Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Vom Corporate-Burnout zum glücklichsten Mann der Welt – Stefan im Talk
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Mein Name ist Kevin Kellermatze und mein heutiger Gast ist Stefan. Stefan ist ein Coach, aber vor allem ist er ein Mensch mit einem unglaublichen Wissensrucksack, mit einem unglaublichen Mindset, mit einem Durchhaltevermögen und mit sehr viel intrinsischer Inspiration. Radikale Akzeptanz ist etwas, was er gelernt hat und was er jeden Tag umsetzt.
- 0:29Und vielleicht habt ihr schon mal gehört, was ein Marathon des Sables ist. Aber es ist einer der härtesten Marathons, die es überhaupt gibt. Es sind 270 Kilometer in der Wüste in sieben Tagen. Unglaubliche Leistungen. In diesem Podcast reden wir über ganz viele verschiedene Themen, wie seine Ehe zu seiner Frau, die seit über 25 Jahren hebbend und wundervoll ist. Wie er über seine Frau redet, ist einfach fantastisch und sehr, sehr schön.
- 0:56Wir reden über seine geschäftlichen, aber auch privaten Erfolge. Aber wir reden auch über misslungene Sachen. Sachen, die er nicht so gut kann. Und wie er gelernt hat, mit denen umzugehen. Dieser Podcast ist hochspannend. Zwei Stunden intensiv. Wir haben gelacht. Es war emotional.
- 1:19Und vor allem ist es aber eins, inspirierend. An dieser Stelle möchte ich dir gar nicht mehr zu viel verraten, was da alles noch passiert ist und einfach sagen, Intro ab. Menschen verändern sich aus zwei Gründen im Leben.
- 1:35Der erste Grund ist Begeisterung. Ja. Passiert relativ selten. Und was hast du das Gefühl, was könnte der zweite Grund sein? Schmerz. Schmerz. Das sind die zwei Aspekte, die zur Veränderung führen. Und sonst nichts. Ein Konzept, das mich extrem begleitet, ist das Konzept der radikalen Akzeptanz.
- 1:57Früher sagte ich Akzeptanz, heute sage ich radikale Akzeptanz. Ich liebe die Chancy, wirklich. Sie haben mein Leben verändert, vor etwa 4-5 Jahren. Ich liebe es, mit ihnen zusammen zu sein. Ich finde sie absolut grossartig. Aber manchmal denke ich,
- 2:14Sie lesen etwas weniger und umsetzen etwas mehr. Die Begegnung mit Peter Bolliger hat mein Leben verändert. Ich mache heute Dinge, die ohne diese Begegnungen nie passieren. Nie! Ich übertreibe mich. Ich will hier etwas triggern. Wenn jemand sagt, wie blöd man sein muss, dass man für diese kleinen Negerchen 100 km um den Zürichsee läuft,
- 2:41Dann ist doch meine erste Reaktion, was bist du für ein Trottel? Einverstanden? Ist er nicht? Er hat einfach andere Lebensmotive als ich. An dieser Stelle herzlich willkommen, Stefan, zu diesem heutigen Podcast. Es hat mich so gefreut, dass du zugesagt hast. Danke vielmals, dass ich hier sein darf. Ich habe mich wirklich sehr über die Einladung gefreut, die Messe zu kommen. Mega lässig. Zu meiner ersten und wichtigsten Frage, bevor wir überhaupt reintauchen.
- 3:11Wie geht es dir? Ich habe aktuell, und ich darf das seit ein paar Wochen nicht sagen, ich habe die «Time of my life». Es könnte mir nicht besser gehen. Und das ist wirklich nicht nur blöd hergeredet. Und dass ich in meinem Alter das so sagen darf, finde ich absolut grossartig. Es könnte mir wirklich nicht besser gehen. Grandios. Was macht es aus?
- 3:40Es sind ganz viele verschiedene Sachen, die es ausmachen. Ich habe mich vor vier Jahren selbstständig gemacht und habe mich damals entschieden, dass ich viel mehr Wert darauf legen möchte, dass die Sachen, die ich mache, mich erfüllen, mir Spass machen. Und dass es für mich nicht mehr das Zentrale ist. Du hast auch einen Hintergrund in einer grossen Corporate. Ich habe auch in ganz vielen grossen Corporates gearbeitet.
- 4:07Und dass nicht mehr der Aspekt des Geldes der primäre Treiber ist, sondern dass es Spass machen muss. Und dass es auf der einen Seite Sinn machen muss. Und auf der anderen Seite... Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, dass mein allerwichtigster Wert im Leben Gesundheit ist.
- 4:29Alles, was ich mache, muss auf den Wert Gesundheit einzahlen. Dort habe ich das Gefühl, dass ich wirklich absolut top unterwegs bin. Dazu gehört, dass ich seit 25 Jahren mit Goro geheiratet bin. Wir haben zwei Kinder. Wenn man 25 Jahre zusammen ist,
- 4:50ist es sehr wahrscheinlich keine Selbstverständlichkeit, dass man die anderen Personen immer noch vorbehaltslos gut findet. Und das ist wirklich so. Vielleicht kommen wir noch darauf zu sprechen. Als ich am Marathon Disabler war, war ich neun Tage offline.
- 5:06Und eine der herausragenden Erkenntnisse war, dass ich meine Frau total vermisst habe. Und das irgendwie nach 25 Jahren zu sagen, finde ich schon noch eine coole Erkenntnis. Wir kommen ganz sicher auf das zurück, weil ich glaube, das ist ein Milestone, das nicht sehr viele erreichen.
- 5:31Ich sage jetzt mal, das Plateau von Glückheit empfinden zu können, vor allem auch mit seiner Partnerin nach so langer Zeit. Darum für mich auch ein sehr spannendes Thema. Darauf gehen wir nachher sicher sehr gerne ein. Ich bereite mir immer eine Frage für meine Gäste vor. Eigentlich meine Startfrage.
- 5:47Und ich habe natürlich gesehen, du bist auch mindsettechnisch und Gesundheit und Marathon. Du musst nicht nur körperlich, aber vor allem auch mental topfit sein, um auf dem Level, an dem du performst, zu performen. Und eine Frage, die ich mir für dich vorbereitet habe, ist, wann hast du das letzte Mal dich gefragt, ob du glücklich bist und darauf keine Antwort gefunden hast?
- 6:12Den ersten Teil der Frage finde ich recht einfach. Und den zweiten Teil muss ich jetzt tatsächlich ein bisschen nachdenken. Nachdenken hilft im Fall extrem. Das ist etwas, was ich auch immer Coachs sagen muss. Ich glaube, ich habe die Antwort.
- 6:35In meiner letzten Anstellung, die ich hatte, war ich extrem gut bezahlt. Und es war so, dass ich eine solche Vereinbarung hatte, das kennst du aus den grossen Corporates, nach einer gewissen Zeit, wenn alles gut läuft, dann gibt es nochmals einen schönen Batzen. Ohne, dass ich jetzt den Betrag sage, aber das wäre eher ein substanzieller Batzen gewesen. Und ich hätte es nochmals ein Jahr aushalten müssen.
- 7:04Und aushalten bedeutet meistens, dass man nicht sehr glücklich ist. Einverstanden, oder? Total, ja. Und dann habe ich mich wirklich gefragt. Ich habe gemerkt, ich bin nicht glücklich. Und dann habe ich diese Entscheidung wirklich ein paar Monate vor mich hergeschoben.
- 7:25Bis ich dann entschieden habe, dass ich diesen Zustand beenden und verlasse. Weil ich einfach gemerkt habe, es hätte mir mental so extrem nicht gut getan. Und obwohl ich ja in diesem Bereich unter anderem beruflich tätig bin,
- 7:44habe ich dann selber wirklich angefangen zu strugglen. Richtig angefangen zu strugglen. Das sind dann andere Aspekte, die reingespielt haben. Und dann habe ich mich entschieden, ich muss da raus. Und ich muss mich jetzt um mich selber und um meine Gesundheit kümmern, damit ich wieder glücklich werden kann. Und wenn ich das jetzt im Nachhinein anschaue, dann ist das wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben je getroffen habe. Weil sonst wäre ich heute nicht so glücklich, wie ich bin.
- 8:15Was waren denn das für Faktoren, die dich in diesem Zustand nicht glücklich lassen haben fühlen? Hast du dich gefangen gefühlt? Ja. Oder etwas, das ich immer wieder feststelle ist, wenn Menschen im beruflichen Kontext nicht glücklich sind, haben sie meistens eine Tendenz,
- 8:38mit dem Finger auf die Firma zeigen und sagen, die Firma ist schuld, dass ich nicht glücklich bin. Ja. Das stimmt nicht. Das stimmt nicht. Das stimmt einfach nicht. Wir können die Verantwortung für unser Glück...
- 8:54und für unsere Gesundheit nicht outsourced. Ja. Die Verantwortung ist bei uns. Und wenn ich Leute bei mir im Coaching habe, die mir sagen, die scheisse Firma und der blöde Chef und meine Frau daheim und meine Kids, dann sage ich ihnen vor allem in einem beruflichen Kontext, wenn sie sich zu lange darüber beschweren, was alles nicht gut ist,
- 9:19Ich schaue, ob du angekettet bist oder ob du einen Entscheid treffen kannst, etwas an dieser Situation zu verändern. Oder weil sich ständig nur immer beklagen,
- 9:35was alles schlecht ist, aber nichts dafür zu tun, dass sich an der Situation etwas ändert, ist eine Entscheidung. Und ich sage den Leuten immer, ich bin ein riesen grosser Fan, Stephen Covey, Circle of Concern. Kennst du, oder? Mit dem innersten Kreis, wo du selber in den Spiegel schaust und dich fragst, was hat es mit mir zu tun? Mittlerer Kreis, was kann ich beeinflussen? Und äusserster Kreis, die Sachen, die ich nicht beeinflussen kann. Und diese Leute...
- 10:03die sich immer im äussersten Kreis bewegen. Achtung, Triggeralarm, Herzwort, Opfer. Das sind Opfer im Leben, die einfach in dem Sinn keine Verantwortung für ihr eigenes Handeln nehmen. Und darum, weisst du, als ich dort so unglücklich war, das lag nicht an dieser Firma ab.
- 10:24Aber ich war so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass ich in diesem Moment wirklich mit meinem Sohn, der jetzt 24 wird und wirklich alles wunderbar macht im Leben, aber es ist eine Zeit lang am Teufel ab dem Karren runtergefallen. Und das hat mir nicht geholfen in Kombination mit Sachen, die mir in meinem Leben passiert sind, die 53 Jahre her sind.
- 10:53hat das dazu geführt, dass ich noch etwa 70-80% meiner Energie hatte. Und dieser Job, den ich hatte, ich war hoch bezahlt, aber der hat extrem viel Energie von mir verlangt. Und nicht nur 100, sondern 120%.
- 11:10Unter normalen Umständen bin ich in der Lage, um 120% zu leisten. Dort war einfach der Gap zu gross. Das war aber nicht das Problem des Unternehmens, sondern nur mein eigenes Problem. Das zu erkennen, im innersten Kreis herzuschauen, was hat es mit mir zu tun, was kann ich machen, damit sich an dieser Situation etwas ändert.
- 11:31Das braucht natürlich schon auch Mut, um das dann zu machen. Ich wusste, ob das gut kommt. Ich bin in einer Selbstständigkeit. Ich wusste nicht, es gibt viele Leute, die etwas Ähnliches machen, wie ich. Aber im Nachhinein war es die beste Entscheidung. Seit langer Zeit wollte ich das eigentlich machen. Wenn ich heute das Rad zurückdrehen könnte, wäre es viel früher, indem sie den Schritt machen und mutig sind. Was hast du für Fühlen? Meistens machen sie sich
- 12:01nicht dazu entscheiden, eine Veränderung zu machen? Wieso bleibt es dort gefangen und bleibt, wie du sagst, das Opfer im äussersten Kreis? Mhm. Weisst du, wir alle erzählen die ganze Zeit immer, wir wollen die Veränderung. Tja.
- 12:17Aber Veränderung bedeutet, ich muss mich auch verändern. Und ich behaupte, das Einzige, was wir im Prinzip im Leben wollen, zu grössten Teilen, und ich rede vom Durchschnitt, ich rede nicht von den Top oder Bottom 10%, das Einzige, was wir im Leben wollen, ist Konstanz. Weil wohl alle von Veränderung sprechen. Es sprechen alle von Veränderung, aber das Problem ist,
- 12:41Was bedeutet echte Veränderung, Kevin? Es tut weh. Ja, schmerzhaft. Echte Veränderung tut weh und ist schmerzhaft. Du hast mir vorhin erzählt, wie du gegründet hast. Und ein paar Tage später war der erste Lockdown. Scheisse. Aber wahrscheinlich ist der Prozess, den du da durchgegangen bist, den du nicht gewusst hast, dass er kommt, wahrscheinlich ursächlich für deinen heutigen Erfolg, weil du daraus etwas rausgezogen hast für dich und etwas gelernt hast.
- 13:10wahrscheinlich hat dein Businessplan ein bisschen anders ausgesehen. Du hast dein Verhalten verändern müssen. Aber du hattest wirklich keine Wahl. Und Menschen verändern sich aus zwei Gründen im Leben. Der erste Grund ist,
- 13:28Begeisterung passiert relativ selten. Und was hast du das Gefühl, was könnte der zweite Grund sein? Schmerz. Schmerz. Das sind die zwei Aspekte, die zur Veränderung führen und sonst nichts. Hey, nochmal, ich bin deutlich älter als du. Zwei, drei Jahre. Zwei, drei Jahre. Und entsprechend bin ich in meinem Umfeld wahrscheinlich mehr wie du damit konfrontiert, dass Menschen anfangen zu sterben oder krank werden.
- 13:56Zum Teil sehe ich Leute, die ich denke, was habt ihr für einen Lebenswandel? Und wie lange lasst ihr das noch zu? Und plötzlich haben sie einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, und plötzlich...
- 14:11können sie ihr Leben von 0 auf 100 komplett verändern. Schmerz. Sie müssen. Weil ihnen der Doktor sagt, wenn du so weitermachst, wie du bis jetzt unterwegs bist, dann lebst du vielleicht noch 2 oder 3 Jahre und plötzlich geht es. Aber wieso geht das so lange? Weil wir dumm sind.
- 14:29Es tut mir leid. Wir sind einfach dumm. Wir sind dumm und bequem. Und wir funktionieren im Autopilot. Und wenn du das mit dem Autopilot nicht glaubst, ich mache jedes Mal, wenn ich in Zürich am Habe bin und Richtung Europa-Allee rauslaufe, mache ich jedes Mal wieder den Test und stehe zwei Minuten hin, wo die Rolltreppe ist. Und was ich dort jedes Mal wieder sehe...
