Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Der Rheinpegel-Jahresrückblick 2024
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- It's a wrap. Jetzt ist 2024 fast rum. Das kann man finden, wie man möchte. It's happening. Ich nutze die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester ja relativ klassisch eigentlich dazu, das vergehende Jahr nochmal in Ruhe Revue passieren zu lassen und unter anderem zu entscheiden, was ich alles mit rübernehmen möchte und was besser hinter mir bleibt. Das klappt eigentlich immer ganz gut, muss ich sagen. Und natürlich suche ich mir das Motto fürs anstehende Jahr aus. Ich habe ja immer keine Vorsätze so, sondern meine Jahre haben immer Mottos. Und auch in dieser besonderen letzten Folge des Jahres ergreifen wir die Gelegenheit, ein paar Dinge zu besprechen, die sich in den vergangenen Monaten getan haben und Dinge, die das neue Jahr bringt. Außerdem habe ich mich bei meinen lieben Kolleginnen und Kollegen aus der Düsseldorfer Lokalredaktion umgehört, welche Geschichten, Themen oder Recherchen bei ihnen einen ganz besonderen Eindruck hinterlassen haben oder welche nachhallen. Und damit herzlich Willkommen zum Rheinpegel-Jahresbuch. Music. Rheinpegel, der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf leben. Hello again. Mein Name ist Tosja Kormann und auch durch diese zugegeben etwas länger geratene Folge darf ich euch führen. Und heute sprechen wir nicht nur darüber, was die Stadt bewegt und die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, sondern geben euch einen Einblick, was uns beschäftigt hat. Kurz, was ging. Und as always, wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr erzählen möchtet, welche Themen euch ganz besonders begleitet haben oder wenn ihr auch Mottos habt, unter denen eure Jahre stehen, wenn ihr jetzt schon Themen wisst, über die wir vielleicht im nächsten Jahr berichten können oder wenn ihr Veranstaltungen plant, auf die wir jetzt hinweisen dürfen, dann könnt ihr das wie immer sehr gerne tun unter rheinpegel.reinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns sehr, von euch zu hören. Veränderungen stehen immer mal ins Haus, nicht nur, wenn und weil ein Ja zu Ende geht. Auch hier ist so dann und wann mal Bewegung drin. Die eine oder andere Sache habt ihr ja als aufmerksame Begleiterin und Begleiter dieses Podcasts sicher schon mitbekommen bzw. Rausgehört. Was geht, was kommt und vor allem wer, das verraten wir euch natürlich. Heute ist ein besonderer Tag aus verschiedenen Gründen, unter anderem, weil ich... Mal nicht alleine vor diesem Mikro sitze und mich durchs Format moderiere und quatsche, sondern ich habe viele Menschen um mich herum. Und deswegen bin ich jetzt auch sofort ganz ruhig und übergebe das Wort an eine Stimme, die wir alle kennen und vermissen. Helene Pavlitsky in the house. Hallo. Hallo. Na, wie geht's? Ja, hervorragend jetzt, wo ich hier bin. Danke für die Einladung in deinen Podcast. In das Podcaststudio. Also formerly known als Konferenzraum der Düsseldorfer Lokalredaktion. Not only formally, but currently. Und ja, dich hat man hier ja immer mal gehört zwischendurch, zuletzt als wir Hot Dogs essen waren. Ja. Ich erinnere mich. Genau. Es liegt mir immer noch wie ein Stein im Magen. Aber natürlich nicht in der Form und Intensität, wie es mal war. Und das ja schon seit einer Weile. Das hat mit verschiedenen Dingen zu tun. Und genau, wir wollen diese Jahresabschluss-Rückblicks-Folge einmal nutzen, um zurückzublicken und auch nach vorne. Was machst du denn jetzt so? Tja, Windeln wechseln hauptsächlich. Wie war dein Jahr? Wenig schlafen auf jeden Fall. Mein Jahr, also mein Jahr war geprägt von der Introspektion. Ich bin seit Januar schwanger gewesen. Da guckt man ja auch sehr viel nach innen. Und dann hatte ich ein Baby, da guckt man... Wo guckt man denn da eigentlich dann hin? Naja, so schräg nach unten. Schräg nach unten in erster Linie. Also deswegen habe ich nur bis August gearbeitet und dann war ich im gloriosen Mutterschutz. Und ich habe mir natürlich immer von Ferne sehr interessiert angehört, was in der wunderbaren Welt der Podcasts geht, die ich ja nur bis Juli dann betreut habe. Aber Gott sei Dank haben wir eine ausgezeichnete Person gefunden, die sich seitdem um die Podcasts kümmert. Und das ist Lilly Stegner. Die jetzt hier fast schon rot wird, was ihr alle nicht sehen könnt. Das liegt daran, dass es hier so warm ist in diesem Konferenzraum. Nee, aber also das fand ich wirklich sehr, sehr gut, als ich gesagt habe, liebe Freunde bei der Rheinischen Post, meines Bleibens ist ja nicht mehr allzu lange und so, ich bin da eine Weile weg und mal gucken, wenn ich wiederkomme, könnte ich ja auch mir noch mal vorstellen, auch noch mal was anderes in meinem Leben zu machen, außer das mit den Podcasts, das habe ich jetzt seit vier und ein bisschen Jahren gemacht. Da haben die gesagt, na gut, dann würde ich sagen, also Möglichkeit A wäre ja gewesen, das alles einzustampfen und Möglichkeit B war, aber zu sagen, nee, wir finden jemanden, der Lust drauf hat und der das auch kann und der auch Bock hat, sich da so richtig reinzufuchsen und das ist Lilly. Voll gut. Ja, ich habe da auch schon ein paar Mal gehört, wir waren Eis essen, Torstja und ich, wir waren auf dem Weihnachtsmarkt. Ich bin viel über Essen ab. Große Überraschung, unser allerlei Das ist der gemeinsame Nenner. Ja, und seit August darf ich jetzt hier das Podcast-Zepter in der Hand halten. Das hat mich sehr, sehr gefreut. Die ganz krassen RP-Podcast-Fans haben mich eventuell mal gehört, früher noch im Aufwacher, als wir einen täglichen Nachrichten-Podcast haben. Da durfte ich nämlich im Zuge meiner Ausbildung in der hauseigenen Journalistenschule auch mal sechs Wochen lang mitarbeiten und habe irgendwie Blut geleckt, podcastmäßig. Warum sagt man das eigentlich? Das ist ein komischer Ausdruck, ne? Voll. Hä, bei Vampire deswegen. Ja klar. Logisch. Na klar. Und wenn die einmal, ach so, ich dachte man wird Vampir, wenn man gebissen wird, aber nein, man wird Vampir, wenn man Blut leckt? Ich glaube, das kommt auf die Filmwelt an, auf die du dich da beziehst. Ich glaube, die Modi sind da ein bisschen unterschiedlich. Anyway, darf ich jetzt hier den Podcast machen. Und die liebe Tosja macht das hier für den Rheinpegel ganz wundervoll. In anderen Formaten hört ihr mich. Zum Beispiel bei Zukunftsorte, den wir zusammen mit Eurev machen. Aber auch in unserem neuen Fortuna-Podcast, mit dem wir schon mal gestartet haben und von dem wir hoffentlich im neuen Jahr mehr hören werden. 1895. So und genau deshalb, ich bin froh hier zu sein und ich bin genauso gespannt wie unsere Hörer hier hoffentlich, was dann alles so im nächsten Jahr passiert, aber ... Ich halte diesen sprichwörtlichen Staffelstab jetzt erst meine Hand und gucke, dass ich ihn nicht fallen lasse und kaputt mache. Aber was ist denn jetzt alles dieses Jahr passiert? Also ganz ehrlich, wie gesagt, ich habe irgendwie nichts mitgekriegt, habe ich das Gefühl. Diese Debatte um die Oper habe ich irgendwie mitgekriegt, so halbwegs. Aber sonst habe ich das Gefühl, und vielleicht, ich weiß nicht, teilt ihr diese Einschätzung, dass es irgendwie ein Jahr im Wartezustand war? Also ich weiß nicht, ob auf Düsseldorf bezogen so sehr, aber ich habe irgendwie das Gefühl, so viele Probleme, die schon länger bekannt sind, Die waren auch irgendwie 24 bekannt und irgendwie wurde viel über Lösungen diskutiert, aber so richtig, weiß ich nicht, ob so richtig viel in Bewegung gekommen ist, jetzt ganz generell. Für mich war das auch ein Jahr, das irgendwie so ein bisschen geprägt war durch den US-Wahlkampf, den ich mit sehr viel Popcorn verfolgt habe. Das liegt vielleicht auch so ein bisschen, daran liegt vielleicht auch dieser Eindruck, dass einfach so, man saß so auf dem Sofa und irgendwie passierte irgendwie, auch bundespolitisch passierte total viel, aber irgendwie nicht, also es passierte was, ohne dass wirklich was passierte. Naja, du hast ja aber auch auf ein Baby gewartet. Ja, das ist vielleicht auch noch so. Aber ging euch das auch so in Bezug auf Düsseldorf News, dass ihr irgendwie so das Gefühl hattet, es wird so viel darüber geredet, dass Wohnungen gebaut werden müssen. Und okay, es wurden auch ganz viele Projekte so angekündigt. Und irgendwie, ne, auch diese großen Projekte, auf die wir so ewig warten, schon da unten an der Glashütte und da Grand Central und so. Aber irgendwie rollen immer noch nicht die Bulldozer. Ja, so politisch auf jeden Fall. Aber ich hatte irgendwie, wenn ich jetzt so zurückgucke, Das Gefühl, dass es 2024, dass wir so die letzten Corona-Reste auch ein bisschen abgeschüttelt haben. Zumindest so im gesellschaftlichen, im Umgang mit anderen Leuten. Es fühlt sich wieder normal an. Man kann wieder ganz normal rausgehen, ohne dass man jedes Mal denkt, ach krass, hier saß ich mal und habe meine Telefonnummer auf irgendeinem Zettel notiert. Und wie seltsam war das eigentlich damals? Ich musste gerade echt drüber nachdenken, was das nochmal war mit der Telefonnummer. Ja, war alles gemacht. und ich finde, das ist so. Gesellschaftlich war es das erste Jahr, wo es sich wieder so richtig normal angefühlt hat, finde ich, aber ich gebe dir voll recht, also es sind ganz viele Projekte, wo so immer mal wieder ein Stoppschild kam, auch, keine Ahnung, ich denke an den Ratinger Hof, ungefähr 28 Mal jetzt die Betreiber gewechselt und, jetzt kommt ja scheinbar wieder wer Neues und, aber es ist an ganz, ganz vielen Stellen ist so viel Wechsel drin, aber noch nicht so das ganz große Boom. Ich habe das Gefühl, ich finde ja immer, es passiert alles und gar nichts. Also so in so einem Jahr. Und ich stimme euch beiden zu. Dennoch, zum Beispiel die EM ist ja was, das ist ja wie erfüllt worden. Das war auch dieses Jahr. Das wurde halt dann, wurde auch alles geplant, aber das ist ja passiert, dass der Kunstpalast wieder in Gänze da ist und irgendwie viel besucht und so. Also ich habe schon das Gefühl, dass auch manche Dinge zu Ende gekommen sind oder losgegangen sind. Ja, das stimmt bestimmt. Deswegen bin ich ja so gespannt darauf, mir diese Episode anzuhören, weil ich dann das alles nochmal Revue passieren lassen kann. Ich liebe Jahresrückblick, muss ich sagen. Ich bin auch einer, der immer, mein Mann hasst das, vorm Fernseher sitzt und sagt, oh, ist der alt geworden oder oh, krass, das ist dieses Jahr gewesen. Das sind zwei Sachen, die ich ständig denke, wenn ich morgens in den Spiegel gucke. Das ist dieses Jahr gewesen. Ja, das ist alles dieses Jahr gewesen. Ja, Jahresrückblicke, dafür sind wir ja da. Wie gesagt, Rückblicke, Ausblicke und deswegen gibt es noch eine weitere Sache, einen weiteren Staffelstab zu übergeben, eine weitere Sache zu verkünden. Ja, und außer dem Wechsel von Helene zu mir, haben wir auch noch einen weiteren Positionswechsel, möchte ich sagen, der hier im Rheinpegel einigermaßen interessant werden könnte, auch für unsere Hörer. Und zwar wird Nicole Lange, die die Chefin hier in der Lokalredaktion Düsseldorf war, ab 1. Januar eine neue Aufgabe haben. Nicole, was machst du denn? Ja, ich wechsle in unsere Zentrale nach Düsseldorf-Herth und darf dort die Leitung des Newsmanagements übernehmen. Das klingt, also keine Ahnung, aber irgendwie habe ich das Gefühl, es klingt ganz schön wichtig. Vor allen Dingen klingt das irgendwie ein bisschen fremdartig, wenn man nicht irgendwie in den Medien ist. Es hat halt viel damit zu tun, zu koordinieren, was wir tun, also in allen Ressorts und die Autoren, wie wir planen, wie wir Stücke bringen. Und ja, also das ist eine sehr planerische Aufgabe. Ich hoffe auch eine kreative und spannende Aufgabe. Nach allem, was ich mitbekomme, ist das so. Und die Kollegen. Die da in Herd das jetzt schon machen, ja, haben einige tolle Sachen zu tun. Und da reihe ich mich dann hoffentlich ein und kann da auch ein bisschen mit was gestalten künftig. Ja, ganz bestimmt. Ich fand das, als ich Autorin war im NRW-Ressort, fand ich das immer spannend, dass die in jedes einzelne Ressort hier reingucken und nicht, wie man selbst als Autorin nur in einem Ressort bleibt. Ja, genau. Ich bin da auch schon sehr, sehr gespannt. Und ja, bin von dem Team dort auch schon sehr, sehr nett so abgeholt worden. Also, dass ich schon ein bisschen eine Idee habe, was ich dann ab 1. Januar täglich so machen werde. Aber natürlich werde ich sehr, sehr das vermissen, was ich bisher gemacht habe. Das ist davon ja komplett unbeeinflusst. Man geht immer auch mit einem weinenden Auge. Was war denn so deine krasseste Geschichte, das, was dir in Erinnerung bleiben wird hier von deiner Zeit in Düsseldorf? Das finde ich schwierig. Also ich bin ja, muss man dazu sagen, ich war zwar nur in Anführungsstrichen fünf Jahre die Leiterin dieser schönen Redaktion, aber ich habe insgesamt zwölf Jahre hier gearbeitet und als Autorin deshalb wahnsinnig viele Geschichten gemacht. Also auf unterschiedliche Art und Weise sind mir ganz unterschiedliche Dinge in Erinnerung geblieben. Also Beispiele sind zum Beispiel, Ich glaube, meine erste, ja, meine erste richtig große Geschichte so im Bereich Unternehmen, die mir sehr in Erinnerung geblieben ist, ist der Umzug von Althurs aus Duisburg nach Düsseldorf. Über den ich damals exklusiv als Erste berichtet habe. Und das war wirklich so geheim, dass das wirklich ein großer Scoop war, auf den ich dann auch sehr stolz war und der natürlich dann auch in der Folge einfach spannende Geschichten brachte, weil dann natürlich der Umzug und dann sind die ja erst ins Drei-Scheiben-Haus gezogen. Inzwischen haben sich gebaut eine tolle neue Zentrale am Rheinufer. Also diese Geschichte ist mir einfach in Erinnerung geblieben, weil das damals sehr spannend war. Aber wir hatten natürlich mehrere große Wahlen in der Stadt. Ich habe insgesamt in der Zeit, in der ich hier im Lokalen war, drei verschiedene Oberbürgermeister erlebt. Das waren natürlich auch immer sehr interessante Wechsel- und Begleitgeschichten. Und jetzt im Moment ist es natürlich das, was um die Ideen für die neue Oper passiert, die uns gerade sehr, sehr bewegen in der Stadt. Und da bedauere ich es natürlich ein bisschen, dass ich das nicht bis zum Ende begleiten kann. Aber das wird sich ja noch sehr lange hinziehen. Insofern, da müsste ich dann schon noch eine ganze Weile länger bleiben, um das fertig zu machen. Ich wollte gerade sagen, vielleicht kriegt das ja dein Nachfolger mit. Aber wie du sagst, es könnte sich ja sehr, sehr lange ziehen. Von daher will ich das jetzt auch nicht mal in Stein meißeln. Aber wer hier für dich übernehmen wird, ist Ludwig Krause, der auch hier sitzt. Hallo. Erzähl mal was. Was hast du vorher gemacht? Ich habe im Prinzip eine ganz ähnliche Funktion bisher übernommen. Ich war leitender Regionalredakteur im Kreis Kleve am Niederrhein. Von dort komme ich auch gebürtig, auch wenn mir Düsseldorf nicht fremd ist. Ganz im Gegenteil, ich bin mit 18 Jahren schon nach Düsseldorf gezogen zum Studium und habe ab dann eigentlich mein gesamtes Erwachsenenleben bis auf jetzt die letzten zwei, drei Jahre, wo ich beruflich wieder zurück nach Kleve gezogen bin, in dieser wunderschönen Stadt verbracht. Und genau, ab 1.1. übernehme ich die Funktion von Nicole und ich freue mich sehr drauf. Ich glaube, in Düsseldorf gibt es wahnsinnig viel zu erzählen. Das wisst ihr mindestens mal genauso gut wie ich. Die Stadt ist wahnsinnig spannend und ich glaube, das nächste Jahr insbesondere wird ein sehr spannendes. Wir haben nicht nur 200 Jahre Karneval zu feiern in Düsseldorf, wir haben auch spannende Wahlen vor uns, die diese Stadt auch in den kommenden Jahren prägen werden. Und Nicole hat gerade ja schon die Opernentscheidung angesprochen und ich hoffe natürlich auch, dass ich und dass wir dann die Entscheidung begleiten dürfen. Und jetzt mal abgesehen von den großen Themen Karneval, Politik und Oper, was ist so dein Düsseldorf-Special? Worauf freust du dich? Ich glaube, in dieser Stadt leben einfach wahnsinnig viele spannende Menschen und ich freue mich ganz besonders darauf, dass wir diese Menschen künftig noch mehr in den Mittelpunkt rücken können als bisher. Ja, es gibt hier wahnsinnig spannende Gastronomie. All das bereichert diese Stadt und macht sie so lebenswert. Und das sind Geschichten, auf die ich mich sehr, sehr freue. Auch wenn, das wird Nicole vielleicht auch sagen können, häufiger Kollegen darüber schreiben werden, als ich tatsächlich dann zum Schreiben kommen werde. So ist das halt manchmal. Aber ich freue mich da sehr drauf. Aber trotzdem wirst du bestimmt auch ein paar Mal hier im Rheinpegel sitzen. Ganz, ganz sicher. Du kannst ja dann den Rheinpiegel hören und, so auf dem Laufenden bleiben, über welche spannenden Themen und Menschen wir hier sprechen und ich freue mich auch auf viele Gespräche mit dir, mit dir, Lilly und ganz bestimmt auch nochmal mit dir, Nicole, weil man sieht und hört sich ja immer mindestens zweimal. Darf ich als extra special Guest dann doch noch ab und an mal auftreten? Aber bitte. Okay, dann vielen Dank für diese schöne Übergaberunde, für das Vorstellen, für die Worte, für die Ideen und Erinnerungen. Und wir, liebe Hörenden, haben jetzt hier gleich noch einen Rückblick vor uns und euch sage ich alles Gute, ein schönes neues Jahr und bis zum nächsten Mal. