Latest / Felix Tierwelt / #41 Warum so viele Hunde unnötig Schmerzen haben!
Transcript
- Felix Tierwelt: herzlich willkommen zu dieser Folge. Jetzt wird es auch mal ein bisschen... Kuschelig wollte ich schon sagen, eher komisch, weil wir werden mal über ein Thema sprechen, was nicht so schön ist, nämlich das Thema Übergewicht bei Hunden. Warum auch so viele Hunde unnötig Schmerzen haben. Wir gucken uns nachher natürlich auch an, was die Wahrheit dazu ist, auch natürlich was Übergewicht wirklich auslöst an Schmerzen, die Fehler dazu, aber natürlich auch Mehrwert und Tipps. Mir geht es ja nicht darum, nur drauf zu hauen. Darum soll es gehen und als Gast haben wir dich mit dabei, Lefke. Du bist ja Hunde-Physio- Therapeutin, so nennt man das ja, und siehst ja jeden Tag sozusagen Hunde mit Schmerzen. Das ist sozusagen dein Job, wo ich größten Respekt davor habe. Wenn du jetzt auf die letzten Jahre zurückblickst, wie groß ist denn eigentlich der Einfluss von Übergewicht auf die Gesundheit von Hunden? Levke: Also der Einfluss ist riesig bei den Hunden und es wird halt immer mehr. Also ich sehe jeden Tag eigentlich in meiner Praxis übergewichtige Hunde und gefühlt wird es jedes Jahr mehr. Kommt immer mehr. Felix Tierwelt: Ich finde das wirklich völlig verrückt, wie ich schon bei der Einleitung gesagt habe. Ich habe mal letztens auch eine Studie dazu angeguckt. Allein in Deutschland sind über 52 % der Hunde übergewichtig. Und das ist schon völlig verrückt. Und wir wissen alle, Übergewicht ist eigentlich nicht so gut oder hat kaum Vorteile oder gar keine Vorteile. Und das ist schon wirklich verrückt. lasst uns erst mal umso... dich kümmern, deine Geschichte, wer du überhaupt bist und so was. Und lass uns dann richtig tief in das Thema eintauchen. Weil ich finde das ganz, ganz wichtig, dass wir das mal beleuchten mit Übergewicht. Weil man weiß ja heutzutage gar nicht mehr, was man wirklich da machen soll. Grundlegend nun zu dir. Du bist ja Hundefysiotherapeutin. Das ist ja schon ein bisschen was Besonderes aus meiner Sicht. Wie kam es dazu? War das immer ein Wunsch von dir, ein Traum oder per Zufall? Oder was war da los bei dir? Levke: Nee, ich hab eigentlich mal ganz klassisch BWL studiert. So, wenn man nicht weiß, was man tun soll, was macht man, man studiert BWL. Fand das aber alles immer schlimm und wollte schon immer eigentlich was mit Tieren machen. Irgendwann ist man aber ja so in dem Job drin, hat einen guten Job, alles ist gesichert. Dann war immer so die Frage, traue ich mich das noch mal, alles umzuschmeißen und in welche Richtung will ich gehen? Und dann habe ich vor über elf Jahren meinen Hund bekommen. Die Amy, die wurde mit sechs Monaten festgestellt worden, dass sie schwer gelenkkrank ist. So hab ich das erste Mal Kontakt zu einer Hundephysiotherapeutin bekommen. Der musste da vier-, fünfmal die Woche mit ihr hin, damit wir sie fit bekommen. Ich dann immer angefangen, zu Hause mitzuüben. Das hat mir so viel Spaß gemacht. Dann hab ich immer gesagt, das mach ich. Dann hab ich noch mal alles über den Haufen geworfen zum Erschrecken vieler und hab die Ausbildung gemacht. Hab es aber keine Sekunde bereut bisher. Felix Tierwelt: ist schon verrückt. Also war im Endeffekt der Zufall durch deine eigene Fellrakete, durch Amy. Levke: Ich sag immer, der Hund hat mein Leben verändert, Und ich auch ihr, weil die Lebenserwartung von ihr war so drei Jahre, haben die Ärzte gesagt, und sie ist jetzt über elf. Felix Tierwelt: Dann hast du auf jeden Fall einen guten Job gemacht, würde ich sagen. Das Levke: würde ich auch sagen. Felix Tierwelt: ist schon verrückt, ne? Und vor allem, wenn man das mal so nachvollzieht, von BWL zu Hunne-Physio, auch verrückt, ne? Also ich glaube, das hättest du damals auch nicht ausmalen können. Levke: ist ein bisschen Felix Tierwelt: Und wie lange machst du das insgesamt schon? Levke: Ich bin jetzt acht Jahre, mache ich jetzt. Felix Tierwelt: finde ich gut, weil im Endeffekt berichtest du ja auch wirklich sehr viel Erfahrung, also langjährige Erfahrung und du machst das nicht seit gestern, das finde ich immer ganz cool und man kann halt dadurch sehr viel lernen. Grundlegend, wenn wir noch über deinen Job mal ein bisschen sprechen, was begeistert dich daran überhaupt? Also erfüllt dich das teilweise oder gar nicht oder? Das ist einfach mal eine plumpe Frage. Levke: Das Schöne daran ist, dass man die Erfolge sieht. Wenn ich mit humanen Physiotherapeuten spreche, die sagen, wir Menschen sind so verkopft. Die richten uns vielleicht den Weg raus und wir sagen, es war immer so. Dann machen wir die Übungen nicht zu Hause, das stagniert so. Und dem Hund helfen wir. Der denkt nicht darüber nach, war es schlechter. Der geht raus und läuft besser, der Besitzer ist happy, der Hund ist happy. 99 % der Hunde freuen sich wie Bolle, dass sie hier in die Praxis kommen dürfen. Manchmal fiepen die schon draußen. Und das ist total schön, die zu begleiten. ich habe Hunde, behandele ich seit acht Jahren. habe einen Hund, der ist fast in meiner zweiten Woche zu mir gekommen, der ist immer noch da. Also das auch zu sehen, die Entwicklung und manchmal quasi bis zum Ende betreue ich die. Das macht einfach super Spaß und es ist ein sehr dankbarer Beruf. Die Hunde sind super dankbar. und auch die Besitzer. Ich habe noch nie so viel positives Feedback und so viel zurückbekommen in einem Job überhaupt. Felix Tierwelt: Ich finde das ganz schön, weil du bist im Endeffekt, wenn man stumpf ausdrückt, ein Problemlöser. Die Leute kommen mit ihrem Vierbeiner an, wo es einfach Probleme gibt und du hilfst dann weiter. Klar, machst jetzt nicht Schnipp Schnapp und alles ist toll. Es dauert natürlich auch viel Zeit und Geduld. Darauf geben wir auch nachher noch mal drauf ein, was das Thema Übergewicht angeht. Was ich nur noch dazu sagen kann, wir hatten es schon im Vorfeld besprochen, wir werden natürlich deine Daten, wie man dich kontaktieren kann oder anschreiben kann, antelefonieren kann oder sowas, wir hinterlegen. Sodass man, wenn man sich einfach gerade angesprochen fühlt und Hilfe braucht, dass man sich bei dir einfach ein Rat holt oder auch da dementsprechend deinen Ratschlag oder deine Hilfe oder deine Unterstützung. Das mal ein bisschen zu dir. Ich finde das ganz interessant, dass man einfach weiß, wer du überhaupt bist. Lass uns jetzt mal in das Thema einsteigen, weshalb wir überhaupt sozusagen diese Folge drehen. Nämlich die Wahrheit über das Thema Übergewicht. Du hast ja schon gesagt, du siehst immer häufiger Hunde mit Übergewicht in deiner Praxis. Weißt du denn, was die Gründe dafür sind? Levke: Also, boah, da gibt's viele Gründe. Also, das fängt an bei der falschen Auswahl des Hundes für einen selber. Also, wenn jetzt die Couchpotato, also der Mensch, sich einen Dallmartiner holt und halt den nicht bewegt, dann wird der Dallmartiner fett. Manchmal ist es Unwissen und halt auch falsche Liebe sozusagen. Also, gerne ist ja der Slackerli. ein bisschen Liebesersatz und ich kenne das ja selber. Es macht ja unglaublich viel Spaß, Hunden leckerlies zu geben und das ist aber dann mit dem Leberwurstbrötchen und was da alles noch rechts und links in den Hund fliegt einfach manchmal zu viel. Felix Tierwelt: Ja, das ist schon wirklich so. Ich hab's letztens erstmal geguckt. Meistens liegt's gar nicht unbedingt an der Bewegung selbst, sondern an der Ernährung. Ernährung macht, glaub ich, 