- 14:58wie Menschen einfach komplett im Autopilot auf die Rolltreppen hochstehen, anstatt dass sie in dem Sinn Treppen nehmen, die nebenan sind. Das sind aber die gleichen Menschen, die mir im Coaching erzählen, sie hätten keine Zeit zum Sport machen und sich bewegen. Aber sie denken gar nicht darüber nach, um die Steine zu nehmen, sondern sie gehen automatisch auf die Rolltreppe. Dann denke ich, Himmelarsch. Oder so.
- 15:28Autopilotbequemlichkeit. Oder? Und wir leben auch in einer Gesellschaft von Instant Gratification. Du willst etwas und du bekommst es sofort über. Oder? So diese Abnehm-Spritzen, Osempic und so. Ey, das geht nicht in meinen Kopf rein.
- 15:47Das geht nicht in meinen Kopf, wie man das machen kann, wenn man nicht, ich verstehe es, wenn man in diesem Sinne diagnostiziert ist mit Adipositas oder so, aber einfach so aus Bequemlichkeit für 15 Kilo, damit man gleich weiter essen kann wie bis jetzt, damit man ja nichts verändern muss.
- 16:11Aber man weiss ja, dass es in diesem Sinn auch andere gesundheitliche Konsequenzen noch nebenwirkend hat. Da fehlt mir total das Verständnis. Ich bin oft in dieser Fitness-Bubble unterwegs und da sehe ich viele Leute wie Osempic, Vigovi und Retta. Ich habe einen Gesundheitsberater, der ist mega bewandert auf diesem Gebiet. Ich vertraue ihm hundert- und tausendprozentig.
- 16:39Darum sehe ich auch viel auf meinem Feed, was alles passiert. Oftmals, was jetzt passiert ist, Leute mit Adipose Stress, also sehr schwer übergewichtige Leute, die gesagt haben, sie hätten eine Dysfunktion und sie könnten abnehmen und Body Positivity, du musst dich so akzeptieren, wie du bist, dann bist du halt, sorry, fett.
- 16:59fettleibig. Und dann nach ein paar Monaten ihre 20-30 Kilo abgenommen haben und jetzt sagen, ja ich habe mich zusammengerissen und du weisst ganz genau, das ist einfach die Bequemlichkeit dieser Spritze. Jetzt geht es auf einmal. Weil du hast weniger Hunger, eine langsamere Verdauung,
- 17:19Und dann denkst du dir, es war einfach bequem, es ging schnell, aber war es das Richtige? Hast du daraus etwas gelernt? Wahrscheinlich nicht. Bist du aus deiner Komfortzone raus? Nein. Bist du nicht? Das ist keine Veränderung. Nein. Oder wenn es so ist, wie du es beschreibst, und ich sage das zu 100% auch so,
- 17:38dann kann es nicht nachhaltig sein. Ein Lieblingsstatement von Michi Weben, den du kennst, ein gemeinsamer Freund ist von uns. Konstanz schlägt immer Intensität.
- 17:53Simon Schinek hat auf YouTube ein Video, in dem er darüber spricht, dass man einen Tag ins Training geht, trainiert hart, dann schaut man in den Spiegel und sieht nichts. Am zweiten Tag sieht man auch noch nichts. Aber wenn man am ersten Tag ein Foto macht und nach drei Monaten wieder ein Foto macht, dann sieht man etwas. Aber so funktionieren wir nicht als Gesellschaft. Wir haben das Gefühl, es müsse alles immer so passieren.
- 18:22Wir trainieren ja im gleichen Gym, in dem Sinne im High Five. Wann war das? War das dieses Jahr oder das letzte? Ich weiss es nicht mehr. Am ersten Sonntag nach dem Neujahr bin ich immer um die gleiche Zeit, einen Nachmittag später, reingegangen. Man sieht ja meistens die gleichen Leute um die gleiche Zeit. Dann kamen meine Kinder und dachten...
- 18:44What the heck? Was ist heute passiert? Ich schwöre dir, nach zwei Wochen war wieder alles normal. Sie sind nicht mehr gekommen. Das sind dann die, die am Anfang kommen, die sagen, ich bin zwischen Weihnachten und Neujahr zu dick geworden. Dabei sind sie zwischen Neujahr und Weihnachten zu dick geworden.
- 19:06Und ich will das nicht... Nein, es ist ein Problem. Aber es ist einfach die Tatsache. Es ist einfach so. Und dann gehen die her, kaufen das Abo und sagen, okay, jetzt gehe ich fünfmal in der Woche trainieren. Dann gehen sie die erste Woche fünfmal, die zweite Woche dreimal, vielleicht gehen sie die dritte Woche noch zweimal und nachher gehen sie gar nicht mehr. Und darum trainieren du und ich noch relativ günstig dort. Weil es all diese gibt...
- 19:35die zahlen für etwas, das sie nicht nutzen. Absolut. Und nochmal, das ist übrigens auch immer eine lustige Diskussion zwischen mich und mir, weil
- 19:46Ich zeichne mich aus, dass ich sehr hartnäckig dranbleibe, wenn ich irgendwo Ziele habe im Leben. Man kann sagen, das ist meine Identität. Aber Teil meiner Identität ist es auch, dass ich extrem diszipliniert bin und nicht Ausreden zulasse. Ich lasse keine Ausreden zu. Und du bist immer nur so gut wie deine beste Ausrede im Leben. Das war schon immer so?
- 20:11Nein, hat sich sicher entwickelt. Als ich jung war, spielte ich damals im Fussball. Jetzt nicht auf wahnsinnig hohem Niveau. FC Dübendorf bis B-Junioren nach einem Firmenfussball. Wie wachst du denn dabei auf? Ich war in Dübendorf aufgewachsen. Und du bist 84er? 65er. Bist du 65er? Wieso meinst du? Vielleicht kennt schon mein Dad.
- 20:38Bruno Keller. Bruno Keller? Keller Hotelmaschine. Hä, sagt man jetzt gerade nicht. Hätt er nicht? Nein. Er war im Vorstand von Merz-Tübedorfer und EHC. Ah, ehrlich? Ja. Ja, auf Eishockey war er natürlich auch ganz gross in meiner Jugend. Ja, ja, ja. Also der Götti von meinem Sohn, von Nikola, der Pascal Speck, hat lange Jahre zu Tübedorfer ACB gespielt. Ich bin jedem Arzt von ACB natürlich zu Tübedorfer geschaut. Musst du mal fragen. Ja, also mir sagt jetzt der Name gar nichts. Nein, er ist vor zwölf Jahren schon mit meinem Vater. Aha. Aber ich zeige dir nachher das Foto vielleicht.
- 21:08Okay, ja wer weiss. Er ist 64, du 65. Und wo sind ihr dann aufgewachsen? Also Kinder habe ich verbracht im Gefängnis. Okay. Im Gefängnis sind wir aufgewachsen und eigentlich immer dort gewohnt bis Oberstufe-Zeiten. Okay, ich bin in der Felderstraße aufgewachsen.
- 21:31Äh... Die Schule aus Sonnenberg. Ah ja, ich bin in Sonnenberg in der Schule. Es ist so crazy. Also dann kenne ich deinen Vater ganz bestimmt. Ja, sicher. Wunderpro. Wunderprozentig. Aber selbst gescheutet habt ihr nie? Nein, nicht gescheutet. Eben, weil sonst würden wir uns ganz sicher kennen, weil du warst immer zwei Jahre zusammen, Junior. Ja. Nein, gescheutet habe ich nie. Ja.
- 21:53Lustig, ja. Wir gehen gleich nachher auf die Kamera rein. Also sorry, du warst beim Fussball, FC Dibbedorf. Genau. Früher, wenn man früher Fussball spielte, war man nicht der extrem gute Athlet. Irgendwann, ich hatte auch eine Zeit, in der ich fürchterlich viel Alkohol getrunken habe.
- 22:13Und wenn ich heute zurückdenke, bin ich per Definition Alkoholiker gewesen. Wenn du im Alter von 20 bis 25 zweimal in der Woche einen Vollrausch hast und dann am Freitagabend mit den Kollegen im Zellglinde überdorfst, bist du gejassen und am Schluss hat jeder zwölf Stangen gezahlt und du warst nicht einmal betrunken,
- 22:35dann hast du de facto, per Definition, ein Problem. Und dann habe ich dann auch gemerkt, ich bin nicht mehr so gut zu weh. Und dann habe ich mit 23, 24 die erste Triathlon gemacht und bin dann so ein bisschen in das reingekommen. Und dann wird es natürlich sehr schnell auch ein Mindset-Game. Und bei diesen...
- 22:57Extreme Sachen, die ich im Ausdauersport gemacht habe, sei es Triathlon, sei es Langstrecken schwimmen, sei es Marathon des Sables. Da ist Mindset mindestens 50 %.
- 23:13Und sehr viele Leute haben das Gefühl, man kommt entweder mental stark auf die Welt oder nicht. Bullshit. Das ist eine Fähigkeit, die kannst du daran trainieren. Und da habe ich jetzt speziell, als ich im April in der Wüste war,
- 23:30habe ich mich schon sehr mit dem Thema beschäftigt. Ich habe mir auch wirklich mal einen kurzen Moment überlegt, ob man einen Mentalcoach nehmen soll. Aber der grosse Vorteil, den ich hatte, ist, dass meine Trainerin, die ich habe, Delia Guggenheim, die du sicher auch kennst,
- 23:46die mit Abstand die grösste Inspiration ist. Sie war eine sensationelle Trainerin, ist sie immer noch, mit Trainingsprogramm und Mindset technisch. Man muss einfach nur bei ihr hinschauen und dann muss man keinen mehr haben, der dich begleitet. Man muss einfach nur vielleicht 30-40% von ihr übernehmen und dann kommt man gut durch die Wüste. Aber jetzt, dass man durch die Wüste kommt,
- 24:15Marathon des Sables, für die, die es nicht kennen, das sind 240, tu mich bitte... 270 sind es dieses Jahr gewesen. Das sind 270. Das sind normalerweise 250 und dieses Jahr waren es 270, weil es die 40th Edition war, also 40-jährige Ausdrucks. Dann haben sie gesagt, wir machen euch noch ein Geschenk. Und das Geschenk war, dass die lange Etappe nicht nur 80, sondern 100 Kilometer war. Ein schönes Geschenk. 40 bis 50 Prozent davon im Sand, im tiefen Sand.
- 24:42Mit 12-13 Kilo Startisch. Dann hast du ja dein ganzes Essen dabei. Auf der vierten Etappe hattest du noch von drei Tagen Essen nicht mehr dabei. Die ganzen Kalorien, die dabei waren. Wahrscheinlich noch 9 oder 10 Kilo. Bei gewissen Sachen hast du ja die ganze Zeit dabei.
- 25:03Was zum Beispiel? Schlafmatte, Schlafsack, Campingkocher, Belet, was du dabei hast. Also gut, kannst du ganz kurz in einer Natschelle erklären, Marathon des Sables, genau die 270 Kilometer, normalerweise 52. Und du bist dort in der Wüste und du rennst von wo bis wo und vor allem, wann schläfst du, wie schläfst du, wie ist die Vorbereitungszeit, wie...
- 25:32Wenn ich mir vorstelle, dass du in der Wüste bei plus 40 Grad am Säcklen bist. Also das ist wahrscheinlich Mindset-Game mehr als 50%. Wahrscheinlich. Ich kann es ja nicht ganz genau sagen, aber sehr wahrscheinlich schon. Was ein wichtiger Punkt zu verstehen ist, du sagst am Säcklen. Zum Teil bin ich gerannt, aber einen grösseren Teil bin ich einfach ambitioniert gelaufen.
- 25:57Im tiefen Sand mit so viel Gewicht auf dem Rücken können vielleicht Profisportler rennen. Ich kann es nicht. Du kannst es schon, aber du wirst irgendwann... Es kommt nicht lang. Absolut. Marathon des Sables ist ein Rennen, das über sieben Tage geht. Sechs Etappen zwischen 23 und 100 Kilometern.
- 26:22In the middle of nowhere. Also wenn du fragst, du bist von wo zu wo gerannt, keine Ahnung. Also es sind ja nicht Orte, wo du anläufst. Ich glaube, wir sind am Anfang irgendwo in der Nähe vom Ersougas gestartet und irgendwo in der Nähe vom Ersougas immer wieder angekommen. Aber wo wir ganz genau gewesen sind, ehrlich gesagt, ich weiss es wirklich nicht. Eben speziell ist,
- 26:48Du trägst dein ganzes Gewicht mit. Am Anfang Gewicht 12 bis 13 Kilo, alles in allem. Es wird dann immer leichter, logischerweise. Aber auf der Longstage von 100 Kilometern, vierter Etappe, wo 23,5 Stunden gegangen sind, warst du wahrscheinlich noch 9, 10 Kilo auf dem Rücken. Aber jetzt kommt es.
- 27:15Das Laufen war gar nicht das Stressigste vom ganzen Marathonsessamen, sondern das ganze Drumherum. Oder weil das Einzige, was sie dir geben als Veranstalter, jedes Mal, wenn du nach einer Etappe reinkommst, kommst du fünf Liter Wasser rüber.
- 27:32Und diese 5 Liter Wasser, die müsst ihr bis am nächsten Morgen langen, so dass du noch deine zwei Flaschen füllen kannst mit 1,5 Liter, damit du mit diesen 1,5 Litern wieder zum ersten Checkpoint kommst, wo sie dir wieder Wasser geben. Das ist schon eine Menge Wasser. Es reicht schon. Die einen haben mit dem noch ihr Liebling gewaschen und ihre Hose gewaschen. Und das ist eben ein weiteres Problem. Du kommst dort in die Wüste, du bist acht Nächte dort in der Wüste und hast keine Körperhygiene.
- 28:03Und du musst ja am Morgen, oder? Oder vielleicht das Sinnbild, ich nehme es schnell. Lange Etappe, 100 Kilometer, Tag 4. Es hiess, am Morgen am 5. starte ich. Dann stehst du am Morgen um 3 auf und dann geht der Stress los. Weil es ist natürlich noch total finster. Dann machst du deine Stirnlampe an und suchst in deinem Rucksack,
- 28:27Der Löffel, der dieses Morgen ist. Ich hatte immer den gleichen zum Morgen. Das war Overnight Porridge mit karamellisierten Bananen. Das habe ich am Vorabend schon Wasser reingegeben, damit, wenn ich aufstehe, ich nur noch das Zeug nehmen muss. Oder ich bin aufgestanden und habe sofort gegessen, wenn ich meinen Löffel gefunden habe.
