Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Die Kondomkönigin der Schweiz: Wie Martina Hammer mit Baby im Arm eine Millionen-Marke gründete
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein Name ist Kevin Kalermazza und mein heutiger Gast wird genannt «Königin der Kondome».
- 0:13Wieso sie den Namen verdient hat und was es damit auf sich hat, werdet ihr in diesem Podcast erfahren. Auf jeden Fall hat sie vor ein paar Jahren die Marke Feel Good Condoms gegründet. Die Gründung ist entstanden ganz kurz nach ihrer Schwangerschaft, wo sie mit ihrem Baby in der Hand vor der Regale war und ein Kondom gesucht hat. Keiner hat wirklich gepasst, keiner hat wirklich angesprochen.
- 0:37In dieser Nacht, als sie zu Hause war, bevor sie die Augen zugemacht hat, hat sie sich entschieden, selbstständig zu werden. Was sie genau danach gemacht hat, wie ihre Entscheidungen sie dadurch geführt haben, dass sie heute hier sitzt und ein grosses Ziel vor Augen hat, das alles werdet ihr im Podcast erfahren. Ich bin mir sicher, dass es ganz viele Nuggets hat, die ihr mitnehmen könnt. An dieser Stelle möchte ich euch nicht mehr zu viel verraten und zwar nur noch sagen, Intro ab.
- 1:01Vor etwa zwei Jahren, nachdem ich meine Kondom-Vergangenheit hinter mir lag, stand ich wieder vor dem Kondom-Regal mit dem Baby im Arm. In diesem Moment war es passiert. Dort traf ich die Entscheidung für mich, dass ich das Käse zurückgebe.
- 1:19Start-up ist eine Achterbahnfahrt. Es geht rauf und runter. Wir haben dir die Erfolge beleuchtet oder gesagt, wie wir am Wachsen sind. Ich habe viele Momente, in denen ich auch zweifle, wo etwas nicht läuft, wo etwas in die Hose geht. Ich mache alles mit einem Drittel Bauch, Herz und Kopf. Das ist mein Rezept. Ich überlege dann schon, ob ich völlig wahnsinnig bin
- 1:42Nicht skalieren und verkaufen und schnell irgendeine Marke. Es gibt so viele junge Marken, die nur auf den Profit aus sind, die jetzt ihren Hype haben. Die kennst du zwei Jahre, dann sind sie weg. Um die Sichtbarkeit zu vergrössern, ist sicher ein Punkt, bin ich schlussendlich zu Höhle der Löwen. Die drei wollten ja dann den Deal machen. Und ich musste dann das Angebot besprechen, oder die verschiedenen Angebote. Und da gehe ich natürlich mit dem CFO.
- 2:07mit dem CFO schnell telefonieren musste, der hinter der Bühne war, hat aber keine Einsicht, hat nichts gewusst, was dort in diesem Raum... Also du weisst wirklich nicht, du stehst vor dieser Tür und sie geht hoch, und du gehst dort rein und präsentierst das. Und er hatte keine Ahnung, was dort drin ist. Ich habe ihn dann angerufen, habe ihm die AGBO gesagt, und quasi mit ihm, weil er gehört ja auch dazu, abgesprochen, dass es okay ist, dass wir mit Lukas gehen.
- 2:38Meine liebe Martina, herzlich willkommen im Podcast. Schön, dass du da bist. Hoi Kevin, danke vielmals für die Einladung. Mich hat es sehr, sehr gefreut, dass es geklappt hat. Wir waren ja schon ein bisschen länger am Schreiben. Und lustigerweise warst du auch schon zwei, drei Mal hier in der Location, wo wir uns treffen durften. Und ich habe vorhin auch gesagt, dass ich in meinem Büro ganz viel Kleid, Creme und Kondom von dir habe. Also ja, cool, dass es geklappt hat, dass du da bist. Sehr gerne, danke vielmals. Zu meiner ersten und wichtigsten Frage. Wie geht es dir? Wie geht es dir wirklich?
- 3:07Heute? Oder allgemein? Fangen wir mal mit heute an. Heute geht es mir sehr gut, weil das Wetter macht mich mega glücklich. Vilna ist zu heiss, aber ich liebe einfach die Hitze. Ich finde es eben auch super. Ich finde es auch super, obwohl ich sagen muss, ich lebe mit meiner Frau im Dachgeschoss. Sauna pur.
- 3:27Wir haben zwei Klimaanlagen, die laufen die ganze Nacht. Sorry für alle Umweltbewussteren. Das bin ich eigentlich auch, aber ich brauche meinen Schlaf. Darum geht es ohne Klima aktuell nicht, weil es ist ein Altbau, Dach und es ist einfach mega heiss. Aber das Wetter, love it. Das ist mein Ding. Also geht mal zu der Dachwohnung, dann müssen die Kondome in den Kühlschrank kommen.
- 3:50Ja, ist das so? Ja, kannst du machen. Bei heissen Dachwohnungen. Weil die haben nicht gerne Hitze. Und das empfehle ich immer dann. Weil mit Kühlen haben sie kein Problem. Ah, okay. Das können wir nachher auf jeden Fall noch sprechen. Ich fange immer sehr gerne mit einer Frage an, die ich mir so ein bisschen für dich ausgedacht habe. Und meine Frage an dich wäre, gibt es eine Version von dir selber, die du vermisst hast, die du hinter dir gelassen hast, aber vielleicht auch ein bisschen vermisst hast heute?
- 4:18Ja, definitiv. Ich wurde Mami vor ein paar Jahren. Und das ist etwas anderes. Das ist ein neues Leben. Das ist mega schön. Ich geniesse jeden Moment. Ich bin jemand, der sehr im Moment lebt und nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. Schön.
- 4:34Natürlich ein bisschen. Die schönen Erinnerungen aus der Vergangenheit nehme ich mit. In meinen Rucksäcke. Den Rest lasse ich aber hinter mir. Und wenn ich an die Vergangenheit denke, warst du einfach, als du noch alleine warst oder ohne grosse Verpflichtungen, nur Verantwortung für dich selbst getragen hast, hast du mega spontan schnell reisen gehen können. Oder einfach Sachen gemacht, die jetzt... Es geht auch, aber es ist anders. Definitiv.
- 5:02Und manchmal diese Flexibilität und die Spontanität oder die Lust, mal wieder schnell etwas zu machen. Das fehlt manchmal, ganz ehrlich. Aber es ist okay, wie es jetzt ist. Und die kommt auch wieder. Ich glaube, wenn das Kind dann ein bisschen grösser ist, kannst du dann solche Sachen auch eher wieder machen. Ja, absolut. Ich glaube, es gibt für alles wieder Zeit im Leben, nicht? Genau. Und wenn du jetzt ein Kind hast und dann irgendwann erwachsenergrösst, dann hast du ja wieder mehr Zeit für das. Und du bist dir auch etwas Megagrosses am Aufbauen. Du hast dich vor ein paar Jahren selbstständig gemacht.
- 5:32Vor vier Jahren die Firma gegründet und vor vier Jahren selbstständig gemacht. Okay. Ich drehe mich immer in der Zeit zurück und finde heraus, wie die Version von Martina ist, die heute vor mir passiert ist. Was waren da die Einflüsse? Bevor wir das machen, was machst du heute genau? Für was bist du jetzt bekannt?
- 5:58Man sagt, ich sei die Kondomkönigin der Schweiz. Das ist noch ein schöner Ausdruck. Man hört auch manchmal andere Sachen bei anderen Leuten. Ich bin glücklich mit Kondomkönigin, dann nehme ich. Du bist eine Königin? Ja, das ist doch schön. Wer kann das von sich behaupten? Lieber als Gummi Martina, oder? Lieber als Gummi Martina, ja. Also wir sind so ein bisschen unterscheiden. Von dem her, ja. Ich mache Kondom. Ich habe ein grosses Fachwissen in diesem Bereich, wie auch Gletschel und Toys. Und ich liebe meinen Job über alles.
- 6:27Das merkt man aus unserer Strahlschau aus. Megaschön, danke vielmals für das. Darum gehen wir jetzt noch am besten in dieser Zeituhr zurückdrehen und vielleicht kannst du noch ein bisschen erzählen, wo bist du aufgewachsen, Kindheit, was hat dich so definiert?
- 6:42Ich bin ein Einzelkind. Ich bin sehr liebevoll aufgewachsen in einem stabilen Umfeld. Ich habe da mal reflektiert. Ich glaube, das trägt sehr viel mit zu dem, wo ich heute bin. V.a. weil ich ein unglaubliches Urvertrauen in mich selber habe. Das hat viel mit der Companygründung zu tun, weil ich extrem entscheidungsfreudig bin. Ich habe nicht lange hin und her gerüttelt, soll ich, soll ich nicht. Ich habe einfach gesagt, ja, mache ich, und das habe ich gemacht. Mega gut.
- 7:10Und ich lasse immer auf den Bauch und wenn er Ja sagt, dann ist es so und dann mache ich. Wo andere vielleicht dann immer noch länger haben, um sich selber zu entscheiden, da glaube ich einfach dran und ich glaube an mich. Und ich glaube, das hat sehr viel mit der Kindheit zu tun. Dass du das Vertrauen in dich selber hast. Ja, das Urvertrauen. Wie ist das entstanden? Was hast du das Gefühl, was ist der ausschlaggebende Punkt, dass du sagen kannst, ich habe so ein starkes Urvertrauen seit meiner Kindheit?
- 7:37Dass du ein starkes Umfeld hattest, die Eltern, die an dich glaubten, dich machen lassen haben. Mhm. Und dir so gezeigt haben, dass du das kannst. Und dadurch auch der Glaube an dich selber entstanden ist. Also das ist einfach so, das begreifte ich mit der Zeit, dass das durchaus einen grossen Teil meines Wesens quasi ausmacht. Mhm. Du bist in Marga aufgewachsen? Ja. In Brugg.
- 8:01Du bist in Brugg aufgewachsen, aber jetzt lebst du in... Ich wohne... Ich war dann mal noch schnell sieben Jahre in Zürich und jetzt bin ich seit 15 Jahren im Baden. Baden ist so super. Zwischen Zürich und Brugg, das ist so ideal. Man ist schnell überall und es gefällt mir. Es ist immer noch ein bisschen dörflich und doch eine Stadt, die abends ein bisschen lebt, wenn du noch rausgehen willst. Das ist für mich der perfekte Ort.
- 8:22Wo hast du in Thüringen gelebt? Zwei Jahre lang. Zuerst in Altstetten. Ah, Gewaltstetten, ja. Ja, da steht an der hintersten Holst, also Endstation vom Tram 2, Farbhof, hat es glaube ich heissen. Ah ja, mega bekannt. Ja, genau, dort hinten. Nachher mal noch in der Bäckeranlage und dann mal noch kurz im Seefeld. Ja. Also ein bisschen überall. Was hat dir jetzt am besten gefallen?
- 8:46Also in Zürich selber? Nein, wo du bis jetzt gewohnt hast. Schon im Baden gefällt es mir vom Gesamten am besten, aber ich bin halt ein Bruggerin im Herzen. Schon? Ja. Aber das ist ja so weit, es sind ja 10-15 Minuten. Ja, meine Eltern wohnen natürlich noch dort und ich bin sehr oft dort. Also das ist halt dort, wo du aufwachst. Du kennst jede Strasse, du kennst mehr oder weniger alle Leute. Wurzler. Es bleibt mein Zuhause. Ja, Wurzler. Aber wohnen und leben bin ich glücklich im Baden. Mega schön. Gut, dann hast du irgendwann gesagt, ich mache jetzt eine Lehre.
- 9:14Ja, meine Mutter hat auf dem Reisebüro gearbeitet. Ich bin immer mit meinem Vater am Samstagmorgen, sie hat am Samstagmorgen noch dort gearbeitet. Ich bin nach der Schule, ich bin am Anfang auch noch am Samstag in der Oberstufe, glaube ich sogar noch. Am Samstagmorgen in den Religionsunterricht. Und dann bin ich mit meinem Vater fastfood posten gehen in die Coop. Und dann holt meine Mutter im Reisebüro ab.
- 9:35Dort hingen immer Plakate an der Wand, so viel zum Reisen, wie ich vorhin gesagt habe, mit Palmen, Bildern und Meer. Ich fand das immer unglaublich toll. Meine Mutter macht Flüge und bucht Reisen. Das ist doch mega schön. Ich kann dann auch aufs Reisebüro wählen. Logisch. Und du kannst dreimal raten, wie ich die Lehre gemacht habe. Ja. Ich wurde in der Reisebranche gross. Ich habe eine Reisebürolehre gemacht. Ich habe aber ...
- 9:59auch dank meiner Eltern und Lehrern, die darauf insistierten, dass ich noch die Berufsmatur dazu mache, weil ich ja vielleicht irgendwann die Reisebranche gesehen habe, Berufsmatur gemacht, sodass ich später noch studieren könnte. Wenn ich das dann doch noch möchte. Das habe ich auch gemacht und mit 20 habe ich dann die Reisebranche gesehen. Also sprich, ich habe mir dann die Frage gestellt, ist das alles?
- 10:21Ich habe eine Geschäftsreise gemacht. Ich war in der Credit Suisse und habe Flugreisen von all diesen Geschäftsherren gemacht. Du bist wie im internen Reisebüro von der Credit Suisse? Genau, das hat zu Quoni gehört. Das war wie ausgelagert von Quoni in die Credit Suisse. Ich habe dann die Reise gebucht für alle, die geschäftlich unterwegs gehen mussten, Hotels gebraucht haben etc. Irgendwann fand ich dann, schon mit 20 Jahren, nach fünf Jahren auf der Reisebranche zu arbeiten,
- 10:49Es war vielleicht nicht alles, was ich für den Rest meines Lebens machen möchte. Dann fand ich, Journalisten sind schon cool. Ich schaute zu ihnen hoch, dort war Viva en Vogue, Viva Moderatoren, Moderatorinnen. Ich dachte, es wäre schon cool, Journalistin zu sein. Dann wusste ich eher nicht, woher ich genau was machen sollte. Dann studierte ich.
- 11:17An der Fachhochschule auf Luzern. Wirtschaft mit Schwerpunkt nach Kommunikation und Marketing.
- 11:23Du hast ja gewisse Verwandtschaften zum Journalismus. Genau. Also dort hast du dich noch über Kommunikation und Marketing spezialisiert. Du hast natürlich die Fächer in den Journalismus aussuchen können oder auch andere. Ich habe aber während meines Studiums eigentlich finanziert, dadurch dass ich immer noch am Flughafen bin, in einer Privatjet-Firma, die Flüge weiter auf diesem Reisebuchsystem organisiert habe.
- 11:47Flüge für die Piloten und Hostessen, die in diesen Privatschätzen mitfliegen. Die könnten immer nur eine Strecke fliegen und die anderen müssen sie mit einem Linienflug heimbringen. Ich war wirklich im Rega-Gebäude oben auf dem Flughafen. Wirklich? Spannend. Immer in meinen Ferien.
- 12:04Ich hatte einen guten Stundenlohn, weil das doch sehr anspruchsvoll war. Und ich musste auch mega coole Extrawünsche erfüllen. Also da wollte irgendeiner grünes Besteck und grüne Teller. Dann bin ich schnell am Flughafen raus. Ich habe dort irgendwie so Sachen. Also du erlebst dort mega krasse Sachen. Was halt die Privatschättenkunden sich dann alles wünschen auf diesem Flug.
- 12:21Es war mega spannend und lässig. Ich konnte mein Studium durch die fünf Wochen finanzieren. Die Person, die das sonst gemacht hat, hatte immer fünf Wochen Ferien im Jahr. Ich habe dann in diesen fünf Wochen Tag und Nacht gearbeitet. Mehr oder weniger. Das war mega cool. Ich konnte trotzdem in der Reisebranche sein, habe aber das Studium gemacht. Du bist schon Workaholic. Ich habe immer gearbeitet. Ich bin so eine Macherin und auch ein bisschen Krampferin. Aber ich mache es auch gerne. Ich brauche das. Die Leute fallen um, wenn sie es nicht haben.
