Latest / Im Bett mit Buch / Zeit
Transcript
- 0:05So Monika, Ich glaube, es wird Zeit.
- 0:10Ja, Kurt. Hallo.
- 0:12Hallo liebe Monique, Hallo liebe Zuhörer und Hallo liebe
- 0:15Zuhörerinnen. Hallo, lieber Kurt.
- 0:19Schön, dass du wieder dabei bist bei unserem Podcast.
- 0:21Ohne dich wird es den ja nicht. Geben richtig, genauso wenig
- 0:24ohne dich und übrigens auch nicht ohne Götz, der hier die
- 0:26Produktion macht. Also wir danken uns allen, dass
- 0:29wir hier sind. Und wir danken Euch, die ihr
- 0:31zuhört, dann ohne euch wird es diesen Podcast auch nicht geben,
- 0:34das ist inzwischen, wir sind ja noch ein recht junger Podcast,
- 0:38haben uns auch die ersten die ersten Meinungen von euch und
- 0:42die ersten Mails erreicht mit Feedback und es ist so so schön.
- 0:47Tatsächlich sehr viel schönes Feedback.
- 0:49Vielen Dank. Macht weiter so, aber damit wir
- 0:51noch mal richtig anfangen, wir heißen Euch herzlich willkommen
- 0:56zur neuesten Folge unseres Podcasts.
- 0:59Im Bett mit. Buch.
- 1:01Wir sind Monique. Und Kurt?
- 1:05Monique kauft Bücher. Und Kurt verkauft Bücher.
- 1:09Wir sind also das perfekte Match.
- 1:10Wir sind tatsächlich das perfekte Match, das dürfen
- 1:13unsere Partner nicht hören, aber meine Güte, damit müssen sie
- 1:15jetzt leben. Die hören unseren Podcast doch
- 1:18nicht, oder? Was, das interessiert die gar
- 1:20nicht. Ich finde es gut, dass heute
- 1:24wieder Zeit ist, einen Podcast aufzunehmen.
- 1:26Das ist richtig und ihr liebe aufmerksame Zuhörer und
- 1:29Zuhörerinnen, habt sicherlich bemerkt, dass wir jetzt wirklich
- 1:32schon sehr, sehr, sehr das Wort Zeit in den Mund genommen haben,
- 1:37denn das wird auch ihr werdet es euch denken können, unser Thema
- 1:40sein. Für die heutige Folge Zeit.
- 1:42Wir reden über Bücher, über die Zeit.
- 1:46Die sind in vielen Fällen aber nicht in allen Fällen Bücher, wo
- 1:50Menschen durch die Zeit gewollt oder ungewollt reisen.
- 1:55Aber auch Bücher, die sich sonst in irgendeiner Weise mit Zeit
- 1:58beschäftigen. Aber keine Angst, es sind alles
- 2:01Fiktion, Romane, wir reden nicht über Sachbücher, über die Zeit,
- 2:05das würde zumindest mein Gehirn total überfordern.
- 2:08Das ist schade. Jetzt wo du sagst, hätten wir
- 2:11eigentlich auch noch über Stephen Hawking sprechen können.
- 2:14Eine kurze Geschichte der Zeit, ein wahnsinnig tolles.
- 2:16Buch. Aber das machen wir ein anderes
- 2:19Mal. Du hast gerade gesagt, dass
- 2:20nicht alle Bücher über Zeitreisen sind, und
- 2:22philosophisch betrachtet könnte man ja sagen, dass natürlich
- 2:26alle Bücher überhaupt über Zeitreisen sind.
- 2:28Dein ganzes Leben ist eine einzige Zeitreise, also du
- 2:30bewegst dich ja kontinuierlich vorwärts in der Zeit, zumindest
- 2:34in der wahrgenommenen Zeit. Das ist richtig.
- 2:37Zumindest wir tun das. Mir fällt gerade ad hoc ein Buch
- 2:40ein, tatsächlich, was wir beide geliebt und gelesen haben, wo es
- 2:44außerirdische Wesen gibt, die Leben nicht in 3 Dimensionen,
- 2:47sondern in 4 Dimensionen, für die ist die Zeit also nicht
- 2:51etwas wie für uns, wo wir einfach stetig nach vorne
- 2:53reisen, sondern kreuz und quer durch die Zeit reisen, das aber
- 2:58den Vorteil hat, man kann sich immer in der Zeit aufhalten, die
- 3:00man am allerliebsten mag. Kann natürlich auch langweilig
- 3:04werden, aber auf das Buch kommen wir beide 100 Pro gleich noch
- 3:08mal zu sprechen. Ich frage mich ernsthaft, ob das
- 3:12wirklich ein Vorteil ist, wenn man sich immer in der Zeit
- 3:14aufhalten kann, die einem am allerliebsten ist.
- 3:18Ich habe vor ein paar Tagen habe ich abends habe ich darüber
- 3:20nachgedacht, über die Bücher, über die wir sprechen wollen,
- 3:22und über das Thema Zeit. Ich habe darüber geredet, dass
- 3:26es so ein paar Sachen gibt, die ich heute weiß, die ich wirklich
- 3:29verdammt gerne schon mit 25 gewusst hätte.
- 3:34Da geht es ja nicht nur mir so. Ich glaube, es geht allen.
- 3:36Ich glaube ja. Ja, und das gibt bestimmt einen
- 3:41guten Grund, warum wir das nicht können, warum wir quasi dieses
- 3:46Wissen, was wir am Ende unseres Lebens oder in der Mitte unseres
- 3:49Lebens, ich hoffe, es ist jetzt noch nicht so weit.
- 3:54Furchtbar. Es tut uns leid, das war die
- 3:56letzte Folge, wir sterben jetzt. Aber ich geb dir, ich geb dir
- 4:01recht, also es ist ich glaube viele Sachen die wir jetzt
- 4:04sozusagen in der Mitte unseres Lebens wissen, da ist es
- 4:07unmöglich, das vorher zu wissen, weil viele Sachen erfährt man
- 4:11auch erst durch die eigenen Fehler, die man macht.
- 4:14Es gibt natürlich Sachen genau das was du sagst, Mensch, hätte
- 4:17ich das schon mit 20 gewusst? Das sind dann eher Sachen wo man
- 4:20sich fragt, warum zur Hölle haben entweder meine Eltern oder
- 4:23meine Schule oder mein Umfeld mir nicht beigebracht mit 20.
- 4:27Wie man eine Versicherung abschließt, ne mit Messer und
- 4:31Gabel, das habe ich zum Glück gelernt.
- 4:32Schon vorher. Danke liebe Eltern, das habt ihr
- 4:34sehr sehr gut gemacht, aber ich denke viele Sachen muss man
- 4:40selber erfahren, viele Sachen brauchen auch Zeit um überhaupt
- 4:46erst in uns hinein zu sickern, also auch Erfahrungen, die man
- 4:49vielleicht macht mit Anfang, Mitte, 20 wie sehr sie
- 4:53nachwirken noch 2030 Jahre später und.
- 4:56So wie du ja auch sagst, dann überlegt man, Mensch, meine
- 4:58Güte, hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich mir da
- 5:00doch diesen Fehler erspart oder ich hätte mir so viel Zeit
- 5:03erspart. Ich muss jetzt gerade noch mal
- 5:07sagen, also wie meine Versicherung abschließt, das
- 5:10habe ich natürlich gewusst. Ich war 15 bei der Wende also,
- 5:13und danach sind die Versicherungsvertreter wie
- 5:15Heuschrecken über das Land hergefallen.
- 5:17Also das ist schon ne Erfahrung. Die die habe ich 1 A mit ins
- 5:21Erwachsenenleben übernommen. OK, nee, da ging es dir
- 5:24tatsächlich. Also da hast du wirklich mal
- 5:26wirklich leben gelernt. Bei mir war die Ansage immer
- 5:29nur, ich bin einfach mitversichert, bis ich glaube
- 5:33bis zu einem undefinierbaren Alter.
- 5:36Dass diese Information nicht so ganz stimmte, stellte ich dann
- 5:40heraus, als ich einen Versicherungsschaden hatte und
- 5:42eben nicht versichert war, weil ich eben doch nicht mehr
- 5:45mitversichert war. Da war ich aber schon leider
- 5:47weit über 20. Ich frage mich gerade, ob es
- 5:49auch Bücher über Versicherungen gibt und ob sie jemand liest.
- 5:52Aber lass uns schnell wieder zur Zeit zurückkommen.
- 5:55Na klar, also wir müssen Erfahrungen tatsächlich wirklich
- 5:59machen, körperlich machen unser. Unser unser Kopf, unser Geist
- 6:03ist mit 20 für bestimmte Erfahrungen einfach, vielleicht
- 6:06auch noch nicht bereit. Wir könnten sie gar nicht
- 6:08erfassen und trotzdem bleibt es ja so ein bisschen rätselhaft,
- 6:13warum die Zeit eben quasi eine Ebene ist, die wir so
- 6:17unglaublich linear durchleben, aber trotzdem.
- 6:22So in so unterschiedlicher Intensität und Schnelligkeit.
- 6:25Ne also, dass man kann sich ja wirklich darin verlieren.
- 6:29Also einzelne Momente können sich unglaublich ausdehnen und
- 6:34manchmal fühlen sich ganze Tage, manchmal ganze Wochen an, so
- 6:37Huch, wo sind sie hin, wie wie, wie ist das möglich, also das
- 6:40ist schon auch was sehr spezifisches in der Wahrnehmung,
- 6:43was sehr sehr interessant ist. Und ich glaube, das ist auch ein
- 6:46Grund dafür, warum es so viele Bücher gibt, die mit der Zeit
- 6:49spielen. Ich glaube auch, das ist diese
- 6:52individuelle Wahrnehmung, diese nicht verifizierbarkeit von von
- 6:56Zeit, genau das was du sagst, man man, man kann ja noch nicht
- 7:01mal sagen, Ah klar, die Zeit geht ganz besonders schnell
- 7:04vorbei, weil ich gerade so unglaublich beschäftigt war, das
- 7:07ist jetzt ja auch gar keine Grundregel, die man ja sonst
- 7:10irgendwie annehmen würde. Ich langweile mich und die Zeit
- 7:11klebt oder andersrum, es ist wahrscheinlich eine Sache, je
- 7:16älter man wird, desto schneller verfliegt die Zeit, ich glaube,
- 7:19das ist schon. Schon ne Grundregel.
- 7:22Also ich kenne das furchtbar glaub ich für alle Eltern, aber
- 7:25auch für die Kinder selber, dieses mir ist langweilig, ich
- 7:29hab so viel Zeit an der Hand und ich weiß nicht wie ich sie
- 7:32füllen soll, meine Mutter hatte dann den nicht hilfreichen aber
- 7:35sehr klugen Spruch Wer sich langweilt ist selber langweilig
- 7:41vielen Dank, das hilft nicht. Aber diese diese Zeit, die man
- 7:47an der Hand hatte, die man verdaddelte oder die einen auch
- 7:49nervte, weil sie einfach viel zu viel da war und man wartete doch
- 7:52nur auf diesen einen Moment, das Wochenende oder den Geburtstag
- 7:55oder den Besuch von dem Kumpel oder was auch immer, dass das
- 7:58alles so ewig braucht. Und wenn man da als erwachsener
- 8:01Mensch drauf zurückblickt und denkt, Mensch.
- 8:04Hätte ich diese. Zeit.
- 8:07Und Zeit als Währung, dass Jugendliche und junge Leute, die
- 8:13so viel Zeit haben und die einfach so viel Zeit nervt, weil
- 8:16sie ja das schneller verbringen wollen und schnell erwachsen
- 8:18werden wollen oder schneller im im Leben starten wollen.
- 8:22Und plötzlich bist du dann im Leben und denkst, wow, hätte ich
- 8:25euer Geld noch mal, hätte ich eure Zeit, was könnte ich damit
- 8:30alles machen? Ehrlich gesagt würden wir sie
- 8:32wahrscheinlich jetzt mit Mitte 50 oder Anfang 50 noch genauso
- 8:35verdaddeln wie mit 515. Ich weiß nicht, ob ich was
- 8:39nützlicheres mit meiner Zeit. Jetzt aber, es würde sich anders
- 8:42anfühlen. Ich denk grad, wir reden heute
- 8:43nicht über Momo und sind jetzt quasi schon beinahe bei Momo
- 8:46gelandet mit dem was du gerade erzählt hast.
- 8:48Ich glaub gar nicht an Momo. Ich auch nicht.
- 8:52Also Freunde Michael Ende Momo, unser erstes Buch hier in
- 8:56dieser. Folge, dass wir nicht reden.
- 8:58Ich habe auch den Gedanken gehabt, dass wenn wir, wenn wir
- 9:03so viel schon aus unserem Leben wüssten, von Erfahrung wüssten
- 9:06und wenn wir uns hinein begeben könnten in unterschiedliche
- 9:10Zeiten unseres Lebens, würden wir wahrscheinlich gar nichts
- 9:13mehr auf die Reihe kriegen. Wir würden uns einfach in uns
- 9:16selber und in der Zeit verlieren, wir würden vielleicht
- 9:21ja den wirklich schweren Sachen ausweichen und mal abgesehen
- 9:25davon, dass es ja durch das. Zeitkontinuum nicht möglich ist,
- 9:30dass wenn wir den schweren Erfahrungen ausgleichen,
- 9:32ausweichen, dass sie dann eben noch die guten Folgen daraus
- 9:36immer noch passieren. Aber so, so kann es, glaube ich,
- 9:43nicht funktionieren, also diese, ich weiß gar nicht, wo ich mich
- 9:48jetzt eigentlich hinbegebe mit dem, was ich erzähle, aber aber
- 9:50die, wir müssen diese Erfahrungen machen und
- 9:52gleichzeitig sorgen ja die Erfahrungen, darauf wollte ich
- 9:54hinaus. Dafür, dass diese Zeit schneller
- 9:57vergeht, weil das Gehirn sozusagen diese Wahrnehmung, das
- 10:01habe ich gelesen. Ich weiß aber nicht mehr genau,
- 10:02wann und wo daran, sozusagen da schneller drüber hinweggehen
- 10:07kann, weil du diese Erfahrung schon mal gemacht hast.
- 10:09Und alles, was du neu machst, was du zum ersten Mal machst,
- 10:12sorgt dafür, dass die Zeit langsamer vergeht, weil deine
- 10:16Erfahrungen sich noch mal komplett daran andocken müssen,
- 10:19das noch mal von allen Seiten betrachten müssen, weil du musst
- 10:22es eben wirklich erfahren, körperlich.