- 28:50damit ich danach nicht anstehen musste, um auf die Toilette zu gehen. Weil du musst auf die Toilette gehen, oder ich muss auf die Toilette gehen, damit ich nachher einigermassen gut rennen kann. Und du willst nicht mitten in der Wüste irgendwo herstehen und dich dort... Du weisst, was ich meine. Während 8 Tagen hast du einen Plastikrahmen, da machst du den Spanischen einen Plastiksack drüber,
- 29:20Machst du dort rein. Und ich habe, weil ich im Oktober schon am kurzen M-Desk war, bin ich vorbereitet, habe ich meine Mitbewohner im Zelt. Acht Leute im Zelt. Privacy, die hast du für dein Matterie so viel. Links und rechts so viel.
- 29:35Das ist deine Privacy, die du hast. Dann habe ich meinen Mitbewohnern gesagt, bevor sie auf die Toilette gehen und gross machen, gehen sie erst brunzeln, sonst wird es etwas schwer. Das sind Techniken und Tricks, die man am Anfang nicht weiss, aber die noch hilfreich sind. Du stehst am Morgen um drei Uhr auf, Lampe, Essen, auf die Toilette gehen,
- 30:03Dann zurückgehen, die Zähne putzen. Alles total improvisiert. Die Zähne putzen mit den 5 Liter Wasser, das du logischerweise bekommst. Null Körperhygiene. Null. Also nach 3 Tagen hättest du mein Laufleib in die Ecke stellen können und es wäre hier geblieben, weil es so salzig war. Lustigerweise stinkst du aber nicht. Wenn ich eineinhalb Stunden
- 30:27Im Gym, hart trainieren, stinke ich mehr als nach 8 Tagen in der Wüste, weil es so eine feuchte Hitze ist. Oder in diesem Sinn. Oder? Gut. Nachher...
- 30:40musst du wieder alles zusammenpacken. Du lässt die Luft raus aus deinem Mähtchen, rollst deinen Schlafsack zusammen, packst alles in deinen Rucksack. Du schläfst allein? Oder es sind... Nein, es sind acht Leute im Zelt. Es sind so Beduinen-Zelte, die offen sind. Acht Leute.
- 30:59Ich erzähle dir nachher noch, was die allerstressigsten Momente für mich waren. Du bist mit sieben anderen Leuten im Zelt, aber es ist eigentlich mega cool, weil du dieses Community-Erlebnis hast. Ich ging am Marathon des Sables und vor zehn Jahren sagte ich, ich mache keine Wettkämpfe mehr.
- 31:21Und dann Leute, ich weiss nicht, ob du das kennst, aber wenn du irgendwann mal etwas sagst und Leute dich dabei erwischen, dass du dich nicht daran hältst, dann haben sie ja Freude. Dann haben mir Leute gesagt, ja, aber vor zehn Jahren hast du gesagt, du machst keinen Wettkampf mehr. Ich habe gesagt, das ist für mich kein Wettkampf, das ist ein Abenteuer.
- 31:39Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Wettkampf und Abenteuer. Wettkampf bedeutet, ich gehe irgendwo her und will möglichst schnell sein. Und ein Abenteuer ist Eindrücke sammeln. Und die Eindrücke, die ich in der Würstung gesammelt habe, kannst du mit Geld nicht zahlen. Ich habe wirklich sehr viel Geld gezahlt, um absoluten Discount zu haben. Du zahlst viel Geld, wenn du das Low Budget machst, 7'000 bis 8'000 Franken Low Budget, um keinen Komfort zu haben.
- 32:08Allein Startgeld war 4'500 Franken oder Euro. Und ich verstehe das. Hey, nein. Da ist eine riesige Logistik dahinter. Und ich würde nie sagen, dass das zu viel ist. Nie. Jeder Franken wäre es gewesen. Wirklich jeder Franken wäre es gewesen. Aber weisst du, auch das ist etwas. Dankbar sein dafür, dass man sich das leisten kann. Und dass man es auch körperlich kann. Das ist übrigens Teil des Glücklichseins. Dankbarkeit hat ursächlich etwas damit zu tun.
- 32:36ob man im Leben glücklich ist. Das hat ursächlich damit zu tun, dass man sich nicht mit anderen vergleicht, sondern mit dem, was man selbst hat. Gut. Also, jetzt musst du dir vorstellen, jetzt habe ich das Rucksäckchen an, und dann musstest du eine halbe Stunde vorher im Startgelände sein für das Briefing. Danach ging es los.
- 32:55Und ähm... Am 5. hat es geschossen. Und... Dann... ...liefen die 100 km. Und logisch, 100 km sind wirklich stressig. Die ersten 70 km waren okay, dann war ich total durch. Man glaubt... Ich bin ja... Hast du das mitbekommen, dass ich meinen absoluten Fanboy hatte? Marathon des Sables.
- 33:21Ich habe ganz viele Bilder im Kopf, das bin ich mir gar nicht sicher. Bist du ein bisschen im Fussball interessiert? Ja, ein bisschen. Seid dir der Name André Schürrle etwas? Nein. Okay. André Schürrle, Fussball-Weltmeister 2014 mit Deutschland, der im entscheidenden Final gegen Argentinien den Pass auf Mario Götze gespielt hat, der das Goal gemacht hat. Deutschland ist Fussball-Weltmeister.
- 33:48Ich wusste, weil ich im Oktober einen kennengelernt habe, der André Schürrle, der im April auch am Marathon des Sables mitmacht,
- 33:58Wir machen eine vierteilige Doku über sein Leben. Marathon des Sables ist wie der Rob Vater der Doku. Wir kamen in der Wüste an. Ich sagte zu Tim Huggy, einem jungen Schweizer, wir waren zusammen im Zelt, wie crazy wäre das, wenn der Jürli bei uns im Zelt wäre. Er sagte, das könne nicht sein. 1'500 Leute, 8 Zelt, mathematische Wahrscheinlichkeit, 0,5 %.
- 34:24Viertelstunde später kommt einer und sagt «Hallo, mein Name ist Andre, ich bin mit euch im Zelt.» Und ich, 60, hatte meinen absoluten Fanboy-Moment. Der Huggy, wir haben uns angeschaut, nachher sind der Peter und der Lucky gekommen. Beide Fußballfans, die laufen von uns zugesetzt und Andre ist irgendwie so «Hallo».
- 34:51Uns allen ist fast das Gesicht nicht gelassen. Dann habe ich wirklich...
- 34:55Auf den ersten drei Etappen war ich immer der Erste, der Zwei und der Dritte. Der Schürrli ist aber 35, er ist noch ein paar Jahre jünger. Nach den ersten drei Etappen sage ich zu ihm, dass wir super gut zusammenpassen auf der vierten Etappe. Lass uns zusammen loslaufen. Wenn einer von uns viel schneller ist als der andere, geht er. Aber ab Kilometer 70 bleiben wir zusammen. Das versprechen wir uns. Das war in meinem Vorschlag. Er sagte, guter Plan.
- 35:22Wir liefen los und haben wirklich nie auf dem 100. gerannt, weil ich sagte, es geht nur ums Überleben. Die ersten 70 Kilometer gingen recht gut, etwa 12 Stunden. Dann sind wir miteinander, wie wenn uns das Bein nach 70 Kilometern gesteckt hat. Für die letzten 30 Kilometer brauchten wir noch einmal 11,5 Stunden.
- 35:47Also wir haben für 70 km 12 und für die letzten 30 11. Weisst du, das ist der Grund, wieso, wenn jemand sagt, 80 auf 100 km sind dann nur 20 km mehr. Aber Treffert ist natürlich viel mehr. Aber du bist 23 Stunden. 23,5 Stunden sind am Morgen um halb fünf eingelaufen. Die letzten sind nach 40 Stunden eingelaufen.
- 36:11Und haben am nächsten Morgen, die sind um 9 Uhr reingekommen, und haben am nächsten Morgen um 6 Uhr wieder auf den Marathon. Wir sind auf dem Marathon. Mit 700 Höhenmetern. Es ist schon... Es ist schon nochmal...
- 36:25Ich denke ja nur schon, ein Marathon ist ja schon eine Meisterleistung. Ja, aber einen Marathon machst du auf gutem Untergrund, ohne Gewicht auf dem Rücken, hast eine Verpflegungsbürste, nimmst deine Schäle und so. Und sie kümmern sich um dich. Du hast am Morgen gut geschlafen, gehst abends wieder nach Hause, gehst in den Mekka essen. Und du hast gestern keinen Marathon gehabt, vorgestern hast du auch keinen gehabt.
- 36:48Und darum, und da möchte ich dir eben noch schnell aufzeigen, warum das so stressig war. Dann sind wir am Morgen um halb fünf reingekommen. Dann waren Peter und Luki noch da, ein paar Vöterchen machten ein Video. Ich habe Peter gesagt, Peter, ich möchte, dass du mit mir auch mitkommst, mit Luki, und ich möchte, dass ihr für mich einen Film macht.
- 37:07Ich wollte immer ein Buch über mein Leben schreiben, war immer irgendwie zu voll. Und dann dachte ich mir, und dann sagte ich Peter, mach einen Film über mein Leben. Eigentlich ähnlich wie «Der Schürrle», ohne dass ich es gewusst hätte, wo «The Marathon Disable» irgendwie Teil davon ist. Hast du Lust, das zu machen? Dann haben wir diskutiert und so.
- 37:27Und dann hat er irgendwann gefunden, es ist gut, komm, es ist geil, das machen wir. Und ich habe mich entschieden, dass ich diesen Film vorher nicht sehen möchte. Man wäre da irgendwo, wahrscheinlich in Tübingen, im Kino Orion, irgendwo, keine Ahnung, müssen wir noch schauen, weil es ist 15 Tage Post-Production, jetzt ist er ein Monat unterwegs in den USA. Gestern ist er angekommen. Gestern ist er angekommen, genau.
- 37:48Ähm, wahrscheinlich irgendwann im Oktober werden wir den aufführen und ich habe gesagt, ich will den Film vorher nicht sehen. Ich vertraue dir so fest, dass ich weiss, das wird verdammt cool sein. Und wenn ich dort im Kino sitze und den Film vorher schon gesehen hätte,
- 38:04dann wäre es nicht das gleiche Erlebnis. Und er, ich kenne niemanden, der bessere Geschichten erzählt wie er. Nein, Peter ist ein Toliteller. Ich weiss genau, er wird das einfach sensationell machen. Gut, anyway, dann waren sie da und dann war ich irgendwie wahrscheinlich halb sechs im Zelt. Und dann solltest du eigentlich noch einen Bouillon nehmen, um den Salzverlust auszugleichen. Das bedeutet aber, dass du deinen Campingkocher rausnehmen müsstest, dass du Feuer machen müsstest, Wasser warm machen müsstest.
- 38:31Ich hatte keinen Bock. Eigentlich hattest du Hunger, aber dann musstest du auch wieder genau das Gleiche. Du musstest dein Essen zubereiten. Dann habe ich einfach noch einen Recovery-Shake genommen. So mit einem sind sie etwas ausgeglichen. Dann bin ich ins Bett, etwa um 6 Uhr. Dann habe ich etwa bis 8 Uhr geschlafen. Dann ist wieder der Tag hell. Alle stehen auf, die Leute kommen noch ins Zelt, wo sie ankommen. Dann habe ich den Tag durch noch 2x eine halbe Stunde geneppt. Also hatte ich eine Freinacht.
- 38:59Dann habe ich drei Stunden geschlafen total und jetzt kommt es. Wir waren um 18 Uhr im Zelt und ich bin neben einer deutschen Frau gelegen, das war total nett. Die hat so geschnarchelt, das kannst du dir nicht vorstellen. Und ich hatte Euro-Packs dabei. Ich habe in der Nacht nach dem 100er keine Sekunde geschlafen. Nachdem ich Freinacht hatte, nach drei Stunden Schlafen und dann wieder Freinacht.
- 39:30Und du weisst, am nächsten Morgen musst du auf dem Marathon 42 Kilometer, 600 Höhenmeter, etwa. 600, 700 Höhenmeter. Und jetzt musst du eine Entscheidung treffen.
- 39:46Und ein Konzept, das mich extrem begleitet, ist das Konzept der radikalen Akzeptanz. Früher habe ich gesagt Akzeptanz und heute sage ich radikale Akzeptanz. Das bedeutet, dass ich Situationen nur noch beschreibe und nicht bewerte.
- 40:04Okay, Manuela neben mir schnarcht so laut, dass ich nicht schlafen kann. Es ist jetzt halt so. Ich schaue, dass ich meine Beine gut erholen kann, dass ich am nächsten Tag wieder eine gute Performance bringen kann. Und ich entscheide mich jetzt, dass dieser Marathon am nächsten Tag meine beste Performance wird vom ganzen Marathon des Abends. Weisst du, was passiert ist? So war es. So war es. Nochmal, das war wirklich eine harte Etappe.
- 40:35Und ich bin am Morgen aufgestanden und dachte, meine Beine sind so geil. Ich habe so gute Beine. Weisst du, das ist eben auch etwas, was man verstehen muss. Wenn du 100 Kilometer läufst, aber nicht joggst, dann ist deine Joggingmuskulatur wieder erholt. Also ich bin aufgestanden und habe gemerkt, alles gut.
- 40:57Und dann bin ich in diesem Marathon. Oder Leute, die im Marathon laufen, die können das schon einigermassen einschätzen. Wenn du dann einen Marathon und eine Hechtstunde läufst, unter diesen Bedingungen in der Wüste, das ist sensationell.
- 41:12Ich kam in einen Flow, das war absolut unfassbar. Ich war sogar dort, wo es Sand war, zu allen grössten Teilen gerannt. Irgendwie war es schon im Kopf, du hast die vierte Etappe überstanden, 200 von 270 Kilometern sind vorbei.
- 41:29Jetzt schaffst du es sowieso. Und mit diesem Mindset, und dass sie einfach sagten, heute wird der beste Tag von meinem ganzen Marathon des Sablen. Der Rucksack war leichter, etwas abgerissen. Das kannst du nicht erklären, warum das möglich sein soll. Das passiert alles nur im Kopf.
- 41:50Und ich sage den Leuten immer... Ist es überhaupt abgesteckt? Wie? Ist es abgesteckt? Es ist sensationell markiert. Also du hast alle 100 Meter... Also weisst du, es sind auch 1500 Leute. Du bist nie allein. Und weisst du, ich bin so... Wahrscheinlich knapp so im... Vorderen, Hälfte, vorderen Drittel bin ich gelaufen. Also du hast immer Leute vor oder nach dir gehabt. Und den ganzen 100 Treppen bin ich mit dem Schürrle gelaufen. Da sind wir sowieso...
- 42:19Ich war nie alleine unterwegs. Was ich einfach noch sagen möchte, jeden Morgen, wenn du aufstehst und ich aufstehe, treffen wir eine Entscheidung. Und die Entscheidung ist, gibt es heute einen guten Tag oder gibt es heute einen schlechten Tag. Sorry, hier. Ja genau, ich habe es vorher gesehen. Es ist einfach so. Jeden Morgen treffen wir diese Entscheidung für uns selbst.
