Latest / SISOSIG Podcast / Viele Entscheider verderben den Brei
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- Lisa: Hallo Andreas! Andreas: Hallo Lisa! Na? Lisa: Na, alles gut? Andreas: Ja, die Sonne scheint, es ist sehr warm, es ist immer alles gut. Lisa: Herlich. Willkommen, Andreas und alle Zuhörer, bei Sie So Sick. Das steht für Should I Stay or Should I Go? Und das ist der entscheidende Podcast für alle, die zu lange vor dem Keksregal stehen oder die sich sonst nicht so gut entscheiden können. Sie So Sick. Andreas: Apropos, kurzer Einschub. Ich hab dir noch Lisa: Ja. Andreas: gar nicht erzählt, dass meine Schwester mir ein Geschenk gemacht hat. Das Lisa: Cool! Andreas: fällt mir da gerade Wir waren zusammen auf dem Foo Fighters Konzert, meine Frau, meine Schwester und ich. Und es war großartig. Und ich hatte das alles organisiert und als Dankeschön hat mir unerwarteterweise meine Schwester ein Geschenk gemacht. Und zwar eine Kiste, wie so Schuhkartongröße, voll mit Keksen. Ich Lisa: wie geil! Andreas: fand das so super. Da war also ... Also ich will die Namen jetzt alle gar nicht nennen, die Brands, aber so alles, was man sich so überlegt. Also was mit mit Keks und mit Schoko und was mit, ich glaube es heißt russisch Brot, diese Buchstabendinger und ja ja ja und und so was mit Zitrone und Waffel das wollte ich noch erzählen. Hat sich mir eine große Freude gemacht. Grüße an meine Schwester. Da zehre ich immer noch von. Vielen Dank. Lisa: Und welche Packung hast du als erstes aufgemacht und warum? Andreas: Ja, das muss ich doch einen Brandnamen sagen, oder? Ja, Lisa: Ja, ja. Andreas: Pickup. Balsen, Pickup, Grüße an Balsen. Wir suchen noch Sponsoren für diesen Podcast. Ach, guck mal. Ja. Lisa: ja, und ich kenne doch jemanden bei Balsen in der Marktforschung. Ich finde, wir sind ja auch quasi so was wie eine Keksmarktforschung. Balsen Pick-Up kann ich gut verstehen mit Schoko und Milch oder nur mit Schoko? Andreas: das normale in blau das milch schokolade glaube ich und gibt jetzt neu salty caramel oder wieder so deutsch heißt salziges Lisa: Hm! Andreas: salziges kameel ich glaube so heißt das offiziell salz salziges kameel es knirscht auch so ein bisschen ist ein bisschen wie sand in der wüste ist toll nein also beide beide well done balsen finde ich sehr lecker Lisa: Sehr schön. Heute geht es überhaupt nicht Kekse. Obwohl vielleicht Wir haben heute ein aufregendes Thema und zwar Entscheidungen, bei denen ganz viele Menschen mitreden dürfen. Man kennt das ja zum Beispiel von politischen Wahlen. keine Wale im Meer, wobei darauf Andreas: Nicht Potwai. Lisa: können wir auch noch zu sprechen. wir haben da ein paar interessante Beispiele. Aktueller Aufhänger ist, dass es im Moment eine Umfrage der Europäischen Zentralbank gibt. Und zwar geht es darum, wie die neuen Euro-Banknoten aussehen sollen. Und da gibt es, glaube ich, acht verschiedene Vorschläge. Ich verlinke das auch in den Show Notes. Und man befragt... Random Leute im Internet, also diese Umfrage wird überall geteilt, welche Version der neuen Geldscheine sie denn am schönsten finden. Ich habe da natürlich schon sehr lange drüber gebrütet und ich frage mich, was kommt eigentlich dabei raus, wenn man ganz viele Leute fragt bei Entscheidungen, die eigentlich dein Unternehmen oder deine Organisation angehen, die man auch intern entscheiden könnte oder mit einer bestimmten Zielgruppe. paar coole Cases, wo das eben ganz anders gemacht wurde und wir haben dazu auch natürlich wie immer den Song der Woche. Andreas, was ist deiner? Andreas: Ja, mein Song der Woche und es wird sich im Rahmen dieses Podcastes aufklären, warum ich das gewählt habe. Ich musste sofort an die Beatles denken und zwar an Yellow Submarine. Also ich habe sofort das Bild eines gelben Unterseeboots in Comic-Stil gezeichnet, vor Augen gehabt und das war das Lied. Das ging ganz schnell. Lisa: Das ist ein guter Hinweis. Mein Liederwoche ist etwas weitergefasst. Where is my mind von den Pixies? Weil ich gefragt habe, wie schwierig ist das eigentlich, wenn man solche Entscheidungen mit trifft und wo ist eigentlich mein Hirn Kommen wir doch zu der Frage, warum machen Unternehmen und... Ja, und Organisationen das eigentlich, dass sie mal in die große Runde fragen, wie ein neues Produkt heißen soll oder was eine neue Produktvariante sein könnte oder wie Euro-Banknoten aussehen lassen. Das hat verschiedene Gründe. Natürlich gewinnt man damit Aufmerksamkeit. Man kann damit die Kunden vielleicht auch stärker binden, weil sie das Gefühl haben, hey, ich habe ja mitentschieden. Im besten Fall bekommt man vielleicht auch bessere Produkte oder Ideen, die sich besser verkaufen, weil man ja schon vorher geguckt hat, was die Leute ganz gut finden. es gibt sowieso aus der Marktforschung und aus dem Marketing viele Erkenntnisse darüber, dass eine sogenannte Co-Creation, also wo sich das Unternehmen mit Konsumenten oder Nutzern zusammentut, generell bessere, erfolgsversprechendere Ideen rauskommen. man denkt dann Schwarmintelligenz, so ist der Schwarm intelligenter. als der Einzelne. Ganz hat man tatsächlich das Ergebnis, wenn möglichst viele Leute mitreden, dass man dann eben sehr gut viele viele Informationen zusammenführen kann und ein gutes Ergebnis bekommt. Andreas: ja ist Ist das abhängig davon, wie du deine Frage stellst? Leading ich könnte mir vorstellen, dass du bei Brainstormen, da willst du natürlich ganz viele Ideen haben und da willst du so offen sein wie möglich. Lisa: Mhm. Andreas: wenn es aber Banknoten geht zum Beispiel, würde ich vermuten, da willst du gar nicht ganz viele Ideen. Sondern da willst du