70 oder 80 Prozent sogar aus und der Rest ist dementsprechend die Bewegung an sich. Und das ist schon völlig verrückt. Ich kenn das ja auch von unseren Hunden früher, von unseren rhodäischen Richbacks, die wir hatten. Das ist toll zu sehen. wirfst mal was, kriegst du mal eine Belone und so was. Man hat dann auch selber einfach so gleich Glücksgefühle. Wenn der Vierbeiner sich freut, freut man sich auch. Nur das kann halt auch ein bisschen in die Hose gehen. ja, da wissen wir schon, wo ein bisschen die Gründe liegen. Es gibt wahrscheinlich auch viel, viel mehr. Denke ich mal anatomisch bedingt oder generell überzüchtungsbedingt und so was. Dofe Frage mal am Rande, weil du hast ja die ganzen Kunden, also die ganzen Hundeltern, wenn ich es mal so ausdrücken darf. Glaubst du denn, dass viele Hundebesitzer gar nicht merken, dass der Hund dick ist. Levke: Nee, viele merken das nicht und die wollen das auch gar nicht sehen. Ich sag immer, wenn ich so Praktikanten bei mir hab, das Schlimmste, ich einem Hundibesitzer sagen kann, eigentlich, dass der zu dick ist. Das ist manchmal wie eine Staatsbeleidigung. Und viele registrieren das gar nicht. Und meisten sagen auch, aber der kriegt gar nicht so viel. Und wenn man die das mal eine Woche aufschreiben lässt, Beispiel, dann wird's denen erst klar. Und das ist ja, gerade bei den kleinen Hunden, finde ich es noch mal deutlicher. weil die denken, der hat ja nur 300 Gramm zugenommen. Aber wenn es ein Schiwaba ist, mit 2 Kilo, sind 300 Gramm wirklich richtig viel. Und viele sind richtig entsetzt, wenn ich sage, der Hund ist zu dick. So, was? Als hätten sie das noch nie gehört. Das wird oft einfach übersehen, glaub ich. Felix Tierwelt: glaube, es erst mal so ein bisschen gewertet wie so Art Angriff auf einen selber. Levke: Ja, total. Felix Tierwelt: Und das ist ja auch erst mal nicht schlimm, aber generell sollte man sich so damit beschäftigen, weil letztens hatte ich das auch erst gehabt. Ich habe eine Kundin gehabt oder die begleite ich immer noch ernährungstechnisch und sie meinte so, sie gibt ihrem Hund nur ein bisschen, also in dem Falle, was ist denn nochmal so ein Mix, Jack Russell, noch ein bisschen was anderes drin. Ein paar Leckerlis gibt sie. Und dann habe ich das auch so gemacht. Schreib doch mal auf, wie viel du wirklich gibst. Also wieg das mal ab so richtig. blöd eigentlich, ja, rauskam, dass sie eigentlich innerhalb von so zwei, drei Tagen so 300, 400 Gramm Leckerlis gibt. Da ich mir so, wie viel? Wenn man das mal runterrechnet, das ist ja so maximal zu viel und ja, der will jetzt sein Hauptfutter nicht mehr essen. Logisch. Wenn er nur Leckerlis kriegt, irgendwann ein Sausage. Und das ist schon echt eine verrückte Geschichte in dem Falle. Levke: Es wird auch geschummelt bei denen. Also wenn ich die Pläne kriege, sehe ich schon am Plan, dass das nicht stimmen kann. Und dann Felix Tierwelt: Okay. Levke: kommt ach so ja, die morgens ach so, das Leberwurstbrot sollte ich auch aufschreiben. so ja, und nach dem Essen kriegt er noch einen Apfel. Also es ist wirklich oft so, die... Ich weiß nicht, ob es bewusst, vielleicht manchmal auch unbewusst ist, aber dass die Listen, die ich dann kriege, einfach... Da kann man noch mal das doppelt darauf rechnen und dann ist man beim reellen. Felix Tierwelt: Und dann ist halt das Problem so und viele sagen, ja mein Hund ist ja gut drauf und der ist ja fit und gesund. Das Problem ist halt, aus meiner Sicht zumindest, ich weiß ja nicht wie du das siehst, das Thema mit dem Übergewicht kommt ja nicht voll auf morgen, sondern geht ja jahrelang erstmal gut und irgendwann Arschlecken. Oder wie siehst du das? Levke: Ja, ist auch so. Also der Anfang, dann sind das wirklich mal nur ein paar hundert Gramm und wenn erst mal so eine gewisse Kilozahl, würde ich sagen, erreicht ist, ich habe das Gefühl, dann wird es gar nicht mehr registriert und dann ist egal, der Hund ist dick, dann gucken sie, glaube ich, gar nicht mehr. Felix Tierwelt: an das E. Dann sind die Alarmglocken irgendwann an und dann sagt man, wie kriegt man das so schnell wie möglich wieder weg. Aber darauf gehen wir nachher mal ein, was man wirklich machen kann, vor allem bei Übergewicht, wie kriegt man das wieder weg, weil da gibt es auch viele Fehler, die man machen kann grundlegend. Dofe Frage, obwohl ich das eigentlich selber mir beantworten könnte oder jeder andere auch, ab wann wird denn eigentlich Übergewicht aus deiner Sichtweise wirklich Gibt es da wirklich einen Faktor, man sagt, da machen die Gelenke richtig Probleme? Oder wie sieht es aus deiner Sicht aus? Levke: Also es gibt ja so diese Formel, man sagt 10 % ist Übergewicht, ab 20 % scheiden sich so bisschen die Studien, ist starkes Übergewicht und 30 % ist adipös. Also ich würde sagen zwischen 10 und 15 % über dem Idealgewicht ist auf jeden Fall schon ein Problem. Felix Tierwelt: bedeutet, wenn wir mal ein Beispiel nehmen, wir sagen jetzt mal einfach ein Jack Russell, der hat seine 6 Kilo oder 6,5 glaube ich ideal, ist ja variabel, gibt ja den hochbeinigen und den normalen, bedeutet, wenn wir jetzt sagen, 15 % da wird schon kritisch, dann sage ich mal so, wenn wir das so ausrechnen, das muss ich mal wieder ausrechnen hier, im Kopf 0,9 oder sagen wir mal 1 Kilo mehr, also wenn er nicht 6 Kilo wiegt, sondern 7 Kilo aufwärts, Da sollte man sich schon langsam ein bisschen Gedanken machen aus seiner Sicht. Levke: Ich glaube, Problem ist auch, dass sich ein Kilo gar nicht viel anhört. Wir denken, was ist denn schon ein Kilo? Ich hab ganz oft das schon mal erklärt. Ich hatte mal einen Winter, da ging's Amy nicht so gut, da hat die knapp drei Kilo im Winter zugenommen, hat sich nicht viel bewegt und ich hab's auch verpennt. Dann hab ich das mal umgerechnet. Die drei Kilo von Amy wären fast zehn Kilo, die ich zunehmen würde. Wenn man das mal in Relation setzt, wenn man das mit der Dreisatz runterrechnet ... 10 Kilo ist sauromäßig viel. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das ist. Dann kommt das, glaube ich, so bisschen bei den Menschen an. habe das Gefühl, damit kriege ich die auch so ein bisschen. Was sind schon 900 Gramm? Oder 1,5 Kilo ist doch nicht viel. Aber wenn der Hund 8 Kilo wiegt, sind 1,5 Kilo einfach massiv viel. Felix Tierwelt: Das hatte ich letztens erst, weil ich begleite auch viele Hundebesitzer, wenn die den Welpen haben und da musste das wirklich gut abstimmen und jede Woche wiegen, dass es wirklich vernünftig läuft mit dem Gewichtsmanagement, sage ich mal so. Und das Interessante war, dann wurde mir auch gesagt, ja, der Hund hat ja jetzt nur 300 Gramm zugenommen, in dem Falle, wo ich mir denke, ja, das ist ein Zwergspitz, ne? Also das ist schon viel. Also Levke: Ja. Felix Tierwelt: man muss das immer runterrechnen. Man wird das immer vergleichen, wir Menschen, sind ja viel, viel schwerer teilweise als Hunde. gibt natürlich Hunderassen, die sind auch schwerer, muss man dazu sagen. Aber das ist halt der Punkt. Deswegen finde ich das eigentlich eine coole Info. Einfach mal das Gegen zu rechnen für sein eigenes Gewicht und zu verstehen, wie viel das ausmacht. die Gelenke müssen ja auch erst mal nachkommen. Und meisten kommen sie nicht nach auf diese kurze Zeit. Und dann hast du gleich Partylaune. Oder negative, ne? Levke: Ja, das stimmt. Felix Tierwelt: Das ist schon völlig verrückt. Und das ist halt so ein bisschen die Wahrheit, ne, dass wir