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Ein Jahr kann ganz schön lang sein, vor allem, wenn man tagtäglich mit großen und kleineren Geschichten konfrontiert ist, wenn Recherchen anstehen, wenn man Menschen trifft, kurz, wenn man eine Zeitung macht. Und manche Storys, manche Themen begleiten meine Kolleginnen und Kollegen eine ganze Weile. Manche berühren besonders, manche entpuppen sich als größer als vielleicht zuerst gedacht. Und weil mich und euch ja sicher auch natürlich besonders interessiert, welche das sind, habe ich mich in der Düsseldorfer Lokalredaktion mal umgehört und all die tollen Menschen, die hier jeden Tag für uns die Augen und Ohren offen halten dafür, was die Stadt und uns alle bewegt, gebeten, ihre High- und vielleicht auch Lowlights des Jahres mit uns zu teilen. Und weil es ja auch irgendwie dazugehört, habe ich direkt noch versucht herauszukitzeln, welche Vorsätze für 2025 bei jeder und jedem auf dem Zettel stehen. Liebe Verena, wie war denn dein Jahr so? Turbulent und spannend. Und ich habe letztens schon mal alle so meine Themen und Texte durchgeguckt, die mir in Erinnerung geblieben sind und die irgendwie so ein bisschen aus dem Alltagsgeschäft herausragten. Und da war es ja irgendwie durch meinen Zuschnitt, ich schreibe ja viel über Kriminalität, irgendwie immer ziemlich viel Düsteres dabei, aber auch ein paar hoffnungsvolle Geschichten, würde ich sagen. Ich stelle mir das auch irgendwie, oder ich kenne das ja auch, aber bei euch natürlich noch in ganz anderen Dimensionen, wenn man dann wirklich mal so die Stücke anguckt, die man so verfasst hat oder was alles so passiert ist, dann merkt man, dass so ein Jahr auch ganz schön lang sein kann. Also wo ganz schön viel passiert und ja, irgendwie jetzt fühlt es sich vielleicht an, als wäre das schon vor zwei Jahren gewesen oder so. Tja und was man für wirklich ja auch spannende Menschen trifft und für interessante Geschichten von denen, die ja keine Geschichten im Sinne von erfundene Geschichten sind, sondern deren tatsächliche Erlebnisse. Das Leben schreibt die besten Geschichten. Das ist ja ein altes Sprichwort, was nun mal wahr ist. Und genau, viele von diesen Geschichten hast du aufgeschrieben, hast du aufgefangen sozusagen und weitergegeben an die Leserinnenschaft und ja auch teilweise an mich und an die Hörerinnenschaft. Gibt es Geschichten, Themen, Recherchen, die dir ganz besonders nachhängen in jeglicher Hinsicht, die dich berührt haben, bewegt, die dich vielleicht immer noch begleiten, also die plötzlich viel ausladender geworden sind, als du gedacht hast, hast du etwas, was du mit uns teilen kannst und möchtest? Auf jeden Fall. Also ein Ereignis, was mich über das Jahr hinweg begleitet hat, immer mal wieder und ganz intensiv im Mai, als es passiert ist, war der große Brand in Flingern. Das war am 16. Mai um 2.30 Uhr morgens hat es eine große Explosion gegeben in einem Haus, das so auf der Ecke liegt, Grafenberger Allee, Lichtstraße. Wer die Ecke ein bisschen kennt, kennt mit Sicherheit auch dieses Haus. Es hat so eine relativ markante Fassade mit Efeu bewachsen und so grüne Balkone. Und ich glaube, spätestens seit dem Brand ist das vielen Leuten irgendwie aufgefallen und in diesem Haus hat es eben an diesem 16. Mai mitten in der Nacht einen lauten Knall gegeben, eine Explosion und anschließend wirklich ein verheerendes Feuer, bei dem noch in dieser Nacht drei Menschen gestorben sind. Und anschließend noch eine vierte Person. Dieser Brand hatte vier Todesopfer zur Folge und 16 Menschen wurden verletzt. Und alle mussten aus dem Haus natürlich raus. Alle mussten aus dem Haus raus. Ich kann mich auch noch daran erinnern, aus verschiedenen Gründen tatsächlich. Und ja, das ist ja auch was, was tatsächlich, das weiß ich nicht, also zum Glück natürlich, aber was einfach auch nicht so oft passiert. Und vor allem auch mit der Geschichte, die dann da noch irgendwie dran hing, nicht wahr? Also genau, du hast wahrscheinlich einfach, ich sag jetzt mal, in unseren Dimensionen quasi relativ normal davon gehört. Also es kommt ja dann über den Ticker oder Polizeimeldung, dass da was studiert ist und dann, genau. Also genau, ich kann mal ein bisschen erzählen, wie das für mich als Reporterin war. Ich bin tatsächlich an dem Morgen, ich hab nicht sofort auf mein Handy geguckt, sondern ich bin irgendwie um sieben Uhr morgens zum Sport gegangen. Und als ich dann zurückkam, sah ich schon Nachrichten auf meinem Handy und dann rief auch meine Chefin an und sagte, du hast es bestimmt schon gesehen, kannst du da bitte hingehen? Und ich wohne auch nicht allzu weit davon entfernt und bin dann wirklich einfach rübergelaufen. Und das ist dann, also wenn man zu etwas hinkommt, steht man da in dem Fall ja wirklich vor so einem... Einer Schneise der Verwüstung. Also es war wirklich, das war echt schockierend. Gleichzeitig schaltet man natürlich irgendwie in so einen Profimodus um und weiß ja, was man zu tun hat als Reporterin und in dem Fall waren dann auch schon Leute da, die ich kannte. Also ich stand da jetzt nicht völlig allein rum, sondern gab Kollegen von anderen Medien, zu denen ich dann auch hingegangen bin. Ich habe Feuerwehrleute getroffen, die ich schon kannte, Leute von der Polizei, die entsenden dann meistens auch Pressemenschen, die dann als Ansprechpartner dienen. Die konnten uns dann schon mal die ersten Infos geben. In der Redaktion saß natürlich auch jemand, der schon mal einen Artikel geschrieben hatte für online und ich konnte dann immer ganz gut dazu füttern sozusagen. Und dann ergab sich halt auch relativ schnell die Möglichkeit, mit Nachbarn zu sprechen, die das ja mitbekommen hatten in der Nacht. Und das ist natürlich ganz wichtig, weil zum einen haben die, glaube ich, ganz oft dann auch wirklich so ein Mitteilungsbedürfnis. Wenn man sowas erlebt und sowas sieht, dann muss man da irgendwie auch drüber sprechen. War natürlich auch auf der Suche nach so persönlichen Erlebnissen und wirklich zu erfahren, wie das in der Nacht war und was da passiert ist. Und es war halt sehr offensichtlich, auch für Laien, dass dieser Brand offensichtlich aus dem Erdgeschoss irgendwo geschehen sein musste. Und in diesem Erdgeschoss lag mal, das habe ich dann über Google Maps, konnte man sich das noch ganz gut angucken, ein Kiosk und da oben drüber halt Wohnungen. Und dann haben wir eben auch mit den Nachbarn gesprochen, die haben uns teilweise auch Videos gezeigt von dem Brand, dass man so mal einen Eindruck bekommen konnte, welche Dimension das hatte. Also da stand irgendwie auf der anderen Straßenseite ein Auto, was wirklich nur noch ein Skelett war. Das war komplett ausgebrannt und es war irgendwie 10, 20 Meter von dem entfernt. Also es gab schon mal so einen Eindruck, wie diese Detonation, wie stark die gewesen sein musste und dann auch noch diese Bilder zu sehen von dem Feuer Ja. Das ist tatsächlich so, auch als Reporterin nimmt man das jetzt auch nicht leichtfertig mit, ich fand es schon auch belastend und ich stand dann da mit einer Nachbarin, die eben auch sagte, ja, der erzählte dann von einem Kioskbetreiber, der unten war, ein 48-jähriger Mann und sie versuchte dann den anzurufen und der Anruf ging aber eben ins Leere. Und die, zumindest ein Sohn dieses Mannes war wohl auch an dem Tag dann noch da und suchte den Vater. Er sagte dann später in einem Fernsehinterview, dass der ihn noch angeschaut. Sich verabschiedet hatte und den Söhnen noch gute Nacht gesagt hatte. Und dann galt er als vermisst. Und wie sich dann später herausstellte, war er halt einer von den Toten, der unten im Erdgeschoss war. Und es war halt von Anfang an, war ganz viel mit Nachbarn gesprochen. Die sind natürlich auch alle Laien. Und ich fand es aber schon auffällig, dass wirklich mehrere Leute gesagt haben, Das war kein normales Feuer. Das war so rasant und das war so explosiv, dass selbst wirklich völlig Unbeteiligte, die eigentlich keine Ahnung, also ich auch nicht, aber nicht wissen, in welcher Intensität, wir erleben ja nicht häufig irgendwelche Brände, wirklich sagen müssen, da muss irgendwas gewesen sein. Und schon an dem Tag gab es dann so Gerüchte um eine mögliche Vertuschungstat, die sich aber später übrigens als unwahr herausstellte. Ja, ich weiß, das ist ja oft so, wenn solche Dinge passieren. Genau, dann unweigerlich streuen ja auch Geschichten sich oder bahnen sich Geschichten ihren Weg oder Gerüchte, Ideen verwurschteln sich dann zu Tatsachen, die vielleicht keine sind und so, das konnte man da auch beobachten. Ja genau und irgendwie an diesem ersten Tag, den ich quasi fast vollständig da auf dieser Straße verbracht habe, kursierte halt dieses Gerücht einer angeblichen Vertuschungstat, also da auch schon einer Brandstiftung, es wurde nämlich in der Wohnung, die über dem Kiosk, liegt, lag eines der Todesopfer. Das war ein 55-jähriger Mann. Und der hatte, wie sich dann später herausstellte, Stich- und Schnittverletzungen, die offensichtlich nicht von dem Feuer stammten. Und das war irgendwie durchgesickert. Und da hatte irgendjemand draus geschlussfolgert, dass es sich um eine Art Vertuschung, dass es da hätte eine Gewalttat geben können. Und deshalb dann eine anschließende Brandstiftung, um das irgendwie zu verdecken. Ein Feuer, das dann alles zerstört. Das stellte sich, das sage ich jetzt mal klar, als falsch heraus. Aber es wurde dann, also an diesem ersten Tag konnte noch nicht so viel geklärt werden. Auch die Identität einiger Toten war noch nicht ganz klar. Auch der Kioskbetreiber, der unten war, konnte an dem Tag noch nicht eindeutig identifiziert werden. Da sind die Ermittlungskräfte ja glücklicherweise auch immer sehr genau. Und das sagen wir es wirklich erst, wenn wir absolute Sicherheit haben, um auch den Angehörigen da Sicherheit zu bieten. Das kam dann aber tatsächlich relativ schnell am nächsten Tag und auch da kam dann eben die große Nachricht, dass es sich offensichtlich um eine Brandstiftung handelte und zwar wurde auf dem Boden des Kiosks im Erdgeschoss Benzin gefunden. Und es war halt klar, dass der Betreiber auch zu den Toten gehörte und auch selbst dort der Leichnam gefunden wurde. Und so lag dann schon relativ früh, stand dieser Verdacht im Raum, dass dieser Mann den Kiosk angezündet und irgendwie in die Luft gejagt haben könnte und damit offensichtlich auch sich selbst getötet und mindestens zwei weitere Menschen getötet haben könnte. So war das zu dem Zeitpunkt die Annahme. Und da fragten sich natürlich alle, woran kann es gelegen haben? Warum macht jemand sowas? Oder auch in der Form? Und auch da haben wir wieder viel mit Anwohnern gesprochen, was natürlich auch immer so ein bisschen mit Vorsicht zu betrachten ist, aber man bekommt zumindest so ein bisschen Bild von dem Menschen, der da gearbeitet hat in dem Fall. Und es war ein sehr geteiltes Bild, also einige sagten wirklich, es war ein ganz netter und irgendwie, geschäftsdichtiger Mann und der hat da den Kiosk gut geführt und war immer freundlich zu seinen Kunden und tatsächlich aber eher so die überwiegende Stimmung war, vielleicht aber ehrlicherweise auch schon ein bisschen beeinflusst von dieser Nachricht, dass dort Brandbeschleuniger gefunden wurde. Und dass der häufig sehr unfreundlich gewesen sei, dass es häufig Streit gegeben habe, auch mit den Nachbarn. Es gab wohl irgendwie so Parkplätze vor dem Haus, um die sich die Nachbarn häufiger mit ihm gestritten haben. Er hat da wohl manchmal seinen Wagen abgestellt, unerlaubterweise, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Von der Polizei hörten wir dann auch, dass der Mann schon mal auffällig geworden war. Der war schon irgendwie polizeibekannt wegen zwei Fällen häuslicher Gewalt. Ja, ich verstehe. Und es war auch relativ schnell von psychischen Problemen die Rede. Und so nach und nach fächerten sich dann diese Sachen auf und irgendwann kam auch noch hinzu, bekamen wir dann auch den Hinweis, dass der Mietvertrag für diesen Kiosk, den er da, den glaube ich seine Frau abgeschlossen hatte, dass der kurz vor dem Brand gekündigt wurde. Und das setzte sich dann alles so zu einem Bild zusammen, dass man dachte, okay, offensichtlich war da doch einiges im Argen. Das hat uns halt wirklich über... Wir haben Wochen beschäftigt. Wir haben natürlich auch mit Anwohnern sprechen können, die das selbst erlebt haben. Wir haben über die Spendenaktionen berichtet, die viele Nachbarn organisiert haben. Da kamen einige 10.000 Euro zusammen, die Menschen, die da ausziehen mussten. Wir haben mit den Hausverwaltungen gesprochen, wie es weitergeht mit dem Haus. Es wurde dann irgendwann ein bisschen am Ort des Geschehens ruhiger. Es wurde alles abgesperrt, Gerüst aufgebaut. Arbeiter kamen, um das alles zu entkernen, die ganzen kaputten Möbel rauszuräumen, damit das Haus saniert werden kann. Und im Juni kam dann noch die Nachricht, dass eine weitere, dass es leider ein viertes Todesopfer gab, eine Frau, die in Lebensgefahr schwebte über mehrere Wochen, ist dann leider auch gestorben. Also es war eine Autorin, die auch in einer jüdischen Gemeinde aktiv war und einige kannten auch ihren Namen. Also zumindest zum Teil eine Person des öffentlichen Lebens, die da in dem Haus gewohnt hat. Und dann zum Sommer hin wurde es dann doch deutlich ruhiger, die Ermittlungen liefen aber weiter, wir hatten natürlich immer Kontakt zu den Ermittlungsbehörden, zum Staatsanwalt und irgendwann war dann auch klar, okay, die Ermittlungen neigen sich dem Ende zu und Ende August haben wir dann die Bestätigung bekommen, dass die Ermittlungen abgeschlossen sind und dass die Ermittlungen vor allem eingestellt sind, Weil die Staatsanwaltschaft nämlich, wie ich es ja vorhin auch angedeutet habe, davon ausgehen, dass dieser 48-jährige Kioskbetreiber den Laden selbst angezündet hat aufgrund dieser Gemengelage aus Motiven. Sie können es natürlich nicht abschließend klären, ob er es verabsichtigt hat, dass es so heftig wird. Ja, also zum einen, was natürlich jetzt das ausschlaggebende Motiv war, ob es irgendwie Probleme in der Familie waren, ob es diese psychischen Probleme waren, ob es die Kündigung des Mietvertrags war oder vielleicht alles irgendwie zusammen, ob er das beabsichtigt hatte, ob er einen Suizid beabsichtigt hatte. Die Staatsanwaltschaft geht eher nicht von einem Suizid aus. Die glauben tatsächlich, dass er von der Heftigkeit der Explosion selbst überrascht wurde und gehen eher von einer Art Unfall aus, wenn man das so sagen kann. Also es war natürlich schon eine absichtliche Brandstiftung, aber in dem Auswahlmaß, was da passiert ist, das glauben sie nicht, dass das beabsichtigt war. Die Ermittlungen wurden dann voll logischerweise eingestellt, weil die Person, die da ja beschuldigt wird, nicht mehr lebt und somit auch kein weiteres Verfahren möglich ist. Ich bin letztens nochmal an dem Haus vorbeigekommen. Da laufen immer noch die Arbeiten. Das soll saniert werden. Da sind 23 Wohnungen drin. Die sind aktuell immer noch logischerweise unbewohnt. Aber eines Tages sollen da wieder Menschen einziehen. Ja, vielen Dank, dass du diese Geschichte geteilt und auch nochmal rekapituliert hast. Und ich finde, das ist ein gutes Bild dafür, dass genau manche Ereignisse natürlich für alle Beteiligten, das ist sowieso klar, aber auch für die Menschen, die darüber berichten, einfach noch viel länger dauern als vielleicht für die Rezipienten, die dann die Artikel lesen. Also wie du schon sagst, es ging ja eigentlich bis jetzt, wart ihr, warst du in Kontakt und hast immer wieder Updates bekommen und dich damit beschäftigt und wirst dir auch sicher dranbleiben, wie es dann mit diesem Haus weitergeht oder vielleicht einzelnen Menschen, die nochmal ihre Geschichte dahingehend erzählen, ein bisschen mit Abstand. Ja, vielen Dank. Und auch dir stelle ich trotz des jetzt etwas ernsteren Themas die Frage, hast du Vorsätze fürs neue Jahr? Ich habe mir tatsächlich noch keine gemacht. Bist du auch so last minute unterwegs, was das angeht? Also ich hatte in diesem Jahr, ich weiß nicht, ob das als Vorsatz zählt, aber das fand ich eigentlich schön, ich hatte mir vorgenommen, jeden Monat eine neue Sache in Düsseldorf zu machen. Irgendwas, was ich vorher noch nicht gemacht habe. Und das hat dazu geführt, dass ich ganz viele neue Sachen ausprobiert habe. Und das finde ich total schön. Das finde ich auch sehr schön. Das möchte ich gerne weitermachen. Und ich finde, das ist so relativ wenig Zwang. Und einmal im Monat in ein neues... Also im einfachsten Fall ist es halt irgendwie ein Café oder ein Restaurant, aber es kann alles Mögliche sein. Das finde ich sehr schön, das ist ein sehr offenes Konzept. Genau und ja auch ein sehr, also es hat ja nichts mit Zwang zu tun oder Verzicht, ganz im Gegenteil, sondern eher dazu, statt in immer das gleiche Restaurant zu gehen, gehe ich halt mal, fahre ich in einen anderen Stadtteil und gehe mal woanders hin oder probiere. Warte nicht, bis die Ausstellung, die ich gerne sehen möchte, schon vorbei ist, sondern geht tatsächlich hin. Das kann ich nur allen Leuten ins Herz legen, die vielleicht schon ein bisschen länger in dieser Stadt wohnen. Das macht wirklich große Freude. Das kann ich mir gut vorstellen und dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen. Vielen, vielen Dank und ein schönes neues Jahr. Lieber Uwe Jens, wie war denn dein Jahr? Ehrlich gesagt bräuchte ich jetzt ganz viel Zeit, um darüber nachzudenken, wie das war, weil immer so permanent was passiert. Deswegen ist das, ich weiß nicht, so ein innerer Film muss ja dann eigentlich vor dem Auge ablaufen. Auf einmal denke ich gerade an die Euro, was hier in der Stadt los war, als die Euro war. Und ich an einem Samstag durch die Altstadt gelaufen bin, kommt mir gerade spontan in den Kopf und war inmitten von Engländern, die tolle Lieder sangen. Und ich glaube, die Schweizer hatten dann gegen die gespielt. Ich weiß jetzt nicht mehr genau, aber ich glaube, und die sangen dann mit und dann ging das so gegenseitig und es war eine total friedliche, super Stimmung, obwohl es so voll war. Und ich das eigentlich nicht mag, wenn es so brechend voll ist. Aber es war total friedlich auf der Bolka-Straße, obwohl so viele Menschen da waren. Und das war bestimmt ein ganz toller Moment, wo man auch mit einem Strahlen rausgegangen ist, insgesamt was diese Euro angeht. Ja, das stimmt. Also da gucken zu gehen, das war mal, dass so Events, das hast du sonst nur positiv bei der Nacht den Museen erlebt, wenn die Allstadt voll war, dass es so friedlich war. Und jetzt