- 42:45Und wenn ich mit dem Finger auf andere zeige und sage, wegen dem und den Umständen gibt es einen beschissenen Tag. Hey, die Manuela hat mich jeden Morgen gefragt, war heute Nacht besser mit Schnarchen? Weisst du, ich habe sie an mich gestopft und so, habe gepfiffen, all die Tricks, die es gibt, wo man das Gefühl hat, dann hören die Leute auf Schnarchen. Das hat alles nichts gebracht.
- 43:07Dann habe ich gesagt, Manuel, es war genau gleich schlecht wie letzte Nacht, aber mach dir keine Sorgen, es ist, wie es ist. Wenn du in einer Zelle bist mit acht Leuten, hast du immer jemanden, der schnarcht. Ich hatte einfach das Pech, dass ich direkt neben dir gelegen bin. Oder sie war mit dem Kopf dort und ich mit dem Kopf unten. Hat aber nichts geholfen, es war das nächste Mal. Ja, eh.
- 43:27Aber sie hätte das nicht extra gemacht? Natürlich nicht. Wieso soll ich ihr böse sein? Ich hätte keine Reue fest, eine Schnarche zu tragen. Wieso soll ich ihr böse sein? Wahrscheinlich nicht. Ich stelle fest, sie schnarcht. Mach das Beste daraus. Radikale Akzeptanz. Radikale Akzeptanz. Hey, das ist etwas, das so powerful ist im Leben. Das ist brutal. Plus, dein persönliches «why». Was ist deins? Was ist dein persönliches «warum»? Warum machst du es? Und für wen machst du es?
- 43:56Wenn du diese Frage nicht beantworten kannst. Weisst du, wie viele Menschen haben das Buch von Simon Schenek gelesen? Die Frage immer zuerst, warum? Ja. Und wie viele setzen es auch wirklich um? Das ist es. Wie bei allem. Wir lesen zu viel und setzen zu wenig um. Das ist es, ja. Wir würden, manchmal denke ich, und Gott, es ist wirklich etwas, ihr, die junge Generation, die ich liebe. Wie alt bist du? 90er. 90er.
- 44:19Okay, du bist... Also laut meinen Folgen sehe ich eher so aus, ich weiss. Das ist ein anderes Thema. Ja, aber du hast dafür noch... ...ein schönes, dunkles Haar und so. Aber weisst du, was ich wirklich feststellen will? Und ich liebe die Chance, wirklich. Also ich meine, die haben mein Leben verändert, vor etwa vier, fünf Jahren, oder? Und ich liebe es, mit denen zusammen zu sein. Ich finde die absolut grossartig. Aber manchmal denke ich, lese sie ein wenig weniger und umsetze sie ein wenig mehr.
- 44:50Und hört auf, euch gegenüber zu vergleichen. Wo Social Media völlig toxisch ist. Ich habe gerade heute Morgen in einem Coaching mit einem jungen Typ, der ist so ein geiler Typ, der kann nie stolz sein auf irgendetwas, das er erreicht hat. Er hat immer das Gefühl, es ist nicht gut genug. Es gibt immer einen, der besser ist, der schöner ist, reicher ist und schneller ist als du.
- 45:14Aber mit wem das mich vergleicht, ist eine persönliche Entscheidung. Und ich versuche einfach wirklich nicht mehr zu vergleichen. Und ich bin glücklich und zufrieden mit dem, was ich habe. Und ich muss nicht noch mehr haben. Und etwas, wo ich mir wirklich bewusst geworden bin, ist der Aspekt der Gesundheit. Ohne Gesundheit ist alles nichts.
- 45:42Wir machen damals in unserem Workshop so eine Übung. Wir haben eine Liste, wo 48 Werte drauf sind. Und die Übung geht so. Striche mal die ersten 20 raus, die nichts sind für dich. Striche nochmal 10 raus, dann bist du noch bei 18. Striche nochmal 10 raus, dann bist du bei 8. Dann wird es schon richtig schwierig. Und dann streichst du nochmal 5 raus. Und am Schluss bleiben deine drei wichtigsten Werte. Und dann bringst du die noch in die Reihenfolge.
- 46:13Gesundheit, Selbstbestimmung und Spass. Aber bei mir ist es wirklich so, alles, was ich inzwischen im Leben mache, muss ich auf den Bucket Gesundheit einzahlen. Das ist der Grund, warum ich mich vor dem Marathon in Saarbrücken
- 46:42Ich habe 10 Monate keinen Alkohol getrunken. Während der Wortszeremonie habe ich zwei Bierchen getrunken. Dann habe ich es am nächsten Tag gemerkt. Da habe ich gedacht, warum soll ich Alkohol trinken? Ich habe mich entschieden, ich trinke keinen Alkohol mehr. Seit wann trinkst du keinen Alkohol mehr?
- 47:01Also eigentlich zehn Monate vor dem Marathon des Sables, dann an der Abortszeremonie im April habe ich zwei Bierchen getrunken und seitdem habe ich nichts mehr getrunken. Ich denke, es hat ein paar für mich gesundheitliche, wichtige Entscheidungen im Leben gegeben. Das erste war, dass ich aufhören konnte zu rauchen. 2011 habe ich aufgehört zu rauchen. Und vor siebeneinhalb Jahren habe ich aufgehört, Alkohol zu trinken. Keinen Schluck mehr.
- 47:24Ja, darum solltest du eben auch keine Fritzli trinken, auch wenn diese Folge mit Leo wirklich... Leo hat ja geheiss, es war eine coole Folge. Ja, mega. Aber dann habe ich so gedacht, du sagst, ich trinke keinen Alkohol mehr und dann sagst du gleichzeitig, ich probiere es. Nein, du musst es nicht probieren. Einer sollte es einfach nicht sagen. Das macht doch keinen Sinn. Ja.
- 47:42Oder so? Ja. Weil sonst unterbrichst du deinen Strike, oder? Das stimmt, ja. So. Das stimmt. Mich ärgert es schon nur, dass ich die zwei Bierchen hatte. Ja. Das heisst aber übrigens nicht, wenn wir bei uns Besuch haben, selbstverständlich gibt es für dich ein Bierchen, es gibt für dich ein Bierchen, es gibt für dich was du willst. Ich möchte nie irgendetwas, das ich für mich selbst definiert habe, auf andere Leute aufzwingen. anderen Leuten aufzwingen. Das finde ich ignorant und arrogant. Verstehe ich total.
- 48:09Ja. Oder so. Aber ich möchte auch nicht ständig erklären, warum ich das mache, was ich mache. Einmal mit zwei Freunden war es so, aber warum, was ist mit dir falsch? Ich sagte, du spinnst eigentlich. Wenn du das Gefühl hast, dass mit mir etwas falsch ist, dann frage ich mich, ob du der richtige Freund bist von mir. Oder wenn ich etwas mache, mach du, was du willst, aber respektiere bitte auch, was ich will.
- 48:34Ich möchte auf deine berufliche Laufbahn oder beziehungsweise auf deinen beruflichen Werdegang, wo du jetzt am machen bist, darauf sprechen kommen, nachdem ich noch eine Frage gestellt habe wegen dem Marathon des Sables, und zwar rückblickend, was ist deine grösste und wichtigste Erkenntnis von diesen sieben Tagen Marathon des Sables? Jawohl. Also es sind, nein, darf ich drei sagen? Du darfst drei sagen.
- 48:59Das erste ist das persönliche Weih. Das persönliche Weih war meine Frau, die mich seit 25 Jahren unterstützt und durch alle Böden unterstützt. Das persönliche Weih war Delia. Nie klönen während des Marathons in Sablen und nur dankbar sein, dass ich dort sein darf. Du musst dir vorstellen, ich würde sagen, mir tut die Beine weh. Delia tut die Beine nicht mehr weh.
- 49:26Darum nie, nie mich darüber beklagen, dass irgendetwas beim Marathon des Sablens zu hart ist. Einfach nicht. Einfach nicht. Die Taylor würde alles geben, um das zu machen, was ich jetzt wieder machen durfte. Und sie hat es um 24 Uhr auch selbst gemacht.
- 49:44Das ist das. Zweite Erkenntnis, eben, Frau brutal vermisst, abartig. Habe ich vorhin schon gesagt. War das im Vortrag? Nein, im Podcast. Im Podcast, genau. Und die auch total wichtige Erkenntnis für mich war, das habe ich auch schon ein paar Mal gesagt, dass die Begegnung mit Peter Bolliger mein Leben verändert hat. Ich mache heute Sachen, die ohne diese Begegnungen nie passiert wären. Nie. Never ever.
- 50:12Dass ich auch hier wieder bei dir im Podcast bin, hat nur ursächlich etwas mit dem zu tun. Behaupte ich jetzt einmal. Du und ich, wir haben hier den Jogo als gemeinsamen Bekannten. Der hat mich nur eingeladen in seinen Podcast damals, bin ich überzeugt, weil er durch Peter auf mich aufmerksam geworden ist. Und all die Menschen, die ich kennengelernt habe, dass ich jetzt bei dir im Podcast sein darf,
- 50:40Michi Weber, Tim Hugy, wo ich am MDS war, all die anderen Schweizer, die dort waren, die haben mir geschrieben, wie sie sahen, hey, ich habe im Video von Peter gesehen, dass du Marathon des Sablens machst, können wir mal miteinander sprechen. Und dann gab es das eine, das andere, mit Delia, jetzt auch beruflich zusammen mit Peter und Delia. Hey, musst du dir vorstellen, ich darf irgendwie mit 59 ...
- 51:09Darf ich Manager werden von einem Content Creator, der einfach so ein cooler und inspirierender Typ ist? Wenn mir das einer vor fünf Jahren gesagt hätte, hätte ich gesagt, spinnst du? Als ich mit Peter angefangen habe zu arbeiten, wusste ich nicht, was real ist auf Instagram. TikTok bin ich immer noch nicht, das muss ich zugeben. Und wir in diesem Leben auch nicht mehr. Ich habe ihm auch gesagt, vergiss es.
- 51:32Aber mit Delia durfte ich zusammenarbeiten. Sie war auf der einen Seite meine Trainerin, wenn ich an Events gehe. Aber ich unterstütze sie, um ihre Marken aufzubauen. Ich habe mir das gesagt, als ich sagte, ich bin es. Du kannst dir vorstellen, wie ich das umgehalten habe.
- 51:52Ich muss mich mit Themen beschäftigen, die ich früher nicht ... Eine Sprache hast du angenommen, eine jugendliche Sprache. Genau. Aber es ist noch lustig, ich hatte es ja vorhin gesagt, im Podcast mit Leo. Meine Frau macht es sich immer lustig, oder meine Kinder auch, dass ich eine jugendliche Sprache habe, wenn ich zum Beispiel sage, jetzt habe ich überhaupt keinen Bock auf das, oder es ist crazy. Und im Podcast mit dir und Leo durfte ich in der nächsten Stufe
- 52:19gesehen oder gehört, wo er gesagt hat, es bockt nicht. Ich habe keinen Bock und bei ihm bockt es nicht. Ich bin in Ordnung und habe es aber lustig gefunden. Das behaltet mich einfach extrem jung und irgendwo auch agil.
- 52:36und zahlt wieder ein auf den Backen der Gesundheit, weil es so viel Spass macht. Ist es das, wo ich am meisten Geld damit verdiene? Nein, ist es nicht. Aber es ist so cool. Also es zahlt eigentlich auf beide ein, weil du hast gesagt, es ist Gesundheit und der dritte ist Spass. Ja, und Selbstbestimmung ist es auch. Der Impact, den unsere Werte auf uns haben,
- 53:03sind wir uns überhaupt nicht bewusst. Wenn ich dich jetzt frage, hey Kevin, weisst du, welches deine drei allerwichtigsten Werte im Leben sind? Dann gehe ich davon aus, dass Gesundheit vielleicht einer von diesen drei ist.
- 53:19Aber es gibt wenige Menschen, wenn du sie ganz spontan fragst und sagst, schiesse deine drei wichtigsten Werte raus im Leben. Ich schicke dir die Liste im Nachgang. Du kannst einmal die Übung machen. Sehr gerne. In diesem Sinne. Es ist wirklich eine gute Übung. Und wenn du im Leben eben nicht zufrieden bist, dann kannst du davon ausgehen, dass deine wichtigsten Lebenswerte, deine wichtigsten Motive im Leben im Moment gerade nicht gut abgedeckt sind.
- 53:49Wie geht deine Frau mit dem ganzen Trudel um? Ich meine, du bist viel unterwegs, du bist sportlich ultraaktiv. Ich habe ja gesagt, ich habe den letzten Schiff, als ich dich gesehen habe, ich bin in die CC gefahren, in die Prodega. Ich wollte mit in die My Challenge gehen. Ist sie auch so sportlich wie du? Also das Erste ist einmal, ich bin mit der kühlsten Frau geheiratet, die es überhaupt noch gibt. Das ist einfach so.
- 54:20Sie hat mich natürlich schon so kennengelernt. 1995 habe ich den ersten Ironman gemacht und den letzten Ironman 2012. Niccolo ist 2012 auf die Welt gekommen, Jill 2005.
- 54:35Sie hat mich schon so kennengelernt. Aber sie unterstützt mich so durch alle Böden. Mit dem, was ich mache. Das ist wirklich absolut grossartig und fantastisch. Früher, als wir uns kennengelernt haben, war sie extrem sportlich. Sie war Arabik-Instruktorin. Die TBO hat sie unterrichtet. Dann kamen die Kinder, dann wurde sie weniger. Jetzt ist es plötzlich wieder mehr geworden.
- 55:03Und es wurde dort mehr, als ich mehr oder weniger aufgehört habe, ihr zu sagen, dass sie etwas machen soll. Oder? Das ist bei mir auch so. Wenn mir jemand sagt, oder wenn sie zum Beispiel zu Hause sagt, du musst wieder einmal Staubsaugen, weisst du, dann mache ich ganz sicher nicht Staubsaugen. Und wenn sie dann mit dem Hund rausgeht, nehme ich den Staubsauger und du selbst entscheidest. Das ist ein Staubsauger. Selbstbestimmt. Selbstbestimmt. Und sie ist eben genau gleich wie ich eigentlich. Und jetzt...
- 55:31hat sie plötzlich angefangen, wieder Freude bekommen. Sie geht sicher dreimal in der Woche auch ins Gym. Ein High-Five. Ja, ein High-Five. Sehr oft gehen wir auch zusammen, wenn es irgendwie geht. Sie hat jetzt angefangen, ich wäre beim Rock'n'Hike, weisst du, wie ich wieder mitlaufe hier in Zürich. Ich bin ja noch Stiftungsrat von einer Stiftung, wo wir uns um Kinder in Kenia kümmern, zu den Themen Zugang zu Trinkwasser und Zugang zur Bildung.