- 10:24Und dadurch ist dein Zeitempfinden auch n anderes.
- 10:27OK, das ist tatsächlich mal ne Erklärung, die ich sogar
- 10:30verstehen, nicht nur verstehen, sondern auch gut heißen kann.
- 10:33Ich hoffe, die stimmt auch. Ich hab.
- 10:34Egal, sie stimmt jetzt. Und das, was du am Anfang
- 10:38sagtest, das ist natürlich n Punkt als ich erzählte von den
- 10:41Außerirdischen, die sich dann aussuchen können in in welcher
- 10:44Zeit ihres Lebens sie sich befinden, dass du fragtest, ist
- 10:47das so wünschenswert? Und das ist es natürlich nicht,
- 10:50denn das ist wie wie mit Glück. Also würden wir unser ganzes
- 10:55Leben lang jede Sekunde lang nur Glück empfinden, dann wäre das
- 10:58kein Glück, wir brauchen, wir brauchen Langeweile, um
- 11:02Aufregung festzustellen, wir brauchen Zeit, langsame Zeit, um
- 11:07schnelle Zeit festzustellen, wir brauchen unglückliche Tage,
- 11:10Unglück, also wir brauchen immer die, die Gegenseitigkeit, die
- 11:14Gegensätzlichkeit, die die Dialektik.
- 11:16Vielleicht brauchen wir es auch nicht.
- 11:18Wir suchen nur ständig nach einer Erklärung, das ist ja auch
- 11:21ein durchaus bekanntes Problem von Menschen an sich, dass sie
- 11:25immer nach einer Kausalität suchen, aber wenn sich das dann
- 11:30für dich besser anfühlt, dann ist doch in Ordnung.
- 11:34Ich hatte aber, weil du das gerade eine Sache angesprochen
- 11:37hattest, dieser Wunsch in der in der Zeit zu sein, um noch mal
- 11:44was zu ändern, also für sich selbst vielleicht, aber da fiel
- 11:49mir ad hoc tatsächlich jetzt ein Buch an, was ich mir noch mal in
- 11:52Vorbereitung auf unsere. Auf unsere Liste gesetzt hatte
- 11:56für diese Folge, da will jemand gar nicht jetzt sein eigenes
- 11:59Leben besser machen, sondern er möchte die Geschichte besser
- 12:02machen. Und genau diese Frage stellt
- 12:04sich natürlich, wenn ich jetzt eine Sache ändere, wird dann
- 12:07wirklich alles super oder kommt dann was anderes schlechtes und
- 12:13ich weiß nicht warum ich immer bei den gleichen Autoren lande,
- 12:15aber ich bin wieder bei Stephen Fry gelandet, aber bei Stephen
- 12:18Fry kann man wirklich auch immer landen wenn man möchte.
- 12:21Der hatte vor Ewigkeiten ein Buch geschrieben namens
- 12:24Geschichte machen im Original Making History ist es
- 12:27tatsächlich mal korrekt übersetzt und es handelt von
- 12:29einem jungen Studenten in England, im Zweifelsfalle Oxford
- 12:33Cambridge, wo die alle studieren, die Menschen mit Geld
- 12:36und Stil, und der nimmt sich zur zum Ziel, er möchte eine
- 12:41Zeitreise machen nach Braunau. Um dort in Braunau am Inn den
- 12:47Trinkbrunnen zu vergiften, den die Familie Hitler benutzt hat,
- 12:52um Halt Hitler nicht möglich zu machen und somit der Welt eine
- 12:56richtig, richtig gute Zeit zu schenken, ohne es zu weit zu
- 13:02spoilern. Die Geschichte muss ich so weit
- 13:04hin erzählen, dass er es tatsächlich irgendwann auf
- 13:08irgendeine Art und Weise schafft, aber das was danach
- 13:11kommt. Keine so gute Idee und das ist
- 13:15natürlich das wirklich spannende.
- 13:16Also du gehst da wirklich mit dem besten Wissen und Gewissen
- 13:19da an und denkst so so, ich bring jetzt den übelsten
- 13:21Diktator der Welt um und habe aber vergessen zu beachten, was
- 13:26dann also die Kausalitäten, die danach kommen, also dieses
- 13:29klassische Schmetterlingsflügel bewegt sich einmal in China und
- 13:33dann landet irgendwo anders n Taifun, also du kannst es nicht.
- 13:37Du kannst es nie vorhersagen, was passieren wird, egal wie
- 13:40sehr du die Zeit ändern willst. Ich meine ganze Science Fiction
- 13:43Folge, ich glaube ganz Star Trek spielt ewig und 3 Tage genau
- 13:47damit, dass du eben wirklich die Gefahr läufst, Geschichten
- 13:52dahingehend zu verändern, dass man vielleicht auch.
- 13:55Selber als Menschheit gar nicht mehr existiert.
- 13:58Also du hast kein Star Trek geguckt oder ich bin, ich bin ja
- 14:01bekennender Trackey und das dreht sich natürlich noch um
- 14:04ganz, ganz andere Sachen. Das ist nur eine, eine eine.
- 14:07Grundseitengeschichte. Eine Grundregel, die immer mal
- 14:10wieder irgendwie so auftaucht. Aber im Grunde geht es ja da
- 14:14noch um ganz, ganz andere Sachen und eigentlich auch wirklich
- 14:16sehr schöne Sachen. Also Star Trek ist ja quasi,
- 14:19beginnt ja an einem Punkt, an dem die Menschheit sich.
- 14:22Geeint hat, indem es keinen Krieg auf der Erde mehr gibt,
- 14:24indem die Menschheit das überwunden hat und wirklich
- 14:30hoffnungsvoll und mit einem Entdeckungseifer auf das
- 14:34Universum schaut und nicht mit einem kriegerischen
- 14:36Entdeckungseifer, sondern wirklich mit einem Forschenden.
- 14:38Und die Serie hat so viele Sachen zum ersten Mal gemacht,
- 14:45zum ersten Mal gezeigt, also wirklich.
- 14:51Bahnbrechend, kann man sagen und auch heute, die gibt man auch,
- 14:55also die alten Folgen aus den Siebzigern, die sind wirklich
- 14:57alt, das sieht man, aber es steckt immer noch so viel drin,
- 15:00von dem wir heute noch träumen, und wir machen jetzt keinen
- 15:05Podcast übersehen, deshalb höre ich auch auf, ich habe.
- 15:07Ein schönes Interview mit einem Typen.
- 15:09Da ging es um das erste Klapphandy und der war
- 15:11inspiriert von Star Trek. So viele Leute, inspiriert von
- 15:14Star Trek. Ich bin übrigens Star Trek
- 15:16Schauer gewesen in den Neunzigern aber nur Picard.
- 15:19Ich hab wirklich nur Next Generation, hieß es glaube ich
- 15:22ne ich hab da noch ein bisschen probiert in in in diesen anderen
- 15:26Folgeserien, da war ich raus und ich weiß aber noch und das ist
- 15:31nämlich auch tatsächlich Zeit bevor ich mich überhaupt
- 15:34auskannte in diesem Star Trek Universum war ich in einem Star
- 15:36Trek Film und der begann auf einem Piratenschiff.
- 15:40Und alle sind da als Piraten unterwegs oder oder vielleicht
- 15:43waren es auch Englisch auf es war auf jeden Fall ein Schiff
- 15:4418. Jahrhundert und irgendwo gibt es
- 15:47plötzlich ein Geräusch und jemand macht eine Tür auf und
- 15:50geht von diesem Piraten Schiff Schiff direkt aufs Deck der
- 15:53Enterprise. Ich konnte diesen Film gar nicht
- 15:56weiter verfolgen, weil ich einfach die erste halbe Stunde
- 15:58des Films mich gefragt habe what the Fuck, was ist denn hier
- 16:01gerade passiert, kein Mensch hat mir erzählt, dass es sowas gibt
- 16:04wie Replikatoren und eben diesen Raum, wie nennt er sich wo man
- 16:07wo man die ganze Welt erschaffen kann.
- 16:11Das Holodeck. Das Holodeck genau, aber wir
- 16:13schweifen ab. Aber das wir schweifen immer ab.
- 16:16Ich würde sagen, lasst uns mal zurückkommen zu den Büchern,
- 16:18aber bevor wir wirklich mit den Büchern anfangen, haben wir noch
- 16:20eine Sache für unsere Hörerinnen und Hörer.
- 16:23Wir haben nämlich gedacht, wenn ihr uns so schöne Sachen schickt
- 16:26wie die Bücherpakete, die ihr euch jetzt gekauft habt und und
- 16:30lesen werdet, und wir so viele Bücher davon darin
- 16:32wiedererkennen oder eben ja, Nachrichten, wie es euch beim.
- 16:38Beim beim Hören des Podcasts ging was, was euch dann noch
- 16:40einfällt, dachten wir, wir können euch auch noch anders an
- 16:45diesem Podcast beteiligen und mehr dazu erfahrt ihr gegen Ende
- 16:50dieser Folge würde ich sagen, jetzt fangen wir mit den Büchern
- 16:53an. Jetzt fangen wir tatsächlich mit
- 16:54den Büchern an. Und meine erste Frage direkt an
- 16:57dich, liebe Monique, was hast du dabei?
- 17:00Ich habe 2 Bücher mitgebracht, zweieinhalb im Grunde.
- 17:05War das andere. Hast du auch dabei?
- 17:06Ich fange mit einem an, dass ich vor, ich weiß es gar nicht mehr
- 17:10genau vor 10 Jahren vor 15 Jahren irgendwie so, vielleicht
- 17:13waren es auch schon 18 Jahre gelesen habe von Audrey
- 17:17Niffenegger, die Frau des Zeitreisenden war damals ein
- 17:20ganz, ganz großer Erfolg gewesen, ich habe es in so einer
- 17:24sehr schönen Ausgabe vom Fischer Taschenbuch Verlag, also ja mit
- 17:30japanischen Kirschblüten drauf, hübsch eingebunden.
- 17:33Sieht gut aus dem Regal, passt in die Handtasche, kann man
- 17:36mitnehmen auf jede Zugfahrt, um drin zu schmökern.
- 17:39Und ich habe auch festgestellt, als ich jetzt mal reingeschaut
- 17:41habe, das kann man auch immer noch noch mal gut lesen, das ist
- 17:45im Grunde eine Liebesgeschichte, die.
- 17:50Eingebettet ist in die Herausforderung von Zeitreisen
- 17:54also, die Zeitreisen als Zeit, die Zeit als Thema sind der
- 17:58Background für eine wirklich sehr sweete Liebesgeschichte,
- 18:03und dieses Buch beginnt mit einem Prolog und einem Prolog,
- 18:06erfahren wir schon alles, also wir müssen uns das nicht.
- 18:09Mühsamer arbeiten deshalb spoilere ich jetzt auch gar
- 18:12nichts, wenn ich das sage. Es gibt einmal Claire, die
- 18:16sehnlichst darauf wartet, Henry endlich wirklich zu treffen,
- 18:21weil sie schon weiß, dass sie ihn treffen wird, weil er ihr
- 18:24ganzes Leben lang immer da war, denn Henry ist Zeitreisender und
- 18:28er tauchte schon in Claires Kindheit immer mal auf, weil die
- 18:31beiden so eng miteinander verbunden sind, dass sich die
- 18:34Zeit, dass die Zeit sie nicht weit voneinander entfernt sein
- 18:38lässt und. Und ja, also Henry ist ein
- 18:42Zeitreisender wider Willen, also er kann sich das nicht
- 18:45aussuchen, wann und wo er landet und auch nicht, wie lange er
- 18:48dort bleibt. Ja und Claire hat sich schon im
- 18:52Prolog sehr daran gewöhnt, dass sie im Grunde alles alleine
- 18:55machen muss und alles alleine erfahren muss, weil sie nie
- 18:58weiß, wie lange Henry da ist und wann er wirklich da ist und wann
- 19:02er kommt. Genau.
- 19:05Und wir erfahren eben auch, was ich eben schon gesagt habe, dass
- 19:07Henry immerzu aus seiner Zeit herausgerissen wird, aus dem
- 19:10Augenblick, und sich kurz darauf nackt in einer anderen Zeit und
- 19:14an einem anderen Ort wiederfindet.
- 19:16Es gibt bestimmte Orte, an denen er häufiger auftaucht, das
- 19:19erfahren wir im Laufe des Buches, bestimmte Zeiten, in
- 19:22denen er auch häufiger auftaucht, aber für ihn selber
- 19:25im im sein oder so ist das Ganze gar nicht gar nicht erkennbar.
- 19:32Ja, wir erfahren auch gleich zu Anfang des Buches, wie
- 19:34kompliziert das für Henry ist. Aber es ist ja auch
- 19:36nachvollziehbar. Stellt euch mal vor, ihr würdet
- 19:39aus dem, also ich sitze jetzt gerade auf einem Sofa mit einem
- 19:42Mikrofon vor mir, gucke auf Kurt, gucke auf aus einem
- 19:46Fenster, und da jetzt rausgerissen zu werden und
- 19:48irgendwo in einem Straßengraben im weiß ich nicht im
- 19:52mecklenburgischen 1968 aufzutauchen, also es würde mich
- 19:56schon wirklich. Stark irritieren.
- 19:58Also das heißt, er ist nicht nur in der Zeit unterwegs, sondern
- 20:01er landet auch im Raum. Er landet auch im Raum.
- 20:03OK, und kommt er auch in bei seinen Zeitreisen in Zeiten
- 20:08außerhalb seiner eigenen oder Lebenszeit oder der Lebenszeit
- 20:11von ihr? Also landet er auch mal in der
- 20:13fernen Zukunft oder fernen Vergangenheit oder ist das was
- 20:15du meintest, dass die Zeit die beiden so zusammenhält, dass sie
- 20:18eigentlich immer in einem. Lebenszeitalter zusammen.
- 20:24Also ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, weil ich nicht
- 20:27das komplette Buch noch mal gelesen habe.
- 20:28Ich glaube, es gibt einen, es gibt ganz wenige Momente, in
- 20:32denen er in einer fernen Vergangenheit landet, ferne
- 20:37Zukunft ist mir wirklich nicht in Erinnerung, ich kann aber
- 20:41auch nicht mehr sagen, ob es da einen bestimmten Grund gibt,
- 20:43warum das so ist und Henry ist. Damit nicht alleine also es.