- 12:51Auf jeden Fall merkte ich dann schnell im Studium, dass Journalismus, die 7 W-Fragen, wie schreibst du einen Text und so, ja, ich fand es dann doch nicht so spannend. Ich hatte dort aber einen Lehrer und auch zwei externe Dozenten, die alles über Marken erzählt haben. Markenwelt, Markenführung, Produktmanagement.
- 13:09Das hat mich so aufgerissen. Ich habe gewusst, das ist es. Das ist es. Ich liebe es. Marken, wie man eine Marke führen kann, über lange Zeit behalten, ohne kaputt zu gehen. Denn Marken kannst du immer nur von innen kaputt machen, wenn du mal eine grosse Marke hast. Die wird nie von aussen kaputt gemacht. Kannst du auch nicht werden? Du kannst eine Marke nur von innen kaputt machen, nicht von aussen. Ja, wenn du z.B. bei Grosskonzernen hast du oft jemanden, der für eine Marke zuständig ist und immer wieder wechselt. Dann kommt wieder jemand Neues, der für die Marke zuständig ist.
- 13:37Jeder will seinen Fussabdruck hinterlassen bei einer Marke und macht einen Relaunch. Oder sagt, jetzt müssen wir neue Webseiten haben, ein neues Design machen. So kannst du Marken zerstören, indem du ihnen eine falsche Optik gibst oder in eine falsche Richtung gehst. Du siehst, die Marken, die erfolgreich sind, die haben oft langjährige Mitarbeiter.
- 14:02Plus neue, die frisch reingehen und auch junge, die... Du musst dich immer der Zeit anpassen. Aber zum Beispiel Milka hat nie auf eine pinkige Kuh gewechselt. Das bleibt, das ist violett. Und du musst die Marke weiterführen und weiterentwickeln, aber derzeit gemäss, aber nicht zu crazy. Weil er einen Gump macht. Weil so kannst du wirklich die Marke kaputt machen. Oder Kinderschock.
- 14:24Du weisst sofort, wie die aussieht. Dieser Junge wurde immer weiterentwickelt, der auf der Schoki ist. Er ist ein zeitgemässer Junge. Oder sie haben auch mal andere Sachen ausprobiert. Aber es ist immer noch das Gleiche. Ja, dort kommt es. Marlboro hat es geschafft. Das war ja die Prärie mit dem Ritter auf dem Pferd. Der Cowboy. Mit der Zigarette, der Cowboy, genau. Die mussten auch rechtlich, zumal dann irgendwann das Bild verändert wurde und die haben es geschafft. Es geht schon, aber es ist schwierig. Und darum, Marken werden oft von innen zerstört und nicht von aussen.
- 14:53Spannend, ja. Ja. Und das hat mich einfach geflasht und ich fand das mega cool. Ich hatte das Glück, dass ich in einer grossen Company nach dem Studium arbeiten konnte. Bei Johnson & Johnson. Und da die Babyprodukte rein. Also Nuki, Flaschen, Sonnencreme, Babyfood in Tüchlein. Alles habe ich für Johnsons Baby weltweit gemacht. Wo ist der Hauptsitz?
- 15:17Ein Teil war im Zug, aber der Hauptzug war in England. Also in Europa, in Maidenhead. Und ich durfte als junge Frau, das war mega cool, jedes Wochenende ein Teammeeting auf Maidenhead, also auf London, fliegen. Und das ist natürlich grossartig. Und du wurdest mega gefördert. Ich bekam Marketing-Trainings und lernte dort sehr viel. Und ich war dann vor allem in der Sonnencreme tätig. Schutz war schon immer ein Thema von mir. Ich dachte im Nachhinein, ich habe eigentlich immer etwas mit Schutz gemacht.
- 15:47Irgendwann ging ich bei Johnson & Johnson weg, in eine kleinere Firma, und blieb bei der zu Babyflaschen und Babyprodukten. Dort gab es auch eine Kondomabteilung, oder jemand machte Kondome. Eine andere Marke, wie ich sie jetzt habe. Mit 28 dachte ich mir, «Hey Martina, du machst etwas, Babyprodukte, aber du kennst dich eigentlich gar nicht aus, es ist noch lustig, in diesen Teams zu arbeiten, viele Frauen, die gar keine Mami sind, was noch schade ist.»
- 16:16Die Erfahrung, die du mitbringen kannst von zu Hause, wenn du die Mutter bist, was nicht geht beim Nuki oder beim Fläschchen, hat man nicht so. Aber das ist oft der Fall. Früher war es so, dass viele Gummibarenfabriken Babyprodukte gemacht haben und auch Kondome. Weil früher waren alle Nukis aus Latex und Kondome auch. Also hatten die Maschinen, die das Kondom produziert haben, wie auch Nukis. Macht Sinn. Ja, das macht Sinn. Also eigentlich haben sie die Produkte produziert, wenn das Baby da ist, aber gleichzeitig, dass kein Baby entsteht. Genau.
- 16:43Also du konntest aussuchen. Die Zielgruppe war sicher gross. Du hast alle angesprochen. Genau. Und dann hatte ich die Möglichkeit, intern zu den Kondomen zu wechseln. Und ich fand, ich bin eine junge Frau und ich habe viel mehr Berührung mit Kondomen als mit Nuggis. Ja. Und dann habe ich gewechselt. Wie alt warst du? 28 ungefähr. 29. Ja, ungefähr um das herum.
- 17:04Dann lernte ich die Kondombranche kennen und ging total darin auf. Ich habe schon immer alle Produkte, die ich gemacht habe, oder die ich gemacht hatte, über alles geliebt. Also ich muss mich damit identifizieren können, wenn ich ein Produkt mache. Das konnte ich auch bei den Nukkis, obwohl ich es selber nicht gebraucht habe. Aber du musst es cool finden. Also ein Produkt, so etwas langweiliges, das könnte ich nicht. Ich muss wirklich reingehen und ich gehe dann voll rein. Ich bin eine, die voll reingeht.
- 17:30Ich habe schon immer alle Produkte, die ich gemacht habe, so behandelt, als wären sie meine eigenen. Darum war ich für mich im Nachhinein immer selbstständig. Ich habe immer alles gemacht für das. Ich sehe keinen Unterschied, und das ist nicht viel, zu jetzt, zuvor. Als Arbeitnehmende und als Selbstständige mache ich genau das Gleiche. Ich mache jetzt natürlich noch mehr und habe mehr Aufgabenbereich und Verantwortung. Aber ich habe schon immer alles gegeben.
- 17:56für eine Firma oder für dieses Produkt, weil ich es einfach so geliebt habe. Ich hatte das Glück, immer Jobs zu haben, die ich mega liebe. Schon beim Reisen auch. Ich habe das Reisen geliebt, ich habe die Flüge gebucht, ich habe das geliebt. Ich habe nachher die Nuckis und die Fläschchen gemacht für kleine Kinder, die Freude gegeben haben. Und nachher auch Kondome, Gleitschills und dann auch noch Toys. Aber glaubst du, ich finde das gerade mega spannend, im Sinne von, ich habe immer Jobs gemacht, wo ich...
- 18:19lieben. Ist das einfach, weil du die Persönlichkeit hast, wo du sagst, wenn ich in einen Job reingehe, gebe ich jetzt einfach alles und du fängst es an zu lieben? Oder ist es so, hey Nuki, kenne ich nicht, aber ich liebe Nuki. Ist ja nicht von Anfang an, du liebst Nuki, sondern du fängst es ja an zu lieben und das ist ja, es hat ja mit meinem Mindset so, wenn ich etwas mache, dann Vollgas und ich steigere mich rein und
- 18:42Also du überlegst, zuerst findest du es cool, und dann ist schon der Mindset, dass ich der Typ bin, dass ich einfach so fest reingehe. Das ist bei allem. Das siehst du auch, wenn ich erzähle, wie das entstanden ist mit Feelgood Condoms. Ich kann mich einfach mega gut begeistern für Sachen. Ich glaube, das ist genau das. Und dann gehe ich einfach rein und komme in einen Rausch. Also weisst du, du musst dir vorstellen, wie wenn... Also ich habe noch nie Drogen genommen in meinem ganzen Leben, aber so stelle ich es mir vor, ich komme wie in einen Rausch rein. Und ich kann dann nicht mehr aufhören, bis es fertig ist.
- 19:11Lieber der Rausch als der Droge Rausch? Ja, definitiv. Das ist ein guter Rausch. Ja, also du gehst so rein. Schön. Das bin ich. Cool. Ja. Braucht mehr solche Leute. Ja. Und ich glaube, das war mir gar nicht bewusst, ich hatte nie einen Plan in die Selbstständigkeit zu gehen. Nie. Ich habe nie eine Sekunde darüber geleid. Ich habe es nicht einmal gecheckt, wo ich meine Selbstständigkeit gemacht habe, dass ich mich jetzt selbstständig mache und das jetzt der Anfang von Unternehmertum ist.
- 19:41Und dann kam der Moment, wo ich irgendwann...
- 19:49Ich fand, es wäre Zeit, wenn du merkst, dass du nicht mehr so drin bist, etwas anderes zu ändern, etwas anderes zu machen, rauszugehen. Und dann, wenn du merkst, dass du nicht mehr so drin bist, dann hinterfrage ich das und suche eine Lösung, entweder das zu beheben oder etwas zu ändern. Ich lernte meinen Mann an in diesem Zeitpunkt und ich war ja doch schon 334 Jahre alt damals. Also hast du dich mit 334 Jahren anerkannt? Ja, genau.
- 20:19Und dann fand ich, Familieplanung ... Zuerst hatten wir unseren Hund zu, dann war es Familieplanung. Ich sagte, ich habe so viel Kraft und Arbeit, ich möchte mal nichts machen. Ich konnte einfach. Familieplanung ist ein Thema, aber ich wollte nicht schwanger sein, wenn es klappt, unter einem stressigen Job oder unter stressigen Bedingungen.
- 20:44Ich sagte, ich habe ein bisschen ein Spatzchen auf die Seite gelegt. Ich kann gut mal ein Jahr nicht, wenn mein Mann weiterarbeitet. Er ist Lehrer. Und das geht auf. Wir können leben. Wir leben von sehr wenig. Eigentlich kannst du von sehr wenig leben. Das sehe ich immer wieder, wenn du in der Ferie bist, mit deinem Handgepäck-Köfferli oder sogar nur mit dem Beutel. Du bist mit so wenig glücklich und denkst, hey, für was habe ich das zu Hause? Du brauchst so wenig. Dann habe ich gekündigt.
- 21:10Dann habe ich Freelance-Work gemacht für gewisse Leute. Das war eine kurze Zeit. Am Schluss waren es etwa zwölf Monate. Davon war ich neun Monate schwanger. Es hat dann wirklich gerade eingeschlagen. Ich hatte eine mega chillte Schwangerschaft. Ich habe dann eine kleine Job-Linie gemacht für andere, weil ich nichts machen kann. Ich musste dann meine erste Rechnung stellen. Das war wirklich auf dem Werk, einfach mit meinem Namen.
- 21:34Und einen Betrag. Und ich dachte mir, das passt jetzt nicht ganz so gut. Also in der Timeline bist du jetzt etwa 35? Ja, jetzt bin ich 35, genau. Weil mit 36 bin ich Mutter geworden. Mit 36 bist du... Ja, genau. Und... Ja, habe dann Rechnungen angefangen zu schreiben. Und jetzt hat man einfach den Auftritt der Rechnung, auch wenn die Rechnung aus Papier ist, hat es mir nicht gefallen. Ich habe gesagt, ich brauche ein Logo oder den Aussenauftritt. Ich bin professionell, ich muss doch irgendeinen Aussenauftritt haben.
- 22:02Dann habe ich mir gesagt, ich move ja immer die Brands umeinander. Ich nenne mich Brandmover. Ich habe meiner Freundin gesagt, mach schnell ein Logo bitte. Brandmover mit einem Pfeil oben. Wir move die Marke in ein besseres Sein. Und konnte dann quasi auf meine Rechnungen das Logo drauflegen und habe mich wieder gut gefühlt dabei.
- 22:20So ist es eigentlich passiert, das war aber eine Einzelfirma. Ich habe dann auch mit Wix eine Webseite zusammengebastelt, mein Bild drauf. Klassiker, ja super. Ja so. Und dann wurde ich Mami und dann habe ich das auf die Seite gelegt. Ich habe dort wirklich alles hinuntergeschrieben, was ich kann, weil ich Angst hatte, wenn ich Mami werde, dass ich vergesse.
- 22:36Was ich alles kann. In Ernst hast du das gemacht? Auf dieser Webseite habe ich geschrieben, für was ich stehe, was ich kann, was ich gut bin. Ich dachte, du wolltest das so wie «settlen». Das bin ich, das kann ich und jetzt werde ich «Mami». Und jetzt mache ich sowieso mal zwei Jahre nichts. Weil ich 100% Mami sein will. Und dann wurde ich Mami. Da war ich wirklich mega gut, ich habe nichts gemacht.
- 23:06Nach zwei Jahren, nachdem ich meine Kondom-Vergangenheit hinter mir lag, stand ich wieder vor dem Kondomregal mit dem Baby im Arm.
- 23:20und habe die Kondome angeschaut. Wenn du da raus gehst, willst du nicht schauen, was die Nachfolger machen, wenn du so lange drin warst. Dann nervst du dich, wenn du etwas siehst. Aber ich habe die Kondome gebraucht, weil während der Stillzeit sowieso hormonfrei verhüten. Ich habe etwas gesucht, das zu mir passt, mit meinen Werten. Mir ist eine dunkle Verpackung entgegengeflogen. Eine rote, eher aggressive. XXL, Oversize.
- 23:44Performance, nichts, das mich visuell anspricht, also etwas hell-freundlich ist, mich als Frau anspricht und auch die Werte übergibt, wie eine schöne Verpackung, vielleicht eine umweltfreundliche Verpackung. Und dann bin ich zuhause. Und noch an diesem Abend, wie Kevin, bin ich im Bett liegen. Es fühlt sich nichts gut an. Fühlen, anfühlen, emotional. Feel good. An diesem Abend? An diesem Abend.
- 24:14Und in diesem Moment war es passiert. Dort habe ich schon die Entscheidung für mich getroffen, dass ich das Kästchen zurückgebe. Darum sage ich, ich bin sehr entscheidungsfreudig. Ich wusste, das lohnt mich nicht mehr. Entweder machst du es oder es verfolgt dich jetzt drei Jahre. Risikobereit? Du musst risikofreudig sein. Mein Vater hat mal gesagt, Martina, geh doch einfach ins Casino zu baden. Hast du etwa gleich viel Chance mit einem Start-up? Lachen
- 24:43Ich habe ihm das nicht böse genommen, er ist ein vorgeschrittener Alter, aber er hat ja auch recht. Man weiss, dass niemand von zehn scheitert. Du musst risikofreudig sein. Ich mache alles mit einem Drittel Bauch, einem Drittel Herz und einem Drittel Kopf. Das ist mein Rezept. Ich überlege dann schon, ob ich völlig wahnsinnig bin oder
- 25:05Aber es war einfach passiert. Und ich dachte, ja super, Deutsch, Französisch, Italienisch, viel gut versteht jeder. Das ist noch wichtig, das sind Medizinproduktkondome. Und du musst Dreisprachigkeit fahren in der Schweiz. Bei Medizinprodukten musst du immer Dreisprachigkeit... Das hast du ja alle schon vorher gewusst, weil du in dieser Branche auch gearbeitet hast. Genau, das wusste ich. Dass Dreisprachigkeit wichtig ist. Also nimmst du am besten einen englischen Namen, aber suche mal einen Namen, der passt zu einer Marke. Und viel gut war es einfach.