weiß ich nicht, vielleicht unterstelle ich dir Zentralbank auch, die wollen so ein bisschen, dass die Leute irgendwie mitmachen. Aber Lisa: Mhm. Andreas: eigentlich wollen sie gar nicht, dass die Leute so wahnsinnig kreativ werden und mitbestimmen, Lisa: Das ist ein total guter Punkt, du ansprichst, weil das ist auch schon ein wichtiger Unterschied. Nämlich die eine Idee ist ja, stellt man den Befragten schon verschiedene Ideen vor, die man vorher entwickelt hat und die auch schon sehr ausgereift sind. jetzt bei dem Zentralbankbeispiel haben die tatsächlich schon acht komplett durchdesignte Banknoten-Ideen für alle. Wie viele Scheine gibt es eigentlich? Acht? Ne, fünf? Es gibt fünf Euro, zehn Euro. Also auf jeden Fall für alle Scheine und natürlich Vorder- und Rückseite. Und man kann quasi nur noch ob man das schön findet, ob man glaubt, dass das zur Zentralbank passt und ob das irgendwie ein Gefühl von Einigkeit und Zusammengehörigkeit Ich finde, die haben das relativ methodisch sauber gemacht, weil sie eben zu jedem möglichen Design diese Fragen stellen. stellen allerdings zu allen Designs dieselben Fragen. Ich hoffe, dass Sie da rotieren in der Anzeige, dass nicht immer alle Befragten dasselbe zuerst sehen, weil Sie sonst bei Variante 8 gar nicht mehr richtig hingucken. Aber Sie zeigen zumindest nicht alle 8 Designs zusammen und fragen, was findest Du am schönsten, weil das ist etwas, was erfahrungsgemäß nicht so gut wahre Meinung Abstimmenden wiedergibt. Also das versucht man eigentlich in so einer Forschung zu vermeiden. Andreas: Warte mal, warum? Gibt es einen Lisa: Mhm. Andreas: Grund für? ein anderes Beispiel wäre Mary Condo. Ich glaube, die war das. Die sagt, Lisa: Ja. Andreas: du hast irgendwie 700 T-Shirts in deinem Schrank und sicherlich wirst du nicht alle lieben. Lisa: Mhm. Andreas: Und dann sagt sie, nimm doch jedes einzelne und guck dir das mal eben an, ob du da noch irgendwas fühlst und dann kannst du das gehen Lisa: Ja. Andreas: lassen oder behalten. Ich glaube manchmal... Wenn ich mich von fünf unter fünf Sachen entscheiden muss, Farben oder so, dann möchte ich glaube ich schon alle fünf sehen und dann tendiere ich dazu und sage, ne heute ist grün. Und jetzt sagst du aber alles zusammen sehen in diesem Fall keine so gute Idee. Lisa: Das Marikondo Beispiel ist da nicht so richtig passend, weil du hast ja alle Informationen, dir gehören ja alle fünf T-Shirts und du wirst davon dann nachher vielleicht drei behalten. Das heißt, du brauchst auch zu allem Informationen. Was wir hier haben, das kennt man zum Beispiel auch aus dem Design für Machen wir es mal ein bisschen einfacher und nehmen nicht acht verschiedene Banknotendesigns, sondern drei verschiedene neue Verpackung für Kekse zum Beispiel. Andreas: ja. Lisa: Nachher ist ja die Realität am Regal, dass du nur eine Version siehst. Balsen würde ja nicht alle drei Packungen fertig produzieren und dann warten, was sich besser verkauft, sondern sie wollen ja wissen, diese eine Packung, die wir am Ende auswählen, wird die gekauft. Und dann macht man das in der Befragung so, dass man eben nicht alles drei nebeneinander zeigt und die Leute sagen, was sie am schönsten finden oder was sie am ehesten kaufen würden, weil das ja eben nicht die Realität nachspielt, sondern man zeigt am besten drei verschiedenen Gruppen, die aber ähnlich oder identisch von der Struktur sind, also vom Alter und vom Geschlecht und so und fragt alle genau dieselben Fragen, so auf einer Skala von eins bis fünf, wie schön findest du das und wie gut passt das zur Marke und wie wahrscheinlich ist es, dass du das kaufst und dann kann man nachher relativ sauber vergleichen, wie eben auch eine einzelne Idee nachher beim Kunden ankommt. Andreas: Ok, verstehe. Und bei den Banknoten wäre es ja genauso. Da hast du Blumen und Fische oder Berühmtheiten, sondern du hast durch die Bank Berühmtheiten oder Fische und Blumen. Ja. Lisa: Durch die Bank, ja. Genau. Das ist aber eben nicht mit einzelnen Gruppen und dadurch, dass sie die Befragung ja auch wirklich überall laufen lassen, kannst du ja auch nicht unbedingt sicherstellen, dass du immer ähnliche Gruppen pro Design befragst. Insofern ist meine Vermutung auch, es geht da nicht wirklich darum, die Nutzer oder die Bevölkerung abstimmen zu lassen, sondern eher Aufmerksamkeit, Transparenz zu schaffen und auch darum überhaupt den Leuten zu erzählen, hey, es wird neue Banknoten geben. Weil wenn sie wirklich ernsthaft das Design testen würden, dann würden sie, glaube ich, anders vorgehen und keine so eine öffentliche Studie mit allen acht Designs machen. Andreas: Also haben Sie es vielleicht auch schon gemacht und wir haben es gar nicht mitgekriegt, dass Sie sich schon abgesichert haben durch Fokusgruppen oder wie auch immer mit den ersten Ideen vor zwei Jahren und jetzt sind Sie eigentlich schon durch und wollen aber gerne diese Befragung als Kommunikationsmittel nutzen und klappt ja auch. Also wir zum Beispiel reden drüber. Meine Tochter hat es auch gesehen. Also über die bin ich überhaupt drauf dass sie gesagt hat, guck mal hier. Also das scheint zu funktionieren als nicht Werbung, aber als ich möchte gerne diese die die Nachricht, dass es neue Banknoten gibt, breitstreuen. Und ich möchte auch schon gerne diese sichtbar machen. Lisa: das ist natürlich eine Unterstellung, dass das alles schon lange entschieden ist. Kann ich mir aber im Zweifel auch vorstellen, weil es ja wahrscheinlich auch nicht so einfach ist, ganz viele neue Banknoten für den ganzen Euro-Raum herzustellen. in Wirklichkeit sollen die glaube ich auch schon ab 2028... genutzt werden kann also