- 20:49Es ist dann auch eine Krankheit, die es, die es gibt, irgendwann
- 20:52später in seinem Leben wird das ganze erforscht von
- 20:55Chronobiologen ne und die ja herausfinden wollen, warum gibt
- 21:01es auch zunehmend diese Krankheit, was passiert mit den
- 21:03Menschen, wie können wir ihnen helfen, es muss dann irgendwie
- 21:06so trägerpunkte ausgeschaltet werden wie zum Beispiel Alkohol,
- 21:09also ne, das was jetzt auch bei anderen Krankheiten zum Beispiel
- 21:13empfohlen werden würde, damit es eben diese.
- 21:16Diese Absenzen nicht gibt. Schön.
- 21:22Ja, die beiden treffen sich dann also im 1.
- 21:24Kapitel auch wirklich. Also für für Claire ist es also
- 21:27dieses lang erwartete, endlich, endlich lerne ich Henry wirklich
- 21:32in seiner Zeit kennen und Henry sieht Claire dort wirklich zum
- 21:36ersten Mal. Also für ihn ist es
- 21:38überraschend, er arbeitet in einer Bibliothek und da kommt
- 21:41diese junge Frau, die gerade an ihrer Masterarbeit.
- 21:44Arbeitet, kommt auf ihn zu, schreit Henry, ist total
- 21:47begeistert und er ist so und er ist auch ein bisschen verkatert
- 21:50und hat auch gerade noch was mit einer anderen und will
- 21:54eigentlich auch gerade gar nicht arbeiten und da ist dieses
- 21:56entzückende Wesen, das völlig begeistert von ihm ist.
- 21:59Und er denkt sich so, die habe ich vielleicht irgendwann in der
- 22:01Zukunft schon mal getroffen, so hm.
- 22:03Ja OK, vielleicht bin ich lieber nett zu ihr und sie ist so
- 22:06überzeugt davon. Dass sie ihm gar keine Chance
- 22:10lässt und die beiden verabreden sich noch am gleichen Tag,
- 22:14wollen zusammen essen gehen und sie platzt mit allem raus, dass
- 22:17sie heiraten werden. Wie toll das Ganze wird und er
- 22:19ist vollkommen überfordert davon und sagt Hey, können wir es
- 22:23irgendwie langsam machen, aber langsam können die beiden nicht,
- 22:26also auch weil sie wissen, dass ihr Leben immer miteinander
- 22:28verbunden sein wird. Er zweifelt es dann auch
- 22:31überhaupt nicht an, weil sie einfach so, also er weiß ja,
- 22:33dass er in einer Zeit reist. Es hat schon als er 4 war
- 22:36angefangen und. Und er glaubt ihr das dann auch
- 22:40einfach. Und die landen natürlich sofort
- 22:42miteinander im Bett, dann am Abend und das vielleicht auch
- 22:45mal zu diesem Buch zu sagen, es gibt ein paar Sexszenen und die
- 22:48sind allesamt OK, und das ist ja was, was relativ selten ist in
- 22:51der Literatur, sehr, sehr häufig sind das ja Abgründe, über die
- 22:55man dann verschämt hinwegblättert und.
- 22:57Das ist ein Thema für eine ganze Folge misslungene Sexszenen in
- 23:01Büchern. Gefolgt von den von den Fotos
- 23:03der Autoren und Autorinnen noch im Cover, wo man denkt, ich
- 23:06wollte bei der Sexszene nicht wissen, wie du selber aussiehst.
- 23:12Das klingt zauberhaft, also ich hatte es damals, ich habe es
- 23:14selber gar nicht gelesen, ich hatte es damals mitbekommen.
- 23:17Fauler Buchhändler freut sich ja über Bücher, die sich von ganz
- 23:20alleine verkaufen, weil Leute einfach begeistert sind und man
- 23:23es einfach nur immer rausrückt. Du hast tatsächlich eine sehr
- 23:26zauberhafte Ausgabe, die du mir gezeigt hast von der Fischer
- 23:29taschenbibliothek und. Die haben übrigens angefangen
- 23:32mit diesem wunderschönen Kleinen.
- 23:33Also wir werden auch diese Ausgabe in die Shownotes noch
- 23:37reinschreiben, mit diesen kleinen Büchern.
- 23:39Jeder Verlag ist dann auf den Zug aufgesprungen, jetzt machen
- 23:42das also wirklich eine Reihe an deutschen Verlagen, machen diese
- 23:45kleinen schön gebundenen entweder im Papa, Hardcover oder
- 23:49in Line gebunden, man braucht zugegebenermaßen sehr gute Augen
- 23:53oder ne wirklich gute Brille, denn der Schriftsatz ist etwas
- 23:57kleiner als es in normalen Taschenbüchern wäre.
- 24:00Aber sie sind zauberhaft. Stellt euch vor, die Größe von
- 24:03Reclam Büchern oder Heftchen, aber in schön und gebunden.
- 24:07In schön und gebunden und in 500 Seiten stark.
- 24:09In 500 Seiten stark und also Zeit und Liebe.
- 24:15Zeit und Liebe. Ja, ist ja, ist ja, ist ja ein
- 24:18Ding. Also ich meine es ist natürlich
- 24:20auch klar verpasste Liebe, verpasste Chancen.
- 24:23Was wäre wenn ich die Zeit umdrehe?
- 24:25Umdrehe. Vielleicht lässt mich noch eine
- 24:27Sache zu dem natürlich sagen, also weil, so klingt es jetzt
- 24:30irgendwie alles so, so linear und schön, aber das ist es
- 24:34natürlich nicht. Also wir erfahren ja deshalb
- 24:36auch am Anfang schon so viel, weil die Herausforderungen für
- 24:38die beiden noch mal ganz, ganz andere sind, und das finde ich.
- 24:43Das hat sie, das hat sie richtig gut gemacht, also auch in einer
- 24:47Liebesbeziehung, die jetzt nicht von Zeitsprüngen bedroht ist,
- 24:52gibt es ja Sachen, die gefährlich werden können und,
- 24:56und das überträgt sie sozusagen in diese, in diese, in diese, in
- 25:02dieses Chronosyndrom, in diese Krankheit, dann weder sie noch
- 25:06Henry wissen, wann er in der Zeit springt, wohin er springt,
- 25:10und das kann natürlich auch gefährlich werden.
- 25:12Das heißt, ab einem bestimmten Punkt fragt sie sich, was ist
- 25:15der älteste Henry, den ich jemals getroffen habe, und ist
- 25:18er danach nicht mehr krank, springt ja nicht mehr in der
- 25:21Zeit hat jemand ein Heilmittel entdeckt oder ist er tot und
- 25:25kommt ja nicht mehr wieder und das das stellt sich vor, also
- 25:28das auszuhalten von einer großen, von einer großen
- 25:31Herausforderung und auch noch andere Sachen, die eigentlich
- 25:34ganz normal sind im Leben von Paaren, die Entscheidungen
- 25:37treffen, die zusammenziehen, die heiraten, die vielleicht Kinder
- 25:40haben wollen. Bekommen durch diese Krankheit
- 25:42noch mal ne völlig andere Dimension und das ist ja etwas,
- 25:45das wir eigentlich gar nicht so als Krankheit wahrnehmen würden.
- 25:48Ne, also dieses Boah jetzt irgendwie, man kann in der Zeit
- 25:51springen, aber in dem Fall ist es eben ne Krankheit, weil es
- 25:53ungewollt ist, weil es so von der ich glaube genetischen
- 25:56Disposition her so entstanden ist.
- 25:59Und das ist wirklich. Es rührt, es rührt und und und.
- 26:04Mich hat es sehr mitgenommen beim Lesen und trotzdem ist es
- 26:06etwas, was man sehr gut lesen kann und was sich wirklich auch
- 26:09sehr fluffig liest. Und Zeit sollte ja eigentlich.
- 26:13Also Zeitreisen sollte ja eigentlich ein Hilfsmittel sein
- 26:16und nicht auch noch ein Hindernis dazu, wenn du
- 26:18überhaupt nicht bestimmen kannst.
- 26:20Also wenn du keine Möglichkeit hast zu sagen, jetzt reise ich
- 26:23hier hin und dorthin, sondern bumm, es passiert einfach so.
- 26:27Ich bin froh, dass ich diese Krankheit nicht habe, aber es
- 26:30ist eine sehr, sehr schöne Idee, das so umzusetzen.
- 26:33Und ich glaube, wenn man sich mit Büchern beschäftigt, die von
- 26:36Zeit handeln oder vom in der Zeit reisen, es ist ja immer
- 26:42eine Art mindfuck, wenn ich das Wort mal so benutzen darf, dass.
- 26:50Dass, wenn man solche Zeitexperimente probiert, bis zu
- 26:54Ende durchzudenken, man ja irgendwann in so einem
- 26:57Gehirnknoten landet. Und wie gehen Autoren und
- 27:01Autorinnen damit um, also über Logikfallen entweder sie zu
- 27:06erklären oder einfach hinwegzugehen, das kann man ja
- 27:09auch machen und sagen, ja, es gibt diese Logikfalle, aber
- 27:11ernsthaft gehen wir nicht drauf ein, sonst sind wir das Buch
- 27:14gleich dreimal so dick, und wie es verschiedene Formen gibt.
- 27:20Mit der Zeit zu spielen, also auch mit verschiedenen Zeiten
- 27:23und Zeitreisen. Es gibt ja, also, ich meine,
- 27:26jetzt hatte ich jetzt bei der Recherche gerade noch mal
- 27:28rausgefunden, das wusste ich nicht, dass AG Wealth mit der
- 27:31Zeitmaschine tatsächlich den ersten Zeitreiseroman
- 27:34geschrieben hat, wo eine Maschine existiert, davor ist es
- 27:37halt eben auch einfach so passiert.
- 27:40Dass sozusagen also diese Maschine entwickelt wurde.
- 27:43Du hattest jetzt das Beispiel mit der Frau des Zeitreisenden,
- 27:46wo jemand auf aus aufgrund deiner genetischen Disposition
- 27:50eher durch die Zeit stolpert als reist.
- 27:55Wir haben. Also ich hatte noch noch ein
- 27:59Buch in der Hand, da geht es im Endeffekt auch um Liebe, aber ne
- 28:03ganz andere Form der Zeit, das ist das Buch der Uhrmacher in
- 28:08der Philigry Street, von da ist sie wieder, Natascha Pulli.
- 28:12Ich hatte schon mal über ihren neuesten Roman Dionysos geredet,
- 28:16mit dem Uhrmacher in der Philigry Street hat sie.
- 28:19Sich sehr direkt mit ihrem ersten Buch in die Welt gesetzt,
- 28:24der der Urban Fantasy oder Fantasy Bücher ist n
- 28:27Riesenerfolg gewesen. Es wird immer so n bisschen
- 28:30benannt als Steampunk, also dieses Genre Steampunk ist ja
- 28:36wir nehmen irgendwie das viktorianische viktorianische
- 28:38Zeitalter 19. Jahrhundert und packen aber
- 28:42Zukunftssachen rein, da gibt es also schon Maschinen und so
- 28:44weiter. Also das ist n ganzes Genre.
- 28:46Ich finde es aber in diesem Fall etwas ungerecht, das diesem
- 28:49Genre zu zu schreiben, denn es ist so viel mehr und sie
- 28:54schreibt so viel eleganter als du in diesem Genre eigentlich
- 28:58das hast. Die Geschichte handelt ist auch
- 29:01Ende 19. Anfang 20.
- 29:03Jahrhundert handelt von einem typischen Englischen, nicht
- 29:07weiter bedeutenden Mitarbeiter im Ministerium, der geht da
- 29:10jeden Tag seine Arbeit. Nach und eines Tages findet er
- 29:14in seinem Zimmer, was er mietet. Eine sehr fein gearbeitete
- 29:18goldene Uhr, die muss da jemand in seine Wohnung eingebrochen
- 29:23sein und dort hingelegt haben mit einer Notiz, wenn diese Uhr
- 29:28klingelt, nehmen sie immer mit, wenn diese Uhr klingelt, dann
- 29:30musst du sofort den Ort verlassen, an dem du gerade
- 29:32bist. Erfährt er jemals, wer diese Uhr
- 29:35dort hingelegt? Er erfährt es, er geht dann also
- 29:38die Uhr geht los, er verlässt den Ort und das rettet ihm das
- 29:41Leben. Und dann forscht er nach.
- 29:44Wer hat denn diese Uhr gemacht und er kommt zu einem Uhrmacher
- 29:48in der Philigary Street, ein sehr, sehr feiner und sehr
- 29:53undurchsichtiger Japaner, der dort arbeitet und halt die
- 29:58feinsten Handwerksarbeiten mit Gold macht, also jetzt nicht nur
- 30:03Uhren, sondern auch andere Spielereien, Roboter also da
- 30:06sind wir wieder ein bisschen bei dem Steampunk, alles was der
- 30:08kann, und es entwickelt sich eine.
- 30:11Sehr ungewöhnliche große Liebesgeschichte zwischen diesem
- 30:14Japaner und unserem englischen Ministerialbeamten.
- 30:18Und der Japaner kann etwas und das finde ich total
- 30:21faszinierend, was Zeit angeht. Er kann billig gesagt in die
- 30:28Zukunft schauen, aber es wäre nicht Natascha Pulli, wäre es
- 30:32jetzt wirklich einfach nur in die Zukunft schauen, denn es
- 30:34läuft andersrum, er kann sich erinnern.
- 30:38An Sachen, die in der Zukunft geschehen werden, wenn die
- 30:42Zukunft sich aber ändert und irgendwas anderes passiert, kann
- 30:47er sich an das Eigentliche nicht mehr erinnern.
- 30:49Es funktioniert sozusagen als vorausschauende Erinnerung, und
- 30:51die Erinnerung wird gelöscht, wenn die Zukunft doch anders
- 30:54läuft. Warte mal ganz kurz, also er
- 30:56kann sich an die Zukunft erinnern.
- 30:58Nehmen wir jetzt mal den einfachen Fall, diese Zukunft
- 31:00ist dann auch passiert, kann er sich daran erinnern, weil er
- 31:04quasi. Das Wissen seines ganzen Lebens
- 31:07hat und sich dann so erinnern kann.
- 31:08Oder ist es mehr, dass hier ein anderes Wort für Vorausschau
- 31:12benutzt? Wird.
- 31:12Es ist eher eine vorausschau erinnerung.
