Latest / Fadegrad / Long Covid: Leben am Nullpunkt
Transcript
- 0:00Gibt's was, das dir besonders viel Freude gemacht hat vor
- 0:03deiner Erkrankung? Was jetzt überhaupt nimmer
- 0:05möglich ist oder denkbar ist. Ja, da könnt ihr jetzt anfangen
- 0:09und heute Abend aufhören mit aufzählen zwischen deinen
- 0:12schlafen eben. Wie gesagt, ich bin eher ein
- 0:14genussvoller Mensch, ich habe zum Beispiel in einem café
- 0:18sitzen und etwas Kaffee trinken, mit jemandem zu diskutieren über
- 0:24Gott und die Welt, das ist etwas, was ich sehr gerne
- 0:27gemacht habe, und das ist seit 2 Jahren eigentlich nicht mehr
- 0:31möglich. Vater Grad.
- 0:42Der Podcast, der fragt, warum Menschen tun, was sie tun und
- 0:45wie sie geworden sind, wer sie sind.
- 0:52Stell dir vor, nichts geht mehr. Dinge, die du früher mit
- 0:55Leichtigkeit geschafft hast, arbeiten, Hobbys ausüben, dich
- 0:59mit Freund innen zu treffen oder morgens aus dem Bett kommen, all
- 1:03das ist nicht oder nur mit größter Anstrengung möglich.
- 1:07Genau das ist Evelyn Strübe passiert.
- 1:10Die ST. Gallerin ist an Long Covid
- 1:12erkrankt und damit eine von 300 000 Menschen in der Schweiz,
- 1:16mein Name. Ist Ines Scherberger Ich bin die
- 1:18Gastgeberin des Vadegrad Podcasts und wir sprechen heute
- 1:21über ihr Leben vor und mit Long Covid und darüber, was ihr in
- 1:25der Erkrankung Kraft gebt. Herzlich Willkommen.
- 1:29Dankeschön, dass ich darauf sehe.
- 1:31Evelin, Wie geht es dir heute auf einer Skala von 1 bis 10 1
- 1:35ist sehr schlecht, Zähne sehr gut.
- 1:37Frag nach dem wie's mir geht. Ist nimmer so einfach, die ist
- 1:41komplizierter worden wie früher noch, wenn ich aus der
- 1:44Perspektive schaue. Im Kranksein würde ich sagen,
- 1:48heute bin ich so bei einem 5. Wenn ich aber aus der
- 1:52Perspektive schaue im Vergleich zu jemandem, der gesund ist, wo
- 1:56mag, dann werde ich etwa zwischen 2 und 3.
- 2:01Du wolltest die Interviewfragen im Vorfeld haben und wir sind
- 2:04jetzt auch bei dir zu Hause bei deinem bequemen Stuhl, wo du
- 2:07dich anlehnen kannst. Die Fragen wolltest du im
- 2:10Vorfeld, weil du meintest, dass es für dich zu anstrengend sei,
- 2:12da vor Ort die Fragen zu hören und dann gleich eine Antwort
- 2:15parat haben zu müssen. So ein Beispiel dafür, was dann
- 2:19in der Krankheit nicht mehr geht.
- 2:20Was sind noch Dinge, die früher vielleicht kein Problem gewesen
- 2:24wären, die heute besonders anstrengend sind?
- 2:27Hier also mein ganzer Alltag ist sehr viel komplizierter worden.
- 2:32Es ist nichts mehr einfach einfach, es braucht für alles
- 2:38eine unglaubliche Organisation. Also das Interview jetzt hat ja
- 2:44schon angefangen, dass ich mir überlegen, zu welcher Tageszeit
- 2:47möchte ich das machen, was ist gut und dann wenn stehe ich auf,
- 2:53wann trinke ich meinen Kaffee, wann habe ich nochmal Ruhezeiten
- 2:57also. Alles mein ganzer Alltag kann
- 3:00nur noch. Mit einer peniblen Planung
- 3:05gelebt werden. Wenn ich mir vorstelle, heute
- 3:09ist ein schöner Tag, am Nachmittag noch spontan raus in
- 3:13die Dreiweiheren in St. Gallen, geht das nach so einem
- 3:16Interview. Nein, das geht nicht mehr, das
- 3:18ist sehr klar, dass das nicht geht.
- 3:21Ich werde nach dem Interview schauen, dass ich noch etwas
- 3:25esse, wahrscheinlich bin ich dann sehr müde, aber ich schaue,
- 3:28dass ich noch etwas esse, weil das ist dann wichtig für mich,
- 3:31dass ich aber. Kann ins Bett und dann hoffe
- 3:35ich, dass ich nicht zu erschöpft bin, sondern kann schlafen.
- 3:41Nachher muss ich schauen, wie ich schlafen konnte, ob noch ein
- 3:46kurzer Spaziergang am Abend liegt, was sicher nicht drin
- 3:49liegt, ist nochmal etwas soziales, also soziale Kontakte.
- 3:55Es ist ganz wenig geworden und sehr kostbar.
- 3:59Long Covid hat dein Leben also komplett verändert.
- 4:03Was hat denn dich ausgemacht vor deiner Erkrankung?
- 4:07Ja, ich glaube, ich bin ein Mensch, wo respektiv ja, ich bin
- 4:11ja immer noch ein Mensch, der sehr gesellig ist, gerne mit
- 4:15Leuten unterwegs ist, gerne auch in Gesprächen ist, in
- 4:19Diskussionen mit Menschen. Dann ist es aber auch so, dass
- 4:23ich eben diese Stille, den Rückzug.