- 56:00Das machen wir immer wieder für den guten Zweck. Machst du das aber nicht über Beifuhr, über Plastik? Nein, das ist von Colin. Ich kenne Colin und Tana sehr gut. Ich finde es mega, was sie machen. Grandiose Menschen. Sensationell.
- 56:15«Summits for Hope» heisst unsere Stiftung, wo wir in diesem Sinne sind. Aber eben, wir haben auch so ein Netzwerk, wo wir uns ab und zu mal getroffen haben. Er ist jetzt hier eingeschlafen, wo er auch dabei war. Mega Typ. Er und Anna, grossartig, was sie macht. Grossartig. Ganz, ganz toll. Genau. Und jetzt haben wir auch wieder, wo wir...
- 56:34Wir konnten im Dezember mit Caro und ich fast drei Monate durch Asien reisen. Ich habe natürlich ein Trainingslager für den Marathon des Sables gemacht. Dort hat sie mich auf der langen Einheit, nicht von Anfang an, aber ich bin zurückgekommen ins Camp und dann hat sie mich begleitet. Das ist richtig cool. Dann war Walk the Lake Anfang Mai, wo Hugui organisiert hat, wo ich mit dem Marathon des Sables gezählt war.
- 57:02ist sie einfach. Das weiteste, was sie im Leben gelaufen ist, waren 22 Kilometer. Dann läuft sie dort einfach 54 Kilometer. Am Stock. Puh, crazy. Meine Frau ist der resilienteste Mensch, den ich überhaupt kenne. Es gibt niemanden vor resilienter als meine Frau. Was die in der Lage ist zu leisten, das ist absolut nicht von dieser Welt. Das ist so schön, wie du von deiner Frau sprichst. 23 Jahre sind wir geheiratet.
- 57:31Nein, im 25. Jahr. Im März sind es 25 Jahre. 25 Jahre geiratet. Und wie du von deiner Frau sprichst, das ist so wunderschön. Wenn man an Leute schaut, die man denkt, die haben alles im Griff im Leben, hat man das Gefühl, bei denen im Leben sei es immer nur ein steiler Wegaufgang. Ich mache Workshops zum Thema mentale Gesundheit. Das Erste, was ich den Leuten sage, ist,
- 57:56Ich bin viel besser darin, um euch erklären zu können, wie es gehen muss, um das selbe für mich immer zu 100% anzuwenden. Manchmal bin ich der Schuhmacher, der selber die schlechtesten Schuhe trägt. Wenn man 25 Jahre geheiratet ist, ich weiss nicht, wie lange bist du schon geheiratet? Noch nicht geheiratet. Ah, noch nicht geheiratet. Nur weil du vorher von deiner Frau geritten hast. Nein, sie ist meine Verlobte. Gratuliere. Danke. Aber wie lange seid ihr schon zusammen?
- 58:25Noch nicht so lange, knapp zwei Jahre. Zwei Jahre, okay. Dann bist du vielleicht immer noch Honeymoon und alles ist himmelblau und zartrosa. Wenn du mal 25 Jahre zusammen bist...
- 58:37dann hast du auch deine Ups und Downs. Und die hatten wir auch. Die hatten wir definitiv auch. Du weisst wahrscheinlich, dass wir sie alle haben, aber niemand redet darüber. Wir sind Weltmeister drin, um immer den Eindruck zu geben, dass in unserem Leben immer alles perfekt ist und dass wir in diesem Sinne keine Downs haben. Und der Marathon des Sables ist nichts anderes als ein Sinnbild für unser Leben.
- 59:00Du bist 270 km unterwegs und hast die Illusion, es könnte dir immer nur gut gehen. Das ist absolut unmöglich. Und du musst es geniessen, wenn es dir schlecht geht, weil du weisst, es geht vorbei. Und nur, wenn es dir mal schlecht geht, kannst du es wieder geniessen, wenn du die Hure da oben bist und runter schaust und sagst, wie geil ist das, um jetzt hier runter zu rennen.
- 59:30Und darum, ja. Aber ich finde es schön, wenn du mir das sagst. Was würdest du sagen, was ist das Geheimrezept oder das Erfolgsrezept von so einer schönen und langjährigen Ehe? Du hast ja noch kein Kind, oder? Nein.
- 59:48Wenn du Kinder bekommst, meine Kinder werden jetzt 21 und 24. Wenn du das erste Kind bekommst, wird dir dein Umfeld sagen, so schön, so lässig. Und alle tun das so, wie wenn ein Kind bekommen und ein Kind haben nur lässig ist. Das ist zum Teil total beschissen. Also weisst du, wenn du am Anfang nichts schläfst, ist das nicht lustig. Das ist wirklich nicht lustig.
- 1:00:15Und eines der Geheimnisse ist, dass du dich neu kalibrieren musst. Dass du feststellen darfst, dass etwas dazukommt, das ist positiv, aber es gibt andere Dinge, die negativ sind in diesem Zusammenhang.
- 1:00:32Zum Beispiel die ganze Spontanität, die in der Beziehung einfach weggeht. Eine Frau mit einem kleinen Kind, der Energielevel ist einfach noch viel tiefer als in deiner eigenen, die auch nicht mehr so hoch ist. Also können die Erlebnisse, die du zusammen hast und die Spontanität, die du zusammen erlebst, einfach nicht mehr auf diesem Level sein, wie es du zum Beispiel heute mit deiner Verlobte hast.
- 1:00:57Und das ganz bewusst zu leben und zu wissen, dass es so ist, das ist eines der Geheimnisse in dem Sinn, den es gibt. Und dann ist es schon auch im Sinn von...
- 1:01:14einfach, wenn es mal nicht so läuft, wie es sollte, einfach nicht aufgeben. Und dann wirklich, es klingt so total simpel, trivial, aber die Kommunikation. Was ich eben von euch Jungen lerne, ist, weisst du, als wir geheiratet haben, Garra und ich von 25 Jahren,
- 1:01:34Also so der Begriff Date Night, weisst du, wie er heute von den Jungen, in dem sie praktiziert werden, den haben wir so früher einfach nicht gekannt. Wir haben uns viel zu wenig Zeit gegeben für uns selber. Und jetzt ist es aber so, dass unsere Kinder so alt sind, dass ich zu Caro sage, du, jetzt all die Ausreden, die wir die letzten 20 Jahre gehabt haben, um Sachen in dem Sinn zu machen oder auch nicht zu machen, die sind weg. Hey, komm, er findet uns jetzt einfach nochmal neu. Ich hätte mega Bock drauf, wie siehst du es?
- 1:02:03Das ist eine bewusste Entscheidung. Jetzt macht ihr auch Date Nights? Ja, alle drei Wochen. Herrlich. All drei Wochen. So wichtig. Immer alternierend am Donnerstag, alle drei Wochen. Und das ist in der Agenda mit keinem Enddatum drin. Und wenn es am Donnerstag nicht geht, ist der, der verantwortlich ist fürs Organisieren, der sagt, ob es dann am Mittwoch ist oder ob es am Freitag ist. Aber es passiert.
- 1:02:25Weisst du, manchmal ist das... Unsere letzte Date Night, kann man jetzt sagen, war nicht sehr spektakulär. Ein paar der diätlichen Michael-Jackson-Filme. Popcorn-Ess. Date Night. Es ist gemeinsam in Zeit. Und einmal waren wir in einem Grillkurs, Blanchagrill. Das war jetzt etwas Spezielles. Aber ja...
- 1:02:46Einmal war es ein Musical mit Tina Turner. Und einmal ist es vielleicht irgendwo aufgelaufen und etwas gegessen. Es muss nicht extrem spektakulär sein. Aber das, was du sagst, ist effektiv so, gemeinsame Zeit zu verbringen und diese gemeinsame Zeit auch zu zelebrieren und zu geniessen. Auch präsent zu sein in dieser gemeinsamen Zeit.
- 1:03:08Und irgendwo schon. Ich finde überhaupt nicht, dass ein Geheimnis einer guten Beziehung ist, dass man nur die gleichen Interessen hat. Aber es ist ein Verständnis, dass andere Personen ihrer Sachen wichtig sind, die dir vielleicht nicht wichtig sind und die du trotz allem unterstützt. Ja, total.
- 1:03:28Aber, weisst du, mit Teilen zum Beispiel die Leidenschaft fürs Reisen, das ist bei uns total extrem, oder? Und weisst du, nicht nur, dass wir reisen wollen, sondern auch wie wir reisen. Und wenn ich jetzt eine Frau hätte, die 223 Kilo Köffer dabei haben muss,
- 1:03:47dann könnte ich nicht so reisen, wie ich will reisen. Und wir reisen mit dem Rucksack. Das letzte Mal waren wir noch mit viel zu viel Gepäck unterwegs. Schon nur ein Koffer, aber zu viel Gepäck. Und jetzt haben wir gesagt, in Zukunft reisen wir nur noch mit Rucksack. Und mit Rucksack kannst du nur reisen, wenn du gesund bist. Und der Kreis schliesst sich. Und weisst du, wenn wir...
- 1:04:11Wenn wir in Asien unterwegs sind, dann zahlen wir pro Nacht 30 bis 50 Franken. Kein Luxus, aber clean, sauber und zweckmässig. Und so reisen wir. Und wir reisen irgendwo heran und dann wissen wir nicht, wo wir als Nächstes herangehen. Wir wissen, wann wir wieder heimfliegen.
- 1:04:29Aber wenn wir sechs Wochen unterwegs sind, dann ist meistens die erste Destination für drei, vier Nächte gebucht. Dann sagen wir, wo gehen wir jetzt hin? Auf was haben wir Lust und Bock? Und so dieses spontane Level, das wir beide finden, das extrem cool ist, das ist schon auch noch wichtig. In dem Sinne. Beim Reisen, aber auch sonst.
- 1:04:52Es ist aus dieser Frage, die ich kurz stellen wollte, um danach auf dein Coaching-Business zu kommen. Was du effektiv machst, war noch einmal 15 Minuten. Ich liebe das. Es macht richtig Freude und Spass, mit dir zu sprechen. Danke vielmals. Ich habe dir schon eine Stunde lang zuhören. Ich finde das mega angenehm. Darum, vielleicht jetzt. Was machst du heute überhaupt? Was ist dein Job?
- 1:05:21Ich kann nicht sagen, Job, was ist deine Tätigkeit? Also ich habe mich selbstständig gemacht und das war auch noch spannend. Und ich habe dort Peter schon, also ich habe ja Peter am Anfang mit Sport, Trainingspläne unterstützt und habe auch noch ein bisschen Mentoring-Coaching gemacht für ihn.
- 1:05:41Als ich mich selbstständig machte, sagte ich ihm, dass wir einen Reverse machen. Er sagte, dass er schon seit ein paar Jahren selbstständig sei. Ich bin auch selbstständig. Dann sagte er, was ich machen wolle. Dann sagte ich Interim Management. Dann sagte er, dass ich mich selbstständig machen wolle, um Spass im Leben zu haben. Das zahlt er ein, oder?
- 1:06:00Dann musste ich sagen, nein, eigentlich wirklich nicht. Dann ist irgendwann relativ schnell Interimmanagement. Als HR-Leiter irgendwo sechs, neun Monate in eine Firma reingehen, aufräumen und geknechtet werden ohne Ende, war dann die Idee begraben. Aber da muss man sagen, was für eine fantastische Gegenfrage. Sensationell. Sensationelle Gegenfrage. Sensationell.
- 1:06:25Das hat mir den Spiegel angekippt. Also zahlt das ein? Ich habe ihm aber auch bewusst gesagt, hey, du hast mehr Erfahrung als Selbstständig. Weisst du, weil für ihn Spass und Selbstbestimmung so zentral ist im Leben, hat er wahrscheinlich auch die richtigen Fragen gestellt. Und dann habe ich mich wirklich selbstständig gemacht und habe das jetzt auch sehr lange gemacht zum Thema Unterstützung von Firmen und Einzelpersonen zum Thema mentale Gesundheit.
- 1:06:51Ich habe zwei Coachingausbildungen gemacht, eine als Management Coach und eine als Burnout-Prophylaxe Coach, zweimal zwei Jahre. Qualifiziert ist die Psychotherapie. Vier Jahre lang Spiegel herangehebt worden. Es ist nicht immer nur angenehm, was ich dort gesehen habe. Es ist einfach so. Aber es bringt dich natürlich als Mensch weiter.
- 1:07:11Dann habe ich noch ein wenig Teamentwicklungen gemacht. Was ich noch vergessen habe zu sagen, ich bin seit dem Anfang des letzten Jahres zu 40% teilpensioniert. Also ich bin 20 Wochen im Jahr in den Ferien, aber wenn ich da bin, arbeite ich zu 100%. Ja. Und dann sind plötzlich neue Sachen dazugekommen. Unter anderem die Zusammenarbeit mit Peter und auch die Zusammenarbeit mit Delia.
- 1:07:39Und wir Menschen, wir sind Weltmeister drin, mit neuen Sachen anzufangen, aber mit Aufhören sind wir ganz schlecht. Und was dann passiert ist, du kommst dann extrem in Stress, oder du schläfst zu wenig, aber der Tag hat 24 Stunden, und wenn ich das, was ich bis jetzt gemacht habe, immer noch weitermache und neue Sachen dazukomme, dann geht es irgendwann nicht mehr auf. Also musste ich hergehen und mich fragen, mit was höre ich auf?
- 1:08:07Das ist das erste Mal, wo ich das so in dieser Deutlichkeit sage. Ich höre auf mit meinen Workshops zum Thema mentale Gesundheit und ich höre auf mit Einzelcoachings zum Thema mentale Gesundheit, weil das unterzwischen zu wenig einzahlt für mich auf das Thema Spass. Ich mache das jetzt seit vier Jahren. Ich bin damit auch recht erfolgreich. Umsatzmässig ist das richtig gut.
- 1:08:38Aber 4-5 Jahre immer den gleichen Tanz machen, mit kleinen Nuancen, habe ich einfach gemerkt, das ist nicht mehr das, was ich will. Und darum höre ich mit dem auf, habe jetzt auch mit jemandem gesprochen.
- 1:08:50Und ich sagte, hey Eva, hättest du Lust, um das von mir zu übernehmen? Also Anfragen, die bei mir reinkommen, würde ich gerne dir weitergeben. Und auf das habe ich mich jetzt vereinbart und informiere jetzt auch meine wiederkehrenden Kunden darüber. Weisst du, wenn ich jetzt den Podcast...
