Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / DJ Tatana über Erfolg, Rückschläge & Familie– Die Queen des Schweizer Trance im Talk
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- 0:00Ich habe das Potential gesehen, dass man das fusionieren und zusammenkreieren kann, was dann noch etwas Größeres daraus gibt. Mit dem kreativen Lohn natürlich, wo ich dann wirklich auch im Studio gar nicht gewusst habe, was will ich jetzt. Du hast 20 Gold- und 6 Platin-Auszeichnungen erhalten. Ja. Ich muss einmal selber auch studieren. Nur schon vom Verzählen bekomme ich Gänsehaut. Das ist ja wahnsinnig.
- 0:25Und in Peru konnte ich auch nicht mehr auf der Strasse rumlaufen. Da brauchten die nicht mehr Polizistin. Es hiess «Sex». Das Lied hiess «Sex». Das heisst immer noch «Sex». Also das Lied. Nicht «Wir haben Sex geholt». Eine riesen Ehre und Freude. Danke. Jetzt machst du mich gerade mega emotional. Oh mein Gott. Danke vielmals für deine Worte. Es war schön.
- 0:54Herzlich willkommen bei einer weiteren Folge von Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist einer der bekanntesten und renommiertesten DJs der Schweizer Szene.
- 1:09Lass uns das mal auf die Zunge vergehen. Mit über 20 Gold- und 6 Platin-Auszeichnungen hat sie die Schweizer Musikszene mehr als nur geprägt. Bekannt wurde sie mit Hits wie «End of Time» und «More Than Words». Und was im 20. Februar noch alles passieren wird, werden wir heute direkt von ihr erfahren. Und darum mit einem grossen Applaus. Schön, dass du da bist, DJ Tatana.
- 1:33Danke, darf ich da sein? Mega cool. Hey, zu der ersten und allerwichtigsten Frage. Wie geht's dir?
- 1:40Sehr gut. Ganz gut. Ich bin heute Morgen schon eine Stunde gegangen. Schön. Die Sonne war noch nicht so da, aber die Sonne haben wir ja im Herzen. Die Sonne haben wir im Herzen. Und ich muss sagen, du bist hier reingekommen und hast einfach gestrahlt. Du hast so eine coole Aura. Das ist richtig, richtig toll. Ganz, ganz schöne Energie, die du da mitgebracht hast. Mega lässig. Das kann ich noch zurückgeben. Danke viel, vielmals. Hey, es gibt sehr wenige Menschen in der Schweiz, die dich nicht kennen. Und wahrscheinlich nicht nur in der Schweiz, sondern global. Du hast eine...
- 2:09eine ausserordentliche Karriere hinter dir und vor dir. Du bist voll in deinem Comeback. Wie hat das Ganze gestartet? Wer bist du? Wie hat das angefangen?
- 2:22Also angefangen hat es 1976, dann bin ich nämlich geboren. Sehr lange her, das können sich die meisten gar nicht mehr vorstellen, die Zahl, also vor allem von den Jungen natürlich. Aber angefangen mit der Musik hat es 1994, als ich meinen ersten Auftritt hatte, am 7. Mai.
- 2:40In Grodonia in Zürich, in Rühmland. Warst du so genau? Ja, ganz genau. Es war ein spezieller Moment, weil mein damaliger Freund Maurizio eine Party gemacht hat. Und es ist ein DJ ausgefallen. Und ja, dadurch, dass es ein DJ ausgefallen hat, haben die einen DJ gebraucht und ich durfte ihn einspringen, weil ich...
- 2:58Vor ein paar Monaten vorher habe ich im Studio geübt. Ich habe nicht einmal mit meiner eigenen Platte aufgeladen am ersten Auftritt. Aber es hat so gut funktioniert und ich konnte es so gut, dass es mein Start war von der Karriere der letzten 30 Jahre. Ich habe letztes Jahr mein 30-Jahres-Rubileum gefeiert. Das ist schon...
- 3:18Das war im Mai 1944. Also bald das nächste Jubiläum. Ja, es sind schon 31 Jahre. 31 Jahre, unglaublich. Ja, die Zeit läuft. Und du hast das gestartet in einem Raum, wo du angefangen hast mit dem Mischpult zu arbeiten. Das ist ja nicht etwas Einfaches. Das ist ja easy Arbeit dahinter. Ja. Die Übergänge. Das ist es ja absolut. Also vor allem damals, als ich angefangen habe, hat man ja mit Platten mitgemacht.
- 3:47Vinyl? Vinyl, genau. Dort hattest du keine digitalen Anzeigen. Du hattest keine Geschwindigkeitsanzeige, wie viel Geschwindigkeit das Lied ist. Du musst ja Geschwindigkeit angegleichen. Das ist ja eigentlich die Kunst, dass du die mit dem Gehör angegleichen kannst, dass die gleich schnell spielen, damit du sie zusammenmixen kannst. Dass der Beat nicht rumpelt, sondern dass der Beat aufeinander ist.
- 4:09Damals habe ich eben meinen damaligen Freund Maritzo kennengelernt, der dann auch mein Manager war, jahrelang. Er hatte ein Studio mit den Jungs, mit seinen Kollegen und die haben dort gemixt und hatten ein Studio. Ich kam dann dort hinein und sah das und habe mich einfach gewundert, was das ist. Dann habe ich das auch probiert und ich habe mega Freude bekommen, selber daran.
- 4:33dass es sich dann so entwickelt hat, das eine führt dann zum anderen. Und ja, man hat dann so halt immer mehr gemerkt, oder ich habe dann immer mehr gemerkt, das ist etwas, was mir mega Spass macht. Und das ist dann mit zu meinem Hobby geworden. Und vom Hobby ist dann der Beruf geworden. Das hat sich dann so ergeben, ja.
- 4:51Wow. Und in dieser Zeit, 1994, hattest du dort noch einen anderen Job? Was hattest du dort gemacht? Ja, ich war dann mitten in der Lehre. Ich habe damals Banklehre gemacht, obwohl ich eigentlich an der Kunstgewebschule machen wollte, weil ich sehr künstlerisch, so talentiert war. Ich kann mir sagen, ich habe viel gemalt. Ich habe eigene Bilder gemacht. Und bin ja eigentlich...
- 5:12schon immer so ein bisschen interessiert war an Kunst und diesen Weg eigentlich wählen wollen. Aber bis es halt so ist, auch zu Hause, haben die Eltern gefunden, komm, jetzt machst du erst mal das KV, mach mal etwas Richtiges, in Anführungszeichen. Das war halt damals auch ein bisschen anders als jetzt. In der heutigen Zeit ist man offener, es sind ganze Social Media usw. Du brauchst die Ausbildung nicht mehr, wie es halt damals war.
- 5:36Vor allem zum Kunstmachen. Ja, auch. Vor allem zum Kunstmachen, ja, mega. Aber auch als DJ. Das ist gar nicht möglich. Damals hatte man den Gedanken, man könne von der Musik leben. Das war damals natürlich nicht so als DJ. Würdest du DJ sein und nicht als Kunstform betiteln? Natürlich. Das ist einfach eine andere Art von Kunst.
- 5:57Ja, ist halt klar. Schlussendlich ist es Musik, ist Kunst. Ob du mal Bilder malst, ob du Skulpturen baust. Kunst ist ja sehr relativ und sehr weit. Das Spektrum ist sehr weit. Aber ich wollte Kunst quer zur Schule machen. Mode ist ja auch Kunst zum Beispiel. Also ich meine, schlussendlich...
- 6:15Und ja, habe sie dann aber nicht gemacht. Ich bin aber in einem Vorkurs zu einem Lehrer, wo ich dann so spezielle Techniken gelernt habe. Das habe ich gemacht, aber habe dann eben Banklehrer gemacht, habe dann auch die Lehrstelle bekommen, an der Bahnhofstrasse in Zürich. Also UBS oder ZFH? Ja, genau, UBS. Und während der Lehre hat sich das entwickelt, mit dem DJing, oder? Und irgendwie...
- 6:40habe ich dann gemerkt, wow, das ist etwas. Und es gab natürlich schon immer mehr Partys. Und ich hatte halt sehr schnell viele Fans, als ich dann angefangen habe. Nach dem 7. Mai 1994 habe ich dann angefangen einen Auftritt zu bekommen und bin dann halt immer mehr plötzlich gebucht worden. Ich bin ja natürlich auch als Frau sehr in der Minderheit. Ich wollte gerade sagen, in dieser Zeit hat es wahrscheinlich...
- 7:03Es gab Frauen, also Giolla gab es. Ich weiss gar nicht, ob Manon dort schon aufgeleitet war, aber es gab damals schon Frauen. Aber wenig, also sehr wenig. Du konntest an einer Hand abzählen, wenn überhaupt. Also an drei Fingern vielleicht. Und Maruscha natürlich in Deutschland. Und so in Deutschland gab es schon auch DJ-Frauen. Aber eben in den Minderheiten. Sehr, sehr, sehr in den Minderheiten.