das Kapitel hier mal abschließen, die Wahrheit über, über, Übergewicht, das ist ganz verrückt, Levke: Mhm. Felix Tierwelt: Dass man das mal geklärt hat, woher das überhaupt kommt, ne. Viele kennen das bestimmt auch, der ein oder andere, der gerade zuhört, weiß das bestimmt auch, aber es ist, glaube ich, immer ganz wichtig, diese Sachen immer mal zu wiederholen und dass man mal ein Augenmerk drauf hat. Grundlegend, da kennst du dich ja am besten aus. Durch das Übergewicht entstehen Schmerzen. Das ist logisch. Das muss man jetzt nicht schönreden. Welche Auswirkungen denn genau hat das Übergewicht? Haben die Muskeln dann irgendwelche Probleme? Die Wirbelsäule, die Gelenke? Was ist denn deine Erfahrung daraus? Levke: Also eigentlich alles. Es gibt ja einmal diese mechanischen Geschichten. Das heißt, Kilo mehr muss ja das Gelenk tragen. Das heißt, die Bänder werden überlastet, die Sehnen, alles muss mehr Gewicht schleppen. Das wiederum führt ja eigentlich immer dazu, dass die Hunde sich weniger bewegen. Dann gibt es noch mehr Übergewicht. Beim Rücken zum Beispiel, gerade bei unseren brachycephalen Rassenmops, französische Bulldogge, die haben ja schon in den meisten Fällen wirklich eine schwierige Bandscheiben. Die Wirbelsäule ist nicht so ideal bei den meisten. Wenn da noch der Druck drauf ist und das ganze Gewicht da hängt, der Bauch und alles da dran, dann kann das natürlich Bandscheibengeschichten, Spondylosen, alles, was es so am Rücken gibt, einfach noch begünstigen. Dann gibt es natürlich noch Herz-Kreislauf. Kennen wir alle, wenn wir alle mal so einen richtig dicken Menschen gesehen haben und die gehen eine Treppe hoch, die keuchen. Da muss das Blut mehr pumpen. Herz-Kreislauf... Das alles wird beeinträchtigt. Man darf auch nicht vergessen, dass Fett auch aktiv ist. Viele denken, Fett ist einfach so ein totes Gewebe, was einfach da ist. Aber letztendlich wird durch Fett z.B. Entzündungsstoffe produziert. D.h. das Risiko von Entzündungen steigt wieder. Es ist so ein riesiger Kreislauf. Ich könnte nicht sagen, was es nicht beeinflusst. Die Zehngelenke. Ganz oft habe ich das bei Hunden mit Übergewicht, dass sie richtig steife Zehen haben, weil natürlich das ganze Gewicht von den Zehen getragen werden muss und besonders vorne kann man die gar nicht mehr richtig durchbewegen, weil die so verkrampft und steif sind und von der Muskulatur so verhärtet sind und das muss halt Sau wehtun. Felix Tierwelt: krass und das ist halt irgendwo traurig, weil der Hund leidet halt im Endeffekt ja dauerhaft darunter dann. Das schon krass und vor allem das Beispiel, wie wurde gesagt, das fand ich ganz interessant, wenn ein dicker Mensch, so kann man das ja aussprechen, oder ein Mensch einfach mit Übergewicht, dann die Treppe hochgeht, Herzkreislauf, und der kann ja gleich mal schnell zusammenzacken oder Herzinfarkt und weiss Gott was, und so ist es dann bei den Hunden ähnlich. Levke: Man darf ja auch nicht vergessen, die Muskulatur, die wir haben, die stützt ja alle unsere Gelenke zum Beispiel. Felix Tierwelt: Ja. Levke: Wenn ich jetzt, der Hund ist dick, dann bewegt er sich weniger, dann baut er Muskulatur ab, dann hat der Hund ja nicht nur mehr Gewicht drauf, sondern auch weniger Muskel, das heißt alles wird instabiler. Und dann kommen wieder die ganzen Folgegeschichten, was so alles passieren kann. Kreuzbandrisse werden größer, die Gefahr dafür, also das ist ja wirklich... Wo soll man anfangen und aufhören, was das für Auswirkungen hat? Felix Tierwelt: Das ist völlig verrückt. Da mal eine doofe Frage, weil das habe ich auch mal mitbekommen. Viele sagen ja dann, ja wenn mein Hund dann kein Übergewicht mehr hat, dann ist es doch alles tutifrutti. Ist das wirklich so oder sind dann die Gelenke sehr beeinträchtigt und auch geschädigt ein Leben lang oder was ist so deine Meinung dazu? Levke: Ich würde sagen, das kommt oft das Übergewicht an, wie hoch es war und wahrscheinlich auch wie lange. Hast du jetzt nur 30 Kilo und der hat mal einen Kilo zu viel und du trainierst das wieder ab, dann ist das bestimmt fein. Aber je länger das Übergewicht bleibt und je höher das ist, desto größer ist das Risiko. Und das ist ja auch wie beim Menschen, wenn du jetzt mal einen richtig dicken Hund hast und der nimmt ab, dann hat er ja auch hängende Haut, hängendes Bindegewebe. Das ist ja alles gedehnt. Dann kann das auch die Gelenke nicht mehr so stabilisieren, es bei einem normalen Hund gewesen wäre. Deshalb so schnell wie möglich muss Felix Tierwelt: Man kann das Rad nicht mehr zurücktreten. Levke: man ran. Je schneller wir das wieder runterkriegen, desto besser. Felix Tierwelt: bedeutet, das Rad kann man da nicht mehr zurückdrehen, dann ist es halt so, dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, man kann das Kind nur noch rausholen, aber das war's halt, ne? Und das ist schon sehr beängstigend und das ist halt irgendwo auch ein gewisser Appell, wir gehen ja nachher auch auf ein paar Tipps ein, was man so beachten sollte, was man machen kann, dass es halt gar nicht entsteht, weil bevor diese Probleme da sind, sollte man einfach lieber gucken, wie krieg ich noch... Ich sag mal die Abbiegespur hin, dass es noch ganz gut läuft und dass es nicht in diese Richtung geht. Und das ist schon ziemlich beendzend, wenn man da mal ein bisschen über das Thema Schmerzen spricht. Weil meistens sprechen die Leute gar nicht darüber. Das ist immer so, ja, man kennt das ja. Aber im Endeffekt ist es schon mal so ein bisschen wichtig zu beleuchten. Generell, ich denke mal, du wirst sehr, sehr viele Fehler von Hundebesitzern kennen. Wenn es Levke: Mhm. Felix Tierwelt: so ein bisschen ... Rund das Thema Übergewicht, weiß auch nicht, Bewegung oder generell geht, wenn man das so bespricht. Welches siehst du am häufigsten? Levke: Am häufigsten würde ich sagen, ist, dass der Hund, wenn er schon übergewichtig ist, als Couchpotato abgetan wird. Der liegt halt, weil er nicht mehr gut laufen kann, auf dem Sofa. Und dann sagt man, der ist so gemütlich, der ist jetzt gechillt. Das ist, glaube ich, das größte Problem neben dem, dass man es gar nicht realisiert, dass der Hund übergewichtig ist. Da aus dem Kreislauf wieder rauszukommen, ist natürlich dann auch schwierig. Dann kenne ich Leute, das ist auch bisschen wie bei Menschen, die dann sagen, okay Ab morgen kriegt mein Hund nur noch ein Drittel zu essen. Und das hält man dann drei Wochen aus und dann tut der Hund einem wieder leid und dann stopft man noch mehr drauf. Und dann gibt es auch bei Hunden wie so ein Jojo-Effekt. Felix Tierwelt: Dann hast du es eigentlich noch schlimmer gemacht als vorher. fühlt? Ja, das ist schon verrückt, was du sagst. Im Endeffekt gibt es da schon einige Fehler da draußen. Ich hab letztens das erst gesehen. Was war denn das gewesen? Ja, man macht einen Fastenzeitraum bei Hunden. Das tut ganz Levke: Ja. Felix Tierwelt: gut. Drei Tage lang kein Essen, nur Wasser. Und ich denke so, du kannst mal eine kleine Zeit einen Fastenzeitraum machen, aber nicht so lange. Und das ist halt ... Es gibt dann so ganz verrückte Sachen da draußen. Dann versucht man, auf Biegen und Brechen, kürzester Zeit das Futter zu reduzieren, kürzester Zeit das Gewicht runterzukriegen. Aber es ist halt wie bei uns Menschen auch. Wenn wir dann mal eine Zeit lang gar nichts mehr essen, kommt der Körper nicht mehr zurecht. Und dann Brot-Mahlzeit. Und dann kommt halt irgendwann