war es mal beim Fußball, das denkt man ja gar nicht. Und das war bestimmt so ein Highlight und es war auch gut, wenn man das jetzt direkt wieder sachlich bewertet, dass die das an drei Stellen gemacht haben. Diese Public-Zonen und nicht, was weiß ich, auf einem Riesenparkplatz neben der Arena, sondern in der Stadt an drei Stellen. Wo sonst auch jeder immer hingehen kann, am Schauspielhaus, am Burgplatz, am Rheinufer unten. Und das war eigentlich ziemlich cool. Und die Leute haben es ja gerne genutzt. Ja, vielleicht ist das, kann man das ja als, also ich möchte jetzt nicht Grenzen überschreiten und dir sagen, wie dein Jahr war, aber vielleicht ist das ja ein schönes Sinnbild. Es ist voll, aber man geht mit einem positiven Gefühl raus. Und ich bin jemand, ich mag total gerne, ehrlich gesagt, diesen Charakter von Düsseldorf, dass man hier was losmacht, dass hier was passiert. Das ist ja auch so ein spezieller Charakter und wird immer mehr ausgeprägt. Also jetzt soll ja diese Open-Air-Fläche auch noch an der Arena kommen. Also da mal Open-Air. Ich stelle mir ja vor, eigentlich zur Eröffnung müssten natürlich eigentlich die Toten Hosen da spielen, wenn das demnächstes Jahr möglich wird. Und dann da mal zu sein. Und ich habe die mal bei Rock am Ring auch erlebt. Da sind ja auch relativ viele Menschen und in der Arena natürlich auch. Aber so ein Open-Air-Konzert im Sommer mit den Hosen mit 80.000, wenn die da alle singen, das fände ich schon auch ganz lustig. Aber der erste Gedanke bei dem positiven Moment, als du das ansprachst, was fandst du denn gut dieses Jahr? Ich schreibe ja viel zu dem ganzen Thema Kulturbauten. Und ich hatte im Frühjahr, habe ich gedacht, das sind ja immer so ein bisschen, ist es die Platte-Metaphorik. Aber ich fand eigentlich schön mal, nach ungefähr einem halben Jahr eröffnet hatten die im November den Kunstpalast zu würdigen, einfach mal. Weil der war jetzt eröffnet worden, da war es aber kein schönes Wetter. Und der Kunstpalast ist ja am Ehrenhof, eine tolle Anlage, die jetzt fast 100 Jahre alt ist. Also 2026 ist er 100 Jahre alt, wurde damals für eine große Ausstellung angelegt. Und das ist natürlich, das passt zum Ostersamstag. A, ist das Museum einfach wieder da? Also ich erzähle jetzt die Metaphorik nicht. Jeder kann sich denken, warum man das zu Ostern macht. Aber das Schöne ist auch, dass eben die Pflanzungen dann wieder stattfinden. Und zu Ostern wurde da alles schön gepflanzt. Und wenn man dann in der Tonhalle steht und guckt jetzt in dieses ganze Ensemble rein, sieht man dann die ganzen Blumen, die Rabatten, was da alles gemacht worden ist. Und es ist schön. Und da habe ich gedacht, Mensch, jetzt gehst du mal dahin, guckst dir das nochmal ganz in Ruhe alles an und redest mit dem Direktor und nimmst dir selber auch mal die Zeit und gehst mal vier Stunden da durch und schaust dir in aller Ruhe die ganze Kunst an und so. Und das hat schon unglaubliches Vergnügen gemacht. Mit der Euro, das ist natürlich Action. Und da, ja, da geht man so mit Mousse durch und dann kannst du die QR-Codes benutzen an den Werken oder auch nicht. Kannst ja machen, wie du willst und nimmst ja auch nur einen Abschnitt vor, weil das natürlich schon sehr groß ist. Es geht ja eigentlich darum, dass der Sammlungsflügel neu gemacht wurde und das ist schon immerhin über 130.000 Werke. Und dann werden nur ein paar rausgepickt, die da gezeigt werden, dann wird immer gewechselt. Aber es ist einfach ein wunderschönes Gebäude geworden. Die Wegeführung ist ganz toll. Also man wird immer so, man meandert so durch die Räume. Also du hast nicht so eine Blickflucht. Sondern du meanderst da so durch. Und das war auch toll. Das hat der Architekt mir, Sieber, hat mir das erklärt, was sie sich dabei gedacht haben. Und das hat ungemein Spaß gemacht. Und eigentlich jetzt im Nachgang noch mal, als ich so überlegt habe, ja, was ist daran so toll? Ja, die Räume werden toll genutzt. Das Museum war früher verschütt. Also die Leute hatten überhaupt nicht mehr im Kopf, dass wir da so eine tolle Sammlung haben. Es war ja auch permanent gesperrt wegen irgendwelcher Wasserschäden und sonst was. Und es war auch nicht gut präsentiert. Das Museum hatte man eigentlich über Jahrzehnte nicht gut behandelt. Und der neue Direktor, der dann 2017 kam, der Felix Kremmer, hat das eigentlich gesagt, das müsst ihr eigentlich besser machen. Ihr habt hier einen Schatz und der ist nicht poliert. Ja, auch der Ort allein, der Standort. Der Standort ist ein Traum. Also das NRW-Foam war schon immer cool. Auch mit der Gastronomie draußen auf der Terrasse. Aber da hinten, das ganz große Museum, da gehst du mal in eine Ausstellung rechts rein, da wo immer die Wechselausstellungen sind. Aber die ganze linke Seite, wenn man jetzt reinläuft, Da ist ja der Sammlungsflügel und der war eigentlich gar nicht mehr so auf dem Zettel für die Düsseldorfer. Und den hat man sich jetzt, den kann sich eigentlich jeder mal auf den Zettel nehmen. Also wer jetzt mal in den Feiertagen sagt, ich brauche mal Muße. So, da mal hingehen und durchbummeln, lohnt sich total. Und das Schöne ist ja halt, da ist jetzt auch Gastronomie unten drin. Das wollte ich gerade sagen, das geht nämlich auch richtig auf. Also ich saß da jetzt auch ein paar Mal im Sommer und zwar wirklich einfach so. Genau, du kannst ja auch einfach nur zu dem Café gehen, setzt da draußen hin unter diese bunten Schirme. und genießt mal diesen, ich meine, das ist ja auch eine Raumwirkung. Du bist da und dann guckst du so Richtung Tonhalle und siehst diese ganzen Blumen da. Dann gibt es ja auch immer wieder mal Ehrenhof Open mit Musik und was weiß ich nicht was. Hoffentlich auch mal wieder ein Konzert. Also zum Jubiläum vielleicht mal ein Konzert so. Kraftwerkkonzert da zur Tour de France war ich, das war genial. Also sowas nochmal da zu machen, wäre schön. Und was auch so schwebt, diesen Ort, wie du das gerade sagst, wenn man jetzt den Schritt wieder weiterdenkt, Mit der Oper, wenn die mal gebaut werden soll. Das ist ja auch so ein Ort, der total eingeschränkt heute ist. Du gehst nur abends mal in die Oper. Wenn du überhaupt in die Oper gehst, das ist ja auch der große Vorwurf der Kritiker. Für ein paar Männchen wird da so viel Geld ausgegeben. Und das ist es ja eben. Es muss eben eigentlich auch auf eine ganz andere Ebene gehoben werden, so wie wir das jetzt auch da mit dem Kunstpalast erleben. In einem anderen Zusammenhang natürlich. Aber diese Gastronomie, also du kannst dann da einfach so hingehen und dich wohlfühlen, es ist ein Ort geworden. Und die Oper muss auch so ein Ort werden. Und eigentlich, wenn man so denkt, in was für einer Zeit wir leben, wo die Demokratie von links und rechts angegriffen wird und dass das eigentlich auch diese kulturellen Orte sind Orte des Gemeinwesens, wo man sich treffen kann und da müssen Räumlichkeiten dafür zur Verfügung gestellt werden und die müssen auch so mal öffentlich nutzbar sein, ohne dass man da Geld ausgeben muss. Und das finde ich eigentlich wirklich sehr cool. An dem Ehrenhof, da kannst du auch einfach so reingehen. Und bei der Oper muss es auch so sein. Das ist gesund und gut und schön, wenn man sowas macht. Und das ist was sehr Positives dieses Jahr, finde ich. Ja, wie schön. Wahrnehmbar war. Also das ist quasi das Thema, was dich ein bisschen, ich meine, es hat dich ja auch begleitet. Ich weiß, dass du von nicht jetzt allzu langer Zeit nochmal ein Stück dazu gemacht hast, dass das ja auch nicht nur du dieser Meinung bist, sondern noch 499.000 andere Menschen. Genau, stimmt. Ja, eine halbe Million Besucher. Genau, eine halbe Million Besucher. Haben die noch nie gehabt. Das ist sensationell eigentlich. Du hast nicht nur im Frühjahr über den Ort an sich berichtet. Wir sprechen ja auch viel, wie du schon gesagt hast, über Kulturorte und der Kunstpalast taucht dann immer wieder auf. Also das wäre das Thema, was dich so ein bisschen begleitet. Das hat mich begleitet dieses Jahr. Und ich werde jetzt auch im neuen Jahr mal wieder hingehen, habe ich Lust zu. Ich war jetzt länger nicht mehr in der Sammlung. Wie gesagt, sind Sachen ausgetauscht worden. Das macht bestimmt Spaß, sich das jetzt auch noch mal wieder anzugucken. Jetzt ist es ja so, wir machen diesen Rückblick, natürlich um noch mal ein wenig innezuhalten und genauso zu gucken. Weil so ein Jahr ist ja wirklich auch unfassbar lang und ganz kurz. Also ich finde immer, wenn mich jemand, ich habe jetzt jemanden lange nicht gesehen, sagen wir mal anderthalb, zwei Jahre. Und dann sagt man ja so, und wie, was passiert? Und dann sage ich immer, es ist alles passiert und gar nichts. Also es passiert ja jeden Tag, es passieren Dinge. Aber irgendwie so im Großen und Ganzen ist jetzt bei mir ganz, ganz persönlich jetzt in den letzten Jahren nicht riesig was passiert. Zum Glück und leider und alles dazwischen und so. Du hast doch was aufgenommen, eine Platte kommt doch jetzt. Mein Gott, Sensationen, wie schön. Es passieren Dinge, aber ich meine jetzt, ne. Und darum finde ich das immer ganz schön, einfach nochmal zu gucken, was ist denn in den letzten zwölf Monaten passiert oder eben auch nicht. Und natürlich, was das Schöne ist, man hat was Positives, man denkt, was ist denn Gutes passiert? Ist dieses Jahr, weil ich rede ja jetzt hier mit allen KollegInnen und natürlich ist das ganz schön, aber es gibt auch was, was dich so ein bisschen, wo du manchmal dran denkst mit so einem. Ja gut, da gibt es natürlich auch genug. Wir sind Rheinländer und drehen uns gerne über was auf. Wenn ich jetzt an das letzte Wochenende denke, Verkehr in Düsseldorf ist natürlich so ein Dauerthema. Die Radwege sind noch längst nicht so weit, wie sie sein sollten. Also ich bin ein Vielradfahrer, fahre aber auch gerne Auto. Und die Radwege, die sollten eigentlich früher schon, es sollte früher schon mehr gute Radwege geben. Wenn die neu gemacht werden, sind die super. Aber es dauert doch alles sehr lang. Und jetzt hatten wir ja gerade wieder Verkehrschaos. Und letztes Wochenende hat man es dann besser gemacht, weil man mal strenger geregelt hat. Und das ist ja auch so eine alte Leier, dass man es eigentlich insgesamt besser machen könnte. Also in der Innenstadt den Verkehr stärker durchleiten, direkt zu den Parkhäusern und diese Dauerstaus auf der Kür und auf der Heineallee vermeiden. Und am Karlsplatz, das hat man jetzt mal an einem Samstag gut geschafft. Jetzt hoffe ich mal, dass daraus mal ein System wird, damit diese kompakte, wunderbare, schnuckelige Innenstadt, in die man Milliarden gesteckt hat, auch wirklich gut erlebbar ist. Nochmal, ich habe gar nichts gegen Autos, aber bring die doch bitte schön schnell dahin, wo man sie nicht mehr sieht. Und dann die Menschen sollen oben das genießen können. Da hat Düsseldorf noch Verbesserungsbedarf. Das ist aber auch so, wie gesagt, so ein Evergreen, um das man sich kümmern muss auch, weil es da besser werden muss, finde ich, für die Menschen muss es besser werden. Und es gibt natürlich auch viele andere Geschichten, aber Mord und Totschlag lassen wir jetzt mal weg, oder? Das lassen wir weg. Das lassen wir weg. Die Stadt könnte sich also zum Vorsatz nehmen, nicht nur fürs nächste Jahr, aber jetzt erst mal kurzfristig gedacht, den Verkehr ein wenig besser in den Griff zu kriegen. Hast du auch Vorsätze fürs Neujahr? Machst du die Vorsätze? Was mache ich mehr für Vorsätze? Ja, gesünder Essen natürlich, dass man so ein bisschen mehr darauf achtet. Bewegung habe ich eigentlich genug, aber das soll so beibehalten werden. Das ist wichtig, dass man sich viel bewegt. Und das Leben genießen natürlich. Das ist eine gewunnliche Vorsätze. Aber da arbeiten wir dran, das Leben genießen. Solange wir auf diesem Planeten waren, soll man es uns schön machen. So ist es nämlich. Und ja, da wird auch dran gewerkelt. Das ist ein sehr schöner Vorsatz. Und arbeiten aber auch. Arbeiten hat auch Spaß. Ja, wenn man den richtigen Ort hat. Ja, und die Arbeit Spaß macht, ist das gut. Und vor allem die richtigen Menschen um sich herum. Da darf man dankbar sein. Da darf man dankbar sein. Ich bin das. Und ich danke auch dir ein weiteres Mal. Danke dir, Patricia. Und freue mich auf viele weitere Gespräche im nächsten Jahr. Auf das neue Jahr. Bis dann. Bis dann. Tschüss. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Lieber Philipp, wie war denn dein Jahr? Diese Frage stelle ich allen. Also du kannst jetzt ausschweifen oder ganz kurz einfach ein Wort sagen. Mein Jahr war gut und ereignisreich, besonders zum Abschluss noch. Ja, inwiefern? Vor allem durch die Mieterproteste hier in Düsseldorf. Bestimmt, würde ich sagen, die letzten... Ein, zwei Monate zumindest. Da warst du gut im Thema, ne? Da war ich viel im Thema, weil ich mehr oder weniger zufällig bei dieser Hausbesetzung live dabei sein konnte. Jetzt sprechen wir ja in dieser Reihe hier gerade darüber, welche Stücke, welche Ereignisse euch geprägt, begleitet, beeindruckt, gestresst, gefreut haben. Und ja, ich antizipiere schon, dass das tatsächlich das Thema war, was dir so ein bisschen angewachsen ist. Genau, das ist so ein bisschen das Thema geworden und mehr oder weniger unbeabsichtigt, was mich dann jetzt eben begleitet hat und was ich so als das Wichtigste vielleicht für mich des Jahres herausstellen würde. Wie, was bewegt dich zu dieser Aussage, das Wichtigste? Also im Sinne von, ist das wirklich, weil das, ja, du kannst ja vielleicht mal ein bisschen für die, die es nicht, wir haben ja auch im Podcast schon darüber gesprochen, für die das jetzt nicht so ganz auf dem Schirm haben, kannst du vielleicht mal kurz erzählen, worum es geht und warum, genau, wo du quasi zufällig dabei warst, was nicht geplant war. Genau, also im Prinzip geht es darum, dass sich Mieter aus Goldsheim, aber auch Pempelfort und Derendorf, das ist ja so ein bisschen der Stadtteil Dreieck und in den Straßen da, die sich da auf den Linien der Stadtteile befinden, wo so selbst die Anwohner teilweise nicht mal ganz genau wissen, welcher Stadtteil das jetzt noch ist, weil das teilweise dieselben Straßen, andere Stadtteile sind. Zusammengeschlossen haben. Und bei diesem Zusammenschluss, die da Mieter vollzogen haben, ist es ganz spannend, dass die eben sich wehren gegen nicht nur steigende Mieten, sondern auch gegen Kündigungen, die ausgesprochen werden wegen vermeintlich oder tatsächlich notwendiger Sanierungsarbeiten. Das ist manchmal so ein bisschen schwierig zu erkennen, inwiefern das wirklich notwendig ist oder nicht, weil ich eben kein Bauexperte bin. Und die haben sich zusammengetan und über ihre Probleme gesprochen und dabei hat sich wohl herausgestellt, dass sehr viele Mieter aus der Umgebung dieselben Probleme haben oder ähnliche mit ihren Vermietern, häufig eben Investorengruppen. Und genau, die haben sich zusammengetan und haben dann auch eine Demo organisiert. Und bei dieser Demo kam es dann recht überraschend zu einer Hausbesetzung, zumindest einer kurzzeitigen, die auch nicht angedacht war, als wir besetzen das Haus und bleiben. Die nächsten Jahre drin, wie das früher an der Kiefernstraße immer der Fall war, sondern für eine Zeit bis ein, zwei gewisse Forderungen umgesetzt sind. Und du warst einfach vor Ort? Ich war da, ich war bei dieser Demo, hab mir das angeschaut. Hast du kurz überlegt, auch mit dich einzuschließen? Ich war natürlich im Haus tatsächlich, aber ich wollte jetzt nicht da bleiben. Genau, und das war insofern ganz interessant, als dass die Menschen, die da auf die Straße gegangen sind, jetzt kein klassisches, irgendwie linkes Demo-Potenzial eigentlich hatten. Ich glaube, ich trete denen nicht zu nahe, wenn ich sage, dass da jetzt die Menschen nicht am Wochenende, jedes Wochenende auf einer Demo sind. Und dass dann sicherlich eher mit linken Gruppen, von linken Gruppen aus denen das dann herauskam, zusammen da stehen und das Feiern, dass da dieses Haus besetzt wurde mit Transparenten und was die da rausgehängt wurden und sonst irgendwas. Das war schon eine überraschende Entwicklung, fand ich zumindest. Wäre auch ein Punkt gewesen, wo sowas hätte kippen können, wo dann viele Leute sagen, nee, das gehen wir nicht mit, das finden wir irgendwie alles nicht mehr so toll. Ist es aber nicht. Da wurden dann die Leute ins Haus eingeladen, da ging, schätzungsweise, ich weiß nicht, 100, 150 Menschen, gingen da durch dieses Treppenhaus, da bildeten sich Schlangen, und keine Ahnung was und sprachen dann den Besetzern da auch zu und sagten, cool, dass ihr das macht und sowas. Ich stand dann selbst im Treppenhaus in der Schlange. Ist das dann so ein Moment, wo man sich als Journalistin, als Journalist so denkt, yes, also passiert hier auch, Ich meine, du kannst über alles schreiben, das ist dein Job und auch deine Berufung quasi, aber wenn einem dann auch noch sowas an die Hand gegeben wird aus Versehen sozusagen, ungeplant. Ja klar, also das ist natürlich einfach gut gelaufen. Also ich war natürlich da, das ist dann eben Teil meines Jobs und dass das dann passiert, dass es noch ein bisschen aufregender wird als ohnehin schon, ist natürlich, klar, spannend. Ist das deswegen auch ein bisschen, warum dich das so begleitet, weil du dich da natürlich noch vielleicht anders dran erinnerst? Ja genau, dadurch, dass man einfach dann da wirklich die ganze Zeit vor Ort war und dann auch öfter mal mit mehr Leuten gesprochen hat, einfach auch dadurch mit ins Spiel gebracht. Eben gingen da sehr viele Mieter aus dem Gegenden Straßen, mit denen man dann mal mehr ins Gespräch gekommen ist, die dann von ihren Erfahrungen erzählt haben und dadurch ist es natürlich einfach besonders spannend. Und das ist auch deshalb sehr interessant für mich, einfach weil es politisch natürlich ein großes Thema ist. Und zwar nicht nur in Düsseldorf, sondern auch bundesweit. Aber in Düsseldorf hat es jetzt eben dadurch nochmal sehr hohe Wellen geschlagen. Soweit, dass auch der Oberbürgermeister sich