- 4:27Schon vor meinem erkrankt werde sehr gebraucht, habe also meine
- 4:31Lebensform ist immer so in den 2 Polen gewesen, so Geselligkeit
- 4:36mit Menschen, aber auch im Rückzug und in dem Innengleich.
- 4:40Glaube ich hätte mich schon auch ausgemacht, dass ich einen sehr
- 4:42fröhlichen, humorvoller Mensch bin.
- 4:44Also Humor ist auch jetzt noch sehr wichtig, so der Witz im
- 4:50Alltag, das ist für mich ganz wichtig, aber ich kann auch
- 4:53melancholische Phasen, wo ich sehr nachdenklich bin.
- 5:00Wo mich sehr auch dann anregt zum Schreiben.
- 5:02Ich schreibe gerne, das habe ich vor meiner Erkrankung schon und
- 5:06ich glaube so, dass ich rede gerne, ich bin sehr
- 5:08kommunikativ, aber auch so, dass ja das schreiben, das Stille,
- 5:12das nachdenkliche, ich glaube, das hat für mich immer eine gute
- 5:17Mischung, also. Du als Mensch bist ja eigentlich
- 5:21gleich geblieben und immer noch die Eveline.
- 5:23Geblieben genau aber sind natürlich schon so.
- 5:27Ich würde sagen, ich bin seit 2 Jahren so in einer Tourkrise
- 5:30inne, mal ein bisschen tiefer, mal ein bisschen weniger Tiefe
- 5:33und das ändert oder intensiviert ganz vieles von vorne, also
- 5:39sowohl die melancholischen Phasen wie auch die genussvollen
- 5:44Momente. Er hat sich schon in dem inne,
- 5:48hat sich alles intensiviert mit allem guten und
- 5:52herausfordernden. Gibt es.
- 5:55Etwas, das dir besonders viel Freude gemacht hat vor deiner
- 5:57Erkrankung. Was jetzt überhaupt nicht mehr
- 5:59möglich ist oder denkbar ist. Ja, da könnt ihr jetzt anfangen
- 6:03und heute Abend aufhören mit aufzählen zwischen deinen
- 6:06schlafen eben. Wie gesagt, ich bin eher ein
- 6:09genussvoller Mensch, ich habe zum Beispiel in einem café
- 6:13sitzen und etwas Kaffee trinken, mit jemandem zu diskutieren über
- 6:18Gott und die Welt, das ist etwas, was ich sehr gerne
- 6:21gemacht habe, und das ist seit 2 Jahren eigentlich nicht mehr
- 6:25möglich. Dann ist es auch das Lesen.
- 6:29Ich lese sehr gerne und das habe ich ganz lange jetzt gar nicht
- 6:35mehr, jetzt seit so ein paar Monaten kann ich wieder gut
- 6:38dosiert so vielleicht eine halbe Stunde, zweimal eine halbe
- 6:42Stunde pro Tag etwas lesen und das geniesse ich sehr, aber das
- 6:46vermisse ich so und da traue ich der Anführungs und
- 6:50schlusszeichen Alter guten Zeit genommen.
- 6:54Ich habe gestern, weil ich frei hatte, einfach mal so an einem
- 6:57Tag einen ganzen Roman gelesen. Das ist was, was ich mir gar
- 7:02nicht vorstellen könnt, dass das eigentlich was ganz Besonderes
- 7:06ist. Wenn man das kann, ja.
- 7:08Ja, das ist mit allen vor und Nachteilen oder
- 7:12Herausforderungen ist das etwas, wo so die Achtsamkeit, so dass
- 7:16der Fokus auf das kleine Glück, würde ich sagen, das hat sich
- 7:22extrem verändert, und für das bin ich auch dankbar.
- 7:25Also wenn ich. Dann rede ich davon eine halbe
- 7:29Stunde. Ich weiß, heute ist schönes
- 7:31Wetter, das ist ein Glücksmoment, wenn ich denke,
- 7:36die körperliche Kraft haben und wenn man das weiß, dann geht man
- 7:40einfach schon ganz anders und mir begegnet so viele Sachen,
- 7:43die ich vorher nie gesehen habe. Also ich wohne seit 15 Jahren.
- 7:47Hier in der Stadt St. Gallen.
- 7:49Genau in der Altstadt, in der Fussgängerzone und aus einem
- 7:53Fenster. Einen schönen Garten und ich
- 7:57habe jetzt in dieser Krankheitsphase entdeckt, dass
- 8:00wir ein Eichhörnchen haben. In dem Garten.
- 8:03Und 15 Jahre lang wusste ich das nicht.
- 8:06Und das sind so kleine, ja Sachen, die einfach so kostbar
- 8:13sind, so viel wert bekommen und mich immer wieder freut.
- 8:18Mega schön. Auch beim Musikhören hat sich
- 8:24bei dir wahnsinnig viel verändert, was du mir mal.
- 8:26Erzählt ja. Also ich habe in dieser
- 8:29Erkrankungszeit eine sehr leichtempfindlichkeit gehabt,
- 8:33eine grosse und Geräuschempfindlichkeit und
- 8:36Geräuschempfindlichkeit ist eben nicht nur Geräusche, sondern
- 8:39auch Musik, also zum Beispiel klassische Musik geht gar nichts
- 8:44mehr, Pop ist ganz lange gar nichts mehr.