- 7:26Und dann hat sich einfach entwickelt, ich hatte plötzlich eine riesige Fanbase. Die Leute kamen an meine Aufträge, stürmten rein. Ich habe dann in den Palais gestraut an den Futurescope und da waren irgendwie 2000 Leute da, voll am Schreien. Und ich hatte damals noch nicht einmal ein Lied rausgebracht. Ich habe halt immer mitgetanzt, ich bin immer vorne zu den Leuten.
- 7:51Ich glaube, es war etwas, das die DJs damals weniger gemacht haben. Ich habe es einfach gemacht, weil ich Freude hatte. Bei mir wurde es einfach meine Leidenschaft. Bis heute eigentlich. Darauf können wir auch später sprechen. Ich hatte auch eine Zeit, in der ich nicht mehr so viel Leidenschaft in der Musik hatte in den letzten zehn Jahren. Und dann ist es natürlich eine ganz andere Energie.
- 8:12Es ist lustig, dass du das sagst, dass du wirklich mitgetanzt hast, weil es ist eine Erinnerung, die ich habe von dir, von Sachen, die ich gesehen habe auf YouTube, dass du wirklich halt mega aktiv warst und nicht einfach hinter dem DJ-Pult und dieses Ding gemacht hast, sondern du bist mega mit der Crowd mitgegangen. Ja, immer. Also bis heute eigentlich. Es ist so, ja, weil ich es halt
- 8:34Ich zelebriere halt die Musik, die ich... Heutzutage ist es halt so, dass ich meine Lieder spiele. Damals war es so, dass ich andere Lieder gespielt habe von anderen DJs. Und irgendwann habe ich auch selber angefangen zu produzieren. Also nie allein. Ich hatte immer Produzenten, die... Weil es ist natürlich auch...
- 8:50nicht so einfach gewesen damals. Es war auch schwieriger. Man hat die Beats noch gesampelt. Man konnte nicht einfach ein schnelles Programm herunterladen wie heute. Man konnte alles zusammenwürfeln. Man hatte damals schon eine andere Art und Weise, um zu produzieren.
- 9:08Mittlerweile habe ich so viele Lieder selber. Meine Fans erwarten das natürlich auch, dass meine eigenen Songs spielen. Aber damals, als ich dich noch nicht kannte, warst du jede Woche im Plattenladen.
- 9:24gesucht, Lieder gesucht, die die Leute noch nicht kennen. Auch die heutigen DJs, die spielen, es gibt gar kein neues in dem Sinne, weil alles so schnell schon realistisch und so schnell in den Social Media verbreitet ist und Spotify, die auch immer Beatport, dass du gar nicht mehr, du hast schon Promos vorab vielleicht einen Monat, aber es ist nicht das Gleiche wie damals natürlich. Da warst du wirklich ein Held, wenn du als DJ etwas gespielt hast, was noch niemand gehört hat, weil diese Promo vielleicht fünfmal
- 9:52... von diesem Lied verpresst worden ist. Und erst drei Monate später kam das dann vielleicht raus. Auf Vinyl. Nur auf Vinyl. Nicht irgendwo... Und dann... Dann... ... musstest du das erst mal kaufen, suchen, machen... Genau. Und die Leute, die das gehört haben, sind dann aber auch extra an einen Auftritt von diesem DJ. Weil sie gewusst haben, der spielt das jetzt. Weil sonst hätten sie es niemandem hören können.
- 10:12Es gab ja keine Handys, es gab keine Möglichkeit, etwas aufzunehmen. Also mal natürlich mit der Kamera, aber du bist ja nicht in einen Club mit der Kamera gekommen. Also darum, es war schon eine andere Zeit. Ich würde gerne noch ein paar Jahre zurück schrauben und zwar bist du in der Schweiz geboren und aufgewachsen?
- 10:31Geboren bin ich in Tschechien. Das habe ich gelesen, genau. Mit dreieinhalb, als ich dreieinhalb war, sind meine Eltern geflüchtet. Damals war Kommunismus, alles zu. Sie mussten flüchten, dürfen, müssen, was auch immer. Sie sind dann in die Schweiz gekommen mit meinen Brüdern. Hast du noch scheuere Erinnerungen an diese Flucht? Ich habe Erinnerungen an meine Grosseltern. Also schon ungefähr bis so...
- 10:54Einzelne Bilder, aber jetzt nicht. Mein Bruder ist fünf Jahre älter, der hat mehr Erinnerungen. Wir haben natürlich acht Jahre. Aber ich habe immer, die ganze Familie ist noch dort eigentlich. Ich bin schon ab und zu, jetzt nicht jedes Jahr immer, also ziemlich immer. In der Nähe von Wien, ja im Süden. Auch im Süden, ja.
- 11:13Genau. Und ja, ich bin schlussendlich hier aufgewachsen. Ganz ehrlich, fühle ich mich, wenn ich jetzt wählen könnte, Tschechien hier, würde ich ganz klar für die Schweiz wählen. Also für mich ist... Ich bin Schweizerin. Also so im Herzen. Auch wenn ich vielleicht jetzt nicht hier geboren bin, aber... Ja, nach so vielen Jahren, hast du den Bezug zu diesem Land... Ich habe hier ja alles erlebt. Ja klar, mit drei... Mein ganzes Leben, schlussendlich. Klar. Wann bist du das erste Mal wieder zurückgegangen nach Tschechien?
- 11:43Wir haben dann erst, wann war es, 1990, so dort rum, also erst zehn Jahre später, haben wir das erste Mal... Ja, siehst du nur. Ich war dann älter, vorher haben wir gar nicht dürfen. Und meine Grosseltern sind uns besuchen gekommen mit einem Visum. Aber es war natürlich politisch eine andere Situation und darum konnten wir nicht wieder zurückgehen. Ja, klar.
- 12:08Okay, das heisst, du hast nachher hier die Schule gemacht und hast schon in der Schule gemerkt, dass du eine künstlerische Ader hast, eben mit Zeichnen damals wahrscheinlich?
- 12:16Ja, also ich habe immer, also mein Vater schon, hat immer gemalt, also immer, hat gemalt, wunderschöne Bilder gemacht, mein Grossvater schon. Mein Sohn hat sie jetzt auch. Also man gibt es weiter in der Familie anscheinend. Also ich habe immer schon gerne gemalt. Also jetzt nicht basteln, so Kunst, sondern mehr wirklich malen, zeichnen. Und die Passion für Musik, wann hat das angefangen, dass du gemerkt hast, ich liebe Musik und es macht etwas in mir?
- 12:45Die Musik habe ich schon immer geliebt. Ich habe auch Gitarre gespielt, bevor ich Web-DJ wurde. Aber DJing ist eine andere Musikart, die man mit der Gitarre nicht macht. Es ist elektronische Musik, die ich dann schon gefällt habe. Das war dann, als ich angefangen habe, aufzulegen. Du suchst ja «Trends». Wie nennt man das?
- 13:11Schlussendlich ist es für mich, ich sage immer einfach elektronische Musik, weil es hat Einflüsse. Natürlich, es ist ein bisschen schneller als House zum Beispiel oder als Deep House. Es läuft schneller, aber in der heutigen Zeit ist es auch nicht mehr so schnell wie damals. Ich benutze viele Sounds von früher noch, aber kombiniere es halt auch mit neueren Sounds, mit neuem Tempo etc. Und ich meine ganz, ganz, ganz am Anfang,
- 13:37sind die Lieder auch ohne Gesang gewesen, es war mehr instrumental. Ich habe mit Techno angefangen, also ich habe ganz am Anfang auch Techno gespielt, bis ich dann zum Trans kam, das war 1997 oder so. Ich habe sogar noch in Berlin gespielt an der Love Parade. Und dann habe ich wirklich mehr Techno gespielt. Ich habe dann wirklich Trans entdeckt und gemerkt, wow, da gibt es ja noch Melodien. Das ist ja noch Beat und nicht noch elektronisch.
- 14:02Und das hat mich mega geflasht natürlich, weil ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Und meine Musik ist ja auch emotional. Trans ist emotional. Es ist hymnig und das war das, was mich angesprochen hat. Hymnig? Ja. Ah ja, stimmt. Ja. Wenn du es jetzt so beschreibst. Darum habe ich dreimal das Street Parade-Hymn gemacht. Wahrscheinlich. Und jetzt hast du es angesprochen, das Street Parade-Hymn hast du dreimal gemacht. Kann man vielleicht etwas erwarten dieses Jahr?
- 14:31Mit der Street Parade? Nein, wir haben nichts Konkretes. Aber ich werde selber sicher ein Lied von der Street Parade releasen. Ich habe mich entschlossen, das Jahr. Ich habe Lust wieder mal drauf. Dann freuen wir uns drauf. Du hast die Love Parade angesprochen. Die ist in Berlin.