mit einigen betroffenen Mietern getroffen hat. Zweimal, soweit ich weiß. Und eben mit denen gesprochen hat und sich die Sorgen mal angehört hat. Weil so eine zentrale Forderung auch war, dass der Herr Keller sich da mal mit zusammensetzt. Ja, und bist du dann auch weiter noch da irgendwie im Kontakt oder also verfolgst du das noch weiter? Hast du noch Leute da, die dich dann sofort quasi versorgen mit Informationen, wenn es da Neuigkeiten gibt? Also das ist ja wahrscheinlich ein Thema, was sich jetzt immer weiter ausbreitet oder immer weiter rollt. Also genau, Kontakt versuche ich da zu halten und da auch jetzt nochmal aktuell nachzulegen, mal zu schauen Anfang des Jahres, wie man da noch drüber schreiben kann. Genau, das Thema wird da bleiben. Also jetzt nächstes Jahr steht die Kommunalwahl in Düsseldorf an, neben der erstmal wahrscheinlich die Aufmerksamkeit ziehende Bundestagswahl. Und bei beiden, glaube ich, wird das Thema Miete ganz zentral sein. Düsseldorf ist ein Großteil der Einwohner sind Mieter und Mieterin und allein daraus zieht sich ja, dass es viele betrifft und das hat auch die Politik ja nun mal nicht erst jetzt mitbekommen, aber jetzt gerade kriegen sie nun mal öffentlich sehr viel Aufmerksamkeit auch für das, was wollen die eigentlich machen, was wollt ihr eigentlich verändern, was kann verändert werden. Und genau, daraus zieht sich einfach so diese Relevanz für mich auch, dass das jetzt einfach spannend bleibt und man dran bleibt. Ich muss dazu sagen, also auch gerade nach der Berichterstattung kriegen wir gefühlt alle drei Tage Mails von Mietern, die von Problemen sprechen. Die überschneiden sich teilweise, die gleichen sich auch teilweise über die Stadtteile hinweg. Das geht von Norden in den Süden, das ist wirklich ganz spannend. Über alle mehr als 20 Stadtteile hinweg. Genau. Genau. Da kann man jetzt nicht über jedes Thema immer wieder, jedes Haus quasi immer wieder neue vornehmen, aber man erkennt schon, dass es ein Problem ist, was viele betrifft und da werden sich eben auch nicht alle nur an mich wenden oder an uns wenden. Das ist schon ganz spannend. Ja, verstehe. Das heißt, du bist zu einem Termin gegangen in dem Wissen, dass es auf jeden Fall ein interessantes und spannendes Thema ist und es wurde dann unerwartet actionreich, weil tatsächlich passiert ist, dass Menschen eine andere Situation machen. So ist es, ja. Es wurde dann actionreicher und ich meine, wie oft ist man bei einer Wohnungsbesetzung dabei? Also ich glaube, selten. Die passieren ja auch nochmal recht selten. Ja. Und das war dann schon interessant. Ja, sehr schön. Vielen Dank, dass du diese Geschichte mit uns geteilt hast, dass du dieses Thema nochmal aufgebaut hast. Genau, du bleibst dran, wir bleiben dran. Wir werden bestimmt auch noch ein weiteres Mal mindestens darüber sprechen. Unbedingt. Jetzt ein bisschen weg. Ich mache ja sonst immer gerne irgendwelche smoothen Überleitungen und das weiß ich jetzt nicht so richtig, wie das geht. Hast du einen Vorsatz fürs neue Jahr? Nein, ich mache keine Vorsätze mehr. Ich habe das früher immer gemacht. Und irgendwas anderes. Also ich zum Beispiel, ich nehme mir keine Vorsätze und ich habe immer so ein Motto fürs Jahr. Das kommt tatsächlich, also jetzt so langsam immer gegen Ende des Jahres kristallisiert sich so ein bisschen raus, wohin sich vielleicht das nächste Jahr bewegt. Und dann habe ich nicht einen Vorsatz, sondern ich habe ein Motto und dem... Irgendwie merke ich, dass ich das dann wie so ein roter Faden vielleicht durchziehen soll. Das ist eine coole Idee, das könnte ich vielleicht auch mal machen. Mit dem Motto überlegen, aber habe ich bisher keins. Vielleicht hast du da noch Ideen. Das werde ich dir abseits dieses Mikrofons erzählen und dann können wir nächstes Jahr beim Jahresrückblick darüber sprechen, ob das denn alles gut geklappt hat. Ich wünsche dir ein wunderschönes neues Jahr. Vielen Dank. Ciao. Lieber Paul. Schönen guten Tag. Schönen guten Tag. Ich starte direkt rein. Volle Breitseite. Wie war denn dein Jahr? Lecker, würde ich sagen. Es war sehr lecker. Ist ja mein Steckenpferd. Viele spannende Geschichten, viele spannende Personen getroffen, tolle Events mitgemacht aus der Welt der Kulinarik und Gastronomie und natürlich alles andere auch. Da war aber auch dieses Jahr was los hier, oder? Da war alleine, also ich meine, das hat jetzt mit Gastro im ersten Moment gar nicht so viel zu tun, aber alleine Europameisterschaft. Also da war ja wirklich die Hölle hier los und auch für die Gastronomen und so. Ja, darum, ich finde, das hat mit Gastro sehr viel zu tun. Unter dem Gesichtspunkt auf jeden Fall. Ich weiß nicht so, dass es da jetzt ja irgendwie das große Special-Essen gab. Aber ich glaube, das war so für die Gastronomie. Und wie ich es mitbekommen habe, schon echt ein spannendes Jahr tatsächlich. Und dann natürlich Chefs in Town. Ich meine, da steckt ja schon im Titel dein Fachgebiet. In der Tat. Chefs in Town. Exactly. Und die hast du ja auch ordentlich abgeklappert, ne? Richtig. Also das war ja eh ganz spannend irgendwie, dass sie dieses Event aus Berlin abgeworben haben. Da war ja auch unser OB, der Stefan Keller, ganz, ganz stolz drauf, dass quasi das gar nicht von denen auskam, sondern Düsseldorf sich da irgendwie ins Zeug gelegt hat und gesagt hat, Mensch, wollt ihr nicht irgendwie euren Schwerpunkt mal aus der Hauptstadt in die nordrhein-westfälische Hauptstadt quasi verlegen? Und das hat funktioniert, weil es das erste Mal, dass es stattgefunden hat. Da waren ja auch wirklich viele, ich sag mal, lokale Partner dabei. Also die IHK, die Metro war ganz, ganz vorne mit dabei, hat da auch wirklich viel organisiert mit im Hintergrund und auch Kontakte möglich gemacht. Ja, und das war quasi als Einstieg in diese Schiene, sozusagen Düsseldorf als Gastrohauptstadt zu etablieren, war das eine sehr, sehr spannende Sache auf jeden Fall. Ja, ich erinnere mich, dass wir darüber auch ja ein paar Mal gesprochen haben. Richtig. Wir haben ja auch schon das ein oder andere Lebensmittel zusammen verzerrt. In der Tat. Und darüber rezensiert. Trotz der Fülle... Der kulinarischen, lukulischen Fülle, die dich in diesen letzten Monaten vor allem irgendwie begleitet hat. Gibt es Themen, gibt es Geschichten, die dich besonders begleitet haben? Gab es irgendwie, weiß ich nicht, vielleicht hast du ein Restaurant entdeckt, wo du jetzt auch Privatstammkunde bist. Also stach trotzdem etwas heraus, obwohl ich mir vorstellen kann, dass natürlich alles irgendwie nah an dir dran ist und besonders. Das stimmt, man versucht natürlich auch irgendwie immer in allem, in allem so ein bisschen drin zu sein und seine Aktien drin zu haben. Aber geht ja auch am Ende des Tages gar nicht. Nee, also ich muss sagen, im Rahmen dieses Chefs-in-Town-Invents gab es schon echt coole Aktionen. Also ich erinnere mich da gerne zurück an dieses Nachts im Supermarkt, was im Setzkasten da im Edeka-Zurheide eben organisiert wurde. Und ich finde, das ist auch so ein bisschen was, wo ich eine grundsätzliche Richtung erkenne. Dass quasi, du hast jetzt immer noch die klassischen Menüs und die klassischen, ich sag mal High-Culinary-Abende. Aber es wird auch immer mehr, und ich finde, das hat man auch so ein bisschen im Laufe dieses Jahres gemerkt, immer mehr so Events draus gemacht. Auf einer Skala ganz kurz da. Auf einer Skala von 1 bis 10. Wie stark war dein Verlangen, dich wirklich hinter irgendeinem Regal zu verstecken und dich tatsächlich nachts im Supermarkt einschließen zu lassen? 11, muss ich sagen. Ich fand das schon eine echt coole Sache. Aber ich glaube, das liegt auch einfach bei mir. Ich habe mir gerade vor, wie du dich hinter der Trüffelbar so versteckst. Ja, genau. Hinter den großen Schinken, den Jamon Iberdico oder was. Ich fand, das war einfach eine echt coole Sache. Ich bin groß geworden mit diesen Nachts-im-Museum-Filmen. Das hat mich als Kind schon wahnsinnig fasziniert. Und das dann quasi auf diese Supermarktschiene zu drehen, was ja eh schon krass ist, einfach dieses Restaurant in einem Supermarkt, der früher mal ein Kaufhof war, also irgendwie ganz crazy alles. Und das fand ich schon eine sehr, sehr coole Sache. Und aber auch was, sag ich mal, noch sonst. Also da war ja noch ganz, ganz viele Veranstaltungen, einfach geboten wurde an diesem Wochenende. Das ist schon super. Und was man auch nicht vergessen darf, sind, glaube ich, diese ganzen Food-Festivals. Also, weil ich so ein bisschen das Gefühl hatte, bei Chefs in Town alles schön und gut, Aber das hatten wir ja auch mal das Thema, dass es natürlich auch ein bestimmtes Klientel irgendwie einfach anspricht, ein eher zahlungskräftiges. Und da hast du natürlich im Gegensatz dazu diese Food Festival, Gourmet Festival, Frankreichfest, Fest d'Italia und so. Ja, Pantag ja auch am Ende. Ja, Pantag natürlich. Das sind so Sachen, das ist vielleicht einfach nochmal ein bisschen nahbarer, glaube ich, so für die Menschen. Und das ist halt auch einfach immer echt schön. Also da muss man sagen, muss sich Düsseldorf auch wirklich nicht verstecken. Hast du ein Gericht entdeckt in diesem Jahr, von dem du nicht gedacht hättest, also kann sowas sein wie, ich mag auf einmal Austern oder, hä, Churros mit Bratensauce? Warum bin ich da nicht vorher drauf gekommen? Ich wollte gerade sagen, da hat ja jeder so ein bisschen seine eigenen Geschmacksprofile, um es mal so zu formulieren. Ja, das Lustige ist, ich bin tatsächlich auf so einem… Bistro, Restaurant gestoßen, über das nicht mal ich schreckenswerterweise geschrieben habe, sondern der Kollege, der die Stadtteile bei uns betreut. Und zwar Haller Empanada heißen die. Das ist ein Empanada-Laden auf der Nordstraße, Münsterstraße, der argentinische Empanadas eben macht. Und ich liebe, also ich bin sowieso ein Riesenfan von allem, was eine gefüllte Teigtasche irgendwie nahekommt oder so. Also von der Ravioli über Dumplings. Und diese Empanadas finde ich einfach Hammer. Also die sind wirklich richtig lecker. Du merkst, dass es da selbst gemacht ist. Und das habe ich dann selber eben erst durch einen Zeitungsartikel vom Kollegen einfach entdeckt. Und das ist mir echt so ein bisschen im Gedächtnis geblieben, weil ich persönlich bin auch immer ein Fan davon, es muss jetzt nicht das große, schicke, durchgestylte Restaurant oder Bar sein, sondern mir reicht es auch mal so ein kleines Eckbistro quasi, wo du dir vielleicht mal zwei Empanadas zu mitnimmst. Und ich muss auch sagen, ich hatte da auch eine echt süße Begegnung irgendwie, weil ich war mal vor zwei, drei Monaten da und hatte mir mittags oder nachmittags mal irgendwie was geholt. Und dann mit mir im Laden war so eine ältere Dame, die augenscheinlich zum ersten Mal da einfach war und wahrscheinlich auch das erste Mal in ihrem Leben argentinisches Essen und sowieso auch Empanadas gegessen hat. Und die war so offen und so, was man ja vielleicht von älteren Leuten jetzt gar nicht so erwartet und kennt, die ja dann doch vielleicht kulinarisch sehr in ihrem eigenen, ich sag mal, was schon bekannt ist, bleiben. Und die war so interessiert, diese Dame und fand das so spannend, diese Empanadas mit den Füllungen und dass sie das ja gar nicht kennen würde und hat sich da auch voll durchprobiert. Und irgendwie hat mein Herz total gefreut, weil ich so dachte, ach Mensch, das zeigt auch nochmal dieses Thema Essen einfach. Wirklich jung und alt und kleine Geldbeutel, große Geldbeutel, irgendwie alle zusammenbringt. Um die einzigartige, großartige Helene Pawlitzki zu zitieren. Gerne. Essen ist Kommunikation. Ja, auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Ja. Das stimmt mich voll und ganz zu. Besser könnte ich, hätte ich es auch nicht sagen können, habe ich ja auch nicht. Das heißt du hast viel erfahren, viel kennengelernt auf jeden Fall Düsseldorf als, gastronomisches Pflaster hast du auf jeden Fall auch sehr breit abgebildet ich hoffe es irgendwas rutscht ja immer durch ich lese mich dann natürlich durch und bin ja dann auch immer froh wenn wir irgendwas probieren können oder irgendwie uns darüber austauschen ist auch mal nett, jetzt die obligatorische Frage zum Jahreswechsel Und jetzt würde ich dich mal bitten, vielleicht alles Kulinarische auszublenden. Was hast du denn Vorsätze? Was ich vorhabe. Also hast du Vorsätze fürs Neue? Nimmst du dir Vorsätze? Ich finde das immer so eine schwierige Sache. Ja, ne? Alle finden das eine schwierige Sache. Was ich irgendwie im Januar vornehme, könnte ich auch im Dezember machen, mache ich eh nicht. Deswegen mache ich es auch im Januar nicht. Ich weiß nicht, vielleicht mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Ich bin jetzt gar nicht so ein dieser Klassiker, aufhören zu rauchen oder so. Das ist eh immer eine schwierige Kiste. Ich weiß nicht, ich habe so ein bisschen erkannt, die letzte Zeit einfach, dass auch um Weihnachten und auch immer im neuen Jahr eigentlich Momente und Erlebnisse viel mehr zählen. Mit der Familie oder mit Leuten, die einem einfach wichtig sind. Es kann ja auch die gewählte Familie sein. Und ich glaube, da fände ich es schön, wenn ich persönlich einfach noch mehr irgendwie unternehmen würde und da vielleicht auch nochmal die ein oder andere leckere Speise probieren könnte. Und das wollte ich doch hören. Auch ein Vorsatz fürs nächste Jahr. Vielleicht nochmal kulinarisch auch echt überrascht zu sein und auch einfach Orte kennenzulernen und Menschen und Gerichte, die man vielleicht vorher noch gar nicht so kannte. Also immer was Neues mal wieder. Ich weiß, dass man das gar nicht macht, aber ich wünsche mir zu Silvester von dir. Jetzt komm's, jetzt bin ich gespannt. Dass du mich und uns da weiter so wunderbar auf dem Laufenden hältst und immer mal einen kleinen Snack mitbringst. Aber sehr gerne, für dich sowieso gerne. Vielen, vielen Dank und Happy New Year. Happy New Year. Liebe Nicole, wie schön, dass wir auch mal wieder miteinander sprechen, hier mit dem Mikrofon vorm Mund. Und ich frage dich genau, wie ich alle unsere lieben KollegInnen gefragt habe, wie war denn dein Jahr? Ja, spannend. Also kann man nicht anders sagen. Düsseldorf ist ja immer eine Geschichte wert oder zwei oder drei oder noch ein paar mehr. Und ja, man hat auch dieses Jahr wieder gesehen, es ist in dieser Stadt so unglaublich viel los und es entwickeln sich viele Dinge und passieren. Und ja, wir hatten großen Spaß in der Berichterstattung. Und auch ich habe natürlich einige Themen, die mich besonders begeistert haben. Ja klar. Und genau wie du schon sagst, es gibt Themen, die einen besonders begeistern. Es gibt ja aber bestimmt auch Themen oder Geschichten, die so ein bisschen, ich sag immer so kleben bleiben an einem. Also plötzlich ist man Expertin für ein Thema, was man 2022 oder 2020 noch gar nicht wusste, dass man dafür Expertin werden kann. Oder man trifft Menschen, die einen besonders bewegen. Gibt es da bei dir sowas? Also ich bin mir ganz sicher, aber verrätst du uns das auch? Ja, da gibt es einige, da müsste ich mal kurz überlegen. Aber ein Thema zum Beispiel, von dem ich jetzt vorher vielleicht gedacht hätte, das ist jetzt nicht, dass ich nicht gedacht hätte, dass es mich interessiert, aber das jetzt vielleicht nicht so mein Kernthema gewesen wäre, wäre etwas, das auch ein bisschen mit Kunst am Bau zu tun hat, nämlich die große Debatte um die sogenannte Frutrunk-Fassade. Also die Fassade des Audimax der ehemaligen Hochschule in Goldsheim. Von der ja eigentlich schon vor mehreren Jahren beschlossen worden war. Ich würde nicht sagen heimlich. Also wir haben auch damals über die Geschichte berichtet. Aber wo eigentlich, als es darum ging, wie nutzen wir künftig dieses ehemalige Hochschulgelände jetzt, wo die Hochschule woanders ist. Wo über vieles geredet wurde, aber gar nicht so lange und so breit dann in der Öffentlichkeit darüber, Aber dass da ja dieses Audimax auch eine sehr markante Fassade hat, die von einem sehr bekannten Künstler geschaffen wurde, nämlich von Günter Frutrunk. Den kennen viele Leute, die nichts von Kunst verstehen, ohne es zu wissen. Der hat nämlich diese berühmte blau-weiße Aldi-Tüte von Aldi Nord gestaltet. Die viele Leute bestimmt über die Jahre mal in ihren Schränken hatten. Da hatte jeder also einen Frutdruck zu Hause. Und so ein bisschen erkennt man das übrigens auch seinen Stil, weil das auch so ein Streifenmuster ist. Und ja, diese Fassade wurde dann dieses Jahr durch einen Aufsatz eines Experten, der das mal in einem Denkmalpflegemagazin zum Thema gemacht hat, dass ja diese Fassade dann eben auch da ist und vielleicht bald verschwindet. Wurde das plötzlich in der Öffentlichkeit diskutiert. Obwohl das vorher gar nicht so sehr das große Thema war im Zusammenhang mit dieser Neugestaltung des Geländes. Ja, und das hat die ganze Stadt dann plötzlich in Bewegung gebracht. Also da diskutierten dann auch Politiker darüber und Experten. Und die Stadt selbst bebaut dieses Gelände ja gar nicht. Das ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, der das macht. Aber natürlich haben wir auch die gefragt, wie geht ihr jetzt damit um? Und da hat sich dann wirklich viel getan. Und das war für mich, ich hing dann auf einmal mitten in so einer Kunstdebatte. Für Stadtplanung habe ich mich ja schon immer interessiert. Aber auf diese Weise bin ich dann eben auch so ein bisschen in diesen Bereich geraten und das hat mich sehr begeistert. Ja, das finde ich auch sehr, sehr, sehr spannend, also auf ganz vielen verschiedenen Ebenen, vor allem auch, wenn man, wenn so ein Gebäude gebaut wird, genau, dann ist es ja erstmal, wahrscheinlich denkt man, es ist für immer oder auf jeden Fall für jetzt erstmal und dann werden halt, ja, ArchitektInnen, KünstlerInnen dazugezogen, die dann halt ja auch irgendwie aus diesen Orten was machen, also Orte machen, die sie dann sind und dann, genau, dieser Gedanke, was ist denn, wenn der Ort dann, die Aufgabe verliert, also wenn die