Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / Sucht als falsche Lösung: Die wahre Ursache verstehen 🌱
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen zu unserer heutigen Vertiefung.
- 0:03Schön, dass du wieder dabei bist.
- 0:04Hallo auch von mir. Wir schauen heute mal genauer
- 0:07hin bei einem Thema, das viele betrifft, sucht, und zwar
- 0:12basierend auf einem Artikel von Nilex Berlin, geschrieben von
- 0:15Gabriel Metz. Genau.
- 0:16Und die Perspektive ist hier vielleicht n bisschen anders,
- 0:19als man es oft hört. Ja, die Mission heute ist quasi
- 0:23zu verstehen, warum sucht manchmal als eine Art, Na ja,
- 0:27dysfunktionale Lösung für tiefere Probleme gesehen wird,
- 0:30nicht als das eigentliche Problem am Anfang.
- 0:33Das ist der Kern. Sucht ist eben nicht nur, sagen
- 0:36wir, Alkohol oder Drogen. Das Muster, dieses zwanghafte
- 0:39Verhalten, das kann sich ja auf fast alles beziehen.
- 0:42Aufs Handy, auf Gaming shoppen kennst du sicher auch, oder?
- 0:46Absolut essen, Arbeit, sogar Beziehungen können süchtig
- 0:50machen. Es geht im Grunde immer um
- 0:52dieses fast schon verzweifelte verlangen, etwas Unangenehmes
- 0:56nicht fühlen zu müssen, leere, Schmerz, Angst.
- 1:01Genau das greift der Artikel auf.
- 1:03Die Sucht als solche ist vielleicht gar nicht der
- 1:05Ursprung, sondern wird zur ja zur falschen Antwort auf inneren
- 1:10Schmerz, auf Stress, auf Ängste. Da gibt es dieses Zitat von
- 1:14Doktor geybo Mate, das auch im Artikel steht und das finde ich
- 1:17sehr, sehr treffend ist. Welches meinst du die?
- 1:20Frage ist nicht. Warum die Sucht, sondern warum
- 1:24der Schmerz? Das dreht die ganze Betrachtung
- 1:27irgendwie um, oder? Total Weg von der reinen
- 1:30Schuldfrage oder Willensschwäche.
- 1:33Hinzu. Was tut da eigentlich weh, was
- 1:35fehlt ja? Und der Artikel gibt ja auch
- 1:37Beispiele. Jemand trinkt vielleicht um.
- 1:41Seine soziale Angst zu betäuben. Oder stürzt sich in
- 1:44Gruppenaktivitäten, vielleicht auch mit Drogen, um die
- 1:48Einsamkeit nicht spüren zu müssen.
- 1:50Gruppenzwang ist da ja auch oft n Thema.
- 1:53Richtig, oder? Jemand versucht durch Betäubung,
- 1:56egal womit, traumatische Erlebnisse irgendwie
- 1:59auszublenden, nicht mehr fühlen zu müssen.
- 2:02Der Artikel nennt das ja ne. Lösungsstrategie.
- 2:05Klingt erst mal positiv, aber ist es ja nicht eben.
- 2:08Sie ist destruktiv, klar, aber sie entsteht oft aus seiner Not
- 2:12heraus, wenn man vielleicht keine anderen Wege gelernt hat,
- 2:15mit diesem Schmerz oder dieser Lehre umzugehen.
- 2:18Es ist der Versuch, irgendwie zu überleben, psychisch.
- 2:21Und dann wird diese vermeintliche Lösung selbst zum
- 2:24Riesenproblem. Der klassische Teufelskreis.
- 2:27Genau. Kurzfristig bringt S vielleicht
- 2:29Erleichterung, aber langfristig macht es alles nur schlimmer.
- 2:32Die eigentlichen Probleme werden ja nicht gelöst, sondern eher
- 2:34noch verstärkt und neue Kommen dazu.
- 2:37Beziehungen gehen kaputt, die Gesundheit leidet, der Job ist
- 2:40in Gefahr. Der Artikel hat da diese
- 2:43Analogie, die ich echt gut fand. Oh ja, die mit dem Auto.
- 2:46Genau. Als würde man beim Auto, das
- 2:48überhitzt, einfach nur die rote Warnleuchte abkleben, anstatt
- 2:52Kühlwasser nachzufüllen. Man bekämpft das Symptom, die
- 2:56Warnung, aber nicht die Ursache, und irgendwann geht der Motor
- 3:00dann halt doch kaputt. Deshalb ist dieser Blick auf die
- 3:03Ursache so wichtig, sagt der Artikel.