- 14:50Damals ja. Gibt es ja nicht mehr. Gibt es nicht mehr? Oder haben sie das jetzt ja... haben sie das ja gemacht, glaube ich. Sie haben ja... das war ja dort ein Skandal, aber ein anderes Thema, wo Menschen ans Leben gekommen sind, wo es gebrannt hat. Aber da haben sie es ja dann nicht mehr gemacht. Das war natürlich 1996, als ich dort gespielt habe. Sehr, sehr lange her. Da sah Berlin auch ganz anders aus als jetzt. Das kannst du gar nicht mehr vergleichen. Also, crazy.
- 15:161994 dein erster Auftritt. Im 96. Oder wann warst du an der Love Parade? Plus minus 6, 7, 97, 98. Unglaublich. In dieser kurzen Zeit
- 15:30Ich hatte Glück, dass ich jemanden kennengelernt habe, der von Berlin ist. Miss Yeti damals, sie war auch DJ-Frau. Mittlerweile leiht sie aber nicht mehr auf. Sie war sehr erfolgreich. Wir haben uns angefreundet, wirklich so menschlich auch. Und sie hat mich dann eingeladen. Dann habe ich aufgereiht, mit ihr spielen zu dürfen. Das war ein total cooles Erlebnis. Ganz beeindruckend.
- 15:56Was ist so dein Erlebnis, wo du sagst, diese Crowd war die grösste und schönste Erinnerung?
- 16:08Es hat viel. Das Schönste kann ich nicht unterstreichen. Ich glaube, jeder Auftritt hat sein eigenes. Ich habe auch Auftritte in Erinnerung, wo 100 Leute kamen, die total schön waren. Emotional, privat an einem Geburtstag, wo Menschen wirklich etwas erlebt haben in einer Musik, wo sie das so zelebriert haben, wo es so viel zurückgibt. Aber natürlich jetzt zum Beispiel in Polen, in einem Amphitheater, wo 20'000 Leute kamen, das ist natürlich schon spannend. Die Leute, die deine Lieder singen.
- 16:37Ja, da muss man mal mein Dokumentar schauen. Dort siehst du so Aufnahmen von dort. Ja, beim Schweizer Fernsehen haben sie mal einen Doc über mein Leben. Wo finden wir den? Auf YouTube? Ja, da kann man auch auf YouTube schauen. Da siehst du mal die Aufnahmen auch. Wir verlinken sicher auch, dass die Leute das auch anschauen können. Wäre cool, dann sehen sie mal den Ablauf, wie es vom Album zum Release kommt. Zwischendurch die Auftritte. Ist halt schon ein rechter Weg. Es ist nicht einfach so, ich mache jetzt ein Album und es ist...
- 17:04Es ist natürlich mit viel Arbeit verbunden. Viele meinen, es ist ein bisschen auflegen. Aber ich habe da schon viel gearbeitet. Es ist nicht zu unterschätzen. Man ist unterwegs. Ich war damals natürlich auch sehr viel unterwegs. Sonst jedes Wochenende drei, vier, fünf Auftritte. Und dann um die Woche noch produziert. Dann noch Interviews, noch da und dort. Aber hast du es voll beruflich gemacht?
- 17:27Ich entschloss mich dann irgendwann, 2000, 2001 kam dann mein Hit «Words» raus, der ja sehr lang topteng war und wirklich ein Hit war von heute auf morgen. Vor allem als elektronische Musik stattgefunden hat, auch in den Radios. Damals war das kein Thema.
- 17:54Und dann habe ich mich irgendwann... Ich bin dann von 100% auf 80%, dann auf 60%, dann auf 40%, dann auf 20%. Ich konnte mich nicht von der Bank lösen, weil ich einfach so... Auch die Angst vor der Angst, was mache ich dann? Ich musste auch noch die Miete zahlen können. Das war damals auch noch so.
- 18:13Irgendwann fand ich, das mag ich nicht mehr. Ich kann nicht mehr arbeiten. Auch das körperlich. Dann entschloss ich mich. Als ich den Schritt entschieden habe, jetzt mache ich wirklich nur noch Musik, hat es wirklich so Bäm gemacht. Dann bin ich voll durchgestartet. Und da kannst du sagen, global durchgestartet?
- 18:34Ja, es hat sich halt schon ergeben, dass man dann... Ich habe in der Mongolei gespielt, ich habe in Südkorea gespielt. Also ja, es ist schon... Vor allem in der damaligen Zeit, wo es keine Social Media gab, musst du dir das vorstellen, haben die meine Lieder irgendwie entdeckt und gefeiert. Und in Peru konnte ich auch nicht mehr auf der Strasse rumlaufen. Da brauchten sie wirklich Polizenschutz. Diese Leute waren crazy. Ich war dort im Fernsehen, gab Interviews und...
- 19:01Unglaublich. Ja, und dann war ich auf dem Hauptplatz in Lima und dann hat mich einer erkannt. Das siehst du auch im Doc-Film. Ich zeige dir einen Ausschnitt. Und dann waren plötzlich so viele Leute um mich herum. Das sind dann Fans. In der Schweiz sind sie sehr zurückhaltend, verleidigt, ja, ja, ja.
- 19:19oder so vielleicht mal so. Und dort ist dann aber Vollgas, dann kommen sie auf dich und dann umher, halt ganz anders. Es ist ja auch schön, wenn sie sagen, wenn sie deine Musik gerne haben. Es tut gut, wenn du siehst, Menschen haben Freude an deiner Musik. Es bewegt Menschen, es gibt ihnen Menschen Energie, auch in schlechten Zeiten usw. Aber es war natürlich schon enorm. Da musst du auch noch mit dem umgehen können. Du plötzlich von der Zeit,
- 19:47Plötzlich kennt dich hier in Lima ein Mensch auf der Strasse. Das ist natürlich schon nochmal crazy. Ich glaube, wenn ich damals nicht schwanger geworden wäre und weitergemacht hätte, ja, wäre das vielleicht... Wann ist das? 2013. Also 2012 ist mein letztes Album rausgekommen. Damals, ja, ist eigentlich auch noch gut. Ich hatte eine gute Zusammenarbeit mit Natalia Kils. Die hat ja mit...
- 20:15Mit «Will I Am» hatte sie viele grosse Features damals. Mit Madonna hatte sie ein Single. Mit ihr habe ich ein Lied auf diesem Album herausgebracht. Dann kam der Break und wurde schwanger. Dann hatte ich nicht einen Zusammenbruch.
- 20:35Aber es ist ein ganz anderes Leben. Plötzlich bist du schwanger, bist Mutter von so einem Leben, das du vorhersagst. Und ja, es ist dann schon so eine... Dann geht das fast nicht mehr. Ich glaube, der DJ-Lifestyle ist schon sehr, ich stelle mir das sehr hektisch vor, eben Auftritt spät in der Nacht, weil das ist ja nicht so der Day-Job. Das ist in der Nacht.
- 20:57Ich erzähle dir nachher dazu. Das ist mein neuer Plan. Die Daydance Party. Das ist sicher ein Hit. Aber damals wurde ich Mutter. Ich nahm ja auch extrem zu. Das muss man vielleicht auch thematisieren. Frauen haben viel Mühe. Ich hatte auch Mühe.
- 21:18Mit dem Gewicht. Ich bin heute noch am schauen. Nein, alles gut. Ich habe mich angenommen. Alles gut. Mein Selbstwert ist wieder da. Aber es war ein Prozess. Wenn ich nicht meditieren und nicht den Weg gegangen wäre, wäre ich jetzt nicht hier mit dir zu reden. Dann wäre ich vielleicht gar nicht mehr Musik machen. Aber ich habe das gebraucht. Ich glaube, diese zehn Jahre Pause haben es gebraucht. Irgendwie ist das...
- 21:45Ich glaube, das weiss nur das Universum oder Gott, wer auch immer da oben weiss, wieso. Aber ich glaube, das hat es gebraucht und ich bin jetzt dafür wieder mit vollem Elan und ich habe wieder Freude. Ich habe wirklich die Freude verloren gehabt und ich glaube, dann bringt es das auch nicht. Dann bin ich wirklich an einen Auftritt gefahren und habe gedacht, was mache ich da eigentlich? Ah, wirklich? Weisst du, ich war am Stillen und dann bin ich auch nochmals schwanger geworden, noch das zweite Kind. Und es ist so ein bisschen...
- 22:11Ja, einfach nicht mehr das, was in dem Moment gepasst hat. Aber jetzt, wirklich, ich spüre es wieder. Und ich glaube, wenn das wieder da ist, und wenn die Leidenschaft wieder da ist, dann glaube ich, egal, was man macht. Egal, ob es jetzt Musik ist oder ein Kaffee hat. Und wenn wir das wieder wegmachen, dann... Unbedingt. Du hast gesagt, du hast fast zehn Jahre den Break gehabt und wahrscheinlich auch gebraucht.
- 22:35Und gab es vorher auch Momente, in denen du gesagt hast, du hast so ein kreatives Low, wo du sagst, da passiert jetzt nicht viel. Wie bist du mit dieser Situation umgegangen damals?