- 1:09:10Mega. Und das Loslassen. Loslassen ist eines der schwierigsten Themen im Leben, die wir überhaupt haben. Egal, ob es Business-Loslassen ist, Kind-Loslassen. Hey, ich kann mich heute noch erinnern. Ich glaube, meine Tochter war zwölf, als wir in Apulien in der Ferien waren.
- 1:09:28als sie das erste Mal meine Hand entzogen hat, als wir am Abend am Laufen waren. Hey, das war so ein scheiss Gefühl. Weisst du, was meine erste Reaktion war? Ich habe sie zusammengeschissen, ich war verrückt. Dann habe ich kurz darüber nachgedacht und dann musste ich sagen, hey, das gehört zum Leben. Du musst auch deine Kinder loslassen können. Dann bin ich her und habe mich entschuldigt dafür. Das ist das Normalste der Welt.
- 1:09:56Heute komme ich von meiner Tochter mit einer gewissen Regelmässigkeit wieder umarmiger rüber. Alles wieder gut. Eine Zeit lang war da gar nichts mehr. Das ist normal. Aber es ist schmerzhaft. Und genauso schmerzhaft ist es auch zum Business loszulassen. Aber jetzt bin ich mega froh. Ich bin mega froh.
- 1:10:14dass ich das jetzt so entschieden habe. Eben, dass ich auch mit Reva darüber geredet habe. In dem Sinn, dass es so ist. Reva ist ja ein Coach. Sie hat die gleiche Ausbildung gemacht als Bernhard, Profilaxencoach, wie ich. Und darum muss ich jetzt noch auf der Webseite, habe ich schon gesagt, dass ich es nicht mehr mache. Und jetzt wird dort noch draufgekommen,
- 1:10:32dass man sich bei der EU melden soll, wenn man dort ein Bedürfnis hat. Aber weisst du, durch das, dass ich die letzten Monate dort keine Akquise mehr gemacht habe, dass ich praktisch nichts mehr gepostet habe auf LinkedIn, dann geht es runter. Meine neue Leidenschaft, was ich auch mache, ist wirklich das Thema Marathon des Sablen, Analogien zum Business, sechs Keynotes, die ich diese Woche wirklich schon zwei haben dürfen, mit Kurzworkshops.
- 1:10:59Aber auch wirklich Workshops, einen halben Tag bis zu ganztägigen Workshops, wo man sagt, wie können wir die Learnings, die ich hatte, aufs Business übertragen. Und es gibt so viel. Es gibt so viel. Oder ein Learning ist zum Beispiel, es braucht kein Talent, um den Marathon in den Sablern zu machen. Und Talent ist massiv überschätzt im Leben.
- 1:11:29Es ist egal, ob es im Sport ist oder im Business. Nochmal, Talent ist massiv überschätzt im Leben? Total überschätzt. Es gibt zwei Sachen, die überschätzt sind. Talent und Motivation. Motivation stimme ich dir hundertprozentig zu. Talent... Mach mich mal die Tür auf.
- 1:11:48Hast du das Gefühl, dass die talentiertesten Menschen im Berufsleben die erfolgreichsten sind? Nein, definitiv nicht. Bist du extrem talentiert? Nein. Frag mal mich, ob ich extrem talentiert bin. Bist du extrem talentiert? Überhaupt nicht. Ich bin total ein durchschnittlicher Mensch, der gewisse Sachen relativ gut kann und gewisse andere Sachen bin ich wirklich richtig schlecht. Was würdest du sagen, in was bist du richtig schlecht?
- 1:12:17Ich habe z.B. eine Detailorientierung, die nicht extrem ausgeprägt ist, die dazu führt, wenn ich z.B. eine grosse Offerte für einen Kunden machen muss, was ich hoffe, ich versuche es immer zu vermeiden, oder in dem Sinne, dann weiss ich, wenn ich eine Offerte schreibe, die hat so viele Fehler drin,
- 1:12:34Und wenn ich es dann meiner Frau gebe, meine Frau ist ein totaler Tüpfel-Scheisser. Dann sage ich ihr, du bist so gut in diesem Bereich, schauen wir uns die Offerten an. Oder einfach so eine Nachverfolgung im Detail von gewissen Sachen, da bin ich nicht gut. Ich habe einen Weg gefunden, um damit umzugehen. Das ist es ja. Ein kleines Beispiel.
- 1:12:58Wenn ich irgendwo hergehe und einen Workshop gebe, dann weiss ich, dass mir in der Regel 20 Minuten Vorbereitung reicht. Meine Flipchart aufhängen, das Laptop connecten, dass alles bereit ist, wenn die Leute kommen. Aber ich weiss, dass auch etwas in die Hose gehen kann.
- 1:13:15Darum bin ich immer eine Stunde vorher da und bin in der Regel immer 40 Minuten, wenn ich einfach noch Zeit habe, für mich selber, weil ich in der Regel nach 20 Minuten fertig bin. Gestern hatte ich den zweiten Keynote, Marathon des Sablen. Ich war in einer Firma in Zürich, total professionelles Equipment. Wir brauchten dreiviertel Stunde,
- 1:13:36bis meine Dinge auf dem Screen waren. Dort hat es sich zum ersten Mal wieder ausgezahlt. Dort dachte ich mir, dass es nur eine Stunde dauert, und ich dachte, dass ich auch zehn Minuten vorher dort sein kann. Da wäre ich richtig angebrannt. Es ist nicht so, dass meine Detailorientierung höher wäre, aber ich habe einen Weg gefunden, um damit umzugehen. Dort bin ich wirklich nicht gut. Aber ich bin zum Beispiel gut, ich glaube, ich kann Leute inspirieren.
- 1:14:04Der erste Workshop, den ich hatte, sagte mir, «Hey, habt ihr euch mal überlegt, was ist so ein richtig grosses Ziel, das ihr im Leben haben könntet, egal in welchem Bereich, wo ihr sagt, das macht mich richtig nervös und so, und ich komme mir fast ein bisschen schweissfüssen, wenn ich daran denke, aber ich getraue mich nicht.»
- 1:14:26Dann hat mir einer geschrieben und gesagt, dass mir das fehlt und was ich machen könnte, nachdem ich so einen Speech hatte. Da habe ich gesagt, überlege dir mal, was ist so verrückt und hast du irgendwo als Junge irgendeinen Traum gehabt, den du einfach gehabt hast? Ich wollte immer Profifussballer werden bei Real Madrid, das hat nicht geklappt.
- 1:14:45Dann habe ich mit ihm hin und her geschrieben. Und ich habe mit ihm abgebrochen, dass ich es noch nicht gesagt habe. Jetzt hat er etwas gefunden. Er hat mir das E-Mail geschickt und gesagt, ich habe mich jetzt angemeldet.
- 1:14:58Ich hatte Hühnerhaut. Und das, weisst du, gibt mir das Geld? Nein, das gibt mir kein Geld. Aber es gibt mir eine tiefe Befriedigung, dass ich einen kleinen Beitrag leisten kann, dass Menschen vielleicht ein bisschen glücklicher oder gesünder sind im Leben, als sie es heute sind.
- 1:15:18Und wenn das noch mit Geld verbunden ist, wunderbar, aber wenn nicht, ist es auch okay. Kommt irgendwie anders. Menschen inspirieren und ihnen etwas mitgeben oder ganz generell Menschen entwickeln, ist wirklich meine Leidenschaft. Aber ich habe irgendwann gemerkt, dass
- 1:15:36Beim Thema mentale Gesundheit geht es ja immer darum, dass man jemanden, der vielleicht nicht so gut unterwegs ist, wieder aufs normale Level bringt. Ich habe für mich selber gemerkt, was für mich viel mehr stimmig ist und auch mehr resoniert mit mir, ist, dass Menschen, denen es schon okay geht, gut geht,
- 1:15:57richtig gut zu machen. Das ist so vom Ansatz her. Ich bin ein riesengroßer Anhänger von positiver Psychologie. Also verwirrst Menschen dort, wo sie schon gut sind und mach sie dort noch besser. Wenn du mir zum Beispiel sagen würdest, ich habe gesagt, ich habe Detailorientierung, ich zahle dir einen wöchigen Excel-Kurs, dass du PIVO
- 1:16:20In dem Sinne, auf Excel machen, oder? Hey, ich würde laut schreien und davonlaufen. Zum Glück braucht man es heute nicht mehr mit AI, oder? In dem Sinne. Aber das sind so Sachen. Und weisst du, wenn ich sehe, wie heute in Firmen geführt wird, und ich meine, du kennst das auch, du hast eine grosse Copper-Karriere gehabt. Man spricht ganz kurz darüber, was hat jemand gut gemacht. Oder? Zehn Minuten, Viertelstunde, und dann sprichst du eine Stunde lang darüber, was haben die Leute nicht gut gemacht.
- 1:16:48Und dann quälst du sie in den nächsten zwölf Monaten mit fünf MBO-Zielen, wo sie an Sachen arbeiten müssen, die sie weder gerne machen, noch die sie gut machen. Und ich möchte viel mehr mit diesem positiven Aspekt von Leadership arbeiten. Sei es für Einzelpersonen.
- 1:17:05Also weisst du, auch Individual Contributors oder Leaders, dort habe ich wirklich eine Leidenschaft. Ich habe ein bisschen mehr wie eine Handvoll CEOs, Geschäftsführer, weisst du, die ich Leadership-Coaching mache, die ich mega finde. Die kommen und sagen, hey,
- 1:17:20Ich treffe immer so viele Entscheidungen und ich habe wirklich kein Sounding Board. Ich möchte mit dir auch anschauen, ob Sachen, die ich gemacht habe, richtig sind oder anders gemacht werden können. Ich sage ihnen im Fall nie, ob es richtig ist oder falsch. Ich stelle nur Fragen, damit sie selber zu einer Kenntnis kommen, was sie anders und besser machen könnten.
- 1:17:43Was für dich gut ist, muss nicht für mich gut sein. Du und ich, wir sind zwei unterschiedliche Persönlichkeiten. Und wenn du auch Tantisch bleiben willst und ich auch, dann gibt es wahrscheinlich einen unterschiedlichen Weg, wie wir in diesem Sinn ans Ziel kommen.
- 1:18:00Und etwas, was ich auch wirklich extrem cool finde, ist das Thema Teamentwicklung, wo ich mit 16 Lebensmotiven arbeite. Ich mache dir ein Geschenk. Im Anschluss an unseren Podcast schicke ich dir etwas. Dann füllst du es aus, es braucht etwa 20 Minuten und ich schenke dir sogar noch ein Auswertungsgespräch dazu. Und du wirst lernen, dich selber besser zu verstehen und du wirst in deiner Wirksamkeit als Leader
- 1:18:28wirst du durch die Decke gehen. Weil du plötzlich anfängst, auch Leute besser zu verstehen. Wir reden alle immer von Diversity. Wie schön und wie wichtig Diversity ist. Und kaum hast du einen im Team, der wirklich anders ist als du, geht es dir auf den Sack.
- 1:18:45Weil du nicht einordnen kannst, was der anderen Person wirklich wichtig ist und was sie wirklich motiviert. Ich habe zum Beispiel, weil ich eben keine Detailorientierung habe, habe ich gestruggelt mit Leuten, die detailorientiert sind. Bis ich gemerkt habe, ja Moment, die haben ja etwas.
- 1:19:06die ich nicht habe. Ich habe lange grosse Teams geführt, auch über verschiedene Länder. Dann habe ich gemerkt, ich brauche den. Aber der Preis von jemandem, der detailorientiert ist,
- 1:19:19ist, dass er nicht so schnell ist wie ich. Und das musst du aushalten. Und ich schätze dich jetzt mal so ein, dass du vom Speed und vom Tempo her auch ziemlich tief unterwegs bist. Und ich schätze dich jetzt auch so ein, dass du tendenziell eher ein bisschen strugglst mit Leuten, die mit deinem Tempo nicht mitkommen.
- 1:19:39Und dort zu verstehen, was Diversity für eine Qualität ist, hilft brutal. Das ist ein Geschenk von mir an dich. Danke vielmals. Danke. Genau. Und dort entwickeln auch Teams mit diesem Tool. Und was wirklich darum geht, dass ein Leader ein besseres Verständnis hat für seine Leute, was ihnen wichtig ist und wo es Differenzen gibt,
- 1:20:05Aber vor allem auch in der Zusammenarbeit von Teams, damit sie auch untereinander ein besseres Verständnis haben. Du hast gesagt, du hast heute sieben Leute, oder? Und jemand beginnt nach, hast du gesagt, oder? Ja, im August. Gut. Also ab August hast du sieben Leute plus du. Ja. Ich garantiere dir, bei diesen sieben Leuten wird es nie so sein, dass diese sieben Leute sich alle super gut verstehen. Und es geht genau darum,
- 1:20:32Dass wir eben nicht... Das ist ein riesen Angst von mir, ja. Wie wir halt ein kleines Team sind, das ist eine grosse Angst von mir. Dass man sich nicht... Je mehr Leute du hast, umso mehr ist das Risiko. Das ist wie wenn du Leute darstellst, oder?
- 1:20:45Wenn du Leute anstellst, je mehr Leute du anstellst, umso höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass du irgendwann mal eine Fehlanstellung machst. Bei sechs, sieben Leuten kannst du vielleicht noch aus deinem Umfeld rekrutieren, sobald du an den normalen Markt gehst. Ich habe 30 Jahre als Geschäftsleiter, Funktion als HR-Chef gearbeitet. Sobald du am freien Markt gehst, wirst du irgendwann eine Fehlanstellung haben. Das ist einfach so. Und dort, dass die Leute verstehen, «Aha!»
- 1:21:12der hat einen hohen Machtanspruch und ich habe diesen Anspruch nicht. Aha, die Differenz, die wir haben zwischen uns, beim Führungsanspruch, Macht, ist so gross. Oder zum Beispiel, meine zwei prägendsten Motive, stärksten ausprägt, sind körperliche Aktivität und Idealismus.
- 1:21:36Ich habe einen grossen Idealismus. Das ist der Grund, wieso ich für den guten Zweck rund um den Zürichsee laufe und Geld sammle für das. Körperliche Aktivität wird abgedeckt und Idealismus. Ich möchte diesen Kindern in Kenia eine Perspektive geben. Ich möchte ihnen Zugang zur Bildung ermöglichen, weil das der einzige Weg aus der Armut ist. In diesem Sinne. Jetzt musst du dir vorstellen, und ich übertreibe dich, ich möchte da ein bisschen triggern.
- 1:22:05Wenn irgendeiner kommt und sagt, wie blöd muss man sein, dass man für die kleinen Negerchen 100 Kilometer um den Zürichsee läuft, dann ist doch meine erste Reaktion, was bist du für ein Trottel? Einverstanden? Ja. Ist er nicht. Er hat einfach andere Lebensmotive als ich. Und es gibt nicht gute und schlechte Lebensmotive. Am Ende des Tages geht es nur darum, Passung zu haben.