- 25:29Emotional, Sex, immer emotional. Es fühlt sich gut an. Ich möchte Produkte machen, die nicht nur für den Mensch und Gesundheit gut sind, sondern auch gegenüber der Umwelt. Also das ist es.
- 25:39Ich habe noch etwas zu fragen. Du warst dort mit dem Baby vor dem Kondomregal. Und du bist gegangen. Findest du, das ist die Verantwortung von wem in einer Beziehung, um sich für die Verhütung zu kümmern? Du hast das als Frau gemacht, weil du dich einfach auskennt. Oder weil er gesagt hat,
- 26:03Für heute ist es deins, oder? Mir ist das total gleich. Also mir ist das nicht... Also das war anders früher, als ich Single war. Mhm. Ich hatte schon Freude, wenn du jemanden kennengelernt hast oder vielleicht auch mal einen One-Night-Stand hatten. Ich fand es cool und sexy, wenn der Mann das Kondom an das denkt und selbstverständlich bereit hat. Ja.
- 26:25Wenn du in einer Partnerschaft bist, dann brauchst du das Kondom, jemand kauft es. Männer bestellen tendenziell eher online. Frauen kaufen eher im Retail, im Grosskauf, am Samstag. Du kaufst unter der Woche eher Essen.
- 26:40Meistens sind die Abteilungen im unteren oder oberen Stock, wo man Shampoo etc. holen geht. Das machst du dann eher beim grossen Kauf und dann geht alles ins Körbchen. Und Frauen, die eh schon mit Periodeprodukten etc. früher in Berührung kommen, haben weniger Scham vor dem Regal als Männer. Männer machen dann z.B. so lange Arme und stehen daneben und machen es unter das Brot und unter den Salat. Ausser sie haben ein Large, dann legen sie es selbstbewusst auf die Kassenbank und sonst machen sie Self-Checkout.
- 27:07voll okay. Aber bestellen tendenziell ist es so, dass Männer eher online bestellen und Frauen eher draussen posten. Es ist relativ ausgeglichen. Du wirst 50% der Männer kaufen, Kondom und 50% der Frauen. Ich finde das völlig okay. Absolut. Aber eben früher ist es schon so, ich habe es cool gefunden, wenn der Mann daran denkt und nicht du. Es war für mich sexy und ich finde es auch nicht schlimm, diese Kondom- Pause ganz normal einzulegen oder wenn du noch eine Pipi-Pause machen musst, mein Gott. Ich glaube, desto
- 27:37Je authentischer und normaler du umgehst, desto schöner wird es, wenn du voll du sein kannst. Aber es ist klar, dass bei diesem Stand die wenigsten mit 20 sind. Das kommt mit Erfahrung, mit deiner Selbstfindung. So wie sich auch Sexualität im Alter verändert.
- 27:59wo früher vielleicht eher das mechanische Akt im Vordergrund steht. Je älter du wärst, desto mehr möchtest du das Ganze rundherum geniessen. In der Sexualität ist nicht nur der Sex selbst, also der Geschlechtsverkehr schlussendlich, sondern auch das Rundum, das zum Schönen, zum Intensiven, zum Spannenden.
- 28:22gefühlvoll macht, wo auch Frauen, glaube ich, so ab 30 sich dort finden und nicht nur noch Sex möchten haben, sondern das Ganze rundherum spüren, wo manchmal die Welten bei Heteropärchen auch auseinandergehen. Wo der Mann sich gewöhnt ist zu den Akt, und die Frau sucht noch mehr, oder wo man sagt, es wird weniger in der Beziehung, oder auch sonst Frauen, die alleine sind, die...
- 28:48sagen, dass sie nicht unbedingt einen Mann brauchen. Also selber kann ich mir auch einen Womanizer oder ein Toy nehmen und zu meinem Höhepunkt kommen. Ich suche mir auch das gesamte Rundum. Wo oft schade ist, dass man sich nicht die Zeit gibt für die eigene Sexualität, die dann auch zu einer schönen Paarsexualität führen kann. Das ist aber ein ganz anderes Thema, jetzt sind wir etwas vom Thema abgewichen.
- 29:12Nein, es gehört ja schlussendlich in dieser ganzen Familie dazu. Genau. Also passt eigentlich wirklich. Und auch für diese Frauen oder Männer, je nachdem, wer das braucht, hast du ja auch Lösungen sogar. Genau. Hast du auch noch gewisse Produkte. Genau, also nicht nur das Kondom, und das war mir wichtig, ich habe diese Feelgood-Kondom-Linie nicht nur gemacht. Also viele Marken sagen, was ist das nächste Produkt, das brauchen wir, was passt noch, was steigert den Umsatz etc.
- 29:42Ich denke immer, was verstehst du unter der Marke? Wie fühlst du dich zu der Marke? Und was braucht der Mensch zu dieser Marke noch? Oder was könnte die Marke noch ergänzen, nach dem Gefühl, das der Mensch hat? Und Feelgood steht für mich so wirklich als gutes Gefühl, als...
- 30:00ganzheitliche Marken, nicht nur Kondommarken. Und da gehört dann auch ein mega gutes Gleitgel dazu und ein Toy, das auch unsere Werte überbringt. Ja. Also unsere Werte sind so ein bisschen... In erster Linie bei Kondomen ist immer Sicherheit und Schutz. Das willst du. Dann suchst du ein Kondom, das eigentlich wie eines ohne ist. Also das du nicht spürst. Das ist auch das oberste Ziel. Weil du möchtest das ja nicht gross spüren. Also das muss gefühlsrecht sein.
- 30:29Dann gut im Geruch. Und dann passend von der Grösse. Und dann hast du eigentlich so die Sachen zu den Kondomen, die der Nutzer sucht. Am liebsten möchte ich die richtig komische Kondome haben. Genau. Und das ist zum Beispiel bei uns ein Punkt, den wir nicht haben und ein riesen USP ist. Also Kondome enthalten Kasain oftmals. Das ist ein Kuhmilchprotein, das am flüssigen Latex beigemischt wird. Und Kuhmilchprotein, sauer.
- 30:55säuerlich Geruch zusammen mit der Latexmischung. Und je nach Wäscheverfahren kann es den Geruch haben, der oft als unangenehm wahrgenommen wird. Wir wiederum arbeiten mit Lupinenprotein, dadurch sind wir auch die vegane Kondommarke. Also für die, die auf das achten. Wir haben keine tierische Inhaltsstoffe im Produkt selber und keine Tierversuche.
- 31:17Und dadurch schmecken unsere Kondome neutral. Durch das Lupinenprotein, das wir beimischen, das Kondom ist genauso sicher, das sind eben Medizinprodukte, die... Wieso... Meine Frage in erster Linie, wieso braucht man das Casein oder das Lupinenprotein überhaupt?
- 31:35Das Kondom selber, der Gummi, ist aus Naturkautschuklatex. Das ist komplett natürlich. Aber um das Kondom so zu machen, dass es schlussendlich ein Kondom wird und die Elastizität und die Weichheit hat, musst du gewisse Sachen beimischen. Mit diesem flüssigen Latex. Und da wird für die Elastizität Kasein oftmals beigemischt. Wir mischen Lupinenproteine rein, das ist genauso safe. Und eben dadurch noch geruchsneutral.
- 32:03Also du profitierst nur. Lupinen, das sind die Galen. Ja, genau. Da in der Schweiz nicht so bekannt. Nein, gibt es aber auch. An jedem Strassenrand siehst du es, wenn du genau hinlässt. Ja, gibt es wirklich viele, aber es wird nicht so gegessen. Es wird...
- 32:18Ja, da musst du aufpassen. Es gibt einen Teil, der giftig ist, von der Lumpine, aber es wird mega oft bei Proteinsachen beigemischt, auch in der veganen Ernährung oder in den Proteinsachen. Ich weiss es. Ich bin aus Süditalien und bei uns war es immer so, nach dem Essen haben wir in Lupini, die in einer Salzlake gewaschen wurden, mit Oregano. Ah, wirklich? Und dann tust du das...
- 32:47So ein wenig aufmachen und drücken und dann spricht es ins... Okay, habe ich noch nie gehabt. Passt, das ist mega fein. Okay, muss ich probieren. Und eben sehr proteinlich, darum weiss ich das. Genau, und das kannst du eben auch beimischen bei Materialien anstelle von tierischen Inhaltsstoffen.
- 33:05Und das macht wirklich, dass diese Elastizität überhaupt gewährleistet wird. Genau. Unter anderem. Plus hat es natürlich einen mega grossen Benefit, dass es viel reizarmer ist. Also viele Leute, die meinen, sie hätten eine Latexallergie, aber gar nicht auf das Latex selber reagieren, sondern auf andere Sachen, wie zum Beispiel das Casein. Und darum lohnt es sich, wenn du... Also sie sagen immer, ja, weisst du, ich habe eine Latexallergie. Sag ich, hast du es abklären lassen? Nein. Nein.
- 33:31Also klär es ab mit einem Fachspezialisten. Wenn du wirklich eine Latexallergie hast, musst du auf latexfreie Kondome greifen. Meistens hast du aber keine Latexallergie, sondern reagierst auf etwas anderes. Und deshalb reagierst du bei verschiedenen Kondommarken sensibler oder weniger sensibel. Oder hast du Reizungen oder eben auch nicht.
- 33:49Wenn jetzt latexfreie Kondome gebraucht werden, was wird dann verwendet? Das ist Polyurethan oder Polysopren. Ein gewisser Plastik und auch basierend auf Erdöl. Das passt natürlich nicht in unsere nachhaltige Strategie hinein, die wir haben. Dadurch haben wir kein latexfreies Kondom im Angebot.
- 34:09Ich sage immer, probiere es mal aus, weil oftmals sind unsere Kondome sehr reizarm. Ich habe Frauen, die zu mir kommen und sagen, «Ich habe seit ich deine Kondome brauche keine Blasenentzündung mehr. Weg.» Und auch beim Gleitschel sind wir 100% mit nur vier Inhaltsstoffen und Milchsäuren, das den lichtsaurlichen Bereich der Frau beeinflusst.
- 34:34Ich würde sagen, schützen. Weil während des Sexes verändert sich der pH-Wert. Und dadurch gibt es Chancen für Bakterien, Infektionen und Pilze. Und wenn du leicht anfällig bist, unterstütze ich wirklich so ein Gleitschild dabei.
- 34:48Und dann das Love-Toy, das wir auch haben, das super weich ist. Ich habe hier ein mega basic Toy gemacht, aber mit dem neuesten Soft-Touch-Material, das super weich ist, mit dem du dich nicht verletzen kannst. Und wirklich back to the basics, ohne grossen Schnickschnack, mit dem du wieder viel Spass mit dir selber haben kannst und quasi jeden Bereich deines Körpers erkunden kannst.
- 35:09Ein Vibrator? Ja, er vibriert. Er hat aber nur 10 Modi. Mir war das wichtig. Was heisst nur 10 Modi? Nur 10 ist relativ wenig im Vergleich zu anderen, die 30 haben. Was? Ich sagte, weisst du was, ich habe mal...
- 35:25Ich hatte mal einen, also einen Phoebe, der 30 cm hatte. Und dann konntest du nicht retour drücken. Und dann hast du deinen Lieblingsmodus, dann drückst du nicht noch mal 29 cm durch, bis du ihn wieder gefunden hast. Und deshalb habe ich gesagt, 10 cm reicht im Fall mehr als genug. Okay, okay. Und da kann man sich nicht verletzen?
- 35:45Ja, er ist mega weich und du kommst gut in jeden Bereich des Körpers. Durch die Weichheit, die Gefühlsrechtheit, er ist wie ein Penis. Er hat die Größe und Länge eines Durchschnittspenis. Das habe ich für die Bärchen gemacht, die dann auch... Also 80% der Frauen brauchen ihn. Es gibt aber auch oft Bärchen, die so offen sind. Aber es gibt auch solche, bei denen der Mann ein Problem damit hat.
- 36:11Und wenn du dann noch mit so einem Riesenvibrator nach Hause kommst als Frau, dann denkst du dir immer so, «Hm, wieso muss jetzt der so gross sein?» «Was will ich kompensieren, meine ich?» «Darum habe ich geschaut, dass es so ein bisschen Durchschnittsgrösse ist.» «Was ist Durchschnittsgrösse?»
- 36:23Ähm, von der Länge? Ja. Im erigierten Zustand ist es, glaube ich, etwa bei 13 cm in der Schweiz. Und im Umfang 11,5 cm. Also die Breite. Und bei den Kondomen ist es ja wichtig, es geht nie um die Länge, es geht immer um die Breite. Also hast du einen langen, schmalen... Ja, ich glaube, du kannst sie ja aufziehen. Ja.
- 36:42Von der Länge her spielt es überhaupt keine Rolle. Aber von der Breite her ist es wichtig, dass das Kondom sitzt. Beim Rollrand auch. Und darum geht es darum, wenn du einen breiten, aber relativ kurzen hast, brauchst du ein grosses Kondom. Wenn du einen schmalen, langen hast, brauchst du eigentlich ein schmales. Das machen viele falsch. Und es ist schon wichtig, dass das Kondom sitzt, weil wenn es zu gross ist, kann es abrutschen und wenn es zu eng ist, kann es reissen. Aber Latex ist auch sehr elastisch. Viele Männer denken, alle Männer brauchen Latsch.
- 37:08Das sagt ja keiner, ich brauche ein schmales Kondom oder ein Standard. Nein, nein, das brauchen alle Large. Aber Fakt ist, Durchschnittsstandardgrösse von Kondomen wurden auch für Standard-Penis gemacht. Aber wie machst du das? Ich habe ja verschiedene Reihen an Kondomen. Genau. Da hast du die Glasform.
- 37:33So eine Glasform ist der Körper oder der Body des Kondoms. Das ist die Durchschnittsgrösse eines Penises. Also hier oben, genau. Die Länge nicht, weil diese Glasform in flüssigem Latex taucht.
- 37:49So entsteht das Kondom. Das Kondom wird dann abgestreift. Das wird nur bis hier oder hier getaucht. Wenn du ein breiteres oder ein schmaleres Kondom hast, musst du an der Tauchkette der Kondomproduktion, wo du dir vorstellen kannst, dass bei uns 970 Glasformen hintereinander sind. Solche? Ja. Die werden im Latex getaucht, dann abgestreift und dann wieder neu getaucht und abgestreift.
- 38:14Wenn wir jetzt grossen Kondoms produzieren, bei uns Feel Good Large, dann hast du breitere Glasformen. Das heisst, du musst manuell alle 970 Formen umdrehen und die neue Glasform dran tun. Darum ist Kondom etwas, das du extrem hohe... Das habe ich in zwei Grösse genommen.
- 38:36Wir haben zwei Grösse im Moment. Also normal und large. Genau. Und das ist genau der Grund, weil Kondome hast du mega hohe Produktionsvolumen. Das habe ich ja gesagt, da haben alle gestanden, als ich mich ja entschieden habe, diese Marke zu machen. Ja. Und ich dann so eingeschaut bin, um zu produzieren. Also ich bin ja wirklich all in. Mit meinem gesamten Ersparten, einem sechsstelligen Betrag. Alles innen. Und habe eine Million Kondome produzieren lassen.
- 39:00Du hast kein Muster. Du kannst nicht potenziellen Kunden Muster machen. Die meisten sagen, schick mir mal ein Muster, dann schaue ich es an. Ich kann nicht, ich habe Papier verkauft dieses Jahr. Ich kann ja nicht Medizinprodukte, die so hohe Mindestvolumen haben, produzieren und dann mal Muster machen. Ich musste in die Finalproduktion gehen. Das ist schon High Risk.