sein, dass sie wirklich schon fertig sind und Das mit der Aufmerksamkeit funktioniert wirklich. Ich habe zum Beispiel einen langen Artikel sehr prominent bei Zeit Online gesehen. Das wird auch schon zum Teil veräppelt. Da gibt es dann so Designs, dann zum Beispiel die klassische PET-Flasche mit dem Deckel, der nicht mehr abgeht, gezeigt wird Andreas: Mhm. Lisa: oder Leute, die Campari trinken und rauchen, was anscheinend auch sehr typisch für Europa ist. vermüllte Meere unter Wasser mit Plastikstrohhalm und Wattestäbchen und so weiter. es funktioniert sehr gut und geht sehr viral, würde ich was vorhin eben noch erklären wollte... Was der Unterschied eben ist, ist, dass wir bei dieser Bargeldumfrage ja schon konkrete Vorschläge haben. Man kann aber eben solche Umfragen auch nutzen, überhaupt Ideen zu sammeln oder Vorschläge zu sammeln und dann die Leute abstimmen lassen. Wenn man das tut, sehr, sehr seltsame und auch sehr lustige Dinge dabei rauskommen. Und da kommen wir nämlich zu deinem Lied. Der Fall, auf den ich mich hier beziehe, ist der berühmte Fall von Boaty McBoatface. Erinnerst du dich an die Geschichte? Andreas: Ich möchte ja sagen, aber ehrlich zu sein, nein. Lisa: ... Andreas: Du weißt, ich hab's schon erwähnt, ich erinnere mich an ganz wenig die bald zurückliegen. Eigentlich müsste das an meine Englandzeit gefallen sein. Insofern Es klingen hinten irgendwas, aber wenn ich ehrlich bin, nein. Aber ich find's nach wie vor sehr amüsant und ich find den Namen auch toll. Bodi McBoatface, bin Fan. Lisa: Also ich erzähle das nochmal kurz für alle, die sich auch nicht so genau erinnern. Erstmal, keine Verwirrung zu stiften. Es ist tatsächlich keine Submarine. Es ist ein Forschungsschiff, das ganz normal wie ein Schiff oben auf dem Meer schwimmt. Trotzdem finde ich dein Lied sehr schön. das ist ein Forschungsschiff eines britischen Polar-Forschungsprogramms und man hatte die Idee, dass man Vorschläge sammelt auf einer Website für Namen und einer der Vorschläge lautete eben Boaty McBoatface das fanden anscheinend so viele Leute, die diese Website besucht haben, so witzig und so gut, dass dieser Vorschlag mit Abstand die meisten Stimmen bekommen hat und dann natürlich auch durchaus die Leute davon ausgegangen sind, ja wir sollten ja was vorschlagen und abstimmen und deswegen wird das Ding jetzt schon auch Boaty McBoatface heißen. Nein. Andreas: Heißt es denn Boaty Make Boat Phase? Lisa: Das kam dann dem Team der Polarforschung von diesem Programm doch bisschen albern vor, weil da ja tatsächlich auch wichtige Forschungstätigkeiten Wetter- und Klimaforschung, Meeresgründe, Geophysik, das schwimmt irgendwie in der Arktis rum im Sommer. Nein, im Bereich der Arktis schwimmt es und im Sommer ist es auch manchmal in der Antarktis unterwegs. Es ist eine sehr hohe Investition gewesen und eben auch ein durchaus wichtiges Thema, sodass sie sich dann entschieden haben, das Schiff Sir David Attenborough zu nennen. Andreas: Ich meine, ist ja das Gegenteil von Boaty McBoatface, oder? Also ich meine, Name ist ja... Also, das heißt ja nicht Bobby oder so, sondern... ihr wollt gerne so einen richtigen, witzigen Comic-Namen und wir ballern da jetzt aber ein stiff upper lip, hello, Mr. Sir de Vidaan Braa drauf. Lisa: Ich habe mich dann gefragt, ob jetzt dann quasi das Ganze umgekehrt funktioniert hat man Sir David Attenborough im Nachhinein Boti Mac Boatface nennt. Andreas: finde, das wäre konsequent, da sollten wir eine Umfrage zu starten, ob die Leute dafür Lisa: Ja. Andreas: Weil gerade so Ja-Nein-Umfragen sind ja in England sehr beliebt oder in Großbritannien, das hat ja auch beim Brexit super geklappt. Achtung, Politik-Alarm, anderes Thema, schnell wieder weg, lass uns wieder über Boote reden. Nein, also ich finde, ein schönes Beispiel dafür, dass du dich öffnen möchtest und dass du gerne... Bürgerbeteiligung haben willst und natürlich gibt es dann irgendwelche Komiker, die das Ding komplett kapern ich könnte mir vorstellen, das hängt natürlich auch mal damit zusammen, welche Methode du wählst, weil wenn du online abstimmst, was ja Sinn macht, viele Leute zu erreichen und so weiter, dann machst du dich natürlich auch extrem angreifbar dafür, dass Leute das kapern und dann glaube ich überrascht mich überhaupt nicht, dass so eine crazy Idee auch gewinnt. Weil die natürlich sich viel schneller verbreitet, als wenn die Umfrage lauten würde, soll das Ding King Charles oder Sir David Attenborough heißen. Das würde so viele Leute vermuten. Langweilen, und sie würden das weder wahrnehmen noch mit anderen Leuten teilen. Wobei, wenn jemand sagt, wir haben eine Gelegenheit, Ding Body Make Both Faces zu nennen, würde ich auch allen meinen Kumpels Bescheid sagen, wenn ihr Bock macht mal mit. Lisa: Ja, habe jetzt gerade nochmal hier googelt, die Lisa noch selber, ich habe jetzt gerade mal geguckt. Was richtig witzig ist, dass es tatsächlich mittlerweile seit 2017 Unterwasserboot gibt, ein autonom fahrendes, das also eine Submarine quasi ist. Es ist gelb und es Andreas: Ja? Lisa: heißt Boaty McBoatface. Andreas: So, sehr gut. Liebes Polarforscherteam, ich glaube, das waren das dieselben. Lisa: Ja, also es ist auf jeden Fall auch UK, das gehört da zum Nationalen Oceanografie Center. Andreas: Sehr gut, sehr gut, dass Sie gesagt haben, okay, also wir schaffen es leider nicht, mit unserem Gewissen zu vereinbaren. Unterstelle ich jetzt, ne? Weiß ich nicht, wann ich dabei? Das sagen wir, können das Ding nicht, das geht irgendwie nicht. Wir brauchen einen richtig teuren Namen, weil das Ding so viel kostet und auch wirklich wichtig ist und super Maschinen drauf. Aber