wieder die Fressattacke. Und dann ist es gefühlt noch mehr als davor. Levke: kenne auch viele Hunde, die, wenn man das zu schnell, das Futter kürzt, wirklich anfangen zu klauen. Das sind dann Hunde, die nie ans Essen gegangen sind, die klauen vom Tisch. machen auf einmal, räumen die den Mülleimer aus oder irgendwelche Sachen. Das ja bei mir genauso. Setzt du mich jetzt auf Nulldiät, dann gehe ich auch an deinen Snack Schublade und räume die auch so ungefähr. Felix Tierwelt: Und meistens ist es so, das ist auch mal ganz interessant zu wissen, Übergewicht runter zu kriegen dauert länger als es da ist. Und das muss man ein bisschen, glaube ich, sich auf ein Tacho schreiben. Das funktioniert dann nicht mehr so schnell. Und das muss man halt auch irgendwo professionell machen, weil ansonsten, wie du es auch sagst, dann sucht sich der Hund was anderes. Und schlimmstenfalls ist es dann irgendwo Wildkot von anderen Tieren und dann brust mal Zeit. mach mal die Schnauze wieder sauber mit dem Scheiß. Im wahrsten Sinne des Wortes, ne? Levke: Ich hatte eine Pflegehündin, die hab ich aufgenommen, wog die 18 Kilo. Als ich sie vermittelt hab, wog sie 11 Kilo. Mittlerweile wiegt sie zwischen 9 und 10, also die hatte fast das Doppelte. Da hab ich ein halbes Jahr ungefähr für gebraucht, die runterzukriegen. Weil wir das ganz bewusst und ganz langsam gemacht haben. Da haben viele Leute immer zu mir gesagt, die ist ja immer noch so dick. Da ich, das nützt mir nix, wenn ich sie auf Nulldiät setze. Da kommt ja auch der Körper gar nicht mit hinterher. Da muss ich alles erstmal anpassen, der Stoffwechsel. Das hat gut funktioniert bei der, schöne kleine Schritte. Felix Tierwelt: weil du es gerade angesprochen hast, so Stück für Stück, ein halbes Jahr ungefähr hat es gedauert, welche Rolle spielt dann die Bewegung wirklich? Eine Rolle beim Abnehmen? das wirklich so große Gewichtung oder ist es dann eher mehr die Ernährung? Levke: Es muss auf jeden Fall beides sein. Wir müssen den Grundumsatz wie beim Menschen steigern. Wichtig ist, ich gehe immer von einem sehr übergewichtigen Hund aus, dass wir nicht mit dem Hund losgehen und 3 Stunden Gassi gehen. Der bricht 5-mal zusammen, sondern dass wir viele kleine Bewegungen machen. Ich spinne mal 5-mal am Tag 20 Minuten oder so. Das kommt immer drauf an, wie viel der vorher war. Das ist einfach das A und O, dass wir... den Hund bewegen und auch zum Beispiel nicht nur stumpf geradeaus gehen lassen, die Straße lang, sondern auch mal rechts und links von den Wegen bisschen krabbeln, klettern. Es müssen ja alle Muskeln wieder aktiviert werden und dann funktioniert das auch. Felix Tierwelt: bedeutet, wenn man so nennt, 50-50 oder wie wäre deine Verteilung? Levke: Ja, würde ich schon sagen. 50-50. Felix Tierwelt: Und dann in dem Fall nicht noch zusätzlich die Hundbelone mit Leckerliis, wenn er was toll gemacht hat. Levke: Genau. Oder halt Gurke. Viele mögen Gurke, Karotte oder irgendwas. Eine Freundin von mir, macht jetzt Gurken und dann packt sie da ein paar Würste rein, schüttelt das, dass die Gurken nach Würstchen schmecken und nimmt die Würstchen wieder raus. Weil der Hund sonst keine Gurke isst, habe ich gedacht, ja, das ist schlau. Das ist eigentlich eine gute Idee. Und was natürlich das Beste ist, wenn ein Hund richtig dick ist, ist alles, mit Wasser zu tun hat. Schwimmen, unter Wasserlaufband, im Wasser warten, alles, geht, sodass wir das Gewicht in dem Moment einfach von dem Hund nehmen können und der ein bisschen leichter laufen kann oder schwimmt. Felix Tierwelt: Das ist total interessant, da habe ich gar nicht dran gedacht. ich denke, damit arbeitest du auch, dass du so ein Laufband hast, glaube ich, mit Wasser gefüllt oder so was. Dann ist es ja einfacher, weil das Gewicht erst mal weniger drückt. Levke: Genau, beim Unterwasserlaufband können wir bis zu 70 Prozent des Körpergewichts wegnehmen. Und für die harten Fälle gehe ich mit denen in den Pool und da kann ich halt 100 Prozent wegnehmen. und das sind auch zum Beispiel beim Schwimmen sind das auch Hunde, die wirklich das erste Mal wieder die Gelenke voll durchbewegen können, weil sie das unter den Massen, die sie tragen, an Land gar nicht mehr können. Felix Tierwelt: auf jeden Fall, was es alles so heutzutage gibt oder möglich ist. Weil wir es gerade schon mal vorne angesprochen haben. Ich will da noch ein bisschen tiefer einsteigen auf das Thema. Einfach weniger füttern bei Übergewicht. Einfach mal so ein Drittel abziehen oder auf ein Drittel runtergehen. Was ist denn deine Erfahrung daraus? Was kann da wirklich passieren, dass wir da ein bisschen davor warnen können? Weil das ist, glaube ich, gar nicht so ohne. Levke: Du meinst, wenn du jetzt einfach das Futter halbierst, naja, der Kreislauf, also der Umsatz bleibt ja erstmal gleich vom Hund. Der Kreislauf muss hinterher, der ganze Körper muss sich anpassen, der Hund muss sich ja letztendlich auch anpassen. Wir sind ja alle Gewohnheitstiere, also wir sowohl als auch die Hunde, der muss sich ja erstmal umstellen und wenn ich jetzt viel zu viel Futter wegnehme und vielleicht dann auch noch die Bewegung anpasse, was ja eigentlich gut ist, kommt der Körper ja gar nicht mehr hinterher. Der kann ja gar nicht das bereitstellen, was der Körper braucht. Da muss man wirklich, je älter der Hund ist, wirklich ganz genauer aufpassen, wie man das macht. Felix Tierwelt: bedeutet, im schlimmsten Fall, wenn ich davon ausgehe, klappt der zusammen, weil er halt nicht mehr die Levke: das LWSK. Felix Tierwelt: Reserven hat und dann halt einfach dann gar nicht mehr klarkommt. Levke: Ja. Genau. Die werden ja auch schlapp. Also wenn ich jetzt zu viel abnehme, muss man sich ja mal vorstellen, wir essen morgen nur die Hälfte. Also ich bin abends zittrig. Ich bin schlapp und meine Finger zittern und dann hat man ja so einen richtigen, weiß ich nicht, Janker nach Cola oder irgendwas. Das kann der Hund ja nicht. Und dann scheue ich ihn vielleicht noch im Sommer noch größere Strecken. Das kann der Kreislauf schwer. Dann sind wir wieder beim Thema Hunde sind Weltmeister im Verdecken von Sachen. Nicht nur Schmerzen oder auch Unwohlsein und so was. Das heißt, die laufen ja immer hinterher. Ist auch so ein großes Ding, was ich immer höre. Aber der kommt doch noch mit beim Gassi gehen. Was soll er denn machen? Also sein Rudel läuft da. Was soll er machen? Stehen bleiben. Das heißt, der zeigt einem ja in den seltensten Fällen, meine Grenze ist erreicht, sondern macht ja für uns immer weiter. Felix Tierwelt: Ich denke mal, wenn er die Grenze zeigt, dann ist schon höchste Eisenbahn. Levke: Das ist das Schlimmste. Felix Tierwelt: Und ich glaube, bis dahin sollte es man nicht drauf ankommen lassen. Es wäre natürlich schön, wenn Hunde reden könnten und sagen könnten, ey du da oben, ich hab da ein Problemchen. Das funktioniert halt leider in dem Fall nicht. Levke: Ich sage mal, wir hätten keine Hunde, wenn sie reden würden. Ich bin mir sicher, mein Hund würde Felix Tierwelt: den auch wieder. ist auch was dran, weil im Endeffekt denkt man sich auch... Levke: alles ausdiskutieren. Ich würde den ganzen Tag diskutieren. Ich bin mir sicher, wir hätten nicht so viele Hunde, wenn die reden könnten. Ich will das jetzt nicht. Felix Tierwelt: Wie so ein kleines Baby in dem Fall ist. Oder kleines Kind, in dem Fall was dauernd motzt und in der Popartei die ganze Zeit steckt. Was Levke: Genau. Felix Tierwelt: ich richtig toll fand, was du gesagt hast, darauf will ich nochmal eingehen oder kurz das Video holen. Man muss nicht unbedingt immer fertige Leckerlis kaufen. Weil das kostet heutzutage, manche Leckerlis habe ich mir angeguckt, dann kostet ein kleines Beutelchen 100 Gramm, kosten 19 Euro, 20, 30 Euro, weil es ja irgendwelche speziellen Leckerlis sind. Davon halte ich übrigens gar nichts. 