- 31:16Also ich glaube, sie wirft 2 Sachen zusammen, also er sieht
- 31:19nicht, das wird passieren, sondern er sieht, das ist an dem
- 31:24und dem Tag in 5 Jahren in der Zukunft passiert.
- 31:27Ah okay das ist also eine eigene Zeitform, die, die ich glaube,
- 31:30die gibt es in anderen Sprachen auch.
- 31:33Die Erinnerung an etwas vergangen ist das im Moment noch
- 31:36Zukunft ist ja OK, ich glaub es gibt zum Hebräischen.
- 31:38OK, warum wundert mich das mich ich also es ist es ist sehr sehr
- 31:45spannend was daraus möglich ist. Sie hat es als kleines Beispiel,
- 31:49da geht es um ein Musikstück was komponiert wird erinnert sich an
- 31:53diese Komposition. Und dann wird aber dieses
- 31:57komponiert werden des Stückes unmöglich gemacht und auch in
- 31:59seiner Erinnerung ist dieses Stück einfach verschwunden, weil
- 32:02es halt nie geschrieben sein. Es ist unglaublich toll und
- 32:05durch durch sein Wissen, was in der Zukunft passieren kann,
- 32:11ändert er natürlich Sachen, also insbesondere da haben wir jetzt
- 32:14also auch wieder die liebesebene, er will halt diesen
- 32:17englischen Mann retten, denn er weiß, das ist die große Liebe
- 32:21seines Lebens. Und es ist zauberhaft
- 32:24geschrieben. Es ist jetzt sehr, sehr, sehr
- 32:26viel mehr als jetzt, diese Grundgeschichte, die ich hier
- 32:29gerade so n bisschen zusammengebastelt habe bei der
- 32:32Pulli muss man auch wissen, dass sie sehr gerne mit Zeit spielt,
- 32:35es gibt also n anderen richtig gehenden Zeitreiseroman der
- 32:39Leuchtturm an der Schwelle zur Zeit oder an der Schwelle der
- 32:41Zeit, da habe ich übrigens als Warnung, das habe ich damals auf
- 32:45Englisch gelesen, ein Freund von mir hat es auf Deutsch gelesen,
- 32:47und ich sage es ungerne, aber er meinte, die deutsche Übersetzung
- 32:50war. Überhaupt nicht gut.
- 32:52Uhrmacher in der Philibry Street war die deutsche Übersetzung
- 32:55tatsächlich gut, also kann ich auch empfehlen und bei diesem
- 32:58anderen Buch, da ist es ne klassische zeitreisegeschichte
- 33:01wir leben in einem England nach nach Napoleonisch und England
- 33:06ist besetzt von den Franzosen. Englisch ist verboten als
- 33:09Sprache, also ist eigentlich ne schöne Idee mal die Engländer
- 33:11selber kolonisiert zu sehen und wir haben einen Helden, der dann
- 33:17durch eine Zeitreise zurück in die napoleonischen Kriege kommt
- 33:23und sozusagen entscheiden kann. Ob England nicht vielleicht doch
- 33:27diese eine Schlacht gewinnt gegen die Franzosen und eben
- 33:29nicht besetzt wird durch die Franzosen.
- 33:31Also es ist eher ne ganz klassische Zeitreisegeschichte,
- 33:35da probiert jemand die Vergangenheit und nicht nur
- 33:37seine eigene, sondern auch die der Geschichte zu verändern.
- 33:40Super geschriebene Geschichte, aber wenn ihr Natascha Polly,
- 33:43dann lieber den Uhrmacher in der Philegary Street, weil es so
- 33:48eine zauberhafte Idee einfach als Grundlage hat.
- 33:52Ja, klingt wirklich großartig. Ich finde es auch ganz.
- 33:56Ich versuche mir gerade dieses Genre Steampunk.
- 33:59Ich habe das schon ein paar Mal gehört, ich bin dem aber nie
- 34:02nachgegangen und ich glaube, ich habe auch noch nie etwas
- 34:04gelesen, was dem zugeordnet wird.
- 34:07Das ist jetzt aber gerade sehr, sehr erfolgreich, ne?
- 34:10Es ist. Eigentlich schon schon wieder am
- 34:13Abflauen. Also es wurde es wurde n
- 34:15bisschen ersetzt durch die, das hatten wir in unserer 1.
- 34:18Folge durch die Heldinnen der griechischen Antike, das ist
- 34:23jetzt gemein, aber natürlich, ich bin ja auch hier n bisschen
- 34:25gemein sozusagen und? Dafür bist du hier.
- 34:28Nur deswegen. Steampunk war war eigentlich ne
- 34:33schöne Idee, denn es ging im Endeffekt.
- 34:35Wir machen Science Fiction, aber wir machen es im Look des
- 34:38Viktorianischen. Also eigentlich hat es Sachen
- 34:41vielleicht schon vorhergesehen wie Bridgeton also du nimmst
- 34:46einfach vollkommen unwahrscheinliche Nummern und
- 34:48packst sie aber einfach in so einen Regency Zeit oder was auch
- 34:51immer, damit du die Ausstattung hast.
- 34:53Es geht bei Steampunk wirklich hauptsächlich um die
- 34:57Ausstattung. Und du könntest natürlich diese
- 35:00ganzen Apparaturen, die die auch haben, in einem Flashy, Flashy,
- 35:03Jetztzeitigen oder modernistischen Look haben.
- 35:05Aber ich glaube, das war so n bisschen als als da sehr viele
- 35:09Bücher und Filme, wahrscheinlich auch weiß ich gar nicht so
- 35:12genau, aber sehr viele Bücher in dieser Phase kam merktest du OK,
- 35:16hier ist n ganzer Haufen an Fantasy und Science Fiction
- 35:19Autoren, die einfach mal. Ne ne ne anderes Ambiente
- 35:24sozusagen haben wollen und das ist auch ne reizende Idee.
- 35:28Hat sich natürlich irgendwann in der Fülle ausgelutscht und darum
- 35:31wollte ich jetzt auch die Natascha Pulli gar nicht so da
- 35:33mit reinziehen, weil es finde ich noch viel umfassender noch
- 35:40viel klüger ist als alles was ich sonst in dieser Steam Bank
- 35:43gelesen hatte und weil sie einfach eine so zauberhafte
- 35:47Sprache dazu hat, dass man dem wirklich gerne folgt.
- 35:50Und auch wie immer bei Zeitgeschichten, wenn man zu
- 35:55sehr eindringt in so eine Zeitgeschichte, kann es ja auch
- 35:58dich als Leserin oder Leser ja auch überfordern, weil dann ist
- 36:01man wieder in diesem Gehirnknoten gelandet, und das
- 36:04ist ja eine Kunst von guten Autoren und Autorinnen, diesen
- 36:09Gehirnknoten entweder sanft zu lösen oder einfach so gut und
- 36:14stringent zu erzählen, dass sich dieser Knoten gar nicht erst in
- 36:17dir bildet. Und das kann sie, finde ich,
- 36:22hervorragend machen. Ich denke jetzt gerade darüber
- 36:25nach, sage ich was über über Natascha Pulli oder sage ich
- 36:28gerade noch mal was über den Gehirnknoten?
- 36:29Ich habe vor, vor ganz kurzer Zeit einen langen Artikel in der
- 36:35letzten April Ausgabe der Zeit gelesen, da ging es um das lesen
- 36:38und es ging um die Lesekompetenz und wie wir die eigentlich
- 36:42erwerben und wie wichtig die ist um überhaupt komplexe Probleme
- 36:46verstehen zu können und ihnen folgen zu können.
- 36:48Und auch über das Verhältnis, was passiert, wenn wir digital
- 36:51lesen, was passiert, wenn wir auf Papier lesen.
- 36:54Spoiler auf Papier funktioniert es besser, es funktioniert
- 36:58besser für unser Gehirn, wir können Sachen besser verstehen,
- 37:00wir können längere Texte besser lesen und es gab ganz lange die
- 37:03Hoffnung, dass quasi die Digital Natives, die ohnehin digital
- 37:07anfangen zu lesen, dass bei denen dieses Problem nicht mehr
- 37:11auftauchen würde, aber auch da ist es vorhanden, also das das
- 37:13lesen rein auf Screens. Es fehlt die haptische
- 37:17Erfahrung, um wirklich ja, also lange Texte angenehm lesbar zu
- 37:23machen und eben auch wirklich eine Ebene der des
- 37:27Verständnisses reinzubringen. Und das fand ich mega spannend.
- 37:32Wir haben uns, ich glaube noch nicht im Podcast, aber ansonsten
- 37:36schon ein paar Mal drüber unterhalten, so E Books sind
- 37:39super praktisch die anderen Bücher.
- 37:45Lesen sich aber besser und man schließt sie eher ins Hemd.
- 37:48Ganz spannend, dass du das jetzt, weil es war tatsächlich
- 37:51anno Dune mal, als ich noch Student war, war das ein großer
- 37:56Teil in meinem Lehrgang. Es ging um um digitales Lernen
- 38:00und es ging genau um dieses Thema Papier versus ebook oder
- 38:05Screen Bildschirm lesen und damals, und das ist echt einfach
- 38:10schon mal gute 25 Jahre her. Wurde immer gesagt, das was du
- 38:14zu Papier auf 100% liest, das was du digital liest bleibt nur
- 38:18zu 70% hängen und all die Punkte die du sagtest.
- 38:21Man hofft, dass die Digital Nates das besser können, hat
- 38:24nichts gebracht, vielleicht ein bisschen, man hoffte, dass wenn
- 38:28wir die Screens verbessern, die Herzzahl oder als Amazon kam mit
- 38:32diesem, Ich glaube Paperway hieß das diese neue ebook Form von
- 38:37dem, dass es näher an Papier dran ist, dass das das
- 38:40Leseerlebnis. Nachhaltiger oder intensiver
- 38:44macht auch nicht. Es ist wirklich faszinierend,
- 38:48dass wir, wenn wir auf dem Bildschirm lesen, einfach nicht
- 38:51es in der Gänze erfassen wie auf Papier und wurde da irgendwas
- 38:56geschrieben, auch woran das liegt, also das, was ist die
- 38:59Erklärung dafür denn. Ich weiß im Studium, da wusste
- 39:02man da, da hatte man diese zahlen rausgefunden, aber man
- 39:05konnte noch gar nicht so genau sagen, wo ist der
- 39:07Ablenkungsfaktor, was ist das Problem.
- 39:10Nee, kann ich mich nicht dran erinnern, dass es, dass es darin
- 39:13vorkam. Also es hatte auch n bisschen n
- 39:15anderen Fokus und ich erschreck mich jetzt, gerade weil das eine
- 39:17Buch, das ich für heute mitgebracht habe, das habe ich
- 39:20nur als ebook gelesen, und ich frage mich jetzt gerade, ob mir
- 39:25da eine der vielen Dimensionen, die da drin gesteckt haben,
- 39:28vielleicht entgangen ist. Aber ja.
- 39:31Da bin ich gespannt. Erinnerst du dich, wie es heißt?
- 39:34Ich erinnere mich, wie es heißt. Ja, ich erinnere mich daran,
- 39:37dass ich es wirklich großartig fand.
- 39:39Soll ich mit dem gleich weitermachen?
- 39:40Okay es heißt das andere Teil und es ist von Scott Alexander
- 39:45Howard, Ich glaube ein Kanadier, und das war quasi ein
- 39:49Zufallsfund, also ich wusste gar nichts über das Buch, als ich es
- 39:52ausgeliehen habe und. Und er hat ein bisschen
- 39:56gebraucht, um reinzukommen, aber dann wirklich ein Knaller, also
- 40:01ein richtig, richtig gutes Buch, das auf eine ganz eigene Art und
- 40:05Weise mit dem Thema Zeit spielt. Ja, wo fange ich dann am besten
- 40:11an, an welcher Stelle, was kann ich euch, ich fange einfach an
- 40:16mit der Hauptperson odil ist 15 wird bald 16 Jahre alt.
- 40:20Und Odil lebt in einem kleinen Tal in der Nähe einer Stadt und
- 40:24eines Sees. Also es ist alles sehr
- 40:26beschaulich, es ist alles ein sehr ruhiges, ein sehr
- 40:28schlichtes Leben, es ist ein ganz bisschen farblos, das hat
- 40:32mir am Anfang den Einstieg auch so schwer gemacht, auch weil ich
- 40:35überhaupt nicht wusste, wo dieses Buch hingeht, und ich
- 40:38habe mich so ein bisschen an meine Kindheit in der DDR
- 40:40erinnert, also die Sachen waren halt sehr überschaubar, und so
- 40:45ist es ein odils Leben auch, aber es gibt schon.
- 40:48Einfach auch. Es gibt Klassenunterschiede, es
- 40:50gibt Menschen, denen es unheimlich gut geht, die ein
- 40:52ganz anderes Leben führen können als sie.
- 40:54Aber odils Leben ist eben davon gekennzeichnet, dass sie keinen
- 40:58Vater hat, das ist eine Seltenheit in diesem Tal, in dem
- 41:03sie lebt, und ihre Mutter hat eine ganz okaye Arbeit, aber sie
- 41:08sind jetzt nicht wohlhabend und. Und die schlägt sich halt damit
- 41:13so rum. Sie fällt jetzt eigentlich
- 41:15durch, überhaupt nichts, besonders auf absolut
- 41:18durchschnittlich bisschen unzufrieden mit ihrem Leben und
- 41:22vor allen Dingen fehlt ihr 1. Ihr fehlen Freunde, sie wird
- 41:25dann in der Schule eben auch, sie wird gemobbt und es ist
- 41:29absolut klar, dass das, was man ihr wirklich von Anfang an
- 41:32wünscht, ist, dass sie tiefe Freundschaften in diesem Buch
- 41:37eingeht. Das ist das Besondere an dem
- 41:41Tal, in dem Odil lebt. Es gibt genau dieses Tal noch
- 41:44mal und noch mal und noch mal und noch mal jeweils nach Osten
- 41:48oder nach Westen, und dort verschiebt sich dann die Zeit.
- 41:51Ich glaube, im Osten ist es 20 Jahre zurück und dann noch mal
- 41:55weiter, im Osten noch mal 20 Jahre zurück und im Westen ist
- 41:57es dann sozusagen 20 Jahre in die Zukunft jeweils brutal 20
- 42:02Jahre weiter, und diese Täler sind voneinander.
- 42:04Von sehr streng bewachten Zäunen getrennt, damit niemand einfach
- 42:07in dieser Zeit hin und her läuft und diese Grenzen überschreitet.