wir haben euch gehört, liebe Leute, wir werden euch nicht vergessen, sondern verewigen in einem anderen Gerät. Sehr gut, finde ich gut. Lisa: Und ich finde, tatsächlich das spricht auch sehr für den englischen Humor, dass man dann irgendwie sagt so, hey komm, das machen wir Es gab übrigens auch noch andere Vorschläge bei der Namenswahl für das erste Schiff. Zum RRS, it's bloody cold here, oder Ice Ice Baby, Andreas: Mhm. Lisa: oder Usain Boat. Andreas: Du sagst Boot. Ja. Ja, okay. Lisa: Ja, ja und tatsächlich hat auch noch eine Untersuchungskommission ermittelt, weil natürlich die Aufregung groß war, dass Boaty Mac Boatface zwar mit 125.000 Stimmen gewonnen hat, aber eben doch nicht gewählt wurde. Also sie haben es schon auch auch ernst genommen und ich glaube am Ende, aber da kannst du vielleicht auch noch was zu sagen. Man könnte das natürlich als großen Fail der Massenabstimmung bezeichnen. Andererseits hätte ja sonst ein neues Forschungsschiff für wichtige Klima- und Polarteam niemals diese Aufmerksamkeit bekommen, die dieses Schiff nun hatte. Andreas: Ja, wir waren wie gesagt nicht dabei und wissen nicht, was die Motivation war. Meine Vermutung wäre, dass die sich gar nicht bewusst waren, was sie da los treten, sondern dass sie gesagt haben, lass uns doch mal irgendwie Vorschläge sammeln und nie damit gerechnet haben, dass da so was bei rauskommt. Das wäre meine Vermutung. Aber heutzutage, wenn wir also diese Beispiele haben, zum Beispiel die, wie du gerade sagst, Europäische Zentralbank. Die haben sich, wenn sie schlau waren, vorher solche Beispiele angeguckt und gedacht, okay, wir müssen hier schon clever vorgehen und uns vorher überlegen, was wir eigentlich erreichen wollen und wie weit wir da gehen. Also ja, ich finde, es grandios. Ich finde Bürgerbeteiligung finde ich auch Ich glaube nur, es ist echt schwer, da dann in Anführungszeichen was Sinnvolles rauszubekommen, wenn mit sinnvoll gemeint ist, wir wollen einen seriösen Namen haben. Gab es nicht noch ein anderes Beispiel, jemand alles auch abstimmen lassen und die dann auch konsequent diesen Namen umgesetzt haben, obwohl er auch irgendwie eher so ein Quatschname war? Lisa: Ja genau, das ist nämlich auch noch ein schöner Fall, wo es tatsächlich einen Wahl geht. Das ist ja auch ein großes, großes Thema in letzten Monaten in Deutschland Und zwar hat Greenpeace Buckelwahl benennen wollen. Und da hat sich der wunderschöne Name Mr. Splashy Pants durchgesetzt. Andreas: Mrs. Plushypans! Lisa: Und ich muss sagen, den Namen finde ich gigantisch. kann mir auch, also es klingt ja, als würde der bei SpongeBob einfach eine große Rolle spielen. Und Andreas: Ja. Lisa: ich finde das so herrlich. Da lief es so, dass Greenpeace auch Namen gesammelt hat und tatsächlich 30 Namen dann ausgesucht hat, für die man nachher wählen konnte, sodass das schon quasi kleiner Filter war, was auch Sinn macht. Also wenn man heutzutage solche Sachen dann hat man oft auch schon so automatisierte Filter, dass zum Beispiel Schimpfwörter oder Namen Andreas: Ja. Lisa: von schlimmen historischen Figuren eben gar nicht erst aufgenommen werden. Aber das hätten die mit dem Vorschriff natürlich auch machen können, dass sie sagen, wir sammeln Vorschläge und dann kommen ein paar tausend Vorschläge und wir wählen davon jetzt mal 30 aus, die wir dann im zweiten Schritt zur Abstimmung stellen. Andreas: Ja, finde, kommunikativ ist das halt schwierig. Weil ich glaube, wenn du gerne willst, dass Leute sich beteiligen, dann wirst du wahrscheinlich eher Leute ansprechen, die auch so ein eine chaotische Richtung gehen. Und das ist super für Reichweite und für den Comic-Effekt. Aber das musst du dann auch wollen. Ich glaube, das muss man sich vorher gut überlegen. Weil wenn du sagst, wenn du behauptest, ich lass die Leute abstimmen und dich dann doch komplett dagegenentschuldest, also zum Beispiel Bode-Maid-Bokeface und Sir David Adanborough, also der neue Name, der aktuelle Name, der mit Sir anfängt, ist ja, das, wie gesagt, in meinen Augen das Gegenteil von dem, was sich die Masse quasi gewünscht hat. So, und dann bist du natürlich immer noch in den Medien, aber nicht mehr so, wie du gerne möchtest. Also, das muss man Lisa: Stimmt. Andreas: sich vorher, glaube ich, gut überlegen, ob man das in Kauf nimmt und sagt, es gibt keine schlechte Presse, solange über uns geredet wird, ist das alles super. Oder ob man wir müssen bisschen Reichweite vielleicht in Kauf nehmen. oder weniger Reichweite in Kauf nehmen, indem wir vorher Regeln abstecken, die so bestimmte Sachen einfach nicht zulassen. Du hast über Produktforschung gesprochen. Da willst du natürlich auch nicht, dass die Leute dein Produkt, also nicht im Rahmen deines Brandings sind. Also wenn du für, weiß ich nicht, Reinheit stehst und fröhliche Familien und so weiter, dann bist du wahrscheinlich kein Punkrock. Also nichts gegen Punk Rock, aber das passt dann einfach nicht zu deinem Markenkern. Oder Lisa: Ja. Andreas: wenn es Familie geht, dann willst du vielleicht nichts, mit Da fällt mir jetzt irgendwas ein, was nichts mit Familie zu tun hat. Keine Ahnung, mit Individual ... Bungie Jumping ist vielleicht nicht Familie. Das ist nicht schlimm, aber das passt halt nicht so gut. Lisa: Wichtig! Andreas: Da wird's dann schwierig, glaub ich. Lisa: Und das ist eine schöne Überleitung zu einem Case, der nicht so ideal gelaufen ist, nämlich die wunderschöne Spülmittelmarke Priel hat im Jahr 2011 dazu aufgerufen, dass man neue Designs vorschlagen soll für eine Prielflasche. Also die Prielflaschen waren ja schon immer sehr ikonisch designt mit dem Schriftzug und aus den 70er