- 8:48Nur schon Hörbücher habe ich am Anfang.
- 8:51Ich verlangsamter von also so langsam wie es ging zum
- 8:56einstellen. Da sind dann die Stimmen sehr
- 8:58verzogen, aber ich kann es gar nicht mehr vertragen.
- 9:02Jetzt noch dein Namen gibt es manchmal.
- 9:04Einen Moment, wo ich ein Lied hören kann, aber meine
- 9:08Lieblingslieder der Kiss Jared ist so ein bisschen jazzmäßig,
- 9:13das Verträge ich noch überhaupt nicht und der hat ein Lied das
- 9:16Köln Konzert, das geht dann 22 Minuten und das ist so ein Lied,
- 9:22das mich im Leben begleitet durch alle.
- 9:25Tiefs und höchst. Und ja, da leide ich ein
- 9:29bisschen darunter, dass ich das in dieser Phase jetzt einfach
- 9:31nie hören kann. Und ich probiere es immer
- 9:33wieder, und das geht noch nicht. Hast du es verinnerlicht und
- 9:38stellst es dir dann vor? Ja, sehr, das kann ich, und das
- 9:42bin ich sehr dankbar. Aber es ist halt gleich nicht
- 9:46das Gleiche. Ganz klar.
- 9:51Im Juni 2022 bist du an Covid erkrankt?
- 9:55Wie hast du gemerkt, dass das kein gewöhnlicher Verlauf ist?
- 9:59Ja, also Corona selber ist ein milder Verlauf.
- 10:02Ich habe ein bisschen Fieber gehabt und so Symptomen wie
- 10:04viele haben und dann ist eigentlich wie diese Phase
- 10:07gekommen, wo man immer hat in einer Grippe, wenn man dann
- 10:10nämlich wieder gesund werden ist und wieder im Alltag schon
- 10:14wieder arbeitet und drin ist, wo man dann, wie vielleicht merkt,
- 10:17ja, es geht jetzt noch eine Weile, bis man wieder richtig.
- 10:22Kraft hat. In dieser Phase ist mir oft mal
- 10:26bewusst, dass es mir eigentlich immer schlechter geht.
- 10:31Also das ist wieso ein schleichender Prozess in ein 2
- 10:34Wochen, wo ich dann ja immer weniger Kraft bekommen habe,
- 10:40anstatt wieder mehr und bis es dann zu einem körperlichen
- 10:44Zusammenbruch geführt hat, wo ich nichts aufstehen konnte.
- 10:48Also ich war über mehrere Monate.
- 10:51Eigentlich nur bettlägerig, also das Aufstehen auf das WC zu
- 10:57gehen, das ist ja wie ein Marathon für mich.
- 11:01Also das heisst, mein Puls ist so hoch, dass er nachher über
- 11:06Stunden nicht mehr runtergekommen ist.
- 11:09Nur auf die Toilette gehen. Auf das Wette gehen und das sind
- 11:125 Schritte von meinem Zimmer aus sehr langsam aufgestanden und
- 11:16ich bin oft dann im Bett gelegen und gefunden.
- 11:19Wie soll ich jetzt? Sweatshirt also man kann sich
- 11:22das nicht vorstellen. Ich hätte mir das nie vorstellen
- 11:26können, wenn ich es nicht selber erlebt hätte.
- 11:29Die Kraftlosigkeit vielleicht ist es ähnlich, wie wenn jemand
- 11:33nach einer schweren Operation das so merkt, oder da braucht
- 11:36sie auch ein bisschen Zeit, oder wenn man wirklich jetzt mal ein
- 11:39Grip hat, wo einem Fest irgendwie geschwächt hat,
- 11:42nachher so ein paar Tage und in diesem bin ich eigentlich
- 11:47permanent. Immer noch.
- 11:51Welche Abklärungen hast du da getroffen?
- 11:54Was du bei Ärztinnen wirst? Du versucht herauszufinden, was
- 11:57da los ist. Ja, der Schäl lange Odyssee und
- 12:02auch immer wieder schmerzhaft und und unschön, bis ich dann
- 12:08wirklich jetzt in guten Händen bin von Ärztinnen und Ärzten, wo
- 12:14dann auch die Diagnose stellen konnten, wo es dann auch klar
- 12:17geworden ist, was es denn wirklich ist.
- 12:19Longcovid ist ein Ausschluss. Krankheit also man muss alles
- 12:24zuerst ausschließen und das hat halt geheißen, dass es wirklich
- 12:29lange Unisex von abklären. Und Tests und und und.
- 12:33Bis dann einfach klar wurde isch bis aus gesund, ich kann nichts
- 12:38und es ist wirklich ab dato Corona.
- 12:43Ist es mir nicht mehr gut gegangen und darum ist es für
- 12:46mich klar. Diagnose wird erst nach 3
- 12:48Monaten dann so gestellt und bei mir ist es vielleicht 4 Monate
- 12:53dann wo ich dann im Kantonsspital gibt lonkoviten
- 12:56Sprechstunde wo ich dann all diese Tests gemacht habe, wo
- 13:01dann diese Diagnose gestellt worden ist.
- 13:04Du warst dann natürlich auch krankgeschrieben, weil wenn man
- 13:07nicht auf die Toilette gehen kann, ohne Riesenkraftaufwand,
- 13:10wie soll man da arbeiten, du? Warst ja Fachmitarbeiterin beim
- 13:14Amt für Soziales im Kanton St. Gallen kannst du mittlerweile
- 13:17wieder in diesem Beruf arbeiten? Nein, leider nicht für mich.
