habe ihm den Durchgang versperrt. Daraufhin sei der Mann aggressiv geworden und habe eine Mitarbeiterin beleidigt. Eine Streife der Bundespolizei stellte fest, dass der 41-Jährige per Haftbefehl gesucht wurde. Er soll Anfang des Jahres am Busbahnhof in Altona einen Mann auf den Kopf und ins Gesicht geschlagen und ihn so schwer verletzt haben. Das Amtsgericht Hamburg erließ wegen Fluchtgefahr einen Haftbefehl. Einsatzkräfte der Polizei haben gestern einen 30-jährigen Deutschen vorläufig festgenommen, der ein verschreibungspflichtiges Medikament an einen 13-Jährigen verkauft haben soll. Gestern Morgen erlitt ein 13-jähriger Junge in einem Linienbus im Stadtteil Farmsen-Berne mutmaßlich aufgrund der missbräuchlichen Einnahme einer verbotenen Substanz einen medizinischen Notfall. Eine Rettungswagenbesatzung transportierte das Kind daraufhin in ein Krankenhaus. Eine alarmierte Funkstreifenwagenbesatzung erhielt Hinweise darauf, dass der 13-jährige Ketamin eingenommen haben könnte, das er mutmaßlich am Montagabend bei dem 30-Jährigen erworben hatte. Ketamin ist ein Narkosemittel aus der Tiermedizin, das inzwischen auch als Partydroge missbraucht wird. Ermittler des Drogendezernats übernahmen die Ermittlungen und durchsuchten daraufhin im Stadtteil Wandsbeck die Wohnung des Tatverdächtigen. Hier fanden sie unter anderem rund 80 Gramm Amphetamine, ca. 26 Gramm Ketamin, mehrere Ecstasy-Tabletten und etwas Kokain. Die Reallöhne in Hamburg lagen im zweiten Quartal 4 Prozent über denen des Vorjahresquartals. Das teilte das Statistikamt Nord in Hamburg mit. Das Reallohnwachstum pegelt sich auf einem normaleren Niveau ein, sagte eine Statistikerin des Amtes zu der Entwicklung. Im ersten Quartal hatte das Reallohnniveau 1,7 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen. Der Reallohn ist der um die Inflation verringerte Verdienst. Steigende Reallöhne bedeuten für Verbraucher eine höhere Kaufkraft. Unter dem Motto wertvoll, unbezahlbar oder unersetzlich öffnen sich in Hamburg von Freitag bis Sonntag die Türen zahlreicher Denkmäler, die den Rest des Jahres nicht öffentlich zugänglich sind. Neben geführten Rundgängen und Führungen gibt es kulturelle Angebote und ein Familienprogramm, wie die Stiftung Denkmalpflege mitteilte. Der Hamburger Denkmaltag ist Teil des bundesweiten Tages des offenen Denkmals, Sonntag. Am Freitag von 14 bis 17 Uhr heißt es Open Ship auf dem Dampfschiff Schahörn, am Anleger Bremer Kai im Hanserhafen. Nachmittags wird der Kessel angeheizt, denn das Schiff soll am Sonnabend und Sonntag jeweils um 13 Uhr auf Elbfahrt gehen. Am Freitagabend ab 20.30 Uhr verwandelt das Kollektiv A Wall is a Screen Hamburger Fassaden in eine lebendige Leinwand. Treffpunkt dafür ist der Platz der Deutschen Einheit. Etliche Denkmäler bieten Führungen an, etwa der St. Pauli Elbtunnel am Sonnabend und Sonntag um 10 Uhr sowie am Sonnabend zusätzlich um 12 Uhr. Das Deutsche Maler- und Lackierermuseum im Billwerder Glockenhaus lädt an beiden Tagen zwischen 10 und 18 Uhr zu Führungen ein. Führungen durch den vor über 30 Jahren wiederentdeckten Röhrenbunker in Eppendorf sind am Sonnabend um 12.30 Uhr, 14 und 15.30 Uhr möglich. Das komplette Programm des Hamburger Denkmaltags ist unter www.denkmalstiftung.de-berber-denkmaltag nachzulesen. Das Büro vom lieben Lars ist leider nicht dabei. Dabei wirkt es auch wie ein Lost Place aus der Zeit vor der Pandemie. So sahen Büros aus, bevor sie wegen Corona für immer verlassen wurden. Music.