Jahren kennt man ja noch die berühmte Prielblume, die auch immer mal Andreas: Willst du viel spüren mit Priel? Lisa: Genau, ich zu viel fühlen, ich mit prüeln. Und die berühmte Prielblume hat ja auch immer mal wieder so ein Revival zu irgendwelchen Jubiläen. Und bei Befragung oder bei diesen Vorschlägen waren leider auch Vorschläge dabei, die Henkel als Hersteller der gar nicht so gut fanden, weil ein Grillhähnchen hat gewonnen. Das war unter den Vorschlägen und darunter stand der Spruch, schmeckt lecker nach Hähnchen. Das ist natürlich so ungefähr das Gegenteil, was man von einem Spülmittel Die Idee kam tatsächlich von einem echten Werbetexter. Peter Breuer heißt der. Andreas: Der ist jetzt berühmt und hat sich da Lisa: Hmpf! Andreas: sein Consulting-Business mit aufgebaut. Lisa: Das kann gut sein, das könnten wir noch mal recherchieren. Oder Peter, wenn du uns dann komm noch mal vorbei, du kannst bestimmt viel dazu Und tatsächlich ist das Hähnchen dann auf dem ersten Platz gelandet dann... kam allerdings Henkel dazwischen und hat dann gesagt, ja, wir müssen das jetzt noch intern abstimmen. Und das hat eine Riesenempörung losgetreten bei damals eben Facebook und Twitter, weil die sich irgendwie verarscht gefühlt haben dann hat Henkel sogar einige Kommentare gelöscht, was natürlich nie eine gute Idee wenn man versucht, etwas mit Konsumenten oder Kunden zusammenzuentwickeln und so einen Anschein von Transparent und Zusammenarbeit erweckt und dann sich aber zurückzieht und PR-technisch einfach nicht gut gelaufen ist, bis man kann eigentlich sagen, zu Shitstorm gekommen ist. Und Facebook hat dann am Ende auf Facebook, Henkel hat auf Facebook dann eben ein bereinigtes Ergebnis gezeigt das Ganze hat dann auch wieder viele Diskussionen Unmut ausgelöst. Ende kam dann ein Design raus, wo Mr. Priel drauf stand die Prielflasche hatte eine Krawatte oben und es gab noch ein Design Leopardenflecken, wo dann drauf stand, tierisch gut Es ist also alles ein bisschen gepoliert worden, bisschen oder ganz schön zur Marke passend gemacht worden und die Hähnchenidee und ich glaube es gab auch noch eine Idee mit Bier. Bierduft, die sind dann eben nicht genommen worden. Da würde ich sagen, PR-technisch so mittelgut. Andreas: Ja, ich glaube auch. Und ich glaube, das ist auch ganz schwierig. Wir dürfen aber nicht einige haben sich getraut, was zu machen. Und da dafür vielleicht Hut ab vor Henkel zu sagen, wir gehen mal raus und wir probieren das mal. Und die natürlich die sich als erste damit in die Nesseln setzen, sind auch die, über die man später als schlechtes Beispiel spricht. Mir fällt ein gutes Beispiel ein. Ich meine, es war die ING Bank. die auch auf ihrem Facebook-Kanal, ich weiß gar nicht mehr, ob das selber gestartet war oder ich versuch's mal rauszufinden und dann in die Show notes zu packen, wenn ich's finde. Aber ich meine, mich zu erinnern, dass dann eine politische Debatte quasi auf dem... Nee, ach, ich glaube, es war die Wurstwerbung mit Dirk Nowitzki. Lisa: Ja. Andreas: Du erinnerst dich vielleicht. Also für alle, die's nicht kennen, Nowitzki, Basketballspieler, und war auch noch aktiver Basketballspieler und war lange... der quasi die Berühmtheit in den Fernsehspots von der ING-Bank. Und einer der Spots war quasi so gestellt, als würde er nach Hause kommen und da in ein Fleischergeschäft gehen. Und früher war es ja so, wenn man die Kinder mit ins Fleischergeschäft bringt, dann kriegten die Kinder irgendwie so eine aufgerollte Motardella oder so in die Hand. Es gibt so ein Stück Wurst für die Kinder. So, und das haben sie... Ich bin ewig nicht beim Fleischer gewesen, insofern Lisa: Ist das nicht mehr so? Gibt es das nicht mehr? Andreas: weiß ich es nicht. Aber es gab halt diesen Spot, wo Dirk Nowitzki, der irgendwie über zwei Meter groß ist, in diesen Fleischer kommt und die freundliche ältere Dame hinter dem Tresen reicht quasi, muss nach oben reichen, in Anführungszeichen, kleinen Dirk ein Stück Wurst zu geben. So, und dann harmlos eigentlich. Und dann ging so eine Veganer gegen Fleischesser-Debatte irgendwie auf dem Social Media-Kanal los. Und wenn ich mich recht erinnere... war es so, dass die ING sich entschieden hat, das laufen zu lassen, bis zu einem gewissen Und nämlich genau nicht zu löschen und auch nicht sofort da rein zu grätschen und zu sagen, Moment mal, es geht hier eigentlich ein Bankprodukt, eine Anzeige. Sondern die haben das laufen lassen, auch für recht lange. Ich weiß nicht mehr, was lange ist in dem Falle, vielleicht einen Monat oder so. dann irgendwann aber auch zu sagen, so, ich glaube, jetzt sind alle hier zu Wort gekommen, die was sagen wollten, jetzt machen wir den Deckel drauf. Aber die haben halt nicht Lisa: Nun. Andreas: ... sind nicht reingegreht, haben hinterher irgendwas gelöscht oder so, sondern haben irgendwann beschlossen, wir lassen das laufen. Wir lassen das auch bewusst laufen, dass alle sich dazu äußern können auf unserem Kanal, obwohl das eigentlich unsere Facebook-Seite ist und Bankprodukte ist, dann irgendwann aber auch zu sagen, so jetzt machen wir das hier, ziehen wir einen Strich schön freundlich und schalten die Kommentarfunktion ab. Man konnte das aber, glaube ich, trotzdem noch nachlesen. Und das wäre so ein Positivbeispiel, was es vielleicht aber nur geben konnte, weil sich andere Firmen vorher schon eine blutige Nase geholt haben. Lisa: Ja, das stimmt. Und weißt du, was mir jetzt gerade einfällt? Ich habe das sogar mal selber gemacht für mein eigenes Unternehmen und zwar nicht nur für ein Produkt, sondern für den Firmennamen. Es war nämlich so, Als ich damals mit der Karin das Unternehmen