- 13:24Mich gibt es wie 2 Stränge in dem Kranksein.
- 13:28Das eine ist Krankheit an sich, Corona, also Long Covid mit all
- 13:32den Schwierigkeiten, die das im Alltag mit sich bringt.
- 13:36Und dann gibt es aber den anderen Strang und der ist
- 13:41wirtschaftlich. Ich habe im Mai meine
- 13:45Arbeitsstelle verloren, nach 2 Jahren krank.
- 13:50Das ist ganz ein schwieriger Prozess, eine schmerzliche
- 13:53Erfahrung. Es ist so, dass ich in diesem
- 13:56Amt, den ich geschafft habe, hat man sich sehr eingesetzt, dass
- 14:00man für Menschenmittel und Covid jetzt im Zuge von dieser
- 14:05Pandemie, wo so viel unklar ist, so viel nur ungewiss in dieser
- 14:08Krankheit, dass man da wie eine Möglichkeit findet, länger wie
- 14:14einfach diese 2 Jahre. Wo g.
- 14:16Sind grundsätzlich können miteinander unterwegs sein.
- 14:20Länger angestellt zu bleiben, und das ist etwas, wofür mich
- 14:25sehr schmerzhafte, ernüchternde Erfahrung gewesen ist, dass über
- 14:30meine Kündigung nicht das Amt entschieden hat.
- 14:32Die haben mich sehr unterstützt, aber schlussendlich hat über
- 14:35meine Anstellung respektive meine Kündigung die
- 14:39Parlamentsvorsteherin entschieden und ja, sie hat
- 14:43entschieden, dass man. Keine Hand bietet, dass man mir
- 14:48gekündigt hat und das ist so etwas, wo ich gefunden habe.
- 14:52Also die IV, das weiß man ja, die sind wie noch nicht so weit.
- 14:58Langkovit ist eine neue Erkrankung, das ist eine neue
- 15:00Herausforderung und ich habe ehrlich gesagt immer das Gefühl,
- 15:03die kantonale Verwaltung, wenn nicht die wäre, dann kann im
- 15:07Zuge von der Pandemie. Mit den wenigen Leuten, die bei
- 15:12den kantonalen Verwaltungen arbeiten, wo Loncovite,
- 15:16Handbüten und. Hier ein Beispiel absetzen.
- 15:19Oder? Genau genau.
- 15:22Und das ist ja schon auch ein bisschen eine erschütternde
- 15:25Erfahrung, sich an fast 10 Jahre in diesem Amt geschafft, und ich
- 15:29kann gar nicht sagen, dass man mit uns als lungkovit
- 15:32Betroffene. Angestellte in der kantonalen
- 15:35Verwaltung keine Lösung gefunden hat.
- 15:39Es hat schlicht keine Bereitschaft gegeben, um mal
- 15:42zusammen an den Tisch zu sitzen und noch eine Lösung zu suchen
- 15:45und das ist eigentlich der Teil, der wo ich jetzt lange habe, um
- 15:50das so akzeptieren können wie es.
- 15:53Ist wie viele Betroffene sind das neben?
- 15:55Dir, ich weiß es nicht ganz genau.
- 15:57Ich meinte also, der Kanton hat über 6000 Mitarbeitende.
- 16:02Nationalkantonalverwaltung und es sind etwa 15 Personen.
- 16:07Ist die Invalidenversicherung bei dir eingesprungen?
- 16:09Die IV. Nein, also da gibt es ja viel
- 16:13Reportage mittlerweile in den Medien darüber und unschöne
- 16:18Situationen und unschöne Geschichten.
- 16:20Und ich habe auch eine von diesen Geschichten.
- 16:24Die Frau macht Gutachten, also ich habe aus 2 verschiedenen
- 16:29ärztlichen Perspektiven Diagnose gestellt.
- 16:33Und die IV tut aber wie selber nochmal abklären.
- 16:36Mache, und da gibt es Gutachterinnen und Gutachter,
- 16:40die das machen. Und ja, das ist ein sehr
- 16:43entwürdigende Geschichte für mich und das Gutachten ist ja
- 16:50sehr vernichtend. Also das wirft mir ja doch sehr
- 16:55klar an, Simulation und Arbeitsverweigerung vor, genau
- 17:00also noch. Der definitive Entscheid ist
- 17:03noch nicht gefällt, der wird jetzt noch.
- 17:06Also ich bin jetzt in einer Rentenprüfung, der wird noch
- 17:09einen Moment. Aber aufgrund von dem Gutachten,
- 17:13das schon besteht, ja, habe ich hier nicht grosse Hoffnungen.
- 17:20Warum solltest du simulieren? Ja, das frage ich mich auch.
- 17:25Kann immer gute Jobs, gute Arbeitsstellen in diesem Amt
- 17:28habe ich mich wohl gefühlt, ja jetzt 25 Jahre geschafft und am
- 17:34Tag x sollte ich jetzt einfach mich entscheiden um nicht mehr
- 17:37zu arbeiten. Ja, das ist manchmal wirklich
- 17:42etwas sehr schwieriges. Wenn ich dann so Phasen habe wie
- 17:46jetzt, wo ich viel wieder im Bett liegen muss, also gestern
- 17:49eigentlich den ganzen Tag mehr oder weniger mal noch kurz raus,
- 17:53eine halbe Stunde laufen, dann denke ich so und wer kommt
- 17:57darauf, dass man sich das Leben aussuchen würde oder sich für so
- 18:03ein Leben mit Fieber mit immer geschwächten nicht mehr am.