- 42:12Und auch das vielleicht etwas, was mich dann eben sehr stark an
- 42:16an die Zeit vor der vor der Wende erinnert hat und Odil
- 42:19verschwendet auch überhaupt gar keinen Gedanken daran.
- 42:22Das ist nichts, was in Ihrem Leben eine wirklich große Rolle
- 42:24spielt, sie geht in die Schule, sie muss sich überlegen, was sie
- 42:27machen will, es ist ganz schön zeitig mit Füssen, auch das ist.
- 42:31Eine große Parallele zur DDR. Aber jetzt höre ich auch damit
- 42:34auf und ihre Mutter möchte gerne, dass sie ins Konzil geht.
- 42:38Das Konzil ist so was, ja also eine Regierungsorganisation, die
- 42:45unter anderem auch dafür zuständig ist, darauf zu achten,
- 42:51dass diese Zeiten nicht überschritten werden
- 42:53beziehungsweise die Menschen, die diese Zeit
- 42:55grenzüberschreiten dürfen. Dazu auch berechtigt sind.
- 42:59Also das erfahren wir dann eben auch, sozusagen aus odeals
- 43:02Jobsuche heraus, aus dieser Ausbildungssuche heraus, dass es
- 43:06diese Möglichkeit gibt, und sie bewirbt sich also um Konzil
- 43:15arbeiten zu können. Es gibt ein Aufnahmeverfahren,
- 43:17das mehrere Wochen dauert und sehr hart ist.
- 43:19Jede Woche fliegender, ich glaube, so 2 bis 3 junge
- 43:22Menschen raus, und sie bekommen immer so Prüffälle, anhand derer
- 43:26sie. Urteilen oder geprüft wird, wie
- 43:28sie denn urteilen würden. Und so ein typischer Fall, um in
- 43:33die Zeit zurückreisen zu können, wäre zum Beispiel, wenn jemand
- 43:38jetzt auf eine sehr drastische, sehr plötzliche Art und Weise
- 43:42seinen Partner verliert oder ein Kind verliert und sich nicht
- 43:45drauf vorbereiten konnte. Nicht da, nicht davon Abschied
- 43:48nehmen konnte. Dann darf man sozusagen noch mal
- 43:50zurückreisen in der Zeit. Also man muss eben diese 20
- 43:53Jahre abwarten und reist dann relativ kurz vor diesem Ereignis
- 43:56zurück, bekommt so ne hölzerne Maske auf, wird von einem.
- 44:00Grenzsoldaten begleitet an einem bestimmten Ort, zum Beispiel von
- 44:04einem café oder von einer Schule, und darf halt noch mal
- 44:07einen Blick auf den Menschen werfen, den man verloren hat.
- 44:10Man darf nicht mit ihm sprechen, es gibt keinen Austausch, man
- 44:14darf sich nicht zu erkennen geben, denn dann würde derjenige
- 44:18oder diejenige ja wissen, dass ihm was Furchtbares bevorsteht,
- 44:20und es soll ja nicht so sein, dann würden die versuchen, das
- 44:23zu verhindern. Natürlich darf man sich selbst
- 44:25auch nicht treffen, weil dann könnte man ja sagen, Hey, du
- 44:27Mutter von XY, Pass mal auf. Unser Kind ist in Gefahr, bitte
- 44:32geh da nicht hin oder so und das soll vermieden werden, denn die
- 44:35große Idee ist dort, dass sich die ganze Existenz auslöscht,
- 44:39wenn so etwas passieren würde, also wenn der Ablauf der Zeit
- 44:42gestört wird, deshalb eben auch diese streng bewachten Grenzen
- 44:46und Odil muss sich mit diesen Fällen auseinandersetzen und sie
- 44:48ist richtig gut und sie gewinnt in dieser Zeit auch Freunde, sie
- 44:52gewinnt einmal, also unter anderem die Freundschaft von von
- 44:55Edmar, einem Jungen, der ungefähr so alt ist wie sie, ein
- 44:58sehr begnadeter. Violinenspieler glaube es ja,
- 45:02ich glaube, es war Violine und also ich habe mich einfach
- 45:07gefreut dafür, dass auf einmal was Gutes passiert und odils
- 45:10Mutter ist unheimlich stolz auf sie und auch das, auch das ist
- 45:14eine Freude, ein Stolz, den ich odil sehr gegönnt habe, aber sie
- 45:17ist natürlich, sie ist jetzt 16 es ist auch ein
- 45:20Abnabelungsprozess von der Mutter und dann passierte eben
- 45:22etwas, was ihr besser. Was sie sich gewünscht hat, was
- 45:26sie besser nicht passiert wäre, denn sie, sie ist eines Tages
- 45:29auf dem Schulhof, es ist spät, sie schaukelt, und als sie
- 45:31richtig hoch hinausschaukelt, sieht sie 2 Menschen mit
- 45:34Holzmasken, also offensichtlich Besucher, denkt sich nichts
- 45:37dabei, eine dieser dieser Personen stolpert, verliert die
- 45:40Maske und sie erkennt, dass es die Mutter ihres besten
- 45:44Freundes, in den sie auch verliebt ist, atme ist.
- 45:48Und ihr ist klar, atme wird also etwas passieren.
- 45:51Und sie ist dann in diesem, diesem Dilemma gefangen,
- 45:54zwischen dem mir darf nichts passieren, der muss in meinem
- 45:57Leben bleiben, und er ist ja noch gar nicht richtig in meinem
- 46:00Leben und in dem Ich bin hier gerade dabei, im Konzil
- 46:04anzufangen, zu arbeiten, die finden mich richtig gut, die
- 46:06sagen mir, ich könnte eine Karriere haben, was mache ich
- 46:09denn jetzt bloß, und sie versucht natürlich, beides zu
- 46:12retten, und es ist wie im richtigen Leben, man kann nicht
- 46:16beides retten, es gibt keinen Weg, alles richtig zu machen
- 46:19und. Dem Schmerz und dem Schicksal
- 46:21aus dem Weg zu gehen, mehr möchte ich gar nicht darüber
- 46:24verraten, wie es kommt. Also sie hat dann wirklich noch
- 46:27eine fantastische, also im Sinne von ich hatte im Leben nicht
- 46:30damit gerechnet, Wendung drin also, also das Buch hat es drin,
- 46:36das ist Odeal, hat es in ihrem Leben, aber der Autor ist ja ein
- 46:39Mann, also er hat es drin. Wirklich ein Juwel, dieses Buch,
- 46:44eine absolute Leseempfehlung, und mir tat es jetzt ein
- 46:47bisschen leid, dass ich es nur digital gelesen habe, weil ich
- 46:50es nicht wieder aus dem Schrank ziehen konnte, um es dir vor die
- 46:53Nase zu halten. Schade, Scott Alexander Howard.
- 46:57Das andere Tal? Das andere Tal, die Infos zu dem
- 47:00Buch Übersetzung Deutscher Verlag findet ihr wie immer in
- 47:03unseren Shownotes und auch ich werde diesmal in unsere
- 47:06Shownotes schauen müssen, wenn ich sie nicht schreiben würde.
- 47:10Das klingt, das klingt wirklich toll und genau, gerade diese
- 47:16Tragik, also das genau, was du so schön gerade zusammengefasst
- 47:19hast. Du möchtest beide Sachen und
- 47:22eigentlich meistens, wenn du beide Sachen gleich gut machen
- 47:24willst, dann gehen eigentlich beide Sachen gleich schlecht,
- 47:26wahrscheinlich, aber das wäre gespoilert.
- 47:28Ich habe es nicht gesagt, ich habe es ja auch gar nicht
- 47:30gelesen, aber es war von mir jetzt nur eine Annahme, das
- 47:33klingt sehr, sehr, sehr schön, muss ich sagen, dass wir.
- 47:40Aber auch nicht immer nur Tragik erleben, wenn man durch die Zeit
- 47:44dödelt nicht immer. Es gibt auch sehr lustige
- 47:48Varianten, wir beide haben nämlich unabhängig voneinander
- 47:52natürlich in unseren unfassbar riesigen Gehirnen und
- 47:56Bibliotheken gekramt, und wir teilen uns immer so n Dokument,
- 48:00wo man dann Sachen reinschreibt und dann stellt man fest, Ach,
- 48:02die andere hat es auch schon. In diesem Falle war das ein
- 48:06Klassiker. Was ich glaub ich
- 48:09reingeschrieben hatte. Bin gespannt welchen du jetzt.
- 48:10Meinst du ich meine was lustiges?
- 48:13Es ist nämlich tatsächlich Mark Twain hat einen Zeitreiseroman
- 48:17geschrieben, Monique hat auch noch ne zauberhafte alte Ausgabe
- 48:21dort, in welchem Verlag welche Ausgabe?
- 48:23Hast im Verlag Neues Leben Berlin ein Yankee an König Artus
- 48:27Hof. Ich schau mal nach von wann es
- 48:28ist. Es ist gar nicht originär mein
- 48:31Buch, Ich glaub es ist von meinem Stiefvater und es ist
- 48:33von. Genau 1974 ja, da hab ich noch
- 48:36keine Bücher gekauft. Und auch mit einem anderen
- 48:38Titel. Also ich kenn es unter dem Titel
- 48:40ein Yankee aus Connecticut am Hof von König Artus das.
- 48:44Ist ja auch sehr viel näher am Originaltitel.
- 48:47Und die Geschichte ist relativ schnell erzählt.
- 48:49Wir haben einen, ihr könnt es euch denken, liebe Zuhörer,
- 48:52einen Yankee aus Connericit, der kommt aus der aus der
- 48:56industriellen Zeit, es ist alles sehr rationalisiert und man kann
- 48:59auch Sachen praktischer machen und der landet egal warum, aber
- 49:03er landet auf jeden Fall plötzlich nicht nur in einer
- 49:06anderen Zeit, sondern auch einen anderen Ort.
- 49:08In König Artus war Oh Gott, ich meine, der kann alles, König
- 49:11Artus, aber er war nicht in Connericit auf jeden Fall landet
- 49:14er am Hof von König Artus. Und aufgrund seiner Kenntnisse,
- 49:18die er natürlich aus der Zukunft mitgebracht hat oder aus seiner
- 49:21Zeit mitgebracht hat, ist er natürlich n Held.
- 49:24Ich meine, der kann Sachen vorhersehen, es geht
- 49:27insbesondere sagt er, eine Sonnen oder Mondfinsternis
- 49:30heraus und alle Leute, OK er ist der Hexer, der kann einfach
- 49:34alles, er bringt den Leuten auch so n bisschen moderne Technik
- 49:37und so weiter und arbeitet sich langsam hoch bis er zu einem der
- 49:42wichtigsten Berater von König Artus wird.
- 49:45Sehr zum Unbild von Merlin, der ist also der findet das ne
- 49:48wirklich keine so gute Idee, weil seine Macht schwindet und
- 49:51das zauberhafte lebt natürlich dadurch, dass wir diesen
- 49:54pragmatischen Yankee haben, über den übrigens auch, also Mark
- 49:58Twain macht sich jetzt nicht nur über den Hof von König Artus
- 50:01lustig, sondern natürlich auch über den Yankee selber mit
- 50:03seiner pragmatischen Art. Der aber dieses Leben beim
- 50:07Artushof, also das gesamte höfische Leben, dieses gesamte
- 50:09Zeremoniell so unfassbar mühselig und blödsinnig findet,
- 50:13und das kann man doch rationalisieren.
- 50:15Und das ist natürlich herrlich, weil er andauernd mit
- 50:18Vorschlägen kommt und so die gesamte Hofgesellschaft so hoch.
- 50:22Wie sollen wir denn jetzt damit umgehen?
- 50:24Das ist ne wirklich sehr, sehr schöne Idee gewesen, mal von
- 50:28diesem historisierenden König Artus, König Artus, König Artus,
- 50:32Guennafer Morgan, wie sie alle heißen, hab ich schon wieder bei
- 50:34den Nebel von Avalon gelandet, hier da da einfach mal mit
- 50:39diesem Blick eines modernen Amerikaners, also in seiner Zeit
- 50:42natürlich moderne Amerikaner rauf zu gucken und zu sagen,
- 50:44Leute, das war wirklich. Alles ganz schön umständlich bei
- 50:47euch. Das ist ja für mich persönlich
- 50:49immer so. Ich freue mich immer, wenn Leute
- 50:50auf Mittelalter Festivals gehen und Mittelalter so feiern und
- 50:54ich denke mir aber Kinder ist die Zahnhygiene alleine
- 50:57ernsthaft, ich will doch nicht im Mittelalter leben ohne
- 51:00Zahnärzte, wirklich überlegt euch das noch mal und das ist
- 51:03also sozusagen okay wenn da jetzt also der Yankee aus
- 51:05Canadical kommt, der kann da natürlich ein paar Sachen besser
- 51:08machen, aber es ist natürlich ein wunderbarer böser Blick auf
- 51:12ein Ständisches und höfisches Gesellschaftsleben, also wenn
- 51:15die. Jemand von außen reinkommt.
- 51:17Es ist aber gleichzeitig auch ein herrlich böser Blick auf die
- 51:20unbedingt jetzt zeitigen und sehr historischen Menschen, die
- 51:24gar nicht den Wert verstehen, den solche Sachen haben und von
- 51:28Mark Twain, also mit wirklich lässiger Hand natürlich
- 51:31geschrieben, wie es Mark Twain konnte.
- 51:33Wir gucken mal raus, was wir für Übersetzungen finden, du hast
- 51:36also noch eine schöne alte DDR Ausgabe, es gibt gar nicht so
- 51:41viele Ausgaben, ich hatte mal geguckt, was gerade so lieferbar
- 51:44ist. Es gibt aber von Manesse eine
- 51:46zauberhaft und auch zauberhaft teure Ausgabe.
- 51:51Wir werden euch auf jeden Fall die Sachen in die Show Notes
- 51:53schreiben und das ist etwas, das du hattest, das tatsächlich auch
- 51:59wie alt warst du, als du das gelesen?
- 52:00Hast ich war 12 oder 13 als ich das gelesen habe.
- 52:02Ich kann mich auch nicht mehr an so wahnsinnig viel vom Inhalt
- 52:06erinnern, ich kann mich aber daran erinnern, dass es
- 52:08wirklich, wirklich lustig war und ich damals dachte.