- 1:22:33passt es zusammen oder nicht? Man kann nicht sagen, dass dein Charakter und deine Eigenschaften die besten sind. Du hast ganz sicher total viele gute, herausragende Eigenschaften. Und dann hast du vielleicht wie ich auch, das eine oder andere, wo du denkst, da bin ich nicht so stolz drauf. Also bei mir ist das wirklich so.
- 1:22:57Und darum, eben das ist etwas, was ich in diesem Sinne auch noch mache und wo ich absolut zu 100% davon überzeugt bin, dass es ein Game Changer ist. Und wie suchst du deine Kunden oder wie finden die Kunden dich? Nur LinkedIn. Machst du alles über LinkedIn? Nur LinkedIn.
- 1:23:13Nur LinkedIn und... Und nachher wahrscheinlich so Mund-zu-Mund etc., oder? Absolut, LinkedIn und Empfehlung. Ja. LinkedIn und Empfehlung und sonst gar nicht. Ich habe, seit ich selbstständig bin, noch nicht einmal das Telefon in die Hand genommen und habe eine Quiz gemacht, eine kalte Quiz, noch nie. Oder? Und wenn mich die Leute fragen, hey, was ist dein grösstes Talent, dann glaube ich tatsächlich, dass mein grösstes Talent ist, dass ich ein brutales Netzwerk habe. Ja.
- 1:23:43Und Menschen, wahrscheinlich zu grössten Teilen, kann es ein gutes Gefühl geben, so dass wenn ich auf sie zugehe und sage, «Hey, kannst du mir helfen?»
- 1:23:52Also die Leute, die mich fragen, ob sie mich helfen können und mich unterstützen können, die helfen mir und unterstützen mich in diesem Sinne. Und die Bedeutung von Netzwerken, je älter du wirst, nimmt es radikal zu. Und das ist das, was viele Leute nicht verstehen. Und das Problem ist, Netzwerke sind nicht x-tausend Follower auf Instagram oder auf LinkedIn, sondern Netzwerke sind Leute,
- 1:24:22die das Telefon in die Hand nehmen oder abnehmen, wenn sie sehen, dass du ihnen anrufst. Das ist heute ein grosses Mysterium. Bist du spirituell? Ja. Was heisst für dich Spiritualität? Ich habe jetzt zum Beispiel... Ich gebe mir immer wieder neue Challenges.
- 1:24:47Im Mai hatte ich die Challenge mit dem Rennen. Dann dachte ich, nach dieser Mai-Challenge, nach dem Marathon in Sabel, ist es wahrscheinlich wieder Zeit, um ein bisschen Speed rauszunehmen. Dann gab ich mir eine neue Challenge. Meine neue Challenge ist Recovery.
- 1:25:06Zu der Recovery gehört für mich auch das Thema Spiritualität. Was ich jetzt mache, das habe ich mir in den nächsten drei Monaten gegeben. Ich starte meinen Tag und schliesse ihn ab mit Breathwork. Oh, gut. 10 Minuten, 4, 7, 8 Atemübungen. Also auf 4 einatmen, auf 7 den Atem anhalten und auf 8 ausatmen. Das mache ich 10 Minuten am Morgen.
- 1:25:35und 10 Minuten am Abend. Und das führt dazu, jetzt mache ich die zweite Woche fertig, es klingt so blöd, aber meine Lebensqualität geht durchs Dach. Es ist ja verrückt, wenn wir auf die Welt kommen, das Erste, was wir machen, ist, wir schnuffen den Motiv ein und aus, oder?
- 1:25:56Und bevor wir dann wieder gehen irgendwann, schnaufen wir auch wieder tief in und aus. Und zwischendurch vernachlässigen wir das so. Das ist so extrem. Und das Spannende ist,
- 1:26:08Was ich jetzt merke, nachdem ich es zwei Wochen mache, am Anfang war es sehr mühsam. Wird auch träumlich und so, oder? Ja. Und jetzt plötzlich merke ich, das Erste, was ich am Morgen mache, ist, ich trinke fünf Dutzend Liter Wasser mit Elektrolyt. Das ist das Allererste, was ich mache, wenn ich aufstehe. Nachher mache ich Presswork.
- 1:26:32Danach nehme ich den Hund und gehe 20-25 Minuten mit ihm laufen. Danach komme ich zurück, mache mein Müsli, bin gesunden und bin morgens in dem Sinn bereit. Ich esse morgens, reisse zeitig und dann nehme ich erst das Handy. Ich gebe es zu, das ist typisch für einen 60-jährigen Mann, total handysüchtig.
- 1:26:57«Ich habe es nicht im Griff.» «Nein, ich habe es nicht im Griff.» «Es ist sympathisch, dass du das sagst.» «Hä?» «Es ist sympathisch, dass du das so sagst.» «Ja.» «Das finde ich super.» «Und eben auch da würde ich...» «Weisst du, ich sage aber allen, wie wichtig es ist, dass wir den Händekonsum im Griff haben.»
- 1:27:13Oder so. Und jetzt abends, die letzte Stunde, eineinhalb, mindestens eine Stunde bevor ich ins Bett gehe, kein Handy. Idealerweise noch lesen, aber ich habe wirklich das Gefühl, dass auch Fernsehen schauen immer noch besser ist als am Handy. Ja, es geht um die schnellen Videos, die drei Sekunden Aufmerksamkeit und dann wieder weg. Wenn du einen Film schaust, bist du im Film am schauen.
- 1:27:40Du bist am verfolgen. Aber ich habe das Gefühl, wenn ich auf Netflix am Handy im Film schaue, ist es einfach nicht gut für mich. Ich habe das Gefühl, Fernsehen schauen, blöd gesagt, ist besser als im Handy im Film zu schauen. Ich kann dir nicht sagen warum. Und ich glaube an das, was du vorhin gesagt hast. Ich habe dir ja vorhin gesagt,
- 1:28:03Auf TikTok gehe ich nicht. Und ich weiss, warum ich nicht auf TikTok gehe. Und ich weiss nicht, ich habe irgendwann mal, du kennst den sicher, ich habe den wirklich nicht gekannt, irgendwann habe ich mal einen Podcast gesehen mit dem Praktikant. Ich kenne ihn nicht, das ist nicht eine Wertung, aber mich hat er einfach sehr nervös gemacht. Und der hat gesagt, weisst du, was der macht, um runterzufahren?
- 1:28:28Anstatt TikTok schaut er YouTube. Das ist sein Weg zum runterfahren. Oder so. Wo ich so dachte, okay. Also weisst du... Ja. Oder so. Und darum... Ja, das ist sein Weg, ja. Das ist sein Weg, genau. Und ich hoffe, ich kann mir das für drei Monate geben. Das ist niedergeschrieben. In einem Vertrag. Den ich mit mir selbst habe. Du hast einen Vertrag mit dir selbst? Sorry. Genial. Ja.
- 1:28:57Das habe ich an Michi Weber. Michi, du bist ein geiler Typ. Er ist eine Legende. Dieser Typ ist 32, ich bin 60 und dann denke ich mir so, Gott, wie war ich mit 32 unterwegs? Und dann sehe ich heute die jungen Menschen. Delio ist 23, Peter wurde gerade diese Woche 30.
- 1:29:20Michi ist 32, Tim Hugy ist glaube ich 23 oder 24 und dann sehe ich wie die unterwegs sind und denke «what the hell». Und weisst du, auch wichtig, ich lerne so viel von jungen Menschen, das ist grossartig.
- 1:29:41Das ist mega. Hammer. Ich bin der Letzte, der sagt, dass ihr eine verlorene Generation seid, dass ihr nur Life Balance im Kopf habt. So ein Scheissdreck. Absolut. Das sind Aussagen, die sind an Dummheit nicht mehr zum Übertreffen. In meiner Generation gab es die Fleissigen, es gab die Durchschnittlichen und es gab die Faulen.
- 1:30:04Das gibt es in jeder Generation. Aber zu sagen, dass alle gleich sind, ist so eine absolute Blödsinn. Nein, absolut. Du kannst nicht alle in den gleichen Topf schmeissen. Nein, das kannst du nicht. Keine Chance. Keine Chance. Puh, crazy. Crazy. Crazy. Bockt. Es bockt mega, du. Es bockt mega. Hey, Stefan, wir sind jetzt schon eine Stunde vierzig dran. Wie lange? Eine Stunde vierzig. Nicht wahr? Ja. Nein.
- 1:30:31Ja tatsächlich. 1h40 sind wir jetzt dran. Und ich schaue mir auch meinen Spickzettel an, aber ich glaube wir haben Themen... Ah doch, etwas nimmt mich noch mega wunder. Ähm... Supplements habe ich mir nämlich nur aufgeschrieben.
- 1:30:47Supplements sind die Dinge, die du vor allem, wenn du dich vorbereiten musst auf einen Marathon, auf einen Marathon des Sables, die du spezifisch nimmst? Oder hast du eh so deinen Ernährungsplan, wo du deine Supplements, wie Magnesium, Zink und was es alles noch gibt, supplementierst? Mhm. Also das erste Mal, und das ist mir total wichtig, das mit diesen Supplements, das finde ich auch ganz ein lustiges Thema.
- 1:31:14Und ich finde es ein spannendes und interessantes Thema. Weisst du, wann kommt der Moment, wo man über Supplements nachdenken sollte? Wenn du schon alle anderen Bereiche abgedeckt hast. Genau. Ich sage, es sind jetzt schon 5%. Genau, das sehe ich auch so. Und wenn du schaust, wer alles Supplements nimmt und was dir auf Social Media eingebläut wird, was du nehmen sollst, damit du schön, gescheit und schnell wirst. Ich muss einfach sagen, das ist ein Witz. Also sich zuerst einmal...
- 1:31:44gesunder Ernähren. Und gesunder Ernähren heisst, was bedeutet das? Wie viele Kalorien brauche ich etwa pro Tag? Und was für Makros sollte ich in etwa zu mir nehmen? Bevor du überhaupt nur über Supplements nachdenkst, ist es wichtig, dass du dieses Game im Griff hast. Das bedeutet, dass du irgendwo mal drei Monate deine Kalorien tracken musst, dass du alles wägen musst, damit du einfach ein Gefühl bekommst. Weil
- 1:32:10Wenn du die Leute nach Gefühl fragst, wie viele Kalorien sie zu sich nehmen, und wie viel sie wirklich nehmen, dann ist es zwischen 30 bis 100% mehr, was sie zu sich nehmen, als was ihr Gefühl ist. 100% Aber jetzt auf dem Marathon des Sables, oder während dem Marathon des Sables, habe ich natürlich schon darauf geschaut.
- 1:32:28dass ich auf die Stunde 80 Gramm Kohlenhydrate hatte. Ja, auf die Stunde. Dass ich immer nachher einen proteinhaltigeren Recovery-Shake genommen habe. Selbstverständlich nehme ich Magnesium, ich nehme Fischöl, ich nehme Vitamin D, nehme ich auch. Aber ich glaube, dass meine Ernährung verglichen mit einem durchschnittlichen 60-Jährigen wahrscheinlich relativ bewusst ist. Was übrigens nicht heisst, also weisst du,
- 1:32:55Wenn ich mich so gut ernähren würde, wenn ich konsequent trainiere, im Training bin ich total konsequent, aber irgendwie Süssigkeiten oder mal ein bisschen Schokolade, das habe ich wirklich nicht zu 100 Prozent. Auch für das trainiere ich irgendwie auch. Wir sind auch noch am Leben. Genau.
- 1:33:15Genau. Ich habe jetzt bei meiner Frau gesagt, wenn du Dinge zu Hause hast, wenn ich heiss Hunger habe, dann gehe ich alles durchsuchen. Ich habe ihr gesagt, verstecke es bitte so, dass ich es einfach nicht finde.
- 1:33:31Und da sind wir jetzt auch auf einem guten Weg. Aber weisst du, wenn nur schon irgendwie ein Nutella-Dings rumliegt und ich nachts um 10 Uhr nochmal das Gefühl habe, jetzt habe ich ein bisschen Hunger, dann gibt es manchmal halt noch ein Nutella-Brötchen oder so. Und danach scheisse ich mich immer an. Aber das ist, was es ist. Aber der ist schon drin. Der ist schon gegessen. Okay, gut. Sehr, sehr toll.
- 1:33:58Ich habe immer so eine Schnellführrunde. Es sind ein paar Fragen zwischen 10 und 15, ich mache nicht immer alle, aber meistens schiebe ich mir 15 auf. Und wir versuchen, diese schnell zu beantworten. Es kann aber auch sein, dass einfach eine Tür aufgeht und wir uns in so ein Rabbit Hole hineinbegeben. Darum, lieber Stefan, bist du ready für die Schnellführrunde? Ready like hell, ja. Born ready. Gut, der schönste Moment deines Lebens.
- 1:34:28Die Geburt meines Sohnes. Obwohl er mir in der Zwischenzeit manchmal so auf den Sack gegangen ist. Das hast du ja bei der Geburt noch nicht gewusst. Hä? Das hast du ja bei der Geburt noch nicht gewusst. Aber es ist immer noch der schönste Moment. Das, was nachher war, konnte das Gefühl nicht abwerten. Mega schön. Herrlich. Dein erster Gedanke nach der Ziellinie des Marathons des Ablays? Tiefste Dankbarkeit.
- 1:34:57Die tiefste Dankbarkeit, in vielerlei Hinsicht. Sehr schön. Caro ist zu Hause, wartet auf dich. Du kommst rein. Was ist das Erste, was du denkst? Das Erste, was ich denke, ist, wenn ich nach Hause komme und sie schon zu Hause ist, sehr oft kommt sie nach Hause und ich bin schon zu Hause, ist, dass ich niemals Gedanken machen muss, wenn ich die Türfalle in die Hand nehme, ob es jetzt gut oder schlecht drauf ist.
- 1:35:23Also weisst du, manchmal hat sie schon auch hormonbedingt ihre Schwankungen, aber wir haben dort abgemacht, dass sie mir das bitte frühzeitig sagen soll, damit ich ein Verständnis entwickle. Aber normalerweise komme ich nach Hause und ich muss mir nie Gedanken machen, ob sie schlecht gelohnt ist. Wie geil ist das. Wie cool ist das. Sehr, sehr schön.
- 1:35:45HR-Meeting oder ein Wüstenmarathon? Was ist anstrengender? Definitiv HR-Meeting. Ja. Mental anstrengender. Ich finde einfach, das Leben in einem grossen Kooperat war sehr viele Jahre extrem gut. Und irgendwann habe ich gemerkt, es passt nicht mehr mit meiner persönlichen Entwicklung zusammen. Schlafsack oder Hotelbett?