- 18:10Sozial gesellschaftlichen Leben teilnehmen könne, wer kommt, auf
- 18:13das, dass man das will. Also für mich unvorstellbar.
- 18:19Vermutlich ist es auch eine finanzielle Sache, denn 75% der
- 18:24Long Covid Betroffenen sind nach 6 Monaten immer noch krank, also
- 18:28nicht arbeitsfähig. Weniger als 5% von ihnen erhält
- 18:32jedoch eine IV Rente. Laut dem Verein Lonkovic Schweiz
- 18:36also da geht es wahrscheinlich ums.
- 18:38Geld genau um bei denen 5% muss man dann auch noch Luege vom
- 18:42Alter her. Wer kommt denn eine IV Rente
- 18:45über und das sind halt dann oft Menschen die kurz vor der
- 18:48Pensionierung stehen oder? Für mich ist es einfach so
- 18:52wichtig, ich gehe überhaupt nicht davon aus, dass ich das
- 18:56Leben lang jetzt krank bin, für mich ist es sehr klar, dass das
- 19:00Virus. Gewisse Teile vom Hirn
- 19:03angegriffen hat und mein Körper so durcheinander gebracht hat
- 19:08und jetzt einfach Zeit braucht um wieder in die richtige und
- 19:12gesunde Bahnen hineinzukommen. Und ich weiß wirklich von
- 19:17einigen Menschen, wo Long Covid haben die nach 3 Jahren man kann
- 19:22Verbesserung haben wieder im Arbeitsprozess.
- 19:27Sein und ich bin überzeugt, dass ich auch zu diesen Menschen
- 19:31gehöre. Aber das heißt, ich komme jetzt
- 19:34in 3. Ja, und es gab noch ein Willi,
- 19:37und das ist für mich so unverständlich, dass man ja
- 19:40nicht muss oder kann davon ausgehen, dass es um eine
- 19:44lebenslange Rente geht, sondern dass es jetzt um eine
- 19:47Überbrückung geht. Ich habe 25 Jahre in die
- 19:52Sozialversicherung eingezahlt. Und Gerny zahlt es isch wie
- 19:56Krankenkasse, dass ich denk, wenn ich es nicht brauch, bin
- 20:00ich noch so froh und ich zahl es für die Menschen wo das brauchen
- 20:05und jetzt die Erfahrung zu machen auf so ne Art und Weise
- 20:09behandelt werden. Da, ja, das ist schon
- 20:13schmerzhaft und das ist auch so ein bisschen erschütternd, weil
- 20:16ich immer so das Gefühl, der Sozialstaat, das ist so, da wird
- 20:20einem geschaut, und jetzt muss ich auf Seite der Wirtschaft,
- 20:25also ja eben arbeitsmässig plus jetzt die Sozialversicherung,
- 20:31ja, greift man überall zwischen Stühlen und Bänken und alle
- 20:35wissen. Und ihr Mann macht etwas, also
- 20:39niemand. Es gibt Leute, die sich
- 20:40engagieren, es gibt auch Leute, die jetzt so wirklich auch in
- 20:44der Politik das ansprechen, aber unterm Strich nach wie vor.
- 20:50Ist es noch sehr wenig passiert? Dieser Podcast ist ein
- 20:56ökumenisches Projekt und wird präsentiert von den
- 20:59evangelischen und katholischen Kirchen, der Kantone St.
- 21:01Gallen und Appenzell. Danke für eure Unterstützung.
- 21:08Ich bin hier in der Altstadt von ST.
- 21:10Gallen. Ihr hört s den Vadegrad Podcast
- 21:12heute mit Evelyn Strübi sie ist an Long Covid erkrankt und
- 21:17Evelyn, Ich würd von dir gerne wissen, was für dich heute ein
- 21:22guter Tag bedeutet. Guten Tag, setzt sich für mich
- 21:28so Multifaktoriell zusammen, also aus verschiedenen Aspekten
- 21:33wo mitspielen ein guter Tag ist für mich nicht nur abhängig, wie
- 21:37es mir körperlich geht. Au aber nur so kann ein Tag wo
- 21:44es mir körperlich sehr schlecht geht, aber ich wie emotional.
- 21:51Wie es mir gut geht, wenn ich wie im Frieden sein kann.
- 21:56Dann ist es wie nochmal öppis anders oder dann ist es wie ein
- 21:59guter Tag, dann kann ich wie sagen ja es geht mir nicht gut
- 22:04und ich kann aber gleich mit dem nicht guten mitgehen.
- 22:10Im Gegenzug kann das körperlich relativ einen guten Tag sein und
- 22:15es ist aber vielleicht für mich gleich eine grosse
- 22:17Herausforderung, weil ich die guten Tage immer viel mehr sehe,
- 22:22was ich alles noch nicht kann. Wer unterstützt dich so in
- 22:27deiner Erkrankung? Du hast irgendwie ein Netz, das
- 22:30dich da auffängt. Ja, also meine Familie und mein
- 22:34soziale Umfeld, meine Freundinnen und Freunde,
- 22:37bekannte und Verwandte, die unterstützen mich seit dem
- 22:42ersten Tag begleitet die mich in Form von, dass sie mir etwas
- 22:47übernehmen vom Alltag, aber auch in Form von einfach daran
- 22:52denken, Verbundenheit signalisieren, in einem whatsapp
- 22:55in einer Karte, ein Päckchen Blumen.