- 3:05Für eine echte, nachhaltige Veränderung.
- 3:08Absolut. Man muss verstehen lernen, wofür
- 3:11diese sucht, dieses Verhalten eigentlich die schlechte Lösung
- 3:15war. Was hat sie versucht zu
- 3:17kompensieren und. Wenn man das nicht tut, na.
- 3:19Ja, wenn man das Suchtmittel weglässt, also die Warnleuchte
- 3:22Abklebt ohne die Ursache, den Schmerz, die Leere anzugehen,
- 3:26dann ist die Gefahr halt groß für.
- 3:28Einen Rückfall für einen Rückfall oder dass die sucht
- 3:31sich einfach verlagert auf was anderes, weil das Grundproblem
- 3:35ja noch da ist. Wirkliche Heilung, so die These,
- 3:39braucht die Wurzelbehandlung. OK, aber was heißt das jetzt
- 3:42konkret an der Wurzel ansetzen, wie geht das?
- 3:46Der Artikel deutet das ja an. Der erste Schritt ist oft, die
- 3:49eigentlichen Probleme überhaupt zu erkennen, das ist nicht immer
- 3:52leicht. Da braucht s wahrscheinlich oft
- 3:55Hilfe von außen oder Therapie zum Beispiel.
- 3:57Ja, Therapie ist ein wichtiger Weg oder auch ehrliche, tiefe,
- 4:02Selbstreflexion. Muster erkennen im eigenen
- 4:04Leben. Und dann geht s darum, neue,
- 4:07gesündere Strategien zu lernen. Strategien, um mit dem
- 4:10umzugehen, was die Sucht vorher gelöst hat.
- 4:12Also Stress, Angst, diese Lehre. Genau.
- 4:16Neue Bewältigungsmechanismen und ganz wichtig ein unterstützendes
- 4:20Umfeld. Menschen, die einen verstehen
- 4:23und stärken. In dem Zusammenhang wird ja auch
- 4:25der Begriff Doppeldiagnose erwähnt.
- 4:28Was bedeutet das? Das ist wichtig für die
- 4:30Therapiewahl. Es bedeutet, dass jemand nicht
- 4:32nur eine Suchterkrankung hat. Sondern gleichzeitig auch eine
- 4:36andere psychische Problematik wie zum Beispiel Depressionen,
- 4:39Angststörungen, Traumafolgen. Und ein guter Therapeut erkennt
- 4:44und behandelt dann beides. Im Idealfall ja, weil das oft
- 4:47zusammenhängt. Die sucht als Versuch, die
- 4:49Symptome der anderen Erkrankung zu lindern, sozusagen.
- 4:53Verstehe. Der Artikel geht ja auch auf so
- 4:55typische Fragen. Ein fa.
- 4:57Qs, das fand ich auch hilfreich. Ja, weil diese Sichtweise ja
- 5:01erst mal Fragen aufwirft. Zum Beispiel diese Sache mit dem
- 5:04Wort Lösung. Genau.
- 5:06Klingt ja fast so, als wäre der Konsum dann okay.
- 5:09Relativiert das nicht den Schaden?
- 5:11Nein, das stellt der Artikel klar.
- 5:13Es geht darum, den Ursprung des Verhaltens zu verstehen, das
- 5:16entschuldigt den Schaden nicht, den die Sucht anrichtet, aber es
- 5:19kann helfen, die Selbstvorwürfe und die Scham zu reduzieren, und
- 5:23das ist oft wichtig für den Heilungsweg.
- 5:25Okay und die zweite Frage war ja, wie findet man überhaupt
- 5:30raus, was das Grundproblem ist. Tja, das ist oft die Millionen
- 5:33Euro frage ne der Artikel sagt das ist meist ein Prozess
- 5:38therapeutische Arbeit, wie gesagt intensive Selbstreflexion
- 5:41manchmal dauert, das muss der über Jahre erkennen.
- 5:44Und was, wenn man in Therapie ist?
- 5:46Aber das Gefühl hat, es geht immer nur um die Sucht, nicht um
- 5:48das dahinter? Dann, so der Rat im Artikel, ist
- 5:50es wichtig, das offen anzusprechen, zu sagen, ich
- 5:54glaube, da steckt noch mehr dahinter.
- 5:56Und wenn das nicht fruchtet, vielleicht auch mal über eine
- 5:58Zweitmeinung nachdenken oder einen Therapeuten suchen, der
- 6:02eben auf Doppeldiagnosen spezialisiert ist.