- 22:45Ja, das ist es ja. Das kommt noch dazu, das mit dem kreativen Lohn natürlich, wo ich dann wirklich auch im Studio gar nicht gewusst habe, was will ich jetzt. Und ich habe auch wirklich die letzten drei Jahre, und dann ist natürlich noch Corona gekommen, darf man nicht vergessen. Genau, kurz vor dem Corona habe ich mich eigentlich aufgerafft, gefunden, jetzt will ich wieder, oder? Und dann ist es, bäm, voll der Schlag gekommen, glaube ich, für alle, oder? Das ist natürlich klar, es war eine Zeit, da wollen wir gar nicht mehr darüber reden. Nein, wirklich. Das ist so, wie es ist jetzt, oder?
- 23:14Ja, dann konnte ich wieder. Dann wurde ich eigentlich gehindert. Aber es ist gut, weil ich in dieser Zeit viel Gedanken machen konnte, was ich eigentlich in meinem Leben will. Was willst du in deinem Leben? Ja, Musik ist schon das, was ich will. Ich glaube, für mich gibt es gar kein anderes Thema. Auch wenn jetzt jemand kommt und sagt, du bist 48. Ja, ich bin 48, ich weiss es. So what? Genau, ja und jetzt?
- 23:41Und mit 48 hast du ja noch angefangen zu jassen. Ja, du, sag nicht. Weisst du, was ich meine? Aber die Themen kommen halt. Aber das ist immer schon so. Als Frau bist du halt mit 48 älter. Aber ich glaube, es ist auch nicht mehr so, wie es mal war. Dass man jetzt mit 50 sagt, jetzt ist das Leben vorbei. Ich meine, hey, es ist noch lange nicht vorbei. Ich meine, wenn ich 70 bin, können wir nochmal darüber reden. Nein, Jesus Gott. Dann machst du die nächste.
- 24:03Aber nicht mit 48. Was dann ist, wer weiss, was dann noch ist. Ich lebe heute. Ich bin jetzt hier mit dir. Wir haben ein gutes Gespräch. Was ist für morgen? Ich mache ja auch noch ein anderes Projekt. Ich mache natürlich Musik, das ist mein Hauptding. Aber ich bin an der Kimono-Kollektion, die noch kommt.
- 24:19Das ist mein Ziel, das ich seit 20 Jahren will, denn Mode interessiert mich extrem. Ich ging nie mit der Mode, nur ein bisschen, aber ich hatte immer meinen eigenen Stil. Ich liebe halt Kimonos. In der Zeit, als ich sie zugenommen habe, habe ich sie natürlich noch mehr geliebt. Du kannst dich anlegen, ob du schlank bist, ob du etwas mehr auf der Rippe hast, das spielt keine Rolle. Es verdeckt einfach alles.
- 24:43Du hast das, was wir geschrieben haben, wegen dem Datum etc., hast du das ja angesprochen gehabt, dass du bald ein Event hast. Und ich habe fast gedacht, dass du heute mit dem Kimono kommst. Ich habe gewählt. Ich habe fast gedacht. Aber dann habe ich überlegt, es ist ein bisschen unpassend jetzt mit dem Sitzen da, vielleicht mit dem Kimono. Dann habe ich gedacht, komm,
- 24:59Ich glaube, das ist etwas, worauf ich mich auch extrem freue. Musik ist natürlich klar mein Baby, aber das ist so mein zweites Baby. Ich habe ja auch zwei Kinder. Genau, stimmt. Wir kommen auf das mit der Mode gleich noch mal kurz zu sprechen. Ich habe noch eine Frage bezüglich...
- 25:15Oftmals, wenn man richtig Musik gönnt und man hat Solosänger, dann sind das Solokünstler und die machen dieses Ding, die produzieren. Ich habe das Gefühl, und vielleicht kannst du mich belehren, bei einem DJ ist es anders. Ein DJ lebt ja von Community, lebt von anderen Künstlern, die Sachen auf den Markt gebracht haben, die Musik herausgebracht haben. Und dann kommt man in eine Verbindung hinein. Das ist jetzt alles meine Vorstellung.
- 25:41und dann kreiert man etwas oder re-kreiert man etwas. Ist das effektiv der Fall oder würdest du dich als Solo-Künstlerin sehen?
- 25:49Also, puh... Nein, eigentlich bin ich auf der Bühne schon Solo-Künstlerin, aber ausser an meinem Konzert, das ist nochmal ein anderes Thema... Darauf können wir auch zu sprechen, ja. Ich habe ein Konzert im Zürich gemacht, dort haben alle meine Feature-Sänger live gesungen und dann haben wir zusammen eine Band kreiert.
- 26:12Aber eigentlich bin ich schon, wenn ich unterwegs bin, solo unterwegs. Aber im Studio hast du recht, weil ich als DJ nicht selber singe. Das wäre natürlich eine Variante, mache ich aber nicht.
- 26:25Erstens will ich das nicht fühlen und zweitens, weil meine Stimme auch ganz klar nicht so gut ist wie die Sänger, die ich auswähle und mit denen, die ich zusammen arbeite. Und ja, es fusioniert halt dann wie so, in der elektronischen Musik fusionieren ja immer mehr auch Einflüsse zusammen. Früher war es ja wirklich nur Beats und es war elektronischer Sound und mit ein bisschen 303, alles analog und so. Und jetzt mittlerweile...
- 26:54Die DJs arbeiten ja wirklich mehr und mehr mit Gesang. Ich bin eine der Vorreiter, würde ich mal sagen, als wirklich eine der wenigen, die mit Gesang schon damals mit Sängern zusammengearbeitet haben. Mittlerweile machen das ja praktisch alle. Auch die, die so ein bisschen Underground-Zeug machen, tun sich Features zu oder arbeiten mit anderen zusammen mit den Gesanghändlern auf den Songs.
- 27:19Ausser im reinen Techno-Bereich, wo es wirklich nur Techno ist, hast du weniger Gesang, hast nur Vocals, die du verzerrst und die du einfach so einsprechen kannst. Aber sonst bist du eigentlich nicht wirklich strimmt. Da hast du recht. Die grossen, David Guetta, Tiesto, die machen ja immer mehr mit anderen Genres.
- 27:43Ich war ja immer die, die das damals schon gemacht hat in der Schweiz, schon vor 20 Jahren. Ich hatte mit der Jaelias-Feature, die damals eine riesige Bank war, mit dem Peef oder der Portas, die eine riesige Bank war, die die Jungen vielleicht weniger kennen, aber die waren damals die Stars. Das habe ich damals schon gemacht, weil ich das Potenzial gesehen habe, dass man das fusionieren kann und etwas zusammenkreieren kann, wo es noch etwas Grosses daraus gibt.
- 28:12Ich glaube, das macht dich ja eh mega fest aus, dass du das wie... Ich meine, du bist ein Vorreiterin gewesen, dass du überhaupt als Frau in diese Szene gekommen bist und so einen Erfolg hattest. Ich glaube, ganz viele heutige DJ-Frauen... Wie sagen wir das überhaupt? DJ-Frauen? Frauen-DJ? DJ-innen? Einfach nur noch DJ. Einfach DJ. Gut. Ah ja, vielleicht ist es ein bisschen... Genau, wir dürfen ja... Wir müssen vorsichtig sein. Ja, ja, ja.
- 28:36gefragt, oder wie ist das? Bist du DJ oder DJ? Da habe ich gesagt, du, mir ist es eigentlich wurscht. Also ich bin einfach Tatana. Oder DJ Tatana, okay. Ja, aber ob jetzt die einen oder andere sich dann angesprochen fühlen, wenn man sie so benennt. Das ist ja irgendwie sein eigenes Ding. Ich finde, da muss jeder persönlich sagen, ich möchte mich so benennen oder nicht so benennen, finde ich jetzt.
- 28:54Definitiv. Aber du warst schon damals wie eine Vorrednerin. Ich glaube, ganz viele junge Frauen haben dich als extremes Beispiel gesehen, als Role Model. Eine Frau, die auf diese Stage gehen kann, abrücken kann. Ich glaube, nach dir sind noch viel mehr gefolgt, weil sie wahrscheinlich das Selbstbewusstsein erlangen konnten, weil sie dich gesehen haben. Wie fühlt sich das für dich an?
- 29:19Ja, es ist natürlich toll, dass ich etwas bewegen konnte. In dieser Szene, absolut. Und das höre ich auch oft von den jungen DJ-Frauen, die sagen, wegen dir mache ich das jetzt auch. Und dann gibt es wirklich ein paar. Und ich selber habe es ja auch gemacht, weil ich zum Beispiel Maruscha gesehen habe. Ich habe sie gesehen, die ist von Deutschland da und die hatte einen Auftritt. Und dort habe ich auch schon angefangen, aufzulegen. Genau, also selber so ein bisschen.
- 29:41im Räumchen bei Mauri damals. Und da sah ich die Idee und dachte, wow, so geil, oder? Und da dachte ich, Entschuldigung, so cool. Nein, ist gut, du kannst sagen, was du sagst. Ja, da sah ich das und fand, wow, so cool. Und die stand so selbstsicher auf dieser Bühne und die hat so mitgemacht und gesagt, wow, das ist so cool. Und das hat mich sicher auch motiviert und inspiriert, zu sagen, hey, wow, jetzt ist es so cool.