- 22:59Da gibt es so viele Zeichen von Verbundenheit.
- 23:01Und ja, ich wüsste wirklich nicht, wie ich diese 2 Jahre so
- 23:06gut überstanden hätte, ohne dass so gute und liebevolle
- 23:12Engagement von so ganz vielen Leuten, also es ist ein Netz von
- 23:16ganz vielfältigen Verbundenheit, die mich trägt und wo mich
- 23:23täglich. Unterstützt, und da bin ich
- 23:26einfach wahnsinnig dankbar, alle, die hören, danke, viel,
- 23:30viel mal. Worauf beziehst du dich
- 23:33Hoffnung, dass es doch weitergeht mit dir?
- 23:36Das ist besser werden wird. Ich bin grundsätzlich einfach
- 23:41sehr optimistisch und. Also jetzt wie keine Hoffnung zu
- 23:48haben, das geht wie gar nicht. Für mich ist zum Beispiel, am
- 23:53Anfang habe ich immer das Gefühl, ich würde wissen, ein
- 23:56Monat, 2 Monate. Ich habe so ein bisschen mit mir
- 24:00okay 3 Monate hatte ich das, dauert aber länger, also dann
- 24:03nicht. Mittlerweile ist so der Umgang
- 24:08mit dem Ungewissen, wieso etwas, was ich gelernt habe und wo ich
- 24:13auch angefangen habe zu schätzen, dass ich gar nicht so
- 24:16genau weiß, wie es jetzt genau weitergeht.
- 24:19Ich hoffe. Und solange ich kann, hoffe ist
- 24:22ist es einfach gut so, dass ich eben zu diesen gehöre, die nach
- 24:283 Jahren. Wieder ins Leben und im Leben
- 24:32wieder weiterziehen. So gesund.
- 24:36Ob das so ist, das weiß ich noch nicht, aber ja, die Hoffnung
- 24:39habe ich einfach. Dieses Vertrauen fürs Leben
- 24:47hattest du das immer schon oder hast du dir das irgendwie
- 24:50erarbeitet? Ich glaub es gibt so
- 24:54verschiedene Phasen in meinem Leben, wo ich tolofe bin, wo ich
- 25:00es mal benötige, mal weniger in diesen Phasen, wo ich es weniger
- 25:04habe, habe ich wie geguckt, was brauche ich um das wieder zu.
- 25:12Eignen oder wieder zu mir zu nehmen.
- 25:14Und da hat es auch Lebenskrisen gegeben, wo ich dann
- 25:18professionelle Hilfe in Anspruch genommen habe, wo ich eine
- 25:21Therapie gemacht habe. Ich habe lange selber in der
- 25:25Psychiatrie geschafft und für mich ist es so eine Hilfe in so
- 25:28einer Lebenskrise in Anspruch zu nehmen, etwas ganz wertvolles,
- 25:34und ja, da habe ich immer wieder das Glück gehabt, professionell.
- 25:40Aber auch in meinem Freundeskreis von Menschen zu
- 25:42begleitet werden, die mich in dem unterstützt haben und und
- 25:47und mich weitergebracht haben und in dem Vertrauen ihnen auch
- 25:51immer wieder gefördert haben. Mega schön eine Begleitung durch
- 25:55eine Seelsorgerin war und ist für dich sehr wichtig.
- 25:58Was du mir mal erzählt, was genau kann ich mir darunter
- 26:01vorstellen? Ja, ich glaube, Seelsorgerin
- 26:04seid eigentlich schon. Ich definiere es immer oder ich
- 26:07spreche es immer so aus, es ist quasi die, wo meiner Seele Sorge
- 26:11trägt eine Person Theologin, die mich begleitet in meinem
- 26:17spirituellen Geist. Lichen Leben im unterwegs sein,
- 26:23das habe ich vorher schon. Ich bin sehr im Glauben
- 26:26verankert und die ignatianische Spiritualität, das ist eine Form
- 26:32von Spiritualität im Christentum, dieser stehe ich
- 26:36sehr nahe und in dem ihnen gibt es eben die Begleitung durch
- 26:40eine Seelsorgerin, durch einen Seelsorger, wo man die grossen
- 26:46Fragen im Leben, würde ich sagen, woher komme ich?
- 26:50Mich was ist so der Sinn vom Leben?
- 26:53Kann miteinander besprechen oder darüber nachdenken, in diesen
- 26:57Gesprächen, und das ist für mich ein Reflexionsgefäß, welches
- 27:01sowohl so im kognitiven Bereich reflektiert wird, über den
- 27:07Glauben, über Glaubensbilder, über Vorstellungen, aber eben
- 27:11auch in der Spiritualität, also. Auf der Gefühlsebene, so wie bin
- 27:17ich unterwegs und das ist wieso ein Zusammenspiel, wo die
- 27:23Begleitung ausmacht, finde ich so und gerade jetzt in diesen 2
- 27:28Jahren kann ich das vorher schon gemacht.
- 27:30Ich bin vorher schon auf diesem Weg, aber in diesen 2 Jahren ist
- 27:33das wahnsinnig wichtig für mich und ja, da bin ich einfach so
- 27:38dankbar, dass ich diese Begleitung habe.
- 27:41Das ist jetzt in diesen 2 Jahren plus minus einfach einmal jede
- 27:44Woche ein Gespräch, wo sie gekommen ist.