gegründet habe, da waren wir vorher schon beide solo selbstständig und ihre Firma hieß Facts and Stories und meine Firma hieß Geschichten aus Daten. Und da trafen wir aufeinander, haben sofort gemerkt, entweder wir sind Riesenkonkurrenten oder wir passen wie Arsch auf Eimer. Zum Glück hat sich herausgestellt, dass wir super gepasst haben und wir hatten ja auch acht Jahre recht erfolgreich diese Marketing-Beratung zusammen, die es übrigens immer noch gibt und die immer noch einen super Job macht. Wir haben aber tatsächlich so einen Blog gehabt, vielleicht finde ich den auch noch irgendwo, wo wir so quasi erzählt haben, wie es zu dieser Gründung gekommen ist und immer mal wieder gepostet haben irgendwie, wie weit sind wir gerade, wie war es beim Notar, wie läuft es mit der Webseite und so weiter. Und ein Blogbeitrag war eben ein Aufruf, wie unser Unternehmen denn jetzt heißen soll, wo man auch abstimmen konnte und Natürlich war Facts and Stories und Geschichten aus Daten dabei, aber eben auch andere Vorschläge und wir haben auch noch Vorschläge gesammelt. Ich erinnere mich, dass ein befreundeter Professor uns vorgeschlagen hat, dass wir uns Kiesel and Dust nennen, also weil das unsere Nachnamen sind und das Diesel and Dust ist ja ein Album von Midnight Oil, glaube Fand ich auch sauwitzig, aber habe ich irgendwie auch gedacht, versteht vielleicht keiner. Auf jeden Fall ist tatsächlich rausgekommen, dass wir bei Facts and Stories bleiben. Also bei Karins Idee, weil Geschichten aus Daten am Ende ja das Ähnliche oder das Gleiche heißt und wir ja auch international gearbeitet haben, sodass man mit einem englischen Namen da schon besser fahren konnte. ja, verrückt, ich habe das selber mal gemacht. Andreas: Aha. Lisa: Aber ich habe mir natürlich, das war jetzt, haben halt viele bekannte Unternehmer und Freunde und Kollegen mitgemacht bei der Umfrage. Es gab auch was zu gewinnen. Du hast, glaube ich, sogar damals auch mitgemacht, wenn ich mich recht halte. Andreas: Ich hab bestimmt mitgemacht. Lisa: Und wir haben uns natürlich vorbehalten, dass wir das am Ende selber entscheiden. Also das wäre ja vielleicht auch etwas verrückt gewesen. Und der Vorteil war natürlich, die Leute, die teilgenommen haben, die kannten Die waren uns alle wohlgesonnen und entweder haben die halt einen Witz gemacht noch mit einem bescheuerten Vorschlag oder die haben haben irgendwie halt wirklich kreativ mitgedacht und wollten uns nichts Böses, uns auch nicht verarschen. Da fällt mir ein, Andreas: Ja. Lisa: dass wir auch noch die Idee hatten, Garzelle-Research, weil unser Ziel war und das haben wir auch gut hinbekommen, dass wir eben ganz schnell und dynamisch und schlank ein Research machen und nicht so wahnsinnig aufblenden und wahnsinnig teuer machen. Und da habe ich aber irgendwie so gedacht, wir sind zwei sehr große Frauen, auch einmal gar nicht so eine gazellige Figur haben und wenn dann irgendwo zum Pitch kommen und man vorher nur gemailt hat und gesagt, hey wir sind Gazelle Research und dann kommen da so zwei Matronen durch die Tür und ich hey wir sind Gazelle Research, hab ich irgendwie gedacht, Brandfit, weiß nicht, aber ja das war ja Andreas: was man alles denken muss. Lisa: Wahnsinn, ne Wahnsinn. Andreas: Ich glaube aber, ich habe mal was gewonnen. Ich glaube, das war nicht bei der Abstimmung, aber ich glaube, es ging meine Lieblingszahl. Erinnerst du dich noch an deine Lieblingszahl? Ja. Lisa: Ja, das haben wir auch mal gemacht, die Befragung. Können wir auch nochmal drüber reden? Es ist wahnsinnig interessant. Es ist wirklich, aber... Andreas: Echt jetzt? Lisa: Ja, insofern, also das hat uns damals viel Spaß gemacht, die Befragung. Sie hat uns auch tatsächlich geholfen, weil es natürlich auch so ein bisschen irgendwie so ein kleines Ding war so, ja, stirbt jetzt mein Alterfirmenname oder Karin oder machen wir was ganz Neues? Und das hat uns ein bisschen geholfen, einfach einen Außenblick drauf zu werfen und so ein bisschen unabhängig davon, ob wir an dem Namen, jeweiligen Namen hängen, irgendwie eine gute Entscheidung. zu Im Gegensatz zu zu Priel zum Beispiel. Andreas: Ja, die haben sich voll reingesetzt. Hast du noch ein Beispiel, wo das gut funktioniert hat? Sonst finden wir noch eins. Lisa: Finden wir noch eins? Wir sind auch für jeden Beispiel spannend, was ihr uns noch schickt oder erzählen wollt. Andreas: vielleicht noch eine andere Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, gibt es vielleicht, das umzudrehen, gibt es vielleicht irgendwas, wo ihr gesagt hättet, da hätte ich gerne, da hätte ich gerne eine Meinung zu gehabt, wurde aber nicht Also euer Lieblings, Lisa: das ist auch gut. Andreas: also euer Lieblings, euer Lieblings Keks oder die Schips Packung oder irgendwas anderes, was sich verändert hat, wo ihr so gar nicht mit einverstanden wart. Also es gibt es gibt es ja oft. Also auch hier die Die Kicks-Marke, die wir schon oft genannt haben, weil es nicht ganz so gut lief, nenne ich sie nicht nochmal, aber die auch sehr mutig ein neues Verpackungs... Wie man das erforschen könnte, hast du erzählt. Lisa: Mh. Andreas: Die haben sehr, sehr mutig ein neues Verpackungskonzept auf den Markt gebracht und das nach einem Jahr oder so, glaube ich, wieder eingestampft, weil das so irgendwie gar nicht funktioniert hat. Das gibt es natürlich auch. letztlich... muss man sich dann manchmal entscheiden, man die... Ich finde, wenn ich drüber nachdenke, Autos ist das ja auch oft so, oder? Also wir hatten in der letzten Folge ja deine Auto-Geschichte, dass manchmal guckt man sich Autos an und denkt, okay, ich weiß, ihr wollt so ein bisschen