0,0. Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber generell kann ich nur empfehlen, wie du es halt auch sagst, Karotte. Man kann auch gucken, zum Beispiel teilweise die Zucchini. Gurke hatten wir schon. Paprika, rote Paprika oft zum Beispiel ist sehr, gut. Kann ich auch empfehlen. Es gibt so viele Möglichkeiten da draußen, die man geben kann. Apfel und weiß Gott was schießt mich tot da draußen. Und das sind viele so Sachen, die sind halt einfach kalorienarm. Da macht man nichts falsch aus meiner Sicht. Alles in Maßen, nicht in Massen. Und man muss da nicht so viel Geld ausgeben. Oder zum Beispiel Blaubeeren. Das sind auch völlig genial. Wegen den Antioxidantien und vielen anderen wirklich total interessanten Sachen oder vorteilhaften Sachen. Und ich weiß nicht, wie du dazu stehst, aber das macht aus meiner Sicht einfach mehr Sinn, als wenn man dann irgendwelche teuren Leckerlis kauft, die noch brutal fitreich sind. Levke: Total. Und es gibt ja nun mal Situationen, da brauchen wir als Hundebesitzer Leckerlies. Jetzt kommt der Besitzer zu mir mit einem übergewichtigen Hund und ich sag dem, mach Übung. Für die Übung brauch ich Leckerlies. Gerade am Anfang. Jetzt soll ich keine Leckerlies geben. Und natürlich kann man super Gurke nehmen. Und es gibt immer Hunde, essen das und das nicht. Dann variere ich. Dann kann man Hühnchen zum Beispiel nehmen einfach. Man kann das dörren. Es gibt wirklich Schwinglichtdörrautomaten. Man kann es im Backofen machen. Hab ich auch schon gemacht. Man kann sich der Breitenpalette bedienen und man findet immer irgendwas, was der Hund mag. Und wenn es halt im Zweifel nur so geht wie bei der Freundin mit ein bisschen Würstchen und Schütteln, dann ist der Hund die Gurke. Aber es ist ja immer noch besser, als das Würstchen zu essen. ich bin da auch großer Freund von, wenn jetzt jemand sagt, Geld spielt keine Rolle, dann bitte kauf Snacks, aber auch dann muss man ganz genau gucken. Ich finde es erschreckend, wenn man mal anfängt, die Packungen umzudrehen und mal guckt. Was da drin ist, sowieso ein anderes Thema, aber auch wie viele Kalorien die Sachen manchmal haben, da kann ich dann auch wieder das Wiener Würstchen füttern, wenn ich das gebe. Da muss man echt genau hinkriegen. Felix Tierwelt: Es ist sehr versteckt gemacht. Levke: und Felix Tierwelt: Auch das mit diesen Gelenksnacks oder was für Leckerlis für spezielle Funktionen. Meistens ist da relativ wenig Hochwertiges drin, was wirklich funktioniert. Aber das Einzige, was hoch ist, ist der Preis. Als Hundemessitzer denkt man sich ja nur das Beste von meinen Vierbeiner. Wir hatten es ja auch vor der Aufnahme schon gehabt in Bezug auf Nahrungsergänzungsmittel. Es wird heutzutage so viel bedrogen und belogen in diesem Bereich, was Ernährung, Gesundheit und Co angeht, für Hunde oder generell Tiere, weil es ist halt ein emotionales Thema und da muss man sich halt damit befassen, weil das ist wirklich völlig verrückt, wo ich mir manchmal denke, ich habe früher mal immer wieder Präparate empfohlen für die Gelenke, die zu unterstützen und da habe ich mal wieder nachgeguckt und die Qualität ist Welten schlechter geworden, aber der Preis ist gleich. Und ich denke mir so, wie funktioniert denn das? Levke: Auch bei Dosenfutter oder so guckt man lange nicht hin. Auf einmal ist die Rezeptur geändert. Katastrophe. Felix Tierwelt: Ja, das ist wirklich traurig. Welche Gründe auch immer dahinter stecken, aber das ist halt dann einfach kacke, weil im Endeffekt gibt man das ja auf gutem Gewissen oder auf Vertrauensebene dem Vierbeiner. Man möchte, dass es ja funktioniert, dass es gut klappt. Und am Ende funktioniert es nicht und man bekommt das ja eigentlich indirekt nur mit, weil die Probleme ja nicht besser werden oder manchmal sieht man es ja auch nicht unbedingt. Und das ist schon völlig verrückt. Aber das mal so ein bisschen zu dem Thema. größten Fehler und so ein bisschen was wir so bisschen kritisch sehen im Bezug auf Übergewicht. Lass uns mal jetzt richtig das Positive rausknallen, nicht nur immer im Negativen bleiben. Ich finde das eine deutlich wichtigere Sache noch zusätzlich. Nämlich, wie geht man das jetzt genau an mit dem Übergewicht? Wie nimmt jetzt ein Hund ab aus deiner Sicht? Du hast es vorhin ja schon erklärt mit dem halben Jahr, wo du da deine eine Fährakete helfen konntest. Wie macht man das am schlausten? Levke: Ich würde immer raten, das mit einem Ernährungsberater zusammenzumachen. Sich einmal beraten zu lassen und sich einen Plan aufstellen zu lassen. Wir dürfen nicht alles wegnehmen. Der Hund braucht diverse Nährstoffe. Da müssen wir genau aufpassen, dass er rundum versorgt ist. Dann würde ich anfangen, das Futter zu reduzieren, umzustellen und zeitgleich die Bewegung hochzufahren. Beides immer die Waage halten lassen. Beides parallel immer Stück für Stück hochfahren. Futter runter quasi. und Bewegung moderat hochfahren. Aber ich würde es definitiv in den seltensten Fällen einfach so aus dem Daumen raus machen, sondern einmal fundiert, sicher zu sein. Wenn ich dann wirklich gelenkschonende Bewegungen mache, ein Übungen, machen den Hunden in den meisten Fällen Sauspaß, habe ich nicht nur was für die Gesundheit getan, auch noch für die Bindung, weil die Hunde freuen sich total, wenn wir was machen und habe noch einen positiven Effekt da draus. Ich finde, da können beide Seiten nur gewinnen. Felix Tierwelt: Und wie wir es vorhin schon von dir gehört hatten, 50-50, Bewegung und Ernährung. ich denke immer, wenn man sich da einen Ansprechpartner holt, der einem da weiterhilft, ist das glaube ich das Beste. Und, das hatten wir ja auch vorhin schon gehabt, Geduld. Das ist einfach, das funktioniert nicht von heute auf morgen. Kleiner Geheimtipp kann ich immer geben, Minimum einmal in der Woche oder alle zwei Wochen wiegen und das aufschreiben, protokollieren und minimal immer die Futtermenge reduzieren. Nichts. brutal direkt Levke: Genau. Felix Tierwelt: auf Diät setzen und Schaukakao. Ach, das wollte ich auch noch sagen. Diätfutter kann ich schon mal empfehlen. Einfach vergessen, das ist meistens Marketing. Levke: ich das auf. Felix Tierwelt: Das bringt gar nichts, außer dass es die Tasche von jemand anderem füllt und meistens ist irgendein Schrot drinne. Man kann das auch mit einem ganz normalen Futter hinkriegen, weil wir ernähren uns ja dann ... Levke: Das ist auch, setzt du das ab, bist du ja wieder im normalen Fall. Du lernst ja nicht. Also ich muss ja auch lernen, wenn mein Hund abnehmen muss. Was kann der jetzt ab? Wie viel kann ich dem geben? Und diese ganzen aufquellenden Diätfutter, die es da gerade auf dem Markt gibt, das steht auch drauf. Maximal sechs Wochen, dann geben die Leute das sechs Wochen, hat der Hund drei Kilo abgenommen, die hören auf und der nimmt die drei Kilo wieder zu. Ja, also das lassen wir. Felix Tierwelt: Ich finde, dass es schwierig war. Man versucht auf Grundlage von Problemen ein spezielles Futter zu entwickeln und dann wird eigentlich nur