- 39:24Aber wenn du so dahinter bist und dein Bauchgefühl sagt, ja. Und du hast etwas, wo du... Ich habe für mich diese Mehrwert herausgestellt. Ich habe gesagt, hey, schau, ich habe hier etwas, produziert in Deutschland. Es ist mega wichtig. Es gibt Produktion in Asien, es gibt gute, es gibt schlechte. Ich habe alles gesehen. Was macht denn eine gute und eine schlechte Produktion aus?
- 39:43Faire Arbeitsbedingungen, schon mal wenn du reinkommst, genug Platz, basic, sanitäre Anlagen, die Leute können nicht mehr essen gehen, nicht aufeinander, gute Maschinen, Sauberkeit bei diesen Sachen. Wenn du Maschinen anschaust, siehst du saubere Maschinen und du siehst,
- 39:59nicht saubere Maschinen. Und einfach auch für mich Nachhaltigkeit ein sehr grosses Thema ist. Ich kann in Deutschland, durch das wir in Deutschland produzieren, kann ich in Zug sitzen und kann dort herangehen, mit diesen Leuten sprechen, wenn etwas ist. Ich kann es anschauen, ich weiss, worüber ich rede. Es gibt viele Marken, die Sachen verkaufen, die die eigenen Mitarbeiter noch nie Produktion gesehen haben. Ich möchte wissen, ich bin das Gesicht hinter der Marke, ich trage eine Verantwortung für die Marke, ich will wissen,
- 40:26Wie? Du bist Königin. Ja. Ich will wissen, was ich dir erzähle. Ich erzähle dir nur das, wenn ich 100% dahinter stehe. Und darum war es mir wichtig, die Produktion in Deutschland zu haben. Super Qualität, eben faire Arbeitsbedingungen. Wir arbeiten mit FSC-Latex, also das ist zertifizierter Latex, kommt von Plantagen, wo auch die Leute fair behandelt werden, wo fair der Latex gewonnen wird, nachhaltig und sozial-ökologisch.
- 40:51dass einfach das Gesamte stimmt. Verpackungen kommen aus Deutschland, es ist 100% recyceltes Material bei der Schachtel. Und dann vegan zertifiziert, weil eben kein tierischer Inhaltsstoff und tierversuchsfrei. Und dadurch geruchsneutral, was dich wahrscheinlich mehr interessiert, aber für mich Gesamte eine Rolle spielt. Und dadurch die Marke viel gut entstanden ist und ich hinter diesem Namen eben schlussendlich stehen kann, dass es viel gut ist. Das ist ein Medizinalprodukt.
- 41:20Es ist ein Medizinprodukt, ja. Das heisst, du hast auch massiv Vorgaben, die du einhalten musst? Du hast zum einen Medizinprodukte-Vorgaben und du hast auch noch Kondomnormen. Es gibt eine Kondomnorm EN ISO 4074, die sagt, alle Kondome müssen einzeln auf elektronische Löcher geprüft werden, also auf Dichtheit. Alle gehen über einen Dichtheitsstab, wo du die Löcher erfährst, wenn eines detektiert wird. Diese siehst du gar nicht.
- 41:46Jedes einzelne? Jedes einzelne Kondom, das siehst du auf jeder Kondompackung. Das gibt es aber, die europäische Kondomnorm, das müssen alle erfüllen, die Kondome verkaufen und das EN ISO 4074 und das C-Zeichen auf der Verpackung haben. Gehen durch das durch. Also Kondome sind schlussendlich so hoch geratet, weil früher, also Medizinklassen gibt es dann noch, Kondome sind in der Klasse 2b, das ist relativ hoch, das Gleitschellhüsen ist in der Klasse 1.
- 42:11Das ist so hoch oben, weil früher hast du gesagt, Tod ist das höchste Risiko bei einem Kondom. Sprich, ein Kondom kann platzen, du kannst HIV übertragen, was zu Aids herauskommt und du kannst daran sterben. Wow, okay. So ist Rating entstanden. Und darum sind die so hoch geratet in diesem Bereich. Hat sich das verändert?
- 42:35Das bleibt so. Heutzutage sind die Bedingungen noch stärker. Unser Gleitschel geht in eine höhere Klasse, weil sich das ganze Medizinprodukt extrem verändert und erneut kommt. Das Gleiche beim Gleitschel. Der Hersteller ist offengelegt. Nicht wie beim Kondom, da musst du Medizinprodukte machen.
- 42:54Hier kannst du das als Kosmetikprodukt oder als Medizinprodukt auf den Markt bringen. 80% von denen, die du findest, sind Kosmetikprodukte. Kosmetikprodukte sind nicht für die invasive Einführung gedacht. Das heisst... Nicht für die invasive? Nein, ein Kosmetikprodukt. Die meisten, ist einfach einfacher, hast weniger strenge Vorschriften, verkaufen es als Kosmetikprodukt. Und ich finde das mega wichtig. Wenn es in einer Schachtel kommt, mit Gebrauchsservice, und das eben jetzt eigentlich hat, weisst du, hey...
- 43:18Du weisst, was du in deinen Körper einführst. Das ist das MD. Das ist hier auf der Rückseite. Das findest du bei den wenigsten Gleitschälen. Bei den Gleitschälen hast du sehr viele qualitative Unterschiede. Wir haben es geschafft, eine Gleitschäle auf den Markt zu bringen, die auf Wasserbasis ist. Ich weiss nicht, ob du die Unterschiede kennst. Wasser-Silikon-Basis. Gerne erklären, ich finde es spannend.
- 43:42Die Wasserbasis ist gut abwaschbar, gut kompatibel mit Kondom und Toys. Kann aber mit der Zeit austrocknen, weil es auf Wasserbasis ist. Silikonbasis ist mega fein, smooth, langgleitfähig. Verträgt sich nicht so gut mit Kondomteils und mit Toys. Es gibt auch Flecken auf dem Bett, Silikonflecken, die nicht mehr so gut ausgehen. Aber von der Textur her ist es besser.
- 44:08Wir haben es geschafft, das Gleitschil auf Wasserbasis auf den Markt zu bringen, das aber die Konsistenz, also die Textur eines Silikonbasierten hat, also mega langgleitfähig und geschmeidig ist und erst noch mit vier Inhaltsstoffen und Milchsäure daherkommt. Was sind die vier Inhaltsstoffe? Aqua, also Wasser. Glycerin, vegans Glycerin, den kannst du unterscheiden. Das siehst du aber nicht auf der Inhaltsstoffliste, ob es vegan oder nicht vegan ist. Darum die Zertifizierung, die vegan ist mit der Vegan Society, das gibt dir eigentlich... Ja...
- 44:38Die Sicherheit, dass es ein vegans Glitzerin ist. Xanthan Gum. Das macht sehr geschmeidig. Das kann auch mit oder ohne Molke sein. Und dann noch Lactic Acid, das ist die Milchsäure. Diese vier. Das ist eine extrem kleine Inhaltsstoffliste. Ich sage immer, schaue auf die Inhaltsstoffliste, je mehr Inhaltsstoffe, desto schwieriger wird das Produkt. Schau darauf, dass es ein Medizinprodukt ist. Du willst sicher sein, was du im Körper führst.
- 45:06Und man macht das, Medizinprodukt oder halt ein Kosmetikprodukt, tut es den Herstellern das weh, weil es einfach einfacher ist, es irgendwo durchzubringen? Also vielleicht die Regulatorien lassen dir halt zu, selber zu entscheiden, ob du als Kosmetik oder als Medizinprodukt willst. Im Kondom geht das nicht? Nein, das ist fix. Das ist fix. Und beim Gletscher ist es so, man hat einen Graubereich, und man kann ein bisschen machen, was man will, und das ist mega schade.
- 45:30Weil du hast wirklich qualitativ brutale Unterschiede. Also viele sagen, wenn sie das mal ausprobiert haben, sagen sie, ah, okay, so kann ein Gletscher auch sein. Nicht gewusst. Es ist wirklich mega gut. Also es ist so weit gegangen, wo ich... Ich habe es ja gegessen vor den Medien, um zu zeigen... Du hast es gegessen? Ja, ich habe es gegessen. Dass ich 100% dahinter stehe. Es ist natürlich nicht, wofür es denkt, aber ich wollte einfach zeigen, hey, ich stehe voll dahinter. Ja, später dann mit der Höhle der Löwen ist in den Schlagzeilen gestanden Ihr essbares Gleitgel überzeugt Multimillionär.
- 46:00Und mit dem habe ich natürlich medial mega coole Riffhüte bekommen. Nein, du hast mich schlagen. Aber weil ich aus mir raus gesagt habe, ich zeige dir, ich stehe voll dahinter in der Kiste. Ich habe gar nicht weitergedacht. Und Oral Safe ist ja sowieso gut. Also es sollte ja Oral Safe sein.
- 46:17Wenn ich das nicht kenne, ist das Satangum. Ja. Aber du sagst in diesem Fall, das ist verdaulich. Das ist verdaulich. Also weisst du, Kevin, du solltest es nicht löffelweise essen. Logisch nicht. Dein Magen wird da nicht Freude haben. Ja, ich mache das bitte nicht. Nein. Ich sage einfach, es ist oral safe. Es ist 100% natürlich.
- 46:34Also sollte es auch in den Magen gehen. Das habe ich einfach gezeigt. Und wenn ich es teste und auch früher... Hast du noch den Trafen-Geruch? Ist es ein bisschen süss von diesem Xanthan-Gamm. Ist eher ein bisschen süsslich. Also das müsste ich wahrscheinlich auch ein wenig in den Mund nehmen, um das auch anzusehen. Ja, kannst aber gut nachher einen Schlag nehmen und probieren. Oder eben nimmst du es nach Hause und probierst es aus. Genau. Also von dem her, ich bin eben voll dabei. Und ich möchte einfach...
- 46:57Nur das, mir geht es in erster Linie nicht ums Geld. Und ich glaube, dass ich wirklich etwas den Leuten bringen möchte, das besser ist. Für die Natur, für den Menschen, für die Gesundheit. Weil ich aus voller Überzeugung dahinter stehe und sage, hey, nimm doch das, wenn es das gibt. Jetzt Martina, jetzt hast du gesagt, du hast damals vor vier Jahren gegründet? Leider bin ich um 19 Uhr gegangen. Anfangs 20 Uhr, gleich vor Corona. Hast du Brandmover gegründet? Ja.
- 47:27Gut. Als Einzelfirma. Als Einzelfirma. Jetzt ist es der GmbH. Das steht um mit Schwangerschaft herum. Jetzt ist es der GmbH, oder? Genau. Jetzt ist es der GmbH, weil mittlerweile sind wir die drittgrösste Kondommarke in der Schweiz. Und du musst... Es ist besser, wenn der GmbH, weil es ist so rein risikomässig. Und auch gegenüber den Partnern. Nein, logisch. Du kannst einfach nicht mehr eine Einzelfirma sein, dieser Grösse. Nein, nein. Wir sind sehr gut. Auch für dich macht es auch keinen Sinn, ganz ehrlich. Nein, nein. Aber damals haben sie gestartet. Du hast ein Million Kondome produzieren müssen. Ja. Gut.
- 47:56Kannst du sagen, wie viel du bis jetzt produziert hast? Ja, ich habe die nächste Million definitiv schon produziert. Die ist jetzt im Verkauf. Die ist jetzt im Verkauf? Ja, also die Million ist weg. Die ist gebraucht. Die ist aus dem Lager raus. Mein Mann hat gesagt, wir nehmen die Paletten einfach zu uns in den Keller. Und ich so, hey, das sind etwa 50-60 Paletten. Unser Keller hat keinen Platz für das.
- 48:22Und dann habe ich das Lager gesucht. Und das ist vielleicht noch spannend. Ich bin wirklich die Extrameile gegangen. Das ist jetzt alles noch bevor du zu «Höhle der Löwen» gegangen bist? Ja, ja. «Höhle der Löwen» ist erst später gegangen. Wir sind da sehr einzigartig. Wir sind erst später gegangen. Ich bin erst vor einem Jahr, also letztes Jahr, gegangen. Ja. Wo das Business schon recht gut gelaufen ist und schon recht viel aufgebaut habe.
- 48:41Ich baute das selber auf und bin danach... Du hattest schon einen Track-Record? Genau. Wir waren schon da, hatten die grossen Kunden und alles. Ich bin dann aus einem anderen Grund, das kann ich dir nachher erzählen, Titane. Aber es kam vielleicht nochmals zum Zurück. Ich machte dann meine Markt-Research. Ich suchte einen Hersteller. Ich fand einen. Der ging kurz vor der Produktion. Das war mein grösster Tiefpunkt im Ganzen. Ich hatte ein Jahr von der Idee bis er im Regal stand. Vielleicht vom Horizont her.
- 49:06Ich habe wirklich Gas gegeben und mir nebenzu Windeln gewickelt, also Windeln gewechselt.
- 49:12und das Baby am Boden liegen hatte. Also in diesem ersten Jahr neben mir, Windeln gewechselt und gearbeitet und die Firma aufgebaut. Und bei dem raus, ein Jahr später mit der Lossierung, im April 23 haben wir die Markkaufte eingeführt. Eingeführt im Markt und haben quasi die Sortimentslücke, die bestanden hat, gefüllt. Und ab dem ist es dann, ja, also jetzt drei Jahre haben wir jetzt gefeiert, als die Marke Feelgood Condoms im Markt ist.
- 49:38Vorher habe ich All-In produziert, Kunden gesucht, Kunden gefunden, alle Wahnsinn gemacht. Ich hatte wirklich auch schlaflose Nächte. Immer cool war ich nicht. Auch jetzt, der Druck in der Selbstständigkeit bleibt. Du hast Kunden, fragst, ob es gekauft wird. Was musst du machen, damit es gekauft wird? Also du bist schon nicht für jeden und du brauchst schon einen Ausgleich. Oder du musst wissen, wann du einen Break einlegen musst. Damit du nicht übergehehst, also nicht kaputt gehst.
- 50:08Das kann ich aber sehr gut und da hilft mir wiederum, auch wenn ich manchmal sage, ich habe am schlimmsten Moment gegründet, ich bin Mami geworden und habe dann eine Firma aufgezogen. Aber du hast Priorität im Leben und meine Priorität ist Family First. Immer. Und du weisst auch, wenn alles Bach abgeht, du weisst, was wichtig ist im Leben. Dann war es eine geile Erfahrung, schon ein bisschen crazy, aber dann war es so, dann war es «I'm fine». Schön.
- 50:34Ich glaube, das nimmt mir den Druck raus und gibt mir oft die Gelassenheit. Aber klar, ich als Person, wenn ich mich in ein neues Produkt hineinsteigere, dann bin ich voll drin. Dann arbeite ich auch in der Nacht. Weil ich es aber so liebe. Passion. Ja, es ist Passion, es ist Leidenschaft. Und das brauchst du, glaube ich, wirklich. Dann waren die Kondome mal da, dann das Kleidschild und später noch das Toy.
- 50:59Und es läuft und wir wachsen langsam und nachhaltig und werden immer grösser. Warst du euer erster grosser Hund? Migros. Euer erster grosser Hund mit Migros? Ja. Mega, ey. Ja, das ist natürlich, ja, schön. Das hat, das ist natürlich mega gewesen, weil das nimmt dir viel Druck, dass weisst du, hey, irgendetwas wird verkauft werden. Und wo findet man heute überall Vögel-Condoms?
- 51:19In der Migros. Die komplette Linie in der grossen Migros. In der ganz kleinen Migros findest du nur einen Bruchteil vom Sortiment. Allen K-Kiosk, AVEC, Manor, Spar, online natürlich überall. Sechs Jetz Galaxus, Pracca Morana, alle Apotheken, Rossmann.