- 1:36:09Ein Hotelbett, ganz deutlich. Kein teures Hotelbett, aber definitiv. Ich bin ja überhaupt nicht der Campingtyp. Wirklich nicht. So der Abenteurer oder so. Oder VW da, Kalifornien. Niemals. Ist nicht meins. Ich weiss, es gibt Leute, die finden das mega. Wir finden das nicht mega. Gar und ich, wir finden das nicht mega.
- 1:36:32Ein CEO, der dich am meisten beeindruckt hat? Ohne Namen zu nennen, aus dem du kannst und willst, aber sonst. Wer hat dich am meisten beeindruckt? Oder was hat dich am meisten beeindruckt? Ich habe jemanden im Kopf, der überhaupt nicht bekannt ist, den ich einfach gemerkt habe,
- 1:36:58Er lebt das, was alle sagen, Menschen stehen für ihn im Zentrum. Das Interesse an Menschen steht für ihn im Zentrum und Menschen sind für ihn nicht Mittel zum Zweck. Und das habe ich in der Zusammenarbeit mit ihm extrem immer wieder gemerkt und festgestellt. Und das ist richtig, richtig cool. Was nicht bedeutet hat, dass man nicht regelmässig
- 1:37:25extreme Lampen gehabt hätten, thematisch. Aber weisst du, wenn du dich mit jemandem persönlich gut verstehst, dann kannst du eben auch fachlich, Herr Disco, Peter und ich, das würde niemand glauben, was wir für Diskussionen haben. Weisst du, weil er ist ja auch noch mein Chef. Und einmal in der Woche haben wir ein Meeting, wo ich ihm sage, was reingekommen ist und wie ich ihm vorschlage, dass wir mit gewissen Themen umgehen sollen.
- 1:37:49Aber dass wir persönlich eine so gute Basis haben, können wir auch gut miteinander streiten. Er ist eigentlich auch ein CEO. Und ich kann auch gewinnen. Ich finde, er ist für mich ein Vorbild. So schön. Ja. Wenn ich mir das so überlege. Er ist gar nicht das Erste, das mir in den Sinn kam. Aber es ist wirklich so. Er hat einen moralischen Kompass, den ich sensationell finde.
- 1:38:13Ein riesen Wissensrucksack halt auch, gell? Wie? Ein riesen Wissensrucksack. Ja, für 30. Mega. Ja. Sehr schön. Lieber 100 Kilometer laufen oder eine schwierige Kündigung aussprechen?
- 1:38:32Weisst du, wenn du so lange wie ich, ich war ja 30 Jahre im HH, bis jetzt nicht mehr, seit vier Jahren, dann gibt es keine schwierigen Kündigungen mehr. Das gibt es gar nicht mehr. Das klingt so blöd, aber das ist wie Commodity. Aber wenn du mich fragst, erinnerst du dich an deine erste Kündigung? Puh, ja. Ich weiss noch, es war 1993 beim Schweizer Fernsehen. Die Frau hat in der Finanzen gearbeitet und ich weiss sogar noch, wie sie geheissen hat und wie sie ausgesehen hat.
- 1:39:02zwei schlaflose Nächte gehabt. Aber nachher, wenn du hunderte bis tausende Verkündigungen aussprichst, dann ist das wie ... Es ist wirklich Komodität. Part of the game. Part of the business. Und wenn du ... Das ist ... Meine Tochter arbeitet als VG. Wenn sie jedes Mal, wenn jemand stirbt, sich ein Gewissen machen würde ... Beim ersten Mal war es schwierig, beim zweiten Mal besser als beim ersten Mal. Und inzwischen macht es nichts mehr mit dir. Du musst dich im Leben abgrenzen können.
- 1:39:32Jetzt kommt für mich eine ganz wichtige Frage. Oh, jetzt bin ich fast nervös. Ganz wichtige Frage. Die Antwort musst du dir ganz gut überlegen. Denk bitte daran, dass ich halb Italiener bin.
- 1:39:46Ananas auf der Pizza. Weisst du, ich habe so ein Geschenk gehabt im Denks. Also ich würde es selber wirklich nie machen. Ich finde es schrecklich. Caro und ich, wir sind gerade vom letzten Donnerstag bis zum Sonntag sind wir wieder in Turin gewesen. Übrigens aus meiner Sicht die meiste unterschätzte Stadt, die es überhaupt noch gibt. Mega, sensationell. Und dort hatten wir natürlich auch Pizza.
- 1:40:12Nicht alle vier Tage, aber ganz bewusst einmal. Nein, ich finde, das ist wie Wienerli. In Zürich hatte es eine Pizzeria, wo wir vorher gewohnt haben. Die hatten Kinderpizza mit Wienerli und Pommes und Ananas drauf. Gott im Himmel. Was machst du während der Fussball-WM?
- 1:40:37Leiden? Nein, du hast ein Thema angesprochen, das ich mich jetzt vertiefe, und das ist radikale Akzeptanz. Und das ist das, was ich jetzt machen muss. Es ist radikale Akzeptanz. Das ist ja das erste Mal, was du machst. Du machst es jetzt zum dritten Mal. Es ist sehr traurig. Und lustigerweise, ich bin nicht so ein Fussballfanatiker, aber ich...
- 1:41:00WM habe ich immer gerne geschaut. EM, WM, das schaue ich immer gerne. Es ist stimmig, es ist alles. Aber ich kann dir keinen Spieler sagen. Keinen. Ich bin gar nicht. Aber heute ist ein Video gekommen auf TikTok. Von der WM 2006. Buffon, Benedikt, italienische Hümmersing. Hey, hey, du, ich bin total ein Kindskopf. Weisst du, was ich zum Teil mache?
- 1:41:28Wenn ich das Gefühl habe, jetzt möchte ich irgendwo auf YouTube wieder ein Video schauen, dann gebe ich ein, Gianluigi Buffon, italienische Nationalhymne, und dann verrecke ich schier von Freude, wenn ich sehe, mit welcher Leidenschaft der dabei war. Und so müssen eben Leaders sein. Leaders müssen die sein, die irgendwo
- 1:41:50Aus tiefster Überzeugung, nicht mit Absicht, am lautesten singend und alle anderen rundherum inspiriert. So ein geiler Typ. So geil. Ja und dann der Grosso, der in den 100 und...
- 1:42:07Hey, irgendwie noch das Goal macht und dann dort am verrecken ist vor Freude, alle auf ihn. Und nach zwei Minuten der Piero das letzte Goal schiesst und ich denke so, Mama mia, das sind pure Emotionen. Und ich denke so, das ist eine Nationalmannschaft gewesen.
- 1:42:24Ja, es ist sehr schade, dass ich diese Sachen schon länger nicht mehr erleben darf. Aber was mache ich während der WM? Ich fahre für die Schweiz. Wie ein Pick-up. Ich liebe die Schweiz. Ja, also. Hobe Schweiz. Let's go. Gut. Danke vielmals für diese Frage, Herr Tananas. Das hat mir sehr viel bedeutet. Wir können das auch gerne weitermachen. Ich war vorbereitet, weil ich zwei Podcasts geschaut habe. Von dir, oder? Also. Peter Bolliger. Wer motiviert, wenn mehr?
- 1:42:59Er mich. Er dich. Nein, es ist nicht Motivation. Es ist Inspiration. Inspiration ist der grosse Bruder von Motivation. Es ist lustig. Jetzt hat er an seiner Challenge gearbeitet. Dann hat er mir heute eine Sprachnachricht geschickt und gesagt, hey, einmal mehr, ich ziehe einfach meinen Hut vor dir. Dann habe ich ihm gesagt, in dieser Sprachnachricht, Peter, ich habe diese My-Challenge nur wegen dir gemacht.
- 1:43:26Ich wusste, dass ich die 28 Tage, 5'635 km, 38'000 Höhenmeter, dann kann es nicht sein, dass ich diese verdammte Mite-Challenge nicht schaffe. Auch wenn es die letzten sieben Tage des Todes waren. 200 km in sieben Tagen, das ist des Todes. Ohne Ruhetag dazwischen. Ich habe es nur wegen ihm gemacht.
- 1:43:50weil ich wieder das, was er gemacht hat, so inspirierend fand. Ich habe ihm das auch schon gesagt. Ich bin zwar dein Manager, aber ich bin auch immer noch Teil deiner Community und ich bin Fan von dir und deinem Content. Ich habe mir schon mal überlegt, ob das zusammengeht und ich finde, das geht total gut zusammen. Weil ich kann ihn mit so einer Überzeugung, das klingt jetzt ein bisschen gruselig, verkaufen, das glaubst du nicht.
- 1:44:15Und wenn mir jemand sagt, das was du alle bittest ist zu teuer, dann sage ich, ja dann, ist okay. Dann geht es jemand anderem, wenn der Peter zu teuer ist, dann, oder? Drum, deutlich, er, mehr, mich. Sehr schön. Wenn du ein Tier wärst, wer wärst du? Loi. Der König der Tiere.
- 1:44:43Gut. Dein nächstes verrücktes Projekt? Stand heute, Dezember 27. Wieder ein Ultra. Nicht in Europa, in dem Sinn. Bin angemeldet. Ich habe nur 100 Teilnehmer dort. Nur?
- 1:45:05Finde ich so mega cool. Weil weisst du, dann ist es eben nicht so kommerziell. Bei 100, wenn du nur 99 andere Leute um dich herum hast, dann ist es eine grosse Chance, dass du mit ganz vielen von denen in Kontakt kommst.
- 1:45:18Aber ich sage dir noch nicht, was es ist. Aber ein Ultramarathon heisst... äh... Ah, das ist kein Triathlon. Ultramarathon heisst einfach eine mega lange Strecke wieder? Ja. Also nicht mit dem Velo und... Per Definition ist ein Ultra etwas, das länger ist als ein Marathon. Okay. Also eigentlich ist ein Ultra schon 50 Kilometer. Okay. Aber ich will das noch nicht sagen. Nein, ist gut. Es wird erst im Dezember 1927 sein.
- 1:45:44Irgendwo mache ich sicher vorher auch noch etwas. Ich habe ja noch meine Ferienplanung, muss ja schauen, dass ich das in diesem Sinn reinbringe. Du bist schon ein paar Monate weg. Ja, muss schon schauen. Muss schauen? Ja, muss schauen, wo du bleibst. Gut, dann zu meiner letzten Frage von der «Schnellfeuerrunde». Und zwar, der Podcast heisst «Momentum». Was heisst «Momentum» für dich?
- 1:46:07Hey, es ist lustig, egal welche Frage es ist, egal wo ich eingeladen bin, ich gebe eigentlich immer die gleiche Antwort. Momentum ist das Erkennen, dass du selber in deinem Leben die wichtigste Person bist. Das soll dir jeden Moment bewusst werden. Und wenn du das Gefühl hast, dass es egoistisch ist, dann hast du das Leben nicht verstanden. Mhm.
- 1:46:36Du kannst dich nur dann gut um andere kümmern, wenn es dir selber gut geht. Das ist für mich Momentum. Im Hier und Jetzt sich dessen immer bewusst sein. Und wenn die Leute etwas anderes einreden, dann verabschiede dich von diesen Leuten. Ich bin kein People Pleaser mehr in diesem Leben. Das ist eine bewusste Entscheidung. Das ist eine bewusste Entscheidung. Das ist eine bewusste Entscheidung, mit wem ich noch Zeit verbringe.
- 1:47:07Sehr schön. Danke für deine Erklärung. Deine Kamera, wenn du etwas an die Community rausgeben möchtest, wenn du noch ein paar letzte Worte in die Welt geben kannst, was wären die? Ich möchte wirklich an dem... Zuerst einmal möchte ich herzlich danken, dass ich hier sein durfte. Wie lange wir darüber gesprochen haben, das ist absolut crazy. Wirklich. Also, es hat extrem gepockt bei dir. Danke vielmals. Mega gepockt, danke. Für dich, grüssen an Leo, wenn er diesen Podcast schaut.
- 1:47:35Nein, das andere ist wirklich, hey, schaut einfach, dass es euch selber gut geht. Und ich habe meinen Kids gesagt, und ich sage es immer wieder, rennt nicht am Geld nach, sondern macht Sachen im Leben, die euch Spass machen.
- 1:47:56Wenn man jung ist, hat man auch nicht so viel Geld. Was ich immer wieder festgestellt habe, je mehr Geld du verdienst, wir sind ein bisschen doof, umso mehr geben wir aus. Die Kleider werden teurer, die Autos werden grösser, die Ferien werden luxuriöser. Und das ist einfach... Und wenn du in der Geiselhof bist...
- 1:48:16von deinem Gehalt, dann wird es schwierig im Leben. Ja, total. Darum, Nico Vogt, sure out an dich. Fixkosten tief behalten. Fixkosten tief behalten, das sagt er immer in Predigen. Ja, und er hat so recht. Ja, ja, logisch. Weil dann hast du Freiheit im Leben. Dann hast du richtige Freiheit im Leben. Ja, das ist so. Es gibt Leute, die verdienen eine halbe Million. Und die wissen am nächsten nicht, wie sie ihre Steuern zahlen sollen.
- 1:48:46Ist blöd. Total. Danke. An dieser Stelle möchte ich mich bei dir bedanken. Ich finde immer, Zeit ist das wertvollste Gut, das wir haben und dass du da bei mir zwei Stunden hinsitzt auf meinem Sofa, auf diesem Sessel, um mit mir über dein Leben zu sprechen, über deine Erlebnisse, über deine
- 1:49:06deine Erkenntnisse auf einem Marathon des Sables, wie du über deine Frau redest, wie du dein Leben durchmanagst und wichtige Entscheidungen aktiv getroffen hast. Wunderschön. Und darum danke vielmals, dass du mir deine Zeit geschenkt hast. Ich bin wirklich sehr dankbar dafür.
- 1:49:24Danke dir für deine Zeit. Ich fand es wirklich mega. Es war richtig, richtig cool. Es hat richtig, richtig Spass gemacht. Ich kann wirklich sagen, es hat sehr gepockt. Und das habe ich auch von Leo in diesem Fall. Es hat mega gepockt. Und an dieser Stelle auch danke dir. Danke, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Du weisst, wie das Game funktioniert, Donner. Es hat ein paar Knöpfe. Ich erkläre es dir ganz schnell. Einer heisst abonnieren. Wenn du diesen Knopf drückst, verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal abgeht.
- 1:49:52Jetzt ganz wichtig, nebenbei eine kleine Glocke, wenn du die sogar noch drückst, wirst du sogar benachrichtigt, wenn so ein toller Podcast-Video von Stefan aufgeladen wird. Darum schenke doch gleich dabei, wenn du schon dran bist, einen kleinen Kommentar oder ein Like, würde mir sehr viel bedeuten. Alles Gute und bis zum nächsten Mal, dein Kevin Keller-Mazza. Momentum Podcast. Tschüss.