- 6:04Das macht Sinn. Was ich an dem Artikel und dem
- 6:06ganzen Projekt von Nilix Berlin so ja bemerkenswert finde, ist
- 6:10die persönliche Ebene. Der Autor Gabriel Metz schreibt
- 6:14ja nicht aus der Theorie. Gar nicht.
- 6:17Er schreibt ja unter nielix Berlin ganz offen über seinen
- 6:19eigenen Weg, er ist selbst betroffen, kämpft sich aus der
- 6:22Sucht, er erwähnt ja auch explizit polamidon, also ein
- 6:25Medikament aus der Substitutionstherapie bei opiad
- 6:28Abhängigkeit. Das gibt dem Ganzen natürlich
- 6:30eine enorme Authentizität. Das ist kein trockener Ratgeber.
- 6:34Nee, er nennt es ja selbst ein persönliches Logbuch.
- 6:36Er teilt seine Erfahrungen, seine UPS and Downs.
- 6:39Und das soll auch anderen helfen, quasi Hilfe zu
- 6:42Selbsthilfe. Das spürt man beim Lesen, finde
- 6:44ich. Diese Verbindung von eigener
- 6:45Erfahrung und dem Versuch, das zu verstehen und für andere
- 6:49aufzuarbeiten. Und das führt uns ja auch zum
- 6:51abschließenden Gedanken des Artikels, oder?
- 6:53Ja, das wahre Heilung wohl bedeutet, sich diesen inneren
- 6:57Dämonen, diesem Schmerz, dieser Lehre zu stellen, nicht mehr
- 7:03davor wegzulaufen. Auch wenn es weh tut und
- 7:06unbequem ist. Genau.
- 7:08Es ist sicher der schwerere Weg, kurzfristig, aber langfristig,
- 7:12so legt es der Artikel nahe, ist es der Weg in eine echte innere
- 7:17Freiheit, raus aus dem Teufelskreis.
- 7:21Ein starker Gedanke. Und wenn du, liebe Zuhörerin,
- 7:24liebe Zuhörer, jetzt denkst, diese Perspektive ist hilfreich
- 7:27für dich oder für jemanden, den du kennst.
- 7:30Dann freut sich der Autor Gabriel Metz bestimmt, wenn du
- 7:32den Artikel von Nilix Berlin teilst.
- 7:36Oder sein Projekt auf Social Media und den Podcast
- 7:38Plattformen unterstützt. Ein Like ein Abo, das hilft
- 7:42schon. Ja, und dazu noch ein wichtiger
- 7:45Hinweis. Das ganze Projekt Nilix Berlin,
- 7:48die Webseite, die Texte, die Podcasts, das finanziert und
- 7:51erstellt Gabriel komplett allein.
- 7:54Wow, OK. Das ist viel Arbeit.
- 7:57Absolut. Und deshalb ist jede
- 7:59Unterstützung, egal in welcher Form, wirklich wertvoll.
- 8:02Sie hilft ihm weiterzumachen, damit hilft er sich selbst auf
- 8:06seinem Weg, aber eben auch anderen, er hat da so n Motto
- 8:10das ich ziemlich gut finde, oh ja, aus allem schlechten in
- 8:13seinem Leben etwas Gutes machen, das finde ich sehr inspirierend
- 8:17trotz allem. Das ist es.
- 8:19Respekt dafür. Und vielleicht als allerletzten
- 8:22Gedanken für dich da draußen zu mitnehmen.
- 8:24Ja, wenn sucht oft eine, wenn auch dysfunktionale Antwort auf
- 8:28unerträglichen Schmerz ist. Was würde sich dann ändern, wenn
- 8:32wir als Gesellschaft, als Umfeld nicht nur das Verhalten
- 8:35verurteilen, sondern den Schmerz dahinter ernster nehmen, wenn
- 8:39wir lernen würden, bessere Antworten darauf zu finden,
- 8:42gemeinsam. Po ja, das ist ne wirklich
- 8:46wichtige Frage. Die nehmen wir mal mit.
- 8:48Damit sind wir für heute am Ende unserer Vertiefung angekommen.
- 8:51Hat wieder viel Stoff zum Nachdenken gegeben.
- 8:53Finde ich auch. Danke dir fürs Zuhören, für
- 8:55deine Zeit und deine Aufmerksamkeit bis zum nächsten
- 8:58Mal. Tschüss.