- 51:42Hier im Glatt kannst du in Rossmann holen. Oder in der Migros. Ja, so ein bisschen so. Aber es hat immer noch Potential. Ich möchte noch grösser werden in der Schweiz. Ich möchte noch mehr Flächen mit «Vielgut» reinnehmen. Mein Ziel ist eigentlich, meine Vision ist so, dass überall, in jedem Regal, jetzt im stationären Handel, auch «Vielgut» gibt. Du kannst zu «Vielgut» greifen, wenn du «Vielgut» toll findest.
- 52:04Und eben wirklich so zu wachsen, langsam und nachhaltig. Nicht zu kalieren und zu verkaufen und schnell, schnell irgendeine Marke. Es gibt so viele junge Marken, die nur auf den Profit aus sind, die jetzt ihren Hype haben. Die kennst du zwei Jahre, nachher sind sie weg.
- 52:19Die haben einfach so jetzt ihr Momentum, machen Geld damit und dann ist es weg. Ich möchte aber in 20 Jahren auch noch viel gut im Regal sehen. Und darum gehe ich das Ganze ein bisschen anders und ein bisschen langsamer hin und mit ein bisschen mehr Bedacht vielleicht als andere. Weil ich ja von der Markenführung komme und mir das mega wichtig ist. Dass die Marke auch noch mehr erlebt. Du möchtest nicht von innen die Marke kaputt machen? Genau. Ich möchte wirklich als Marke ausbauen. Du möchtest sie gar nicht kaputt machen, nicht nur von innen, sondern auch von aussen? Nein, ich möchte sie nicht kaputt machen.
- 52:48Aber ja, das gewisse Risiko ist immer da. Und du kannst nicht alles selber führen. Und es kann der Markt sein, es kann... «Schau, wir hatten Corona, wir hatten alles.» Es kann irgendetwas sein... Aber Corona hat wahrscheinlich eher geholfen im Jahr, oder? «Ah, du bist ja später...» Wir sind dann auf dem Markt. Das war Corona, als ich an der Marke gearbeitet habe. Ja. Und danach bin ich raus im Jahr 2023.
- 53:10Du hast vorhin etwas angesprochen, und zwar den Tiefpunkt, als deine Produktion Konkurse gemeldet hat und sie es nicht mehr geschafft haben. Ja. Ich finde, hier sind wir sehr im Moment, den man berichten sollte. Ja. Wie hast du dich gefühlt? Was hast du gemacht? Wie bist du herausgekommen?
- 53:29Das war ein Hersteller, nicht irgendeiner. Das ist einer, der sehr viele Jahre die Kondomfabrik gegeben hat. In Deutschland? In Deutschland auch. Es gibt nur noch etwa fünf in Europa. Der Rest ist in Asien. Das war einer der deutschen Hersteller. Drei sind noch in Deutschland. Die anderen sind noch in Spanien. Der Rest ist mehr oder weniger in Asien. Das war einer dieser Deutschen.
- 53:54Dann hat er mich angerufen und gesagt, ich könne nicht produzieren. Ich war wirklich eine Woche vor dem Geldtransfer. Wir hatten die Druckdaten alles bereit. Ich war wie zwei. Eigentlich war es ein grosses Glück. Stell dir vor, ich hätte das Geld überwiesen. Ich hätte es nicht ein zweites Mal machen können. Aber es war das einzige Mal. Ich dachte, das ist scheisse. Soll ich weitermachen oder gebe ich auf?
- 54:22Ich war zu weich, zu fest drin, konnte nicht mehr reden. Also habe ich mich nochmals auf Herstellersuche gemacht und habe wirklich den zweiten Deutschen gefunden, der mir sogar noch das Kleid hat geben können. Und noch bei den USPs einen dicken Mehl gegeben. Und am Schluss kam genau das, was mir gefiel, dass ich in den Migros gekommen bin, dass ich es geschafft habe, weiterzukommen. Weil das Line-Up, das ich am Schluss hatte, hatte ich nur dank dem. Das hatte ich beim anderen so nicht. Und am Schluss musste es so kommen. Das verstehst du ja immer erst im Nachhinein.
- 54:52Aber in dem Moment, wo es mir angehört hat, dachte ich mir, dass ich nicht mehr Bock mehr habe. Connecting the dots kannst du erst im Nachhinein machen. Ja. Vorher verstehst du es nicht. Ja. Und das ist so, wenn ich gefragt hätte, was sind deine Challenges oder deine Fehler oder so. Es gab eigentlich nur das in dem Moment, in dieser Zeit, wo ich wirklich schnell leer schlucken musste.
- 55:16Die Überlegung, soll ich weitermachen, soll ich nicht, bin ich zu tief drin? Wie lange ist das gegangen? Zwei, drei Tage. Okay, gut. Kurze Zeit. Ja, bei mir ist es immer schneller. Aber das ist auch normal, nicht? Wenn man vor so einer Sache steht und es passiert so etwas...
- 55:34dass solche Gedanken kommen, sind normal. Und ich glaube, auch für alle, die da hören, die sich selbstständig machen, solche Sachen passieren. Aber es ist genau dann eben wichtig, um nicht aufzugeben und um weitermachen. Weil wahrscheinlich passiert es auf einem gewissen Grund und diesen Grund hat dir nachher vieles ermöglicht.
- 55:51Genau. Am Schluss musste es sein. Ich bin auch immer extra in die Meilen gegangen. Du kommst als frisches Mami und suchst zum Beispiel ein Lager. Und dann sagst du, du machst vegane Kondome. Sorry. Die dachten, ich habe einen Flick ab. Und die lachten hinter meinem Rücken. Und ich habe das gespürt. Ich brauchte sehr lange, bis ich ein Lager gefunden habe.
- 56:16Oder sie wollte mir einen Lagerplatz geben, halb Paletten hoch in Lager und so. Und das war sehr teuer, was ich gemerkt habe. Eigentlich wollen sie mich gar nicht. Sie denken, ich komme mit zwei, drei Paletten und meinen, ich sage weiss nicht was und mache weiss nicht was. Das war sehr deprimierend. Oder E-Mails, ich kann sicher 100 Mails rauslassen und ich habe vielleicht 90 Antworten erhalten.
- 56:38Das ist schon nicht cool. Da wurde ich anders erzogen. «Du antwortest egal, ob positiv oder nicht, du gibst eine Antwort.» Das ist heute oft nicht mehr der Fall. Das war schon deprimierend. Ich sagte immer wieder, dass es egal sei, dass ich weitermache. Oder du schreibst noch ein 10. oder 12. Mal. Auch bei neuen Kunden. Wenn sie fragen, wie ich die neuen Kunden bekomme. «Ich bleibe dran, ich werde nicht nervig, aber ich sage immer wieder, ich bin da.»
- 57:04Irgendwann kommt der Moment, wo sie genau das suchen. Dann denken sie an mich. Nicht, wenn du nur einmal geschrieben hast und dann bist du wieder vergessen. So immer wieder kommen und dranbleiben und sich nicht schaden zu sein und nicht aufzugeben in diesem Moment. Das ist wichtig. Das zeichnet mich aus, dass ich dranbleibe, weil ich es einfach cool finde und jetzt natürlich auch gewisse Bestätigung von den Abverkäufen, von den Leuten, das ist das Schönste, wenn ich jemanden sehe, der ein Kondom kauft.
- 57:33Ich sehe das gerade in dem Moment, wo ich auch dort bin. Das ist so der «Wow-Moment». Die Leute kaufen es auch. Sie finden deine Produkte gut. Das ist am Schluss das Ziel. Das ist das Schönste für mich. Wenn andere Leute Feedback geben, «Hey, es war mega gut.» Und nicht «Hey, das Kondom ist geplatzt.»
- 57:53Das passiert natürlich in der Branche immer wieder. Ich meine, das kenne ich, das ist bei allen Marken so, dass ein Kondom platzen kann. Aber ich glaube, ich habe letztes Jahr zwei Reklamationen bekommen, dass ein Kondom geplatzt ist. Und das ist oftmals der Anwendungsfehler, weil viele, viele, man denkt, jeder weiss, wie das geht, aber viele nehmen halt nicht das Reservoir unter den Zeigefinger beim Kondom, also die Luft rausnehmen, wenn sie es abrollen. Und dann hat es Luft im Reservoir drin. Und dann hast du...
- 58:23Das ist einer der grössten Anwendungsfehler. Ist das der empfindlichste Punkt vor einem Reservoir? Ich würde sagen, wenn es Luft im Reservoir hat, ist es einer der grössten Anwendungsfehler. Oder wenn du halt... Aber, also, ich habe die Bilder, ich war noch jung, und wir haben das alles gemacht. Wir haben ein Kondom genommen und dann aufblasen. Und das kann sich ja um es... Wie sich ein Kondom aufblasen kann, ist ja enorm. Genau. Und darum sage ich auch immer, von der Grösse eben.
- 58:49Also, es passt nicht und so. Ja, du brauchst nicht alle zwei Millimeter eine neue Kondomgrösse. Aber da gibt es natürlich andere Marken, die etwas anderes sagen. Das ist meine Meinung. Wieso platzt, also wieso kann es dann nicht... Das Reservoir. Ja, weil wenn du denkst, wenn du ja den Penis in einem erigierten Zustand hast und dann ist schön abgerollt quasi das Kondom bis zum Schaft, aber es sollte ganz abgerollt werden. Schön anliegend. Und vorne hast du das Reservoir, wo es quasi dann...
- 59:15Wenn das mit Luft gefüllt ist, kann es beim schnellen Akt schon reissen oder platzen. Oder wenn du mit Männern, die das nicht realisieren, die sehr rauche Hände haben, z.B. durch den Job, die auf dem Bau arbeiten etc., die rauche Hände haben, das ist noch sehr dünn. Das Kondom ist 0,05 bis 0,07 Millimeter Mannsstärke.
- 59:41Das ist dünn und wenn du dann mit einer rauhen Handkund, Handfläche oder halt mit spitzigen Fingernägeln, dann kannst du das extrem beschädigen und dann kannst du es halt schon einmal reissen. Das kann halt passieren. Dann ist es wichtig, dass du nicht in Panik trittst und halt machst, was du machen kannst. Sei es jetzt von wegumplanter Schwangerschaft oder auch übertragbaren Infektionen halt dann die Massnahmen ergreifen tust, die du ergreifen möchtest. Und für das gibt es Fachspezialisten und dann kannst du dich an die wenden.
- 1:00:11Jetzt habt ihr verschiedene Farben. Ihr habt grün, ähm... Grün, rot, blau, gel. Genau. Color-Coding, das ist auch, weil der Regalgriff ist sehr schnell vom Mensch. Wenn du weisst, es ist rot, du stehst nicht lange vor dem Kontonregal, dann machst du den Griff zu deiner Farbe. Also das ist dann... Regalwissen. Und auch die hellen Packungen, die im dunklen Regal eher zum Forschen kommen. Du siehst teilweise dunkle Regale und dann leuchten die richtig nach vorne.
- 1:00:40Das ist natürlich dann schon mehr Wissen von Packaging, das du hast, wo du noch Sachen optimieren kannst. Wo ist aber der Unterschied von denen?
- 1:00:47Ja. Ist da ein Unterschied zwischen diesen Farben? Also wir haben einfach das Gele oder das Goldige, das ist das Dünne. Das hochzarte Gefühlsechte, das ist eben 0.05 mm. Die anderen sind ein bisschen fester, 0.07 mm. Es gibt dann auch starke, das haben wir nicht mit 1 mm Wandstärke. Das ist dann mehr für ganz junge Männer, die das Problem haben, dass sie zu schnell kommen. Anstatt die 2 Agro-Schlucken, was ja auch junge Männer oftmals machen, nachdem sie Pornos konsumieren und diesen Druck haben,
- 1:01:13Ein dickeres Kondom nehmen, weil dann hast du weniger Gefühle und kannst länger. Es gibt ganz einfache Tricks dafür. Haben wir aber nicht. Wir haben noch ein extra feuchtes Sex fürs Quickie. Auch wenn du länger Sex hast, weil das Kondom entzieht etwas die Feuchtigkeit. Oder wenn kein Kleidschel rum ist. Vaginale Trockenheit ist ein grosses Thema bei Frauen. Nach der Geburt, während des Stresses, in langen Partnerschaften.
- 1:01:40Ich habe noch Pause. Das ist ein mega gutes Kondom, ein extra feuchtes. Ich finde es eigentlich immer super, ausser du bist jetzt aufgrund des Feuchtes. Dann kann es auch zu feucht werden und rutschig und dann spürst du auch wieder weniger. Du hast vorhin gesagt, wenn es abgerollt wird, kommt es in die Verpackung.
- 1:01:59Und da gibt es noch einen Tropfen Silikon? Aha, bei der Produktion. Bei der Produktion, ja, sorry. Bei der Produktion. Nein, es wird dann eigentlich aufgerollt, so wie es in der Verpackung ist. Und dann kommt noch ein Tröpfchen Silikonöl drauf, weil jedes Kondom hat quasi Silikonöl drauf. Es gibt auch puderte Kondome.
- 1:02:15Wenn du jetzt auf Silikonöl allergisch wärst, dass du dein eigenes Gleichmittel drauf tun kannst, gibt es puderte Kondome. Das haben wir nicht, das ist ein sehr nischiger Markt. Aber es gibt, du kannst es kaufen. Und ein extra feuchtes Kondom hat einfach zwei Tröpfchen drin? Das hat doppelte Menge an Silikonöl drauf, genau. Und dann haben wir noch ein breiteres Kondom. Für breitere Penis.
- 1:02:40Und das Klassische. Genau, das Klassische. Das Klassische wäre das Grüne? Das Grüne, genau. 0815. Okay. Bünzli, Schweizer, es geht, es passt, es funktioniert. Meist verkauft? Ja, das, aber ganz dicht gefolgt vom Dünnen. Weil die Leute möchten halt schon Gefühlsrechtheit haben. Und Dünn ist welche Farbe? Das Gale. Das Gale ist Dünn. Genau, das Gefühlsrechte. Ja.
- 1:03:01Alle sind geruchsneutral und die höchste Qualität produziert in Deutschland. So, gut. Jetzt hast du die ersten grossen Retailer akquiriert. Du bist dort, sie werden verkauft. Und du merkst, hey, es lebt. Es fängt an. Wir hatten eine Markteindringung, aber unser Kondom trinkt auch genug ein. Also es wird gebraucht. Jetzt.
- 1:03:26Du gehst zu den Hölderlöwen. Genau. Was ist der Grund, wie bist du zu dem gekommen und wie war diese Erfahrung?
- 1:03:33Ich bin mehrmals darauf angesprochen worden, hey, du bist doch ein Start-up, willst du nicht auch da hin? Und ich habe immer, das ist so das Ganze beim Unternehmertum auch am Anfang beim Aufbau, das Personal Branding war mir nicht so angenehm am Anfang. Ich habe nicht unbedingt die Lust gehabt, überall mein Gesicht anzuzeigen. Also jetzt so ein Podcast ist für mich auch so, ja, aber ich habe gemerkt, hey, die Leute wollen ja diese Geschichte hören. Und sie verbinden sich mit dir. Und das ist mega schön. Und wenn ich jemandem meine Geschichte erzählen kann und begeistern kann und du noch etwas lernen kannst dabei,
- 1:04:02Prävention für Junge. Mir ist wichtig, dass Junge... Ich gehe teilweise an Schulen, gehe Aufklärung machen. Wenn ich etwas mit meinem Gesicht bewirken kann und im Vordergrund stehe, weil die Leute Vertrauen zuerst kaufen und nicht die Marke. Die Marke verkauft Produkte, aber das Vertrauen holt es nun mal über mich, was meine Geschichte erzählt. Und um noch die Sichtbarkeit zu vergrössern, ist sicher ein Punkt, bin ich schlussendlich zu «Höhle der Löwen».