der Vierbeiner und der Zweibeiner in dem Falle verarscht damit und dann geht die Partie wieder von hinten aus. Das ist halt nicht so eine schöne Sache. Das mal so bisschen das Ganze mit dem Übergewichtsabnahme, wie man das macht. Du hast das vorhin schon mal gesagt mit den 10-15%. dass man da schon mal das kritisch beleuchten sollte. Wie genau erkennt man denn überhaupt Übergewicht beim eigenen 4-Banner? Wie machst du das? Machst du das mit dem flanke Reibetest oder wie gehst du da vor? Levke: Das sind ja so viele Faktoren, weil das Problem ist, es gibt nicht mehr nur den goldenen Retriever und die sehen so aus, sondern es gibt ja alles bunt gemischt. Wir müssen also auch immer bisschen die Statur des Hundes mit einbeziehen. Aber der Klassiker ist, kennen hoffentlich alle Hundebesitzer, sind ja die Rippen, dass ich die fühle. Und die müssen halt gut fühlbar sein. Und zwar nicht erst, dass ich da reingreife und quasi durchs Fett durchgehe. Das ist so der erste Test. Fühle ich die Rippen? Bei manchen sehe ich sie ja schon. Habe ich wenig Fell? Habe ich einen Dymatina? Kann ich das schon sehen? Kann ich die Rippenbogen leicht sehen oder nicht? Ist da fett Schicht drüber. Dann gucke ich immer von oben. Hat der Hund eine Taille? Das ist auch noch wichtig. Und ich gucke natürlich auch immer von der Seite. Diese stark übergewichtigen Hunde, gerade Hündin. Da hängt wirklich auch der Bauch ein bisschen. Kann ich an der Seite wirklich den Bauch gut erkennen? Wie sehen die Beine aus? Die Muskulatur, sind die sehr aufgequollen. Und wenn ich jetzt so einen Fällmonster hab wie meinen, wo alle Welt immer sagt, die ist dick, bis sie aus dem Wasser kommt, dann muss ich halt wirklich rein. Dann kann ich es nur über ertasten. Und gerade wenn es der eigene Hund ist, ich immer, tastet euren Hund so oft, wie es geht, Ist das leichter für mich oder den Tierarzt, wenn der Hund das kennt, abgetastet zu werden. Und so merkt ihr Veränderungen. Wenn der Hund älter wird, dann nimmt er ja auch schneller zu. Vielleicht verschlafe ich das dann, aber wenn ich den regelmäßig abtasse, merke ich schon, warte mal, vor ein paar Wochen konnte ich aber die Rippen noch ein bisschen besser fühlen und dann kann ich gleich schon reagieren. So diese drei Sachen würde ich immer machen, von den Rippen, oben und von der Seite. Und ich würde aber auch Felix Tierwelt: Mhm. Levke: bei einem Dymatina immer die Hände dazu nehmen, dass man einfach lernt, wie fühlt sich mein Hund an. Nur so kann ich relativ schnell und frühzeitig auch Veränderungen feststellen. Felix Tierwelt: Und vor allem, man muss es ja auch dazu sagen, was mir gerade einfällt, es hängt ja auch viel mit Jahreszeiten zusammen. Im Winter ist es logisch, man ist eigentlich mehr draußen, man bewegt sich mal und verbrennt mehr. Die Hunde kriegen ja Futter, aber im Sommer, im heißen, ist brutal warm, ich habe keinen Bock rauszugehen. Der Vierbeiner natürlich auch nicht, aber der Vierbeiner kriegt das gleiche Futter, die gleiche Menge. Ja, etchibedge. Und nach dem Sommer hast du erst mal einen Vierbeiner, der ein bisschen mehr hat. Und da ist es glaube ich der wichtigste Punkt, wie du auch sagst, einfach... Regelmäßig abtasten, man muss das jetzt nicht jeden Tag machen, da wird man auch irgendwann kürre. Aber Levke: Nein. Felix Tierwelt: wenn man das ein, zwei Mal im Monat macht, dann zieht man ja schon gewissen Verlauf oder halt auch mal das aufschreibt, wie viel wiegt er überhaupt. Also manchmal habe ich Leute bei mir sitzen, ich begleite auch ganz viele Hundebesitzer da draußen eins zu eins, weil viele einfach überfordert sind, wenn sie eine Ernährungsberatung bekommen mit einem Plan und sowas. Wie setze ich das jetzt Viele kommen ja damit Levke: So. Felix Tierwelt: nicht zurecht und viele verschätzen sich komplett vom Gewicht. Und das ist mal ganz wichtig. Klar, wenn man einen riesen Hund hat, so Rhodesian Hündspex oder einen germanischen Bärenhund mit 80-90 Kilo, da muss man mal gucken, wie man das hinkriegt, den zu wiegen. Aber da ist es schon wichtig, da dran zu bleiben, weil im Endeffekt der Vierbeiner kann es einem nur danken und dafür sind wir ja zuständig. Das liegt ja in unserer Verantwortung. Levke: Auf jeden Fall. Und was ich auch immer noch den Leuten sage, sucht euch eine Waage aus und nehmt immer die gleiche. Weil das ja wirklich manchmal ein Unterschied ist vom Tierarzt zu anders. zwei bis Felix Tierwelt: Hm. Levke: drei Kilo. Und dann werden die Leute kirre. Dann kommen sie vom Futterhaus oder von irgendeinem anderen Ding und sagen, der hat aber zwei Kilo mehr. Und ich habe auch eine Waage bei mir in der Praxis und wir stellen den darauf. Und nein, hat er nicht. Und deshalb sage ich, wir nehmen diese. Wir orientieren uns an dieser Waage, weil sonst werden wir komplett irre. Felix Tierwelt: Es muss ja nur die Waage ein bisschen schief stehen oder der Untergrund, dann sind schon mal ein paar Kilogramm Unterschied. im Endeffekt, wollen ja auch hier bei der Podcast-Folge keinen, wie nennt man das? Keinen Stress verursachen und nicht, dass man sich reinsteigert, sondern dass man so bisschen so einen roten Faden hat, dass man einfach ein bisschen was dazu versteht. Sich das auch runterschreiben, das kann ich immer nur empfehlen, nämlich verschreibt, dass bleibt. So sagt man das ja, glaube ich. Und das ist der wichtigste Punkt, dass man mit Ruhe und Geduld das Thema angeht. man kennt es heutzutage, das hat man lustigerweise auch schon bequatscht vor der Aufnahme. Man hat dann irgendwelche Reels oder irgendwelche Videos auf Social Media. Alles ist kurz und knapp und schnell, schnell, schnell. Man wird ja völlig verrückt gemacht. Und das ist halt so ein Punkt. Generell heutzutage, jeder möchte alles so schnell wie möglich erreichen und umsetzen. Sowas. Es ist, glaube ich, ganz wichtig auch mal anzuhalten, mal... im Moment da zu sein und dann auch einfach mal in Ruhe Levke: Ja. Bei mir in der Praxis ist übrigens aber eher umgedreht, dass die Hunde im Winter zu nehmen und nicht im Sommer. Felix Tierwelt: Echt? Levke: Ja. Und das liegt aber, glaube ich, an der Faulheit der Leute, dass die im Winter nicht so gerne rausgehen. Und ich höre so oft, aber es ist so kalt und der friert, und da sage ich, na ja, wenn das wirklich ein Hund ist, der friert, zieh den Mantel an. Die Dackel, ich habe laufen, sind gerade den letzten Winter mit diesen Ganzkörper-Mänteln, die bis zu den Pfoten gehen, gelaufen. Aber der muss sich bewegen. Weil gerade so eine Couch, vielleicht wirklich eine Couch-Potato, die chillt dann den ganzen Winter auf dem Sofa vorm Kamin mit dem Rotwein trinkend, Härchen, das ist ja total schön, mache ich auch. Aber gerade im Winter, also müssen wir auch, ich, unsere Verantwortung so ein bisschen bewusster werden und rausgehen. Meistens sind wir es ja letztendlich. Wenn wir gerne rausgehen, gehen die meisten Hunde ja auch gerne. Und ich gehe auch manchmal raus und sage, ist das kalt. Aber wenn man draußen ist, geht's. Felix Tierwelt: Es tut dir einem selber auch gut. Das Immunsystem wird gestärkt. Es gibt ja so viele Vorteile. Man wird halt ins kalte Wasser geschmissen. Man fühlt sich erst mal, ich will so schnell wie möglich wieder rein oder raus aus der Scheiße. Meistens muss man auch sagen, wenn man die Runde gegangen ist, fühlt man sich umso besser danach wieder ins Warme zu kommen. Oder zum Beispiel von der Hitze. Das würde ich ja nicht