Hochschule umzieht, was ist dann mit dem Gebäude, wo ja irgendwie ... Gestaltet wurde mit einem Hintergedanken. Weißt du, was ich meine? Das finde ich richtig, richtig spannend. Und was passiert jetzt damit? Was passiert mit dieser Fassade? Ja, also die Geschichte hat mich dann tatsächlich auch begleitet im Sinne von, es ist immer wieder etwas Neues aufgeploppt, weil als es dann einmal in der Debatte war, da ist es dann eben auch so gewesen, dass sich dann viele Leute zu Wort gemeldet haben. Also sprich, es gibt ja auch in der Politik Leute, die schon früher in der Jury mit als, zumindest als Experten der Stadt Düsseldorf mitgesessen hatten aus der Politik und die zumindest eben mit darüber diskutiert haben und die hatten auch schon damals in dieser Jury-Sitzung, als es um die Neubebauung des Geländes ging, durchaus auch darauf hingewiesen, es gibt da dieses Frutrunk-Kunstwerk und das ist wertvoll und das wäre schön, wenn das bleiben könnte. Hatten aber jetzt nicht in dem Sinne Gehör gefunden. Und letztlich hat sich da ein anderer Entwurf durchgesetzt. Und dieser Entwurf sagt halt, das Gebäude muss leider weg. Weil da soll, glaube ich, irgendwie die Tiefgaragenzufahrt an der Stelle sein. Wenn man sich das Gebäude vor Ort anguckt, sieht man auch ein bisschen, dass das durchaus auch ein ... Es hat auch einen Hintergrund. Also man kann sich das schon vorstellen, dass es sinnvoll ist, dass das dort dann eben die Zufahrt ist. Naja, und dann ging die Diskussion weiter. Dann gab es auch Anträge im Rat, das unter Denkmalschutz zu stellen, beziehungsweise darüber zu diskutieren. Und das ist übrigens auch in einem anderen Vorgang parallel passiert. Also inzwischen hat die Bezirksregierung dieses Gebäude, nein, eben nicht das Gebäude, jetzt muss ich präzise sein, die Fassade unter Denkmalschutz gestellt. Aber man muss wissen, das bedeutet jetzt nicht, die darf keiner mehr anfassen. Sondern das bedeutet erst mal, die Fassade als solche ist eben ein Denkmal und soll erhalten bleiben. Es kann aber natürlich heißen, man kann sowas ja abnehmen und woanders hinbringen. Also das Denkmal an sich muss quasi... Intakt bleiben, aber es darf bewegt werden. Und dahinter darf abgekratzt und, also nicht abgekratzt werden, abgetragen werden. Ja, ja, genau. Also das heißt, es ist dann schon, also dieser Vorgang, dass dieses Kunstwerk transluziert werden könnte an einen ganz anderen Ort, ist absolut denkbar. Und ich halte das auch für die wahrscheinlichere Lösung. Also, dass jetzt nicht gesagt wird, dieses Gebäude bleibt jetzt einfach ganz stehen, weil jetzt ist die Fassade denkmalgeschützt, sondern es sieht eher danach aus, dass jetzt mal geguckt wird, wo kann man diese Fassade, die ja jetzt auch nicht klein ist. Also, die geht ja um das ganze Gebäude rum. Also, es ist ja nicht nur eine Wand von den vier Seiten, sondern es geht einmal ganz rum. Das sind knapp 100 Meter, wenn du es quasi ausgeklappt sehen würdest. Das ist schon eine Menge Fläche, die da irgendwo hingebracht werden muss. Insofern bin ich gespannt auf die Lösung, die man da präsentiert. Und man hört jetzt besorgte Stimmen. Das war jetzt so das Neueste, dass sich jetzt auch Stimmen zu Wort melden, die sagen, das klappt doch niemals, dass die einen guten Ort dafür finden. Nicht, dass sie das Ding am Ende einlagern. Würde das gelten? Also gilt das? Naja, was soll man machen, wenn man irgendwann neu bauen muss? Und dann hat man noch keinen Platz gefunden. Also ich glaube, das kann man schon machen. wie man das dann findet. Also ich muss auch sagen, ich bilde mir nicht ein, da jetzt hundertprozentig den richtigen Blick drauf zu haben, wie man es richtig macht. Weil natürlich ist es schwer, so eine Riesenfassade irgendwo hinzubauen, wo sie dann auch passt, wo sie sich auch irgendwie einfügt, wo sie auch zur Geltung kommt. Also es geht ja nicht nur darum, dass sie niemanden stört, sondern umgekehrt auch, dass das Nachbargebäude das alles überstrahlt, überschattet und man sowieso nicht vernünftig drauf gucken kann. dann nutzt es ja auch keinen. Und wenn du diesen Ort einfach nicht findest, also ... Ist es dann richtig, die Neuentwicklung dieses Geländes komplett auf Eis zu legen und da erstmal alles zu verzögern? Ja, auch nicht. Also am Ende des Tages sind da viele Leute daran beteiligt, die da eine gute Lösung finden müssen. Ich fände es nur sehr schade, wenn das wirklich dauerhaft passierte, dass einfach da ein totaler Stillstand ist und dass dieses Ding dann irgendwie verschwindet. Denn ich sage jetzt so respektlos, das Ding, also es ist ja nun mal wirklich ein bedeutender Künstler und das ist ein bedeutendes Kunstwerk. Ich weiß nicht, welche Lösung man da vielleicht noch finden kann. Also ich sage jetzt so schreckliche Dinge, das geht natürlich gar nicht so. Vielleicht so, dass man einfach sieht, was gemeint war, so eine dieser vier Seiten zu nehmen, beispielhaft. Aber da wird mir wahrscheinlich jeder Experte an den Hals springen und sagen, okay, das reißt ja alles aus dem Kontext, das geht gar nicht. Ist wahrscheinlich auch richtig. Also mir wäre wichtig, dass sich einfach Leute ernsthafte Gedanken machen. Wie wollen wir diesen Wert konservieren? Was wollen wir da tun? Aber was da am Ende rauskommt, wow. Das ist ja schon, das ist ja fast wie dann so Secondhand-Bauelement. Ja, also ne, das, ja, eigentlich. Ich denke gerade, also sofort, natürlich auch wegen des Standortes, ich habe daran gedacht, dass ja die Thöder-Heuss-Brücke neu gebaut wird, vielleicht kann man da ja irgendwie eine Seite mit dieser Fassade, was dem natürlich nicht gerecht würde, weil dann würden da Autos irgendwie die ganze Zeit dran vorbeifahren, aber dann wäre es irgendwie. Vielleicht kann ja irgendjemand einen Wettbewerb ausrufen, wohin mit der Frutrungskassade. Alles denkbar. Am Ende werden wir wahrscheinlich noch ein paar Wochen, Monate darüber diskutieren. Aber wenn dann irgendwann wirklich mal der Abriss vor Ort beginnt, spätestens dann wird man eine Lösung gefunden haben müssen, zumindest eine temporäre. Ja, ich bin mir sicher, dass wir dann auf dem Laufenden gehalten werden, wie es da weitergeht mit dieser Fassade und dem Neubau. Und abschließend, wie es sich gehört zum Start ins neue Jahr, hast du Vorsätze? So viele. Das ist aber mal was Neues. Ich höre hier oft, nee, oder dann direkt aus der Pistole geschossen so ein. Ich habe ja von Anfang an gesagt, sowas wie keine Kohlenhydrate und weniger Zucker lasse ich nicht gelten. Ich meine so richtige Vorsätze. Aber zu vieles ist doch auch was Gutes, oder? Ja, aber weißt du, es ist ja so, ich bin niemand, der sich so kasteilt und der sich dann so Dinge vornimmt. Wo dann, wenn du dann das erste Mal dagegen verstößt, dass du dann plötzlich dir selber irgendwie eine Strichliste führst und gesündigt hast oder dann ist das ganze Experiment vorbei. Weil ich glaube tatsächlich einfach, dass es gesund ist, dass so ein Datum, das ja eigentlich auch nur ein Datum ist, dass es uns ja allen eigentlich klar, dass es eigentlich total egal ist, ob das dir am 3. März vornimmst oder am 1.1., also das ist wirklich völlig wurscht. Aber ich finde das immer einen guten Anlass, um mal so zu gucken, mit was bin ich eigentlich so zufrieden, was ich so mache und was würde ich gerne mal ein bisschen anders machen. Und ja, da habe ich ein paar Sachen. Sehr schön. Dann viel Spaß damit, viel Erfolg dabei und bis zum nächsten Mal. Ein schönes neues Jahr gleichfalls. Hallo, lieber Max. Hi, Tosja. Ich verschone uns jetzt alle mit dem Witz, den ich seit anderthalb Tagen durchziehe und singe Maximilian. Ich war bei Max Herra auf dem Konzert und da ist das natürlich in meinem Ohr stecken geblieben. Ist auch ein schönes Lied. Wie ist das, wenn es so ein Lied gibt, wo der eigene Name ständig gesungen wird? Ja, ich glaube, das hören jetzt nicht so viele. Da hast du schon ein bisschen Special Interest, das zu kennen. Aber ja, ich mag den Namen. Ich höre ihn selten. meine Eltern nutzen den, wenn überhaupt, wenn es ernst wird. Im beruflichen Kontext eher Max beim Du, aber ja, ist schön. Maximilian, wie war denn dein Jahr? Ja, auf jeden Fall sehr vielseitig, vor allem, wenn man sich anschaut, worüber wir so berichtet haben bei der Wirtschaft. Also da ging es zum Glück nicht mehr so viel um Immobilienpleiten wie im vergangenen Jahr, aber doch immer noch so ein bisschen um die Nachwirkungen. Zum beispiel dass es karsch aus immer noch nicht weitergebaut wird finde ich schon doll sowohl als journalist als auch als bürger das hat mich viel begleitet dem im handel gab es ein paar der abgänge die dann doch, die Tradition betroffen haben, hier mal ein Schuhgeschäft oder eben Stern Verlag, dass die jetzt abgerissen wurden, darüber haben wir gesprochen. Aber eben auch einige gute Nachrichten, ich meine, wir haben ja in Deutschland eine Wirtschaftskrise, das kriegt man als Journalist dann ja auch sehr eng mit, aber es gibt auch Unternehmen, die sich Dinge überlegen und ja, gute Nachrichten verbreiten, nicht im Sinne von Marketing oder Greenwashing, sondern einfach unternehmerisch gute Nachrichten und das freut mich dann ja auch immer, wenn ich sehe, das hat eine journalistische Relevanz, Aber es gibt einem auch das Gefühl, es gibt jetzt nicht nur Stellenabbau und Rezession, sondern auch Good News. Und da kommen ja dann manchmal Geschichten bei rum, Stücke, Themen, die entweder so ein bisschen, ich sag immer, kleben bleiben an einem oder die einen ja auch ein bisschen begleiten. Also das ist ja auch in der Wirtschaft durchaus so, dass du vielleicht Themen anstößt oder entdeckst, recherchierst, auf die aufmerksam gemacht wirst und die entwickeln sich dann immer weiter und so. Beziehungsweise genau, es gibt vielleicht einfach die eine oder andere Geschichte, die dir im Herzen, im Gedächtnis bleibt, blieb. Hast du da ein Beispiel? Ganz spontan. Ich habe da mal was vorbereitet. Ja, also du hattest mich ja, so viel Disclaimer muss sein, schon vor einiger Zeit gefragt. Ich meine, wir haben zwölf Monate Berichterstattung gehabt und ich schreibe ja, wenn ich jetzt nicht gerade im Urlaub bin, eigentlich jeden Tag einen größeren Artikel. Aber tatsächlich eine Sache, die ich schon echt einfach stark fand, war, dass Düsseldorfer Bäckereien gesagt haben, ja, wir haben Fachkräftemangel, aber lass uns doch mal nach einer Lösung schauen, auch mal abseits von Deutschland und haben 20 Azubis gefunden aus dem Land Vietnam, also 15 Flugstunden von hier. In der Überschrift steht das schöne Zitat, die rocken den Laden. Das hatte Bäckermeisterin Puppe gesagt, weil die eben hier auch echt gut angekommen sind, im wahrsten Sinne des Wortes. Und das fand ich eine bemerkenswerte Geschichte. Ich erinnere mich, dass wir darüber ja auch gesprochen haben im Podcast. Genau, einmal natürlich, weil es auch, ja, ist einfach eine gute Story. Aber wahrscheinlich auch wirtschaftlich oder wirtschaftszukunftsorientiert irgendwie eine gute Entscheidung. Hast du da nochmal ein bisschen nachgefahren? Also bist du in Kontakt mit ein paar von den Azubis? Weißt du wie das alles so läuft? Ich war ja einmal in der Filiale Niederkassel um die Vietnamesen, die sich in Deutschland Hanni nennt, kennenzulernen und sie hat da schon einen sehr guten Eindruck gemacht in dem Sinne, dass sie echt super fleißig war und Und man muss dir irgendwie gar nicht sagen, was zu tun ist, hat ihre Chefin Carolin Poppe gesagt, sondern sie sieht Arbeit und erledigt die dann auch sofort. Und ich habe sie auch in Aktion gesehen beim Verkaufen von Backwaren. Sie ist nämlich Bäckerei-Fachverkäuferin. Seitdem bin ich ehrlicherweise deshalb nicht in Kontakt, weil ich jetzt nicht allen Geschichten immer nachgehe, aber ich glaube, ich hätte gehört von den Chefs und Chefinnen, von den Bäckermeistern in Düsseldorf, wenn es da irgendwie eine große Veränderung gegeben hat. Aber ich habe eher den Eindruck, da werden noch mehr kommen in den nächsten Jahren, denn der Fachkräftemangel wird ja immer schwieriger. Es gibt immer weniger junge Deutsche, die was gebacken kriegen wollen. Und da ist eben jetzt, wo man ein Erfolgsbeispiel gefunden hat, weil es begann ja mit nur vier schon im vergangenen Jahr bei Bäckermeister BEMA, jetzt sind es eben schon fünf Bäckereien mit 20 Auszubildenden, sieht man ja, dass das dann auch echt schnell Schule macht. Hast du das Gefühl oder hast du, irgendwie kann man antizipieren, dass das auch auf andere Branchen sich überträgt? Ich hoffe es, weil Personalmangel ist wirklich das oder eines der zentralen Probleme der deutschen Wirtschaft. Ich meine, man sieht es ja wirklich an jeder Ecke. Diese Woche habe ich über die Postbank berichtet, die wegen Personalproblemen manche Filialen gar nicht mehr wieder aufmacht. und früher schließt als gedacht bei RRX, diesem privaten Betreiber von Regionalexpressen, funktionieren keine Toiletten in Zügen. Nächstes Jahr werden super viele Züge einfach gestrichen, weil die zu wenig Leute finden und da musst du dir ja schon überlegen, es gehen noch viel mehr Leute in Rente. Unsere aller Eltern aus der Babyboomer-Generation gehen in Rente. Wo kommen die neuen Leute her? Nicht alle aus Deutschland, deswegen kann es schon sein, finde ich. Aber ich habe heute noch gelesen, wie wichtig die, Migrantinnen und Migranten für Beschäftigung in der EU sind und ich glaube, das ist auch in Deutschland das Zukunftsthema. Genau, das hast du eben schon offengelegt und wir sind ja hier auch im Namen der Transparenz unterwegs. Es ist jetzt natürlich kein spontanes Zusammentreffen. Ich habe euch alle, alle meine lieben Kolleginnen und Kollegen gebeten, mal zu kramen im Kopf und im Archiv. Genau, und ihr habt das alle unterschiedlich, also es war ja eine offengestellte Frage, gibt es was besonders Schönes, was besonders Schlechtes, also jetzt mal um beide Seiten anzuzünden sozusagen. Genau, jetzt war das was, was dich positiv beeindruckt hat im wahrsten Sinne des Wortes, sodass du immer noch unter dem Eindruck davon stehst. Gibt es auch was, was dich irgendwie begleitet? Ein Thema, wo du denkst, Also vielleicht einmal. Wie komme ich überhaupt so auf Artikel, die ich jetzt hier nenne, also die, diese Geschichte mit den vietnamesischen Bäckern oder Verkäuferinnen, die den Laden rocken. Das habe ich auch deshalb cool gefunden, weil es wirklich viele Leute gelesen haben. Es gab viele Reaktionen und eben auch viel Positives. Und ich schaue mir jeden Tag die Zahlen an, also wie gut laufen eigentlich die Artikel, die wir schreiben oder die ich schreibe. Und da war halt die Berichterstattung über die Volksbank Düsseldorf Neuss auch eigentlich immer so ein Quotengarant, wenn ich jetzt im Fernsehen wäre, könnte ich das so sagen, weil das bis heute sehr viel gelesen wurde, obwohl es uns ja auch schon seit Oktober begleitet. Da hatte nämlich erstmals Als das Fachmedium Finanzszene darüber berichtet, dass die Volkwind Düsseldorf-Neuss womöglich, jetzt weiß man, dass es so ist, verwickelt ist in einen 100 Millionen Euro Betrugsfall, also kurz gefasst hatte eine Betrugung. Frau, eine mutmaßliche Betrügerin von ihrem Arbeitgeber, das ist Kiabi, ein französisches Modeunternehmen, 100 Millionen Euro veruntreut und dann über ein Konto der Volksbank Düsseldorf Neuss in die Türkei abgezweigt und seitdem ist das Geld mehr oder weniger verschollen und ja, jetzt muss die Bank sich auf vielen Ebenen verantworten. Also erstmal mussten sie halt Rückstellungen bilden. 