- 1:04:31Mein grösster Wunsch war, weil wir gewachsen sind,
- 1:04:44Und langsam an eine Grenze kommen, wo es knapp wird. Ich habe noch nie gesagt, ich mache eigentlich alles alleine. Mein Mann macht CFO-Finanzen am Wochenende. Er ist ehemaliger Wirtschaftsprüfer, ist jetzt aber voll Lehrer, 100%. Er kann die ganzen Finanzsysteme, Buchhaltung, Mehrwertsteuer, Steuern etc.
- 1:05:03Es war mein Wunsch und ich ging mit der Intention, einen zusätzlichen Geschäftspartner an Bord zu bekommen. Mir ging es nicht ums Geld. Wir haben 80'000 Franken gefragt. Uns ging es wirklich nicht um Geld, sondern um jemanden, der Match finden kann. Dass das sehr schwierig ist, wusste ich. Aber es hat geklappt. Wir haben Lukas Speiser. Wieso hast du gewusst, dass es sehr schwierig wird? Weil ich sehe, dass meistens die Deals nicht am Fernsehen ...
- 1:05:33kommen nicht stand, oder? Also weder am Fernsehen noch dann schlussendlich, was gehörst du im echten Leben? Weil ich glaube auch dort, und das stuendet viel, dass viele sagen, was, der Teil ist nachher nicht standgekommen. Hey, Mensch, das ist immer noch das Wichtigste. Und ausserhalb der Kamera, abseits der Kamera, muss es matchen, auf persönlicher Ebene. Und dass das dann auch noch funktioniert, also da...
- 1:05:52gehört sehr viel dazu, dass du erstens einen Deal machst, dass du zweitens den Deal mit dem Leute machst, den du dir wünschst oder der am besten passt und dass es dann abseits der Kamera noch matcht. Und dass dann wirklich eingesteckt wird, weil er ist jetzt Miteigentümer der Firma und wirklich auch mitarbeitet.
- 1:06:08Also auch operativ muss helfen. Teilweise einfach jemanden hast. Und für mich ist Lukas wirklich so ein strategischer Partner, wenn ich unsicher bin. Er ist extrem mental Backup für mich. Ich kann jemanden anrufen, ich kann jemanden... Hey Lukas, findest du auch? Würdest du das auch so machen? Ja Martina, alles gut, go.
- 1:06:26Es ist so schön. Ich muss dir vorstellen, ich habe mein Büro, es ist ein Bürotisch in unserem Schlafzimmer. Seit unser Kind auf der Welt ist, ist das Büro ein Kinderzimmer und mein Bürotisch steht im Schlafzimmer. Es ist wie ein Studententisch und dort mache ich alles. Und dass ich dort irgendwann steche, auf den Kopf gehe und ich dann einen Lukas habe, den ich anrufen kann oder auch sehe und sage, hey, willst du das so machen oder so, das ist einfach mega schön.
- 1:06:48Und das ist der grösste Gewinn aus dieser Show. Neben der Sichtbarkeit, neben dem Zusatzumsatz, den wir gemacht haben in dieser Nacht, in der es ausgestrahlt wurde. Aber am Schluss, das sind Peanuts, das ist Tropfen auf den heissen Steinen. Das Schöne ist, dass wir jetzt das Dritte sind und nicht nur noch das Zweite. Das hat es gebracht. Mit Lukas hast du auch einen an der Seite. Mega.
- 1:07:08Ein super Mensch. Ein super Mensch. Super Mensch. Und das matcht. Und er hat mega Know-how, er kennt die Branche. Das kommt dazu. Er kommt natürlich auch aus der Branche und er weiss vieles. Und er ist einfach als Mensch, finde ich ihn, also... Love him. Er ist sehr ein durchdachter Mensch.
- 1:07:25Durchdacht, natürlich. Allen ist, wenn du ihn kennst, sehr emotional. Darum hat er das auch so gut gematcht bei diesen zwei. Absolut. Passt aber Lukas mega gut in unser Team, weil wir alle eher auch durchdacht sind und uns sehr gut verstehen und jeder hat seine Rolle.
- 1:07:43und kann sehr eigenständig arbeiten und es passt einfach. Wir haben jemanden, der den gleichen Wert hat wie wir. Das ist wichtig und er ist auch ein sehr ruhiger und toller. Wenn ich ihn brauche, ist er da. Ich brauche ihn nicht viel, aber wenn ich ihn brauche, ist er da. Würdest du ihn auch als Mentor sehen?
- 1:08:03Ja, ich glaube, wir sind so vom Wissen auf ähnlicher Ebene, was natürlich in gewissen anderen Bereichen nicht. Also unternehmerisch halt auch, ja. Unternehmerisch, und ich ihn frage, aber ich brauche ihn nicht einmal fest als Mentor, sondern wirklich als...
- 1:08:18Auf gleicher Ebene eigentlich Sparringpartner. Aber er hat mir auch schon Sachen beigebracht, die ich nicht hatte. Aber das sind die Sachen, die mich nicht so... Er war auch im Finanzzweig, wie mein Mann. Das interessiert mich auch null.
- 1:08:34Das interessiert mich nicht, Buchhaltung und so. Du musst dich gerne einfach anstehen. Ich bin für das hier und ich liebe das, das sind meine Produkte und ich mache das Marketing und alles. Und Sales mache ich schon, also ich kann rechnen, ich kann Marschen berechnen und so. Aber das andere ist schön, da sind die zwei Männer da, die wir quasi, zwei starke Schultern, oder zwei starke Männer auf beiden Seiten haben. Wahrscheinlich, wie wir gesehen haben, wir sind im Fernsehen bei «Hör der Löwen», hast du ein Deed, das passiert oder halt eben nicht.
- 1:09:01Weisst du, bevor du auftrittst, weisst du, wenn sie einen Deal zusagen, dass das später nicht stattfinden könnte? Dass es eine Klausel gibt, dass es nicht passieren könnte?
- 1:09:15Du unterschreibst halt ein Dokument, wo alles stillschweigend ist und ob das drin steht, dass es nachher auch nicht zum Deal kommen kann. Ja, ich glaube, du unterschreibst ja, es gibt halt mega viele, die in die Sendung gehen, die masslos übertreiben. Die werfen Umsätze um sich herum. Marsch an.
- 1:09:36überkommt sie sie in der Sendung oder der Altein vornherein. Sie sprechen es halt etwas schöner, was auch etwas menschlich ist. Und nachher musst du deine ganzen Unterlagen einreichen, wenn du einen Deal gemacht hast. Und wenn die Unterlagen noch ganz andere Zahlen bringen, dann sagt natürlich der Loy auch, «Hey, aber du hast in der Sendung etwas ganz anderes erzählt. Ich habe den Deal aufgrund davon gemacht.» Weil die haben null Einsicht. Die wissen nicht, wer kommt. Die wissen es nicht.
- 1:10:03Die wissen nicht was, die kennen dein Produkt wirklich nicht, die kennen nur das, was du dort erzählst. Und wenn du dort halt, böse gesagt, lügst, und nachher die Realität ganz anders spricht, dann ist klar, dass die sich zurückziehen dürfen. Legitim, oder? Und ich glaube, das passiert halt öfters, als man denkt. Oder halt dann keine Unterlagen kommen, oder auch die Menschen, die dort gegangen sind, wirklich halt, es gibt auch die, die einfach gehen zum Reichweite-Schaffen und gar keinen Deal wollen und sagen am Schluss, hey, wir haben gar keinen Deal wollen, wir sind einfach gegangen für die Werbung.
- 1:10:34und eigentlich auch von ihrer Seite keinen Deal stehen wollte. Aber ich glaube, wenn du die Intention hast, wirklich einen Deal zu machen wie bei uns und jemanden zu finden, der matcht, dann sind die Chancen mega gut. Und du bist ehrlich. Und ich habe halt nichts in der Sendung übertreiben. Ich habe wirklich eher sogar bei den Zahlen zurückgegeben. Dass ja auch nicht passieren kann, ja eher ein bisschen demütig in das Ganze reingegangen. Ist es nicht um Umsatz gegangen, den du gemacht hast? Oder was sind die Zahlen, die du präsentieren musst?
- 1:11:01Sie fragen dich halt wirklich alles. Umsatzmarge, EBITDA. Du musst halt vorbereitet sein. Es gibt dann schon Leute, die scheitern und die Zahlen nicht kennen. Das ist halt dann auch immer nicht so cool. Und du bist schon alleine gegangen mit dem Mann? Ich bin alleine gegangen. Ja, er ist mitgekommen. Er war hinten und ich musste ja jemanden haben, den ich anrufen kann.
- 1:11:22Die drei wollten ja den Deal machen. Ich musste das Angebot besprechen, oder die verschiedenen Angebote. Da musste ich natürlich mit dem CFO telefonieren. Er war hinter der Bühne, hat aber keine Einsicht, hat nichts gewusst, was in diesem Raum passiert. Also du weisst wirklich nicht, du stehst vor dieser Tür und sie geht hoch und du präsentierst das.
- 1:11:47Er hatte keine Ahnung, was die TIN ist. Ich habe ihm die angeboten und mit ihm abgesprochen, dass es okay ist, dass wir mit Lukas gehen. Ob das für ihn auch stimmt mit dem und dem und so.
- 1:12:02Er war hinten dran, also in einem anderen Raum, hat aber nichts von der Show mitbekommen. Und ja, ich kam dann raus. Ich bin nicht so nervös wie sonst, aber ich war irgendwie letztens, an diesem Tag, es war so spät, ich habe eine Stunde vor dieser Tür gewartet und ich hatte wirklich am Schluss weich. Weil du hast drei Minuten Zeit, deinen Pitch zu machen,
- 1:12:22Ist es eine 3-Minuten-Pitch? 3 Minuten. Und ich habe mich dann vorbereitet. Ich habe mich wirklich auch gut vorbereitet darauf. Ich habe vorherige Sendungen geschaut. Und ich wusste, ich darf nicht aus dem Konzept fallen. Also, entweder gehe ich spontan rein, was natürlicher ist. Oder wenn du spontan wie ein Podcast mit dir bist, ist nichts vorbereitet. Aber wenn ich dann in diesen 3 Minuten mega spontan bin und die Fragen mich Sachen, dann falle ich aus dem Konzept. Und dann kann ich die wichtigen Sachen, die ich zu der Marke nicht mehr sagen, also habe ich gesagt, also...
- 1:12:52Ich lerne mich nicht auswendig. Ich kann mit dem Hund spazieren gehen. Es war relativ knapp. Ich hatte zwei Wochen Zeit, um mich zu vorbereiten. Bei jedem Spaziergang lernte ich einen Satz. Und ich lernte bei jedem Spaziergang immer wieder einen Satz dazu. Es war genau eine A4-Seite an Text. Bis ich die konnte. Wenn du vor der Tür stehst, gehst du den Text durch den Kopf und hast das Gefühl, jetzt vergiss ich es. Dann bin ich dort und habe drei Minuten den Text ohne Pause runtergerattert.
- 1:13:20Einmal durch. Und am Schluss haben sie gesagt, du hättest auch wieder einsteigen können, wenn du mal rausgefallen bist. Ich habe wirklich drei Minuten durchgerattert.
- 1:13:28Und dann am Schluss, huu, geschafft. Und nach diesen drei Minuten kamen dann die Fragen? Nachher kommen die Fragen recht lang. Einige sind fast zwei Stunden drin und andere, bei mir, waren es vielleicht noch 40 Minuten. Und da waren ganz viele Fragen. Und was sie dann zeigen, weisst du nicht. Und du siehst die Sendung erst in dem Moment, in dem alle anderen sehen. Du siehst nicht im Vorhersage irgendetwas. Du weisst nicht, was sie dann zeigen. Also es ist wirklich sehr echt. Es ist nichts vor Absprechen. Du stehst vor der Tür, gehst rein und am Schluss siehst du das, was im Fernsehen ist.
- 1:13:55Und hinten durch reichst du deine Sachen ein, wenn du eine Deal gemacht hast. Ist diese Erfahrung allgemein für dich? Mega. Mega? Mega, ich würde es sofort machen. Mach es, wenn du damit leben möchtest. Mach es. Du kannst ja nichts verlieren. Nein, gar nicht. Ausser du machst dich absolut zum Klon. Wenn du willst, dass Unternehmen weiterbringen und deine Marke zeigen und auch hinter dem stehst und es ehrlich meinst, dann geh. Unbedingt. Das ist auch eine Erfahrung mehr. Und bei uns war es eine super Erfahrung. Wir haben Lukas im Team jetzt.
- 1:14:22Und an diesem Abend sind eure Verkäufe wirklich durch die Decke? Ja, das ist je nach Branche. Ich habe mit anderen gesprochen, es kommt sehr darauf an, welches Produkt du hast. Wenn du ein Dienstleistungsunternehmen hast ohne Produkt, ist das natürlich etwas anderes. Dann hast du vielleicht mehr Anfragen für ein Beratungsgespräch. Wir haben natürlich Produkte, die du in diesem Moment kaufen kannst. Und du hast natürlich auch... Haben sie ihren eigenen Online-Store? Nein, wir sind die Einzigen, die keinen haben. Hey, ich setze voll auf B2B. Crazy. No D2C. Aber ist okay.
- 1:14:50Es ist okay, aber es ist immer wieder ein Thema, das aufkommt. Es gibt Profis. Ich habe Galaxus, ich habe Amorana. Die verkaufen, die haben die Leute auf der Seite. Es ist ein strategischer Entscheid, aber wir hinterfragen ihn schon immer wieder. Es ist etwas, das nicht ganz abgeschlossen ist. Und Lukas natürlich als E-Commerce-Profi das auch immer wieder anschaut. Aber wenn du 10 Franken pro Tag verkaufst,
- 1:15:11Das ist nicht ein Luxusgut, das du dann mal 150 Franken zahlst. Das sind 10-Franke-Produkte. Und da musst du fast einen Warenkorb füllen mit 50 Franken, damit es sich für alle irgendwie lohnt. Und am Anfang habe ich gesagt, hey, komm, ich gehe über die Grossen, mache dort Teils, Tagesteils, Sichtbarkeit. Und vielleicht irgendwann... Also das Paket kostet 10 Franken? 10 Franken, ja. Und wie viel kommt da mehr rein? 10. 10.
- 1:15:32Also im Frankenbrocken-Ton? Ja. Also wir sind gleich gepreist, wenn nicht sogar ein bisschen tiefer als die Mitbewerber. Und das war eine bewusste Entscheidung, weil wir einfach gesagt haben, oder wir wissen, dass vegan und nachhaltig, das ist so ein bisschen... Also jetzt bitte kommt beim Essen schon. Meinst du, das ist erschreckend für gewisse? Beim Essen schon. Viele, die vegan die Nase rümpfen, oder? Bei Produkten, wenn du es einfach so drauf tust, wir sind vegan zertifiziert, nehmen es eigentlich als neutral worden und die, die darauf schauen, finden es positiv.
- 1:15:57Und nachhaltig, ich weiss nicht wie viele, wichtig ist, dass diese Packung 100% recycelt ist. Wahrscheinlich ist es wichtiger, dass das Kondomhauch dünn ist und dass es fein riecht. Und das ist halt, wie spielst du deine Sachen aus im Marketing? Und ähm... Du weisst, der Konsument ist bereit, nachhaltige Produkte zu kaufen, aber ist meistens nicht bereit, mehr dafür zu zahlen.