empfehlen, bei Hitze mit dem Hund rauszugehen. Es ist einfach wichtig regelmäßig zu laufen. Letztens hatte ich auch eine spannende Folge gedreht und man muss es ja auch nicht übertreiben, weil der Vierbeiner wird gar nicht geistig oder körperlich ausgelastet durch das ganz ganz viele Laufen hin und her rennen und sowas, sondern durch die Nase, durchs Schnuppern lassen, auch mal stehen bleiben, den Vierbeiner ein bisschen mal schnuppern lassen, was es so gibt, für Hunde ist das ein Paradies auf Erden, wenn es ganz verschiedene Gerüche gibt. Wir Menschen nehmen das gar nicht wahr, wie unsere Hunde. Weil das hatte ich auch mal ganz lustigerweise auch mit einer Tieraugenerzin, hatte ich eine Folge gedreht und die hat das mir erklärt, fand ich total spannend, dass Hunde gar nicht richtig sehen können, also sehr, sehr, sehr, sehr schlecht sehen können. Dafür können sie super gut riechen und sehr gut hören. Und genau diese Sinnesorgane, die muss man eigentlich trainieren und die richtig ausprägen, weil dann wird der Vierbein ausgelastet. Und das finde ich so spannend, deswegen kann ich die auch nur in dem Falle, dass du dir da die Zeit nimmst, mit mir diese Folge zu drehen, weil man lernt immer dazu und kann das für sich mitnehmen und für die eigene Fellrakete und dementsprechend auch umsetzen, weil heutzutage gibt es so viel Wissen, aber das mal gebündelt zu haben, eigentlich eine schöne Sache, ich zumindest. Levke: auch zum Thema Auslastung. Ich mache ja regelmäßig so Physio-Walks, also da gehe ich mit den Leuten in die Natur und erkläre ihnen also, was sie für Übungen in der Natur machen können. Und ich erlebe es immer wieder, dass die Leute sagen, ich bin heute das erste Mal mit meinem Hund nicht nur auf den Weg gegangen und ich denke mal, was ist los mit euch? Runter von den Wegen, da ist doch der Spaß für die Hunde, da kann er doch am besten schnüffeln, welches Wildschwein ist hier vor drei Wochen lang gelaufen und was noch. Und so Kratzen über Stock und Stein, ist ja so Sachen, die ich mir so bisschen auf die Fahne geschrieben habe, Leute dazu zu kriegen, was mit dem Hund zu erleben auch. Wie viel ausgelasteter der Hund ist. Die Strecken müssen gar nicht länger sein. Es geht nicht darum, noch mal drei Kilometer länger, sondern einfach das unterwegs spannender zu machen. So wie als Kind, sag ich immer, sind wir doch auch auf Stöcker und auf Bäume und unter drunter. Das macht doch viel mehr Spaß als mit den Eltern. den Weg, Waldweg langzugehen. So erkläre ich das immer. Das ist immer mein größter Tipp. Raus, runter vom Weg. Illegalerweise muss man ja sagen, nicht zu weit rein bitte, sonst kriegen wir Ärger mit dem Förster und klettern, kraxeln oben drüber, runter. Das sind gleich ganz andere Bewegungen für den Hund. Felix Tierwelt: Soweit es geht und vor allem muss man ja auch dazu sagen, meistens braucht es ja gar nicht die lange Distanz da mehr. Aber im Endeffekt, Levke: Nein, auf gar keinen Felix Tierwelt: wenn man mal selber durchs hohe Gras ist oder durch den Wald und über Stocken und was Gott was, da braucht es eigentlich gar nicht viel und man ist schon total außer Puste. Und das ist eigentlich das Geile davon, dass man da eigentlich gar nicht so viel braucht und dann kann man wieder auf den normalen Weg zurückgehen. Dass es einfach ein bisschen mal Abenteuer ist für den Vierbeiner als auch für einen selber. Und das ist denke ich mal auch schon sehr wichtig. Generell, was kannst du denn empfehlen, Übergewicht vorzubeugen? du da irgendwelche Übungen im Kopf, irgendwelche Beschäftigungen, Ernährung? Hast du da ein Tipps auf Lager? Levke: Also das ist ja immer schwierig zu pauschalisieren. Also ich würde immer sagen, alles mit so bisschen gesunden Menschenverstand machen. Also moderate Ernährung und moderates Training. Ob man nun Agility macht oder wandern geht letztendlich oder was auch immer ist eigentlich egal. gucken, welchen Hund habe ich. Hab ich einen Dalmatiner oder habe ich auch nicht einen Schwaba? Wobei Schiramos können mehr als die meisten denken oder habe ich irgendwas Gemütliches. Und dann mit denen regelmäßig trainieren. Vorbeugen ist ja immer besser. Sucht euch die Sportart oder das Training oder irgendwas, was euch beiden Spaß macht und macht das einfach regelmäßig. Fangt früh an und macht das als Prävention einfach ein Hundeleben lang. So wie bei uns mit dem Sport. Und bei der Ernährung ... finde ich, wenn man was Gutes gefunden hat, man dabei bleiben. muss immer das bisschen Sommer-Winter anpassen, macht der Hund mehr oder weniger. Und auch das Alter. Vergesst nicht oder überseht nicht den Sprung zum Senior. Die sind ja relativ früh, schon acht Jahre, round about, je nach Größe, einfach schon Senior. Da muss man rechtzeitig anpassen oder wird der Hund kastriert. Einfach rechtzeitig alles dementsprechend anpassen. Ich würde es immer mit Hilfe machen. immer jemanden von außen draufschauen lassen. Klar, kommen viele auch so. Aber dass einfach so bisschen die Lebensumstände des Hundes im Blick haben. Felix Tierwelt: Find ich schon mal ganz gut, einfach das täglich machen, nichts zu übertreiben. Man muss jetzt nicht jeden Tag einen Marathon machen mit dem Mund, das ist einfach quatschig. Aber halt das in seinem Maße machen und einfach mal ein Auge drauf haben. Dofe Frage, es gibt ja immer mehr Produkte speziell für, wir hatten es ja schon gehabt, übergewichtige Hunde. Wenn wir uns das Thema mal Nahrungsergänzungsmittel angucken, weil ich schon angesprochen habe. Was hältst du grundsätzlich dafür? übergewichtige Hunde generell? Tut man da lieber was zur Unterstützung für die Gelenken geben oder gibt es da irgendwas, was wirklich sinnvoll ist aus einer Sicht? Levke: Zum Abnehmen finde ich das alles eher schwachsinnig. Da würde ich lieber umstellen. Ich bin allerdings trotzdem großer Fan von Nahrungsergänzungsmitteln. Für alle Bereiche, für Gelenke, für alles, es so gibt, mache ich auch ganz viel bei meinem Hund. Speziell fürs Abnehmen würde ich einfach nichts geben. Ich sehe es auch oft oder lese es, habe ich neulich in einer Facebook-Gruppe gesehen, da sagen die einfach 50 Prozent mit Flohsabenschalen mixen, wo ich einfach denke, nein. Bitte, bitte nein. Nicht einfach überall. Flosam Schall ist ja auch der Retter für alles mittlerweile. Ja, Gelenke oder wenn die Senioren werden, das substituieren. ich finde, wenn du mich fragst beim Übergewicht, mhm. Das ist so wie wenn wir, es gibt ja auch Kapseln für den Menschen, die sich im Magen aufgehen und simulieren, wir haben was gegessen. Ändert ja nicht mein Verhalten, sondern Nee, würde ich eher von abraten. Aber generell für Gelenke und so, bitte unbedingt nach uns ergänzen. Felix Tierwelt: Wann empfiehlst du so Nahrungsergänzungsmittel für die Gelenke? Also generell, ob ein Hund übergewichtig ist oder ganz normal ist, generell gesprochen schon sehr früh oder wie es ist aus deiner Sicht? Levke: Also eigentlich regelmäßig, wenn er was hat, egal ob er nun eine OP hatte oder eine HD oder irgendwas bekannt ist, dann würde ich immer Nahrungsergänzungsmittel machen. Oder zum Beispiel so ein Sporthund, jemand der wirklich richtig viel Power der Turniere läuft, da würde ich auch Nahrungsergänzungsmittel machen. Und bei gesunden Hunden würde ich das immer Kurweise machen. Da empfehle ich zwei bis drei Kuren im Jahr. Dann sind wir einfach sicher, dass der Hund versorgt ist mit allem, was er braucht. Und spätestens