- 27:47Und ich sage Ihnen oft Bettkante Gespräche, weil ich sehr viel im
- 27:53Bett liege, wenn sie kommt und mir dann einfach zusammen diese
- 27:57Stunde gestaltet. Spontan, was denn sich ergibt.
- 28:04Ja, da gibt es viel Moment, wo man einfach schwieget.
- 28:08Es gibt Momente, wo ich auch einfach mal brülle und einfach
- 28:13auch mal ausspreche, wie schwierig, dass es ist.
- 28:17Ja in diesen Gesprächen alles Platz.
- 28:21Mega schön, wenn jemand so eine geistliche Begleitung, eine
- 28:25seelsorgerliche Begleitung wünscht, dann kann man dabei
- 28:28geistlicheminusbegleitung.ch Personen finden.
- 28:32Falls jetzt wer das Gefühl hat, Oh wow das das möchte ich auch.
- 28:35Genau. Du hast vor deiner Long covid
- 28:41Erkrankung begonnen Theologie zu studieren.
- 28:43An der Theologischen Hochschule Chur und bist da seit vielen
- 28:46Jahren in der St. Galler Dompferei aktiv gewesen.
- 28:49Hast du auch mal an Gott gezweifelt oder gefragt, warum
- 28:53passiert das mir? Ich glaube, so richtig zweifeln,
- 28:59also das würde ja wie heißen, dass ich in Frage stelle, ob es
- 29:02Gott gibt oder oder ob es ein, ein, ein lieber Gott gibt, so in
- 29:07dem Sinn, dass das kenne ich nicht so.
- 29:13Natürlich gibt es ganz schwierige Phasen.
- 29:16Wo? Ich dadurch muss es gibt Fragen,
- 29:20die geklärt werden müssen, die sich so abgezeichnet hat, dass
- 29:25es eine längere Geschichte wird, dass ich wirklich krank bin.
- 29:28Also das ist ja auch ein Moment gegangen, bis ich das auch so
- 29:30akzeptieren konnte. Abdauau ab dem Moment habe ich
- 29:35einfach wie gewusst, ich gang du alles durch und du alles tue
- 29:39heisst auch, dass ich keine Frage auslasse und keine Frage,
- 29:44nicht ihr. Also jede Frage darf sie.
- 29:47Manchmal ist so mein erster Impuls, jetzt kommt diefrage.de
- 29:52Zweifel nicht über Gott, aber doch so EM lebe gegenüber ein
- 29:56Zweifel ich stellt Ungerechtigkeit oder eben
- 30:00Gerechtigkeit in Frage. Und dann denke ich, bin ich
- 30:04jetzt noch nicht weiter. Das ist manchmal die Frage, und
- 30:08dann merke ich ja aber jetzt im Moment ist die Frage, und die
- 30:12ist wichtig und da muss ich durch und dadurch gehen, heisst
- 30:18auch in dem innen gibt es auch in Gebet Gespräche mit Gott,
- 30:25also Beten ist auch das Gespräch mit Gott bei mir.
- 30:30Und in dem Ihnen gibt es einfach zwischen mir und Gott kein Tabu.
- 30:36In den Gesprächen wie Psalmen in der Bibel.
- 30:41Darf ich chlaga ich darf brühlen ich darf in Frage stellen, alles
- 30:47darf ich dort in Frage stellen, ich darf Dankrecht auf die
- 30:51Freude teilen, aber eben auch das Leid aussprechen und das ist
- 30:57total wichtig für mich und ich mache immer wieder, in dem die
- 31:02Erfahrung, dass es auch heilsam ist.
- 31:06Dass, wenn ich da so etwas durchginge und manchmal dann um
- 31:10mein Bett herum alles nass Türchen liegen am Ende und ich
- 31:15diese wieder zusammen sammle, denke wow es hat sich so
- 31:18gelohnt, es ist so gut, ich komme wieder, ich stehe wieder
- 31:22auf dem Boden, als ich herkomme, wo es mir halt gibt, wo ich
- 31:28wieder weitergehen darf. Seit kurzem bist du auch auf
- 31:34Instagram aktiv und du teilst unser Leben am Nullpunkt über
- 31:39dein Leben mit Long, Covid und eben gerade über dieses
- 31:41spirituelle. Das, was dich trägt in deinem
- 31:44Kranksein, was hat dich dazu motiviert, mit deinem Leben so
- 31:48an die Öffentlichkeit zu gehen? Ei große Motivation ist, wie sie
- 31:54die Erfahrung, die ich jetzt mit den Sozialversicherungen gemacht
- 31:57habe, mit meinem Arbeitgeber. Politisch gesellschaftlich ist
- 32:03die Pandemie vorbei, sind alle wieder in ihrem Alltag.
- 32:09Aber eben nicht alle, sondern für sehr viele Leute.
- 32:12Du hast vorher gesagt, 300 000. Ist die Pandemie noch nicht
- 32:17vorbei? Und für mich ist es so, dass
- 32:21sich sehr viele in verschiedenen unterschiedlichen Facetten für
- 32:26das Einsetzen und engagieren und ich immer so ein bisschen das
- 32:31Gefühl habe, ja, mir geht es nicht schlecht, oder wo könnte
- 32:33ich und Ideen, dass ich jetzt Instagram Account gemacht habe,
- 32:39ist es wie auch ein Entscheid so aus der Unsichtbarkeit ein
- 32:42stückweit herauszutreten. Zu benennen, was heisst es gibt
- 32:48Long Covid und das ist schwierige Erkrankung, sehr viel
- 32:53Verzicht wo man da muss erfahren und mir ist es wichtig, dass man
- 32:59eine Sprachuhr an sein für Details.