- 30:03bleibe ich dran. Darum ist es umso schöner für mich zu sehen, dass ich etwas bewegen konnte und zeigen konnte, dass man das kann.
- 30:16Jetzt hast du schon dreimal Mauri angesprochen. Entschuldigung. Nein, ist gut, jetzt muss ich trotzdem. Vielleicht kannst du ja auch erklären, wer das genau ist und wie das Ganze... Ihr hattet ja noch ein Plattenlabel zusammen oder ich habe da etwas gelesen mit Syrup. Syrup war eigentlich das Baby, das ich mal auf die Welt gebracht habe, im Sinne von mit den Gedanken. Und dann habe ich mit Mauri darüber geredet damals, er war ja auch mein Manager. Ja.
- 30:40dass ich junge Künstler fördere, dass sie Musik rausbringen können. Dass man da die elektronische Musik quasi will. Die grossen Labels wollten das ja nicht rausbringen. Also habe ich dann gesagt, komm, wir machen das eigentlich. Was sind so die grossen Labels? Ja, Universal Music, Sony, was es ja immer noch gibt. Aber die sind jetzt mittlerweile so weit, dass sie ja...
- 30:59fast nur noch elektronische Musik, oder mehrheitlich auch in die Richtung gehen, nicht nur noch. Das ist jetzt ein bisschen blöd gesagt, aber einfach gar nicht sich scheu, um das rauszubringen, weil das natürlich auch mittlerweile sehr gut läuft. Aber damals war das ein Tabu für so ein Major-Label. Und dann habe ich gefunden, es gibt so viele junge Künstler, so viele DJs, die mich immer wieder gefragt haben, hey,
- 31:21Wo kann ich das rausbringen? Damals waren die grossen Labels in Deutschland, Holland. Okay. Nicht in der Schweiz. Ich wollte in der Schweiz etwas auf die Beine stellen und das gross machen. Dann bin ich wirklich auf Stuttgart gefahren. Damals. Ich bin in einem Vertrieb und habe gefragt. Ich hatte damals aber schon einen Namen. Man hat mich in der Szene gekannt. Okay, gut.
- 31:41Und der von dem Vertrieb fand, ja komm, hast du irgendein Konzept? Ich sage, nein, das Konzept ist einfach, Junge zu fördern. Das ist mein Konzept. Ich habe gar kein Skal. Ja, genau. Und dann hat er gefunden, ja, es ist super, super vorbereitet. Ja, okay, komm, weisst du, du bist jetzt einfach so sympathisch, ich mache jetzt das mit dir. Und so haben wir das gestartet. Und, ähm,
- 31:59Wir haben dann angefangen Sachen zu releasen von unbekannten DJs oder Acts. Und das ist dann immer mehr gewachsen, gewachsen, gewachsen natürlich. Wir konnten dann natürlich meine Sachen auch auf Syrup releasen irgendwann. Wir haben das dann natürlich logisch auf dem eigenen Label herausgebracht.
- 32:16Ja, und ich bin nachdem, dass man sich dann getrennt hat, geschäftlich sowie auch privat, also mit Maurizio, hat er das übernommen. Und mittlerweile ist er sehr überreisig und er hat das super weitergemacht. Er hat ein grosses Label daraus gemacht. Ich bin mega stolz auf ihn, dass er das so gut macht. Ich habe ihm letztes Jahr auch gesagt. Also es ist wirklich so. Und ja, dass das überhaupt noch existiert, dass das Label, ich glaube selber, hätte ich das gar nicht so angebracht, natürlich.
- 32:46Das finde ich übrigens mega schön, dass du das so sagen kannst. Mega schön, wie du das weitergemacht hast, was da passiert ist. Dass du das auch wirklich so sagen kannst, weil es war so dein Baby und dann halt... Dass es nicht einfach nicht mehr da ist. Ich glaube, ich selber hätte das gar nicht realisieren können. Wäre gar nicht machbar gewesen, nur schon von der Zeit her. Und wir waren ein Team und er hat seinen Park gemacht, ich habe meinen Park gemacht.
- 33:08Somit hat man sich aufteilt. Klar, wenn man sich trennt, geht man nicht weiter. Aber das heisst nicht, dass man nicht miteinander auf eine gute Basis funktioniert. Vielleicht nicht sehr direkt, geschäftlich gesehen. Aber zumindest, dass man sagen kann, dass das weiterläuft.
- 33:36Es wäre ja traurig, wenn das jetzt nicht mehr da wäre. Wenn man sich das ja schon so aufgebaut hat. Und man sagt, das wäre jetzt gar nicht mehr da. Das wäre eigentlich schade. Klar. Ich möchte auf eine Erinnerung von dir zugreifen. Und zwar, ich habe in der Intro erzählt, du hast 20 Gold- und 6 Platin-Auszeichnungen erhalten.
- 33:57Ich muss einmal selber auch studieren. Nur schon vom Verzählen bekomme ich Gänsehaut. Das ist ja wahnsinnig. Vor allem sechs Platinen. Wie war das? War das ein Song? Es waren Alben und Songs gemischt, die so viel Verkauf hatten.
- 34:16Ja, wo jetzt bei mir zuhause nicht alle hängen. Wieso nicht alle? Ja, weil ich einfach nicht so viel Platz habe. Vielleicht, wenn ich wieder ein grösseres Haus habe, im Moment habe ich eine Wohnung. Darum ist es okay, wie es ist. Ich bin auch dort, wo ich bin, wegen den Kindern. Also wegen den Kindern im positiven Sinne. Für sie natürlich, dass es ihnen gut geht. Aber wer weiss.
- 34:42Vielleicht können wir das auch mal aufhängen. Was war die erste Goldplatte? Die erste war die von «Words», glaube ich. Oder «Modern Words».
- 34:54«Morning Möts» war die erste. Nein, «Street Parade» muss die erste gewesen sein. Weil die kam vorwärts. Damals hast du ja CDs und Platten rausgebracht. Das sind goldige Platinfarben, die dann einfach ein Cover drauf sind und dann hast du eine Art Bild. Wie hast du die erste bekommen?
- 35:18Ja, das ist natürlich mega. Magst du dich noch an den Moment zurückerinnern? Ja, vor allem, weisst du, als ich am Konzert stand, am Happenhof in Zürich, 5'000 Leute vor mir, die wirklich als Varieté-Konzert gekommen sind. Und dann auf der Bühne kommst du einfach wieder nochmal so an eine Auszeichnung über und denkst so, Wahnsinn. Ja, es ist schon Wahnsinn. Es ist schon...
- 35:43Jedes Jahr ist es so, wie wenn man wiederkommt. Das ist ein Wahnsinn. Das ist mega schön. Ja, natürlich auch die zwei Privalos und der Swiss Music Award auch noch. Hast du den Swiss Music Award gewonnen? Genau, das wäre meine nächste Frage gewesen. Das sind halt so wie... Vor allem so Momente, wo du siehst, du hast es richtig gemacht, du bist am richtigen Weg. Mein Ziel war immer, mit der Musik Menschen zu berühren. Und ich glaube, das habe ich geschafft.
- 36:08Ich glaube, das machst du wirklich. Weil sonst wärst du nicht dort, wo du dann wirklich angekommen bist. Wärst du nicht dort, wo du heute bist. Weil du halt wirklich mit deiner Musik Menschen berühren und wahrscheinlich auch eine Erinnerung wecken oder sie vielleicht von einer Situation retten. Um dich mal ein bisschen zu distanzieren. Das ist eben das Schöne. Ich habe wirklich viel...
- 36:30So schön. Ich muss auch mal danken an meine Fans. Ich habe sie so treu und liebevoll. Und sie sind die besten Fans, die es auf der Erde gibt. Da kannst du ihnen direkt in die Hand nehmen. Genau. Die kommen zu dir.
- 36:42Ja, sag dir vielleicht, ich hatte eine schwierige Zeit und das Lied hat mich gerettet. Oder ich habe letztens auch Nachricht bekommen von einer Psychiatrie-Mitarbeiterin, die eine Frau in der Psychiatrie ist und ihr geht es ganz schlecht, logischerweise wäre sie ja nicht dort.