100 Millionen Euro hast du nicht mal eben im Eigenkapital, deswegen hat das erstmal finanzielle Folgen. Dann mussten beide Vorstände gehen, also sie sind zurückgetreten, aber es war halt großer Druck da von der Finanzaussicht BaFin. Allerdings ist der Druck nicht nur entstanden, das hat sich jetzt so in den vergangenen zehn Tagen herausgestellt, wegen diesen 100 Millionen Euro, was ja schon schlimm genug ist in Anführungszeichen, sondern auch, weil die womöglich Geldwäscheprobleme hatten bei einem oder mehreren Kunden, die Verbindungen in den Iran hatten. Und der Iran ist ja ein stark sanktioniertes Land, mit dem du nur unter allergrößten Sorgfaltspflichten überhaupt Geschäfte machen darfst aus Deutschland und anscheinend haben die diese Pflichten nicht zu Genüge eingehalten und auch deshalb ist die BaFin da drin. Und ja, ich meine, die haben über 100.000 Kunden in unserem Leser- und Hörergebiet. Viele von denen haben auch Anteile an der Bank und fragen sich, um Gottes Willen, was wird denn jetzt mit meiner Bank? Weil die gibt es ja schon seit 1881. Sind zwar klein, aber schon sehr traditionell. Sind auch beim Rosenmontagszug immer dabei gewesen. Super präsent. Und jetzt muss man sagen, sind die leider skandalumbittert. Man wird sehen, was das für Folgen hat für das Institut. Ich verspreche euch da draußen, ich bleibe dran, weil es mich auch selber natürlich interessiert. Aber ja, ich habe da auch manches Mal abends drüber nachgedacht, weil ich kannte ja den Vorstand, der zurückgetreten ist von zwei Pressekonferenzen und auch mal von einem Netzwerktreffen und dann, wenn du sowas erfährst. Und leider auch nicht mehr mit ihm sprechen kannst, weil er halt zurückgetreten ist und sich in seine Privatsphäre zurückgezogen hat, das ist schon irgendwie auch heftig. Ja, verstehe. Das heißt, genau, das ist ja eigentlich auch sehr spannend, selbst für mich nochmal so zu hören, dass man als Reporterin, als Reporter, als Autorin, irgendwie Journalistin, ja auch irgendwie persönliche Bezüge hat, in welcher Art auch immer. Oder das ja auch nicht mit quasi auf fertig geschrieben Drücken eines Artikels irgendwie, sondern einen begleiten diese Themen manchmal in schön und auch in ein bisschen, dass man halt drüber nachdenkt. Im Lokalen auch umso mehr, finde ich. Also ich war ja früher überregional unterwegs für Handelsblatt und Wirtschaftswoche. Da hatte ich das jetzt nicht so, dass mich Themen so persönlich angefasst haben. Und hier, dadurch, dass ich über Düsseldorf berichte und in Düsseldorf lebe und zum Beispiel jeden Tag an einer Bäckerei vorbeikomme oder auch an einer Bank, dann beschäftigt man sich unweigerlich damit, auch wenn man jetzt nicht jeden Tag da 100 Prozent recherchiert, aber du trägst das immer mit dir. Ja, das trägst du immer mit dir. Das ist ein schöner Abschlusssatz, aber noch nicht ganz. Was du auch vielleicht mit dir trägst, wenn du denn der Typ dafür bist, sind gute Vorsätze oder irgendwelche Vorsätze. Es können ja auch mal schlechte Vorsätze sein. Hast du Vorsätze fürs neue Jahr? Mehr Zeit mit der Familie verbringen. Das ist doch der einzig wahre Vorsatz. Lieber Max, ich wünsche dir ein schönes neues Jahr, viel Zeit mit all deinen Liebsten und ein bisschen Zeit auch mit mir, wir hören uns. Vielen Dank, Tostia, ich freue mich drauf. Tschüss. Tschüss. Liebe Marlin, hallo. Hallo. Ich frage dich, was ich all unsere lieben KollegInnen gefragt habe, wie war denn dein Jahr? Mein Jahr war sehr gut. Ich arbeite ja noch nicht ganz so lange wieder, sondern war große Teile dieses Jahres in Elternzeit mit meiner kleinen Tochter. Das war sehr schön. Jetzt arbeite ich seit Oktober wieder in neuer Rolle mit Gerichtsberichterstattung. Das ist neu, das ist anders und das macht sehr viel Freude. Insofern kann ich sagen, das war ein gutes Jahr. Wie schön. Und so haben auch wir die Gelegenheit... Mal miteinander zu sprechen, zumindest in dieser Form zum ersten Mal direkt beim Jahresrückblick. Und auch an dich die Frage, also auch wenn es jetzt noch nicht quasi das ganze Jahr 2024 abdeckt, aber gab es in der Zeit, in der du wieder hier in diesen Räumen ein- und ausgehst und auch in anderen Räumen in der Stadt, gab es Geschichten, Themen, komplexe Recherchen, die dich besonders begleitet haben, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind, die dir einfallen? Auf jeden Fall. Eigentlich fällt mir besonders ein Fall ein, der auch vielen Menschen in dieser Stadt noch geläufig sein müsste. Es war vor zwei Jahren, gab es ein Motorradunfall, zweieinhalb Jahre im Juli 2022. Da ist ein Mann auf seinem Motorrad am Hennekamp in Bilke gefahren, morgens früh. Und vor ihm hat eine Autofahrerin gewendet, obwohl sie da nicht hätte wenden dürfen. Und es gab zwar keine Kollision, Aber wegen dieses Wendemanövers ist dieser Motorradfahrer tödlich verunglückt. Und das wurde jetzt zum zweiten Mal vor Gericht aufgearbeitet. Im vergangenen Jahr war der Kollege Uwe Jens Runau da noch, der auch schon mit der Familie des Verstorbenen Kontakt hatte. Und jetzt wurde Berufung, also war Berufung eingelegt worden, sowohl von der Staatsanwaltschaft als auch von der Verteidigung gegen dieses erste Urteil des Amtsgerichts. Und das war ein sowohl sehr spannendes Verfahren als auch natürlich durchaus emotional, weil die Familie des Verstorbenen auch im Saal war, auch die Witwe war da. Und sowas sieht man natürlich nicht alle Tage. Ja, das kann ich mir vorstellen, dass das auch trotz der neutralen Rolle der Berichterstatterin, des Berichterstatters irgendwie einfach einem nahe geht, wenn man in einem Raum ist. Genau, das geht einem nah und trotzdem muss man natürlich versuchen oder finde ich muss man oder muss ich versuchen, da eben keine Partei zu ergreifen, sondern das so darzustellen, wie es sich eben vor Gericht sozusagen zugetragen hat und letztlich ist es ja dann auch so gewesen. Ich glaube auch zum Unverständnis vielleicht vieler Menschen, die das so gelesen haben, dass das Landgericht das Urteil des Amtsgerichts bestätigt hat. Also es hat sich immer an der Frage aufgehangen, das ganze Verfahren eigentlich, hat diese Frau Unfallflucht begangen? Also hat sie das gemerkt, dass sie für diesen Unfall verantwortlich ist und ist trotzdem weitergefahren, was ja auch für sehr viel Aufsehen gesorgt hat damals und auch jetzt nochmal, ist, dass sie ja damals ein Foto von diesem Sterbenden gemacht hat und das ihrem Arbeitgeber geschickt hat, das ist ja schon einfach ein... Ja, das lässt einen sozusagen aufhorchen und in diesem Verfahren und auch in dem letzten Prozess ging es wirklich immer um die Frage, ist ihr nachzuweisen, dass das eine Unfallflucht ist oder eben nicht. Und das Landgericht ist jetzt genau wie das Amtsgericht zu dem Schluss gekommen, man kann ihr das nicht nachweisen und sie wurde jetzt wieder sozusagen, sie haben das Urteil ja bestätigt, also verurteilt wegen fahrlässiger Tötung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs eben wegen dieses Fotos. Und es gab wieder eben aus Sicht der Familie, aus Sicht glaube ich auch vieler Menschen, die diesen Text oder die Texte dazu auch online kommentiert haben, zu Unrecht eben auf Bewährung. Genau, sie hat ein Fahrverbot noch bekommen, das ist aber dadurch bereits abgegolten, dass sie ihren Führerschein abgeben musste, nachdem das passiert ist. Und sie muss 5000 Euro an eine Stiftung zahlen für Verkehrsunfallopfer. Aber genau und die Familie hatte sich da mehr gewünscht, wahrscheinlich wenig überraschend, aber genau die Staatsanwaltschaft hatte auch eine Verurteilung wegen Unfallflucht gefordert, aber beide Gerichte oder beide Kammern haben das eben als nicht nachzuweisen angesehen. Wie ist, also wenn wir jetzt schon mal da so detailliert oder so bei diesem Fall sind, auch als Beispiel vielleicht, wie ist die Stimmung so im Gerichtssaal, wenn quasi zum wiederholten Male jetzt in dem Fall geht? Ein Urteil gesprochen wird. Also im Berufungsverfahren ist das ja so, das habe ich jetzt auch tatsächlich erst durch meine Tätigkeit gelernt, diese Begriffe so ein bisschen auseinanderzuhalten. Ein Berufungsverfahren wird, da wird der komplette Fall nochmal neu aufgerollt. Das heißt, es wurden alle Zeugen nochmal angehört aus dem ersten Verfahren. Es wurde der Sachverständige zu diesem Unfall nochmal angehört. Und dadurch war es zwischendurch natürlich schon emotional, als die Angeklagte zum Beispiel was gesagt hat und da auch zum Teil mit den Tränen gekämpft hat. Natürlich auch, als es um den Unfall ging, da hat sich zum Beispiel auch die Witwe dann die Ohren zugehalten. Da ist zum Teil auch rausgegangen. Das war natürlich dann schon, ja, war schon eine Spannung in der Luft. Und außerdem muss man sich das natürlich schon auch einfach als institutionalisierten Vorgang vorstellen, so ein Gerichtsverfahren. Also es geht ernst zu, natürlich schon dem Ernst der Sache angemessen. Aber da sitzen eben auch Menschen drin, sowohl auf der Anklagebank als auch bei der Staatsanwaltschaft als auch auf der Richterbank. Also es ist, ich glaube, man stellt sich das vielleicht auch ein bisschen dramatischer vor, als es dann tatsächlich ist. Besonders eben bei so einem Verfahren, wo wirklich auch jeder Zeuge nochmal gehört wird, das dauert lange, das zieht sich lange. Da werden viele Fragen gestellt, da wird extrem ins Detail gegangen, zumindest in diesem Verfahren. Die Richterin hat sich zum Beispiel auch für ihre Urteilsverkündung hat sich da sehr viel Zeit genommen, das zu erklären, warum sie das so entschieden haben. Sie und die Schöffen in dem Fall und das ist dann glaube ich, also man stellt sich das, wenn man so amerikanische Filme oder so sieht, dann ist das ja immer großes Drama, alle schreien irgendwie durcheinander. So nehme ich das bisher in meinen jetzt drei Monaten als Gerichtsreporterin tatsächlich nicht wahr. Das ist eigentlich, geht das sehr gesittet zu, aber natürlich weil einfach die Lebenslage oder die Situationen, um die es geht, oft dramatisch sind, ist natürlich trotzdem Spannung in der Luft. Und in dem Fall ja auch, es ist ja auch schon nicht schon, also für die Menschen, die es betrifft, ist Zeit, glaube ich, ein ganz anderer Faktor. Aber es ist ja eine Weile schon her, also die neue Situation, mit der sich die Betroffenen anfreunden müssen. Genau, also das ist jetzt zweieinhalb Jahre her und die Familie hat mir auch bei dem. Bei dem Prozessauftakt gesagt, dass sie sich auch wünschen würden, dass es jetzt zu Ende geht. Also das ist auch für die Witwe oder für die ganze Familie, die da auch bei der Unfallstelle tatsächlich um die Ecke wohnt, wie sie sagten, einfach gut wäre, wenn diese gerichtliche Aufarbeitung jetzt abgeschlossen ist. Tatsächlich ist es aber so, dass ich letzte Woche erfahren habe, dass die Staatsanwaltschaft noch mal zumindest vorsorglich Revision eingelegt hat. Also es könnte tatsächlich noch ein Verfahren geben. Dann gegebenenfalls vor dem Oberlandesgericht, also noch eine Instanz höher. Aber das ist jetzt erstmal abzuwarten. Und dann ginge es theoretisch wieder um denselben Sachverhalt. Genau, es ginge wieder um den Sachverhalt und ich vermute, es ginge auch wieder um diese Unfallflucht. Aber da muss jetzt erstmal abgewartet werden, wie das mit dieser Revision weitergeht. Die Staatsanwaltschaft wartet jetzt gerade auf die schriftliche Urteilsbegründung. Dann wird geschaut, legen wir sozusagen, also wir als Staatsanwaltschaft wirklich Revision ein. Dann muss das schriftlich eingehen und dann wird entschieden, wird es zugelassen und kommt es nochmal zur Verhandlung. Ich habe jetzt abschließend noch eine Frage, nicht aus Sensationslust, sondern einfach, weil das ja auch ein bisschen ein Faden war, der sich durch diese Berichterstattung gezogen hat, ist ja dieses Foto, was sie gemacht hat. Wie groß ist das in diesem Verfahren? Ich glaube, das hat für die Außenwahrnehmung und vielleicht auch für die Familie eine größere Rolle gespielt hat im Verfahren selber. Ich muss sagen, als das damals passiert ist in den ersten Polizeiberichten und so, wirkte das, finde ich, so, als hätte sie das aus Sensationslust gemacht, als hätte sie einen Sterbenden fotografiert, um das Foto dann in die Welt zu schicken. Sie hat ihn fotografiert, ja. Sie hat das Foto tatsächlich nur an ihren Arbeitgeber geschickt. Das ist natürlich selbstverständlich auch völlig indiskutabel, darüber brauchen wir gar nicht reden, aber dieses Sensationslüsterne, das habe ich bei ihr tatsächlich so nicht wahrgenommen und das hat, glaube ich, auch das Gericht so nicht wahrgenommen. Dass das natürlich trotzdem eben diese Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs ist, ist klar. Und dass das für die Familie besonders schmerzhaft ist, das zu hören, ist glaube ich auch klar. Aber ich glaube tatsächlich, dass das in der Außenwahrnehmung dieses Verfahrens genau deutlich wichtiger war als in letztem Verfahren selbst. Ja, ich verstehe. Ja, vielen Dank, dass du diese Geschichte mitgebracht hast und geteilt hast. Sehr gerne. Wir werden sicher im nächsten Jahr noch das ein oder andere Mal miteinander sprechen und auch dir stelle ich die Frage, die ich allen anderen gestellt habe, wie es sich zum Jahreswechsel gehört hast, du Vorsätze. Fürs neue Jahr. Beruf und Familie gut unter einen Hut zu kriegen, das fällt mir noch ein bisschen schwer, aber das hoffe ich besser hinzubekommen. Das finde ich einen schönen Vorsatz und ja, ich hoffe, dass er gelingt und auch da bleiben wir sicher in Kontakt drüber. Das hoffe ich auch. Ein schönes neues Jahr. Danke, ebenso. Tschüss. Tschüss. Christopher Trinks, wie war dein Jahr? Aufregend, bewegend, ist echt viel passiert, sowohl privat als auch beruflich. Ich war ja auch mal hier am Anfang des Jahres, dann war ich zwischenzeitlich weg und jetzt bin ich wieder hier. You came back. Und bin sehr happy darüber. Ja, das ist doch schön. Ich glaube, ich kann für alle sprechen, wir doch auch. Auch du hast eine Geschichte im Gepäck, die dich in diesem Jahr irgendwie bewegt, betrübt, begleitet, erfreut hat. Erzähl doch mal. Ja, das war so eine Geschichte, die, glaube ich, jeder Reporter, Redakteur in seinem Leben gerne irgendwann mal machen würde. Die Geschichte einer mysteriösen Flaschenpost. Das war so eine Geschichte, die auch wie so häufig mit einer kleinen Mail beginnt, die dann irgendwie in irgendeinem Postfach der Rheinischen Post gelandet ist und dann über fünf Ecken… Im Rheinischen Postfach? Im Rheinischen Postfach. Entschuldigung, das ist auch für mich das Ende des Jahres. Da macht man erstmal ein bisschen Wortwitz, ein paar Wortwitze schade nicht. Genau, die ist dann über fünf Ecken in meinem Postfach dann gelandet. Und meine Chefin weiß nämlich, dass ich so einen kleinen Faible für historische Sachen habe. Guck mal, ich lerne hier immer wieder was über euch in so kleinen Nebensätzen. Das wusste ich nicht über dich. Du bist ein kleiner Historien-Fan. Ich habe auch Geschichte so in Ergänzung gestudiert. Und das hat sich nie bei mir aufgelöst, diese historische Faszination. Ja, und da ging es eben darum, dass sich eine Dame bei uns gemeldet hat, eine Amerikanerin. Aber in perfektem Deutsch geschrieben hat, dass sie eine Flasche gefunden hat. Beziehungsweise ihr Verein von Hobby-Historikern, in dem sie sich engagiert. In welcher Stadt? Sprich das mal aus, dreimal hintereinander, ohne dich zu fasseln. Also die Gesellschaft heißt Historical Society of Sandwit and Kotwit in Cape Cod. Also das sind zwei kleine Örtchen auf Cape Cod, das ist eine Halbinsel in der Küste Massachusetts. Da muss ich erstmal auch ein paar Mal von mir aus sprechen, um das zu verstehen. Wahrscheinlich spreche ich es auch immer noch falsch aus und das ist Sandwit. Ja, jedenfalls hat die sich bei uns gemeldet, um mir und uns von einer ganz spannenden Geschichte zu erzählen, wo sie gerne auch unsere Mithilfe erfragen wollen würde. Nämlich hat ein Landschaftsgärtner bei denen eine Flasche gefunden auf einem Grundstück auf dieser Halbinsel Cape Cod. Das ist so ein touristisches… Kap Kabeljau, ne? Genau, genau. So ein bisschen so, ja, wie so frisische Inseln oder sowas sieht das so aus, finde ich dort. Und ja, in dieser Flasche, das war eine alte…, Flasche, alte Bottle, die er da ausgebuddelt hat. Und in dieser Flasche waren tatsächlich ein paar Zettel drin und auf einem stand eben die Adresse von einem gewissen Johann Huppertz, wohnhaft in Düsseldorf-Grafenberg. Aha. Und die baten uns, diese Historical Society, ob wir nicht vielleicht mal Kontakt zu unseren Local Authorities, zum Stadtarchiv oder ähnliches aufnehmen können, um mal zu fragen, wer war denn dieser Johann Huppertz und gibt es vielleicht noch Nachfahren von ihm, die bei uns leben und vielleicht davon erfahren wollen. Und das war eine ganz spannende Geschichte, die dann plötzlich ein bisschen Eigendynamik bekommen hat. Ich habe dann natürlich sofort Stadtarchiv, Mahnung Gedenkstätte, alle möglichen Institute, die sich in der Stadt mit historischen Sachen beschäftigen, gerade aus dieser Zeit, aus der das stammt. Da war nämlich auch ein Datum drauf. Wann war das Datum? 1944. Okay. Genau, Oktober 1944, um genau zu sein. Und es war auch das Wort Kriegsgefangene darauf zu lesen. Das heißt, es war so irgendwie so ein Zusammenhang. Es war wahrscheinlich ein Düsseldorfer, der im Zweiten Weltkrieg in Kriegsgefangenschaft der Amerikaner geriet und dann eben dort interniert gewesen worden war. Gab es ja mehrere Millionen Prisoners of War, die von der US Army dann tatsächlich in die Staaten gebracht wurden und dort dann ihre Kriegsgefangenschaft verbracht haben. Und ja, dann habe ich dann mal meine Kontakte spielen lassen und tatsächlich hatte ich dann noch relativ schnell eine Antwort vom Stadtarchiv, dass es tatsächlich einen Johann Hupperts gab. Was stand auf den anderen Zetteln drauf? Kannst du das noch nachvollziehen? Da stand tatsächlich nur noch die Adressen von zwei weiteren Soldaten und der Rest war leider komplett unleselig geworden. Ja, ich meine, sind ja auch, was weiß ich, Kopffeuchende wiederher, oder wird wohl 80 Jahre gewesen. Genau, und dann in einer feuchten Erde und sowas. Eine Flasche ist jetzt auch nicht der beste Aufbewahrungsort dafür. Aber eben diese Adresse war Gott sei Dank noch zu erkennen und deswegen konnte man zweifelsfrei zuordnen, dass das tatsächlich dieser Johann Hubbarz ist, den das Stadtarchiv auch gefunden hatte. Ja und dann habe ich diese ganze Geschichte aufgeschrieben, habe mit der Society auch mal gesprochen, die natürlich total thrilled waren über unsere Erkenntnisse und dann auch ganz stolz ihren Mitgliedern, die jetzt nicht so viele sind, weil es ist ein kleiner Hobbyverein-Historiker, die dann auch ihre Mitglieder über die Ergebnisse und den Fortschritt der Recherchen informiert haben. Aber die schönste Nachricht bekam ich dann ungefähr eine Woche später. Da hat sich dann nämlich tatsächlich eine Nachfahrin dieses Johann Hupperts bei mir gemeldet, Petra Jürgens, wohnhaft in Hilden, um mir zu erzählen, ja, das ist sehr wahrscheinlich mein Opa, denn ich kenne diese Adresse. Ich bin dort selber früher oft zu Besuch gewesen und ich kann Ihnen ein bisschen was dazu erzählen. Und ich mich versah, saß ich ein paar Tage später, habe sofort Kontakt aufgenommen, meinte total gerne, bitte erzählen Sie mir was. Saß dann ein paar Tage später in ihrem gemütlichen Wohnzimmer in Hilden und habe mich mit ihr über ihren Opern unterhalten und habe ganz viele historische Bilder von ihm gesehen und ähnliches. Und ja, eine spannende Geschichte. Hat er es denn anders als seine Flaschenpost, die ja wahrscheinlich nicht sehr weit gekommen ist, zurück nach Grafenberg bzw. Hilden geschafft? Ja, tatsächlich ist er dann auch gar nicht so lange in Kriegsgefangenschaft gewesen. Das waren aber auch tatsächlich die meisten deutschen Kriegsgefangene, die dann schon in den ersten ein bis zwei Jahren teilweise schon von den Amerikanern wieder rübergeschickt wurden. Und der ist dann noch tatsächlich zurück nach Düsseldorf gekehrt, hat dann dann später bei der Bahn gearbeitet und ein relativ unspektakuläres Leben geführt. Ist dann auch noch weitergezogen, aber genau, an diese Adresse, an diesen speziellen Ort konnte sich eben die Enkelin noch sehr gut erinnern, weil sie da früher mal nach der Schulzeit hingegangen ist. Und er hat nicht mehr miterlebt, dass seine Flaschenpost angekommen ist. Nein, er hat auch leider nie davon erzählt. Das wäre jetzt die nächste Frage, ob die Intention irgendwie klar geworden