- 33:03Also einerseits behandelst du das Kranksein auf deinem Kanal,
- 33:06dann geht sie aber auch um Spiritualität.
- 33:09Wie kam es dazu? Eben wie gesagt werde ich
- 33:12begleitet in dieser Krankheit jetzt intensiv von einer
- 33:16Seelsorgerin, die mich eben auf dem spirituellen Glaubensweg
- 33:20unterstützt und mit mir den Weg geht und in diesen Gesprächen.
- 33:26Hat sie irgendwann so den Impuls gehabt und mich so ein bisschen
- 33:30darauf geklopft? So gesagt, Hey, eigentlich wäre
- 33:33das total spannend, wenn du das öffentlich machen wirst.
- 33:36Wie deine Erfahrung, Spiritualität und glauben im
- 33:41Kranksein ihnen zu teilen. Ich kann wie ein Anstoss
- 33:46gebraucht von außen und ja, ich bin sehr dankbar, dass der von
- 33:51Ihrer Sohn gekommen ist. Welche Rückmeldungen hast du
- 33:54denn bislang erhalten? Ja, eigentlich nur Positives.
- 33:59Es gibt Menschen, wo mir folgen, wo selber Loncovit haben, da hat
- 34:04letztes Mal. Mir so öppe gsagt, ja dinippi
- 34:08trägt. Deine Posts sind immer so schön
- 34:11und auch so gut geschriebe und so.
- 34:15Aber eigentlich gibt es ja ganz viel Trauriges, ganz viel
- 34:20schwieriges, ganz viel schmerzhaft.
- 34:23Und ich habe sehr lange über das nachgedacht, über die
- 34:26Rückmeldung. Und an den wie für mich gemerkt,
- 34:30ja ich will die Krankheit überhaupt nicht romantisieren.
- 34:38Gleichzeitig ist mir aber wichtig, dass Leute, die mir
- 34:42folgen, wie im Thema mühsam oder das anstrengende und die
- 34:48Herausforderungen im Alltag, wo alle kennen, ob sie krank sind
- 34:52oder nicht, dass Leute, die mir folgen, wie etwas aus dem heraus
- 34:57schöpfen können. Ich glaube, wenn man gut
- 34:59anschaut und gut lässt. Kann man sich schon vorstellen,
- 35:04was das heisst? Ich habe gerade letztes Mal
- 35:07einen Post gemacht, einfach meine Nasstürcher gefüttert und
- 35:12ich habe natürlich dann etwas Kreatives daraus gemacht.
- 35:15Aber die Naschtücher sind ja nicht einfach so verkungelt
- 35:19worden, sie sind gebraucht und das heisst es ist sehr
- 35:22schmerzhafte Nacht gewesen, als ich wieder einmal kam.
- 35:25Das gehört auch dazu, ich. Versuche wie das.
- 35:32Verträglich. Zu posten, dass man nicht
- 35:35irgendwie sagt. Aber ich muss ganz gut drauf
- 35:38sein, dass ich jetzt das Verträge, sondern dass man, wie
- 35:40quasi sagen kann, egal wie es mir geht oder gerade wenn es mir
- 35:44nicht so gut geht, ist das aufbauend.
- 35:47Dieses optimistische Wesen, das du so Ausstrahlst, das sprechen
- 35:50auch dadurch deine Beiträge. Ja, ich mach nichts, wo ich
- 35:53nicht denke oder wo ich fühle. Es ist wirklich so und das ist
- 35:57das Schöne jetzt an diesem Insta Account, ich habe so meine
- 36:01Kreativität ausleben, ich kann diese Beiträge im Bett machen,
- 36:05ich kann die jetzt Nacht machen oder einfach gleich dann, wenn
- 36:09ich Kraft und Energie habe. Ist total lässig und es sind
- 36:15aber immer Beiträge, die ich eben wirklich Kraft daraus
- 36:18schöpfe. Also wenn ich durchlaufe und ein
- 36:21Reh sehe, dann kann mich das einfach den ganzen Tag erfreuen,
- 36:25nachher oder weil ich ja sonst nichts habe.
- 36:29Also ich habe ja dann nicht nur 7 andere Programmpunkte auf dem
- 36:34Radar oder Du erlebt irgendwie nochmal 5 andere Gespräche, es
- 36:38ist dann das und wenn ich dort so einen schönen Moment habe,
- 36:41dann trage. Wirklich der Rest vom Tag?
- 36:45Und was will ich mehr? Ein wunderschönes Schlußwort,
- 36:50würde ich sagen. Vielen Dank für das Gespräch.
- 36:53Danke now. Sehr viel mal, dass ich, dass
- 36:56ich eine Stimme bekommen habe. Danke vielmals.
- 37:01Wenn. Ihr findet, dass dieser Podcast
- 37:03Folge wichtig ist? Dann abonniert gerne unseren
- 37:06Kanal und teilt die Podcast Folge mit Menschen, denen ihr
- 37:10sie gerne auch schenken möchtet. Wir freuen uns über eine gute
- 37:13Bewertung in der Podcast App eurer Wahl und große
- 37:17Folgeempfehlung auf Instagram. Evelyn Strübe zu folgen bei
- 37:21Lieben am Nullpunkt wir verlinken euch das auch in den
- 37:25Shownotes macht es gut, eure Ines.
- 37:37Vater Graz.