- 37:03Und dann, ja, ich muss ein bisschen wieder emotional, und ja, dann habe ich das Mail bekommen, dass sie mir dankt, dass es meine Musik gibt, also diese Mitarbeiterin, weil das Einzige, was ihr hilft, diesem Mädchen, ist meine Musik. Also du musst dir vorstellen, das sind Menschen, die wirklich ganz, ganz schlecht dran sind. Und ja, das sind für mich eigentlich meine Awards. Also diese Nachrichten oder zu sagen, hey, wow,
- 37:29Das war eigentlich immer das, was ich wollte. Einfach nur Liebe weitergeben, Liebe, Liebe. Das ist einfach das Schönste, was es gibt. Und Menschen berühren. Das heisst, wenn du Menschen berühren kannst, die so schlecht sind, so in einem tiefen Loch sind,
- 37:43Ich habe dann eben zurückgeschrieben, dass ich sie gerne besuchen würde. Leider ist nie mehr etwas gekommen. Wahrscheinlich darf man das nicht. Ist okay. Ist auch okay. Aber ja, das ist jetzt ein Fall von ganz vielen. Da könnte ich jetzt eine Stunde nur über das reden. Aber das ist so der, der mich in letzter Zeit extrem berührt hat. Das ist noch nicht so lange her eben.
- 38:02Und von diesen gibt es ganz viele auf der ganzen Welt. Das ist eben schön. Und jedes Mal, wenn ich einen Auftritt habe, egal wo ich bin, auch jetzt noch, ich lege ja wieder fast jedes Wochenende auf, hast du immer wieder Menschen, die zu dir kommen. Es gibt Menschen, die kommen sogar brühlend, weil sie so berührt sind, mich zu sehen, weil es ihnen wieder gut geht. Weil es einfach aus Freude natürlich.
- 38:28Und das ist so schön. Das ist so das, was mich motiviert und wo ich sage, «Hey, ich möchte gar nicht aufhören, darum mache ich wieder ein Album.» Ich merke jetzt gerade, du erzählst die Geschichte und ich merke, du bist eine sehr emotionale. Und auch schon beim Erzählen merkt man, dass dir das wirklich auch näher geht zu Geschichten.
- 38:45Es ist wirklich so. Da können wir jetzt schon gleich wieder in die Tränen kommen. Es gibt Schöneres, als wenn du einem Menschen helfen kannst. Absolut. Aus einer Situation, in der er keinen Ausweg mehr sieht. Also weisst du, wenn du... Ja, und das sind ja...
- 39:02Es sind mehrere Menschen, nicht nur jemand, der dir hilft. Und das mit der Musik, musst du dir das mal vorstellen. Musik heilt. Das ist schön. Und das sehe ich als meine Mission. Darum mache ich das immer noch. Und ob jemand sagt, ich bin 48 oder nicht, ich mache es einfach. Weil ich einfach Menschen berühren möchte. Und ich möchte mit diesem neuen Album, auch wenn ich es wieder ansprechen darf, das ist etwas, es wird sehr emotional.
- 39:32Ich kann es kaum erwarten, aber ich bin mitten im Prozess. Es ist noch nicht fertig, aber der Weg ist das Ziel. Auf dem Weg bin ich jetzt dran. Ich glaube, es wird auch wieder sehr... Ich möchte gerade auf dein neues Album und auf all das, was dieses Jahr noch kommt, darauf zusprechen. Ich habe noch eine kurze Frage vorher. Du hast vorhin auch angesprochen, du meditierst, du bist heute laufen gegangen und...
- 39:58Ist das etwas, vor allem jetzt das Meditieren, das du erst im Prozess deiner Karriere entdeckt hast für dich, oder in den letzten zehn Jahren, als du keine Musik gemacht hast, wann hat das angefangen? Das ist eine gute Frage. Also, ganz ehrlich, wenn ich das vorher schon gemacht hätte, wäre ich wahrscheinlich nie in einem Loch gewesen. Wäre es nicht passiert. Aber ich glaube, ich habe damals auch gar keine Zeit gehabt, um selbst zu reflektieren. Wenn du immer noch unterwegs bist, immer noch funktionierst, hast du die...
- 40:27Ich sehe es bei meinen Kindern, die älter sind als meine Kinder, die sind eher auf dem Weg mit dem Selbstreflektieren, mit dem ganzen Thema Spiritualität. Es setzen sich immer mehr Menschen auseinander. Das war damals nicht so das Thema, es war eher tabu. Du warst der Komische, der das gemacht hat.
- 40:51Das ist nicht mehr so. Die Leute sehen das als heilend. Das ist es ja auch. Ich glaube, das habe ich in den letzten zehn Jahren, wo mein Sohn jetzt elf wird,
- 41:06habe ich das gelernt, in Ruhe zu sein. Ich war ja auch ein Ortshocher, der in Ruhe war. Und ich musste zuerst mal mit dieser Ruhe umgehen. Ich dachte, was war das alles? Ich war voll ins Loch. Aber irgendwann merkte ich, dass man, wenn man in Ruhe ist, nicht alleine ist. Man ist eben gar nicht alleine. Das musste ich lernen.
- 41:30Wenn ich das vorher schon hätte können, wenn das vielleicht mehr Menschen schon früher machen würden, auch viel mehr Stars, vieles fällt ja in ein Loch. Du bist erfolgreich, trittst von so vielen Leuten auf, alles redet und dann bist du plötzlich alleine. Dann musst du auch noch umgehen. Wenn du vorher die Stärke nicht hast, alleine überhaupt zu sein, im Wald, geh mal eine Stunde alleine im Wald, wirklich ohne nichts, und hör einfach mal nichts. Das können ganz, ganz wenige.
- 41:56Das konnte ich früher auch nicht. Da habe ich mich immer so mit etwas abgelenkt. Ja, keine Ruhe, ja, keine Ruhe. Und ja, vielleicht ist das auch, weil jetzt bei mir etwas später gekommen ist. Bei der einen kommt es ein bisschen früher, bei mir ist es jetzt die letzten 10 Jahre gewesen und ich bin mega dankbar, bin ich jetzt auf diesem Weg. Es gibt wahrscheinlich auch neue Energie, um jetzt alles das anzunehmen, was passiert. Und jetzt kommt mir trotzdem ein Dokumentarfilm in den Sinn von Avicii. Ich habe es vorhin gesagt, ich habe eigentlich nur YouTube
- 42:26Ich habe seit 1500 Jahren kein Netflix und nichts mehr. Aber das ist wahrscheinlich das Letzte, was ich auf Netflix sehen kann, ist der Dokumentarfilm von Mabichi. Und das war auch so, der war so unter Druck und man hat so viel von ihm verlangt. Und ich glaube, er ist einfach... Ich habe nebenher auch geschaut. Bei vielen Szenen habe ich gedacht, das erinnert mich. Das erinnert mich. Und er ist halt...
- 42:52noch viel jünger und noch viel höher durchgestartet. Eigentlich kann ich von Glück sprechen, da gab es damals keine Social Media. Wenn es das gegeben hätte, wäre ich genau an seiner Stelle. Vielleicht wäre ich auch immer da. Das ist natürlich noch viel der grösste Druck. Ich hatte ja sonst schon genug Druck, ohne Social Media, ohne die ganze ... Dass du mich auf der ganzen Welt so verknüpft warst.
- 43:14Obwohl ich auf der ganzen Welt unterwegs war, aber das war immer noch mit einer gewissen Ruhe. Also schon mit einem Stress, aber nicht mit so einem Stress. Mit so einem Druck. Mit all dem öffentlichen... Ich glaube, da geht es nicht nur am Avicii so. Es geht ganz vielen auch privat so. Und ich meine auch die jungen Leute, die dann vielleicht da...
- 43:36Du kannst auch in ein Loch fallen, wenn du die ganzen Posts siehst, weil es postet ja jeder nur das Positive. Es postet wenige «Mir geht es jetzt gerade mal scheisse». Entschuldigung, wenn ich es so ausdrücke. Das sagt niemand, oder? Oder wenige. Also okay, dann scrollst du mal das Ding durch und dann findest du es so «Aha». Und dir geht es vielleicht gerade in dem Moment nicht gut. Ob das mit deiner Psyche etwas Positives bewirkt, weiss ich nicht. Eher nicht, würde ich jetzt mal behaupten. Und darum glaube ich,
- 44:01Es ist schwierig. Er wurde in einer Zeit gross und dann noch so jung gross. Ja, total. Übrigens kam sein erstes Lied auf Siraub. «Ich komm jetzt» Das weiss man nicht so öffentlich, aber es ist so. Wow. Was ist das?
- 44:20Ui. Hast du ihn gekannt? Ja. Wow. Also eigentlich mehr sein Manager als ihn. Aber ja, der Mauri natürlich. Der hat ja mehr zu tun gehabt mit ihnen.
- 44:34Crazy. Ja, einfach wenn man es gerade vom Thema hat. Ja, klar. Aber es ist schon, ich denke jetzt mal, es ist natürlich schon, ja, ich glaube, das macht schon etwas mit diesen jungen Leuten. Auch mit mir. Ganz ehrlich, ich bin bewusst auch nicht, ich mache das halt auch bewusst, dass ich mir den Vormittag nehme und ich gehe nicht auf Social Media. Und manchmal müsste eigentlich, also eigentlich bräuchte ein Social Media, ja, jemand, der für mich Social Media macht, so wenn jemand...
- 45:04einen Ausruf. Also wenn du für eine mega sympathische Frau Social Media machen willst.