- 52:11Ich verstehe noch nicht so ganz, warum es lustig ist und ich
- 52:14glaube, ich lese es später besser noch mal, habe das aber
- 52:17vergessen, aber wahrscheinlich ist dieses Buch durch alle weiß
- 52:19ich nicht 25 Umzüge, die ich gemacht habe immer mitgereist,
- 52:22weil es sich daran erinnert, dass es von mir noch mal gelesen
- 52:24werden soll. Und jetzt stelle ich es auch
- 52:27nicht zurück ins Regal, sondern es bleibt jetzt auf dem
- 52:29Nachttisch liegen, das. Ist doch toll, diese Bücher, die
- 52:32man immer immer mitnimmt, weil man sie entweder noch mal oder
- 52:36zum ersten Mal, und das ist für mich ich habe.
- 52:41Glaube ich hier auch schon mal darauf hingewiesen, dass also
- 52:43immer wenn der Name Kästner kommt, ist es was Gutes.
- 52:46Ich habe von Kästner die Gesamtausgabe, ich habe alles
- 52:50alles gelesen, bis auf, ich wollte gerade sagen, die Kinder
- 52:54vom Bahnhof Zoo, was sensationell wäre, wenn Kästner
- 52:58das geschrieben hätte, die Kinder vom Bahnhof Zoo, Nein,
- 53:02bis auf Emil und die Detektive das berühmteste von allem, ich
- 53:05habe nur Emil und die 3 Zwillinge gelesen und wie immer
- 53:08wenn man so einen zweiten Teil liest und denkt so ja.
- 53:11Wer was? Aber es klappte trotzdem, also
- 53:14auch als Standalone klappte das, aber das ist auch so ein Buch,
- 53:16was ich immer mit mir mitschleppe und ich muss es
- 53:19jetzt mal machen, weil man wartet immer auf den richtigen
- 53:21schönen Moment, dass man das liest, aber irgendwann keine
- 53:25Ahnung, dann hast du doch einen Gehirnschlag und kannst es nicht
- 53:27mehr lesen, also ich werde es jetzt glaube ich machen, wie du
- 53:29mit dem Mug Train, er wird jetzt nach oben auf den Stapel gelegt,
- 53:32damit ich den jetzt endlich mal auf den Stapel auf dem
- 53:35Nachttisch neben dem Bett der mitunter so bedrohlich hoch ist.
- 53:41Das ist den Schlaf gefährdet. Das ist richtig und wir reden
- 53:44hier nicht nur von einem Stapel, das ist ja das Schlimme daran,
- 53:48aber sie stützen sich gegenseitig.
- 53:49Das ist doch. Gut, aber das ist also
- 53:51tatsächlich, es gibt auch mal etwas lustigere Varianten, die
- 53:56also jetzt gar nicht tragisch tragisch sein müssen zu zurzeit.
- 54:02Wir hatten ja jetzt auch mit der mit der Niefenegge und auch bei
- 54:07dem anderen Tal war ja auch. Lieber ein großer Antreiber der
- 54:12Geschichte es gibt natürlich viele, viele Geschichten, wo es
- 54:17um Liebe geht. Ich finde eine der größten
- 54:19Zeitreisegeschichten oder Zeitwanderungsgeschichten und
- 54:23Hold on to your seed jetzt, ihr müsst alle sehr, sehr tapfer
- 54:26sein, aber ganz ehrlich, Freunde, die Outlander Serie von
- 54:30Diana Gabalton. Wer?
- 54:33Hast du, hast du wirklich noch nicht?
- 54:35Nein, oh mein Gott, du bist so intellektuell, dass du noch
- 54:37nicht mal davon gehört hast. Nein.
- 54:40Nein, das ist, das ist wirklich Schund im besten Sinne.
- 54:44Man muss also, wir haben eine eine Krankenschwester aus der
- 54:47Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, ich glaube so 50er Jahre
- 54:50England, und da gibt es einen magischen Stein und Kelten, ja,
- 54:55ja, ja, also auf jeden Fall, sie landet.
- 54:57In der Zeit der schottischen Befreiungskriege 17.
- 55:01Ende 17. Jahrhundert muss das ungefähr
- 55:03sein, wenn ich ja doch müsste, oder?
- 55:04Es ist schon 18., also auf jeden Fall im Schottland n paar
- 55:08Jahrhunderte vorher. Ihr geht es so n bisschen wie
- 55:11unserem Yankee aus Connecticut, denn sie bringt natürlich wissen
- 55:16mit, insbesondere als Krankenschwester ist sie.
- 55:20Ist sie wirklich unabdingbar, dann für die Leute, die sie
- 55:23trifft, weil sie hat einfach Methoden, die die andere noch
- 55:26gar nicht haben können. Sie kann also Leben retten und
- 55:28sie trifft auf Jamie und Freunde, diese diese gesamte
- 55:34Buchreihe wurde auch verfilmt, ganz ehrlich sage ich eigentlich
- 55:38lieber Büchern, aber schaut euch Jamie an, also ich also.
- 55:43Ich möchte auch sofort bei Jamie lun in der der ist nicht nur
- 55:48unfassbar heiß, der ist auch noch so gut und gütig, dass man
- 55:53eigentlich schreien möchte. Also das ist schon ein bisschen
- 55:55bizarr, aber die beiden werden also ein großes Item, er ist
- 55:58natürlich mitten in der Geschichte, es passiert sehr
- 55:59viel, sie erlebt sehr viel mit, was spannend ist.
- 56:02An dem Buch ist trotzdem Schwund und der Love und und also es ist
- 56:06wirklich, wirklich keine Literatur, aber es bringt
- 56:08wahnsinnig viel Spaß ist. Wie unglaublich gut es
- 56:11recherchiert ist, also die historischen Sachen, die da
- 56:14stattfinden, die sind alle, als ob irgendwie Feuchtwanger
- 56:18geschrieben hätte, ne, also es, es stimmt, natürlich stimmen die
- 56:21Gespräche mittendrin nicht, aber sie hat wirklich, also entweder
- 56:26sie hat einen Riesenstab mittlerweile, weil sie sehr viel
- 56:29Geld verdienen und Leute ihr zu arbeiten und recherchieren, aber
- 56:32am Anfang wird sie ja selber Recherchearbeit gemacht haben.
- 56:34Hut ab also dass man es schafft einen historischen Roman so
- 56:38hinzubekommen, dass er wirklich einem auch noch.
- 56:40Noch was mitgibt, also, dass man sozusagen noch was draus lernt.
- 56:43Aber ich möchte es jetzt gar nicht schön reden, was ich hier
- 56:45schön rede, diesen Dirty Pleasure, Riesenfreude, denn sie
- 56:49reist natürlich nicht nur hin, sondern sie kriegt dann
- 56:51natürlich auch mit Jamie irgendwann mit einer Familie
- 56:53gegründet, sie hat aber auch in ihrer eigenen Jetztzeit noch
- 56:55eine Familie, dann wird wieder hin und her gereist und es gibt
- 56:58ein großes Durcheinander und Riesendramen und dann landen wir
- 57:01am Ende auch in Amerika und also es passiert unfassbar viel.
- 57:04Wieviel Wände gibt es da noch? 117 mindestens.
- 57:08Ich habe, nee, ich habe keine Ahnung, also es sind unfassbar.
- 57:10Fassbar. Es gibt dann noch Nebenserien
- 57:12dazu von Lord John, das ist ein guter Freund von Jamie Lord John
- 57:16war echt verknallt in Jamie, aber Jamie so thanks but no
- 57:19thanks dann gibt es aber noch so eine Nebenreihe zu Lord John,
- 57:22also Diana Gabaldon weiß schon, wie sie ihr Geld macht und wie
- 57:24sie ihre Leser statt an der Stange hält, fiel mir aber ein,
- 57:28weil es glaube ich was die Popkultur angeht im Moment also
- 57:32natürlich insbesondere durch diese Serie, die bei einem der
- 57:37großen Streamer läuft oder bei allen großen Streamern.
- 57:40Ist auf jeden Fall ziemlich da gewesen und ich glaube, alle
- 57:43Leute sind gerade ganz ausgeflippt.
- 57:45Ich auch, weil gerade die neue und jetzt wirklich offiziell in
- 57:48Anführungsstrichen letzte Staffel erscheinen will.
- 57:50Ich hab. Auch nie was von der Serie
- 57:52gehört. Was soll ich?
- 57:53Denn auch von der Buchhalde. Nee, gar nicht.
- 57:55Okay Outlander. Outlander ja, historische Romane
- 57:59sind jetzt auch eher nicht so meins.
- 58:03Mal gucken, du. Bist auch gar nicht so
- 58:05historisch. Also auch jetzt so ein
- 58:06Feuchtwanger oder Kopetzky oder also gut gut gemachte Bücher,
- 58:09die Andrew Miller oder so die, die in der Vergangenheit spielen
- 58:12ist sogar nicht dein Ding. Würde ich jetzt nicht unbedingt
- 58:16sagen, aber es gibt immer so viel anderes.
- 58:18Also es gibt einfach auch so viel, was mich interessiert und
- 58:21was ich gerne lese. Also für mich ist es glaube ich,
- 58:27aber ich meine, das ist natürlich auch noch mal eine
- 58:28eigene Folge wert ist also, wenn es um historische Begebenheiten
- 58:34geht. Ich lese das sehr, sehr gerne,
- 58:37ich lese das sehr, sehr gerne, weil es so schön eskapistisch
- 58:41ist. Also im besten Falle lernt man
- 58:43tatsächlich was, aber wenigstens entgeht man seiner eigenen
- 58:48nervigen, dramatischen, furchtbaren Zeit, wenn man dann
- 58:51in andere Zeiten abtaucht. Das ist schon, das ist ein
- 58:55wirklich guter Grund. Ja, ich weiß doch gar nicht,
- 58:57wann ich aufgehört habe, historische Bücher zu reden,
- 58:59aber das ist halt auch ein anderes Thema für einen anderen
- 59:01Tag. Heute reden wir über Zeit.
- 59:03Über Zeit. Ich wollte noch auf 2 Bücher
- 59:08aufmerksam machen, die mir zum Thema Zeit so gut gefallen
- 59:13haben. Das eine ist fast noch ein
- 59:14bisschen schundiger als Diana gabalon Outlander, weil das so
- 59:18eine geile Idee hatte. Andreas Eschbach, Das ist so ein
- 59:22Deutscher. Krimischreiber.
- 59:25Ja, den habe ich neulich mal gegoogelt, weil ich seinen Namen
- 59:30beim Kneipenquiz nicht wusste. OK, und ich dachte, noch nie
- 59:33gehört, wer soll das sein und hat dann entdeckt, dass es
- 59:36wirklich, wirklich viel von ihm. Gibt diese Nummer der Knall
- 59:39irrsinnig erfolgreich? Normalerweise nicht das, was man
- 59:42bei uns im Laden finden würde. Ich bin irgendwann mal
- 59:45gestolpert und ich fand den Titel so geil, dass Jesus Video.
- 59:49Das war genau das verrückte Ding, das, von dem ich den Autor
- 59:51nicht wusste. Beim Kneipen Christ ist
- 59:53schlimmer fällt. Mensch, hätte ich neben dir
- 59:54gerissen. Jesus Video coole coole Idee,
- 59:59man kann es vielleicht nicht anders sagen, es gibt
- 1:00:00Ausgrabungen in Jerusalem, ist irgendwo in Israel, also
- 1:00:05historische Ausgrabungen und es taucht plötzlich ein Video auf.
- 1:00:12Und auf diesem Video ist zu sehen, Oh, es ist lange, dass
- 1:00:15ich es gelesen habe. Ich glaube, es ist das letzte
- 1:00:18Abendmahl, was zu sagen ist. Und es ist natürlich n Fake, wie
- 1:00:22alle denken, aber dann wird das Halt untersucht.
- 1:00:24Das Video auf das Alter und dieses Videoband ist es noch ne
- 1:00:29Videokassette, es ist auf jeden Fall ganz klar, dieses Video
- 1:00:33kann kein Fake sein, denn das Material ist einfach über 2000
- 1:00:36Jahre alt. Und das ist natürlich wow, wo
- 1:00:39man sich denkt, warte, wie geht das denn, also, was ist denn
- 1:00:42jetzt hier passiert? Und natürlich geht es dann um
- 1:00:44die Wissenschaftler, die irgendwie rausfinden wollen, was
- 1:00:45ist mit diesem Video, ist das ein Fake oder nicht, wenn es
- 1:00:48kein Fake ist, wie konnte das passieren?
- 1:00:49Es geht ja eigentlich nur über Zeit.
- 1:00:51Wie, wie konnte das auch 2000 ne Videokassette überlebt keine
- 1:00:532000 Jahre. Also meine meisten
- 1:00:55Videokassetten haben nicht mal 20 Jahre gewonnen.
- 1:00:59Ich hab einen hast. Du dir auch mal wieder
- 1:01:01gesponniert. Ich bin auch noch keine 2000
- 1:01:03Jahre. Ich arbeite daran, liebe
- 1:01:06Vampire, beißen sie mich, ich arbeite daran.
- 1:01:10Ich fand die Idee auf jeden Fall eine sehr coole, also es ist ein
- 1:01:14Riesenspaß, um es mal schnell wegzulegen, es wird klug
- 1:01:16erzählt, mit schmisziger Hand, das sind wirklich erfahrene
- 1:01:19Erzähler, Andreas Eschbach, da gibt es das auch gar nicht mehr
- 1:01:22oder nicht weniger, aber wenn man mal wirklich eine gut
- 1:01:24gemachte, spannende Zeitreisegeschichte erleben
- 1:01:27möchte, die einen auch wirklich bis zum Ende hält, weil man
- 1:01:29natürlich schon wissen will, was ist denn jetzt die Auflösung
- 1:01:32dieser Geschichte? Dann wäre das auf jeden Fall ein
- 1:01:37Buch. Und dann gibt es ein Buch zum
- 1:01:38Thema Zeit, das finde ich tatsächlich. 1 der spannendsten
- 1:01:44Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, von einer
- 1:01:48Autorin, die ist Kanadier, sind sehr viel in Kanada unterwegs,
- 1:01:52die ist Kanadierin Emily St. John Mendell Ich weiß bei dem
- 1:01:56Namen ST. John nie, wo beginnt der Vorname
- 1:01:58und wo der Nachname, ich glaube St.
- 1:01:59John. Ist Teil ihres Vornamens, was
- 1:02:01ich ziemlich geil finde. Besser als irgendwie Klaus.
- 1:02:04Du auch öffnen st. John.