so bleiben wie vorher, aber auch total irgendwie auf modern und so. Und das kann auch voll nach hinten losgehen. Das prominente Beispiel, was mir da einfällt, ist Ferrari, die ja gerade vor kurzem ein E-Auto gelauncht haben. Es erlaubt, man kann natürlich argumentieren, dass Ferrari so eine Marke ist, die so nischig ist, dass die extrem teuer sein muss und ein bisschen nach Öl stinken und sehr laut das mag so sein oder nicht, aber das Auto, was sie vorgestellt haben, sah wohl eher aus wie ein Middle of the Road. Lisa: Ja. Andreas: Christler Ford VW, irgendwas anderes und hatte so gar nichts mehr mit Ferrari zu tun und hat auch sehr viel Hämel ertragen müssen. Lisa: Ja. Andreas: Insofern ist dieser als Marketingverantwortliche und Produktverantwortliche diesen Spagat zu finden zwischen wir wollen gerne also unser Erbe sozusagen, das was wir aufgebaut haben, den Markenkern, den wollen wir natürlich mitnehmen und gleichzeitig müssen wir uns aber total den neuen Markt anpassen. Ich glaube, da gibt es ganz viele spannende Cases. Also, und wo ich gerade über nachdenke, nur zwei Sätze. Das eine ist smart. Wusstest du das Smart? Den haben wir ja kennengelernt als so ein Zweisitzer, der sehr merkwürdig aussah. Und ich glaube, es war eine Kooperation zwischen den Smart Watches, also den Uhrenleuten und Mercedes ganz früher. Lisa: Mh. Andreas: die Marke gibt es noch, wurde aber komplett verkauft, gehört, glaube ich, irgendeinem chinesischen Unternehmen und hat so gar nichts mehr mit diesem Auto zu tun. Sieht ganz anders, sieht eher aus wie ein Ist das eine Beispiel. Und das zweite, was ich gerne erwähnen würde, ist Jaguar. Jaguar haben Lisa: ja. Andreas: sich auch komplett gedreht. haben also da bleibt nur noch der Name. Das hat nichts mehr mit. Es sieht nach verbraucht 12 Liter und ist altbritisch aus, sondern die haben sich ja komplett bunt. Sieht eher aus wie eine Shampoo Marke finde ich. Anyway, sehr mutig. Lisa: Ja, dazu kann ich sagen, es gibt kaum einen Bereich, wo so viel Markt- Produktforschung gemacht wird wie in der Automobilindustrie, weil es einfach wahnsinnig teuer ist, neues Auto zu entwickeln und zu launchen. Ich kenne da auch einige Leute, die sogenannte Car Clinics machen, also die dann an so Prototypen, bei Autos heißt das anders, irgendwie an so halbfertigen Studien heißt das glaube ich bei Autos, in einer großen Halle irgendwie mit Konsumenten und Interessenten da durchgehen und das also wirklich von vorne bis hinten durchforschen. Da bleibt nichts im Zufall überlassen, deswegen finde ich so faszinierend, dass dann trotzdem dieses Ferrari-Ding passieren kann. natürlich noch ein berühmter Case aus den 90ern. Ich glaube, dass offiziell hässlichste Auto der Welt damals, der Fiat Multipla. Ich habe leider auch lange keinen mehr auf der Straße gesehen, weil ich mich immer darüber gefreut es so ein furchtbar hässliches Auto gibt. auch da gibt es totale Fans einfach, Mut zur Hässlichkeit und so. jetzt sind wir schon wieder bei Autothemen, Andreas. Was ist denn los? Hahahaha Andreas: Wir morgens 6 Uhr auf den Parkplatz gegangen mit ganz vielen anderen Leuten. Dann sind wir in Busse geschaufelt worden, auf einem Flughafen, diese riesen Da gab es unterschiedliche abgesteckte Räume und Autos. Die waren total zugeklebt, weil man nicht sehen sollte, was das für eine Marke sein soll. Dann gab es eine Station, da musste man sich reinsetzen und den Sitz verstellen. Lisa: Mh. Andreas: Das war darum ging es. Und dann hinterher wurde man gefragt, wie einfach fandest du den Sitz zu verstellen? ich weiß nicht, Irgendwas gab's noch. Musste ich mal blinken oder musste ich einsteigen, aussteigen? Gab's wahrscheinlich eine Tür aufmachen, eine Tür zumachen, solche Geschichten. Und du konntest wirklich nicht... Also du sahst quasi, ja, es ist wahrscheinlich ein Auto. Und es war aber alles irgendwie so abgeklebt, dass man wirklich nicht raten konnte, ob es jetzt ein BMW, ein Audi, ein Chrysler, ein... Weiß ich auch nicht, was fällt mir noch an als Marke, war... Und das hat einen Tag gedauert. da sind dann halt irgendwie, weiß ich nicht, 200 Leute oder so sind da durch. Und das muss ganz, ganz viel Geld gekostet haben, das alles Lisa: Hmm. Andreas: aufzubauen und die Leute zu finden. musst ja dann auch, welche Leute lässt du da rein. Und interessanterweise war ich natürlich Student und mit Sicherheit niemand, der sich ein Auto kaufen würde. Fällt mir gerade so ein. vielleicht, hm, warum haben sie mich ausgewählt? Anyway, weiß ich nicht mehr. Lisa: Na ja, vielleicht war es irgendwie geplant als Einsteigermodell, was könnte jemand Andreas: sein. Lisa: der eben noch kein Auto hat, wie angenehm ist das für den, wie leicht ist das für den zu verstehen. Vielleicht bist du auch einfach wegen deiner Größe eingeladen worden, weil sie wissen wollten, wie schlimm ist das für einen Andreas: Das kann sein. Lisa: zwei Meter-Mensch, den Sitz zu verstellen und kann der das überhaupt fahren. Andreas: Ja, das stimmt. Lisa: alles möglich. Es sind wahnsinnig spannende Projekte in der finde ich, weil es eben nicht auch nicht nur darum geht, irgendwie sieht es hübsch aus, sondern auch wie funktional es ist, wie ist die Usability, das ganze Thema irgendwie Produktdesign ist da natürlich wahnsinnig wichtig und spannend. Andreas: Lisa, was lernen wir denn von heute? Lisa: Ich brauche ein neues Auto. Andreas: Ja, okay. Fortsetzung, ja. Lisa: Was lernen wir daraus? Ich glaube, dass öffentliche Ideensammlungen und Befragungen ein wahnsinnig gutes Tool sein können, wirklich gute Produktmarken, Investitionsentscheidungen zu Ich glaube auch, dass sie gleichzeitig ein total