- 45:11She's the one. Weil ich bin wirklich nicht so geeignet, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich höre oft auch Plattenfirmen, natürlich Management, die sagen, du müsstest mal mehr posten, weil das schon Druck ist. Das muss man machen. Ich gehöre dazu. In der heutigen Zeit, ich weiss es. Aber ich tue mich einfach schwer. I feel you. Ich tue mich so schwer.
- 45:38Es ist für mich so... Ich hätte ja so viele Eindrücke den ganzen Tag, ich könnte ja so viel Content machen, aber ich vergesse es. Ich vergesse es. Ich müsste mit einem Schild rumlaufen. Content, Content, Content. Oder, keine Ahnung, irgendjemanden haben, der die ganze Zeit kommt, hey, komm, oder mich fotografiert. Ich hätte ja das Material, nur ich bin wirklich nicht fähig. Ich muss das noch ein bisschen lernen. Das ist halt einfach wirklich meine Generation. Daraus bin ich wirklich halt einfach älter. Das merkst du mir. Merkst du mir? Merkt man, meine ich.
- 46:08Im Deutsch kann ich auch nicht mehr. Auf jeden Fall ist das schon ein Thema. Vielen Dank für alles, was du von der Vergangenheit erzählt hast. Ich möchte dich jetzt schnell anknüpfen, und zwar an die Gegenwart der Zukunft. Es kommen dieses Jahr richtig coole Sachen raus. Ich glaube sogar, wenn ihr den Podcast hört, dann ist schon draussen, weil am Freitag kommt ein Lied raus, oder?
- 46:34Genau, also es ist so, ich habe ein Sexperiment gewagt. Kann man so sagen. Es ist ein Sexperiment. Also ich habe mich zusammengetan mit einem Schweizer legendären grossen Künstler, mit Florian Ast. Und er hatte damals mal einen Hit, der hat «Sex» geheissen. Ja. Das Lied hat «Sex» geheissen, das heisst immer noch «Sex». Und, also das Lied, genau. Nicht, wir haben «Sex» geheissen.
- 46:57Du hast einfach auf unser Protokoll gesagt, ihr hattet keinen Sex, sondern... Wir bringen das Lied «Sex» raus, genau. Das ist sein alter Hit, was schon mal ein Hit war. Wir sind auf die Idee gekommen, wir haben uns am Event getroffen. Wir haben uns aber damals zum ersten Mal gesehen. Also wir kennen uns, ich bin natürlich von der Musik und er mich auch. Und dann sind wir einfach auf die Idee gekommen, während des Events haben wir gefunden, du weisst was, komm wir machen doch einfach mal...
- 47:23Dann habe ich das wirklich gemacht, ich habe mir das Herz genommen und den Remix gemacht. Dann hat er ihn aber noch eingesungen, hat mich sogar noch in den Text reingetan, so ein bisschen aus Witz. Er hat dich eingesungen? Er hat es noch eingesungen. Ah, er hat es noch eingesungen, okay. Er hat es ja schon gegeben, aber er hat es noch eingesungen. Ja, und du lässt auch überrascht, oder? Lass es rein, meine ich, es ist jetzt schon raus. Das ist so eine Fusion von Schweizerdeutsch.
- 47:50Und elektronische Beats. So ein bisschen kommerziell gemacht natürlich auch fürs Radio. Es gibt aber dann auch noch einen Mix, der natürlich ein bisschen mehr technoider ist. Hast du verschiedene Versionen gemacht? Also genau, wir verlinken das sicher. Und am Freitag, wo es wirklich rauskommt, wird es auch Special Reel geben, wo wir das genau hören können. Von daher werden wir es sicher promoten. Mega, mega cool. Schön, dass da wieder die neuen Projekte kommen.
- 48:19Ja, das war natürlich eine gewagte Geschichte. Wer hat schon mal Trans mit Schweizer... Du? Ja, eben ich jetzt. Eben du? Das erste Mal, genau. Eben geil. Es ist ein gewagter Schritt, weil die Leute vielleicht auch finden, du... Es ist halt etwas Neues. Alles, was neu ist, ist gewagt. Aber schau mal, das ist wieder doch typisch du.
- 48:38Dass du einfach wieder Sachen machst, die es noch nicht gibt. Etwas, was es nicht gibt, genau. Es ist noch lustig, weil ich bei der Jass-Sendung gehasst sein durfte. Das ist die schaustige Jass, muss man auch sagen. Und dort haben wir uns überlegt, was für einen Auftritt ich mache. Und die haben so eine Melodie, die kommt ganz am Anfang dieser Sendung.
- 48:58Ich nahm die Melodie und remixte sie neu. Im gleichen Stil wie «Sex». Während der Sendung durfte ich einen Auftritt haben. Es war sehr lustig. Es gab auch wieder etwas anderes. Ich fand dann, ich bringe das Lied einfach raus. Die Leute finden es so gut. Ich habe so viele Nachrichten, die ich schon lange nicht mehr bekomme.
- 49:19kommt das Lied? Wann kommt das Lied? Unglaublich, all die, die diese Sendung gesehen haben. Und das ist halt, das ist ein Örgeli-Schweizer und dann halt mit dem Trans. Und es ist ja recht, also es geht, ja, es geht ab. Es geht wirklich ab. Und ich kann mir noch vorstellen, dass es etwas werden könnte. Einfach so, weil es halt wirklich etwas Einzigartiges ist. Mal schauen. Es kommt jetzt raus und wird rauskommen, irgendwann im Juni.
- 49:42Einfach mal... Ja, weil ich dann in der Sendung spontan entschlossen habe, dass ich das rausbringen werde. Also es liegt halt... Ich will Sex von morgen bis am Abend, oder? Das ist das Sex, genau.
- 49:54Das ist im Juni. Das ist nochmal eine andere Geschichte. Das habe ich während der Sendung entschlossen. Sex habe ich während der Auftritt... Sex habe ich während... Sex hast du während der Auftritt nicht gehabt? Nein, auch nicht. Aber das habe ich nicht interpretiert im Schweizer Fernsehen. Ich hatte keinen Auftritt. Okay, super. In diesem Fall haben wir am Freitag die neue Interpretation von Sex und dann im Juni oder Juli? Samstag, ja. Das ist der Gag. Der Gag.
- 50:23Gut, was kann man sonst noch erwarten dieses Jahr? Natürlich auch noch andere Geschichten. Ich möchte natürlich noch meine klassischen Releases wie «For the Street Parade» etwas Hymnisches herausbringen. Da sind wir schon dran, haben wir eigentlich schon fast fertig. Und natürlich das Album, klar. Das Album ist Priorität, das andere war mehr «Just for Fun». Vielleicht wird es ja plötzlich voll reinhauen. Weiss man ja nicht mehr. Ich hätte es einfach gemacht, damit wir Spass daran hatten. Auch Florian und ich fanden, das machen wir.
- 50:51Oder manchmal muss man auch wagen und sagen, es macht ja Spass miteinander. Ich habe auch Freude. Was kann man für das Album erwarten? Das Album wird ja...
- 51:05Ich möchte Menschen berühren, logischerweise mit der Musik. Und ich möchte vor allem das Thema ansprechen, «Höch und Tief». Der Weg, den man im Leben geht. Dass es im Leben einfach Momente gibt, die vielleicht nicht immer schön sind, aber wo man, wenn man an Wunder glaubt,
- 51:24dass es wunderbar geschieht, solange man daran glaubt. Ich glaube extrem an das Manifestieren. Ich habe auch selber gemerkt, wie ich anders bin. Was sich im Leben verändert, wenn ich wirklich etwas fühle, im Kopf oben sehe.
- 51:40und wirklich will, dass es dann auch wirklich funktioniert. Und ich glaube, ich habe das unbewusst immer so gemacht. Nur habe ich es einfach nicht bewusst wahrgenommen. Darum hatte ich auch den Erfolg, den ich hatte, weil ich es wirklich einfach gespürt habe und wollte.
- 51:55die Vision auch gehabt haben. Und ich glaube, das kann auch jeder Mensch. Man muss einfach das finden, was einem wirklich, wirklich, wirklich da rein... Da rein muss es stimmen. Wenn es da rein nicht stimmt, dann kannst du mit Bügen und Brechen nichts erreichen. Das funktioniert nicht.
- 52:14Wir werden auf der Kamera sicher noch ein paar Sachen nachschauen, weil es sind jetzt so Fragen, die ich jetzt nicht anstellen möchte. Aber mega, mega spannend und gefällt mir sehr, was du sagst, weil ich glaube auch sehr fest an Manifestieren und vor allem an das Gefühl reinbringen in die Manifestation, an was man glaubt, dass man wirklich schon wie in diesem Moment drin ist. Mega, mega schön und ich freue mich schon sehr auf das Album. Wir werden das natürlich noch... Kommen wir dann nochmal. Kommen wir nochmal.