- 1:16:22Vor allem bei einem Produkt wie einem Kondom, das ein Wegwerfprodukt ist, das darfst du nicht vergeben, das brauchst du einmal. Wenn du das bei einem Kleidungsstück, das vielleicht nachhaltig ist, keine Fast Fashion hast, sondern wirklich etwas Schönes investieren willst, dann zahlst du vielleicht 180 Franken. Aber dieses Ding hast du vielleicht nachher auch 10 Jahre oder 5 Jahre. Das Kondom rührst du weg. Es ist ein Wegwerfprodukt. Und darum bist du vielleicht nicht ganz bereit, so viel mehr zu zahlen. Das sind halt alles Faktoren, die in den Überlegungen spielen.
- 1:16:50Wo waren wir vorher? Ja, Höhle der Löwen, Erfahrungen. Ah ja, Höhle der Löwen, genau. Wir waren beim eigenen Online-Store. Dass es noch nicht ganz abgeschlossen ist, aber einer machen wir ja nicht. Nein, vielleicht mal jetzt, wo wir auch Toys haben. Oder du hast ein Produkt, das etwas teurer ist. Dann macht es vielleicht Sinn. Aber kein Stress, es ist ein guter Vorteil gegenüber neuen Kunden. Ich konkurrenziere nicht mit meinen Kunden.
- 1:17:13Null. Weil sonst konkurrenzierst du mit deinem D2C-Geschäft oft auch mit deinen Kunden. Klar, das kommt mega aufs Produktraff. Viele Brands müssen halt so starten. Weil sie zuerst gar nicht in einem Laden erhältlich sind. Und wir mit unserer Millionenproduktion hatten nicht schon von Anfang an nur D2C machen. Wir brauchen den stationären Handel, um leben zu können. Weil die doch auch sehr viel Absatz generieren. Absolut. Weil sonst laufen die ab.
- 1:17:42Die laufen ab. Ich habe Stress. Mein Lager ist nicht ewig haltbar. Wie lange sind die haltbar? Fünf Jahre ab Produktion. Die transparenten, neutralen. Aromatisierte, farbige sind eher drei Jahre, weil es noch mehr Chemie drin hat. Darum haben wir auch keine farbigen und Aromakondome. Fünf Jahre ab Produktion, aber bis das Päckchen dann mal da ist, dann geht es ins Lager. Bis es dann beim Kunden ist und bis dann bei dir, dann hast du meistens ein Jahr verloren.
- 1:18:07Also du hast diesen Stress schon, dass du die Ware abverkauft hast, bevor es abläuft? Seit dem Start habt ihr jetzt zwei grosse Produktionen gemacht.
- 1:18:21Nein, wir haben zwischendurch Produktionen gemacht. Aber nicht jedes Mal eine Million. Du kannst natürlich schon eine Million produzieren. Es ist nicht pro Kondomsorte, aber im Gesamten war es eine Million. Und du hast natürlich schon sechsstellige, also unter sechsstellig produzierst du nicht. Also unter 100'000 geht nichts. Das heisst, du produzierst schon in höheren Zahlen. Es lohnt sich einfach nicht, die Maschine anzulassen und alles. Ja.
- 1:18:47Ja, 970 von diesen Teilen. Glasformen, ja, da musst du schauen. Das ist wirklich ein Social-Media-Clip, der bei uns viral gegangen ist. Das Tauchen von diesen Glasformen. Irgendwie 3 Millionen auf Insta, 2 Millionen auf TikTok haben es angeschaut. Das ist cool. Das ist halt etwas mega Spezielles. Und wir können halt unsere Produktion auch zeigen. Warum zeigen es echt die anderen nicht? Ja, ist halt einfach... Zeigen wir jetzt ein bisschen. Zeigen wir jetzt ein bisschen. Genau.
- 1:19:11Sie sollen es selber schauen. Genau. Es ist halt etwas, das du aus gewissen Gründen sehr selten ans Gesicht bekommst. Und das finden die Leute natürlich mega geil, wenn sie das sehen, weil sie haben es noch nie gesehen, wie so ein Kondom eigentlich produziert wird. Oder wie man ein Kondom in der Wäschemaschine trägt. Und das zeigen wir halt. Und das finde ich auch, gibt der Marke eine gewisse Glaubwürdigkeit wieder.
- 1:19:31In dieser Wäschemaschine ist es wegen des Geruchs, dass der Geruch weggeht. Ja, durch die Chemikalie oder einfach durch das Tauchen, die gewissen Reste abzuwischen, eine seitliche Oberfläche am Kondom zu geben, bevor es dann weiter im Prozess geht, bis es fix fertig in der Schachtel ist.
- 1:19:46Martin, bis jetzt war es so spannend, alles zu erfahren von deinem Leben, deiner Selbstständigkeit, deiner Einzelfirma, deiner GmbH, vor den Höhlen der Löwensteine, von Millionen Produktionen von Kondomen und was alles dazugehört, dass es Medizinprodukte sind und was der Unterschied ist bei einem Kleid, wenn es kein Kondom ist, sondern ein Kosmetikprodukt. Also, ultra spannend, wie du das alles
- 1:20:12aufgelistet hast, als eigentlich, ich sage jetzt mal One-Man, sagen wir mal Two-Man-Show, jetzt Three-Man-Show, also jetzt sind wir ein bisschen gewachsen. Was sind so deine nächsten Steps? Was ist so, du machst die Augen zu, du liegst im Bett und denkst so, dort geht es hin.
- 1:20:30Ich habe ja gesagt, ich bin nicht so fest in die Zukunft, aber ich habe natürlich gewisse Sachen, von denen ich träume. Ich möchte die Linie weiter aufbauen. Ich habe mega viele Produktideen, nur die Regale sind halt begrenzt. Auch das Finanzielle ist natürlich immer noch, wir sind nicht ein grosses Konzern, das mit dem Geld um uns schiessen könnte. Ich muss immer noch extrem in der Rappe drehen, bei Ausgaben gut überlegen, was ich mache. Das Sampling ist immer noch etwas vom Grössten, was wir machen.
- 1:20:58Darum kann ich nicht pro Jahr drei neue Produkte herausnehmen, sondern mache das langsam, sodass es wirklich auch in den Markt hineingeht und ich Fuss fassen kann. Und mein Ziel ist wirklich, in der Schweiz noch grösser zu werden, noch bekannter, weil du hast immer das Gefühl, das kennen dich alle, aber es kennt dich noch lange nicht jede und jede. Und so zu einer Marke zu werden, die es schlussendlich in 20 Jahren noch gibt, das wäre mein Traum, mein Wunsch, dass es nicht so eine 10-Jahres-Marke ist oder eine 5-Jahres-Marke. Sind wir aktuell noch in der Schweiz?
- 1:21:27Ja. Sind die in der Schweiz? Ja. Hey, Ausland ist mega schwierig. Da scheitern auch die grössten anderen Marken daran, ins Ausland zu gehen. Ausser die Weltmarke, die man kennt, die überall ist. Die anderen Marken tun sich extrem schwierig. Auch aus diesem Grund, weil sie Millionenbeträge haben, die sie in TV-Sport etc. investieren können in einem Land. Da musst du mega gut überlegen. Der Preis ist ein grosses Problem teilweise, weil du dann einfach keine Marge mehr hast in gewissen Ländern, wo der Preis so am Boden ist.
- 1:21:54Wo ich Kondome schlussendlich teurer einkaufe, als überhaupt verkaufen kann, was rein wirtschaftlich keinen Sinn macht.
- 1:22:05Ich würde es nicht ausschliessen, komplett, aber mein Ziel ist schon in der Schweiz im Moment, später vielleicht einen Markt wie Österreich oder so, der durchaus spannend sein könnte. Oder auch Italien oder Frankreich. Du musst immer auf die Sachen schauen, wie die Dreisprachigkeit, welche Sprachen haben wir schon auf den Päckchen, sonst müssen wir neue Packungen machen. Das hat alles so Konsequenzen und auch finanzielle Sachen, die dahinterstehen.
- 1:22:26Aber ich würde nicht ausschliessen. Und wenn jetzt jemand kommt und sagt, ich will deine Marke ums Verrecken in einer grossen Retail-Kette irgendwo, dann sage ich nicht nein. Bei Rostmann sind ihr ja schon. Ja. In der Schweiz. In der Schweiz. Aber die kommen. Die werden gross. 17 sind sie jetzt. Rostmanns in der Schweiz schon? Ja. Schon 17? Ja. Und vor zwei Jahren war es glaube ich einer. Ja. Ja. Die sind am wachsen, stark. Ja. Die kommen die Deutschen. Die kommen. Ja.
- 1:22:58Ja. Weiter geht's. Love it. Hey, wir sind noch nicht ganz fertig. Wir sind schon anderthalb Stunden am Reden. Ah, wirklich? Ja, also die Zeit fliegt. Es ist mega, mega lässig. Aber ich habe immer noch eine Schnellfeuerrunde vorbereitet. Der heisse Stuhl. Oh, jetzt wird es heiss. Der heisse Stuhl. Warte, ich muss anders hinschauen. Ja, jetzt musst du dich gefasst machen.
- 1:23:25Liebe Martina, bist du ready für die Schnellführrunde? Ja. Sehr gut. Vegan oder nicht vegan? Bist du auch beim Essen vegan? Veggie. Veggie. Also Vegetarierin. Vegetarierin. Nicht vegan. Sehr viele Jahre. Seit 20 Jahren.
- 1:23:46Seit 20 Jahren? Das ist lange, ja. Ich bin schon als Kind, ich hatte immer das mit den Tieren, das Problem. Wo meine Mutter mir gesagt hat, dass das Fleisch von Tieren kommt, war es vorbei. Aber nicht vegan. Also Eier und so ist es?
- 1:24:00Ich esse ja. Nicht viel, aber ich esse. Was sind das für Unterschiede? Alles, was mit einem Tier zu tun hat, also Veggie ist einfach, dass du Joghurt, Milch, Eier isst du, aber kein Fleisch, kein Fisch. Ja, ja. Dein Mann und du. Wer hat das letzte Mal gesagt, ich habe doch recht gehabt? Wahrscheinlich ich. Wahrscheinlich du? Ja, ich habe es das letzte Mal gesagt. Also ich sage es sicher mehr als er.
- 1:24:31Wirklich? Ja. Viele Frauen haben meistens ein bisschen mehr Rechnung. Ich sage einfach, dass ich mehr rechne. Aber wir sagen es einander. Ich sage es ihm auch, wenn er rechnet. Das ist ja gut. Ein Kondom-Werbeslogan, der dir spontan einfällt und auf eine Packung landen sollte. Mach es mit. Komm mit. Komm mit.
- 1:24:57Ich würde, wenn du auch möchtest, mit. Aber mit. Aber mit. Sicher mit. Immer mit dem mit eigentlich. Komm mit. Komm mit. Komm mit. Komm mit, ja. Komm mit. Doppeltütig, oder? Ja, das ist super. Und du hast das Kondom dabei. Komm mit. Den nehmen wir. Den nehmen wir. Den führen wir ein. Den führen wir ein. Den führen wir ein. Ja. Wäre auch gut. Schnell zum Höhepunkt. Schau mal, da wird es richtig kreativ.
- 1:25:26Herr Lüderlöwen, welcher Löwe hat dich, abgesehen von Lukas, am meisten überrascht? Also es hat mich eigentlich überrascht. Wie meinst du überrascht? Ja, dass er mitgegangen wäre mit dem Deal.
- 1:25:42Felix Bertram hat mich positiv überrascht, weil das wäre für mich definitiv auch ein Loi gewesen, den ich mir vorstellen hätte. Roland Braque natürlich auch. Er war einfach zu hoch. Das Angebot stimmte nicht ganz. Die Equität war zu hoch. Genau. Aber es waren alles tolle Loien. Ich hätte mir schlussendlich mit jedem den Weg vorstellen können. Aber mein Wunsch-Loi war Lukas. Ihr habt ja 80'000 geclaimed.
- 1:26:12Genau. Zu wie viel Equity? Ich glaube...
- 1:26:208% oder 5%? 5%? Und 8% war der Deal? Weisst du, den Deal im echten Leben machst du nochmal. Ja, logisch. Anders. Ich weiss gar nicht mehr. Du musst schauen, 8% oder 5%. Ich glaube 5% 80'000 und 87% war der Deal, oder 8%? Ja. In der Fernsehsendung. Ich glaube so. Plus noch das Darlehen von 100'000 Franken. Ja. Das hätte er machen müssen, dass er sich ein Ja nehmen würde, hat er gemeint im Nachhinein.
- 1:26:49Aber hast du ihn auch so genommen? Ja, genau. Hast du so gesagt «Haa, schau ich.» Ja, musst du mir die 100'000 nicht geben, ist okay. Aber ist gut. Hätte ich auch sonst ausgesucht. Ist das Wort «vegan» ein Fluch oder ein Zäge für eine Marke?
- 1:27:05Für Lebensmittel ist es ein Fluch, weil 1% der Schweizer Bevölkerung vegan ist. Viele rümpfen immer noch die Nase bis heute. Leider. Für Non-Food-Produkte, also alles Produkte wie Kosmetika oder eben auch Kondome, ist es von mir aus gesehen kein Fluch.
- 1:27:26Es ist ein nice to have. Für die Veganer mega wichtig natürlich. Die erkennen es sofort. Für die, die sich ein wenig damit befassen, auch ein tolles Plus. Und es ist relativ neutral. Also Kondome leiden nicht unter dem, dass wir sagen, sie seien vegan. Okay. Jetzt komme ich zu einer ganz wichtigen Frage. Ja. Nimm dir lieber ein bisschen Zeit, um darüber nachzudenken. Weil die ist essentiell, ob wir weitermachen oder nicht.
- 1:27:56Okay. Ornos auf die Pizza. Nein.
- 1:28:05Gut, danke vielmals. Sehr wichtig. Hättest du ja gesagt, schwierig. Schwierig, schwierig. Wirklich? Ich hätte gedacht, du möchtest es ja, aber ich kann das noch nie... Nein, Jesus Gott, wer möchte es ja? Ah, wirklich? Ich kenne das Riesgas in mir, oder? Jesus Maria. Mein Grossvater hat immer die Früchte und das Zeug auf das warme Zeug raufgerührt. Und ich habe einfach immer gesagt, hey, es passt einfach nicht. Ach Gott, dann ist es gut. Also nein, ja, nicht. Ich bin Süditerrainer. Ja. Das ist...
- 1:28:34Wahrscheinlich musst du den Pass abgeben, wenn du das isst in einem Restaurant in Italien. Also, dann kann... Wirklich? Das wusste ich nicht. Ja. Nein. Ich habe halt meine Pizza Margherita mit Rucola drauf. Super. Perfekt. Und noch eine Burrata in der Mitte. Oh nein, eine Burrata... Doch, geht schon. Gut, also eine Burrata geht. Sehr gut. Wann hast du das letzte Mal wirklich Angst gehabt?
- 1:28:58Ich habe nur eine Angst, die ich kenne. Weil Angst für mich der Feind jeder Unternehmerin ist. Ich habe aber vor etwas Angst in meinem Leben. Und das sind Verlustängste. Gegenüber meinen nahen Familienangehörigen. Das habe ich.
- 1:29:13Schon erlebt? Nein. Also die Grosseltern ja. Und ich habe schon gesehen, wie ich dort bin. Ich bin sehr emotional, also sehr reingegangen. Und ich gehe dann auch sehr rein. Und vor dem habe ich ein bisschen Angst. Ehrlich gesagt. Weil ja, unsere Eltern kommen auch in ein Alter. Und auch sonst kann etwas passieren. Bei meinen Grosseltern schon mehr gebrüllt als alle anderen in der Familie. Und fast ein schlechtes Gewissen hatte. Weil ich dachte, hey, reiss dich zusammen Mädchen. Weil da ist gleich noch die Frau oder der Mann.