gutes PR-Mittel sein können, ins Gespräch zu kommen, auch zu zeigen, dass man wirklich Konsumazentren konzentriert arbeitet und dass sie aber immer Gefahr laufen viral total auf die Nase zu fallen, wenn es eben so ausreißt wie bei Priel oder vielleicht auch bei BodyMac Aber ich glaube da sind diese Cases mittlerweile auch einfach so bekannt und so groß. dass ein professionelles Team da nicht mehr so auf die Nase fallen würde. Andreas: Glaubst du, dass weniger Leute jetzt sowas machen, weil sie dann doch lieber auf Nummer sicher gehen wollen? Lisa: Ja, ich glaube also in der Kommunikation, das musst du ja besser wissen als ich, aber gerade bei großen Marken, die Endkonsumenten ansprechen, ist die Vermeidung von Shitstorms schon ein großes Thema und etwas, was man immer zuerst irgendwie durchspielt. Was passiert, wenn wir jetzt das und das öffentlich machen oder auch wenn es nur ein kleiner Post ist, der dann irgendwie aus dem Ruder läuft, dass das im Zweifel noch eine viel größere Herausforderung ist als 2011, für Priel, dass man da schon sehr viel vorsichtiger ist einfach dann am Ende nicht so viel Einfluss darauf hat, was die Leute online daraus machen. Andreas: Ja, genau, ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt. Man muss sich das erstens sehr gut überlegen und zweitens die Überlegung, die immer mitspielt, ist vielleicht muss man manchmal auch Gelegenheiten, die man nicht wahrnehmen, wenn man vergleicht, okay, was ist der potenzielle Benefit, den ich daraus sehe? Was kann ich gewinnen und was kann ich verlieren? wenn ich meine Einschätzung wäre auch, dass oftmals gewinnt, okay, das, wir verlieren könnten, wiegt nicht auf das, was wir gewinnen könnten. Und dann gibt es wahrscheinlich Abschwächungen oder andere andere Methoden. Du könntest ja auch online dazu aufrufen, du Leute suchst, die mitdenken. Und dann rekrutierst du halt online und kriegst dadurch vielleicht eine Welle. Und die Leute, die du dann rekrutiert hast, die dürfen dann auch gerne freie crazy Ideen haben, aber die hast du dann vielleicht in einem Raum, in einem guten Setting, wo man das auch wieder moderiert, eingesammelt kriegt und so weiter, ohne dass du Tür und Tor aufmachst, dass irgendein Troll sich jetzt nach vorne katapultiert. Weil es ja meistens dann auch gar nicht mehr die Sache geht. also bei Bodymade, BoFace oder so. Das ist ja... Ist jetzt vielleicht eine Unterstellung, aber ist ja auch jemand, vermute ich mal sehr erfolgreich, und ich finde es auch eine witzige Idee, aber schon das Ding gekapert hat, selber die Geschichte zu beeinflussen und zu sagen, ich möchte gern, dass das Ding hier in eine Richtung läuft, die mit Sicherheit so nicht gewollt war. Und dann geht es gar nicht mehr ums Boot. Und das muss man sich halt dann als Bootmensch in diesem Fall muss man sich das überlegen. Ja, bitte. Lisa: war das bei Mr. Splashypens so, dass da ein User herausgefunden hat, dass wenn er irgendwie seine IP-Adresse bloggt oder Cookies oder whatever, dass er dann plötzlich innerhalb von zwei Minuten 140 mal abstimmen kann. Also das war durchaus auch... manipuliert und ich glaube, das sind halt so technische Sachen, die man mittlerweile auch einfach auf dem Schirm hat und da nicht mehr ganz so blauäugig irgendwas zur Abstimmung wenn das eben auch leicht manipulierbar Aber klar, heute kannst du da einfach Bots drauf schicken. Ja, also ich wäre vorsichtig, aber ich glaube, dass das in manchen Fällen total Sinn machen kann. Andreas: Ja, und ich würde das vielleicht von der anderen Seite auch noch gerne beleuchten als weiteren Tipp. Ich bin ein großer Demokratie-Fan. Mit dem Zusatz zu sagen, Demokratie ist das schlechteste Gesellschaftssystem, das wir haben, abgesehen von all den anderen. Ja, leider nichts ist perfekt. Aber im Rahmen der Demokratie, finde immer, wenn man die Gelegenheit hat, abzustimmen, sollte mit einem Ja in die ganze Geschichte gehen und sich das und wenn man sich dann doch dagegen entscheidet, ist das natürlich auch okay. Wie gesagt, man darf ja mitentscheiden. Aber ich würde auch zum Beispiel bei diesem Bankenlohn, das gucke ich mir tatsächlich nochmal an und ich werde da abstimmen. Einfach weil ich es kann und weil ich es gut finde, dass man seine Meinung kundtun kann. Lisa: Dann vielleicht noch ein von mir. Das hatten wir ja vor. Wir sollten auf jeden Fall auch noch mal eine Folge machen zu politischen Entscheidungen und Wahlen Andreas: Ja. Lisa: und Volksabstimmungen. Und dann reden wir auch noch mal über den Brexit und über Olympia-Abstimmungen und all diese Sachen. Aber ich finde es so zum warm werden, ist es ja auch erstmal schön über Buckelwale und Spülmittel zu sprechen. Andreas: Ja, Buckelwale und Spülmittel. Es geht immer. Das sind die beliebtesten Suchworte bei Podcasts. Und damit kriegen wir jetzt ganz viel Traffic. Das ist super. Lisa, insofern können wir uns jetzt zurücklehnen. Es war wieder eine sehr spannende Folge. Vielen Dank für viele nette Geschichten und Anekdoten. Wir lehnen uns zurück warten auf die Leute, die sich diese Folge anhört. Und wenn ihr Kommentare habt, gerne an sisozig.podcast.gmail.com eine E-Mail schicken. in den Feldern kommentieren. Und letztes Mal habe ich ja Sibylle gesagt, dieses Mal ist es der Stefan. Also wenn ihr einen Stefan kennt, der von dieser Folge profitieren würde oder jemand mit anderem Namen, der über eine Umfrage oder nicht zu diesem Namen gekommen ist, dann leitet doch gerne diese Folge weiter. Wir freuen uns über jeden neuen Hörer, jede neue Hörerin. Und damit, Lisa. Vielen Dank. Ich wünsche dir eine grandiose Woche. Mach's gut. Lisa: Ja, dir auch! Tschüss! Andreas: Tschüss!