ist oder ob man sich das irgendwie zusammendenken kann. Wäre natürlich naheliegend, aber tatsächlich, wie das bei so vielen Familien in der Nachkriegszeit war, diese Generation hat nicht viel darüber gesprochen. Weder das, was im Krieg passiert ist, noch in den Jahren danach. Und so hat mir das auch die Enkelin eben erklärt, ihr Opa war zwar ein freundlicher Mann, aber der war ein sehr stiller Mann und der wollte darüber einfach nicht reden. Ja, ich verstehe. Ist die Flaschenpost auch in tatsächlicher Flaschenpostform in Hilden gelandet? Also konntest du die überreichen? Ist die da irgendwie per Post hingeschickt worden? Leider nicht. Ist die in Massachusetts geblieben? Die ist tatsächlich jetzt in einem Bundesarchiv gelandet, habe ich zuletzt erfahren. Irgendwo im Norden der Vereinigten Staaten, also ein großes Dokumentationszentrum, die sich auch fachmännisch diesem historischen Stück gewidmet haben, die das dann dokumentiert haben, richtig ausgerollt, gescannt und ähnliches. Und nee, aber die haben Kontakt zu der Enkelin aufgenommen, beziehungsweise ich habe den Kontakt so vermittelt, weil die auch total interessiert waren, vielleicht noch ein bisschen Persönliches darüber zu erfahren. Was dann allerdings darüber dann passiert ist am Ende, das weiß ich dann leider nicht mehr. Ich bin ja dann für ein paar Monate aus der Redaktion gewesen, aber das ist so ein Ding, da habe ich mir vorgenommen fürs neue Jahr vielleicht mal nachzufragen. Ja, da halte mich bitte auch auf dem Laufenden. Ich finde sowas ja auch sehr spannend und irgendwie auch, ich weiß nicht, heute gehen solche Sachen vielleicht über die sozialen Medien, über TikTok und vor nicht allzu langer Zeit hat man Flaschen in Seen geworfen oder in Flüsse und gehofft, dass sie ankommen. Also ich meine, das ist ja, gibt ja immer mal. Hast du auch schon mal eine Flaschenpost verschickt? Ja, als kleiner Junge waren wir oft an mir, da habe ich auch meine Flaschenpost eingeworfen. Und, hat sich schon mal jemand, was stand da so drin? Und ja, einfach, hallo, ich bin der Christopher, ich bin so zu vier Jahre alt, ich komme aus Leverkusen, freue mich, wenn das jemand liest. Also wenn hier jemand von Christopher Trinks eine Flaschenpost mal gefunden hat, dann könnt ihr auch an die rheinische Post schreiben und dann kannst du deine eigene Journey nachvollziehen. Vielen, vielen Dank für diese Geschichte. Ich kann mir vorstellen, dass das eine ist, die begleitet und kleben bleibt sozusagen. Jetzt die obligatorische Frage zum Jahresende. Hat jetzt nichts mit diesem Thema zu tun. Hast du einen Vorsatz? Ich sammle mal Vorsätze. Ja, Vorsätze, so öffentlich zu äußern, das ist immer schwer, weil dann verpflichtet man sich. Ganz genau. And that's the trick. Wenn du das hier on tape sagst, dann frage ich dich in einem Jahr nochmal, was ist eigentlich daraus geworden? Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, einen gesünderen Schlafrhythmus zu bekommen. Vielleicht ein bisschen früher ins Bett, ein bisschen weniger Smartphone noch, kurz zum Schlafen gehen, ein bisschen länger schlafen, wenn es die Arbeit zulässt. Das wäre, glaube ich, mal ganz schön. Okay, we're gonna circle back to this. Vielen Dank und Happy New Year. Danke dir auch. Ciao. Liebe Angelina, ich frage dich, Frank und Frey, wie war denn dein Jahr? Ja, war viel los irgendwie. Also ich glaube, das war irgendwie ein total ereignisreiches Jahr. Es ging irgendwie super schnell rum und ich kann gar nicht wirklich glauben, dass das Jahr jetzt schon wieder vorbei ist. Ich habe das Gefühl, es ist schon wieder Mitte 2025 schon. Also auch wenn, also dieses Komische, was ja irgendwann im Leben passiert, dann hat man so einen Kalender schon im Oktober fürs nächste Jahr und der ist schon zu dreiviertel voll. Ja, ich glaube, es hört irgendwie gar nicht mehr auf. Es hört gar nicht mehr auf. Die Zeit rennt umso schöner, wenn es Momente gibt, in denen wir uns zusammenfinden und ein wenig innehalten und zurückblicken, weil genau, das Jahr war dann ja doch irgendwie relativ lang. Es ging zwar schnell vorbei, aber es sind immerhin zwölf Monate und 365 Tage, an denen Dinge passieren und schon qua Beruf bekommst du davon ja mindestens vier Dinge am Tag mit, die so passieren. Gibt es Themen, gibt es Geschichten, Recherchen, die dich ganz besonders begleitet haben, geprägt haben? Trägst du was im Herzen, trägst du was auf der Seele? Ich glaube, erst mal ganz ehrlich, wenn man in dieser Redaktion in Düsseldorf für die Events zuständig ist, dann passiert da sowieso mehr als genug. Und ja, ich würde nicht mal sagen, dass es eine konkrete Sache war, aber ich würde das auf einen Zeitraum beziehen, weil es war wirklich dieser Sommer, Also ich habe mich dann nach zwei, drei Monaten gefragt, was ist hier eigentlich alles passiert, weil so viel los war. Also es war ja wirklich ein großes Event ans nächste Gewalt. Aber hallo! Und das war, also wir hatten, ich werde wahrscheinlich jetzt die Hälfte noch vergessen, aber wirklich von diesen Riesenevents. Wir hatten die EM, was ja wirklich einfach die ganze Stadt ja über einen Monat komplett ausgefüllt hat und wirklich so toll war zu begleiten. Also da hatten wir hier, glaube ich, alle, die daran teilhaben durften. In welcher Form auch immer, wirklich auch viel Spaß dran. Direkt im Anschluss hat es das dann noch überschnitten mit der Rheinkirmes. Dann hatten wir zwischendurch auf einmal noch drei Coldplay-Konzerte. Wir hatten dann, ging es direkt im Anschluss weiter mit dem Open-Air-Kino. Also es hörte wirklich nicht mehr auf. Und so war jedes Wochenende dann doch noch irgendwie was anderes. Und dann ja noch dazu diese, ja fast schon, also das Japan-Fest, Frankreich-Fest, Bücherbummel, also was ja eh dann noch irgendwie passiert. Ja, genau. Also das war deswegen, das war Sommerloch gibt es, sage ich mal, hier schon mal dann gar nicht. Und das sind halt alles Sachen gewesen, die erstmal schon in der Vorberichterstattung immer total viel Spaß machen und wo es doch irgendwie immer ähnlich ist, aber doch immer wieder was Neues gibt. Und wenn dann, sage ich mal, sowas dann auch noch wie die EM dabei war, ist das natürlich nochmal so ein i-Tüffelchen in diesem Jahr gewesen, was auch total viel Spaß gemacht hat. Und genau, ansonsten ist wirklich so mit das längste, zeit- und artikelintensivste Thema eigentlich dann so geballt im Sommer eigentlich dann ja immer bei mir die reinkommen ist. Und das war auch dieses Jahr wieder so. Was dir ja auch gefällt, nicht wahr? Also ich habe dich ja hier jetzt schon als Weihnachtsmarkt ultra porträtiert, aber wenn dann…. Das schlechte Wetter sich in Sonnenschein wandelt und das Riesenrad von der einen auf die anderen Rheinseite zieht sozusagen, dann bist du durchaus auch kirmesaffin. Ja, und auch da dieses Jahr auch schon Riesenrad gefahren. So war es jetzt nicht. Und im Zuge dieser Rheinkirmes, gab es da irgendwie, also ist es für dich dann wirklich so dieser Eröffnungstag oder dass man vielleicht ja auch in dieser besonderen Rolle als Journalistin, dass man dann vor der Eröffnung schon mal so darüber laufen darf Also gibt es da dann in diesem Special-Event-Sommer, gab es da nochmal so bestimmte Momente oder Geschichten. Wo du ganz besonders noch dran denkst? Genau, also es war auf jeden Fall im Kontext von der Rheinkirmes zum Beispiel, mag ich das persönlich immer super gerne, wenn die Aufbauarbeiten quasi anfangen. Also alles noch bevor es dann wirklich losgeht, macht auch immer schon total viel Spaß. Weil ich war, glaube ich, dieses Jahr auch schon, es ging freitags los und ich war, glaube ich, ab Dienstag jeden Tag auch schon da, weil immer vorher noch irgendwas anderes zu berichten war. Und man kommt dann am nächsten Tag wieder hin und auf einmal ist der Tower, das Ganze steht dann komplett bis ganz nach oben, dann wächst nebendran das Nächste irgendwie wieder und dann am letzten Tag davor kommen nochmal zehn neue Fahrgeschäfte, keine Ahnung, war jetzt ein bisschen übertrieben, aber es ist ja die ganzen kleineren Stände und Buden, die kommen ja ganz zum Schluss alle erst. Und das ist irgendwie, das ist ein so riesengroßes Event und das so mitwachsen zu sehen, macht immer total viel Spaß. Und genau, das sind dann irgendwie, dieses Jahr ging es ja so knapp darum, wurde die Vier-Millionen-Grenze wieder erreicht oder nicht. Es ist ja immer schwer, das irgendwie nachzuvollziehen. Aber es sind ja so viele Menschen, die das anziehen und es ist irgendwie schön, da von Anfang an immer so Teil davon zu sein. Ja, kann ich mir vorstellen. Würdest du auch gerne mal so eine Woche da im Wohnwagen verbringen? Ich habe, als es mir erzählt wurde, dass es das mal bei uns gab, habe ich gesagt sofort. Ich glaube, wenn du eine Woche lang die Geräusche und jeden Tag bis mitten in die Nacht das hast, weiß ich nicht, wie lange man dann noch so begeistert da dran geht. Ich weiß nicht, aber es ist schon so, wie die Berichterstattung aktuell ist, macht es auf jeden Fall immer auch sehr viel Spaß. Würdest du denn einen ganz besonderen Tag auf der Kirmes verbringen? Also jeder Tag auf der Kirmes ist besonders ein besonderer Tag, den viele Leute vielleicht eher sonst im Standesamt begehen. Man kann ja heiraten auf der Kirmes, ich lasse die Katze aus dem Sack. Und das war wirklich, also ich habe ja eben schon gesagt, vor der Kirmes hat es echt schon viel Spaß gemacht. Und das war wiederum auch nochmal was, das war dieses Jahr schon auch was Besonderes. Also ich finde, das ist ja schon, also zu heiraten, das ist ja im Leben von Paaren einer der intimsten, privatesten und wahrscheinlich schönsten Momente, die es gibt. Und dann war ich so dabei, bei zwei von diesen Momenten. Also das war irgendwie erstmal ein bisschen, im ersten Moment dachte ich so, wow, okay. Ich fand es schon extrem cool, dass beide Paare gesagt haben, ja klar, kein Problem, setz dich dazu. Aber ja, also es ist… Ich meine, sie haben auch auf der Kirmes geheiratet. Klar, aber um das mal so ein bisschen zu beschreiben, es ist wirklich mitten auf dem Platz, steht in dem Glühtürmchen, was wir ja jetzt hier noch vom Weihnachtsmarkt gerade alle kennen. Kann quasi da geheiratet werden. Und an dem Tag, als dieser Termin, die sie sah, war, waren, meine ich, so 27, 28 Grad in diesem Glühtürmchen. Es war wirklich der Nameprogramm. Es war unfassbar heiß. Und man schaute von allen Seiten raus und sah das Riesenrad, Achterbahn und alles, was da noch so drumherum war. Und es war irgendwie, es fühlte sich erst mal bis erst im ersten Moment etwas befremdlich an, aber es war so schön zu sehen, dass den Paaren überhaupt nichts rausgemacht hat, sondern dass sie genau dahin wollten. Also das waren die zwei Paare, die ich begleitet habe. Die wollten genau das. Das eine Paar hatte sich auf der Kirmes kennengelernt im Füchschenzelt vor 10, 15 Jahren. Ich weiß nicht mehr ganz genau. Und das andere Paar, die waren riesengroße Kirmesfans und haben gesagt, wir wollten eigentlich gar nicht heiraten, aber wenn, dann auf der Kirmes. Und dann gab es die Termine und dann waren sie, okay, let's go. Ja, krass. Und das ist ja auch vom Standesamt Düsseldorf, ne? Genau. Und gibt das jedes Jahr? Also das Jahr davor gab es auf jeden Fall auch schon, ich weiß gerade gar nicht, wie lange es die Möglichkeit schon gibt, aber es ist ja immer mal wieder, dass die Stadt verschiedene Termine ermöglicht, zum Beispiel auch auf dem Riesenrad, kam ja vor zwei Jahren dann auch dazu am Burgplatz auf dem Riesenrad, dass das dann wieder ging. Also das heißt, nächstes Jahr, wenn Kirmes ist, Und sich vermehlt wird, dann stehst du da wieder mit dem Blümchenkorb. Ich dachte gerade, du fragst mich jetzt, was du meine Pläne sind. Nee, nee, das kannst du dann von alleine erzählen. Das kitzle ich hier jetzt nicht raus. Ich wollte sagen, du bist auf jeden Fall nächstes Jahr wahrscheinlich auch, spätestens auf der Kirmes kann man dich wieder im Düsseldorfer Stadtleben antreffen. Ja, vorher geht es dann auch. Wir haben jetzt dann auch noch eine recht besondere und große Karnevalsfission nächstes Jahr. die ja dann doch auch, würde ich mal behaupten, ein größeres Event noch darstellt. Und bis auf das ausgefallenste Kostüm in der Düsseldorfer Lokalredaktion dir zu kreieren, hast du noch andere Vorsätze fürs neue Jahr? Ja, aber ich bin damit immer ein bisschen ruhig, weil es doch schon öfter vorgekommen ist, dass es am Ende des Jahres nicht mehr viel davon übrig war. Aber deswegen, ja, ich nehme mir immer schon was vor, aber erzähle es nicht groß rum, weil was davon übrig bleibt. Ich denke gerade, das ist eigentlich super und dann kannst du so am Ende des Jahres sagen, guck mal, ich habe mir das vorgenommen und das und das habe ich alles gemacht. Also so rum mal, quasi keine Vorsätze, sondern so eine Rückschau, wie wir es jetzt machen, dann quasi mit den Dingen, die du vielleicht angehen oder verändern oder ändern wolltest. Vielen Dank auf jeden Fall, dass du dein Eventjahr mit uns nochmal hast Revue passieren lassen. Und ich freue mich schon aufs Nächste und zu hören, was da in der Stadt alles passiert. Ein schönes neues Jahr. Dir. Und bis zum nächsten Mal. Lieber Alexander, wie war denn dein Jahr so? Ja, es war, also habe ich das schon mal erzählt, ich bin ja nicht so ein Jahreszahlentyp. Also wenn man mich fragt, was war damals, als das und das passiert ist, dann würde ich niemals drauf kommen, welches Jahr das war. Manche haben das ja so aus der Pistole geschossen. Vergisst du auch manchmal, wie alt du bist? Also denkst du so? Nö, es gibt manchmal so einen Moment des Überlegens. Im Moment muss ich nicht überlegen, weil ich bin 50 geworden. Das behält man wirklich. Aber ja, bin ich so ein Jahreszahlen-Typ. Und ich glaube, in dem Jahr war so viel, dass ich auch in fünf Jahren oder sechs Jahren immer wissen werde, ja, 2024, da war das und das und das. Okay, das heißt, du konntest bei dieser kleinen Aufgabenstellung, die es hier meinerseits gab, aus dem Vollen schöpfen und hast wahrscheinlich Themen, Geschichten, Recherchen, Loch und Löcher. Ja, ich meine das jetzt nicht so sehr, genau, in Bezug auf die journalistische Arbeit im Kern, aber auch das, muss man sagen, war ein besonderes Jahr. Ich bin natürlich richtig neugierig, was sonst noch so passiert ist, aber wir müssen uns ja hier auf die journalistische Arbeit konzentrieren. Deswegen, gibt es ein Thema, ein Themenkomplex, ein ganz besonderes Stück, eine Recherche, ein Interview, was dich irgendwie nachhaltig beeindruckt, beeinflusst, bewegt. Ja, es gibt etwas und da geht es um die Rheinbrücken. Und ich finde es schon... Irgendwie nach wie vor erstaunlich, ich bin ja plötzlich in der Rolle, ich bin ja plötzlich ein Brückenexperten quasi geworden. Doch erstaunlich, wie man da nach einer Brücke nach der anderen jetzt plötzlich über Abriss und Neubau spricht und einem da die Straßen und die Brücken plötzlich so marode werden, dass es einfach nicht mehr weiter geht. Und wir das auch in unserem alltäglichen Leben ja erfahren, weil plötzlich dann die Südbrücke einspurig ist, die Theodorosbrücke auch noch gleichzeitig. Und man muss vorher gucken, wenn man mal die Rheinseite wechseln will, ja, wie fahre ich jetzt eigentlich am besten, weil da ist ja sowieso wieder Stau. Welche Brücke nehme ich denn jetzt so ungefähr? Also wir hatten ja erst die Fleherbrücke, wo klar war, dass sie neu gebaut werden. Das ist auch alles in diesem Jahr tatsächlich passiert, ne? Ja, mehr oder weniger schon. Wie so Dominosteine. Genau, also Fleherbrücke steht schon länger fest, dass sie neu gebaut werden muss. Aber für die Theodor-Heuss-Brücke sind dann jetzt die Pläne vorgestellt worden, also diese ganze lange Analysephase beendet worden mit dem Ergebnis, dass die Stadt eben gesagt hat, ja, abreißen und am besten neu bauen, kein Tunnel, viel zu teuer und da eine klare, ja, favorisierte Version vorgestellt hat. Beschlossen, das ist noch nicht von der Politik, aber es steht auf jeden Fall fest, diese Holzbrücke, die wird so abgerissen, da gibt es eigentlich gar kein Vertun mehr. Da müsste schon sehr viel passieren politisch, dass man plötzlich denkt, nee, da gibt es irgendeinen anderen Weg jetzt. Und bei der Südbrücke ist es ja auch so, dass jetzt der Auftrag ergangen ist, da ein Konzept für den Neubau zu entwickeln und man ja vor allem auch mehr, also einen Schlagzeile jagt ja die nächste, dass es ja doch noch viel schlechter ist, als man gedacht hat und dann ist es noch mal viel schlechter und dann hat man das noch gefunden, dann kommt der Minister und stellt sich da an die Brücke und guckt es jetzt persönlich an, um dann mitzuteilen, dass jetzt fast gar kein Lastwagen mehr drüber fahren darf. Das ist schon irgendwie, Irre zu sehen, in so einer doch ja wahnsinnig boomenden Stadt wie Düsseldorf, die wirtschaftlich auch im Vergleich zu anderen Kommunen ja immer noch sehr erfolgreich dasteht und spannend ist und Digitalisierungsunternehmen hier sitzen, also sehr modern aufgestellt und ja gleichzeitig funktionieren die Straßen und Brücken nicht mehr. Auch die A59 ist ja so ein Beispiel, so eine Autobahn, die dann plötzlich einfach wegbröselt und dann nun mal jetzt nur noch 60 gefahren werden darf, lange Vollsperrungen nötig waren. Ja, es hat sehr viel Einfluss auch auf den restlichen Verkehr in der Stadt. Das habe ich auch das Gefühl. Ist dieses Thema für dich ein bisschen so, also wenn wir jetzt auf die, naja, wir versuchen jetzt mal einen persönlichen Bezug zu den Brücken. Ich meine, wir haben darüber ja auch schon gesprochen und ich zum Beispiel, wir sind in einem Gespräch ja auch drauf gekommen, man hat einen persönlichen Bezug zu diesen Brücken, weil die halt beide Seiten verbinden. Und ein bisschen habe ich mich gefragt, ob es so, um the greatest of all times Joni Mitchell zu zitieren, we don't know what we've got till it's gone, also weißt du die Brücken jetzt auch, meine ich ganz ernst, ein bisschen anders zu schätzen, weil