- 1:02:07Mandal, das Buch nennt sich das Meer der endlosen Ruhe, und das
- 1:02:13ist ein Wunder. The Sea of Trinkillity Es ist
- 1:02:16natürlich eine Gegend auf dem Mond, das damit gemeint ist, und
- 1:02:21das ist ein wirklich klug erzähltes Buch, was auf 5
- 1:02:26verschiedenen Zeitebenen spielt. Die erste beginnt Ende des 19.,
- 1:02:32dann kommt 20. 21 bis halt sozusagen ins 24.
- 1:02:34Jahrhundert. Und es sind eigentlich für sich
- 1:02:37alleinstehende Geschichten, die toll sind, die viel, viel Spaß
- 1:02:41bringen und die Geschichten eint eine Sache, nämlich, jeder
- 1:02:44Protagonist oder Protagonistin auf jeder Zeitebene landet
- 1:02:47einmal ganz kurz für anderthalb 2 Minuten in einer, wie sie
- 1:02:53schreibt, Time Glitch. Wo alle 5 Zeitebenen aus 5
- 1:02:58Jahrhunderten plötzlich zusammen landen, was natürlich eine
- 1:03:03komplette Verwirrung ist für die Leute, die also, die kriegen
- 1:03:05plötzlich Geräusche und Töne und Bilder aus anderen Zeiten wissen
- 1:03:09gar nicht, woher das kommt. Also es ist, es ist eher wie ein
- 1:03:12großangelegter Anfall und allen Fünfen passiert das, und wir
- 1:03:17haben dann eine Ebene, die ist in der absoluten Zukunft, das
- 1:03:20ist sozusagen die Ebene, die alles zusammenhält.
- 1:03:22Das Thema Zeitreise ist kein Neuling mehr es es wurde schon
- 1:03:26erfunden, man hat es etabliert, man kann es auch steuern.
- 1:03:29Es gibt, ähnlich wie bei bei dem anderen Tal, eine Behörde, die
- 1:03:33das überwacht, chronobiologen Krone und so weiter die kriegen
- 1:03:38mit Oh, hier ist was passiert, was nicht passieren sollte,
- 1:03:41nämlich dass sich plötzlich Zeitebenen übereinander lagern,
- 1:03:43und wenn das passiert, kann natürlich auch ein großes
- 1:03:47Unglück passieren, aus welchen Gründen auch immer, auf jeden
- 1:03:49Fall wird eine Person losgeschickt.
- 1:03:51Der soll jetzt durch diese verschiedenen Zeitebenen reisen
- 1:03:54und gucken, was wirklich passiert ist.
- 1:03:56Und er kommt natürlich irgendwann dahinter und das ist
- 1:03:58das Tolle an solchen Büchern, die sich mit Zeit beschäftigen,
- 1:04:01dass er alleine dadurch, dass er losgeschickt wurde, ist er
- 1:04:04eigentlich selber dafür verantwortlich, dass dieser
- 1:04:06Timewitch gestartet ist. Also da ist so ne Geschichte,
- 1:04:08die sich in den Schwanz beißt und diese Zeitebene ist
- 1:04:12unglaublich klug und wunderbar, was es aber so ausmacht ist
- 1:04:15einfach, dass sie es schafft diese 5 Einzelgeschichten zu
- 1:04:17erzählen. Es gibt eine, die ich so
- 1:04:19besonders Liebe. Es geht um eine Autorin, die
- 1:04:22mittlerweile lebt sie auf einer Außenstelle auf dem Mond, da
- 1:04:26sind wir jetzt auch natürlich mit dem mit dem Meer, der
- 1:04:28endlosen Ruhe, und sie geht auf Lesereise über die Erde und
- 1:04:33während ihrer Lesereise auf die Erde und ich, ich finde es so
- 1:04:36fantastisch, dass sie es schreibt, denn es ist ihr als
- 1:04:38Autorin sicherlich selber geschehen.
- 1:04:41Kriegt sie andauernd die Frage als Autorin, die jetzt also
- 1:04:44monatelang unterwegs ist. Hör mal, du hast doch auch
- 1:04:47Kinder. Ja, ich hab auch ja was, wer wer
- 1:04:49passt denn auf deine Kinder auf, wenn du hier deine Lesereise
- 1:04:52machst und denkst du geil, geil, also selbst im 22.
- 1:04:56Jahrhundert, ne Frage, die wird anscheinend nicht aufgehört
- 1:04:58Frauen zu stellen. Oder?
- 1:05:00Wenn ich das ganz kurz einwerfen darf, das ist ja häufig das
- 1:05:03Problem bei Zukunftsvisionen, dass die sehr in eine Richtung
- 1:05:07gedacht werden oder auch sehr technologisch gedacht werden,
- 1:05:09aber dass die nicht auf einer gesellschaftlichen Ebene gedacht
- 1:05:11werden. Also es gibt so n Buch, was vor
- 1:05:14100 Jahren in 100 Jahren also was sich vorgestellt wurde.
- 1:05:18Da geht es um eben die Zukunftsvorstellungen vom
- 1:05:22beginnenden 20. Jahrhundert.
- 1:05:24Und bei all diesen Zukunftsvorstellungen war es
- 1:05:28nicht dabei, dass sich die Gesellschaft an sich
- 1:05:30weiterentwickeln könnte, also dass Frauen eine andere Rolle
- 1:05:33haben, als sie, die eben 1901 hatten, später egal, und das ist
- 1:05:41eigentlich das, das das Spannende.
- 1:05:46Wenn du jetzt sagst ne ah, das hat sich also nicht verändert,
- 1:05:49Bruder, ich würde mal sagen, die Autorin hat es nicht mitgedacht,
- 1:05:52dass es auch sein könnte. Ich glaube, die Autorin hat es
- 1:05:56mitgedacht. Es hat ihr einfach nur zu viel
- 1:05:58Spaß gebracht. Und Sie dachte.
- 1:06:00Es ist einfach, weil sie wahrscheinlich gerade selber auf
- 1:06:02Weltreise war. Und ich fand es so gut
- 1:06:04eingearbeitet, weil sie natürlich sagt, also.
- 1:06:07Es gibt es wirklich wundern auch n Vater zu diesem Kind ein kes
- 1:06:11Wort, der lebt also es es hat es hat etwas Tragischeres im
- 1:06:15Hintergrund, aber das wäre spoilern, aber das ist auf jeden
- 1:06:17Fall eine eine Geschichte die mir große Freude gemacht hat von
- 1:06:22einer tollen tollen Autorin die sehr schreiberfahren ist.
- 1:06:27Die schreibt auch ich weiß nicht ob euch das was sagt die Serie
- 1:06:30Station Eleven. Es ist so ne Pandemie Serie
- 1:06:32gewesen, die ist von ihr geschrieben, also sie ist sie
- 1:06:35weiß wie man plottet das finde ich ja immer schon ganz
- 1:06:38angenehm. Wir beide haben gemeinsam noch
- 1:06:42ein Buch was was wirklich wichtig ist.
- 1:06:45Vorher wollte ich nur noch mal kurz drauf hinweisen, Monique
- 1:06:48sagte ja schon, dass wir so eine kleine Idee hatten, wir bedanken
- 1:06:51uns und freuen uns natürlich immer über Feedback von Euch,
- 1:06:54wenn ihr euch meldet, in welcher Form auch immer ihr das machen
- 1:06:58wollt. Wir hatten aber eine Idee.
- 1:07:00Wir haben eine kleine Rubrik am Ende unserer Sendung, die ja,
- 1:07:05wie ihr wisst, im Bett mit Buch heißt, und da geht es um ein
- 1:07:09Buch, was man mit ins Bett nehmen kann, und wir haben
- 1:07:11natürlich viele Bücher, die man mit ins Bett nehmen kann, aber
- 1:07:14jetzt gebe ich mal kurz rüber an Monique mit unserer zauberhaften
- 1:07:18Idee für euch. Genau, also bisher hat ja Kurt
- 1:07:21immer diese Tipps abgegeben und hat seine Kriterien dargelegt.
- 1:07:24Das Buch sollte einem nicht wie ein Ziegelstein auf den Kopf
- 1:07:26fallen können, wenn man einschläft, oder?
- 1:07:28Die Handmuskulatur nachlässt und es sollte einen möglichst nicht
- 1:07:33die ganze Nacht wach halten und auch nicht so langweilig sein,
- 1:07:40dass man nach einer halben, nach einer halben Seite schon im
- 1:07:42Tiefschlaf gefallen ist. Und wir dachten uns, das wäre
- 1:07:45doch toll, wenn ihr uns eure Buchtipps fürs Bett schickt.
- 1:07:49Also was ist euer Buch, für was ist euer Buch fürs Bett und
- 1:07:53nehmt gern euer Smartphone und. Nehmt es als Audio auf, denn
- 1:07:57wenn wir es vorlesen müssen, weil ihr es als Mail schickt,
- 1:07:59dann ist es nur die halbe Freude.
- 1:08:01Wir wollen auch gerne eure Stimmen hören und dann nehmen
- 1:08:04wir immer mal, wenn mir kurz Vorschläge nicht gefallen, ein
- 1:08:08Vorschlag von euch, das ist jetzt neu für Dich einen
- 1:08:13Vorschlag von euch mit rein und geben euren Buch fürs Bett Tipp
- 1:08:17stellen ihn ans Ende der Folge. Und diese Sprachaufnahme schickt
- 1:08:24ihr am besten an die folgende E Mail Adresse.
- 1:08:28Mail. At im Bett mit buch.de Mail at
- 1:08:32im Bett mit buch.de ohne irgendwelche Bindestriche.
- 1:08:36Und ihr könnt euch denken, was ich jetzt sagen werde, alle
- 1:08:39diese Informationen findet ihr auch nachher in unseren Show
- 1:08:42Notes. Da steht auch diese e Mail
- 1:08:43Adresse. Noch mal signischer Satz hier.
- 1:08:47Und jetzt aber? Zu dem Buch Warum wir eigentlich
- 1:08:52heute zusammen gekommen sind? Ja, das ist ein reiner Zufall,
- 1:08:54aber ich glaube, es ist sowohl für dich als auch für mich ein
- 1:08:57tatsächlich Wichtiges. Buch ein sehr, sehr wichtiges
- 1:09:00Buch, ja. Wir reden, ich mach, ich sag es
- 1:09:03jetzt, wir reden von dem Buch Slaughterhouse Five, auf Deutsch
- 1:09:07Schlachthof 5 von Curt Vonegut Junior, und ich möchte jetzt als
- 1:09:12erstes von Monique fahren. Wie sie an dieses Buch gekommen
- 1:09:17ist und wann? Was ist deine?
- 1:09:18Geschichte mit dem Buch also wir wissen, wissen beide voneinander
- 1:09:21und wir haben noch nicht drüber gesprochen, dass es eine sehr
- 1:09:24banale Geschichte war, und wir haben gesagt, wir erzählen uns
- 1:09:27die nicht vorher, wir erzählen sie uns im Podcast und ich bin
- 1:09:30jetzt echt gespannt, ob es nicht vielleicht doch die gleiche
- 1:09:32Banale ist. Du wirst an.
- 1:09:33Banalität mich nicht übertreffen.
- 1:09:37Aber ich hab, als ich weiß es gar nicht mehr, wie alt ich war,
- 1:09:41wahrscheinlich irgendwie so 1213 oder so.
- 1:09:43Diesen Wunder, Wunder wunderbaren Film Foodloose im
- 1:09:46Westfernsehen geguckt. Ich habe ihn so geliebt und
- 1:09:49dieser unglaublich Hotte Kevin Bacon, der junge Kevin Bacon,
- 1:09:52Mein Gott. Noch mal gesehen, der der altert
- 1:09:56gut, der. Film stimmt aber nicht die
- 1:09:58Neuverfilmung angucken und also er ist ja da in einer Kleinstadt
- 1:10:02und er kommt, glaube ich, aus New York oder aus einer jemals.
- 1:10:05Jetzt kommt er aus einer großen Stadt und bringt sozusagen.
- 1:10:10Sex, Rock and Rock and Roll in dieser Kleinstadt also gar nicht
- 1:10:12im örtlichen Sinne, sondern eben einfach mit seiner Einstellung,
- 1:10:16mit den Büchern, die er liest. Und in dieser Kleinstadt ist,
- 1:10:18die ist sehr geprägt von dem örtlichen Pfarrer, der Schund
- 1:10:23und Versuchung, von den Kindern, den Jugendlichen dieser Stadt
- 1:10:29fernhalten will. Aber diese Jugendlichen wollen
- 1:10:30sehr, sehr gerne tanzen, es geht viel ums Tanzen, es gibt auch in
- 1:10:34der Nebenrolle ganz zauberhaft Sara Jessica Parker.
- 1:10:38Und die Tochter des Pfarrers trägt rote Lederboots.
- 1:10:42All das ist egal. Dieser Pfarrer möchte Bücher
- 1:10:45verbrennen, die er für gefährlich hält, und eines
- 1:10:48dieser Bücher zieht Kevin Bacon dann sozusagen raus und sagt
- 1:10:52hier Schlachthof Nummer 5. Curt One Good Junior, Nein, und
- 1:10:55das ist wichtig, das wird anderswo an den Schulen gelesen,
- 1:10:57und ich dachte, ich kenne das Buch nicht, ich muss das ändern,
- 1:11:00habe dann im großen Bücherregal meines Stiefvaters gesucht, habe
- 1:11:03es gefunden und sofort gelesen. Super.
- 1:11:06Das ist so viel schöner als meine total langweilige
- 1:11:10Geschichte, denn ich habe es als Schullektüre bekommen.
- 1:11:13Wie schön, dass du sagst, an anderen Orten, du hast es in der
- 1:11:16Schule gelesen, ich hatte eine unglaublich großartige
- 1:11:20Englischlehrerin in der Oberstufe, die ihre Credibility
- 1:11:25dadurch gewonnen hatte, das ist so eine blöde Side Story, aber
- 1:11:27ich finde sie so herrlich, die hat gewonnen bei uns, denn die
- 1:11:29hatte mit ihrer Familie, die war halb Engländerin und die hatte
- 1:11:32mal ein Haus bei London und das wurde verkauft und.