- 52:40Du hast fast jedes Wochenende wieder Auflöcher gegeben. Ja. Wo finde ich dich? Ich habe jetzt ganz viele Events, die im Sommer kommen. Viele Stadtfeste und so. Mehr kommerzielle Auftritte auch für Firmen. Ich habe aber auch Club-Auftritte. Viel in Bern. Im Club bin ich weniger in Zürich. Doch im Mai bin ich im Club Belvi. Daydance übrigens. Das ist auch ein Thema, das ich...
- 53:07Genau, da wollten wir noch drüber reden. Oh, Daydance. Daydance ist das, was ich für mein Album als Tour machen möchte. Ich habe noch ein anderes Projekt, eine 90er-Tour, die ich plane, weil ich die 80er-90er-Covers gemacht habe als letzte Release. Ich finde einfach...
- 53:30Es macht Spass. Es fängt schon am Nachmittag an, dann bist du um 12 Uhr am Abend fertig, und am nächsten Tag bist du fit. Aber auch als junger Mensch. Nicht nur ich. Mega. Daydance ist die Zukunft, finde ich. Auch für die jungen Leute. Nicht nur Leute in meinem Alter. Man hat halt wirklich mehr vom Leben. Wieso muss man erst in der Nacht am 3 Uhr Party machen? Da kannst du mich jagen. Ich bin so kaputt. Drei Tage lang. Ja, das ist der Punkt.
- 54:00Vor allem muss es nicht sein. Es ist nur im Kopf oben. Party ist gleich Nacht. Das ist wie alles, was man... Aber das Leben ist ja Party. Ja, sowieso. Und dann ist es egal, welche Zeit. Und ich feiere das so. Und ich will auf meiner Tour, ich habe schon gesagt, der Plattenfirma, auf meiner Albumtour, möchte ich Daydance machen. Albumtour gleich Daydance-Party. So, das wissen alle. Das wissen alle. Und wir können uns einfach auf Day-Partys von dir freuen. Dann können alle kommen, auch junge und alte, ältere.
- 54:30alt. Was ist schon alt? Aber älter, jung, älter, ganz jung kommt vielleicht nicht mehr bei mir, aber die Jüngeren und die Älteren. Oder vielleicht genau überwieder. Oder genau überwieder. Kommt jetzt halt darauf an, wie ich mich mit der Musik durchsetze. Ob ich die auch berühren kann, so wie alle.
- 54:46Also berührt hast du mich schon sehr in diesem Podcast. Hat mir mega Spass gemacht. Mir ist es aber noch nicht ganz fertig. Weil jetzt kommt noch eine Schnellführung. Ich habe zehn Fragen für dich vorbereitet, die du einfach schnell antworten kannst. Gut. Und dafür muss ich ganz kurz meinen Computer nehmen. Sind wir schon durch? Schon eine Stunde rum? Ja. Das ist aber schnell gegangen. Ja. Zeit rennt. Hey, hast du gewusst, dass wir in einer Welt sind jetzt?
- 55:11in einer energetischen Veränderung, weil immer mehr Menschen spiritueller werden und eine höhere Bewusstsein bekommen, läuft die Zeit schneller.
- 55:21Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Es ist so ein Kollektivbewusstsein. Ja, und die Zeit geht schneller. Also die Wochen gehen schneller herum. Hast du das schon mal aufgefallen? Ein halbes Jahr fühlt sich an wie ein halbes Jahr mittlerweile. Ohne Witz. Und das wird jetzt immer schneller anscheinend. Ich habe das gerade letzte Mal so etwas gelesen. Auch von so einem spirituellen Lehrer. Hoffentlich leben wir aber noch länger. Ja, wahrscheinlich schon in dem Fall. Wäre ja toll. Wäre wahrscheinlich schon. Wer weiss, was noch kommt. Ich glaube, es ist so viel mehr machbar, als wir das Bewusstsein noch nicht kennen. Wir können alles kreieren, was wir wollen.
- 55:51Ja, eben. Ist so. Also, zehn Fragen. Zehn Fragen. Warte, darf ich mich noch ein bisschen hübsch machen? Du bist hübsch. Also, ready when you are. Muss ich die anschauen? So wie vorher, absolut. Vinyl oder digital? Oh, komm, musst du mich das fragen? Mein Gott, das...
- 56:15Beides. Beides. Ich bin eine Waage, doppel Waage, ich darf beides. Okay, du darfst beides. Das gilt für dich, aber nicht für alle. Machen wir eine Joker-Frage. Lieblings-Festival? Gibt es nicht. Gibt es nicht? Nein. Bester Track zum Auflecken? Saltwater. Saltwater, okay. Studio oder Bühne?
- 56:43Bühne. Ich sage dir aber wieso. Also eigentlich beides, weil ich kreiere sie im Studio und gehe dann nachher auf die Bühne. Aber auf der Bühne hast du die Resonanz der Menschen. Das verstehe ich. Meditieren oder Sport? Meditieren. Grossstadt oder Land?
- 57:05Also, ich sage jetzt mal Land. Jetzt sagst du mal Land, okay. Aber ich muss dir sagen, ich wohne ja auf dem Land, und zwar richtig auf dem Land. Bei uns hat es ja nicht mal einen Laden im Dorf. Grüss, Ali vom Land. Aber ich gehe sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gerne in die Stadt, weil ich liebe die Stadt nämlich genauso. Sehr schön. Aber zum Leben nicht. Okay. Kaffee oder Tee?
- 57:38Ich kann mich nie entscheiden, ich bin vage. Ich liebe Ingwertee, aber ich liebe Kaffee genauso. Man muss sich immer für etwas entscheiden. Heute ist der Kaffee. Ich habe jetzt Lust auf Kaffee. Dann trinken wir mal einen. Bester Anschlag, den du jemals bekommen hast?
- 58:07In der Stille liegt die Kraft. In der Stille liegt die Kraft. Okay. Dein persönliches Motto? Leben jetzt. Leben jetzt. Ja. Geniesse den Moment. Jetzt, da. Diese Sekunde kannst du nicht mehr rettermachen.
- 58:25Du weisst nicht, was morgen ist, du weisst, was gestern war, ja. Aber du weisst nicht, was nachher ist. Ich weiss nicht, was in einer Stunde ist. Also ich habe vielleicht meine Termine, die ich ungefähr weiss, aber schlussendlich geniesse ich es jetzt. Und trage es unten in meinem Herzen.
- 58:41Weil egal, ob es regnet oder nicht, es ist immer da oben entscheidend, ob dein Kopf glücklich ist oder nicht. Du darfst dich nicht von aussen beeinflussen lassen. Ich hätte eigentlich noch eine Frage, aber ich möchte sie abändern. Und zwar, wieso hast du dich entschieden, um in den Podcast hineinzukommen?
- 59:00Also erstens, weil du so sympathisch bist und zweitens, darf ich das sagen? Deine Freundin? Sicher darfst du das sagen. Okay, ich weiss nicht, wie öffentlich. Weil deine Freundin für mich Familie ist. Schön. Das darf man schon sagen, oder? Ehrlich, herrlich. Mega schön, danke vielmals. Es war mir eine riesen Ehre und Freude, dich hier im Podcast zu haben. Ich glaube, du bist ein mega Mehrwert für ganz, ganz viele Menschen. Eine riesen Inspiration für ganz viele Menschen hier draussen.
- 59:25die vielleicht etwas am Kreieren sind, die vielleicht etwas machen wollen, vielleicht noch nicht den richtigen Input gefunden haben, um ihre PS auf die Strasse zu bringen. Ich glaube, mit dem Release dieses Podcasts können sich ein paar Menschen das eine oder andere Werkzeug packen und Mut haben, um rauszugehen.
- 59:46Man merkt bei dir richtig, wie authentisch du bist. Es ist ultra, ultra schön. Ich hoffe, du bringst mit dem noch ganz viel mehr Lebensfreude gegen aussen, mit deiner Musik vor allem. Von dem her, danke viel, vielmals, bist du da gewesen. Eine riesen Ehre und Freude. Danke. Jetzt machst du mich gerade mega emotional. Oh mein Gott. Danke vielmals für deine Worte. Ist schön. Danke vielmals. Kann man noch etwas über dich, wenn du noch etwas in deiner Community sagen möchtest, dann ist das der Zeitpunkt.
- 1:00:13Ich sage halt, meine zwei Worte, Peace and Love, sind lieb miteinander das Wichtigste. Sehr schön, danke vielmals. Danke auch euch, dass ihr wieder eingeschaltet habt bei Momentum. Dein Podcast, der definitiv inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Ich habe es schon ein paar Mal gesagt, ich sage es immer wieder gerne, irgendwo da unten, ich glaube auf dieser Seite, letztes Mal habe ich es falsch gezeigt, hat es so einen Knopf, der heisst «Abonnieren».
- 1:00:40kostet nichts. Da unten ist ein Like-Button. Kommentiert, schickt das weiter an Menschen, die denken, sie müssen diese Podcast-Folge sehen. Ich danke euch vielmals für jeden Support, den ihr gebt. Ich wünsche euch alles Gute auf dem weiteren Weg. Bis bald. Ciao zusammen. It's a wrap. So cool war es. Mega cool.