sie uns seit Jahrzehnten zuverlässig von einer Seite auf die anderen tragen und jetzt, wo sie alle so im wahrsten Sinne des Wortes wegbrechen, also hoffentlich nicht, aber. Ja, andersrum ist es eher so, dass ich denke, das ist doch eine Selbstverständlichkeit. Nach wie vor. Das muss selbstverständlich sein, dass eine Brücke funktioniert. Und dass die uns jetzt alle so gleichzeitig irgendwie abhanden kommen, das finde ich schon erstaunlich. Also, was wir auf jeden Fall feststellen ist, es ist ein emotionales Thema offenbar für die Düsseldorfer. Das sehen wir einfach, glaube ich, daran ablesen zu können, wie stark das Interesse an diesen Themen ist. Bekommst du auch immer, also bekommst du viel Resonanz aus der Leser-Innenschaft dazu und wirst auf noch andere Brücken hingewiesen? Ja, aber vor allem natürlich sind es natürlich die Anwohner und da sind ja dann auch nicht wenige. Also es ist ja einfach ein sehr großer Umkreis einer Brücke, der irgendwie von ihr beeinflusst, alleine schon aufgrund der Lärmentwicklung. Und da gibt es natürlich schon große Interessen und Zusammenschlüsse von Menschen. An der Flairbrücke war ich jetzt erst neulich und habe mich da mit der Initiative getroffen, die ja dann auch noch zu hören bekam. Ja, die wird neu gebaut, die Brücke, aber sie kommt jetzt dem Stadtteil doch nochmal noch näher, obwohl sie ja schon quasi da ist und einen großen Einfluss hat. Da gab es ja auch viele Schwierigkeiten in den vergangenen Jahrzehnten. Es ist eigentlich lärmschutzmäßig nie das umgesetzt worden, was versprochen war und die sind natürlich nachhaltig, traumatisiert ist zu viel gesagt, aber nachhaltig misstrauisch gegenüber allem, was jetzt da so versprochen wird. Und angeblich soll die Brücke ja leiser werden, auch wenn sie dem Stadtteil noch näher rücken würde. Aber klar, da gibt es natürlich eine große persönliche Betroffenheit. Aber letztendlich fahren wir ja alle mal über diese Brücken und fahren über den Rhein. Und sie prägen ja schon auch, wenn man jetzt über die emotionale Bindung spricht, irgendwie zu den Brücken, sie prägen ja auch das Stadtbild sehr stark und haben ja auch wirklich einen tollen Look, muss man sagen. Diese Theodor-Heuss-Brücke, wenn man so aus der Entfernung guckt, dieser Strich, der da einfach nur so quasi über dem Rhein schwebt, das ist schon irgendwie auch gut und das wird dann natürlich auch nochmal ein weiterer Punkt sein. Ja, also ich möchte das nochmal betonen, dass mich persönlich, wann immer ich mit dieser Stadt hier hadere und das kommt immer mal vor, ein Spaziergang über die Brücken hat schon die ein oder andere Umzugskartonsuche tatsächlich abgeschwächt. Also weil ich finde, ja, das stimmt, das habe ich auch schon öfter mal gehört. Ja, dieser Weg darüber und dann so der Blick auf die Stadt und so, das ist genau, das stimmt, das ist nochmal ein ganz anderer Punkt. Ja, schön einfach. Wenn jetzt worst comes to worst und alle Brücken sind auf einmal nicht mehr Befahr- oder Begeber, für welche Seite würdest du dich denn entscheiden, Alexander? Schon überlegt mit einem Freund, so aus Spaß natürlich. Wir machen jetzt ein Startup mit Fähren. Wir überlegen uns eine ganz neue Art der Fähre, die dann irgendwie so ganz flexibel die Menschen über den Rhein bringt. Ja, aber du weißt aus. Weil das ist die Zukunft, nachdem die Brücken nicht mehr funktionieren. Du weißt aus. Für welche Seite würdest du dich entscheiden? Auf der ich dann lebe? Ja, ich bin dann schon rechtsreinisch nach wie vor. Okay. Gut, ja, dann dein Thema sind also Brücken und eine Brücke ins neue Jahr können ja auch gute Vorsätze sein. Hast du welche? Sowas wie kein Zucker mehr essen oder keine Kohlenhydrate lasse ich hier nicht gelten. Also ich meine so. Das lässt sich nicht gelten. Ich bin nicht so ein Typ, der sich da wirklich, Vorsätze macht und irgendwie an so ein Datum dann glaubt. Nee, also mehr als mehr Sport machen oder so, regelmäßiger, fällt mir gerade nicht ein. Also die Brücke in dein 2025 hat mit Jogging schon zu tun. Wie war die Brücken dann? Na guck. Nee, das mache ich tatsächlich nicht, weil da nerven sie mich doch die Brücken, weil da so viel Verkehr neben einem rauscht, das ist mir zu viel. Ich laufe dann lieber wirklich einmal hin und her am Rhein. Ja, das kann ich auch. Also ich tue jetzt so, als könnte ich das verstehen. Ich hasse ja Joggen, deswegen keine Ahnung, was ihr da immer alle dran findet. Aber gut, ja, vielen, vielen Dank für diesen Rückblick und hast du vielleicht auch einen Ausblick? Also was wünschst du dir noch mehr Brückenthematik oder denkst du, jetzt ist es auch mal gut im nächstes Jahr? Nee, das wird uns begleiten. Da kommt die große Entscheidung dann auch politisch, was wird dann da mit der Theodor-Heuss-Brücke und das wird intensiv weitergehen nächstes Jahr. Auch bei der Südbrücke ist dann doch zu erwarten, dass da mal ein konkreteres Konzept vielleicht schon im nächsten Jahr kommt mit Zeitplan und wie genau das dann eigentlich vonstatten gehen könnte. Okay, also wir hören uns. Ja. Schönes neues Jahr. Bis dann. Tschüss. Tschüss. Liebe Julia, wie war denn dein Jahr? Mein Jahr war arbeitssam, kann man sagen. Sehr viel zu tun. Manchmal ist es ja auch so, dass dann auch sehr viele Sachen sich wiederholen, die man schon kennt. Das mag sich langweilig anhören, ist aber eigentlich dann auch manchmal ganz angenehm, weil man sich einfach in gewohnten Terrain bewegt. Ich verstehe. Du bewegst dich ja in vielen verschiedenen Terrains, zumindest beruflich. Gibt es Geschichten, eine Geschichte, zwei, mehrere, die dich begleitet haben, die dich beeindruckt haben, die bei dir das Jahr so ein bisschen gemacht haben? Ja, beeindruckt oder überrascht hat mich tatsächlich eine Geschichte rund um die Schließung des Valorek-Werkes in Rath. Man geht ja an manche Themen mit einem bestimmten Bild heran, hat so schon im Kopf, wie die Geschichte laufen soll und das war in diesem Fall ganz anders und das ist mir einfach hängen geblieben. Und zwar hat zu mir Kontakt einer aufgenommen, einer der ehemaligen Mitarbeiter, der Herr Tjulenev. Und der sagte, er hätte auch noch Kontakt zu Kollegen ehemaligen und ob ich mal Lust hätte, eine Geschichte zu erzählen, was ist aus den Mitarbeitern geworden. Und da war für mich ganz klar, das Werk ist ja damals geschlossen worden und davon waren 1650 Leute betroffen, dass das so eine Geschichte wird. Uns geht es so schlecht, wir kriegen keinen neuen Job und es ist alles so traurig und keiner kümmert sich um uns. Weil das ja auch quasi eine Geschichte ist, die man immer wieder dann tragischerweise oder auch logischerweise hört. Ganz genau. Und dann habe ich diese drei Herrenwarns zu dem Kontakt aufgenommen und dann war das ganz anders. Und das fand ich sehr beeindruckend und ich fand es toll mal auch. Diese Perspektive zu zeigen. Gerade die beiden jüngeren Herren, das war ein 27-Jähriger und ein 37-Jähriger, die haben hinterher gesagt, für sie wäre diese Werkschließung eigentlich ein Glücksfall gewesen. Das ist ja auch der Titel von dem Stück, der sich ja auch viele Leserinnen und Leser überrascht hat, weil man halt nicht jetzt denken würde, Schließung, Glücksfall, dass das irgendwie gut zusammengeht, diese beiden Vokabeln. Ja, man konnte das gut nachvollziehen. Die haben gesagt, sie hätten bei Valorek, früher Mannes, mal angefangen, manchmal auch in so einer Tradition von den Vätern oder Großvätern. Und man hätte ihnen schon gesagt, zu Beginn der Lehre, ja, wenn du hier anfängst, da bleibst du bis zum Lebensende, da hier, das ist ein Werk, da passiert nichts und wir sind super gut aufgehoben. Und da war das für die eigentlich ganz klar, wie ihr Leben verlaufen wird. Sie würden dort arbeiten, ein bisschen Rente gehen. Und dann kam eben diese Schließung und da haben sie gesagt, Mensch, wir wurden aus unserer Komfortzone herausgerissen, wir mussten was machen. Und letztendlich haben wir uns dadurch weiterentwickelt. Sie haben, obwohl Sie selber sagen, Valorek hätte sehr gut bezahlt, hätten Sie auch gleichwertige oder sogar bessere Jobs gefunden, was die Bezahlung angeht. Einer ist immer von Mülheim gefahren, der fährt jetzt nur noch zwei Kilometer zu seiner Arbeitsstelle. Also die haben sich in diesem Sinne verbessert. Verstehe, also ist diese Geschichte auch ein bisschen. Könnte man auch als Schablone nehmen, dass manchmal Veränderungen, auch wenn sie nicht selber entschieden oder getroffen sind, eigentlich ein Kickstart sein können, so ein bisschen sich umzugucken. Ganz genau und ich finde, das macht auch Hoffnung für andere. Gut, man muss sagen, das sind alles gut ausgebildete Männer gewesen. Wir wissen selber, Fachkräftemangel spielt da in die Karten. Aber sie haben auch gesagt, das muss man auch sagen, sie wären sehr gut danach betreut gewesen. Es gab Berufsmessen, die veranstaltet wurden und der Betriebsrat hätte sich sehr, sehr reingehangen für einen guten Sozialplan. Das betraf den dritten Herrn, das war ein 58-Jähriger, der jetzt in so einer Altersteilzeit vorgeht und auch kaum Einbußen sonst hat. Also da wurde auch vom Sozialplan und so weiter gut gesorgt für die Leute. Also ist sozusagen auch noch das andere drumherum richtig gelaufen. Also eine, naja, Schließung, die vielleicht unabwendbar war, aber dennoch so gut im Best-Case-Szenario sich bewegt. Ja, und einfach, wie gesagt, dass man mal nicht immer direkt denken muss, wenn was Neues passiert, ui, das ist schlecht, sondern kann eine überraschende positive Wendung erhalten. Und das hat mir irgendwie gute Laune gemacht, muss ich sagen. Das finde ich sehr schön. Und wenn wir schon bei, naja, Wendungen sind, hast du Vorsätze fürs neue Jahr? Oh, das habe ich mir abgewöhnt, weil das ist dann immer so frustrierend, wenn man so mit guten Vorsätzen ins nächste Jahr startet und Ende Januar ist da nichts mehr von über. Ich verstehe. Vielleicht auch eine gute Art, daran zu gehen. Ich danke dir sehr, dass du diese Geschichte mitgebracht und mit uns und mit mir geteilt hast und ich wünsche dir ein schönes neues Jahr. Dankeschön, sehr gerne. Lieber Marc, wie war denn dein Jahr? Mein Jahr war unspektakulär eher, würde ich sagen. Mhm, im Großen und Ganzen. Im Großen und Ganzen, genau. Trotzdem gibt es ja vielleicht ein Thema, eine Geschichte, eine Recherche, die dich besonders geprägt hat in diesem Jahr, an die du dich erinnerst, die an dir ein bisschen kleben geblieben ist. Hast du da was für uns im Köcher? Es gibt die fast schon herzzerreißende Geschichte von Opa Heinrich, Klaus Heinrich, dem kurz nach seinem 85. Geburtstag sein kleiner Hund vor dem Supermarkt gestohlen wurde. Räuber hieß der, ein Mischling. In welchem Stadtteil ist das passiert? Das ist, war das Goldsheim-Dehrendorf. Genau, also da war doch auch die Hausbesetzung, also Goldsheim entpuppt sich zum heißen Pflaster hier. So und auf jeden Fall war es natürlich ganz der traurigste Geburtstag ever für ihn und Nachbarn, Freunde haben große Suchaktionen gestartet bei Facebook und Plakate angefertigt, überall ausgehangen, aber wochenlang blieb Räuber verschwunden. Die Umstände waren so ein bisschen obskur. Also wie gesagt, er ist in den Supermarkt gegangen, hatte seinen Hund an den Rollator festgebunden. Und als er rauskam, war er weg. Und es wurde auch ein Mann gesehen, der ihn offensichtlich entwendet hat. Aber der war wohl psychisch gestört, wie auch immer. Er wurde letztlich nie gefunden. Aber das Schöne an der ganzen Geschichte ist, Räuber wurde tatsächlich sechs Wochen später aufgefunden. Das ist ungewöhnlich, ne? So sechs Wochen später ist es schon. Und zwar nicht in Düsseldorf, sondern in Köln. Aha. Keiner weiß, wie er da hingekommen ist und er war dann auch bei einer Person, die aber den Hund wohl selbst nicht gestohlen hat, sondern irgendwie auf Umwegen dazugekommen ist. Und dann gab es natürlich die große Wiedersehensfeier mit Opa Heinrich und seinem Räuber. Wie kommt das dann, dass in Köln so ein Hund wieder auftaucht? Also hat das dann tatsächlich mit der Berichterstattung zu tun? Wie ist diese Person, die Räuber sozusagen bei sich hatte, darauf gekommen? Letztendlich war es tatsächlich auch die Polizei, also die Düsseldorfer Polizei, die auch mitgeholfen hat bei dieser Suche. Und das weitergeleitet hat an die Kollegen in Köln, sodass die dann sofort wussten, was Sache ist und den Hund wieder dem eigentlichen Besitzer zurückführen konnten. Das ist eine wirklich sehr weihnachtliche Geschichte auch, oder? Was fürs Herz, Opa, Heinrich und Frau. Es ist allerdings schon im März passiert, aber es ist ja egal. Und gerade jetzt zu Weihnachten, wenn man sich an solche Sachen erinnert, dann passt das doch wunderbar. Das stimmt. Und die Frage, die ich obligatorisch allen stelle, hast du Vorsätze fürs neue Jahr? Ihren Hund anschaffen vielleicht, wenn du noch keinen hast. Doch, ich hab einen Hund, der ist auch schon zehn Jahre und lange bei uns und da kommt jetzt erstmal kein Neuer ins Haus. Gute Vorsätze? Nee, also ich lebe natürlich viel zu ungesund, alles was ich mache ist irgendwie falsch und verkehrt und so, aber von allen ein bisschen weniger wäre wahrscheinlich ganz gut und, Das muss auch reichen. Das finde ich einen sehr klaren und realistischen Vorsatz. Vielen, vielen Dank. Ein frohes neues Jahr. Und bis zum nächsten Mal. Danke schön. Liebe Marie, herzlich willkommen am Mikrofon. Ein weiteres Mal. Und in diesem Jahr zumindest das finale Mal. Wie war denn dein 2024? Hi Tosja, vielen Dank für die Einladung. Genau, das war ein sehr spannendes und sehr schönes Jahr. Ja, vor allen Dingen ein Sportjahr in Düsseldorf mit natürlich der EM und auch den Olympischen Spielen. Da waren ja 13 Düsseldorfer Sportler dabei. Also genau, der Sport hat schon dieses Jahr für mich geprägt, zumindest mit Blick auf die Arbeit. Ja, genau, das kann ich mir vorstellen, dass dieses Thema das war oder dieser ganze Themenkomplex, der dich begleitet hat, weil du das ja wiederum begleitet hast. Und gab es denn da trotzdem irgendwie so das ein oder andere, weiß ich nicht, die ein oder andere Begegnung, Gespräch, Event, was so was ganz besonders, ich sage immer, kleben geblieben ist oder war es einfach das generelle Ding? Also was hast du da zu berichten, zu erzählen, an was erinnerst du dich noch? Genau, also ich glaube, was überraschend war für viele und auch für mich waren wirklich die Fanwalks, weil die einfach so emotional oft waren und auch so groß. Da sind ja während der Fußball-Europameisterschaft eben die Fans der in Düsseldorf spielenden Teams oft von den Rheinwiesen bis zum Stadion gelaufen. Da erinnere ich mich zum Beispiel an diese eine Frau, die auf ihrem Balkon stand und die österreichischen Fans haben davor gestoppt. Und diese ältere Dame hat eben eine Laola-Welle gestartet. Stimmt, stimmt, stimmt. Genau, das war ein schönes Erlebnis. Ansonsten, genau, auch emotional, aber vielleicht eher trauriger war der Fanwalk der ukrainischen Fans, die mit Plakaten an verschleppte Kinder in ihre Heimat erinnert haben. Das waren die bewegenden Momente der Fans. Ansonsten war natürlich in Düsseldorf auch viel prominenter Besuch. Der spätere Europameister, die Spanier, haben ja hier gespielt. Prinz William war hier im Viertelfinal. Stimmt, so ein bisschen inkognito. Also der hat sich einfach hier so reingeholt. Genau, das stimmt. Man hat ihn dann hinterher eigentlich… Reingehelikoptert wahrscheinlich, aber trotzdem relativ unauffällig. Genau, er war glaube ich auch nur kurz zu Besuch. Und man hat ihn dann eigentlich auch nur im Stadion gesehen und nicht in der Stadt. Und sonst hast du irgendwie, hast du auch viel gefeiert und mitgefiebert und irgendwie dich in den Fanzones aufgehalten oder? Genau, also ich war schon bei sehr, sehr vielen Spielen in den Fanzonen, vor allen Dingen bei den deutschen Spielen, die habe ich aber auch mal privat im Garten geguckt und genau, auch bei den Spielen, die hier in Düsseldorf waren natürlich. Da waren die Fanzonen ja immer ziemlich schnell voll. Die Stadt hat ja gesagt, insgesamt waren es 300.000 Besucher am Ende. Ja. Und hättest du damit gerechnet, Anfang des Jahres, dass du sozusagen die EM-Korrespondentin quasi wirst oder dass das dieses Thema ist, was dich dann ja tatsächlich irgendwie viel begleitet hat? Ich meine, du machst natürlich auch noch ganz, ganz, ganz viele andere Themen und Themenbereiche, aber das war ja schon, da warst du ja schon irgendwie…, Fast federführend, würde ich sagen. Genau, also wir hatten das vorher besprochen, dass ich das eben übernehme und das hat mich auch sehr gefreut, weil das ja eben ein sehr besonderes Ereignis war und ich schon auch ein kleiner Fußballfan geworden bin, seitdem ich hier in Düsseldorf wohne und regelmäßig auch ins Stadion gehe zu Fortuna Düsseldorf. Verstehe, also ein Match made in a Konferenz, aber auch ein bisschen made in heaven. Jetzt sportlicher Natur oder in irgendeinem anderen Belang, hast du gute Vorsätze für 2025? Ich habe mir vorgenommen, tatsächlich mehr selbst zu kochen. Das genau fällt schon ein bisschen hinten rüber gerade und genau im nächsten Jahr möchte ich dann eben selber gesünder kochen und mehr vor allen Dingen selbst. Sehr schön. Da bin ich gespannt, was du darüber berichtest, wie das läuft und wenn du dann hier das ein oder andere Rezept mal teilst. Ich danke dir sehr, dass auch du mit uns dein Jahr hast Revue passieren lassen und ich sage bis zum nächsten Mal. Happy New Year. Vielen Dank. Bis dann. Tschüss. Das war der Rheinpegel für diese Woche und für dieses Jahr. Ich wünsche euch und allen, die euch lieb und teuer sind, einen fulminanten, großartigen, fröhlichen und friedlichen Start in ein hoffentlich schönes 2025, auf das alles so wird, wie es gut für jeden und jede Einzelne von euch ist. Und ich habe einen Tipp für einen richtig guten Vorsatz. Abonniert, bewertet und teilt diesen Podcast. Darüber freuen wir uns sehr. Ich danke euch fürs Zuhören. Mein Name ist Tosja Kormann. Bis zum nächsten Mal. Happy New Year. Tschüss. Music.