- 1:11:36Und zwar hold on to your seeed an den Keyboarder von The Cure
- 1:11:41und Wow hatte die Frau Street Commability bei uns, ich meine,
- 1:11:44die kannte den Typen gar nicht, aber hey, also sie hatte das
- 1:11:47Haus davon auf jeden Fall diese Frau, eine fantastische Lehrerin
- 1:11:51mit vielen Grüßen hier an Frau privat, also die beste Lehrerin,
- 1:11:55die diese Schule je gesehen hatte und die brachte uns eh
- 1:11:59unglaublich viele gute Bücher, aber für mich hängen geblieben,
- 1:12:04wirklich bis jetzt. Ist dieses laughterhouse Five.
- 1:12:07Es ist also erwiesenermaßen, klingt komisch, aber
- 1:12:10unbestreitbar eines der wichtigsten Bücher der
- 1:12:13amerikanischen Postmoderne, des 20.
- 1:12:15Jahrhunderts. Ich glaube, das lebt
- 1:12:17hauptsächlich dadurch, dass er sehr viel auch auf Metaebenen
- 1:12:20unterwegs ist. Also er fängt an, schon darüber,
- 1:12:23dass er über die Unmöglichkeit schreibt, das zu schreiben, was
- 1:12:25er schreiben möchte und warum er das Macht und trotzdem scheitern
- 1:12:28wird, also es hat sozusagen viele Signaturen von
- 1:12:31postmoderner Literatur. Die auch schief gehen könnte,
- 1:12:36wenn es nicht so n guten Rahmen hätte und so gut erzählt wird
- 1:12:39die Geschichte, wenn ich sie kurz zusammenfassen darf, ist
- 1:12:42eine sehr tragische. Es ist recht autobiografisch
- 1:12:45gehalten. Kurt Wannegut war Soldat im
- 1:12:47Zweiten Weltkrieg, wurde von den Deutschen gefangen genommen, kam
- 1:12:51über Umwege nach Dresden in einen Gefangenenlager im
- 1:12:55Schlachthof 5, daher der Titel, und er erlebt als
- 1:12:58Kriegsgefangener der Deutschen äußerst ungesichert den
- 1:13:02Bombenangriff der Alliierten, insbesondere der Briten auf
- 1:13:05Dresden, und er erlebt also den Terror.
- 1:13:09Eines Bombenangriffs und einer brennenden Stadt am eigenen
- 1:13:13Leibe. Und das hat ihn sehr stark
- 1:13:16natürlich traumatisiert, aber auch zu einem Ultra Pazifisten
- 1:13:20gemacht und der hat eigentlich sein Leben lang und insbesondere
- 1:13:23mit diesem Buch probiert, diese Geschichte zu verarbeiten.
- 1:13:26Große Teile des Buches handeln also von ihm, der Krieg, seine
- 1:13:31Gefangennahme und Dresden Bombardierung und so weiter und
- 1:13:35dann? Flipped Kirkwonegard komplett
- 1:13:38aus und das ist das Tolle an diesem Buch.
- 1:13:41Ich nehme an, man könnte es ja psychologisch erklären, dass
- 1:13:44natürlich seine Hauptfigur mit dem schönen sprechenden Namen
- 1:13:49Billy Pilgrim der Reisende. Ist dass der natürlich so
- 1:13:57traumatisiert ist, dass er sich all diese Geschichten, die
- 1:13:59passieren, jetzt eigentlich nur ausgedacht hat in seinem kranken
- 1:14:01Gehirn. Denn was ihm passiert ist, er
- 1:14:03verliert die Kontrolle über seine eigene Zeit, das heißt,
- 1:14:07sein Leben führt er gar nicht mehr von A nach z so
- 1:14:11chronologisch durch, wie wir es kennen, sondern er landet
- 1:14:13plötzlich in seiner eigenen Vergangenheit, er landet in
- 1:14:16seiner eigenen Zukunft, er ist dabei, wie er stirbt.
- 1:14:19Er springt wieder zurück und große Teile des Buches, und das
- 1:14:23bringt besonders viel Spaß. Und da landen wir jetzt bei den
- 1:14:25Außerirdischen vom Anfang, er, er kriegt Kontakt zu
- 1:14:30Außerirdischen, die eben in 4 Dimensionen unterwegs sind,
- 1:14:33darum ein anderes Verhältnis zur Zeit haben, dort wird er
- 1:14:37zusammen mit einer Frau auch von der Erde ausgestellt im im Zoo,
- 1:14:42weil das einfach so spannende Figuren sind für diese
- 1:14:44Außerirdischen, das ist ne herrlich abgedrehte Ebene.
- 1:14:47Die den tollen Effekt haben, dadurch, dass sie einen anderen
- 1:14:50Bezug zur Zeit haben, bringen sie ihm diesen Bezug auch bei,
- 1:14:55sodass unser Held auch sagt, zu all diesen Sachen, über die ich
- 1:14:59keine Kontrolle habe, gehören auch Vergangenheit, Gegenwart
- 1:15:02und Zukunft und er lernt Gelassenheit zu leben, dass er
- 1:15:06Sachen einfach nicht ändern kann.
- 1:15:08Also es hat sehr, sehr kluge Teile dazu, dieses Springen hin
- 1:15:11und her in der Zeit macht das Lesen.
- 1:15:14Ab und an ein bisschen mühselig postmodern.
- 1:15:17Es ist aber so schön, weil Kurt Warnegard uns ja erklärt, warum
- 1:15:20es so ist, weil er halt einfach einfach die Kontrolle über seine
- 1:15:23Zeit verloren hat und es ist finde ich, 1 der wichtigsten
- 1:15:28Antikriegsbücher, auch wenn man jetzt denkt, wie aber Zeit und
- 1:15:31Außerirdische und so weiter aber wie gesagt, der der Hauptteil
- 1:15:34ist natürlich die Gefangennahme, der Krieg und die Bombardierung
- 1:15:37Dresdens und wie er das gemacht hat, insbesondere durch die
- 1:15:41Metaebenen. Des darüber Schreibens, warum
- 1:15:45das nicht funktionieren kann, was er hier macht und es
- 1:15:47trotzdem für uns Leser so gut funktioniert, ist ein Buch, was
- 1:15:52sich wirklich lohnt, auch öfters mal in die Hand zu nehmen, also
- 1:15:56nicht nur dieses eine Mal, um begeistert zu sein.
- 1:15:58Und wir kennen ja alle diese Bücher, die nicht gut altern,
- 1:16:02also wir hatten das ja auch schon mal mit Hermann Hesse, wo
- 1:16:04man sagt, sei bloß nicht über 19 dann sonst, sonst wird das nicht
- 1:16:08gut. Aber Kurt Warnegard Schlachthof
- 1:16:115. Ich mag den englischen Titel
- 1:16:13lieber slowder House Five. Ich finde, Schlachthof 5 klingt
- 1:16:16so auf jeden Fall, das ist ein wirklich ernst gemeinter,
- 1:16:22großartiger Lesetipp. Also falls dieser Klassiker
- 1:16:24bislang an euch vorbeigegangen ist.
- 1:16:26Go get it. Ja, und er hat doch diese.
- 1:16:30Ich habe es ja nur auf Deutsch gelesen und ich habe meine
- 1:16:33Übersetzung leider nicht mehr gefunden.
- 1:16:34Ich habe die gesucht, aber er hat doch jedes Mal, wenn jemand
- 1:16:36stirbt immer wenn etwas grausames passiert.
- 1:16:38Schreibt er diesen Satz, so geht das also.
- 1:16:40Zumindest war das in in der Übersetzung.
- 1:16:42Ich hatte es. Ist sugget goes oder ich?
- 1:16:45Ich weiß gar nicht, wenn wir das rausfinden, wir schreiben es
- 1:16:48noch mal rein oder ein Signature Satz und.
- 1:16:51Und, und, und. Das eben auch so beim Lesen zu
- 1:16:53entdecken, das ist das, das, das zieht einen wirklich tief, tief
- 1:16:58rein in dieses Buch und diese Geschichte.
- 1:17:02Gut, ich glaub, wir haben jetzt bestimmt schon ne halbe Stunde
- 1:17:03geredet. Also wir haben auf jeden Fall
- 1:17:05dermaßen überzogen, was wir eigentlich gar nicht mehr machen
- 1:17:08wollten. Wir wollten uns ja
- 1:17:10zusammenreißen. Es gibt aber natürlich wie immer
- 1:17:14diese eine Rubrik, von der wir gerade schon geredet haben,
- 1:17:17nämlich das Buch fürs Bett, das. Buch fürs Bett heute noch mal
- 1:17:20als Tipp von dir. Ja genau, du musst leider, du
- 1:17:22musst es noch mal aushalten. Wir haben noch von euch nichts,
- 1:17:25also wenn ihr Monique retten wollt, bitte schickt uns
- 1:17:28Sprachnachrichten mit eurem Buch fürs Bett.
- 1:17:34Ich habe diesmal die beiden ersten Male hatte ich ja, es war
- 1:17:38ja einfach eher was lustiges und ein Gedichtbändchen.
- 1:17:41Ich habe diesmal ein richtiges Buch in Anführungsstrichen als
- 1:17:45Idee fürs Buch, fürs Bett, Das ist ein deutscher Autor,
- 1:17:50Borsdorf, malte malte, Ich glaube, malte, bitte verzeihen
- 1:17:53Sie mir, Herr Borsdorf, wenn ich ihren Vornamen gerade falsch
- 1:17:55habe, aber in den Shownotes wird er richtig stehen.
- 1:17:58Frau Schebester räumt die Welt auf ein kleines, wunderbares
- 1:18:02Juwel am Buch, das. In einem kleinen, wunderbaren
- 1:18:04Juwelern Verlag erschienen Muri Salzmann hat es für uns
- 1:18:08erscheinen lassen und kurz zusammengefasst.
- 1:18:12Es ist n Buch, was ich ganz schwer zusammenfassen kann, muss
- 1:18:15ich zugeben. Es geht um ein fünfzehnjähriges
- 1:18:17Mädchen und ihren besten Freund Atom, beide leben im Norden von
- 1:18:21Kiel in sehr armen Verhältnissen und in diesem Dorf gibt es auch
- 1:18:24eine Frau Schebesta, die ist Minenräumerin und
- 1:18:28Kampfmittelräumerin und Kiel ist im Zweiten Weltkrieg sehr
- 1:18:30übersät worden mit Minen und Bomben.
- 1:18:33Und die beiden dürfen dann einen Tag mit Frau Silvester
- 1:18:37verbringen bei ihrer Arbeit. Und dort stellt sich heraus,
- 1:18:40direkt in ihrer Nachbarschaft liegt eine 500 Kilogramm schwere
- 1:18:43Bombe, die auf jeden Fall jetzt entweder entfernt oder detoniert
- 1:18:47werden muss. Und dieses Mädchen lebt bei
- 1:18:50ihrem Vater und ihre Urgroßmutter, die Urgroßmutter,
- 1:18:52sobald sie erfährt, dass es da ins Minenräumen geht, landet
- 1:18:55plötzlich in ihren ganz eigenen Kindheitstraumata vom Krieg, ist
- 1:18:59wirklich ganz berührend gemacht. Und Atom, ihr bester Freund, der
- 1:19:03kommt aus einer tschetschenischen Familie, die
- 1:19:05ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Krieg und Gewalt haben.
- 1:19:08Es ist ein ganz dünnes Buch, Ich fand es am Anfang etwas
- 1:19:12schwierig, warum muss ich jetzt n erwachsenen Mann lesen, der
- 1:19:15aus der aus der Sicht eines fünfzehnjährigen Mädchens
- 1:19:17schreibt, das kann man blöd finden, also ich finde.
- 1:19:23Ich finde es aber dahingehend ganz gut, denn wenn man sich
- 1:19:26damit abfindet, dass dieses Mädchen so redet in dem Buch,
- 1:19:28wie sie niemals als wirklich 15 jähriges Mädchen redet, ist es
- 1:19:32ein unglaublich toll erzähltes Buch einer Freundschaft, die
- 1:19:36vielleicht Liebe ist. Vielleicht nicht, wir wissen es
- 1:19:38gar nicht so genau, und ein Buch, was leicht und dünn ist,
- 1:19:43das ist ja wie immer meine Vorgabe, und was mich wirklich,
- 1:19:46und das passiert selten, muss ich sagen.
- 1:19:49Wirklich sogar zu einer Träne gerührt hat durch die Art diese
- 1:19:53ganz stille Art der Erzählung finde ich gerade fürs Bett was
- 1:19:58Schönes, weil es einen wirklich gemütlich runterholt, ohne dumm
- 1:20:03zu sein, und genug rührt, ohne einen wirklich tragisch in
- 1:20:08Tränen zusammenbrechen zu lassen.
- 1:20:10Das ist also mein Tipp fürs heute, für das Buch im Bett,
- 1:20:13Frau Schewester räumt die Welt auf.
- 1:20:17Gut, dass es eigentlich zu sehr zu Tränen rührt.
- 1:20:20Dann weinend einschlafen, das das können wir nicht unbedingt
- 1:20:24für unsere Hörer. Nein, das.
- 1:20:26Wollen wir nicht für euch. Diese eine Träne, die befeuchtet
- 1:20:29eure Wangen sehr gut. Das ist dann auch wirklich gut
- 1:20:31für die für die Hautfeuchtigkeit.
- 1:20:33Im Gesicht vielen dank Kurt, Ich danke für diesen für diesen Buch
- 1:20:39fürs Bett Tipp und vielen Dank für diese.
- 1:20:43Amüsanten 20 Minuten, die wir jetzt hier miteinander hatten.
- 1:20:48Vielen Dank an euch fürs Zuhören.
- 1:20:50Danke fürs Durchhalten und wir freuen uns sehr auf eure
- 1:20:54Kommentare und vielleicht auch auf den anderen ein oder anderen
- 1:20:57Tipp für ein Buch im Bett von euch sind wir auf jeden Fall
- 1:21:01dabei, schreibt uns über alle Kanäle, über die ihr uns
- 1:21:03erreichen könnt, gerne auch immer Vorschläge, was wir besser
- 1:21:07oder vielleicht schlechter machen können, weil wir es schon
- 1:21:09zu gut machen. Wir freuen uns über alles von
- 1:21:12euch zu hören. 1000 dank für eure Geduld mit uns und bis in 2
- 1:21:15Wochen wieder. Bis in 2 Wochen.
- 1:21:16Ciao. Im Bett mit Buch ist eine
- 1:21:23Produktion von irgendwas ist immer Konzept und Produktion.
- 1:21:27Götz Gring, Modalma Redaktion und Hosts Moni, Lukas und Kurt
- 1:21:33von Hammerstein.