- 1:29:38die jetzt viel mehr leiden als du. Aber ich kann nicht aufhören, ich habe den Rüstung durchgebrüllt. Und mich nimmt das sehr mit. Und dafür macht mich etwas Angst. Ich habe mal jemanden gefragt, der sagt, ja, schau, entweder du bist jetzt bürger und lässt dich jetzt schon in Therapie gehen und nimmst das als eine Antiangst oder du machst es, wenn es soweit ist. Das habe ich bis jetzt noch nicht angeschaut. Das ist die einzige Angst, die ich habe. Sonst habe ich eigentlich von nichts Angst. Okay, schön.
- 1:30:07Ja, das ist verständlich. Vor allem, in diesem Gespräch haben wir schon gemerkt, dass du jemand bist, der mit allem reingeht. Du bist so all in, Passion, Leidenschaft und das ist natürlich auch bei der Familie so.
- 1:30:23Und das merkst du, je länger du noch Mami wirst. Wenn du mich fragen würdest, was der einzige Nachteil von Mami sein ist, das ist so, du hast wie Verantwortung das erste Mal im Leben für jemanden anderen so richtig. Und wo du mitleidest, auch manchmal vielleicht ein bisschen Angst hast und Vertrauen musst du haben, diesem kleinen Persönchen, das zuzuhören.
- 1:30:48zu geben, dass Vertrauen ist, das dir selber und allen anderen auch ist. Das ist nicht so einfach und du leidest mit. Extrem. Und das ist das, was ich manchmal gerne sage, das hast du früher nicht gehabt. Oder du machst vielleicht etwas weniger Risikoreiches, wie Bungie-Jumps oder Sachen, die vielleicht ein bisschen risikoträgend sind, weil einfach etwas passieren könnte.
- 1:31:12Was man früher einfach macht, wenn man alleine ist. Und sagt, okay, wenn ich jetzt den Bergfels abstürze, dann stürze ich den Bergfels ab. Aber wenn du ein Kind hast, überlebst du das zweimal. Und das ist etwas, wo ich manchmal denke, boah, diese Verantwortung und dieses Mitfühlen, das war eigentlich noch schön, als du das nicht hattest. Auf der anderen Seite gibt es so viel zurück. Und die Liebe und alles, was kommt. Aber das ist schon etwas, wo, puh, da ist ein grosser Unterschied. Wahrscheinlich. Danke für das. Bitte.
- 1:31:43Hast du noch eine? Ich habe ein paar. Oh. Ich habe ein paar. Jemand, der noch nie Feelgood-Candoms benutzt hat, sondern eine andere Marke benutzt, wieso sollte er wechseln? Sie ist gefühlsrecht hochtransparent und sie riecht fein. Es riecht fein. Es riecht sogar fein? Es riecht... Nein, es riecht neutral. Neutral. Geruch neutral. Und du kommst garantiert als Pflanzenfreund und als Fleischliebhaber. Es befriedigt nämlich auch dich.
- 1:32:12Das ist einfach ein guter Slogan. Du kommst garantiert. Befriedigt alle garantiert. Genau. Ein Gedanke in deiner Selbstständigkeit als Unternehmerin, die immer wieder vorkommt, wo du dich auf die Zeit legen musst? Du hast schlechte Tage, wo du denkst, warum mache ich das alles? Warum gehe ich nicht arbeiten? Ich verdiene meinen Lohn, mache einfach einen 8-5-Job.
- 1:32:38Gibt es. Ab und zu. Auch während des Zyklus von einer Frau. Manchmal hast du deine dunklen Tage. Dann weisst du, dass du Nacht über schläfst und am anderen Morgen sieht die Welt wieder gut aus. Es ist dein Herzensding. Das gibst du nicht auf. Auch wenn es mal nicht so läuft. Es ist nicht alles rosig.
- 1:32:53Ein Start-up ist eine Achterbahnfahrt. Es geht rauf und runter. Wir haben dir vor allem die Erfolge beleuchtet. Wie wir am Wachsen sind. Ich habe sehr viele Momente, in denen ich auch zweifle. Wo mal etwas nicht läuft, wo etwas in die Hose geht. Ja, einfach dann weitermachen. An dich glauben. Positiv bleiben. Immer Ja sagen zu dem. Wenn das Herz dabei ist und die Leidenschaft, dann gehst du durch das durch. Dann kannst du das wieder auf die Seite tun. Es geht automatisch wieder weg. Am anderen Tag, wenn du aufwachst, bist du wieder ...
- 1:33:23Aber ja, dass die Gedanken nicht ab und zu mal da sind, definitiv. Gut. Das letzte Buch, das du gelesen hast.
- 1:33:33Weiss es nicht. Das ist nicht so? Hey, seit ich Mami bin, das ist etwas, das habe ich schon mal jemandem gesagt. Hey, ich habe keine Zeit. Also, ich habe keine Zeit. Ich bin für mein Kind hier. Als Mami die ersten drei Jahre schalte ich alles andere aus. Ja. Du bekommst das plus das Business, worauf ich mich voll fokussiere. Und dann ist Abend. Und dann gehst du schlafen. Und ich würde mega gerne wieder mal Bücher lesen. Ich kann dir nicht sagen, was mein letztes Buch war. Es ist mega schade, ich lese es sehr gerne. Oder das Buch, das dir mega geblieben ist.
- 1:34:02Wie heisst das? Ähm... Wie heisst das? «Am Ende der Welt» «Café am Ende der Welt» Das habe ich als eines der letzten gelesen, bevor ich Mami wurde. Das hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt dir, wie wenig du brauchst. Das war ein sehr schönes Buch. Ich höre ab und zu Podcasts. «QRB» – ich habe keinen Lieblingspodcast.
- 1:34:27Auch gerade, wenn man abends bei Social Media im Bett durchfliegt, dann höre ich ab und zu jemanden. Aber sonst bist du einfach nur froh, wenn du abends schlafen kannst. Und jede Minute, die ich frei habe, in der ich nicht mit meinem Kind zusammen bin, weil ich 100% Mami bin, plus meine Eltern, die noch ein wenig schauen, stört sich mich in die Arbeit. Und dadurch komme ich wieder gross mit, was hier draussen auf der grossen Welt passiert. Das ist manchmal auch positiv.
- 1:34:56Noch habe ich Zeit für andere Sachen. Dann will ich noch ein wenig mit nach Hause. Noch etwas Zeit mit dem Partner. Dann sind die 24 Stunden ausgefüllt. Aber es kommt wieder eine andere Zeit. Aber es sind die Phasen im Leben. Dann werde ich sicher wieder Zeit haben, um Bücher zu lesen und mich anderen Sachen zu widmen. Schön. Gut. Instagram oder LinkedIn?
- 1:35:20Privat Instagram, beruflich LinkedIn. Da habe ich auch 7-stellige Impressions im Moment. Auf LinkedIn? Ja. Ich glaube, ich bin eine, ich habe mal gesagt, also die Leute sagen, hey, ich kenne dich von LinkedIn. Ich kenne dich von LinkedIn immer wieder. Und ich habe wirklich grosse Impressions, wobei ich erzähle einfach, was ich mache. Das ist ein bisschen mein Tagebuch geworden. Aber ich...
- 1:35:42Hast du jeden Tag Posts? Nein, gar nicht. Ich habe eine Zeit lang vielleicht alle zwei Wochen eine. Dann mache ich intensiver in den letzten Monaten. Ich erzähle einfach, wenn ich etwas erzählen habe. Letzte Woche hatte ich nichts zu erzählen, dann erzähle ich nichts. Ich habe keinen Contentplan. Ich mache einfach das, was mich befasst. Schlussendlich haben Sie Bestätigung? Ja. Ja.
- 1:36:04Das ist verrückt. Ich glaube, es ist nicht einmal viele Likes. Teilweise sechsstellige Impressions mit 70 Likes.
- 1:36:15Was eigentlich fast nicht machbar ist. Es geht überhaupt nicht um die Likes auf LinkedIn. Ich glaube, es ist die Materie. Ich bin da natürlich rigoros. Ich erzähle über Glideshell, über Kondome und über Toys. Bei Toys hast du 30 Likes. Aber glaubt mir, wie viele lesen das? Oh, ich schaue es an. Niemand liket es. Weil der Chef könnte ja sehen, dass du Likes hast. LinkedIn ist ja etwas, das noch viral geht.
- 1:36:36Ich glaube, die Materie ist sehr gut, wenn ich es überbringe. Ich bin auch dort authentisch und ehrlich. Ich glaube, das zieht. Ich mache es jetzt schon recht lange. Mehr oder weniger regelmässig. Einmal in der Woche versuche ich, etwas zu bringen. Aber wenn ich wirklich nichts habe, bringe ich nichts. Ich bin immer noch davon, Qualität vor Quantität. Das ist mir egal. Mir geht es nicht um die Impressions. Aber ich sehe einfach, es hat den meisten Impact, wenn ich dort rausgehe mit etwas, dann kann man auf Galaxus schauen, wie die Verkaufszahlen runtergehen.
- 1:37:06Ja, es hat den meisten Impact. Instagram persönlich schaue ich lieber ein paar Storys an. Das sollte man nicht machen. Ich weiss, vor dem Einschlafen schaue ich dann noch ein paar Storys an. Das habe ich lieber als LinkedIn-Storys zu lesen. Dann möchte ich vielleicht auch mal ein bisschen abschalten mit dem Kopf und nicht in diesem Geschäftszeug sein.
- 1:37:26Meine nächste Frage, eine der letzten Fragen, ist nicht die Abitur, sondern deine Morgenroutine. Machst du etwas spezielles am Morgen? Natürlich hast du mit Mama jede Menge zu tun. Ich stehe jeden Morgen um 5 Uhr auf, aber ohne Wecker. Also wirklich 5.00 Uhr, das ist ein Hass. Ich möchte es ändern. Ich bin nicht... Ich habe nicht... Nein, warte! Ich habe den 5am-Club nicht chosen by heart. Ich war schon immer bei den Frühaufstehern und nicht immer am Morgenmensch. Ich performe am besten am Morgen, das ist Fakt.
- 1:37:55Die Zopik weniger gut. Aber 5 Uhr ist auch für mich etwas krass früh. Meine ersten 24 Monate, in denen mein Kind da war, war 5 Uhr der Wecker. Also neben 2 und 3 noch so. Aber 5 Uhr war dann der Wecker, wo ich nicht mehr einschlafen konnte. Wo einfach still etc. das Thema war.
- 1:38:22Seitdem stehe ich um 5 Uhr auf und es geht nicht mehr weg. Das Kind steht um 7 Uhr auf und ich stehe immer um 5 Uhr auf. Ich geniesse das auch am Morgen. Ich erledige ab und zu schon vor dem Kompisachen um 5 Uhr. Ich stelle auch Mails von mir um 5 Uhr. Ich lasse das auch nicht zu Hause raus, mir ist das egal.
- 1:38:37Ich habe aber auch Zeit für mich, einen ruhigen Kaffee zu trinken. Ich mache das Frühstück für das Kind. Ich gehe mit dem Hund schnell Pipi machen. Ich mache ihm das Essen bereit. Ich lege die Wäsche zusammen. Bis dann der Rest der Familie aufsteht. Das ist eigentlich schön. Dann sind sie schnell eineinhalb Stunden rum.
- 1:38:59Ja, schön. Du kannst aber auch frühstücken. Ja. Also ich esse einfach das Gleiche, wie ich für die Familie mache, ein Müsli. Schön. Ja, aber zuerst kommt der Kaffee, den brauche ich. Ja, der ist wichtig. Und ein Schöckeli.
- 1:39:11Wirklich? Ja, das ist so etwas, das ich abstellen sollte. Kaffee und Schokolade? Das mache ich seit 20 Jahren. Ja, egal. Ich trinke den Kaffee und nehme das Schokolade ins Maul und verschmelze es durch den Kaffee. Das gibt mir so den Morgen... Was für ein Schokolade ist das? Ist egal. Schwarzer Schokolade? Schwarz, ja. Ich hatte schon alles. Ich hatte schon weiss Schwarzmilchschokolade. Ich hatte schon alles... Es ist immer wieder verschieden. Es ist eigentlich gleich. Ich brauche einfach mein Schokolade. So ein wenig für meinen Push, meinen Kickout am Morgen. Ich weiss, es gibt bessere Alternativen. Aber hey, das ist so ein Ritual. Ich mache das. Tut mir gut.
- 1:39:38Ich brauche meinen Kaffee und meine Schöckli, die verschmilzen auf meiner Zunge und dann kann ich den Tag starten. Schön, super. Genau. Zu meiner letzten Frage für die «Schalv-4-Runde» und zwar der Podcast heisst «Momentum». Was heisst «Momentum» für dich? Im Momentum zu leben, im Jetzt zu sein und das mache ich zum Beispiel mega. Ich lebe im Jetzt, nicht im Morgen, nicht im Gestern. Und ich glaube, das Schönste ist im Momentum zu sein und zufrieden zu sein mit dem, was man gerade in diesem Moment macht.
- 1:40:06Das ist das, was ich versuche zu leben. Immer glücklich sein, auch dankbar sein für das, was wir haben. Wir haben mega viel in der Schweiz. Wir haben eigentlich alles, was wir brauchen. Uns geht es so gut. Und auch dankbar sein für das. Und alles andere ist nicht so wichtig.
- 1:40:22Absolut. Hey, mich hat es mega, mega fest gefreut. Bevor ich zum Abschluss komme, hast du deine Kamera, wenn du etwas in die Kamera sagen möchtest für alle JungunternehmerInnen, für egal wer, ich schätze, nicht.
- 1:40:38Für alle jungen Unternehmerinnen, wenn du eine Idee hast und der Bauch sagt ja und der Kopf auch noch etwas und du hast etwas einzigartiges, was es noch nicht gibt, dann mach es einfach. Dann mach es, geh. Du kannst nichts passieren. Und für alle, die jetzt einen prickelnden und heissen Sommer als Single oder in einer Beziehung vor sich haben, denkt an Schutz. Ihr seid sicher und frei mit Kandom. Und am besten macht es mit viel Gut.
- 1:41:07Am besten machen wir das mit Pilgrudian. Herrlich. Danke vielmals für das. Sehr gerne. Ich möchte mich an dieser Stelle bei dir ganz herzlich bedanken, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich finde, die Zeit ist so wertvoll, wie wir sie haben. Das ist so. Und dass du dich bereit erklärt hast, mit mir eine Dreiviertelstunde hinzusitzen über dein Leben.
- 1:41:25erzählen über deinen Weg in die Selbstständigkeit, über Ups und Downs, über Social Media, über einfach alles, was du erzählt hast, bin ich dir sehr, sehr fest dankbar. Ich schätze das wirklich sehr fest und darum wünsche ich dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg. Ich wünsche dir sehr viel Zeit.
- 1:41:43Eine Zeit, in der du mit deinen Liebsten verbringen kannst, in der du tolle Sachen erleben kannst, Erinnerungen schaffen kannst, in der du irgendwann mal alt und schrumpelig bist, kannst du zurücksehen und ein schönes Gefühl dabei empfinden kannst. Das ist das, was ich dir wünsche. Toi, toi, toi auf dem weiteren Weg.
- 1:41:57Danke viel, vielmals und auch dir. Alles Gute mit dem megatollen Podcast, den du hier hast. Danke. Der Danke geht auch natürlich an dich raus. Danke, dass du wieder da warst bei «Momentum», deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Du weisst, wie das Game funktioniert. Da hat es ein paar Knöpfchen. Einer heisst «Abonnieren». Wenn du den Knopf drückst, verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft.
- 1:42:19Dann gibt es noch mal einen neuen, einen anderen Knopf, und zwar die kleine Glocke. Wenn du die Glocke drückst, dann wirst du sogar benachrichtigt, wenn ein neuer Podcast wie der von Martina rauskommt. Darum, klick das am besten an, lass doch gerade noch einen Like und einen kleinen Kommentar da, würde mich sehr fest freuen. Alles Gute und bis zum nächsten Mal bei Momentum. Tschüss.