wenn er ein Senior wird, dann würde ich wahrscheinlich dauerhaft auf eine Auserkennungsmittel. Felix Tierwelt: Das ist auf jeden Fall mal ein sehr, sehr guter Ratschlag. Lassen wir uns jetzt mal an die Zukunft blicken. Ich finde das auch immer total spannend. Glaubst du denn, also du hast ja die bisherige Entwicklung miterlebt sozusagen, was Übergewicht angeht, glaubst du Übergewicht wird in Zukunft noch häufiger werden? Also die aktuelle Studienlage sagt ja, über 52 Prozent der Hunde leiden unter Übergewicht, rum in Deutschland. Denkst du die Zahl wird noch hoch gehen oder eher runter gehen? Was ist denn dein Bauchgefühl? Levke: Also ich würde sagen, ich glaube, bleibt gleich, aber der Unterschied wird krasser werden. Weil es gibt ja durch die sozialen Medien und alles so viele, die so viel machen, die ja quasi schon den Hund über belasten. Und das heißt, es wird, glaube ich, immer mehr die geben, die alles machen und ganz krass auf jeden Gramm genau dokumentieren. Und auf der anderen Seite, glaube ich, wird es minimum dabei bleiben. Vielleicht wird es auch höher, aber ich glaube nicht so massiv, weil 50 Prozent ist einfach sau viel. Was ich aber glaube, dass Hunde mit die mit Dolm über Gewicht vielleicht noch schlechtere Prognosen bekommen, weil im Moment ist es so, ich glaube zwischen anderthalb und dreieinhalb Jahre je nach Größe des Hundes verringert sich die Lebenserwartung. Ich glaube, dass das steigt, weil aufgrund dieser ganzen Tierarzterhöhung und was alles so kommt, ja Leute einfach manchmal viel zu spät zum Arzt gehen. Das erlebe ich auch, wenn ich mit den Tierärzten spreche, dass ganz viele Besitzer erst kommen, wenn der Zahn schon komplett das Alter rausläuft. Deshalb glaube ich nicht, dass die Zahlen sich großhoffig verändern, aber ich glaube, die Auswirkungen werden einfach größer. Felix Tierwelt: Ich denke auch, dass es aufgrund von Social Media auch dieses Schwarz-Weiß-Ding immer schlimmer wird. Das versuche ich ja auch immer, irgendwo zu teilen in dem Falle. Tierärzte machen das nicht nur aus Geld. Das Pensum, was die machen, ist wirklich völlig krank. Ich kenne ganz viele Tierärzte, mit denen ich persönlich zusammenarbeite. Und das Thema ist wirklich verrückt, dass viele Leute einfach denken ... Alle Tierärzte sind schwarze Schafe. Es ist nicht so. Man hat halt die Qual der Wahl klar. Der eine Tierarzt nimmt deutlich mehr Zeit und hat mehr Ahnung in gewissen Bereichen als ein anderer. Man darf halt nicht pauschalisieren. Das ist so das Wichtigste. Man muss halt für sich den passenden Tierarzt finden. Vielleicht noch zwei, drei andere Meinungen einholen. Das ist wie beim Hundefysio als auch bei der Hundernährungsberatung. Das ist wie bei allem da draußen. Es muss ja nicht mal Hunde gehen. Es kann ja jegliches anderes Thema sein. Und das ist, glaube ich, auch wichtig. Die Qual der Wahl liegt bei einem selber. Man muss sich selber schlau machen. Und das kann ich nur immer bisschen mitgeben, weil ich das immer wieder auf Social Media sehe, was mich völlig aufregt. Aber das mal dazu. Grundlegend, wie geht es bei dir in Zukunft weiter? Hast du irgendwelche geheimen Projekte, von denen du erzählen Levke: ... Felix Tierwelt: darfst oder auch nicht? Ich weiß es nicht. Was steht bei dir so an? Levke: Also von meinen Praxistätigkeiten bin ich ganz gut aufgestellt. Ich habe ja zwei Praxen, das reicht mir auch vollkommen. ist nichts geplant. Ich habe so ein paar Sachen in der Schublade. Mein Ziel ist ja auch so bisschen wie bei dir, ein paar Sachen einfach bekannter zu machen, einfach die Leute mehr aufzuklären. Gerade mit dem Social Media Ding, wo ich Sachen sehe, manchmal... Mir wird schwarz vor Augen, ich das sehe. Weil wir ja alles Tipps gibt. Und dann zeigen sie Übungen. In meinem Bereich ist das so. Jeder zeigt auf einmal die Übung mit dem Hund, was ich gut finde. Aber sie zeigen sie zu 90 % falsch. Und die Leute machen es also nach und machen es falsch nach. Und da will ich so bisschen hin. Das heißt, ich arbeite eigentlich gerade an einem Kurs online, wo man das mal alles zeigt in der Hoffnung, dass es besser wird. Felix Tierwelt: Hört sich cool an. Du hast ja auch noch schon gesagt, von deinem Podcast ein bisschen. Da kommt Levke: Genau. Felix Tierwelt: auch noch ein bisschen was. Ich denke mal, du hast genug die Ohren, auch noch mit zwei Praxen und ganz vielen anderen Sachen. Das wird auf jeden Fall, denke ich mal, nicht langweilig. Deswegen Levke: Ja. Felix Tierwelt: nochmals, in dem Falle vielen, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Ich finde das immer sehr, wichtig, weil du kriegst kein Geld. Ich kriege auch kein Geld dafür. dem Falle, wir machen das wirklich als Aufklärung für all die, gerade zu hören oder zu schauen. Einfach was zu hinterlassen, auch wenn es nur ein Hundebesitzer ist, gerade draußen, der das Klasse findet, dem das weiterhilft. Genau dafür machen wir das, weil sowas steckt natürlich an und irgendwann kriegt man vielleicht doch die Zahl ein bisschen weiter runter. Das war ja mein Impuls auch, weshalb ich ein Zahngel rausgebracht habe, dass man diese riesige Zahl von Zahnbeschwerten bei Hunden einfach senken kann, langfristig, dass die Leute sich damit beschäftigen. Die müssen ja nicht mein Produkt kaufen, aber Hauptsache, die machen irgendwas, weil mich das auch... tierisch aufregt. Aber das ist halt einfach eine schöne Sache und deswegen den Bogen nochmal zu schließen, vielen, Dank. Ich weiß nicht, ob du das kennst. Bei mir, bei meinen Podcast-Folgen oder generell, immer am Schluss hat der Gast das letzte Wort und das bist natürlich du in dem Fall, Lefka. Wenn du jetzt jedem Hundebesitzer, generell der gerade zuhört oder zuschaut, noch einen einzigen Rat sozusagen geben dürftest, damit die eigene Fair-Rakete möglichst lange und In dem Falle vor allem schmerzfrei bleibt. Welcher wäre denn das? Levke: Mein Tipp an alle ist immer, anfangen den Hund ein bisschen anders anzugucken. Wie läuft der? Wie bewegt der sich? Wie steht der auf? In welchen Positionen liegt der? Liegt der auf dem Rücken? Liegt der auf der Seite? Und den mal wirklich ein paar Tage genau zu beobachten. Wie geht der eigentlich? Was macht der eigentlich? Und das abspeichern, entweder hier oder im Smartphone. Alles aufnehmen, da sind wir ja gut ausgestattet. Und dann immer mal wieder ... draufgucken, hat sich was verändert, wie ist das jetzt heute? Und so kriegt man nämlich als Hundebesitzer vor dem Tierarzt, vor allen anderen in den meisten Fällen schon kleine Veränderungen raus. Dafür muss man aber einmal in seinem Kopf quasi umswitchen und den Hund mal ein bisschen anders angucken, nicht nur als das plüschige kleine Etwas, sondern wirklich mal beobachten und dann mit gesundem Menschenverstand handeln. Und dann noch zwei Zwei ein zweiter Tipp, hört auf euer Bauchgefühl. Wenn der Ärzte Arzt sagt, da ist nichts, dann holt euch im Zweite will halt noch eine zweite Meinung, weil wer kennt den Hund besser als die Personen, die mit dem zusammenleben eigentlich. Felix Tierwelt: Nicht nur einer, waren sogar zwei Ratschläge. Auch richtig Levke: Ja! Felix Tierwelt: gut. Also da nochmal vielen Dank an alle anderen, Levke: Mhm. Felix Tierwelt: die gerade noch zuschauen und zuhören. Ich wünsche weiterhin ganz viel Spaß mit den anderen Folgen und ich würde sagen, bis zum nächsten Mal wieder. Levke: Bis bald, hoffentlich. Tschüss. Felix Tierwelt: Tschüss!